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Faszikel IIb-22-1791-1792
Seiten: 80 | Einträge: 787
 

Transkription und digitale Edition von Jean Pauls Exzerptheften

Vorgelegt von: Sabine Straub, Monika Vince und Michael Will, unter Mitarbeit von Christian Ammon, Kai Büch und Barbara Krieger. Universität Würzburg. Arbeitsstelle Jean-Paul-Edition (Leitung: Helmut Pfotenhauer)

Förderung: Fritz Thyssen Stiftung (11/1998-12/2000) und Deutsche Forschungsgemeinschaft (01/2001-12/2005)
Projektleitung: Michael Will
Gesamtleitung: Helmut Pfotenhauer

Transkriptionsgrundlage: Nachlass Jean Paul. Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz. Fasz. IIb, Bd. 22

Bearbeitungsschritte:
26.04.2001 MV Beginn der Transkription
29.05.2001 MV Ende der Transkription
28.04.2003 CA/MV Erste Korrektur
25.02.2003 MV Autopsie Berlin
01.11.2005 MIWI Revision und Vorbereitung Online-Update
02.10.2010 CMC Zweite Korrektur

 

Exzerpten.

XXII. Band.

3. Mai 1791

Jean Paul

1791

[Manuskriptseite 1]

[IIb-22-1791-1792-0001]
Dü Hamel: kein Kornsame keimt, tiefer als 9 Zol unter der Erde. Fabrizius ök. Nat. 4 B.

 

[IIb-22-1791-1792-0002]
Die Heide erstirbt im Schatten des Buchenbaums, daher man ihn gegen dieses Kornunkraut pflanzen kan. |

 

[IIb-22-1791-1792-0003]
Die Engländer machen auch die Wurzeln zu Pfropfreisern |

 

[IIb-22-1791-1792-0004]
Der Rauch der über ein Feld geht, hindert der Blüten Befruchtung | So auch Windstille |

 

[IIb-22-1791-1792-0005]
Einer der um 2 Stunden früher aufsteht, täglich, gewint in 40 I., iederTag zu 8 Stunden gerechnet, 10 I. 25 Tage. Anekdotenlexikon.

 

[IIb-22-1791-1792-0006]
Die Könige von Marocko brachten sonst ieden um, der Geld in ihre Schazkammer trug, um nicht zu verrathen |

 

[IIb-22-1791-1792-0007]
Der Pabst legte den Pohlen zur Erinerung daß Kasimir I. Benediktinermönch gewes., auf: daß ieder Pohle einen Pfennig nach Rom geben muste, hies Peterspfennig - alle Männer sich tonsurieren - Edelleut beim Gottesdienst an Festtagen eine weisse Binde wie Diakoni trügen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0008]
Bei den Koreäern mus iede Stadt eine Zahl Mönche liefern, die die Festungen u. engen Pässe besezen müssen, von ihren Obern kommandiert. |

 

[IIb-22-1791-1792-0009]
Auf der Insel Surinam entdekte ein Negersklave Quaszi die Quaszia Quaszia] nicht gefunden und heilte damit. |

 

[IIb-22-1791-1792-0010]
Bei den Iapanern wird für die Hunde kolligiert; in dem menschlichen Gottesacker begraben, niemand darf sie schlagen als ihr Herr |

 

[IIb-22-1791-1792-0011]
Iuden: Got hatte vor der Schöpfung die Buchstaben des Gesezes feurig und schwarz auf dem Rücken. Morhof. Pol. l. IV. c. 1.

 

[Manuskriptseite 2]

[IIb-22-1791-1792-0012]
Peter Ericus: Adam lernte von Vögeln die Vokale, vom Zischen der Landthiere die Konsonanten, von Fischen die stummen Buchstaben. ||

 

[IIb-22-1791-1792-0013]
Besnier zeigte in seiner reunion des langues ou l'art de les apprendre tous par une seule 1647, an derlateinischen daß an ihr sich alle a.lernen lassen. L. IV. c. 3.

 

[IIb-22-1791-1792-0014]
Vossius brachte den Lukan beim Spazieren nie aus der Tasche. | C. 10.

 

[IIb-22-1791-1792-0015]
Basedow wolte einen neuen Beweis entdecken, daß ein nach 2 verschiednen Richtungen gestosner Körper sich nach Diagonallinie bewege - kein Schlaf, krank - in 3 Wochen gefährlich - endlich: "nun hab ich ihn" sprang aus dem Bet. Deutsche Monatsschrift.

 

[IIb-22-1791-1792-0016]
In Ostindien sind unterirdische Tempel, deren natürliche Decke d. künstliche Pfeiler unterstüzt wird. D. Merkur 90. St. 2. In Aegypten waren dah. die obern Tempel Nachahmung einer unterirdischen Gruft.

 

[IIb-22-1791-1792-0017]
Der prächtige Belus=Tempel stelte eine Pyramide vor, unten ein grosses Tempelhaus, auf der Spize ein kleinen a. Tempel. Herod. L. I. c. 181. |

 

[IIb-22-1791-1792-0018]
Der Mangel an grossen Bausteinen erzeugte bei den Babyloniern die Kunst Bogen zu wölben. Strab. Liber XI. |

 

[IIb-22-1791-1792-0019]
Da Amurat IV bei der Eroberung Bagdads 30,000 vor seinen Augen zu tödten befahl: rettete Schach Kuli Schach Kuli] nicht gefunden d. eine Sonate, die noch gespielt wird, auf der Harfe d. Rührung den meisten das Leben. |

 

[IIb-22-1791-1792-0020]
Vom St. Gothard u. den benachb. Bergen entspringen Rhein, der Po, die Rhone, Donau. Anekdotenzykl.

 

[Manuskriptseite 3]

[IIb-22-1791-1792-0021]
Die Uarinen, (geschwänzte amerikanische Affen) haben im Hals eine Trommel, daher starke heulende Stimme und der Name Heuler; sind gut zu essen. Oexmelin. |

 

[IIb-22-1791-1792-0022]
Unter dem Gouverneur Moor wurden die Bermudischen Inseln 5 I. mit Ratten bedekt, die alles im Feld pp. frassen; kein Mittel; verschwanden von selbst |

 

[IIb-22-1791-1792-0023]
In Sina geht man, für Trunkenheit u. Exzesse darin, mit Ketten an Füssen herum. |

 

[IIb-22-1791-1792-0024]
P. Labat: im Königreich Galam hochrothe Affen, (Patos) schnakisch |

 

[IIb-22-1791-1792-0025]
Der Grosmogul hat überal eine Wache von 50,000 Man zu Pferd bei sich, d seiner Fusgänger noch einmal soviel |

 

[IIb-22-1791-1792-0026]
Die Parsi blasen aus Ehrfurcht kein Licht aus - in einem ihrer Tempel zu Bombay brante ein Feuer von ihnen schon 200 Iahre |

 

[IIb-22-1791-1792-0027]
Ein künstliches Becken nahm den Euphrat so lang auf bis ein neuer Kanal gegraben war. |

 

[IIb-22-1791-1792-0028]
Wenn im Sommer die Schwalben an einem Haus ausziehen: so stirbt der Kranke. |

 

[IIb-22-1791-1792-0029]
Welsche Hüner sind mit 795 ganzen Walnüssen zu mästen die ihnen in 29 Tagen von Einer zu 15 u. von 15 zu 1 zurükgegeben werden. |

 

[IIb-22-1791-1792-0030]
Salz im Winter den Bienen 3, 4 mal gegeben giebt ihnen Gesundheit und Fruchtbarkeit. |

 

[IIb-22-1791-1792-0031]
In Afrika u. Nordpol Blinde häufiger |

 

[IIb-22-1791-1792-0032]
Im 8 Säkulum lasen die Geistlichen noch mit nakten Beinen Messe; Grosse umwikelten sie mit Bandwerk |

 

[Manuskriptseite 4]

[IIb-22-1791-1792-0033]
Tycho: der Mond habe das wenige Licht im Neumond von der Venus. Iahrbuch D. parisch. der Akademien, physikalische Abhand. I. 1705.

 

[IIb-22-1791-1792-0034]
Bullialdus: die verschwindenden Fixsterne sind Halbsonnen; deren halb dunkler Theil d. die Umdrehung vorkömt |

 

[IIb-22-1791-1792-0035]
De la Hire: Eisen in Rost verwandelt wird magnetisch. |

 

[IIb-22-1791-1792-0036]
In Frankr. kochte man im Iuli 1705 Eier an der Sonne, das Thermometer zersprang |

 

[IIb-22-1791-1792-0037]
Der Brenspiegel wirkte da gerade am schwächsten (wegen der Dünste, daher er nach e. Regen am stärksten |

 

[IIb-22-1791-1792-0038]
Cassini: des Saturns Ring ist ein Kreis von Neben Planeten |

 

[IIb-22-1791-1792-0039]
Geoffroy: der von Tarantel Gebissne kan schwarz und blau nicht leiden, aber gut roth und weis. | 1706.

 

[IIb-22-1791-1792-0040]
Herschel entdekte 1786, 3 feuerspei. Berge im Mond. Voit Voit] nicht gefunden

 

[IIb-22-1791-1792-0041]
Newton: Höhe der Atmosphäre 60 Meilen, Halley 14 5/8, Mairan 159. |

 

[IIb-22-1791-1792-0042]
Der Stinkstein, gerieben, wie Kazenurin |

 

[IIb-22-1791-1792-0043]
Bekman: die Provinzen Pikardie und Champagne können blos Flintensteine zubereiten, die Hirten p. können es |

 

[IIb-22-1791-1792-0044]
Die Raben hassen u. hacken den Eseln die Augen aus; in Indien achtet man sie höher als Papagaien |

 

[IIb-22-1791-1792-0045]
Auf Iava tödtete man eine Schlange, in der ein wildes Schwein eine Frau u. eine a. Schlange von 36 Schuh waren |

 

[IIb-22-1791-1792-0046]
Der Nürnberger Goldschmid Wolraben Wolraben] nicht gefunden gab die Randschrift in Deutsch. an. Mit dem von einem Franzosen erfundnen Rändelwerk {Cräuselwerk} kan man in 1 Tag 20,000 Münzen rändern |

 

[Manuskriptseite 5]

[IIb-22-1791-1792-0047]
Tschirnhausen wolte d. Brenspiegel kleine Diamanten in 1 grossen schmelzen; verdarb sie und arm |

 

[IIb-22-1791-1792-0048]
Seifenblasen mit inflammabler Luft gefült knallen sehr. Allerneueste Mannigfalt. 3ter Iahrg.

 

[IIb-22-1791-1792-0049]
Wenn man die Salpeterluft mit athmosphärischer oder dephlog. Luft vermischt: so verbindet sich ihr Brenbares mit lezt. u. die Salpetersäuere fält in Gestalt orangefarbner Dämpfe nieder u. 100 Theile Salp. nehmen nach beigemischt. 100 Th. ath. od. deph. kaum noch 100 ein. |

 

[IIb-22-1791-1792-0050]
Die Luft in den Schwimblasen ist phlogistisch |

 

[IIb-22-1791-1792-0051]
Die phlogistische Luft ist unterscheidet Priestley dad. von derinflammablen, daß sie nichtentzündbar ist, fixen daßsie das Kalkwasser nicht trübt,Salpeterluft daß sie nicht d. athmos. u. reinenicht versezt wird |

 

[IIb-22-1791-1792-0052]
Hunter fand am Zitterfisch, dessen untere u. obere Fläche eine entgegengesezte Wirkung äussert, ordentliche Batterien an seinem Seitenbau. Philos. Transact. Vol. L. XIII. p. 461.

 

[IIb-22-1791-1792-0053]
Merkur hat mit Eisen Antipathie. |

 

[IIb-22-1791-1792-0054]
Gesez: die Verwandschaft der Körper mit einem gemeinschaftlichen Auflösungsmittel verhalten sich umgekehrt wie die Zeiten der Auflösung. Wenzel von der Verwandsch. der Körper. Dresden 1777. |

 

[IIb-22-1791-1792-0055]
Zu Laichzeiten geht der Kabeljau blind im süssen Wasser in die Neze u. verschmäht Lokspeise - nachher aus Hunger blos an Angeln im Meer, daher die Isländer ihn mit Muschelstücken und Glasperlen anködern |

 

[Manuskriptseite 6]

[IIb-22-1791-1792-0056]
Zum Köder des Kabeljau oft eingesalzne Herringe, kleine Kabelj. - bei Mangel, Fische aus Blei, rothes Tuch, die halb verdaueten Fische im Magen der gefangenen K. - Isländer Herzen geschosner Wasservögel - am best. blutende Fische. |

 

[IIb-22-1791-1792-0057]
Im Magen eines Walfisches fand man auch 600 lebendige Kabeljau. Linn. Syst. Natur. p. 437 n. 2. | Leuwenhoek: sein Eierstok 9 1/2 Millionen Eier. |

 

[IIb-22-1791-1792-0058]
Karl der Grosse brachte ganze Nächte im Nürnberger Wald zu, bauete sich eine Iagdkapelle da; die nachherigen Kaiser machten daraus den Reichs=Pingarten. |

 

[IIb-22-1791-1792-0059]
Karl IV gab den Zeidlern im Nürnberger Wald unter a. Privilegien: ein Zeidler war d. das ganze römische Reich zolfrei, durfte sich vor keinem Richter stellen als vor dem Zeidelmeister, der in Feucht war. |

 

[IIb-22-1791-1792-0060]
Die Gerichte der Zeidlergeselschaft sind noch zu Nürnberg - iährlich in Feucht am 1 Mai Sizung gehalten, besteht aus dem Amtman des Lorenzwalds, 6 Waldhern, einem Unterrichteten, 12 Schöppen, den Vierern u. dem Aktuar; 60 Zeidelgüter sind. |

 

[IIb-22-1791-1792-0061]
Der Iesuit Menestrina Menestrina] Menestrier lt. Cath. Encyclopedia beschrieb Ludwigs XIV Leben aus Münzen |

 

[IIb-22-1791-1792-0062]
Luther gab dem Karlstadt im schwarzen Bär zu Iena 1524 einen Goldgulden, um wider ienen zu schreiben |

 

[IIb-22-1791-1792-0063]
Linnés Beiname von einem Lindenbaum, wovon seine Vorfahren den Namen Linnäus bekommen; in Schweden so gewöhnlich - seine Wiege mit Blumen bestreuet, sein liebstes Spielzeug. |

 

[Manuskriptseite 7]

[IIb-22-1791-1792-0064]
Eieröl wird aus gebratnen Dottern, Ameisenöl von Marggraf aus Ameisen geprest. |

 

[IIb-22-1791-1792-0065]
Die Zuckersäuere schlägt die Kalkerden eines Mineralwassers in Gestalt einer weissen Wolke nieder - auf Reisen zeigt sie in Trinkwasser den Gips. |

 

[IIb-22-1791-1792-0066]
In Abyssinien geht man während der 6 monatlichen Regenzeit auf die Berge - blos dan schläft man ruhig und ohne Krieg, blos dan werden Pferden Sättel und Zäume abgenommen. Bruce. Reis. zur Entdeckung der Quellen des Nils. 2 Band.

 

[IIb-22-1791-1792-0067]
Nicht Mond= blos Sonnenfinsternisse fürchtet man da so sehr. III Buch. |

 

[IIb-22-1791-1792-0068]
Bei den Gallas, die Abyssinien umgeben, darf keiner unter 40 Iahren zum König gewählt werden, der nicht soviel Menschen getödtet als Iahre ihm fehlen ||

 

[IIb-22-1791-1792-0069]
Die Weiber derselben bitten ihre Männer aus Kinderliebe, die Weiber zu mehren und suchen selbst welche. ||

 

[IIb-22-1791-1792-0070]
Durchreisen Wüsten blos von Kugeln von gebrantem Kaffee mit Butter vermischt gestärkt ||

 

[IIb-22-1791-1792-0071]
Iedem falschen Kronprätendenten schneidet man in Abyss. Nas., 1 Ohr, 1 Hand oder Fus ab, weil nur ein volständiger ein Priester und König werden darf. ||

 

[IIb-22-1791-1792-0072]
Im Königreich Gingiro (an Abyssinien) fliehen nach dem Tod des Königs die Prinzen ins Gebüsch - die die das Wahlrecht haben, klopfen daran u. über welchem Prinzen ein Raubvogel schwebend gesehen wird, wird gewählt, der sich aber gegen die Wahlhern wehrt tödtet u. mit Gewalt zum Thron. - eh er seinen Pallast betrit, mus 1 Mensch am Fuss des Baums, der sein Haus trägt, und 1 an der Thürschwelle getödtet werden. ||

 

[Manuskriptseite 8]

[IIb-22-1791-1792-0073]
Ptolomäus theilt die Schangallas (an Abyssinien) richtig in Rhizo= Elephanto= Akrido= Truthio= und Agriophagi ein. |

 

[IIb-22-1791-1792-0074]
Das von ihnen angezündete dürre Gras brent über die ganze Breite von Afrika |

 

[IIb-22-1791-1792-0075]
Die Türken suchten in den warmen Sommermonaten eine schwarze Sklavin von den Sangallas, weil ihre Haut wegen der Schwächung d. Hize kälter ist - im Winter seine Zirkassierin oder Georgianerin |

 

[IIb-22-1791-1792-0076]
Büffon u. Lord Kaimes trugen ihrem Verleger auf, bei den folgenden Edizionen ihrer Werke alles Schlimme von Negern wegzustreichen wenn es falsch befunden wird |

 

[IIb-22-1791-1792-0077]
Die Schangallas flechten um den Bogen einen Riemen von der Haut eines ieden von ihm erlegten Thiers; bis er zum Spannen zu steif wird - dan ein neuer. Er wird mit einem solchen Bogen begraben, weil er ihn nach der Auferstehung spannen kan. |

 

[IIb-22-1791-1792-0078]
Die Neger leiden von der Kälte zu Nachts weit mehr als von Tagshize |

 

[IIb-22-1791-1792-0079]
Ums zu wissen daß der sich einschleichende ein Mönch sei, beut der Abyss. ihm Weiber an, gewöhnliche Probe |

 

[IIb-22-1791-1792-0080]
In der orientalischen und okzidentalischen Kirche feierte man iährlich den Tag, wo einer zum Bischof erlesen wurde. Baron annal. T. I.

 

[IIb-22-1791-1792-0081]
Im Mittelalter zwei Höllen, eine kalte und eine warme. Veit Weber

 

[IIb-22-1791-1792-0082]
Vor die Rittersburg waren Ketten gezogen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0083]
Die Prinzessin in Trattelshain 1217 hatte 2 stercora

 

[Manuskriptseite 9]

sancta des Esels Christi; im 12 I. zeigte man Hiobs Misthaufen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0084]
Da man nur Wasser= und Sanduhren hatte: muste der Wardian des Klosters die Stunden d. Hammerschlag anzeigen. Veit Weber. 5 B.

 

[IIb-22-1791-1792-0085]
Der Thau in der Iohannisnacht sol die Pest in Aegypten endigen. Bruce. I. B.

 

[IIb-22-1791-1792-0086]
In Kairo haben 400 die unumschränkte Gewalt; ieder Bey, der ein Sklave gewes. u. vom Markt gekauft sein mus, hat Unterbedienten von uneingeschränkter Iurisdikzion. | 2. C. 1 B

 

[IIb-22-1791-1792-0087]
Brüce schnit alle Blätter aus seinen Büchern, die er brauchte, aus, um kleiner. |

 

[IIb-22-1791-1792-0088]
Die Ställe, iede Mauer, iede Pferdetränke in Kairo haben prächtige Überbleibsel von Memphis. |

 

[IIb-22-1791-1792-0089]
Da kein Gras den Sand hält: so hat er schon zu Strabos Zeiten die Sphinxe u. Ruinen dort bedekt. |

 

[IIb-22-1791-1792-0090]
Um das rothe Meer grüne nakte Marmor= u. gr. Iaspisberge, aber kein grünes Blat - rothe M. - Meer hat davon u. von den rothen Korallenbüsch., die seinen Grund bedecken, den Namen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0091]
Hebräer Vorliebe für O. |

 

[IIb-22-1791-1792-0092]
In Arab. handeln die Kaufleute (reden indes von a. Sach.) mit den Fingern unter einer Serviette über ganze Ladungen |

 

[IIb-22-1791-1792-0093]
Von Mesopotamien Armenien p bis Antiochien werden 2 Weiber gegen 1 Man geboren - von Laodikea, die syrische Küste hinunter bis Sidon 3 oder 2 3/4; in Palästina, in der Landenge von Suez u. in Delta unter 3 - von Suez bis an die Linie 4. |

 

[Manuskriptseite 10]

[IIb-22-1791-1792-0094]
Der Elephant und Rhinozeros wälzen sich in Schlam als Panzer gegen Fliegen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0095]
In Aethiopien einmal ein altes Gesez daß wer die Bibel übersezte, dessen Kehle abgeschnitten, Familie Sklaven, Haus geschleift.

 

[IIb-22-1791-1792-0096]
Die südlichen Araber gaben für Eisen das doppelte Gewicht ihres Golds, Kupfer 3 fach, Silber 10 fach. Agatharzides Agatharzides] Agatharchides, OPAC BAY.. |

 

[IIb-22-1791-1792-0097]
Strabo B. 17: alle Unterthanen in Mo Meronmusten stets die körperlicheUnvolkommenheit {Verstümlung} ihrerRegentin nachmachen.

 

[IIb-22-1791-1792-0098]
Dionysus lies den Sohn des Dions schlecht, hurend, fressend erziehen. Cornel. dion.

 

[IIb-22-1791-1792-0099]
In Frankr. 6 Millionen Deisten. Le discours de la Lanterne Le discours de la Lanterne] Camille Desmoulins. Campe.

 

[IIb-22-1791-1792-0100]
In der mitleren Zeit speisten die Reichen zu Weihnachten die Armen, kleideten bewirtheten die Kranken selbst; liessen nachh. d. ihre Kind. thun. Montbarry.

 

[IIb-22-1791-1792-0101]
Klosterleute sind sehr neugierig |

 

[IIb-22-1791-1792-0102]
Heinrich von England muste zur Busse für die Ermordung des Erzbischofs Thomas von Becket 300 Man nach Palästina senden |

 

[IIb-22-1791-1792-0103]
Bei Duellen war ofnes Grab, Läuten der Sterbeglocken, lange Reihe der trauernden Verwandten, schwarz bezogner Schauplaz |

 

[IIb-22-1791-1792-0104]
Der Alte vom Berg war der Fürst der Asassinen; wer h in seinem Gehorsam starb, seelig - welcher

 

[Manuskriptseite 11]

Regent ihn beleidigte, wurde sicher ermordet. |

 

[IIb-22-1791-1792-0105]
Talmud: ieder Universität hierist korrespondierend eine im Himmel, iedemder dort ist, ein Engel droben. 49/8

 

[IIb-22-1791-1792-0106]
Got disputiert mit den Seelen über das Gesez. |

 

[IIb-22-1791-1792-0107]
Seit der Zerstörung des Tempels nimt Got nur einen Raum von 4 Ellen ein u. spielt nimmer mit dem Leviathan. |

 

[IIb-22-1791-1792-0108]
Die Aeltesten entbinden die Iuden von allen Meineiden gegen Christen, schon auf 1 Iahr voraus - weigern sich bei kleinen Dingen des Schwurs, um bei grösseren zugelassen zu werden |

 

[IIb-22-1791-1792-0109]
Rabinen: Got werde seine Verheissungen gegen die Iuden erfüllen, wenn der Heiden Sünden die der Iuden übersteigen |

 

[IIb-22-1791-1792-0110]
Der Plaz der Hölle wird zum Paradies gestossen werden, (die Mauer dazwischen weg), um einen grossen Tanzsaal zu haben, wo Got Vortänzer. |

 

[IIb-22-1791-1792-0111]
Rabi Iehoachim: Got bete in einem eignen Bethaus. |

 

[IIb-22-1791-1792-0112]
Die Seele der Iuden ist ein Stük von Gottes Augenliedern; a. Völker nur von den unedlen Theilen u. der Rinde Gottes. |

 

[IIb-22-1791-1792-0113]
In der Barbarei und Türkei Gewohnheit, wenn man et. von den christlichen Europäern, Sklaven daraus, erfahren wil: wendet man sich an die Iuden in Provinz |

 

[IIb-22-1791-1792-0114]
Auch die Sonne und alle Planeten sind um die Pole eingedrükt

 

[IIb-22-1791-1792-0115]
Das geheiligte Fleisch wurde nie stinkend, am Versöhnungsfest wiederfuhr den Hohenpriestern nichts, bei Festen wärs nie in Ierusalem zu enge. Pirké Afoth 5. K. M. 5

 

[IIb-22-1791-1792-0116]
Am ersten Freitag in der Abenddämmerung wurden noch

 

[Manuskriptseite 12]

geschaffen Mund von Bileams Eselin - Regenbogen - Buchstaben - Abrahams Widder - Zange - Teufel p. in allem 10 Dinge ||| M. 6.

 

[IIb-22-1791-1792-0117]
Das Leben, das Wiederbringen eines Funds mus bei dem Man eher als Weib besorgt werden - diese aber ist eher aus der Gefangenschaft zu retten oder Blösse zu bedecken als Man. Horajoth 3. K. M. 8.

 

[IIb-22-1791-1792-0118]
Angelo machte die Peterskirche, Gemälde des Weltgerichts u. Mosis Statue. Briefe über Ital. aus dem Französischen von Forster. 2. B.

 

[IIb-22-1791-1792-0119]
Die Villa Adriana gros 10 italien. Meilen, Hadrian lies da nach einer 6 iährigen Reis. d. das Römische Reich alle prächtigen Denkmäler nachahmen - es ist das Lyzeum, die Akademie, Portikus, der thessalische Tempel, Naumachien Theater, elys. Feld, Hölle. |

 

[IIb-22-1791-1792-0120]
In Rom kommen zur Pflüg= und Erntezeit auf den Markt oft 300 Ioch Ochsen; die Gutsbesizer miethen sie u. man pflügt 1 Tag, säet 1 T. p. |

 

[IIb-22-1791-1792-0121]
In Rom 700 Freistätten - iedes Haus, an das ein Kardinal seinen Wappenschild hängen lässet, schüzt den Schuldner gegen alle gerichtliche Exekuzion, manche K. handeln damit |

 

[IIb-22-1791-1792-0122]
Ieder mus da zu Ostern kommunizieren; das Verzeichnis der Widerspenstigen giebt der Pfarrer der Regierung, exkommuniziert |

 

[IIb-22-1791-1792-0123]
Die Handschriften, die das Feuer im Herkulanum nicht berührte, sind zerfallen - die verbranten erhielten sich, indem man die Lage von Asche aufwickelt, der sogleich ein Papierblätgen folgt u. an die es sich festklebt |

 

[Manuskriptseite 13]

[IIb-22-1791-1792-0124]
In Neapel widmen sich stets die jüngeren Brüder des Adels den Rechten. |

 

[IIb-22-1791-1792-0125]
Da sind jährlich 5000 Morde, 3 Hinrichtungen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0126]
In ganz Genua ist nur 1 Bäckerei; 1 Schenke, die der Senat hat. | 11ter Theil

 

[IIb-22-1791-1792-0127]
Im Hospital der Unheilbaren, da sind 900 Kranke. |

 

[IIb-22-1791-1792-0128]
Der Konsul gab 1681 den Hugenottenkindern das Recht, im 7 Iahr sich ihres Glaubens zu begeben. Raynal

 

[IIb-22-1791-1792-0129]
In Vienne (in Dauphiné) verehrten die Gallier 100 Götter auf 1 Baum, den der heilige Severus umhieb. Hübner

 

[IIb-22-1791-1792-0130]
Die Zaims u. Timarioten bei den Türken müssen, zum Lohn ihr Rittergut, immerfort dienen, daher sie als Kinder in Körben bei den Armen sind, als Greis. in Sänften |

 

[IIb-22-1791-1792-0131]
Blos die Schnecken ohne Haus schaden dem Getraide, zu früh vor derSonne fährt man miteiner Walze darüber - - Derweisse Kornwurm frisst das 20tel Theil des Korns, schwarzer1/3. Stumpf.

 

[IIb-22-1791-1792-0132]
Die Türken lassen in Moscheen, wo Vornehme begraben sind, 30 Leser am Koran les., abwechs. und sobringen sie ihn in einem Tag durch. Hübner.

 

[IIb-22-1791-1792-0133]
Die Iesuiten tauften in Brasilien nur die Wilden, die gefressen wurden - allein die a. dachten, das Fleisch werde unschmakhafter dad. - daher berührten sie nur einen Theil des zum Tod Verurtheilten mit einem nassen Tuch u. hiessen Taufformel. Wolfs Geschichte. 1 Band.

 

[IIb-22-1791-1792-0134]
1679 hatten sie 35 Provinzen, ||| 1710 aber 37 - 2Viceprovinzen - 23 Profeshäuser,||| 1710. 24 -

 

[Manuskriptseite 14]

578 Kollegien - 48 (59) Probazionshäuser- 88 Seminarien - 160 (340) Residenzen - 106 (200) Missionen -17665 (19998) Glieder - 7870 Priester darunter. |

 

[IIb-22-1791-1792-0135]
Die von der grossen Observanz - die von der kleinen thun Gelübde der Armuth und Keuschheit nicht, folglich kans ieder sein |

 

[IIb-22-1791-1792-0136]
Mortifikazion im Noviziat: einer muß 1 Monat ohne Geld walfarten und betteln - Kinder auf der Gasse in der Religion unterrichten p. |

 

[IIb-22-1791-1792-0137]
Einfaches Gelübde wo blos der Novize an den Orden, dieser nicht an ihn gebunden ist. Nach den Konstituzionen kan der Orden ieden, den er verstossen, wieder aufnehmen und er muß hinein. |

 

[IIb-22-1791-1792-0138]
Generalvikar ists bei dem Alter, oder Schwäche des Generals |

 

[IIb-22-1791-1792-0139]
Iesuit dar nur bei einem Iesuiten beichten; wer nicht 8 täglich beichtet, Hunger - wer einen a. Beichtvater als den alten, muß die Beichte wiederholen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0140]
In Löwen liessen sich Damen von ihren Beichtvätern geiseln |

 

[IIb-22-1791-1792-0141]
Ribadeneira Ribadeneira] Vita S. IgnatiiLoiolae Soc. Iesu muste statt der ersten Edizion wo er Ignaz Wunder absprach, in der 2ten sie angeben|

 

[IIb-22-1791-1792-0142]
Sie züchtigten Knaben hinten aus Wollust mit blosser Hand. |

 

[IIb-22-1791-1792-0143]
Sie schwängerten in ihren Klöstern Nonnen, um der Gemahlin Karls II, Mutter des Prätendenten, einen Sohn unterzuschieben. 2 B.

 

[IIb-22-1791-1792-0144]
Sie kleideten assen p. wie die Banianen, unter dem Vor=

 

[Manuskriptseite 15]

wand sie zu bekehren; wollten blos Diamanten. |

 

[IIb-22-1791-1792-0145]
Sie: man sei nicht verbunden Traktate zu erfüllen, die man mit Fürsten schloß, die die Oberherschaft des Pabsts nicht anerkennen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0146]
14te Kommunregel: nemo eorum qui ad domestica ministeria ad mittuntur aut legere discat aut scribere aut si aliquid scit, plus litterarum ad siscat nec quisquam eom doceat, sine propositi generalis facultate. | ] bitte alles Latein überprüfen!

 

[IIb-22-1791-1792-0147]
Jesuit Aubigny Beichtvater Ravaillais: er habe die Gabe, Beichtgeständnisse sogleich zu vergessen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0148]
Kein Iesuit darf ohne Erlaubnis des Generals etwas schreiben oder drucken lassen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0149]
Benzi: vellicare genas et mamillas monalium tangere esse tactus subimpudicos atque de se veniales. | ] bitte Latein überprüfen

 

[IIb-22-1791-1792-0150]
Unter Ludwig XIV belohnten H. den Hugenotten der katholisch wurde, mit einer Nacht. |

 

[IIb-22-1791-1792-0151]
Da bekam ieder der katholisch wurde, 6 livres aus der Proselytenkasse. |

 

[IIb-22-1791-1792-0152]
Die Dragoner suchten d. Nothzucht Weiber katholisch zu machen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0153]
Iede Nacht mit der Maintenon brachte von Ludw. den Hugenotten neue Qualen |

 

[IIb-22-1791-1792-0154]
Im Widerruf des Edikts von Nantes: wer Advokat, Rechtsdoktor werden wil: braucht bei Bekehrung nicht 3 I. zu studieren - kriegt Doktortitel für 1/2 Geld. |

 

[IIb-22-1791-1792-0155]
Le Tellier lies d. arme Schüler spionieren; arbeitete blos unter der Erde. |

 

[Manuskriptseite 14 bis]Zählfehler JPs

[IIb-22-1791-1792-0156]
Der Graf Czobor in Wien ließ sich stets 12 Uhren, 12 Kleider, Kanapees p machen. Skize von Wien. 6 St.

 

[IIb-22-1791-1792-0157]
Louis XIV errichtete eine orientalische Akademie, die Pariser, die da lernten waren wie Armenier gekleidet. 5 St.

 

[IIb-22-1791-1792-0158]
In Spanien wird jedes Findelkind für einen Kavallero (Kavalier) gehalten. |

 

[IIb-22-1791-1792-0159]
Die Könige aus dem Haus Anjou liessen alle Dokumente aus den Zeiten der schwäbischen Kaiser verbrennen - besonders Kais. Friedrich II so verhast daß die Advokaten bei Zitazion seiner Geseze sich entschuldigen, sie müsten diese impias leges gebrauchen. Münter von Sizilien und Neap.

 

[IIb-22-1791-1792-0160]
Die meisten neapolitanischen Dichter waren Advokaten, daher man d. Volk, weg. Umgang mit ihm, gut daraus kennen lernt. |

 

[IIb-22-1791-1792-0161]
Münter: die Alten sezten die a. Todtenwelt stets an die äussersten Gränzen der bekanten Welt - so war der älteste Styx in Arkadien - nachher schon nach Epirus, wo der Acheron - daher noch Neapel wegen Wulkan und Katakomb. Elys. und Tart. -. dan die Insel der Seeligen jenseitig der Herkulischen Säulen |

 

[IIb-22-1791-1792-0162]
In Natolien geht man auf die Berge, der Pest zu entgehen

 

[IIb-22-1791-1792-0163]
De Maillet: ] Benoit de Maillet die Menschen ursprünglich Sirenen, im Wasser: il respire l'air natal 4 Heft. Skize Wi.

 

[IIb-22-1791-1792-0164]
In der Chilesischen Sprache ist kein Anomalon. Molina Beschreibung von Chili.

 

[IIb-22-1791-1792-0165]
Bei den Araukanern Araukanern] nicht gefunden da ist blaue Farbe die Leibfarbe, Tatarn rothe. |

 

[IIb-22-1791-1792-0166]
Pulverisierten Schwarze, um Schießpulver zu kriegen. |

 

[Manuskriptseite 15 bis]

[IIb-22-1791-1792-0167]
Heissen den September den Betrügermonat, zählen Tage nach Morgenröthen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0168]
Fremde kriegen chilesische Namen - Leute mit 1 Namen sind verwandt |

 

[IIb-22-1791-1792-0169]
Vitruv. L. I. c. 7. der Tempel der Zeres ausser der Stadt, damit Gottesdienst und Mysterien ruhig gehalten werden. Münter Reis. d. Sizilien p. |

 

[IIb-22-1791-1792-0170]
Plin. L. 35: Zeuxis um die Iuno zu malen, nahm 5 schönste agrigentische Iungfern zum Model. |

 

[IIb-22-1791-1792-0171]
Bei Agrigent Berg Makaluba speiet kaltes Wasser u. Thonerde aus |

 

[IIb-22-1791-1792-0172]
Im Hafen von Syrakus eine Seeschlacht zwischen 150 Schiffen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0173]
Bei den Griechen waren Theater auch Versamlungsörter der Republik über Krieg p. zu rathen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0174]
Iede Stadt in Italien feiert iährlich das Fest ihres Schuzheiligen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0175]
Lacry. Christi wachs. auf Vesuv, auf Aetna. Herlicher rother Wein |

 

[IIb-22-1791-1792-0176]
Selbst im Krater der kleinen Vulkane auf dem Aetna wachsen Bäume |

 

[IIb-22-1791-1792-0177]
Zu jedem Säkulum lösen sich 1 oder 1 1/2 Zol Lava zu Erde auf; z. B. am Vorgebürg bei Katania 7 Lagen Lava, jede d. 3 Zol dicke Erdlagen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0178]
Aemilius Lepidus zog als Knabe zu Feld, tödtete einen Feind und rettete einen Bürger, dah. wurde ihm eine mit einer Toga bekleidete Statue auf das Kapitol gesezt. Valerius Max.

 

[Manuskriptseite 16]

[IIb-22-1791-1792-0179]
Kardinal Mazarin ließ die Schriften gegen sich, aufsuchen als wolt er sie verbrennen - aber verkaufte, bekam 10,000 Reichstaler. Vulpius.

 

[IIb-22-1791-1792-0180]
Kagliostro wurde von einem berühmten Leibarzt herausgefodert; "Giftpille von mir, nehmen Sie dagegen was Sie wollen - geben Sie mir eine p." |

 

[IIb-22-1791-1792-0181]
Kardinal von Lothringen, Sohn des Duks de Guise, gestorben 1574, ließ seinen Kammerdienern jeden Morgen einen Sak mit 300 Reichstaler füllen; gab jedem Armen unbesehen.

 

[IIb-22-1791-1792-0182]
Die Geselschaft der Sechziger in Athen hielt im Tempel des Herkules Zusammenkunft; Lustigmachen; Philip schikte ihnen ein Talent, ihre Possen ihm zu schreiben. Mark=Aurel.

 

[IIb-22-1791-1792-0183]
Mark Aur. machte die Räuber in Dalmazien zu Soldaten. Capitolin. Ant. Phil. XXI. | ] Capitolinus: Vita Marci Antonini Philosophi (Cath.Enc.)

 

[IIb-22-1791-1792-0184]
Zäsar vermachte seine Gärten dem römischen Volk, das dad. desto rasender wurde. |

 

[IIb-22-1791-1792-0185]
Im kapitolinischen Tempel war die mitlere Kapelle dem Iupiter, die Kapelle zur Rechten der Minerva - in die iährlich ein Nagel zur Abwendung der Pest e Nogeschlagen wurde - eine derIuno. |

 

[IIb-22-1791-1792-0186]
Die Älteste ist Louise Truxo, eine Negersklavin von 175 I., die den 5 Okt. 1780 zu Tukuman in Südamerika noch lebte. Alg. Deutsche Bibl. 89. S. 162

 

[IIb-22-1791-1792-0187]
Bei S. Helena steht eine Stange mit einer Bouteille, in die jedes Schif einen Zettel wirft, dem nachfolgenden Nachricht zu geben, das sie zerbricht u. eine neue aufhängt. Arkot Arkot] nicht gefunden Reisen in Ostind. | S. 167

 

[Manuskriptseite 17]

[IIb-22-1791-1792-0188]
Urban VIII die in Kirchenban, die in der Kirche Tabak schnupfen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0189]
Streit ob die Entscheide in den ständischen aus 8 u. respekt. 9 Beisizern bestehenden Senaten des Reichs am Gericht die definitiven Erkentnisse u. die diesen gleichzuachtende interlokutionären nur von 6 Beisizern ertheilt werden oder ob auch die 3 a. an lezterem Entscheid Antheil nehmen können - die das leztere behaupten heissen Oktavianer, das Gegentheil Sextaner | S. 360

 

[IIb-22-1791-1792-0190]
Die von der Kiehnraupe abgebissenen Spizen der jungen Tannen machten Absterben der Bäume - von 50 Paar Papillons werden in 5 Iahren 30 Billionen 250 Bill MillionenRaupen. | S. 519.

 

[IIb-22-1791-1792-0191]
In Frankr. muß der Sohn, der beim Tod seines Vaters nicht in seinem Haus wohnt, die Erbschaft dem lehnsherlichen Klost. lass. - eine Tocher die nicht im Haus ihres Vaters ihre Hochzeit feiert, wird daraus getrieben. Voltaire diatribe à l'auteur desÉphémérides.

 

[IIb-22-1791-1792-0192]
Iosephus: als Theopomus von den jüdischen Gesezen reden wolte, was kein Fremder durfte: wurde er tol, nach 30 Tagen gesund.| T. L II.

 

[IIb-22-1791-1792-0193]
Als auf dem Nizäischen Konzil die 2 Bischöffe, Chrisant Chrisant] nicht gefunden u. Musonius Musonius] nicht gefunden tod wurden: wurden sie wieder lebend gemacht, Arius Verdammung zu unterschreiben und starben dan. Baron. Tom. 4. n. 82 |

 

[IIb-22-1791-1792-0194]
Die Griechen bestraften die Sklaven, daß sie ihnen Heirathen verboten oder von ihren Frauen schieden. Xenoph. oecon. Anarchars. 2 ] siehe Götz Müller B.

 

[Manuskriptseite 18]

[IIb-22-1791-1792-0195]
Isokrates brachte in der Lobrede auf Athen 10 Iahre zu Plut. de glor. Athen. Behauptet, Zwek der Beredsamkeit sei Grosse Dinge zu verkleinern, kleine zu vergrössern. Long. §. 38. |

 

[IIb-22-1791-1792-0196]
Die Athleten essen soviel daß sie meist schlafen. Plato de rep. l. 3. |

 

[IIb-22-1791-1792-0197]
Sind aber gerade schlechte Soldaten, weil sie keinen Hunger Durst Nachtwachen ertragen können. Plut. in Philop. |

 

[IIb-22-1791-1792-0198]
Iphikrates ließ oft für 2 Soldaten 1 Streulager machen, für 1 S. 2., damit der Feind bei Überzählen der Betten sie für stärker oder schwächer halte. Polyaen. Strat. l. 3. c. 9. §. 19. |

 

[IIb-22-1791-1792-0199]
Ein Gesez verbot den Athenern, einem Bürger den Gewinst vorzuwerfen den er auf dem Markt macht. Demosth. in Eubul. |

 

[IIb-22-1791-1792-0200]
Die Griechen verboten, die Tempel und Statuen herzustellen die Xerxes zerstörte - zur Rache. Diod. L. 11. |

 

[IIb-22-1791-1792-0201]
Phidias machte sein Bild auf den Schild der Minerva so, daß (als ein Greis der einen grossen Stein schleudert) man es nicht ohne Zerfall der ganzen Statue ausheben kan. De mundo ap. Aristot. t. 1. |

 

[IIb-22-1791-1792-0202]
Die meisten athen. Dekrete müssen zur Gültigkeit 6000 Stimmen haben. Demost. in Neaer. |

 

[IIb-22-1791-1792-0203]
Da die Athener auf den Redner Kleon lang gewartet hatten: so kam er, "heute könne er keine Staatsangelegenheit, weil er einigen Freunden zu essen gebe." Plutarch. |

 

[IIb-22-1791-1792-0204]
Sie liessen Philips aufgefangne Briefe öffentlich vorles., die an seine Gemahlin unerbrochen zurük. Plut. praecept. gerend. reip. t. 2 |

 

[Manuskriptseite 19]

[IIb-22-1791-1792-0205]
Athenisches Gesez, daß jeder Bürger sich gegen das Urtheil einer ganzen Nazion erklären kan wenn er beweisen kan daß es den eingeführten Gesezen zuwider. |

 

[IIb-22-1791-1792-0206]
Man kan wenn ein Gesez nicht gelingt, den Redner angreifen ders in Vorschlag brachte; aber nicht jenseits 1 Iahr. Redner Aristophon rühmt sich Sieger über 75 solche Anklagen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0207]
Da jeder Bürger als Richter in den Sizungen sein kan - für jeden 3 Obolen (9 Sols) - u. oft 6000 Richter waren: so jährlich (2 Monate Feste abgerechnet) jährlich 150 Talente alle. |

 

[IIb-22-1791-1792-0208]
Wenn vor dem Areopag die Urne des Todes u. die der Erbarmung gleich viel Stimmen: so wirft einer in diese die St. der Minerva. Meursius Areop. c. 8. |

 

[IIb-22-1791-1792-0209]
Wenn ein Kläger seine Klage nicht fortsezt, oder nicht 1/5 Stimmen kriegt: gestraft 1000 Drachmen (900 Livre) - der Irreligiosität Ankläger, Tod selbst. Poll. l. 8. c. 6. |

 

[IIb-22-1791-1792-0210]
Die Freistat erstrekt sich auch auf den Hain um den Tempel, u. Häuser in seinem Bezirk. Thucyd. l. 1. c. 128, Sogar Lebensmittel darf sich der Verbrecher bringen lassen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0211]
Wo man in seinem Haus einen Altar findet, muß man einen Altar bauen. Theophr. Charact. c. 16.

 

[IIb-22-1791-1792-0212]
Ein Kind nahm ein von Dianens Krone gefalnes goldnes Blat: man legt ihm Spielwerk und Geld vor; nahm dies: also getödtet. Aelian var. hist.

 

[IIb-22-1791-1792-0213]
Hippokrates de diaeta: das Fleisch der Mängen weniger saftreich als der Weibgen - schwarzen als weissen, harigten als unbeharten. |

 

[IIb-22-1791-1792-0214]
Tempel keine Fenster; einiges d. die Thür; a. d. Lampen an der Hauptstatue; a. d. das unbedekte mitlere Schif der 2 anderen Schiffe. |

 

[Manuskriptseite 20]

[IIb-22-1791-1792-0215]
Die Araber nehmen auch Teufel im Wasser an, ihr Haupt ist Leviathan. 1001 Nacht.

 

[IIb-22-1791-1792-0216]
Beim Blumenfest wird 1 Spiegel, 2 Lichter bei jeder Blume des Gartens gestelt. |

 

[IIb-22-1791-1792-0217]
Das römische Reich sezte einige Kinder aus, die Erbschaft der übrigen zu vergrössern. Mark Aurel 3 B.

 

[IIb-22-1791-1792-0218]
Die Fuhrleute die im Zirkus wetfuhren, 4 Fakzionen, 1) trugen rothe Kleider, den Sommer vorzustellen - 2. helgrüne Prasina Erde vorzustellen - 3. Venezianisch himmelblaue, Himmel vorzustellen - 4. weisse Kleider, Sonne vorzustellen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0219]
Aurel: von Diognet lernte ich keine Wachteln halten, auf einem hölzernen mit Leder bezognen Betgen zu schlafen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0220]
Salmoneus hatte einen Wagen mit Kupfer Töpfen und Becken, über eine Brücke von Kupfer, Donner vorzustellen - selbst von Donner erschlagen |

 

[IIb-22-1791-1792-0221]
Antinous machte sich zum Opfer für Hadrian, bekam Statuen und Tempel -

 

[IIb-22-1791-1792-0222]
Im Tempel der Furien von Orest wurden die Bösen wahnsinnig. |

 

[IIb-22-1791-1792-0223]
Auf einer Karte, die man in des Erzbischofs Lauds Manuskripten findet, Erde wie ein Herz vorgestelt. Gough's Topographie. Eberhard.

 

[IIb-22-1791-1792-0224]
Damals sezte man die Hölle in den nördlichsten Theil von Schotland; den Eingang ins Fegfeuer sezt Matthäus Paris nach Irland. |

 

[IIb-22-1791-1792-0225]
Girald von Wales: der h. Kewden Kewden] nicht gefunden hielt beim Gebet die Hände so lang zum Fenster hinaus daß eine Schwalbe Eier hineinlegen und ausbrüten konte |

 

[Manuskriptseite 21]

[IIb-22-1791-1792-0226]
Wenn der König von Spanien nachts zu seiner Frau wolte: so muste er am Arm eine Flasche zum P. haben, einen Stosdegen u. eine Laterne. Gothaischer Kalender 1792

 

[IIb-22-1791-1792-0227]
Zur Karnevalszeit warf er im Schauspiel die Hofleute mit ausgeblas. Eiern, vol wolriechenden Wassern mit Wachs verklebt - u. dan jeder |

 

[IIb-22-1791-1792-0228]
In Abyssinien muß der König nüchtern auf dem Richterstuhl sizen, dies deutet ein Kronbedienter d. einen Peitschenklatsch an, daß er also erst aufgestanden. |

 

[IIb-22-1791-1792-0229]
Da isst keiner von Stande selbst; sond. 2 Weiber stecken ihm das rohe Kuhfleisch ein; je vornehmer desto grössere Stücken; u. desto mehr Schmazen unter dem Käuen |

 

[IIb-22-1791-1792-0230]
Die Perserinnen färben sich Haare, Hände und Füsse blutroth |

 

[IIb-22-1791-1792-0231]
Wo in Island 1 Mensch existiert, Norwegen 3, Schweden 14 - Türkei 36 p - da in Venedig 196 - Holland 224 - Maltha 1103. |

 

[IIb-22-1791-1792-0232]
Am kaspischen Meer in Persien brent die Erde wenn man 2 Zol von ihr nimt u. eine Kohle daran hält

 

[IIb-22-1791-1792-0233]
Die Guernsey Lilie aus Japan; Namen weil 1665 ein Schif aus Japan damit an der Insel Guerns. scheiterte; die am Ufer ausgeworfnen mehrten sich daß die Engländer noch viele Zwiebeln daher kriegen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0234]
Die ersten Bildsäulen, denen Dädalus Augen Händ Ohren Arme freiund Füsse fortschreitend machte, hiessen Dädala |

 

[IIb-22-1791-1792-0235]
Ein Kruzifix von Alb. Dürer trug Kaiser Karl V stets an seinem Degenknopf - ein kleiner Altar von Achat mit der

 

[Manuskriptseite 22]

Abbildung von 30000 Märtyrern, worunter er selbst ist, noch ein Altar mit vielen Flügelthüren, worauf alle Evang. des Iahrs abgebildet, er mitten auf dem Altar sizend |

 

[IIb-22-1791-1792-0236]
In Rom sind jezt 60,000 Statuen |

 

[IIb-22-1791-1792-0237]
Die Raupe des Hornschröters macht ihre Höle in die Erde so gros, daß sie als Hornschröter ihre grossen Hörner darein legen kan |

 

[IIb-22-1791-1792-0238]
Blos der Floh, die Kochenille und wenige haben rothes Blut |

 

[IIb-22-1791-1792-0239]
Die Nachtschmetterlinge sind mehr in Pelz als Federn gehült, der Nachtkälte wegen |

 

[IIb-22-1791-1792-0240]
In Sizilien verkauft man jährlich 40 Zentner spanische Fliege. |

 

[IIb-22-1791-1792-0241]
Zu Namy macht ein Künstler aus den Flügeldecken der Smaragdine Boukets - auch fast man den königlichen Kornkäfer in Ringe |

 

[IIb-22-1791-1792-0242]
In London erfand Bertham eine tragbare Waschmaschine 8 Hemden auf einmal zu waschen à 4 Pfund 4 Schilling - 14 Hemden 4 Pfund 15 Schill. - 24 H., 6 Pfund 6 Sch. - die Ausringmaschine kostet stets 1 Pfund 1 Schilling. |

 

[IIb-22-1791-1792-0243]
Pakat. Lob des Theodos.: die Herren schlugen ihre Sklaven nicht eher im Krieg als wenn sie mit Peitschen gegen sie zogen. Herod. l. II. c. V so Szythen.

 

[IIb-22-1791-1792-0244]
Lord Mayor kömt von Mai, weil auf den Feldern des Maien der grosse Gerichtstag gehalten wurde, wo das Volk gegen Baron und König klagte.

 

[Manuskriptseite 23]

[IIb-22-1791-1792-0245]
Das Zeichen der Zusammenrufung war eine Maie mit Blumen. Kinderfreund.

 

[IIb-22-1791-1792-0246]
Isinagi No Mikotto Isinagi No Mikotto] nicht gefunden, ein regierender Got von Japan, sah den Beischlaf mit seiner Frau Ysanami Ysanami] nicht gefunden dem Vogel Isiatadacki ab. Kämpf. Japan 1 Th. 7 K.

 

[IIb-22-1791-1792-0247]
Der Samojede hat an die Ermel genähte Bärentazen zu Handschuhen. Olearius Reis. in Pers.

 

[IIb-22-1791-1792-0248]
D. Sendung des königlichen Handschuhs wurde Münzrecht - Marktrecht verliehen. Sachsenspiegel.

 

[IIb-22-1791-1792-0249]
Cyrus ließ den Antobisazes u. Mitreus tödten, weil sie vor ihm die Hände nicht in die Aermel gestekt. Xenophon. )

 

[IIb-22-1791-1792-0250]
Richter musten die Handschuhe abziehen ehe sie ein Urtheil sprachen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0251]
Unter Eduard II in Engl. wurde kein Missethäter hingerichtet eh man ihm die Handsch. abgezogen.

 

[IIb-22-1791-1792-0252]
Bei der theologischen Fakultät in Jena bekamen bei einer Doktorpromozion alle anwes. Dokt. Handschuhe.

 

[IIb-22-1791-1792-0253]
In der Stadt Dürheim Padulet Padulet] nicht gefunden begraben, der aus seinem Handschuh soviel Geld er wolte ziehen konte, ließ daher die Kirche bauen - Handschuh auf dem Grab abgebildet.

 

[IIb-22-1791-1792-0254]
Im Credo, das für die Hottentotten gemacht war, muste man h. Geist durch "sanfter u. angenehmer Wind" ausdrücken. Leibn. Nouv. Essais. p. 60

 

[IIb-22-1791-1792-0255]
Die Alten schmükten den Altar mit Zweigen des Lieblingsbaums eh sie opferten. Moriz

 

[Manuskriptseite 24]

[IIb-22-1791-1792-0256]
Die Tempel der Römer d für die Schuzgötter standenauf Anhöhen; Apoll und Bacchus bei denSchaupläzen Herkules beider Renbahn. |

 

[IIb-22-1791-1792-0257]
Eh Aeste nothwendig behauen werden konten: so wurden Gebet u. Opfer vorher angestelt. |

 

[IIb-22-1791-1792-0258]
Der Pan wurde d. Schnelle im Laufen geehrt. |

 

[IIb-22-1791-1792-0259]
Die Gränzsteine wurden eh man sie aufrichtete, mit Oehl gesalbt. |

 

[IIb-22-1791-1792-0260]
Der April der Venus geweiht. |

 

[IIb-22-1791-1792-0261]
Der Erde eine trächtige Kuh geopfert in den Forticidien, damit sie Miswachs verhüte |

 

[IIb-22-1791-1792-0262]
Hirt sündigt wenn er weidet unter einem h. Baum, auf Pläzen wo Todte verbrant, wenn er im Hagel die Heerde unter einem Tempel Schuz suchen ließ. |

 

[IIb-22-1791-1792-0263]
Moriz: Die Alten suchten die erzürnten Götter blos d. Fröhligkeit, nicht Busse zu versöhnen |

 

[IIb-22-1791-1792-0264]
Der Kopf der Statua des Servius Tullius im Tempel der Fortuna Virilis muste stets verhült sein. | vid. 287/45

 

[IIb-22-1791-1792-0265]
Hatte eine Fortuna Virilis und eine Fort. Muliebris | und eine Fortuna hujus dici, die der Feldher vor der Schlacht anrief. |

 

[IIb-22-1791-1792-0266]
Auf den Stufen des von Sylla der Fortuna zu Präneste geweihten Tempels steht jezt die neue Stadt Palestrina |

 

[IIb-22-1791-1792-0267]
Der Altar des Gottes Konsus wurde nach seinem Fest, Konsualien, wieder eingegraben alzeit. |

 

[IIb-22-1791-1792-0268]
Bei den Miditrinalien, Fest vor der Weinlese, trank man alten Wein und neuen Most |

 

[Manuskriptseite 25]

[IIb-22-1791-1792-0269]
Die Altäre und Opfer für die unteren Götter hatten schwarze Binden, die a. weisse. |

 

[IIb-22-1791-1792-0270]
Die römischen Seiltänzer tanzten auf so dünnen Seilen daß man sie in der Luft nicht sah, hiessen Lufttänzer |

 

[IIb-22-1791-1792-0271]
D. die h. Thür in der Peterskirche, die im Jubeljahr blos offen ist, darf man hinein, aber aus ihr herausgehen. |.

 

[IIb-22-1791-1792-0272]
Blos vor den Gotheiten, deren Haupt bedekt vorgestelt wurde, muste man seines entblössen u. vor den Honos. |

 

[IIb-22-1791-1792-0273]
Wenn das Geschlecht der Gotheiten zweifelhaft: sagte man im Gebet: "du magst nun ein Got oder eine Göttin sein. |

 

[IIb-22-1791-1792-0274]
Gerade elende Bilder von Heiligen und Jungf. p. beten die Katholiken an, nicht die von guten Meistern, ob sie gleich dazu über Altäre aufgestelt sind. Bei Alten umgekehrt. |

 

[IIb-22-1791-1792-0275]
Der obrigkeitlichen Person, die für den Staat betete, wurden die Worte vorgesagt, weil eine 1. falsche Aussprache d. ein Opfer versöhnt werden muste |

 

[IIb-22-1791-1792-0276]
Wenn das Opferthier sogleich und bald nach dem Schlag verschied: gutes Zeichen |

 

[IIb-22-1791-1792-0277]
Seine volle Gallenblas. deutet glükliche Schlacht |

 

[IIb-22-1791-1792-0278]
Im Tempel des Mars ein Loch, worüber ein Stein - Manen stets da Aus und Eingang - wurde an 3 Tagen im Jahr geöfnet - Eingang zur Unterwelt. |

 

[IIb-22-1791-1792-0279]
Das Pferd, das an den Iden des Oktobers dem Mars geopfert, muste vor einem 2spännigen Wagen, der gesiegt, rechts gezogen haben |

 

[Manuskriptseite 26]

[IIb-22-1791-1792-0280]
Ungestraft konte man keinen Faun sehen |.

 

[IIb-22-1791-1792-0281]
Im Tempel Saturns öffentlicher Schaz - die Urkunden alter Kontrakte, die Namen aller römischen Bürger - die Gesandten musten sich da präsentieren. |

 

[IIb-22-1791-1792-0282]
Eine kapitol. Gans in einem Feste geschmükt, auf einem Tragstuhl herumgetragen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0283]
Bei den Lustris beteten die Römer: daß die Götter die Herschaft der Römer vermehren wolten - später, da sie gros: blos erhalten. |

 

[IIb-22-1791-1792-0284]
Zu den sekularen Spielen wurde man gerufen als zu einer Sache die man nie gesehen und sehen würde - Kaiser Klaudius feierte sie vor der bestimten Zeit u. jener Ausruf war lächerlich |

 

[IIb-22-1791-1792-0285]
Theodorich Kaiser von Italien unterschrieb indem er die Feder in den Zwischenräumen einer Goldplatte, die durchschnitten seine 4 ersten Buchstaben bildete, herumzog. Gibbon. 7ter Band.

 

[IIb-22-1791-1792-0286]
Beim griechischen Spiel waren die Vornehmsten Handelnde u. hatten Ehre; bei den Römischen sie nur Zuschauer |

 

[IIb-22-1791-1792-0287]
Die Gothen nahmen unter Theodorich den Bauern Thraziens die rechte Hand zum Ackern |

 

[IIb-22-1791-1792-0288]
Zwei persische Mönche stahlen unter Justinian den Sines. Eier von Seidenraupen in einem holen Rohr und brachten Seidenbau nach Italien |

 

[Manuskriptseite 27]

[IIb-22-1791-1792-0289]
In einer Erhöhung von 2400 Toisen ist überal Polarkälte. Ramond observations sur le Voyage de Coel dans laSuisse S. II. |

 

[IIb-22-1791-1792-0290]
Zu Athen waren in den Vorstädten die Akademie der Platoniker, Lyzäum der Peripatetiker, Portikus der Stoiker, der Garten der Epikuräer mit Bäumen und Statuen geziert, spät noch. |

 

[IIb-22-1791-1792-0291]
Isokrates, der von jedem seiner 100 Zuhörer 30 Pfund für seinen rhetorischen Unterricht, weinte bei der Annahme des ersten Solds |

 

[IIb-22-1791-1792-0292]
Epikur vermachte seinen Schülern die von ihm für 250 Pfund verkauften Gärten nebst Fands für ihr Leben und monatliche Feste. Diog. Laert. L. X. Seg. 16-20

 

[IIb-22-1791-1792-0293]
Proklus lehrte an 1 Tage oft 5 mal Philos. u. zugleich schrieb er 700 Zeilen; persönlich sprach er mit den alten Göttern. |

 

[IIb-22-1791-1792-0294]
Der Onager oder wilder Esel schleuderte Steine und Kugeln bei Belagerung. |

 

[IIb-22-1791-1792-0295]
Von den Lombarden glaubten alle deutschen Völker, sie hätten Hundsköpfe |

 

[IIb-22-1791-1792-0296]
Muhammed: der Berg Kaf ruht auf einem Smaragd, dessen Zurükstralung das Himmelsblau giebt Herbelot |

 

[IIb-22-1791-1792-0297]
Die Wenden bauten dem Got Radegast zu Rhetra einen Tempel auf einem Grund von Viehhörnern, fragten ihn um Rath, christliche Mönche ihm geopfert. Lauenburger Kalender 92. - Abgebildet nakter Man, Vogel auf dem Kopf, Büfels Kopf auf der Brust

 

[Manuskriptseite 28]

[IIb-22-1791-1792-0298]
Die weissen Mohren stehlen Nachts, schielen, nur 25 I. lebend, verachten die, die schwarzes Haar haben und nicht schielen, sie würden einmal Herren aller Menschen werden |

 

[IIb-22-1791-1792-0299]
Aus jeder Wunde die der Löwe macht, schiest schwarzes Blut |

 

[IIb-22-1791-1792-0300]
In den Tempel des Serapis durfte keiner der nicht den Namen Iao oder Ihaho auf der Brust oder Stirn hatte. Thalia.

 

[IIb-22-1791-1792-0301]
Wenn der Man mit der eis. Maske sprach: wurde auf ihn geschossen; nach dem Tod verbrante man alle seine Möbeln, Decke Fusboden auf, Linguet |

 

[IIb-22-1791-1792-0302]
Seine Silbergeräthe umgeschmolzen, Wände ausgeweisst, Glasscheiben zerbrochen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0303]
Die Gemahlin Ludwigs XIV gebar eine Mohrin, die Nonne in Moret werden muste; aus Versehen |

 

[IIb-22-1791-1792-0304]
Fontana: Gehirn Aehnlichkeit mit Verdauungswerkzeug.

 

[IIb-22-1791-1792-0305]
300 I. waren stete Archonten - dan 10 I. Einer - dan 1, Einer - aber 9 Arch. zulezt, vorher Einer. |

 

[IIb-22-1791-1792-0306]
Das athen. Gericht Palladium entschied unvorsezliche Morde - Delphinium erlaubte - Phreattys über den, der nach einem unvorsezlichen einen vorsezlichen begieng, er zu Schif, Richter am Ufer, verdamt must' er auf immer fort. |

 

[IIb-22-1791-1792-0307]
Solon gebot Strafe, wenn ein Uebel sprach von anderen in Gericht, Schauspiel, Tempel |

 

[Manuskriptseite 29]

[IIb-22-1791-1792-0308]
Solon gab allem sanftere Namen - Abgaben hieß er Beiträge; Besazung Wächter der Stadt, Gefängnis Gemächer, Schuldenvernichtung Erleichterung. |

 

[IIb-22-1791-1792-0309]
Seine Geseze gab er auf 100 I. gültig.

 

[IIb-22-1791-1792-0310]
Da wurden die Lastthiere beim Bau des Tempels Hekatonpedon freigelassen u. öffentlich ernährt u. Eines doch mit neben her lief: besondre Ernährung.

 

[IIb-22-1791-1792-0311]
Tasso schwankte unter 6 Gegenständen epischer Dichtkunst. Hayley Works 8. IV. Gibbon. 8 B.

 

[IIb-22-1791-1792-0312]
Bei Sturm oder Hunger werden zur Erleichterung des Schifs eher Sklaven hinausgeworfen als Hunde; Collingwood ließ 54 - dan 42 - 26 - 10 über Bord werfen lebend, auf Spekulazion, damit sie ihm da sie kränklich, die Assekurateurs bezahlten. Phys. Almanach.

 

[IIb-22-1791-1792-0313]
Die Holländer auf dem Kap jagen die wilden Hottentotten oder Buschmänner par force. Sparman., treiben viele auf einen Haufen u. durchschiessen sie.

 

[IIb-22-1791-1792-0314]
Die Alemannen opferten ihren Landsgotheiten der Wälder u. Flüsse Pferdeköpfe. Gibbon.

 

[IIb-22-1791-1792-0315]
Der Kardinal von Lothringen ließ am königlichen Schlos einen Galgen bauen, und verkünden, wen ein Anliegen nach Fontainebleau geführt und in 24 Stunden nicht gieng, gehenkt. Schiller

 

[IIb-22-1791-1792-0316]
Eisen Magnet zieht auch geschlagnes Messing,Braunsteinkönig, nicht gereinigte Platine, Nikelkönig. Radoterien

 

[Manuskriptseite 30]

[IIb-22-1791-1792-0317]
Die Sonambüle hört nur den Magnetiseur, a. nicht, sie müsten sie denn berührt haben |

 

[IIb-22-1791-1792-0318]
Die kalmierende oder negative Manipulazion ist bei Ueberflus an Geistern, wo man mit dem schief aufgesezten untern Rand der Hand nach den Enden der Glieder streicht | Positive hebt negative Krämpfe. |

 

[IIb-22-1791-1792-0319]
Von der Herzgrube aufwärts Streichen wekt auf |

 

[IIb-22-1791-1792-0320]
Blos Schwache können Starke heilen, Starke Schwache |

 

[IIb-22-1791-1792-0321]
Mit seidnen Handschuhen kan der Magnetis. nicht wirken. |

 

[IIb-22-1791-1792-0322]
Auch Holz und Wasser leiten die animalische elektrische Kraft aus dem Körper |

 

[IIb-22-1791-1792-0323]
Barneveldt: die Nerven sind so gute Leiter wie Metalle |

 

[IIb-22-1791-1792-0324]
Pombal machte beim Erdbeben zu Lissabon 230 Verordnungen.

 

[IIb-22-1791-1792-0325]
Auf dem römischen Theater wurden Stäbgen ausgeworfen, worauf stand Pferd, Haus, Landgut - man bekams.

 

[IIb-22-1791-1792-0326]
Peter der Grosse schrieb dem Kommendanten, er solte die Festungswerke von Dorpat in Liefland sprengen, zerstörte alles, weil die Ausdrücke falsch waren Neue Miszellen hist. politischen Inhalts 4 St.

 

[Manuskriptseite 31]

[IIb-22-1791-1792-0327]
Der Stifter der Türken wurde von einer Wölfin gesäugt. Da sie Eisen schmiedeten für ihre Herren: dachten sie, es gegen sie; dah. die jährliche Zeremonie, daß ein Eisen glühend gemacht, mit einem Hammer vom Fürsten und seinen Edeln geschlagen wird. Gibbon. 8 B.

 

[IIb-22-1791-1792-0328]
In Persien hat die Aufsicht über die Brunnen ein Staatsbeamter. |

 

[IIb-22-1791-1792-0329]
Muhammed: im Paradies spricht man persisch. |

 

[IIb-22-1791-1792-0330]
Der mingrelische Gesandte kam mit 200 Personen nach Konstantinop., aber er verkaufte täglich davon bis er nur 1 Schreiber und 2 Bediente Tavernier T. I. - um eine Maitresse zu kaufen verkaufte ein mingrelischer Edelman 12 Priester und seine Frau an Türken. Chardin. T. I.

 

[IIb-22-1791-1792-0331]
Hasting sezte 2000 Pfund St. für Salpeter, sein Getränk zu kühlen. Archenholz 1792

 

[IIb-22-1791-1792-0332]
In Afrika Sklaven, die 40 a. Skl. unter sich haben und verkaufen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0333]
John Miller sucht ein algemeines Maas; hält einen Tropfen distilliertes Wasser am besten dazu |

 

[IIb-22-1791-1792-0334]
In 636 I. wurden 533 Pairs gemacht - in den lezten 89 I. 276 Pairs. |

 

[IIb-22-1791-1792-0335]
Das Schif the ponsonby (?) hatte 20,000 Centner Pfeffer, nicht in Säcken sondern im Schifsraum |

 

[IIb-22-1791-1792-0336]
Ein Tyger lässt auf seinem Kopf Matrosen schlafen, trug 25 Beinkleider auf einen Haufen, spielte mit den Schifshunden | gab Pfote |

 

[Manuskriptseite 32]

[IIb-22-1791-1792-0337]
Lykurg ließ das Geld=Eisen in Essig glühend härten damit es zu nichts zu brauchen wäre. Thalia

 

[IIb-22-1791-1792-0338]
Kein andres Haus erlaubt er als mit der Säge gemacht und Dach mit der Axt. |

 

[IIb-22-1791-1792-0339]
In der indischen Sprache z.B. ein Wort von 152 Sylben Sakontala von Forster.

 

[IIb-22-1791-1792-0340]
Die Brahmenen opfern blos ausgeschmolzne Butter, in die Flamme geworfen |

 

[IIb-22-1791-1792-0341]
Die Fischer gehören zur 4ten und lezten Kaste u. deren schlechter Unterabtheilung. |

 

[IIb-22-1791-1792-0342]
Ein Tag des Brahma besteht (nach der Bhagvat Geeta) aus 4320 Millionen I. - Nacht eben so lang

 

[IIb-22-1791-1792-0343]
Die indischen Mädgen reden nach Forsters Vermuthung nur von weiblichen und jungen Thieren |

 

[IIb-22-1791-1792-0344]
Der Indier sol den Reisenden begleiten bis er viel Wasser findet |

 

[IIb-22-1791-1792-0345]
Unter Ludwig XIV gewöhnlich daß jeder Gefangne der die Bastille verließ, aus dem Vaterland muste und erst nachher. Herzog von Richelieu Memoiren 1 Th.

 

[IIb-22-1791-1792-0346]
Möblen, Leuchter, alles steht bei den Persern auf der Erde, weil sie keine Kommoden, Tische. |

 

[IIb-22-1791-1792-0347]
Der persische Gesandte, mit dem Ludwig XIV ein Handlungstraktat machte, war ein portugiesischer Iesuit, vorher Gefangner in Konstantinopel - bekam täglich über 100 Pistolen und 500 Livr. - führte seine Geliebte Madame von Epinay in Kasten bei sich, er sei vol Porzellain |

 

[Manuskriptseite 33]

[IIb-22-1791-1792-0348]
Ludwig XIV sagte,das ist gotisch, wenn man ein Buch las das unter seinem Vorgänger geschrieben war |

 

[IIb-22-1791-1792-0349]
Post=Inquisizionskommissionen: ihm brachte der Oberpostmeister den Inhalt aller erbrochnen Briefe - die Minister, besonders Louvois gewannen den O. und erdichteten selbst wöchentlich boshafte Postberichte |

 

[IIb-22-1791-1792-0350]
Unter ihm bekam man blos den Befehl, in die Bastille zu gehen und gieng selbst. |

 

[IIb-22-1791-1792-0351]
Ludwig XV erklärte im 5 I. 7 Monat im Parlament den Herzog von Orleans zum Regenten während seiner Minderjährigkeit. |

 

[IIb-22-1791-1792-0352]
Richelieu um zu beweisen, er habe sich nicht mit dem Grafen von Gacé geschlagen, legte Taffet über die Wunde u. ließ ihn vom Maler mit Fleischfarbe |

 

[IIb-22-1791-1792-0353]
Streit der legitimierten Prinzen Lud. XIV mit den Prinzen von Geblüt |

 

[IIb-22-1791-1792-0354]
Die Mademoiselle von Orleans war Stickerin, Coeffeuse, Perückenmacherin, Schreinerei, Phys., Chemie, Pharmazerie, Chirurgie, Theologie, spizfündige Jonsens., Musik. |

 

[IIb-22-1791-1792-0355]
H. von Richelieu bekam oft 12 Briefgen von Rendés-vous an einem Abend, öfnete nur das, zu der er gehen wolte - schikte einer, die er nimmer wolte ein billetdoux von ihrer Nebenbuhlerin aus Versehen - Madame Polignac u. Mad. von Nesle schlugen sich auf Pistolen

 

[Manuskriptseite 34]

[IIb-22-1791-1792-0356]
Einem Sybariten zersprang die Ader als er einen Sklaven das Land bauen sah. Wieland.

 

[IIb-22-1791-1792-0357]
Philip II von Span. trat auf kein Grab, weil ein Kreuz darauf sein könte. Mercier

 

[IIb-22-1791-1792-0358]
Müller: in der Schweiz giebts keinen Herbst. Merkur

 

[IIb-22-1791-1792-0359]
Unter Law war verboten, mehr als 500 Livre im Haus. zu haben, Strafe Konfiskazion für den Angeber und Strafe von 10,000 Liv., alles muste in die Bank geliefert werden. Richelieu.

 

[IIb-22-1791-1792-0360]
Louis XV. wurde im 15 I. die eheliche Pflicht d. 12 Gemälde von der Mad. R. gelehrt u. d. Skulpturen. Frau von Prie lehrte sie die Königin. |

 

[IIb-22-1791-1792-0361]
Code noir verbot Ehen zwischen Schwarzen und Weissen bei 300 Liv. - u. Sklaven=Zusammenkünfte bei aufgebrantmarkter Lilie - nous voulons que les esclaves soiens reputés meubles

 

[IIb-22-1791-1792-0362]
Seit 1728 schnitten Abbés, Prinzen Bilder aus, aus allen Büchern Kupferstiche gerissen, Kupferstecher und Zeichner muste welche zum Ausschneiden liefern |

 

[IIb-22-1791-1792-0363]
Raphael hatte 3 Manieren: die erste ist gelehrt, 2te besser aber trocken - 3te im hohen Styl. Merkur.

 

[IIb-22-1791-1792-0364]
Die Koräken halten Trunkenheit für eine Andachtübung. Lessep.

 

[Manuskriptseite 35]

[IIb-22-1791-1792-0365]
Spondilum foliolis pinnatifidio Linnae: ihr Saft so giftig, daß man geschwolne Hände, (ohne Handschuhe wenn man sie pflükt) kriegt; oder das süsse Kraut |

 

[IIb-22-1791-1792-0366]
Die Kamtschadalen drücken bei ihren Tänzen die Bewegungen aller Thiere aus |

 

[IIb-22-1791-1792-0367]
Saturns Ring dreht sich. in 22 Stund. 22 Minuten, 15 Sekunden Herschel. Gött. Kalend. 1792

 

[IIb-22-1791-1792-0368]
Lichterberg: Lichterberg] nicht gefunden; Lichtenberg? man bekümmerte sich bisher mehr um die Bewegung als phys. Beschaffenheit der himlischen Körper |

 

[IIb-22-1791-1792-0369]
Mit guten Fernröhren sieht man auch die unerleuchtete Seite des Monds. |

 

[IIb-22-1791-1792-0370]
Schröters Seleno=Topographie: die Leibnizischen u. Dörfelschen Gebirge im Mond sind 25000 Paris.Fus hoch, also um 1/5 höher als der Chimborago. NachVerhältnis der beidenWeltkörper sind die Mondgebirge 5 mal so hoch alsunsere.

 

[IIb-22-1791-1792-0371]
Auf dem Mond gravitiert alles 1/6 weniger als bei uns; uns. Schiespulver gäbe dort andere Schusweiten. ||

 

[IIb-22-1791-1792-0372]
Im Mond sind Walgebirge von 30 Meilen an Diameter, es sind Wal=Ebenen od. kraterähnliche Vertiefungen unter dem Horizont der Ebene. ||

 

[IIb-22-1791-1792-0373]
Die grauen Flächen, die man Meere nent, scheinen ihm fruchtbar vegetierende Flecken; so sähen oben unsre Wälder aus. ||

 

[Manuskriptseite 36]

[IIb-22-1791-1792-0374]
Die Farbenwechs. des Monds beweisen Spiegelflächen Verglasungen ||

 

[IIb-22-1791-1792-0375]
William Bowles erklärt der Vögel Züge d. den Geruch | Meier

 

[IIb-22-1791-1792-0376]
Der amerikanische Landkrebs (cancer ruricola Fabr.) reist jährlich aus der Mitte des Lands nach dem Seeufer sich zu begatten und Eier in von ihm gemachte Gruben zu legen - in Heerden, klappert mit den Scheeren den Feind zu entfernen - aus Kraftlos. kömt er selten zurük. |

 

[IIb-22-1791-1792-0377]
Bowles: die Heuschreckenzüge daher, weil die Weibgen spröd fliehen u. die Mängen nachziehen. ||

 

[IIb-22-1791-1792-0378]
Storr: die Schweizerkühe führt stets die älteste und stärkste; die älteren hindern die jungen am Fressen schädlicher Pflanzen ||

 

[IIb-22-1791-1792-0379]
Die Libellen gatten im Flug, Weibgen hält das Mängen mit 2 Haken am Schwanz ||

 

[IIb-22-1791-1792-0380]
Iones: die Aeolus Harfe hat lauter unisone Saiten - der Wind schwach bringt tiefe unisone Töne, stark die schönsten mannigfaltigsten hervor - Eine Saite durchläuft oft alle Töne, giebt oft mehrere zugleich |.

 

[IIb-22-1791-1792-0381]
Atmidometer, Messer der Ausdünstung des Wassers. |

 

[IIb-22-1791-1792-0382]
Saussüre: ein Gefäs dünstet auf dem Land stärker als über dem Wasser aus |

 

[Manuskriptseite 37]

[IIb-22-1791-1792-0383]
Cyanometer von Saussüre, Scheibe mit 40 Fächern, 10 schwarz, 1. weis, a. blau u. mit welchen das Himmelblau sich mischt, ists |

 

[IIb-22-1791-1792-0384]
Drosometer Thaumesser - Magnetometer von Saussüre, damit fand: Wärme schwächt Anziehung der Magneten |

 

[IIb-22-1791-1792-0385]
Büsch: viele arme Kinder blind weil keine Vorhänge an Fenstern und Wiegen. | 1791

 

[IIb-22-1791-1792-0386]
Bet muß nie der Sonne entgegen sein, weil sie sogar dem schlafenden Auge schadet ||

 

[IIb-22-1791-1792-0387]
Astronomen die den Mond lang d. ungefärbte Gläser besahen, blind von Helle ||

 

[IIb-22-1791-1792-0388]
Sehen in die Weite, Reiten ein gutes Augenmittel ||

 

[IIb-22-1791-1792-0389]
Büsch u. Adams: grüne Gläs. sind schädlich. ||

 

[IIb-22-1791-1792-0390]
Fränklin: ein leckes Schif sänke oft nicht unter d. die ausgetrunknen Bouteillen und Gefässe, die man daher allemal zugstopfen und befestigen solte - auch dringt das Wasser anfangs am stärksten hinein

 

[IIb-22-1791-1792-0391]
Thomas v Aquinas so entzückt bei Schreibung seines Buchs de trinitate, daß mehr eine Statue war, u. ein Licht ohne Gefühl in der Hand brante. La passe-par-tout de l'egliseromaine. P. 18. d'Emilliane

 

[IIb-22-1791-1792-0392]
In der Normandie senkt man Rasende unter Wasser sie zu heilen. Blumenles. der Naturkent. 2 b.

 

[IIb-22-1791-1792-0393]
Nach einem Gewitter alles Fleisch, auch gekocht, einen faulenden Geruch. |

 

[IIb-22-1791-1792-0394]
Achard: Vögel d. Elektrizität getödtet faulen schneller als anders |

 

[Manuskriptseite 38]

[IIb-22-1791-1792-0395]
Ein Weinhändler in Frank. isolierte seine Weine d. Schwefelrauch gegen Versäuerung d. Gewitter

 

[IIb-22-1791-1792-0396]
Achard: Die Lungen der Frösche sezen wenig brenbares ab, daher können kaltblütige Thiere lange ohne Luft leben. |

 

[IIb-22-1791-1792-0397]
Die Kazen verderben die Luft d. ihren Athem am meisten, Hund minder, Kaninchen noch minder - Cholerische Menschen am meisten, Phlegmatische am wenigsten. |

 

[IIb-22-1791-1792-0398]
Die graue Ambra ist im Gedärm des Potfisches als Unrath - wenn er am Harpunier den Unrath oben u. unten von sich giebt: so hat er kein Amber - bei Mattigkeit, Krankheit, Hunger behält er ihn. |

 

[IIb-22-1791-1792-0399]
Das beschattete Gefäs Wasser verliert 1/8 Linie mehr wenigerAusdünstung als das im Mondschein; die Gewächs. sezenauch die Dephlogistis. im Mondschein fort. |

 

[IIb-22-1791-1792-0400]
Schilling: der Zitteral verliert seine Kraft u. endlich Leben, wenn er mit dem Magnet berührt wird; sein Stos war heftiger, wenn man ihn mit dem Eis. berührte - Eisenfeile im Wasser macht ihn stärker. |

 

[IIb-22-1791-1792-0401]
Der Magnet zieht ihn an |

 

[IIb-22-1791-1792-0402]
Vor dem Schlag zieht sich seine Haut kreisförmig auf einen Punkt, der schlägt; daher kein Schlag, bei gelinder Berührung im Wasser. |

 

[Manuskriptseite 39]

[IIb-22-1791-1792-0403]
Weiches Holz versteinert sich leichter als hartes, das versteinerte aus Ungarn ist Tannen und Pappelholz. Dü Hamel |

 

[IIb-22-1791-1792-0404]
Haare wachs. aus einer Zwiebel, zu der eine Schlagader das Blut bringt u. von ders eine Vene wieder nimt - im Fet können sie Iahrlang abgeschniten bewahrt werden |

 

[IIb-22-1791-1792-0405]
Göze: die Hausthiere haben seltner Darmwürmer als wilde. |

 

[IIb-22-1791-1792-0406]
Alles Oel verstopft die athmenden Oefnungen der Insekten und erstikt sie |

 

[IIb-22-1791-1792-0407]
Wenn man in Vitriolsäuere mit doppelt Wasser vermischt einen Eisenstab thut und an dem andren Ende ans Zwergfel hält: so angenehme Wärme d. den ganzen Körper |

 

[IIb-22-1791-1792-0408]
Eisenerde des Wassers hindert alles Färben, ausser Schwarz färben - man entdekte sie d. Galäpfel=Pulveren das das eisenhaltige Wass. sogleich roth färbt |

 

[IIb-22-1791-1792-0409]
Ficht= u. Tannenwälder ziehen wegen ihrer Harzausdünstung den Bliz stärker als Laubwälder. |

 

[IIb-22-1791-1792-0410]
Linnee hält den Holzäpfelbaum für den Stamvater aller Spielarten der Aepfel; Gleditsch noch ausser dies. den Zwergapfel. |

 

[IIb-22-1791-1792-0411]
Die Aepfel desBilimbibaums (averrhoa Bilimbi) amsauersten, macht die Zähne stumpf -waren sie vorher stumpf, so macht dieser Bis siewieder scharf - sein Saft nimt alle Flecken ausLeinwand - ans Essen gekocht |

 

[Manuskriptseite 40]

[IIb-22-1791-1792-0412]
Die Annanas macht Zahnfleisch blutend, Zähne stumpf. |

 

[IIb-22-1791-1792-0413]
Manche werden Nonnen, weil der Schleier schön sie lasse. d' Emilliane. )

 

[IIb-22-1791-1792-0414]
In den Berliner Ephemeriden von 1776 bis1783: daß durch die vereinigte Anziehungdes Mondes Venus und Iupiters die Erdeoft um 30 Sekunden ausihrer elyptischen Bahn bringe. (1Sekunde über 100 Meilen). )

 

[IIb-22-1791-1792-0415]
Das Baumöl das von selbst oder bei der kleinsten Pressung aus den Oliven kömt, heist Garzeröl, Carceröl - dan die Oele der 1ten, 2ten, 3ten Pressung; endlich die aus unreifen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0416]
Wenn in Indien einer zu einem grossen Hern käme ohne Arekanuß gegessen zu haben, wär' er unhöflich, wie man ihm auch damit aufwarten muß. Osbek. |

 

[IIb-22-1791-1792-0417]
Die Wassernuß hat ihre Blätter aufm Wasser (trapa natans) - auf Kähnen pflükt man sie |

 

[IIb-22-1791-1792-0418]
Iunge Schwämme u. die von Anhöhen sind am sichersten zu essen |

 

[IIb-22-1791-1792-0419]
Die Engländer die auf der 110 Fus hohen Pompejus Säule bei Alexand. Puntsch tranken, fanden oben stat dem anscheinenden Raum für 1 Man einen für 8 u. Fus und Knöchel einer Statue. | Kinderfreund. )

 

[IIb-22-1791-1792-0420]
Den Mengs nante sein Vater Rafael, um ihn zum Maler zu machen - muste dazu geprügelt werden | )

 

[IIb-22-1791-1792-0421]
Die fixe Luft, schwerer als die gemeine, schwebt über der Kufe des gährenden Biers in einer fushohen

 

[Manuskriptseite 41]

Schicht, ein Licht darein gebracht erlischt - das Wasser verschlukt sie, sie gibt dem Brunnenwasser den erfrischenden Geschmak, häufig im guten Bier - dah. schales d. Verbindung mit gährendem, das die zuviel fixe weggiebt, gut wird. |

 

[IIb-22-1791-1792-0422]
Sie macht von der gemeinen 1/16 aus; ist antiseptisch. |

 

[IIb-22-1791-1792-0423]
Rothe Ros. werden in ihr blau, dan grün, gelb, u. endlich orangenfarben |

 

[IIb-22-1791-1792-0424]
Die entzündbare Luft Schwere zur gemeinen wie 1 zu 12, nach Fontana 1 zu 15 - aus allen Brenstoffen lässt sie sich machen.

 

[IIb-22-1791-1792-0425]
Der Blutigel liegt bei heiterem Wetter unten auf der Flasche stil u. in eine Schneckenlinie gekrümt - bei Regen steigt er auf die Oberfläche des Wassers, bei künftigem Wind fährt er in einem fort im Gefäs herum - Winter unten in einer Schneckenlinie - Schneien Aufthauen, oben an der Flaschenmündung |

 

[IIb-22-1791-1792-0426]
Die Luft löset nur, wenn sie ganz elektrisch ist, alle Dünste auf - vermindert sich die Luftelektrizität, so wächst die Wolkenelektrizität - Wolken sind Haufen von elektrischen Dünsten |

 

[IIb-22-1791-1792-0427]
Der Komet 1680 war das 7te mal da; sein Lauf 575 I. - der der für Zäsars Seele gehalten. Gibbon )

 

[IIb-22-1791-1792-0428]
Diese Dünste sind nach Saussüre Bläsgen mit Elektrizität gefült daher Saifenblas. zu Schnee - verlieren sie sie: so verbinden sie sich, zu Regen. Gegen minder elektrische Gegenden bewegen sich, nach der Anziehung die Wolken hin. |

 

[Manuskriptseite 42]

[IIb-22-1791-1792-0429]
Die Wärme im Neumond verhält sich zu der im Volmond wie 956 zu 965. |

 

[IIb-22-1791-1792-0430]
Ein Körper, der in Flüssigen fället, wiegt oder drükt im Fall weniger als sonst (eine fallende Bleikugel in Gefässen gleicher Schwere hebt das Gleichgewicht.) |

 

[IIb-22-1791-1792-0431]
Und ein im Flüssigen in die Höhe steigender wiegt schwerer als sein Gewicht ist. Daher aus beidem bei Steigen oder Fallen der Dünste das Barometer lügt. |

 

[IIb-22-1791-1792-0432]
Nach den Regentabellen fält der meiste Regen im Neumond u. seiner Erdnähe. |

 

[IIb-22-1791-1792-0433]
Leinöl mit Kienrus entzündet sich selbst - alle Presöle und thierische Fettigk. leuchten im Dunkeln, wenn man sie bis zum 100ten Fahrenheit Grad erhizt

 

[IIb-22-1791-1792-0434]
Die Dämpfe des gekochten Leinöls entzünden sich zur blauen Flamme, die man so lang bis 100 gezählt brennen läst, um zur D Kupferdruckerfarbe das Dün=Oel zukriegen, das man mitdem Dik=Oel mischt, das wied. 150 Zählungen langbrennen mus. |

 

[IIb-22-1791-1792-0435]
Die Flamme des brennenden Leinöls kan man gleich mit Stürzen löschen, aber an freier Luft, wenn die Stürz weg ist, brents wieder |

 

[IIb-22-1791-1792-0436]
Blos das vermoderte Buchen= Erlen= und Birkenholz leuchtet im Finst. - wenn man das Erlenholz im Schatten troknet - leuchtet es nimmer. |

 

[IIb-22-1791-1792-0437]
Die Salzbrühe des Pökelfleisches leuchtet. |

 

[IIb-22-1791-1792-0438]
Die Seeluft macht die Seefahrer zu doppelten Porzionen hungrig |

 

[Manuskriptseite 43]

[IIb-22-1791-1792-0439]
Die Luft an der englischen Küste ist nach dem Eudiometer gesünder als die Land Luft aus den Pflanzen. Ingenhouß: die Seeluft gesünder als die auf dem Lande. |

 

[IIb-22-1791-1792-0440]
Kochsalz u. noch besser Alaun widerstehen dem Brand; beide auch dem Gefrieren, dah. Meerwasser langsamer. Daher mit Salzsale wird gelöscht. | Salzsale wird gelöscht. |] Korrektur "Salzsale" nochmals am Ms. checken - Berlin!

 

[IIb-22-1791-1792-0441]
Die Roskastanienbaum=Rinde nach Zannichelli in Venedig 1734 u. nach O. Peiper O. Peiper] nicht gefunden 1763 so gegen das Fieber wie die Fieberrinde. |

 

[IIb-22-1791-1792-0442]
Junge u. sauere Weine am meisten verfälscht; die vegetab. Zumischungen viel unschädlicher als die mineralischen - jährlich werden einige 100 Pfund Bleizucker an span. u. franz. Weinhändler aus Holland verschikt. |

 

[IIb-22-1791-1792-0443]
Ob in Wein Wasser sei; daraus: wenn der Wein ungelöscht. Kalk löscht od. kochendes Baumöl prasseln macht. |

 

[IIb-22-1791-1792-0444]
Nach Pf. Amelung in Gersfeld machen Kartoff. Asthma |

 

[IIb-22-1791-1792-0445]
In Spanien legt man einen Kartoffelnzweig ohne Wurzeln und Samen horizontal in die Erde u. er bringt. Die nach der Blüte abgschnittnen Zweige machen die Kart. grösser. |

 

[IIb-22-1791-1792-0446]
Der Demant zieht nach der Reibung Mastix. Bergman sezt ihn unter die brenbaren Materialien; gefärbte, ja manche klare werden vom Magnet

 

[Manuskriptseite 44]

gezogen; die orientalischen Demanten sollen elektrisch, die Brasilianischen Leiter sind. |

 

[IIb-22-1791-1792-0447]
In Blumentöpfen vol blossem zusammengedrükten Moos wachsen Weizen Gerste Erbs. sogar Weinreben früher u. gestrekter, treiben mehr Halme |

 

[IIb-22-1791-1792-0448]
Terra sigillata ist reine Tonerde auf der Insel Lemnos - oder Siegelerde - sonst mehr offizinel |

 

[IIb-22-1791-1792-0449]
Wenn man den todten Eisvogel im Herbst an einem Bindfaden am Zimmer aufhenkt: so bleibt er, nach dem Ausfal einiger Tropfen, unverweslich; kein Insekt legt darauf |

 

[IIb-22-1791-1792-0450]
Medikus zu Lion Petalussi Petalussi] nicht gefunden 1719: Ionas war im Rachen des Walfisch., wie ein Reuter mit dem Pferd sein kan. |

 

[IIb-22-1791-1792-0451]
Plinius: eine Linde trug inokuliert auf dem einen Zweig Nüsse, anderen Lorbeeren, 3ten Reben, Feigen Birnen Granatäpfel. |

 

[IIb-22-1791-1792-0452]
Kalkmehl, Gipskalk oder kalziniertes Kazenglas hielt man für das vom Himmel gefalne Mehl - d. Genus den Tod |

 

[IIb-22-1791-1792-0453]
Schneewasser ist einige Iahre gut zu erhalten - ist zu Wäsche= Wachs= Haarbleiche, zur Auflösung der venezianischen Saife - es wird am ersten unter allen Wassern kalt u. warm - am besten um geschmolznes Gold u.

 

[Manuskriptseite 45]

Silber zu körnen - d. langes Digerieren wird ein flüchtiges sich entzündendes Oel, das, noch mehr konzentrirt, ein Geist, ders Gold ohne Geräusch auflöst. |

 

[IIb-22-1791-1792-0454]
Der Froschmagen verdauet die Schnecken mit den Gehäusen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0455]
Ein Licht brent in einem Gefängnis 1/4 sparsamer als in guter Luft; in einer Krankenstube auch ein 1/4. - Wenn die Ventilation den Karzer lüftet: so verbrante vom Licht statt 66 1/2 Gran in 1/2 Stunde, 87 1/2 G.; in einer Kohlengrube 49 1/2 Gr. |

 

[IIb-22-1791-1792-0456]
Den Schimmel hindert Berührung der äusseren Luft, Sonnenschein, freies Licht, das der Nässe zuwider ist - unter der Glocke aus Gefässen am besten gedeihend - salzige Feuchtigkeit (Alaun, Wein, Essig) hindern alles Schimmeln |

 

[IIb-22-1791-1792-0457]
Im luftleeren Raum geht er nicht auf |

 

[IIb-22-1791-1792-0458]
Die Luft wirkt mehr im Verhältnis ihrer Reinigkeit, als nach ihrer Temperatur: auf dem Aetna ist die Kälte (wegen der reinen Luft) durchdringend, wenngleich das Thermometer nur ein Paar Grad unter dem Gefreirpunkt ist; in Hölen, wo es immer auf 100 G steht -,gröste Hize |

 

[IIb-22-1791-1792-0459]
Ieder Zimmtbaum stirbt nach dem Entrinden |

 

[IIb-22-1791-1792-0460]
Das Steinöl oder Petroleum sinkt im Wasser schnel zu Boden, hurtig wieder herauf u. bleibt - Ein Tropfen breitet sich auf dem Wasser zu einem Klafter aus.

 

[Manuskriptseite 46]

[IIb-22-1791-1792-0461]
Ieder Athemzug nimt ein 40 Kubikzol Luft, giebt wieder heraus 38: 2 in die Säfte |

 

[IIb-22-1791-1792-0462]
Kranke u. Alte Menschen und Thiere phlogistisieren die Luft stärker als andere. |

 

[IIb-22-1791-1792-0463]
Die Pflanzen von fleischigen Blättern, (Hauslauch, sedum majus, sempervivum arboreum, Aloe, der cactus triangularis) geben die meiste dephl. Luft in heissen Tagen von sich. Ingenhouß |

 

[IIb-22-1791-1792-0464]
Die untere Seite der Blätter meiste und reinste - so auch der grüne Schlam der steinernen vollen Wassertröge ||

 

[IIb-22-1791-1792-0465]
Aber frische Wurzeln, Blumen und Früchte geben auch am Tage eine schädliche von sich ||

 

[IIb-22-1791-1792-0466]
Die schädliche Nachtluft beträgt nicht 1/100tel der reinen Luft, die in 2 Stunden perlend aus den Blättern dringt. |

 

[IIb-22-1791-1792-0467]
Die Wasserpflanzen an sumpfigen Orten reinigen sie besonders ||

 

[IIb-22-1791-1792-0468]
Die dephlogist. ist spezif. schwerer als die phlogist. u. senkt sich herab bis zu den Fischen, aber die phl. steigt über die gemeine hinauf |

 

[IIb-22-1791-1792-0469]
Leibarzt Serao in Neapel: wenn ein Mädgen in Apul. tanzen oder heirathen wil: so sagt sie, sie sei von der Tarantel gestochen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0470]
S. Pallas: die Federbüsche auf einigen Hühner=Köpfen sind von einem den Hirnschädel erweiternden Beinfras, der desto grösser, je grösser der Busch - sind dum, leben kurz |

 

[Manuskriptseite 47]

[IIb-22-1791-1792-0471]
Badier: Kolibrie lebt von Insekten, nicht von Blumensaft; auch falsch, daß er ausser der Blütenzeit in einen Schlaf verfalle. |

 

[IIb-22-1791-1792-0472]
Büffon: die Eulen haben lebende Mäuse vorräthig, denen sie die Beine abfressen u. die sie dan mästen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0473]
Die Fischabdrücke in den mansfeldischen Schiefern kommen von den in heissem Wasser gestorbnen Fischen her, weil sie gekrümt darauf liegen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0474]
Die NordAmerik. finden die Nordseite weil da die Bäume mit Moos bewachs., u. an der Südseite stehen die stärksten Aeste. |

 

[IIb-22-1791-1792-0475]
Wenn Schafe vor einem Baum vorbeigehen: so macht ihre Ausdünstung die Rinde fest und troken; sie machen, oft im Garten, Trockenwerden der Bäume |

 

[IIb-22-1791-1792-0476]
Im Wasser ist die Koralle weich wie Kraut, an der Luft erhärtet. |

 

[IIb-22-1791-1792-0477]
Der Bischof von Katanea in Sizilien hat jährlich 7500 Reichstaler reinen Profit vom Schnee, der aus den Hölen des Aetna gesammelt u. in Klumpen, die mit Eichenlaub und Farrenkraut umwunden, u in grobenSäcken fortgeschaft werden |

 

[IIb-22-1791-1792-0478]
Göze: in 2 gesunden Waldschneppen waren 400 Bandwürmer |

 

[IIb-22-1791-1792-0479]
Hausthiere haben weniger Würmer als wilde |

 

[IIb-22-1791-1792-0480]
Er theilt die Darmwürmer in 11 Klassen: der Rundwurm ascaris - der Kappenwurm cucul-

 

[Manuskriptseite 48]

larius - den Bastard Krazer pseudo echinorynchus - den Krazer echinorynchus - den Bandwurm taenia - den Haarkopf trichocephalus - Drathwurm gordius. - Pallisadenwurm strongylus - Platw. planaria - Bindenwurm fasciola - das infusorische Chaos |

 

[IIb-22-1791-1792-0481]
In den 2 Lungenlappen einer Wasserkröte waren 28000 Fadenwürmer. || im Blinddarm eines Fisches 3503 Fischbandwürmer

 

[IIb-22-1791-1792-0482]
Die Springwürmer im Menschen springen bei Näherung eines Lichts 3 Zol weg ||

 

[IIb-22-1791-1792-0483]
Unter der Haut eines Erdregenwurms zeigten sich die mikroskop. Rundwürmgen ||

 

[IIb-22-1791-1792-0484]
Der Riemenwurm der Fische ist nicht in den Gedärmen sondern umflicht sie, d.bohret sie ganz u. Oefnung heilt zu. ||

 

[IIb-22-1791-1792-0485]
Der Blasenbandwurm im Schaf, der die Drehkrankheit, ist eine Blase die einige 100 Köpfe mit Säugeblasen hat, u. ist wieein Hühnerei; eins hatte 427 Köpfe, die sich einund ausziehen können ||

 

[IIb-22-1791-1792-0486]
Der Blumenpolype hat eine sich schnel drehende Glocke, die die Würmgen hineindreht ||

 

[IIb-22-1791-1792-0487]
Den Tausendfus mit dem langen Spies kan man zerschneiden, allemal wird wieder ein neuer |

 

[IIb-22-1791-1792-0488]
Unter dem Gewitter leichte Kleider, keine wollene, reinlich, keine Arbeit und Leidenschaft, nicht im Bet

 

[Manuskriptseite 49]

[IIb-22-1791-1792-0489]
Huart: wer vorher Lachs Lampret u. Aal isset zeugt Kinder mit gutem Gedächtnis - Zwiebeln, Rettich, Honig u. Gewürz, mit guter Phantas. - 7 Tage Ziegenmilch, ein Genie.

 

[IIb-22-1791-1792-0490]
Villaume: die Iesuiten schwören: iuro atque voveo credere, docere etc. donec aliter constitutum fuerit.

 

[IIb-22-1791-1792-0491]
Gottesurtheil bei den Hindus: daß der Unschuldige, nach verjedesmal Fasten, leichter werden muß. Sprengel u. Forster.

 

[IIb-22-1791-1792-0492]
Plutarch: Romulus nur 3 Gründe zur Ehescheidung, Ehebruch, Saufen und falsche Schlüssel. Gibbon

 

[IIb-22-1791-1792-0493]
Die Gothen, die im 3 Iahrh. in Mösien und Thrazien wohnten, kriegten das Christenthum d. den Zufal daß sie aus Kleinasien einige Geistliche als Gefangne mitnahmen. Spitler

 

[IIb-22-1791-1792-0494]
Seit dem Ende des 9 Säk nahm man nicht gemeines Brod mehr, sondern ungesäuertes oder Oblaten |

 

[IIb-22-1791-1792-0495]
10 Säk. Ende der Welt, viele giengen nach Palästina, es da zu erwarten - schwelgten darum |

 

[IIb-22-1791-1792-0496]
Ein Kreuzfahrer zahlte keine Zinsen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0497]
Im 13 Säk. entzog man zwar den Laien den Kelch, aber die Könige hatten ihn doch noch im 14. ten |

 

[IIb-22-1791-1792-0498]
Nach der formula consensus helvetici wird man darauf verpflichtet, daß die hebr. Vokalpunkte im AT. götlichen Ursprungs sind. |

 

[Manuskriptseite 50]

[IIb-22-1791-1792-0499]
Wenn man sagt, die Brenweite dies. konvexen Glases ist 56 Fus: so meint man, das grüne Bild falle dahin, als Mittelfarbe - denn das rothe fält 1 Fus weiter, violette 1 näher. Euler.

 

[IIb-22-1791-1792-0500]
Unter den 9 Verbrechen, die die Römer mit Tod straften war nächtliche Zusammenkunft sogar zum Vergnügen. Gibb. 8.

 

[IIb-22-1791-1792-0501]
Ferner: der bestochne oder boshafte Zeuge wurde vom tarpejischen Fels. gestürzt - bestochne Richter getödtet - Pasquillant mit Prügeln - nächtliches Verheeren des Getreides |

 

[IIb-22-1791-1792-0502]
Dem insolventen Schuldner gab der Gläub. täglich 12 Unzen Reis, mit 15pfündigen Ketten, 3 mal auf dem Markt ausgestelt, um das Mitleid der Freunde zu erbitten - nach 60 Tagen entweder zerstükt oder als Sklave auswärts verkauft. |

 

[IIb-22-1791-1792-0503]
Ein eines Hauptverbrechens Angeklagter konte der Strafe d. freiwillige Ausbannung oder Tod noch vorkommen u. war noch frei wenn die Stimmen der lezten Zenturie gezählt wurden. |

 

[IIb-22-1791-1792-0504]
Unter Gregor I. wurde der Feilstaub von Pauls Kette als Reliqie in goldne Schlüssel oder Kreuze gefügt |

 

[IIb-22-1791-1792-0505]
Mead: die den Ordenshäusern eigne Gesundheit in der Pest komt von ihrer Absonderung und Enthaltsamkeit. |

 

[IIb-22-1791-1792-0506]
Die Pest unter Iustinian dauerte dar 52 I., vieleStädte im Orient standen leer, in Italien verwelkteGetreide und Wein auf der Erde. |

 

[Manuskriptseite 51]

[IIb-22-1791-1792-0507]
Dreitausend eherne Platten - nämlich Verordnungen d. Senats und Volks - waren vor der Iustinian. Exzerpierung, im Kapitol niedergelegt, einige z.B. das Julische Gesez wider die Erpressung, hatten 100 Kapitel |

 

[IIb-22-1791-1792-0508]
Unter der schwächsten und lasterhaftesten Regierung richteten Papinian u. Ulpian; die reinsten Materialien des Kodex und der Pandekten führen den Namen Karakalla (von ihm sind 200 Konstituzionen im Kodex, er und sein Vater 50 mal in Pandekten angeführt.) |

 

[IIb-22-1791-1792-0509]
Bei den ersten Römern wurde Arbeit d. den Wurf eines Steins untersagt. |

 

[IIb-22-1791-1792-0510]
Ferner: Verjährung d. das Abbrechen eines Steins Baumzweigsaufgehoben |

 

[IIb-22-1791-1792-0511]
Die geschlossene Faust war ein Zeichen eines Unterpfands oder Depositums |

 

[IIb-22-1791-1792-0512]
Ein gebrochner Strohhalm war gegenseitige Versicherung, einen Vertrag zu halten |

 

[IIb-22-1791-1792-0513]
Gewicht u. Wage war bei jeder Zahlung. |

 

[IIb-22-1791-1792-0514]
Der Erbe, der ein Testament genehmigte, muste mit den Fingern schnippen, seine Kleider wegwerfen, u. mit verstelter Freude tanzen |

 

[IIb-22-1791-1792-0515]
Bei einem bürgerlichen Rechtshandel berührte der Kläger das Ohr seines Zeugen, ergrif seinen Gegner beim Halse und fh flehte infalschen Wehklagen um Schuzseiner Mitbürger. BeideParteien fasten einanderdie Hände beim Richterstuhl wiezum Kampf bereit, der Prätor befahlVorlegen des object.lit,

 

[Manuskriptseite 52]

giengen, kamen u.warfen einen Erdklos zuseinen Füssen ders streitige Feld vorstelte. |

 

[IIb-22-1791-1792-0516]
Gibbon: die rohern Europäer verbrauchten sonst mehr Gewürz als der jezige Gaumen erträgt. |

 

[IIb-22-1791-1792-0517]
Pegasus - Sklave des Domizians, Präfekt von Rom, die Sabinianer nenten sich nach ihm Pegasianer, seinen Namen Pegasus hatte er von der Galeere, die sein Vater befehligte - hieß wegen seiner Kentnisse kein Man sondern ein Buch |

 

[IIb-22-1791-1792-0518]
Die Digestenmacher machten aus 3 Millionen Zeilen oder Sentenzen oder Stichis 150,000 |

 

[IIb-22-1791-1792-0519]
Antinomien sind die widersprechenden Geseze im Kodex und Pandekten; Montaigne questions pour l'ami. |

 

[IIb-22-1791-1792-0520]
Alle Ausgaben des Okzidents stammen von 1 Original, den florentinischen Pandekten, die im 7 Säk. zu Konstantinop. abgeschrieben wurden (in 2 Quartbänden auf dünnem Pergament mit grossen Seitenrändern) - nach Amalphi kam - nach Pisa - endlich Florenz da in Purpur gebunden, in einem reichbesezten Kästgen bewahrt, von Mönchen und Magistratspers. mit blossem Haupt und Kerzen gezeigt. |

 

[IIb-22-1791-1792-0521]
Römische Sklaven unter 10 Iahr 10 Goldstücke - über, 20 - - kante er ein Handwerk, 30 - Notarius, 50 - Hebammen oder Aerzte 60 - Verschnittne als Handwerker 70. Cod. VI. tit. XL III. leg. 3. |

 

[IIb-22-1791-1792-0522]
Nach der Fikzion hatte die Hausmutter den Karakter

 

[Manuskriptseite 53]

einer Schwester in Rüksicht der eignen Kinder, u. eine Tochter in Rüksicht ihres Mans |

 

[IIb-22-1791-1792-0523]
Da die römische Frau nur ein Ding war: so verjährte ihr Besiz d. die Dauer 1 Iahrs; eheliche Pflicht daher wilkührlich |

 

[IIb-22-1791-1792-0524]
Ab Solon fodert monatlich 3 - die Mischna von einemjungen Man täglich - 2mal Woche von einem Bürger,1 mal ein Bauer - 30 Tage voneinem Kameltreiber, 6 Monate Seeman -ein Gelehrter frei von Tribut |

 

[IIb-22-1791-1792-0525]
Daß 500 I. keine Ehescheidung in Rom, kam daher, weil der Herr die Frau als Sklavin nicht entließ und diese nicht konte; aber als diese zu Personen u. Freien wurden, gieng anders. |

 

[IIb-22-1791-1792-0526]
Hieronymus sah zu Rom einen Eheman seine 21te Frau begraben, die 22 Männer hatte begraben lassen. Opp. T. I. |

 

[IIb-22-1791-1792-0527]
Sie hatten eine besondre Göttin bei den Klagen des Ehelebens, Viriplaca (Besänftigung der Ehemänner) |

 

[IIb-22-1791-1792-0528]
Zu Athen konte nur ein kinderloser Vater ein Testament machen. Plutarch in Solone |

 

[IIb-22-1791-1792-0529]
Der Testierer machte sein Testament vor 5 Zeugen kund, die die 5 Klass. des römischen Volks vorstelten; der 6 Zeuge bezeugte ihre Beiwaltung, der 7te wog die Kupfermünzen die ein fingierter Käuf. zahlte und das Vermögen war d. fingierten Verkauf u. Rükkauf veräussert. |

 

[IIb-22-1791-1792-0530]
Gregor der Grosse war Vater des Vaterlands und ver-

 

[Manuskriptseite 54]

bot sich mehrere Tage die Ausübung priesterlicher Verrichtungen, weil ein Betler auf der Strasse umgekommen war. |

 

[IIb-22-1791-1792-0531]
Die Mondhallen der Sines. sind ein halbkugliger Saal; in die Hölung ist der Himmel gemalt, mit kleinen Fenstern von buntem Glas so durchbrochen daß sie Mond und Sterne vorstellen, so dunkel wie eine Sommernacht, Fusboden mit Blumen ausgelegt. Kinderfreund

 

[IIb-22-1791-1792-0532]
Die Pachter in Engl. schicken 30 Meilen nach Schaf Klauen und Hörnern, um sie, geraspelt, mit in d. kiesigte Land einzusäen und zu pflügen |

 

[IIb-22-1791-1792-0533]
Im 15 I. trug man das Haar der Geliebten unter oder statt der Federbüsche. März. 90 Mode Iournal

 

[IIb-22-1791-1792-0534]
Die 2 königlichen Kapellen in Paris beschäftigten 200 Menschen; 9 Betpolster= Träger | Sommiers Sommiers] nicht gefunden. | April

 

[IIb-22-1791-1792-0535]
Des wirklichen Kammerdiener=Barbiers (Valet de Chambre barbier ordinaire) Stelle kostete 60,000 Livres und hatte jährliche Besoldung 2,328 Liv. 16 Sous) - Noch 8 Kammerdiener=Barbiers. ||

 

[IIb-22-1791-1792-0536]
Der König brauchte blos in seinem Zimmer zur Bedienung 133 Menschen. ||

 

[IIb-22-1791-1792-0537]
Die königliche Garderobe beschäftigt 61 Menschen vom Grosmeister der Garderobe an (grand maitre de la Garderobe) bis zum Mauleselhauptman (capitaine de mulots). - Der wirkliche Halstuchbesorger

 

[Manuskriptseite 55]

(cravatier ordinaire du Roi) hatte jährlich 3464 Liv. und kaufte es mit 60,000 L. - 4 wirkliche Nachtstuhlträger (Portes-Chaises d' Affaires) mit Samtkleidern u. Degen, jährlich jeder 1100 L. u. der Kaufpreis 15,000 L. - sie hatten nur zu thun wenn der König medizinierte. ||

 

[IIb-22-1791-1792-0538]
Das Thürsteheramt (garde de la porte) bestand aus 55 Pers., einen Capitaine des Garde de la Porte kaufte man mit 300,000 L. u. jährlich 14,500 Livres.

 

[IIb-22-1791-1792-0539]
Die Mundbeckerei (panneterie - bouche) 23 Menschen, die Brod Salz u. Nachtisch besorgten kosteten dem König 10,875 L. - die Munschenke (echansonerie - bouche) 23, die Kaffe p Gefrornes und Erfrischungen besorgten, - die Küche (labouche) 57 Menschen, die d.aus nur für den Königkochen durften, kostete ihm 19,713 L. .

 

[IIb-22-1791-1792-0540]
La Fruiterie 31 Menschen, die ihm Früchte u. Lichter besorgten. - la Fouriere 38, die die Feuerung besorgten. - Er brauchte also in der Küche 448 M., welche noch 161 garcons de la Maison bouche (Küchen=Knechte u. Küchen Pursche) hatten |

 

[IIb-22-1791-1792-0541]
Die königliche Tafel kostete jährlich ohne Trinken u. Dessert 2,216836 Liv. - le grand couvert oder seine Mittagstafel war eine Bouillon, 4 Supp., 7 gross. u. 2 kleine Vorspeis., (entrées) , 6erlei Braten, 1 grosse, 2 mitl. u. 2 kleine Zwischengerichte (entremets), täglich 387 L. 4 Sous.

 

[IIb-22-1791-1792-0542]
Unter Karl V od. dem Weisen in Frankr. hielt sich die Königin, "damit nicht unnüze Reden geführt würden," einen Man

 

[Manuskriptseite 56]

bei Tisch, der die Geschichten u. Handlungen jüngst verstorbner rechtlicher Männer erzählte. ||

 

[IIb-22-1791-1792-0543]
Sonst waren in den Klöstern Badstuben, in denen man "Seelenbäder" oder Seelenerfrischungen nahm - darin Arme umsonst gebadet u. geschröpft. | Iuli 90

 

[IIb-22-1791-1792-0544]
Die Handwerker badeten sich am Sonabend, wozu sie d. eine Prozession von Badejungen mit der Beckenmusik aufgefodert wurden; daher die Gesellen 1 Stunde eher Feierabend noch izt bekommen. ||

 

[IIb-22-1791-1792-0545]
Den 1 Apr. 1686 verboten die Gn. Herren in Zürch den Weibern von den Kanzeln die kraus. Locken um die Stirne |

 

[IIb-22-1791-1792-0546]
Fette u. Wassersüchtige geben auf eine Purganz weit weniger, unempfindlicher als Magere. Baldinger

 

[IIb-22-1791-1792-0547]
Ein Viertelskaf=Todenbeine von mehr Todten verunreinigt nach den Schammäanern das Haus, nach den Hillelianern mus es von 1 Todt. sein M. 7. VII. Edajoth. c. 1.

 

[IIb-22-1791-1792-0548]
Zu Zeugen taugen nicht die Bretspieler; die so Tauben der Wette wegen fliegen lass., der König. Edajoth. c. 4.

 

[IIb-22-1791-1792-0549]
Eine zweifelhafte Verunreinigung z.B. an einem öffentlichen Ort, z B. Vorhof, wird als rein angesehen |

 

[IIb-22-1791-1792-0550]
Wenn einer am Säbbath ein Geschwür aufzwikt, um

 

[Manuskriptseite 57]

eine Oefnung zu machen, so übertretet er Sabbath - weils eine Art Bauen sei - thut ers, um die Feuchtigkeit herauszuthun: keine Fehler. ... Wenn einer am Sabbath eine Schlange jagt und fängt, damit sie ihn nicht steche: so frei; damit er sie zu Arzenei brauche: so schuldig. M. 6 5. VII. Edajoth. 2 K.

 

[IIb-22-1791-1792-0551]
Der Nagel der Wechsler (woran die Wage hängt) die Lade zur Grüze, der Stift von einem steinernen Stundenzeiger können nicht verunreinigt werden. M. 8. ||| K. 3.

 

[IIb-22-1791-1792-0552]
Ein Geräth, das einen Todten berührt, wird so unrein wie er, ein Geräth, das wieder dies. berührt, wird ein Vater der Unreinigkeit und das 3te wird im ersten Grad unrein. | 6 Seder

 

[IIb-22-1791-1792-0553]
Ein abgeschnitnes Glied von einem noch Lebendigen verunreinigt Berührer u. Hütte wie ein Todter; ein Todtenbein so gros wie ein Gerstenkorn verunreinigt d. Anrühren, ab. nicht die Hütte. |

 

[IIb-22-1791-1792-0554]
Ein gestohlnes Versöhnopfer, wenn es nur nicht viel bekant sei, versöhne doch u. dieses wurde verordnet dem Altar zum Besten. M. 9. VII. Edajoth c. 7.

 

[IIb-22-1791-1792-0555]
Drei Tage vor den Festen der Gözendiener darf man nichts ihnen ab=verkaufen, damit sie den Göttern für keinen Vortheil zu danken haben. - R. Iehudah Zahlen dürfe man sich von ihnen lassen, weil es ihnen

 

[Manuskriptseite 58]

wehe thut. Allein man antwortete ihm, ob es ihnen gleich dermalen wehe thue, so freueten sie sich doch nach der Zeit. VIII. Afodah sarah. 1 c. M. 1.

 

[IIb-22-1791-1792-0556]
Er darf ihnen keinen weissen Hahn verkaufen, wenigstens nur mit einer abgeschnittnen Klaue, weil sie kein verstümmeltes Thier opfern. M. 5. ||

 

[IIb-22-1791-1792-0557]
Er darf ihnen kein Gebäude bauen helfen, wo man das Leben abspricht oder tödtet, ab. andere M. 7.

 

[IIb-22-1791-1792-0558]
Keine Iüdin sol die Hebamme eines heidnischen Kindes sein weil es zum Gözendienst erzogen wird, noch die Amme sein. M. 1. c. 2.

 

[IIb-22-1791-1792-0559]
Kais. Hadrian weichte Thon in Wein, den man ins Feld nahm und in Wasser zergehen ließ: er fiel dan zu Boden und das Wasser schmekte nach Wein. | Rabe.

 

[IIb-22-1791-1792-0560]
Häute wo beim Herz ein Loch ist (weil sie es lebend den Göttern opferten) durfte ihnen der Iude nicht abkaufen. Raban Schimeon sagt, wenn das Loch länglicht und nicht rund ist, erlaubt. | M. 3.

 

[IIb-22-1791-1792-0561]
Kein Bild ders. darf er brauchen, weil es wenigstens 1 mal angebetet worden. c. 3. M. 1. Aber zerbrochne wol. M. 2. |

 

[IIb-22-1791-1792-0562]
Er wird unrein wenn er unter dem Baum worauf ein Gözenbild, weggeht. | M. 8

 

[Manuskriptseite 59]

[IIb-22-1791-1792-0563]
Sogar der Ofen den man mit einem solchen Hain geheizt, wird zerbrochen; das damit gebakne Brod weggeworfen; ein Weberschiflein daraus gemacht, Kleider damit gewirkt verboten, u. die Kleider, die mit dies. Kleidern vermengt worden, u. diese Kleider, die mit lezterem. | M. 9.

 

[IIb-22-1791-1792-0564]
Ein König richtet nicht u. wird nicht gerichtet, seine Witwe darf nicht heirathen. Sanhedrin. c. 2. M. 2. Seine WitBetrübnis über einenVerwandten darf nicht zeigen. M. 3.

 

[IIb-22-1791-1792-0565]
König darf nur 18 Weiber nehmen. Sanh. M. 4.

 

[IIb-22-1791-1792-0566]
Man darf nicht auf seinem Stuhl sizen oder auf seinem Pferd - ihn darf man nicht sehen, wenn er sein Haupt schiert, nakt, in der Badstube. M. 5.

 

[IIb-22-1791-1792-0567]
In Frankreich rechnet man auf eine 4 pfündige Kanone 3 Man, einen Konstabel, einen Matros. u. einen Soldaten - p. auf eine 36 pf. 15 Man. Geographische Schriften. 1 Th.

 

[IIb-22-1791-1792-0568]
Kaiser kan das Recht geben, daß einem der unterlassene Gebrauch erlangter Privilegien nicht nachtheilig ist. |

 

[IIb-22-1791-1792-0569]
Sowol Zinkblumen als Zinkkalk heissen weisses Nichts (Nihilum album), sind höchst strengflüssig und feuerbeständig. |

 

[IIb-22-1791-1792-0570]
Zwei gestempelter Zin mit 2 Stempeln hat in 100 Pfund, 33 1/3 Blei. - dreigestempelter, mit 3 Stempeln gezeichn., hat in 100 Pfund 17 Pfund Bleizusaz. - 4 stemp-

 

[Manuskriptseite 60]

lichter oder englischer hat 3 Pfund Blei unter 100 Pfund; je feiner der Zin, desto gesünder zum Essen p.; daher an manchen Orten verboten, anderen als englischen Zin zu Gefäss. zu haben. |

 

[IIb-22-1791-1792-0571]
Die westphälischen Bauern spinnen mit ihren harten Händen aus 1 Pfund Flachs einen Faden, der 23 Meilen lang ist; 19200 Fäden, jeder von 6 Fus, gehen d. einen Fingerring. |

 

[IIb-22-1791-1792-0572]
Zin ist unter allen Metallen am leicht., die Erze, woraus mans zieht, unter Erzen am schwersten. |

 

[IIb-22-1791-1792-0573]
Aigris Steingen grünlichblau, eine Münze die die Issinier in Afrika gegen Gold wägen. Eulers Wechselenzyklopäd.

 

[IIb-22-1791-1792-0574]
Wechsel aus Spanien Italien u. Portugal 2 Monate nach Dato - Archangel hat 10 Respekttage - Augsburg {Nancy} keine, Bergamo, Bozen, {Zürch, Rom,} Messina, Milano - Berlin {Braunschweig} 3 Respekttage, der Uso {Br.} 14 Tage nach der Annahme - Konstantinopel keine Respekttage u. kein Uso - Genua 30 Respekttage - es giebt 1/2 u. Doppel Uso |

 

[IIb-22-1791-1792-0575]
Larin eine arabische Münze von 16 kr., ein runder Drath 1 Zol lang, dik wie ein Federkiel. |

 

[IIb-22-1791-1792-0576]
Wenn ein Gefangner Aufwärter sichan einen Gefangnen in der Bastille vermiethet:hat er einerlei Schiksal; er komtmit ihm heraus oder stirbt drinnen. Latude.

 

[IIb-22-1791-1792-0577]
Vom Generalkontrolleur Silhouette haben die Schattenbilder den Namen; ein Gesicht ohne Linea=

 

[Manuskriptseite 61]

mente hieß ein G. à la Silhouette, Beinkleider ohne Taschen hiessen B. à la Silhouette weil er den Bürger plünderte. | Hochheimers Note. Note.] zu H. Übersetzung von LatudesLebensgeschichte

 

[IIb-22-1791-1792-0578]
Den Gefangnen in der Bast. giebt man a. Namen, damit ihre Freunde sie da nicht finden. |

 

[IIb-22-1791-1792-0579]
Wenn ein Handwerksman et. in einem Kerker zu bessern hatte, muste der Gefangne so lange weg, in den Garten gehen |

 

[IIb-22-1791-1792-0580]
Ein Gefangner muste da oft eig Befehl v Minister erstreit,um

 

[IIb-22-1791-1792-0581]
Guarini im 14 Säk. änderte in kurzem die Farbe der Haare weil er eine Kiste mit Manuskripten verloren |

 

[IIb-22-1791-1792-0582]
Bei Gedächtnisfesten des Königs von Dahomy werden Neger geschlachtet, ein Minister fängt das Blut in einer Theeschale auf, der König taucht den Finger hinein und lekt ihn ab. Sell's Negersklavenhandel 1791.

 

[IIb-22-1791-1792-0583]
Wenn der König zu Barsali zu Moore's Zeit seine Brantweinsanker aushatte: zündete er Dörfer an, die Entrinnenden fängt er zu Sklaven |

 

[IIb-22-1791-1792-0584]
Greise von 70 I. u. Kinder von 1 Monat werden gekauft. |

 

[IIb-22-1791-1792-0585]
Man befühlt das Kin des Negers, seine Augen, sein Athem berochen - böse Augen, Zähne, schlanker Wuchs machen den Kauf rükgängig. |

 

[IIb-22-1791-1792-0586]
Die Portugies. taufen ihre Negersklaven vorher in Afrika. |

 

[Manuskriptseite 62]

[IIb-22-1791-1792-0587]
In Angola bezahlt man die Sklaven mit Rosschwänzen - 2 Sklaven mit 1 -, ein Elephantenschwanz gilt 3 Sklaven - Bei den Königen von Scherbro ist das Zeichen der Gewalt ein vorgetragner Elephantenschwanz. Matthews

 

[IIb-22-1791-1792-0588]
Ein einzelner Negerkönig, der von Aquambo auf der Goldküste kaufte jährlich für 2000 Sklaven Brantewein. |

 

[IIb-22-1791-1792-0589]
Für Mangel eines Augs, Fingers, Wunden sind Abzüge - für jeden fehlenden Zahn 4 Reichstaler weniger. Das Maas eines Iünglings 4 F. 6 Zol Reichstaler, Weib 4 F.; für jeden mang. Zol 8 Reichstaler abgezogen |

 

[IIb-22-1791-1792-0590]
Sklaven mit weissen Narben schlecht bezahlt, weil sie öfter Geiseln beweisen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0591]
Die Kranken oder Ausschus=Sk. werden in Westindien zuerst verkauft an Iuden, die für einen 5 Reichstaler geben auf Spekulazion kaufend, u. an Wundärzte |

 

[IIb-22-1791-1792-0592]
In den Holländisch=Amerikanischen Kolonien kostet ein guter Neger 500 Gulden, in Surinam ein Rademacher 2500 Gulden Koch 800 Gulden. |

 

[IIb-22-1791-1792-0593]
Die Neger werden oft auch nach dem Gewicht verkauft, das Pfund zu 3, 6, 9 Penie. - Die Westindischen Pflanzer verkaufen einander ihre weissen Domestiken (Gött. Anzeig. 67. St. 1790) so: einer auf Barbados gab seine englische Magd gegen eine Sau, das Menschenpfund zu 6 Pence, das Saupfund zu 4 Pence gerechnet |

 

[Manuskriptseite 63]

[IIb-22-1791-1792-0594]
Verbrecher gelten 20 pr. C. weniger |

 

[IIb-22-1791-1792-0595]
In Nordkarolina vermiethet man sie auf 1 I., oft gegen das höchste Gebot |

 

[IIb-22-1791-1792-0596]
Die Sklavensumme in Amerika ist nach Cooper 5 1/2 Millionen. | Iuden eben so viele Juden eben so viele] Nachtrag mit Bleistift

 

[IIb-22-1791-1792-0597]
In Virginien verhalten sich die Freien zu den Sklaven wie 11 zu 10. | In Iamaika wie 1 zu 16 -

 

[IIb-22-1791-1792-0598]
Prediger Hamm z 1553 zu Königsberg vorsKonsistorium gefodert, weil er gesagt, Christus sei mit Wehengeboren worden.

 

[IIb-22-1791-1792-0599]
Der Adelbrief kostet in Venedig 100,000 Silberdukaten u. den Beweis, daß man 20,000 Silber=D. hab Einkünfte habe. Beschreibung von Venedig. L. Zeitung

 

[IIb-22-1791-1792-0600]
Es sind 3 Staatsinquisitoren mit uneingeschränkter Macht, können den Dogen wie jeden ersäufen, blenden - bei Verweis. reden sie zu ihm wie zu einem Edelman u. sagen am Ende: "er möchte nun das was sie von ihm als Privatman gesagt hätten, dem Serenissimo Dogen sagen. ||

 

[IIb-22-1791-1792-0601]
Die deutsch. b Königebekamen die Advokatie überdie Bastarde, die daher Königskinder Spanische Findelkinderhiessen, der Fiskus erbt ihre Güter. Noch jezt L. Zeit. N. 36. 1792.

 

[IIb-22-1791-1792-0602]
Zu den Medizis Zeiten in Frankr. trugen Männer oft Weiberkleidung, bei Ringelrennen sogar. Brizard Bartholomäus Nacht.

 

[Manuskriptseite 64]

[IIb-22-1791-1792-0603]
Heinrich III predigte einmal, sein Gebetbuch ließ mit seinen Geliebten ausmalen, die Günstlinge als Kruzifixe, die Geliebten als Marien |

 

[IIb-22-1791-1792-0604]
Karl IX war ein guter Schlosser, hatte Schmiede im Louvre. |

 

[IIb-22-1791-1792-0605]
Eine der niedrigsten Kasten Ostind. darf so lang die Sonne scheint, ihre Nothdurft nicht verrichten. Fabri's Elementargeograph. 4 B.

 

[IIb-22-1791-1792-0606]
Howard bestimte auf seinem Landgut eine eigne Wiese für abgelebte Pferde. L. Zeitung. 92 No. 41.

 

[IIb-22-1791-1792-0607]
Helena stiftete einen goldnen Becher in den Tempel der Minerva nach dem Maas ihres Busens. Plin. H. N. L. 33. c. 4

 

[IIb-22-1791-1792-0608]
Euler: die Sonnenstralen sind bei der Sonne eine Trillion mal (1,000,000,000,000,000,000,) dichter als bei uns.

 

[IIb-22-1791-1792-0609]
Der Wasserfloh hat, obgleich ein Insekt, nur 1 Aug auf der Stirn

 

[IIb-22-1791-1792-0610]
Unter Franz I. ließ man nur 1 Ohr sehen mit einer Perle gepuzt, das 2te verbarg man unter einem spizen Filzhut.

 

[IIb-22-1791-1792-0611]
Klovis zog sich 1 Haar aus, gabs dem h. Czermier Czermier] nicht gefundenzur Hochachtung, jeder Hofman rupfte sich eines aus und gabs ihm. de Saint Foix Essai hist. Tom. 3.

 

[IIb-22-1791-1792-0612]
Nach dem Sieg Metellus in Sizilien kämpften u. wurden erlegt auf einmal 142 Elephanten - von 100 Löwen unter Sylla kam es zu 600 unter Pompej. - Trajan gab nach dem dazischen Krieg 123 Tage lang solche

 

[Manuskriptseite 65]

Schauspiele, wo oft 10,000 zahme u. wilde Thiere kämpften - Kommodus brachte nach Lamprid. 100 Elephanten s. um. Heinze. Ardingh.

 

[IIb-22-1791-1792-0613]
Man findet unter 1000 Gesichtern nur wenige für den Marmor, viele für den Pinsel; die Bildhauerkunst ist die ächte Probe schöner Form. |

 

[IIb-22-1791-1792-0614]
Bei gemalten Gruppen von Figuren sind Spiele, Scherze, Kus, Umarmung die schönsten Handlungen, weil sie der Schönheit der Formen das Wenigste nehmen |

 

[IIb-22-1791-1792-0615]
Polygnot malte die Menschen besser, Pauson schlechter, Dionys nicht anders als sie waren |

 

[IIb-22-1791-1792-0616]
In Köpfen, Händen, Beinen u. Kindern erreichen wir die Alten; aber im bekleideten Nakten , gar nicht, weil wir keine Gymnasienhaben. |

 

[IIb-22-1791-1792-0617]
Als Raphael dem reichen Kaufman Chigi das Zimmer malte: muste er ihm eines für seine Geliebte einräumen, damit er, wenn er unter dem Malen nakter Weiber -, sie gleich hätte |

 

[IIb-22-1791-1792-0618]
Von den alten Meistern ists nichts übrig - der Torso, der farnesische Herkules, der borghesis. Fechter, von denen wir die Namen ihrer Meister nicht bei den Alten aufgezeichnet finden, waren blos Nachahmungen der Lehrlinge - wenn ein Meister ein Ideal volkommen dargestelt hatte, so musten es die a. blos kopieren; dah. kennen wir jezt den Geist des Phidias p, ohne von ihnen selbst etwas zu haben. |

 

[IIb-22-1791-1792-0619]
Für den Hund des Lysip im Kapitol, der im abgesezten Lauf seine Wunden lekt, musten die Aufseher mit ihrem Leben stehen. - König Attalus kaufte einen gemalten Kranken von Aristides mit 100 Talenten, der am meisten in der Sterbensmalerei exzellierte z B. eine sterbende Mutter, Schlacht mit den Persern. |

 

[Manuskriptseite 66]

[IIb-22-1791-1792-0620]
Am farnes. Stier - dem grösten Thier Meisterstük in Marmor - sind blos die Beine neu |

 

[IIb-22-1791-1792-0621]
Die Kunst dauerte so lange als Gymnas., Tanz der Sparterinnen u. Priesterinnen der Venus war - wegen der Naktheit - daher in Venedig, wo mehr Nakth., mehr Kunst. |

 

[IIb-22-1791-1792-0622]
Die Figur der medizeischen Venus gieng in 13 Bruchstücke, das Ganze in 30 Trümmer. | (die 2 Arme sind ergänzt) |

 

[IIb-22-1791-1792-0623]
Noch treiben in Rom die Deutschen, Spanier, Franzos. fast allein die niederen Handwerke |

 

[IIb-22-1791-1792-0624]
Auf der Insel Syme (in der Levante) bekömt keiner das Bürgerrecht ohne ein Meisterstük im Untertauchen, daher sie in alle Häfen verschrieben werden. |

 

[IIb-22-1791-1792-0625]
Wer in Venedig geadelt sein wil, muß 100,000 Silberdukaten geben u. beweisen, daß er 20,000 Silb. Dukaten Einkünfte habe. Beschreibung von Venedig. 2ter Th. 1759.

 

[IIb-22-1791-1792-0626]
Nie ein inländischer Edelman, sondern ein auswärtiger Offizier wird zum General der venezianischen Landmacht genommen |

 

[IIb-22-1791-1792-0627]
Herbert Graf von Vermandois ließ anno 925 seinen Sohn Hugo von 5 Iahren zum Erzbischof von Rheims wählen;. Blumauer. So ein6jähriger Sohn Ferdinands von Arragoniendas Bisthumvon Saragossa.

 

[IIb-22-1791-1792-0628]
Benedikt IX wurde 1033 im 12 I. zum Pabst gewählt | er trat Gregorn VI das Pabstthum für 1500 Livres deniers ab a

 

[IIb-22-1791-1792-0629]
Johan XXIII war jung Seeräuber, u. wieder vom Konzil zu Konstanz abgesezt, entfloh er als Reitknecht |

 

[Manuskriptseite 67]

[IIb-22-1791-1792-0630]
Da die Kartheus. zu Schletstädt Huttens zum Arschwischen nahmen: musten sie dem Sikingen 1000 Goldgulden Arschgeld geben. Göthe.

 

[IIb-22-1791-1792-0631]
Ob gleich die Verrichtungen des Erbpötkeramts am lüneburgischen Hofe (d.h. Aufsicht über den Hofkeller) aufgehört: so wird doch die Familie von Spötken noch damit beliehen. L. Z. 92. No. 36

 

[IIb-22-1791-1792-0632]
Vitruvius: in Ephesus muste jeder Baumeister für die Richtigkeit seines Bauanschlags bis auf eine gewisse Summe haften. N. 37

 

[IIb-22-1791-1792-0633]
Eine der niedrigsten ost. Kasten darf ihre Nothdurft nicht eher verrichten als bis die Sonne untergegangen. Fabri Elementargeographie |

 

[IIb-22-1791-1792-0634]
In Kanton (Stadt in Sina) wohnen 40,000 Menschen in Kähnen auf dem Wasser ||

 

[IIb-22-1791-1792-0635]
Die Maler Bildhauer Kupferstecher sind in Paris noch zünftig, 5 Lehrjahre, Gesel mus von früh 6 bis 7 abends - ein Meisterstük machen - sich in die Innung kaufen, wo den Söhnen der Meister u. den Bräutigamen der Töchter und Witwen der Meister etwas erlassen wird - dürfen eine Arbeit eines a. nicht fortsezen, ohne eine Quittung zu sehen daß sie bezahlt ist. des Essarts. | 46

 

[IIb-22-1791-1792-0636]
Fleischer und Garköche Stärkemacher dürfen da ihr stinkendes Wasser nicht ausgiessen ohne soviel reines dazu zu giessen daß kein Gestank. ||

 

[IIb-22-1791-1792-0637]
Aus 1 Stein, der aus den agyptischen Steinbrüchen über den Nil gebracht, wurden 2 Gebäude gemacht, 1 zu Sais, 1 zu Butas. Annalen der Akademie der Künste von Moriz. | N. 58

 

[IIb-22-1791-1792-0638]
In Riga wurden im 13 Säkulum wurden für die Heiden und Neubekehrten Prophetenspiele (Komödien) gespielt, um ihnen die Geschichten des A. und Neuen T. u. Christenthums zu lernen. | N. 63

 

[Manuskriptseite 68]

[IIb-22-1791-1792-0639]
Geistliche stifteten Iahrmärkte, daher sie noch Messen heissen; Künstler und Gewerker zogen sich vor dem leibeigen machenden Adel an die Klostermauern, obiger Satz unverständlich! um Abhilfe zu schaffen, habe ich das Wort "zogen" nach Herders "Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit" ergänztMönche trieben den Ackerbau. Herder.

 

[IIb-22-1791-1792-0640]
Die Akten aller europäischen Nazionen wurden damals lateinisch geschrieben, die Schlüsse, Vermächtnisse, Kauf und Lehnbriefe und Landesgeschichte. |

 

[IIb-22-1791-1792-0641]
Die Geistlichen und Weltlichen die Reichsstände waren: so alles mit dem Siegel der Kirche bezeichnet: an Festen hielten die Könige ihren grossen Hof, in Tempel Krönung p, sie als Diener der Kirche betrachtet und hatten die Vorzüge des geistlichen Stands - Krone und Schwert heilig - Apostel und Maria Schuzpatrone einzelner Zünfte, Geschlechter p, ihre Bilder Heereszeichen, Siegel - ihre Namen Feldgeschrei - giengen zur Schlacht mit einem Kyrie Eleison |

 

[IIb-22-1791-1792-0642]
Da die Ungarn nicht zu bändigen waren: so taufte man sie; ihr König, der h. Stephan wurde für einen Legaten des Pabsts erklärt, bekam bischöfliche Handschuhe, Kreuz führte Bischöffe als Reichsstände ein |

 

[IIb-22-1791-1792-0643]
Iohan der Grammatiker erbat sich die Bibliothek zu Alexandria, an die Amru der Ueberwinder nicht dachte; der Khalif Omar wurde gefragt p. |

 

[IIb-22-1791-1792-0644]
Die Araber trieben die Grammatik ihrer Sprache so sehr, daß sie alle Formen und Worte zählten und daß ein Gelehrter 60 Kamele mit Lexizis beladen konte |

 

[IIb-22-1791-1792-0645]
Nach dem anno 1776 Reichsschlus wird bei den Protestanten und Katholiken das 4 hunderte Iahr ein Schaltjahr sein, um 22 Stunden 40 Minuten einzuschalten. Gothaische 1781.

 

[IIb-22-1791-1792-0646]
Euler findet nach Vergleich der Beobachtungen des Wal

 

[Manuskriptseite 69]

thers von Nürnberg im 15 Säk. die Bewegung der Erde sehr schneller, also das Iahr kürzer, so daß also die Erde die Stellung der Venus kriegen kan |

 

[IIb-22-1791-1792-0647]
Sines. 3erlei Iahrszahl. die kleinere ist 12 I. (nach den himlischen Zeichen. Das erste I. heisst der Maus, 2te Ochs, 3 Tyger, 4 Haase, p 11te Hund, 12te Schwein |

 

[IIb-22-1791-1792-0648]
Der Mond braucht 2 Zeitsekunden um eine Sekunde seiner Bahn am Himmel zurükzulegen; wenn er also einen Fixstern bedekt, müst' er, wenn ein F. 1 Sekunde im Durchmesser hätte, 2 Zeitsekunden ihn bedecken - aber es dauert nur wie ein Bliz, sogleich kömt der F. an der Abendseite wieder vor |

 

[IIb-22-1791-1792-0649]
Sömmering: das Herz hat unter allen Muskeln die kleinsten Nerven, die vielleicht nicht einmal ihm sondern den Stämmen der Blutadern gehören. L. Z. 92 N. 70

 

[IIb-22-1791-1792-0650]
Ebenda: Mönch: das Gehirn hat wie die Harnsteine Brenbares und Zuckersäure. ||

 

[IIb-22-1791-1792-0651]
Ebenda: es fault am leichtesten, wiegt nie 4 Pfund ||

 

[IIb-22-1791-1792-0652]
In Nordkarolina sind in 1 Ehe oft 14 Kinder, aber immer ein Blödsinniges darunter - Vermischung der Deutschen und Engländer zeugt kranke Kinder. Velthusen Nordkarol. Kirchennachrichten. |

 

[IIb-22-1791-1792-0653]
Macdonald: in allen ind. Pagoden wurden einmal Gebete und Busübungen angestelt, weil der englische Befehlshaber befahl den Seapoioffiziers Stiefeln von Kuhleder zu tragen. N. 102. 92

 

[IIb-22-1791-1792-0654]
Eb. Unter den Bedienten der Engl. zu Bombay auch die Feueranbeter, die alles thun, nur kein Licht auslöschen. ||

 

[IIb-22-1791-1792-0655]
Ein franz. Gelehrt. schreibt einen Atlas aller Religionen, zählt ihrer 167; d. Farben auf grossen Karten bezeichnet. Minerva

 

[Manuskriptseite 70]

[IIb-22-1791-1792-0656]
Auf der Sonne mus der gröste Wind sein. Kants Theorie des Himmels

 

[IIb-22-1791-1792-0657]
Ieder Fixstern hat einen Raum um sich, dessen Durchmesser (vertik. und horiz.) 8 Billionen Meilen beträgt. Gothaisch. 81.

 

[IIb-22-1791-1792-0658]
Saturns Umlauf um die Sonne sehr unordentlich; der U. ist jezt um 1 Woche kürzer. |

 

[IIb-22-1791-1792-0659]
Wiedeburg: Die Kometen waren Sonnenflecken und werden endlich planetische Welten. |

 

[IIb-22-1791-1792-0660]
In Europa ist fast der 90te Soldat. |

 

[IIb-22-1791-1792-0661]
Der Norman, Christian Iakob Drakenberg, heirathete zum erstenmale im 111ten I. eine Witwe von 60 I., starb im 146 J. anno 1770. |

 

[IIb-22-1791-1792-0662]
Im Alter von 7 I. hat man die Hofnung, die gröste Zahl Iahre zu leben. |

 

[IIb-22-1791-1792-0663]
In England schäzt man was einer jährlich zur Unterhaltung braucht, auf 7 Pfund - Frankr. 100 Livr. - Deutsch. 30 Reichstaler. |

 

[IIb-22-1791-1792-0664]
Unger: im I. 1500 brauchten 5 Leute 5 5/8 Reichstaler jährlich - im I. 1550, 33 3/4 - 1650, 82 1/4 - 1750, 150. |

 

[IIb-22-1791-1792-0665]
Ebenda: im I. 1500 waren in Deutschl. 7 3/7 Millionen Reichstaler 1550, 45 9/14 - 1700, 283 6/7 - 1750, 428 4/7. |

 

[IIb-22-1791-1792-0666]
Aus 1 Pfund Salpeter kriegt man 12800 Kubik Zol dephlog. Luft - man kan sie 7 mal länger athmen als and. - Viertelstunde dep. zu athmen käme 30 Sols, Stunde 6 Liv. 1 Tag 39 Reichstaler. |

 

[IIb-22-1791-1792-0667]
Im Somm. wiegt man 3 Pfund weniger als im Winter | Gewicht steigt mit Herbstanfang, fält mit Sommeranfang |

 

[IIb-22-1791-1792-0668]
Gesunde werden alle Monate um 1 oder 2 Pfund schwerer, am Ende des Monats verlieren sie es wieder |

 

[Manuskriptseite 71]

[IIb-22-1791-1792-0669]
Forster: in der Landschaft haben alle unbelebten keine bestimten Umrisse - die Bäume weniger bestimmte als die Thiere.

 

[IIb-22-1791-1792-0670]
In Bayreuther Hölen fand man Gerippe von 4 mal grössern Bären | Am Ohio in Nordamerika Knochen eines Thiers das noch 4 mal so gros wie der Elephant war |

 

[IIb-22-1791-1792-0671]
D von dem Giraffen Trab entlehnte der Schachspringer seinen Gang -ihr langer Hals besteht doch wie beiallen 4füssigen säugendenThieren aus 7 Wirbeln |

 

[IIb-22-1791-1792-0672]
Nach H. van Marum regt sich kein Stükgen des von Elektrizität getödteten Aals. |

 

[IIb-22-1791-1792-0673]
Forster: man solte der Volkspartei bei Revoluzionen keinen Schimpfnamen geben weil er zum Ehrennamen wird u. mehr vereint: als die von Philip II. unterdrükte Partei den Namen Geusen (gueux Betler) annahm: fürchterlich - so behielten die holländischen Patrioten das Wort Kees (Spizhund) das ihnen beigelegt wurde - die Weiber trugen ein goldnes, porzellanenes Hündgen am Hals, Männer als Berloke an der Uhr |

 

[IIb-22-1791-1792-0674]
Die ganze Luftkugel um uns ist 66000 Billionen Zentner Bernoulli in method. ratiocin. s. us. log.th. 2.

 

[IIb-22-1791-1792-0675]
Knochen wiegen 1/3 des M.; Erde und Wasser

 

[IIb-22-1791-1792-0676]
Als Masaniello in Neapel, der heimlichen Waffen wegen gebot, daß alle Kamisole tragen solten: so alle Prälaten, alle königlichen Diener, der Kardinal=Erzbischof. Masaniello.

 

[Manuskriptseite 72]

[IIb-22-1791-1792-0677]
Zum Fenster seiner Fischerhütte hinauf wurden auf einer Pike die Bitschriften eingereicht, eine Leibwacht darum von 1000; 7 Sekretaire schrieben seine Befehle nieder; 10 Henker volzogen sie |

 

[IIb-22-1791-1792-0678]
Am 9ten Tag getödtet - närrisch - man rieb Rosenkränze an seinem Leichnam. H. M., bitte für uns. |

 

[IIb-22-1791-1792-0679]
In Paris hatte jede Iahrszeit ihre besonderen Spaziergänge, ein Monat Thuillerien, a. in den Garten von Luxemburg. Garve.

 

[IIb-22-1791-1792-0680]
Aerzte: Ueberfüllung mit 1 Speise schädlicher als mit vielen |

 

[IIb-22-1791-1792-0681]
Die Schwarzen auf der Helfenbeinküste begehrten (bei den ersten Portugies.) daß der Hauptman sich blos ein wenig Seewasser ins Auge sprüze - ist ihr heiliger Eid. Meisner.

 

[IIb-22-1791-1792-0682]
Hochzeit heiss. hohe Zeit - Sonst muste man an den 3 Tagen eines h. Festes proklamiert werden. Künneth

 

[IIb-22-1791-1792-0683]
D. Faust, Schaumburg Lipp. Hofrath und Leibarzt: von Hosen komme unsere Ausartung, Entnervung, Unkeuschheit Bergschotten seien das Gegentheil. N. 151. L. Z. 92.

 

[IIb-22-1791-1792-0684]
1775 bot die Kaiserin Königin allen Kaufleuten zu Wien den Adel an. Graues Ungeheuer.

 

[IIb-22-1791-1792-0685]
Ein Frosch ist in einem Ameisenhaufen in wenigen Minuten tod, ohne ihre Berührung - vom Dunst, dessen Säuere nach Marggraf der Essigsäure gleicht, Arzt

 

[Manuskriptseite 73]

[IIb-22-1791-1792-0686]
Young: im Schlaf schwellen die Adern, zumal in hizigen Krankheiten - er hat alle Zeichen der Volblütigkeit und Verstopfung der Gefässe. Arzt 239. St.

 

[IIb-22-1791-1792-0687]
Luines wurde Premierminister Louis 13. weil er ihm in der Kindheit Vögel fieng und Dohlen wie Falken abrichtete. Garve.

 

[IIb-22-1791-1792-0688]
Hippokrates: Zeichen der Genesung wenn nach langer Krankheit wieder sauere Blähungen aufsteigen. Arzt 252.

 

[IIb-22-1791-1792-0689]
Blatternkrankheit ohne Blattern (Boerhave nent sie morbus variolicus sine variolis); Hize, Kopfwehe, Brechen und alle Zeichen in der rechten Ordnung, aber keine. | 255.

 

[IIb-22-1791-1792-0690]
Spinnen mit den Füssen mindert Gichtschmerz daran - oder in Wachstuch gehült. | 222.

 

[IIb-22-1791-1792-0691]
Vom Bilsenkraut Wurzeln, Blätter, Samen, od. Dekokt in Klystier, oder Dampf in Umschlägen, Riechen in der Luft - gleich sehr verrükt. | 223.

 

[IIb-22-1791-1792-0692]
Berger: die Erde ist mit einem 800 Meilen dicken Eisgewölbe umgeben.

 

[IIb-22-1791-1792-0693]
Kämmerich: Kämmerich] nicht gefunden Die Hölle ist im Mittelpunkt der Erde

 

[IIb-22-1791-1792-0694]
Der König von Dahomy {u. a. guin. Könige} in Guinea lässt - beim Besuch europäischer Kommendanten - um sich zu zeigen, seine Galgen u. Zugänge zum Pallast mit Leichnamen, mit Köpfen füllen - Fusboden mit Köpfen, Söller mit Kinbacken gepflastert. Norris Besch. vom Königreich Dahomy. L. Z. 92

 

[Manuskriptseite 74]

[IIb-22-1791-1792-0695]
Ein "befriedeter, gefreieter" Ort (d. i. mit öffentlicher Sicherheit und eine Freistat) versehen ist Kirchhof, Pfalz= und Burgplaz, Thurnierschranken, Kampfgitter. Veit Weber.

 

[IIb-22-1791-1792-0696]
Meze hieß im Mittelalter blos Beischläferin oft blos Magd |

 

[IIb-22-1791-1792-0697]
Sonst gab man die Bäder für entsündigend aus, daher in Klöstern Badstuben, dah. sie Seelenbäder, daher vielleicht Salbaderei |

 

[IIb-22-1791-1792-0698]
Bode: von 72 Kometen liefen nur 60 innerhalb der Venus u. Merkurbahn, nur 12 jenseitsder Erdbahn. Daher erscheinendie meisten in den längerenWinternächten.

 

[IIb-22-1791-1792-0699]
Die Zahl der Kometen nimt nach den Quadraten ihrer nächsten Abstände von der Sonne zu. Bode.

 

[IIb-22-1791-1792-0700]
38 K. liefen vor= 34 rükwärts |

 

[IIb-22-1791-1792-0701]
Nur 3 Kometen können sich der Erde so weit, bis 2 mal und 3 mal weiter als der Mond nähern |

 

[IIb-22-1791-1792-0702]
Erdspiegel wird neun Freitage auf dem Angesicht einer Mansleiche t im Grab geschart gelassen,dan 3 Sontage unter einenAltar gelegt u. da besegnet: dan kanman in ihnen die tiefsten Schäze derErde sehen. Veit Weber

 

[Manuskriptseite 75]

[IIb-22-1791-1792-0703]
Dominikanerregel: daß jedem Novizen jährlich 4 mal zur Ader gelassen wird. |

 

[IIb-22-1791-1792-0704]
Katholiken ehren einen Heiligen, Bacchus, ein Märtyrer, am 7 Oktober sein Festtag |

 

[IIb-22-1791-1792-0705]
Ebenhöhen od. eine Bergfriede sind hölzerne Thürme um die Mauern der Belagerten zu überragen; 3 Stokwerke, oben Bogenschüzen, um die Krieger im 2 zu decken, die auf einer Falbrücke zu den Mauern stiegen - unten Knechte zum Ergänzen der Gefalnen |

 

[IIb-22-1791-1792-0706]
Eingefeuchtete Thierhäute, Säcke mit Häksel, mit Mist gefült, wollene Decken ließ man an der belagerten Mauer herab, die Stösse der Mauerbrecher zu mildern - später gegen Kanonen |

 

[IIb-22-1791-1792-0707]
Zu Hueska noch ein hölzernes Christ. Bild, das die Mönche jährlich 2 mal rasieren u. Fusnägel beschneiden. Reise in die französischen Pyrenäen. 1790. |

 

[IIb-22-1791-1792-0708]
Den von der Unteracht Geächteten muste erst ein Richter zum Tod verurtheilen - Oberacht, jeder tödten. |

 

[IIb-22-1791-1792-0709]
De la Hire zeigte der academie française 1711 eine Art des dracocephalon americanum, eine Pflanze deren Blumen stets in der Lage bleiben die man ihnen giebt. Memoires de l'academie des Sciencesam. 1712

 

[IIb-22-1791-1792-0710]
Viridet: eine Frau konte nach verlornem halbseitigen Kopfweh nur den Rand der Sachen sehen, nicht das Zentrum. Traité du bon chyle T. 1. - Tissot: war gutta serena centralis.

 

[Manuskriptseite 76]

[IIb-22-1791-1792-0711]
Tabak anfangs der Venusseuche wegen eingeführt, von einem span. Gesandten, hieß dah. Gesandtenkraut. Schlözer

 

[IIb-22-1791-1792-0712]
Die entlassenen Leibeignen sezten Trauerkerzen auf die Gräber ihrer ehemaligen Leibsherren. Faust vonStromberg. Maier.

 

[IIb-22-1791-1792-0713]
Die Mönche begruben ihre Stifter und Gönner in ihrem Geiselgewölbe und Kapitelstube u. zogen ihnen über den Harnisch die Kutte an |

 

[IIb-22-1791-1792-0714]
S. B. ...Daher der Abt zu Eberbach im Rheingau eine Sau mit einem Bischofsstab im Wappen hat. |

 

[IIb-22-1791-1792-0715]
Einem gewissen säkulas. Abt in Schwaben muß jede Leibeigne für die Heirathserlaubnis einen kupfernen Kessel liefern so weit und tief daß die Braut mit dem Hintern drinnen sizen kan. |

 

[IIb-22-1791-1792-0716]
Hat man den Gürtelpfennig, Schürzenzins d. heist jus prima noctis nicht entrichtet: so wartet der Herr bis nach der Trauung u. lässet d. die Gerichtsknechte alle Hochzeitspeis. wegnehmen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0717]
Iedes Fest u. Heilige nahmen dem Leibeignen der Kirche was: St. Martin Gänse - St. Michel Herbsthüner u. Karpen - S. Anton Ferkeln - Pfingsten Käse - Ostern Eier |

 

[IIb-22-1791-1792-0718]
Wenn ein Freier eine solche Leibeigne - die von den zu entrichtenden Hünern Henne hieß - heirathet: die Kinder auch leibeigen |

 

[IIb-22-1791-1792-0719]
Die Söhne des Vaters der einen Geistlichen niederwarf, konten

 

[Manuskriptseite 77]

zu keinen Weihen, Präbenden u. geistlichen Ehrenstellen gelangen. Im Archidiakonat wo ein Geistlicher gefangen lag, keine Gottesdienste und keine Todtenbegrabungen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0720]
Die in alten Zeiten für die weibliche Keuschheit in Ordalien stritten, glüklicher als die dagegen. z B. der junge Monzion Monzion] nicht gefunden besiegte für die eheliche Treue der Kunigilde, Frau des Kais. Heinrich IIII, den Ries. Rodingar Rodingar] nicht gefunden. |

 

[IIb-22-1791-1792-0721]
Die geistlich angenommenen Liebesschwestern der Mönche - subintroductae, sorour, agapetae, gewisse Mönche nanten sie Speziälcher, Quislen, die Dominikaner süsse Röscher - durften von ihren Geistlichen gezüchtigt, gebunden, zum Fasten gezwungen werden. |

 

[IIb-22-1791-1792-0722]
Die Mathilde, Gregors VII. geistliche Schwester, versprach ihn eben so zu lieben wie Paull Christus liebte |

 

[IIb-22-1791-1792-0723]
Frieder. I. verbot 1187 in seiner Verordnung gegen die Mordbrenner, den Söhnen der Priester, der Diakone u. der Bauern, Wehrgehänge zu tragen, wegen den Morden - nach a., zum Besten des Adels |

 

[IIb-22-1791-1792-0724]
Ein Bischof von Heidesheim legte auf alles nur den Banfluch: Marenatha |

 

[IIb-22-1791-1792-0725]
Zäsarius wird in der Geschichte der Milde genant, weil er einer Nonne nie über 36 Streiche geben ließ |

 

[IIb-22-1791-1792-0726]
Katharina von Medizes that, zum Erreichen ihrer Plane, das Geerfülte Gelübde, einen Pilgrim, der nachher geadeltwurde, nach Ierusalem zu schicken, der bei jedem

 

[Manuskriptseite 78]

3 Schritt 1 wieder z rükwärts machte. lesprit des Croisades. T. IV. |

 

[IIb-22-1791-1792-0727]
Im Luxenburgischen gieng jährlich eine ganze Prozession eben so ins Kloster Echternach, wo, kamen sie in der Kirche an, eine grosse eiserne Krone gegen Kopfweh auf sie herabgelass. wurde. Alle Spielleute musten mit ihren Instrumenten mit walfarthen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0728]
Vom Taufstein bis Altar muste man meist das glühende Eisen tragen |

 

[IIb-22-1791-1792-0729]
Schöpflin Alsat. illust. T. II. § 169: die Sterne in den alten Schilden und Wappen bedeuten Bastarte |

 

[IIb-22-1791-1792-0730]
Bei den Römern muste man alle Monate Zins geben. Wieland

 

[IIb-22-1791-1792-0731]
Kardanus: ein Meiländer Dieb konte am Galgen nicht sterben weil seine Luftröhre knöchern war. Kulmus anatomische Tabell.

 

[IIb-22-1791-1792-0732]
Wenn die römischen Grossen aufs Land giengen: hatten sie Comites (Leute zur Geselschaft p.) mit. Wieland.

 

[IIb-22-1791-1792-0733]
Palais royal heisse la capitale de Paris. Kampe Reisebeschreibung. 8 Th.

 

[IIb-22-1791-1792-0734]
Wichman, Leibmedikus in Hannover bewieß, daß die Kräze in Kräzmilben bestehe; Prof. Hecker iso inokulierte sich sie d. Kräze. N. 213. L. Zeit. 1792 )

 

[IIb-22-1791-1792-0735]
Die Triarier bei den römischen Soldaten waren die im 3ten Treffen und fochten, wenn die 2 a. litten. )

 

[IIb-22-1791-1792-0736]
Dem König wurde 1784 im Winter ein Obelisk von Schnee von Armen für Holzhülfe errichtet, ein a. ließ

 

[Manuskriptseite 79]

ihn in seinem Hof in Marmor nachmachen. |

 

[IIb-22-1791-1792-0737]
Seit in den Französ. Komödien Bänke; giebts, weil die Urtheile minder zirkulieren, keine guten A. und Schauspiele mehr. |

 

[IIb-22-1791-1792-0738]
Unt. Karl IX in Paris waren nach Etoile 30,000 Astrologen |

 

[IIb-22-1791-1792-0739]
In Paderborn wurden die Knochen des h. Liborius aus Frankreich gebracht, unterwegs mit a. vermischt; ein Pfau scharte sie aus einander; daher jährlich mit ihnen auch der Pfauenschwanz herumgetragen wird |

 

[IIb-22-1791-1792-0740]
Kempele: Dudelsak kömt der menschlichen Sprache am nächsten

 

[IIb-22-1791-1792-0741]
Bis in den Herbst bringen die Blatläuse blos Weibgen u. blos lebendige Iunge zur Welt - im Oktober gebären sie Mängen mit, die sich mit den Weibgen der 9, 10 Zeugung begatten, aus denen dan Eier kommen, die erst im Frühjahr auskriechen. Andre und Bechstein.

 

[IIb-22-1791-1792-0742]
Buchstaben von Elfenbein räth Quintilian zum abc - Basedow gebakne - ein Neuer eine Lotterie, ein Buchstabendamenbret. L. Z. 92. )

 

[IIb-22-1791-1792-0743]
Der rothe Gauchheil (anagallis arvensis) (rother Hünerdarm, Tolhundskraut) gegen Hundswuth: heisset faules Gretgen weil er um 10 Morgens sich aufschliesset, 3 zu. |

 

[IIb-22-1791-1792-0744]
Man fängt Turteltauben d. Salz |

 

[IIb-22-1791-1792-0745]
Wenn einer auf der Insel Wight eine schändet: so ko giebtdas Gericht ihr einen Ring, Schwert, Strik, ob sieihn heirathen, köpfen, henkenkönne wolle. Klarissa.

 

[Manuskriptseite 80]

[IIb-22-1791-1792-0746]
1793. Jenn.

 

[IIb-22-1791-1792-0747]
1795 Jenn.

 

[IIb-22-1791-1792-0748]
Kursor. 27 Aug.

 

[IIb-22-1791-1792-0749]
1796. Febr.

 

[IIb-22-1791-1792-0750]
1798 November ] jeweils dahinter Zahlen, teilw.gestrichen, nicht lesbar

 

[IIb-22-1791-1792-0751]
1 Fabr. ök. Nat.

 

[IIb-22-1791-1792-0752]
1 Morhof polym.

 

[IIb-22-1791-1792-0753]
4 physikalische Abhandlungen der Akademieder Wissenschaftenvon 1705

 

[IIb-22-1791-1792-0754]
4 Voit

 

[IIb-22-1791-1792-0755]
5 Allerneueste Mannigfaltigk.

 

[IIb-22-1791-1792-0756]
7 Bruce's Reisen p

 

[IIb-22-1791-1792-0757]
10 Montbary

 

[IIb-22-1791-1792-0758]
11 Talmud

 

[IIb-22-1791-1792-0759]
12 Briefe über Italien,von Forster übersetzt

 

[IIb-22-1791-1792-0760]
13 Wolfs Geschichte derIesuiten

 

[IIb-22-1791-1792-0761]
14 Skizzen vonWien

 

[IIb-22-1791-1792-0762]
14 Münter von Sizil. undNeapel

 

[IIb-22-1791-1792-0763]
- Molina Beschreibung vonChili

 

[IIb-22-1791-1792-0764]
16 Mark Aurel - 20 B. T.

 

[IIb-22-1791-1792-0765]
17 Anacharsis B. 2

 

[IIb-22-1791-1792-0766]
23 Moritz

 

[IIb-22-1791-1792-0767]
26 Gibbon B. 7 - 29. Band 8

 

[IIb-22-1791-1792-0768]
31 Archenholz

 

[IIb-22-1791-1792-0769]
32 Sakontala von Forster

 

[IIb-22-1791-1792-0770]
32 Memoiren von Richelieu

 

[IIb-22-1791-1792-0771]
35 Lichtenbergs Taschenkalend.

 

[IIb-22-1791-1792-0772]
37 Büsch über Augen

 

[IIb-22-1791-1792-0773]
37 Blumenlese derNaturkenntnisse

 

[IIb-22-1791-1792-0774]
49 Spittler

 

[IIb-22-1791-1792-0775]
50 Gibbon B. 8.

 

[IIb-22-1791-1792-0776]
56 Mischna

 

[IIb-22-1791-1792-0777]
59 Geographische Schriften

 

[IIb-22-1791-1792-0778]
60 Eulers Wechselenzyklopedie

 

[IIb-22-1791-1792-0779]
60 La Tude

 

[IIb-22-1791-1792-0780]
61 Sell's Negersklavenhandel

 

[IIb-22-1791-1792-0781]
65 Ardinghello

 

[IIb-22-1791-1792-0782]
68 Herders Ideen zur Geschichtep.

 

[IIb-22-1791-1792-0783]
72 Arzt

 

[IIb-22-1791-1792-0784]
74 Veit Weber

 

[IIb-22-1791-1792-0785]
- Bode

 

[IIb-22-1791-1792-0786]
76 Faust von Stromberg

 

[IIb-22-1791-1792-0787]
78 Campes Reisebericht