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Faszikel V-Nat-03-1795-1797
 

Transkription und digitale Edition von Jean Pauls Exzerptheften

Vorgelegt von: Sabine Straub, Monika Vince und Michael Will, unter Mitarbeit von Christian Ammon, Kai Büch und Barbara Krieger. Universität Würzburg. Arbeitsstelle Jean-Paul-Edition (Leitung: Helmut Pfotenhauer)

Förderung: Fritz Thyssen Stiftung (11/1998-12/2000) und Deutsche Forschungsgemeinschaft (01/2001-12/2005)
Projektleitung: Michael Will
Gesamtleitung: Helmut Pfotenhauer

Transkriptionsgrundlage: Nachlass Jean Paul. Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz. Fasz. V, Reihe "Natur", Band 3

Bearbeitungsschritte:
25.06.2003 CA Beginn der Transkription
03.07.2003 CA Ende der Transkription
23.11.2004 MV Autopsie Berlin
24.10.2005 MV Erste Korrektur
01.11.2005 MIWI Revision und Vorbereitung Online-Update
14.04.2010 CMC Zweites Online-Update

 

[Titelblatt]

3.

August. 1795.

 

[Manuskriptseite 1]
[Folgende zwei Blätter sind in unterschiedlichem Format und Schrift beigelegt, vgl. Ralf Goebel, S. 44; alles nochmals genau am Original nachprüfen; MV, Berlin 11/2004: Blatt (1 mal gefaltet) befindet sich am von Goebel angegebenen Ort und wurden in den Autopsiervorgang eingebunden]

[V-Nat-03-1795-1797-0001]
Die Feriæ sind theils privata, theils publicæ Die privatæ kommen unsern Familientagen, Familienfeyern gleich (so wie unsre Geburts= Namens, und Gedächtnistage) und dabey wurde den penaten geopfert. Publicæ feriæ, die der ganze Staat feyerte, waren entweder stati, oder conceptivæ, oder endlich imperativa. Die Stativæ waren unsre unbeweglichen Festtage. Die Conceptivæ unsre beweglichen Feste, die erst angeordnet wurden, und nicht festgesetzt waren. Daher sagt man von Consul, ferias concipere Die imperativæ endlich waren ausserordentliche Festtage, die dua*...*dicte angeordnet wurden (Liv, 3,5.).

 

[V-Nat-03-1795-1797-0002]
Ferner werden die d*...* civiles eingetheilt in Fastos (von fari) *...*stos D. fasti waren solche, wo ma*...* Gericht halten, roman, wo der Konsul konnte in ernsthaften Angelegenheiten sprechen, (welches fari heist) oder der Prætor sein do, dico, addico anbringen. (Ovid, Fasti, 1,41) Macrob. 1,16)

 

[V-Nat-03-1795-1797-0003]
Jus dicere heist; decretum dare in causa prætoria. - Das geschah nun alles in den diebus fastis

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[V-Nat-03-1795-1797-0004]
Die dies nefasti waren Tage, quononlicebatagere etc.wo man nichts ernsthaftes vornehmen durfte. - Diese Eintheilung schrieb sich vom Numa her (,Liv, 1,19,)

 

[V-Nat-03-1795-1797-0005]
Nun gab es auch noch dies nundinales (Markttage, die allemal an dem 9ten Tage des Monats) dies comitiales (an welchen comitia auf dem foro gehalten wurden) dies proeliales (wo man gut Treffenf*h konte,) Dies atros, (wo alles unglüklich gieng) insonders dem Diem Alliensem, der allemal auf den 16ten Julius fiel, (an demselben Tage nämlich waren die Römer von den Galliern, und auch die Fabier bey Cremera geschlagen worden) Die dicrates von der Tag nach den *alendis, Idibus und Nonis. - *...*

 

[V-Nat-03-1795-1797-0006]
De *...*. Caput V.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0007]
Hier haben wir zu sehen theils auf den Ort theils auf die Zeit, da sie gehalten worden. In In Rücksicht des ersten gab es 3 Hauptarten Circenses, scenici, et munera. Ludi heissen eigentlich Komödien, Schauspiele, weswegen auch die Schauspieler Ludii. Ferner auch überhaupt: Schauspieler

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[V-Nat-03-1795-1797-0008]
15, bestiarii, die mit den wilden Thieren Sueton. Claud. 34.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0009]
16., Fiscales (weil sie auf den fisco des Cæsarum gekauft wurden, heissen auchsarii) 17., postulatii, solche, die die gladiatorkunst am besten wusten, und die das Volk sehr gern sah,

 

[V-Nat-03-1795-1797-0010]
18., catervarii, welche haufenweise zusammen fochten Sueton, Augustus, 45. -

 

[V-Nat-03-1795-1797-0011]
In dem Amphitheatro wurden nun zu diesen Besuchen paria ausgelesen, von den lanista. (dies heist comparare, committere componere, gladiatores) Der Gladiator, der den Mitstreiter, oder deren Mehrere erlegt hatte empfieng einen palmam, oder auch die Freyheit, wenn das Volk intercedirte. Das Zeichen des Angriffs wird mit der Tuba gegeben, der Or*...* gradis, und die lagen status (de statu et *...* dejici, aus seiner Fassung gebracht werden; se auctorare heist, wenn ein freyer Mensch sich verkaufte, und ein Gladiator ward. Auctoramentum heisst das Handgeld, das ein Freyer Mensch, der sich erkauft, bekömmt.

 

[Manuskriptseite 1]

[V-Nat-03-1795-1797-0012]
Papier aus Amiant wird im Feuer unbeschrieben 7/2

 

[V-Nat-03-1795-1797-0013]
Bei heller Luft, Vorbote des Regens, sieht man alles näher. 103/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0014]
In jeder Nacht schlafen 30,000 Kranke nicht. 25./14

 

[V-Nat-03-1795-1797-0015]
Die Pflanzen des kält. Klima halten alle Frost, keine Wärme aus - hohe Berge einerlei Pflanzen. 33/14

 

[V-Nat-03-1795-1797-0016]
Schif mit Lilien scheiterte, am Ufer wuchs. so viele 21/22

 

[V-Nat-03-1795-1797-0017]
Aus Flügeldecken Bouquets - Käfer in Ringe. 22

 

[V-Nat-03-1795-1797-0018]
Ros. von Jericho blühen an Christabend, Festtag. 178/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0019]
Das distillierte Blut gab einen Menschen, zerschlug die Retorte 66/16

 

[V-Nat-03-1795-1797-0020]
Aus den aromat. Pflanzen des Glarnerlands wird der stärkende berühmte Glarner= oder Schweizerthee gemacht. Auf den Alpenspizen findet man lapländische Pflanzen, am Fuss solche vom Kap. Gross. 1 Th.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0021]
Alle Kräuter, die im Thal geruchlos, werden oben aromatisch - das Eisenhütlein da stärker und vergiftet, blos in der Hand gehalten. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0022]
Gegen den Pol werden die Bäume zu Stauden - die Blätter zu Fasern - dennoch werden d in der Nähe des Schnee die Kräuter

 

[V-Nat-03-1795-1797-0023]
Die Krystalsucher u. Gemsenjäger halten die Stöcke immer wagrecht unter dem Arm, wegen Versinken in Eisspalte - oder binden sich an einander mit Strikken, um den Fallenden zu halten. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0024]
Das Eis überschüttet die Thäler und Ebenen immer mehr |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0025]
Daher die Gewässer zunehmen. Nach Jahrtaus. werden die Alp. ein gefrorner Klumpen. |

 

[Manuskriptseite 2]

[V-Nat-03-1795-1797-0026]
Eismeere, die im Augenblik des Sturms gefroren |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0027]
Todtenschweigen der Reisenden wenn sie bei Lauwinen vorbeigehen. Bei gefährlichen Stellen schiesset man Pistole vorher los - die Glocken nur einige Fus über der Erde - man zieht Mauern aus Wäldern gegen sie.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0028]
Die Flüss. fliessen bei Tag und im Sommer, wegen der Hize, stärker als Nacht und Winter. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0029]
In den Alp. viele Erdbeben, bebte als Lima untergieng. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0030]
Heisse Bäder entstanden oft nach Erdbeben, von innerem Brand. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0031]
Das Alleinsein auf hohen Alpen, tiefere Blau, klare Luft, alle Gegenstände unten verkleinert und flach |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0032]
Eis= Säulen= Bogen= Schlösser führen zu und um den Montblanc. | Man sah von da herab nur die silberne Spize der Gebürge, das a. überzog Dunst

 

[V-Nat-03-1795-1797-0033]
In den Bergen oft ein Keller von 1000 Carat Krystal.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0034]
Stat des Nebels getrent. Sterne in der Milchstrasse.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0035]
Benvenuto Garafalo * malte Maria kniend bei dem schlafenden Kind über das ein Engel eine Dornenkrone hält.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0036]
Engel entweder als Kinder oder als Köpfe in den Wolken gemalt.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0037]
Die alabasternen Vasen waren sonst Aschenkrüge und Todtenurnen; jezt zu Behältnissen des Nachtlichtes

 

[Manuskriptseite 3]

[V-Nat-03-1795-1797-0038]
Die grüne Materie auf dem Wasser - auf gekochtem, distilliertem, üb. Queksilber stehendem keine - entsteht von Insekten, die ins Pflanzenreich übergehen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0039]
Tag und Nacht scheiden sich

 

[V-Nat-03-1795-1797-0040]
Die Blätter der Zeitlose oder Herbstblume kömmten im Frühjahr mit der Frucht, jezt im Herbst nur Blüte - ist giftig - heisset weil da das Spinnen angeht, die Spinblume.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0041]
Bildhauer nimt weissen Marmor zu Statuen, zur Verzierung gefärbten. 49/1

 

[V-Nat-03-1795-1797-0042]
Vor der Sündfluth regnet es nicht.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0043]
Grünes Tuch des Malers Ausruh.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0044]
Klopstok glaubte seine Meta im Sterben zu sehen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0045]
Eine vom Feuer aufgestiegene Wolke

 

[V-Nat-03-1795-1797-0046]
Ob die Austern gleich im Schlam liegen, so haben sie in sich doch nur das klärste Salzwasser, das wahrsch. ihr Bart so seihet. Reimarus

 

[V-Nat-03-1795-1797-0047]
Ankleben der Schaalthiere an a. andern Schalthieren, an Schiffen, Fischen

 

[V-Nat-03-1795-1797-0048]
Die Polyp. wachs. als Blumen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0049]
Die Berge unten mehren, oben mindern den Schal

 

[V-Nat-03-1795-1797-0050]
In warmen Ländern zu Nachts Arbeit, Reise - am Tag Schlaf.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0051]
Christwurzel blüht im Dezember. Nikolai 310/1

 

[V-Nat-03-1795-1797-0052]
Wo Menschen getödtet, sind lange die Gespenster.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0053]
Magnet verliert Kraft, wenn er nicht nach Weltgegenden liegt.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0054]
Im Honigthau oder Rost der Pflanzen sind die Infusionsthiergen, ihre Eier als feine Staubkörner. Reimarus von Pflanzenthieren.

 

[Manuskriptseite 4]

[V-Nat-03-1795-1797-0055]
Den falsch geheilten Arm noch einmal brechen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0056]
Der aus dem Vesuv vor der Entzündung steigende schwarze Rauch sieht wie eine Fichte. Bartoloni. Der Aschenregen versengt die Bäume - 'Er' raucht stets auch ohne Auswurf

 

[V-Nat-03-1795-1797-0057]
So lang die Sonne noch Flecken (Wolken) hat, glüht sie noch nicht ganz - erst wenn sie dies. höchsten Grad von Hize erlangt hat, fängt sie an zu erkalten. - Die glühende Erde würde 5000 J. brauchen zum Erkalten |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0058]
Im Blumenstraus sind oft Früchte

 

[V-Nat-03-1795-1797-0059]
Der Ribezal auf dem Riesengebirge lässet ein Ungewitter entstehen, wenn man ihn spottet, erscheint als Rabe Mönch Wolf dem Wanderer.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0060]
Sonne auf einem hohen Berg aufgehen sehen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0061]
Veilchensteine d.h. mit einem rothen Moos bewachs. Steine das, warm geworden einen Veilchengeruch giebt. (z. B. auf dem Riesengebirge)

 

[V-Nat-03-1795-1797-0062]
Einen Strom im Meer verfolgen u. den Gang mit Chart bezeichnen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0063]
Adam hält in der Epopee die erste Nacht für den Untergang der Welt.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0064]
Blumen saugen Mondlicht ein.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0065]
Auf der Fürsten Särge ein Blech mit Wappen - dan in der Mitte das Kruzifix - unten verzogener Name - Fusboden ganzen Namen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0066]
Nur dunkles, tiefes, trübes Wass. spiegelt ab

 

[Manuskriptseite 5]

[V-Nat-03-1795-1797-0067]
Stille eines Orts, wo der Feind alle Glock. mitgenommen

 

[V-Nat-03-1795-1797-0068]
Aufliegen der Kranken.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0069]
Gift macht Zunge schwer und dik.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0070]
Edelstein präpariert man zu Arzenei d. Glühen u. ins Wasser Werfen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0071]
Röthe der Sonne so lange zurückzuwerfen d. Spiegel bis sie geschwächt ist. 70/24

 

[V-Nat-03-1795-1797-0072]
Überschwemmung (z. B. 1784) wirft Todte aus Gräbern und Kirchen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0073]
Helle Nacht macht trüben Tag.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0074]
Chardin: die Gegend in Persien ist im Winter wild wachs. Narzissen Jonquillen Lilien Nelken bedekt, von grossem Geruch und Schönheit - der Pfirsichbaum so mit Blüte daß man nicht d.sehen kan.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0075]
Die geraden Alleen scheinen halb so lang als sie sind

 

[V-Nat-03-1795-1797-0076]
Die Flecken des Monds sind Auen - der Sonne, ausgebrante Stellen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0077]
Der Glanzmarmor wird oft in Rom auch künstlich gefärbt. Adern, Flecken Zeichnungen werden ihm eingebaizt, die ab. wenn die Platten dik sind, nicht durchgehen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0078]
Die Brauseerde, die das Wasser heftig einschlukt, bläht sich im Frühling in Frostnächten u. Tageshize auf und wirft die Pflanzen mit der Wurzel heraus

 

[V-Nat-03-1795-1797-0079]
In Sinasch. Gärt. Bäche unter der Erde weggeführt zum Murmeln

 

[V-Nat-03-1795-1797-0080]
Von Rasenden, die kurz vor dem Tod vernünftig werden.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0081]
Der Perlenfischer nimt eine Perle in die rechte Hand, eine linke, eine unter den linken Arm, zuweilen eine in den Mund. Dondorf.

 

[Manuskriptseite 6]

[V-Nat-03-1795-1797-0082]
Blos ein unächter Edelstein bekömt von einem darauf fallenden Tropfen Scheidewasser einen dunklen Flek od. a. Farbe.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0083]
Von Perlenmutt dreht man unächte Perlen. Raf

 

[V-Nat-03-1795-1797-0084]
Wenn die Melonenpflanze nicht mehr unt. der Glocke Plaz hat: hebt man die Glocke immer höher.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0085]
Oft spinnen sich 2, 3 Würmer in 1 Kokon.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0086]
Die Blätter der Artischocke p. brechen ab, wenn man sie von der Erde aufrichten wil

 

[V-Nat-03-1795-1797-0087]
Der Flus Neß in Nord=Scotland ist so warm daß er nie gefriert u. hineingetrieb. Eis schmilzt.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0088]
Der Kanal von Bridgewater geht unter der Erde in einer Tiefe von 40-110 F. fort.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0089]
Man verbarg die Gräber der Könige, lies 12 machen. 77/13

 

[V-Nat-03-1795-1797-0090]
Wein im Fas trüb, wenn der Wein blüht.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0091]
Freundschaft bei den Römern eine Tochter der Nacht u. des Erebus. 116/3

 

[V-Nat-03-1795-1797-0092]
Oelblat nahmen Noahs Tauben aus Paradies das so hoch lag. 26/24

 

[V-Nat-03-1795-1797-0093]
Macht d. elektr. Schlag einen Ring aus Regenbogen. 47/24

 

[V-Nat-03-1795-1797-0094]
Räuber greifen einen nicht an, wenn man ein Kind bei sich hat. 43/24

 

[V-Nat-03-1795-1797-0095]
Der Berg verdekt im Wint. die Sonne; den 4 p. März scheint sie d. ein Loch desselben. 44/24

 

[Manuskriptseite 7]

[V-Nat-03-1795-1797-0096]
Das Auge oder die Knospe worin Blüte stekt, hat mehrere Häutgen als das, worin Laub.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0097]
Pracht, auf dem Dam der nach Kehl führt, die d. den Münsterthurm scheinende tiefe Abendsonne zu sehen. Nikol. 1 B.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0098]
Die erfrierenden Glieder empfinden nichts - erst beim Aufthauen - die Sehnsucht zu schlafen, in tödtlicher Kälte.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0099]
Der Dnieper hat 13 Wasserfälle eh er in das schwarze Meer fält.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0100]
Das Lärmen des lebend. Begrabnen für ein Gespenst halten.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0101]
Reimarus: der Bliz fährt nie in das Innere eines thier. Körpers.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0102]
Reyger: es gab Regenbogen bei hellem Himmel - u. bei Schnee.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0103]
Feindliche Täucher wollen das Ankertau an Schiffen zerhauen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0104]
Zug der Strichvögel meist im Mondschein;

 

[V-Nat-03-1795-1797-0105]
Daher man ihr Geschrei mit dem wilder Jäger vermengte. Jester.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0106]
Rebhühner suchen unter dem Schnee die grüne Saat zur Nahrung |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0107]
Ein Ordensstern von Brillanten, von Rubinen p.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0108]
Den 22 Aug. 1792 giengen 258,000 Sterne in 41 Minuten d. das Feld des Teleskops von Herschel. L. Zeitung

 

[V-Nat-03-1795-1797-0109]
Fieberkranker hält Betblumen für Dinge die sich bewegen.

 

[Manuskriptseite 8]

[V-Nat-03-1795-1797-0110]
97 Komet geht bei Sternbild. vorbei.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0111]
98 In Summatra sind von Sonnenunter= bis aufgang laut. stetige Blize. Reimarus vom Bliz p. 6.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0112]
99. Wetterstrahl theilt sich in zwei.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0113]
100. Ableiter dient auch gegen den aufwärts fahrenden Strahl. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0114]
101 Pulver wird nicht von der Flamme, sond. von der Berührung eines glühenden Körp. entzündet | 15/12 Kampfer Gegentheil.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0115]
102 Im J. 1783 des Heerrauchs, giengen alle Gewitterwolken niedrig |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0116]
103 Der Bliz dringt nicht in, nur über die Erde. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0117]
104. In der Schweiz, um den Aetna, Vesuv stehen die Wolken fest, steigen und fallen mit dem Barometer. Lichtenberg.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0118]
105. Helles Licht im leeren Raum einer Glaskugel 28/11

 

[V-Nat-03-1795-1797-0119]
106. Wenn man das Gesicht in die elekt. Athmosphäre bringt, ists wenn man es in Spinweben hielt.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0120]
107. Die Nordlichter sind an den Tag= und Nachtgleichen am häufigsten. Lichtenberg

 

[Manuskriptseite 9]

[V-Nat-03-1795-1797-0121]
108 Ulloa sah bei der Sonnenfinsternis 1778 ein Loch im Mond wod. die Sonne schien. Lichtenberg.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0122]
109. Lichtenberg: alle Kometen sind Nebel, die uns gegen die Mitte dichter scheinen od. werden.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0123]
110 Um die Wasserfälle sind Nebel stets.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0124]
111. Die Flüsse, die sich in Sand verlieren, machen vorh. Sümpfe.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0125]
112. Mayer: 120 Meilen vom Zentr. der Erde ist ein grosser Magnet, liegt unten nach dem stillen Meer hin, hat 2 Pole, seine Axe läuft nicht parallel mit der Erdaxe. Lichtenberg.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0126]
113. Erxleben: der Durchmesser uns. Regentropfen ist einige Linien - am Aequator einen Zol lang.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0127]
114. Im Winter Schnee, Sommer Graupenhagel, Frühling Hagel, beiden ähnlich - Gradazion

 

[V-Nat-03-1795-1797-0128]
115. Grosse Gewässer, Gebirge, Wäld. machen daß jährlich mehr Wass. fält.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0129]
116. Derselbe rothe Tropfen im Regenbogen wird fallend orangegelb, gelb, grün, helblau, dunkelblau u. violet. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0130]
117. Es kan uns nie ein Regenbogen im Süden erscheinen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0131]
118. Die Farben des 1. Nebenregenbog. sind in verkehrt. Ordnung. Der 2. NebenR. hat sie wieder ordentlich.

 

[Manuskriptseite 10]

[V-Nat-03-1795-1797-0132]
119. Neben=Sonnen und Mond von Eisnadeln; die bald darauf auch niederfielen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0133]
120. Die Gewitter zünden meist die Gipfel der Häuser an.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0134]
121. Arab. hat wegen seiner Ebene keinen Regen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0135]
122. Wenn der lezte aus der adeligen Familie in die Erbgruft kömt: hält ein Adelicher eine Rede u. Schild u. Helm der Familie werden zerbrochen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0136]
123. Herschel: die Sonnen stehen oft so nahe an einander daß sie keine Planeten haben können.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0137]
124. Die riechenden Blumenblätter z. B. in der Aehrennelke zu geruchlos. grünen Kelchblättern.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0138]
125. Ein isolierter Eisenstab wird zugleich magnet. und elektrisch.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0139]
126. Gewitter zerfallen wenn sie über lange Thurmspizen schroffe Gebirge, hohe Tannenwäld. ziehen

 

[V-Nat-03-1795-1797-0140]
127. Schatten im Sternenlicht blau. 12/25

 

[V-Nat-03-1795-1797-0141]
128. Stürme entstehen gewöhnlich von Osten.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0142]
129. Giftige u. stinkende Pflanzen reinigen die Luft so gut d. dephlogist. als andere. Dondorf.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0143]
130 Silb. in Schmelzof. sammelt sich in einem Klumpen und stöss. Blei u. and. Schlacken um sich herum. [z.T. aufgrund fleckenhafter Kopie schlecht lesbar; am Original prüfen; geprüft MV, Berlin 11/2004]

 

[Manuskriptseite 11]

[V-Nat-03-1795-1797-0144]
131. Quellen gegen Morgen die besten weil sie von der Sonne weniger erwärmt werden.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0145]
132. In Rusland wird bei der Geburt eines Kindes ein Baum gepflanzt, woran ein Täfelgen mit Namen u. Datum gehangen wird. Nur mit Zeremonie hauet man ihn Alters wegen um, der Fäll= Tag in ein Register eingetragen. Abendst. Genlis. 3 Th..

 

[V-Nat-03-1795-1797-0146]
133. Auch wenn ein Stük Sonne verfinstert ist, bildet sie in der cam. obscur. eine ganze ab - so d. ein eckiges Loch ein rundes Licht. 43/1

 

[V-Nat-03-1795-1797-0147]
134. Bild des Regenbog. immer von a. Tropfen fortgesezt.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0148]
135. Der Schlag verzieht den Mund

 

[V-Nat-03-1795-1797-0149]
136 Die Heliaden, (die 3 Schwestern des Phaeton) wurden in Pappeln u. ihre Thränen in Bernstein verwandelt. Dictionnaire de la Table.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0150]
137. Die Juwelen am Hofe werden nur nach der Mode anders gefass., nicht vermehrt.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0151]
138. Todt. mit ofnen Aug., u. Schlafende

 

[V-Nat-03-1795-1797-0152]
139. Der gröste Demant war das Auge einer Statue 9/21

 

[V-Nat-03-1795-1797-0153]
140. Flüsse kommen trüb vom Berg, werden klar in Seen. 19/21. - Brand eines Waldes.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0154]
141. An Brunnen ein kleines Haus - hies Ruhe - für Wanderer. 35/21

 

[V-Nat-03-1795-1797-0155]
142 Der Rheinfal im Mondlicht - wenig, wenn es trübe ist.

 

[Manuskriptseite 12]

[V-Nat-03-1795-1797-0156]
143. In Arab. am Tag nur Sand, Nachts gestirnter Himmel, dah. nur dies. angebetet. 44/21

 

[V-Nat-03-1795-1797-0157]
144 Im Volmond weniger Flecken als in den Vierteln 15/11

 

[V-Nat-03-1795-1797-0158]
145 An den Polen gehen keine Fixsterne auf u. unter. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0159]
146 Gipfel verwittert bei Berg zuerst 27/11

 

[V-Nat-03-1795-1797-0160]
147 Fränklin erfand Harmonik, Ableiter, Freiheit

 

[V-Nat-03-1795-1797-0161]
148 Ein Erdbeben warf den Kolos um, inneres Felsenstück knüpfte ihn ans Gestel, Risse seiner Glied. glichen Klüften. 41/11

 

[V-Nat-03-1795-1797-0162]
149. Im Frühjahr ziehen die Birken so viel Saft, daß er an den äusseren Spizen der Zweige herausläuft. Funk

 

[V-Nat-03-1795-1797-0163]
150. Man lässet den Rosmarin nicht gern blühen, weil es den Stok schwächt - Todtenkränze und ungarisch. Wasser daraus

 

[V-Nat-03-1795-1797-0164]
151. Der Pfropfreis mus einjährig, kein Wasserreis, kein Fruchtreis, nicht von der Nordseite des Baums genommen sein. Funk.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0165]
152 Den zu versezenden Baum bezeichnet man an der Nordseite mit Kreide um ihn wieder so zu stellen |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0166]
153 Spätfrüchte mus man auf Stämme von Frühobst pfropfen - zärtlich auf harte St. - weiches Obst auf hartes |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0167]
154. In der Normandie steh. Obstbäume mitten auf den Kornfeldern |

 

[Manuskriptseite 13]

[V-Nat-03-1795-1797-0168]
155 Der siberische Eisapfel (Glasapfel) wird zur Zeit 156 156 seiner Reife .... Funk.] versehentlich von JP als neues Exzerpt gekennzeichnet obwohl inhaltlich zu Nr. 155 gehörendseiner Reife so durchsichtig, daß man die Kerne sehen kan. Funk.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0169]
157 Bei der pinnes löset (eine Pflanzenart) löset sich das Fleisch nicht vom Stein, aber wol bei den Mirabelles, einer anderen. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0170]
158 Die Pflaume ohne Stein, so gros wie eine Schlehe, hat einen Kern ohne Stein. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0171]
159 Die Thränen des Weinstoks taugen zur Stärkung der Augen. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0172]
160. Über Zaftleevens, Berghems, Wouwermans Landschaften sind leichte Dünste gezogen. Elwert.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0173]
161. Der Donner schlug in das Grab des Lykurgs und Euripid. ein - welch. die Alt. für einen grossen Vorzug hielten. Lyk. Plut.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0174]
162. Über der Thür des Allerheil. ein goldener Leuchter dessen Glanz den Aufgang der Sonne ansagte. 71/13

 

[V-Nat-03-1795-1797-0175]
163. Zusammengewachs. Menschen haben 2 Köpfe, 1 Herz 12/13

 

[V-Nat-03-1795-1797-0176]
164. Nachtigallen schlagen vor Gewitt. am meisten

 

[V-Nat-03-1795-1797-0177]
165 Sonnenlicht kalziniert den bon. Stein und dan leuchtet er. 63/11

 

[V-Nat-03-1795-1797-0178]
166. Blätter sind kleine Bäume 65/11

 

[V-Nat-03-1795-1797-0179]
167. Diamant wie Thautropfen, ab. alle Farben zurük strahlend - doch grüne schöner 68/11

 

[V-Nat-03-1795-1797-0180]
168. Den Ton einer Glocke hört man nicht in ihr, sond. entfernt 73/11

 

[Manuskriptseite 14]

[V-Nat-03-1795-1797-0181]
169. Wass. so hel daß man hineinfährt, ohn' es zu wissen. 78/11

 

[V-Nat-03-1795-1797-0182]
170. Man mus es trinken eh' es die Erde berührt |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0183]
171 Gegen über stehende Hügel einerlei Höhe. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0184]
172 Näher am Meer lauf. die Flüsse krümmer. 79/11

 

[V-Nat-03-1795-1797-0185]
173. Der Epheu (od. Wintergrün) blüht so lang nicht als er sich anhalten kan u. noch nicht über seine Stüze hinaus ist: wenn er nimmer steigen kan, wird sein Stam stark. Funk

 

[V-Nat-03-1795-1797-0186]
174. Mit dem Epheu bedekt man Wände Portale Gartenhäuser künstlich - sie halten das üble Wetter von der Mauer ab, aber Ratten nisten gern darhinter. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0187]
175. Die Sonnenblume dreht sich nur b in ihrer Jugend nach der Sonne |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0188]
176 Uns. gewöhnliche Rose, die im Jun. blüht, heisset die 100 blättrige (rosa centifolia) - die Zimtrose schon im Mai (r. cinnamomea), - riecht wie Zimt und hat purpurne Blume - die gefülte Samtros. (r. holoserica) - die Damaszener R. (R. damascena) 10 Fus hoch, herlicher Geruch |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0189]
177. Wenn man immer auf einen Rosenstok inokuliert,

 

[Manuskriptseite 15]

kan man ein hohes schlankes Bäumgen mit einer Krone ziehen |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0190]
178 Ein Rosenstok dauert 30 J. wie Christus oder die weibliche Schönheit

 

[V-Nat-03-1795-1797-0191]
179. Die Rosenäpfel= oder schwämme oder Schlafäpfel - weil man sonst dachte, unt. das kranke Haupt gelegt * brächten sie Schlaf - entstehen wenn das Weibgen des Rosenbohrers - 2mal so gros wie ein Floh - Eier hineinlegt, der moosartige Ball sieht anfangs grün, dan gelbroth |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0192]
180 Der Gewürznelkenbaum wird auf den Molucken nur zum Riechen, nicht Würzen gebraucht |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0193]
181. Die von Hekla 4 Schuh dicke u. 90 Sch. hoch getriebene Wassersäule ist beim Herunterfallen noch so heis zum Eiersieden. Taschenbuch für Brunnengäste.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0194]
182. Die Wurzeln des Mahagonibaums sprengen oft Felsen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0195]
183 Die Palme hat keine Rinde und Zweige - blos am Gipfel ist ein Büschel 20 Fus langer Blätter, aus deren Winkeln die Blüte kömt. Funk.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0196]
184. Die Zweige des Wurzelbaumes (Rhizophora) werden zu neuen Wurzeln d. Sinken, u. ein Wanderer kan k* nicht d. einen solch. verwachs. Wald |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0197]
185 Der Saft vom Giftbaum (Rhus toxicodendron) wird auf der Leinwand d. Waschen immer schwärzer |

 

[Manuskriptseite 16]

[V-Nat-03-1795-1797-0198]
186 Das schöne Holz des Manchinelbaums (hippomane mancinella) kan nur getroknet verarbeit. werden, die Arbeiter verhängen sich vor dem gift. Saft mit einer dünnen Leinwand das Gesicht |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0199]
187. Auch machen sie Feuer um die Wurzel, ihn auszutroknen |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0200]
188 Der Boa Upas (arbor toxicaria macassariensis) wächst auf kahlen Bergen - wer einige Minuten unter ihm barhaupt steht verlierts Haar |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0201]
189. Vögel die sich in seine Zweige verirren, fallen todt nieder |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0202]
190 Das Jasminöl macht man in Italien, indem man eine mit Beenöl gefülte Baumwolle etliche mal mit Jasminblumen überlegt, so daß es den Geruch annimt |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0203]
191. Die auf den Alpen brennenden Lärmfeuer.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0204]
192. Die esbaren gemeinen Judenkirschen bekommen eine unerträgliche Bitterkeit, wenn man die Blase oder den Kelch, worin die Beere ist, bei dem Abpflücken mit berührt. |

 

[Manuskriptseite 17]

[V-Nat-03-1795-1797-0205]
193

 

[V-Nat-03-1795-1797-0206]
193 Die Farben der Blumen entstehen vorzüglich von Salzen, Salzen. Daher manche Salpeter unt. die Erde misch., verdirbt sie ab. d. Menge. Funk

 

[V-Nat-03-1795-1797-0207]
194. Annanas macht das Zahnfleisch blutig - jede Pflanze trägt nur 1 Frucht und stirbt - treibt aber neue Schöslinge - eine reife behält den herlichen Geschmak nur wenige Tage und es ist schwer, ihn zu treffen |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0208]
195. Bei zunehmendem Mond sind Nachts starke Gewitter seltener.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0209]
196 Die Blätter des beweglichen Süsklees (Hedysarum gyrans) bewegen sich den ganzen Tag, selbst an einem abgeschnittenen Zweig im Wasser. Funk.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0210]
197. Mond scheint aus dem Krater aufzugehen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0211]
198. Das Koliseum mit Fackeln besehen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0212]
199. In den nord. Meer

 

[V-Nat-03-1795-1797-0213]
200. Die Sonne geht in dem nord. Meer mat unter kömt nach einigen Minuten so gleich jugendlich wied. hervor.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0214]
201. Kurfürst Georg zu Brandenb. und Christian I zu Sachsen liebten sich so daß jeder sich das Bild des and. ins Grab geben lies. Köhlers Münzbelustigung 136/2 Theil.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0215]
202 Das Wappen eines Fürsten, der der lezte seines Stams ist, wird verkehrt auf das Grabmal eingehauen, Schild verkehrt aufgehangen, Schild und Helm mit Schaufeln zerstossen u. auf den Sarg geworfen. Mos. Hofrecht

 

[Manuskriptseite 18]

[V-Nat-03-1795-1797-0216]
203. Auch die reifsten Oliven sind eine bittere Frucht, u. doch wird süsses Oel daraus gepresset.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0217]
204. Sterbende hören Musik.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0218]
205 Der Steinmez thut lange Schläge auf den Stein, man sieht keinen Riz, auf einmal springt er.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0219]
206 Das Moos ist immer grün und wirds wieder wenn es 100 J. trocken gelegen u. begossen wird

 

[V-Nat-03-1795-1797-0220]
207. Die Himmelsblume (tremella nostoc) erscheint im Regen plözlich auf den Alleen braungrün, zitternd, halb durchsichtig, wie eine Gallerte - schwilt blos von Regen, war schon vorh. da in schwarzgrauer Gestalt - gehört zu den Aftermoos., liegt ohne Wurzeln auf der Erde - ein heisser Sonnenblik macht sie unsichtbar. Funk.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0221]
208 Obst bleibt das ganze Jahr frisch wenn man es in einem Brunnen ins Wasser hängt. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0222]
209. Von starkem Augendruk Licht, schwachem Farben. 2/2

 

[V-Nat-03-1795-1797-0223]
210 Komet kan uns zur Sonne reissen - den Mond wegnehmen - sie anzünden - od. der Komet wird uns. Mond 9/2

 

[V-Nat-03-1795-1797-0224]
211 Himmelsrohr d. ein 2tes zur Erdröhre 17/2

 

[V-Nat-03-1795-1797-0225]
212. Weinreben im Sommer auf= im Winter niedergerichtet. 24/2

 

[Manuskriptseite 19]

[V-Nat-03-1795-1797-0226]
213 Erdbeb. verschlingt Ströme Berge.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0227]
214. Bei Erdbeb. bewegten sich Skelette 17/9

 

[V-Nat-03-1795-1797-0228]
215. Man giebt dem Eis d. Malen und Formen die Gestalt des Obsts, dessen Saft hineinkam. Funk.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0229]
216 Am Feigenbaum scheint die Blüte Frucht 262/12

 

[V-Nat-03-1795-1797-0230]
217. Die indianische Feige (cactus opuntia) besteht blos aus fleischigten Blätt., aus deren Spize eine Frucht kömt, die in deren Krone sich die Blüte entwickelt. Funk.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0231]
218. Man legt ein Blat in die Erde, daraus spross. junge Blätter - man mus ihnen aber bei einiger Höhe eine Stüze geben. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0232]
219. Die Blätter der Sinpflanze (mimosa) senken sich abends heben sich morgens - die Blätt. der schamhaften Sinpflanze (mim. pudica) sind giftig, die Wurzel das Gegengift. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0233]
220 Auch die Pflanzen unter Wasser fühlen den Einflus des Regens. 84/9

 

[V-Nat-03-1795-1797-0234]
221 Im Sommer stehen Wolken höher u. kälter 85

 

[V-Nat-03-1795-1797-0235]
222 Fustritte erschienener Engel und Heiliger

 

[V-Nat-03-1795-1797-0236]
223 Aus dem Stein womit der Gigant warf, wurden Inseln und Berge 34/7

 

[V-Nat-03-1795-1797-0237]
224. Warme Wint. u. kalte Somm. schaden den Bienen. 34/5

 

[V-Nat-03-1795-1797-0238]
225 Dem Kind in der Wiege leucht. das Haupt. 25/5

 

[Manuskriptseite 20]

[V-Nat-03-1795-1797-0239]
226. Die Hyäne heisset noch Grabthier, Abendwolf. Funk.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0240]
227. Lerche nie auf Wäldern, Bäum., kan sich wegen der langen Hinterzehe auf keinen Zweig oder Queerholz im Käfig sezen. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0241]
228 Dünste Wolken 3/8 Meilen fern, dickste 1/16 Meilen. 6/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0242]
229 Die Gebürge wurden für Giganten gehalten. 5/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0243]
230. An hohen Orten, nied. Sonne ein ganzer Regenbogen. 14/15 - Wir ihn nur halb.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0244]
231 Alpdrücken hört auf wenn man ein Glied bewegt

 

[V-Nat-03-1795-1797-0245]
232 Sonne ist der alternden Erde näher 78/9

 

[V-Nat-03-1795-1797-0246]
233. Anfangs waren Himmel u. Erde mit einander vermischt. 52/9.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0247]
234. Jed. Ausbruch des Aetna macht einen neuen Berg. 23/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0248]
235 Der kalte Strom daraus wird nie Eis. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0249]
236 Bäume, deren Blätter die Raupen, tragen nicht, ohne z b ob sie gleich blühen 24/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0250]
237. Oefnung im Tempel, damit die Sonne täglich d. Gesicht, besond. Mund des Gottes bescheint 28/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0251]
238. Perle aus einem Thautropfen der in die Muschel fiel.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0252]
Weisser Schmetterl. auf dem Koth

 

[Manuskriptseite 21]

[V-Nat-03-1795-1797-0253]
239. Mensch konte sich nicht aufrichten, ein Fünkgen von Gott belebte ihn 41/7.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0254]
240. Milchstrasse dreht sich um die Zentralsonne, Sirius 50/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0255]
241 Je weiter ein Planet von der Sonne, desto geistiger die Bewohner 50.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0256]
242 Paradiesvögel können nicht mehr von der Erde auf wenn sie da sind. 54/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0257]
243. Die Indierinnen kühlen mit der "Schoosschlange" den Busen, eingestekt. Funk.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0258]
244 Schlange legt sich beissend um den Fus.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0259]
245 Riesenschlange umschnürt das Thier einige male.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0260]
246. Die Blüten, sogar die Knosp. fallen blos (ohne Frucht) d. die Hize ab, daher man die Wurz. kalt begiesse.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0261]
247. Sonst algemein: Mond sei Ursache d. gefälten Blumen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0262]
248 Man kan im Blumentopf aus der Zwiebel rothe oder grüne od. gelbe Blumen haben, je nachd. man sie begiesset mit Wasser worin Brasilienholz, oder Kreuzdornbeere oder Safran war. Oekon. phys. Handbuch. Zwickau

 

[V-Nat-03-1795-1797-0263]
249. Wenn man an den rothen und blauen Winden, die Balsaminen, die kleinen Malven, an das rothe Thlaspi und a. roth. und blaue Blumen Tabaksrauch bläs. werden sie schön grün, verwelken aber. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0264]
250 Berührt man eine Ros. mit angezünd. Schwefel, wird sie weis; kurz die blauen Säfte der Pflanzen

 

[Manuskriptseite 22]

werden d. alkalische Salze grün, d. sauere roth |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0265]
251. Abgeschnittene Blumen mus man des Welkens wegen, kühl u. ohne Sonne halten. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0266]
252. Blumen auftroknen daß sie ihre Farbe behalten - grün macht man sie dan d. Dämpfe von Vitriolöl, roth durch Dampf von Schwefel, wohlriechend d. Nelkenessenz, Rosenholzöl.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0267]
253. Bei der Tulpe mus vor dem Auftroknen das Samenbehält. ausgeschnitten werden |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0268]
254. Die Alt. fesselten Götter.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0269]
255. Die Wunderglocke in villila (Flecken im Königreich Arragon) von 10 Klaftern in der Weite, läutet von selbst wenn ein Gross. stirbt od. sonst et. Wichtiges. Hübner.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0270]
256. Die Minierer hängen unter der Arbeit eine Kappe über die Augen damit die herunterfallende Erde diese nicht verleze. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0271]
257. Auf dem Brocken unten die kugligen Gewitter - nas, indem man dadurch geht - die Blize aufwärts, oben blau. -

 

[V-Nat-03-1795-1797-0272]
258. Zum Boa Upas geht man nur verhült. Sein Gift dient ab. äusserlich gegen den Bis von Giftthieren.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0273]
259. Der Kolibri schwebt saugend über der Blume - lies die Blüte der Ananas u. den Honigthau aus seiner Frucht - die Priester in Surinam essen nur sie.

 

[Manuskriptseite 23]

[V-Nat-03-1795-1797-0274]
260 Zwischen Gebürgen scheint uns alles näher zu liegen. Horen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0275]
261. Lerche im Zimmer wil beim Singen in die Höhe.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0276]
262 Der Zitterrochen (Krampf=Zitterfisch) giebt eine unbedeutende oder keine Erschütt., wenn man ihn herzhaft mit beiden Händen am Schwanz und Rücken angreift - oder mit einem seidnen Tuch - Funk

 

[V-Nat-03-1795-1797-0277]
263. Die Erdbeb. verstopf. u. öfnen Quellen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0278]
264. Auf der Ebene sind keine feuerspeienden Schlünde Kant

 

[V-Nat-03-1795-1797-0279]
265. Die Erdbeben halten bei ihrer Ausbreitung den Strich der höchsten Gebirge. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0280]
266 Unt. dem Meere laufen uns. Gebirge fort. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0281]
267 Alle Flüsse nehmen ein langes Thal zwischen 2 Bergreihen ein. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0282]
268 Unterirdische Sturmwinde.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0283]
269 Bouguer: die Erdbeben sind im Herbst am häufigsten.|

 

[V-Nat-03-1795-1797-0284]
270. Die schwankenden Kronleucht. in Kirchen geben Richtung des Erdbebens an |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0285]
271. Beim grossen Erdbeben 1755 warfen alle Magneten in Augsburg ihre Last ab. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0286]
272. In den tiefen Schächten ist zwar anfangs eine grössere Kälte als aussen; aber tiefer die Wärme so gros, daß die Arbeiter die Kleider ausziehen. |

 

[Manuskriptseite 24]

[V-Nat-03-1795-1797-0287]
273. Einem Man wuchs ein Dornstrauch aus der Brust. 138/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0288]
278. Der Zitterungshimmel - 11 bewegliche, 1 unbeweglicher. 138/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0289]
279. Der eingesperte Vogel singt im Herbst

 

[V-Nat-03-1795-1797-0290]
280. Joseph Wolf in Böhmen spint aus farbig. Krystalglas Bäume Blumen Rahmen Schlösser Fruchtkörbgen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0291]
281 Man heilt mit Elektrizit. den schwarzen Staar.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0292]
282. Mit Spinnengewebe stilt man kleine Wunden.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0293]
283. Der Staub auf den vier Schmett.flüg. ist Gefieder.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0294]
284. Todtenkopfraupe lebt auf Kartoff. und Jasmin, doch auch Stechapf. Hanf und Krap - aus Aegypt. - zwischen den Schultern den Todtenkopf, wimmernd. Laut. Funk.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0295]
285 Die Phaläne der Atlas lebt auf den Orangebäumen in Ost= u. Westindien, so gros wie eine Fledermaus, sein Gespinst zu Seide genommen. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0296]
286 Ephemere hat nach der Verwandlung noch eine Haut d. Anklammern abzulegen 143/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0297]
287. Als Gott die Hände auf Muhammed, eiskalt. 87/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0298]
288 Herliches Licht im Eispallast 79/15

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[V-Nat-03-1795-1797-0299]
289 Leier machte die zusammenschlagenden Fels. ruhig 69/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0300]
290. Auf den schreklichen Felsenspizen Altar, Kruzifix 38/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0301]
291 Der volkommenste wie ein Tropfen Wasser sehende Demant heisset das erste Wasser dess. - je mehr er sich Farben nähert, so von 2, 3tem Wass. bis man ihn einen Farbenstein nent. - Jefferies

 

[V-Nat-03-1795-1797-0302]
292. Nichts schadet ihnen als wenn man sie wider einander reibt. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0303]
293. Das Feuer schadet ihnen nur und macht sie wolkig wenn man sie zu schnel rettet und in die kalte Luft bringt; es macht sie blos rauh |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0304]
294. Die volkommenste Perle ist milchweis, alle a. Farben sind nicht gut, so auch Fehl. wenn sie hohl od. d. den Gebrauch den Rand des Lochs zu breit haben. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0305]
295. Der Diamant wird d. das Schneid. um die Hälfte leichter.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0306]
296. Die alt. morgenländ. Aerzte brachten Lungensüchtige auf die Insel Kandia, durch deren mehrere Zypressenbäume sie heil wurden. Oekonom. physik. Handbuch

 

[V-Nat-03-1795-1797-0307]
297. Wenn die Nachtigal in der Stube gleich nach Weihnacht schlägt: so bedeutet es einen frühen Frühling.

 

[Manuskriptseite 26]

[V-Nat-03-1795-1797-0308]
298 Wenn man einen ächten Demanten u. einen unächten behaucht, so wird der ächte eher wieder glänzend. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0309]
299. Zum Beschneiden eines Demanten von 20 Karat braucht man 2 Monate, u. 20 Karat Demantpulver. Ein roher wird gegen den a. gerieben bis beide von der äussern Rinde gereinigt.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0310]
300. Der feurige in die Häuser ziehende Drache

 

[V-Nat-03-1795-1797-0311]
301. Der Drachenbaum in Indien schwizt das Drachenblut (ein harziger rother Saft), von Mährgen der Alten daß der Drache dem Elephanten alles Blut aussauge, der ihn dafür im Umfallen erdrücke. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0312]
302. Die Hauptalleen z.B. von einem Gebäude, Wasserfal müssen oben offen sein damit man jenes am Ende sehe.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0313]
303. Perlenmuscheln überzieh. fremde Steingen, kleine Perlen mit Materie. 210/26

 

[V-Nat-03-1795-1797-0314]
304. Die Wasserleitungsröhre muss man je weiter von der Quelle, desto tiefer anlegen, damit die Sonne nicht wärme 225/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0315]
305. Das katholische Aussezen der Leichen in die Kirche

 

[V-Nat-03-1795-1797-0316]
306. Im Frühjahr mus man der Kälte wegen die Blumen erst zu Mittag begiessen; im Sommer Morg. und Abend. Lehren und Erfahrungen für junge Frauenzimmer 2 B.

 

[Manuskriptseite 27]

[V-Nat-03-1795-1797-0317]
307. Die Blumenstäbe müss. ganz angestrichen sein, faulen sie unten, schärft man sie nach. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0318]
308 Wenn man d. Hyazinthen p. pflanzt, trit man die Erde fest. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0319]
309. D. ein zu starkes Begiess. die Samen wied. ausspülen. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0320]
310. Damit der Rosenstok im Herbst blühe, schneidet man ihm im Frühling alle Knosp. u. alles junge Holz ab, nur das alte bleibt. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0321]
311 Man mache die mittelst. Blätt. der Nelkensabsenker aus einander, so sterben sie. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0322]
312 Die Federnelke sezt man so tief in die Erde daß nur etliche Blätt. über dies. bleiben. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0323]
313. Wenn die Bäume im Mondschein abblühen, wird viel Obst.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0324]
314 Die jungen Aurikelpflanzen u. Körner mus man mit einer feinen Bürste begiessen, das Wass. schwemt sie sonst weg. Die in Töpfen befeuchtet man, indem man den Topf bis an den Rand in Wass. sezt, daß d. die Löch. hinaufdringt

 

[V-Nat-03-1795-1797-0325]
315. Tief. Fallen des Baromet., man hört in der Zeitung wenigst. fremdes Erdbeben.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0326]
316 Pfirsich Pflaumen Kirschen weisse und rothe Lambertsnüsse zerschlägt man den Stein, den

 

[Manuskriptseite 28]

[V-Nat-03-1795-1797-0327]
Kern weicht man eine Nacht in Milch u. legt sie dan. Hingeg. in Mandeln u. Aprikosen erheben sich die Schaalen selbst u. bei der geringst. wachsen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0328]
317. Die farbigen Demant. erhalten eine gefärbte Folie - der ganz weiss. so gefasset, daß nichts unter ihm liegt, sond. der schwarz Kasten offen bleibt heisset à jour.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0329]
318. Einige legen auf die Folie noch Krystal, das stelt den Demant. grösser vor, heisset Dublette oder Doppelstein.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0330]
319. Die diamants de Temple oder pierre de Temple, die D. von Medoc, von Alencon sind feine durchsichtige Kieselsteine auf Diamantenart geschliffen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0331]
320. Aus Sapphyr Amethyst Chrysolith macht man künstliche Demanten, indem man ihnen d. Glüh. die Farbe nimt und sie weis macht, heiss. gebrante Steine

 

[V-Nat-03-1795-1797-0332]
321. Dürre wenn die Sonne klein u. zu hel aufgeht u. an einem klaren Himmel

 

[V-Nat-03-1795-1797-0333]
322 Bäume schaden den Blumen, dah. man ihnen die überflüssigen Äste und nehmen u. sie zu Kronen ziehen mus.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0334]
323 Tempel auf Bergen, in Hainen an, ohne Dach. 244/15

 

[Manuskriptseite 29]

[V-Nat-03-1795-1797-0335]
324. Der Sonnenobelisk diente zum Sonnenzeiger, Ziffern ellenlange Platten. 301/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0336]
325. Das Mausoleum zu einem Echo angelegt, damit das Klagen der Trauernden vervielfacht. 301/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0337]
326 Die Klosterbilder aus Leim in Augsburg Fland. krümmen sich wenn man sie anhaucht. Funk.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0338]
327. Auf künftigen Schlachtfeld. hörte man Getümmel Streit u. Klagen der Gespenster.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0339]
328. Der geschwollene Todte steigt von selbst in die Höhe.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0340]
329. Ungeflügelt. Holzsamen wächset nicht so hoch als geflügelter. 344/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0341]
330. In la Trappe: der Vater p. eines unter euch ist gestorben. 363/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0342]
331. Man roch im Bergwerk die Kleeblüte 335/15

 

[V-Nat-03-1795-1797-0343]
332 In den alten Thoren von Suez u. a. Ruinen findet man schon Versteinerungen und Ruinen aus der jüngst. Welt. 87/3E

 

[V-Nat-03-1795-1797-0344]
333 In die Hölen der Natur z. B. in die Kampaner- Grotte, die innen 20 Fus hoch ist, mus man gebükt gehen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0345]
334. Im Wasgau auf dem Gebweiler Bölch folgt Abend= und Morgendämmerung so schnel auf einander, daß das dopp. Roth mit einand. zu streiten scheint. Topogr. Lexikon von Frankr.

 

[Manuskriptseite 30]

[V-Nat-03-1795-1797-0346]
335 In den ersten Tagen werden die Tauben nicht geäzt, nur gewärmt. 31/12

 

[V-Nat-03-1795-1797-0347]
336. Sarg am Schif nachschwimmend. 24/11

 

[V-Nat-03-1795-1797-0348]
337. Vom Siebengestirn sieht man zwar mit blossem Auge nur 7 Sterne, ab. d. ein mäss. Fernrohr über 40. Wünsch

 

[V-Nat-03-1795-1797-0349]
338. Der kleine Bär, Kynosura, steht in diesem Jahrtausend dem Weltpol am nächsten, daher der Stern seines Schwanzes der Polarstern heisset, - 7 helle Sterne - der grosse Bär, Arktos, steht ein wenig nach Norden mit 7 Sternen - beide heissen das Volk grosse und kleine Heerwagen, u. die Schwänze Deichseln. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0350]
339. Zwischen beiden Bären krümt sich der Drache.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0351]
340. Sand im Flus zeigt Erz oben auf dem Berg, so verdorte Bäume, schwärzliche Blätter. 43/8

 

[V-Nat-03-1795-1797-0352]
341. Bei einer Seereis. verliert man die Berge zulezt aus den Augen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0353]
342 Denen die uns gegen Morgen wohnen gehen alle Gestirne eher auf.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0354]
343. Alles Weis der Maler, z. B. das reinste Bleiweis, wird an der Sonne schwarz

 

[Manuskriptseite 31]

[V-Nat-03-1795-1797-0355]
344. Feuern erleuchtet zu Nachts den Krieg.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0356]
345 Der Wanderer mus in kalten Länd. d. dicke Nebel von Moskiten Schwärme u. kan ihrem Stich nicht entfliehen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0357]
346 Blumen, die man durchwintern wil, dürfen nicht unt. dem Tropfenfal der Bäume stehen. Krüniz

 

[V-Nat-03-1795-1797-0358]
347. Wenn man im Frühjahr viele Blumen auf den Feldern sieht, wird ein fruchtb. Jahr. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0359]
348 Ein später Frühling macht einen frühen Winter. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0360]
349. Das Bellen des Hundes in der Erde gegen den Fuchs hören.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0361]
350 Dem Pluto waren die Narziss. geweiht 4/6

 

[V-Nat-03-1795-1797-0362]
351. In Badenschen müssen nach einer Verordnung von 1752 alle Gefängn. über der Erde sein.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0363]
352 Es bedeut. Regen wenn die Blumen fortschlafen

 

[V-Nat-03-1795-1797-0364]
353. Luzian: der Adonisflus bekomt jährlich beim Adonisfest zum Andenken der Ad. eine ro blutige Farbe.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0365]
354. Viele Antiken wurden nicht zerstört, weil man die Götter für Heilige hielt, eine Isis für eine Maria u. s.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[V-Nat-03-1795-1797-0366]
355 Galanthus nivalis treibt seine Blüte d. den Schnee aus gefrornem Erdreich. Hufeland

 

[V-Nat-03-1795-1797-0367]
356 Von Vitrioläther= oder naphta verfliegt ein Tropfen, der 2 Ellen hoch fält.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0368]
357. Tschirnhaus wolte d. seinen Brenspiegel kleine Diamanten zu 1 grossen schmelzen.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0369]
358. Der obere Theil des Pik von Teneriffa glüht von der Sonne im rothen Feuer wenn auf dem Meer schon Dunkelheit ist.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0370]
359 Ist auch am Fuss des Berges ein dicker Wald; weiter hinauf nur Gesträuch; endlich kahl.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0371]
360 Plürs wurde 1618 unt. einem Berg begraben. Hube

 

[V-Nat-03-1795-1797-0372]
361. In Warschau fand man in niedriger Gegend unter der Erde mehrere alte Steinpflast. untereinander. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0373]
362 Die dichtere Rauchsäule des Vulkans nimt oft die Gestalt einer in viele Aeste ausgebreit. Fichte an.|

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[V-Nat-03-1795-1797-0374]
363. Dieser Dampf verhült oft den Vulkan u. dringt aus allen Seiten desselben. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0375]
364 Er öfnet sich meist an der Seite zum Ausflus der Lava, die auch oft aus dem Trichter quilt. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0376]
365 Bei Tag ist dies. Strom mit Rauch bedekt, zu Nachts ein feuriger Strom |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0377]
366 Sie fliess. immer langsamer, bildet weit ins Meer hinein hohe Klippen. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0378]
367 Ist oben erkaltet, stösset man einen Stok unten hinein, fängt er unten Feuer |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0379]
368 Aus seinem Dampfe fahren tödtende Blize |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0380]
369. Auf den Vulkanen viele Hölen; und sehr kühle |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0381]
370 Alle jezt brennende Vulkane sind nah am Meer | die erloschnen ferner | die darum aufhörten weil sich das Meer zurükzog. | Dah. Ausbrüche der Vulkane bei Regengüssen. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0382]
371. Gegenden um feuerspeiende Berge sehr fruchtbar |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[V-Nat-03-1795-1797-0383]
372 Die Ströme laufen im Frühling (bei gross. Wass.) schneller als im Sommer (bei kleinem) |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0384]
373 Ströme sind am unreinsten wenn sie am höchsten sind oder am schnelsten |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0385]
374 Sie haben nah am Meer die meisten Krümmungen, weil dort der kleinste Abhang des Landes ist. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0386]
375 Sonst fiel der Nil mit 7 Armen ins Meer, jezt mit 2, die a. sind versandet - von denen Armen womit die Donau ins Schwarze Meer geht, ist nur 1 schifbar |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0387]
376 Die Eismassen treiben sich unaufhörlich von dem Pol in wärmere Gegenden und schmelzen |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0388]
377. Regen u. Thau sind auch üb. dem Meer nicht salzig. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0389]
378 Die oft 100 Meilen langen Eisfelder der Pole geben werfen d. Wiederschein einen weissen Glanz an den Horizont, den man einige Meilen weit sieht und den Eisblinken nent. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0390]
379 Sie sind mit Nebeln oft bedekt, die welche untergehen, wenn jene schwimmen |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[V-Nat-03-1795-1797-0391]
380 Eis des Weins unschmakhaft, des Seewassers süs, des unreinen Wassers rein |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0392]
381. Der Staubbach wird zu Hagel, dan zu einer hängenden Eismasse, die immer ungeheuerer anschwilt u. endlich unt. Donner abbricht. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0393]
382 Jede Welle und jeder Ris im Spiegel giebt ein neues Sonnenbild.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0394]
383. Vor der Spize eines schnellen Schifs ist ein Berg von Wass., hint. ihm eine Tiefung.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0395]
384 Ungetaufte Glocken klingen in der Christnacht, wer sie hört stirbt 41/8

 

[V-Nat-03-1795-1797-0396]
385 Milo blieb mit den Händen im zerspaltenen Baum stecken. 46/8

 

[V-Nat-03-1795-1797-0397]
386. Der Rauch zieht anfangs steilrecht auf, oben weil die Luft eben so leicht ist, geht er wagrecht. Hube **

 

[V-Nat-03-1795-1797-0398]
387. Schlecht. Wetter wenn er nicht steigt. | Nebel umgekehrt

 

[V-Nat-03-1795-1797-0399]
388 Bei Vesuv steigt er desto höh., je besser das Wetter. Da aber der Aetna höher ist, so fält der Rauch bis auf eine gewisse Tiefe und zieht dan wagrecht |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[V-Nat-03-1795-1797-0400]
388 388] Zählfehler JP Der Turmalin bekömt d. das Erwärmen einen negat. elekt. Pole und einen posit. - d. Erkaltung umgekehrte und stärkere - alle harten Edelsteine gleich ihm Hube

 

[V-Nat-03-1795-1797-0401]
389. Der Mondschatten durchläuft in 1 Minute 6 bis 7 Meilen bei einer Sonnenfinsternis. R. Anzeiger

 

[V-Nat-03-1795-1797-0402]
390 Das Licht der Sterne kömt in * J. zu uns. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0403]
391 Diie Pole eines Magnets umkehren.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0404]
392 Hube: die Gewitter die gegen Abend nach Norden ziehen, machen bei Anfang der Nacht oft Nordlicht weil sie sich so hoch heben daß sie sich ihre Elekt. nur nach oben entladen können.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0405]
393 Man findet Anker auf Bergen. 10/27

 

[V-Nat-03-1795-1797-0406]
394 In kalten Ländern findet man Gerippe von Löwen, Elephanten.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0407]
395 Die Vulkane sind alle am Meer und die vielen erloschnen kommen davon, daß sich das Meer zurük zog. Hube.

 

[V-Nat-03-1795-1797-0408]
396 Das Erdbeben erschütt. die Schiffe auf dem Meer eben so wie das Land. |

 

[V-Nat-03-1795-1797-0409]
397. Vor dem Erdbeb. fährt ein feiner Dunst aus der Erde, der die Füsse verhült und macht daß einem ist als hielte einen d* jemand fest. |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[V-Nat-03-1795-1797-0410]
398 Die Gesichter, Hände der Lebend. und Todten bestreicht man mit Leinöhl, damit der Gyps, womit man sie abformt nicht kleben bleibt.

 

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399 Alle Ausbrüche des Vesuvs mit fürchterlichen Regengüssen begleit. die mehr schaden als die Lavaströme. Neue d. Bibliothek 23 B. 129

 

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400 Blumen im Traum bedeut. Todtenkranz und Tod

 

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401 Phosphor leuchtet zerrieben stärker

 

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402 Manche Blüten {Iris} ähnlichen einem Schmetterling

 

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403 Je mehr verbrenliche Substanz, desto stiller die Flamme (Spiritus)

 

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404 Lethe wenn man in u. aus dem Elysium

 

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405 Kein vom Bliz getroff. Ort durfte überbauet, betreten werden. 12/18

 

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406 Die Asche des Vesuvs ist äusserst fruchtbar.

 

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407 Die Schmetterlinge im Frühjahr und die im Herbst haben abgestossene Flügel weil sie zu lang nach einem Weibgen fliegen müss. und durch jed. Gedorn gehen

 

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408 Stich der Otter unmerklich, tödtliches Einschlafen 45/18

 

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409. Königsschlange zerbricht Ripp., täuscht den Raub d. Schein aufgemauert. Brunnens. |

 

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396 388 203 219 98 102/5 108 hut

 

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135 137 130