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Faszikel IVb-Geo-04-1807-1814
 

Transkription und digitale Edition von Jean Pauls Exzerptheften

Vorgelegt von: Sabine Straub, Monika Vince und Michael Will, unter Mitarbeit von Christian Ammon, Kai Büch und Barbara Krieger. Universität Würzburg. Arbeitsstelle Jean-Paul-Edition (Leitung: Helmut Pfotenhauer)

Förderung: Fritz Thyssen Stiftung (11/1998-12/2000) und Deutsche Forschungsgemeinschaft (01/2001-12/2005)
Projektleitung: Michael Will
Gesamtleitung: Helmut Pfotenhauer

Transkriptionsgrundlage: Nachlass Jean Paul. Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz. Fasz. IVb, Band Geo-04

Bearbeitungsschritte:
07.03.2003 MV Beginn der Transkription
15.07.2003 MV Ende der Transkription
13.04.2010 CMC Zweites Online-Update

 

[Titelblatt]

Geographie

4 ter

1807

 

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1. Die tour sans venin bei Grenoble wo kein giftiges Thier sich aufhalten soll, kam heißt eigentlich tour saint Verain (des h. Veranus) Neueste Länder und Völkerkunde II. 5.

 

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2. Sonst die Dauphiné von mehreren unabhängig. Herren beherrscht, die den Titel Dauphins annahmen weil ein Delphin ihr Helmzeichen war |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0003]
3 Provence war die erste von den Römern erob. Landsch.; Röm. hieß. es Provincia, dah. Name | so heissen den Türken die Griechen aus Haß Römer. Weylands Abentheuer.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0004]
4 Languedoc eigentlich Langue d'Oc, weil man statt oui sagte oc. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0005]
5 In Italien heist. haben sogar die Stuben der Wirthshäus. Namen: z.B. Rusland, Europa, Paris. Kotzeb. Reis. nach Italien B. 1.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0006]
6 Die Namen der italienischen Sänger und Tänz. lassen oft die Direkteurs in einem Kreutz oder Zirkel drucken, damit nicht weiß wer der erste |

 

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7 In Neapel wird die wandelnde Kuh vor jedem Haus gemolken |

 

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8 Die Kälb. des h. Franziskus - mit einem viereckten Täfelch.

 

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mit dessen Bild auf der Stirn - laufen und schlafen und fressen da überal frei, und man hälts für ein gutes Zeichen wenn sie in einem Haus eine Schlafstelle sich aussuchen |

 

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9 Da auf dem Molo öffentliche zerlumpte Vorleser für das Volk |

 

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10 Überall wird da öff. gepredigt - Knaben in Priesterkleidung pred. für einige Pfennige pp. reden die a. Kind. an - endigt mit Balgerei zwischen Predig. und Zuhörern. |

 

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11 Wenn da die Hostie d.getragen wird, schweigt das Strassengetümmel - Knien - Wache tritt ins Gewehr, rührt sanft das Trom Spiel - plötzlich in der Nacht auf allen Balkons Licht - Schwärmer angezündet - in die nächste Strasse; dann in dieser alles wied. dunkel |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0012]
12 Das neap. Klima nur dann am gesündesten, wenn der Vesuv recht auswirft |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0013]
13 Tapet. von Porzelain sind in einem Lustschloß des neap. Erbprinzen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0014]
14 Die Sudeleien {Kritzeleien} der Soldaten an der Wand in Pompeji hat man mühs. abgelöset u. ein großes Zimmer damit geputzt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0015]
15 In den aufgewundenen Manuskripten des Herkul. werden die ergänzten Buchstab. und Zeilen mit Roth

 

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roth geschrieben zwischen den schwarzen - werden auch so gedruckt |

 

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16 In der Kirche San Giovanni Evangelista in Neap. wird der Arm des Livius aufbewahrt. B. 2.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0017]
17 In Neap. öff. Briefschreib. auf dem Markt für jeden - Übergang von frohen zu traurigen Briefen, dieselben am Tage, wo die Post ankommt, lesen jetzt Briefe vor; der ruhige Vorles. vor dem bewegten Zuhörer |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0018]
18 Da hört man im Wint. 3 Monate täglich die selbe Oper |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0019]
19 Da s 20 beichtende Weib. gegen 1 Mann |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0020]
20 Da am Tage der Hinrichtung bettelt Geld man, um die Seele des noch Lebenden aus dem Fegfeuer zu erlösen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0021]
21 In Neap. gibt nicht der, der kontrahiert, sond. der, mit dem kontrahiert wird, z.B. der Vetturino Geld darauf |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0022]
22 Da bei Regen kleine Brücken auf Räd. für die Strassenbäche hingefahren |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0023]
23 Da alle Inschriften lateinisch |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0024]
24. Der h. Stroppinus war Christi Beichtvater

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0025]
25 Alle vom Pabst an Fürsten gesandte Briefe haben nur ein kleines Format |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0026]
26 Der Pabst nennt alle Kais. und Könige seine Söhne |

 

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[IVb-Geo-04-1807-1814-0027]
27 Raphaels Schädel in einem Glasgehäuse in der Akademie der schönen Künste zu Rom. B. 3.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0028]
28 Carluccio da macht in Kork seit 12 J. das Kolosseum bis auf jed. Steinch. nach |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0029]
29 Die Kirche S. Maria in neve (Schnee Maria) - wo in den Hundstagen Schnee liege, da eine Kirche - traf sich |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0030]
30 In der Kirche des h. Joh. vom Lateran ein Altarbild Christi, das der heilige Lukas angefangen und die Engel vollendeten - der Altar so heilig daß nicht einmal der Pabst da Messe lesen darf. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0031]
31 Der Wolf läßt sich d. jede Sache, die man dem Schlitten nachschlepp. läßt, von Angriffen abhalten. Arndts Reise d. Schwed. B. 3.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0032]
32 Am Jul= {Weihnachts=} Abend ( löset man den Kettenhund ab, gibt dem Vieh besseres Futter - alle schweren Arbeiten da voraus abgethan, um an Feiertagen keine zu haben. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0033]
33 Manche haben oft 6 Meilen zur Kirche, reis. an Sonnabend ab, Montag zurück |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0034]
34 Im Klost. der Kapuzinerkirche zu Rom ist in einer Gallerie in jedem Zimmer eine Grotte aus Todtenknochen zusammen geschlichtet.

 

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- Die Zwischenräume der Grotten bilden Nischen, worin unverwesende Kapuzin. stehen, an jedem ein Zettel, worauf Name, Todesjahr - ein Kreuz aus Gurgelknochen, Kronleuchter blos aus Todtenknochen - im einen Zimmer laut. Kopf= im a. laut. Hüftknochen. Kotzebue B. 3

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0035]
35 Die Engelsburg entstand aus dem Grabmal Hadrians |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0036]
36 Im Kloster des heiligen Onofrio da wird Tasse Streusandschale u. ein abgeplatt. Stück Holz von ihm aufbewahrt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0037]
37 Die Stufen zum Kapitol mußten die triumphierenden Feldherrn knieend ersteigen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0038]
38 Dionysos von Halikarnaß: 3 Dinge zeugen von Roms Grösse, die Wasserleitungen, Landstrassen, Kloaken. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0039]
39 Bei Eröffnung der Bühne muß in Rom der Gouverneur die vornehmern Zuschauer mit Erfrischungen bewirthen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0040]
40 Da Gefängnisstrafe, wenn man im Theat. einen Platz mit seinem Hut belegt - wer seinen Beifall in einen vergognoso fanatismo ausarten läßt, od. das Misfallen nicht d. Schweigen ausdrückt - wer Wiederholungen begehrt (nichts wird gehalten) |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0041]
41 Je bess. der Wein gerathen, desto mehr Mordthaten da |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0042]
42 Ehe der Mörd. mordet, hört er eine Messe und geht zur Beichte. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0043]
43 Die alten Römer bauen mit Quadersteinen ohne Mörtel ganz fest |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0044]
44 In den Pallästen der Italiener unten ein Loch, wo eine Flasche Oel und Wein eingehen kann - man klopft, der Vinajo verkauft es heraus. D. Merkur 1775. 3. B.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0045]
45 In Toskana haben die Reichen Schneister und Schuster unt. ihren Bedienten zur Arbeit |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0046]
46 Ein schönes Mädchen bekömmt einen Protettore, der sie für das Theater singen p. lernen läßt - prächtig gekleidet, die Mutt. folgt als Bediente in Terziaren Kleidern |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0047]
47 Me Drei oder vier Weib. unterhalten mit einander 1 Bedienten (Domenichino) blos damit er eine nach der a. Sonntag in die Kirche begleite |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0048]
48 Nonnen verdienen Geld d. Machen von Agnus Dei, Rasoglio, Erziehen von Schoßhunden |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0049]
49 Man läßt sich von der Kanzlei eines Bi

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

schoffs oder des päbstlichen Nuncius ein Attestat geben, daß er ad Lionina Apostoloran nach Rom wand. wolle: dann kann er von einem Hospital zum a. d. mit Weib und Kind ganz Italien schweifen; in Rom neues Patent, daß er nach Loretto, nach St. Jacob in Compostella, nach Jerusalem wolle - |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0050]
50 In der fürstlichen Residenz in Bruchsal hat jed. Zimmer z. B. das 20 te seine eigne Schleusse, (die 20te) die bei Feuer geöffnet wird auf dem Berg und es löscht. D. Museum 1777 B. 1.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0051]
(51 Was sonst für Sonnenbahn hielt, ist Erdbahn

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0052]
51 In Mariahülf eine Bude an der Kirche, wo man die wächs. Glied. und Thiere, die krank sind, kauft - die dabei diktierten Ave Maria und Vater Unser bet., um die Kirche geht, vor dem Marienbild niederfällt und das Glied wied. zurückbringt, das so an einem Tag wie oft verkauft wird. D. Mus. 1778

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0053]
52 Jumpers od. Springer, eine alte geistliche Sekte in Wallis, Prediger bringt sie d. Reden und Sprünge in Sprünge; erschöpft nach Hause. Eleg. Zeitung 1807.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0054]
53 In der Morgue in Paris auf einer schwarzen Bahre Erschlagne, Erstochne, Selbstmörder lieg., nakt. Morgenblatt.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0055]
54 In Frankr. erfährt der Verbrecher seinen Tod nur am Morgen vorher, in Engl. oft 6 Wochen vorher. Linguet, Annales politiques T. I. p. 254. Nämlich in Engl. wos das Hängen des Diebs betrift; der Mörd. wird 24 Stunden nach der Verdammung hingerichtet. p. 255

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0056]
55 In Engl. Todesstrafe darauf, wenn man Kennt. von ehelicher Schwachheit der Königin hat und sie nicht dem König anzeigt - wenn man ihm, falls er ein Mädchen heirathen will, das Schwachheiten begangen, keine Jungfer ist, es ihm nicht sagt p. 301

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0057]
56 Moliere war sehr traurig - Renard, reich, tödtete sich selbst - Vadé kalt - Gresset stets einsam p. 407

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0058]
57 Crebillon der jüngere wurde zuletzt nommé "la Censure de la Police" d.h. er sollte gegen unzüchtige Schriften wachen p. 411

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0059]
58 Im Naturalienkabinet zu Wittenberg e 2 weibliche Kinder, die alles dopp. haben, auch den Hinterkopf, ab. nur 1 Gesicht und 1 Nabelschnur. Krause

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0060]
59 Die Pulvermüller in Sachs. das Priveleg überall nach Salpeter zu graben, unt. Häusern und Altaren, nur nicht unt. dem Ehebett. Krause

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0061]
60 Bei dem Edelman eines polnischen Dorfs wäscht ein Bedient. die Teller mit einem Pferdeschwanz rein - das Bier hat st. Kork Lehm - der Bärentanz, daß ein Mann und Frau so lange um eine Säule laufen bis sie umfallen. Vertraute Briefe über Preussen

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0062]
61 Vor dem Kaiser Paul mußte man, wenn er kam, aus dem Wagen steigen, Pelz und Mantel zurücklassen und so lange stehen bis er vorbei war |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0063]
62 Im Kanton Bern vom 20 Dez. 1807: kein Spielen bei verschloßnen Häusern erlaubt - oder Vormittags - Taglöhner und Bediente dürfen gar nicht spielen - niemand darf mehr *** verlieren an 1 Tage als 40 Franken. Morgenblatt N. 20

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0064]
63 In Paris glaubt das Volk, daß man wenn ein Leichenträger einen fixierend ansieht, in diesem Jahre sterbe. Paris und Lond. 10 ** 1.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0065]
64 Auf den Kirchenbild. der Kathol. werden die Heiligen meistens kannibalisch gemartert dargestellt. (Sierstorf) Bemerkungen auf einer Reise d. die Niederlande nach Paris 1804

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0066]
65 Auf den niederländischen Gemälden die Sonne gewöhnlich bewölkt; - italischen hell scheinend |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0067]
66 Claude Lorrain malte das Vieh äußerst klend |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0068]
67 In Brüssel das Wahrzeichen eine Fontaine als pissender Junge - er wurde vor der Revoluzion an Prozessionstagen von einem eigens bezahlten Kammerdiener u. eigner Garderobe angekleidet, sogar Spitzen=Manschetten |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0069]
68 Im Musée des monuments Français im ehemal. Kloster des petits Augustins sind die Überbleibs. französ. Könige, Abélard, Glasscheiben alt. Kirchen, kurz alles alte Reell=Geschichtliche aufbewahrt. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0070]
69 Dionysius, von Paulus zum Bischof von Athen ernannt, wurde B. von Paris, zuerst gehenkt, wobei er ab. immer fortpredigte, bis er geköpft wurde, worauf er den Kopf von der Richtstelle Montmarre bis nach St. Denis 1 Meile weit trug, wo ihm die Kirche erbauet wurde. Lenoir: ein Basrelief, die Geschichte Bacchus vorstellend, der da sonst seinen Tempel hatte, machte die Legende |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0071]
70 In Engl. muß man nicht viel mit seinem Advokaten (Attorney) über Jurisprud. sprechen, weil ers, bei Uneinigk.; leicht in Rechnung bringt. Cecil Bishop mußte bei dem freundschaftlichen Besuche eines A., dem er stets die Tafel geöffnet, üb. 100 Pfund zahlen. Lond. und Paris 10. No. 2.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0072]
71 In Amerika rechnet man auf 4,600 Menschen Einen Advokaten - nach dies. Verhältnis müßte es in Engl. nur 3000 geben; sind ab. 30,000 |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0073]
72 Der Braten ohne Gleichen heißt in Paris: Grimod füllt eine Olive mit Kapern und Sardellen, damit eine Grasmücke - diese in eine Lerche - in einen Fettammer - Krammetsvogel - Kibitz - Pluvier - Rebhuhn - Schnepfe - Kriechente - Perlhuhn - junge Poularde - Fasan - junge Gans - Truthahn - Trappe - wird 24 Stunden lang gelind gekocht |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0074]
73 De Lüce: in Insbruck fand man, wenn man seinen Haus= oder Geldschlüssel verlor, ihn immer in der Franziskaner Kirche aufgehangen wieder. Morgenblatt 178.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0075]
74 Der Brockenwirth ist nur im Juni Juli August droben

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0076]
75 Bei Petersburg unt das Lustschlößchen einen Rutschberg wo man in einem Wagen (Schlittenp.) ohne Pferd von der Höhe selb. üb. kleinere Höhen herabfährt bis in die Ebene. Länderkunde

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0077]
76 In der pariser Nazionalbiblioth. sind neun große Säle blos mit Handschriften angefüllt. (Siersdorfs) Reis Bemerkungen auf einer Reise d. die Niederlande nach Paris B. 2.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0078]
77 Die schlechte Ausschußware der franz. Fabriken gehört pour le Nord, das allerschlecht. nach Rußland. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0079]
78 Die französ. Wundärzte vortrefflich, die Aerzte schlecht nach altem System |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0080]
79 Den Tollen da zwingt man d. ein übergeworfnes nass. Tuch, das ihm überall anklebt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0081]
80 Ins paris. Findelhaus meld. oft einige Stunden später sich die Mutter selber zur {als} Amme an |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0082]
81 Bei der Revoluz. wurden da die Kind. nicht getauft - die Oberaufseherin: sie habe unter dem Waschen sie heimlich getauft |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0083]
82 Seit 100 J. wurde der Louvre immer von Gelehrten und Künstlern bewohnt, man hielts für eine besond. Wissenschafts Ehre |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0084]
83 Im Palais royal wohnen 3 Schuhputzer - Ton, von ihnen sich putzen zu lassen - man bekommt eine Zeitung während dessen zu lesen - Vor dem Eingang Inschrift: Les trois artistes réunis. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0085]
84 Seit der Revoluz. Biertrinken in Paris Mode; Bierhäuser unter der brabant. Benennung Estamines.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0086]
85 Im Pal. roy. Sammlung von Wachsfiguren in Lebensgröße, wo alle die Krankh., besonders die venerischen d. alle Grade abgebildet |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0087]
86 In Paris behalten Leute von gewissem Alter die Mode ihr. Jugend |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0088]
87 Auf einer Sonnenuhr: horas non numero nisi serenas. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0089]
88 Die Nazionalbibl. und Museum wöchentlich für Einheimische 3 Tage offen, für Fremde täglich. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0090]
89 Der nächt. Einbruch wird nicht in der Stadt, ab. auf dem Land mit dem Leben bestraft da |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0091]
90 Mörd. da bekommen als Schandzeichen ein roth. Tuch üb. die Schulter, Elternmörder noch dabei einen schwarzen Flor über Gesicht |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0092]
91 In Brabant für die 1 Bedienten 6 Liv. Personalsteuer (für die 1 Magd nichts), 2 ten 12, 3 ten 24 pp. - für die 2 te M. 1 1/2, 3 te 3 p. | - Von jedem Blatt des Hauptbuchs eines Kaufmanns werden 15 Sols gezahlt

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0093]
92 Ein Kaufmann in Brabant in einer Stadt von 100,000 Einwohn. gibt jährlich für sein Patent 300 Livres - in einer von 50,000 E. 240 L. - von 25,000 nur 120 pp.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0094]
93 Der kleine Ort Gheel im Departem. de deux Nethes Eb (in Brabant) bekommt alle Blödsinnigen und Narren, gehen frei herum, ess. mit ihren Wirthen - oft bleib. sie da, wenn sie geheilt sind |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0095]
94 In Brabant trägt wenn der Jüngl. etwa 16 Locken in 2 Reihen in seiner Perücke, der Vater 32, der Großvater 60 - sonst trug man oft 80. | Nehmen immer mehr ab

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0096]
95 Bescheeren u. streichen ihre Bäume weiß an im Dorf Saardam - die Viehställe stehen außerhalb des Dorfs |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0097]
96 Im Salzburgischen hält man die Fexen - die blöd. Cretins - für einen göttlichen Segen. D. Merkur. So auch in Walliser Gegenden.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0098]
97 Vor Pietramali (von Bologna aus) ein Gränzdorf, d.h. h Scarical' (?) Asisno, (Entladung des Esels) weil er s da wirklich seiner Last los wird. Brieflich. Zehelein.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0099]
98 Im alten Konstantinop. mußte man jährlich das @@@@@@@, für die Erlaubnis zu athmen eine Abgabe bezahlen - In Parma und Modena muß jeder Fremde, der üb. Nacht bleibt, et. an die Polizei bezahlen. Schlötz. Th. X. Heft LIX

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0100]
99 In Paris dürfen durchaus nur die Anschläge der Regierung (an den Strass.) auf weissem Papier gedruckt werden; die von Privatp. auf buntem Holkrafts Reise nach Paris

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0101]
100 Unt. Ludwig XV hielts jeder Hofmann für Nachahmungspflicht, eine Maitresse zu halten, sogar Erzbischöffe p. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0102]
101 Sonst wurde da jed., auch Fürsten, blos an der Kirchthüre getrauet, wahrscheinlich aus Religions Anstand. St. Foix Vol. III. |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0103]
102 Unt. Karl V trugen die Damen auf der rechten Seite das Wapp. ihres Gatten, linken ihres. |||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0104]
103 Ludwig XI gab den Weib. wegen ihrer Vertheidigung des belagerten Beauvais die Erlaubnis, am Jahrstag der Befreiung ihren Brautanzug u. a. am Tag wie sie wollten sich zu tragen; davon kam offner Busen ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0105]
104 In den religiösen Orden les filles dieu und den les filles pénitentes, worin nur H. aufgenommen wurden, machte der Bischoff folgende Statuten: keine soll wid. Willen aufgenommen werden; u. keine, die nicht w eine Zeit lang ein lüderliches Leben geführt, weßwegen sie vorh. von beschwörenden Matronen untersucht wurden |||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0106]
105 Vor der Revoluzion waren 200 Pförtner und Aufwärter bei dem Schatzamt angestellt, die durchaus nicht lesen können durften - leicht gefunden |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0107]
106 Wenn da das Schauspielhaus zu voll, so verlass. die Musiker das Orchester und man bezahlt so viel wie für die Seitenloge |.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0108]
107 Für eine Fahrt mit der Miethkutsche zahlt man u. wenn sie d. ganz Paris ginge, 15 Pence - so oft man aber anhält, (und hat nicht auf Stunden gemieth.) so oft muß man bezahlen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0109]
108 Auf Maskenbällen viele Herren in Damenkleid., weil Damen nichts bezahlen in männlicher Gesellschaft. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0110]
109 Im Amt Kloppenburg und Meppen am Humling strickt jed. Strümpfe vom 5 ten Jahr an - bei Feierabend strickt das ganze Haus, der Knecht auf dem Mistwagen - im Wint. setzen sich oft 30 Stricker um eine Thranlampe - a Wagenweise nach Holland geschafft. Noth und Hülfsb.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0111]
110 Die Zigäunerinnen sind in Spanien häufig Hebammen. Übersetzung von Cerv. Novellen

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0112]
111 In der Türkei mußte der alte Bassa, wenn der neue eingezogen ist, so lange auf dem freien Feld bleiben - um nicht zu bestechen - , bis dieser seine Amtsführung untersucht. Dann geht jede jener zum Staatsrath mit dem verschloßnen Urtheil und muß ent. Strafe leiden od. im guten Fall sich d. Geld ein höheres Amt erkaufen |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0113]
112 Wenn in Engl. ein Schiff unterging, so bekommt das nächste, das gebauet wird, seinen Namen. Wird die Marine um eines vermehrt, so bekommt es den Namen eines Seehelden. London und Paris |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0114]
113 In Paris nennen die deutschen Gesellen ihren Meister Schütz |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0115]
114 Da die Schuh= u. Stiefelmacher verschieden |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0116]
115 Der Schneider Santoz hat noch keinen Stich gethan, hat keine Gesellen, kann nicht zuschneiden - nimt nur das Maß für 6 Franken. Ungeheuer reich dadurch. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0117]
116 Das neue Rom ist 40 Fuß üb. dem Boden des alten erhaben. Corinna: die Thäler der 7 Hügel fast ausgefüllt.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0118]
117 Die Juden gehen nie d. den Triumphbogen Titus |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0119]
118 In dem Tiber eine Insel, die entstanden von den Garben auf Tarquinus Aeckern gewonnen hineingeworfen, weil man diese für verflucht hielt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0120]
119 Auf dem aventinischen Berg die Tempel der Pudor Patricia und der Pudor Plebeja |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0121]
120 Die römischen Casernen waren nach Art der Klöster eingerichtet oder viel mehr umgekehrt

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0122]
121 Die öff. Bäd. benannte man nach den Provinzen; und die Produkte eines ganzen Landes darin vereint |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0123]
122 Die Röm. litten keine Todten=Begrabungen in der Stadt, außer dem Kaiser u. des Bürgers Publius Bibulus, zum Lohn seiner stillen Tugenden |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0124]
123 Die großen Wohnungen der römischen Fürsten sind öde; der Fürst zieht sich in ein Zimmerchen zurück u. überläßt den Fremden die 2 Gallerien voller Gemälde |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0125]
124 Die Italiener haben, trotz der Antike, Vorliebe für überladnen Zierrath |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0126]
125 Die Peterskirche ein Anlaß der Reformazion, weil ihre Baukosten machten, daß die Päbste die Indulgenz so vermehrten |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0127]
126 Pergolese wurde wegen seines stabat mater ermordet - Giorgone malte an öffentlichen Orten nur im Panzer |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0128]
127 Hat der 2 te Akt eines Schausp. eine bessere Musik als der 1 te: so fangen sie beim 2 ten an - od. sie geben 2 erste gute Akte aus 2 Schausp. und schieben dazwischen einen Komödien Akt ein - der Sänger sagt zum Dichter, er könne nicht singen, wenn er darin nicht das Wort

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

felicità bekomme, od. tomba ein a. kann nur auf das Wort catene einen Triller machen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0129]
128 Od. ein Virtuose will zuerst nur in einer Wolke od. die eine Pallasttreppe hinabsteigend auftreten, um einzunehmen -

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0130]
129 Nach jeder Arie muß der Sänger sich dankend verbeugen, z.B. als Geist des Nimus |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0131]
130 Zwischen dem 4 ten und 5 ten Akt kündigt z.B. der Schauspieler auf inorganisierte Harlekins Spiele an, z.B. als Liebhaber, der im fünften stirbt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0132]
131 Madame Stael: die Bildhauerei war die Kunst des Heidenthums, die Malerei des Christenthums |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0133]
132 Gerade in der Charwoche werden in Rom die meisten Mordthaten gethan, weil man d. Fasten sich ein Kapital von Buße erworben - Mörd. noch blutig wollten doch am Freitag kein Fleisch essen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0134]
133 In Vened. gibt wirft die Nonne bei dem Schleier nehmen einen Blumenstrauß hinter sich u. Kanonenschüsse zeigen es an |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0135]
134 Im Pallaste des Dogen waren alle Staatsgefäng. üb. u. unt. ihm so wie die Inquisiz. Gerichte. |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0136]
135 In Da kein Soldat - man ging in die Komöd. wenn da einer auftrat - ein einziger Sbirre der die Inquis. pro deo inducat auf seiner Mütze trug; hielt Tausend in Zaum |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0137]
136 In Norwegen in der Vogtei Salten ist ein kahler Berg, der Ziegen und Böcken tödtlich ist. Länd. und Völkerkunde

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0138]
137 Die Norweger geben dem Bären den Verstand von 2 u. die Stärke von 7 Männern |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0139]
138 In Batavia müss. die Sklav. immer auf dem Weg gehen, der für das Fuhrwerk bestimmt ist. Barrow. Morgenblatt

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0140]
139 In Baden dürfen an Orten, wo Posten sind, keine besonderen Briefboten, Hauderer pp. gesiegelte Briefe (doch offne) Pakete mitnehmen. R. A.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0141]
140 Der gemeine Muselmann nennt den Europ. blos Hutträger; einen Engl. von einem Franz., Deutschen von Russ. unterscheidet er nicht. Murhard von Konstantinopel 1 Band

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0142]
141 Ragusa ist der einzige Staat in Europa der seit Jahrhund. keinen Krieg gehabt |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0143]
142 Die Holländer befrachten aus Geitz ihre Schiffe stärk. als alle seefahrenden Nazionen, daher sie das meiste Unglück. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0144]
143 In Konstantinop. wird fast alles von den Thieren an getragen, nicht gezogen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0145]
144 Die grüne Farbe bei ihnen heilig; dah. sie keine grünen Pantoff. haben, jene nicht einmal mit dem Fuß berühren |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0146]
145 Die erste Grazie im Tempel zu Elis hatte eine Rose in der Hand - 2 eine Myrte - 3 einen Kubus, Zeichen der Freude, Liebe, Beständigkeit - Auf Gemm. als Tanzende eine vor= eine seit=, eine rückwärts gewandt. Elegante Zeitung.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0147]
146 Frage, warum die Sonne nicht d. ihr Licht kleiner werde.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0148]
147 Das vorderste Cameel einer arab. Karavane ist mit einem Seil aus Palmknospen an einem Esel befestigt, der A anführt u. dah. nichts trägt. Chateaubrinad

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0149]
148 Die arab. Pferde werden mit 4 Füss. an die Erde d. Pflöcke gebunden - nie in Schatten

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

- nie ohne Sattel - oft in 24 Stunden nur 1 mal getränkt - u. doch so kräftig. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0150]
149 Unt. Joseph. II war jedem Hause geboten, 2 mal täglich im Somm. auf der Strasse Wass. auszusprützen zur Kühlung und gegen Staub. Iselins Ephemeriden 1782

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0151]
150 Nach dem englischen Gesetz wird ein Selbstmörder auf dem Kreutzweg beerdigt und ein Pfahl durchs Herz. Lond. und Paris

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0152]
151 In Polen wünscht man bei dem Nies., daß man 500 Kind. bekommen möge. Krummach. in Mblatt

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0153]
152 Auf den Inseln Färöer muß jede Mannsperson jährlich einen Schnabelzoll an den Amtman (Sysselman, ein Bezirk heißt Syssel), nämlich Raubvögel=Schnäbel liefern Länder= und Völkerkunde.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0154]
153 Der Pfarrer da, der mehrere Inseln zu besorgen hat, muß sich mit Stricken an dem steilen Ufer hinaufziehen lassen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0155]
154 Das königliche Schloß in Berlin hat eine Treppe ohne Stufen für Sänften. Morgenblatt

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0156]
155 Vo Farbige Vorhänge bedeuten Hurenhäuser |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0157]
156 Die deutschen Bäcker in Rom mehr geacht. als die römischen hat eine eigne Kirche in Rom u. ist verbrüdert mit allen a. deutschen B. in Italien Schlötzer Staats Anzeiger B. 1.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0158]
157 Im Kirchenstaat außer den einigen wenigen Soldaten nur Milizioten, die keinen Sold bekommen als daß sie von der Schorstein=Abgabe befreiet u. Messer tragen dürfen | p

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0159]
158 Welschen haben keinen kriegerischen Geist, aber Freude am Schiessen u. an Thierhatz p. 228

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0160]
159 Im Kirchenstaat jährlich 160 Fischtage die man Fasttage nent. II p. 132

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0161]
160 Der Exjesuit Urban zu Ingolstadt warf 1772 die Frage auf, ob Gott allmächtig wäre, hätt. er auch nur 1 Mücke erschaffen. p. 350. (eine Frage, die auch für die ganze Welt gilt)

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0162]
161 In Dänemark muß jed. Postillon ein Attest des Reisenden bringen, daß er zur rechten Zeit angekommen und man mit ihm zufrieden sei; jener sieht mehr auf das Attest als auf das Trinkgeld. Berliner Monatssch. Oktober 1807

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0163]
162 Wenn in Leipzig am Sonnt. vor der Messe die Pferde durchgehen, hat der Rath das Recht das schönste zu kaufen und dem Kurfürsten zu schenken. Krause.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0164]
163 Die Kanzeln in Italien sehr geräumig, der Redner geht darin von einem Ende zum a. bei jeder Periode. Corinna.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0165]
164 In Paris rue de la loi (hieß sonst rue de Richelieu eine a. hat jetzt diesen Namen - Colberts Strasse berührt die eine Seite der Bibliothek - Corn. Crebillon Rac. Volt., Molière umgeben mit fünf Strassen das sonstige théatre français - Buffon's den Jardin des Plantes - eine Strasse heißt contract social, eine a. Rousseau - rue Mercier - rue des filles angloises - des 2 Anges - des 3 portes - des 12 portes - des 3 visages - 3 pistolets - 3 couronnes - 4 fils - du coeur volant - de la femme sans têtes - du Petre Pierre au lard - du V. aux Poissons. Paris und Lond.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0166]
165 In Frankr. wird jed. Rekrut vacciniert, ders nicht war; so auch niem. anders in eine öff. Erziehungsanstalt gelass.; in Baiern wird nach dem 3. Jahre für jedes unterlassene Vacc. eine höh. Strafe gefodert.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0167]
166 In Holland ist auf jeder Wiese ein Busch zum Schatten für Vieh. Deutsches Museum

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0168]
167 In Ital. hat eine Frau 3 C***sb., der vorgezogene - ders werden will - und il patito der Leidende, der ganz vernachläßigt doch fortanbetet. Corinne I.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0169]
168 Alfieri: er gehe in Florenz auf den Markt, um das gute Italien. zu hören. Eben so gut sprichts der Pöbel in Rom |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0170]
169 In Venedig kein Baum - keine Bewegung hört man außer den Gondeln - für viele der Anblik eines Pferds oder Baums ein Wunder - manche waren in ihrem ganzen Leben nicht in einem a. Quartier der Stadt - die Gass. blos Kanäle. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0171]
170 In der Lagune, wo d man die Staatsverbrech. ersäufte, war es verboten, zu fischen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0172]
171 In der innern Kirchthüre zu Maria Einsiedeln 5 Löcher von Gott selbst; in diese steckt jeder Pilg. seine Finger; jährlich 300,000 Finger hineingesteckt. Baggesen. Weyland Abentheuer B. V

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0173]
172 In Calcutta verlieren die europ. Hunde bald den Geruch |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0174]
173 Auch vor dem Blicke des Tygers stehen Rehe Hirsch p. festgezaubert. |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0175]
4ter 4ter] Band-Zahl

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0176]
174 Der Tyger ist stets von Vögeln umflogen, besond. mit Pfauen; denen sich dah. hinter einem gemalten Tyger auch Jäger auf Schußweite nähern können. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0177]
175 Knoblauch bei den Neugriechen gegen Bezaubern aufgehangen - in allen Schiffen gegen Stürme - lobt man ein Kind p., so spricht man vom Knoblauch (gegen das böse Auge, das sie so fürchten) | Pouqueville |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0178]
176 Sie sagen: sei mir gegrüßet, Unglück, wenn du allein kommst. ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0179]
177 Sie wagen nicht den Namen Teufel auszusprechen; sagen: derjenige soll dich holen, der draußen und weit von hier ist. Blos in der Kirche wird er genannt, weil er nicht dahinein kann ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0180]
178. Die schrecklichste Verwünschung sind die fünf ausgestreckten Finger; dah. die 5 in Gesellsch. selten u. nie ohne Entschuld. genannt wird ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0181]
179 Towinson: die Morlachen die größt. kält. Lügner und Diebe gegen Fremde - Gastfreundlich gegen sie - bricht nie sein Wort.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0182]
180 Eb. zwei am Altare verbundene Freundinnen heiss. Pasistrimé, Männ. Pobratimi; haben Vermögen, Beleidig., alles gemein. Ein Bruch zwischen ihnen zw wird für das Zeichen eines öffentlichen Unglücks gehalten |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0183]
181 Ebenda: kein Morlache vergab je; Osveta bedeutet nach Fortis Rache und Heiligung" wer sich nicht rächt, heiligt sich nicht." Ist die Rache vorbei, der Mensch todt: sind beide Familien wied. freundlich |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0184]
182 Bei den Türken darf bei den Begräbn. niemand weni*...* laut seufzen, dah. keine Weiber dabei sein dürfen

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0185]
183 Niemand da darf sich auf ein Grab setzen oder stellen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0186]
184 In Nola dürfen die untersten Leute bei der Weinlese den Vornehmsten alle möglichen Schimpfworte sagen. D' Anse de Villoison. Eleg. Zeitung.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0187]
185 In Italien zieht man in den Gärten wenig wolriechende Blumen nur geruchlos., weil man sie da mit Recht für schädlich hält. Moden Zeitung In Rom vertragen manche Damen nicht einmal den Geruch einer Pomeranzenschale

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0188]
186 Den höchsten span. Beamten in den Kolonien ist es verboten, da liegende Gründe zu haben, bei Hochzeiten, Leichen zu erscheinen, Pathe zu sein, sich od. ihre Kind. zu verheirathen - damit sie wied. nach Span. verlangen. Europäis. Annal.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0189]
187 Wer in Straßburg promov. will, muß 14 Examina passieren. Brede's Reise. L. L. Z.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0190]
488 488] ZählfehlerPiron saß in den Th Tuilerien unt. einem Marienbild und glaubte alle Grüße dess. an sich gerichtet ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0191]
489 Das Palais royal heißt jetzt Palais du Tribunal ||

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0192]
490 In Lond. werden die Austern von Austernhändlern in Kellern gemästet. Nemnich |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0193]
491 Unweit Bradley brennt seit 30 J. ein Steinkohlenflötz ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0194]
492 In den französischen Lyzäen darf jed. Zuhörer examinieren. Armenfreund

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0195]
493 In Coimbra schaffen den Strassenunflath die Schweine weg; dazu gehalten. Elegante Zeitung N. 101

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0196]
494 Da die Studenten da keinen Hut tragen dürfen: stets haben sie Sonnenschirme ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0197]
495 Am Osterfeste darf jeder jede auf den Mund küssen in Rußland beim Reichen der Eier: der eine sagt: Christos woskress (Christ ist auferstanden), der a. wo istinno woskress. Gut für Verliebte

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0198]
497 Die Perser schlagen die Oden des Hafiz auf, wenn sie üb. Thun und Lass. zweifelhaft sind ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0199]
498 Keiner läßt sich von seinen 5 täglichen Gebeten abhalten; u. die Bedienten entschuld. ihr Versäumnis mit dem Gebet |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0200]
499 Die Javaner glauben ihre Könige und deren Kind. durchaus unverwundbar. Deschampre.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0201]
500 Sie schlagen sich selten ernst; ab. haben ein Spiel, wo 2 mit Ruthen einer um den anderen sich nach dem Takt bei Musik ein schlagen bis aufs Blut. ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0202]
501 Glaub., wer einen Tyger tödt., den fresse auch einer wieder. ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0203]
502 Da der Tyger kein a. Fleisch frißt als was er selbst geschlachtet: so hängt ein Stück, das er übrig gelass., an einem hoh Baum, unten Pfähle, spießt sich darnach springend ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0204]
503 Bei den Bauern in Engl. brechen 2 Liebende ein Viergroschenstück bei dem Abschied auseinander, ein Zeichen ewig. Treue. B. 8.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0205]
504 Bei den Hindus darf keiner im Hause sterben, sond. so nahe an Ganges gebracht, daß er das Wass. berühren kann. Le Goux de Flaix |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0206]
505 Die Witwe läßt, eh sie den Scheiterhaufen des Manns besteig. darf, ihre Han das erste Daumenglied an einer Fackel verbrennen . ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0207]
506 Auf dem Scheiterhaufen nennt sie den Namen ihres Manns zuerst, da keine Frau bei dessen Leben ihn aus Ehrfurcht nennen darf ||

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0208]
507 Nach den span. Kolonien durfte kein Spanier ohne Paß, Zeugnis guter Sitten, und Beweis spanisch. Herkunft reisen. Später 1801 ein Gnadentarif erlass., Taxe für Erlaubnis dahin 528 Taler | Depons Reise nach Terrafirma in Südam. |||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0209]
508 Kein Spanier in Terrafirma darf verreis. ohne ausdrückliche Erlaubnis seiner Frau; kommt er in der von der Frau vorgeschriebnen Zeit nicht zurück, so wird er bei ihrer Anzeige von der Obrigkeit unt. schwerer Strafe zurück gerufen ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0210]
509 Bei den das. Spaniern fod. die Lebensart, ein starkes Geräusch beim Eintritt ins Haus zu machen, um die Ankunft zu sagen ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0211]
510 Das höchste Vorrecht der Weissen gegen die freien Farbigen oder Mulatten Farbige bedeutet dort Freigelaßne und Abkömmlinge davon Farbige bedeutet ... davon] durch Einfügungszeichen am Exzerptende eingefügt der Neger ohnehin ist in der Kirche auf wollenen Deck Teppichen knien zu dürfen. Kein Farbiger darf einen Neger in seinen Diensten haben, nur der Weisse ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0212]
511 Fa Freie Farbige kan kein öffentliches Amt; kein Gold, Seide, Perlen tragen ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0213]
512 In Sina werden die Schauspieler auf einen ganzen Tag gedungen, sie spielen fort, es mögen Zuschauer da sein oder nicht Barrow |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0214]
513 Den Beifall drückt man ihnen d. zugeworfne Kupfermünzen aus ||

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0215]
514 Ein arab. Hengst muß eine ar. Stute von ähnlich edl. Geschlecht nur vor einem Zeugen belegen, der 20 Tage bei ihr bleibt, ja sie darf keinen anderen Hengst von fern sehen. Niebuhr. B. 1

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0216]
515 Bei den Arab., die das Jahr nach Monden eintheilen, ist ein Preis darauf gesetzt, wer zuerst den Neumond entdeckt, darauf Kanonendonner und Lust. Degrandpré |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0217]
516 Die Portugiesen haben nicht 1 noch nicht Einen Hindu zur christlichen Religion gebracht. B. 6. aus Indian recreations

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0218]
517 In Calcutta hat ein Haus oft üb. 105 Dienstboten, t weil da jeder Hindu durchaus nur eine einzige Art von Arbeit verrichtet ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0219]
518 Die Hindus haben Hospitäler für Hunde und Katzen, keines für Menschen ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0220]
519 Die Braminen dürfen allein den Vedah lesen und erklären - die 2 Kaste die Katry ihn vorlesen hören - 3 (Bhysen) nur den Kommentar les. hören - 4 (Schutters) gar nichts ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0221]
520 Da Bei den Hindus halten einige die Fäuste so lange verschloß., bis die Nägel an der Rückseite der Hand wied. hinauswachsen. ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0222]
521 Gerade das sanfteste Volk hat die grausamsten Bußübungen und Todesstrafen ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0223]
522 Verzweifelt man am Aufkommen eines Kranken, so

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

trägt man ihn an den Ganges und läßt unt. der Sonnenhitze sterben, auch füllt man ihm Augen Mund und Ohren mit Schlamm daraus und begießt ihn mit Wasser. ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0224]
523 Bei dem jährlichen Fest, der Spaziergang der Götter, wird ein schwerer Wagen mit 60 Rädern von tausend gezogen - und mehrere werfen sich darunter, um erquetscht zu werden zu künftiger Glückseligkeit ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0225]
524 Auch die niedrigen Hindus ziehen einen Kreis um ihre Malzeit - überschreit. ihn ein Europäer, so ist verunreinigt u. für den Hund blos ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0226]
525 Mehrere Feuersbrünste hinter einander in Konstantinopel bedeuten Volks Unzufriedenheit, weil der Sultan bei jedem Brande persönlich sein muß u. ihm dann die Weib. (die überh. das Recht haben, alles ungestraft zu sagen und zu thun) die bittersten Vorwürfe machen. Bouqueville |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0227]
526 Der Theriaki (der Opiumsfress.) fängt von einem halben Gran an - nach wenigen J. schon üb. ein Quentchen - Wass. macht ihnen Koliken - zuletzt kahl, lahm gedächtnislos, ewiger Hunger und Priapismus, zahnlos, zitternd. ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0228]
527 Ein betrunkner Türke auf der Gasse gefunden bekommt eine Bastonnade - das 2 te mal noch stärker - das drittemal auch - das 4 te mal ab. erhält er den Titel eines kaiserlichen privilegierten Trunkenbolds u. wird, darüb. betreten, blos in ein Bad gebracht auf heisse Asche zum Ausschlafen

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0229]
528 Bei den Esthen sucht nach der Kopul. das Brautpaar einander auf die Füsse zu treten; wer zuerst, hat das Hausregiment. Gewöhnlich die Braut. Moden=Zeitung. 1808 )

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0230]
529 Nachts kündigt ein Kanonenschuß der 7 Thürme dem Großvezier die Vollstreckung seines Todtesurtheils an; so viele Leichname, die sogl. ins Meer {Hellespont} geworfen werden, so viele Schüsse |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0231]
530 Wegen der Feuersgefahr ziehen da die Weib. alle Ringe, Halsgeschmeide und andere Kostbarkeiten jede Nacht an im Bette |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0232]
531 Die türkischen Verkäufer der schönen Sklavinnen glauben, die Blicke eines Christen verderbe sie {bezaubere sie bös}; daher der Preis fällt, wenn sie einen Christen angesehen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0233]
532 Der Großherr darf zwar das Vermögen eines verstorbenen Beamten konfiszieren, ab. nicht das der Frau desselben |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0234]
533 Skinner von Peruanern: das Girren der Turteltauben auf ihrem Dache war ihnen Zeichen nah. Todes; opferten ihnen daher. B. 7.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0235]
534 Ebenda: die verheirath. Weib. gehen bekleid., alle Jungfrauen nackt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0236]
535 Ebenda: will einer bald sterben, so halten ihm die Weib. Mund, Nasenlöcher Augen zu, wickeln ihn

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

ein, legen sich fest auf ihn, um der Seele jeden Ausweg zu versperren; - freilich gerade das Gegentheil. Nachh. beschmieren sie die Hütte mit Koth, damit der Gestank sie abhalte ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0237]
336 Da sie glauben, die Caciquen=Seele u. dess. Frauen gehe in einen geschwänzten Affen über, so machen sie dem Thiere, das ihre Anverwandten bewohnt, die lächerlichsten Komplimente ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0238]
337 Der Bramine hält die Kuh beim Schwanz sterbend, um sogleich der Oeffnung nahe zu sein zum Einfahren der Seele ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0239]
338 Das Haus der Verstorbnen bei den Peruan. wird stets abgebrannt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0240]
339 Auch vermeid. man möglichst, dess. Grab zu besuchen und bemüht sich, alles von ihm, sogar dessen Namen zu vergessen. ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0241]
340 Bei den Negern da muß die Wittwe eines Korporals um zum 2 ten mal zu heirathen, in einer Versammlung den vorigen recht beweinen, dann auf einem silbernen Präsentierteller die z Schuhe während des Witwenstands getragen, zeigen und diese müss. gänzlich abgenützt sein ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0242]
341 Im Walliser Land werden die Wälder für heilig gehalten, keine Axt kommt daran; denn sie schützen gegen die Lavinen |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0243]
342 Karl der Große versetzte nach seinem Völkervermischungssystem z. B. Wenden von der Oder zwischen Erlangen und Nürnberg; behielten wegen der Wenigkeit nur ihre Kleidung bei, nicht ihre Sprache. Ficks neueste Reise.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0244]
343 Kopernikus bekam das 1te Exempl. seiner Astronomie, woran er 24 J. gearbeitet u. die lang nicht herausgeben wolte, ein Paar Stunden vor seinem Tod |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0245]
344 In Frankr. ist ein Bibliothekzimmer unentbehrlich; der Mann und die Frau ihr besonderes Wieland zu Luzian

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0246]
345 Nikolai: 1) die umgewandte Täfeleins Hochzeit, wo die Gäste alles bezahlen 2) Zahlhochzeit wo diese et., die Brautleute das a. bezahlen, 3) die verlegten Hochzeiten, wo diese alles, pp. noch Nachthochzeit pp.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0247]
346 In Ungarn sind 3000 Epileptiker. Miszellen für die Weltkunde

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0248]
347 Die weiss. Augustiner Herr. in Halberstadt haben das Recht, alle Donnerstage um 9 Uhr Morgens in die luth. Domkirche zu kommen und ihr Gebet während der Predigt überlaut zu verrichten - Daher, weil im westfälischen Fried. ausgemacht, alles soll so bleiben wie es 1624 war; jene bewies. nun, daß sie da gerade gebetet. Dessauisch. Zeitung 1782 4 St.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0249]
348 Am 3 Jul. wird in Paris das Bild des betrunkenen Schweizers - aus Weidenstöcken geflochten - verbrannt, der einem Marienbild Säbelhiebe gab und Blut floß; er muß vor jedem Menschen Bild Sprünge machen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0250]
349 Auf manchem Schiffe mit 100 Negersklaven, oft 5 Europäer; stets eine Kanone gegen sie gerichtet. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0251]
350 In Frankr. applaud. man in der Kirche den Geistlichen. Morgenblatt.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0252]
351 Sonst wurde in Wien den Geistlichen wenn sie aus der Kirche kamen, die Hand geküßt, auch von Weibern. Dessauische Zeitung 1782

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0253]
352 Im Amte Bahlingen (im Würtenbergischen) wurde sonst ein rechtsch. Mann gewählt, der Datte; zankten sich Eheleute: so klopft er vermumt Nachts an, sagte: der Datte kommt - Halfs nicht, noch 1 - Zum dritten mal ab. drang er ein und prügelte den Schuldigen sehr. Keine Eheprozesse. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0254]
353 In Paris werden oft Assembleen in Kirchen, Hospit., Gefängnissen angestellt, d. Billets eingeladen; nach der Predigt sammeln Prinzess., Gräfinnen p. Almosen für Gefangne p. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0255]
354 In Kroazien wird das Haus eines im Krieg fliehenden Sold. umgerissen und Frau und Kinder verjagt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0256]
355 In der Türkei muß der Verpestete, zum Ausweichen einen rothen Turban, Christ rothe Kappe tragen |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0257]
356 Der Belgrader muß sein Zahlgeld in ein Becken mit Essig werfen; der Kontumazbediensteten nimmts heraus und gibts dem Gläubiger. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0258]
357 In Siebenbürgen heiss. die Kreis., worein es abgetheilt, Stühle d. h. Gerichte |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0259]
358 In Remiremont (in Lothringen) erhob das Kapitel von Lehnsdorf Fougerolle die Abgabe: jährlich zu Pfingsten muß es entw. Schnee oder 2 Ochs. bringen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0260]
359 Die Amerikaner haben meist Namen von grossen Alten, Gastgeber, Gerichtsboten {Schneid.} p. nennen sich Brutus Szip. Afrik., "mein Schneider Leonidas, und sein Nachbar der Schloss. Pompon. Atticus." Morgenbl. p. 3911808

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0261]
340 340] ZählfehlerIn der Türkei darf kein Speisewirth zugl. auch Getränke halten. Morgenbl. 08 S. 448

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0262]
341 In Holland das Schneiden der Bauern mit Mess. zum Ernst und Spaß; 3 Hauptschnitte 1) Galgen = von Stirn bis zum Kinn - 2) Rad = ums Gesicht 3) Kreuzschnitt. Jed. muß sich wenigst. einmal herumgeschnitt. haben. S. 455

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0263]
342 Millin: Im südlichen Frankreich ein Dorf Tourtour; von Tort., weil man da die größt. Verbrecher hinrichtet. Leipziger L. Z. LXXVI. 08

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0264]
343 Der Sterbende in der Quarantaine Anstalt in Marseille beichtet vor dem fern sitzenden Priester und bekommt Absoluzion, ab. kein Abendmal und Oelung ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0265]
344 In Münster keine Leichensteine, weil sie zu viel Platz nehmen - nur Familienbegr. haben sie, aber die Steine nur aufrecht, nicht liegend. Nordische Miszellen X. 1.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0266]
345 In der Sandwüste um Bayonne ein Fest wo die Einwohner mit frischen Dornenbüschen in die Kirchen ziehen, sie segnen zu lassen - hier wachs. so viele - werden das ganze J. aufbewahrt. Morgenblatt S. 531. 1808

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0267]
346 Wer in Spanien im Wagen einem Priester zu Fuß mit dem Viaticum begegnet, muß ihm den Wagen geben zu Fuß neben laufen, am Hause des Kranken warten, wied. z h gehen bis zur Kirche des Geistlichen; u. dann erst einsitzen. Eleg. Zeitung. 1808. 165.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0268]
347 Geht er mit demselben (ein Glöckchen bezeichnet es an) vor einem Schauspiel Hause vorbei: so kniet alles darin, Teufel, Juden p. nieder so lange mans hört. ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0269]
348 In Appenzell werden Aukzionen von Kühen von der Kanzel verkündigt. Korrespondenz 08 k*...*de Jenaer L. Z. p. 108 08

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0270]
349 Ferner davon, wird eines Verbrechens wegen Wein zu trinken verboten auf eine Zeit lange |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0271]
350 In der Schweiz hat man Käsekeller, Käse werden als Heirathsgut mitgegeben |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0272]
351 Rehfues: In Italien sind jetzt 200,000 Dichter Miszellen der Weltkunde

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0273]
352 In Madrid bei Thierhatzen ist Pfeifen Beifalls Zeichen. Eleg. Zeitung

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0274]
353 Die Logen allda im Schatten kosten doppelt so viel als die in der Sonne. Korrespond.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0275]
354 Der Main und Rhein strömen nach ihrer Vereinigung noch unvermischt fort; der Main ist schwerer, trägt dah. die Schiffe höher. Deutsche Zeitung

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0276]
355 Lauingen, ein Pfalz=Neuenburgisches Städtchen darf - gegen ganz Schwaben - Freitags und Sonnabends Wurst essen; die Erlaub. von der Reformazion her, weil es sonst bei so vielen Fasttagen luther. werden wollte. Deutsche Zeitung St. 49. 1784

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0277]
356 In Rom bekommt man, hat man sich katholisch gemacht, jährlich 8 Zechinen Konvertitenpension. Nikol. in Biesters Monatssch.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0278]
357 Wer in Spanien einmal öffentlich betrunken erschien, ist unfähig vor Gericht zu erscheinen. Bamb. Zeitung 1808

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0279]
358 In der Gegend von Carrara bekommt der Reisende das Postpferd und der Postillon läuft zu Fuß darneben und peitscht es. Mbl. N. 287 1808

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0280]
359. Jed. Gewerbe in Neap. hat wie sonst in Italien sein bestimmtes Quartier und eigne Strasse, dah. Wetteifer. Rehfues von Neapel.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0281]
360 Da werden die jungen Brautleute von allen Bekannten ausgepfiffen, bei denen sie vorbeifahren |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0282]
361 Die Mascheroni oder steinernen Masken in den Mauern an den Trepp. werden zum Auslösch. der Fackeln gebraucht |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0283]
362 Die Valencianer grüßen: Ave Maria - darauf Gegengruß: sin pecado concebida Elegante Zeitung N. 218. 1808.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0284]
363 In Lausanne findet man in der Kathedrale die Leichensteine so vieler Prinzen, Prinzess. Groß. mit Erstaunen - Tissot wohnt da. N. 222

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0285]
364 Das Thal, das bei St. Maurice Wallis vom Pays de Vaux trennt, wird mit einem Thor geschlossen. ||

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0286]
365 Im Badenschen wird kein Jüngling auf Univ., Gymn., Gewerk aufgenommen, der nicht das Haben des natürlichen oder des Schutzblattes beweiset. Berlinische Zeitung 1809. Februar

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0287]
366 Der König von Spanien hat einen Maulesel=Balbier, der es ganz glatt schiert. Eleg. Zeitung 1808. N. 229

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0288]
367 Im Dorf Broek werden die Gass. (von Ziegelsteinen) täglich gescheuert. In Stiefeln darf niemand das Haus betreten. - Vor die schöne Vorderthüre (d. die Hinterthüre geht man gewöhnlich nur ein) wird nur selten eine Treppe gelegt zum Eingang. E | 1809 n. 6

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0289]
368 Jährlich werden im Frühl. die Häuser bunt angestrichen, und im Winter schwarz. ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0290]
369 Jeden Freitag Küch. und alles gescheuert, damit nun bis Sonntags alles blank bleibe, ess. sie Sonnabend gedörrten ungekochten Fisch, od. nur Käse ||

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0291]
370 In Portugall bringt man sogar kleine Kind. d. Schnupftabak zur Stille. Lueder. Jenaer L. Zeitung N. 19. 09

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0292]
371 In Portugall ist nur Eine Zeitung, ab. kein einziger Artikel darin, der nur von weitem auf Politik Bezug ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0293]
372 In 1800 Jahren hat Portug. mit seinen Nebenländern nicht so viele Autoren als blos im J. 1788 in Deutschland schrieben ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0294]
373 Auf dem Münster sucht jed. seinen Namen höher einzuschreiben.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0295]
374 St. Marino Republik, geht bis an den Fuß des Berges. Der h. Marino, anfangs ein Mauerer, war zuerst auf ihr u. Stifter. Kotzebue Biene aus Addison

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0296]
375 Über Vierzehnhundert Jahre ists Republik. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0297]
376 Der Arzt und der Richter müß. Fremde sein |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0298]
377 Auf den westlichen Hebriden bringt der Vater dem Nachbarn mit dem er in Haß lebte, sein Kind zum Pathen; u. dad. wird dieser ihm ein 2 ter Vater und versöhnt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0299]
378 Die Türken lass. bei dem Tulpenfest 100 auf dem Rücken verguldete Schildkröten herumkriechen, jede mit einem Lichtchen |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0300]
378 378] ZählfehlerHenry Wharton , Kapellan eines Erzbischoffs hatte 2 Zungen, die eine wuchs, die a. schrumpfte ein |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0301]
379 Die Türken trauern blau, die Ägypt. gelb, Aethiop. grau |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0302]
380 Auf den Hebriden schickt der Herr sein neu gebornes Kind einem Unterpächter, ders auf eigne Kosten bis 12 J. erziehen und beschenkt entlass. muß |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0303]
381 Da näht man den jungen Adlern den Mastdarm zu; das Schreien aus Verstopfung halten die alten für Hunger und tragen immer mehr Wild zu, das der Mensch wieder fortträgt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0304]
382 In Spanien hatte sonst jede Dame das Recht 2 Verehrer an den Hof mitzunehmen die den Hut nie abzogen, zum Zeichen daß sie ins Anschauen der Geliebten vertieft |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0305]
383 Die große Glocke zu St. Maria Magdalena in Breßlau thut, wenn sie 56 mal gezogen ist, noch 50 Schläge nach. Einsiedler.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0306]
384 Bei den Sinesen schickt der Besucher auf seinem Visitenbillet auf der a. Seite desselben ein Verzeichnis der Geschenke, die er geben will, worunt. der Wirth wählt und die man vorh. dann schickt. Elegante Zeitung.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0307]
385 Hinter dem Zuge der Kühe auf den Alpen folgt der Stier mit einem Melkstuhl auf den Hörnern. Korresp. N. 171

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0308]
386 Die Mädchen auf den Alp. haben Liebesgesänge "Ruguser" - Der Liebhab. sagt sie rugust und kommt näher und dann führen sie sich blos am kleinen Finger nach Hause |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0309]
387 Die Muhammed. nahmen darum Venedig nicht, weil sie kein Wass. zum Reinigen da finden. Lettres Persanes.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0310]
388 Am Hochzeitabend steckt der Russe in den einen Stiefel einige Geldmünzen - trifft die Braut den Stiefel mit Geld, so darf sie ihm keine mehr ausziehen - wo nicht, so immer. Moden Zeitung

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0311]
389 In Baiern p. sind Hemmketten ohne Hemmschuh verboten.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0312]
390 Mehrere Donauschiffer leiden es nicht, wenn man pfeift, auf blasenden Instrumenten spielt, fragt, ob man heute noch an einem gewissen Ort ankommennne.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0313]
391 Wer am Fuldaer Hof vom Aschermittwoch bis Ostern etwas Zweideutiges bei Tische sagte: ein hölzerner Kapuziner gebracht, in dess. Zwergsack er eine Geldbuße werfen mußte. Journal für Deutschland 1784 Jan. - Jun. p. 265

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0314]
392 Sonst im Mainz. verkünd. der Thurmwächter mit einer Trompete die Ankunft des ersten Storchs und bekam etwas. p. 423

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0315]
393 Vom 1 bis 20 ten Heumonds ists in Spanien ab dem Pharo erlaubt, Laubthal. z auszusetzen - später nur Gold. Graues Ungeheu. 4. B. p. 202

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0316]
394 Auf den Fuchs Inseln leben die Gemeinden in Yurten von 80 Ruthen lang unt. der Erde, ein ganzes Dorf w bewohnt so ein Haus. Coxe neue Entdeckungen der Russen zwischen Asien und Amerika.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0317]
395 Da halten die Mütter die schreienden Kinder so lange im Meer (im Wint. und Sommer) bis sie schweig., schadet ihnen nichts. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0318]
396 Meyers Darstellungen von Italien: D unt. dem vorigen Pabst Dekret: Juden in eine schmutzige Gasse (il Ghetto) gesperrt - Todesstrafe, wenn sie Nachts in der Stadt sind - Galeerenstrafe wenn sie in eine Kirche, Klost. kommen - k. Christ darf einen Juden bei sich im Wagen sitzen lassen - dürfen nicht reiten und fahren |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0319]
397 Ebenda: sonst mußten sie am Karneval wettrennen, dann die Pferde - jetzt dafür 300 Scudi |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0320]
398 In Genf nahe den Fleischbänken ist noch der Käfig, worin sonst der Staat Adler, als Symbol seines Wappens und seiner Freiheit unterhalten. Magaz. der Reis. 30 B.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0321]
399 In Konstantinop. achtet man den Schatt. so, daß man um einen Baum lieber das Haus herumbauet - er ragt übers Dach - als ihn abhauet. Castellan's Briefe üb. Morea p.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0322]
400 Die Mainottinnen, wenn sie keine Waffen kriegen können, stellen sich im Gefecht vor die Männer, damit diese die Flinten auf die Schultern legen zum Zielen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0323]
401 Die Russen: das Kreuz Christi sei von Espenholz gemacht, dah. zittert es immer. Korresp.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0324]
402 Ebenda: halten die Taube für heilig, wegen Gestalt des h. Geistes. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0325]
403 Der Knabe im innern Bregenzer Wald bekommt sogl. eine Ziege zur Gesellsch., wächst mit ihm auf, theilt oft Nahrung, Nachtlager und Spiele. Modenzeitung.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0326]
404 Peile ein Dorf eine Meile lang in Schlesien - der hernhutische Theil in der Mitte heißt Gnadenfrei. Lessing Schriften

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0327]
405 Im Vicekönigr. vom Rio de la Plata müss. die farbigen Menschen (los Pardoz) (d.h. die keine weiss. sind wie die Span.) einen besond. Tribut zahlen u. gelangen zu keinen Aemtern. Europ. Annal.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0328]
406 Kein Weisser dient da einem Weissen; selbst der Vicekönig fände keinen span. Bedienten |.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0329]
407 In Paraguay hat jed. Kanton Einen "Heiler" - zu ihm schickt man den Urin, er wirft ihn in die Höhe und gibt Acht, ob er als Tropfen od. als Thau niederfällt; darnach kommt die Krankheit von Hitze oder Kälte |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0330]
408 In Peckin läuft der Bartscheerer mit einem Stuhl, Kohlenbecken und Wassergefäß u. man läßt sich auf der Strasse balbieren. Korresp. 320. 09

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0331]
409 Die Lenguas - Naz. in Paraguay - nehmen, wenn einer stirbt, alle ihr neue Namen an, um den Tod, der sich eine Liste von ihnen gemacht, zu täuschen. | 321.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0332]
410 Um keine Steine zu behauen, nehmen die Türken die Steine aus den größten Denkmäl. zu Hütten - Tempel=Ruinen mit erhobner Arbeit zu einem Wasserdamm - Säulen zum Stützen eines Stalldachs - Grabmal zum Wassertroge - schweren Statuen, die man nicht wegbringen kann, hauet man d. Pikenhiebe die verbotne menschliche Gestalt ab. Lettres sur la Morée de Castellan. MJ. 09.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0333]
411 So schleift man die wichtigsten Inschriften von Marmortafeln ab, um eine gemeine Grabschrift darauf zu setzen. ||

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0334]
412 In Kaschemir bestimmt man immer das Lamm vom 2 ten Wurfe zum Stamm=Widder, weil dies. schöner und stärker ist als das vom 1 ten Le Goux de Flaix. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0335]
413 Die Heerden werden da nie in dornige Gebüsche getrieben wegen des Zerreiss. der Wolle. ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0336]
414 Da nur weiße Wolle die feinsten Farben annimmt, so werden keine gefleckten, schwarzen Schafe geduldet. ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0337]
415 D. die Kasernen der Janitsch. darf keine Frau nicht einmal Sultanin, ohne Mishandlung durchgehen. Warnery. Miner. Nov. 09.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0338]
416. Die Annahme eines Janitsch. besteht darin daß ihm der Lieutenant der Compagnie eine Ohrfeige gibt zum Zeichen seiner Gewalt ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0339]
417 Ihr Koch gebiet. ihnen Frieden, ja er darf sie durch Stock strafen - weil, sagen sie, man sich von dem muß bestrafen lass., der einen ernährt ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0340]
418 Die Türken und Arab. leiden keine Stute in der Armee ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0341]
419 Sie hab. viele Hunde im Lager als ihre Wächt., wiewol deren Berührung sie unrein macht ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0342]
420 Sie: auf dem Grabe ihrer Heiligen die Prophezeiung: die R rothen Leute (die Russ.) werden ihr Reich zerstören ||

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0343]
421 Graf James von Charlemont: Auf der Insel Metelin (Lesbos) - na ist die älteste Tocht. die Erbin der Eltern sobald sie heirathet - - Söhne aus dem Hause gejagt -; die 2 te Tocht. muß als Magd ihr dienen, heißt Calogria, in dunkelbraunem Kittel, nur daß diese, während jene das Haus vor der Heirath nicht verlass. darf, überall Mannspersonen sehen darf. Göttingischer Taschenkalend. 1810

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0344]
422 Ihre Mutter und Vater dienen ihr und sind äußerst arm, mitt. im Lux. der Erstgebornen. Erwerben sie et., so gehört es wied. der 3 ten Tocht., wenn diese heirathet, deren Calogria wied. die 4 te ist.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0345]
423 In Engl. schwört eine H. schwang. Hure auf irgend einen (ihr unbekannten) Vater, der dann für das Kind zu sorgen hat. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0346]
424 In London wird nach der Krönung des Königs diese auf den Theatern Coventgarden u. Drury=Lane wied. dargestellt. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0347]
425 In Wien österreichischen Länd. darf in Gymnas. kein Lehrer früher den Unterricht enden als bis der andere mit neuem da ist Leip. L. Z. 1809

 

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[IVb-Geo-04-1807-1814-0348]
426 Im Königr. Valencia kehrt die Braut nach der Einsegnung ins elterliche Haus und bringt den ganzen Tag mit ihren Freundinnen zu. Gegen Mitternacht holt der Ehemann - in Gesellschaft einiger seiner Verwandten - sie ab und führt sie auf die bei dem Hause befindliche Terrasse, wo das Hochzeitbett unt. Blumenlauben aufgeschlagen ist - Nach der ersten Nacht kommen sie herunter {zurück} ins Haus wo die Gäste sie erwarten p. M.J. Febr. 1809

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0349]
427 In Zurzach in der Schweiz muß jed. Mann, den man bei einer Hure ertappt, nach seinen Jahren J zahlen, z.B. ein dreißigjähr. 30 Karolin. Korrespond. N. 101. 1810

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0350]
428 Humbold: um Mexiko, sind besond. auf dem See Chalco sind schwimmende Gärten oder Inseln u. geben Gartengewächse

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0351]
429 Die 1 Kaste die Braminen dürfen nur Vegetabilien ess. - 2. die Kriegs= u. 3. Handelsleute nur Fische und Geflügel. 4. nur Ziegen und Schöpsenfleisch. Die Parias nur das von gefallnen Thieren. Jouy. Alg. geogr. Ephem. XXXI. St. 1

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0352]
430 Die Fürsten in Mingrelien unterscheiden sich von den Unterthanen nur in rothgefärbten Knebelbärten und einem Nagel am Stiefel wie ein Sporn. Biot. | XXXI. 2.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0353]
431 Der Gerichtsdiener oder Landweibel von Ausserroden in Appenzell hat - weil das Wappen einen schwarzen Bär in weiss. Feld ist - hat die rechte Seite des Kleids, Mantels, Beinkl., Strümpfe weiß, die a. schwarz. Die neuesten Briefe aus der Schweiz in das väterliche Haus nach Ludwigsburg |. 1807

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0354]
432 Der Titel eines Landamman in Außerroden ist Sr. Vorsicht, Weisheit. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0355]
433 Da darf man an Sonntagen nicht in Schlitten= und Kutschen fahren |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0356]
434 Die Predig. sollen die Schlafenden in der Kirche aufwecken |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0357]
435 Einer schickte dem Gronov eine Abbildung eines Bergmanns t im Berghabit und Lampe, fragte, was es sei -: in einem gelehrten Komment. bewies er, ein Priester der Göttin Isis |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0358]
436 Wer in Appenz. einen leeren Bienenstock auf dem Immengestell stehen läßt, wird nach dem Landmandat gestraft |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0359]
437 Da wird der Bienenstock, so bald er nicht über 40 10 Pfund schwer ist, im Herbst todtgeschwefelt, wegen Futterkosten des Winters. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0360]
438 Jeden Winter kommen die Gesellschaften schöner Mädchen aus dem Montafuner Thal in der Schweiz mit Spinnrädern auf dem Rücken, in die Spinnstuben der Toggenburger und Thurgäuer. und helfen Spinnen - zur Fastnacht wied. zurück |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0361]
439 Aus den Windlöchern in der Schweiz bläs., wenn gutes Wetter wird, ein Wind stark und kalt heraus - Regen, schwach und lau | B. 2.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0362]
440 Im Dorf Weinfelden s im Kanton Thurgäu sollen sonst die Einwohner nur 1 Hemd, das sie gemeinschaftlich trugen; abends hing ers an den Wassertrog, worauf es der, der am frühsten Wasser holte, es anlegen durfte |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0363]
441 Büffon: Holland der niedrigste Theil auf dem ganzen Erdboden. Nemnichs Originalbeit. zur Kenntnis von Holland B. 1.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0364]
442 Die Göttinger Bibliothek hat 200,000 Bände Dess. Reise. (beides einerlei)

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0365]
443 Im Korbe Tabaks Pfeifen, den die Holländ. verschicken, befindet sich Eine bunte Pfeife genannt Bruigomspyp oder Kermispyp.| S. 251. B. 4. der Reisen

 

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[IVb-Geo-04-1807-1814-0366]
444 In Amsterd. und sonst in Holland legen sich einige Handels Kaufhäus. blos aufs Biegen des Glases z. B. gebogne Fensterscheiben, Laternengläs. p. || p. 255,

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0367]
445 In Holland scheuert man mit den abgetrunknen Theeblättern den Boden |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0368]
446 Die Spanier setzen über alle ihre Briefe ein Kreuz als das Heiligste. Korrespondenz )

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0369]
447 Auf die Insel Texel dürfen keine fremden Schafe eingeführt werden; u. die üb. die Gränze, dürfen nicht wied. zurück |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0370]
448 Die beste Zeit Austern zu ess., ist in den Monaten, die ein R haben |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0371]
449 Der Lütticher Landwein ist nur warm zu genießen; meist zu Essig gemacht |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0372]
450 In Holland ist die Ausfuhr des Mists verboten |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0373]
451 Mercurius dulcis muß 3 mal sublimiert sein; calomel oder Panacea mercurialis 8 mal |

 

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[IVb-Geo-04-1807-1814-0374]
452 In Coimbra dürfen die Studenten keine Hüte tragen, dafür Sonnenschirme. Korrespond.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0375]
453 Da reinigen die Schweine statt der Gassenkehrer, die Strassen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0376]
454 Boulton in Engl. hat Münzpresse, wo ein Knabe in 1 Minute 500 Guineen schlagen kan. Mit 2 Press. schlug jener 2 Millionen Stück span. Thaler zu englischen 5 Schillingstücken um in 5 Wochen. Korrespond. Jul. 1810

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0377]
455 In Königsberg pfeift der Nachtwächter so oft als es Stunden ausgeschlagen. Otto

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0378]
456 Marcian ließ dem Tribut fodernden Attila sagen: für seine Feinde habe er nur Eisen. Graf Batthyany Reise nach Konstantinop.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0379]
457 Unt. Justinians Regierung wurden die Eier der Seidenraupen in einer holen Röhre aus Sina gebracht |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0380]
458 In Konstant. haben die Fremden besond. Talent im Ausweichen und Durchschlüpfen, um nicht anzustoßen wegen der Pest |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0381]
459 Wenn man einen Emir schlägt oder schimpft,

 

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Hand ab; dah. nimmt man ihm vorher den grünen Turban ab, und prügelt ihn und sagt, man habe ihn nicht gekannt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0382]
460 Die Hunde da fallen jeden an, der nicht türkisch gekleid. ist |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0383]
461 And. Türken nur Schnurrbärte; blos der Sultan darf den ganzen Bart wachs. lassen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0384]
462 Im kais. Pallast im 2ten Hofe ist das Tollhaus |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0385]
463 An festlichen Tagen werden die Lieblingslöwen des Sult. mit Blumen geschmückt zu ihm gebracht. Im Orient will man dad. die Herrsch. dessen zeigen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0386]
464 Nach Christiania in Norwegen bringen die Bauern im Winter dem Aufseher die Breter - der schreibt die Zahlen des Preis. dem Bauer mit Kreide auf den Rücken u. dieser geht mit ihnen zum Kassierer, der es bezahlt; eine Bürste ist die Quittung Reise d. Norwegen und Lapp. von Leop. von Buch

 

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[IVb-Geo-04-1807-1814-0387]
465 Alle Normänner einen besonderen Hang zum Theater; jede Stadt ihr Liebhabertheater |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0388]
466 Man verschreibt Heu auf Schiffen aus England |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0389]
467 In Frankr. war der Leuchter, den der König beim Entkleiden, einem Herrn vom Hofe zu halten gab, eine besond. Gnade Genlis die beiden Mütter.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0390]
468 Im Oberöster. sind, wenn nur der Mann kathol. ist, es alle Kinder; wenn nur die Frau, es alle Mädch.; daher die Abnahme der Protestanten. H. L. Z. N. 177. 1810

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0391]
469 Descourtilz Reise nach St. Yago de Cuba, Domingo p.: die Neger von Fida auf Dom. setzen den verstorbenen König einbalsamiert in einer Pagode auf einen Thron und beten ihn so lange an bis der Nachfolger stirbt; dann diesen. | N. 194

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0392]
470 Ebenda Begegnet da bei den Negern von Beurnon ein Mädchen einem Jüngling, so muß sie sich so lange niederwerfen aus Ehrfurcht, bis er vorüb. ist |||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0393]
471 Ebenda: Eh die Akreer da eine Schlacht liefern, so befragen sie das Meer; ists im Aufruhr, bedeutet es Sieg |||

 

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[IVb-Geo-04-1807-1814-0394]
472 Das Todtenfeld in Montmartre stößt an die so lebendige Chaussée d' Autin - der Kirchhof zu Montlouis war einst der Lustgarten eines verketzernden Mönchs. J. L. Z. N. 164. 1810

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0395]
473 Die Jeziden - eine muhammedanische Sekte - erhalten sich d. Tradizion, ihnen verboten zu lesen und zu schreiben - | N. 170

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0396]
474 Einer ihrer Hauptartikel: den Teufel nicht zu beleidigen - da er ein Geschöpf Gott. und noch begnadigt werden kann - sie nennen ihn nicht nur nicht, gebrauchen auch kein Wort, das mit seinem Namen Aehnlichkeit hätte. Wer ihm fluchte, würden sie tödten ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0397]
475 In der Dresdner Gallerie durfte man ein Gemälde nicht ganz, nur theilweise kopieren. D. Merkur p. 46 Jun. 1785

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0398]
476 In Pohlen und Ungarn ist das Rindvieh grau, in Cassuben rothgelb, in Holland ganz schwarz oder weiß oder von beidem gefleckt, im Canton Freiburg überhaupt alles Vieh unten schwarz oben braun. | August S. 20.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0399]
477 In Berlin unt. Friedr. II bei 10 Taler Strafe verboten, einem Bettler et. zu geben | April

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0400]
478 Im Holsteinischen muß jeder, der heirathen will d. ein gerichtliches Zeugnis beweis., daß er 12 junge Eichen gepflanzt und daß sie schon zum 3ten mal ausgeschlagen. Deutsche Zeitung für die Jugend B. 1. S. 360

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0401]
479 Im grossen bürgerlichen Spital in Wien soll kein zweischläferiges Bett sein. Reichard

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0402]
480 Im Weißenstädter See Weiher gibts keine Frösche, weil sie einmal ein Pfarrer, den sie in der Predigt irre machten, verflucht. Ausführliche Beschreibung des Fichtel=Berges p. Leipzig 1716 bei Martini.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0403]
481 Wirft man einen Centner Schlamm daraus in einen anderen Teich, krepieren sie auch |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0404]
482 Bruschius: Bayreuth den Namen 2 Wäld. die bei seiner Erbauung ausgerottet wurden |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0405]
483 Sage: wenn man auf dem Fichtelgebirge eine Kuh mit einem Stein wirft, ist oft der Steine mehr als die Kuh |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0406]
484 Die Gegend um Fichtelgebirge die höchste und darum gesundeste um Deutsch.; selten krank p. 52

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0407]
485 Wunsiedler berühmt d. seine Tapferkeit. Indem die Hussiten das ganze Land oberhalb Gebirgs verheerten, trieben jene den Sturm ab. So schlugen sie 16 1462 die 3 mal stürmenden Böhmen von 18.000 Mann am Freit. vor Pfingsten ab und zurück |

 

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[IVb-Geo-04-1807-1814-0408]
486 Daher bekam die Stadt zum Wappen einen rothen Hundskopf mit herabhängenden Ohren auf einer goldenen Krone und offnem Helme |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0409]
487 Das R sprechen sie in Mitte und Ende selten aus: Mauda (Mutter) Vota (Vater) Wossa (Wasser) Hea (Herr) |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0410]
488 Die Fichtelgeb. Bauern werfen, wenn sich ihr Vieh verirrt, dessen Strick oder Kette ins Feuer: kommt dann eilig gerannt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0411]
489 Theophr. Parazelsus: Gold und Silber ist, wo das Gras wie versengt und gelb aussieht - wo Reif, Schnee Thau bald vergehen - wo rauhe unfruchtb. kahle Berge | - (Alle diese Zeichen gelten für das Fichtelgebirge.)

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0412]
490 Wo die Bäume am Gipfel verdorren und kurzstämmig bleiben ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0413]
491 Wo ganze Reihen krummer Bäume mit verkehrten Aesten und Blättern sind ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0414]
492 Wo unfruchtb. Bäume od. mit kleinen Früchten und stachlichte || z.B. Wachholderbaum, Epheu, Kiefern ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0415]
493 Wo viele Molche und andere giftige Thiere ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0416]
494 Wo warme Bäder und Sauerbronnen in der Nähe ||

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0417]
495 Sich unsichtbar zu machen, setzt man die Nebelkappe rücklings auf, die aus den Haaren eines Gehenkten gemacht wird und in Widhofblut getaucht |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0418]
496 Hornemann: In Osterdalen (in Norwegen) sind die Giebel der Häuser mit den Schädeln erlegter Bären, Wölfe, Vielfraße besetzt. Geographische Ephem. 1810 Okt. Aus der Anzahl kann man den Muth des Einwohn. bestimmen.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0419]
497 Dreimal haben die Russniaken in der Zempliner Gespannsch. 3 Mädchenjahrmärkte im Dorfe Krasznibrod bei dem Basilianer Kloster - Mädchen und Witwen mit Kränzen, diese noch zum Unterschied eine Kopfbinde - wem eine gefällt, zieht , zieht sie auch ohne ihren Willen, ans Kloster, auf der Schwelle die Trauung. War noch vor Kurzem L. L. Z. LXIX 1816

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0420]
498 Die Landleute um Hamburg gehen nie * in die Kirche, wenn sie ein Stückchen Land besitzen, ohne einen Blumenstrauß. Dah. sie imm. in ihren Gärten ein Wink kleines Viereck (die Kirchensträuße genannt) dazu widmen. Korrespond. 1810

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0421]
499 In Paris ernähren sich Leute, daß sie sich von einem Kabriolet umwerfen lass., sich gerädert stellen und dann einige Thaler Schmerzengeld vom Insitzer nehmen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0422]
500 In Neuwied ist in der herrnhutischen Kirche st. des Liebesmales ein gemeinschaftliches Theetrinken Forsters Ansicht. B. 1.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0423]
501 Rubens auch Staatsmann, an Philipp III Hof, dessen Abgeordn. bei Karl I von Engl., führte die Feder eben so gut - Wolfgang Wilhelm, Herzog von Neuburg rett. ihn vom Tod in Madrid in seinem Wagen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0424]
502 Weib. und Kinder spinnen den feinsten (Woll) Faden, z. B. im Limburgischen. - In Berlin bei einem merkte man: der Soldat sei zum Spinnen viel geschickter als der pommersche Bauer |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0425]
503 In Löwen hatte 1300 an 4000 Tuchfabriken, 15000 150,100* Arbeiter; wenn diese abends heimgingen, mit der Glocke geläutet, damit die Kinder heimgeholt und im Gedränge kein Unglück erfuhren |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0426]
504 Die Spanier se gehen wegen ihres Stolzes, bei der kleinsten Beleidigung; sogleich ins Kloster Luborde Bruchstück einer Reise nach Spanien Weylands kleine Abentheuer

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0427]
505 Die Spanier (wie Staatsminister Ostermann; Münich gerade umgekehrt): man müße nie heute thun was man auf morgen verschieben könne. |

 

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[IVb-Geo-04-1807-1814-0428]
506 Die Bandeleros (meist aus Valencia) führen ein Verzeichnis ihrer Mordthaten bei sich - und bilden sich darauf ein - und fragen blos, ob sie langsam od. schnell tödten sollen. | D' Aunoy |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0429]
507 Bei den Spaniern um alle Städte Spaziergänge - aber sie setzen sich sogleich; und daß heißt ihr Spazierengehen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0430]
508 Sonst hatten die vornehmen Spanier viel Freude an Wallfahrten, hatten ein Pilgerkleid, foderten Almosen; - doch zuweilen jetzt Vornehme, die mit allen Bequemlichkeiten der Reise, am Eingange der Städte absteigen, Almos. sammeln, dasselbe den Armen schenken und wied. im Wagen weiterreisen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0431]
509 In einigen Städten z.B. Valencia, werden im Sommer die Glasscheiben ausgenommen und alle Thüren stehen off., wegen der Hitze |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0432]
510 Zu Cigarror Cigarro's bettelt man, aus Mangel an Tabackblätt., in Dörfern um Papier |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0433]
511 Péron Entdeckungs Reise nach Australien: auf der Insel Maria ist kein Begriff {Gebrauch} vom Küssen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0434]
512 Die Hur., die unfruchtbar aus Engl. kommen in Neuholland nach Port Jackson {Jackson}, werden da durch die regelmäßige Lebensart äußerst fruchtbar || So wohnen da die

 

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vorigen Räuber p. als gute Landbauern; da kein Mord und Diebstahl in der Colonie | Überall Sicherheit |||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0435]
513 Großbrittannien hat unter allen Seemächten wed. in den Mutter= noch {Kolonien} Tochter=Ländern Wein eingeerndet, so viel es auch dav. verbrauchte |||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0436]
514 In Belgien stellten noch vor Kurzem die Schreiner Sortiments von Särgen zum Verkaufe vor ihre Thüre. Korrespondenz

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0437]
515 In der Sebaldus Kirche in Nürnberg hat der Meßmer eine ordentliche Stube; u. da nicht Platz darin ist, wird neben einem Altar genäht - Kleider hängen herum u.s.w.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0438]
516 In Moskau fährt alles, der Länge wegen, sogar die Bedienten. Spazierfarth nach Moskau

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0439]
517 Peter der Große verbot in S 20 Jahren nicht in Moskau zu bauen, um die Bauliebhaber nach Petersburg zu locken |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0440]
518 Ist da die Stelle eines Knutenmeisters leer: hat ein zur Knute verurtheilter Verbrecher die Wahl zwischen ihr zeitlebens, und zwischen der Knute |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0441]
519 Die Rumuns (Römer) - so nennen sich die Einwohner der Moldau und Wallachai - geben ihre Auflagen nicht eher als bis sie geprügelt werden; was sie voraus wissen. Korrespondent 1811

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0442]
520 Eine Art Fakirs, die Nanek=Pounthys, trägt nie etwas a. als einen Knebelbart und Einen Schuh. Description des hindous par Solvyns. Minerva - sie haben das Recht zu schmähen wenn man ihnen nichts gibt

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0443]
521 Manche Fakirs wälzen sich von einem Tempel in den a. mehrere 100 Meilen entfernten - mancher sieht beständig in die Sonne - mancher betet unausgesetzt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0444]
522 Louis XI strafte verrätherische Premierminister d. Einsperren in einen eisernen Käfig. Marmont Oevres posthum

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0445]
523 Unt. Louis XIV ein Großvorschneider (Grand-Ecuyer Tranchant) so wie ein Großbouteillenbewahrer (Grand-Bouteiller) Voßische Zeitung

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0446]
524 In Erfurt wird das Bier Schlunz genannt - Halle Puff - Jena Klatzsch - Brandenburg alter Klauß - Schweidniz Stier - in Preußen eine gewisse Art Jammer - Zerwick Grosemann - Lüzeroda Auweh - Grimme Bauchweh - Magdeburg Filz - Frankfurt Pöffel - zu Fechte

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

Todtenkopf - Wollin Pruse Puse - Eisleben Mord und Todtschlag - Bauzen Klotzmilch - Merseburg Krappel an der Wand, - ein a. Bier Streckeperzel. Allg. Anzeig. aus den Operetten des Rekt. Treiber

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0447]
525 In Nürnberg verwandelte Bestelmeyer die Barfüsser Kirche in seine Kunsthandlung. Ludwigs Reise d. das südliche Deutschl. B. 1. Abth. 2

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0448]
526 Nach einigen war Schwarz der Erfinder des Pulvers, aus Nürnberg; wenigstens wurde da das Feuerschloß an den Musketen erfunden, das d. ein Rad Feuer schlägt. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0449]
527 In Augsburg spielt man auf dem Theat. nur wenn es regnet. Dah. auf den Zetteln kein Datum, nur: heute |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0450]
528 Im Distrikt Cooch Bahar in Bengalen setzt der Mann, w seine Frau bei dem Gläubiger so lang. ein, bis er sie auslösen kann; dies. zeugt oft Kind. mit ihr. Korresp.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0451]
529 Dem Dairi oder Pabst in Japan wird alles, was genießt, jedesmal in neuem Porzellan gekocht. Zimmermanns Taschenbuch der Reisen auf 1810

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0452]
530 Für seinen Sohn wird unt. 80 der schönsten Damen, von seinen 12 Kaiserinnen od (Weib.) eine Amme gewählt - 40 entlass. - dann unter 40 - dann unter den 10, dann 3 - dann die 1. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0453]
531 In den japanischen Temp. statt aller Götzenbilder ein großer Spiegel, der den davor sich Bückenden alle Körperflecken zeigt als Sinnbild geistiger - und einige Streifen weißes Papier als Sinnbild der Reinigkeit. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0454]
532 Bei ihnen tragen die Aerzte den Kopf ganz beschoren, die Wundärzte behaart |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0455]
533 Der Japaner wechselt seinen Namen als Jüngling, Mann, Greis, sogar der reich geworden einen a. als in der Armuth |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0456]
534 In Cochinchina dem Schlangenvogel * (Plotus Melanogaster) werden auf den Markt gebracht die Augenlieder zugenäht, weil er auf alles Glänzende z.B. Augen gefährlich pickt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0457]
535 In Tunkin bedeutet Ba 1) drei 2) Herr 3) Geschenk 4) verlassen 5) Beischläferin 6) et. Verlächtliches - nach sechs verschiedenen Akzenten ausgesprochen. "z.B. Drei Herren gaben ein Gesch. der verlassenen Beisch. ein verächtliches Geschenk"

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0458]
Gott: wie kommen wir zum unüberschwenglichen Gefühl, ja zum Wort? Das Thier nicht; die Menschen im Leben nicht - Od. zum Gegensatz; wie gäb' es den Teufel ohne Gott? - ]Eintrag hat keine Nummer, ist durch andere Tinte und "Einrahmung" auf der linken Seite vom Rest des Textes abgesetzt

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0459]
366. Wenn der große Stein zwischen Rüdesheim und dem Bingerloch v im Rhein vorragt, so große Dürre, also ein gutes Weinjahr; dann auf ihm ein Ochs. geschlachtet, ein Faß gebunden, getanzt. Korrespond.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0460]
367 Die Russ. grüßen bei dem Eintritt zuerst den Heiligen, dann die Hausfrau; Ausländ. stellten Spiegel ihnen gegenüb. u. diese neigten sich vor sich selbst. Korresp.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0461]
368 Rumorhaus in Wien, wohin die Schaarwache die bringt, die Nachts Unordnung angerichtet.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0462]
369 Da im Fleet sonst auch viele Geistliche als Schuldner sassen: so konnte man sich (sonst) da leicht kopulieren lassen. Archenholz.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0463]
370 Bagnios - d.h. Hurenhäus. - sind eigentlich Bäd., dah. der Formilität wegen in jedem Bagnio Bäder |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0464]
371 Geben die Matros. die Hoffnung auf, so erbrechen sie vor dem Scff Schiffbruch die Kisten der Offiziere, ziehen ihre Kleid. an u. trinken deren starke Getränke. Random.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0465]
372 In Pohlen wünscht man bei dem Niesen dem a. 500 Kinder. Morgenbl. Okt. 1801

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0466]
373 Am Aetna unten wachs. Orangen und alles Wärmere - weiter hinauf Granaten - dann der Oelbaum - dann die Feige - dann Weinstock und Kastanie u. dann nur die Eiche. Am Fuße findet alles zusammen und die Palme dazu. Seume

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0467]
374 Auf dem Gotthard schlugen sich die Franzos. und Russen - das erstemal der Krieg üb. den Wolken und Gewittern geführt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0468]
375 Den Apollo=Belvedere in Paris halten einige für Nero den Sieger. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0469]
376 In Konstant. nur abends Feuer gemacht, u. da stellen sie einen Schirm davor bei dem Beten, damit sie nicht es anzubeten scheinen | Miner. September 1811

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0470]
377 Die Schwest. und Prinzess. des Großsult. werden an Edle verheirathet, ab. jed. Knabe aus dies. Ehe muß umgebracht werden. Hingegen die Söhne des Sultans dürfen sich fortpflanzen, nur müssen die Kind. im Serail bleiben bis zur Krönung |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0471]
378 Wenn ein Türke in Galata, wo meist. Christen, sich niederläßt, pflanzt er eine Zypresse vor dem Haus; kein Christ darf eine auf seinem Boden haben |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0472]
379 In Lyon eine Strasse la rue de l' Enfant qui pisse. Matthis. Erinn. 1.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0473]
380 Gibbon dankte in Lausanne einem Friseur ab, weil er einige Minuten zu spät nach 7 Uhr kam - seinen Nachfolg. auch, weil einige vor 7. kamen - nur den 3 ten beibehalten, der mit dem Glockenschlag die Thürklingel anzog |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0474]
381 In Paris 1803 waren Negerinnen die beliebtesten Huren. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0475]
382 An der Kirche St. Nicaise zu Rheims ist ein Strebe Pfeiler, welcher sich zittert, wenn unt. 4 Glocken eine gewisse läutet. Vor einigen Jahrhund. zitterte bl der zweite Strebepf. st. des jetzigen. Korresp. N. 343. 1811

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0476]
383 Auf den Alpen, wenn die Winde bergauf blasen kommt Regen (alle Ungewitter kommen von unten herauf) - bergab, schönes Wetter. Matthis. Erinnerungen B. 2.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0477]
384 Des General Dessaix letzte Worte bei der empfangenen Kugel: n' en dites rien. (damit der Sieg nicht wanke.)

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0478]
385 In Mailand der Befehl: von der Hauptstadt 8000 Meter , v St müss. die Reisfeld. entfernt sein - von Städten der ersten Klasse 5000 - der von Gemeinden der Zweiten 2000 - der dritten 500

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0479]
386 In der Pfarrei Rechthalten im Kanton Freiburg hatte ein Mädchen Maria Neuhaus seit dem 13 ten J. Kopfschmerzen und Übelk.; vor 4 J. brach sie einige Würmer, dann eine lebende Eidexe, dann einen schwarzen Wassermolch. Nach kurzer Besserung einen gross. lebenden Krebs, einige Tage darauf einen 2 ten an dem Rogen war. Leid. noch. Korresp. N. 4. 1812

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0480]
387 In Batav. müss. die Chines. eine Abgabe zahlen, ihre Nägel wachs. zu lass.; ferner für die Länge ihr. Zöpfe, die dah. jährlich gemess. werden Korresp. Jenn. 1812

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0481]
388 Ins Heidelberger Faß 63,984 Maaß Wein; die 24 Eisenreife 1022 Zentner. Das Wahrzeichen eine Nachteule, Affe und zungenlose Löwen. Korrespond. N. 35. 1812

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0482]
389 Im Kreuzgang der Hauptkirche zu Pisa ein gemalt. Esel, der die Vorübergehenden, wohin sie sich auch wenden, gerade ansieht als ob er sich auch wendete. | N. 39.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0483]
390 Von der Domkirche in Bauzen gehört den Lutheran. die größere Hälfte, Kanzel Orgel Glocken; die kleinere mit dem hohen Altar den Katholiken. Am ersten Ostertag Nachmitt. predigt darin ein Pfaffe; vorh. durchräuchert ein Küster die Kanzel - nachh. wied. kehrt der prot. K. mit einem Flederwisch sie ab. Brief über Herrnhut p. (von Schmidt) 1787.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0484]
391 Als in Hochkirch sich die Preußen hint. der Gottesackermau. und der Kirche tapf. wehrten: ging eine Kanonenkugel (die Kirche steckt voll dav.) d. das gemalte Altarblatt und zerriß dem Judas Ischar. die Stirn |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0485]
392 Die Liebesmale in Herrnhut, daß unt. der Gemeine am Osterheiligenabend Nachmittags Brüder und Schw. unt. dem Singen mit Körbchen voll weißer Brödchen und mit Präsentiertellern mit 12 Tassen Thee, theils pur theils mit Milch, herumgehen und geben |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0486]
393 Die Wenden in der Oberlausitz speien am Tage des Abendmals nie aus und lassen kein Blut, aus Furcht et. vom Blut Jesu wegzuspeien od. zu lassen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0487]
394. Jed. Schwangere da sucht et. zu stehlen, "das Kind schlage dann besser zur Nahrung" |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0488]
395 Bei Wittenberg der Luthers Brunnen, wohin er öft. wallfahrtete bei Übersetzung des 4 ten Kap. Joh. um es lebhafter anzuschauen. Briefe üb. die Niederlausiz von Schmidt

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0489]
396 In Jüterbog an 3 Stadtthoren eine hölzerne Keule mit der Beischrift: wer seinen Kind. gibt das Brod, Und leidt im Alter selber Noth, den schlag man mit der Keule todt. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0490]
397 In der wendischen Kirche in Lübben ist der Gottesdienst deutsch, nur der Glaube wendisch gesungen und das Exordium wendisch |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0491]
398 In Spanien heißen auch die kleinsten Kön Provinzen Königreiche. Rehfues in der Minerva

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0492]
399 In Asturien ist jed. adelich |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0493]
400 In Engl. setzen sich Brautleute nach der Kopulazion in den Wagen und reis. einige Zeit mit einander. Dolores.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0494]
401 In der Schweiz heiß. die Maulesel Marquisen. Minerv.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0495]
402 In großen Häus. Ital. bekommen die Bedienten st. des Lohns nur die Trinkgeld. für Ess., od und Besehen der Kunstsachen. Kulmb. Wochenbl.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0496]
403 Auf der skandinav. Halbinsel macht man aus d. Schulterblättern Werkzeug vom Grasmähen; die Eingeweide zum Schleiern gegen Sonne und Schnee. Ridler. Schl. Museum

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0497]
404 Die Seelerche verkünd. ihnen d. einen sanfttraurigen Ton die Ebbe - die Meve d. Stehen auf 1 Fuß mit zurückgebogenem Hals die Fluth - Mantelmeven die Ankunft der Heeringe - der kleine Papagaitauch. die Eisschollen - der Singschwan die Wiederkehr des Sommers - die Lumme d. ihr Klaggeschrei Nachts warnt die Schiffer auf u. vor den Felsenbänken - weiße Vögel am Tage schwarze Fels. - der Sturmvogel setzt sich auf die Seite des Schiffs, woh. der Sturm nicht kommt |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0498]
405 Die Eidergans zufrieden, wenn man ihr nur das 3 te Ei läßt; nimmt man ihr dießes, so klagt sie u. mit ihr die and. - geschiehts öffentlich verlassen sie den Ort |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0499]
406 Von der Kapstadt und von London sagt man hinauf reisen, kommt man auch von höhern Gegenden her. H. L. Z. Feb. 1812

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0500]
407 In Marseille muß der Capitain bei der Quarantaine schwören, daß er die Wahrh. sage; st. des Evangel. ists nur ein Quartblatt, der Anfang des Evang. Joh. auf ein Bret geklebt und unter Glas gefaßt. Fischers Briefe von Südländ.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0501]
408 Bei der Quarantäne in Marseille werden d. Briefe durchstochen, damit der Rauch hinein ziehe; gewöhnliche Briefe werden d. Weinessig gezogen und dad. beschmutzt. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0502]
409 Auf den Galeeren da hatten sich vornehme Galeriens ({Galeeren} Rudersklav.) vor ihren sogenannten Fenstern Gärtchen mit Zitronen und Orangenbäumchen angelegt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0503]
410 In der Provence besond. in Marseille, werden zu Weihnachten am 2 ten Feiertage auf einem Gerüste Kuchen versteigert, d wovon jed. Mädchen einen liefern muß. Ein Pursche ruft: " ein herrlicher, zuckersüßer Apfelkuchen, Nummero eins, Maria Coutelou." Die Liebhab. der Mädchen überbieten einander. Die Summen geben das ganze J. einen Tanzfond ab |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0504]
411 Da in der Provence die Ernte auf verschied. Monate fällt: so zieht eine Gesellsch. in Karavanen von oft 100 Schnittern vom südlichsten Punkt Napoule an bis zum nördlichsten Barcelonette (3 monatlicher Zwischenraum) - haben Ober und Unterschnitt., Weib. und Kind. - reisen Nachts - 3 1/2 Monate unter freiem Himmel - jed. Mädchen ihren Liebh., abends Tanz - im Herbste ziehen sie nach Haus. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0505]
412 Die Sachs. von jeher d. kurze Kleidung berüchtigt. In curta tunica, saltae Saxo ut pica. Curiosit. 1. B. 3. St.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0506]
413 Bei dem Pfeifergericht vor der Frankfurter Mess. wurde dem * Schultheis vom Abgesandten ein Pokal mit Pfeffer der für alle Waren galt, überreicht - die Stadt Worms brachte einen alten Filzhut, den sie wied. einlösete und der jährlich wiederkam. Goethe.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0507]
414 Im Prater ziehen die Leute ihren Rock zum Essen aus.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0508]
415 Auf Nicht weit vom Kloster auf dem großen Bernhard ist der Spiegelfelsen, worin sich alles spiegelt

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0509]
416 In der Kirche dess. wird nie getauft, getrauet - nur Todtenmessen gelesen. MJ. 1812

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0510]
417 Schnupftab. so häuf. in Portugall, daß man Kind. damit schweigt. Lueder üb. Industrie der Portug.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0511]
418 Brauchen in ihren Häus. selten Fenst. und Oefen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0512]
419 Sonst wurden in Deutschland H. getrillert, d.h. in einem holen Gemach so schnell herum gedreht, daß sie Galle erbrachen u. unterwärts. J. L. Z. Jan. N. 8. 1809

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0513]
420 Die kleinen rußischen Kühe geben ohne Kalb keine Milch - nur nach dem ersten Kalben sind sie mit Mühe zum Melken zu gewöhnen. Jakob's Reisebesch. an Krause

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0514]
421 Die größte Bestätigung eines Kontraks bei den Kosaken, daß der eine seinen Pelz auszieht, und der a. darauf klopft Korresp. Mai. 1812

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0515]
422 Zu der Festung Hohentwiel mußten sonst sogar fürstliche Personen - nur die aus dem Haus Würtemberg ausgenommen - Steine von 50 bis 100 Pfund hinauftragen, wenn sie sie sehen wollten. Korresp. N. 241 1812

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0516]
423 Um die englischen Zollämt. schleichen "die verdammten Seelen" herum, d.h. die Menschen, die um einen Preis für die englischen Kaufleute einen Meineid schwören. Zipplein

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0517]
424 In Engl. seit 30 J. "Manufakturbälle", Nämlich Weiber haben gratis Eintritt, wenn sie in die Zeuche der Manufakt. gekleid. sind u. die Farbe die die Aufseher des Balls bestimmten, müssen ein Billet von dem Web. und Färber vorzeigen daß sie 10 Ellen gekauft. Die Männer 1/2 Guinee Eintrittsgeld, u. dieselbe Bedingung der Kleidung |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0518]
425 In Ruhla (voll Messerschmiede) gibt m einer für einen guten Fink oft 30 Taler, oder eine Kuh; mancher reisete eines guten Schlägers willen auf den Harz |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0519]
426 In Cairo hat jed. Kaffeehaus einen Dichter, - eine Binsenkappe sein Zeichen -, der den Fremden, oft schon auf der Gasse in Versen lobpreis., Gelds wegen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0520]
427 Der Kais. läßt in Sina keuschen Weib. an den Thoren Monumente setzend, fast wie Galgen aussehend |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0521]
428 Die englischen Seeleute erlauben Reisenden nicht, ihre Bärte stehen zu lassen; sie bekämen dann schlechten Wind |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0522]
429 In Frankr. Lehnspflicht daß der Vasall die Frösche schweigen mußte, wenn die Lehnsherrin in Wochen lag |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0523]
430 In En Lond. der Gebrauch, daß man alle in Bath gemachte Freundschaften, dort angekommen nicht mehr kennt. Fathom.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0524]
431 In Holland das Schneiden mit Messern ins Gesicht: 1) der Galgenschnitt II 2) der Radschnitt 3.) der Kreuzschnitt - gehört zur Tapferkeit, sich herum zu schneiden mit den anderen. In Ermangel. nimt man ein Dobbeljen (holl. Groschenstück) dazu, mit welchem wenn es abgeschliff., man auch schneidet. Cramer.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0525]
432 I. Jahr 1505 erhielten die privil. Huren vom Magistrat die Erlaubnis, ein unpriv. Bordell von Kolb, zu stürmen und zu plündern. Nürnberger Taschenbuch von Roth. 1 Band

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0526]
433 I. J. 1492 schrieb König Maximilian an den Magistrat, daß er den 2 hies. Patriziern Stephan Baumgärtner und Georg Kötzel erlauben möchte, Kleider von Samt zu tragen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0527]
434 Bei dem Hochzeitmal hatte man auch Loterer d.h. Lustigmach., wovon Lotterbub herkommt. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0528]
435 Georg Widmann, ein Schulmann hier haßte die neuen steifen Haarzöpfe an Chorschülern - hatte stets eine Scheere bei sich; so oft ihm einer damit begegnete, schnitt er unt. dem Vorwand et. mit ihm zu reden ihm den Zopf ab | p. 205

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0529]
436 Die Rothschmiede jährlich einen Umzug, das Tragen des Lichts ins Wass., zum Zeichen daß Arbeit bei Licht aufgehört - auf einem Schiff mit brennenden Lichtern, fahrend von der Schütt bis zur Fleischbrücke, wo sie ausgelöscht |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0530]
437 Sonst an der Faßnacht das Küchleinholen der Kinder, in jedem Hause wurde ihnen ein Backwerk gereicht. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0531]
438 Im J. 1286 verbot der Magist., daß kein Burger und Burgers Kind weder bei Tag noch Nacht mehr als 60 Heller im Spiel verlieren soll, es sei mit Würfeln, Kegeln, Scheibenschießen, Tournieren oder a. Spielen | p. 243

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0532]
439 Als der h. Lorenz auf der einen Seite auf dem Rost gebraten war, bat er den Richter, ihn auch auf der a. braten zu lassen. Dann, er möge ihn kosten, wie er schmecke |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0533]
440 In Holland hängt ein Stückchen brauner Zucker an einem Faden über dem Tisch, woran einer nach dem a. zu seinem Kaffee saugt.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0534]
441 In Baireuth keine Mönch= und Nonnenklöster. Neueste Länder und Völkerkunde B. 13.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0535]
442 Auf der Insel St. Hilda ist ein langes Tau von Rindhaut, woran sich die Einwohner von Felsen zu den Eiern der Vögel herab lass., der vornehmste Brautschatz. Korrespondenz 1812 August

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0536]
443 In Schottland verschrieben die alten Lairds ihren Töchtern die Hälfte der Michaelisbeute, weil die Nächte da finster und lang genug, den Nachbarn die Kühe zu stehlen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0537]
444 In Tunkin und Cochinchina schicken die königlichen Mandarine mit Soldaten den Volksmandarinen in e Dörfern die Foderung der Abgabe - diese werden, wenn die Summe nicht da ist, mit Bambusröhrchen geschlagen; dieser thut dasselbe an Vorstehern der Dörfer, diese wieder an einzelnen Einwohnern, diese an Weibern und Kind., bis das Geld beisammen ist d. Arbeiten und sonstiges. Dasselbe geschieht, wenn den Volksmandarinen ein Holzjoch von 100 Pfund an den Hals gehangen wird, daß er nur d. fremde Hände Speise einbringen kann, die dann dasselbe über Dorfvorsteher verfügen p. Politisches Journal 1812. 4 St.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0538]
445 Bei den Türken haben sind auf dem Wagen der Speis. mehrere Fahnen oder Standarten - die Ochsen - die Pferde - die Reiterlanzen haben Fahnen - die Derwische - jede Compagnie von 25 Mann Fußvolk eine Fahne. Dad. werden viele Leute dem Dienst entzogen. Minerva 1812 Juny

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0539]
446 Am grünen Donnerstag wäscht in Wien in einem Saale auf der Burg der Kais. u. die Kaiserin 12 ältesten weiblichen und männlichen Armen den rechten Fuß - diese sitzen an einer reichen Tafel; was sie nicht ess. wird ihnen sammt einem zinnernen Bech. und einigem Silbergeld ins Haus geschickt - die Hofpagen besorgen in goldenen Schüss. das Wasser u. Ihre Maj. waschen knieend. Paris und Wien.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0540]
447 Bei den Buräten dürfen sich die Weib. nicht den Göttern nähern. Zimm. Taschenb. der Reis. 9 Abth. Jahrg.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0541]
448 Der Buräte reinigt vorh. Satt. und Stuhl d. Räuchern worauf eine Frau war |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0542]
449 In China Gesetz, daß jede Stadt, ja Ortschaft in einer fortdauernden Chronik alles anzeige, was sich da von Monat zu Monat begebe p. selbst Familienmerkwürdigkeiten. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0543]
450 Der Reiß den Chines. wichtiger als Brod, dah. alle Malzeiten den Namen vom Reiß; Frühstück heißt Morgenreiß (Tsau=fan), das Abendess. Abendreiß (Quan=fan) p. | - sogar jede Malzeit Reißessen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0544]
451 Der Dünger in China höchst wichtig, da man kein Feld brach läßt. Überall Kind. und Greise, die Mist auflesen. Den Bedienten der englischen Gesandtschaft folgten überall Leute bei Verrichtung ihrer Nothdurften. - Dah. überall auf den Landstrass. Abtritte stehen, die Reisenden einzuladen. Alle lass. sich das Haar abscheeren, (bis auf einen Strang am Hinterkopf) weil es ein trefflicher Dünger, dah. alle Balb. Säcke mit Haaren bei sich führen |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0545]
452 Professor Wiht White in Edinb. fand - da Gifte heftiger, schnell. auf kalt= als auf warmblüt. Thiere wirken - d. Einspritzung von Aufgüss., daß in Frösche, daß diese eben so schnell an Thee, als Kirschlorb. u. Opium und Fingerhut starben; und hält also ihn für ein Gift |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0546]
453 Die 342 Kisten Thee, die Engl. den Amerikanern 1773 im Dezemb. in Boston aufdringen wollten, waren das Losungszeichen des amer. Kriegs |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0547]
454 In China der Wahnsinn, sich d. eine Wurzel z. B. Ginseng unsterblich zu machen - in früh. Zeit setzten die Kaiser die größten Preise auf die Erfindung eines Tranks der Unsterblichkeit. - Der junge Kaiser Ven=ti starb daran |.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0548]
455 In China eine Seidenraupe, welche ihre Fäden von Baum zu Baum spinnt. Das Seidenzeug anfangs grob, ab. d. Waschen glänzend u. nimmt keine Flecken an |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0549]
456 Eckeberg: ist von der Seidenpuppe die Seide abgewickelt, so werden sie gekocht u. getrocknet gegessen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0550]
457 Bei einem Stamm der Miaose's besteht der Kopfputz der Weib. in einem, innig mit Wachs ver an die Haare gepichtem Bret, daß sie mit Mühe sich schlafen legen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0551]
458 In Chin. ist ein Fettbauch und ein schön. Mann synonym, od. ein Dicker und ein Geistreicher |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0552]
459 Die Kleinheit des Fuß. bestimmt den Kaufpreis der Braut |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0553]
460 Die Chines. nennen die Magnetnadel die, die den Mittag zeigt - Ting-nan-Tschin |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0554]
461 Die Chinesen haben 80,000 verschied. Zeichen; ein Wörterbuch von 95 Bänd. war dazu nicht hinreichend.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0555]
462 Der Kais. Chi=hoang=ti (20 bis 55 vor Ch. Geburt) soll der Urheber der groß. Mauer u. zugleich der Vertilger aller chines. Geschichte sein, damit die Annalen nur mit ihm anfiengen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0556]
463 In Chin. läßt sich einer für Geld für den a. prügeln, dem Prügel fast bis zum Tod zuerkannt sind. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0557]
464 Auf einem Gebirge von Butan, baten die Butaner bei einem kalten Nebel, lei die englische Gesandtsch., leiser zu reden, weil sonst Platzregen - kam auch nachher. 10 Jahrg.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0558]
465 Bei den Tibetanern sind die Schafe Lastthiere, tragen bis 20 Pfund |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0559]
466 Sie verabscheuen jeden Mord eines Thiers; wenn sie ihr Vieh verhandeln, ermahnen sie den Käufer, es ja nicht zu schlachten. Doch kommt Schweinefleisch selbst auf die Tafel des Raja Daeb |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0560]
467 In Tibet besond. Lehrstühle für die Zauberei. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0561]
468 Alle Auswürfe des Dalai Lama heilig und helfend - Amu Tücher mit seinem Speichel benetzte Amulete - sein Harn als Arzenei gegen Krankheiten bewahrt - sein Koth mit Moschus vermischt zu Pillen vergold. und als Amulette am Halse getragen | Eben so die Asche seiner verbrannten Leiche |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0562]
469 Der Fürst von Ava, Pegu, Arrakan und Cassay nennt sich Herr des weissen und gefleckten und aller Elephanten der Erde, Herr der weissen Sonnenschirme; die weiße ist

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

die Hoffarbe und niemand außer dem Hofe erlaubt. Und doch stehen die so klugen Birmanen unt. ihm und nennen ihn nur indirekt: "es muß zu den goldenen Ohren, zur goldenen Nase gelangen, legen sich zu den goldenen Füßen" nämlich seinen.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0563]
470 Bei den Opferfesten am Neumond im Dezemb. bei den Birmanen Wagen 5 Stockwerke hoch; 200 Menschen darauf; an jedem ziehen 3000 Menschen, legen nur die Hände auf die Seile weil man dann Ablaß hat - aus Hütten kommen oft 10 Menschen, die das Götzenbild oben anbeten u. dann den Wagen üb. sich gehen lassen. Die Priest. steigen herab und wickeln die Eingeweide, Kopf p. in Matten und zeigen sie als Heiligenstücke. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0564]
471 Die Samojedin darf vorzügliche Dinge, z.B. den Kopf des Rennthiers nicht essen - einen in der Hütte abgesteckten Raum nicht nicht überschreiten - sich nicht dem Feuer, als et. Heiligem sich nähern - den Ort wo sie gesess., mit Rennthierhaaren gereinigt - dürfen nicht über den Fußsteig der Männer schreiten oder um das ganze Haus gehen, weil der Wolf sonst ein Rennthier holte. | 8 J. 2 Abtheilung

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0565]
472 Das Kaspische Meer ist jetzt der größte Sumpf der Erde, 7,000 Quadrat Quadrat] als gezeichnetes Quadrat Meilen groß |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0566]
473 Die Europäer brachten nach Amerika die Bienen, hießen daher die Fliege der Engländer. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0567]
474 Bei den Kirgisen werden 100 Schafe (oder 25 Pferde) für einen abgehauenen Daumen gezahlt zur Strafe, 20 Schafe für den kleinen Fing. - Verlust der Ohren das Größte; ein Ungeöhrter, auch unschuld., wird unt. ihnen gar nicht geduldet. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0568]
475 Die Skorpionspinne beißt dem Skorpion den Stachel ab und frißt ihn. Tödtlich Mensch und Thier; ab. Schafe davon fet

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0569]
476 Samarkand bauete Alexander - Gengizchan zerstörte sie - Timur bauete sie wied. und zur Residenzstadt.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0570]
477 Bei den Mongolen wird Unzucht mit der Beischläf. eines Priesters gar nicht - u. mit einer Fürstin nur d. einen jungen Bock und Ziege gebüßt, weil das Gesetzbuch voraussetzt, ohne Auffod. od. Reizung hätte man es gar nicht gethan.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0571]
478 Der russische Herr bestimmt seine Leibeignen, was sie werden sollen, Maler, Uhrmacher, Musiker p., werdens - Landleute werden dem Musikmeist. des Regiments übergeben und werden Jagdhornisten. Minerv. 1812 März

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0572]
479 In Wels Garten lassen sich die Esel nur von Damen reiten. Ficks Besch. von Erlangen

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0573]
480 In Moskau war eine Glocke von 432,000 Pfund, fiel anno 1737 herab, vergrub sich in die Erde und wurde seitdem nicht wied. heraus gezogen. Bair. Zeitung Sept. 1812

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0574]
481 Die Türken beschreiben nur eine Seite des Briefes, schneiden an der rechten Ecke et. ab, zum Zeichen der Unvollkommenheit in der Welt. Kameralkorresp.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0575]
482 Auf englischen Schiffen wird die Leiche mit einem Theil des Gesichts selbst, in das Segeltuch genäht, weil d. Zufall einmal ein Matros. beim Durchstechen der Nas. wied. lebend wurde Polizeifama

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0576]
483 In Italien im Mai die Wette um das Grüne (far il verde); zwei versprechen, zu jeder Stunde des Monats dess. * ein grünes Kraut, gewöhnliches Fenchel (finochio) bei sich zu haben, darf nicht welk sein. Dov' è il verde? (wo ist das Grüne); es muß an die Wand gerieben, *...* *...* Erheiterungen

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0577]
484 Wenn in Pekin bei einem Siege oder sonst Frohem die große Glocke geläut. wird, Einwohn. davon benachrichtigt; weil ihr Schall neu geborne Kind. tödtet; frühzeitige Niederkunft, Schorsteine stürzen - 100 Menschen läut. sie. Kulmbacher Wochenblatt. 1808.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0578]
485 Die Bedschah an der Westküste des rothen Meers beten den Teufel an. Hat einer den a. betrogen: so hängt er ein Kleid auf eine Pike: "dieß ist deßen (nämlich des Betrognen) Zelt" und läßts so lange stehen bis er sich mit ihm ausgesöhnt. Geographische Ephem. Aug. 1812

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0579]
486 Die Reisfeld. werden in Sina, indem sie unt. Wass. sind, geackert, geeggt, besäet. Auswahl kleiner Reisebeschreibungen. 3. B.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0580]
487 Der feinste Thee wächst auf Felsen, wohin man nicht kann; die Aff. hinauf gejagt, mit Steinwürfen erzürnt, daß sie die Thee Bäume schütteln |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0581]
488 In Tunkin drückt ein Königlicher den Siegel auf die besten Bejay=Bäume (Be hünereiergroße Beeren, w trefflich) Der Eigenthümer muß sie warten, ohne et. dav. zu kriegen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0582]
489 Da mausen nicht die Katzen, sondern die Hunde |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0583]
490 Da dürfen nach einem Gesetz nur die Gelehrten öffentlich Schuhe tragen, u. die den Doktorgrad erhielten |; a. barfuß.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0584]
491 Da gibt man den Kind. die abscheulichsten Namen, damit sich die bösen Geister vor ihnen scheuen und sie nicht beleidigen. |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0585]
492 Wenn der König von Tunkin ausgeht, wird jed. getödt., der ihn sah, hätte er auch vom Gebote nicht gewußt; nur seine begleitenden Soldat. dürfen ihn sehen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0586]
493 Violik bei den Polen eine Fastnachtfreude, daß eine Familie vermummt zur 2 ten fährt, diese mit und zur 3 ten u. selbst w. bis der Zug bei einem Gutbesitzer abend bleibt, und der einen Ball geben muß Minerv. Sept. 1812

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0587]
494 In Polen muß man auch zum vornehmen Wirth, der alles hergibt, nur keine Betten diese mitbringen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0588]
945 Die Polen ziehen den Damen die Schuhe aus und trinken daraus ihr Wol in Ungarwein |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0589]
946 Bei den Portugiesen muß man jedem, den man anredet, sogleich die Dose anbieten. Minerva 1812 März

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0590]
947 In Lissabon steht der Soufleur mit halbem Körper frei üb. dem Theat. und spricht ganz laut |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0591]
948 Auf der Insel Tino eine antike Säule, an die man Diebe, rückwärts sitzend auf einem Esel herumgeführt, nakt bis an den Gürtel, mit Honig eingeschmiert, 1 Stunde den Fliegen des Sommers aussetzt. Korresp. 1812. Nov.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0592]
949 In Moskwa stehen bei Volkfesten Wasserbehält., um mit 2 oder 3 Eim. Wass. üb. Brantwein Trinker und Schläger gegossen, sie aus einander zu bringen.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0593]
450 Da muß ein Rennschlitten mit 2 Pferden, das eine imm. im Gallopp, das a. im Trott gehen, nach der holländ. Regel der Harttraber |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0594]
451 In einer Vorstadt da ein Häusermarkt - man konnte Blockhäuser von jed. Größe kaufen, in weniger als 7 Tagen waren sie eingerichtet

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0595]
452 Katharina II machte da eine Stiftung für Findlinge; in diesem Spital eine Bühne,und alle Dekorazion von den Findlingen selbst - so Kleid., Malereien, Theat. - sogar einige Schauspieler darunter |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0596]
453 In Frankr. Sandberge, welche jährlich 10 Fuß weit rücken, Häuser überbauen; kein Graben hilft dagegen. Korresp. 1812

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0597]
454 Auf der Küste Natal, nordwestlich vom Kap = tragen die Weiber Mützen von bloßem Rindertalg bis 10 Zoll hoch. Korres. 1812 Nov.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0598]
455 Der verwünschte Burggraf in Ellbogen in Böhmen - nach der Volkmeinung - von der Größe eines Pferdekopfs, 191 Pfund ist ein Meteorolit, besteht nach Klaproth in 100 Theilen aus 97,5 Th. Eisen 2,5 Th. Nickel. Gilberts Ann. 1812 St. 10

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0599]
456 Toast sind die gerösteten Brodschnitte, die man in Engl. in die Kanne Bier legt, u. die der Trinker des Bodensatzes bekommt. Anna von Boley in der Badwanne; jed. leerte ein Glas; einer nicht; er: ich behalte mir den Toast vor. Kom. Enzykl.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0600]
457 In Ulm ist der Hochzeitbitt. auch der Trauermarschal.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0601]
458 Bekantgemacht von der Concentralwolthätigkeitskommission, daß im Knabenhause ein Saal geheizt wird, wo alle Arme von Morg. 8 bis ab. 9 Uhr sich wärmennnen. Korresp. 1812 N. 358

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0602]
459 Bei den Kosaken muß die Frau den Liebantrag an den Mann thun, der oft Monat lang sich prüde weigert. Bair. Zeitung

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0603]
460 Im Orient nur selten Christen Glocken erlaubt; sie schlagen auf ein Bret (El-Nakus) mit einem Hammer, um zur Kirche zu rufen. Monatliche Korrespondenz von Zach. Okt. 1812

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0604]
461 Im steinigen Arabien ein Sand Berg El-Nakus genannt, von 80 Fuß; wenn d. die Sonne Nachmittags Sandkörner losgelöst werden, so ist ihr Tönen wie eine Aeolsharfe; rollt man viel herab, ein Klang daß die Erde zu beben scheint. D. Seetzen |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0605]
462 In Pohlen sind während des Sommers wegen der Fliegen Bild., Spiegel, Kronleuchter p. mit Moußelin verhüllt Schillings Erzählungen

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0606]
463 In den Katakomben unt. Paris werden die Knochen von den Gottesäckern jed. Stadtviertels in Hügel gesammelt - ein Altar aus Knochen darin. Mblatt. 1812 Nov.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0607]
464 Bei den Irländern werden gewiss. Weib., die bei Leichen recht schreien und weinen jamm. können, besond. gemiethet. Oft hören sie auf, wenden sich um und fragen: Schätzchen, wen haben wir denn eigentlich beklagt. Mbl. 1812 S. 1115

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0608]
465 Auf die Insel Buro schickte die holländische Kompagnie alle 2 J. eine Kommission dahin, - um die Schößlinge von Gewürznelken und Muskatbäumen auszurotten, die da wild aufwachs., Samen von Vögeln hingetragen - damit nur auf Amboina u. Banda und kleinen Nachbarinseln sie seien. Weygands kleine Abenth. zu Wasser und zu Land. 11 Th. Die Fürsten auf Tornate u. Tidor müß. auf jenen Befehl alle Keime vom Wind oder Vögeln hingebracht, ausrotten.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0609]
466 Bei den Chinesern sind gebratne Hirschschwänze ein Leckerbissen. De Guignes |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0610]
467 Bei ihnen darf der Gast nichts vom vorgelegten Essen liegen lass.; dah. man die Reste d. Bediente einpacken läßt. ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0611]
468 Ein Fremder darf in Peking wed. mehr noch weniger als 40 Tage bleiben. ||

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0612]
469 Besond. am linken kleinen Finger lass. die Vornehmen die Nägel recht lang wachsen - ein Mandarin hatte an der linken Hand Nägel 6 Zoll lang, bei einem Arzt 12 1/2 Z. der längste, die a. 10 Zoll. ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0613]
470 Nach dem Ess. gibt sich jed. Gast die größte Mühe d. Furzen anzuzeigen, daß er viel gegessen. Nur jeden Schein der kleinsten Trunkenheit fliehen sie ängstlich. ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0614]
471 Kein Gemeiner Mann darf da einen Mandarin grüßen auf der Strasse - bekommt sonst Prügel - blos seitwärts muß mit hängenden Armen stehen bleiben ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0615]
472 Krusenstern: In Japan ist der zischende Ton des Einschlürfens als wolle man die Luft des Gebieters in sich ziehen, Höflichkeit gegen Vornehme. **. 12. B.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0616]
473 Ebenda: Die Japaner haben alle einen halbgeschornen Kopf - ihre Aerzte einen ganz geschornen - ihre Wundärzte ganz behaart |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0617]
474 Renouard de Sainte Croix: auf den philippin. Inseln setzt der Arzt die Kur blos darein, daß der Kranke ihm immer üb. die Straßen nachfolgt; dah. dort die Aerzte immer mit einem großen Gefolge Pazienten gehen. Sie bringen auch verlorne Sachen wieder.| S. 228

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0618]
275 Ebenda: Da, z.B. in Manila stellen die Mönche um einen Sterbenden hölzer. Heilige aus der Kirche (von (v mehr als Lebengröße), dazu noch die Wachskerzen im heiß. Klima; endlich noch das Kleid des h. Franziskus, dess. dicker wollen. Zeug noch mehr einheizt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0619]
276. Ebenda: einige: der Kulturgrad eines Volks wird an den mehr od. weniger Arbeiten erkannt, die man den Weib. auflegt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0620]
277 Ebenda: auf den philipp. Inseln wird der dort stärkere Büffel, den man seine Nahrung selb. suchen läßt, blos von einem Kind auf dem Rücken zu allen Arbeiten gelenkt, das dem er gehorcht, wenn der Mann nichts mehr üb. ihn vermag. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0621]
278 In Moskau bringt man betrunkene Zänker blos d. 2, 3 Eimer über sie gegoss. Wasser aus einand.; dah. immer an solchem Wass. dastand. Allg. Kameralkorr. N. 131. 1812

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0622]
279 Da mußte in Rennschlitten immer das eine Pferd im Gallop, das a. im Trab gehen, wie bei den Harttrabern |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0623]
280 In Forchheim, dem Geburtorte des Pilatus, wurden im Zeughaus dessen schwarz=tuchene Hosen aufbewahrt. Korresp. Jenn. 1813

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0624]
281 Die vornehmste Straße in Petersburg nannten einige die Toleranzstraße, weil da in einem Umfang von nicht 3 Wersten 2 griechische Kirchen, 2 reform., 3 luther., 1 armen., 1 katholische, im St. Michaels Pallaste Andachtort der Mohammed. ist. Minerva aus Promenades d'un Desoeuvé dans la ville de St. Petersbourg Dezemb. 1812

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0625]
281 In Mecklenburg. werden die Schweine mit Kälb. gefüttert. Eberhard in Salina Heft 8. 1812

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0626]
282 Da wohnen oft 4 Familien in 1 kleinen Stube und 4 Frauen kochen in 1 Küche ohne Zank |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0627]
283 Auf den neuen Boulevards in Petersburg haben die Linden 3 grün angestrichne Schutzpfähle - eine kranke wird mit einer Moosdecke umgeben u. täglich besucht und begossen - an jeder steht der Zettel mit dem Jahr ihrer Pflanzung. Minerv. 1812 Dezember

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0628]
284 Gegen die Kälte niemand empfindlicher als ein Russe p. der in ein südliches Land kommt, z.B. Frankr., weil man da seine Doppelfenst., geheizten Trepp. p. nicht hat. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0629]
285 Der Tyroler trägt so viele Federn auf dem Hut als er Männer bezwingen kann, manche sechs wie Hofer. Hofrath Römer mündlich.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0630]
286. In Frankf. am Main müssen immer zwei Mezger einen Ochs. kaufen, der zweite heißt Gemeiner od. Gemeinmann der Reinlichkeit wegen. Ein Ochs da 1715 geschlacht., die rechte Niere wog 216 Pfund, die linke 15 Pfund, Unschlitt 30 Pfund, Fleisch 486. Mus. des Wundervollen 12 B. 3 St.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0631]
287 Im kaiserlichen Park Lachsburg unter den Vexierkünsten ein Betschämel vor dem h. Franziskus, knieet man darauf, zertheilt er sich und eine schöne bekränzte Frau aus Wachs erscheint, die der Beständigkeit. Wien und Paris

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0632]
288 Petri: In Moskau fährt alles, sogar der Bediente, den man wegschickt. Erholungen. 1813

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0633]
289 In der Schwytz tragen Betteljungen, Bauern auf Mistkarren, Weib. zu Pferde Sonnenschirme. Haxthausen.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0634]
290 Noch im 17. Säk. wurde in Genua der Schwanz des (| Esels (Christi) zur Verehrung und zum Küss. ausgestellt. Korresp. 1813. N. 59.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0635]
291 Auf der Gold Küste von Guinea muß man dem König für das Erheben in den Adelstand einen Hund geben, sonst nicht bekommt man ihn nicht ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0636]
292 Der Orden der barmherz. Brüd. lieset jeden Mittag bei dem Essen die Liste der am selben Tage in sämmtlichen Hospit. (an Zahl 24) des Ordens in österreichischen Staate seit 124 J. gestorbnen Kranken ab und betet für sie. Die Zahl der mindesten Sterblichkeit ist 1 Todt., der größten 12, nur der 9 Jun. hat 13 ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0637]
293 Lecourt, der geschickteste Maulwurffäng. legte zu Pontoise und Caen Schulen an, worin immer fünf Maulwurffänger unterrichtet werden, nach deren Abgang wied. fünf. Cadet de Vaux vom Maulwurfe.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0638]
294 In Bretagne kleidet man die Bienenstöcke bei Freudenfällen (Hochzeit p.) roth, bei Begräbnis schwarz, damit sie nicht davon fliegen. Altdeutsche Wäld. von Grimm 1 H.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0639]
295 Rom hatte 3 Thore, d. das weiße zogen die Krieger - d. das rothe die Sieger - d. das schwarze die Überwundnen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0640]
296 In den Sennen in Freiburg hat der Gast nur einbeinige Stühle (die beim Melken) Haxthaus.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0641]
297 In Virginien schmeckt und riecht das Wasser nach Katzenurin, sogar in Kaffee und Punsch. Thunderfeld

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0642]
298 In Liverpool der 3te Osterfeiertag heißt der Hebetag; daß nämlich jedes Mädchen eine begegnende Mannsperson heben darf; wer nicht will, den darf es untertauchen. Korresp. März 1813

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0643]
299 In Heilbron ist auf dem Markt d. besonders gelegte Steine ein Lustgarten gepflanzt. Haxthausen

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0644]
300 Auf der Uhr am Rathhaus da bläset ein Engel eine Trompete, einer bewegt bei dem Schlag ein Zept., ein Hahn kräht und 2 Böcke stoßen einander |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0645]
301 In Lucern haben ganz alte Weiber und Jungfrauen dieselbe Kleidung - Überrasch. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0646]
302 Der dent de Midi und der dent de Morcle jeder 3 mal so hoch als der Brocken |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0647]
303 Rödlich: Noch vor 80 J. trugen die Einwohner einer dalmatischen Küstenstrecke eine aus dem Meer hoch vorragende Klippe, Scoglio di Rogosnizz, ab u. der Meerfläche gleich, damit Schiffe daran scheiterten und sie die Beute bekamen. Heid. Jahrb. Dec. 1812

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0648]
304 Ebenda: in Cattaro wird Mord mit Geld gebüßt; ein Bluttropfen auf 10 Zechinen geschätzt, 2 auf 20, ein Kopf oder Todtschlag auf 120. | S. 1212

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0649]
305 In dem schottischen Hochland - z.B. in Roßschire - findet man Ruinen Mauern und Festungswerke von Glas, manche Ruinen 12 Fuß hoch, mehrere Fuß dick. Korresp. N. 105. 1813. Vid. 310/4.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0650]
306 In Alkmaar in H Fest. und Handelstadt, reiten um 12 Uhr so lange das Glockenspiel dauert, 12 Reiter aus dem großen Thurm um dessen Spitze herum Mbl. 1813 p. 82

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0651]
307 Die würtenberg. Älpler so wenig Wass., daß es unt. obrigkeitlicher Aufsicht ausgetheilt wird und daß man der Pfarrerin ins zum Wochenbettgeschenk einen Eimer Wass. bringen kann. Magazin von Fahnenberg. 1812. V.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0652]
308 Bei den Wendinnen in Sachs. unterscheiden sich die katholischen d. Zusammennähen ihrer Rockfalten, die lutherischen lassen die Falten frei hängen. Sachsischer Kalend. 1813.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0653]
309 Auf ihren Hochzeiten tanzt jeder, nur nicht der Bräutigam |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0654]
310 In den schott. Hochlanden find. man Reste von Gebäuden und Festungswerken von Glas. Williams vermuthet: anfangs Steine als Mauern, u. nachh. da man Holz genug, d. dass. in Gruben verglaset. Freimüthige.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0655]
311 In Toulouse am 1. Mai ist eine Blumenmesse ("Markt"), alle Strassen mit blühenden Bäumen, Pflanzen p. besetzt, überall Käufer und Verkäufer. Korresp. 1813 Jun. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0656]
312 In Rußl. haben alle Fuhrwerke Glocken. Klaproth. Reis. nach dem Kaukas. 1. B.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0657]
313 In Rußland heißt eine Art Schaben Prussaki (Preuß.) weil sie erst d. den Preuß. Krieg soll hinein gekommen sein. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0658]
314 Schlözer: noch keine Nazion wurde d. Mathematik aus der Barbarei gezogen - nur d. Künste und Wissenschaft |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0659]
315. Bei den Mongolen werden Bücher religiösen Inhalts göttlich geehrt - an keinen besudelten Ort darfs hingelegt werden - nicht befleckt - nicht mit dem Kleid=Saum, Schuhrande, unreinem Gefäß berührt oder mit et. schlechtem bedeckt - bringt man es von einem Ort zum a., so unter Räucherung - borgt es jem., so schenkt er bei Zurücklieferung Räucherwerk, oder mehrt den Schmuck des Buchs |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0660]
316 Auch der ärmste Mongole hat in seiner Hütte einen Altar oder geheiligten Ort - man hebt bei jedem Vorbeigehen die linke Hand andächtig auf - jeden Morgen werden die 7 Altarschälchen mit Wass. gefüllt. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0661]
317 Bei den Tscherkessen gehen die Adelichen nie vor dem 60 J., wo sie erst aufhören zu raub., in die Kirche, weil sie diese, da sie vom Raube leben, d. sich zu entheiligen glauben - als Jünglinge hören sie den Gottesdienst nur vor der Kirchthüre u zu Pferde |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0662]
318 Die Tscherkessen geben dem Neugebornen den Namen des ersten, der hinein kommt - an die ausländischen setzen sie uc z.B. Paul Pauluk p. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0663]
319 Die Adelichen unt. ihnen geben ihr seid. Kleid stets (nach der Sitte) dem Unterthan, der es begehrt und ne ziehen dafür dess. elendes Hemd an, daher sie immer ge schlechter gekleid. als dieser |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0664]
320 Die Inguschen borgen ihre Namen von den Thieren, der eine heißt Ochs (Ust), der andere Schwein (Chaku) p. - |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0665]
321 Stirbt einem Inguschen ein Sohn u. dem a. eine Tochter, so kommt der Vater der letzteren und sagt: "Dein Sohn kann in jener Welt eine Frau nöthig haben, ich geb ihm meine Tocht.; zahle mir den Brautpreis." der oft 30 Kühe beträgt.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0666]
322 Pachelbel u. Helfrecht: im Weißenstädter Weiher bleibt kein Frosch; springt dav. oder stirbt. Dessen Fichtelgebirge

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0667]
323 In Mexiko fährt die Polizei Todtenkarren d. die Strass., lädt die Betrunknen auf, führt sie nach der Hauptstrasse, legt den a. Morgen einen Eisenring an den Fuß und muß 3 Tage die Straßen kehren u. dann frei. In derselben Woche findet man sie wied. kehrend. Mbl. 1813 S. 367.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0668]
324 In Hedschâs Sitte, nur Nachts zu reisen und am Tage zu rasten. D. Seetzen.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0669]
325 Die alten Männer und Frauen, die noch am grünen Donnerstag von der kais. Majestät in Wien am Fuß gewaschen werden, werden vorh. braun gekleid., dann zur Tafel gezogen, bekommen die Überreste und einiges Geld. Mbl.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0670]
326 Unt. Friedrich II. fragte man, wenn man aus Magdeburg geht, nach einem Parole Wort (das man der Schildwache sagen muß) und wird auf dem Kopfe nach der Platte befühlt, weil jedem eine geschoren wird, wegen Desertieren. Kleine Wanderung d. Deutschland von Schulze

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0671]
327 In Vera Cruz ist eine Schneepost (Posta de Nieve) welche den mit Hagel vermischten Schnee vom Vulkan Oribaza in Laub und Asche eingewickelt eilig mit Mauleseln anbringt, doch schmilzt auf dem 20 Lieues langen Weg die Hälfte. Humboldt

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0672]
328 Auf dem Rathhausthurm der meisten schlesischen Städte bläst, wenn die Stunde geschlagen, ein Thürmer sie mit der Trompete. Zöllner

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0673]
329 Die Frau bekam 1 Kreuzer, daß sie für einen a. Sünd. 100 Kloste Kapellen Stufen betend hinauf und hinab ging Haxthaus.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0674]
330. Malta kein Grün, kein Baum, wegen Bevölkerung, überall Mauern, Kirchen, fensterlos. Bauernhütten, sieht wie ein Gottesacker aus. Miszellen der neuesten Weltkund. 22. 1813

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0675]
331 Die Ochsen, Esel p. die am Fest des h. Antonio del Porco (er wird immer mit einem Schwein abgebildet) mit Weihwasser besprengt werden in Rom, sind geputzt u. dieses mal frei. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0676]
332 In Rom setzt man in dem Lotto, bei Hinrichtungen großer Verbrech. die dafür gewünscht worden, die Zahl ihrer Namen, Alters, Todesstunde p. - wurde schon mehrere male darauf gewonnen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0677]
333 In Amerika kam als die Gesetzesaufschrift st. Wir Georg III da bei der Freiheit diese: Wir das Volk |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0678]
334 Abensberg, Marktflecken Ellingen, hatte F eine Freiung, wo unvorsätzliche Todtschläge, Duellanten, Bankerutierer straflos, bleiben konten - wurde 1799 von der preußischen Regierung im Ansp. aufgehoben. Korresp. 1813

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0679]
335 Das Städtchen Herrieden hat im Wappen einen Hasen, der in den Vorderläufen einen Abtsstock aufrecht hält: Korrespondent Jul. 1813 No. 200

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0680]
336 Simon in Brüßel lernte zur Wagenbaukunst Malerei, Baukunst, Mathem. - hat 200 Arbeiter, - hat Maler, Schloß., Plattierer, Feilenhauer, Safianbereiter - Walzmaschinen und Stempelwerke, um englische Federn zu machen - eine Staatsberline zu 4000 Louisdor - Reisewagen 500 Louisd. Der Freimüthige

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0681]
337 In Aegypten begraben die Türken die Christen auf dem Bauch liegend, weil sie in die unterird. Region kommen u. nicht in den Himmel kommen. Korres. 1813. August

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0682]
338 In Bath ist die Badezeit von Novemb. bis Mai. Freimüth. März 1813

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0683]
339 Im Anfang des vorigen Jahrh. schaueten in Bath da die Mädchen Damen mit Kopfputz aus dem Wass. u. die Zuschauer auf der Gallerie unterhielten sie |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0684]
340 Die Neuseeländ. trauern und zerkratzen sich das Gesicht desto, stärker, je länger der, der eben wiederkommt, abwesend gewesen. Ab. sie trauern auch bei deren Abreise. Miszellen für die neueste Weltkunde N. 22. 1813.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0685]
341 Auf den Pyrenäen in dem Berge von Tau eine Glocke, die der Teufel in der Weihnachtnacht läuten muß. Bair. Zeitung N. 160. 1813

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0686]
342 Savaresi: die Aegypzierinnen fass. bei Zank einander bei den Haaren und st. der Hände beißen sie sich. Mbl. S. 635. 1813

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0687]
343 Wenn ein Ragusaner Abschied zum Reisen nimmt, bekommt er von jedem Freund einen Zuckerhut geschenkt S. 615

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0688]
344 Major P Zebulon Montgomery Pike im 48 B. der Sprengel= Ehrmann. Biblioth.: in * Stadt Mexiko sind bei allem Reichthum 60,000 Bettler. Freimüthiger 1813.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0689]
345 Auf dem Königsplatz zu Kassel hört man wegen 6 Strassen das Echo 6 mal, bückt man sich nach der Erde, so kommt es aus dieser. In der Nacht hört man sogar Seufzer 6 mal wieder. Jugendzeitung 1813

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0690]
346 Da mehrere Stunden, eh der chinesische Kais. seinen Pallast verläßt, kein Mensch auf den Strassen sein darf - Buden geschlossen; mit seidenem Zeug verhangen die Häuser -: so läßt er Lustgarten bauen, wo die Verschnittenen das Le ganze Leben einer Marktstadt nachmachen; alle Handwerke gespielt; wirklich verkauft - Balgen - wirkliches Stehlen, beim Ertappen wirkliche Strafe, sonst Lohn. Eben so hat er einen Lustgarten, wo alle Bauerngeschäfte, Ernten p. vorkommen d. Verschnittene. Süddeutsche Miszell. N. 61. 1813

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0691]
347 Alle chines. Häuser 1 Stockwerk, sie begreifen unsere hohen mit gefährlichen Treppen nicht. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0692]
348 Der grausame Welteroberer Dschingis-chan hat in den chines. Annalen den Namen Tai=tsu=yng=tien=ki=yün=schin=vu=Hoamti, verkürzt Tai=tsu |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0693]
349 Wenn in Schlesien ein Unterthan seine Herrschaft - wegen Accise=Defraudazion - angab, so war er von der Unterthänigk. frei; und das Gesinde, die Handlungsbedienten aus dem Dienst entlassen, und bekamen doch vollen Lohn von der Herrsch.; jeder Angeber bekam 1/3 der Strafe, sein Name verschwiegen. Briefe über Schlesien p. von Zöllner. 1. B.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0694]
350 In den meisten schlesischen Städten bläst auf dem Rathhausthurm der Thürmer mit einer Trompete, wenn die Stunde schlägt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0695]
351 In Hoop, unweit Bergen, ließ unlängst der Kanzleirath Cristi eine Kirche und ein Haus und Ofen von Papier bauen, nämlich Papiermaché. Kulmbacher Wochenbl. N. 8. 1811

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0696]
352 Im Steinsalzbergwerk haben die nakten Arbeiter nur Beinkleider an. Zöllners Briefe

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0697]
353 Die Muselmänner haben keine Tauf= und Todtenregist., keiner weis wie alt er, od. wann sein Freund starb. Nur die Pferde Geburtenlisten Mblatt. p. 742 nach Savaresi.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0698]
354 Cancelleri: die Röm. hatten bei Mahlen Teller, auf denen Todtengebeine abgebild. waren; - auch stellten sie silb. Skelette auf den Gasttisch. - Auch die Maske u. die bei Maskerad. gewöhnliche Gesichter Verhüllung mit Tuch in Form eines Mantels (bautta) bezeichnete ursprünglich dasselbe. So wird

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

noch in Perugia bestes Konfekt und Backwerk in Form von Todtenknochen verfertigt. - Und doch umschrieben die Alten auf jede schöne Weise den Namen Tod Boyle: Ludw. XI verbot dessen Nennung bei großer Strafe Predigern und Hofleuten in Beisein Mbl. N. 194. 1813

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0699]
355 Die Pohlen eine so volltonige Sprache - z.B. Przezrzoczysty durchsichtig, Sprzeczka Streit, Skrzeczek Hamster - die auch der gemeine Mann mit allen Konsonanten hören läßt, - dah. sie sogar fremde Wörter noch damit vermehren z.B. K Konsistorz Konsistorium, Postmistrz der Postmeister - daß sie die deutsche Anrede nur für einen Naturlaut anhören und gar nicht darauf antworten. Zöllners Reise über Schles. 1 B. S. 343

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0700]
356 Da der Talmud: der Messias kommt, so wenn eine Seelen=Anzahl mit jüdischen Körp. bekleidet ist: so arbeiten die poln. Juden so sehr auf Bevölk.; u. wenn sie kein Heirathgut geben können, nehmen sie einen armen Jungen ins Haus mit Kost bis ins 13., 14te J. unt. der Bedingung daß er dann die Tochter heirathe | S. 347

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0701]
357 Wenn die poln. Mütt. zur Arbeit gehen, lass. sie ihre Kind. von Ammen säugen, die immer einige säugen und es oft 15 J. nacheinand. treiben S. 350

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0702]
358 Die Kanzel in der katholischen Kirche in Reinerz bei Glatz hat die Gestalt eines Seeungeheuers, das seinen Rachen aufsperrt, aus dem der Predig. zwischen den langen breiten Zähnen hervor sieht. | S. 430

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0703]
359 In Berlin Kirchhöfe, worauf Bordelle. Für Protestantismus und prot. Geistlichkeit 1809 H. 1. (Kulmbacher Wochenblatt)

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0704]
360 Da um Augsburg Kies unter der dünnen Erde, so da kein Pflug und dah. stehen noch die Jahrtausend alten Gräb. der Römer.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0705]
361 In Petersburg ein großes unterirdisches Gewölbe worin die Tagelöhner, Bauern für einen Kopecken schlafen, geben vorh. ihre Mess., Aexte weg - Fleisch zu Bissen geschnitten, mit einem Spahn gegessen. Promenade d' un desoeuvré dans la Ville de St. Petersbourg

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0706]
362 Die fro Aushängeschilder der Kaufleute in Paris stellen jetzo oft gute Gemälde aus der ital., niederländ. p. Schule vor. MJ. 1813

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0707]
363 In Baden bei Wien große Kästen mit Sitzen, worin man (angekleid.) gemeinschaftlich badet, Herren und Damen beisammen; einer ließ eine Tafel mit Konfekt herumschwimmen. Oben eine Gallerie für Zuschauer und eine Schlaguhr u. ein Kruzifix. Elegante Zeitung 1813 August

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0708]
364 In Italien hat man aus Spars. nur 1 Topf, Schüssel, Glas - selbst in Weinschenken nur 1 Glas oft, und man muß, wenn es besetzt ist, aus der Kumme trinken. Mblatt Sept. 1813

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0709]
365 Die Tschirgassen brauchen nichts gegen Krankheit, weil diese von Gott kommt, ab. gegen Wunden, weil diese von Menschen. Dr. Kimmel. ||

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0710]
366 Die Strasse in Paris, die nach der Force (Gefängnis) führt heißt von der Revoluzion rue des droits de l' homme Mbl. 1813.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0711]
367 Im Kirchenstaat die Trauungen gewöhnlich Nachts

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0712]
368 Zu Canton in China do gelten die Schuldfoderungen nicht in das neue Jahr hinein. Am Abend des alten darf der Gläubiger alles Porzellan und Möbeln des Schuldners zerschlagen, ihn selbst prügeln, und blutig, und er darf sich nicht wehren - nach der letzten Stunde sitzen sie befriedigt beisammen. Korres. No. 11. 1814

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0713]
369 Das Haus des Petrak. mußte auf Befehl der Obrigkeit gelassen werden wie es war; auch das Gerippe seiner Lieblingskatze. Elegante Zeitung N. 204. 1813

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0714]
370 Die Schoppenhauer: In Lond. muß jeder Herr bei Tafel zu jedem Glas, das er trinkt, sich einen Gehülfen einladen; ein dritt. darf sich nach gebetener Erlaubnis mit anschließen. MJ. 1813

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0715]
371 Ebenda: Da bestimmt der Wirth des Hauses, wie hoch seine Gäste spielen sollen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0716]
372 Da Rübezahl toll wird, wenn man seinen Namen nennt: so nennen ihn die Einwohner nur H. Johannes, Riesenherr, Erzberggott. Zölln. Reis. üb. Schlesien p. B. 2.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0717]
373 In Hirschberg in Schlesien ein Seelenbad, d.h. nach einer Stiftung wird jährlich am 2ten Nov. (Tag aller Seelen)

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

wird von 9 - 12 Uhr unentgeldlich zur Ader gelassen, auch geschröpft, wenn man seine Armuth bescheinigt; nach der Operaz. jed. einen Trunk Bier und ein Stück gebäht *rd mit Ingwer | S. 264

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0718]
374 Werner in Freiberg: Böhmen war vielleicht sonst ein großer See, wo sich alles Wasser der umliegenden Gebirge sammelte, und erst später einen Ausgang geöffnet, der Ausflus der Elbe. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0719]
375 Um Schreibershau vereinigen sich alle Einwohner zum Düngen, der Bergfelder; Einige geben die mit Dünger beladenen Karren dem a., dieser dem dritten, u. kommt mit den leeren zurück. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0720]
376 Der Sauerbrunnen bei Flinsberg heißt der Bierbrunnen, weil am Sonntag die Landleute sich in diesem bierähnlichen Wass. leicht berauschen, so lang {viel} sie wollen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0721]
377 In Italien werden Kartoff., Weintrauben, Aepfel p. nach dem Gewicht verkauft, der Genauigkeit wegen. Benkowitz Reis. von Glogau nach Sorrent B. 1.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0722]
378 In Venedig wird der große Handel still betrieben, der kleine mit Nährmitteln p. schreiend auf der Gasse |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0723]
379 Auf dem italienischen Operntheater dasselbe Stück 1/4 J. lang gespielt, dann in jedem J. 4. | B. 2.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0724]
380 Auf den ägypt. Götzenbildern von Granit und Basalt in Rom sind die Hieroglyphen auf dem Hintertheile des Leibs angebracht |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0725]
381 Bei dem Miserere wird der Pabst von den Kardinälen adoriert, d.h. auf dem Knie ihm die Hand oder das Gewand geküßt; jeder Adorierende hat einen niedrigern Geistlichen hint. sich der ihm die Schleppe trägt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0726]
382 Bei der Kreuzerleuchtung am grünen Donnerstag in der Peterskirche sieht man die unzähligen Statuen und Basreliefs auch die Colossalstatuen und die gewundnen Säulen größ. romantischer, die Kirche bis zur ungeheueren Kuppel größer. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0727]
383 Wenn man da gegen die Hereinkommenden sieht, so alle Gesichter hoch erleuchtet und verklärt; wendet man sich gegen das Kreuz, so schwinden alle in Schatten und man sieht nichts als das leuchtende Kreuz; selbst die 112 Lampen am Grab Petr. erlöschen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0728]
384 Das kolossale Kreuz hängt an einem Seil herab, an beiden Armen auch d. Seile ausgespannt - 400 Lampen mit 2 Dochten |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0729]
385 Die Menschen werden immer schlimmer, je weiter man nach Süden kommt, Pommern, Preußen gut - Verona schlimmer - in Rom und Neapel Abschaum und Sizilien das Klima machte eher sanft; ab. die katholische Religion, je eifriger man an ihr hängt, desto schlimmer. | S. 325.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0730]
386 Eine Neapolit. beichtet im Beichtstuhle ihre Liebschaft nicht eher als bis sie vorüber, um sie zu genießen - dann läßt sie sich sie vergeben und büßt; dann wied. eine neue |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0731]
387 Lord Bristol theilt die Deutschen in 2 Klass., buveurs du vin, buv. de la bière; jene schelm., diese dumm. Die deutschen Weinländ. meist katholisch. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0732]
388 Im spanischen Amerika zu Carracas eine Universität, wo man die Jugend erst lesen und schreiben lehrt. Korresp. N. 35. 1814

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0733]
389 In München ist unt. 4 1/2 gebornen Kind. Ein uneheliches - Göttingen 6 - Leip. und Jena 7 Halle 8 - Dresden und Weimar 9 - Hamb. 10 - Stuttgart 22 - Petersburg 57 - Amsterdam 1547. Süddeutsche Misz. N. 71. 1813

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0734]
390 Im Gefängnis von Exeter der Brauch, dem entlaßnen Gefangnen so viel Geld mitzugeben, daß er nach Hause kann ohne in neue Versuchungen zu fallen N. 73

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0735]
391 Der Graf von Carlisle unt. Jacob I erfand das Voressen, daß eine Tafel mannshoch mit den besten Speis. beladen wurde, die

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

aber kalt waren und blos zum Ansehen; dann weggenommen und frische warme Speisen kamen - ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0736]
392 Der Dichter Chaucer erhielt täglich 1 Krug aus Eduards III Keller - von Richard jährlich ein Oxthoff u. von Heinrich IV auch | N. 70

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0737]
393 König Kanut von Engl. befahl den Barden Loflunga zu tödten, weil er dessen Thaten zu kurz besungen: nemo ante te ausus est de me breves cantilenas componere. Der schrieb darauf ein Lobgedicht von 50 Strophen | N. 77

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0738]
394 Engl. hat 200 große Kriegschiffe, jedes 1/2 Million Taler werth, 300 kleine; 16000 Kaufschiffe; in dem 1 Meile langen Hafen Lond. liegen oft 2000 Schiffe. Bredow

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0739]
395 Moskau unter allen die meisten Kirchen, 8 bis 900; und 30 Klöster - Rom 328 Kirchen, 186 Klöster. Kulmb. Wochenblatt. 1813 p. 271.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0740]
396 In Engl. werden einem Pfarrer 2, 3 Pfarren gegeben, weil sie zu klein. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0741]
397 In der Ukraine wirbt das Mädchen um den Mann; bleibt jen. nach abschläg. Antwort noch mehrere Wochen im Hause, so muß man ihr ihn geben. Die Kosaken. 1813

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0742]
398 In China werden jährlich 20, bis 40,00 Räuber gehangen; belagern und erobern feste Städte. Justiz= und Polizeiblätt. 1813 N. 100

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0743]
399 Der Kais. von Tunkin macht jährlich eine Reise von einer Hauptstadt zur a.; die Gemeinden müssen alles anschaffen für sein großes Gefolge - von 4 zu 4 Meilen Häuser bauen und möblieren für den Kaiser; ist er d., die Möbeln weggenommen und sie müßen wied. möblieren ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0744]
400 Wenn er seine Tochter einem Mandarin zur Ehe gibt: so ihr zugleich ein Schwert, um ihn zu köpfen, wenn er gegen den Staat sündigt; und ihm eine Peitsche, wenn sie fehlt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0745]
401 Wenn da einer Geschwängerten der Mann sich abläugnet, so zieht man aus ihm und dem Kinde einige Bluttropfen; fließen beide schnell zusammen, so wird er für den Vater erklärt. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0746]
402 Schläge mit dem Rohre eine leichte Strafe; sogar kaiserliche Verwandte bekommen sie öffentlich und erscheinen Tags darauf doch wied. bei Hof |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0747]
403 Eine Strafe, die Elefantenställe auf gewiss. Jahre zu reinigen u. während der Zeit Kreuze auf der Brust als Schandzeichen zu tragen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0748]
404 Um Paris und überh. in Champagne und in der Picardie und obern Normandie Kreideebene - Kreide und Thon die einzigen Erdarten, worin nichts wächst, indeß doch im Sande wächst - dort Kreideebenen wohin seit Jahrhunderten kein lebendes Wes. gekommen. Annalen der Phys. 1813. 11 St.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0749]
405 Nach dem Koran muß jed. vor den Sultan gelassen werden, der mit Feuer auf dem Kopfe, um Gehör bittet. Korres. 1814 N. 72.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0750]
406 Die Sprützschlange sprützt das Gift ins Auge treffend; blind davon, Frauenmilch das Mittel dagegen - auch der Biß gefährlich. Lichtensteins Reis. im südlichen Afrika B. 1.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0751]
407 Bei den Kaffern oder Koossa hört man kein Niesen, Husten, Gähnen, Räuspern auch kein Schnupfen ist da. Auch unschicklich, sich in fremder Gegenwart zu jücken |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0752]
408 Dem getödteten Elefanten erklären sie nach der Jagd feierlich, es sei nur zufällig geschehen. - begraben den Rüssel zur Sühne und wiederholen häufig: "Der Elefant ist ein großer Herr und der Rüssel ist seine Hand" |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0753]
409 Bei ihnen sind alle Kinder unrein bis sie unt. die Erwachs. aufgenommen - ein Wittwer 1/2 Monat lang, Wittwe 1 - alle aus der Schlacht zurückkehrenden.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0754]
410 Wer dem Löwen die erste Wunde gab, f als Held geehrt; ab. unrein, muß 4 Tage in einer besond. Hütte wohnen; muß sich neu braun färben und dann von der Leibwache des Oberhaupts in den Kraal zurückgeführt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0755]
411 Der Sterbende wird ausgesetzt, nur die Frau bleibt bei ihm. Nach dem Tod überläßt sie ihn den Hyänen, die deswegen für heilig und nicht getödtet werden dürfen |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0756]
412 Kommt ein sehr Kranker genes. wieder zurück, wird er zum 2ten mal ausgesetzt; stehen auch keinem Ertrinkenden oder a. in der Lebengefahr bei - werfen bei seinem Geschrei vielmehr mit Steinen nach ihm - weil, glauben sie, ein Unglück sich vervielfältigt, wenn man den Betroffnen nicht aus dem Weg schafft. Dah. dürfen Kreisende nicht schreien, wenn nicht alles sie verlass. soll |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0757]
413 Der Ort, wo ein Oberhaupt oder seine Frau starb und begraben wurde, unrein u. auf immer von der Horde verlassen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0758]
414 Ihre kleinen Kind. schreien u. die größeren weinen nie S. 424

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0759]
415 Tri Milch bei dies. Hirtenvolke symbol. Trinken; gereichte Milch weiht das Mädchen zur Frau - kein Unreiner darf eine genießen - sogar auf die Kuh, deren Milch die Wittwe nach der Trauer genießt, geht die Unreinheit über |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0760]
416 Jagen den Elephanten blos der Zähne wegen, die sie noch dazu dem König ablief. müssen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0761]
417 Biegen aus Liebe für das Rindvieh dess. Hörner seltsam - unterscheiden dessen Stimmen und werden d. ein gewisses Gebrüll einer Kuh so entzückt, daß sie solche theuer kaufen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0762]
417 In Verona sehen die Weingefäße wie kleine Nachttöpfe aus. Haxthausen.

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0763]
418 Sie, wie alle halbwilden Völker, Vorliebe für europ. Kleidung. Für die Schwarzen in Guinea nimmt man ganze Trödelbuden aus Amsterdam auf Spekul. mit. So kaufte sich ein Negerkapitän einen Hut mit goldenen Tressen, scharlach. Rock nach altfranzösischem Schnitt, ein Paar Sammtschuhe mit Tombachschnallen; langen Stock mit einem Metallstock; Leib und Schenkel nakt (Beinkleider, Hemd, Strumpf wies er zurück); beneidet von seinen Landsleuten |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0764]
419 Das Nashorn wird nur ins Auge geschossen, wo die Knochen dünn genug sind. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0765]
420 Die schwarz gefleckte Hyäne erscheint in der Nacht größer und ganz weiß. | B. 2.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0766]
421 Ohne die Hunde könnte die Kolonie des Kaps nicht leben wegen der reißenden Thiere. Da keine Hundewuth. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0767]
422 Der Gemsbock wehrt sich, viell. aus Angst, d. Zurückbeugung des Nackens und verwund. mit den Hörnern das hinten aufgesprungne Thier |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0768]
423 Die Buschmänner haben für den Begriff Mädchen, Jungfrau, Weib nur Ein Wort |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0769]
424 Wed. das Volk der Buschmänner noch der einzelne hat einen bestimmten Namen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0770]
425 Ein aufgehängtes weißes Schnupftuch hält d. Bewegen Nachts Löwen und Hyänen ab |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0771]
426 Die Buschmänner gebrauchen einen Giftpfeil, womit sie einmal fehlgeschossen, aus Verachtung nicht mehr |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0772]
427 Die Beetjuanen müßen bei dem Siegesfeste ein Stück Fleisch von dem Bauchfell sammt Nabel aus der Schlacht bringen und es gebraten verzehren. Glaube, das Menschenfleisch mache Muth und unüberwindlich |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0773]
428 Die Menschenfresser: Weiße sind wolschmeckender als Neger - Engländer bess als Franzos. - Weib., besond. neu geborne Kinder viel bess. als die Jünglinge - das Innere der Hand und der Fußsohle das Schmackhafteste am Leib. Langsdorf Bemerkungen auf einer Reise um die Welt. 1 Th.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0774]
429 Loureiro: d. Hungersnoth in Indien aß man Leichen; ab. so wolschmeckend, daß man nicht mehr abließ. Dah. das Verbot Leichen zu essen. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0775]
430 In Cochinchina Gesetz: Rebellen müßen von den treuen Unterthanen u. den Nächsten um den König verzehrt werden |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0776]
431 Wenn ein Taua (Priester in Nucawih) krank ist, werden einige Feinde gefangen und verzehrt; - genes. er davon nicht, so noch mehrere; stirbt er, so beginnt das ganze Völkchen einen Krieg. - Wer einen Feind getödtet, bekommt den Kopf, aus dem er sogl. d. Oeffnung des Hinterhauptknochens das Blut und Gehirn austrinkt. Dann der Schädel gereinigt und mit Sauhaaren geziert und die Schädel als Zier um die Hüften gebunden u. um die Füße

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0777]
432 In Nukahiwa ordentliche Tatuirmeister - das Tatuiren ersetzt die Kleidung; die Vornehmsten Reichsten am prächtigsten tatuiert, weil es Schweine kostet; die a. schlechter, von Pfuschern, die Fischer gar nicht. - im ersten Jahre nur der Grund zu der Hauptfigur an Brust Armen Schenkeln p. aufgetragen, in jedem J. mehr Nebenfiguren und Verschönerungen, so daß 40 J. oft tatuiert wird.; die Männer sehen ganz wie Neger davon aus; die Weib. nicht tatuiert * Die Figuren sind Thiere, Geräthschaften p. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0778]
433 Tab Tahbu sein heißt da, heilig sein, d.h. der Gegenstand kann, ohne die unsichtbaren Geist. nicht zur Rache aufzureizen, nicht beleidigt werden - z.B. jeder Reiche - jeder, der einen Feind erlegte wird Tahbu, nämlich kein Beischlaf, bekommt Schweine, wie ein Vornehmer bedient -

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0779]
434 Tha Tahbu für das Weib ist das Morai oder allgemein der Begräbnisplatz, den sie nicht besuchen darf od. doch in der Nähe ein großes Stück umhängen oder ist sie nakt, einen Umweg machen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0780]
435 Da nun auf dem Morai das Schweine= u. Menschenfleisch verzehrt wurde, so werden die Weiber davon abgehalten

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0781]
436 Für die Weiber ist Schweine und Menschenfleisch tahbu. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0782]
437 Der Kopf ist tahbu, man darf über keinen schlafenden wegschreiten, auch nicht die Hand auf den Kopf eines a. legen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0783]
438 Gibt man den fremden Schweinen oder Bäumen seinen od. einen a. Namen: so sind sie tahbu, weil dann der Geist eines Verstorbnen oder Lebenden darin ist und siennen nicht geschlachtet werden |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0784]
439 An den Kaiser von Japan darf niemand, und wär es selbst ein Kais., direkt schreiben, ist Hochverrath - sond. an den Gouverneur |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0785]
440 Niemand, nicht einmal die ersten Prinzen, dürfen in Japan mit offenem Feuergewehr erscheinen, sondern in einem Futteral haben |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0786]
441 Der Name des japan. Kais. das größte Staatsgeheimnis, nur nach seinem Tod erfahren ihn die Unterthanen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0787]
442 In Jap. die Weiber schwarzgebeizte Zähne, ab. die Jungfrauen noch ungefärbte |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0788]
443 Alle Provisionen, die die Gesandtschaft in Jap. verlangt, sollten sie umsonst haben; es ist verboten, et. für Geld zu kaufen| B. 2

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0789]
444 Der Vogel Albatroß fliegt unter dem Sturm dicht auf der Meerfläche ohne Berührung und freuet sich des stärksten Winds - lebt von den Polen bis zum Aequator - bei Windstille soll er bei der Ausbreitung seiner Flügel, die 12 F. beträgt, nicht fliegennnen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0790]
445 An den Küsten des nordwestlichen Amerika vom 50 bis 60 Gr. nördlicher Breit. tragen die Weib. in der durchlöcherten Unterlippe einen hölzernen Suppenlöffel od. Teller; je vornehmer, desto größer, bei einer 5 Zoll lang und 3 breit | Eine konnte bei einer Bewegung der Unterlippe fast das Gesicht damit bedecken |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0791]
446 In Kamtschatka sind die kastrierten Zughunde die höchsten Feinde der freien |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0792]
447 Den Zughunden wird der Schwanz abgeschnitten, dah. sie oft ohne Schwänze geboren |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0793]
448 Wenn im Handel mit den Koräken ihnen das kleinste Brantwein=Gläschen ganz voll geschenkt wird, mehr Werth für sie als ein Bierglas halb voll. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0794]
449 Vielen Südseeins. ist das Bambusrohr Alles - die Aleuten, Eskimos p. könnten ohne Wallfische und Seehunde nicht leben - die Tschuktschen und Koräken Lappländer, Samojeden blos vom Rennthier, dessen Moos in den Eingeweiden sie sogar nutzen - Buräten, Kirgisen und a. Steppenvölker die Schafe - die Jakuten Pferde und Birke, von der und der Rinde er Böte, Trinkgeschirre, Bettvorhänge, Tapeten macht. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0795]
450 Auf Madeira oder Madera legt man sich mit naktem Rücken auf die Trauben u. keltert mit den Ellbogen sie. Campe Robins.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0796]
451 Auf Isola bella ist kein Haus, blos der Pallast

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0797]
452 In einem großen Hospital wie in Mailand das Krankenzimmer vieler Kinder sehen. Hartung

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0798]
453 In Turin besteht jede Strasse eigentlich nur aus 2 Pallästen, weil alle Häuser zusammenhängen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0799]
454 Unweit des Staubbaches im Lauterbrunner Thal ist der Rosenbach, der nur zu fließen anfängt wenn die Ros. blühen, und aufhört mit ihnen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0800]
455 Zur archit. Verzierung wird an den Paris. Gebäuden N wiederholt, z.B. am Louvre unzählige male - Auf den Soldatenröcken steht es viermal aufgenäht. Rehfues

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0801]
456 Der Russe am schönsten im Rausch, voll Liebe, Hingeben, keine Hinterlist, kein Stehlen p.; nüchtern umgekehrt. St. Petersburg von Müller

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0802]
457 Der Russe hat d. Schwitzbäder eine reine Haut, habe er auch die schmutzigsten Lumpen an und Läuse. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0803]
458 In mehreren russischen Familien bekommen die Bedienten wöchentlich Geld zum Besaufen an einem gewissen Tag, damit er nur die übrigen Tage get es nüchtern sei |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0804]
459 Die Ankunft eines Fremden wie die Abreise dessen muß dreimal in der Petersburg. Zeitung angezeigt werden |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0805]
460 Esel in russischen Thiergärten als Seltenheit gehalten. In Rochus Pumpernickel war der Esel auf dem Anschlagzettel in Reval angezeigt; wurde aus Mangel d. ein Pferd ersetzt; Publik. böse: Esel 'raus. |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0806]
461 Der unt. Stock in Paris und Lond. immer für Kaufleute

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0807]
462 In der Domkirche zu Magdeburg hängen Tillys Stiefel und Handschuhe - jetzo auch Tauenziens Schärpe

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0808]
463 Die Mecklenburger von jeher daran erkenntbar, daß sie viel Zucker in ihre Speis. und Wein thun St. Schützens humor. Reisen. S. 39

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0809]
464 Die Nachtigallen gefräßig, überfressen sich leicht, nagen im Käfig einand. die Zähen ab, sie für Würmer haltend |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0810]
465 Jeder Japaner muß wenigst. 1 mal nach Jisje wallfahrten zum Tempel ihres größten Gottes Tensjo dai Sin; im Hölen Tempel ist blos ein Metallspiegel in der Mitte, als Zeichen der Allwissenheit - an den Wänden zerschnittenes weißes Papier, Wink zur Reinigkeit des Herzens - um den Temp. 100 a. kleinere Tempel für kleinere Gottheiten, so klein oft, daß kein Mensch darin stehen kann, jed. T. hat seinen Wächter. Asinus B. 3. Aus Kämpfer

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0811]
466 In einer pommerschen Stadt gingen der Bürgermeister, der Vogt und der Marktmeister zum Bierbräuer und zog Bierprobehosen (gelbledern) an und gossen Bier auf eine Bank - saßen 3 Stunden trinkend darauf; waren sie sehr berauscht und konnten sie sich schwer von der Bank losmachen: so Bierprobe. Justiz und Polizeiblätt. März 1814

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0812]
467 Kein Fremder kann in der Hamb. Bank ein Bankfolium haben

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0813]
468 Im Prater die Bäume mit Speisezett. sammt Preis. beklebt. Haxthaus.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0814]
469 In der Augustiner Kirche in Wien werden die Herzen der österr. Kaiser beigesetzt |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0815]
470 Wie in der Löwenburg bei Kassel, so ist in Luxenburg ein Ritterschloß, wo alles altritterlich. Burgverließ, Gemach des Pfaffen, aus alten Klöstern und Schlößern die Möbeln zusammen gebracht sind. |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0816]
MV] An dieser Stelle ein eingelegtes Blatt: "Ga*...* 208 210 229"

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0817]
471 Die Kais. M. Theres. hatte eine besondere Maschine zum Herablassen in die Gruft ihres Gemahls, den sie oft besuchte |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0818]
472 Henriette, Roman von Charlotte Smith: Liebende gehen der Schicklichkeit wegen nicht auf 1 Schiff

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0819]
473 In der Wetterau tragen an Feiertagen die Weib. oft 14 übereinander ragende Röcke, meist wollene. Korres. 1814

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0820]
474 In London kann man in das halbe Schauspiel gehen

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0821]
475 In Loyds Kaffeehaus eine große Kaffeehaus, worin jeder Neuigkeiten schreibet. Die Zeitungschreiber liefern sie unter dem Titel: Loyds Liste

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0822]
476 In Harmersbach (im Kinzing Thal in Schwaben) heißt das Rathhaus "bei den Schweinsköpfen" nämlich von jeder im Thal geschoßenen Sau wird der Kopf ausgestopft an der Gemeindsstube des Rathh. angenagelt. Geogr. Lexikon von Schwaben

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0823]
477 Das Gewissensgericht in Rußland. Wenn ein Gefangner bei demselben sich beschwert, daß er 3 Tage im Arrest ohne Anzeige der Ursache, so muß jenes sogl., ohne auseinander zu gehen, befehlen, daß der Gefangne - wenn er nicht wegen Mord und Raub sitzt - an dasselbe mit der Anzeige der Ursache selbst abgeschickt wird. Find. es, daß er nicht wegen Mord p. arretiert, so frei nach Bürgschaft seiner Aufführung, und die Akten werden an das Gericht im Gouvernement abgeschickt, welches entscheidet. Größere Strafe, wenn er gelogen. Appellazion von Gewissengerichten ans Obergewissensgericht. Voß. Zeiten 1813

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0824]
478 Nur die Italiener lief. das Urkundenpapier, das kein Wurm zerfrißt u. das beste Papier für Kupferstecher; die Britten kaufen es von ihnen. Georgius Lizenzen Geschichten 88

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0825]
479 Schlötzer: der Tabak hieß anfangs Gesandtschaft= und Franzosenkraut, weil ihn die franz. Gesandtsch. in Lissabon zuerst anbauete |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0826]
480 Die Stadt Tomar in Portugal mußte der Königin an jedem Tag, wo die Sonne nicht in Lissab. schien, ein Schaf bringen, das sie als Opfer dem Klost. Belem schenkte Korresp. N. 237. 1814

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0827]
481 Der Sennenhirte trägt seinen 1 beinigen Schemel hinten angeschnallt. Haxthaus.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0828]
482 In Spanien fand ein Reisend. (Carl v. Jariges) im Wirthhaus den obrigkeitlichen Anschlag, der diesem verbot sich mit Proviant für die Gäste zu versehen. Nämlich in Spanien sind 2 Gewerbe neben einander zu betreiben durchaus verboten. Das Beherbergungsrecht oder der Posadenwirth, der keine Speise hergab und sich nur bezahlen ließ, verschieden vom Speisungsrecht; dort mußte der Reisende sich Brod und alles vom Dorf selbst holen J. A. L. 1814 N. 173

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0829]
483 Die Reisenden spotten üb. die groß. Brücken über kleine Flüße in Span., ab. auch die Römer machten sie, weil nämlich im Winter da bei großen Güß. die kleinsten Bäche so anschwellen ||

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0830]
484 In Wien war sonst in den Schlafzimmern ein Altar mit dem Betschemel; jetzt Spiegel, wollüstige Bilder. Joseph Richter.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0831]
485 Wenn der König oder die Königin ins Schauspiel in Paris: so werden nur diese beklatscht, nicht Schauspiel. und Dichter. Gacette de France N. 330 1814

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0832]
486 Wenn man der Karosse des Königs oder königlichen Prinzen begegnet: so hält man mit der eignen so lang still bis sie vorbei ||

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0833]
487 Die Bibelgesellsch. in Lond. schickt nach Irland Bibeln, sogar mit Brillen - so unter Land= und Seesoldaten. Deutsches Blatt N. 201 1814

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0834]
488 In Lond. schreiben Bettler mit Kreide die schönsten Buchstaben, Sentenzen auf die breiten Gassensteine, um et. zu bekommen. Schoppenhauer

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0835]
489 In London ists unbescheiden, bei Tafel ein interessantes Gespräch auf die Bahn zu bringen |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0836]
490 In Engl. und NordAmerik. Dampfschiffe (Steamboats), d.h. Fahrzeuge, die blos von Dämpfen getrieben werden; in N.A. geht eines den Weg von 140 englischen Meilen von New York nach Albany, in 24 Stunden. All. Zeitung |

 

[Manuskriptseite ohne Zählung]

[IVb-Geo-04-1807-1814-0837]
491 In Engl. muß man ein Meister sein (Freeman of the city) um an Parlamentwahlen Antheil zu nehmen. Der Lord Mayor in Lond. muß Mitglied einer der 12 vornehmsten von den 89 Gilden sein. Man läßt sich unter irgend einer Gilde einschreiben; der Schuster z.B. sich unter den Musikanten als die wolfeilste Gilde, die den meisten Zulauf. Für 24 Pfund Sterl. kauft sich ein Bankier das Meisterrecht; od. d. Aushalten von 7 Lehrjahren bei einem Meister. Rau üb. das Zunftwes. Kameralkorr. N. 132. 1814

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0838]
492 Die jährlichen Einnahmen Engl. beinahe 100 Millionen Pfund Sterling. König Wilhelm Vahe die Nazionalschuld, bei seinem Tod 46 Pfund St. - jetzo 748 Millionen 621,227 Pfund Sterling |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0839]
493 Die Italiener unterscheiden im Bravoruf Geschlecht und rufen auch: brava. Haxthausen

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0840]
494 Georgius: In Akapulko ist in den Kisten und Ballen die angegebene Ware und Beschaffenheit; wird dah. alles unaufgemacht verkauft. Als einmal et. in einer fehlte: ersetzte die Kaufmannschaft von Kadix den Werth. Staats Korresp. B. 2. H. 1. 1814

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0841]
495 Georgius: In Städten altdeutsch. Sitte haben die Stubenthüren Glasfenster Glasfenster als Zeichen daß alles Privatleben ein öffentliches sein soll |

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0842]
496 In Detmold öffentliche Häus., wo die Armen, wenn sie Arbeit wegen ihre Kind. allein lass. müßen, von 6 bis 6 oder 8. schicken können; bekommen ein besonders Jäckchen p.

 

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1 Neuest. Länder und Völkerkunde

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0844]
5 Kotzebue d. Italien - * 16 - 27 - 34 -

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0845]
31 Arndts Reise d. Schweden

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0846]
44 Deutscher Merkur über Italien

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0847]
54 Linguet, Annales politiques

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0848]
64 Reise d. die Niederlande

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0849]
70 London und Paris - 76

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0850]
99 Holkrafts Reise nach Paris

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0851]
116 Corinna

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0852]
140 Murhard von Konstantinopel

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0853]
156 Schlötzers Staatsanzeiger

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0854]
171 Weylands Abenteuer - 496 - 503 - 516 - 583 - 465

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0855]
514 Niebuhr

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0856]
347 Dessausche Zeitung

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0857]
374 Kotzebues Biene

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0858]
393 Graue Ungeheuer

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0859]
410 Castellan üb. Morea

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0860]
431 Neueste Briefe aus der Schweiz nach Ludwigsburg

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0861]
456 Batthyany nach Konstantinopel

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0862]
464 Reise d. Norwegen von Buch

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0863]
480 Beschreibung des Fichtelgebirgs

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0864]
500 Forsters Ansichten

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0865]
506 D'Aunoy

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0866]
516 Spazierfarth nach Moskau

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0867]
525 Ludwigs Reise d. das südliche Deutschland

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0868]
529 Zimmerm. Taschenbuch der Reis. 5* 1810 - 447 - 464

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0869]
379 Matthis. Erinn. B. 1 - 383 B. 2

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0870]
390 Briefe über Herrnhut von Schandt

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0871]
395 Über die Niederlausitz von Schandt

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0872]
407 Fischers Briefe eines Südländers

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0873]
] ab "423" bis "463 Schützens humor. Reisen" im vorderen Inneneinband des Heftes423 Zipplein

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0874]
432 Roths Nürnb. Taschenbuch B. 1

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0875]
486 Auswahl kleiner Reisebeschreibungen B. 3

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0876]
312 Klaproth Reise nach dem Kaukas.

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0877]
340 Miszellen für die neueste Weltkunde - 389

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0878]
349 Zöllner Briefe über Schlesien - 372

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0879]
377 Benkowitz Reise von Glogau nach Sorrent

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0880]
406 Lichtensteins Reise ins südliche Afrika - 420 B. 2

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0881]
428 Langsdorf Reise um die Welt

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0882]
456 Petersburg von Müller

 

[IVb-Geo-04-1807-1814-0883]
463 Schützens humor. Reisen