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Faszikel IIb-27-1797
Seiten: 50 | Einträge: 330
 

Transkription und digitale Edition von Jean Pauls Exzerptheften

Vorgelegt von: Sabine Straub, Monika Vince und Michael Will, unter Mitarbeit von Christian Ammon, Kai Büch und Barbara Krieger. Universität Würzburg. Arbeitsstelle Jean-Paul-Edition (Leitung: Helmut Pfotenhauer)

Förderung: Fritz Thyssen Stiftung (11/1998-12/2000) und Deutsche Forschungsgemeinschaft (01/2001-12/2005)
Projektleitung: Michael Will
Gesamtleitung: Helmut Pfotenhauer

Transkriptionsgrundlage: Nachlass Jean Paul. Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Fasz. IIb, Band 27

Bearbeitungsschritte:
28.05.2001 MIWI Beginn der Transkription
12.06.2001 MIWI Beendigung der Transkription
26.02.2001 ST Autopsie Berlin
27.11.2010 CMC Korrektur und neue Online-Version

 

Exzerpten. 27. Band März 1797

Jean Paul

1797

 

[Manuskriptseite 1]


Bandbeschreibung:
Paginierung: Bis S. 31 in derselben schwarzen Tinte wie Text paginiert, wahrscheinlich von JP selbst. Danach mit Bleistift fortgeführt bis Ende, S. 50, wahrscheinlich von fremder Hand.
Auf S. 50 aufgeklebter Papierstreifen als Marker für Bandende bzw. Beginn neuer Band. ST: Berlin, 26.2.03

 

[IIb-27-1797-0001]
1. Heusler hat nun bewiesen daß die Iahre der Alten bis auf Abrah. nur 3 Monate, das 8, u. erst nach Ioseph 12 M. enthielten. Hufeland von der Verläng. des Lebens.

 

[IIb-27-1797-0002]

2. Orbilius, erst Soldat, dan Lehrer, hatte noch die militair. Strenge, 100 I. alt.

 

[IIb-27-1797-0003]
3. Pythagoras: vom 1 bis 20 I. sei der Mensch ein Kind - 20 = 40 ein junger Mensch - 40 bis 60 ein Mensch - 60 bis 80 ein alter M.; dan stets ein Todter |

 

[IIb-27-1797-0004]
4. Eremiten wurden alt, Iohannes 93, der Eremit Paull. 113, Antonius 105, Hieronym. üb. 80. | So Dichter und Philosophen |

 

[IIb-27-1797-0005]
5. Auf Inseln u. Halbinseln werden - wegen der feuchten Luft - die Menschen älter als aug dem nahen festen Land, auf den Inseln des Archipelag. älter in Asien, Zypern als Syrien, Formosa als China, Engl. und Dänem. als Deutschland.

 

[IIb-27-1797-0006]
6 Alle sehr Alte waren verheirathet. |

 

[IIb-27-1797-0007]
7. Ein Greis zu Rechingen in der Pfalz, der 1791 im 120 I. starb, bekam 1781 auf einmal 8 neue Zähne ohne Schmerzen - nach 6 Monaten ausfall. - dan wieder neue - so abwechs. bis an sein Ende. |

 

[Manuskriptseite 2]

[IIb-27-1797-0008]
8. Hufeland: den Amphibien verläng. die Existenz in 2 Welten zugleich das Leben; so der Mensch d. geistig. u. materielle |

 

[IIb-27-1797-0009]
9. Maupertuis: man verlängere das Leben d. einen künstl. Scheintod, wie beim Hühngen im Ei, Insekt in der Puppe. |

 

[IIb-27-1797-0010]
10 Hufeland: lange Weile schadet dem Körp. sehr, Stockung des Bluts, Blähungen, Hypochond. schlecht. Verdauung

 

[IIb-27-1797-0011]
11 Eine Schwangere leid. weniger von ansteckenden Krankh. und ist überh. während der Schwang. des Lebens am gewissesten. |

 

[IIb-27-1797-0012]
12 Die Kropfgans od. der Pelikan hat keine Zunge macht ab. d. die Gurgelhaut u. den Kopf im Wass. ein Eselsgeschrei. Krüniz. )

 

[IIb-27-1797-0013]
13. Die Prillen, Fischgen so gros wie Haberkörner, sehr gut. Fabr. 1. 643. )

 

[IIb-27-1797-0014]
14. In Wien kleine Angel für Italien gemacht, 6310 Stük wiegen 1 Loth. | 650 )

 

[IIb-27-1797-0015]
15. Hufeland räth Kontinentsbewohnern die Reise ins Seebad, Küstenbewohnern die in die Alpen, als den 2 grösten Standpunkten der Natur. |

 

[IIb-27-1797-0016]
16 Beim Tod R. Iacob Acha's Sohn sah man die Sterne bei Tag - R. Assi, starben alle Tannen - R. Samuel, Isaacs Sohn, alle Fruchtbäume - R. Gia, Abba's Son, fielen Feuersteine - R. Menahem Seinai's Sohn, verloren alle Gemälde im Schloss des Königs die Farben - R. Tanfmu Giri Sohn wurden alle Gözenbild, unkentlich - R. Isaai, Alisa Sohn, in jener Nacht in 10 Häus.eingebrochen von Dieben. R. Ioseph, u. Abbai und Rapha, wolten alle Brücken zusammenstürzen. Emanuel.

 

[IIb-27-1797-0017]
17. Wilberforce: ein afrik. Monarch eine Leibwache von 3000 weib. - lies für Fremde 100 Negerköpfe schlagen u. damit den Weg zum Sommerpallast belegen.

 

[IIb-27-1797-0018]
18 Muhammed: eine Nacht in den Waffen zugebracht hilft mehr zur Seeligkeit als 2 Monate Fasten und Beten, der Verlust der Arme und Beine wird im Himmel d. Flügel der Engel und Cherubs ersezt. Gibbon T. 9.

 

[IIb-27-1797-0019]
19. Im Konzilium zu Macon: begegnet der Laie zu Pferde dem Priest, zu Fus, so mus jener absteig. 4 B. Tiedeman Geist der Philosophie.

 

[Manuskriptseite 4]

[IIb-27-1797-0020]
20 Beim Streit zwischen dem Geistlichen u. seinen Pfarkindern über die Pflasterung der Kirche gewan jener d. den Spruch: paveant illi, ego non paveam. |

 

[IIb-27-1797-0021]
21. Alfarabi, von den Latein. Avicenna genant, hies Abu Ali al Hosain Ibn Abdollabi, Ebn Sina Al=Schaiih al Raiis. Die 4 lezten Worte heissen hoch berühmt. Lehrer. |

 

[IIb-27-1797-0022]

22. Aus einer Heerde Räub. was die Römer anfangs waren, wurden in wenigen Generaz. die tugendhaft. Menschen. Rousseau

 

[IIb-27-1797-0023]
23. Böttiger: die Lacerna (eine Art Mantelkragen) u. der cucullus, seine Kapuze, die man üb. den Kopf zog) bei Saturnalien getragen, weil zur Unkentlichkeit herübergezog. Beide blieben den Geistlichen im Mittelalt. zur Bedeckung der Glaze. Da sie sich nun domino, don (in Holland) domine heissen liessen, so heist man dies. Bedeckung selbst domino.

 

[IIb-27-1797-0024]
24 Knochenbrüche, Geschwüre heilen nicht, bis die Entbindung vorbei, weil die bildende Kraft auf den Uterus konzentriert. Hufelands Pathogenie.

 

[Manuskriptseite 5]

[IIb-27-1797-0025]
25 Trokne idiolekt. Luft, da sie den Körper isoliert, macht zu entzündlichen Krankh., feuchte d. Ableitung zu Kr. der Schwäche geneigt. |

 

[IIb-27-1797-0026]
26 In den wärmern Ländern ist der Waizen das Getraide zum Brod, in den kälteren der Roggen, in den noch kältern die Gerste. Hube 1 B.

 

[IIb-27-1797-0027]
27 Um den Nordpol ist die Kälte in gleicher Entfernung kleiner als um den Südpol. |

 

[IIb-27-1797-0028]
28 Der spanische Mantel bestand noch vor Kurzem darin daß man einen tiefen und schweren Zober, dessen Boden ausgeschlagen, auf den Achseln trug. R. Anzeiger. )

 

[IIb-27-1797-0029]
29. Alle Stricke drehen sich, wenn sie feucht werden rükwärts; troknen, vorwärts |

 

[IIb-27-1797-0030]
30. Seiden= Flachsfaden p. werden zwar d. die Nässe länger - aber zu dicken Stricken vereint, werden sie dad. kürzer. |

 

[IIb-27-1797-0031]
31 Im grossen Hagel ist der Kern aus Schnee, zum Beweis, daß jener aus ds. entsteht; dah. wird der Staubbach im Wint. zu Hagel |

 

[Manuskriptseite 6]

[IIb-27-1797-0032]
32 Federn p. bringt der Verkäufer nach Gewicht vortheilhafter an, je fester er sie pakt, weil sie dan in der Luft minder von ihrem Gewicht verlieren |

 

[IIb-27-1797-0033]
33 Ein Kur Edelman in Kurland darf seinen Unterthanen in 24 Stunden auf jedem Boden greifen u. ihn wegnehmen; erst nach diesen gerichtlich gefodert. Lebensläufe 2 B.

 

[IIb-27-1797-0034]
34. Gläserne innen mit Siegelak (aussen an den beiden Polen) überzogne luftleere Kugeln werden vom äuss. Reiben mit der troknen Hand auf ganz durchsicht. d. Elektrizität. Hube.

 

[IIb-27-1797-0035]
35 Das magnet. Zurükstossen verkehrt sich in ein Anziehen, wenn ein sehr starker Magnet einem sehr schwachen nahe kömt, wie ein stark elekt. Körp. einen scwhachen elekt. bei gleich. Elekt. doch anzieht

 

[IIb-27-1797-0036]
36 Die Magneten sind am stärksten die man nahe unt. der Oberfläche der Erde findet. |

 

[IIb-27-1797-0037]
37. In einer Kirche steht auf dem Gläsgen womit die Engel am Oelberg stärkten, veritable Eau de la reine. - In der Wittenberger

 

[Manuskriptseite 7]

Bibel von Lorenz Seuberlich MDCX ist Salomo mit dem Ordendes goldenen Vliesses. - Auf dem Schwert des Petrus womit er Malchus das Ohr ab, ist in einer gräflichen Kapelle das Kursächs. Wapp.; in derselben sah D. Iahn auf dem Silberling das Lüneburger Ros gemalt

 

[IIb-27-1797-0038]
38 Talmud: ein gutes Zeichen ist, wenn man lächelnd stirbt - das Gesicht in die Höhe, od. auf die Leute haltend - an einem Freitag - in der Nacht gleich nach dem langen oder Versöhnungstag. Emanuel

 

[IIb-27-1797-0039]
39. Ein böses: das Angesicht auf der Wand - an einem Sontag - am Tage vor dem Versöhnungsfest. |

 

[IIb-27-1797-0040]
40 Algemeines Elend, Krieg Erdbeben p. erregt epidemische Krankh. und zwar von der faulichten Art. Hufeland Pathogenie

 

[IIb-27-1797-0041]
41 Die Reizung des Hungers wird d. Reizung eines ekelmachenden Mitt. gehoben |

 

[IIb-27-1797-0042]
42. Ein Mensch der immer Glaubersalz nahm, muste zulezt ein 1/2 Pfund nehmen und bekam nur 4 Stühle. |

 

[IIb-27-1797-0043]
43 Bei Krankh. reizen wieder die gewohnten Dinge: ein Tabaksschnupfer wird von Tabak angegriffen in Schnupfen, der Raucher im Fieber. |

 

[Manuskriptseite 8]

[IIb-27-1797-0044]
44. Hartnäckige Harnverhaltung d. Erkältung der Füsse gehoben |

 

[IIb-27-1797-0045]
45 D. verminderte Hautabsond. entsteht vermehrte und veränd. Gallenabsonderung; dah. Gallenkrankheit von Erkältung. |

 

[IIb-27-1797-0046]
46 In heissem Klima sind manche Krankheiten ansteckend, die es im kalten nicht sind, z. B. Lungensucht in Italien. |

 

[IIb-27-1797-0047]
47 Seit der Revoluz. bemerkt man in Paris mehr akute Krankh. |

 

[IIb-27-1797-0048]
48. Die kritischen Tage sind der 7te - 14te - 21te - oft auch die Zwischentage, der 4, 11te. | - Die gewöhnliche Perioden der Krankh. sind von 24 Stunden (Typus quotidianus), 48 (T. tertianus) - 72 (T. quartanus). |

 

[IIb-27-1797-0049]
49 Epileps. und Wurmfall richten sich nach 28 Tagen d. h. dem Mondlauf |

 

[IIb-27-1797-0050]
50 Das Wechselfieber dauert, der Gewohnheit wegen, fort oft wenn schon die Ursache gehoben. |

 

[Manuskriptseite 9]

[IIb-27-1797-0051]
51. Bei jedem Fieber finden wir Schwäche der Muskular= u. der Denkkraft, also des geistigen Lebens - hingegen gröste Stärke des Herzens u. des arteriös. Systems, kurz der blossen Animalität. | Dah. der Schlaf im Fieber. |

 

[IIb-27-1797-0052]
52. Der Magnet bringt mit dem Südpol am Eisen, das er zieht, einen Nordpol hervor u. umgekehrt. Dah. die Stärke der Bewafnung. Hube.

 

[IIb-27-1797-0053]
53 Daher hebt ein Magnet ein schwereres Eis. auf, wenn es auf einem eisernen Tisch liegt als auf einem hölzernen. |

 

[IIb-27-1797-0054]
54 Wenn man einen Magneten zerbricht, bekömt jedes Stük 2 od. mehr verschiedene Pole |

 

[IIb-27-1797-0055]
55. Eine eiserne Stange wird weniger in der vertikalen als in der schiefen Stellung der Neigungsnadel am besten magnet. In Norden bei uns wird die untere Spize nördlich, in Süden südliche. In heissen Erdstrichen wird die Stange in wagrecht. Richtung magnetisch. |

 

[IIb-27-1797-0056]
56 Ein magn. Drath verliert die Kraft wenn man ihn sehr krümt u. dan gerade zieht. |

 

[Manuskriptseite 10]

[IIb-27-1797-0057]
57. Wärme schwächt, Kälte stärkt den Magneten. Recht glühendes Eis. zieht er gar nicht mehr |

 

[IIb-27-1797-0058]
58 Cotte: in den Tagen der Gewitt., und also im Somm., ändert sich die Magnet nadel am stärksten. |

 

[IIb-27-1797-0059]
59 Die Nordlichter ändern die Nadel |

 

[IIb-27-1797-0060]
60. Der, der im gerichtlichen Zweikampf nicht mehr fechten konte, wurde eh er an den Wunden starb, geköpft oder gehenkt. )

 

[IIb-27-1797-0061]
61 Der Druk des Wassers ist grösser oft als sein Gewicht: denn es hat eine eigne Federkraft wie Luft. |

 

[IIb-27-1797-0062]
62. Die 2 elekt. Materien, deren jede nur die a. anzieht und sich zurükstösset, sind vielleicht Ursache der 2 Geschlechter. |

 

[IIb-27-1797-0063]
63 Da die Griechen nur das mittelländische Meer kanten, das weiter von Osten nach Westen geht als von Norden nach Süden: so nanten sie bei der Erde ihre Ausdehnung von Osten mach Westen die Länge p |

 

[IIb-27-1797-0064]
64 Man fand Anke Stadt r auf den Höhen in der Woiwodschaft Novograd - nach Pausanias hat die Stadt Ancyra in Phrygien den Namen |

 

[Manuskriptseite 11]

[IIb-27-1797-0065]
65 In Sizilien sind jedes Säkulum 8 Erdbeben, 9 Ausbrüche des Aetna |

 

[IIb-27-1797-0066]
66. Das Gefälle der Flüsse beträgt oft auf 1000 Fus nir 1 Zol; der Amazonenflus nur 1/27 Zol. Ie näher am Meer, desto kleineres. | Ie schmäler Kanäle und Rinnen, desto grösseres Gefälle müssen sie haben; Müller 10 Z. Gefälle.

 

[IIb-27-1797-0067]
67 Die kalten Küstenbewohner lassen das Meerwasser frieren, unt. dem Eiswind ist das Wass. salziger, das sie dan auskochen. |

 

[IIb-27-1797-0068]
68 Zu S. Malo sind die Springfluthen (die des Neu= Volmonds) an 50 Fus hoch, die der Viertel 15 F.; bei Bristol jene 42, dis. 25 F. Erst 36 Stunden nach der wahren Springfluth des Neu= Vollichts ist die höchste Fluth, und nach 36 Stunden nach derm Mondsviertel.

 

[IIb-27-1797-0069]
69. An Küsten verspätet sich die Fluth wegen der Hindernisse d. Inseln und gegenüberliegendes um 3 Stunden bei Frankreich - 6 zu Plymouth - 9 Havre de Grace - Themse 12 St. An manchen Orten ganze Tage |

 

[Manuskriptseite 70]

[IIb-27-1797-0070]
70 Eine Pflanze, die um 1 Gran schwerer zu werden, 100 Gr. Wasser verzehrt, braucht in distilliertem W. 200, weil sie nicht vom Wass. sondern von der pflanzenart. Materie dss. lebt.

 

[IIb-27-1797-0071]
71 W In heissen Ländern geht der Schal schneller als in kalten, wegen dünner Luft

 

[IIb-27-1797-0072]
72 Grünes Holz Leiter; gedörtes, Nichtleiter; verkohltes, Leiter; Asche, Nichtleiter. |

 

[IIb-27-1797-0073]
73 Die Nichtleiter werden durch die Hize Leiter; die Leit. d. den Frost Nichtleiter. | Glühendes Glas, kochendes Pech wird ein Leiter; Eis d. heft. Frost ein Nichtleiter. |

 

[IIb-27-1797-0074]
74 Sogar Zwei posit. od. 2 negat. Körp. ziehen einander an, wenn der eine viel stärker elektrisirt ist als der a. | So zieht der Südpol des starken Magneten den Südp. des schwach. und macht ihn zum Nordpol.

 

[IIb-27-1797-0075]
75. Ie spiziger das vordere Ende eines isolierten Leiters ist, um so leichter und ferner wird ihm die Elekt. mitgetheilt. Kehrt er den elektr. Körper einer grossen glatten Fläche zu, so können beide Flächen sich berühren ohne Mittheilung |

 

[Manuskriptseite 13]

[IIb-27-1797-0076]
76. Man kan Glas desto stärker laden je dünner es ist, weil die elektrische Materie der einen Seite die gleichnamige der and. S. desto stärker zurükstösset, je näher beide Seiten. |

 

[IIb-27-1797-0077]
77. Alle elekt. Versuche blos bei troknem Wett. am besten. Die Wärme sm ist ihnen auch zuwider. |

 

[IIb-27-1797-0078]
78 Von Marum: Luft leitet nur dan stark, wenn sie um die Hälfte verdünt ist. Walsch und Morgan sezen dazu: ein luftleerer Raum sei ein Nichtleiter |

 

[IIb-27-1797-0079]
79. Daher der Saz falsch: daß Leucht. der Beweis der Güte eines Barometers sei; aus dem obigen Grund leichten die schlechtesten u. die besten nicht. |

 

[IIb-27-1797-0080]
80 Der Magnet wirkt am stärksten wenn seine Pole am meisten von einander entfernt sind, so die pos. und negat. Elekt. von einand. fern |

 

[IIb-27-1797-0081]
81. Achard: in einem Zimmer, wo man im Wint. Queksilber auf dem Ofen hatte, bekommen die Inwohner den Speichelflus |

 

[Manuskriptseite 14]

[IIb-27-1797-0082]
82 Brenspiegel=gläser wirken am besten wenn sie selbst ganz kalt sind; daher im Wint. und Vormittags besser als p. |

 

[IIb-27-1797-0083]
83 Einen Asbestfaden spint man zugleich mit einem Flachsfaden, der Sprödigkeit wegen; und bestreichet die Finger mit Oel wegen Einschneidens in Finger. Dan macht man Leinwand, der man im Feuer den Flachs ausbrent. Müller Technologie

 

[IIb-27-1797-0084]
84. Der Bramin kleidet sich in Asbest |

 

[IIb-27-1797-0085]
85. Cord Broihan wolte in der Stadt Hannover auch Hamburger Bier brauen und brachte Broihan heraus. |

 

[IIb-27-1797-0086]
86 Nikolaus Lione, neapolit. Ingenieur zu Rom, erfand 1775, die Steine zu erweichen und ihnen Härte und Schwere wie er wil zu geben - machte eine Bildsäule Pius VI gleich alabast. Marmor |

 

[IIb-27-1797-0087]
87. Bei Todesstrafe darf in Engl. kein unverarbeit. Reisblei ausgeführt weden. |

 

[IIb-27-1797-0088]
88. Bernieres in Paris machte Brengläs. aus zwei Halbkugeln, innen ein leerer Raum von 4 Schuh Durchmesser der mit Weingeist oder Terpentinöhl gefült wird. |

 

[Manuskriptseite 15]

[IIb-27-1797-0089]
89. Leutman machte Brengläs. mit 2 Brennpunkten, die an 2 Ort. in ungleicher Weite zünden. |

 

[IIb-27-1797-0090]
90 Die Schriftschneider bilden auf einem stählernen Stempel jeden Buchstab. erhaben aus, heisset Patrize, diese pr schlägt der Schriftgiesser in einen kupfernen Stab, der Matrize, in diese giesset er den Buchstaben, oft 4000 an 1 Tage | 178 18
18] im Ms. durchgestrichen - wahrscheinlich Verweis auf Exzerptband einer best. Serie - auszeichungstechnische noch Lösung finden! - MIWI

 

[IIb-27-1797-0091]
91. Die Sines. machen einen Bogen Pap. oft von 30 Ellen Länge. |

 

[IIb-27-1797-0092]
92. Die Staatskleider des Türk Kochs bei den Ianitscharen ist von Leder mit einer langen Schleppe, die 2 tragen, und die mit silbernen Schüss. Messern Schellen behangen ist

 

[IIb-27-1797-0093]
93 Alle alte Völker salbten Steine, die Christen haben von Salbe den Namen. N. a. d. Bibliothek 26 B.

 

[IIb-27-1797-0094]
94. Prof. Köler in Göttingen: Iohan von Sorgenloch, genant Gänsefleisch, zog von Strasburg 1445 nach Mainz in sein "Haus zum Iungen" das er nachher "zum guten Berge" nante. Dah. Gutenberg. Sein Vat. hies Friel Gänsefleisch Mutt. Else; seine Frau Kettigin. Sein

 

[Manuskriptseite 16]

Petschierring gab ihm Anlas. Von der Vulgata drukte er 1450 blos 12 Bogen ab, kosteten schon 4000 rl. selbst; und Iakob F. und Ioh. Faust strekten ihm dan die Kosten vor, verschrieb die Druckerei dafür. Da er den Fausten das Geld nicht schaffen konte: Prozes und sie nahmen die Druckerei. Buchdruckerkunst

 

[IIb-27-1797-0095]
95 Auf der Insel Man müssen alle Geseze von einem alten Grabhügel (Tynwald=Hille) promulg. werden. D. Robertson

 

[IIb-27-1797-0096]
96 Die westlichen Hebridenbewohner machen nie ihre Hausthür zu, auch Nachts nicht, ausser unter dem Essen - grüssen sich troz der Armuth und des Lebens beim Vieh, doch Iunker und Fräulein - Bramah Erfinder in London, der das Schlos erfand, das kein Nachschlüssel öfnet, ist bei ihnen vorher gewesen. Buchanan von den westlichen Hebriden.

 

[IIb-27-1797-0097]
97. Da alle Arme für Standespersonen gelten wollen so wird nach den alten Sitten Mitgift der Braut in einer Zahl Kühe versprochen wenn auch keine da ist - ein einjähriges Kalb gilt für die 1 Kuh - 3 Schafe für die 2 - Spinrock 3te - 2 Bettücher 4te - Kiste 5te |

 

[Manuskriptseite 17]

[IIb-27-1797-0098]
98 Petrarka schrieb an Varro, Zizero, Livius, Augustinus Briefe. Müllers Bekentn.

 

[IIb-27-1797-0099]
99 Der Rektor hies sonst Schulmeister, die Unterlehrer Gesellen - ein magister artium ein voller Meister - seine Gehülfen halb oder Viertels Meist. (baccalaurei, baccalaurendi) - Unterlehrer heissen auch Stampuales (vom Prügeln) L. Z. März 97. N. 102 )

 

[IIb-27-1797-0100]
100. Petrarka oder Checco (so nante ihn sein Vat. diminut. von Franzeszo) sah Laura das erste mal den 6 Ap. 1327 um 6 Uhr Morgens. - am 6 Ap. 1348 starb sie. |

 

[IIb-27-1797-0101]
101 Dah. tr pflanzte und liebte er den Lorbeer (laura) so. | so auch den kaiserlichen u. dichterischen Lorbeer - sang kaum ein Gedicht ohne Meldung des Lorbeers. |

 

[IIb-27-1797-0102]
102 Nicht weit von Derbent ist der Feuerort (d. Naphtha) - Der Boden des Haus. mit Leimerde bedekt, damit die Flammen nicht d. brechen, Oefnungen gelassen, zum Feuer des Kochens - man stekt Schilf hinein, so hat abends ein Licht. Reineggs Beschreibung des Kaukasus. L. Z.

 

[IIb-27-1797-0103]
103 Auf der südlichen Seite des Kaukasus wohnen die Duschi; der Vater wählt für den 6jährigen Sohn eine Frau, zeugt mit ihr Kinder, bis jener reif ist, die Kinder werden als Geschwister der Familie angesehen. |

 

[IIb-27-1797-0104]
104 In der Kuban begeben sich Greise unter Weiber, kleiden sich so und sehen fast so. |

 

[IIb-27-1797-0105]
105 Zinzendorf schrieb in der Kindheit Briefe an den Heiland, warf sie zum Fenster hinaus, er werde sie schon finden. Predigte zusammengestelten Stühlen vom Heiland. Spangenberg I. 30. 32. Müllers Erkentnisse.

 

[IIb-27-1797-0106]
106 Wegen kurz. Gesichts sties er an alle Steine, allezeit Blas., Füsse aufschneiden |

 

[IIb-27-1797-0107]
107 Chapelain arbeitete an seiner pucelle d'Orleans 30 I. um des Königs Pension dafür länger zu geniessen. |

 

[IIb-27-1797-0108]
108 Huetius red. mit seinem Orden blos in lateinischen Versen; eine Wirthin übertraf sie. |

 

[IIb-27-1797-0109]
109 Bekam einige Stunden vor seinem Tode sein Gedächtnis wieder. |

 

[Manuskriptseite 19]

[IIb-27-1797-0110]
110 Augustin wolte d. Baden die Traurigkeit vertreiben. Seine Bekentn.

 

[IIb-27-1797-0111]
111 Er gieng auf seinen Reis. d. keine Stadt deren Gemeine ein Bischof fehlte, um nicht dazu gewählt zu werden |

 

[IIb-27-1797-0112]
112 Zimmerman vermuthet über 7 Millionen Thierart. Geog. Zoolog. III. S. 48

 

[IIb-27-1797-0113]
113 Vorn an dem immer kleiner werdenden Kopfe des Bandwurms sind 4 Oefnungen zum Saugen, aus denen 4 Nahrungs Kanäle d. alle Glieder gehen. Müller Klügels Enzyklop.

 

[IIb-27-1797-0114]
114. Der Dintenfisch bekömt seine 8 Arme wied. wenn sie abgebissen. | Eine Art desselben reisset mit den, 30 Fus langen Armen Boote um, (der Polypus der Alten) |

 

[IIb-27-1797-0115]
115 Die Porzellanschnecke wirft jährl. ihre Schale ab und neue |

 

[IIb-27-1797-0116]
116 Die Bandschnecken haben fast alle 4 Fühlfäden., die Wasserschnecken alle nur 2. |

 

[IIb-27-1797-0117]
117. Das Kugelquadrat besteht aus 16 Kügelgen (Kugelthieren) die sich im fliessenden Wass. stets in Geselsch. und mit Erhaltung der Quadratfigur bewegen |

 

[Manuskriptseite 20]

[IIb-27-1797-0118]
118. Das Bakersche Räderthiergen macht verschied. Gestalten, ganz ausgedehnt hat es 2 Kronen auf dem Kopf, mit dnen es einen Wribel macht. Auss. Wassers dauert es Monate lang als ein Staubkörngen fort; im Wasser wied. lebendig |

 

[IIb-27-1797-0119]
119. Unt. allen Insekten sind blos bei Krebsen die Augen beweglich. |

 

[IIb-27-1797-0120]
120 Auf ein Papier mit destilliertem Oel von Kohlen fliegen die weissen Kohlschmett. und laichen. |

 

[IIb-27-1797-0121]
121. Bei den Mängen der Spinnen sizen die genitalia in den Knoten der Vorderfüsse. Die Weibgen tödten nach der Begattung die Mängen. |

 

[IIb-27-1797-0122]
122 Von den Schildläusen - nur das Mängen ist geflügelt - dient das Weibg. den Iungen zur Nahrung u. lässet seinen Schild ihnen zur Bedeckung, woraus sie d. eine Spalte kriechen. |

 

[IIb-27-1797-0123]
123. Kleine Kohlmotte (pr balaena Tinea proletella) kleinster Schmetterl., so gros wie ein Steknadelknopf, wird in 4 Wochen asu Ei zum Schmetterling. |

 

[Manuskriptseite 21]

[IIb-27-1797-0124]
124 Die mit Queksilber beim Feuer arbeiten, müssen einen Dukaten am Gaumen kleben haben, ihn oft wechseln und ausglühen, weil er immer weis vom Q. wird. R. Anzeiger. Nummer 88 97

 

[IIb-27-1797-0125]
125 Verschlukte Goldblätgen nehmen die eingeschlukten Queksilbertheilgen mit. |

 

[IIb-27-1797-0126]
126 Um Queksilbergruben wächst nichts, Thiere fressen das Gras nicht, die Arbeit. werden alle Monate abgelös. - fette Kost ihnen gut - wenn sie ein Goldstük reiben mit Fing. oder Mund, versilb. es sich |

 

[IIb-27-1797-0127]
127 Iakob Bernoulli erfand die logarthmische Spirale (eine krumme) Linie, die ihrer Evolute ähnlich, ab. nicht gleich ist u. die auf viele Arten. wod. aus einer krummen Linie sonst eine a. entsteht, sich immer selbst darstelt), sie kam auf sein Grab: eadem mutata resurgo. Merkur 87.

 

[IIb-27-1797-0128]
128 Spolien nent man in Klöstern was ein sterbender Ordensman hinterlässet. Gerundio.

 

[IIb-27-1797-0129]
129 Boerha Weikard Boerhave: bei ergossenem Blut im Gehirn sieht man rothe Gespenster.

 

[IIb-27-1797-0130]
130 Ein Spanier schrieb ein Buch de omni scibili et de quibusdam aliis. Wieland

 

[Manuskriptseite 22]

[IIb-27-1797-0131]
131 Innozenz VIII ernante 52 plumbatores bullarum oder Bullisten, die ihm gegen gewisse angewiesene Kircheneinkünfte Geld geben musten; ernante noch 26 Sekret., deren jed. 2500 dl zahlen muste. Geschichte der Päbste.

 

[IIb-27-1797-0132]
132 Iuden schenken und geloben gern in der Zahl 18. Emanuel.

 

[IIb-27-1797-0133]
133 Diodor von Sizilien: bei den Aethiopern durfte der Oberpriester dem König ein Messer schicken, womit sich der, wenn's jener befahl, die Gurgel abschneiden muste.

 

[IIb-27-1797-0134]
134 Bei den Iuden heissen die Autoren wie das Buch zum B. Wieland heisset Agathon Emanuel.

 

[IIb-27-1797-0135]
135 Die Iüdin fragt nicht, "welcher" sondern "welche ist da" verschämt. |

 

[IIb-27-1797-0136]
136 Lavater: Neugeborne Kinder sehen gleich nach der Geburt dem Vater ähnlich, dan verliert sichs

 

[IIb-27-1797-0137]
137 Winkelman: der ältere Skaliger: der Bart ist der schönste götliche Theil am Menschen

 

[Manuskriptseite 23]

[IIb-27-1797-0138]
138 Alles Gerade bedeut. Verstand, Bogen Poesie. Lavater.

 

[IIb-27-1797-0139]
139 Die Einwohner von Mantua prägten den Virgil wie die Smyrner den Homer, auf die Münzen, heissen sich in öffentlichen Denkmälern urbs virgiliana, Virgilianus populus. Heinze D. Mus. 87

 

[IIb-27-1797-0140]
140 Erde von Palästina, die weis ist wird an die Iuden verkauft, über todte Augen und Lippen gestreuet. Emanuel.

 

[IIb-27-1797-0141]
141 Fromme sind nur 11 Monate in der Hölle, Bös. so lang bis sie gebessert |

 

[IIb-27-1797-0142]
142 Menschen die ins Affengeschlecht sehen, sind sehr brauchb. thätig unentbehrlich. Lavater.

 

[IIb-27-1797-0143]
143 Die bibl. Orakel oder Sortes Sanctorum wie man Sortes Homericas, Virgilianas, claudianas hatte.

 

[IIb-27-1797-0144]
144 Schöne Handschrift zeugt für einen guten Menschen. Lavater.

 

[IIb-27-1797-0145]
145 Der Künstler zeigt sich im Auge, oft Augenbraunen |

 

[IIb-27-1797-0146]
146 Ein Mädgen zur Schau herum, das mit Hirschhaar bewachs., weil die Mutter unter der Schwangersch. Zank über einen Hirschen hatte. |

 

[Manuskriptseite 24]

[IIb-27-1797-0147]
147 Nägel sind in 6 septim. ganz erneuert, Haare 4 Monate, Körp. in 6 Monaten

 

[IIb-27-1797-0148]
148 Lavat. Spizbuben haben selten weisses Haar

 

[IIb-27-1797-0149]
150 Ein Iude lebt oft dav., daß er von einem Iuden zum a. geht und 1 Stunde für ihn das Gesez studiert. Emanuel.

 

[IIb-27-1797-0150]
151 Gesundheit, Geld und Physiogn. wil Lav. von einem Reisenden. Lavater.

 

[IIb-27-1797-0151]
152 In China und auf den Philippinen giebts keine blauen Augen. |

 

[IIb-27-1797-0152]
152 Zusammenlaufende Augen sind den Arab. schön |

 

[IIb-27-1797-0153]
154 Ied. Maler malt mehr oder minder sich, jeder Mensch hat einen Zug von Christus |

 

[IIb-27-1797-0154]
155. Die reichste Iüdin mus selbst die Betten des Mannes machen. Emanuel

 

[IIb-27-1797-0155]
156 Lavater: man kan die Nazionen am Geruch unterscheiden, wer erkent die Franzos. am Lachen u. Zähnen, Deutsch. Furchen und Falten um Augen und Wangen; Italien. grosse Nas., kleine Augen, vorstehendes

 

[Manuskriptseite 25]

Kin, Engländer Stirn und Augenbraunen, Russen aufgeworfene Nas. und weisses oder schwarzes Haar

 

[IIb-27-1797-0156]
157 Kaltes Temeprament der Mutter u. matte Imaginaz. geben mehr Töchter als Söhne |

 

[IIb-27-1797-0157]
158 Kanadier malen den Teufel roth. Erfahrungsseelenkunde

 

[IIb-27-1797-0158]
159 Iuden müssen in die Weihrauchopf. auch Teufelsdrek thun. Emanuel

 

[IIb-27-1797-0159]
160 Ein Gebet der Gemeine wird eher erhört wenn ein Bösewicht darunter ist. |

 

[IIb-27-1797-0160]
161 Chesterfiled sezte 5000 Pfund Sterling Strafe an Arme, wenn sein Sohn nach Italien gienge.

 

[IIb-27-1797-0161]
162 Archenholz: in Bettinelli's Kodex für Dichter das 5 Gesez: sie dürfen keine französischen und englischen Dichter les. als im 40 I., wenn das Dichten vorüber ist. D. Museum

 

[IIb-27-1797-0162]
163 Kardanus trug am Tag bleierne Sohlen von 8 Pfund, Nachts einen schwarzen Schleier. Erfahrungsseelenkunde.

 

[IIb-27-1797-0163]
164 In Seelenleiden geiselte, biß er sich, fastete |

 

[IIb-27-1797-0164]
165 Sah im Traume immer einen rothen Hahn

 

[IIb-27-1797-0165]
166 Sah, so oft er gen Himmel sah, den Mond. |

 

[Manuskriptseite 26]

[IIb-27-1797-0166]
167 Wo er war, wurde kein Blut vergoss., sogar auf der Iagd. |

 

[IIb-27-1797-0167]
168 Er roch oft wie Schwefel und Weihrauch |

 

[IIb-27-1797-0168]
169 So lang er einen Smaragd im Mund hatte dachte er nicht an den Tod seines Sohnes |

 

[IIb-27-1797-0169]
170 Die Handlung der Epopee des Dante ist nach dem Erzbischof Fontanini 7 Tage. Meinhard über den Karakt. und die Werke der italienischen Dichter

 

[IIb-27-1797-0170]
171 Dante gieng mit Virgil in Hölle, Fegefeuer, Paradies. In welchen von den 9 Kreis. ein Verbrecher sol zeigt Minos d. eben so ofte Umwiklung mit dem Schwanz an |

 

[IIb-27-1797-0171]
172 Undankb. sind zu einer grimmigen Kält everdamt - die vergossenen Thränen frieren die Augen zu, die a. müssen dan aufs Herz zurük |

 

[IIb-27-1797-0172]
173 Heuchler haben Bleikappen auf, aussen vergoldet, falsche Propheten Kopf verdreht, die Thränen fallen auf die H.

 

[IIb-27-1797-0173]
174 Der Engel vor dem Fegefeuer zeichnete Dante mit 7 P (Todsünden) auf der Stirn,

 

[Manuskriptseite 27]

im Fegfeuer sol er diese Wunden heilen. |

 

[IIb-27-1797-0174]
175 Die geistlichen Lieder wurden in Deutschland sonst nach weltlichen Melodien gesungen. L. Z. N. 137 97

 

[IIb-27-1797-0175]
176 Zäsar lies seiner Menschenfreundlichkeit Tempel errichten. Seine Bildsäule lag an geweihten Festen dicht neben der Bildsäule Iupiters. Gibbon üb. das Studium der Litteratur

 

[IIb-27-1797-0176]
177 Auf Kreta stand auf einem Grabmal die Schrift: Grab des Minos, des Sohns Iupiters - ab. d. die Zeit war geblieben Grab des Iupit. nach einem Scholiasten des Kallimach. (allim. hymn. in Iov. v. 8. et Scholiast. vet. in P. I.)

 

[IIb-27-1797-0177]
178 De Pouilly zweifelt an der Gewisheit der ersten 5 Iahrh. Roms |

 

[IIb-27-1797-0178]
179 Nachgemacht. Damaszenerstahl besteht aus einem Blech von weichem Eisen, darüber 1 von Stahl, dan 1 von spröd. Eisen, dan 1 von Stahl - dan wieder die vorige Ordnung bis 17 Blech das von weich. Eis. ist. Müller Technolog.

 

[IIb-27-1797-0179]
180 Sonst kam der Titel hint. das Buch - blieb leer. Raum, schrieb man noch fremde Arbeiten dazu, dah. die Vermengungen. 142 E.5.
142 E.5.] besonderer Querverweis - MIWI

 

[Manuskriptseite 28]

[IIb-27-1797-0180]
181 In den englischen politischen Zeitungen ist der Dichter Winkel (Poets-corner), d. h. ein Plaz für litterar. Sachen. L. Z. 97 145

 

[IIb-27-1797-0181]
182 De la Caille machte seine astronomischen Instrumente, La Lande seinen Mauerquadranten zum Sternbild - der Poniatowsky'sche Stier (das Familienwappen des lezten poln. Königs) - das grössere und kleinere Herschelsche Teleskop. L. Z. 97

 

[IIb-27-1797-0182]
183 Das Renpferd, das in Rom beim Wetrennen des Karnev. am schlechtesten war, wird am a. Tag von einem Knaben geritten, auf derselben Renstrasse und ein a. Reiter mit einer Peitsche treibt es zur Schnelligkeit vor sich her. Göthe.

 

[IIb-27-1797-0183]
184. D. die Haube mit Drath und Haarnadeln und die isol. Seidenstrümpfe hatte eine Schweizerin, wenn Donnerwolken vorbeigiengen, elekt. trank Empfindungen, sie hätte Funken geben hatt können. Brydone 1 Th. D. Sizil. und Malta. Der Mistreß Douglas in Lond. äscherte der Bliz ihre Haube mit Drath ohne Schaden des d. das Haar isolierten Kopfes.

 

[Manuskriptseite 29]

[IIb-27-1797-0184]
185. Stoffe die den N. u. Südpol einer Magnetnadel gleich stark ziehen, ohne Polarität und ohne Anziehung des Eisens z. B. dicht. Feldspath von Roswein, Serpentin, Talkerde - 2. Stoffe, die die Magnetnadel beunruhigen, ohne Polarität, aber Eisen anziehen, Magneteisenstein aus Schwed. - 3. Stoffe mit Polarit. u. Eisen anzieh. - 4. Stoffe mit starker Polarit., ohne Anziehung des Eis., sein entdekter Magnetberg, der Topfstein von Wallis p. Humboldt L. Z.

 

[IIb-27-1797-0185]
186 Adanson, ein franz. Naturforsch. rechnet 18,000 entdekte Pflanzen, 25,000 unentdekte. Klügels Enzyklopädie.

 

[IIb-27-1797-0186]
187 Klingert erfand eine Maschine, die selbst Feilen hauet. Iournal für Aufklärung von Fischer und Riem 89 Ian. * Müller

 

[IIb-27-1797-0187]
188 Flinte hat Namen vom alten deutschen Wort Flins ider Vlyns, d. h. Hornstein wie er noch im Dän. und Engl. heisset. |

 

[IIb-27-1797-0188]
189 Muskete Namen vom moucher (Mängen des Sperbers), Fauconneau (Falkonet eine Art kleiner Feldstücke) vom Falken |

 

[Manuskriptseite 30]

[IIb-27-1797-0189]
190. Das Bergwerk auf dem Rammelsberg bei Goslar entdekt 972, daß ein Edelman sein Pferd, Rammel, an einen Baum band, um zu iagen, das d. Scharren einen Bleigang entblöste. |

 

[IIb-27-1797-0190]
191 Mit d 1 engl. Iagdkugel so gros wie ein Hühnerei, besteht aus Feigen Süsholz Mehl Syrup p - kan man ein Pferd den ganzen Tag auf der Iagd ohne Futter erhalten, auch Menschen |

 

[IIb-27-1797-0191]
192 Die Karten sollen von den Zigäunern erfunden worden sein, blos zum Wahrsagen |

 

[IIb-27-1797-0192]
193 Dem melanchol. Karl VI von Frankreich be malte man die Karten zur Zerstreuung, und zwar mit seinen Hofdamen, (Iudith, Argenis p.) seinen tapfersten Rittern (Buben) Hektor Achilles; also bezeichneten die jezigen Kartennamen damals Personen - nur die Könige nahm man aus der Vorzeit, David, Alexander. |

 

[IIb-27-1797-0193]
194 Anfangs warf man die Magnetnadel mit einem Spähngen ins Wasser, dan auf Karten und sie zeigte; noch die Sines. so. |

 

[Manuskriptseite 31]

[IIb-27-1797-0194]
195 Gegen schlimmen Hals und geschwolne Mandeln das Gehen auf dem Schnee ein Spezifikum 257 1. Nikolai

 

[IIb-27-1797-0195]
196 Vom 15. Iun. bis 15 August u. täglich nur 1/4 Stunde weht der Samielwind. 86/1 Fabri

 

[IIb-27-1797-0196]
197. Der Mensch lernte vom Käuen das Erfinden der Mühlen; nach Posidon. Sen. epist. 90.

 

[IIb-27-1797-0197]
198 Die Sineser umgeben die Schwangern mit laut. Bild. der Schönheit und Tugend. 14/E 6

 

[IIb-27-1797-0198]
199 Die Koralle sol immer schöner und dunkler werden, trägt sie ein Man; immer bleicher, eine Frau. Müller.

 

[IIb-27-1797-0199]
200 Augustin warf sich vor, beim Virgil geweint u. ferner, sich am Kirchengesang zu sehr ergözt zu haben. Oeuvr. de Racine T. III.

 

[IIb-27-1797-0200]
201. Ied. Glied des Bandwurms hat seinen Eierstok u. eine Öfnung zum Abgang der Eier. Er wächst nicht, d. das Ansezen neuer Glied. sondern d. die Verläng. der alten. Klügels Enzyklop.

 

[IIb-27-1797-0201]
202 Die Meeranemone oder Seetasche (actinia) bringt ihre Iungen zum Maul, ihrer einz. Oefnung, heraus |

 

[Manuskriptseite 32]

[IIb-27-1797-0202]
203 Unt. den Insekten hat blos der Krebs bewegliche Augen, doch hat er 2 gegitt. unbewegliche. Klügels Enzykl.

 

[IIb-27-1797-0203]
204 Eine Art von Afterspinnen (phalangium reniforme) hat an den Vorderfüssen einen langen Faden zum Bewickeln des Raubs |

 

[IIb-27-1797-0204]

205 Boileau gieng mit Chapelle in ein Weinhaus, wo er diesem unt. dem Trinken vom Trinken abrieth - betranken sich beide. Racine. T. I.

 

[IIb-27-1797-0205]
206. Boileau, Furtiere p. hatten einen Klub, wo der, der sehr sündigte, 20 Seiten aus der poucelle de Chapelain vorles. muste - Todesurtheil | Seite. |

 

[IIb-27-1797-0206]
207. Zizero nante im Exil seine Frau mea lux, mea vita, mea desideria fidelissima et optima conjux - da er zurükkam, versties er die Terenzia und heirath. ein scho Mädgen |

 

[IIb-27-1797-0207]
208 Als Sophokles den Tod des Eurip. hörte, kam er in Trauerhabit aufs That. u. befahl den Akteurs, ihre Kränze abzuthun |

 

[IIb-27-1797-0208]
209 Eine Magistratspers. nahm die Andromache u. die plaideurs von Racine

 

[Manuskriptseite 33]

für 1 Stük: "sie ist ein schönes Stük, nur war ich erstaunt, daß es so lustig ausgeht. Anfangs wolt ich fast weinen, ab. da die kleinen Hunde kamen, must' ich lachen. |

 

[IIb-27-1797-0209]
210 Unt. der luftleeren Glocke gieng kein Same auf. Klügels Enzyklop.

 

[IIb-27-1797-0210]
211. Mischlinge sind fruchtbar, wenn 2 verwandte Pflanzen mit einand. befrucht. werden - der Mischling nähert sich in den folgenden Zeugungen dem Vater - man hat nach 4 Befruchtungen der aufeinand. folgenden M. eine Tabakspflanze in die and. verwandelt. |

 

[IIb-27-1797-0211]
212 Sind sie nicht verwandt, unfruchtbar, wachs. ab. höh., blühen früher und länger als ihre Eltern - treiben noch gegen den Herbst neue Spröslinge aus Wurz. und Stam |

 

[IIb-27-1797-0212]
213. An den Gräs. der Alp. entsteht stat des Fruchtknot. in der Blüte ein Auge, das auf der Mutterpflanze keimt, Blätt. treibt, herabfält u. wurzelt. |

 

[IIb-27-1797-0213]
214 Verschiedene Larven haben alles vom künftigen Insekt, ausser der Flügel - die Gryllen, die Zikaden

 

[IIb-27-1797-0214]
215 Die ungeflügelten Insekten, den Floh ausgenommen, verwandeln sich nicht, kommen

 

[Manuskriptseite 34]

aus dem Ei volkommen, häuten sich nur etliche male. |

 

[IIb-27-1797-0215]
216 Grashüpfer, Libellen, besond. die im Wasser lebenden Larven, bekommen bei der lezten Häutung Flügelscheiden, worin Flügel. - heiss. halb volständig Puppe, Afternymphe, fausse Nymphe - die Pupp. frisset.

 

[IIb-27-1797-0216]
217. Bei Bienen Wespen Ameis. vielen Käf. besteht die Puppe blos in einer durchsicht. Haut, die weich. Glieder liegen üb. der Brust zusammengefaltet. | heissen Nymphen.

 

[IIb-27-1797-0217]
218 Die meisten Fliegen, Raupentödter, Viehbrems. werfen die lezte Haut nicht ab, ziehen sich zurük, sie verhärtet zu einer Schaale |

 

[IIb-27-1797-0218]
219. Schmetterling hat an jeder Seite des Vorderleibes 2 Luftlöch., am Hinterleib 7. - die Raupe hat 9 Luftlöcher an jeder Seite

 

[IIb-27-1797-0219]
220 Während dem Häuten der Raupe u. dem Verwandeln in eine Pupe lös. sich Bündel von Luftröhren aus den Luftlöch. ab und bleiben am Balg hängen |

 

[Manuskriptseite 35]

[IIb-27-1797-0220]
221 Die Larve des Blatkäf. (Chrysomela) friss. die unt. Haut der Blätter, nicht die Adern u. die obern, um vor Sonne und Vögeln sicher zu sein

 

[IIb-27-1797-0221]
222 Schmerz redet aus der Kehle, Erstaunen höher, Verabscheuung labial, Verneinung Nasal. 131/E. 6

 

[IIb-27-1797-0222]
223 Iüdisches Sühneopfer war Kirchenstrafe. | 133

 

[IIb-27-1797-0223]
224 Alpengewächse blühen schnel, Same schnel reif, der nahen Kälte wegen. | 139

 

[IIb-27-1797-0224]
225 Der helste Fixstern scheint uns 240 mal grösser als d. das Fernrohr. Iurieu | 152

 

[IIb-27-1797-0225]
226 Nichts ist mehr lourd als ein Bauer, nichts feiner als ein Wilder, weil jener nichts thut als was ihm befohlen wird. Rousseau. Emile

 

[IIb-27-1797-0226]
227. Die Zwerge sterben sehr bald. - S. mehren von Zwergen 256/Fab. I.

 

[IIb-27-1797-0227]
228 Verzeichnis der Städte p. die jezt weiter von der See abliegen als sonst | 274

 

[IIb-27-1797-0228]
229 Quatremere d'Isjonval: zieht die Spinne lange Fäden, bedeutet es schönes Wett. 14

 

[Manuskriptseite 30]

Tage lang - nicht arbeit., Wind, Regen - kleine Fäden, beständige Witterung - arbeit. bei Reg., schönes Wett. - alle 24 Stunden änd. sie an ihrem Gewebe - lassen sich die Winterspinnen im gelind. Wett. sehen, Frost. R. Anzeig. 116. 97.

 

[IIb-27-1797-0229]
230 Hales sezte auf den Stumpf eines Weinstoks eine Röhre von 25 F. (die aus 3 gläsernen zusammengesezt war) - der Wassersaft stieg darin 21 F. im Frühjahr; ab. im Iul. zof die Wurzel das Wass. aus der Röhre. Klügel.

 

[IIb-27-1797-0230]
231. Iunge Bäume gedeih. wenn man abends ihre Rinde mit einer nass. Bürste wäscht u. die Krone besprengt. |

 

[IIb-27-1797-0231]
232 Aus dem Verbrennen der brenbaren und der Lebensluft entsteht Wasser. |

 

[IIb-27-1797-0232]
233. Die Araber: geben nie et. dem Freund zu ess. p. als zu Nachts u. immer bei Mondschein u. bei einem Feuer. Brisson.

 

[IIb-27-1797-0233]
234 Sie heilen ihre Wunde nur mit Erde. |

 

[IIb-27-1797-0234]
235. Den Tag nach dem Kriege, worin sie einand. ermord. und beraubt besuchen sie sich u. erzählen die Kunst des Anfgrifs dem Gegenstand |

 

[Manuskriptseite 37]

[IIb-27-1797-0235]
236 Wenn eine Araberin mit einem Sohn niederkömt färbt sie sich zu Freude das Gesicht 40 Tage schwarz - Tochter, nur das halbe. 14. |

 

[IIb-27-1797-0236]
237. Harwood: der Mensch gleicht nach dem Baue der Nase pflanzenfressenden Thieren, unterscheid. leichter dad. Pflanzen= als Fleischgerüche, gekochtes Fleisch bess. als rohes. L. Z. 97. N. 204

 

[IIb-27-1797-0237]
238 Fleischfress. Thiere werden von Pflanzengerüchen nicht affiziert, sie müsten denn et. thier. haben wie die stapelia hirsuta. |

 

[IIb-27-1797-0238]
239. Pflanzenfress. höchste Abscheu gegen Fleischnahrung, die Rehe leid. ein verwundet. wegen des Blutgeruchs nicht unter sich. |

 

[IIb-27-1797-0239]
240 Bei Thieren, die ihre Nahrung nicht mit dem Auge suchen können, wie bei Enten p. sind an jed. des Oberkief. viele Nerven zum feinen Gefühl - so Rüssel der Schweine, Maulwürfe. |

 

[IIb-27-1797-0240]
241. Fast alle Landschnecken 4 Flügelfäden, die sie einziehen können. - alle Wasserschnecken 2, nicht ein

 

[Manuskriptseite 38]

ziehen - die kräuterfress. Kinbacken und Zähne fleischfr. einen Rüssel, womit sie das Gehäuse a. Schaalenthiere d. bohren u. das Fleisch aussaugen. |

 

[IIb-27-1797-0241]
242 Linnée zählte 491 regelmässig gewundene Gattungen von Schencken, 70 unregelmäss. |

 

[IIb-27-1797-0242]
243. Das Maul der Muscheln besteht aus 4 Lippen ohne Zähne und Kinlade. |

 

[IIb-27-1797-0243]
244 Der Kugelquadrat best (ein Infusionsthier) besteht aus 16 Kügelgen die sich in Geselschaft, mit Erhaltung der Quadratfigur, bewegen |

 

[IIb-27-1797-0244]
245. Die Krebs Weibgen haben unt. jedem Abschnit des Schwanzes ein Paar Afterfüss., Mängen nur unt. den 3 lezten Abschnitten. |

 

[IIb-27-1797-0245]
246 Bei den Libellenmängen sizen die Zeugungstheile an der Brust, Spinnen=Mängen in den Knoten der Vorderfüsse |

 

[IIb-27-1797-0246]
247 In einem Ameisenhauf. sind 2 Mäng. 1 Weib. gegen 20 Arbeitsameis. |

 

[Manuskriptseite 39]

[IIb-27-1797-0247]
248 Von den gross. schwarzen Ameis. hängt sich eine mit den Zähnen an die a. an, und machen eine Leiter, um von einem Ast zum a. zu kommen |

 

[IIb-27-1797-0248]
249 Legt die Galwespe nach der Schlupfwespe ein Ei ins Insekt, so friss. die Larve der S. das Insekt, u. die Larven der G. diese. |

 

[IIb-27-1797-0249]
250 Das Weibgen des Iohanniskäf. leuchtet am ganzen Leib, Mängen nur mit 2 Punkte am lezt. Bauchring |

 

[IIb-27-1797-0250]
251 Der Käfer (dermestes piniperda) d. bohrt den untern Zweig des Nadelholzes zum Verdorren, Baum wächst ab. schöner in die Höhe.

 

[IIb-27-1797-0251]
252. Zwei Gefässe mit Wass., 1 mit, 1 eines mit eines ohne Mückenlarven - lezt. stinkend, jenes nicht.

 

[IIb-27-1797-0252]
253 Am Hecht=Gaumen sind 300 Zähne, im Schlund, auf der Zunge hat er deren. - die Zähne der unt. Kinlade sind alternierend fest und beweglich. |

 

[IIb-27-1797-0253]
254 Das Volk zu Elis errichtete ein eignes Amt für die Reinigung der Statue von Phidias. Büsching.

 

[Manuskriptseite 40]

[IIb-27-1797-0254]
255. Man tadelte Polyktet, daß er die Götter zu wenig würdig, die Menschen zu sehr dargestelt, und nur Iunge, nicht Alte gebildet. Quinct. XII. 10.

 

[IIb-27-1797-0255]
256 Boerhave: die Krankh. der Kinder meist konvulsiv., weil ihr Gehirn und Nerv. grösser. Emile. L. I.

 

[IIb-27-1797-0256]
257. Der Kardinal Wolfey schikte seinem ungnäd. König zum Geschenk seinen Narren Patch, den *...* *...* der längst. Unterth. kaum vom Herr. trennen konte. Brittischer Plut. 1 B.

 

[IIb-27-1797-0257]
258. Da Thomas Morus zu Heinrich zu oft muste wegen seiner Fröhlichkeit und Zeit verlor, gewöhnte er sich seine Munterkeit ab. |

 

[IIb-27-1797-0258]
259. Er mieth. einen Gerichtsknecht, der plözlich üb. dem Ess. anklopfen u. ihn auf den a. Tag vor Gericht fodern muste, um seine Familie d auf die nahe Zukunft vorzubereiten. |

 

[Manuskriptseite 41]

[IIb-27-1797-0259]
260 Nach der Verurtheilung wird in England vor dem Inkulp. der aus dem Gericht geht, ein Beil hergetragen |

 

[IIb-27-1797-0260]
261 Als der Herzog Ferdinand von Toskana ein weinendes Kind von Peter von Cortona (od. P. Beretino) bewund., machte ders mit einigen Zügen lachend - dan wieder weinend. Campers Vorlesungen von Schaz übersezt. 93

 

[IIb-27-1797-0261]
262 Für das Dableib. des ehernen eine Wunde leckenden Hund. auf dem Kapitol musten die Aufseh. mit dem Leben stehen. Plin. XXXIV. 17 )

 

[IIb-27-1797-0262]
263 Der Mensch allein kan auf dem Rücken legen und trägt das Zentrum seiner Schwere in der Mitte. |

 

[IIb-27-1797-0263]
264 Thiere, die des hohen Gerüstes wegen einen langen Hals haben, sind die Vorderfüsse kleiner, zum B. Schaf, Hirsch, Kameel, deren Rükgrat i. Hüften darum schräg aufwärts laufen. | 2. Vorles.

 

[IIb-27-1797-0264]
265 Der Bauch der grasfressenden Thiere ist grösser als der fleischfress. - der wiederkäuenden als der nicht. ||

 

[Manuskriptseite 42]

[IIb-27-1797-0265]
266 Bei Grasfressenden wiederkäuenden Thieren ist der Huf mit Horn besezt, weil sie zum Sättigen lange steh. müss. || Und ganz od. nur gespalten - bei allen a. in 3, 4, 5 (das höchste) Zehen getheilt.

 

[IIb-27-1797-0266]
267 Ie kleiner der Kopf im Verhält. zu der Höhe des Thiers, desto länger mus der Hals sein, Kameel, Schaf, ||

 

[IIb-27-1797-0267]
268. Die Rothaugen laichen um die Mittagsstunde. Klügel.

 

[IIb-27-1797-0268]
269. Linnée theilt die Fische in Kahlbäuche (ohne Floss., Aal p.) Halsflosser (die nur am Hals Floss. hab.) Brustflosser, Bauchflosser |

 

[IIb-27-1797-0269]
270. Die Rochen sezen ihre Iungen in einer vierekigten hornigen Hülle zur Welt, wo sie Seemäusse oder kissen heissen. |

 

[IIb-27-1797-0270]
271 Der schwimmende Kopf (T. Mola) sieht wie der abgehauene Kopf eines grossen Fisches, 500 Pfund schwer, giftig. |

 

[IIb-27-1797-0271]
272 Vom Nadelfisch dand man bish. nur Weibgen |

 

[Manuskriptseite 43]

[IIb-27-1797-0272]
273 Der Schnabel des Tukan ist grösser als sein Körper. |

 

[IIb-27-1797-0273]
274. Der Kampfhahn verliert nach der Paarung seinen Federnpelz um den Hals, u. seine Kriegssucht |

 

[IIb-27-1797-0274]
275 Der ungeflügelte Papagaitauch. am Nordpol hat so kurze Flügel daß er sich gar nicht aus dem Wass. heben kan. |

 

[IIb-27-1797-0275]
276 Die kurzfüss. Mauerschwalbe (hirundo apis) kan, gefallen, von der Erde nicht auf, mus wo hinanklettern, fallen, dan auffliegen |

 

[IIb-27-1797-0276]
277 Die Spotdrossel (turdus polyglottus) ahmt blos a. Vögel täuschend nach |

 

[IIb-27-1797-0277]
278 Das Gehirn des Potfisch. ist vom Walrath abgetrent |

 

[IIb-27-1797-0278]
279 Das so genante Stierbüchlein (bullenboekje) von Adrian van de Velde enthält blos Rindvieh=Zeichnungen |

 

[IIb-27-1797-0279]
280 Der vom Minist. Pombal Hingericht., Eingekerk., Vertrieb. waren 9640, davon 3970 ganz unschuld., 800 noch am Leben. Marq. von Pombal. Von Iageman übers. 2 Th.

 

[IIb-27-1797-0280]
281 Withering: Wahnsin hemt die Lungensucht, Fleischer und Darmseitemacher keine. L. Z. 225. 97

 

[Manuskriptseite 44]

[IIb-27-1797-0281]
282. In den Zeiten der Freiheit dauerten die Saturnalien nur den 17. Dezember - Zäsar sezte den 2, und 3. Tag hinzu - Augustus 4ten - Kaligula 5. - So verfiel das Christenth. immer mehr, je mehr Heiligen und Festtage. gemacht wurden. Wieland

 

[IIb-27-1797-0282]
283 Callimach erfand die korinthische Ordnung indem auf dem Grab eines Mädgen ein Korb mit Spielzeug stehen blieb, um das Grab war eine Ath Akanthuspflanze gewachs. Camp Vitruv L. IV. c. I

 

[IIb-27-1797-0283]
284 Die Korinthier geben ihren Säulen mehr Höhe, die Bildhauer den Statuen und Apollosköpfen mehr Länge, weil ein Quadrat stets mehr breit als lang zu sein scheint. Camp. Vorlesungen.

 

[IIb-27-1797-0284]
285. Bei den Griechen nahmen die Männer sich zu fette {starke} Brüste mit dem Mess. hinweg weil zu weibisch. C | p. 75

 

[IIb-27-1797-0285]
286 Solin. c. XIX: die Panozier in Indien können sich in ihren Ohren kleiden; Mela (III. 6.): die Panotes können sich darein einwickeln. Camper üb. den natürlichen Unterschied der Gesichtszüge p.

 

[Manuskriptseite 45]

[IIb-27-1797-0286]
287 Wenn die Gesichtslinie (d. h. die von der höchsten Erhebung der Stirn auf die Lipp. gezogne) einen Winkel von weniger als 70° mit der Horizontallinie macht, so hat man einen Uranutang - noch kleinerer Winkel einen Hund - endlich Vogel, Schnepfe, deren Gesichtslinie sich der Horizontallinie nähert - Neger 70° - schönste Mensch 90° - darüber ist idealisch, die römischen Steinschneider nahmen 95, die Griechen 100°, das Maximum, das darüber na* ist der Wasserkopf. |

 

[IIb-27-1797-0287]
288 Die Grösse des Mundes bestimt sich nach dem Abstand der Ekzähne in Mensch und Thier: Mundwinkel endigen sich wo der erste Backenzahn begint. Faher bei den Affen Neger p. die Spalte der Lipp. weiter fortläuft, wegen des Vorspringens des Oberkiefers, daher der kleine Mund der Antike. |

 

[IIb-27-1797-0288]
289 Die Beine vom Schwambeine an machen gerade die Hälfte uns. Körp., der Kopf 1/8, Gesicht 1/6 1/10, Fus 1/6. |

 

[IIb-27-1797-0289]
290 Weil der Kopf der Statue d. ein Fusgestel, das mit den Augen in gleich. Linie steht, fast halb so klein zeigt wie der unterste Theil mit den Füss.: so gaben die Alt. ihren Statuen mehr 80 Kopflänge. |

 

[Manuskriptseite 46]

[IIb-27-1797-0290]
291
291] gesamten Eintrag am Manuskript überprüfen Daher machen die französis. Künstler die weiblichen Figuren gefallender, indem sie ihnen 8 Kopflängen. Daher tragen vermuthlich die Weiber hohe Absätze und Hauben Das Verhältnis von 8 Kopflängen gefält selbst weil es 2 mal den Rumpf umfass., wie eine Thür nur gut steht wenn sie 2mal so hoch als breit ist, ja die französ. machen sie gefallend oft noch höher |

 

[IIb-27-1797-0291]
292 Wenn man Zink und Silb. im Mund mit den beiden Enden zusammenbringt, entsteht ein Funke vor dem Auge. R. Anzeig. St. 152. 97

 

[IIb-27-1797-0292]
293 In der äussern Gallerie der Dresdner: das Paradies mit allerhand Thieren von Snyders - eine Schlacht in einer unfruchtbaren felsigen Gegend von Philip Wouverman - ein Engel hält Abraham vom Opfer seines Sohnes ab von Piazzetta. -

 

[IIb-27-1797-0293]
294 In der innern: nakte Frau mit Blumen, auf der einen Seite kömt die Hand eines Todtengerippes und umfass. sie, von Hieronymus Ferrabosco - eine Ruhe auf der Flucht nach Aegypt., Maria säugt das Kind, das 2 Engel anbeten, der h. Ioseph sizt ofnem Buch dabei d Franzis. Albani -

 

[Manuskriptseite 47]

die 4 Kirchenlehrer denken über die unbeflekte Empfäng. der Maria nach, von Benvenuto Garofalo - Matth. Preti malte d. h. Thomas der Finger in Wunde legte - die Verlobung der h. Katharina mit dem Iesuskind, ein Engel geigt von Pietro Ricchi - Peter Molyn

 

[IIb-27-1797-0294]
295 Peter Molyn wurde wegen seiner guten Gewitt. Tempesta genant, gieng beim Aufziehen dess. ins Feld. Hagedorn über die Malerei.

 

[IIb-27-1797-0295]
296 Eglon von der Neer zog Kräuter in besonderen Häus. u. schmükte mit ihren Kopien den Vorgrund seiner Landschaften. |

 

[IIb-27-1797-0296]
297. Offenbek getadelt, daß er seine Rinder zu wenig gras. lässet.

 

[IIb-27-1797-0297]
298 Damit das Auge nicht zerstreuet werde, ist ein Theil der Aussicht gebrochen und die Seiten der Landschaft mit Gehölz, Gebäuden gespert. |

 

[IIb-27-1797-0298]
299 Die grossen, die Wand füllenden Gemälde verbindet man oft mit Kaminstücken, man verziert die äusserste Gartenmauer in Rüksicht der nächsten Gegenstände der Natur |

 

[Manuskriptseite 48]

[IIb-27-1797-0299]
300 Der linke Fus Laokoons ist 4 Minuten länger als der rechte, Hagedorns Rechtfertigungen

 

[IIb-27-1797-0300]
301 Der Schleier der Iuno ist blau, Iupiter wie die meisten Regent. wird in Purpur dargestelt |

 

[IIb-27-1797-0301]
302 Die Änderungen oder Verbesserungen heiss. Maler Bereuungen pentimenti |

 

[IIb-27-1797-0302]
303 Boileau kaufte dem Patrü die Bibliothek ab und lies sie ihm auf Zeitlebens.

 

[IIb-27-1797-0303]
304 Die Einwohner von Croton schikten dem Zeuxis ihre Mädgen zum Model für Helena, behielt 5 davon dazu. - Die Holländer, die dem Adrian Hanneman als Model zum Bildd es Friedens dienten, vom Staat reichlich belohnt. |

 

[IIb-27-1797-0304]
305 Bei den Griechen waren zwischen der Tragödie (u. auch Komödie) alzeit pantomimische Tänze. Lessing B. 22.

 

[IIb-27-1797-0305]
306 Plautus, der sich arm bei einem Becker zum Drehen der Handmühle verdingte, machte in der Zwischenzeit 3 Lustspiele |

 

[Manuskriptseite 49]

[IIb-27-1797-0306]
307 Sogar wenn die Aeste der h. Haine bei den Alten nothwendig behauen werden musten, wurden Gebete und Opfer vorher angestelt. Moriz.

 

[IIb-27-1797-0307]
308 Ein Essen vor einem Festtag gilt bei den Iuden so viel wie ein 2ter Fasttag weil jenes das Fasten erschwert. Emanuel

 

[IIb-27-1797-0308]

309 In der Beichte mus der Iude bei seinen Sünden wir sagen weil niemand seine eigne Schande bekennen sol |

 

[IIb-27-1797-0309]
310 Sie haben 365 Adern und Pflicht. der Unterlassung - 248 Glieder u. Pfl. der Ausübung |

 

[IIb-27-1797-0310]
311 Im I. 1752 waren in Grosbritt. über 400,000 tägliche Branteweintrinker. Intelligenzblatt Literatur Z. N. 93. 97.

 

[IIb-27-1797-0311]
312 Sonst durfte der Kais. in den Reichsstädten, wenn ein Mädgen einem Hofbedienten gefiel, sie es zur Braut dess. d. Marschal so ausrufen lassen: "Höret zu Ihr Herren überal, Was gebeut der Kaiser und Marschal, Was er gebeut und das mus sein: Hier ruf ich aus N. N. mit N. N. Heut zum Lehen, Morgen zur Ehen Üb. ein Iahr Zu einem Paar. L. Z. 97. N. 249.

 

[Manuskriptseite 50]

[IIb-27-1797-0312]

 

[IIb-27-1797-0313]
1798 August

 

[IIb-27-1797-0314]
1. Hufelands Makrobiol.

 

[IIb-27-1797-0315]
19 Tiedemans Geist der Philosoph.

 

[IIb-27-1797-0316]
24 Hufelands Pathogenie - 40

 

[IIb-27-1797-0317]
26 Hube - 34 - 52 -

 

[IIb-27-1797-0318]
83 Müllers Technologie

 

[IIb-27-1797-0319]
98 Müllers Bekentnisse - 105

 

[IIb-27-1797-0320]
113 Klügels Enzyklopädie - 201 - 210 - 268

 

[IIb-27-1797-0321]
163 Erfahrungsseelenkunde

 

[IIb-27-1797-0322]
170 Meinhard über den Charakt. der italienischen Dichter

 

[IIb-27-1797-0323]
176 Gibbon über das Studium der Literatur

 

[IIb-27-1797-0324]
205 Racine T. I.

 

[IIb-27-1797-0325]
233 Brisson

 

[IIb-27-1797-0326]
237 Harwood

 

[IIb-27-1797-0327]
257 Brittischer Plutarch

 

[IIb-27-1797-0328]
261 Campers Vorlesungen von Schatz

 

[IIb-27-1797-0329]
4 286 Camper über den natürlichen Unterschied der Gesichtzüge

 

[IIb-27-1797-0330]
295 Hagedorn über die Malerei