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Faszikel Ib-18-1781
 

Transkription und digitale Edition von Jean Pauls Exzerptheften

Vorgelegt von: Sabine Straub, Monika Vince und Michael Will, unter Mitarbeit von Christian Ammon, Kai Büch und Barbara Krieger. Universität Würzburg. Arbeitsstelle Jean-Paul-Edition (Leitung: Helmut Pfotenhauer)

Förderung: Fritz Thyssen Stiftung (11/1998-12/2000) und Deutsche Forschungsgemeinschaft (01/2001-12/2005)
Projektleitung: Michael Will
Gesamtleitung: Helmut Pfotenhauer

Transkriptionsgrundlage: Nachlass Jean Paul. Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz. Fasz. Ib, Band 18

Bearbeitungsschritte:
Herbst 2000 MIWI Transkription
Oktober 2000 MIWI Autopsie Berlin
11.03.2003 MIWI Konvertierung von WORD in XML/TEIXLITE
12.12.2005 MV Zweite Korrektur
09.04.2010 CMC Zweites Online-Update

 

[Manuskriptseite 1r]

Exzerpten.

]Dieses Manuskript war aufgrund seiner äußeren und inneren gänzlich dekontextualisierten Fragmentarität besonders schwer zu transkribieren. Die Orthographie hat eine extreme Tendenz zur Verkürzung, die Tinte ist schwach und an vielen Stellen verblasst, die Einzelblätter weisen oftmals Ausrisse und andere Defekte auf und die Inhalte sowie die Art ihrer Präsentation fallen im Vergleich mit anderen Exzerptheften gänzlich aus der Reihe. Es erscheint daher fraglich, ob diese Einzelseiten tatsächlich den Exzerpten zuzuordnen sind.

Achtzehnter Band.

Exzerpten

aus

neuen Schriften, welche die Naturler' und Naturgeschichte betreffen.

Erster Band. 1781.

Leipzig.

]im oberen rechten Eck folgende Notiz bzw. Federprobe: "und Was - wenn ich -"; anschließend Symbol, scannen

 

[Manuskriptseite 1v]

[Ib-18-1781-0001]
A. Das ist mein Buch?

 

[Ib-18-1781-0002]
B. Ia! ich habs gelesen.

 

[Ib-18-1781-0003]
A. Aber so geschwind

 

[Ib-18-1781-0004]
B. Weil ich genug Zeit dazu hatte, und weil es durchzules. es wenige braucht.

 

[Ib-18-1781-0005]
A. Aber es durchzudenken möchte mer brauchen. Vielleicht bei Ihnen nicht. Was haben Sie daher über Skeptiz. gedacht?

 

[Ib-18-1781-0006]
B. was sich darüber denken läst. Und über das hat der Verf. soviel darüber gedacht?

 

[Ib-18-1781-0007]
A. Eben darum. Aber hat er Sie überzeugt, Sie von ihrem Zweifel geheilt und auf die Ban des schlichten geraden Menschenverstands von den Irwegen der Spizfindigkeit zurük gebracht?

 

[Ib-18-1781-0008]
B. Er hat mich nicht davon zurük gebracht – ich meine nicht die Irwege, die ich nie betreten; von der vernünftigen Zurukhaltung unserer Urteilmeinung; da hat er mich nicht zurükbefol. Aber auchs Kan es aber auch niemand.

 

[Ib-18-1781-0009]
A. Mit allen Gründen niemand?

 

[Ib-18-1781-0010]
B. Niemand, ia, denn dieser Gründe sind wenige, und recht beleuchtet sind sie Scheingründe

 

[Ib-18-1781-0011]
A. Zum Beispiel?

 

[Ib-18-1781-0012]
B. Der, daß die Behauptung der Skept. dem deutlichen Ausspruch der Sinne zuwiderliefe, daß das Gefül ihrer Evidenz dies. allen Künstlichkeiten der Sophisten drum ge** nicht wiche

 

[Ib-18-1781-0013]
A. U nun ia!

 

[Ib-18-1781-0014]
B. Als wenn die Sinne da es eben so stark spräche, wo sie lügen, als wo sie nicht; als wenn der eine Betrug ders. sich uns. Überzeugung nicht eben so stark aufdränge, als ihr versteht und alle unsre Unvermögenheit gegen das Bild der S. beweist weiter nichts daß wir geborene Sklaven des Irtums sind.

 

[Ib-18-1781-0015]
A. Das Gefül der Wahl gilt hier nichts? –

 

[Ib-18-1781-0016]
B. Es mag gelten, dieses Gefül, insofern es unsre Überzeugung an diese oder iene Meinung fesselt, insofern es uns zu glauben verleitet; aber daß ob es diese uns. Überzeugung mit Recht so oder so fessele, mit Recht dies oder ienes zu glauben verleite –

 

[Ib-18-1781-0017]
A. Darüber entscheiden die Gründe, welche uns. Beifal auf diese oder iene Seite lenkten

 

[Ib-18-1781-0018]
B. Ia wol die Gründe. Aber doch müssen sie erst auf dieses Gefül wirken; und dies Gefül sol uns denn sagen, ob es nicht lügt, der Richter sich selbst richten?

 

[Ib-18-1781-0019]
A. Das behauptet man nicht.

 

[Ib-18-1781-0020]
B. Nicht deutlich, aber schlusweise.

 

[Ib-18-1781-0021]
A. und wenn auch. Für was sol denn der Mensch sein ganzes Leben durch gegen sein eignes Gefül kämpfen Ia noch mer – sagten Sie also, das Gefül könne nicht über sich selbst richten

 

[Ib-18-1781-0022]
B. Nun ia und daraus folgt?

 

[Ib-18-1781-0023]
A. Daß es auch nicht über seine Falschheit richten kan. Es kan da nicht schwach sein, wo es für sich spricht, und wenn da nicht stark sein sol, wo es gegen sich. Der Skeptiker glaubt wenigstens, das er nichts glaubt.

 

[Ib-18-1781-0024]
B. Freilich wäre dieses auch ein Glauben. Allein ein Skept. der entscheidet gar nichts.

 

[Ib-18-1781-0025]
A. und das doch wol aus Gründen. Er glaubt also eben gut wie andere Menschen; folglich daß er und wenig glaubt.

 

[Ib-18-1781-0026]
B. Auch wäre noch vieles aus zumachen; aber auf ein andermal.

 

[Manuskriptseite 2 (3)r]

[Ib-18-1781-0027]
A. Und das sind sie alle, die Bücher? Wo sind denn die andern?

 

[Ib-18-1781-0028]
B. Wie "wo"? –

 

[Ib-18-1781-0029]
A. Wer mein' ich, hat sie? als wenn ich nicht deutlich redete.

 

[Ib-18-1781-0030]
B. Wer sie hat, das weis ich nicht; aber Sie können sie nicht haben.

 

[Ib-18-1781-0031]
A. Nicht? warum?

 

[Ib-18-1781-0032]
B. Sie können sie nicht haben – Ia so – warum? – der – der Bücherhändler – – –

 

[Ib-18-1781-0033]
A. Hat sie schon weggegeben? So sol ihn – –

 

[Ib-18-1781-0034]
B. Nein – er hat sie nicht gehabt. Und zwar nicht gehabt, weil er sie nicht haben darf.

 

[Ib-18-1781-0035]
A. Hm! Hm!

 

[Ib-18-1781-0036]
B. Ia! und wissen Sie warum?

 

[Ib-18-1781-0037]
A. Nun?

 

[Ib-18-1781-0038]
B. Weil es dem Magistrat in den Kopf gekommen ist es rein weg zu konfisziren – –

 

[Ib-18-1781-0039]
A. Vermutlich, weil viel Warheiten gegen ihn darin stehen

 

[Ib-18-1781-0040]
B. Ia! und weil viel Lügen von ihm auch darin stehen. Und das kan man ihm weiter nicht ver*rgen.

 

[Ib-18-1781-0041]
A. Vorausgesezt, daß sie darinnen sind, und nicht blos darin zu sein scheinen; vorausgesezt daß sie die Feder des Autors, und nicht das Auge des Lesers hineingetragen hat.

 

[Ib-18-1781-0042]
B. Als wenn es darauf ankäme! Scheinen oder Sein; gilt hier gleich viel und es wirkt gleich viel.

 

[Ib-18-1781-0043]
A! Wie so!

 

[Ib-18-1781-0044]
B. Wie so? das ist ia natürlich. Die Unschuld des Verf. macht wol nicht die Folgen einer schlechten Auslegung seines Buchs gut; und was hilft seine Unschuld one Klugheit. Ia! O wie schadet sie anderen! Natürlich daß es einerlei ist, ob ich Beschuldigungen darin zu sehen vom Autor gezwungen oder von mir veranlast werde!

 

[Ib-18-1781-0045]
A. Das wol! Aber –

 

[Ib-18-1781-0046]
B. Aber?

 

[Ib-18-1781-0047]
A. Aber der Verfass. kan nicht die Blindheit andrer büssen? oder sol er sie?

 

[Ib-18-1781-0048]
B. Er Er darf sie nicht; aber er nuzt sie.

 

[Ib-18-1781-0049]
A. Ernsthaft!

 

[Ib-18-1781-0050]
B. Ia! er nuzt ihn sie. Wie lange würde sein Buch liegen geblieben sein

 

[Ib-18-1781-0051]
A. Anstat daß es iezt liegen bleiben mus?

 

[Ib-18-1781-0052]
B. Anstat daß es eben darum liegen bleiben nicht kan. Es wird g weggehen,

 

[Ib-18-1781-0053]
A. Wenn es kan.

 

[Ib-18-1781-0054]
B. wie warme Semmel. Kan? Es mus wol. Wer macht ein Buch so bekant als ein .... Befel?

 

[Ib-18-1781-0055]
A. Aber auch zu seinem Nuzen?

 

[Ib-18-1781-0056]
B. Wie anders – denn bekant heist geles. werden: –

 

[Manuskriptseite 2 (3)v]

[Ib-18-1781-0057]
A. Nun! Das heiss' ich einen Redner.

 

[Ib-18-1781-0058]
B. so?

 

[Ib-18-1781-0059]
A. Denn so ein Ausdruk, so ein Wolklang, ia so eine Zierlichkeit –

 

[Ib-18-1781-0060]
B. Das ich nicht wüste!

 

[Ib-18-1781-0061]
A. Freilich hat er auch seine Feler. Aber wer hat sie nicht? Und doch kan er auch die wegpuzen

 

[Ib-18-1781-0062]
B. Ob ers kan, das weis ich nicht; haben tut er sie, und soviel daß er seine Eigenschaften so ziemlich wegpuzen würde, wenn er seine Feler wegpuzte: denn mit seiner Schönheiten {Vo**} möchte es wol nicht weit her sein – die sind alle . . .

 

[Ib-18-1781-0063]
A. Nun was denn? wol auch Feler? – dass ich war, auf diese Weise bleibt er nur aus Felern zusammengesezt? O aus Vorzügen, wird aber ieder sagen; nur freilich, solche Vorzüge erträgt blos ein neidloser Zuschauer,

 

[Ib-18-1781-0064]
B. und solche sieht blos ein blinder

 

[Ib-18-1781-0065]
A. Schwachheit ist besser als Bosheit! Aber nein! seine Vorzüge sieht nur der Blinde nicht, erträgt nur der neidische nicht. Manchen Grossen zu schäzen zu können gehört selbst viel Grösse dazu? was wunder, daß es der kleine nicht kan? was wunder, daß ers nicht wil, da einen grossen **scha*...* zu wollen, eben so viel Grösse gehört –

 

[Ib-18-1781-0066]
B. Die ich natürlicherweise nicht habe. Meinetwegen; aber andre haben sie und diese andren denken eben so von ihm, diese anderen bewundern eben so ser die Kleinheit seiner Bewunderung, als diese seiner Größe. Zugegeben, daß er freilich nicht ganz schlecht ist; aber ob ganz gut?

 

[Ib-18-1781-0067]
A. Das glaub' ich auch nicht; so wie Sie ienes Sie. denn ich denke doch, beinahe daß Sie von ihm schlechter denken, als ich gut.

 

[Ib-18-1781-0068]
B. Etwan weil ich vorhin

 

[Ib-18-1781-0069]
A. ia weil Sie vorhin seine Feler seine Eigenschaften sein liessen, weil sie seine Schönheit nicht weit her sein liessen

 

[Ib-18-1781-0070]
B. und daraus folgt? –

 

[Ib-18-1781-0071]
A! natürlich, daß Sie schlechter von ihm denken als ich gut.

 

[Ib-18-1781-0072]
B. Ia! das folgt aus meiner Rede. Und aus der ihren, daß Sie ich minder schlecht von ihm denke als Sie

 

[Ib-18-1781-0073]
A! Ich?

 

[Ib-18-1781-0074]
B! Sie, weil Sie ihn vor aus lauter Vorzügen zusammengesezt sein liessen.

 

[Ib-18-1781-0075]
A. Sie ihn aus lauter Felern; ich aus lauter Vorzügen

 

[Ib-18-1781-0076]
B. Das wären ia Irtümer; und die meinigen hab' ich eingestanden

 

[Ib-18-1781-0077]
A. Und ich tue meine iezt.

 

[Ib-18-1781-0078]
B. Nun sind wir einig,

 

[Ib-18-1781-0079]
A. Daß wir uns geirt haben? oder daß wir auf einander zurukten?

 

[Ib-18-1781-0080]
B. Das lezte wol nicht; freilich das erste. Aber was liegt auch an dem Lezten?

 

[Ib-18-1781-0081]
A. Ia! d da an dem ersten so viel liegt, als an Liebe liegt.

 

[Ib-18-1781-0082]
A. Die doch wol uns. Meinung endlich vereinigen möcht, indem sie die Vereinigung dies. durch gew*…*e Kaltblütigkeit um ein merkliches erleichtert.

 

[Ib-18-1781-0083]
B. Vielleicht!

 

[Manuskriptseite 3 (2)r]

[Ib-18-1781-0084]
A. Eben fang' ich an zu schreiben.

 

[Ib-18-1781-0085]
B. Von was denn?

 

[Ib-18-1781-0086]
A. Das weis ich erst, wenn es geschrieben ist. Die Gedanken fliegen Einem in die Feder wie

 

[Ib-18-1781-0087]
B. ich schenke dir deine * l Tl Vergleichungen. Aber wenn es nur erst war ist! Oder vielleicht meinst du schlechte Gedanken? ia dan

 

[Ib-18-1781-0088]
A. Ia dan wäre es natürlich. Die sind der Erwänung nicht wert. Da man Gedanken haben mus, so ists freilich kein Wunder, daß man schlechte hat, weil eins ist, wenn man gute hat.

 

[Ib-18-1781-0089]
B. Und diese hat man, wie?

 

[Ib-18-1781-0090]
A. Bekomt man, wilst du sagen: unter dem schreiben. Freilich liefert der Zufal nicht zu ieder Materie Gedanken.

 

[Ib-18-1781-0091]
B. Das ist so natürlich. Zu leichten nämlich, nur wenn er sie ia liefert –

 

[Ib-18-1781-0092]
A. Und nicht einmal zu diesen, allen Köpfen. –

 

[Ib-18-1781-0093]
B. Kurz: er liefert sie aber doch einigen. Doch wenn und wem er sie liefert, ist ia die Frage, nicht, sondern ob?

 

[Ib-18-1781-0094]
A. Dieses Ob beantwortet die tägliche Erfarung, die ied. mit seinem Kopf anstellen kan.

 

[Ib-18-1781-0095]
B. Der nämlich einen Kopf hat, läst du aus.

 

[Ib-18-1781-0096]
A. und von deren Möglichkeit das geringste Nachdenken überzeugt. Denn –

 

[Ib-18-1781-0097]
B. Das wollen wir sehen – rükke also das Resultat dieses Nachdenkens heraus. Denn –

 

[Ib-18-1781-0098]
A. Denn da hier blos die Güte der Gedanken in Betrachtung komt, ia eigtentlich nicht einmal diese.

 

[Ib-18-1781-0099]
B. Diese nicht?

 

[Ib-18-1781-0100]
A. Sondern blos die geschwinde Erfindung guter Gedanken gemeint wird.

 

[Ib-18-1781-0101]
B. Es ist auch war – die geschwind. Erfindung. –

 

[Ib-18-1781-0102]
B. Denn da dieses so ist Da man auch leicht durch die Gewonheit, d. h. durch die öfteren Vervolkommnungen des Kopfs zu dies. Geschiklichkeit gelangt –

 

[Ib-18-1781-0103]
B. Freilich, so ists natürlich, was daraus folgt.

 

[Ib-18-1781-0104]
A. Noch natürlicher, bei anderen Umständen

 

[Ib-18-1781-0105]
B. Bei welchen z. B.

 

[Ib-18-1781-0106]
A. Bei Gelegenheit des Dialogs, wo sich oft die Gedanken mer nach Worten als diese nach ienen richten, wo wenigstens der Übergang vom sagen zum anderen die Gedanken schon mit einschliest.

 

[Ib-18-1781-0107]
B. Daher mag auch wol die schöne Verbindung der Perioden in Less. Schriften kommen.

 

[Ib-18-1781-0108]
A. Nicht anders.

 

[Ib-18-1781-0109]
B. Denn er legte sich mer auf den Dialog, als die gemeine Prose. Und die Geschiklichkeit in ienem schlägt auch bei dies. überal durch.

 

[Ib-18-1781-0110]
A. Aber angenem ist so ein Schreiben mer als ein andres.

 

[Ib-18-1781-0111]
B. Ia! recht angenem.

 

[Manuskriptseite 3 (2)v]

[Ib-18-1781-0112]
A. Daß man doch mannigmal mit der Behandlung dieser gewiss. Materien gar nicht fort kan!

 

[Ib-18-1781-0113]
B. Es ist ärgerlich; es ist war. Bei mir ist dies der Fal selten.

 

[Ib-18-1781-0114]
A. Und bei mir desto öfterer. Vielleicht daß deine wenige Zeit hin durch dauern; da meine oft ganze halbe Tage hindurch wären.

 

[Ib-18-1781-0115]
B. Meine sind auch nicht allemal sogleich volendet. Aber dafür hüt ich mich wol dabei zu ermatten und der Ermattung dan nachgeben zu müssen.

 

[Ib-18-1781-0116]
A. Wie denn hüten?

 

[Ib-18-1781-0117]
B. Ich meine – ich arbeite ruhiger, und daher auch länger. Meine Flamme verlodert nicht im ersten Aufbrennen; freilich steigt sie nicht himmelan.

 

[Ib-18-1781-0118]
A. Ia, wer es haben kan, wessen Amt ihn nicht zu heftigen Anstrengungen nötigt,

 

[Ib-18-1781-0119]
B. Das Amt, nun wol niemals. Aber andere Umstände; die Begierde, sich hervorzutun –

 

[Ib-18-1781-0120]
A. Freilich durch Werke nämlich, die blos die Kraft seltner Augenblike zu wege bringt.

 

[Manuskriptseite 4r]

[Ib-18-1781-0121]

Vide 1 B. der Ironien.

 

[Ib-18-1781-0122]
Die Verführung umringet die Sinnen mit Larven. Er trug sein wolfeiles Leben auf *…*de des Schwerdts. Die wetterleuchtende Lanze des Todes.

 

[Ib-18-1781-0123]
Die Erde verbirgt der Sele den Himmel. Wurmstichige Anlage.

 

[Ib-18-1781-0124]
Buch ein Denkmal seiner Finger.

 

[Ib-18-1781-0125]
Der Tod trägt die volle Ähre in seine Scheure.

 

[Ib-18-1781-0126]
Ieder Schrit hierin verschaffet eine Quelle des Misvergnügens.

 

[Ib-18-1781-0127]
Die Töne auseinanderreissen. Licht und Schal kehren hier um.

 

[Ib-18-1781-0128]
Sie ziehen einen Vorhang zwischen ihre Augen und ihr Herz.

 

[Ib-18-1781-0129]
Die Furcht trente ihn von seinem Spiegel und rief ihn aus seinem Entzükken.

 

[Ib-18-1781-0130]
]an dieser Stelle waarechter Abtrennungsstrich

Donator.

 

[Ib-18-1781-0131]
Weg in die Herzen graben.

 

[Ib-18-1781-0132]
Wachen umher reihen

 

[Ib-18-1781-0133]
Der Stäubling krallt sich der Welt an.

 

[Ib-18-1781-0134]
Den Krieg rollen.

 

[Ib-18-1781-0135]
Hinter sich nach an der Hand die Himmel zum Weltgericht mitreißt.

 

[Ib-18-1781-0136]
Sie brannte der Menschheit Augen und Herz aus.

 

[Ib-18-1781-0137]
Schlug Sturm nach Sturm mit den Flügeln.

 

[Ib-18-1781-0138]
Ins Leben zurück erschrecken

 

[Ib-18-1781-0139]
Seelenbrechender Iubel – das Gewitter verblich

 

[Ib-18-1781-0140]
Dein Arm ist Schwert. Vor uns schließt sich die Natur, das Ch*...*

 

[Ib-18-1781-0141]
Die Völker lagen heruntergemäht in den Schlachten*...*

 

[Ib-18-1781-0142]
Sich zur Leiche zerreißen – Dauernarbe – Busen*...*

 

[Ib-18-1781-0143]
Ihm den Leichenruin zuschleudern.

 

[Ib-18-1781-0144]
Wetter unten wälzen – Auf seiner Stirn zürnt ein *...*

 

[Ib-18-1781-0145]
*lutet sich menschenmatt an ihm ab.

 

[Ib-18-1781-0146]
Verschleuderte Riesengewitter

 

[Ib-18-1781-0147]
Donnerte über geerntete Höllen

5] Paginierung im Original weicht offensichtlich ab: 19 o. s. ä. – wahrscheinlich gehört dieses Blatt ebensowenig in dieses Exzerptheft wie andere

 

[Manuskriptseite 4v]

[Ib-18-1781-0148]
Ungefär machte seine Vergeslichkeit gut.

 

[Ib-18-1781-0149]
*...* die Farbe der Beschämung kaum zurükhalten.

 

[Ib-18-1781-0150]
*...*elndes Iauchzen. Er gieng mit dem Weg. Blanker Betrug *...* stürzt unter seinem Namen. Das Geständnis auf ihren Wangen.

 

[Ib-18-1781-0151]
*...*e aufgewiegelten Sinne merken den Wink der Finster*…*

 

[Ib-18-1781-0152]
Hinter dem Rükken des verschämten Tages sündigen.

 

[Ib-18-1781-0153]
In ihren Augen perlt die Empfindung.

 

[Ib-18-1781-0154]
Sie lernt seine Wünsche auswendig.

 

[Ib-18-1781-0155]
Der tödliche Wirbel der Schlange schnürt ihn gähling.

 

[Ib-18-1781-0156]
Er sieht aus wie ein Schmerz.

 

[Ib-18-1781-0157]
Ihr Auge begleitete ihn. Er lies sich zu Beschäftigungen herab.

 

[Ib-18-1781-0158]
*...* durcheilt mit geflügeltem Blik die Ferne.

 

[Ib-18-1781-0159]
*...* einzelne Bäume tragen die bebende Wolke.

 

[Ib-18-1781-0160]
Der Überflus gräbt ins Vergnügen den giftigen Stachel.

 

[Ib-18-1781-0161]
Der seidne Siz nam ihn in eine tiefe Höle auf.

 

[Ib-18-1781-0162]
Sein Los entschlüpft der Urne des Schiksals.

 

[Ib-18-1781-0163]
*...* Kunst mus sich iezt aus Schut Muster graben.

 

[Ib-18-1781-0164]
*...* Änlichkeit der Vergessenheit entreissen.

 

[Ib-18-1781-0165]
*...* Aufmerksamkeit wurde von einem zweiten Wunder verschlungen.

 

[Ib-18-1781-0166]
*…* und erobert das Gebiet der Sonne.

 

[Ib-18-1781-0167]
*…* Sonn*…* steigt durch seinen flammenden Tron.

 

[Ib-18-1781-0168]
*...* Eindrükke der Iugend verwünschen.

 

[Ib-18-1781-0169]
Wolklang umringt sein Or.

 

[Ib-18-1781-0170]
Die Antwort lag one Worte auf ihren Lippen.

 

[Ib-18-1781-0171]
Die Veränderungen der Natur eilen diesem Endzwek zu.

 

[Ib-18-1781-0172]
Diese Empfindung gränzt an die Zufriedenheit näher.

 

[Ib-18-1781-0173]
Der Schöpfer entschied den Streit der Elemente.

 

[Ib-18-1781-0174]
*...* Flug der Nacht durch Wünsche aufhalten wollen.

 

[Ib-18-1781-0175]
*…*ächtige Tränen. Betagte Reize.

 

[Ib-18-1781-0176]
*...* teilte den Tag in tausend Vergnügungen ein.

 

[Ib-18-1781-0177]
*…*ch Empfindungen angewöhnen. Denkendes Zögern.

 

[Ib-18-1781-0178]
*…*or seinem Gesichte entfaltet sich ein Reich | vom Berge herab.

 

[Ib-18-1781-0179]
Sie spielet mit ihrem Schmuk. Die Iahre besiegten ihn.

 

[Ib-18-1781-0180]
Iahrhunderte waren üb. sein Haupt geflogen. Sie ist eine Quelle neuer Ge*…*

 

[Ib-18-1781-0181]
*...* einträchtige Wink von ihnen