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Faszikel IIc-39-1806-1808
Seiten: ohne Zählung | Einträge: 729
 

Transkription und digitale Edition von Jean Pauls Exzerptheften Vorgelegt von: Sabine Straub, Monika Vince und Michael Will, unter Mitarbeit von Christian Ammon, Kai Büch und Barbara Krieger. Universität Würzburg. Arbeitsstelle Jean-Paul-Edition (Leitung: Helmut Pfotenhauer) Förderung: Fritz Thyssen Stiftung (11/1998-12/2000) und Deutsche Forschungsgemeinschaft (01/2001-12/2005) Projektleitung: Michael Will Gesamtleitung: Helmut Pfotenhauer Transkriptionsgrundlage: Nachlass Jean Paul. Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Fasz. IIc, Band 39 Bearbeitungsschritte: 27/05/2002 MV Beginn der Transkription 01/07/2002 Ende der Transkription 13.5.2003 ST Autopsie Berlin abgeschlossen

39. Band Septemb. 1806 Jean Paul 1806

 

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]Blätter mit Bleistift, höchstwahrscheinlich nachträglich und von fremder Hand paginiert; evtl. zwecks Bindung. Ein beiliegender Zettel, siehe unten. ST, Berlin 13.5.2003.

 

[IIc-39-1806-1808-0001]
Wie ein Schwam tafel sich *...* *...* *...* das R*...* bei den lappl. Gräb. 216/39

 

[IIc-39-1806-1808-0002]
443 vita 506 = der Bundtag."

 

[IIc-39-1806-1808-0003]
39

] Beilage 3: Kleiner Zettel, kaum mehr lesbar, schwarze Tinte und Bleistift.

 

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[IIc-39-1806-1808-0004]
1. Die männlichen Katzen verständiger humaner, sanfter, erziehungsfähig. als die weiblichen. Dr. C. van der Vlie. Mus. des Wundervollen V. 3.

 

[IIc-39-1806-1808-0005]
2. Gräfin von Beichlingen verzehrte eine Grafschaft in Aalraup. Lebern - Frau von Pfullendorf in Forellenleb. eine Stadt und Schloß - Graf Werdenberg in Ulmer Lebkuchen eine Grafschaft. MJ. Juni 1806

 

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3. Köhler: Bei den Griechen viele Eigennamen aus Pferd zusammengesetzt, aus der heroischen Zeit her: Hippias, Xanthippe, Chrysippus, Philippus, Aristippus. Bib. der sch. Wissensch.

 

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4 Luneau de Boisgermain: dad. daß man die Kaninchen mit einem weissen, od. schwarzen p. Tuch, Kleid erschreckt, bekommen die Jungen diese Farbe. Französ. Miszell.

 

[IIc-39-1806-1808-0008]
5. Das indische Wörterbuch vikvâbhidkânam ist alphabetisch geordnet nach den Endbuchstaben der Wörter. Konstantinopel. II. 4.

 

[IIc-39-1806-1808-0009]
6 Sines. haben nur 333 Sylben; um die Accente der verschiedenen Bedeutungen zu geben, 80,000 Karaktere. |

 

[IIc-39-1806-1808-0010]
7. Hoang-ti ließ d. den Mandarin Tsang=kie die Schriftzeichen zu vermehren, dieser beobachtete die verschied. Fußtritte der Vögel und machte daraus Karaktere |

 

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[IIc-39-1806-1808-0011]
8 Unt. dem Kais. Yu zählte Sina 7000 Dichter |

 

[IIc-39-1806-1808-0012]
9 In der konstantinop. Bibl. war ein Drachendarm von 120 Fuß Länge, worauf mit goldenen Buchstab. Homers Epopeen eingegraben. Konstantinopl.

 

[IIc-39-1806-1808-0013]
10 Rom u. spät. Konstantinop. waren in 14 Regionen (Climata) eingetheilt. |

 

[IIc-39-1806-1808-0014]
11 Der Spottvogel, Moqueur (turdus polygottus) singt nur so lange (und schöner als die Nachtigall) als er um einen Ast flattert; dah. im Käfig nie - ahmt alle Vögel nach. Museum des Wundervollen V. 4.

 

[IIc-39-1806-1808-0015]
12 Sauvages: Die Erdspinne macht sich in der Erde eine Grube von 2 Fuß tief und vor diese eine Erd=Thüre knapp anschließend, aufgehend, Fäden Angel |

 

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13 Die Sines. machen Fahrzeuge glänzend weiß, Fische halten für Mondschein und springen hinein. |

 

[IIc-39-1806-1808-0017]
14 Meistens die Raubthiere haben Winterschlaf - der weisse Bär nicht, durch Haar gegen Kälte und d. todte Wallfische und Seekälb. gegen Hunger gesichert |

 

[IIc-39-1806-1808-0018]
15 Fern. alle Amphib., auß. die im Ozean |

 

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[IIc-39-1806-1808-0019]
16 In Island die Schafe unter dem Schnee Winterschlaf. |

 

[IIc-39-1806-1808-0020]
17 In der Stadt Chaudesaignes in Frankr. werden im Wint. die Häus. blos d. Bassins gewärmt, worein man die warmen Quellen läßt. |

 

[IIc-39-1806-1808-0021]
18 Am Ufer des Casiquiare Indianer, die meist Ameisen essen |

 

[IIc-39-1806-1808-0022]
19 Auf Neuseeland, in Terra Firma Erd=Esser; tauchen sie höchstens in Fett.

 

[IIc-39-1806-1808-0023]
20 Parmentier und Deyeux u. Schweitzer: die letzte Hälfte der Milch, die man von der Kuh milkt, butterhafter und nahrhafter als die erste. J. A. L. Z. N. 174. 1806

 

[IIc-39-1806-1808-0024]
21 Malherbe mußte nach einem Gedicht von 100 Versen stets 5 Jahre ausruhen. Eleg. Zeitung

 

[IIc-39-1806-1808-0025]
22 In Rußland trennt man am Jaik die zu dichten Fisch=Schwärme d. Kanonenkugeln. Kotzebue Freimüth.

 

[IIc-39-1806-1808-0026]
23 Den Pabst mußte stets ein knieend. Maler malen. Irene

 

[IIc-39-1806-1808-0027]
24 Rechn. man die englischen Nazionalschulden zu 6 taus. Millionen Gulden u. das Volk zu 16 Millionen: so kommen 408 Gulden auf jeden Kopf. Europ. Annal.

 

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[IIc-39-1806-1808-0028]
25 Auf der Insel Rhodus eherne Ochsen, deren Brüllen Unglück weissagte. Konstantinop. 2 J. 6 H.

 

[IIc-39-1806-1808-0029]
26 Ein russischer Kläger mußte 7 Zeugen stellen, ein Ausländ. 2. Alte russ. Gesetze |

 

[IIc-39-1806-1808-0030]
27 Der Pferdediebstahl bei Deutsch. sogar höher als Todtschlag; für jenen Tod, diesen Geld. Auch bei Russen ||

 

[IIc-39-1806-1808-0031]
28 Ein ausländischer Kaufmann im Gross. (Gast genannt) wurde da unt. die Standespers. gerechnet - Beleidigung dess. höher bestraft - ihm die Schulden zuerst bezahlt ||

 

[IIc-39-1806-1808-0032]
29 Kind. mit einer Sklavin erzeugt - werden beide frei ||

 

[IIc-39-1806-1808-0033]
30 Die Leibes Strafe an Sklav. wurde unt. dem Glockenthurm vollzogen. ||

 

[IIc-39-1806-1808-0034]
31 Michel Angelo vergrub seinen Schlafgott - galt bei den Röm. für eine Antike. Winkelmann beschrieb ein Mengs Gemälde Jupit. und Ganymed als ein altes in der ersten Ausgabe seiner Kunstgeschichte. Heins. Briefe. |

 

[IIc-39-1806-1808-0035]
32 Heinse: die Schweitzer Namen von Schwitz. unter dem Steigen |

 

[IIc-39-1806-1808-0036]
33 von Müller: Winkelmann weihte jeden Tag 1/2 Stunde der Betrachtung des Glücks, in Rom zu sein | 2.

 

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[IIc-39-1806-1808-0037]
34 Aeschylus siegte im 40 J. zuerst, Euripides im 43. ||

 

[IIc-39-1806-1808-0038]
35 Aeschylus, der 13 mal den Preis gewann, bekam doch auf sein Grab nur die Inschrift, daß er in der Ebene Marathon siegen helfe. ||

 

[IIc-39-1806-1808-0039]
36 Man schnitt sonst schöne Knab. auf, um aus den Eingeweiden seine Schicksale zu lesen - so Hadrian den Antinous ||

 

[IIc-39-1806-1808-0040]
37 Die Einwohner der Harvei's Inseln grüss. einander d. Aneinanderstoss. der Hinterbacken. Breßl. Erzähler

 

[IIc-39-1806-1808-0041]
38 Die Einwohner von der Botany Bay oder Port Jackson führen immer Feuer auf ihren Booten, weil es ihnen so schwer wird, eines anzuzünden. Tempel der Nat. und Kunst, von Hirschmann

 

[IIc-39-1806-1808-0042]
39 Der Saugefisch oder Schiffhalter hängt sich an grosse Fische und Schiffe an, weil er selbst zu kleine Floßfed. hat, sich zu bewegen |

 

[IIc-39-1806-1808-0043]
40 Das Chamäleon durchaus ohne Proporzion - große Lungen; d. deren Aufblas. fett scheinend, Zusammenziehen mager - zwei Fing. an den Vorderfing. vor=, drei rückwärts gekehrt. | geht und springt d. Schwanz

 

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[IIc-39-1806-1808-0044]
41 Der Opossum stellt sich todt am Schwanz hängend, fängt so den kleinen Vogel - wirft ihn unt. einen Strauch - ein großer will ihn nehmen u. fängt diesen so auch |

 

[IIc-39-1806-1808-0045]
42 Die Orpheusdrossel (turdus Orpheus) singt froher und schöner als die Nachtigall - Tag und Nacht - auf der höchsten Spitze eines Ästchens - ahmt Vögel=, Vierfüsser= und Möbeln Getön nach |

 

[IIc-39-1806-1808-0046]
43 Einwohn. der Insel Paque ohne Wasser trinken Meer ohne Schaden |

 

[IIc-39-1806-1808-0047]
44 Hadrian ließ das Orakel fragen wo Homer geboren; Antwort: auf Ithaka. |

 

[IIc-39-1806-1808-0048]
45 Die graue Farbe der Mäusse und a. Nagethiere kommt von schwarzen Ringen zwischen regelmäss. entfernten weissen Zwischenräumen. Voigts Magazin

 

[IIc-39-1806-1808-0049]
46 Saußüre: auf hohen Bergen spürt das Thermomet. keine Wärme von der Sonne, Menschen die unerträglich. Schelling Weltseele 2 Aufl.

 

[IIc-39-1806-1808-0050]
47 Das Holz im Wasser wird vom Brennspiegel von innen heraus verkohlt, da das kaltbleibende Wass. es auss. schützt. |

 

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[IIc-39-1806-1808-0051]
48 Saussüre: Im Winter u. in der heitersten Luft kommt weit mehr elekt. Materie zur Erde als umgekehrt. |

 

[IIc-39-1806-1808-0052]
49 Plötzlicher Schreck macht die Augen zu Luftsammlern u. sie sehen alles erleuchtet, selbst das Kleinste Goth. Mag. für das Neueste aus der Phys. II. |

 

[IIc-39-1806-1808-0053]
50 Die Körp. werden am stärksten erwärmt, die am schwersten verbrennen | dah. Metalle u. unter diesen das Silber

 

[IIc-39-1806-1808-0054]
51 Rumford: jed. einzelne Lufttheilchen nimmt Wärme auf u. kann es d. Bewegung a. mittheilen; ab. Luft in Ruhe pflanzt sie nicht fort |

 

[IIc-39-1806-1808-0055]
52 Wärmeleiter sind die Körp., die die Wärme am kräftigsten zurück (folglich weiter=) stoßen u. die erregbarsten - dah. phlogist. (50) - schlechte Wärmeleit. sind wenigst=erregbar und leicht verbrennlich, Wolle p. - Nichtleiter folglich Metallkalke, Luft (51) zu Wasser. |

 

[IIc-39-1806-1808-0056]
53 D. ungleichförmige Erwärmung u. Erschütterung wird Polarität; d. ung. Erkältung Wechs. der Polar. erzeugt | magnetische und elektrische |

 

[IIc-39-1806-1808-0057]
54 Saußüre: nichts schwächt die Kraft des Magneten so sehr als die Wärme |

 

[IIc-39-1806-1808-0058]
55 ad 53 Dieselben Ursachen erregen magnet. und elekt. Polarität |

 

[IIc-39-1806-1808-0059]
1) ein Körper heißt in dem Grade erhitzt als er die Wärmmaterie zurück stößt.

 

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[IIc-39-1806-1808-0060]
56 Der Prozeß der Vegetazion besteht in Zerlegung des Wass., da das dephlogistisierende Prinzip aus der Pflanze entwickelt wird, während das Brennbare zurückbleibt |

 

[IIc-39-1806-1808-0061]
57 Needham, Priestley, Ingenhous und a.: auf dem Wass. entsteht die priestleysche grüne Materie - besteht aus vielen vegetab. Körnern, tremellenartig - wird zu lebend. Thieren - die endlich wied. vegetalische und zu Flechten werden. Oken üb. Erzeugung

 

[IIc-39-1806-1808-0062]
58 Bonnet: an Wasserwürmern (eigentlich lumbrici variegati) wuchsen die Köpfe nicht nur nach 8 mal Wegschneiden, sond. bei weggeschnitt. Schwanze auch ein neuer Kopf. |

 

[IIc-39-1806-1808-0063]
59 Brendel und Selle fanden in Abortus schon Würmer - Goeze, Blumenbach in noch säugenden Thieren |

 

[IIc-39-1806-1808-0064]
60 In den Insektenlarven finden sich Würmer wie eine Art Filaria, die im ausgewachs. Insekt nicht vorkommen. Cuvier tableaux de l' hist. nat. |

 

[IIc-39-1806-1808-0065]
61 Blumenbach: die Finne (cysticercus finna Zed.) wohnt nur im zahmen Schwein, nicht im wilden. |

 

[IIc-39-1806-1808-0066]
62 Die Hunde sind dem Vater mehr ähnlich als der Mutter. Hermann von Straßburg: ein spanisches Hündchen von einem Mops

 

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belegt gab 4 Möpse. Eine Betze wirft oft Junge die die Bildung mehr. Väter haben. |

 

[IIc-39-1806-1808-0067]
63 Chemnitz: er bekam aus der Begattung der linksgewundenen Weinbergsschnecken (worin Geschlechtstheile, Eingeweide und alles links liegt, wos in den rechtsgewundnen rechts) mit ihnen selbst u. mit den Rechtsschnecken stets rechtsgewundne |

 

[IIc-39-1806-1808-0068]
64 Oken: der Fötus athmet d. die Nabelschnur, nährt sich d. die Brustwarzen | p. 162

 

[IIc-39-1806-1808-0069]
65 Man könnte dah. d. Einreiben und Eintauchen der Brüste in Milch ernähren, wie Arzneien beibringen |

 

[IIc-39-1806-1808-0070]
66 Die Lipp. werden zuerst entwickelt; beim Schwein der Rüssel daher |

 

[IIc-39-1806-1808-0071]
67 In den ersten 8 Wochen gleicht der Fötus noch einem Affen mit verlängert. Steißbein, in der Lage der Glied. und Form der Nase |

 

[IIc-39-1806-1808-0072]
68 Der Frosch ist eine potenziierte Schnecke, nur ein Schmecksinnsthier, Zunge u. Magen bei ihm aufs Höchste gebracht p. 182

 

[IIc-39-1806-1808-0073]
69 Der Fisch verliert seine Schuppen nicht. Leuwenhoek. |

 

[IIc-39-1806-1808-0074]
70 Ein Magnet streicht viele be Eisen=Stücke magnetisch; ein neuesmit der ganzen Sammlung bestrichnes kannstärker werden als er selbst; folglicherzeugt sich. Autenrieths Physiologie |.

 

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[IIc-39-1806-1808-0075]
71 Da die Knochen kaum 1/12 Gewicht des Körp., u. der übrige Theil so viel d. Trocknen verliert: so besteht der größte Theil dess. aus Wasser. § 30.

 

[IIc-39-1806-1808-0076]
72 Wenn die Lebenskraft - erschöpft d. Reitze - nicht vermag, der Elastiz. der Muskeln entgegen zu wirken: so entsteht Zittern zu Konvuls. der letzt.; z. B. Angst, Anfang der Ohnmacht, bei Verblutung beim Sterben. Wie ein Strom zuletzt beim Versiegen in abgesetzten Wellen aus einem Rohr schießt. §. 146

 

[IIc-39-1806-1808-0077]
73 D. die Lebenskraft entstehen überall, auch in kleinsten Gefässen ohne Muskeln, und ohne Kreislauf, Oszillazionen; dah. das Geräusch, wenn man einen Finger ins Ohr steckt - das Fleisch eines frisch getödteten Thiers rauschet, so lang es noch warm ist - § 183.

 

[IIc-39-1806-1808-0078]
74 Das Ohr ist für die gewöhnliche Oszillation seiner Fasern abgestumpft; bei stärkeren: Blutandrang ab. - Ein rundes Messerheft ins Ohr, Spitze an die Mauer gibt kein Rauschen, sond. nur wenn man es fest in der Hand hält, deren Osz. es fortpflanzt ||

 

[IIc-39-1806-1808-0079]
75 Bei kränklichen reitzbaren Menschen erregt ein auf die Hand gelegt. Stück Gold keine widr. Empfindungen, ab. ein Stück Kupfer eine zugleich mit stärkstem Krampfe der Ausstreckungsmuskeln der Finger § 197

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0080]
76 Die im Veitstanz geschwollnen Muskeln erschlaffen berührt von Eisen, nicht von a. Metallen § 200

 

[IIc-39-1806-1808-0081]
77 Lebensthätigkeit ist wie galvan. Fluidum Zersetzung des Wassers

 

[IIc-39-1806-1808-0082]
78 Pockengift von lange verfaulten Körpern steckte noch an § 212

 

[IIc-39-1806-1808-0083]
79 Schnellen harten vollen Puls in den Arterien mit Herzklopfen findet man zuweilen bei fast blutleeren (z. B. d. Nasenbluten) kalt anzufühlenden Menschen, bei denen schon die Extremitäten ödematös angelaufen, während bei deren Wiedergenes. der Puls klein und langsam ist. § 230

 

[IIc-39-1806-1808-0084]
80 Auf den Oberflächen der größeren Arterien laufen wied. kleine Venen § 239

 

[IIc-39-1806-1808-0085]
81 Es gibt mehr Blut= als Schlagadern. Eine kleine Arterie wird auf jed. Seite von einer Vene begleitet; an vielen Ort. beträchtlich Blutadern ohne betr. Schlagadern. § 256

 

[IIc-39-1806-1808-0086]
82 Bei den Erwachs. übertrift die rechte Herzkammer die linke an Weite (wie 7 zu 5); so das rechte Herzohr das linke; die Lungenart. die Lungenvene 311

 

[IIc-39-1806-1808-0087]
83 Beide Herzkammern ziehen sich zu gleicher Zeit zusammen, so beide Herzohren |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0088]
84 Die Blutmasse zu 30 Pfund gerechnet, so brauchts 194 Pulsschläge, sie einmal d. das Herz zu treiben; also 2 2/3, höchstens 3 2/3 Minuten.

 

[IIc-39-1806-1808-0089]
85 Eine vieltausendpfündige Glocke erschüttert ein Metallstäbchen; so die Kraft des Herzens die Arterien, was man sieht noch bei übereinander gelegten Knien mit Gewichten von 50 Pfund am Fuß § 361

 

[IIc-39-1806-1808-0090]
86 In afrikanischen Sandebenen leben die Ochs. von Salzpflanzen, Pferde von stachlichten Aesten der Mimosen, gegen diese scharfen Säfte verzehren sie Felle, Sand, Knochen, ihren eignen Mist. Barrow. Treviranus Biologie II.

 

[IIc-39-1806-1808-0091]
87 D. Wärme ohne Licht Entstehung der Thiere befödert, d. Licht die der Pflanzen

 

[IIc-39-1806-1808-0092]
88 Bruce: in der Gegend von Sennaar - wo der fette Boden 300 fältig trägt - bringt kein Weibchen Junge; drei Meilen davon in einer Sandebene alles Vieh vortrefflich. |

 

[IIc-39-1806-1808-0093]
89 Die nördliche Erdhälfte Eisen und Kupfer, die heissen Gegenden des Süd. Gold und Silber. |

 

[IIc-39-1806-1808-0094]
90. Schöpfs Reise: alle Eichen lassen Gras u. a. Gewächse nicht aufkommen. |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0095]
91 Ein Feld trägt keine a. Pflanzen so lange Hanf darauf ist. |

 

[IIc-39-1806-1808-0096]
92 Ein Gefäß mit Queksilber nahe bei einem Gewächs (bis 1/2 Fuß) macht es absterben |

 

[IIc-39-1806-1808-0097]
93 Je höh. die Klass. der Thiere und Pflanzen sind, desto unabhäng. vom Wass., und abhängiger von der Luft; bei nied. umgekehrt |

 

[IIc-39-1806-1808-0098]
94 Ulloa: um Carthagena sind die Menge Fledermäusse eine Landplage. |

 

[IIc-39-1806-1808-0099]
95 Die Mopsikäer, ohnweit Paraguay, wurden von der Menge Sperlinge aus ihrem Land vertrieben. |

 

[IIc-39-1806-1808-0100]
96. In Chili haben sich die von den Span. dahin gebrachten Ochs. so vermehrt, daß sie blos der Felle wegen gejagt und getödtet werden. Anson |

 

[IIc-39-1806-1808-0101]
97 Düverney: Fische sterben in Wass., dem d. Kochen die Luft genommen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0102]
98 Dorthes: Raupen, die sich nur in Erde und Holz aufhalten, Vögel und Schmett., die nur Nachts ausfliegen, haben keine so lebhaften Farben als die entgegengesetzten |

 

[IIc-39-1806-1808-0103]
99 Das Licht gibt den Thieren dunklere Farben, dah. der untere Theil ders. blässere |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0104]
100 Sennebier, Humbold p.: Die bleichgelbe Farbe der Pflanze im Dunkeln erhält Grün schon bei dem Licht einer Lampe wieder. |

 

[IIc-39-1806-1808-0105]
101 Gmelin: hungernde Thiere geben das beste (weisse) Pelzwerk; die siberischen Tartaren machen es mit den Füchs. so. Die Wolfs Haare nur im Hung. weiß und schön. Einige Raubvögel nur im Wint. dichte weisse Federn, wo ihnen kleine Vögel fehlen ; Adler und Uhu|

 

[IIc-39-1806-1808-0106]
102 Adler und Uhu, die von vierfüssigen Thieren, also auch im Winter leben, und so alle Säugethiere, die immer zu fress. haben, ändern nie ihre Farbe | D*

 

[IIc-39-1806-1808-0107]
103 Dah. in warmen Himmelsstrichen wo immer Nahrung, keine Winterfarb. des Nordens |

 

[IIc-39-1806-1808-0108]
104 La Perouse: Fische zogen Fregatten 1500 Meilen weit nach. Catesby sah eine Eule zur See 600 Seemeilen weit vom Land |

 

[IIc-39-1806-1808-0109]
105 In den tiefsten Hölen, z.B. der noch nicht aufgebrochenen Rasenmüllershöle waren die glatten Stalaktitenwände mit dem Lichen Tophicola) Humboldtb** berankt. |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0110]
106 Meist Kröten waren eingeschlossen, in einem 100 jährigen Eichbaum fand man eine - im Saalkreise fand man in einem mächtigen Thon oder Lettenflötz 16 Zoll tief eine - |

 

[IIc-39-1806-1808-0111]
107 Antonio de Ulloa sah in Madrid 2 Würmer, die Bildhauer in einem Marmorblock gefunden |

 

[IIc-39-1806-1808-0112]
108 Rösel schon 200 Insektenarten auf der Eiche; Linné: Weide 55, Pflaum. 30, Gras 16, Pappel 22, Linde 13, Birke 19, Distel 8, Birnbaum 40. |

 

[IIc-39-1806-1808-0113]
109 Im Ei einer Henne fand man einen Eingeweidewurm Voigts Magaz. IV. I. |

 

[IIc-39-1806-1808-0114]
110 Wasserpflanzen haben feine, schmale blasse Blätt., Landpflanzen breite dunkle. Bei denen, die halb oben halb unten wachs., sind die in der Luft eiförmig und gefiedert, die Wurzelblätter im Wass. lang, haarförmig. |

 

[IIc-39-1806-1808-0115]
111 Ein nass. Bod. bringt glatte gefirnißte Stengel und Blätter, ein dürrer rauhe. |

 

[IIc-39-1806-1808-0116]
112 Bei den den Winden ausgesetzten Pflanzen sind die Blätter mit einer Wolle überzogen, die da am dichtesten wo die Windstöße. La Billardiere's Reise I.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0117]
113 In Hindostan, Nordafrika p. oft fruchtbare Ehen zwischen 8 jährigen Mädchen und 10 jährigen Knaben. Aronson's Kunst das Leben des schönen Geschlechts zu verlängern.

 

[IIc-39-1806-1808-0118]
114 Mandelshof: einem indischen Mädchen im 2 J. schwollen die Brüste, im 3 Menstr., im 5. Mutter. |

 

[IIc-39-1806-1808-0119]
115 Swift die Regel, in einer Gesellschaft nur 1 Minute lang zu sprechen u. dann zu warten, ob ein a. anfange.

 

[IIc-39-1806-1808-0120]
116 Er hatte einen weiblichen Senat um sich, der sich von ihm alles gefallen ließ.

 

[IIc-39-1806-1808-0121]
117 Die Pferdelaus (hippobosca equina) legt st. der Eier Puppen so groß als sie **. Klügels Enzykl. |

 

[IIc-39-1806-1808-0122]
118 Bei dem Häuten und Verwandeln lösen sich an den Raupen Bündel von Luftröhren aus den Luftlöchern ab |

 

[IIc-39-1806-1808-0123]
119 Die Larve des Blattkäfers frißt die untere Haut der Blätter, um vor Vögeln und Sonne sicher zu sein |

 

[IIc-39-1806-1808-0124]
120 Wenn eine Schlupfwespe ihr Ei in ein Insekt gelegt, dessen Larve dieses verzehrt: so wird diese wied. von der Larve der Gallwespe verzehrt, die auch Eier in jenes gelegt. |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0125]
121 Ein Käfer (Dermestes piniperda) durchbohrt die untern Zweige des Nadelholzes, Baum wächst schöner in die Höhe |

 

[IIc-39-1806-1808-0126]
122 Die Mückenlarven bewahren stehendes Wass. vor Fäulniß; nimmt man sie, bald stinkend |

 

[IIc-39-1806-1808-0127]
123 Die Schooßschlangen (C. domicella) nehmen die Ostindierinnen auf Schooß und in Bus. zum Kühlen |

 

[IIc-39-1806-1808-0128]
124 Das Bakersche Räderthierchen, das allerlei Gestalt annimmt hat, ausgedehnt, auf dem Kopf 2 Kronen, mit denen es Wirbel macht | dauert mehrere Monate außerhalb des Wassers als Staubkörnchen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0129]
125 D. die Füsse heben sich die Vögel zum Flug. Dah. die kurzfüßige Mauerschwalbe (hirundo Apus), auf die Erde gefallen, erst aufklettern und im Herabfallen auffliegen kann |

 

[IIc-39-1806-1808-0130]
126 Oft bekommen ohne Krankheit die Säuglinge Abscheu vor Muttermilch und schreien, wenn sie die Brust od. nur Mandelmilch sehen. Aronson.)

 

[IIc-39-1806-1808-0131]
127 Ein gross. Vogel kann in 1 Stunde einen Weg von 12 deutschen Meilen fliegen |

 

[IIc-39-1806-1808-0132]
128 Das Männchen der Heerschnepfe (Scolopax gallinago) fliegt hoch bis unsichtb.; Weibchen bleibt auf der Erde |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0133]
129 Die Köpfe von Bacchus und Ariadne, des Herkules und der Jole, Alexand. und der Pallas wurden oft verwechselt. Beckers August. |

 

[IIc-39-1806-1808-0134]
130 Die Pallas stritt besond. stark gegen die Giganten, dah. die Darstellungen des Riesenkriegs meist ihr gewidmet |

 

[IIc-39-1806-1808-0135]
131 Die dea spes kommt von Kalig., Claud. an desto häufiger auf Münz. vor |

 

[IIc-39-1806-1808-0136]
132 Im alten spanischen Hofgesetz war sonst bestimmt dem König Veränd. der Zimmer, der Kleid., Spazierfahrten - wurde ohne seine Ordre zu Reisen nach dem Lustschloß geweckt; und so mußte er zu bestimmter Zeit wieder zurück.

 

[IIc-39-1806-1808-0137]
133 So mußte die Königin Sommer um 10 Wint. 9. schlafen gehen; u. noch an der Tafel wurde sie ohne Gnade von ihren Weib. ausgekleidet.

 

[IIc-39-1806-1808-0138]
134 Der Beherrsch. von Darfur in Afrika nennt sich den Ochs., den Sohn eines Ochs., den Ochs. aller Ochsen. Browns Reis. in Afrik.

 

[IIc-39-1806-1808-0139]
135 Anderson: die Isländ. stecken in die Mitte des Nests der Eidergans einen Stab, sie legt dann so viele Eier bis sie den Stab überragen damit sie brüten kann. Magaz. aller neuen Erfindungen.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0140]
136 Kapitain von Krusenstern: d. das innere Verkohlen der Wassertonnen hält sich das Wasser |

 

[IIc-39-1806-1808-0141]
137 Die Sineser haben Karren mit Masten und Segel |

 

[IIc-39-1806-1808-0142]
138 Miß Molesworth, die sich bei einem Feuersprung das Bein zum Amputieren zerschmetterte, ließ man 2 Monate im Glauben, sie hab' es noch; sie spürte Schmerz daran. Englische Misz. XXIV. I.

 

[IIc-39-1806-1808-0143]
139 Gautieri: je länger der Mensch horizontal liegt, desto geringer ist sein Verstand; so Kind. lange in der Wiege, später entwickelt. Hunde, Bären macht man klüger d. aufrechte Stellung. Voigts Magazin der Naturkunde

 

[IIc-39-1806-1808-0144]
140 Ebenda: bei Klavier= Violin p. spielern zertheilen sich die Extensoren= und Flexoren=Muskeln der Finger in so viele einzelne Bündel als Finger sind; bei Neugebornen u. Thieren nur aus 1 Stück bestehend |

 

[IIc-39-1806-1808-0145]
141 In dem von Phrixus erbaueten Tempel der Leucothea durfte kein Widder geschlachtet werden. Allgemeine geographische Ephem. 1806 Jun.

 

[IIc-39-1806-1808-0146]
142 Sonst Anfang vorigen Säk. nahmen die Verfasser von Disput. und Programmen ihre Titel und Gegenstände gern von ihren Namen her; ein Schmidt handelt vom Glücksschmidt, ein Bothe von Rechts= und Gerichtsboten. Leipziger L. Z. Intellig. 1806

 

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[IIc-39-1806-1808-0147]
143 Böttiger: alle Götter werden bei den Aegypt. d. Thierhieroglyphen bezeichnet, wo auch nur ein Menschenkopf oder Gestalt vorkommt, sinds den Göttern dienende Menschen. Andeutung

 

[IIc-39-1806-1808-0148]
144 Ein Arrestat kann wegen Flucht aus dem Gefängnis nicht gestraft werden. Koch instit. jur. crim. § 618

 

[IIc-39-1806-1808-0149]
145 In Kadix bemerkt man, daß so lange die Ebbe dauert, niemand stirbt. Minerva

 

[IIc-39-1806-1808-0150]
146 L. Carvacci: jeden weissen Pinselstrich sollte der Maler 100 mal bedenken; Vandyk, wäre die weisse Farbe die theuerste, so würde besser gemalt. Göthes Winkelmann

 

[IIc-39-1806-1808-0151]
147. Göthe: der schöne Mensch ist eigentlich nur Einen Augenblick schön. |

 

[IIc-39-1806-1808-0152]
148 Böttiger: die weibliche Kleidung, die Haube Brusttuch Weiberrock, ist altägyptisch, d. die Nonnenklöster mitgetheilt.

 

[IIc-39-1806-1808-0153]
149 Mairan: welche und wieviele Zahlen man auch versetze, der Unterschied ist stets eine 9. (z.B. 21 u. 12) Kotzebue. - weil Fontenelle fand, daß die 9 multipliz. immer 9 gebe (12 mal 9 = 108 p). Er starb im 99 J. 9 Monate 9 Wochen am 9 Januar 1757.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0154]
150 In Paraguay fangen die Einwohner ihre Bekehrung mit einem Tanz an. Hist. de Paraguay par le R. P. de Charlevoix. Mösers Harlekin

 

[IIc-39-1806-1808-0155]
151 Möser: im Nord. hörten die Völkerwanderungen bei dem Anfange des Klosterlebens auf.

 

[IIc-39-1806-1808-0156]
152 Goldast führte der Minnesinger Lieder so wol in seiner replicatione pro sacra caesarea Majestati illustissimi que Imperii ordinibus adversus Gretserum, als inseinen Noten zum König Tyrolsund der Winsbecker Gedichte an, um siezu erhalten |

 

[IIc-39-1806-1808-0157]
153 Winterl: das Licht ist schwer. Oken Abriß des Syst. derBiologie.

 

[IIc-39-1806-1808-0158]
154 In der Ferne von 679 Fuß ist das Wass. nicht mehr durchsichtig. |

 

[IIc-39-1806-1808-0159]
155 Ritter: eine beständ. Galvanis. begleit. den Lebensprozeß |

 

[IIc-39-1806-1808-0160]
156 Je nied. das Thier, desto kleiner das cerebrum, desto größ. das cerebellum; in Würmern Schneck. nur dieses. |

 

[IIc-39-1806-1808-0161]
157 Da die Schnecken das Sauerstoffgas am reinsten aus der Luft vertilgen, so schlug sie Vauquelin zu Cudiometern vor |

 

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[IIc-39-1806-1808-0162]
158 Die Fischweibchen so viel größer als die Männch. daß Naturforsch. oft eigne Gattungen daraus machten. |

 

[IIc-39-1806-1808-0163]
159. Gift nur im Reich der Amphibien, dieser Zungenthiere, bei denen der Schmecksinn vorherscht - dah. der Speichel das chym. Zerstörungsmittel; ihrer muß wegen ihres Fress. am stärksten wirken - Arsenik so wenig Gift als glühend. Eis; denn es wirkt unabhäng. vom lebend. Körp., den es zerstört, Speich. ab. abhängig. |

 

[IIc-39-1806-1808-0164]
160 Beinahe in allen Amphib. ist sie {die Zunge} verdopp., od. doch gespalten. Die Zunge des Fischs ist Zahn, des Vogels Feder |

 

[IIc-39-1806-1808-0165]
161 Fische dopp. erscheinende Naslöcher - bei Vögeln die Paukenhölen die den ganzen Kopf verbreitern. | - Das Insekt ganz Auge, dah. Fliegen nach Licht. - die Schnecke eine tastende Hand.

 

[IIc-39-1806-1808-0166]
162 Jed. Weltkörp. lebt 1) in der magnetischen od. neptun. Periode - 2) dann in der elektr. od. ird. (wie Erde jetzt) und 3) in der chemischen oder vulkanischen. Über das Leben von K. Eberhard Schelling

 

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[IIc-39-1806-1808-0167]
163 Das erste und letzte Lebensalt. der Menschen verläuft in dem kürzesten Zeitraum, Mitte längsten = Ax=Drehung und die um Sonne |

 

[IIc-39-1806-1808-0168]
164 Die Pflanzen sind die Verdauungsorgane des Thierreichs, dieses des Menschenreichs |

 

[IIc-39-1806-1808-0169]
165 Kröte Vorliebe für Schierling; daher Mensch beide haßt |

 

[IIc-39-1806-1808-0170]
166 Alle Todesarten sind auf wirklichen Hungertod zu reduzieren |

 

[IIc-39-1806-1808-0171]
167 Die Verweisung ist ein mit Übergewicht des Unorgan. gesetzter äquivoker Zeugungsprozeß; die Assimilaz. ein mit Übergewicht des Organ. - beide schaffen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0172]
168 Im Ptolemäischen System wurden die Planeten, die am schnellsten umliefen, für die nächsten gehalten, am langs. fernsten. Lichtenb. Schrift. Band 6.

 

[IIc-39-1806-1808-0173]
169 Sonst: die Sonne erleuchte die Fixsterne |

 

[IIc-39-1806-1808-0174]
170 Die Päbste wie der Imperator waren die Ernährer des Volks, anstatt daß dieses sonst die Regierung ernährte; dah. die Unersättlichkeit jener. Europ. Annal. St. 8. 1806

 

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[IIc-39-1806-1808-0175]
171 Als Bischoff Aeneas Sylv. hatte Pius II gegen die geistliche Souveraint. geschrieben; als Pabst schrieb er, man solle nicht an seine Jugendsätze sich kehren |

 

[IIc-39-1806-1808-0176]
172 Damit Alexand. VI Kardinal sein konnte, mußte ein span. Edelmann Melchior, sich für den Gemahl von der Frau des ersteren ausgeben; sie hieß Vanoza, 5 {fünf} Kinder, er hieß Rodrigo. |

 

[IIc-39-1806-1808-0177]
173 Er gab denen, die das letzte Jubiläum nicht benutzt, Indulgenz gegen Bezahlung 1/3 der Reisekosten nach Rom |

 

[IIc-39-1806-1808-0178]
174 Schelling: jeder starre Körp. ist magnetisch; ein französ. Phys. fand es so

 

[IIc-39-1806-1808-0179]
175 Niebuhr: Die Kaaba (der Temp. in Mecka den Adam und Abraham bewohnten) hat einen Stein eingemauert, der sonst auf 4 Tagreis. weit Licht verbreitete; ab. d. sein Weinen üb. die Sünd. der Menschen, wurd' er endlich schwarz und lichtlos, ob er gleich mit Silber eingefaßt ist. Jeder küßt ihn. Geographische Ephem. 9. Jahrgang.

 

[IIc-39-1806-1808-0180]
176 Die, die nicht nach Mecka reis. können, brauchen blos nach ihrem Tode einen a. dafür

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

hinzuschicken; - aber nur 1 mal od. für 1 auf einmal im Jahre darf ein Hingeschickter so seine Andacht für einen a. verrichten. |

 

[IIc-39-1806-1808-0181]
177. Die Juden in Pers., die jedes Kind mit Steinen werfen darf, haben üb. der Thür ihrer Häus. ein Stück Holz an einem Strick hängen, gegen das sie so oft sie ausgehen, Verwünschungen gegen die Pers. ausstoßen. Sauveböuf Reis.

 

[IIc-39-1806-1808-0182]
178 Janitscharen das Vorrecht, daß sie keine Schläge auf Fußsohlen, nur auf Rücken bekommen dürfen; dah. sich viele in eine Kompagnie einschreiben lassen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0183]
179 Je höh. bei den Armeniern der Geistliche W ist, destomehr muß er fasten |

 

[IIc-39-1806-1808-0184]
180 Mahmuds Thron war von Gold und mit Edelsteinen besetzt |

 

[IIc-39-1806-1808-0185]
181 Aus einem Berge bei Schiras tröpfelt die Mumie (schwarz, ohne Geruch) die eingenommen und aufgestrichen in 24 Stunden die stärksten Brüche heilt - 1 Unze kost. 1000 Reichstaler. |

 

[IIc-39-1806-1808-0186]
182 Zwischen der Kom u. Kaschan liegt die Salzwüste (wie beschneiet) 60 St. lang, 20 breit |

 

[IIc-39-1806-1808-0187]
183 Sind die Koriäken beleidigt: so schwören sie, die Sonne zu verlieren - ermorden Weib und Kinder, verbrennen ihre Habe und stürzen sich in die Feinde, wo sie ent. sterben oder siegen müssen. |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0188]
184 Die Kamtschadalen und Koriäken ein Getränk aus Fliegenschwamm, den sie dabei mit roh essen - stumpfe Besoffenheit - Le**epp Lesseps. Forster. auch Rennthiere davon trunken und leicht zu fangen.

 

[IIc-39-1806-1808-0189]
185 Trunkenheit bei ihnen eine Religionsübung oder eine Art Gebet. |

 

[IIc-39-1806-1808-0190]
186 Das zahme Rennthier spielt so lange mit dem wilden, bis es dasselbe dem Jäger vor den Schuß lockt, od. mit seiner Schlinge am Geweih dieses festhat. |

 

[IIc-39-1806-1808-0191]
187 Lykurg gebot Feldherrn, Offiz. u. Priestern die Ehe. Moden Zeitung 1806

 

[IIc-39-1806-1808-0192]
188 Kais. Augustus ließ unverheirath. Männer nie vor sich sitzen, ab. andere. |

 

[IIc-39-1806-1808-0193]
189 Der König von Lydien durfte so lange nicht regieren als er Witwer war, nur verehlicht durft ers |

 

[IIc-39-1806-1808-0194]
190 D. Krieg immer Viehpest.

 

[IIc-39-1806-1808-0195]
191 Beim Magnetis. wirkt Anhauchen so kräftig. Jahrbuch der Mediz. von Schelling II. 1.

 

[IIc-39-1806-1808-0196]
192 Schellings Sonambüle hört einen a. erst red., wenn er die Hand auf ihn legte |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0197]
193 Sie wußte einen Todesfall auf 150 Meilen voraus selbst; bat man solle ihr im Wachen nicht dav. sag. - war wachend froh. |

 

[IIc-39-1806-1808-0198]
194 Nach Gmelin theilt die Somnambüle jeden Schmerz, den der Magnetiseur sich willkürlich macht; ab. nicht umgekehrt.

 

[IIc-39-1806-1808-0199]
195 Bei den Cimbern schickten Bräutigam und Braut einander ihre abgeschnittenen Nägel - Annahme war Kopulazion. Boccaz von den Verheirathungen der Alten. Moden=Zeitung

 

[IIc-39-1806-1808-0200]
196 Bei den Deutschen beschoren sie beide einander den Kopf - ||

 

[IIc-39-1806-1808-0201]
197 Bei den Daciern gaben sich beide unter der Umarmung neue Namen - Annahme Kopulazion ||

 

[IIc-39-1806-1808-0202]
198 Bei den Sicyoniern gegenseitig einen Schuh ||

 

[IIc-39-1806-1808-0203]
199 Bei den Ungarn gegenseitig einen silbernen Hausgott ||

 

[IIc-39-1806-1808-0204]
200 Bei den Tarentinern ass. beide mit einand., wer et. in den eignen Mund steckte - Ehe rückgängig. ||

 

[IIc-39-1806-1808-0205]
201 Bei den Chaldäern zünd. ein Priest. Feuer an - löscht' es in der ganzen Ehe aus, sie getrennt. ||

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0206]
202 Bei den Armeniern schnitt der Bräutig. der Braut die rechte Ohrenspitze ab - diese ihm die linke ||

 

[IIc-39-1806-1808-0207]
203 Ein Krummstab oder Hasenspieß pedum ist das Zeichen der Komödie, die Herkules Keule der Tragödie. Böttig. Morgenblatt

 

[IIc-39-1806-1808-0208]
204 Berger: Fische sterben wenn das Eis des Teiches nicht aufgehauen wird; eben so in einem mit einem Flor bedeckten Wasser. Voigts Magazin

 

[IIc-39-1806-1808-0209]
205 Malthus essay on the principle of population: In NordAmerika hat sich seit1 1/2 Säk. jede 25 J. die Volksmenge verdoppelt - nach Euler kann sie sich in 12 4/5 J.verdoppeln - da folglich die Menschensich in geomet. Progress. sich vermehren; die Nahrungsmittel ab.höchst. in arithmet.: so würde, nimmtman 1000 Mill. Einwohner an, schon nach 2Säkula die Populaz.sich zu Nahrungsmitteln verhaltenwie 256 zu 9, im 3 wie 4096 zu 13. Nordische Miszellen

 

[IIc-39-1806-1808-0210]
206 Sobald in Otaheiti der Sohn geboren ist, so ist der Vater Null; auch ein Fürst regiert nicht mehr, sond. sein Sohn. Turnbulls Reis. um die Welt.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0211]
207 Wenn der otah. König in ein a. Haus als das seinige tritt: so muß es sogleich niedergeriss. werden |

 

[IIc-39-1806-1808-0212]
208 Ihre Freude z. B. bei Ankunft eines Schiffs bezeugen sie indem sie sich mit einem Haifischzahn das Gesicht ganz blutig stechen |

 

[IIc-39-1806-1808-0213]
209 Da sind fast keine vierfüss. Thiere als Schweine |

 

[IIc-39-1806-1808-0214]
210 Das Grabmal des Lappländers besteht in einem alten umgestürzten Schlitten. - Sonst bekam er eine Axt u. eine Zunderbüchse, die Frau Nähnadel und Scheere für die a. Welt mit. In den 3 ersten Jahren machen sie immer einige Löch. ins Grab und legen Tabak oder Brantwein für ihn Acerbi.

 

[IIc-39-1806-1808-0215]
211 Bei der Geburt eines Kindes bekommt es ein weibliches Rennthier, dess. Abkömmlinge bei der Mannbarkeit oft eine Heerde machen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0216]
212 Für den thier. Magnet. sind Wolle, Holz, Leinen p. Leiter; - Pech, Glas p. Isolatoren; ab. von der Elekt. darin verschied. daß Wass., mehrere Erd= und Steinarten und Eisen Isolatoren sind. Wienholt Heilkraft des thier. Magnet. B. 1

 

[IIc-39-1806-1808-0217]
213 Diese Isolatoren magnet. man d. Berühren, Anhauchen, Fingersprützen; Wass. natürlich nur Stund am bl** beid letztern | Od. auch wenn der Magnetiseur sie *...*

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0218]
Sign. M = Manipulazion - Er = Magnetis. - S = Somnambüle

 

[IIc-39-1806-1808-0219]
214 Der Kranke muß alle seidne Kleid. ablegen, empfindliche auch Metall |

 

[IIc-39-1806-1808-0220]
215 Die Manipulaz. kann d. die Bettdecke geschehen ohne Entblößung S. (Sonambüle) |

 

[IIc-39-1806-1808-0221]
216 Er (der Magnetiseur) wiederholt wo möglich die M. (Manipulazion) zur nämlichen Stunde )

 

[IIc-39-1806-1808-0222]
217 Er agiere mit Fixierung und Anstrengung seines Willens, wie ja der Torpedo auch ohne Berührung, d. den Willen schlägt |

 

[IIc-39-1806-1808-0223]
218 Bei schwachem Erfolg, isoliere man sich mit Pech |

 

[IIc-39-1806-1808-0224]
219 Er verstärkt sich, wenn eine a. Person, die der S. nicht zuwider ist, die Hand auf seinen Kopf oder Schulter legt. |

 

[IIc-39-1806-1808-0225]
220 Gut, wenn die S. während der M. magnetisiertes Wass. trinkt |

 

[IIc-39-1806-1808-0226]
221 Bei seiner Abwesenheit ließ er, um Schlaf zu machen, entweder die Oefnung einer magnetischen Flasche gegen die Herzgrube halten, od. ein magnet. Stück Spiegelglas auf die Herzgrube, das vorh. in Taft eingewickelt ist. |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0227]
222 Setzt er einen a. Magnetiseur an seine Stelle, so muß er diesen vorher berühren mit den Fingerspitzen (mettre en Rapport) oder die Hand auf Schulter legen, herabfahren bis zu dem Daumen.

 

[IIc-39-1806-1808-0228]
223 Dieß muß man auch thun, wenn ein Fremder eine S. anfassen, od. nur von ihr gehört sein will |

 

[IIc-39-1806-1808-0229]
224 Der Somnamb. sagt Dauer und Rückkehr seines Schlafes voraus. - nach einem J. nach der Genesung werde sie den letzten haben |

 

[IIc-39-1806-1808-0230]
225 Das Zeichen des völl. Somnamb. ist eine höh. Mundart (stets st. der niedersächs. wenn sie auch möchten, die obersächs.) u. nach dem Erwachen keine Rückerinnerung |

 

[IIc-39-1806-1808-0231]
226 Man fragt üb. das Mittel am besten in der Mitte des Schlafs

 

[IIc-39-1806-1808-0232]
227 Während des Wachens sage man dem Kranken nichts üb. seinen Schlaf |

 

[IIc-39-1806-1808-0233]
228 Der S. dirigiert während dem Schlafe selbst die Manipulazionsart |

 

[IIc-39-1806-1808-0234]
229 Auch nach dem Genesen muß man die Manipulation noch einige Zeit fortsetzen |

 

[IIc-39-1806-1808-0235]
230. Weib. und Kind. dafür empfänglicher als Männer, so wie Männer, gesunde, Majorenne dafür desto wirksamer | (232).

 

[IIc-39-1806-1808-0236]
231 Wo eine Stumpfheit der Seelenkräfte da war - bei Blödsinnigen p. - war wenig Wirkung und Hülfe |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0237]
232 Eine Somnambüle manipuliert während ihres Schlafes eine a. S. meistens kräftiger als selbst Kraftmenschen S. (230)

 

[IIc-39-1806-1808-0238]
233 Der Gesichts oder Hunds=krampf (raptus caninus) Tic convulsit, besteht in unwillkürlicher Zusammenziehung der Gesichtsmuskeln mit Angst; der Schmerz nur Folge - eigentlich selten geheilt - (Hufeland: er habe noch keinen geheilt; und so Thouret) - das Durchschneiden des Unteraugenhölennervens half oft - |

 

[IIc-39-1806-1808-0239]
234 Die meisten Gesichtskrampfhaften haben im Schlafe Ruhe; ist nur am Tage; so hatte ein Mann sein stetes Zittern (d. einen Donnerschlag) nur im Schlafe nicht. |

 

[IIc-39-1806-1808-0240]
235 Oft folgt von M. bei hysterischen zarthäutigen Pers. gar keine Wirkung, hingegen bei grobhäut. Bauern |

 

[IIc-39-1806-1808-0241]
236 Die Gegenstriche bringen sogleich aus dem Schlaf |

 

[IIc-39-1806-1808-0242]
237 Blindgeborne sogar wurden später Gelehrte pp., aber noch kein Tauber. Heuman Poecile P.1 |

 

[IIc-39-1806-1808-0243]
238 Viele bekamen ihre Stimme d. Husten wieder -, von Ypern: eine Frau, die sie d.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

Lachen verloren, bekam sie, da man ihr zu einem Postwagen auf holperichtem Wege gerathen - auf dem Rückwege Lachen, Husten und die Stimme |

 

[IIc-39-1806-1808-0244]
239. Herz: nichts ist im Körp. so leicht veränderlich u. dann im veränd. Zustande so beharrlich als das Nervensystem; der noch nachbleibt nach längst gehobner Ursache |

 

[IIc-39-1806-1808-0245]
240 Ein hitziges Fieber besiegt ein schleichendes - stärk. Erbrech. Neigung u. das kleinere E. - größere Konvuls. kleine - Podagra Gicht |

 

[IIc-39-1806-1808-0246]
241 Gerade am ersten Tage, wo die Erwartung oder Einbildung am stärksten, erfolgen gar keine Wirkungen - dann starke - bleiben oft wied. aus - dann nach der größten Stärke hört alles wied. auf | B. 2.

 

[IIc-39-1806-1808-0247]
242 Der magnet. Schlaf ist nie bei völlig Gesunden - kommt zu allen Tagszeiten - mindert sich mit der Krankheit - blieb oft während der M. aus und kam nachher

 

[IIc-39-1806-1808-0248]
243 Der Schlaf dauert oft nach der Kur fort unwillkürlich, aber es war dann schädlich u. der Kranke unheilbar |

 

[IIc-39-1806-1808-0249]
244 Nach lange hergestellter Gesundheit fand sich der Schlaf wied. ein, wenn et. widrig. begegnete oder Ungesundheit kam |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0250]
245 Treviranus: die beim Schlafe gesenkten Blätter sind nicht schlaff, sond. die Anspannung ist nur nach der entgegengesetzten Seite; die Acacie legt am Tage die obern Flächen ihrer Blätt. zusammen, Nachts die untern |

 

[IIc-39-1806-1808-0251]
246 Prof. Herz in Berlin rasete 17 Tage und wollte in seine Schlafstube - glaubte von Feinden umgeben zu sein - die Aerzte gaben ihn auf u. ließen ihn in seine Schlafstube bringen - kam er in einen achtstünd. Schlaf er genas,Krisis, Krankheitsmaterie inder Mundhöle abgesetztund er genesen. Er selbst üb. den Schwindel |

 

[IIc-39-1806-1808-0252]
247 Manche Krankh. beginnen und verstärken sich nur im Schlaf; epilept. Anfälle - das nervöse Asthma - so die ersten Beklemmungen der Brust Wassersucht |

 

[IIc-39-1806-1808-0253]
248 Sims beschreibt eine Petechien=Epidemie, wo alle die nichts gebraucht d. eine bloße Schlafsucht davon kamen; die von Aerzten behandelten meist. starben |

 

[IIc-39-1806-1808-0254]
249 Fontana: Viperngift stimmt in seinem Effekt am meisten mit dem Opium überein |

 

[IIc-39-1806-1808-0255]
250 Treviranus: der Schlaf ist vermind. Thätigkeit des Muskel= und Lymphsystems bei vermehrter der Ernährungsorgane. |

 

[IIc-39-1806-1808-0256]
251 Ebenda: Je weniger das Lymphsystem ausgebildet ist desto mehr Wachsthum, dah. Schlangen Fische p. bis zum Tod wachsen. In den Nägeln p. keines: dah. fortgehendes Wachsthum |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0257]
252 Die (unmagnet.) Schlafwandler komponieren und spielen mit verschloßnen Augen Nachts Noten wie die Fledermäusse - les. das Geschriebne wied. d. u. setzen die Korrekturen an die rechten Stellen. B. III. 3te Abth.

 

[IIc-39-1806-1808-0258]
253 Bei Schlafwandlern, die die Augen offen hatten, brachte kein nächstes Licht eine Verengerung der Pupille hervor; so wie kein Nadelstich Gefühl |

 

[IIc-39-1806-1808-0259]
254 S. stricken, nähen, gehen üb. die Gass. lesen, unterscheiden Farben d. Gefühl | eine Schwache putzte darin Meubeln ab, was ihr sonst schwer war

 

[IIc-39-1806-1808-0260]
255 Prophezeien, sie werden nächsten Sommer sehr schwitzen - sich in einigen Tagen den Fuß ** verrenken -einen Schreck vor einem Wagen amMorgen - - Übelkeit, Durchfälle, schwereTräume - sie werden nach 1/2 J. wied. einmalschlafen; in den ersten 7 J.bleiben sie noch für die M.empfänglich. |

 

[IIc-39-1806-1808-0261]
256 Ein magnet. Schlaf dauerte vom 4 Febr. bis zum 10 ten; der mit nichts abwechs. als mit dem natürlichen - genoß magn. Wass. und Zucker |

 

[IIc-39-1806-1808-0262]
257 Sie belehrte im Schlaf ihre Mutter, wie sie ihr beim Erwachen beizubringen habe daß es schon Sonnabend; sie werde sagen, es sei ja erst Dienstag

 

[IIc-39-1806-1808-0263]
258 Eine zur Mutter: wenn ich mir im Wachen et. Sülze, od. (zu einer a. Zeit) eine Mess.spitze voll weiss. Kohl ausbitte: so geben Sie es mir nur | Geschah alles

 

[IIc-39-1806-1808-0264]
259 Eine die von einer Feuersbrunst fieberhafte Schauer

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

behalten, sagte im mag. Schlafe, sie werde bei dem Erwachen nichts vom Schrecken mehr wissen, man solle ihr nichts sagen dav., sie werde einen vermeintlichen Traum erzählen und man solle darüb. lachen.

 

[IIc-39-1806-1808-0265]
260 War Er krank, so hatte die S. auch schlechten magnetischen Schlaf u. überhaupt Übelbefinden.

 

[IIc-39-1806-1808-0266]
261 Ist der m. Schlaf schlecht und unvollkommen, so Rückerinn. daraus im Wachen |

 

[IIc-39-1806-1808-0267]
262 Die S. verordnete sich darin einen Aderlaß, wovor sie im Wachen sich sträubte bis zur Ohnmacht |

 

[IIc-39-1806-1808-0268]
263 D. bloss. Fixieren mit den Augen kan man eine S. in Schlaf bringen |

 

[IIc-39-1806-1808-0269]
264 Ein a. stellt sich hint. den Magnetis. u. sprüzt mit den Fing. auf dessen Kopf oder legt die Hand darauf oder fixiert ihn blos: dad. Verstärkung |

 

[IIc-39-1806-1808-0270]
265 Eine schrieb im Schlafe von weitem auf dem Knie, da sie doch im Les. das Buch nahe halten mußte. Sie erklärte es: dort nur der Körp. thätig, da die Seele die Ideen vorh. wisse; hier erst d. ihn - sie sagte voraus: sie werde mit verbundenen Augen schreiben können, so hell werd' es um sie sein |

 

[IIc-39-1806-1808-0271]
266 Die S. können keinen Unzüchtigen um sich leiden |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0272]
267 D. Auflegen eines magn. Buchs auf den Magen Schlaf verlängert. | S. 223

 

[IIc-39-1806-1808-0273]
268 Feines moral. Gefühl darin, empfindliche Schmerzen üb. einen Vorwurf, daß man Unrecht gethan; dav. Krämpfe |

 

[IIc-39-1806-1808-0274]
269 Sie sagt, der *. habe diesen Morgen gefährliche Kranke im Kopfe gehabt u. dieß wirke böse auf sie, da sie mit ihm leide |

 

[IIc-39-1806-1808-0275]
270 Nach 2 Gran von einem emeticum, die er nahm, und brach und purgierte, wirkte eben so auf sie u. sagte ihm, sie habe vorher nur es ihm nicht sagen wollen, daß er noch viele Galle hatte; u. noch sei er nicht ganz heil |

 

[IIc-39-1806-1808-0276]
271 Da umgekehrt als Wienh. mehrere Wochen krank war, eine S. sich 3 Blutigel an die Schläfe setzen lass., so bekam er auch 3 Pusteln an seinen | Eben sie hatte von seinem Purgiermittel wie er 3 sedes gehabt |

 

[IIc-39-1806-1808-0277]
272 Eine sah sich darin ganz in ihrem Bette liegen; von ihm nur die berührenden Hände |

 

[IIc-39-1806-1808-0278]
273 Eine ging in W. Haus im Schlaf, um dort eine a. zu magnetis. st. seiner | Sie wußte die Leiden, Blutigelschmerzen, Erkältung der Schwester=Somnambulen. v

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0279]
274 Eine sagt im m. Schl. sie werde im magn. Schlafe auf dem Anscharii Kirchhof an einer Stelle, die bezeichn. fallen, blos starke Schmerzen - werde das Haus ihr. Arztes erreichen u. in Ohnmacht fallen. Geschah |

 

[IIc-39-1806-1808-0280]
275 Im Schlafe sah eine den Blitz schön farbig und liebte ihn sehr, vor dem sie im Wachen sich fürchtete. |

 

[IIc-39-1806-1808-0281]
276 Eine sah darin die Sonne schön untergehen - wußte den Irrthum und gab ihn auch für einen aus |

 

[IIc-39-1806-1808-0282]
277 Ein neuer Rok mit Glasknöpfen d* wirkteverstärkt aufdie S. |

 

[IIc-39-1806-1808-0283]
278 Mangel des Gedächt. ging vom Magnetiseur auf die S. über |

 

[IIc-39-1806-1808-0284]
279 Eine als man sie nicht ganz zum Schlafe bringen konnte, brachte sich selbst dazu d. ihren eignen Magnetis. der Augen | Sie sah ihn dann mit Stralen an Händen und Haupt |

 

[IIc-39-1806-1808-0285]
280 Sagt im Schlafe, man solle sich an ihre Bitten im Wachen, sie nicht zu manipul., nicht kehren |

 

[IIc-39-1806-1808-0286]
281 Bei einer war das Gehör im Schlafe stärker als im Wachen. Das Sprechen mit einem a. als dem M. sei ihr beschwerlich. |

 

[IIc-39-1806-1808-0287]
282 Eine schlief oft die ganze Nacht magnetisch, fiel dann in den natürlichen. |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0288]
283 "Woh. sie dieß alles wissen?" Es sei als ob es ihnen jemand sagte |

 

[IIc-39-1806-1808-0289]
284 Konnte schlafend ihre Augen sehen, sonst ab. nichts als grosse Helle - oft Funken, Farben | - Blitze aus der magnetis. Hand | sah einmal ihre Hand ganz durchsicht., eine fremde Hand nicht. | eine a. tausend Glocken im Kopfe | Vid 287

 

[IIc-39-1806-1808-0290]
285 Drei Somn. schlafen und reden zusammen; | die 2 vornehmen hatten gegen die 3te (eine Bäuerin) im Schlafe eine Liebe, die sie wachend nicht hatten. |

 

[IIc-39-1806-1808-0291]
286 Wenn die eine schwerhörige neben der a. auch schwerhörigen magn. saß, so konnte diese noch schlechter hören. |

 

[IIc-39-1806-1808-0292]
287 Inwend. im Kopf wars hell, sie sah alles voll Blut, besond. von den Schläfen nach den Ohren, aber weiter bis an den Hals konnte sie nicht sehen |

 

[IIc-39-1806-1808-0293]
288 Eine hatte in 1 Monat 437 Stunden magn. geschlafen |

 

[IIc-39-1806-1808-0294]
289 Fod. daß man ihr im Schlaf die Blutigel ansetze, da sie im Wachen sie hasse. Geschah, war froh im Schlaf, verdrüßlich im Wachen darüber. | u. zankt, man hätt' es ihr wenigst. sagen sollen, sie hätte sich dann darein ergeben; aber im Schlafe: es sei so bess. gewesen p. ] ab "hätte": mit Platzhalter im Text markiert, senkrecht an den linken Seitenrand geschrieben

 

[IIc-39-1806-1808-0295]
290 Sagt am 6 Dez., er werde sie am 30 Dez. u. 1 Jenner nicht in Schlaf bringen können | Am Tage wo sie 18 1/2 St. schlief u. darin ein Billet an W. schrieb

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0296]
291 Im Wachen war sie weniger von der Wolthätigkeit des Schlafs überzeugt und hinderte dah. d. eigne Gegenstriche es, wenn er kommen wollte. |

 

[IIc-39-1806-1808-0297]
292 Er magnet. eine blos d. Fixieren der Seele auf sie 3 Meilen von ihr | Sie wußte es im Schlaf S. 383 Und so einmal in der bloss. Entfernung beider Wohnungen |

 

[IIc-39-1806-1808-0298]
293 Sagte voraus, eine Schwangere werde Krämpfe bekommen u. man werde sie d. Kalmieren heilen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0299]
294 Da eine gewesene S. eine jetzige besucht und sie auf dem Schlaf=Sopha sitzen, kommt jene wied. in Schlaf und bittet diese, sich zu entfernen - da ab. dies. wiederkommt, schläft jene wied. ein - und sie müssen sich trennen, weil sie nicht mit einander redennnen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0300]
295 Die Mutt. fragt den 6 jährigen Sohn Wienholts: "kann man et. dazu thun, daß die Rückerinnerungen aus dem Schlafe sich verlieren" Er: noch weiß ichs nicht, ab. sie wird sich doch bald verlieren. | S. 415 Am 8ten Jun. sagte er: heute werd' er sich zum letzten mal kurz erinnern S. 423.

 

[IIc-39-1806-1808-0301]
296 Dieser Knabe verbat sich im Schlafe Rosinen und Mandeln und schwarz. Butterbrod, die er wachend so gern aß

 

[IIc-39-1806-1808-0302]
297 Er sang, trillerte darin, im Wachen nicht | liebte darin Geschwister und Eltern mehr | Auch er ging darin |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0303]
298 Mehrereen, und pißten im Schlaf, alles mit geschloßnen Augen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0304]
299 So wie sie darin alle heiterer wurden, so wurde darin auch die Trauer verdoppelt |

 

[IIc-39-1806-1808-0305]
300 Im Schlaf erinnern sie sich der tiefsten Kindheit - , - so die Träume - fern. dess. was in ihren bewußtlos. Ohnmachten und Deliriis von a. od. ihnen gethan und, gesprochen, gelitten worden |

 

[IIc-39-1806-1808-0306]
301 Eine wußte sich bei der Abnahme des m. Schlafs nichts m gegen die Neben=Übel zu rathen - sie hörte und sprach nichts darin, schrieb ab. die Mittel darin auf | 434

 

[IIc-39-1806-1808-0307]
302 Vorhersagung eign. Handlungen in Deliriis u. der Behandlungs Mittel. )

 

[IIc-39-1806-1808-0308]
303 Bestimmten sich 14 Tage vorh. Aderlaß u. erst während der Zwischenzeit nahmen die Indicantia zu, voller Puls, Brustschmerzen, schwerer Athem |

 

[IIc-39-1806-1808-0309]
304 Saunderson blind, der üb. die Optik las, wurde, besond. bei ruh. Luft gewahr, wenn Gegenstände ihm nahe kamen. Er zeigte abends seinen Zuhörern den Stand jed. Sternbilds. 3 B. 1te Abtheilung

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0310]
305 In Fests Beruhigungen fürLeidende erzählt der blinde Baczko: einegewisse Blinde u. soFräulein Paradies weiß stets wie groß hoch, breit ein Zimmersei, sie geht ohne Anstoßen, näht p. Er selber habe seit 18Jahren blind, sich kaum 6 mal blindgeträumt |

 

[IIc-39-1806-1808-0311]
306 Der blinde Doktor der Chemie, Moues, hatte bei rother Farbe das Gefühl wie einer Säge, bei Grün wie glatter Fläche.

 

[IIc-39-1806-1808-0312]
307 Der blinde John Metcalf aus Manchester von erster Kindheit blind, anfangs ein Fuhrmann, dann Wegweiser auf ungebahnten Wegen und tiefem Schnee - endlich Aufseher über den Strassenbau in einer unwegsamen Gegend; die meisten Strassen üb. den Park in Derbyshire sind nach seinem Plan abgeänd.; u. so gibt er über schwere Passagen neue Wege an | S. 107

 

[IIc-39-1806-1808-0313]
308 Das blinde Fräulein Paradies stößt zuweilen an Möbeln, nie an Menschen; weiß auf freiem Felde, wo ein Garten, Gebäude ja Baum begegnet, ob jener mit Geländ., Planken umgeben ist, und.

 

[IIc-39-1806-1808-0314]
309 Sie wählt sich alle Farben zu ihren Kleid. s.; u. a. ziehen sie beim Einkauf der eignen zu Rathe | - ihr Tanzen u. ihre gute theatral. Darstellung ist ihre Lieblings= und Meistersache |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0315]
310 Der Franzos. Pennet spürt Metalle, Wasseradern, Kohlenminen Schwefel Steinsalze Alaun unt. der Erde d. Zuckungen, Blässe, Zittern, Pulsschlag - der sich mit 30 Schlägen in der Minute vermehrt - Haare=Sträuben - elektrischen Schlag, den er empfängt, ja dem Berührenden mittheilt - Zeugen sindder grosse Chemiker Thouvenet, Abt Fortis, Spallanzani, Fontana. Voigts Magazin für Phys. X. XI

 

[IIc-39-1806-1808-0316]
311 Eine taubstumme Blinde - nach Ritt. Sloane - schrieb richtig und entdeckte, wo sie einen Buchstaben ausgelassen. Hatte sich vorh. vor Donn. und Blitz gefürcht., jetzt nicht. | S. 109

 

[IIc-39-1806-1808-0317]
312 Kann Kupferstiche, Geschriebnes mit den Händen erkennen. III Abth. 2.

 

[IIc-39-1806-1808-0318]
313 Sie bitt. ihn {M.}, zu einer gewissen Zeit nicht zu kommen, weil schon seine Gegenwart im Wachen ihr Krämpfe geben würde |

 

[IIc-39-1806-1808-0319]
314 Sagte 2 Tage voraus, an denen sie Rückerinnerungen aus ihrem Schlafe haben würde p. 119

 

[IIc-39-1806-1808-0320]
315 Quanz und a. Flötenspieler machten ihre schwache Brust gerade d. Flötenspielen stark, so wie a. Asthmat. d. Besteigen des Gebirgs |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0321]
316 Sah alles Widrige ihrer Zukunft voraus; sagte, einmal habe sie es gesehen und vergess., ab. jetzt werde das Bild ins Wachen übergehen. | Empfindlich od. gar Zorn des M gegen die S. hat die schlimmsten Folgen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0322]
318 Eine S. sagte voraus, wie eine andere S. zu manipul. sei, u. wenn sie sprechen und laxieren würde. (Traf nur halb ein) p. 163

 

[IIc-39-1806-1808-0323]
319 Die erste Wirkung des Manipulier. meist. Erregung des Mastdarms. |

 

[IIc-39-1806-1808-0324]
320 Bei einer S. wirkte seine Berührung immer Husten. | 190 Sogar blosse Nähe | 204.

 

[IIc-39-1806-1808-0325]
321 Unmagnet. Wass. erregte im Schlafe widernatürlich den Gaumen und Krämpfe |

 

[IIc-39-1806-1808-0326]
322 Eine hatte eine ungewöhnlich wolklingende Stimme darin - u. ein besond. Versetzen der Worte, eine Deutschfranzösisch. p. 206

 

[IIc-39-1806-1808-0327]
323 Das Wachen erinnert jede sich heller u. stärker, ab. nicht umgekehrt. |

 

[IIc-39-1806-1808-0328]
324 Eine liebte eine ältere Frau heimlich, äußerlich fremd und schüchtern; ab. im Schlaf voll innigster Annäherung u. diese mußte jener noch in deren Schlafe einen Gegenliebesbrief schreiben; und ihn an einen Ort legen, wo sie ihn im Wach. finden konnte p. 207

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0329]
325 Die S. haben Unruhe und Schmerzen beim Annähern unkeusch. Menschen |

 

[IIc-39-1806-1808-0330]
326 Sagte voraus, künft. Woche werde sie sich ein Mittel, auf das sie wol nicht selbst fallen werde, sond. es aus vorgeschlagnen werde auswählen müssen. S. 277.

 

[IIc-39-1806-1808-0331]
327Blumenbach: nichts seltener als ein Kater (keine Katze) mit drei verschied. Farben.

 

[IIc-39-1806-1808-0332]
328 Im Holländ. sagt man "Stinken" auch von den besten Gerüchen. Humphry Klink. |

 

[IIc-39-1806-1808-0333]
329 Die ersten Tempel in heissen Klimaten waren eben darin kühl, lang, hoch, schmal, finster - ab. wir haben sie falsch übertragen |

 

[IIc-39-1806-1808-0334]
330 Lucian sah im Vorhof des Tempels, der der syr. Göttin Hierapolis geweiht, 2 Phalli von 180 Fuß hoch. Wiel. Übers. V. S. 321

 

[IIc-39-1806-1808-0335]
331 In Phönizien der Phallus das Symbol des Sonnengottes. D. Merkur

 

[IIc-39-1806-1808-0336]
332 Harte Arbeit macht die Kameele Geschlechtshitziger. Denon.

 

[IIc-39-1806-1808-0337]
333 Die Kamtschad. haben einen Bären=, die Wilden in Louisiana einen Ochsen=Tanz, wobei sie die Bewegungen dieser Thiere nachmachen.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0338]
334 In Aegypt. oft Blindheit epidemisch, von Wärme.

 

[IIc-39-1806-1808-0339]
335 Die berühmte Thessalische Stutte in Pharsalis hieß die getreue; weil ihre Füllen immer den Beschälern glichen. Politik des Aristot. II. 2.

 

[IIc-39-1806-1808-0340]
336. Die Cretenser erlaubten den Sklaven alles, nur keinen Besuch der gymnastischen Schulen und keine Waffen. II 3.

 

[IIc-39-1806-1808-0341]
337 Die größten Ungerecht. begehen die Menschen nicht um der Nothwend. sond. Überflüss. willen II. 5.

 

[IIc-39-1806-1808-0342]
338 Sparta hielt es für ein Glück des Staats, wenn seine beiden Könige uneins waren. | 8

 

[IIc-39-1806-1808-0343]
339 Sparta blühte so lange als es Feinde zu bekämpfen hatte; verging, da es über sie herrschte ||

 

[IIc-39-1806-1808-0344]
340 Plato verord. bei jedem Gastmal einen Fests=König, der allein nüchtern bleiben soll |

 

[IIc-39-1806-1808-0345]
341 In Theben darf niemand zu einer obrigk. Stelle gelangen, der nicht seit 10 J. aufgehört, Waren zu verkaufen. III. 3.

 

[IIc-39-1806-1808-0346]
342 Oligarchie wo die Reichern, Demokratie wo die Aermern regieren. III. 5.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0347]
343 Aus dem Mittelstand kamen die größten Gesetzgeber. III. 11

 

[IIc-39-1806-1808-0348]
344 In Knidos durfte, wenn der Vater ein Amt bekleidete: Der Sohn keines haben; wenn der ältere Bruder: der jüngere keines IV. 6.

 

[IIc-39-1806-1808-0349]
345 Fast alle, die sich der Selbstherrschaft bemächtigten, blieben darin - die sie erbten, verloren Thron und Leben. IV 10

 

[IIc-39-1806-1808-0350]
346 Auf Amboina ein Baum, dess. Blätt. sich losreiss., vor den Zuschauern zu einem grünen Grashüpfer wird ohne Flügel - läuft, will man ihn greifen, auf den Mutterzweig zu - ergriffen, hört das anim. Leben auf. Voyage aux grandes Indesorientales par Drieser. Leipziger L. Z. 1806 p. 766 Intell. Blatt. Zweig in ein Glas Wass., bleibt lange grün u. dann kommt jene Erscheinung.

 

[IIc-39-1806-1808-0351]
347 Die Rabbinen: man soll bei Nacht niemand grüßen bis man weiß, es sei ein Mensch und kein Teufel. Morgenblatt N. 30

 

[IIc-39-1806-1808-0352]
348 Maler Müller gegen Kotzebue: große Koloristen waren immer ent. große Tonkünstler od. Liebhab. der Tonkunst.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0353]
349 Die Magen {Magi} schrieben den bösen Gott Ariman aus Abscheu immer verkehrt. Stollberg Religion

 

[IIc-39-1806-1808-0354]
350 De Licc: nach der Sündfluth wurde das Wasser erst allmählich salzig - und die Fische gewöhnten sich daran. Auf der vulkanischen Insel Bourbon fand man uns. Fische des süssen Wassers in einem salzigen Landsee. |

 

[IIc-39-1806-1808-0355]
351 Ebenda: vor der Sündfluth kein Gewitter. |

 

[IIc-39-1806-1808-0356]
352 Die Schule, wo bei den Persern die Kind. Tugenden gelehrt wurden, stand weit vom Kaufmarkt, damit sie nicht d. eigennützigen Verkehr befleckt würden. Cyrop. I. 2. 3. |

 

[IIc-39-1806-1808-0357]
353 Ein Blitz heilte an der Frau Wynne den Ansatz zu einem Brustkrebs. Journal encyclopedique. Janv. 1777 D. Merkur

 

[IIc-39-1806-1808-0358]
354 Herkules hatte 7 Fuß, wie Karl der Grosse Wieland |

 

[IIc-39-1806-1808-0359]
355 Die Ägypter hatten anfangs Jahre von 1 Monat - dan von 2 -, dann 4. - die Arkadier von 3. | 1778 B. 1.

 

[IIc-39-1806-1808-0360]
356 Die Juden u. Griechen und anfangs die Römer kannten keinen Mittag, später verkündigte ihn bei diesen stets eine Magistratsperson |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0361]
357 Im Kaiserrecht heißt das Neue Testament die neue Ehe weil dieß Bund bedeutet. Deutsches Mus.

 

[IIc-39-1806-1808-0362]
358 Die Holländer heiss. Pros. das Ungedicht

 

[IIc-39-1806-1808-0363]
359 Anfangs vorigen Jahrh. wars in Wien verboten, Lakaien und Juden in Sänften zu tragen. D. Museum 1776 S. 1041

 

[IIc-39-1806-1808-0364]
360 Aristoteles: Mittel der Tyrannen, sich zu befestigen 1) Verbot häufig. Bürgerzusammenkünfte. Dess. Politik

 

[IIc-39-1806-1808-0365]
361 2) Befehl, daß die Vornehmsten imm. sichtbar sind |

 

[IIc-39-1806-1808-0366]
362 3) Spionen, wozu der syrakus. Tyrann Weiber brauchte |

 

[IIc-39-1806-1808-0367]
363 4) erhalt. der Bürger in Uneinigk. unter einander

 

[IIc-39-1806-1808-0368]
364 5) Erschöpfung ihrer Kräfte und Gelder d. Frohndienste, Bauten der Pyramiden, religiös. Denkmäler, Tempel |

 

[IIc-39-1806-1808-0369]
365 Was in der ausgelassensten Demokrat. nützlich ists auch für die Tyrannie, z. B. daß die Weiber u. die Sklaven unabhängiger von Männern werden

 

[IIc-39-1806-1808-0370]
366 Fern. daß sie lieber Auswärtige als Bürger zu ihren Tischfreunden wählen |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0371]
367 Wenn der Monarch nicht in alle in gleich. Niedrigkeit erhalten kann: so muß er mehrere zugleich vorziehen, die dann einander beobachten |

 

[IIc-39-1806-1808-0372]
368 Die Tarentiner besetzen die Aemter halb d. Loos halb d. Wahl; z. B. wenn sogar ein Amt von 2 auf einmal verwaltet wird |

 

[IIc-39-1806-1808-0373]
369 Um weniger Haß zu erreg., werden die Sentenzen stets von einer a. Obrigkeit gefällt als vollzogen; die des Astyonommen werden vom Agromen vollstreckt und umgekehrt |

 

[IIc-39-1806-1808-0374]
370 In Macedonien durfte wer noch keinen Feind erschlagen hatte, statt des Gürtels nur einen Riemen tragen |

 

[IIc-39-1806-1808-0375]
371 Bei den Scythen durfte der den umgehenden Becher nicht trinken, der kein Blut vergossen |

 

[IIc-39-1806-1808-0376]
372 Bei den Iberern bekam einer so viele Spitzsäulen auf das Grab als er Feinde erschlagen |

 

[IIc-39-1806-1808-0377]
373 Muth ist mit dem Zorn verwandt; wer zur rechten Zeit zürnen kann, ist zum Herrscher geboren |

 

[IIc-39-1806-1808-0378]
374 Alte sollen zu Priestern genommen werden, damit sie vom Geschäft ausruhen |

 

[IIc-39-1806-1808-0379]
375 Eine winkliche und unregelmässige Stadt dient gegen den Feind besser, der sich und die Bürg. darin nicht so gut finden kan |

 

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[IIc-39-1806-1808-0380]
376 Der Krieg zwingt an sich zur Gerechtigkeit; je glücklicher ab. jemand ist, desto mehr Selbstbeherrschung bedarf er es zu ertragen, dah. müssen in Elys. die gerechtesten sein und die ächtesten Philosophen |

 

[IIc-39-1806-1808-0381]
377 Die Geburt von zu jungen Thieren meist Weibchen |

 

[IIc-39-1806-1808-0382]
378 Beiwohnung im Wint. am besten |

 

[IIc-39-1806-1808-0383]
379 Nich die wildesten Nazionen sind die tapfersten; gerade die tapf. sind wie das Löwengeschlecht zahm und sanft |

 

[IIc-39-1806-1808-0384]
380 Unaufhörliche Gymnast. schwächt für die Mannzeit; dah. selten in dem olymp. Spieler der Sieger als Jüngling wied. einer als Mann wurde |

 

[IIc-39-1806-1808-0385]
381 Prof. Schramm sah 1805 14 Febr. bei Troppau einen Raupenschnee; mit Schnee fielen graue Raupen. Vogts Magazin.

 

[IIc-39-1806-1808-0386]
382 Im Jahr 1569 wurde - im Zwischenreich abdankender Könige - in Pohlen das Gesetz gegeben, daß kein König abdanken dürfe. Nordische Misz. S. 325 Nov. 1806

 

[IIc-39-1806-1808-0387]
383 In Sina jährlich 40,000 Räub. verhaftet. Pauw. D. Merkur 14. B. 1.

 

[IIc-39-1806-1808-0388]
384 Alle Morgen fahren d. Pekin Schiebkarren, um die ausgesetzten Kind. aufzuladen, die man

 

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auflädt u in einen Graben wirft und nicht mit Erde bedeckt, damit die Mohammed. viell. einige erretten ||

 

[IIc-39-1806-1808-0389]
385 Nur meist. Mädchen ausgesetzt, weil man Knaben theuerer verkaufen kann ||

 

[IIc-39-1806-1808-0390]
386 Der Kaiser ist stets der Erbe der Verschnittenen, die sonst das ganze Reich besetzen. ||

 

[IIc-39-1806-1808-0391]
387 Die sines. Häus. nur aus 1 Stockwerk, dah. die Städte so viel Raum einnehmen. ||

 

[IIc-39-1806-1808-0392]
388 Überall die Zahl 9 - 9 Gefäße, an die das Schicksal des Reichs gefesselt sein soll - 9 Grade der Verwandsch. - 9 Reverenzen vor dem Kaiser - 9 Arten den Feind anzugreifen, u. 9, vor ihm wegzulaufen ||

 

[IIc-39-1806-1808-0393]
389 Die Kais. von Konstantinop. verboten ihren Unterthanen, purpurne Kleider und rothe Dinte zu tragen oder zu verfertigen, die dah. in ihrem Pallast gemacht wurden. || B. 2.

 

[IIc-39-1806-1808-0394]
390 Sie setzten an ihrem Hofe Goldarbeit., Weber, Schuster, Sattler nieder - Wer kais. Zierrathe auch unt. dem Vorwand, sie dem Kais. zu schenken, außerh. des Pallastes machte, getödtet. ||

 

[IIc-39-1806-1808-0395]
391 Erasmus heißt eigentlich Gerhard Gerhardson. | B. 3.

 

[IIc-39-1806-1808-0396]
392 Um die gefangnen großen Schildkröten zu erhalten, begießt man sie täglich 2 mal mit Seewasser. 1775. B. 1.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0397]
393 Unt. Cromwell betete man aus Königshaß st. veniat regnum tuum, veniat res publica tua. Merkur 1775.

 

[IIc-39-1806-1808-0398]
394 Winkelmann: in der ältesten Zeit alle Götter mit Flügeln, die meisten mit dem Blitz abgebildet. Monum. inediti | 4 B. 1776

 

[IIc-39-1806-1808-0399]
395 EbendaJupit. stets an der obern Hälfte nackt |||

 

[IIc-39-1806-1808-0400]
396 Ebenda: der sinnliche Amor keine Flügel, ab. der des Olymps. ||

 

[IIc-39-1806-1808-0401]
397 Ganganelli enthielt sich der Büch., wenn er zum Denken aufgelegt war |

 

[IIc-39-1806-1808-0402]
398 Ebenda: alle Büch. der Welt könnten auf 6000 Foliobände reduciert werden |

 

[IIc-39-1806-1808-0403]
399 Weib kommt von Weben; der Angelsachse übersetzte Gott schuf ein Männlein * Wäpmann (Waffenmann) u. Fräulein Wifmann (Webmann) Schütz |

 

[IIc-39-1806-1808-0404]
400 Aristoteles: Menschen mit weichen sanften Haaren, Vögel sanften Federn furchtsam; rauh, muthig. D. Museum

 

[IIc-39-1806-1808-0405]
401 Alle Pferde, die nach Konstantinop. kommen, müssen bei Todesstrafe zuerst dem Stall des Großherrn angeboten werden. Taschenbuch auf 1801 für Pferdeliebhab. von Wallmerode.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0406]
402 Er hat keine Stuten in seinem Leibmarstall, nur Hengste und Wallache |

 

[IIc-39-1806-1808-0407]
403 Die abschrecklichen Verwünschungszeichen der Neu=Griechen in Morea sind 5 aufgericht. Finger; dah. man die Zahl fünf nicht ohne Entschuld. nennt. Pouqueville's Reise d. Morea p. L. L. Z.

 

[IIc-39-1806-1808-0408]
404 Wenn Mönche dad. reis., geben sie oft ganzen ] an dieser stelle fehlt ein Wortvoll laut. Gesunder die letzte Oelung, weil, sagen diese, man nicht alle Tage so einen heiligen Mann findet ||

 

[IIc-39-1806-1808-0409]
405 In Konstantinop. keine Briefpost - die Strass. keinen Namen - keiner hat Familien= sond. nur Vornamen - niemand weiß sein Alter ||

 

[IIc-39-1806-1808-0410]
406 Adelung im Mithridates: das Vateruns. hat man inden meisten Sprachen, dah.die beste Probe - 39 Vaterunser=Polyglotten gibts, Schildtberger 1427 zuerst, Marcel 1805. |

 

[IIc-39-1806-1808-0411]
407 Moheau: 1 Pferd zieht so viel wie 6 Menschen - 2 Menschen trag. fast so viel als 1 Pferd - ein Engländ. machte zu Fuß 100 lieues in 100 Stunden, was kein Pferd kann. Schlötzer Heft XX. Th. VI

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0412]
408 Auf Long=Island bei Neu York werden bei neuen Gesetzen aus jed. Familie Gewisse erlesen, wovon jeder eines zu merken bekommt - diese dürfen nie vor Gericht reden; haben sie das Gesetz vergess., getödtet Schlötz. Theil V. Heft XXV

 

[IIc-39-1806-1808-0413]
409 Aus jed. Familie muß Einer nüchtern bleiben (welches, wegen des Verdrüßlichen, wechselnd umgeht) der aufachten muß u. dem jeder gehorchen muß, da er ihn sonst mit der Axt todtschlagen kann. Er darf bei Lebensstrafe nicht trinken; wird jem. ermord., blos er dafür getödtet. |||

 

[IIc-39-1806-1808-0414]
410 In einem Lit de Iustice spricht das Paris. Parlement nicht - in England spricht der Richter nicht einmal im Gerichtshof, wenn der König da ist - die gegenwärt. Majestät hebt alles auf. Schlötzer. Th. V. Heft XXVI

 

[IIc-39-1806-1808-0415]
411 Man gähnt bei fremdem Gähnen, auch bei verschloßnen Augen - und so wir wenn ein Thier gähnt. Hemst. über die Menschen

 

[IIc-39-1806-1808-0416]
412 Hat sich jem. bei dem Ess. geschnitt., machen die a. dieselben Verzuckungen mit, sogar die, die den Schnitt nicht gesehen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0417]
413 Sehen wir einen vor et. zurückstarren oder sich ekeln: so verzerren wir eben so uns. Gesicht, wenn uns auch der Gegenstand nicht unangenehm ist ||

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0418]
414 Ein Vers in einer uns unbekannten Sprache, bringt vollkommen deklamiert, fast dieselbe Wirkung in uns hervor als in einer bekannten. So wirkte der deklamierende Phavorin, u. Adrian von Phönizien in Rom auch auf die des Griechischen Unkundigen. ||

 

[IIc-39-1806-1808-0419]
415 Er räth den Bildhauern, nur Eine * Figurzu machen - u.zum Kontrast, eine Vase, od. einSäulenstück p. daneben zu geben, um d.deren Regelmäßigkeit die schöne Unregelmäß. der Figur zu heben. |

 

[IIc-39-1806-1808-0420]
416 Callisen: st. Kantharid. schneide man den Platz in einem Leder aus und gieße dann kochendes Wasser darauf: so hat man eine Blase. J. L. Z. 55. 1807

 

[IIc-39-1806-1808-0421]
417 Wieland: die Heiligkeit des Unterschieds zwischen Mein und Dein wird erst d. Erziehung in uns gebracht; dah. die Südseeinsulaner bei aller übrigen Güte doch nicht vom Stehlen abzubringen

 

[IIc-39-1806-1808-0422]
418 Zu Sanskrit haben die Bramanen 18 Lexika nöthig und unzählige Grammatiken. D. Merk. 1780 2. B.

 

[IIc-39-1806-1808-0423]
419 Leidenfrost: der Wassertropfen verdunstet langsamer, je heisser das Metall ist; in einem blos heissen Löff. in 1 Sekunde, in geschmolzenem Blei 7 S., in glühendem Eis. 30, höchst glühendem 35. Lichtenb. phys. Schriften 3 B.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0424]
420 Lichtenberg schnitt mit einem Haarknoten einen Polypen langs. so durch daß er auf der einen Seite wieder zuwuchs, während jener auf der a. durchging |

 

[IIc-39-1806-1808-0425]
421 In Kärnthen auf dem Landgut des Grafen Orsini von Rosenberg ein Kirchthurm auf einem Berg, wo es so oft einschlug daß man im Sommer am Ende den Gottesdienst aussetzte - bis ein Blitzableit. half |

 

[IIc-39-1806-1808-0426]
422 Gold leit. den Blitz am besten und längsten |

 

[IIc-39-1806-1808-0427]
423 Viell. helfen die Hörner dem Rindvieh zum bessern Hören, da sie zumal die Ohren daran legen. 4. B.

 

[IIc-39-1806-1808-0428]
424 Bernardis Schwimmkunst: man kann sich ohneSchaden bei Erhitzung vonauss. d. warmes Wass. selbst beiSchweiß, ins kalte Wasserwerfen; aber nicht d. Anstrengungerhitzt |

 

[IIc-39-1806-1808-0429]
425 Wenn man den gestirnten Himmel unverrückt ohne Schluß der Augenlied. ansieht, sieht man am Ende gar keine Sterne mehr.

 

[IIc-39-1806-1808-0430]
426 Johann von Leyden, der Schneider, verbrannte einmal in seiner gemischten Versammlung alle seine Kleider als eine Erfindung des Teufels; sie thatens nach und gingen im Januar nakt mit ihm auf die Strasse. Pollels Taschenb. 1804

 

[IIc-39-1806-1808-0431]
427 In Rußland muß man, wenn man eine Wöchnerin besucht ein Geschenk geben, z.B. einer Dame wenigst. 1 Kreuzer |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0432]
428. Sonst als man noch nicht auf Papier schrieb, sondern den Aufsatz im Kopf herumtrug, besserte man mehr u. leichter an ihm aus, als jetzt Rezensenten A. L. Z. N. 27. 1807

 

[IIc-39-1806-1808-0433]
429 Es gibt keine bucklichen, keine zwergartigen Neger. Humbold. Voigts Magazin

 

[IIc-39-1806-1808-0434]
430 Ein Backenzahn des Mammuts 8 Fuß lang, an der Wurzel 1 F. im Durchmesser |

 

[IIc-39-1806-1808-0435]
431 Der Goldmaulwurf Tulpa aurata, das prachvollste Säugethier, ist nur am Kap | Schillert aber nur am meisten, wie mehrere grüne Vogelfed., wenn es benetzt ist. |

 

[IIc-39-1806-1808-0436]
432 Man hört an einem in einen Baum gebohrten Loch so lange ein kochendes Geräusche, als die Sonne scheint; das aufhört, so oft eine Wolke darüb. geht |

 

[IIc-39-1806-1808-0437]
433 Nikolai: von Baumeist. und Ministern werden am meisten die Namen bei ihren Werken vergess., indeß man von Malern und Autoren alle weiß.

 

[IIc-39-1806-1808-0438]
434 Peter Hareng bei Caen - so auch Niendörfer, ein Sachse - ein Blinder zerlegte und reparierte Uhren. Baczko üb. mich s. und die Blind.

 

[IIc-39-1806-1808-0439]
435 Der blinde Kersting las Bücher mit grobem Druck blos d. das Betasten. |

 

[IIc-39-1806-1808-0440]
435. In Paris werden Bücher für Blinde nur auf der einen Seite bedruckt, die sie auf der zweiten lesen d. Tasten |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0441]
436 Blinde, die noch einigen Schimmer haben, machen weniger Fortschritte, haben einseitigere Begriffe, sind unbehülflicher als ganz blinde |

 

[IIc-39-1806-1808-0442]
437 Das blinde Fräulein Paradies korrespondierte mit ihren Freunden d. eine kleine Druckerei, wo sie selbst setzte |

 

[IIc-39-1806-1808-0443]
438 Der blinde Schönberger aus der Oberpfalz schoß richt. nach der Scheibe, wenn man ihm sie vorh. d. Klopfen hatte angezeigt |

 

[IIc-39-1806-1808-0444]
439 Sonst (im 16 Jah.) so viele Weinberge in der Kurmark u. Lausitz - das Quart Spandauer Wein kostete 1540 nur 4 Pf. - 1571 gab 1 Weiberg bei Tasdorf 150 Tonnen Wein, wo jetzt schwerlich einer zu finden. Berlinische Monatssch. 1807. Febr. S. 89,

 

[IIc-39-1806-1808-0445]
440 Das Richtschwert womit Coblentz - der dad. zum Dokt. der Mediz. u. zum Hofmedikus König Friedrichs I. wurde - 103 köpfte, sein Vat. 19, sein Großvater 68 wurde auf der königlichen Rüstkammer aufbewahrt |

 

[IIc-39-1806-1808-0446]
441 Damals hatten die Scharfrichter auch das Privilegium, Beinbrüche zu kurieren |

 

[IIc-39-1806-1808-0447]
442 Im Etat der Kämmerei des berl. Magistrats aus den 20ger J. des 18 Säk. waren dem Scharfrichter 67 Reichstaler 12 gl., der Stadthebamme 12 Reichstaler jährlich ausgesetzt |

 

[IIc-39-1806-1808-0448]
443 Adelung leit. frank von frok oder frech her. Rezensent: ab. frech und frei ist ja einerlei. J. L. Z. N. 98 1807.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0449]
444 Die Russen und Polen nennen die Ausländer, weil sie nicht mit ihnen sprechen können, nemetz, Pohlen niemiec d.h. Stumme | S. 278

 

[IIc-39-1806-1808-0450]
445 Alte Dichtung u. Geschichte ist eins - die ältesten Dichter erdicht. nicht, besangen nur Wirkliches poetisch. S. 279

 

[IIc-39-1806-1808-0451]
446 Der Name der nord. Dichter {Skalden} von Scal Schall - der Barden von Bar oder Baritus der Ton, die Weise | 288

 

[IIc-39-1806-1808-0452]
447 Der Schimmel auf Dinte - eine Art Schwämme - ist anders als der auf Apfelmost Meth Bier, der sich wie die Fäden der Konferren - durchflicht. Alles dieß entstand ab. erst d. Menschen. Morgenblatt. Dü Pont.

 

[IIc-39-1806-1808-0453]
448 La Lande: am 23 Dez. ist der kürzeste Tag schon um 2 Sekunden länger. |

 

[IIc-39-1806-1808-0454]
449 Schelling: je mehr einer auf a. als Magnetiseur wirken, desto weniger kann man auf ihn wirken; vielleicht ist auch der umgekehrte Fall. Jahrbüch. der Medizin.

 

[IIc-39-1806-1808-0455]
450 Ebenda Menschen, die viel in der Anatomie arbeiten, bekommen pelzige gefühllose Finger - daran ist auß. der Alkaleszenz der Leichname u. dem öft. Eintauchen der Finger in kalt. Wasser, wahrscheinlich das magn. Schwächen d. Leichen schuld. |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0456]
451 Diogenes spie seinem Gast ins Gesicht, weil er nicht auf den Boden speien könne, wo laut. Götterbilder gemalt seien. Zimmermann. Geogr*

 

[IIc-39-1806-1808-0457]
452 Buttermilch ist den Pferden Gift. Kilian |

 

[IIc-39-1806-1808-0458]
453 Die Zeitlose im Frühjahr am giftigsten, die gift. Wurzeln des Gifthanenfusses ab. da ungiftig - die Wurzel des breitblättigen We{a}ssermerks im Juny (d.h. vor der Blüte) unschädlich, macht toll im August. ||

 

[IIc-39-1806-1808-0459]
454 Die jungen Blätt. der gemeinen Karmesbeere kann man als Spmal ess., die alten giftig ||

 

[IIc-39-1806-1808-0460]
455. In Hoop ein Landgut des Kanzleiraths Christie (unweit Bergen in Norwegen) ist eine papierne Kirche {von papier-maché}, die 1000 Menschen faßt; auch das Dach - so auch sein Wohnhaus - wird weder von Feuer noch Wass. angegriffen. A. Anz. N. 115 1807

 

[IIc-39-1806-1808-0461]
456 Die Einwohn. der Insel Don Karlos lassen die Zahl ihrer Mitbürger nicht über 900 hinausgehen, tödten in dies. Fall ein Neugebornes, od. einen 60jährigen. Neuer Leviathan.

 

[IIc-39-1806-1808-0462]
457 Unt. allen Erfindungen seit 300 Jahren d.h. seit der Entdeckung Amerikas hat keine einen Spanier und Portugies. zum Urheber |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0463]
458 Noch anfangs des 16 Säk. waren die Spanier die industriös. Nazion - brachte anfangs nach Amerika nur ihre eignen Waren - hatten 1000 Kauffarteischiffe - bis das amerik. Gold den Nazionalreichthum zerstörte. |

 

[IIc-39-1806-1808-0464]
459 Dah. Philipp III eben wegen dies. Golds zu Kupfermünze Zuflucht nahm, die den Werth des Silbers haben sollte |

 

[IIc-39-1806-1808-0465]
460. Der Europ. verdirbt auf den Antillen und im südlichen Amerika, während da der Afrikaner gedeiht, 1) weil dieser in einen kultiviertern Zustand da tritt, jener in einen unkultiviertern 2) wegen der Gewohnheit der Hitze - Dah. zuletzt da die Schwarzen üb. die Weiss. siegen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0466]
461 Konstantinop. die gesünd. Lage - da d. die unterbrochne Kommunik. mit Alexand. (d. Bonap.) keine Pest: so wollte man im Staatsrath wegen Aegypten aufgeb u. od. eineQuarantaine anlegen. Blos der Reis=Effendi:"die Reichs=Kraft beruht blosauf der (fatalist.) Gleichgültigk. derSoldaten gegen den Tod; man behalte also jene und damitdie Pest." er siegte |

 

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[IIc-39-1806-1808-0467]
462 Sonst im Mittelalter hieß ein Poet selber eine Poeteia od. Poetik. Nikolai. B. Monatsschrift 1801 März

 

[IIc-39-1806-1808-0468]
463 Im altfranzös. hieß ein Prälat, Bischof ein Poète |||

 

[IIc-39-1806-1808-0469]
464 Viola (Geige) von Vitula, von Kälbern oder Scherzen |||

 

[IIc-39-1806-1808-0470]
465 Sackpfeife oder Dudelsak hieß im Mittelalter Musa, dah. die Franzos. eine kleine Musette hießen |||

 

[IIc-39-1806-1808-0471]
466 Fo: die höchste Volkommenheit wäre den Steinen ähnlich zu werden, ohne Bewegung, Denken p.; mein Gesetz ist zu denken ohne daß man zu denken scheint, zu handeln, daß man zu handeln scheint, und zu reden p. Asts Geschichte der Philos.

 

[IIc-39-1806-1808-0472]
467 Cuvier: das fossil. Gerippe, das Megatherium, gehört zu den Faulthieren, nennts paresseux géant, Riesenfaulthier. Almanach der Fortschritte 11 ter Jahrg. von Busch. So auch der Megalonix, das größte Th. u. vielleicht der Feind des Mammuths.

 

[IIc-39-1806-1808-0473]
468 Peron: Die tiefst. Stellen des Meers sind viell. wie die Berge beständig mit Eis belegt. und unbewohnbar. |

 

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[IIc-39-1806-1808-0474]
469 Ritter: jed. Magnet ist ein Aequivalent heterogener verbundener Metalle, der eine Pol lief. pos. Elekt., der a. negat. - eine Anzahl Magnete geben eine voltaische Batterie. Erde ein groß. Magnet; Nord= Südlicht; die Pole d. den Ozean in Schließung gehalten. |

 

[IIc-39-1806-1808-0475]
470 Prof. Wildt: die Steine vom Himmel sind Trümmer einer zerstörten Welt, die so lange um die Sonne laufen bis sie einem Planeten begegnen |

 

[IIc-39-1806-1808-0476]
471 Blobel: der Steinregen kommt von den von elekt. Wolken aufgezognen Steinen |

 

[IIc-39-1806-1808-0477]
472 Trommsdorf: in der rohen Platina sind noch folgende neue Metalle: 1) Iridium 2) Osmium 3) Rhodium 4) Palladium. |

 

[IIc-39-1806-1808-0478]
473 Schaufuß: nach Sonnerats Reis. sind die Pocken und Lustseuche ausIndostan |

 

[IIc-39-1806-1808-0479]
474 Auber: die Kuhpocken ein spezif. Mittel gegen das Quartanfieber |

 

[IIc-39-1806-1808-0480]
475 Auch bei den Schafen hilft das Einimpfen der Kuhpocken gegen ihre Pocken |

 

[IIc-39-1806-1808-0481]
476 Huzart: Pferde, Schafe, Kühe - Die wüthig bis zur Wasserscheu gebissen worden - stecken doch nicht wied. mit ihrem Bisse an |

 

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[IIc-39-1806-1808-0482]
477 Von Böcklin: damit Bäume, Zweige p. schneller wachsen, impft man an sie frische Wurzeln. |

 

[IIc-39-1806-1808-0483]
478 Der Franzos. Roard: Wolle von kranken und gefallnen Schafen nimmt die Farbe langsam und schlecht an. |

 

[IIc-39-1806-1808-0484]
479 Dümouriez hat nach dem bekannten Versuch, blos d. d. mit dem Pumpenstock schnell zusammengepreßten Luft Schwamm u. a. Körp. zu entzünden, ein pnevmat. Feuerzeug erfunden. Nazional Zeitung. 1807.

 

[IIc-39-1806-1808-0485]
480 D. Müller Lehrer am Lyzeum in Bremen, schmied. mit bloßen Händen rothglühendes Eis. - geschmolznes Metall in Mund - wäscht mit siedendem Oehl Augen pp. |

 

[IIc-39-1806-1808-0486]
481 Die auf die Erde gefallnen Steine, so wie die Sternschnupp. können kleine Erdtrabanten sein wie der kleine Lichtpunkt, den Schröter d. das Feld seines Fernrohrs streichen sah. A. A. 1807 S. 13

 

[IIc-39-1806-1808-0487]
482 Jed. vornehme Römer hielt nach der Mode seinen griechischen Hausphilosophen. b Ast.

 

[IIc-39-1806-1808-0488]
483 Im Norden sonst die Gewohnheit, grossen Werken z.B. der Edda, Geschlechtsregisterbeizufügen, damit sie bess. erhaltenwürden. Bibl. der Romane

 

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[IIc-39-1806-1808-0489]
484 Algazel ist bei den Türken die Feder, die bis zum jüngsten Gericht alles was geschieht, selber aufschrieb, nur der Engel Seraphael kann sie lesen. Ein Reiter kann die Feder in 500 J. nicht durchreiten. |

 

[IIc-39-1806-1808-0490]
485 In Philadelph. blieben nach Priest blos die Neger ganz vom gelben Fieber verschont. Weylands kleine Reiseabentheuer B. 4.

 

[IIc-39-1806-1808-0491]
486 Da werden bewegliche hölzerne Häus. verkauft, mit denen man in eine a. Strass. ziehen kann. ||

 

[IIc-39-1806-1808-0492]
487 Die Nord Am. Wilden nehmen sich nicht die geringste Freiheit gegen die schönste weibliche Kriegsgefangne heraus, skalpen sie aber ||

 

[IIc-39-1806-1808-0493]
488 Der König von Darfurth bezahlt seine Truppen so wie alles ihm geleistete blos mit Sklaven | S. 61

 

[IIc-39-1806-1808-0494]
489 Die Zähne des Hippopotamus werden nicht wie die des Elephant. gelb, od. auch im Wass. weich |

 

[IIc-39-1806-1808-0495]
490 Die Zibethkatze im Käfig muß d. einen spitzen Stock recht zum Zorn gestochen werden; je mehr Zorn, desto riechender der Moschus |

 

[IIc-39-1806-1808-0496]
491 Wenn ein Neger nur im Geringsten einem a. Neger etw. stiehlt, ja nur üb. dess. Feld weggeht: so fällt sein Sohn, od. Enkel, immer die jüngsten seiner Familie dem a. Neger als Sklave anheim |

 

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[IIc-39-1806-1808-0497]
492 Bei den Negerinnen ists Schönheit, keinen glatten Bauch zu haben; dah. sie ihn voll künstlicher Narben machen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0498]
493 In Kairo sagt der Sklavenverkäufer den Preis nicht, wofür er den Sklaven hingibt, der Käufer muß ihn treffen |

 

[IIc-39-1806-1808-0499]
494 Pißt der Sklave ins Bett, od. schnarcht p.: wird der Kauf rückgängig. |

 

[IIc-39-1806-1808-0500]
495 Prof. Hüllman in seiner neuen Theogonie: unserenordischen Grafen sind blos dieGrapiones, Grupen od. Greifen desAlterthums. Böttiger |

 

[IIc-39-1806-1808-0501]
496 Auf Ceylon muß jed. Einwohner jedes Vorzüglichste dem König bringen - z. B. bei besond. schönen Baumfrüchten, bindet der Beamte sogleich ein Seil daran und er muß sie am Ende selbst in die Stadt tragen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0502]
497 Um eine Ortschaft zu strafen, lässet er Elephanten dahin bringen, die dann alles verwüßten ohne daß sie jemand verjagen darf |

 

[IIc-39-1806-1808-0503]
498 Alle Unterth. müss. barfuß sein, nur der König Schuhe u. Strümpfe |

 

[IIc-39-1806-1808-0504]
499 Sprichwörter der Ceylonesen: er stochert sich die Zähne aus, um satt zu werden - ein Bettler u. ein Kaufmann können sich nie verirren (wegen Geschäfte machen überall) - den König und den Bettler trifft kein Vorwurf |

 

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[IIc-39-1806-1808-0505]
500 Neuplatoniker: alle Seelen der Menschen und Thiere sind mit der Weltseele eins, wie die Begriffe mit dem Verstand; blos d. den Körper erscheinen sie nur als ein Vielfaches. Ast.

 

[IIc-39-1806-1808-0506]
501 Als Eduard I Wales angriff, ließ er alle Barden tödten, damit sie nicht d. ihre Harfe und Gesang Widerstand einflößten. Musikalische Zeitung. 1807

 

[IIc-39-1806-1808-0507]
502 Gregor V exkommuniz. den franz. König Robert, weil er Bertha, mit der er zugleich zum Gevatter gestanden, geheirathet - ihm blieben nur 2 Bediente zuletzt, die sogar noch alles was er berührt, d. Feuer zogen. Europäische Annalen 1807. 2.

 

[IIc-39-1806-1808-0508]
503 Die Ritter vom güldenen Sporn oder pii participantes hatten das Geschäft, den Pabst zu tragen und zu führen, wenn er ausging. Reichs A.

 

[IIc-39-1806-1808-0509]
504 von Müller: der Brud. Klaus in der Schweitz lebt in seiner Einsiedelei von nichts als monatlich von 1 h. Abendmal. Morgenblatt.

 

[IIc-39-1806-1808-0510]
505 In Guiana muß die Frau dem Hern die Hunde auf die Jagd nachtragen, damit sie nicht müde werden; und unterwegs die Brust geben. Lichtenb.

 

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[IIc-39-1806-1808-0511]
506 Mengs: alle Figuren Raphaels stellen nicht die Handlung sond. nur deren Anfang dar; nicht das Ende sond. nur dess. Annäherung. A*tisch.Miszellan.

 

[IIc-39-1806-1808-0512]
507 Colardeau, der Sänger der Heloise, unterschied keineFarben und zeichnete doch gut |

 

[IIc-39-1806-1808-0513]
508 Blumenbach: sogar bei Pflanzen sind die weiblichen Theile, die Samenkörner, unbeweglich und der männliche Staub fliegt; so ungeflügelte Insektenweibchen z.B. die festklebende Schildlaus, fliegende Männchen. Gött. Magaz. B. 4.

 

[IIc-39-1806-1808-0514]
509 Ebenda: Blos bei Katzen, Schweinen und Bienen muß das Weibchen in der Liebe den ersten Schritt thun |

 

[IIc-39-1806-1808-0515]
510 Ebenda: bei den Hausthieren fallen die zahlreichsten Geburten in den Winter. |

 

[IIc-39-1806-1808-0516]
511 J. C. Skaliger: das Kitzeln unt. der Achsel ist der siebente Sinn |

 

[IIc-39-1806-1808-0517]
512 Nur die wenigen Blattläus., die im Herbst geboren werden, dürfen sich paaren. |

 

[IIc-39-1806-1808-0518]
513 Court de Gebelin: das Tarokspiel ist ein ägypt. Buch, enthält das Bild des Menschenlebens, und brachte auch uns. Karten hervor; die Aegypt. brauchten es zum Wahrsagen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0519]
514 Die bürgerliche Witwe eines Hidalgo bleibt adelich; eine Hidalga, die einen Bürgerlichen geheirathet, bleibt nur bei seinen Lebzeiten adelich; doch

 

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kann sie sich wieder adeln, wenn sie einen Packsattel aufs Grab wirft: Schandkerl, nimm die Schande zurück, ich bleibe bei meinem Adel |

 

[IIc-39-1806-1808-0520]
515 Die englischen Matrosen trinken am Sonnabend auf die Saturday Night, u. erinnern sich ihrer Weib., weil die meisten Expediz. am Sonntag losgehen. Gött. Magaz. |

 

[IIc-39-1806-1808-0521]
516 Meiners: in Rom und Alexandria wurden die Gottheiten eines jeden von den Griechen und Römern überwundenen Volks verehrt; ja man verehrte fremde noch lieber als eigne |

 

[IIc-39-1806-1808-0522]
517 Bei dem Ausbruch des markomannischen Kriegs rief Antoninus die Priester aller Völk. nach Rom, um d. ihre Gebräuche die Götter zu besänftigen. Capit. in e*. Vita c. 13. |

 

[IIc-39-1806-1808-0523]
518 Zuletzt ließ man sich den kais. Purpur - als ein Zeichen eines nahen und gewalts. Todes - nur mit Gewalt und Thränen aufdringen. Vop.

 

[IIc-39-1806-1808-0524]
519 Blumenbach: Schweine haben die meisten Misgeburten. B. II

 

[IIc-39-1806-1808-0525]
520 Ebenda: die Wilden haben beweglich abstehende Ohren, wir wegen der Mützen uns. Vorväter sogar schon als Fötusse anliegende

 

[IIc-39-1806-1808-0526]
521 Ebenda: Zeugung, Ernährung und Reprodukzion sind bloße Modifikazionen derselben Kraft, des Bildungstriebs

 

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[IIc-39-1806-1808-0527]
522 Wer bei den saporogischen Kosaken stiehlt, wird ans Stadtthor gebunden und ein Prügel dabei; jed. Vorbeigehende kann ihm Brantwein od. so viele Prügel als er will und wohin, geben |

 

[IIc-39-1806-1808-0528]
523 Keiner da, der nach einer Ehrenstelle strebt, darf heirathen - nur die Bauern -, man raubt sich blos ein Weib und schickt es mit der Tochter zurück; gebars einen Knaben, behält man diesen |

 

[IIc-39-1806-1808-0529]
524 Die heissesten Thiere, die Vögel haben die größten Athmungs=Werkzeuge; kaltblüt. keine oder schlechte Lungen |

 

[IIc-39-1806-1808-0530]
525 In Zürich darf jährlich an 2 Tagen jeder Bürger frei sagen, was er zum allgemeinen Besten zu erinnern habe. Band III

 

[IIc-39-1806-1808-0531]
526 In der Schweitz darf der Prediger nur einen in einer Uniform - od. mit einem Schein, daß er eine besitze - kopulieren; widrigenfalls muß jener sie bezahlen |

 

[IIc-39-1806-1808-0532]
527 Alexander hatte ein schwarzes und ein blaues Auge. Morgenblatt. 1807 p. 387

 

[IIc-39-1806-1808-0533]
528 Cartesius (in Europ. MagazinFebr. 1795): die Einsamkeitmüsse man in großen Städtensuch. und lobt dazu Amsterdam. Lichtenberg

 

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[IIc-39-1806-1808-0534]
529 Die Afterwespe, auf Blumen, macht Loch in Sand u. Ei hinein - holt 12 kleine grüne Raupen vom Kohl, sticht sie nur so daß sie nicht widerstehen und sterben können; schließt das Loch u. stirbt der Wurm aus dem Ei frißt sie allmählich p. Intell. der L. Z. N. 33. 1807

 

[IIc-39-1806-1808-0535]
530 Der Vielfraß frißt, auch im Hunger, sein Renn p thier nicht eher als bis ers vorh. verscharrt hat. Neueste Länder und Völkerkunde B. III

 

[IIc-39-1806-1808-0536]
531 Die schwarzen jungen Füchse säugen - ein Fell trägt oft den Tribut für ein siberisches Dorf ab - sogar die Weibchen; vor dem Todtschlagen, wird ihnen ein Bein zerschlagen, damit sie wied. mager werden und der Pelz besser dadurch. |

 

[IIc-39-1806-1808-0537]
532 Popenach einigen alten Nachrichten: Homer ein Bastard D. Merkur

 

[IIc-39-1806-1808-0538]
533 Bald wurde eine Enkelin von Apollo ihm zur Mutter, der Fluß Meles zum Vater gegeben |

 

[IIc-39-1806-1808-0539]
534 Bei den Acclamazionen der Kaiser wurde ein Gebet= und Lob die eine Formel: die Götter erhalten dich 60 mal wiederholt - - immer haben wir einen wie dich zum Kaiser gewünscht 40 mal - du bist ein guter Vater, Bruder, Freund, Senator, Fürst 80 mal pp. Trebell. Pollio in Vit. divi Claudii. |

 

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[IIc-39-1806-1808-0540]
535 Müllers Essais historiques: dasKapital einer Familienkass. darf nicht höh. als200,000 Pfund steigen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0541]
536 Die Berner verboten zur Zeit der Reformazion zu dichten., auch alte aus der Bibel gezogne Spiele wieder hervorzuziehen. D. Merkur 1781 B. 3. S. 131

 

[IIc-39-1806-1808-0542]
537 Hingerichtet, we fünf mal bei einem Mädchen geschlafen |||

 

[IIc-39-1806-1808-0543]
538 Die Hirten von Sanen kommen an Sonntagen von allen Bergen zusammen zu den Kirchen, wo ihnen die Befehle der Obrigkeit vorgeles. werden; u. ganze Gemeinde zur Ader gelassen. |||

 

[IIc-39-1806-1808-0544]
539 Im Thal Avers im Bündtner Land, wo die Gebirge steil, hängen die Glocken kaum einige Schuh von der Erde, damit sie keine Lauwine losreisset. Gruner | An manchen Orten eben darum gar keine Glocken |

 

[IIc-39-1806-1808-0545]
540 Das erste Weib {Lilith} Adams war wie er aus Erde; ihm dah. ungehorsam - wurde dah. zur unsterblichen Teufelin und zur Feindin junger Kinder. |

 

[IIc-39-1806-1808-0546]
541 Die alten Deutschen pflegten nur Vormittags nüchtern der Gerechtigkeit; Nachmitt. beim Trunke die Kriegs=

 

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entschlüsse - Dreyer in seinen Nebenstunden: Stammeln und unvernehmliches Reden vor Gericht war mit Verlust der Sache bestraft, dah. es Nachmittags gefährlich. | Schlötz. Th. VIII. H. XLV. 32

 

[IIc-39-1806-1808-0547]
542 Zünfte und Gemeinden straften jedes Mitglied um Bier und Wein, das dann wieder mittrank. | III

 

[IIc-39-1806-1808-0548]
543 Vor dem Landfrieden schenkte der Fürst Schlachtschwerter, Hirschgeweihe, Pferde, Wein, Pokale. Eine höchststrenge Prinzessin bekam nach ihrem Tod zum Hauptschmuck einen Becher |||

 

[IIc-39-1806-1808-0549]
544 Vor dem 30jährigen Krieg wurden vorbeifahrende Fürsten st. mit Kanonaden mit Fässern und Fudern voll Wein empfangen; je höher Stand, größer das Faß ||

 

[IIc-39-1806-1808-0550]
545 Prisius: Attila stellte zur Ehre der röm. Gesandten ein Wettsaufen an . Die deutschen Unterthan. ehrten ihre Fürsten d. die meisten ausgeleerten Becher ||

 

[IIc-39-1806-1808-0551]
546 Raymund Lullius lernte von den Arab. den Brantwein machen, that damit {aqua vitae} mediz. Wunder, er habe den Stein der Weis., die allgemeine Tinktur. | H. XLIV. 19.

 

[IIc-39-1806-1808-0552]
547 Von Helmont: man darf kein Blut lass., weil's Sünde ist, eines zu vergiessen; Bontekoe, Sylvius p. auch nicht purgieren, da es jenes vermindert. ||

 

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[IIc-39-1806-1808-0553]
548 Bei den Arab. gibts einen bess. Kaffee Cahuat al Caschriat mit den Schalen der Bohnen, die nie zu uns komm. - unserer heißt Cahuat al Buniat ||

 

[IIc-39-1806-1808-0554]
549 Sie trinken ihn nie nüchtern. Sprichwort: eh man's thäte, sollte man sich liebereinen Rockknopf abbeissen u.verschlucken ||

 

[IIc-39-1806-1808-0555]
550 Friedrich Hoffmann: der Kaffee brachte nach Deutschl. den Friesel, der mit ihm anfängs des 18 Säk. in Leipz. erschien || (Ab. falsch, da der Friesel Leip. verließ und 1740 p. in Westphalen und am Rhein wüthete. ||

 

[IIc-39-1806-1808-0556]
551 In Hannover wurde 1780 24 Okt. durchaus der Verkauf des gebrannten und gemalnen Kaffees verboten | 21

 

[IIc-39-1806-1808-0557]
552 Roher aber nur bis zu 1 Pfund auf einmal zu verkaufen u. zu kreditieren erlaubt ||

 

[IIc-39-1806-1808-0558]
553 Dem platten Lande, Dörfern p. aber wird jeder Kaffeehandel überhaupt verboten || - ausgenommen die Schenken und Krüge an Landstrassen u. um Städte. ||

 

[IIc-39-1806-1808-0559]
554 In Hildesheim Befehl vom 4 Jan. 1768: auf den Märkten keine Kaffeemühlen zum Verkauf - keine Kaffeeschuld zu bezahlen - wer seinen gesunden Leuten Kaffee gibt zahlt 6 Msp., so wie wer ihn trankt. XLVI. 42

 

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[IIc-39-1806-1808-0560]
555 Hat eine Frau 1 Magd mit eingebracht, so braucht sie nicht für den Mann mehr zu backen und zu waschen - 2 Mägde: nicht mehr zu kochen u. das Kind zu stillen. Mischnah Th. 3. | - 3 Mägde: nicht mehr das Bett machen und in Wolle arbeiten - 4: so darf sie in Einem im Sessel sitzen.

 

[IIc-39-1806-1808-0561]
556 R. Jehudah: die, deren Handthierung mit Weib. zu schaffen hat, soll nie mit ihnen (auch vielen) allein sein, da diese zu vertraut gegen sie sind || Und man solle dergleichen einen Sohn gar nicht lernen lassen.

 

[IIc-39-1806-1808-0562]
557 Mumien von bloßen Ibis=Eiern. N. berlinische Monatsschrift.

 

[IIc-39-1806-1808-0563]
558 Die Spanier rottet. die Ureinwohner der kanar. Inseln, die Guanchen, ganz aus - jetzt findet man die Mumien zu tausenden. Jeder bereit. sich bei Lebzeiten die Ziegenfelle, worein er eingewickelt sein wollte. Morgenbl. 99.

 

[IIc-39-1806-1808-0564]
559 Humbold: der Chimbarazo höher als der St. Gotthard auf den Pik von Teneriffa gesetzt.

 

[IIc-39-1806-1808-0565]
560 Im 16 Jahrhundert brachte man die sieb. Alten der Welt, biblische Historien p. als eßbare Gerichte auf den Tisch. Moden=Zeitung N. 28.

 

[IIc-39-1806-1808-0566]
561 Gebiert eine Odalike (im Harem) einen Knaben: so bekommt sie einen Hofstaat und freien Zutritt ins Zimmer des

 

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Großherrn - ein Mädchen, so bleibt sie unter den anderen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0567]
562 In Konstantin. legen sich wegen der Feuersgefahr viele mit ihrem ganzen Schmuck zu Bett |

 

[IIc-39-1806-1808-0568]
563 Sonst hieß in Frankr. perruque langes Haar - , falsches hieß fausse perruque. |

 

[IIc-39-1806-1808-0569]
564 Die Christen dürfen in Konstant. nur dunkle Turbans tragen - die Türken helle - ihre Pantoffeln von schwarzem Led., dies. von roth. Saffian; jene dürfen ihre Häus. nur schwarz od. dunkelbraun angestrichen sein. Eton über das türk. Reich. Minerva. Febr. 1807.

 

[IIc-39-1806-1808-0570]
565 Der Großherr datiert, als wär er im Lager, seine Befehle von seinem Kaiserlichen Steigbügel ||

 

[IIc-39-1806-1808-0571]
566 Dr. Ballanche: "In Lyon eine Somnambüle, mit der er eine Kette d. mehrere Menschen machte, wovon der letzte ihr Epigastrum berührte; dann las sie d. die dicke Mauer das Buch, das er hielt. |

 

[IIc-39-1806-1808-0572]
567 Der D. Thom. Murner entschuldigt sich - daß er als ein Doktor deutsche Reime mache - damit, daß er zu Haus alle seine deutschen Bücher ins Latein übersetze, die er vorzuzeigen erbötig. D. Museum 1779. Febr.

 

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[IIc-39-1806-1808-0573]
568 In Nürnb. kommuniz. bei der großen Sonnenfinst. den 2 Aug. 1654 vorh. an 2285 Menschen aus Furcht des Sterb. - Nachh. ein Dankgebet. | Jun.

 

[IIc-39-1806-1808-0574]
569 German heißt Kriegsmann, Germanien ein Land der Krieger; ab. nur einige Nazionen hatten anfangs dies. Namen, bis die geschlagnen Gallen aus Furcht alle so nannten. Anton. Museum 1779.

 

[IIc-39-1806-1808-0575]
570 In Frankr. mußte jed. für den Schaden seines Viehs stehen, außer wenn er dass. preisgab. Dictionn. portat. dejurisprudence T. I.

 

[IIc-39-1806-1808-0576]
571 Die Signaturen des römischen Hofs sind voll Abbreviaturen; keine bedeut. Verfälschung. | Abbreviat.

 

[IIc-39-1806-1808-0577]
571 Ein Abwesender wird bis ins 100te Jahr für lebendig präsumiert. Absent

 

[IIc-39-1806-1808-0578]
573 Wurd' einer von einem angeklagten Verbrechen losgesprochen: so konnt' er desselb. nicht mehr angeklagt werden, auch nicht d. a. Menschen. Accusé

 

[IIc-39-1806-1808-0579]
574 Die Apotheker können von ihren Kranken keine Vermächt. bekommen Apoticaire

 

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[IIc-39-1806-1808-0580]
575 Der h. Benedikt bestimmte seinen Mönchen 7 Stunden Arbeit, 2 Lesen, 1 Nachdenken. Staatsarchiv 61 Heft.

 

[IIc-39-1806-1808-0581]
576 Die Benedikt. auf Bergen, später die Cistercienser in Thälern und Waldschluchten, noch später Prämonstratenser auf Wiesenflächen |

 

[IIc-39-1806-1808-0582]
577 Wo des Antonius Orden war d.h. auch die Pauliner - Anton. der Patron der Schweine war, weil diese den Deutschen so wichtig waren - da einige Ordens=Schweine mit Glöckchen, die die Dorfbewohner gern fütterten, wo sie an der Hausthür rüttelten. |

 

[IIc-39-1806-1808-0583]
578 Der zweite Bettelorden, den Franzis. von Assisi stiftete, nannte sich die kleinen Brüder (Minoriten), ab. auch den seraphischen Orden | -

 

[IIc-39-1806-1808-0584]
579 Im 17 Jahrh. glaubte man, daß 12 Leuten um Toledo herum d. das Gebet eines Erzbischoffs, die Vipern ungiftig wären - der Arzt Charas bewieß d. Versuche das Gegentheil, mußte in Inquis. Gefäng. und Katholik werden! Schlötzer. X. H. LX.

 

[IIc-39-1806-1808-0585]
580 Die Vulkane des Königreichs Quito werfen Fische aus. Humbold

 

[IIc-39-1806-1808-0586]
581 Den Zitteraal fängt man in Amer., daß man halb * wilde Pferde und Maulthiere inden Weiher treibt; manche ertrinken; dad.schwächen sich die Aale d. Schläge ab. |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0587]
582 Tiberius wollte sich vor dem Senat nicht ohne förmliche Erlaub. des Worts Monopolium bedienen. Suet. Tib. c. 71. So ließ er aus einem Edikt das Wort Emblema als unlatein. ausstreichen.

 

[IIc-39-1806-1808-0588]
583 Von Reichsstädten reden hieß sonst = kannegiesern D. Museum. 1779 B. 2. S. 452.

 

[IIc-39-1806-1808-0589]
584 Die Chama gigas kann Ankertaue abkneipen u. ihre Schale dient zahmen Elephant. zum Sauftrog. | 1780. Band 1

 

[IIc-39-1806-1808-0590]
585 Üb. einen Altar des Venustempels zu Paphos fällt kein Regen; auch zu Nea in Troas keiner um das Bild der Minerva und die Opfer da verfaulen nie. | Pl. L. 2.

 

[IIc-39-1806-1808-0591]
586 Den feinsten Thee auf steilen Felsen bekommen die Sines. d. Aff., die sie d. Steinwürfe zum Schütteln der Aeste bringen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0592]
587 Sostratus, der Erbauer des Leuchtthurms zu Pharos schrieb auf den Kalk den Namen des regierenden Königs - auf den Marmor ab. hatt' er heimlich seinen eingeschnitten. | 1780

 

[IIc-39-1806-1808-0593]
588 Fischer: die alten Historik. leit. die Franken von den Trojanern ab; Virgil ist der erste fränk. Geschichtsschreiber. || p. 135.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0594]
589 Der Graf von Hoditz ließ für Friedr. II, zu Roßwalde ein Lilliput. Dorf bauen, abgericht. Kind., die ihn in großen Perücken harang., vom Stiefel Maß nahmen, kleine Bücher überreichten p. D. Mus. 1780. I. S. 156

 

[IIc-39-1806-1808-0595]
590 Linnée sollte anfangs, weil er in der Schule nichts lernte, ein Schuster werden. ||

 

[IIc-39-1806-1808-0596]
591 Kais. Kommodus benennte alle Monate mit seinen Beinamen. | 1781. I.

 

[IIc-39-1806-1808-0597]
592 Polizei Gesetz in Frankr. wegen der Räuber: daß 40 Schritt weit von der Landstrasse jed. Wald abgehauen sei. ||

 

[IIc-39-1806-1808-0598]
593 In Straßburg müss. alle in Zünfte eingeschrieben sein, die Geistlichen wählen die Fischerzunft. ||

 

[IIc-39-1806-1808-0599]
594 Thucydides: die Griechen seiner Zeit fürchteten sich nicht mehr vor Sonnen=, aber vor Mondsfinsternissen, weil sie nicht begriffen wie man sich selbst im Licht stehen könne

 

[IIc-39-1806-1808-0600]
595 Eine Dame in Forazo spürte keine elektrischen Schläge; blos in Krankh. ein wenig Museum des Ausserorden.

 

[IIc-39-1806-1808-0601]
596 Einer glaubte einen Nachtwächter verschluckt zu haben - d. Betrug heil. |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0602]
597 Im J. 1563 gab die Königin Elisabeth ein Edikt, daß man kein Portrait von ihr machen solle als nach einem von ihr selbst gegebnen Modell. Morgenbl. 114.

 

[IIc-39-1806-1808-0603]
598 Don Juan von Austria konnte eine Frau, mit der er eine Nacht erlebt, am Tage nicht mehr vor Augen leiden |

 

[IIc-39-1806-1808-0604]
599 Dümoutiez erfand das pnevmat. Feuerzeug blos d. einen Pumpenstoß die Luft so schnell zusammen zu drücken, daß sie Zunder und Schwam anzündete. Fabriken Journ.

 

[IIc-39-1806-1808-0605]
600 Bonnet pflanzte einen Johannisbeerstrauch in ein Buch, trug Beeren. D. Biographie

 

[IIc-39-1806-1808-0606]
601 Nach ihm und Gleditsch wachs. alleBlumen= und Holzarten schönerund stärk. in bloßem Mooß

 

[IIc-39-1806-1808-0607]
602 Ein spanischer Prinz unterhielt einen besond. Courier, um Aretino's Werke sogleich nach dem Druck stets zu haben |

 

[IIc-39-1806-1808-0608]
603 Dieser, die Geisel der Fürsten genannt, gab seinem Schwiegersohne eine schriftliche Anweisung auf die erste Dedikazion, die er machen würde |

 

[IIc-39-1806-1808-0609]
604 Saladin: ließ auch während der Schlacht den Koran vorlesen. Schill. Histor. Memoir. B. 3

 

[IIc-39-1806-1808-0610]
605 Jede der 10 Zünfte in Athen hielt sich ihre eignen Dithyramben Dichter. Wieland zu Aristoph.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0611]
606 Suidas: in Afrik. Schattenfüßl., die da sie keinen Baum haben, auf 4 Füss. gehen u. immer einen aufheben, der so breit ist, daß sie sich ganz damit beschatten. |

 

[IIc-39-1806-1808-0612]
607 Wer bei den Griechen im Haus eine Schlange fand, erricht. da eine Kapelle Theophrast

 

[IIc-39-1806-1808-0613]
608 Humbold: das Baromet. sinkt von 9 Uhr bis 12 Mittags, dann noch mehr bis 4 - dann steigts bis 11 Uhr abends - dann sinkts die Nacht d. bis 4 1/2 Uhr Morg.; dann steigts bis 9. Geogr. Ephemeriden

 

[IIc-39-1806-1808-0614]
609 Ebenda Trotz der ungeheueren Trockenheit der Luftschichten auf den Andes, ist man doch jeden Augenblick in Nebel gehüllt, wod. das Grün bleibt |

 

[IIc-39-1806-1808-0615]
610 Ebenda In den westlichen Ebenen von Peru hat man oft in 1 Säk. einen 1/4 stünd. Regen |

 

[IIc-39-1806-1808-0616]
611 Ebenda: je höh. desto weniger Gewitt., noch höh. hagelt u. schneiet es blos ohne Gewitter, auch in der Nacht. |

 

[IIc-39-1806-1808-0617]
612 Ebenda: Elephanten= Mammuthsknochen und Seegeschöpfe find. man nur auf den höhern Höhen |

 

[IIc-39-1806-1808-0618]
613 Die Römer verboten den Galliern nach deren Besiegung den Bart, behielt. ihn selbst. Modezeitung - Eben die Franken verboten ihn den Leibeignen

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0619]
614 Da Ludw. XIII u. XIV unbärtig auf den Thron kamen, schoren die Hofleute sich den Bart; beide behielten später nur ein Schnurrbärtchen bei, hieß der königliche Schnurrbart |

 

[IIc-39-1806-1808-0620]
615 Humbold: der Condor frißt Augen und Zunge; dann geht er d. den Hintern auf die Eingeweide los. Hat er sich überfressen, so kann er nicht gut auf, wenn er nicht vomiert.

 

[IIc-39-1806-1808-0621]
616 Jed. Säugethier stellt nur einen Theil des Menschen dar; so ist das Menschen=Gehirn aus der Ineinsbildung der Formen aller Thiergehirne gestaltet. Walthers Physiologie 1. B. § 61

 

[IIc-39-1806-1808-0622]
617 Die katarrhalische Ophthalmie haftet in der Schleimhaut (Conjunctiva), die arthritische in der fibrösi)sen (Sclerotica) und in der Glashaut, die syphilitische in der p. So entzündet sich jedes Gewebe allein; dah. selten eine Krankh. ganzer Organe. | § 74.

 

[IIc-39-1806-1808-0623]
618 Die alten Physiologen: 3 Digestionen, 1. in den ersten Wegen - 2 in den Gefäßen - 3. in den einzelnen Organen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0624]
619 Verdauung ist weniger eine Verwandlung der Speisen als die Befreiung des darin ent=

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

haltnen Nahrungsstoffs von fremden Bestandtheilen |

 

[IIc-39-1806-1808-0625]
620 Die Zersetzung des Wass. ist die Ernährung der untersten Thiere und Pflanzen. Überhaupt alle Indifferenziierung fängt mit Verflüssigung an, alle Individualisierung mit Erstarrung

 

[IIc-39-1806-1808-0626]
621 An Speis. darf keine Qualität hervorstechend sein, müssen nicht sehr einfach sondern zusammengesetzt sein, am besten gährungsfähig; sind sonst unbezwingbar |

 

[IIc-39-1806-1808-0627]
622 Was Appetit schwächt, macht Durst; Opium, Spirituosa, und umgekehrt; wie z.B. im hitz. Fieb. der Durst nachläßt, kommt Appetit wied., und umgekehrt |

 

[IIc-39-1806-1808-0628]
623 Bei Hunger waltet das Leiden des lymph. und chylösen Systems vor, Durst das der Blutgefäße - jener kommt vom Überfluß freier objektloser Assimilazionskraft, Durst von dem des Phlogiston im Verdauungssystem. |

 

[IIc-39-1806-1808-0629]
624 Der Leerdarm wird nach dem Tod leer gefunden wegen der fortdauernden Thätigkeit seiner chylösen Sauggefäße |

 

[IIc-39-1806-1808-0630]
625 Fäulnis ist nur am Lebenden, nicht Todten möglich; sie ist der letzte Lebensakt, u. kein blos chemischer Prozeß, weil aus diesem, aus Verwandtschaftsgesetzen

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

sich nicht die Veränderung der faulenden Substanz noch die Bildung der neuen Stoffe erklären lasse. | c. 6. § 113

 

[IIc-39-1806-1808-0631]
626 Was vom Chylus in den Milchbrustgang kommt, ist nur geringentheils verwandelte Speisemasse, sond. ist großenth. Albumen der Galle, des pankreat. und Darmsaftes, so daß die Ernährung eigentlich ein Kreislauf der Materie innerhalb des Organismus selbst, u. die Hämatose nicht blos Verwandlung heterolog. Stoffe in Blut sond. eine Wiedererzeugung dess. aus dem was schon Blut war. |

 

[IIc-39-1806-1808-0632]
627 Das mächtigste Agens bei der Blutbereitung ist das Blut selber, so wie bei den Sekrezionen die schon sezernierten Flüssigkeiten |

 

[IIc-39-1806-1808-0633]
628 Den Chylus und die Lymphe findet man oft noch 10 Stunden nach dem Ess. als weisse flockige Streifen in den Blutgefäßen, also noch nicht in Blut verkehrt. |

 

[IIc-39-1806-1808-0634]
629 Türkische Sprache unt. den neueren die leichteste, 1 Deklination, 1 Konjug., kein Geschlecht, keine Ausnahme. Bildungsblätt.

 

[IIc-39-1806-1808-0635]
630 In Sina dürfen keine Fremden reisen, alle blos auf einige Häfen beschränkt |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0636]
631 In Kairo fragt man, st. wie befinden Sie sich: wie schwitzen Sie? Weil Ausbleiben des Schweißes dort schleichendes Fieber anzeigt |

 

[IIc-39-1806-1808-0637]
632 Im Mittelalter mußte ein verurtheilter Lanzenknecht selbst gegen die Spieße der Kamaraden laufen; dah. Spiesruthen laufen |

 

[IIc-39-1806-1808-0638]
633 Alle organ. Gestaltung fängt mit der Bildung des Kreises an. Walther. 1 B.

 

[IIc-39-1806-1808-0639]
634 Im lebenden Organism. ist durchaus kein Gefäß ganz leer |

 

[IIc-39-1806-1808-0640]
635 Das Eisen im Blut kommt nicht hinein - eingenommenes geht fort und ist in Nahrungsmitt. nur wenig und zufällig - sond. wird von ihm geschaffen. | so wie Schwefel, Soda, Ammonium, Phosphor |

 

[IIc-39-1806-1808-0641]
636 Keine Flüssigkeit und Absonderung im Organismus ist ganz exkrementiziell; selbst von Urin, Hautausdünstungsmat., Intestinalflüss. wird viel wied. in den allg. organ. Kreis zurückabsorbiert

 

[IIc-39-1806-1808-0642]
637 Fett als Hülle der Nerven=Enden mindert die Eindrücke; dah. Empfinds. magerere Weiber. |

 

[IIc-39-1806-1808-0643]
638 Sommersproß. kommen von einem Schweistropfen, die die Lichtstralen in einen ins Malpigische Schleimnetz fallenden Fokus brechen |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0644]
639 Die Wassersucht, die d. Trinken geheilt wird, verschied. von der, die d. Dürsten |

 

[IIc-39-1806-1808-0645]
640 Unt. den Vögeln harnen bloß Strauß und Kasuar |

 

[IIc-39-1806-1808-0646]
641 Die mild. Feuchtigkeit in die Harnblas. gesprützt entzündet diese; ab. nicht der Harn; so das Auge nicht die gesalzenen Thränen, sond. ein Tropfen Wasser. |

 

[IIc-39-1806-1808-0647]
642 Bei den Thieren ist immer das Edlere zuerst gebildet; z.B. der Kopf am Fötus, am Kopf die edlern Sinne. |

 

[IIc-39-1806-1808-0648]
643 Karl der Große schrieb eine deutsche Grammatik. Nord. Miszell. )

 

[IIc-39-1806-1808-0649]
644 Jede Reitzung schwächt die reale Potenz des Organismus; Reitz und Stärk. sind sich entgegen - Nahrungsmittel wirken mit dem geringsten Grade der Reitzung; unverdauliche wirken als Reitze |

 

[IIc-39-1806-1808-0650]
645 Bei den Menschen machen die starren Theile 1/6 der Masse, bei dem Baume 3/4. |

 

[IIc-39-1806-1808-0651]
646 Am zerstückten Wurm treibt nur das Mittelstück (ab. nur bei einer gewissen Länge) einen neuen Kopf und Schwanz |

 

[IIc-39-1806-1808-0652]
647 Der größte Unterschied des Thiers von der Pflanze ist daß nur in jenem die innere und äußere Oberfläche entgegengesetzt wirken; bei der Pflanze ab. sind z. B. Einsaugung und Ausdünstung beide außen, keine hat einen innern Nahrungskanal |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0653]
648 Der Jude darf Sachen loben, ab. keine Menschen. Eman.

 

[IIc-39-1806-1808-0654]
649 Matthäus Schwarz gibt 42 Abbilder seiner Tracht bis ins 23 J. (anfangend mit dem Kleide seiner mit ihm schwangern Mutter, dann in der Wiege), bis ins 60 J. neunzig mal, in allem 130 mal; ließ alles in sein Klayderbuch eintragen. Museum

 

[IIc-39-1806-1808-0655]
650 Göttling: in mehreren Menschen=Knochen fand er Kupfergehalt. J. L. Z. 1807 Int. 77.

 

[IIc-39-1806-1808-0656]
651 Superint. Schröter in seinem Buch vom Alter zählt an 11,780 Beispiele von Leuten die 50, 190 J. alt geworden - Im 1 Nachtrag liefert er Beispiele von den 99 und mehr jährigen Alten, an 145, einer ist 200 J. alt geworden. A. A.

 

[IIc-39-1806-1808-0657]
652 Milton hinterließ ein Verzeichnis von 102 Subjekten von Schauspielen. Shakes. Noten

 

[IIc-39-1806-1808-0658]
653 Als Typhon alle Götter zwang, sich in Thiere zu verwandeln, nahm Hekate die Gestalt einer Katze an |

 

[IIc-39-1806-1808-0659]
654 Petersen: die Deutsch. benennen meist die Tugenden und das Gute t weiblich. Morgenblatt.

 

[IIc-39-1806-1808-0660]
655 In Engl. wurde sogleich nach der Trauung Wein in der Kirche getrunken. Shakesp. Noten.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0661]
656 Eine Frau von Sorèze entlud Leydner Flasche ohne Schmerz, theilte Funken aus ohne Schmerz, so wie gewisse den Zitteraal handhaben können. Humbold. Zoologie Lief. H. III

 

[IIc-39-1806-1808-0662]
657 Eine Frau auf der dänischen Insel Fohr bekam Erbrechen und Konvuls. bei jedem Blitz, auch ohne ihn zu sehen oder den Donner zu hören. |

 

[IIc-39-1806-1808-0663]
658 Wenn man den Zitteraal innen berührt, z. B. im Maule, kein Schlag |

 

[IIc-39-1806-1808-0664]
659 Er schlägt, wenn u. wo er will - Fische in die Ferne -, selten 2 Menschen auf einmal |

 

[IIc-39-1806-1808-0665]
660 Mehrere sich berührende Z. schlagen d. einander d. auf den Menschen ohne daß die dazwischen liegenden et. spüren | So auch wenn sie auf einander liegen |. spürt keiner den andern |.

 

[IIc-39-1806-1808-0666]
661 Das Elektrometer gibt bei ihren Schlägen kein Zeichen; in der Nacht sie keinen Schein. |

 

[IIc-39-1806-1808-0667]
662 Der Magnet wirkt nicht auf sie |

 

[IIc-39-1806-1808-0668]
663 Galvani u. Humbold: die Quelle der elektr. Schläge ist das Gehirn; nach Ausreissung des Herz. dauerten sie doch fort. |

 

[IIc-39-1806-1808-0669]
664 Die Gevattern gaben den Kindern vergoldete Löffel zum Pathengeschenk, hießen wegen des Bildes auf dem Handgrif Apostellöffel. Steevens zu Shakesp.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0670]
665 Mit den Sines. darf man nie von ihren Weib. sprechen. Geogr. Ephem.

 

[IIc-39-1806-1808-0671]
666 Barrow: in Sina kommt man keinem Ersaufenden, Verwundeten zu Hülfe, weil man sich dann für ihn verantwortlich macht |

 

[IIc-39-1806-1808-0672]
667 Ebenda: da muß man reich sein, um fett und dick werden; d. letzt. erwirbt man Ansehen eines guten Kopfs | Magere machen kein Glück

 

[IIc-39-1806-1808-0673]
668 Die Sines. haben Ofen von Asbest=Pappe. Magazin der neuen Erfindungen

 

[IIc-39-1806-1808-0674]
669 Rüffelsen erfand eine Maschine, Bäume im Groß. auszureißen. |

 

[IIc-39-1806-1808-0675]
670 In Pompeji sieht man noch die schlechten Spaß=Kritzeleien oder Gemälde der Soldaten an den Mauern. Corinna

 

[IIc-39-1806-1808-0676]
671 In Dixan, Gränzstadt von Abyssinien, ist der Handel mit Kind. der einzige. Brüce.

 

[IIc-39-1806-1808-0677]
672 Der Marschall von Montrevel ließ d. Wünschelruthen die Ketzer entdeck. u. dann strafen. Thümmel

 

[IIc-39-1806-1808-0678]
673 Juden: da jed. Prophez. eintrift, so soll jed. nur Gutes voraussagen. Emanuel

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0679]
674 Der Doge von Vened. mußte bei seinem Regierungsantritt die Kosten der Beerdigung öffentlich hinterlegen. Morgenbl. N. 299

 

[IIc-39-1806-1808-0680]
675 Bei den Bergschotten muste die Frau gleich nach dem Hochzeittage ihren Todtenkittel zu spinnen anfangen. ||

 

[IIc-39-1806-1808-0681]
676 Stanhope: jed. rechte Tabaksschnupfer braucht jährlich zum Schnupfen und Schnäutzen an 36 1/2 Tage ||

 

[IIc-39-1806-1808-0682]
677 Nik. Vogt: Tiberius, Nero, Otho, Galba waren anfangs gute Regenten u. wurden nur d. das verdorbene unheilb. Volk böse Europ. Staatsrelaz.

 

[IIc-39-1806-1808-0683]
678 Koran: Gott unterwarf dem Salomo dieWinde und die Vögel|.

 

[IIc-39-1806-1808-0684]
679 Al=Koran heißt die Lesung |

 

[IIc-39-1806-1808-0685]
680 Böttiger: Lukubrazion bedeutete bei den Alten Arbeiten vor Tagsanbruch wie jedem Schüler gesagt wird. Morgenbl.

 

[IIc-39-1806-1808-0686]
681 Philipp IV uKarl wählte nur Dichter zu seinem Maitre d'Hotel, Stallmeister, Kammerjunker p. Morgenblatt.

 

[IIc-39-1806-1808-0687]
682 Warum die Menschen, da alle Thiere das Herz in der Mitte, es links haben. Aristoteles unt. allen Thieren ist seine linke die kälteste u. das Herz soll wärmen. Zimarae Problemata XXIX.

 

[IIc-39-1806-1808-0688]
683 Unt. allen Menschen scheuen die Mönche den Tod am meisten. | L

 

[IIc-39-1806-1808-0689]
684 Die Knaben sind meist Kopf=, die Mädchen Fußgeburten LXXII

 

[IIc-39-1806-1808-0690]
685 Eine klingende Glocke zerbricht leicht d. einen daran gehaltnen Stock od. Nagel LXXV

 

[IIc-39-1806-1808-0691]
686 Kurze Menschen sind klüger als lange. Alexandri Aphrodisei Problemata. 27

 

[IIc-39-1806-1808-0692]
687 Nicolai: Hose housia houcia bedeutete im mitt. Latein die ganze Bedeckung des Körpers. Berl. Mon. Aug. 1807

 

[IIc-39-1806-1808-0693]
688 Rommel: sehr viele Völk. - Hunnen, Awaren, Achäer, Samojeden p. - nennen sich Menschen od. Männer Geogr. Ephem.

 

[IIc-39-1806-1808-0694]
689 Ebenda: den Sinesen ist dieser {ihr eigner} Name fremd, die Scythen hießen Scoloten, die Tscherkassen Adigi; Kaffern ist ein arab. Wort, German ein gall., Tatar ein sines. Türk ein persisches |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IIc-39-1806-1808-0695]
5. Konstantinopel II - 25

 

[IIc-39-1806-1808-0696]
11 Museum - des Wundervollen d d**ses

 

[IIc-39-1806-1808-0697]
31 Heinses Briefe

 

[IIc-39-1806-1808-0698]
38 Tempel der Natur von Hirschmann

 

[IIc-39-1806-1808-0699]
46 Schellings Weltseele

 

[IIc-39-1806-1808-0700]
57 Oken über Erzeugung

 

[IIc-39-1806-1808-0701]
70 Autenrieths Physiologie

 

[IIc-39-1806-1808-0702]
85 Treviranus Biologie II

 

[IIc-39-1806-1808-0703]
117 Klügels Enzyklopädie

 

[IIc-39-1806-1808-0704]
129 Beckers Augusteum |

 

[IIc-39-1806-1808-0705]
139 Voigts Magazin

 

[IIc-39-1806-1808-0706]
153 Okens Biologie

 

[IIc-39-1806-1808-0707]
162 Eberh. Schelling üb. das Leben

 

[IIc-39-1806-1808-0708]
170 Europäische Annalen

 

[IIc-39-1806-1808-0709]
177 Sauveböufs Reisen

 

[IIc-39-1806-1808-0710]
195 Boccatz von der Verheirathungder Alten

 

[IIc-39-1806-1808-0711]
206 Turnbulls Reise um die Welt.

 

[IIc-39-1806-1808-0712]
210 Acerbi's Reisen

 

[IIc-39-1806-1808-0713]
212 Wienholt

 

[IIc-39-1806-1808-0714]
335 Politik von Aristot. 360

 

[IIc-39-1806-1808-0715]
349 Stollberg Religion

 

[IIc-39-1806-1808-0716]
383 Pauw China

 

[IIc-39-1806-1808-0717]
411 Hemsterhuis

 

[IIc-39-1806-1808-0718]
429 Voigts Magazin

 

[IIc-39-1806-1808-0719]
434 Bazko über mich selbst unddie Blinden

 

[IIc-39-1806-1808-0720]
439 Berlin. Monatschrift

 

[IIc-39-1806-1808-0721]
456 Neuer Leviathan

 

[IIc-39-1806-1808-0722]
467 Busch Almanach der Fortschritte p.

 

[IIc-39-1806-1808-0723]
485 Weylands Reiseabenth. B. 4

 

[IIc-39-1806-1808-0724]
508 Götting. Magazin - 515 519 525

 

[IIc-39-1806-1808-0725]
541 Schlötzer Briefwechsel ] folgende Angaben rechts gegenüber obiger Listeabgesetzt

 

[IIc-39-1806-1808-0726]
570. Dictionnaire port. de jurisprudence

 

[IIc-39-1806-1808-0727]
575 Staatsarchiv

 

[IIc-39-1806-1808-0728]
616 Walthers Physiologie

 

[IIc-39-1806-1808-0729]
656 Humboldt Zoologie