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Faszikel V-BVA-03-1786-1787
 

Transkription und digitale Edition von Jean Pauls Exzerptheften

Vorgelegt von: Sabine Straub, Monika Vince und Michael Will, unter Mitarbeit von Christian Ammon, Kai Büch und Barbara Krieger. Universität Würzburg. Arbeitsstelle Jean-Paul-Edition (Leitung: Helmut Pfotenhauer)

Förderung: Fritz Thyssen Stiftung (11/1998-12/2000) und Deutsche Forschungsgemeinschaft (01/2001-12/2005)
Projektleitung: Michael Will
Gesamtleitung: Helmut Pfotenhauer

Transkriptionsgrundlage: Nachlass Jean Paul. Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz. Fasz. V, Reihe VI (Verschiedene Autoren), Bd. 3

Bearbeitungsschritte:
08.03.2004 CA Beginn der Transkription
10.06.2004 CA Ende der Transkription
17.07.2004 ST 1. Korrektur HTML-Ausdruck
24.07.2004 ST 1. Korrektur Eingabe XML
11.10.2004 MIWI Korrektur, Online-Vorbereitung
24.11.2004 ST Autopsie Berlin
01.11.2005 MIWI Revision und Vorbereitung Online-Update
15.04.2010 CMC Zweites Online-Update

 

Exzerpten 03.

 

[Manuskriptseite 1.]

[V-BVA-03-1786-1787-0001]
Quaelibet natura est consirvatrixe sui.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0002]
Butler: eine Dame würde lieber von Himmelsthür sich wegbegeben als nicht zuerst hineintreten. 7 Gesang.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0003]
Ebenda: vom Teufel besess. werden bringt weniger Schaden als von ihm versucht werden; seinen Versuchungen alle Mordthaten p. ebenda.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0004]
Wolf: iede einzelne Substanz und ied. Zustand derselben enthält in sich alle vergangene u. zukünftige Zustände der ganzen Welt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0005]
Ebenda: mit Sezung 2 volkommen ähnlicher Dinge wird die ganze Welt in 2 volkommen ähnliche Theile.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0006]
Ebenda: mit Hinzusezung od. Hinwegnehmung od. Veränderung einer einzigen Substanz od. einer Accidenz wird alles Vergangene, Gegenwärtige, Vergangene und Zukünftige und mithin das ganze Weltal geändert.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0007]
Platner u. a. Leibnizianer: Selbstanstrengung ist nicht möglich ohne die heilsame Täuschung von Ungefähr u. Zufal.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0008]
Leblose Dinge nüzen nur a. Wesen und vergnügen nur sie; lebendige auch sich.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0009]
Atheisten: Bewegkraft die Grundkraft der einzigen Substanz.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0010]
Cudworth (Tom. II. p. 906): weil die Vernunftwahrheiten ewig sind: so muste auch ein Got ewig sein, der sie stets dachte.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0011]
Platner: die Lebendigen haben für den Schmerz kein Gedächtnis, sond. nur Gefühl; ab. Gedächtnis für das Vergnügen. §. 1108 1 Th. Ph. Aph.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0012]
Ebenda: ohne die Täuschung vom Übergewicht des Übels war in der Welt nicht möglich Anstrengung für uns. Glük u. Mitleiden §. 1190.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0013]
Ebenda: der uns. Sinnen vorschwebende Anblik zahlenlos. Himmelsysteme ist mittelst der Schlüsse, worauf dies. Anblik führt, eine höhere Hinweisung zum Gedanken der Unsterblichkeit und eine vorhergegönte Offenbarung des Plans der Schöpfung und des menschlichen Antheils daran. § 1181.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0014]
Hobbes u. Rousseau halten die Sprache wie die Vernunft für ein Erzeugnis der bürgerlichen Geselschaft. Plat.

 

[Manuskriptseite 2.]

[V-BVA-03-1786-1787-0015]
Der Verf. der ältest. Erd- und Menschengeschichte: die Sprache ist wie das Menschengeschlecht, ewig.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0016]
Platner: die ersten Wört. waren wahrscheinlich Zeichen des Vergangnen; für das Gegenwärtige noch die Sprache der Geberden §. 599.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0017]
Herder: die ersten Wörter waren ganze Sätze, worin Zeit- und Nenwort alles in einem und die Vorstellung mit allen Bestimmungen von Person, Zeit, Zahl, Thun p. nur durch Verlängerung od. Verkürzung des Tons ausgedrükt war.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0018]
Pyrrhonisten: nicht einmal unsere Ungewisheit ist gewis.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0019]
Aristip auf die Frage, wozu der Unterricht eines Sohnes: "wenigstens dazu, daß nicht im Schauspiel ein Stein auf dem a. sizt." Diog. L. II. c. VIII. N. IV.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0020]
Er sagte: er nehme deswegen von seinen Freunden Geld, nicht weil er es selbst gebrauchte, sond. um sie zu lehren, wie sie es anwenden solten (nämlich durch Weggeben) ib.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0021]
Zum Dionysius, der ihn an den untersten Plaz sezen wollte: "du hast diesen Plaz zum besten machen wollen". ib.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0022]
Zu einem Praler der Schwimkunst sagte er: schämst du dich nicht, mit dem, was du mit den Delphinen gemein hast, gros zu thun. ib.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0023]
Auf die Frage, worin der Weise sich vom Unweisen unterschiede: "schikke beide nakt zu Unbekanten, so wirst du es wissen". ib.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0024]
Plato rieth dem Trunknen, sich im Spiegel zu beschauen: um durch den häslichen Anblik abgeschrekt zu werden. L. III. N. XXVI.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0025]
Diogenes nente die Schönheit einen Empfehlungsbrief; Sokrates, eine kurze Tyrannei; Plato, ein Privilegium der Natur; Theophrast, einen stillschweigenden Betrug; Karneades ein Reich od. Herschaft, die keiner Trabanten bedarf. L. V. c. I. N. XI.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0026]
Diogenes salbte sich die Füsse: "vom Kopfe steige der Wolgeruch in die Luft , ab. von Füss. in die Nase." L. VI. c. II. N. VI.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0027]
Zyniker halt. alles natürliche, Nothdurft verrichten und Beischlaf, für öffentlich erlaubt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0028]
Kato: die Tugend hochschäzen und das Leben verachten sind 2 verschiedne Dinge.

 

[Manuskriptseite 3]

[V-BVA-03-1786-1787-0029]
Kleanthes, da er von seinen Mitschülern ein Esel gescholten wurde, gab es zu: "er allein könne Zeno's Bürde (Lehren) tragen." L. VII. c. V. N. IV. Stoiker: der Weise ist ein König.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0030]
Kleanthes: man könne die Tugend nicht verlieren. L. I. N. LXV.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0031]
Chrysip: der Mensch habe auf a. Thiere wegen der Unähnlichkeit der Natur, kein Recht. ib.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0032]
Meiners: keine Art von Genies ist mehr zu gewissen Arbeiten prädestinirt, pflegt solche Schwierigkeiten zu besiegen und alles aus sich zu schöpfen als die mechanischen. Briefe üb. die Schweiz B. 1. S. 4.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0033]
Weisheit mit Güte verbunden ist Gerechtigkeit.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0034]
Mendelssohn: die Kirche hat kein Eigenthum, keinen Anspruch auf Beitrag und Verzicht, keine Regierungsform, keinen Richterstuhl.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0035]
Der Staat kan nur äusserliche Handlungen fordern, u Werke ohne Geist; er besizet volkomne, die Kirche blos unvolkomne Pflichten.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0036]
Mendelssohn: Has, Neid, Grausamkeit sind Schwachheit und Wirkung der Furcht.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0037]
Ebenda: Wunder können u. sollen nur historische Wahrheiten bestätigen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0038]
Mendelssohn: die Erfindung eines Worts ist in den Wissenschaften oft von Wichtigkeit z. B. Hallers Reizbarkeit. Zwot. Absch. S. 67. Üb. religiöse Macht p.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0039]
Er: zu den ersten Zeichen der abstrakten Begriffe brauchte der Mensch anfangs die Sachen selbst (z. B. zur Tapferkeit den Löwen) hernach das Bild der leztern; dan einen Umris desselben; dan den halben Umris, endlich aus heterogenen Theilen ein bedeutungsvolles Ganzes, welches Hieroglyphik heist.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0040]
Lessing: man nahm darum Thiere zur Fabel, weil iedes seinen bestimten Karakter hat.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0041]
Mendelssohn: die Schrift und Buchstabenersprache veranlaste die Abgötterei.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0042]
Katholiken: die iezige Gabe Wund. zu thun ist ein Beweis der wahren Kirche.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0043]
Was man am leichtesten (z. B. Einfalt der Sprache) nachzuahmen glaubt, ist am schwersten.

 

[Manuskriptseite 4]

[V-BVA-03-1786-1787-0044]
Sokrates: die Tugend sei Weisheit und das Laster Dumheit.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0045]
Poiret: die gröste Versuchung zur Sünde war bei Christo d. Sehnsucht und die Erinnerung seines vorigen glüklichern Zustandes u. seiner himlischen Freuden. Oeconomie divine T. V. Ch. II. od. die Versuchung, seinen vorigen Zustand wied. anzunehmen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0046]
Ebenda: Christus (und so der ungefalne Adam) konte ohne Sünde allen seinen Neigungen völlig folgen, wegen der erweiterten Fähigkeiten. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0047]
Ebenda: Christus hatte weit mehr Versuchungen als wir und desto grössere, da er ihnen ohne Sünde hätte unterliegen können. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0048]
Ebenda: die Engel sind nicht so frei wie der Mensch geschaffen und können nichts Böses thun. Ch. XI.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0049]
Die Physikal. Grösse relativ; das Kleine niedlich.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0050]
Bekkaria: ie näher und schneller die Strafe auf das Verbrechen folgt, desto besser.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0051]
Ebenda: langwierige Strafen wirken mehr auf den Menschen als der kurze Tod.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0052]
Einige: *...* Predig. solle bei einem Laster in der Gemeinde nur die entgegengesezte Tugend predigen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0053]
Epiktet: ein Zyniker mus dem gross. Haufen so gefühllos als ein Stein z scheinen; mus auf sich wie auf einen Esel losschlagen lass. und mus als der Vat. und Brud. von allen selbst die lieben, die ihn geiseln.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0054]
Euklides von Megar und seine Schüler: nur das besize Kraft, was in der That wirke und mit der Wirkung verliere sich alle Kraft. Keiner sei ein Baumeister als wer wirklich baue. Met. Arist. c. V.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0055]
Plato und Heraklit: das entgegengesezte sehnet {nähert} sich immer am meisten nach dem Gegentheil, das Bittere nach dem Süssen. Plat. in Lysid*. Empedokles das Gegentheil.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0056]
Prodikus: die Dankbarkeit war die Mutt. der Relig. und des Glaubens an Götter. Cic. Nat. deor. 142.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0057]
Protagoras: ied. Mensch ist der Maasstab der Wahrheit; der Wahnsinnige hat in seinem Zustand Recht p.

 

[Manuskriptseite 5]

[V-BVA-03-1786-1787-0058]
Die Sparter sezten die Tugend in das Bestreben, das Beste des Vaterlandes zu befödern.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0059]
Thorheit, et. nur zu schäzen, weil es theuer ist, wie die Vornehmen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0060]
Pikus Mirand. Examen Doct. Vanit. Gent. L. I. c. 1: Homer legt den niedrigen Künstlern den Namen Weise bei und anfangs hies ieder so, der et. erfand od. der Erinnerung des Menschen würdiges hervorbrachte.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0061]
Akademiker: sie folgten dem Wahrscheinlichen und wüsten das Wahre nicht.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0062]
August. contra Academ. c. XX L. III. Academici nihil affirmant, omnium dicta refellunt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0063]
Hieronymus dem Mönche Rustikus: arbeite stets, damit dich der Teufel immer beschäftigt antreffe: in die Klöster der Ägypter wird keiner ohne sich zur Arbeit verbindlich gemacht zu haben, aufgenommen, nicht um des Unterhalts als sond. um des Heils der Seele willen Schröekh 8 Th. S. 223.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0064]
Die Mönche in Ägypt. ein Sprichwort: ein arbeitend. Mensch wird von 1., ein müssig. von unzähligen Teufeln angefallen. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0065]
Mönche: um selig zu werden, in den Himmel zu kommen, müsse man allen Freuden entsagen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0066]
Chrysostomus: Got habe darum der Seele, nicht des Leibes Ausbildung in unsere Gewalt gestellet, weil wir sonst auf iene gar alle Sorgfalt wendeten. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0067]
Wieland: der Gedanke für das Glük der Menschen zu arbeiten, verliert seinen mächtigen Reiz, sobald wir klein von ihnen denken.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0068]
Eb. wir denken so lange gros von der menschlichen Natur als wir gros von uns selbst denken.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0069]
In Tangotaboo bringt man Vornehme zum Schlafen, daß man sie immer sanft wie eine Trommel auf den Körp. schlägt und im Schlafe noch.

 

[Manuskriptseite 6.]

[V-BVA-03-1786-1787-0070]
Grosse Liebe heisset Verschwisterung der Seelen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0071]
Araber Sprichwort: sei in der Iugend demüthig, um im Alter erhöht zu werden. Hotting. Histor. Orient. L. II. c. 6.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0072]
Eb. ein Weib ohne Scham ist Speise ohne Salz.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0073]
Eb. die Welt ist ein Aas und die sie verlangen, Hunde.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0074]
Eb. Wenn du ein Unglük ungeduldig erträgst, verdoppelst du es.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0075]
Ebenda Ein Reicher ohne Freigebigkeit ist ein Baum ohne Frucht.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0076]
Eb. ein Wissender ohne That ist eine Baum e Wolke ohne Regen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0077]
Eb. die Lüge die Waffe des Bösen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0078]
Perser: der Lügner hat ein schwarzes, der Wahrreder ein schw weisses Gesicht.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0079]
Arab. Lüge Krankheit, Wahrheit Gesundheit.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0080]
Eb. die Zunge des Stummen besser als die des Lügners.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0081]
Eb. in den Brunnen woraus man getrunken, werfe man keinen Stein. Quilibet verbor. suor. optim. interpres

 

[V-BVA-03-1786-1787-0082]
Augustin: Gute Affekten haben auch im Schlafe Werth.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0083]
Origenes: Leib Fessel der Seele.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0084]
Thomasius: der Geist sei das Wesen, das die Materie bilde, zusammenhalte, ausdehne, erwärme, bewege p.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0085]
Non quod editur sed quod digeritur, fit chylus.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0086]
Lavater: der beste Mensch seine TeufelsAugenblikke.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0087]
Einwirkung der sonstigen Nachricht, der Erinnerung eine Ähnlichkeit aus der Iugend, auf dem physiog. Urtheil.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0088]
Aristot. im 7 B. der Physica: alles, was sich bewegt, wird von et. a. bewegt. Die Seele nimt keinen Raum ein

 

[V-BVA-03-1786-1787-0089]
Pikus Mirand. unt. seinen 12 regulis dirigentibus: wenn du in der Iugend vieles Ungemach bekämpfen must, so denke, daß du es in iedem Bösen auch müssest.

 

[Manuskriptseite 7]

[V-BVA-03-1786-1787-0090]
Eiusdem duodecim conditiones amantis: amare unum tantum et contemnere omnia pro eo - infelicem putare eum qui non est eum amato - omnia pati ut cum illo sit, etiam mortem - ornare se ut illi placeat - esse cum illo, quomodo potest, et si non re, saltem cogitatione - amare omnia quae ad cum attinent, amicos omnes, domus, restes, imagines - cupere laudes nec posse pati aliquem eius ignominiam - de eo credere omnia summa idemque cupere, ut omnes credant - optare etiam pro eo pati aliquod incommodum et dulce esse aliud incommodum - flere cum eo semper vel si absens ex dolore vel si praesens ex laetitia - semper languere, semper ardere eius desiderio - servire illi, nihil cogitando de praemio aut mercede.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0091]
Katholiken: die Absoluzion keine blosse Ankündigung, sond. wirkliche Ertheilung der Vergebung der Sünde.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0092]
Un sot trouve toujours un plus grand sot qui l'admire.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0093]
Sulzer: alles Glük und Ziel auf Vermehrung der Ideen; ied. Geschäft ist eine Aufgabe, deren Auflösung uns interessirt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0094]
Die zeichnenden Künste müss. aus Noth algemeine Begriffe durch Allegorien ausdrükken.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0095]
Sixtus V: auch Einem Esel könne man die Arithmetik beibringen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0096]
Bei ied. Wund. die Frage: ob nicht die Naturkunde mit der Zeit die Wege es natürlich zu thun auskundschaftet.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0097]
Alexander: modicum prandium est coenae absonium.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0098]
Vielleicht lies Got Christum nur tödten, um durch seine Auferstehung einen Beweis der Unsterblichkeit zu geben. Apolog. der Vernunft.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0099]
Heil. Büch. der Hindostaner: Sizen ist besser als gehen; liegen bess. als sizen; schlafen als liegen wachen und der Tod bess. als alles.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0100]
Vater: der Mensch 5 Wünschperioden: erstlich Beinkleid. zweitens Taschenuhr, drittens Mädgen, viertens Vermögen. Fünftes Landgut.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0101]
General Lamachus: non est in bello vis errare; dah. die Imperatoren kein wiederholt. Fehl. des Soldaten verziehen. Alex. ab Al. L. II. c. 13

 

[V-BVA-03-1786-1787-0102]
In obscuro libertas prae valet. l. 5 ff. de fidei** libent

 

[Manuskriptseite 8]

[V-BVA-03-1786-1787-0103]
Condictiones (Ziehung vor Gericht) non infamant. L. Assat. 36. Of. de O. et Act.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0104]
Horaz: niemand ist reich, der noch die Zahl seines Reichthums kent.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0105]
Schröekh: die Ursache, warum die ersten Christen so wenig Geschichte der Nachwelt hinterliessen, war vielleicht, weil sie das Ende der Welt für so nahe hielten. 1. Band. S. 142.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0106]
Herder: im Traum gehen meistens Szenen aus der Iugend vor; Sanfte Wahnsinnige zeigen in ihren Verirrungen die Erinnerungen der Iugend.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0107]
Das Verlangen nach der Frucht ist angenehmer als sie selbst.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0108]
Herder: die Natur lies keine Vereinigung der Wesen ohne Frucht, vom Sinne des Geschmaks bis zur Liebe.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0109]
Trieb der Betrübten und Fröhligen, seine Empfindungen durch Sprache mitzutheilen

 

[V-BVA-03-1786-1787-0110]
Rousseau: der Mensch ist gut; ab. die Menschen sind bös.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0111]
Der französ. Verf. von d. Physik der Geschichte suchte die Ursachen der Schiksale und Verwandlung des Christenthums in der Verschiedenheit der Himmelsstriche und a. natürlichen Gaben der Länder.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0112]
Montesquieu: die Furcht die Triebfeder in einer unumschränkten Monarchie. Im Spiel zeigt sich der Mensch ganz wie er ist.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0113]
Eberhard: erhabne Gegenstände von gross. Form z. B. Berge, Meer, lies die Natur ohne den Reiz der hellen Farben, mit der sie kleine von nicht zusammengesezter Form erhob.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0114]
Bonnets Palingenesie: nach dem Tode ist uns. Gedächtnis stark, fässet leicht ganze Welthistorien p.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0115]
Herder: die Natur rüstete das weibliche Herz mit einem starken Gefühl für den persönlichen Werth des Mannes aus.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0116]
Ebenda: Kind. und Wilde ahmen am leichtesten nach.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0117]
Ie länger ein Traum dauert, desto klärer wird er.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0118]
Kato: Unt. allen gieng Zäsar allein nüchtern (er trank wenig Wein) an der Umstürzung der Republik. Suet. Iul. Caes. c. LIII

 

[V-BVA-03-1786-1787-0119]
Hieronymus: ea discamus in terris quarum nobis scientia perseveret in coelis.

 

[Manuskriptseite 9]

[V-BVA-03-1786-1787-0120]
Exorsus narro, seco, firmo, refuto, peroro.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0121]
Dictio dicta perit, litera scripta manet.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0122]
Das menschliche Leben ist wie das Eisen. Der Gebrauch nüzt es ab; ab. ohne Gebrauch verfrists der Rost. Arbeit reibt den Menschen auf, ab. noch mehr die Musse. Gell. l. 11. c. 2.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0123]
Moralisten: man sol sein Leben verlängern, indem man den Schlaf verkürzet.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0124]
Sallust tadelt (catilin. c. 25) an der Sempronia nicht das Tanzen sond. das zu gute Tanzen, (weil dies. in Rom verhast war.)

 

[V-BVA-03-1786-1787-0125]
Einer: der Glaube an Unsterblichkeit hindere die Vervolkomnung in der Tugend, weil er immer Raum dazu frei liesse; ab. der an die Vernichtung befödere sie, weil man in der kurzen Zeit desto eher seine Vervolkomnung zu volenden strebe.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0126]
Spalding: man warf sich, weil die Empfindung doch mit *urch et. für die entzogne Nahrung an der Religion entschädigt sein muste, auf Empfindsamkeit an niedrig. Gegenständen, an Blumen, Mond p. hin.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0127]
Nach einigen sol man zweierlei Religionen haben, eine für den Haufen und eine für die Denker

 

[V-BVA-03-1786-1787-0128]
Moralisten: die Natur wolte die Menschen dadurch daß sie sie hülfsbedürftig auf die Erde warf, durch die Bande der elterlichen Liebe zusammenknüpfen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0129]
Die Natur leget für eine gewaltthätige Änderung derselben Strafen auf, wie in Amerika auf die Ausrottung der Bäume, die gut rochen, Krankheiten; der Spazen, Raupen folgten.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0130]
Gegen die Abläugnung alles Gottesdienstes bei einem Volke sagt man, wir verstehen die Zeremonien und Sprache fremd. Völker zu wenig.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0131]
Raubthiere den Nuzen, daß sie die Thiere dem Tode des Hungers und Alters entreissen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0132]
Einige: die Natur wäre zu grausam, entschädigte sich nicht für Verstand durch Geld.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0133]
Sander: gegen gross. Thiere können wir uns leichter beschüzen; ab. üb. kleine können wir nicht siegen. Üb. Nat. und Rel. St. 2. II.

 

[Manuskriptseite 10]

[V-BVA-03-1786-1787-0134]
Robinet: die Thiere empfinden das Vergangne, die Pflanzen nur das Gegenwärtige, die Menschen auch das Zukünftige.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0135]
Ludwig sezt den Unterschied der Pflanzen von den Thieren daß diese den Ort verändern können.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0136]
Wenn wir auch iezt nicht wiss., zu was gewiss. schädliche Wesen nüzen; so entdekts der Fortschrit vielleicht, wie bei dem Nuzen der Leber und des Milzes.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0137]
Neuern: die Sünde gegen den h. Geist kan in uns. Tagen gar nicht mehr begangen werden.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0138]
Forster: den ersten Begrif von seinem Dasein gab Got einem Volk in der Kindheit, selbst als Gebot; er blieb solang Tradizion bis das Volk vernünftiger wurde, wo die Sache des Gedächtniss. Sache des Verstandes wurde. Etwas Ähnliches Lessing von den christlichen Geheimnissen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0139]
In der Mechanik, Physik und Chemie halt. oft Erfahrungen, Maschinen p. im Kleinen die Probe, ab. nicht im Gross.; und umgekehrt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0140]
Forster: das Thierreich; ist nicht so sehr in uns. Gewalt wie das Pflanzenreich, das wir fruchtbarer und wolschmekkender machen können.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0141]
Nil clerici relinquunt praeter libros liberosque.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0142]
Ierusalem: durch die Ruinen Griechenlands und Roms haben uns einen Caylus, Hagedorn und Winkelman gebildet; eine gröss. Wolthat für unsere Zeiten als wenn wir alle Werke des Phidias und Lysippus noch vor uns hätten. 2 Betracht.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0143]
Manche nur tugendhaft aus Mangel an Macht und Anlas zum Bösen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0144]
Nach einigen: das moralische Gefühl und die Achtung der Tugend nur von der Erziehung.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0145]
Ein alt. Rabbiner Chanina: ich habe viel von meinen Rabbinen, mehr von meinen sociis, am meisten von meinen Schülern. Goodw. Mos. et Aaron

 

[V-BVA-03-1786-1787-0146]
Die Rabbinen verboten gleichgültige Nebenumstände eines Gesezes, damit dieses selbst desto minder übertreten würde z. B. Ex. 20,2. "Du solst dich vor keinem Gözen beugen." Sie noch: wenn ein Dorn in den Fus dich sticht, darfst du ihn, wegen des Scheins der Beugung, nicht stehend herausziehen;

 

[Manuskriptseite 11]

[V-BVA-03-1786-1787-0147]
hiess. daher ihre Geseze den Zaun des Gesezes. ib. L. I. c. X. N. 6.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0148]
Die Iuden sagen von einem aufgenommenen Freunde: am ersten Tage ist er $$ iur viator hospes; am a. $$$$ fatigator; am dritten $$$$ profugus. Buxtorf. Synag. Jud. c. 32

 

[V-BVA-03-1786-1787-0149]
Die Iuden Spruch: am Sabbath eine Laus tödten ist soviel als Kameel umbringen. id. c. 11. (nemp. Buxt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0150]
Sprichwort der Iuden: Lebensgefahr vertreibt den Sabbath. Goodwin

 

[V-BVA-03-1786-1787-0151]
Da Pyrrho bei einem Sturm ein Schwein auf dem Schif fress. sah, sagte er: das ist die wahre Apathie des Weisen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0152]
Da man ihm einen Zank bei seiner Schwester als einen Widerspruch mit der Ruhe der Seele vorwarf: "denkt ihr, daß ich eine solche Tugend gegen ein Weib ausüben werde."

 

[V-BVA-03-1786-1787-0153]
Saint-Real: man solte, wegen der Abwesenheit des Hasses, einen Aut. nur nach seinem Tode kritisiren. Diction.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0154]
Sydney: der algemeine Aufstand eines Volks ist keine Rebellion

 

[V-BVA-03-1786-1787-0155]
Ebenda: blos das Volk, durch und für das der Fürst gesezt ist, kan üb. der Erfüllung seiner Pflichten be urtheilen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0156]
Sylla nahm den Beinamen "Glüklicher" an.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0157]
Verbot hatte auf gewiss. Memoires von einer Belagerung (Siege) lange warten müss. und ihn schon beschrieben aus dem Kopfe "es thut mir leid, ab. meine Belagerung ist schon fertig. Diction.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0158]
Sobald man keine Gespenster glaubte, so fieng es auch an, keine mehr zu geben.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0159]
Thomasius: es giebt finstere, erwärmende, erkältende, hohe und tiefe, warme und kalte, mänliche und weibliche Geister, ferner handelnde ab. nicht denkende nämliche. Das feinste Licht und die reinste Luft; ein Geist kan ausgedehnt, zusammengepresset werden und mit den Sinnen erkant. Schroekh.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0160]
Rechtsregel: unumquodque eodem modo dissolvitur quo colligatum est. Stat pro ratione voluntas.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0161]
Addison: ein bleiches Gesicht kleidet weisse Kleidung am besten, rothes rothe, braunes schwarze.

 

[Manuskriptseite 12]

[V-BVA-03-1786-1787-0162]
Got ist nirgends; seine Almacht ist seine Algegenwart.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0163]
Hume: die Menschen hätt. ihre Religion mit Abgötterei anfangen müssen; erst Kultur lehrte Einen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0164]
Montesquieu: die Fruchtbarkeit der Thiere bleibt sich in iedem Geschlechte unveränderlich gleich, weil das Maas des Instinkts bei iedem das nämliche ist. Ierusal. Betracht.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0165]
Ierusalem: Klassen sind Behelfe des eingeschränkten Verstandes; wären uns. Fähigkeiten noch geringer, so würden wir uns noch grössere Klassen denken müssen: denn da wir uns viele einzelne Dinge nicht deutlich gegenwärtig machen können: so fass. wir ihre gemeinschaftlichen Merkmale aus p. Got denkt sich keine Klassen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0166]
Riedel: ied. hat soviel eigne Einfälle, unschikliche Phantasien, daß ied. für einen Humoristen gehalten würde, wenn er sie nicht verbärge. Einige leiten Wolwollen von Selbstliebe und Gefühl der Hülflosigkeit her

 

[V-BVA-03-1786-1787-0167]
Longin: das ist schön u. erhaben, was allen immer gefält. Dübos: die Stimme des Publikums ist die Richterin der schönen Produkte.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0168]
Die Ähnlichkeit in den schönen Künsten thut, zu gros, keine Wirkung, wie das Bild im Spiegel; daher wird Caravaggio getadelt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0169]
Batteux macht Nachahmung zum höchsten Grundsaze der schönen Künste u. Wissenschaften.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0170]
Moses suchte überal der Antipode von den Ägypt. zu sein; die h. Thiere dort machte er unrein; die Zauberei, Traumdeuterei, die dort den Priestern, verbietet er bei Lebensstrafe p.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0171]
Ierusalem: Mosis erklärte Todtenberührung vielleicht darum für unrein, um die abgöttische Anbetung ders. zu hindern und sie bald aus den Augen zu bringen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0172]
Wenn auch die Natur der Seele nicht Unsterblichkeit zusicherte: so doch die Natur Gottes.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0173]
Clarke hielt Tugend für Wahrheit und natürliches Verhältnis der Dinge; Hutcheson für und Hume für Wolwollen.

 

[Manuskriptseite 13]

[V-BVA-03-1786-1787-0174]
Mandeville: ein Staat gewinne durch Laster, bestände hingegen nicht bei einer algemeinen Tugend: nur müss. es gemässig. Laster sein.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0175]
Nach Rousseau giebts seine Naturmenschen nicht; selbst die Hottentotten und Karaiben sind ausgeartete vernünftigere Wesen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0176]
Ierusalem: Krieg und Pest nüzen durch Entvölkerung, die sonst der Staat wie bei den Griechen und Sines., übernehmen müssen. V Bet. vom Ursp. des Uebels.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0177]
Katholiken: Christus wäre, hätte Adam auch nicht gesündigt, doch gekommen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0178]
Thomasius: der Geist das Wesen, das die Materie zusammenhält, erzeugt, bewegt, wärmt. Schönheit zeigt in der Bewegung am besten.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0179]
Non quod editur sed quod digeritur fit chylus.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0180]
Ieder gute Mensch hat seine Teufels Augenblikke.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0181]
Einwirkung vorheriger Kentnis, ferner der eignen Iugenderinnerungen auf ein Urtheil üb. ein Gesicht.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0182]
Seele erinnert sich nichts von allem auf ihrer Seelenwanderung od. aus dem Leben vor der Welt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0183]
Antonin dankt den Göttern, daß er in der Poesie, Beredsamkeit p. keine Fortschritte gethan.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0184]
Stoiker hält die Seele für einen Theil der Gotheit.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0185]
Nemo cogitationis poenam perpetitur.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0186]
Rasende Kinder konten, auss. in den höchsten Verbrechen, nicht anklagen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0187]
Bei Ausländern wird blos bei dem natürlichen Geseze Unwissenheit nicht vermuthet.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0188]
Spalding: man hielte manchen für närrisch, der nur wegen seiner ungehorsamen Organen so spräche.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0189]
Hypothes. Brükken zu Wissenschaft, nicht Wissenschaft selbst.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0190]
Hypochondrie affektiren, um gelehrt zu scheinen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0191]
Adsessor iudicii eodem indoctus edem cum doctis iure gaudet. Tugend ein höherer Verstand.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0192]
Raserei Ursache zur Ehescheidung.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0193]
Kein Rasender, ab. ein Stupider kan testamentiren.

 

[Manuskriptseite 14]

[V-BVA-03-1786-1787-0194]
Die 7 leiblichen Werke der Barmherzigkeit: visito, poto, cibo, redimo, lego, colligo, condo; die 6 geistlichen: consule, castiga, solare, remitte, fer, ora.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0195]
Ulpian Raserei und Tod in 1 Klasse.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0196]
Folter mehr Probe der Geduld als der Wahrheit.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0197]
Nullum mendacium caret teste.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0198]
Quintilian wil die schwachen, Zizero die starken Gründe voraus haben. Körperlicher Eid mehr als schriftlicher.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0199]
Gölner: Got versah die Offenbarung mit so wenig Gründen, um den Glauben zu prüfen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0200]
Begierde nach Namens Unsterblichkeit ein Beweis von der der Seele.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0201]
Quod scriptum est actum videtur.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0202]
Paria sunt confiteri per tormenta et per metum eorum. Ignoti nulla cupido.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0203]
Hommel: das Orakel wurde nicht wegen der Zukunft, sond. um das Recht gefragt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0204]
Veritas convitii injuriantem non juvat.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0205]
Semper pro veritate scripturae praesumitur.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0206]
Error potius quam donatio praesumitur.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0207]
Hilarius: Christus habe unt. seinen Leiden keine Schmerzen gehabt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0208]
Arme an Leib, Mittelman an Geld, Reiche an Ehre strafen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0209]
Prima et maxima poena peccantium est peccasse.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0210]
Laktanz: peinliche Anklage ist den Christen so unerlaubt als Rache.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0211]
Vir magnus vis peccat, facto et exemplo.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0212]
Cresoentibus delictis asperantur poenae.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0213]
Heinekke: leidet von Buchstaben alle moralische Verderbnis her.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0214]
Keine moralische Person kan sündigen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0215]
Die Gaben des h. Geistes werden in Wunder und in Heiligungsgaben eingetheilt.

 

[Manuskriptseite 15]

[V-BVA-03-1786-1787-0216]
Nemo moriens praesumitur vitae aeternae immemor.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0217]
Nemo repente fit turpissimus.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0218]
Blasphemiae per exsuperantiam pietatis.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0219]
Zizero räth exsuperantiam virtutis ab.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0220]
Minister non peccat si metu adactus iniusta facit.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0221]
Grössere Sünde mit einer häslichen als mit einer schönen huren.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0222]
Oculi in amore duces.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0223]
Quaelibet inimicitia judicem suspectum facit.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0224]
Mendelssohn: Lust gewährt der Seele Vorstellung von der Vervolkommung des Körpers.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0225]
Quintilian: ille profecisse se sciat, cui Cicero valde placebit.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0226]
Gewisse Schimpfworte schaden im Munde des Iuristen nicht. Hommel

 

[V-BVA-03-1786-1787-0227]
Tyrannen verzeihen am leichtesten Schmähungen eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0228]
Ehrlosigkeit gehört zu den Leibesstrafen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0229]
Invitus non potest donare.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0230]
Minoren konten nicht anklagen. Eid machte mündig.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0231]
Kein impuber kan schwören.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0232]
Den Schal hält man für gros, weil man ihn für entfernt hält und umgekehrt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0233]
Man lasse Kind. in phys. Dingen ihren Willen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0234]
Gespenster erscheinen nur Kindern, Weib., Kranken, Furchtsamen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0235]
Kein Sklave konte A anklagen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0236]
Testamentum irati non nisi perseverantia valet.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0237]
Quidquid in calore iracundiae, non ratum est.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0238]
Ein Körper bewegte ohne Widerstand sich ewig.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0239]
Nemo praesumitur jactare suum.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0240]
Mors extinguit accusationem.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0241]
Der Widerstand ist selbst eine Thätigkeit.

 

[Manuskriptseite 16.]

[V-BVA-03-1786-1787-0242]
Plutarch: eine unt. viele verstreuete Liebe ermattet; daher haben die Thiere, die nur Ein Iunges, gegen solches eine desto grössere Liebe. L. I. de amicit. Dah. viele Freunde kein Glük. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0243]
Ebenda: um uns die Neugierde abzugewöhnen, müss. wir einen erhaltenen Brief nicht gleich aufbrechen; wenn ein Bote komt, nicht ihm entgegen gehen. de Curiositate.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0244]
Ebenda: man mus die Kind. nicht aus dem Stegreife Reden machen lass., weil sie dad. an einen weitschweifigen Styl sich gewöhnen müssen. de educat. liberor.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0245]
Ebenda: Got straft so spät und langsam, um uns zu lehren, daß wir nicht in der ersten Hize uns am Feinde rächen sollen sond. die Abkühlung abwarten. de sera Num. vind.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0246]
Ebenda: wenn Got einen, den wir nicht für sehr böse halten, straft: so geschiehts wegen Voraussicht seiner künftigen dad. zu verhindernden Bosheit. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0247]
Sterne und Plut.: auch die Umstände der Zeugung solten die Eltern mehr anordnen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0248]
Plutarch: es ist unsinnig, daß man die Kinder singen, tanzen, reiten p. lässet; ab. nicht die Tugend.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0249]
Clerikus: viele alte Aut. giengen unter, weil sie deutlich waren und keines Kommentator bedurften.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0250]
Haller: im Algemeinen sind die wolschmekkenden Speisen gesünder als die übelschmekkenden. Prim. Lin. physiol. p. 207.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0251]
Montesquieu: in der Demokratie wird das Alter am meisten geehrt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0252]
Die Iuden nennen die Moralgeseze die kleinen Gebote, das Zeremonial und Tradizionsgesez die grossen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0253]
Home: ob eine Geschichte wahr od. erdichtet ist, so rührt sie uns gut dargestellet gleich sehr und erst, wenn die Szene vorbei ist, denken wir daran, ob sie wahr od. nicht wahr ist. Th. 1. S. 134

 

[V-BVA-03-1786-1787-0254]
Home verwirft die Maschinen in Gedichten.

 

[Manuskriptseite 17]

[V-BVA-03-1786-1787-0255]
Fehler daß in der Henriade allegorische Wesen handelnd vorgestellet und mit den wirklichen Personen vermischt werden.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0256]
Die Griechen fanden überal ihre Gotheiten wieder und dichteten legten ihre Religionsträume besonders den Aegyptern unter; wir gerathen überal auf Unähnlichkeiten mit den unsrigen p. Meiners Versuch üb. die Religionsmeinungen der ältesten Völker. S. 74.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0257]
Dübos: man mus an den alten Dichtern das nicht tadeln, worin er sich gerade nach seinem Zeitalter richten muste und konte: Homers Reden an die Pferde p.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0258]
Die Frau Dacier in der Vorrede zum Homer: der Unterricht und die Sittenlehre sei der vornehmste Zwek der epischen Poesie; und auch a. ziehen aus dem Homer moralische Nuzanwendung und schieben sie ihm zur Absicht unter.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0259]
Longin: Homer machte in der Iugend seine Iliade, im Alter seine Odyssee, zum Beweis, daß die grösten Genies, bei erschöpftem Pathos, im Alt. auf kalte Moral verfallen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0260]
Shaftesbury: ist das Kolorit der Hauptfigur glänzend, so kan es das der Nebenfiguren auch sein ab. abnehmend: ist ienes sanft, dies. noch viel mehr. |Riedel.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0261]
Thomson: das wahre Schöne ist am schönsten geschmükt, wenn es ungeschmükt ist.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0262]
Shaftesbury: in ied. Gedicht ist ein volkomner Karakt. das gröste Ungeheuer, am wenigsten einnehmend, moralisch und geschikt, die Sitten zu verbessern. * (Dah. lass. gute Dicht. ihre Helden Fehler begehen, um Wahrscheinlichkeit hervorzubringen.)

 

[V-BVA-03-1786-1787-0263]
Das Interesse mus nicht gleich ausgetheilt sein, sond. wir müssen nur 1. Person vor allen and. lieben im Gedicht

 

[V-BVA-03-1786-1787-0264]
Winkelman: "Die Stille ist derienige Zustand, welcher der Schönheit, wie dem Meere der eigentlichste ist und die Erfahrung zeigt, daß die schönsten Menschen von stillem gesittetem Wesen sind. Es kan auch der Begrif einer hohen Schönheit nicht and. erzeuget werden als in einer stillen und von allen einzelnen Betrachtungen abgerufnen Seele." Geschichte der Kunst. 1 Th.

 

[Manuskriptseite 18]

[V-BVA-03-1786-1787-0265]
Plutarch: einer kan sich des Fortschrittes in der Weisheit versichert halten, wenn ihn Spöttereien üb. seine Tugend nicht mehr quälen. De profectu morum.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0266]
Ebenda: die, die den Xenophon und Plato blos des Stils, nicht der Besserung wegen lesen, gleichen denen, die üb. die Bewunderung des Geruchs der Arznei ihre Heil- und Purgierkraft vergessen. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0267]
Ebenda: wie man wenn die Krankh. ihren Siz in a. Gliedern aufschlägt, sich zum Genesen Hofnung macht: so giebt sie die Verwandlung der schlimmern Affekten in nicht so schlimme, zu Tugenden eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0268]
Deskartes: dissertat. de methodo. N. VI.: die Seele hängt so vom Temperament u. Organisazion ab, daß das Mittel, den Verstand des Menschen zu verbessern, in der Arzneikunde gesucht werden müsse.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0269]
Nach einigen z. B. Bahrt ist Thätigkeit die Quelle alles Vergnügens und unsere Bestimmung.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0270]
Die Basedowsche Methode, dem Kind. das Lernen zum Spiel zu machen, taugt nicht, weil wir zu einer Welt vol Zwang und Mühseligkeit sollen abgerichtet werden.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0271]
Bahrt: das beste Mittel, Kind. Sitten und Wolstand zu lehren, wäre wenn sie selbst gewiss. Komödien aufführen müsten, wo sie mit Königen, Bedienten p. zusammenkämen. Revision des Erziehungswes.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0272]
Alle sinlichen Vergnügen kommen auf geistige und intellektuelle hinaus und sind in ihnen gegründet. Leibniz.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0273]
Drei vitia possessionis: vis clandestinitas et precarium (**weise) § 4. J. de Interd.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0274]
Abels Menschenlehre: Furcht, eine Krankh. zu bekommen, ist schon eine kleine Anwandlung derselb.; dah. oft Genesende durch die bloss. Erzählung in ihren alt. Zustand zurükfallen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0275]
Non sunt mala facienda ut inde veniat bonum.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0276]
Montaigne lies sich mit Fleis im Schlafe stören, um ihn zu schmekken.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0277]
Bonnet: die Erinnerung ist von der Empfindung nur durch die geringere Lebhaftigkeit verschieden d.h. durch die schwächere Fiberbewegung. Esse Analyt.

 

[Manuskriptseite 19]

[V-BVA-03-1786-1787-0278]
Bonnet: wenn eine Huronsseele in eines Montesq. Gehirn versezt würde: so würde sie französ. für ihre Muttersprache halten, eben sie schreiben und deuten wie Montesquieu. Vorrede zu den Betrachtungen üb. die Natur.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0279]
In dem Traum mischen sich oft die schwachen Empfindungen von aussen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0280]
Bonnet: wir hätt. es in der Erkentnis nicht weit gebracht, wären die Empfindungen in uns. Gewalt so sehr wie die Vorstellung gestellet worden, vielleicht giebts ab. Wes., deren Seele sich nach Gutdünken vom Körp. trent. Betracht. üb. die N.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0281]
Alle Kräfte und das Wesen der Seele Vorstellungsvermögen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0282]
Campe: die Seele unsterblich, weil sonst in Gottes Vorstellung von ihr eine Veränderung vorgienge.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0283]
Manche, wie der Kardinal Ximenes, werden durch ihre Erhebung nicht geändert und nicht um ihre Demuth p. gebracht.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0284]
Qui excipit, non fatitur (d.h. die Exzepzionen gestehen nicht deshalb die Klage zu.)

 

[V-BVA-03-1786-1787-0285]
Feder: die erstgebornen Kinder werden gemeiniglich zu strenge, die lezten zu zärtlich gehalten.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0286]
Zu Nachts findet man sein Haus vor Dieben minder gesichert und nimt sich a. Einrichtung vor; am Tage verschwindet Furcht u. Entschlus.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0287]
Helvetius: alle Menschen sind eines gleichen Grads von Muths fähig - alle eines gleichen Grads von Leidenschaft u. daher von Verstand.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0288]
Antonio Genovesi: Sympathie von Ausdünstungen und elektrischen Wirkungssphären liebreizender Personen, vom Einathmen p.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0289]
Helvetius: sein Herz, ab. nicht seinen Kopf darf man selbst loben.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0290]
Il est peu d'hommes, s'ils en avoient le pouvoir qui n'employassent les tourmens pour faire generalement adoptir leurs opinions. De l'esprit. disc. II. ch. 3.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0291]
Thomas: in ied. Lande nimt die Achtung für den Verstand zu, wie die für die Tugend abnimt. Essai sur les femmes. p. 40.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0292]
Helvetius: Jamais l'admitrateur n'est stupide aux geux de l'admiré.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0293]
Home: der Mensch kan eine Begierde nach Schmerzen haben und eine Neigung sich elend zu machen. Feder

 

[V-BVA-03-1786-1787-0294]
Man schreibt den Geiz der Verschnittenen an den orient. Höfen der Entbehrung wollüst. Freuden zu. Fed. 2ter Theil

 

[Manuskriptseite 20]

[V-BVA-03-1786-1787-0295]
Die Wirkung des heiss. Klima Glaube an über natürlichen Beistand und Amulete, Begierde nach Wiss. der Zukunft, Gang zur Ruhe, List, Feigheit, gross. Verehrung der Verstorbnen. Feder. 2ter Theil.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0296]
Swinburne: in Spanien stellen sich die heimlichen Iuden und Muhammedaner als die eifrigsten Katholiken an und Kluge kennen sie eben daran. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0297]
Die meist. Staaten haben ihre Grösse dem Druk und Gefahren, und ihren Fal dem Glük beizumessen. Fergus. Hist. of. civ. soc. part. V. sect. 3.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0298]
Barklai: die Alt. bekamen von der Nat. die Erzählungsbegierde als eine Spra. zu lehren, da sie es so gut können. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0299]
Lavater: das phlegmatische Temperament erbt sich schwer auf die Kinder fort, leicht das sanguinische. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0300]
Ebenda: gewisse Neigungen und Laster, z. b. zum Lügen, Stehlen erben oft die Kind. durch Geburt. eb. Die ehrlos. d. infamirende Strafen aufgehoben.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0301]
Ebenda: Könte eine Frau ein Verzeichnis führen von den kraftvollen Imaginazionsmomenten, die während ihrer Schwangerschaft ihre Seele durchschneiden - sie könte vielleicht die Hauptepochen von dem philos., moral., intellekt. und physiogn. Schiksal ihres Kind. zu voraus erkennen. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0302]
Helvetius und Bayle: Menschen- und Thierseelen gleich; das übrige Wirkung der äuss. Umstände.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0303]
Feder: bei geschwächter Menschenliebe liebt man Thiere; daher Tyrannen z. B. Tiberius Sueton. c. 72.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0304]
Ie abgesonderter der Mensch, desto origineller; ie mehr er oder ein Volk mit a. umgeht, desto polirter.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0305]
Iuvenal: kein Volk so dum, aus dem nicht zuweilen ein gross. Man hervorgienge.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0306]
In den Reden der wilden Völk. ist kein übler Geschmak.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0307]
Michaelis: ie mehr man sich vor gotteslästerlichen Gedanken hüten wil, desto mehrere wachen auf. Mos. Recht III. B.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0308]
Scripturae pro scribente non probant.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0309]
Lokke: an Tugend verliert man gerade soviel als man an Tapferkeit zunimt. Dav. Williams Vorlesung über die Grundsäze der Moral p.

 

[Manuskriptseite 21]

[V-BVA-03-1786-1787-0310]
William: Aberglaube in der Religion komt vom häuslichen und politischen Despotismus, da man sich Got wie seine Oberen vorstellet. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0311]
Ebenda: ied. Laster von Tugenden begleitet, die ihm entgegenwirken, Grausamkeit von Mitleiden p. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0312]
Bei den Spartern und Alten war Vaterlandsliebe die Tugend.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0313]
Platner: der Mensch zweifelt leichter an Behauptung als Erzählung des a.; der philosophische Skeptizismus nicht so ungewöhnlich als der historische.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0314]
Wenn wir in der Wesenheit eine Stufe oft vermissen: so müss. wir es uns. Mangel an Erfahrungen zuschreiben, die sie uns schon noch entdekken werden.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0315]
Bonnet: iede Idee hat ihre eigne Fiber; dah. sind für gewiss. Thierfertigkeiten gewiss. Fibern, nicht angeborene Ideen- sond. Fibern. Betrachtungen üb. die Natur.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0316]
Lavater: ein wahrer Christ kan Wunder thun.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0317]
Paskal: alle Körp., Sterne, Erde, Reiche wiegen nicht den geringsten Geist auf, denn er kent sie, ab. sie sich nicht; und alle Körp. und Geister und ihre Produkte nicht den geringsten Akt der Liebe.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0318]
Ebenda: die Wissenschaften haben 2 sich berührende Extreme; das eine die natürliche Unwissenheit bei der Geburt; das a. die künstliche, zu der grosse Seelen am Ende kommen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0319]
Eb. la vertu d'un homme ne se doit pas mesurer par ses efforts, mais par ce qu'il fait d'ordinaire.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0320]
Ebenda: wenn wir alle Nacht dasselbe träumten, so wär' es eben so viel als die Dinge am Tage und ein Handwerker, der sich nächtlich ein König träumte, gliche einem König, der sich iede Nacht ein Handwerker träumte: nur die tägliche Abbrechung und Verschiedenheit der Träume macht sie uns gleichgültig.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0321]
Thomasius: alle Tugend komt auf Liebe hinaus; man liebt sogar leblose Sachen mehr als sich, der Geizige das Geld mehr als sich p.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0322]
Voltaire: die Religion wacht üb. die geheimen, die Geseze üb. die öffentlichen Handlungen

 

[V-BVA-03-1786-1787-0323]
Sterne: wenn er eine Niederträchtigkeit begangen, so sei es gewesen, da er nicht verliebt war.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0324]
Affirmanti incumbit probatio, non neganti.

 

[Manuskriptseite 22]

[V-BVA-03-1786-1787-0325]
Lombardus läugnete gegen einige, daß Gottes Vorhersehung und Prädestinatio und Vorausanordnung hätte stat finden können, wenn gar keine Dinge gewesen wären zukünftig. L. I. dist. XXXV. b. c.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0326]
Er und Augustin: Got wohnte, eh' eine Kreatur war, in sich. L. I. dist. XXXVII. c.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0327]
Beide: nicht die künftigen Dinge sind die Ursache der götlichen Vorhersehung, denn wenn er sie nicht voraussähe, so ent* würden sie gar nicht zukünftig. Dist. XXXVIII. c.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0328]
Scholastiker z. B. Lombardus: zwischen dem Fal und der Schöpfung der Engel war ein einiger Zwischenraum, andere läugneten es.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0329]
Platner: die Verrichtung der 5 Sinnen besteht in einer nachahmenden verkleinerten Vorstellung des materiellen Gegenstandes.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0330]
Ebenda: wenn eine Vorstellung einen gross. Grad der Stärke vorreicht: so kan sich die Seele sie nicht anders denken. Die Eleatiker läugneten die Bewegung.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0331]
Wolfianer: die Welt ist eine stetige Reihe von Vorstelkräften, deren iede sich nach ihrer Lage die Welt vorstelt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0332]
Die schlafenden Monaden sind die Substanzen der scheinbaren Materie, die nur die allerdunkelsten Ideen haben.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0333]
Robinet: aus dem Geseze der Stetigkeit folgt daß die Misgeburten p. in die stetige Reihe der Dinge gehören.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0334]
In einer Substanz nur 1. Grundkraft.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0335]
Augustin super (Henoch:) die Teufel erkennen viel und gut 1) wegen ihres guten Verstandes 2) wegen der Erfahrung aus ihrem langen Leben 3) wegen der Offenbarung, die ihnen von den guten Engeln von den zu Theil werden, was diesen von Got selbst geoffenbaret worden.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0336]
Summa negligentia dolus est.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0337]
Wolf: es ist nicht mehr als Eine Welt möglich.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0338]
Van der Kemp in seinem Parmenides c. 4: wirken heisset die Thätigkeit eines a. Wesens hindern. Platners Aphorism. 1. Th.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0339]
Wolf: iede Substanz und ied. ihr Zustand enthält in sich alle künftigen und vergangenen Zustände der Welt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0340]
Ebenda: mit Sezung 2 vollkommen ähnliche Dinge würde die ganze Welt in 2 ähnliche Theile getheilt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0341]
Ebenda: Hinwegnahme, Hinzusezung od. Veränderung 1. Substanz od. Accidens wird das ganze Weltal verändert.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0342]
Ebenda: das Wesen der Welt besteht in ihrer Zusammensezung.

 

[Manuskriptseite 23]

[V-BVA-03-1786-1787-0343]
Denken und Wollen nach einigen eine Bewegung.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0344]
Meier: iede Seele stellet sich der Welt auf eine eigne Weise vor u. verherlicht dad. Got; gienge nun eine unt., so gieng dad. zugleich ein Mittel der Verherlichung Gottes unt., welches wol nicht möglich ist.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0345]
Die die nie von Träumen reden haben selten welche.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0346]
Einer: im Traume erhält eine Vermuthung, die ich schon wachend gemacht (daß z. B. ein Verschwender verarmt) Wirklichkeit, im Wachen hernach auch und dah. hält man den Traum für Ahndung.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0347]
Gratia operans liberat et praeparat voluntatem hominis ut bonum velit; cooperans eandem adiuvat, ne frustra velit sed ut opus faciat bonum. Lomb. L. II. Dist. XXVI. *...*

 

[V-BVA-03-1786-1787-0348]
Huart: das gewisseste Zeichen daß einer zur Naturlehre kein Genie habe, ist, wenn er alle Sachen zu Wunderwerken macht und Got zuschreibt, ohne die besond. Ursachen aufzusuchen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0349]
Ebenda: die, die unmässig lachen, haben keine grosse Phantasie, weil man nur üb. das lacht, was sehr passet und dies. selten ist; ab. wol lachen Leute von gross. Verstand sehr.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0350]
Huart: grosse Redner haben keinen gross. Verstand.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0351]
Nemo in actionibus vel judiciis suo sensu utatur sed legum auctoritate ducatur.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0352]
Plato: da die Geseze sich so ganz auf Vernunft gründen, so nenten die Alten sie die Vernunft selbst.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0353]
Huart: wenn ein Knabe in der Sprachlehre nicht gut fortkömt: so grosse Wahrscheinlichkeit daß er einen gross. Verstand besize.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0354]
Ebenda: Beim Kuriren kan blos die Phantasie, ganz und gar nicht der Verstand angewandt werden.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0355]
Aus der Unrichtigkeit eines Beweises folgt die Unrichtigkeit des erwiesenen Sazes noch nicht.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0356]
Kant: die Undurchdringlichkeit der Materie ist nichts als ihr Ausdehnungsod. Zurükstossungs-vermögen; ihre zweite Hauptkraft ist das Anziehungsvermögen; ohne dieses wird sie zu Nichts sich in den Raum ausdehnen; ohne ienes zu Nichts sich zusammennähern.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0357]
Die Anziehung wirkt in umgekehrtem Verhältnis der Quadrate der Entfernung, die Zurükstossung in umgekehrtem Verhältnis der Kubi od. Würfel der unendlich kleinen Entfernungen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0358]
Accidentia non migrant e substantiis in substantias.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0359]
Kant: kein Körp. kan einen schlechthinruhigen durch seine Bewegung eine ertheilen, sond. dieser mus gerade mit ders. Quantität der Bewegung in entgegengesezter Richtung bewegt sein als die ist, die er durch die Bewegung des erstern und in der Nicht * * dess. er *...* sol

 

[Manuskriptseite 24]

[V-BVA-03-1786-1787-0360]
Iesus wählte darum Ungelehrte zu Aposteln, weil man sonst seine Lehre für ihre Erfindung angesehen hätte.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0361]
Der Beleidiger vergiebt noch schwerer als der Beleidigte.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0362]
Man mus die gute Seite des Unglüks alzeit aufsuchen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0363]
Malebranche: die Menschen würden eben so sehr auch üb. die geometrischen Wahrheiten streiten, wenn sie ihren Neigungen Eintrag thäten De la recherche de la verité liv. IV. ch. II. Nro. III.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0364]
Bonam mentem sibi quisque dat.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0365]
Feder u. die päbstlichen Kasuisten: "die äusserste Noth d.h. der Fal, wo die Erhaltung des Lebens gerade noch von dem Gebrauche Eines gegenwärtigen Mittels abhienge, kan, wie man leicht einsieht, besonders gross. und ausserordentliche Rechte geben." B. V. Hauptst. II. und erlaubt den Diebstahl. S. 268.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0366]
Hobbes: gründet das Recht der Unteriochung darauf, daß ied. ein Recht hat, dem a. zuvorzukommen und den, den man zu fürchten hat, unt. die Gewalt zu bringen, da er noch kan. De cive c. 1. § 3. 4. 7.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0367]
Er: die Gotheit hat eben wegen ihrer Almacht, das Recht alles zu thun eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0368]
Er: die Rechte der Eltern in Ansehung ihrer Kinder kommen ebenfals daher, daß diese iener Feinde würden, wenn sie nicht früh ihrer Gewalt unter worfen würden. ib. cap. IX. §. 2. 3.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0369]
Manche die würden, bei mehrem Glük, als Helden glänzen, die nun als Missethäter hängen, weil der Ausgang ihrer Thaten and. waren.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0370]
Klemens von Alexandrien: nicht blos die heidnischen Dichter brauchten durch Theopnerstie viel Schönes hervor; auch in iedem entstehen dad. tugendhafte Gedanken auf diese Weise. Stromat. L. VI.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0371]
Augustin in Enchiridion: possunt intelligi plura peccata in una transgressione Adae, si in sua quasi membra dividatur. Nam est et superbia est illic, quia homo in sua potius esse quam dei potestate dilexit. Et sacrilegium quia deo non credidit. Et homicidium quia se in mortem praecipitavit. Et fornicatio spiritualis quia integritas mentis humanae serpentina suasione corrupta est. Et furtum, quia cibus prohibitus usurpatus est. Et avaritia, quia plus quam sufficere illi debuit appetivit, et si quid aliud in hoc uno peccato inveniri potest.

 

[Manuskriptseite 25]

[V-BVA-03-1786-1787-0372]
Lombardus (L. II. dist. XXXIIII) und Augustin (in Enchir.) da das Böse die Verderbnis od. Beraubung des Guten ist: so kan es *d. die Sünde nur in et. Gutem sein u. ist daher ein malum bonum.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0373]
Beide: alle Willensthätigkeiten sind gut in so fern sie sind (Dist. 35) sind böse, in so fern sie nicht sind: das Böse ist das Nichts.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0374]
Lomb. dist. 36; andere: manches ist zugleich Sünde u. Strafe der Sünde; manches Sünde u. Ursache der Sünde; manches Sünde, Ursache u. Strafe der Sünde.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0375]
Einige: alle Handlungen eines Unwiedergebornen sind bös.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0376]
Augustin: es ist schwerer und verdienstlich Feinde als Freunde zu lieben. in Enchirid.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0377]
Sogar Lügen, die dem a. zum Vortheil gesagt werden, sind nicht ganz ohne Tadel.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0378]
Gregorius, Hieronymus, Lombardus L. IIII. dist. L. 9: die Ge Seeligen erleiden durch den Anblik der Verdamten keine Verminderung, sond. Vermehrung ihrer Freude.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0379]
Phädrus: duplex libelli dos est, quod risum movet, Et quod prudenti vitam consilio monet.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0380]
Klerikus: vielleicht lies Got darum im Anfange des Christenthums so viele keine guten Köpfe, die sowol Rechtgläubige od. Kezer und Verfälscher gewesen wären u. dem Geiste der Apostel nachgekommen wären, entstehen, damit kein Argwohn statfände, daß es dazumal Köpfe gegeben, die eine solche Religion hätten erdichten od. den ersten Urhebern derselben falsche Bücher unterschieben können. Bibl. chois. T. IV. p. 356. 357.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0381]
Paullus: Labeo et Sabinus existimant, si vestimentum scissum reddatur vel res corrupta reddita sit, velut scyphi collisi aut tabula rasâ picturâ videri rem abesse quoniam earum rerum pretium non in substantia sed in arte sit positum. Item sic dominus rem quae furto sibi aberat, in norans emerit, recte dicitur res ei abesse, etiam si postea id ita esse scierit, quia videtur res ei abesse, cui pretium abest. De verb. sign. XIV

 

[V-BVA-03-1786-1787-0382]
Hieronymus: se malle doctrinam origenis cum omnibus ejus erroribus quam ceterorum omnium orthodoxiam cum eorum ignorantia. Bahrts Kirchengesch.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0383]
Augustin: haereticus disputat contra fidem, malus christianus vivit contra fidem.

 

[Manuskriptseite 26.]

[V-BVA-03-1786-1787-0384]
Sonst: ein ied. Unwidergeborner und ein Mensch von Natur ist ein Atheist.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0385]
Iede Kezerei komt zulezt auf Atheismus hinaus. Campanella in Atheism. Triumphat. in praefat. - Corn. à Lapide commentar. in 2 Retre. 2. 1. p. 365.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0386]
Man kan einen für die Benennung eines Atheisten iniuriarum belangen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0387]
Sine principio principium, absque fine finis,

 

[V-BVA-03-1786-1787-0388]
Cui praeteritum non abit, haut subit futurum.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0389]
Ante omnia, post omnia, totus, unus, Ipse. Jul. Caes. Scaliger Exercit. 365. sect. 10.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0390]
Das Got beigelegte Zürnen, Bereuen ist nur metaphorisch zu nehmen

 

[V-BVA-03-1786-1787-0391]
Von Got: tantos habet praescientiae suae testes quantos fecit prophetas. Tertull. l. 2. cont. Marcion.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0392]
Lokke: der Wechsel der Freude mit der Pein in der Welt sol uns die Unvolkommenheit der Erdengüter u. die Nothwendigkeit ein Höheres üb. uns aufzusuchen, merklich machen. Vers. üb. den menschlichen Verstand. L. II. c. VII**

 

[V-BVA-03-1786-1787-0393]
Ein Iüngling, der nicht wildes ungestümes Feuer hat, wird kein standhafter Man und die wolgezogendsten Leute geben die geringste Hofnung.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0394]
Scholastiker: ob Got ein Recht habe, den Menschen zu et. Unmöglichem zu verpflichten. Voetius. T. I. p. 393.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0395]
Die Ubiquitisten: Got könne widersprechende Dinge machen od. daß hernach 2 widersprechende wahr sind. p. 409.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0396]
Thomas p. 3. q. 77. art. 1: divina virtute potest accidens conservari sine substantia, quia potest consalitatem subiecti supplere. | p. 422.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0397]
Die Frage: an angelus nunc possit creari qui sit aeternus a parte ante, beiaht Baranzanus diglad. 14. theor. 1. | p. 430.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0398]
Die Frage: an persona creata possit alienam naturam assumere, beiahen Paludanus, Durandus und Henrikus und Bekanus. Part. 3 theol. schol. tr. 1. c. 4 qu. 5. | p. 431.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0399]
Hieronymus: audacter dicam, cum omnia possit deus, tamen suscitare virginem non potest post ruinam. | p. 431.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0400]
Die Frage: an idem numero corpus possit esse in diversis locis, beiahen alle Päbstler ad 3. q. 76 art. 5. et philosophi ad 4. Physic. Conimbricenses. complutenses, Ariaga, Mendoca. Zwarez

 

[Manuskriptseite 27]

Metaph.. disp. 48 sect. 4. und desgleichen die Frage: an idem corpus existent in duobus locis habeat utrobique easdem formas non tantum relativas, dependentes per se à praesentia locali, sed etiam alias absolutas non dependentes beiahen iene, verneint Skotus So daß er Ita ut hic moveatur localiter, illic non; hic calidum sit, illic frigidum; hic crescat, illic non; hic moriatur, illic vivat, hic diceret actus vitales tum sensitivos tum intellectivos, illic non solum eximit (nemp. Becan. part. 3 tr. 2. c. 17 qu. 15 et 16) hominem non posse hic amare deum et esse justum per gratiam, illic vero non. | p. 431-432

 

[V-BVA-03-1786-1787-0401]
Die Frage: an duo aut plura corpora possint esse in eadem loco et da*...* penetratio dimensionum, beiahen alle Päbstler ad 4 phys. et in disp. de Eucharistia. | p. 432

 

[V-BVA-03-1786-1787-0402]
An possit transferri corpus de loco in locum non transcundo per ned eum, beiaht Ruvius ad 6 . phys. c. 3. qu. unica. | p. 432

 

[V-BVA-03-1786-1787-0403]
An deus possit eundem numero motum, qui praecessit, reproducere ut iterum fiat; et idem numero tempus, quod praeteriit, producere; beiaht. Zwar. disp. 50. sect. 9. 5. 14. | eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0404]
Scholastiker: an creatio res creata, an vero increata. | p. 565

 

[V-BVA-03-1786-1787-0405]
Pomponius: hostes ** sunt qui nobis, aut quibus nos publice bellum decrevimus, ceteri latrones aut praedones sunt. de verb. sign. CXVIII

 

[V-BVA-03-1786-1787-0406]
Die Iesuiten: die grace actuelle ist, daß vor einer Sünde Got Liebe für das Gebot einflösset, das man verlezen wil, ferner Kentnis seiner Schwäche, Kentnis des Arztes, der heilen sol, Begierde der Heilung, Begierde ihn anzuflehen und um seinen Beistand zu bitten: wenn dies nicht alles vorhergeht, so findet auch keine Sünde stat. Les Provinciales. Lett. IIII.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0407]
Ierusalem: die Gotheit lässet auf das Blut Flor der Wissenschaften Barbarei folgen, weil man sonst *...* von einer Künstelei zur a. fortgienge und di von der Verfeinerung zur Ueberverfeinerung: die Barbarei legt den Grund zur künftigen Mänlichkeit. Ueb. die moserisch. Schriften

 

[V-BVA-03-1786-1787-0408]
Die besten Köpfe die schlechtesten Spieler und umgekehrt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0409]
Aggravat ordo, locus, mora, causa, scientia, tempus Lucta, pusilla, modus culpae, genus et status altus conditio, numerus, aetas eb scandula, sexus.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0410]
Error, conditio, votum, cognatio, crimen cultus disparitas, jus, ordo, ligamen, honestas,

 

[Manuskriptseite 28]

[V-BVA-03-1786-1787-0411]
Si sit affinis, si forte coire nequibis. Haec socianda cedant, coniugia facta retardant.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0412]
Gatterer: iene lang lebenden Menschen waren nicht Individuen sond. Stämme.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0413]
Iesuiten: wenn ein Mensch zweifelt ob er 21 Iahre alt ist, so ist er zum Fasten nicht verbunden; wenn er eine Stunde nach Mitternacht es erst würde, so auch nicht, da er doch ohne Sünde bis zu iener Stunde sich volessen könte. Lettr. V.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0414]
Ebenda: ein einz. Doktor kan eine Meinung probable machen, weil ein Mensch der et. zu seinem Studium gemacht, keine ohne wichtige Gründe annähme. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0415]
Ebenda: man kan unt. 2 probabl. Meinungen die unsicherste und unwahrscheinlichste wählen, sobald sie einem mehr gefället. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0416]
Vasquez in seiner Abhandlung über die Almos. c. 4: das was Weltleute zur Behauptung ihres Standes brauchen, ist nicht Ueberflus. Daher findet man kaum bei Königen Ueberflus, von dem sie nach dem Evangelium den Armen et. geben könten: D a. Iesuiten. Lett. VI.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0417]
Ebenda Wenn ein Kasuist, nach den Iesuiten, eine Meinung vorgetragen, so wird sie wenn sich die Kirche nicht dagegen erklärt, probable; man sündigt denn auch nicht mehr, wenn man nach ihr handelt: vor dem Vortrage dies. Meinung ab. hätte man gesündigt. Lettres VI.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0418]
P. Bauny: ein Bedient. darf alle sündhaften Befehle seines Hern befolgen, wenn er gesagt, daß er nicht in dess. Sünde willige sond. es nur um seines eigenen zeitlichen Nuzens Willen thue. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0419]
P. Bauny: ein Bedient., der zu wenig Gage zu bekommen glaubt, kan sich von seinem Hern so viel stehlen als er zur Ergänzung für nöthig hält. ebenda

 

[V-BVA-03-1786-1787-0420]
P. Eskobar: wenn dir ein Feind schaden wil, so must du seinen Tod wünschen nicht aus Has, sond. um dem eignen Schaden zu entgehen. Lett. VII.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0421]
Iesuiten erlauben Vertheidigung der Ehre gegen eine Maulschelle, ein Dementi, eine Verläumdung, eine Gebärde und Zeichen, durch Mord. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0422]
Molina: man darf einen tödten, der einem einen Thaler Werths od. minder stehlen wil eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0423]
Nach der vorherbestimten Harmonie würde der Körp. alle seine Bewegungen doch auch äussern, wenn ihm gleich die Seele fehlte, nur wäre sich diese derselben nimmer bewust.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0424]
Es sind deswegen nur 2 Stammenschen, damit wir uns alle desto mehr lieben und für Geschwister ansehen.

 

[Manuskriptseite 29]

[V-BVA-03-1786-1787-0425]
Im geistlichen päbstlichen Recht: rancor ponendus est, non signa rancoris.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0426]
A litera recedendum non est, nisi cogat absurditas rei.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0427]
Machiavel: er wolle lieber mit Plato pp. in der Hölle sein als mit unwiss. Mönchen im Himmel.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0428]
Bernhardus: meminisse gehennae non sinit in gehennam incidere.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0429]
Iselius Vorrede zu seiner Geschichte der helvetischen Tugenden: man solte einen Preis auf die Entdekkung der Mängel in einer Republik od. Vaterland sezen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0430]
Diderot: ein Blinder müste gegen die Klagen eines leidenden Thiers unempfindlicher als ein Sehender sein.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0431]
Gegen den Optimismus: das Endliche mache ein Stilstehen bei einem Grade von Gutem nothwendig, das das Beste noch nicht ist. Diesen Einwurf dem Optimism. selbst hat schon J. C. Scalig. de Subtil. ad Cardan. exercit. ** CCXXIX. 3.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0432]
Augustin: deus non est autor malarum voluntatum, sed ordinator.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0433]
Bako: grosse Freude verkürzet, kleine verlängert das Leben histor. vit. et mort. I. 80. - Die Eindrükke des sinlichen Vergnügens durch für die Gesundheit schlim, die Erinnerung und Hofnung desselben gut. 81. mässige Traurigkeit ohne Furcht verlängert das Leben 83 - Mitleiden gesund 87 - Hofnung die allergesundeste 90 - Bewunderung ges lang lebend, auch Betrachtung der Natur, dah. Demokrit, Plato; dah. auch Redner (Gorgias, Isokrates p.) länger lebend, nur auf der Oberfläche der Dinge segelnd, als die tiefen Denker, dah. auch Geschwäzige le alt werden 91 -

 

[V-BVA-03-1786-1787-0434]
Ebenda: Tapferkeit und Wissenschaften blühten immer zur nämlichen Zeit und zugleich grosse Helden und Schriftsteller: da iene Reife des Körp., diese Reife des Geistes. de augm. scient. L. I.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0435]
Corruptio sensuum est generatio spiritus

 

[V-BVA-03-1786-1787-0436]
Sternheim od. De la Roche: die Gross. haben mit den Leiden des Körp., ab. nicht denen der Seele Mitleiden; für Armuth, Krankheit, nicht Traurigkeit

 

[V-BVA-03-1786-1787-0437]
Schaden der übertriebenen Sinnenfeinheit.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0438]
Robinet: nur erschaffene Wesen, nicht Got haben Moralität. de la nature Part. V. ch. L. es ist unt. Got, nach einem Zwek zu handeln ebenda

 

[V-BVA-03-1786-1787-0439]
Hat keinen Verstand und denkt nicht. ch. LIII. LIIII. Die Ordnung der Welt beweiset keine Weisheit von ihm. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0440]
Von nicht gut nicht bös noch handelnd. ch. LXV. weder gerecht. noch ungerecht. LXIX

 

[V-BVA-03-1786-1787-0441]
Ebenda: ihm unsere geistigen Eigenschaften beilegen ist geistiger Anthropomorphismus eb. Got kan seine Güte nicht hervor leuchten lassen in Welt.

 

[Manuskriptseite 30]

[V-BVA-03-1786-1787-0442]
Grew (Biblioth. chois. T. I.) und Lessing: Got schaft den Sohn, indem er sich denkt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0443]
Robinet: ie mehr Vergnügen, ie mehr Schmerz und der Despot, der die grösten Freuden hat, auch die grösten Leiden Part. I. ch. XIV.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0444]
Ebenda: es ist eben so viel Wahrheit als Irthum unt. den Menschen. ch. XVIII.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0445]
Ebenda: eben so viel Tugend als Laster. ch. XIX.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0446]
Ebenda: die Geschwäzigkeit der Weiber, u. üb. das Nämliche und üb. frivole Dinge hilft den Kindern, da sie sie erziehen, leicht zu Ideen u. zum Denken ch. XX. Die Männ. verdank. also ihnen ihr Denken. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0447]
Ebenda: in der Natur ist kein Wesen absolut besser als das andere; denn die grösseren Vorzüge kommen wied. durch gröss. Mängel ins Gleichgewicht, und ie weniger Fehler desto wenig. Güter. ch. 27.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0448]
Ebenda: die Seele kent sich selbst nur durch ihren Körper.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0449]
Ebenda: das Organ, wodurch wir die Moralität empfinden, ist in Verbindung mit den Seh und Gehörnerven; wir haben also besondere Nerven zum Empfinden der Moralität. P. III. ch. III.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0450]
Puffendorf und Grozius: ein Verbrechen aus einem angenehmen Affekt entstanden, ist grösser als eines aus einem unangenehmen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0451]
Maior poena absorbet minorem.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0452]
Man beklagt die Kürze des ganzen Lebens und wil die seiner Theile; ienes suchen wir zu verlängern, diese zu verkürzen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0453]
In omnibus rebus voluptatibus maximis fastidium finitimum est. Cic. de Orat. L. III. c. 25. Sensim incalescit Orator.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0454]
Ie gröss. die Volksmenge, desto gröss. darf der Affekt des Redners gerathen, ie kleiner, desto lächerlicher nur. Seilers Grundsäze zur Bildung künftig. Volkslehrer. 1783. S. 109.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0455]
Stat des horror naturalis, bei Blutschande würde die Familie zu mächtig, und der nespeotus parenbelae litte

 

[V-BVA-03-1786-1787-0456]
Thomas von Aquino: nur die erste, nicht übrigen Sünden des Adams vererbten sich auf die Nachkommen.

 

[Manuskriptseite 31]

[V-BVA-03-1786-1787-0457]
Der Anfang u. das Ende der Dinge und von uns ist uns verhült, nur die Mitte p.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0458]
Schaftesbury schreibt die Possenreisserei in Italien ihrer Sklaverei zu.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0459]
Semipleni (testes) quatuor plus probant quam duo pleni. Tehles. Promptuarium juris Bertochianum, ab Homm.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0460]
Duo testes suspecti comparantur uni idoneo et quatuor suspecti plene probant. Homm. obs. 210.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0461]
Sokrates: ein gut. Hausher ist ein gut. Feldher. Xenoph. Memorab. 2 L. 4 c.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0462]
Quantitates rerum nullius sunt efficaciae.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0463]
Reimarus u. Büffon sprechen den Thieren die Erinnerung ab; der erstern, bei ihnen mische sich das Gegenwärtige in das Vergangene so, daß sie alles für gegenwärtig ansähen, bei ihnen sei alles heute, nichts morgen und gestern.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0464]
Lupus pilum mutat, non mentem.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0465]
Zeno zu einem geschwäzigen: die Nat. gab uns 2 Ohren und 1 Zunge, damit wir viel hörten u. wenig sprächen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0466]
Der Verfass. Dialog. de Oratoribus: zu den Zeiten der Republik seien darum gröss. Redner als zu seiner gewesen, weil alles dort noch stürmisch unruhig war, beständige Anklagen, Fakzionen p.; auch die Grösse der Materie; damals von beraubten Alliirten, ermordeten Bürgern, iezt von einem kleinen Diebstahl; nicht die besten Reden des Demosthenes die gegen seine Vormünder und Zizero erst *...*res durch Antonius, Katilina, Verres.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0467]
Quintilian: nur ein recht tugendhafter Man könne ein gut. Redner sein.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0468]
Der Angeklagte, der den Delator (Ankläger) bestach und zur Prävarikazion verleitete, wurde pro confesso geachtet. Koch. L. II. c. XLII. §. DLV

 

[V-BVA-03-1786-1787-0469]
Der Advokat kan ohne Prävarikazion nicht die ihm von Klienten anvertrauten Delikta der Obrigkeit melden: der Gegenpart, der mit dem feindlichen Advokaten einhält, verliert seine Sache.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0470]
Bei den crimen penduellionis wird ied. zu Anklagen zugelassen, ungültige Zeugen beweisen, einen Abwesend. verurtheilt, ein Todter kan angeklaget werden, gilt keine Defension und Appellazion, intercedens pro perduelle sine venia est notabilis. Koch. § DLXXIII.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0471]
Don Quixotte Sprach üb. alles, was auss. dem Kreise der Ritterschaft lag, gut

 

[Manuskriptseite 32]

[V-BVA-03-1786-1787-0472]
Wo es auf die Unschuld der Inquisiten ankömt, da giebt Ein klassischer Zeuge völligen Beweis; ferner gelten da Zeugen de credulitate, auditu und a. verdächtige. Koch.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0473]
Rustica gens optima flens, et pessima ridens.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0474]
Bollingbroke: die Verstellung ein Schild, die Verschwiegenheit eine Rüstung.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0475]
Absens ex justa caussa, si praesertim. Superioris licentia accedat, ratione beneficiorum ecclesiasticorum, pro absente non habetur. Promptuar. iur. Bertoch. cura Hommelii. absentia.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0476]
Bona diu absentis committuntur custodiae et administrationi eius qui proximor est heres. Struv. | eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0477]
Absentem improlem decessisse, non opus est probari. Hommel Rhaps. obs. 107. | eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0478]
Testamentum absentis completo septuagesimo anno publicandum Homm. R. obs. 107. n. 3. | eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0479]
Abundans cautela non nocet. | Abundans.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0480]
Ad accusandum nemo cogitur. Homm. obs. 279. et. 610. |

 

[V-BVA-03-1786-1787-0481]
Die Leute würden schlimmer leben wenn man die Ewigkeit der Höllenstrafe nimmer lehrte. (i

 

[V-BVA-03-1786-1787-0482]
Ein curator absentis kan sein schwachen Verstandes sein, Kind, Weib, Unmündiger, wenn er nur proximior agnatus cognatus et ab intestato successurus. ** Jur. | Ea enim cura nil nisi custodia est et quasi successionis praematura occupatio. Et minus idonec curatores per easdem personas per quas res proprias gerunt, absentis bona administrare possunt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0483]
Keiner kan in ders. Sache Advokat und Richter sein, noch in einer sprechen od. stimmen, in der er einmal Rechtsfreund war. Das alt. Prompt. von Karpzov

 

[V-BVA-03-1786-1787-0484]
Non potest quis esse advocatus in alia causa in qua notarii afficio functus est. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0485]
Confessio adulteri ad ulteraere confitenti, non alteri parti nocet. Leys. Sp. 577. med. 6. ***.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0486]
Rabener: das beste Mittel gegen die Gefährlichkeit des Umgangs der beiden Geschlechter ist beständ. freier Umgang von Iugend auf.

 

[Manuskriptseite 33]

[V-BVA-03-1786-1787-0487]
Rabener: wil ein Liebhaber wiss. ob die Schönheit eines Mädgen und seiner Liebe dauerhaft sei, so seh er auf das Gesicht ihrer Mutter, so wird sie in 20 Iahren auch aussehen

 

[V-BVA-03-1786-1787-0488]
Die Wilden glauben, die Seele habe das alles in der That gesehen, was ihr im Traume vorgieng. Lafiteau Moeurs des Sauvages Z. I. p. 363.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0489]
Baldus: qui libet se ipsum magis in ungue pedis quam alterum in vertice capitis diligit.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0490]
Iltus f* fustium non infamat, sed causa. L. Iltus fustium 22 ff. de his qui not. in fam.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0491]
Ad emendum, vindendumae nemo invitus cogi potest. L. Invitum 11. C. de Contract. Emt. V.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0492]
Si quis ita sit vulneratus, ut certum sit, eo ictu moriturum, postea ab alio ictus decesserit, uterque de occiso tenetur. L. Ita vulneratus 87 pr. ff. ad L. Aquil.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0493]
Ex L. Aquilia, quod alius praestat, alium non relevat, cum sit poena. (wenn viele Einen verwundet und der Urheber der Wunde nicht ausgemacht ist, werden alle gestraft)

 

[V-BVA-03-1786-1787-0494]
Dominus membrorum suorum nemo videtur. (Niemand kan sich daher für Geld Haar ausraufen lassen p.)

 

[V-BVA-03-1786-1787-0495]
Manifestae turpitudinis et confessionis est, nolle nec jurare nec jusjurandum referre. Manifestae 38. ff. de jurgurans.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0496]
Maritus legitimus uxoris procurator est vulgo Ehevoigt. L. Maritus 21. C. de Procurat.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0497]
Alimentis usque ad pubertatem relictis in maribus intelligenda est aetas 18 annorum, in foemellis 14. Mela *...* 14 §. 1 ff de alim. vel cibar. legat.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0498]
Civilis dies inceptus habetur pro completo; (sic tempus, usucapioni prae scriptum complevisse quis intelligitur, ultimo postremi anni die coepto, licet non finito l. 6. ff. de usucap) et testamentum impuberis ultimo die impuberis aetatis factum subsistit.)

 

[V-BVA-03-1786-1787-0499]
Ab executione processus non inchoandus.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0500]
Actor tenetur reo instrumenta omnia ad causam pertinentia edere. Non est novum 5. C. de Edendo et L. qui accusare 4 C. eod.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0501]
Swift: die Iesuiten stelten sich in England alzeit als die Sekte an, die am meisten blühte, zu unterschied. Zeit. Presbyt., Wiedertaufer Indegend., Quäker, Freigeister

 

[Manuskriptseite 34]

[V-BVA-03-1786-1787-0502]
Die gewöhnliche Strafe des Ehebruchs fält weg 1) bei blos Verlobten 2) bei Eheleuten, die sich verlassen, sogar wegen bloss. längerer Abwesenheit des einen Homm. obs. 249 3) bei einem, wo der a. unfähig od. närrisch od. an einer langer Krankheit Carpz. iurisp. eccl. l. 3 qu. 61 n. 14. 30. 4) wenn der a. Theil auch schon ehebrüchig geworden l. c. n. 74. | Promptuar.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0503]
Ancillae cum hero adulterium committentes, mitius puniuntur, remissa fustigationis poena. Homm. obs. 475. n. 1.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0504]
Cessat quoque poena ordinaria si adultera adultero nupserit, per Const. ined. 20 atque arbitraria tantum locum habet. Homm. obs. 455.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0505]
Cessat ordinaria adulterii poena si innocens coniux pro nocente intercedat eique delictum remittat. Carpz. pract. crim. qu. 55. n. 2. *...* | Alte Prompt.; sive expresse, sive tacite concumbendo scilicet cum eo postquam delictum cognoverit n. 40. Sive praesumtive quando nimirum conjux innocens post crimen ab altere commissum moriatur. n. 50.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0506]
Inquisitio in puncto stupri non interrumpit praescriptionem adulterii. Wernher. sel. observ. for. p. 1. abs. 24.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0507]
Advocatus etiam invitus litigantibus inservire et petentum patrocinia suscipere tenetur, l. 1. §. 4 de postul. - adversus magistratum quoque cui subest Leys. Spec. 48 med. 34. ad quod sub poena pecuniaria vel remotionis ab officio cogi potest. l. 7. C. eod.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0508]
Lavater: die Einwürfe gegen die Unsterblichkeit der Thiere gälten auch gegen die Menschen ihre.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0509]
Einige: nur die Fortdauer unsers Wesens, nicht uns. Bewustseins erweise man.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0510]
Ob dies. Weltal bis in Ewigkeit an Volkommenheit wachse, od. immer bei ders. bleibe.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0511]
Malyré sa grace piquante

 

[V-BVA-03-1786-1787-0512]
Un bon mot ne prouve rien.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0513]
In verbis, lapidibus, rebus et herbis magna est virtus.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0514]
Epiktet: sage nie du hast et. ** eingebüsset, sond. nur zurükgegeben.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0515]
Er: der Weise kan äusserlich mit den Betrübten mitklagen und Mitleiden zeigen ab. nicht innerlich.

 

[Manuskriptseite 35]

[V-BVA-03-1786-1787-0516]
Cardanus: belluae ea omnia habent inchoata quae in homine perfecta sunt. De animorum immortalitate

 

[V-BVA-03-1786-1787-0517]
Virgil: Solatium est miseris socios habere poenarum.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0518]
Scaliger: anima non fatigatur sed corpus Exercit. LXXVI.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0519]
Das Gehörte merkt man leichter als das Gelesene.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0520]
Vives: foemina est mas imperfectus: quippe frigidior: ut ex inopia videatur nata soemina. Scal. exc. 131. sect. 4.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0521]
Scaliger: sapientes bibunt ne bibant; potones ut bibant.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0522]
Multi metu vacui motum fieri.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0523]
Scaliger: rationem esse manum intellectus; rationis orationem; orationis manum. Tul. C. Scal. de Subtil. ad Cardan. Exerc. CCLVI.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0524]
Ebenda: wenn das Vergnügen durch seine Vermehrung verdorben wird: so geschiehts nicht durch einen Zuwachs seiner eigenen, sond. einer ähnlichen Natur; es wird nicht verwehrt, sond. verdorben CCXCIX. Denn der Gute kan durch seine Vergrösserung sich verschlimmern.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0525]
Alle Peripathetiker und mit ihnen Plotinus: superiores intelligentias ab inferioribus intellectione comprehendi, non inferiores a superioribus. CCCVII. sect. 2. Denn sagen sie, die höhere würde dad. selbst schlechter; dah. sie auch keine singularia, keine Materien erkennen, sie würden sonst selbst materiel.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0526]
Plato im Timäus: die Seele bewege sich s.; Aristoteles spricht ihr die Bewegung ab.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0527]
Kardanus de subtilitate: das Gedächtnis sei in allen Theilen des Körpers; z. B. in den Fingern, wenn wir die Zither schlagen. | CCCVII. sect. 37

 

[V-BVA-03-1786-1787-0528]
Man fragte sonst: wie die Engel sich bewegen können, da sie ohne Theile. CCCLIX. 12.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0529]
Skaliger: ein Engel kan sich leichter einen Körper anschaffen als eine Maus. Denn er kan viel entbehren, was diese nicht zu den functionibus naturalibus entrathen kan; dah. fast aus 1. Elemente einen, ob es gleich die Theologen wegen Mangel der Farbe läugnen. CCCLIX. sect. 13.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0530]
Fordyce: um gut vorzulesen, mus man mit leichten Erzählungen in Prose anfangen und bis zum Pathetischen und zur Poesie endlich übergehen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0531]
Quintilian: ein gewiss. Lehrer empfahl seinen Schülern Dunkelheit und rief immer ????????! VIII Buch.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0532]
Die schlafenden Monaden suchen nach Leibniz ihren Zustand immer zu ändern

 

[Manuskriptseite 36]

[V-BVA-03-1786-1787-0533]
Compassionem vera justitia non debet habere. 43. dist. c. vera. 23 l. 4. c. est injust.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0534]
Consuetudo *...* non exstat memoria pro lege est habenda. cap. series de testibus et attestation.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0535]
Affines usque ad tertium gradum lineae inaequalis testes suspecti, reliqui omni exoeptione majores. Homm. Raps. observ. 211.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0536]
Nach Augustins Definizion ist die Sünde: aversio a deo et conversio ad creaturam.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0537]
Die Kartesianer sprechen den Verstand von Irthümern frei.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0538]
Wittich sezt die Erbsünde und die gland. pineal., Iurieu: sie entstehe aus der Verbindung des Körp. mit der Seele. | Danzig. Berichte 1. B. 2 St.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0539]
In Norden schlug (wegen der Mönche an Häfen) das Christenthum zuerst bei den Königen und Vornehmsten Wurzel, nicht der Pöbel. Olaf Dalins Geschichte des Königreichs Schweden. B. II. S. 372

 

[V-BVA-03-1786-1787-0540]
Tacitus: muttorum manibus respublica opus habet; paucorum capita sufficiunt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0541]
Kampe: vernachlässigte Seelenkräfte können bei gestärkter Körperkraft stets dieser wieder nachkommen; ab. nicht geschwächte Körp. der hochgeschrobenen Seelenkräften.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0542]
Ebenda: Vermehrung der Körperkraft bewirkt Gleichgewicht der übrigen Kräfte; Schwachheit des Körp. Hervorragen Einer Seelenkraft.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0543]
Ebenda: in der Kindheit mus blos die Körperkraft und die sinliche Empfindung geübet werden.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0544]
Villaume: man zieht das gefährliche Vergnügen dem gefahrlosen vor; dem Gaukler würde eine Feuersbrunst, Schlägerei p. die Zuschauer nehmen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0545]
Ebenda: Anstrengung einer Seelenkraft ist leichter als ihre Mässigung - und Zurükhaltung; dah. auch Enthaltsamkeit leichter ist als Mässigung

 

[V-BVA-03-1786-1787-0546]
Ebenda: als Basedow die Iuden zum Antheil am Philanthropin einlud, Mendelssohn: seine Nazion könne nicht, weil sie durch Veredlung und denken ihr Ioch nimmer ertrüge und unglüklicher würde.

 

[Manuskriptseite 37]

[V-BVA-03-1786-1787-0547]
Anaxagoras: mit vieler Mühe erwirbt, mit noch grösserer behält man das Geld.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0548]
Votum non infringitur cum in melius mutatur. Capit. per venit. de jurejurand.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0549]
Votum in pueritia factum non obligat. Capit. venientis de nat.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0550]
Votum defuncti potest superstes implere. capitul licet de vot. et vot. red.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0551]
Judaeus in causa Christiani testis esse non potest, non e contra. Cap. Judaei de testibus.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0552]
Testimonio unius praevalet fama. capit. super eo de consang. et affin.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0553]
Testes jejuni deponere debent. c. 1. de testib.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0554]
Poetae non legendi. Dist. 37. c. ideo prohibetur in princ.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0555]
Christianus Judaeo serviens excommunicatur. c. Judaei. eod. Tit.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0556]
Judaei christianas nutrices non habeant. c. etsi Judaeos eod. Tit.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0557]
Felicitate peccantium nihil est infelicius. 23. q. 1. c. paratus.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0558]
Gravior testis esse solet qui a reo surgit.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0559]
Theologia parabolica non est argumentativa.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0560]
Pope: Warburton verstände ihn bess. als er selbst; fand in seinen Gedichten ein System nach einer kleinen Versezung.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0561]
Die leztern Propheten (Zacharia) redeten von Christo immer klärer als die vorhergehenden.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0562]
Cavendum est nequid in agendo dicendove facias: cuius imitatio rideatur. Cic. in Bruto.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0563]
Ego haec lumina orationis velut oculos quosdam eloquentiae esse credo: sed neque oculos esse toto corpore velim. Quint. L. VIII. c. 5

 

[V-BVA-03-1786-1787-0564]
Seneka vortreflich stükweise gelesen, ermüdend hinter einander.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0565]
Si necesse sit, veterem illum haerorem dicendi malim quam istam novam licentiam (Wiz- und Blumensucht). Quint. L. VIII. c. 5.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0566]
Home: eine nakte Venus macht keinen solchen Eindruk wie ihr Strumpf *...*

 

[Manuskriptseite 38]

[V-BVA-03-1786-1787-0567]
Home: Reinlichkeit komt von Fleis; die Engländ. wurden reinlich da sie arbeitsam wurden u. Fabriken bekamen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0568]
Ebenda: die Sprache ist in einer Demokratie rauh und schlecht, Republik mänlich und deutlich, Monarchie höflich und einschmeichelnd, Despotie gebieterisch gegen Nied. und kriech. gegen Höhere.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0569]
Ebenda: die Wilden sind wie die Hunde zu Hause träge, im Felde sehr munter.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0570]
Inventis facile est aliquid addere.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0571]
In verbis simus faciles, modo in re conveniamus.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0572]
Wenn man den Wilden uns. optischen p. Kunststükke vormachte, achteten sie sie für Wunder; so kans mit a. Wund. gewes. sein.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0573]
Quintilian: si nihil, quod nos adiuvet erit, quaeramus quid adversarium laedat.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0574]
Man sagt: man könne sich seiner Träume am besten erinnern, wenn man in der Lage bliebe, worin man sie hatte.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0575]
Die Kind. lachen anfangs nicht.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0576]
Aller Rükgang ist in der Welt blos scheinbar und Fortgang

 

[V-BVA-03-1786-1787-0577]
Hartley: Got darum eine solche Ungleichheit der Güter, damit der Beweis dav. auf die Unsterb. der Seele einen desto gröss. Eindruk mache.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0578]
Ebenda: das Christenthum wird künftig immer weiter erobern, da die Geschiklichkeiten, die die Apostel übernatürlich hatten, die Missionare natürlich haben, z. B. Arzneikunde, Gabe der Sprache.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0579]
Herder: die Natur gab dem Weib ein starkes Gefühl für den persönlichen Werth des Mannes.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0580]
Home: der Pöbel in Spanien ist lebhafter und minder ernsthaft als die Vornehmen, weil die Inquis. ienen minder nachstelt als diesen, die dad. mistrauisch und zurükhaltend wurden.

 

[Manuskriptseite 39]

[V-BVA-03-1786-1787-0581]
Hartley: die Iud. verstanden den Bund Abrah. blos fleischlich in ihrem Wolsein ohne Seelenunsterblichkeit, ab. da ihnen die Gefangenschaft und die Römer die Welt verbitterten, glaubten sie. 4 Hauptst. 2 B.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0582]
Einige: die Offenbarung besteht nicht in der Mittheilung übernatürlicher, sond. solcher Wahrheiten, die ohne sie später wären erfunden worden.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0583]
Orthodoxen: die Seeligkeit wird dem Glauben, die Grade derselben der Anzahl der gut. Werke verliehen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0584]
Home: ein gröss. Land ist der Gelehrsamkeit günstiger als ein kleines, weil in ienem wegen der mehrern Leser mehr Ermunterung für den Aut. ist; dah. nur in ienen klass. Werke.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0585]
Montaigne: Ils (les bêtes) nous peuvent estimer bêtes comme nous les estimons. T. II.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0586]
Der macht am meist. zu lachen, der selbst nicht lacht.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0587]
Un predicateur a raison dans tout ce qu'il avance et il n'y a pas jusqu'à son colet et à ses manchettes qui ne prouve, quelque chose. P. Malebranche dans sa recherche de l. v. T. I. L. I ch. 18

 

[V-BVA-03-1786-1787-0588]
Home: die Ungleichheit des Zufals, die in wenigen Fällen gros ist, wird durch viele klein; das Gewinst oder Verlust kan an Einem Abend gros sein, ab. ein ganzes Iahr klein od. gleich.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0589]
Es ist gesünder, dem Zorn den Lauf zu lass. als ihn zu unterdrükken

 

[V-BVA-03-1786-1787-0590]
Sunt quidam natura laeti qui quando aegrotant, si eos sanos futaros medicus confirmet, convalescunt; et medicus si animi desiderium incantatione aut alicujus rei ad collum appensione adiuverit, citius ad valetudinem perducet. Galen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0591]
Mendelssohn: höchste Tugend, wenn man sich in der Anstrengung nicht der Regeln bewust ist, wenn sich die Grundsäze in Neigung verwandelten

 

[V-BVA-03-1786-1787-0592]
Averroes: das ganze Menschengeschlecht 1 Seele, die sich stükweise dem Individ. mittheilt.

 

[Manuskriptseite 40]

[V-BVA-03-1786-1787-0593]
Home: in einem unbevölkerten Lande treibt 1 Person mehrere Künste; zwar mehr mechanische Volkommenheit, aber auch die gröste Dumheit bei Leuten, die ein Handwerk treiben. Mehrere Künste machen klug und gewandt. 1 B. 5 Versuch.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0594]
Rousseau: wenn wir 200 Iahre zu leben hätten, würden wir tugendhaft.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0595]
Selbst in den sklavischsten Länd. ist in den Residenzstädten die grosse Freiheit im Sprechen und die Achtung für das Gouvernement nimt ab, ie näher man dem Size der Regierung ist. Berliner Monatsschrift

 

[V-BVA-03-1786-1787-0596]
Der, die man liebt, kan man am schwersten seine Liebe verhehlen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0597]
Englische Geseze: wer im Schusse nach einer wilden Taube, seinen Nachbar tödtet, ohne Strafe weil man sie schiess. durfte; wer im Zielen nach nach einem verbotenem Geflügel einen Menschen trift, begeht eine Mordthat. Einer, der einen a. tödten wil u. blos sich erlegt, ist eines vorsezlichen Selbstmords schuldig. Home III. B. 1. Vers. II. Band.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0598]
Der Astronom Ismael Bulialdus: das Licht sei ein Mittelding zwischen körperlicher und unkörperlicher Substanz. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0599]
Das Verbrechen wid. volkommene Pflichten grosse Strafe, Haltung derselben wenig Verdienst; Vergehen wid. unvolkommene wenig Strafe, Haltung ders. vil Lohn.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0600]
Vor einigen Iahrh. gewöhnlich, daß man in geheime Gegenversicherung gab, die man für hinlänglich hielt, das Gewiss. von der Haltung eines feierlichen Versprechens zu befreien. Karl IV. gab während seiner Minderiährigkeit Volmacht seinen Beitrit zu einem Friedenstraktat zwischen seinem Grosvat. Maximilian und dem König von Frankr. zu bezeugen: ab. zu eben der Zeit protestirte er in geheim vor einem Notarius und Zeugen, daß demungeachtet seine Meinung nicht sei, sich an ied. Artikel dess.

 

[Manuskriptseite 41]

od. Traktats zu binden, - Robert der König von Frankr. im 10 Iahrh. lies aus einer Reliquienschachtel, auf die seine Unterthanen schwuren, die Reliquien heimlich nehmen, um sie von der Schuld des Meineids zu befreien. III. Buch. 2. Vers.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0601]
Die Vorsehung gönte uns nur darum eine so dunkle Kentnis der Zukunft, damit wir für dies. Welte nicht untauglich würden. 3 Vers.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0602]
Plinius: die Vielgötterei daher, weil uns. Kräfte begränzt sind wir also nicht so vieles uns in Einem Wes. denken könen; wir ersezen durch die Anzahl die Macht.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0603]
Plutarch: die Ägypt. verehrten den Ochs. und Kaze p. nicht als Gotheiten sond. als Abbildungen derselben, wie wir die Ähnlichkeit der Sonne in einem Tropfen Wasser sehen. de Isid. et Osir.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0604]
Margaretha Poretta im 14 Iahrhundert: die Seele, verschlungen in der Liebe Gottes und befreiet vom Zwange des Gesezes, könne iede natürliche Begierde ohne Sünde befriedigen. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0605]
Im 15.I. die sogenanten Brüder u. Schwersten des freien Geistes. Die Schamhaftigkeit sei ein Zeichen des anklebenden Verderbens und nur die seien volkommen, die die Blösse ohne Aufwallung sehen könten. Sie beim Gottesdienst ohne Bedekkung. ebenda

 

[V-BVA-03-1786-1787-0606]
Die Toleranz wurde nicht von der Vernunft, sond. dem Handel bewirkt. ebenda

 

[V-BVA-03-1786-1787-0607]
Qui pallet, aut amat, aut studet.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0608]
Ramler: die röm. Geschichtsschreiber schrieben einen Verlust im Kriege lieb. einer unerlass. gottesdienstlichen Handlung als der Tapferkeit ihrer Feinde zu, aus Politik, weil das Heer sich für unüberwindlich halten sol

 

[V-BVA-03-1786-1787-0609]
Aristoteles Polit. V. 11: die Aufführung gross. prächt. Werke ist meist Anfang und Zeichen politischer Sklaverei

 

[V-BVA-03-1786-1787-0610]
Schrekten auf dem höchsten Grad der Wirkung die Verwegenheit.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0611]
Rousseau: Falsche fürchten den Grund Trunk um sich nicht zu verrathen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0612]
Kondillak: man sieht sich dan am ersten für den einzigen Zuschauer an, wenn das Schauspielhaus sehr vol ist.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0613]
Bei den Wilden die Alten so lange geehrt, als sie sich nähren und Kräfte; ab. in der Schwäche verachtet und verhungern.

 

[Manuskriptseite 42]

[V-BVA-03-1786-1787-0614]
Quintilian: der Redner sol vom Schausp. lernen, ab. nicht alle Rollen (die eines Alten, Trunknen, Lüderlichen) machen: num frequens imitatio ** transit in mores.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0615]
Montaigne: man sol wie die Alten die Kind. am Körp. abhärten, so wirds zugleich ihre Seele und bekömt Muth und Standhaftigkeit.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0616]
Rousseau: der Wolgeruch, die Blumen auf dem Busen, erregen die Begierden des Liebhabers.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0617]
Baretti: Mönche und Priester haben eine besond. Neigung u. Verehrung gegen das weibliche Geschlecht.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0618]
Seneka: wenn der Staat verdorben, auch eine gekünstelte Sprechart.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0619]
Seneka schrieb wid. die zierliche Schreibart u. hatte sie selbst.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0620]
Dippel u. Augustin: der Mensch as u. zeugte ohne Lust u. sündliche Vergnügen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0621]
Augustin: da mihi castitatem et continentiam, sed noli modo: timebam enim ne me cito exaudires et cito sanares a morbo concupiscentiae. August. Confess. L. VIII. c. 7. 5. 2.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0622]
Home: Weib. verläumden nur eingeschloss. und ohne dem Vergnügen der Geselschaft. 1 B. 6. Vers.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0623]
Die Stoiker theilten die Seele in 8 Theile, den 5 Sinnen fünf, die 6 dem Samen, 7. der Sprache, 8 der Vernunft. Fransc. Pici Mirandulae Examen. Doct. Vanit. Gent. L. I. c. XIV.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0624]
Demokritus: die Ursache der Träume sei die Gegenwart der simulacrorum et spectrorum. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0625]
Die geizigen Mauren: geschenkter Essig ist besser als gekaufter Honig. Dorville. 4 B.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0626]
Die Akademie der Wissensch. zu Berlin, die mathematische Klasse gab 1786 die Preisfrage auf: zu zeigen wie so vile wirkliche Wahr

 

[Manuskriptseite 43]

heiten aus falschen Voraussezungen gefolgert werden können und welcher wahre Saz an die Stelle der mathematischen Unendlichkeit gesezt werden könne.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0627]
Montesquieu hörte zu arbeiten auf nicht in der Erschöpfung sond. mitten im Feuer.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0628]
Antimachiavel: le prince est le premier domestique de son état.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0629]
Es ist rühmlich wenn der hohe Staatsbediente wenig hinterlässet, ein Zeichen seiner Uneigennüzigkeit, wie manch. griech. kaum nicht die Leichenkosten zurüklies.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0630]
Kästner wünscht eine auflebende Kultur der Astrologie für die Liebe und das Studium der Astronomie.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0631]
Sulzer: Nachdenken greift den Körp. minder an als die Anstrengung der Empfindung beim Dichten; Algebraisten alt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0632]
Dans toute magistrature il faut compenser la grandeur de puissance par la brieveté de sa durée. Montesq. 2. II. ch. 3.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0633]
Platner: der Mensch kan das Endliche nicht denken.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0634]
Newton u. Klarke: der Raum das sensorium commune der Gotheit.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0635]
Plato: Got machte die menschliche Seele aus den Resten des Stoffes der Weltseele. Meiners.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0636]
Der beste Punkt in ied. Geschichte für den Maler ist das Ende, weil es das deutlichste ist und hier sich die Geschichte sogleich von selbst entdekt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0637]
Xenophon: der Weise hat die Art, auch wegen billig. Ursachen keinen Krieg anzufangen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0638]
Montesq.: eine Frau kan nicht im Hause herschen, wol ab. auf dem Throne, ihre Schwäche macht ihre Herschaft milder. L. VII. ch. 17.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0639]
Die Indier geben dem höchst. Wesen den Namen des Unbeweglichen und die Siamer glauben nach la Loubere die höchste Glükseligkeit bestehe darin keinen Körper bewegen und beleben zu dürfen. *...* XII ch *...*

 

[Manuskriptseite 44]

[V-BVA-03-1786-1787-0640]
Quod medicina morbis, hoc exhibent jura negotiis unde sequitur ut nonnunquam a judicio discordes effectus ut quod credebat coniectura prodesse, experimento moeniatur inutile. Just. Nov. III. in praes.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0641]
Vetustas vicem legis obtinet. Ulp. L. I. §. ult. ff. de aqua plur. arc.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0642]
Pater licet legum contemptor et impias sit tamen pater est. Justinian. Nov. 12. c. 2.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0643]
Patre furioso liberi nihilo minus in patris sui potestate sunt. Ulp. L. 8. ff. de his qui sunt vel al.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0644]
Mortui similis est, qui neque scribere neque articulate loqui potest. Justin. L. 29. C. de testam.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0645]
Qui saccum habentem pecuniam surrepit, furti etiam sacci nomine tenetur quamvis non sit ei animus saccum surripiendi. Pompon. L. 77. ff. de suntis.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0646]
Quaedam tametsi honeste accipiantur, inhoneste tamen petuntur. Ulp. L. I. §. 5. ff de extraord. cognit.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0647]
Extra territorium jus dicenti, impune non paretur. L. ubt. ff. de juris.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0648]
Mesmer: sachés vouloir; Puysegur: croyés et voulés.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0649]
Malo unam glossam quam centum textus.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0650]
Meiners: Nuzen des Professorstandes daß der Gelehrte da vile Kentnisse mittheilen kan, die er sonst ins Grab nähme.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0651]
Das kanon. Recht tit. de poenit*...*tia: Iudas sündigte mehr durch den Selbstmord als des Erlösers Verrath.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0652]
Montesquieu: grosse Belohnungen sind ein Zeichen des Verfals, Republik und Monarchie: die schlimsten Kaiser Nero, Vitellius, Karakalla p. gaben am meisten, die besten Vespasian, Antonin, Mark Aurel am wenigsten. L. V. ch. *...*

 

[Manuskriptseite 45]

[V-BVA-03-1786-1787-0653]
Viktor Amadäus in Sardinien strafte die, die Ämter u. Würden ausschlugen. ch. c. VIIII.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0654]
Les republiques finissiat par le luxe, les monarchies par la pauvreté. L. VII. ch. IV.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0655]
Kind., Wilde und gemeine Leute Traumlos. Schlaf.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0656]
Die Schule des Epikurs allein lebte ohne Spaltungen, Neid und Streit.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0657]
Kriechen um die Wild. zu erschleichen

 

[V-BVA-03-1786-1787-0658]
Hirsch geht verwundet ins Wass., zur Kühlung.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0659]
Meiners: Schwindsüchtige fürchten mehr als Gesunde den Tod aus Bewustsein eines wenig genuzten Lebens und Hofnung eines besser zu nüzenden.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0660]
Attikus beschlos zu verhungern wegen einer schmerzhaften Krankh.; da diese sich durch den Hunger verlor, blieb er doch bei dem Entschlusse.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0661]
Stoiker: Got behandle gewisse Menschen gelinder wegen der künftigen guten Nachkommen. Sen. de beneficiis 32.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0662]
Kleanthes u. Zeno: die Seelen aller Menschen (Chrysip: der guten) dauerten bis zur Weltverbrennung, wenn sie mit allem in den Iup. zurükkehrten. Meiners.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0663]
Stoiker: wenn einer seine Belohnung od. Strafe nicht bekam, so legten die Gött. sie auf seine Nachkommen. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0664]
Einer: deus est anima brutorum.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0665]
Malebranche: on peut dire que dieu est le lieu des esprits. Recherche de la verité. L. II. Part. II. ch. VI.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0666]
Ebenda: die Seele kan sich selbst keine Ideen machen. ch. III.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0667]
Ebenda: Got hat alle Dinge Ideen von all. Dingen, die Seelen sind in Got; also können sie das sehen was in ihm ist od. die Ideen d. die Abbildung aller Geschaffenen. ch. VI.

 

[Manuskriptseite 46]

[V-BVA-03-1786-1787-0668]
Dübos: das Geräusch ist geschikter als die Stille, eine wogende Phantasie zu beruhigen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0669]
Montesqieu: die trägen Nazionen sind stolz.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0670]
Ebenda: das Geld kan aus einer kleinen Republik verbant sein, nöthig in einem gross. Staat.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0671]
Alle Moden anfangs zur Verhehlung körperlicher Gebrechen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0672]
Es ist fehlerhaft, Kind. die alte und auswärtige Geschichte zu lehren ab. nicht die neue und vaterländische.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0673]
Sterne: einer, der nicht gegen das ganze weibliche Geschlecht eine Art Zuneigung hat, liebt keine einzige recht.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0674]
Cronsaz: die Nat. sezte unt. die regelmäss. Gegenstände sovil unvolendete und unregelmäss., um uns gegen ihre Schönheit empfindlicher zu machen. ch. V fraité du beau.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0675]
Ebenda: unsystem. zerstükte Werke lieset man öft. wieder als entgegengesezte, weil nicht die Erwartung des folgenden geben.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0676]
Ein wiz. Einfal mus von Ungefähr und ohne Vorbereitung gekommen zu sein scheinen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0677]
Montaigne: wenn ich wüste daß in Indien ein Winkel wäre, wo ich nicht wohnen dürfte: so hielt ich mich schon nicht so frei p.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0678]
Wiz gut, der übersezt noch da bleibt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0679]
Lex non obligat nisi promulgata. L. 9. C. **; publice promulgata statim obstringit, nisi certum tempus a quo vigorem habitura, expressum sit, veluti duo menses in Nov. LXX c. 1. (quod tempus *...*eres vacationem dubant); formam dat negotiis futuris nec ad praeterita porrigenda est L 22. D. nisi vel explicet legem antiquiorem Nov. XIX praef. Heineccius.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0680]
Monstra non sunt in liberorum numero nisi quod ad

 

[Manuskriptseite 47]

[V-BVA-03-1786-1787-0681]
Orbitatis poenas effugiendas prosint. L. 135 D. de V. 5.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0682]
Quidquid servi adquirunt, adquirant dominis. §. 3. Inst. per quas pers. unque adqu. L. I. §. 1. *. de his qui sui vel al. jur.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0683]
Sklaven können nicht Unrecht erfahren, sind alle eiusdem conditionis. Heinecc.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0684]
An manchen Orten aer facit servos.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0685]
Die Kind. waren in Rüksicht der väterlichen Gewalt nicht besser als Sklaven; dah. sind sie nicht personae sed res; was sie sich erwarben, erwarben sie dem Vater. Heinecc.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0686]
Adoptiren darf keiner unt. 60 Iahren, weil man sonst noch selbst Kinder zeugen kan; keine Kinder; keinen zum Enkel ohne Einstimmung des Sohnes. eb. In adoptione ** sufficit patris naturalis voluntas, nec adoptivi requiritur consensus. L. 5. *. tit. VII.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0687]
Aristophanes bei Plato: die Liebe ist die Sehnsucht eines ied. nach seiner abgesonderten Menschenhälfte. Gastmal.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0688]
Plato: den unpoetischsten Menschen macht die Liebe zum Dichter. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0689]
Sokrates bewies, wer zum Tragischen geschikt sei, sei es auch zu dem Komischen. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0690]
Plato: die bessere Liebe klebet nicht an Einer Schönheit, sondern umfängt ieden schönen Gegenstand. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0691]
Il n'y a que le premier pas qui coute, in Rüksicht der Wollust bei den Weibern.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0692]
Vier götliche Rasereien 1) prophetische Begeisterung, des Apollo 2) Geist der Geheimnisse, Bacchus 3) poetische, Apollo 4) liebende, Amor und Venus. Phädr. von Plato.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0693]
Plato: das Geschriebene sol blos den Sachverständigen an das erinnern, was ** im Buche steht; lehrt nichts keine Weisheit. ebenda

 

[Manuskriptseite 48]

[V-BVA-03-1786-1787-0694]
Hermes: so lang ein Volk des a. nicht bedarf, ists weniger höflich

 

[V-BVA-03-1786-1787-0695]
Gesner: mittelmäss. Gemälde können einem gut. Geschmak nüzen, daß er sich zu ihnen hinzudenken sucht was ihnen zur Volkommenheit fehlt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0696]
Ebenda: der Dicht. würde in seinen Gemälden mehr Wahrheit und im Ausdruk mehr malendes haben, wenn er die Malerei könte; so der Künstler umgekehrt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0697]
Zum bess. Merken lerne man von eben den Papieren, auf die man es geschrieben. Quintilian.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0698]
Antonius und die Alten verlangten Verbergung der Beredsamkeit, um sich mehr Gt glaubwürdig und seiner Pfiffe minder verdächtig zu machen. Cic. de Orat. L. II. c. 1.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0699]
Verse merkt man eher als Prose. Quintil.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0700]
Der Mensch ist ein Zusammenflus organisch. Kräfte niedrigerer Reiche, die sich in ihm zur Humanität bilden. Herder.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0701]
Ingenium hominum ad aliena vitia perspicax est, ad sua caecum. Erasm. Apophth.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0702]
Rousseau: on n'a jamaij vu de peuple une fois corrompu revenir à la vertu.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0703]
Rouss. die Grösse (Ausdehnung) und die Tugendhaftigkeit eines Landes sind im umgekehrten Verhältnis.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0704]
Zur Häslichkeit und zum Irthum 1000 Wege; zur Wahrheit und Schönheit nur einer.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0705]
Rousseau: die Wissenschaft. vertragen sich nicht mit der Tugend.

 

[Manuskriptseite 49]

[V-BVA-03-1786-1787-0706]
Er erlaubt nur Genies nicht Völkern sich mit den Wissenschaften abzugeben.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0707]
Er: Die Natur machte uns das Lernen, wegen der Schädlichkeit des Wissens schwer und die Mühe die wir haben uns zu belehren, ist nicht ihre kleinste Wolthat.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0708]
Er: Die Menschen sind mehr blind als bös.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0709]
Solon: der beste Staat, wo eine Beleidigung des Geringsten Unterthanen als ein Verbrech. gegen den ganz. Staat angesehen wird.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0710]
Rousseau mahnt unschuldige Mädgen von der Lesung seiner Heloise ab.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0711]
Diogenes Laerzius: erdichtete Leiden (in den Tragödien) rühren uns mehr als wahre; eb Rousseau: darum sie ohne Mischung sind und wir ohne Aufopferung der Pflichten der Menschheit eine Genüge thun können.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0712]
Aristoteles: Comoedia enim deteriores, Tragoedia meliores quam nunc sunt imitari conantur. Rouss.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0713]
Das erste der spart. Ephor. wenn sie ihr Amt antraten, war ausrufen lassen: liebet die Geseze, nicht beobachtet sie. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0714]
Jud. und Kömodianten sind schlecht, weil man sie dafür hält und so behandelt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0715]
Chaque verité que les savents apprennent, ne vient qu'avec cent jugememts faux et il y a plus d'erreurs dans academie des sciences que dans tout un peuple de Aurons. Puisque plus les hommes savent, plus ils se fromment; le seul moyen d'eviter l'erreur est l' ignorance. Rouss.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0716]
Eb. Eisen u. Getraide zivilisirten die Menschen, nicht (wie die Poeten sagen) Gold.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0717]
Hermes räth einem 30iähr. Gelehrten die Erlernung einer *...* neuen Sprache wegen der Lebensgefahr ab.

 

[Manuskriptseite 50]

[V-BVA-03-1786-1787-0718]
In omni certamine qui opulentior est, etiam si accipit iniuriam, tamen quia plus potest, facere videtur. Sallust.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0719]
Le Vayer: wir binden uns an die Gegenstände die uns umgeben: ich sehe nicht gern daß man einen alt. Pfahl anhebt, den ich auf seiner Stelle zu sehen gewohnt war.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0720]
Docti rationem componendi intelligunt, indocti voluptatem. Quint.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0721]
Les arts sont lucratifs en raison inverse de leur utilité et les plus nécessaires doivent enfin devenir les plus negligés. Rousseau.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0722]
Vossius: bei den viel. Sprachen sind die Thiere glüklicher daran als wir, da sie mit ihrer alle ihre Gedanken ausdrükken können, ab. wir nicht bei einem fremden. Rousseau.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0723]
La premiere pistole est quelquefois plus difficile à gagner que le second million. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0724]
Liebe die Erfinderin der Malerei.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0725]
Aristoteles: wenn der Mensch an et. denkt, das vorbei ist, so sieht er nieder auf die Erde: ans Zukünftige, gen Himmel.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0726]
Die Sineser der M*...*. wenn im Reiche ein Mensch wäre der nicht arbeitete od. eine Frau, die schänne, so litte niemand darin Hung. od. Kälte. Da balde. T. II. | Montesquieu.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0727]
Herzberg: alle alte Staaten Griech. und Italien hatt. Könige eh' sie Republiken wurden-

 

[Manuskriptseite 51]

[V-BVA-03-1786-1787-0728]
Rousseau: er habe in seinen confessions eher eine Neigung gefühlt, zu seinem Nachtheil zu lügen und sich schlimmer als er war darstellet. Les veries IVme Promenade. Er verschwieg viele seiner gut. Thaten.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0729]
Ebenda: Die meist. Gelehrten lernen nur um zu lehren; ohne Möglichkeit der Mittheilung verschmähten sie die Kentnis.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0730]
Aristoteles aus aus Zyrene: man solle keine Wolthat annehmen, weil das Wiedergeben beschwerlich, und der Unterlass. undankbar sei Aelian. L. X. c. VIII

 

[V-BVA-03-1786-1787-0731]
Epaminondas sagte zu Pelopidas: er gienge nie vom Markt weg als bis er einen neuen Freund zu den alten erworben hätte. Älian. L. XIV. c. 38.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0732]
Schon zu Homers Zeiten klagte man üb. die Abnahme und Alter der Natur.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0733]
Ludwig XIV zeigte viel Unerschrokkenheit bei den Schlachten zu Mons und Naumur: Mon Pils, dit_il à Monseigneur, la place d'un roi est où est le danger. Dictionnaire des hommes illustres.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0734]
Tom Louis sagte von Mazarin: il a un grand defant en politique, c'est qu'il rent toujours tromper. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0735]
Wolf: gerade Linie, deren ieder Theil dem Ganzen ähnlich, krumme deren ieder ihm unähnlich ist.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0736]
Voltaire: die gröst. und besten Erfindungen di waren die grösten Ignoranten und mehr durch Zufal als Nachsinnen. | Klein.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0737]
Plato: Liebe ist der gröste aller Sophisten.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0738]
Es giebt kein algemeines Gift.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0739]
Seneka: die Thiere erzürnen sich und werden gleich besänftigt, und fress. und schlafen darauf. de ira.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0740]
Die Menge Begebenheiten und Man Stunden, die einem im stündigen *...*ume zu verfliess. geschienen.

 

[Manuskriptseite 52]

[V-BVA-03-1786-1787-0741]
Poet darf noch die das Fabeln vom Sammeln der Ameise, vom B*...* des Pelikan als Wahrheiten gebrauchen.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0742]
Wieland: die Philosophie lehrt nur die Laster meiden, wozu man keine Anlage hat, und die Tugenden sich angewöhnen, wozu man ohnehin geneigt ist.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0743]
Arma non sunt, ungnes, pugni et quae ipsa natura homini ad sui defensionem dedit. Hommel Rap. obs. 101 N. 9.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0744]
Voltaire: toute beauté hors de sa plan cesse d'etee beauté.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0745]
Die Indier sag fangen fast alle ihre Bücher an: gesegnet sei der Erfinder der Schrift. Voltaire. Langues.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0746]
Ebenda: die Weiber können nur darum nach Gefallen weinen, weil sich einen a. Gegenstand vorstellen, der sie rührt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0747]
die Weiber können nur darum nach Gefallen weinen, weil sich einen a. Gegenstand vorstellen, der sie rührt.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0748]
David, der ohne Mitleiden den Kalas aufs Rad brachte, hätte bei einer Tragödie über ihn geweint. Voltaire *armes

 

[V-BVA-03-1786-1787-0749]
Wieland, Rousseau: nur ein kleines Volk, kein gross., vertragfreie republikanische Verfassung.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0750]
Voltaire: von den 1000 Millionen Menschen auf der Erde ist nur Eine Million böse. *...*ant. Dictionnaire.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0751]
Ebenda: apparement qu'il (Newton) a voulu par ce commentaire (de Apocalypse) consoler la race humaine de la superiorité qu'il avait sar elle. Newton.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0752]
Die Sitten eines Volks sind in seiner Kindheit am reinsten. Neue Welt und Menschengeschichte. 6. Band

 

[V-BVA-03-1786-1787-0753]
Isenflam: der um iene gross. Unähnlichkeit aller Gesichter um die Verwirrung zu meiden, wenn man keines vom a. unterscheiden könte.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0754]
Bonum ex causa integra, malum ex quolibet defectu. Oder auch: malum causam habet non efficicutem sed deficientem. Scholast.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0755]
D'Alembert: die Moral gründet sich auf den Unterschied zwischen *...* und den Thieren u. Garve.

 

[Manuskriptseite 53]

[V-BVA-03-1786-1787-0756]
*...*: alle Körp. suchen stets ihren Zustand zu verändern.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0757]
Leibniz, Malebranche p.: kein Geist kan auf einen Körp. wirken und kein Körp. auf einen Geist.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0758]
Keine Monade wirkt in der anderen. Euler.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0759]
Die schlechten Monaden, die von all. a. dunkle Vorstellungen haben, geben uns den Schein von Ausdehnung; den der Bewegung, wenn sie ihre dunkle Ideen aufklären; beides hörte also mit der Aufklärung der dunkl. Id. auf.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0760]
Da die Seele alles aus sich entwikkelt, so ist alles Lesen und Lernen unnüz nach dem Monadensystem.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0761]
Rousseau: die fruchtbaren Länd. wurden alzeit von den unfrucht. be*...*kert; Griechenland mit fremden, latein. Völk. hiess. sich aborigines *...* sur l'origine des langues.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0762]
*...* die alt. Sprachen waren sonor und harmonisch und man kan *...* öffentlich reden ohne Unverständlichkeit und Ermüdung; unsere sind das Gegentheil, man kan nicht mit ihnen zum Volke reden, kein Volk einer solchen Sprache kan frei bleiben. eb.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0763]
Nulla obligatio sine spe aut metu. Non datur imputatio nisi in proemium aut poenam.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0764]
*...*dworth wil plastische Naturen für ied. Indiv. u. iede Pflanze haben, einige sollen die gross., a. die kleinen Theile regieren; auch sollen gewisse *...*unt. üb. die a. eine Art von Aufsicht führen. Mosheim ad Cudiv.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0765]
Hutcheson: Kind. mart. Thiere nicht aus Mangel des Mitleids sondern Mangel der Kentnis ihrer Schmerzen, und aus Vergnügen an ihrer Verzerrung.

 

[V-BVA-03-1786-1787-0766]
Augustin: die Kind. sind verdamt weil sie alle im Adam mit *...*aren und sündigten. Dictionnaire philosophiq. originel puké

 

[V-BVA-03-1786-1787-0767]
*...* rät: Got hat die Welt um der Gläuben willen gemacht *...* sie gehöre als Eigenthum. Barbeirac Traité de la Morale des *...* Malebranch ce la nature *...* delagrace P. I. dieu n'a fait le *...*monde *...* les *redestinés.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[V-BVA-03-1786-1787-0768]
Dec. 1796

 

[V-BVA-03-1786-1787-0769]
Jan. 1799