Navigation
 
Faszikel IIa-01-1782-1783
 

Transkription und digitale Edition von Jean Pauls Exzerptheften

Vorgelegt von: Sabine Straub, Monika Vince und Michael Will, unter Mitarbeit von Christian Ammon, Kai Büch und Barbara Krieger. Universität Würzburg. Arbeitsstelle Jean-Paul-Edition (Leitung: Helmut Pfotenhauer)

Förderung: Fritz Thyssen Stiftung (11/1998-12/2000) und Deutsche Forschungsgemeinschaft (01/2001-12/2005)
Projektleitung: Michael Will
Gesamtleitung: Helmut Pfotenhauer

Transkriptionsgrundlage: Nachlass Jean Paul. Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz. Fasz. IIa, Reihe "Geschichte", Bd. 1

Bearbeitungsschritte:
17.02.2000 MIWI Beginn Transkription
17.04.2000 MIWI Ende der Transkription
06.03.2003 MIWI Konvertierung von WORD in XML/TEIXLITE
23.02.2004 ST Fertigstellung der Konvertierung von WORD in XML/TEIXLITE
20.03.2004 MV/ST Erste Korrektur
29.03.2004 ST/MIWI Autopsie Berlin
14.05.2004 MIWI Durchgesehen / Vorabveröffentlichung aufbereitet
27.09.2004 MIWI Korrektur griechische Zeichen, neue Absatz-Ids
01.11.2005 MIWI Revision und Vorbereitung Online-Update
16.04.2010 CMC Zweites Online-Update

 

[Manuskriptseite 1]

Geschichte
Geschichte.] darüber nachtr. die engl. Worte "Tame land hat (danach nachtr. lazy) private fámily strànge"; daneben und darunter zahlreiche Kürzel und Federproben; am unteren Blattrand nachtr.: "Menschen sind Thiere für a. Wesen"; pp. 1 und 2 mit Bleistift paginiert; JPs tintengeschriebene Seitenzählung beginnt mit p. 3. Die in der konvertierten Fassung zu Beginn noch vorhandenen Zeichen für Bearbeitungskürzel wurden getilgt.

Erster Band

1782

 

[Manuskriptseite 2]

 

[Manuskriptseite 3]

[IIa-01-1782-1783-0001]

I.

 

[IIa-01-1782-1783-0002]
Bücherkunde v. Denis.

 

[IIa-01-1782-1783-0003]
Aristot besas einen ansenlichen Bücherschaz. Dieser kam nach ihm an den Teophrast, an den Neleus, an einige Ignoranten, die ihn aus Furcht vor den pergamischen Königen desselben beraubt zu werden, auf einige Zeit vergruben, nach dessen Tode ihn Sulla nach Rom brachte; dort benuzte ihn Tyrannion der Kritiker, ein Man, der selbst auf die 30000 Bücher besas. Der Römer begann erst mit dem Ende des zweiten punischen Kriegs sich mach der Gelersamkeit umzusehen. Die Aktensamlungen, die teils der Religion, teils der Politik dienten, gehören nicht hieher. L. Ämil. Paullus hat zuerst eine Büchersamlung mit sich nach Rom gebracht. Zizero hatte eine grosse Bibliotek. Iul. Zäsar wolte die Biblioteken öffentlich machen, und bestimte den Pompeius Mazer zum Aufseher darüber. Asinius Pollio sezte diesen Vorsaz unterm August ins Werk. Eben dieser Kaiser h baute Gallerien und Büchersäle. Gallius redet von einer tiberischen Bibliotek, und von verschiednen andern. Unter Kaiser Go*bian dem Iüngern hatte ein Arzt Seren. Sammonikus eine Büchersamlung, die aus 62000 Stükken bestand. Zu Konstantin's des Grossen Zeiten waren 29 öffentliche Büchersäle in Rom. Vitruv redet von den Gesezzen, nach denen eine Bibliotek müsse gebaut werden, und giebt Vorschläge gegen die Feuchtigkeit und die Motten. Aus manchen Stellen der Klassiker erhelt, daß es in den Zeiten der Kaiser schon Buchhändler gab, die das Büchersamlen erleichtern. - Die ersten Buchstaben waren keine Zeichen der Wörter, sondern unförmliche Bilder der Sachen selbst. Diese Schreibart nent Klemens von Alexandr. die kyriologische. Man gab den Bildern allegorische Bedeutungen - daher die 2te Schreibart, symbolische. Man gebrauchte wilkürliche Zeichen: die karakteristische Schreibart. Man brauchte eine bestimte Anzal Zeichen: die alphabetische Schr. - Das Papier der Alten bestand aus dünnen, mit einer Nadel gesonderten, auch vielfach, wenn man wolte, in die Quere übereinandergelegten, mit Nilwasser und nachher auch mit Leinen bestrichenen, gepresten, an der Sonne getrokneten und aufge

 

[Manuskriptseite 4]

rolten Häuten eines Schilfrors. Eine solche Rolle hies bei den Römern scapus und hatte die schönste Weisse, besonders bei den Hauptgattungen. Da die Pflanze nicht immer gut wuchs, und man dazu ein Monopol damit trieb, hörte der Gebrauch ums 12 Iarhundert auf. Den Ursprung des Kottonpapiers, aus Baumwolle und Tuchfasern, sezt Montfaukon ins 11te Iarhundert. Der Zeitpunkt der Erfindung unsers Leinen= oder Lumpenpapiers wird von einigen ins 12, gar ins 8. Iarh., oder 1250 oder 70 und 1302 gesezt. - Die Sineser verfertigten ihr Papier aus Bambusrore. Es ist grösser und feiner als das unsre; kan aber nur auf Einer Seite beschrieben werden. - Die ägyptischen Papierrollen bestanden aus mer handbreiten auseinendergeleimten Streifen, davon der erste mit der Aufschrift des Buches ??????????? genent wurde. Der an einem Ende der Rolle, oder wol auch an beiden, klebende Stab oder Zylinder von Ror, Holz oder Knochen hies ???????????, umbilicus; die Schnitte der um ihn laufenden Rolle wurden frontes, und seine oben und unten hervorragenden Ende cornua genent. -

 

[IIa-01-1782-1783-0004]
II.

 

[IIa-01-1782-1783-0005]
Aus Haller's Leben

 

[IIa-01-1782-1783-0006]
Albrecht Haller wurde den 16ten Oktob. 1708 in Bern geboren. Seine Mutter war eine geborne Engel. Sein Vater Emanuel Haller war zuerst Advokat, und erhielt nachher die Stelle eines Kanzlers der Landvogtei Baden. - Er durchlas in seiner frühesten Iugend alle Bücher die er aufbringen konte, selbst einen Baile und Moreri. Schon damals suchte er iedes Muster nachzuamen, und sammelte mit grösten Fleisse alles was in die Gelertengeschichte einschlagen konte. - Er genos des Hausunterichts eines gewissen Abraham Baillodz, der wegen seiner sonderbaren Meinungen von der Pfarre abgedankt worden war. Die Erinnerung der strengen Behand

 

[Manuskriptseite 5]

lung dieses Mannes sezte ihn lange nachher allezeit in eine Furcht. Die trokne Lerart dieses Mannes verdoppelte den Fleis Haller's. - Im neunten Iare übersezte er aus dem griechischen und hatte den Anfang mit dem hebräischen gemacht. Er wendete allemal den ganzen Tag und oft einen Teil der Nacht an seine Studien. 1725 fürte ihn Boerhavens Rum nach Leiden, wo er grosse Kentnisse in der Anatomie zeigte. - Nach seiner Zurükkunft in Leiden erhielt er die Doktorwürde in seinem 18ten Iare. - Er lernte in England den Ritter Hans Sloane, und Cheselden kennen und in Frankreich hörte er Winslow. Im Febr. 1728 gieng er nach Basel, unter Ioh. Bernoulli die höhere Matesis zu studiren. Im 21. Iar nach seiner Vaterstad zurük. Ungeachtet seines kurzen Gesichts war die Botanik seine liebste Ergözzung. In den Sommermonaten von 1730=1736 tat er botanische Reisen auf den Iura und die Alpen, bis an die Eisberge. - Im Iar 1736 erhielt er bei Stiftung der Univers. Göttingen den Beruf als Professor der Medizin, Anatomie, und Botanik. Sein erstes vortreflichstes Werk sind die Auslegungen über die akademischen Vorlesungen Börhave's. - Im März 1753 gieng er wieder nach der Schweiz zurük, durch die üble Folgen der Luft in Göttingen veranlast. - Im Umgang war Haller meistens gefällig und aufgewekt. Er las gleich nach den Malzeiten, und noch bei später Nacht. Er wurde 70 Iare alt: er starb den 12ten Dezemb. 1777.

 

[IIa-01-1782-1783-0007]
III.

 

[IIa-01-1782-1783-0008]
Von den Griechen, und dem Zeitalter des Plato's. Meiner's philosoph. Schriften I T. 1 Abt.

 

[IIa-01-1782-1783-0009]
Alexander's Siege hatten die woltätigsten Wirkungen für die Menschheit. Nach seinem Tode wurde die Sprache der Sieger fast die algemeine Sprache des aufgeklärten Orients; unphilosophische Völker wurden philosophisch; Perser, Kaldäer und Ägypter fiengen an in greichischer Sprache zu schreiben; die Höfe der Könige von Ägypten, Syrien und Pergamus zogen fast die meisten griechischen Philosophen zu sich. Daraus entstand in den afrikanischen und asiatischen

 

[Manuskriptseite 6]

Völkern die Sucht, die griechische Weisheit und Mytologie zu ihrer Dogmatik zu machen; der durch den Despotism entnervte Asiate wurde nun tätig, und die griechischen Künstler schmükten alles mit ihren Kunstwerken aus. - Nicht lange darnach namen die Römer von den Griechen Wissenschaftem u. Künste an, welche sie mit ihren Waffen nach beiden Gallien, Spanien, Britannien, an die Ufer des Rheins, und selbst an die Küsten von Afrika trugen. Was die Griechen den Asiatern, das waren die Römer dem grösten Teile Europens. Unter den erstern Imperatoren war daher ein grösserer Teil der Erde, und mer Nazionen aufgeklärt als selbst in unsern Tagen. - Beim Untergange der Wissenschaften bei den Römern u. Griechen, namen sie die Verwüster der alexandrinischen Bibliothek auf. Vom 10 Iarhundert an wurden Schulen und Biblioteken von den äussersten Enden Afrikens an bis nach Indien hin angelegt. Die von Übersezzungen der griechischen, von durch die Araber erhaltnen Kentnissen erleuchtete den Okzident. Die Araber verloren die Wissenschaften so wie G. und Römer - Die griechischen Ärzte besonders Aristot, werden noch in Fez und Marokko, selbst in Persion gelesen: und der aus Europa vertriebne Aristot wird in andern Weltteilen verert. Die Griechen klärten im 15 Iarhundert zuerst das durch Handel und Statskunst reich gewordne Italien, und dadurch die übrigen Länder Europens auf. -

 

[IIa-01-1782-1783-0010]
Die Philosophie und Beredsamkeit zogen nach der Unteriochung des eigentlichen Griechenlands der bürgerlichen Freiheit nach, so lange sie konten. Als Aten unmittelbar von Rom abhieng, giengen viele grosse Redner und Phiosophen nach Rhodus, das seine Freiheit am längsten erhielt. Rednerschulen dauerten darauf noch fort, als in Aten keine Beredsamkeit mer war. Aber grosse Redner der Römer hielten sich da eine Zeitlang auf.

 

[Manuskriptseite 7]

[IIa-01-1782-1783-0011]

Die Philosophie machte in Griechenland grosse Fortgänge. Vom Anaxagoras und Sokrates bis auf Epikur, Zeno, und Pryrrho verflossen nicht 2 Iarhunderte, in welchen nicht alle menschliche Weisheit und Torheit fast ganz erschöpft wurden. - Die griechische Weltweisheit fieng da an, wo sie hätte aufhören sollen - Die teoretische Teile der Philosophie wurden eher als die praktischen derselben bearbeitet.

 

[IIa-01-1782-1783-0012]
Plato stand gerade da in Griechenland auf, da es unter dem Perikles am grösten war; da alle Künste, tragisches Teater blühten; da die Werke der grösten griech. Geschichtschreiber, und grosse Redner die griechische Prose gdd gebildet hatten. - Durch den Plato sonderte sich die g. Philosophie von den gemeinen Kentnissen ab und wurde eine Wissenschaft. -

 

[IIa-01-1782-1783-0013]
IIII.

 

[IIa-01-1782-1783-0014]
Von der Männerliebe der Griechen.

 

[IIa-01-1782-1783-0015]
Lykurg hatte über die Selenliebe viele Vorschriften gegeben und sie als die sicherste Anleitung zur spartanischen Tugend empfolen. Schmach oder Tod folgte dem, der anstat der Sele den schönen Körper eines Iünglings liebte. - Die Ephoren in Sparta straften Iünglinge, wenn sie stat eines rechtschaffenen Armen einen nichtswürdigen Reichen zum Liebhaber wälten, so wie's an tugendhaften Männern ein Mangel des Patriotism war, wenn sie keine Geliebte hatten und iunge Selen nicht zur Tugend zu gewinnen suchten. - Eine tebanische, aus liebenden Iünglingen, bestehende Kohorte machte dem Philip den Sieg über die g. Freiheit schwer. - Solon gestattete die Liebe zu Weibern auch den Sklaven, allein die Selenliebe blos den Freien.

 

[IIa-01-1782-1783-0016]
V.

 

[IIa-01-1782-1783-0017]
Die Ägypter teilten die Erde in 3 Zonen; die, die sie selbst bewonten; die ihnen gerade entgegenstände, und die von beiden unterschieden, und unbewonbar sei. Die beiden erstern wären sich ganz änlich; und unänlich darin, daß die Iarszeiten sich in ihnen entgegengesezt wären. Sie namen an, daß der Nil aus dem 1. Erdgürtel durch den 2. in den

 

[Manuskriptseite 8]

ihrigen fliesse und daß eben daher die Quellen des Nils unbekant bleiben müsten, (wegen der unbewonbaren Zone.)

 

[IIa-01-1782-1783-0018]
Sobald der Nil die Höhe von 16 Kubitus erreicht; so wird davon eine Urkunde in Gegenwart des Pascha verfertigt: und alle grosse und kleine Pächter des Groshern sind verbunden, für das folgende Iar zu bezalen und ein Drittel der Summen zu pränumeriren. Komt hingegen der Nil nicht bis zu 16 Piken; so sind alle Ländereienpächter von der Zalung der gewönlichen Pachtgelder befreiet. - Sobald die Nachricht dem Pascha und den Einwonern Kairo's bekannt p; so erhebt sich einer mit einem prächtigen Gefolge an die Mündung des grossen Kanals zwischen Alt= und Neu=Kairo, der beim Anfange des Steigens des Nils mit einem Damme verwart wird. D. Pascha selbst wirft eine eiserne Schaufel in diesen Erddam: so gleich fangen Türken, Iuden und Kopten an, ihn mit einem Freudengeschrei zu durchgraben und das Nilwasser in den Kanal und durch den Kanal über die Fluren zu leiten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0019]
VI.

 

[IIa-01-1782-1783-0020]
Von der Geisterlere der Alten.

 

[IIa-01-1782-1783-0021]
Sie glaubten nach den Göttern ein unendliches Geschlecht erschafner Geister, die sie Dämonen nanten. Zu diesen Dämonen rechneten sie auch die abgeschiednen Selen der Menschen, die sie unter dem algemeinen Namen Lemures begriffen und deren wol nicht anders als eine zweifache Art sein konnte. Abgeschiedne Selen guter, abgeschiedne Selen böser Menschen. Die guten wurde ruhige, selige Hausgötter ihrer Nachkommenschaft; u. hiessen Lares. Die bösen, zur Strafe ihrer Verbrechen, irten unstät u. flüchtig auf der Erde umher, den frommen ein leres, den Ruchlosen ein verderbliches Schrekken; und hiessen Larvae. In der Ungewisheit, ob die abgeschiedne Sele der ersten oder zweiten Art sei, galt das Wort Manes. -

 

[Manuskriptseite 9]

[IIa-01-1782-1783-0022]

Anekdoten

 

[IIa-01-1782-1783-0023]
Ein alter Korporal sagte zu seinem Fändrich, der ihn schlug: Ihr Gnaden, Her Fändrich, bitte, tun Sie sich nur selbst kein Weh. -

 

[IIa-01-1782-1783-0024]
Der Parforceiäger kan um den Tod des Hasens, den er gern sparen möchte, nicht in grösserer Verlegenheit sein, als der alte Galan es bei der annähernden Gelegenheit ist, da er seine Wünsche befriedigen kan; und ich besorge, solt' er siegen müssen, würd' er kein ander Te Deum anstimmen als Pyrrhus seins: Ein solcher zweiter Sieg würde mich aufreiben.

 

[IIa-01-1782-1783-0025]
- Animasque in vulnere ponunt

 

[IIa-01-1782-1783-0026]
war der bewunderte Spruch, den Doktor Bentley bei der Gelegenheit anfürte, da ein alter Bräutigam plözlich gestorben war. -

 

[IIa-01-1782-1783-0027]
Bei der Geburt des Herzogs von Bourgogne in Frankreich kamen, wie gewönlich, alle Stände ihre Glükswünsche abzulegen. Die Abgeordneten des Parlaments zu Paris erschienen auch, und der Präsident redete den Prinzen in der Wiege so an: "Monseigneur, wir kommen, Ihnen unsre Untertänigkeit zu versichern, und unsre Kinder werden Ihnen dienen."

 

[IIa-01-1782-1783-0028]
Ein Pater predigte übers Evangel von der Samaritanerin und sagte nach verlesnem Evangelium: Wundert euch nicht, meine Gel., daß das Evang. so lang ist, es redet eine Frau."

 

[IIa-01-1782-1783-0029]
Man fragte einen um den Unterschied zwischen einem Klugen und einem Narren: Ein par Kannen Wein.

 

[IIa-01-1782-1783-0030]
Dem Pater mit dem Kruzifix rufte der fantasirende geizige Kranke entgegen: Auf das Kruz. kan ich nichts borgen.

 

[IIa-01-1782-1783-0031]
Zwei verlangten von einem iungen Notar einen Kaufbrief. Wie heist ihr? fragte d "ich Iohannes, der der Philip." So kan ich euch nicht helfen; wenn der eine nicht Tizius und der andre Temproius heist, wie es in meinem Formular steht, so kan ich euch keinen Kaufbrief machen -

 

[IIa-01-1782-1783-0032]
Ein schwarzer Husar schos einmal auf einen schöngekleideten französischen Offizier nicht, weil er in den Rok, um den er ihn verfolgte, durch den Schus ein Loch zu machen fürchtete.

 

[IIa-01-1782-1783-0033]
Pen behielt beim Karl II. den Hut auf, diser nam ihn ab. Iener "ich bitte, Freund Karl, seze deinen Hut' auf" Nein, dieser, es ist hier gebräuchlich, daß nur einer bedekt ist"

 

[IIa-01-1782-1783-0034]
Ein Man schlug seine Frau vor der Beichte zur besseren Erinnerung seiner Sünden. -

 

[IIa-01-1782-1783-0035]
Iene iüngste Schwester wollte am ersten verheiratet sein, weil man die iüngsten Kinder am ersten zu Bette bringt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0036]
Iener Bauer kaufte sich eine Brille, um lesen zu lernen. p.

 

[IIa-01-1782-1783-0037]
Ein Man schlug seine Frau alle Tage. In Gegenwart der Gäste frug sie einmal den Mann: "wie ist es heute, schlagen wir uns vor oder nach dem Essen?"

 

[IIa-01-1782-1783-0038]
Im lezten Kriege in Frankreich wurde auf königlichen Befel alles Silbergeschir in die Münze gebracht, und der König sendete das Seinige als Beispiel, auch dahin. Einige Grosse taten es nicht, und da er ihnen sein eignes Beispiel vorrükte, sagte einer von ihnen: "Christus wuste am Freitage wol, daß er am Sontage wieder auferstehen würde."

 

[IIa-01-1782-1783-0039]
Man machte einst in einer Geselschaft verschiedne Mutmassungen übers Alter der Welt. Voltaire sagte: "Die Welt verbirgt wie eine alte Bulerin ihr Alter."

 

[Manuskriptseite 10]

[IIa-01-1782-1783-0040]

Wilhelm der Dritte noch als Prinz von Oranien fragte einen Offizier, der ihn um die Absicht einer Kriegsexpedizion fragte: Können Sie schweigen" O ia! "Nun ich auch!"

 

[IIa-01-1782-1783-0041]
Eine Schöne von vielen Liebhabern und die schon oft in die Wochen gekommen, klagte dem Lord Chesterfield: "Stellen Sie sich einmal die Verläumdung vor, da hat man wieder ausgesprengt, ich wäre kürzlich * mit Zwillingen niedergekommen" - "Hm, ich glaube dergleichen Gerüchte immer nur halb."

 

[IIa-01-1782-1783-0042]
Man stal einem allemal Geld und Uren, wenn er ausgieng. "Nemen Sie doch ein Par Pistolen mit!" "Um sie mir auch stelen zu lassen?"

 

[IIa-01-1782-1783-0043]
Am sechsten Mai 1733. wurde zu Whittleska in England ein Man, Underwood so beerdigt. Eine Grabschrift aus dem Horaz; ein Grablied aus demselben. Sarg grün. Sanadons Horaz unterm Kopf, Bentlei's Milton zu'n Füssen, ein griechisches Testamente zur rechten, und eine kleine Ediz. des Horaz zur linken Hand, und Bentleis Horaz unterm Hintern. -

 

[IIa-01-1782-1783-0044]
Als Prior Gesander in Frankreich war und sich mit einem französischen Edelman in der Opera befand, sang dieser, wie gewönlich, noch lauter in der Loge als der Sänger auf dem Teater. Prior schalt auf den Sänger. Der Franzos sagte diesem, daß d. S. eine der schönsten Stimmen hatte. "Ia, aber er macht ein solches Geschrei, daß ich nicht das Vergnügen haben kan, Sie, m. H., singen zu hören."

 

[IIa-01-1782-1783-0045]
Ein Pfarrer fragte seine Katechismusschüler, bei Gelegenheit des Ehebruchs "warum schlief Ioseph nicht bei Potiphar's Weib?" Alle schwiegen; ein grosser Dummer: Em schleperte nich.

 

[IIa-01-1782-1783-0046]
Dübos und Fontenelle konten einst über die Zubereitung eines schönen und seltnen Spargels nicht einig werden; der Fonten. ihn also auf Sallatart, Dübos mit einer Butterbrühe. Iener bekam den Schlag; die Bedienten kommen herzu. Dübos schreitet über dies. hinweg, läuft zur Treppe und schreit in die Küche: "Nur allen Spargel mit Brühe!"

 

[IIa-01-1782-1783-0047]
Einem Prediger im Oldenburgischen wurden seine Bienen gestolen. Er lernte endlich Lavater's Predigt bei Anlas der Vergiftung des Nachtmalweins auswendig und applizirte alles auf den Bienendieb.

 

[IIa-01-1782-1783-0048]
Ein Spanier sagte stat eines Gebets das ABC her. "Lieber Got, hier sind alle Buchstaben, seze daraus Wörter zusammen, und mache aus dies. dir selbst ein Gebet, wie du es haben wilst"

 

[IIa-01-1782-1783-0049]
Foote wolte einmal bald vom Landgut eines Grafen wegreisen, weil er glaubte, daß der Bediente, da so wenig geheizt wurde, sein rechtes Bein zum einheizen nehmen würde.

 

[IIa-01-1782-1783-0050]
Im Speisesal der Karthause zu Grenada ist die Osterlamsmalzeit abgebildet; aber stat des Lams liegt ein grosser Fisch in der Schüssel, weil die Karthäuser in den Fasten von einem ächten Israeliten p.

 

[IIa-01-1782-1783-0051]
In einer katolischen Stad nam man einen Müller beim Fastnachtsspil zum Iudas, weil er rote Hare hatte. Er spielte gut, und das Volk schimpfte arg. Von ungefär rief einer auch: "Du Mezendieb!" Er balgte sich mit disem sogleich.

 

[IIa-01-1782-1783-0052]
Karl der Einfältige, König von Frankreich, fragte seinem Hofnarren "Was giebt's Neues?" "Es sind über 40000 Menschen heute früh aufgestanden" - "Was? Wozu?" – "One Zweifel um Abend wieder zu Bette zu gehen".

 

[IIa-01-1782-1783-0053]
Einer as Kirschen mit der Brille auf der Nase "Warum?" ich wolte grosse und bekam kleine. So kommen sie mir aber doch gros vor." - \11\] komplette Seite 11 wg. Knickproblematik am Original überprüft - 31/07/2000 MIWI

 

[Manuskriptseite 11]

[IIa-01-1782-1783-0054]

Ein Matrose der gern rauchte p. - Strik zerris - "Gut daß sie noch brent!"

 

[IIa-01-1782-1783-0055]
Ein Gelerter schrieb in die Mitte eines schmuzigen Stambuchs. Matt. VIII, 31. "Erlaube uns in die Herde Säue zu faren."

 

[IIa-01-1782-1783-0056]
Ein Reisender fand die Aufname in Voltairens Schlos zu Ferney so vortreflich, daß er noch 6 Wochen dazubleiben zu verstehen gab. "Sie wollen es also nicht wie Don Quixotte machen; der eine hielt die Wirtshäuser für Schlösser, und Sie halten die Schlösser für Wirtshäuser"

 

[IIa-01-1782-1783-0057]
Ludwig XVI sagte nach der Krönung zu Rheims: Dem Himmel sei Dank, die Festins sind vorbei nun können wir uns doch einen guten Tag machen.

 

[IIa-01-1782-1783-0058]
Ein Verliebter verlies seine Geliebte, um ihr zu schreiben.

 

[IIa-01-1782-1783-0059]
Im 30iärigen Kriege fragte ein Bürger den andern bei Aufkommung kupferner Münzen warum die Münze so rot wäre "weil sie sich schämt, so arm an Silber zu sein."

 

[IIa-01-1782-1783-0060]
Diogenes trat einem ungeschikten Schüzen vor das Ziel "ich bin hiehergetreten, damit er mich nicht treffen sol."

 

[IIa-01-1782-1783-0061]
Einer bekam eine Orfeige. "Sol das Spas oder Ernst sein?" - Ernst! "Das ist dein Glük, denn solchen Spas versteh ich nicht.

 

[IIa-01-1782-1783-0062]
Man sezte in Holland Fasten wegen der Würmer an. Wenn man den Würmern Fasttage verordnen könte, würde mer helfen als das Fasten der Einwoner."

 

[IIa-01-1782-1783-0063]
Ein Gaskonier hielt bei einem Statsminister um eine Beförderung. Der Minister "ich wil daran denken" - der Gask. "und ich wil nicht weiter daran denken"

 

[IIa-01-1782-1783-0064]
Ein deutsches Mädgen wurde im lezten Kriege von einem französischen Soldaten geschwängert. "was mich am meisten kränkt, ist, daß das Kind, wenn es zur Welt komt, kein Deutsch verstehen p."

 

[IIa-01-1782-1783-0065]
Ein Bauer weinte in einer Predigt unter allen weinenden nicht: "ich gehöre nicht zum Kirchspiele."

 

[IIa-01-1782-1783-0066]
Ein Prediger: Iesus sei den Weibern am ersten erschienen, damit seine Auferstehung bald ausgebreitet würde.

 

[IIa-01-1782-1783-0067]
Als der König in Spanien dem Kastraten Farinelli den Ritterorden schenkte und ihm also auch Sporen an die Stiefel gemacht wurden, der englische Gesandte: "in England versieht man die Häne, in Spanien die Kapaunen mit Sporen."

 

[IIa-01-1782-1783-0068]
Ein alter Offizier bat um eine Gnade bei Ludw. XIIII, und stamelte aus Furcht. "Sire, wenigstens zittere ich nicht so vor dem Feinde."

 

[IIa-01-1782-1783-0069]
Einem Chikanenmacher legte man eine falsche Obligazion vor; er eine falsche Quittung.

 

[IIa-01-1782-1783-0070]
Einer hob die Zeitung bis zu Ende des Iars auf und las sie dan alle mit einander.

 

[IIa-01-1782-1783-0071]
Der sich wegen fremden Wind entschuldigte. -

 

[Manuskriptseite 12]

[IIa-01-1782-1783-0072]

Ein deutscher Schauspieler, der im geadelten Kaufman die Hauptrolle one Tadel spielte, ward bei iedem Abgange ausgepfiffen. Er ertrugs mit Geduld, bis zur Szene, wo er auf den Haushofmeister tobt. Da er eben abgehen wolte und wieder gepfiffen ward, drehte er sich herum faste den Haushofm. und rief: an nichts denkt der Schurke! er kan es ruhig im ganzen Hause pfeifen hören und er sorgt für kein Rattenpulver.

 

[IIa-01-1782-1783-0073]
Ein französischer Dichter sagte dem Hern Wilkes in London sein Gedicht über den engländisch. Stolz her

 

[IIa-01-1782-1783-0074]
O barbares Anglais, dont les sanglans couteaux

 

[IIa-01-1782-1783-0075]
Er fand den 2ten Vers nicht; iener machte ihn im Stegreif:

 

[IIa-01-1782-1783-0076]
Coupent les têtes aux rois er les queues aux chevaux.

 

[IIa-01-1782-1783-0077]
In einem geistlichen spanischen Schauspiele: "die Schöpfung" kniet Adam vor Got dem Vater und bittet, ihn zu erschaffen.

 

[IIa-01-1782-1783-0078]
Iakob der erste fragte Bako was er von dem französischen Gesandten dächte "es ist ein ser grosser und wolgemachter Man!" - Aber von seinem Verstande? - "Die grossen Leute kommen mir wie die Häuser mit vielen Stokwerken vor. Im obersten siehts am schlechtesten aus."

 

[IIa-01-1782-1783-0079]
Philip von König von Mazedonien, fiel einmal und da er den ganzen Umfang seines Leibs im Staub ausgezeichnet sah, rief er aus: Grosse Götter, welch einen kleinen Raum nemen wir in dieser Welt ein -

 

[IIa-01-1782-1783-0080]
Vom ehemaligen Kardinal Chigi sagte man: Genius maximus in minimis, minimus in maximis.

 

[IIa-01-1782-1783-0081]
Wenn der Kanzler d. Republik Venedig dem Doge das Ende seiner Regierung und die Erlaubnis nach Hause zu gehen, ankündigt, so: Eure Durchlaucht haben die Zeit Ihrer Regierung geendigt, mithin können Eure Exzellenz wieder nach Hause gehen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0082]
Sokrates sagte zu einem Sklaven: ich würde dich züchtigen, wenn ich nicht zürnte. -

 

[IIa-01-1782-1783-0083]
Hannibal hat beim Anblik eines Grabens vol Blut gesagt: o angenemes Schauspiel! Seneka.

 

[IIa-01-1782-1783-0084]
Bias sagte zu den im Sturm betenden Matrosen: Betet nicht laut, damit die Götter nicht merken, daß ihr hier seid. -

 

[IIa-01-1782-1783-0085]
Iener Harlekin kam mit Pomp auf die Schaubüne, mit einem Pakket Briefe unter iedem Arm. Auf die Frage was er unter dem rechten Befel trüge: "Befele" linken "Gegenbefele!"

 

[IIa-01-1782-1783-0086]
Diogenes vor dem Zeno gehend, die Bewegung zu beweisen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0087]
Ein alter Edelman wurde von Ludwig XV gefragt welches Iarhundert er vorzöge, dieses od. das vorige. "Sire, j'ai passé ma jeunesse à respecter les vieillards, et il faut que je passe ma vieillesse à respecter les enfans."

 

[IIa-01-1782-1783-0088]
Zwei Femmes du monde machten sich ein Gesez sich erst um 5. Ur zu früh niederzulegen, pour avoir l'air de s'amuser beaucoup. -

 

[IIa-01-1782-1783-0089]
Anacharsis begerte einmals, da er zu einem Trinkgelage in Korint gebeten war, den Preis davon zu tragen, weil er sich eher als irgend einer aus der Geselschaft betrunken. -

 

[IIa-01-1782-1783-0090]
Als ein iunger Man sich bei einem alten Weltweisen beklagte, daß seine Frau nicht schön wäre, so sagte ihm der Philos.: Tue weniger Wasser in den Wein, so wird sie schön werden. -

 

[Manuskriptseite 13]

[IIa-01-1782-1783-0091]
Appelles sagte zu einem schlechten Maler, der die Helene ser geschmükt malte: du malst sie reich, weil du sie nicht schön malen kanst. -

 

[IIa-01-1782-1783-0092]
Mr. Oghières, riche Banquier à Paris, ayant été chargé de faire composer une marche pour un des Regimens de Charles XII, s'adressa au Musicien Mourette. La marche fut executée chez le Banquier, en présence de ses amis. La Musique fut trouvée detestable; Mourette remporte sa marche et l'insera dans une opéra qu'il fit jouer. Le Banquier et ses amis allèrent à son Opera. La marche fut tres-applaudie. Eh voilà ce que nous voulions, disaient-ils à Mourette, que ne nous doniés-vous une pièce dans ce goût-là? - Voltaire.

 

[IIa-01-1782-1783-0093]
Ein gewisser Richter sol, wenn er irgendwo einen Streit zwischen dem Bartolus und Baldus, und eine unentschiedne Rechtsfrage fand, in seinem Buche an den Rand geschrieben haben: Eine Frage für einen guten Freund. Montaigne II, 12.

 

[Manuskriptseite 14]

[IIa-01-1782-1783-0094]
Unter dem Peter Alexiowits, eine Disputazion, ob man Tobak rauchen dürfe. Der Respondent, daß man Brandewein aber nicht Tobak trinken dürfe, weil die h. Schrift sagt, was aus dem Munde des Menschen heraus geht, besudelt ihn, nicht was in denselben hineingeht. d.

 

[IIa-01-1782-1783-0095]
Peter der Grosse nam die Glocken der Kirchen zum Giessen der Kanonen. d.

 

[IIa-01-1782-1783-0096]
In Korsika prügeln alle Weiber dasienige, dem der Man gestorben.

 

[IIa-01-1782-1783-0097]
Die Kälte macht, daß man den Urin läst; Le Vayer ihn, wenn er sich die Hände wusch, ein starkes Schwizen mindert den Durchlauf; ein starker Abgang des Urins hemt den Durchlauf und umgekert.

 

[IIa-01-1782-1783-0098]
Wenn man die Glieder mit Wein wäscht, werden sie stark.

 

[IIa-01-1782-1783-0099]
Das Queksilber ist gegen Läuse, Würmer und Kräze; Leute in Bergwerken dasselb. verschlukken dasselbe, um es nachher wieder aus den Exkrementen zu samlen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0100]
Die sinesischen Ärzte behaupten, daß iedes Eingeweide mit einem gewissen Elemente und einer gewissen Himmelsgegend Gemeinschaft habe; Herz mit Feuer und Süden, daher dessen Zustand im Sommer am besten beobachtet werden kan. - Bei ieder Krankheit fülen sie nach dem Puls an einem andern Orte. - Sie leiten die meisten Krankheiten von bösen verdorbnen Winden in allen Teilen des Körp. her. - Ihre Quaksalber reiten auf gezähmten Tiegern od. andern wilden Tieren durch Örter. Diese Tiere tragen Zweige in den Rachen und wedeln mit den Schwänzen. In der linken Hand hält er ein Schwerd Zum Gefolge hat er häsliche Leute mit Krüken und Klappern, die nakt od. in weiten buntgeflekten Kleidern, od. mit Flügeln an den Schläfen einhergehen.

 

[IIa-01-1782-1783-0101]
Fette Sachen im Gesicht machen Finnen.

 

[IIa-01-1782-1783-0102]
Der Ausschlag des Mundes entsteht von einem verdorbnen Magen. Auf dem Lande bindet man ein Schaf zu den Füssen des Bettes eines Fieberkranken fest; wenn ienes stirbt, genest dieser. -

 

[IIa-01-1782-1783-0103]
Wenn die Blattern im Gesicht abtroknen, so blühen die an Händen; zulezt die der Beine.

 

[IIa-01-1782-1783-0104]
Ein Schwarm Insekten kam in Lima nach dem grossen diese Stad 1746 zerstörenden Erdbeben; in Spanien vor.

 

[IIa-01-1782-1783-0105]
In Ostindien, daß in den Finsternissen ein böser Geist mit schwarzen Klauen die Gestirne umspanne, deren er sich bemächtigen will. -

 

[IIa-01-1782-1783-0106]
In den ersten Iarhunderten des Christentums schonte man nur die Kunstwerke, die durch keine Anbetung verunreinigt waren.

 

[IIa-01-1782-1783-0107]
Die Schlange war ein Zeichen der Gotheit; daher träumte den Müttern des Alexanders des Grossen, des Szipio, Augustus p. in ihrer Schwangerschaft, daß sie mit einer Schlange zu tun hätten. -

 

[Manuskriptseite 15]

[IIa-01-1782-1783-0108]
Unter dem Kaiser Te-Tsong herschten die Verschnittenen so, daß man um das Hause eines Hof= oder Statsbedienten zu erhalten, sich verschneiden lassen muste. Paw.

 

[IIa-01-1782-1783-0109]
Oft belagerten die Strassenräuber Peking. -

 

[IIa-01-1782-1783-0110]
Die Farbe woran m. die angefressenen Zäne erkent, ist, daß sie halb durchsichtig scheinen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0111]
Die Zanschmerzen hören auf, wenn die Wange schwilt.

 

[IIa-01-1782-1783-0112]
Die Eindünstung der Haut ist desto stärker, ie stärker der Urin abgeht. -

 

[IIa-01-1782-1783-0113]
Die Kunst Geschwüre zu heilen, besteht sie in Wunden zu verwandeln; aber es ist gefärlich, alte geschwind zu stopfen.

 

[IIa-01-1782-1783-0114]
Kindern blutet die Nase und Männern der Mastdarm.

 

[IIa-01-1782-1783-0115]
In Zweibrükken wird ieder auf die Wache gebracht, den man abends one Laterne antrift.

 

[IIa-01-1782-1783-0116]
Die Sineser sagen, daß Weibspersonen, welche blind geworden, sich durch nichts als Huren ernären könten. Cupido.

 

[IIa-01-1782-1783-0117]
Alle Teile des Krokodils, am meisten Galle und Augen, reizen zum Beischlaf. -

 

[IIa-01-1782-1783-0118]
Orus Apollon: Die ägyptischen Könige und Priester asen wärend der Pest nur Tauben weil sie reine Tiere und man von der Pest frei bleibt: auch das Volk stat der Gänse.

 

[IIa-01-1782-1783-0119]
Teophrast log, daß in Ägypten alle Pflanzen, die Myrten ausgenommen, geruchlos sein.

 

[IIa-01-1782-1783-0120]
Die Sineser nennen auf ihren schlechten Landkarten England und einen Teil von Deutschland Stongtchai, das land der Rothärigen.

 

[IIa-01-1782-1783-0121]
Die welche Schweine hüteten, durften in Ägypten nicht in den Tempel kommen und trugen zum Unterschied ein langes Haupthar.

 

[IIa-01-1782-1783-0122]
In einigen Gegenden Ägyptens vermischt man, nach Prosper Albin, das Geträide, eh' mans säet mit Arsenik, wegen der Mäuse.

 

[IIa-01-1782-1783-0123]
Paw glaubt, daß dem ägyptischen Volke nur schuppenlose Fische zu essen verboten.

 

[IIa-01-1782-1783-0124]
Aus einem zu starken Durchfal kan eine Wassersucht werden.

 

[IIa-01-1782-1783-0125]
Linnäus hat auf seiner öländischen und gotländischen Reise unter den Bauern bemerkt, daß sie Warzen heilen, indem sie eine Heuschrekke hineinbeissen lassen, die eine schwarze Feuchtigkeit hineinläst.

 

[IIa-01-1782-1783-0126]
Weiber werden älter als Mäner; in hochliegenden Gegenden giebts mer alte Leute als in tiefliegenden.

 

[IIa-01-1782-1783-0127]
Ein Iakute, od. Tunguese gedenkt sich vor dem Pokkenteufel zu sichern, wenn er sich durch eingebrante Löcher ein narbenvolles Gesicht macht, um den Teufel durch die Änlichkeit mit schon gehabten zu betrügen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0128]
Der gemeine Russe in Siberien beschmiert sich, eh' er den Anfal des kalten Fiebers erwartet, mit schwarzer Farbe das Gesicht und auch den Leib, zieht fremde Lumpen, um dadurch dem bösen Geiste unkentlich zu werden. -

 

[IIa-01-1782-1783-0129]
Die Moskowiter glaubten, Got habe die Welt im Herbst erschaffen. Volt. Charles XII.

 

[IIa-01-1782-1783-0130]
Wenige getrauten sich, Tauben zu essen, weil der h. Geist in Gestalt derselben gemalet wird.

 

[Manuskriptseite 16]

[IIa-01-1782-1783-0131]
Die Tanzkrankheit befält meistens Weiber, keine Kinder und Alte.

 

[IIa-01-1782-1783-0132]
Wepfer beobachtet, daß die Vergeslichkeit von Würmern in Gedärmen entsprungen.

 

[IIa-01-1782-1783-0133]
Die Feigen machen, nach Athenäus, übelriechenden Schweis; nach Galen, Paul Ägineta, Läuse - und verwandeln sich gleich andern süssen Sachen in Galle. -

 

[IIa-01-1782-1783-0134]
Aus der Lanze der Minerva wurde ein Ölbaum - bei ienem Streite, wegen dem Namen Athens, zwischen ihr und Neptun, der ein Pferd herausschlug.

 

[IIa-01-1782-1783-0135]
Herkules sol, nach einigen, die ersten Ölbäume auf dem Olypus gepflanzt haben. Wenn die Schweine Färberröte fressen, so färben sich ihre Knochen durch und durch rot; und die Kramsvögel schmekken im Sommer, wo sie Ungeziefer fressen, schlechter als im Herbst, wo sie Beren. -

 

[IIa-01-1782-1783-0136]
Polaken versichern, daß der Schweis den Geruch des ungarischen Weins erhalte, den man getrunken; der Schweis der Iuden anders wegen des genossenen Knoblauchs.

 

[IIa-01-1782-1783-0137]
Durch Brechmittel heilt man den schwarzen Star.

 

[IIa-01-1782-1783-0138]
Hippokrates hielt die Wunden des Zwergfels für tödlich. -

 

[IIa-01-1782-1783-0139]
Van Helmont hält die obere Mündung des Magens als ei Mittelpunkt, woraus nach allen Gegenden Kräfte stralen, den Siz des Principii Vitalis od. animae sensitivae.

 

[IIa-01-1782-1783-0140]
Der V. des Specimen novi medicinae conspectus 1751 bei Guerin in Paris, hält das Magen Zwergfel fürs 2te Gehirn.

 

[IIa-01-1782-1783-0141]
Hippokrates sagt von den Griechen, daß sie ied. Monat 2 Brechtage gehabt.

 

[IIa-01-1782-1783-0142]
Die fallende Sucht entsteht aus übler Verdauung; aus iener Wansin; dis. aus schwarzer Galle. -

 

[IIa-01-1782-1783-0143]
Galen, durch einen Durchfal ist der Wahnsin gehoben worden.

 

[IIa-01-1782-1783-0144]
In Genf liessen sich sonst die Weiber ihre Brüste von Weibern aussaugen, wenn sie ihre Kinder t selbst säugten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0145]
Das Vipernfet gegen Augenkrankheiten.

 

[IIa-01-1782-1783-0146]
Demokrit sol sich die Augen verderbt haben, um ungestörter zu philosophiren.

 

[IIa-01-1782-1783-0147]
Die Blutigel saugen nie an entzündeten und unreinlichen Stellen des Körpers.

 

[IIa-01-1782-1783-0148]
Der Kalife Abdalmelek, mit dem Zunamen Abul=Z*h*h Zebab, der Fliegenvater, tödete mit seinem Atem alle Fliegen, die sich seinen Lippen näherten.

 

[IIa-01-1782-1783-0149]
Einige Sineser werfen ihre Kinder ins Wasser, mit einem ausgehölten, auf den Rücken gebundnen Kürbis, womit sie lange herumschwimmen.

 

[IIa-01-1782-1783-0150]
Die alten Szyten und Tataren hielten Manspersonen, die in der Blüte ihres Alters unvermögend geworden, in Eren, und von der Hand der Gotheit getroffen. Paw.

 

[IIa-01-1782-1783-0151]
Die Verschnittenen in Szytien kleideten sich als Weiber, nach dem Hippokrates der die Samengefässe in die Werkzeuge des Gehörs sezt! -

 

[Manuskriptseite 17]

[IIa-01-1782-1783-0152]
Pechlin kante einen Gottesgelerten, der den Durchlauf bekam, wenn er predigen solte; und der so lange anhielt, bis er auf die Kanzel gestiegen - er blieb dan so lange verstopft, bis p.

 

[IIa-01-1782-1783-0153]
Die furchtsamsten Tiere haben die längsten Beine.

 

[IIa-01-1782-1783-0154]
Das Fleisch des Krebses ist im Schwanze und in den Füssen; er trägt seine unbefruchteten Eier im Leibe, seine Gefruchteten unter dem Schwanze und pflanzt sich mit doppelten Geschlechtsgld. fort er trägt seine Augen auf beweglichen Stangen herum. -

 

[IIa-01-1782-1783-0155]
Ausgezerte und Schwindsüchtige haben oft den besten Magen.

 

[IIa-01-1782-1783-0156]
Gutes Wasser ist, was geschwinder kalt und warm wird, als ein anderes. -

 

[IIa-01-1782-1783-0157]
D. Avenbrügger in Wien klopft an der Brust ihre Beschaffenheit heraus p. am wenigsten fallende am ungesundesten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0158]
Tamerlan lies sich aus Wollust geiseln.

 

[IIa-01-1782-1783-0159]
Die Gehenkten sterben eines sanften Todes, wie Wepfer erwiesen.

 

[IIa-01-1782-1783-0160]
Den Weibern zu Aten war die Ausübung der Arzneikunst verboten; daher keine Bademütter

 

[IIa-01-1782-1783-0161]
Eine äussere Verwundung kan eine Wundgeschwulst des ganzen Körpers verursachen, indem sie die Luft unter das Fel hineinläst. -

 

[IIa-01-1782-1783-0162]
Das flüchtige Fet des Strausvogels samlet sich aus dem ganzen Körper mit einer Masse, wenn die Araber den geiagten Vogel stark herumschütteln und das Fet aus der zerschnitnen Kele fliessen lassen. - Eine verschlukte Steknadel ward aus einer Blutader des Fingeras herausgeschnitten; eine Lanzettenklinge war beim Aderlassen abgebrochen, und kam hinter den Oren wieder hervor. -

 

[IIa-01-1782-1783-0163]
Die bittern Kerne des meisten Obsts würden durch Erwärmung des Magens ein Gegenmittel gegen die külende Eigenschaft des Obsts sein. Obst süs, sein Kern bitter.

 

[IIa-01-1782-1783-0164]
Riverius, Plempius und a., daß allerlei vor den Augen herumfarende Bilder, Funken, Flokken, Spinweben, Hare und dergleichen ein Zeichen des schwarzen Stares seie, wiewol fälschlich Zimmermann.

 

[IIa-01-1782-1783-0165]
Ein Kind schielet oft davon, weil seine Amme schielet; Paulus Ägineta erfand eine Larve vor's Gesicht, wodurch die Augen durch 2 Löcher vor sich hin zusehen gezwungen werden.

 

[IIa-01-1782-1783-0166]
Die Alten rieben sich nach dem Rausche die Füsse mit Salz und Sale pernectus war, der den Rausch ausgeschlafen.

 

[IIa-01-1782-1783-0167]
Musik heilt oft Rasende.

 

[IIa-01-1782-1783-0168]
Die spartischen Mädgen liessen sich nur so lange oft öffentlich sehen , als sie keine Weiber. Die meisten Krankheiten der Gewächse bringen Wirkungen hervor, die unsre Krankheiten heilen - aus der Volblütigkeit der Fichten den Terpentin, od. aus den Beulen der Tanne. -

 

[IIa-01-1782-1783-0169]
Die Feigen in Provenze, und Paris, reifen viel eher, wenn man ihre Augen mit einem Strohhalm, od. Feder sticht, die mit Baumöle befeuchtet. - Früchte von Insekten verstochen werden früher reif und das angränzende Fleisch besser. - Stiche thun vergiften und versüssen.

 

[IIa-01-1782-1783-0170]
In Tarento, ( auf einer Insel im adriatischen Merbusen) müssen die Einwoner im Sommer lederne Strümpfe tragen, um sich auf den Gassen vor den Flöhen zu verwaren. -

 

[Manuskriptseite 18]

[IIa-01-1782-1783-0171]
Das von der Pest gefalne Vieh konnte, nach dem Virgil, nicht durch Feuer od. Wasser verzert werden. -

 

[IIa-01-1782-1783-0172]
Die Haustiere und die gemästeten haben keinen so unterscheidenden Geruch und Geschmak ihres Fleisches als die, die sich stark bewegen, und dad die wilden Tiere.

 

[IIa-01-1782-1783-0173]
Tazitus, daß die Deutschen sich immer Sommer im kalten, Winter warmen Wasser gebadet.

 

[IIa-01-1782-1783-0174]
Verulanius, daß alte Leute gestärkt werden, wenn sie bei iungen schlafen.

 

[IIa-01-1782-1783-0175]
Einige Tyrannen haben iunge Leute ermordet, um sich mit dem Bade in ihrem Blut zu stärken, und Priester rieten dem Konstantino Magno, sich gegen seinen Aussaz in Kinderblut zu baden. -

 

[IIa-01-1782-1783-0176]
Wansinnigen legt man lebendig aufgeschnitne Tiere auf den Kopf, und in solche das gelämte Glied zu stekken, heilt es. -

 

[IIa-01-1782-1783-0177]
Sydenham, daß alle Gefar der Blattern nur allein nach der Menge derselb. im Gesicht zu schäzen sei.

 

[IIa-01-1782-1783-0178]
Sylvius wollte durch warme Fusbäder aus Kuhmilch die Blattern an den Füssen befördern und vom Gesichte ablokken. -

 

[IIa-01-1782-1783-0179]
Richter hält den Teich zu Bethesda für ein tierisches Bad; für eine Samlung des Wassers, womit die Eingeweide der Opfertiere abgewaschen wurden. Seine Kraft war nur an hohen Festen, wo viele Opfer, zu spüren nach dem Zyrrillus. Engel ein Bedienter, den die Priester sandten, die Kranken zu benachrichtigen, nach Hammond.

 

[IIa-01-1782-1783-0180]
In Ägypten war das Brennen mit einem glühenden Eisen das Heilungsmittel der meisten Krankheiten.

 

[IIa-01-1782-1783-0181]
Die Eselsmilch und Pferdemilch ist am meisten und die Kuhmilch am wenigsten dün. -

 

[IIa-01-1782-1783-0182]
Mit getrokneten Kälbermägen scheidet m. in der Schweiz die Milch.

 

[IIa-01-1782-1783-0183]
Bielke, "wenn Kinder krank sind, läst man die Ammen an ihrer stat Arzneien einnemen. Man könte also auch z. B. eine Kuh, der Milch wegen, mit Taraxako, Cochleariis und andern Terradynamiis füttern, od. in eben der Absicht eine Ziege wider Gift und Kräze z mit dulcamara, und vielleicht wider das Fieber mit Tithymalo Linnaei Flor. Suec. 436 nären.

 

[IIa-01-1782-1783-0184]
Um dem unmässigen Trinken zu steuren, hatte, nach dem gothländischen Geseze, der Wirt das Recht, der Iungfrau Maria Gesundheit auszubringen; darauf durfte bei dem Hochzeitfeste kein Bier mer hereinkommen (die alten Schweden unterm König Magnus Steeb)

 

[IIa-01-1782-1783-0185]
König Iohan (in Schweden) verbot Samt und Seide, od. ied. Man muste für iede Sammetmüze und iedes seidne Kleidungsstük seiner Frau von Soldaten halten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0186]
In den Gegenden von der Hudsonsbay speiset man ** von allen Tieren nur die Zungen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0187]
Die Furcht macht graue Hare; sie verschliest die Schweislöcher, welche einnemen, wenn sie nicht ausgeben; daher die Anstekkung durch Furcht; sie verursacht einen Ausschlag an den Lippen

 

[IIa-01-1782-1783-0188]
Der griechische Feldher Aratus bekam alzeit vorm Anfang einer Schlacht einen Durchfal, der dauerte, bis die Schlacht in Gang gewesen. -

 

[Manuskriptseite 19]

[IIa-01-1782-1783-0189]
Gegen das Ende des 11 Iarh. verwarf der Erzbischof Wilhelm zu Rouen die langen Hare und die Bärte, und triebs so weit, daß im Iar 1096 in einem Konzil ausgemacht wurde, die, die lange Hare trugen, solten Zeitlebens von der christlichen Kirche ausschlossen sein und man solte nach ihrem Tode nicht für sie bitten. Ludwig VII schor sich seinen, und seine Gemalin, Eleonore von Aquitanien, schied sich darum von ihm. 6 Wochen darauf nam sich sie den Herzog von der Normandie, Heinrich, welcher nachher König von England wurde und brachte ihm zur Mitgabe Poitou und Guyenne. Es entstanden daraus Kriege, die Frankreich 300 Iar verwüsteten, 3 Millionen Franzosen kosteten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0190]
Beim Leichenbegängnisse Karls VI in Frankreich verschlos man den Leichnam in einem Sarg und poussirte seine Gestalt in Wachs und schmükte sie mit königlichen Kleid. und Zierraten an. Und noch am heutigen Tag. - Das Leichenbegängnis der Könige von Fr. ist 40 Tage nach ihrem Tode. Dies. 40 Tage wird ihr wächsernes Bildnis auf einem Paradebet mit allem Pomp dem Volke zur Schau gestelt; und hiebei färt man fort, der Leiche zu den gewönlichen Stunden die Tafel zu bereiten und ihr aufzuwarten. Man betet bei ds. Todentafel vor und nach dem Tische, welches ein Kardinal od. Prälat tut. -

 

[IIa-01-1782-1783-0191]
Wenn sich 2 Leute im 14 Iarh. in Frank. duelliren wolten, gab man ihnen vorher Absoluzion und Nachtmal; ab. kein Man od. Weib durft es nemen, one sich vorher vom Bette 8 Tage nicht geschieden zu haben. - Die Geistlichkeit sprach ied. frei der sich 3. glüklich geschlagen, und enterte die, die sich zum 3. verheiratet.

 

[IIa-01-1782-1783-0192]
Ertrinkende sterben an der Erstikkung.

 

[IIa-01-1782-1783-0193]
Die Wilden in Amerika stellen ihre Ertrunknen her, indem sie ihnen Tobakrauch von unten in die Gedärme blasen.

 

[IIa-01-1782-1783-0194]
Das Wasser löset desto mer Salz auf, ie wärmer es ist; das gefrierende Wasser läst die kleinste Porzion S. wieder fallen, und Eller, daß kochendes sovil S. als es schwer.

 

[IIa-01-1782-1783-0195]
Le Kamus findet das Gehirn dem Nuskern änlich

 

[IIa-01-1782-1783-0196]
In Siam, Peru, Brasilien glaubt man, daß die grossen Schlangen nicht so giftig als die kleinen.

 

[IIa-01-1782-1783-0197]
Das Wasser, welches die Reben weinen, ist ein gutes Stärkungsmittel der Augen - die Reben sind verachtetes dürres Holz. -

 

[IIa-01-1782-1783-0198]
Von langen Haren Kopfschmerzen - sie abschneiden, wider die Schnupfen.

 

[IIa-01-1782-1783-0199]
Rasende sind wollüstig, und die Liebestränke machen verliebt und rasend zugleich.

 

[IIa-01-1782-1783-0200]
Die Griechen genossen keine Bonen, weil man sie, nach dem Plinius, für ein Symbolum des Todes hielt. {D. Pythagor. keine weil sie Symboli der Oligarchie, oder den Thoren der Unterwelt ähnlich} Man streute bei den Leichenbegängniss. sie aus und schüttete sie auf die Gräber der Toden, um dad. die bösen Geister zu besänftigen und die verstorbnen Selen zu beruhigen, welche in die Bon. hineinfaren. Noch heutigs Tags speiset man am Tage aller Selenmessen, B. und macht seinen Freunden Geschenke damit. Auch darum weil die Flekken dess. den Buchstaben Tod ? vorstellen, und dieser Buchstabe Todesurteile unterschrieb. - Pythagoreer, wegen seiner Änlichkeit mit Geschlechtstheilen od. weil sie dem ganz. Universo ähnlich waren, nach Theophrast ass. sie keine wegen der Un**r**ssbarmachung

 

[Manuskriptseite 20]

[IIa-01-1782-1783-0201]
Krüger sagt, daß den Professoren die Vorlesungen stat der Leibesübungen dienen, und daß sie in den Ferien sich schlechter befinden - Daher reden Leute von sizender Profess. unaufhörlich.

 

[IIa-01-1782-1783-0202]
Pierius Valerianus nent die Fische ein Bild des Todes und der abgeschiednen Selen. Daher sind die Fische zum lezten himlischen Zeichen gemacht worden, zumal da der Februar, in welchem dieses Zeichen eintrit, den abgestorbnen Selen gewidmet war. Makrobius schreibt von diesem Monate: Lustrari eo mense civitatem necesse erat, quod statuit, ut justa diis manibus solverentur.

 

[IIa-01-1782-1783-0203]
Den Wein zu erhellen und zu verbessern mus man ihn auf grosse Fässer mit dikken Dauben legen.

 

[IIa-01-1782-1783-0204]
Im Königreiche Quambioa (auf dem Planeten Nazar): die alten Männer und Weiber müssen ihren Kindern gehorsam sein, Klim's Reisen.

 

[IIa-01-1782-1783-0205]
Die Einwoner von Martinia wenden viel an die Ausschmükkung ihres Schwanzes, ebend.

 

[IIa-01-1782-1783-0206]
Klein, daß die Menschenläuse auf andern Tieren stürben.

 

[IIa-01-1782-1783-0207]
Ein Schriftsteller macht die Anmerkung, daß Wanwizige ser alt würden.

 

[IIa-01-1782-1783-0208]
Äskulap strich mit einem Hund und einer Ziege das Land durch.

 

[IIa-01-1782-1783-0209]
Isidorus, daß bei den Römern anfangs ieder in seinem eignen Hause begraben worden.

 

[IIa-01-1782-1783-0210]
Das Seewasser hat Wassersüchtige gesund gemacht.

 

[IIa-01-1782-1783-0211]
An den Seeörtern sollen die Leute bei der Ebbe sterben, bei der Flut nicht.

 

[IIa-01-1782-1783-0212]
Der norwegische Bauer schäzt sich glüklich, nur einmal Zeit seines Lebens bakken zu müssen, ie älter, ie besser; das Kind isset das Brod vom Grosvater gebakken.

 

[IIa-01-1782-1783-0213]
Die Einwoner auf der Insel Moha lassen den Maiz von zanlosen Weibern durchkäuen deren Speichel stat der Hefen dient. Ie älter das Weib, desto besser das Bier.

 

[IIa-01-1782-1783-0214]
Aristomacheus Solemsis brachte seine halbe Lebenszeit mit mit Ausrechnung der Flohsprünge zu.

 

[IIa-01-1782-1783-0215]
Messalo schrieb ein Buch über den Buchstaben S.

 

[IIa-01-1782-1783-0216]
Aetius, das laute Reden nüzt einem schwachen Magen.

 

[IIa-01-1782-1783-0217]
Man widmete von Zeit zu Zeit dem Iupiter zu Teben ein Mädgen, welches man ägyptisch Neith nente, und welches unter dem Vorwande die Beischläferin des Gottes zu sein, sich eine gewisse Zeit mit Iederman abgeben durfte. -

 

[IIa-01-1782-1783-0218]
Plutarch, daß die Ägypter dem Frauenzimmer keine Schuhe erlaubten, Praecepta connub.

 

[IIa-01-1782-1783-0219]
Die Baianen, daß die allerheiligsten Selen in Rindskörp. nach dem Tode faren - und daß niemand nach seinem Tode einen gewiss. Flus passiren könne, als sich an den Schwanz einer Kuh haltend.

 

[IIa-01-1782-1783-0220]
Der wütende Aiax tödete alle Schöpsen, die er antraf, sie für Griechen haltend.

 

[IIa-01-1782-1783-0221]
In Surate bewaren die Weiber ihren Busen in einem hölzernen Gefäs. Voyage aux Indes orientales, p. M. Grose. Nouv. Oeconomiques et litt. T. 25, p. 90.

 

[IIa-01-1782-1783-0222]
Unter dem Frankrei Franziskus II in Frankreich machten sich die Weiber dikke Gefässe; bei welcher Mode sie nicht auf die Gesichter achteten; sondern Masken trugen. - Die römischen Feldherren schminkten sich bei ihren Triumphen.

 

[Manuskriptseite 21]

[IIa-01-1782-1783-0223]
Bayle, die nördlichen Länder Europens dienen mer dem Bacchus und die heissen der Venus.

 

[IIa-01-1782-1783-0224]
Die szytischen Fanen bestanden aus Stükken von verschiednen Zeugen, und waren mit Misgestalten übermalt.

 

[IIa-01-1782-1783-0225]
Die Sinesen schreiben die meisten Entdekkungen {Erfindungen} ihren Kaisern zu.

 

[IIa-01-1782-1783-0226]
Paw, daß die Völker die Welt älter machen, die an eine Selenwanderung glauben, als die sie nicht glauben.

 

[IIa-01-1782-1783-0227]
Herwart machte das Kästlein mit einer Magnetnadel aus dem Henkelkreuz, welches so oft unter unter den Bilderschriften vorkomt, und das mänliche Glied verdekt vorstelt, und der Phallus ist.

 

[IIa-01-1782-1783-0228]
Bei den Iuden erben die Kinder die Mutter, aber nicht umgekert.

 

[IIa-01-1782-1783-0229]
Lukan starb verblutend, mit einige Verse aus seinem seinem pharsalischen Kriege im Munde. -

 

[IIa-01-1782-1783-0230]
Die Festigkeit der alten Mauern beruht blos auf ihrer Dikke.

 

[IIa-01-1782-1783-0231]
Man rechnet alle bittern Sachen unter die hizigen.

 

[IIa-01-1782-1783-0232]
Die Verschwendung des Speichels schädlich.

 

[IIa-01-1782-1783-0233]
Man zündet Gästen die Pfeife an.

 

[IIa-01-1782-1783-0234]
Der Tobaksrauch desto reiner und angenemer, ie länger die Tobakspfeife.

 

[IIa-01-1782-1783-0235]
Die Sineser sollen die Wanzen zerdrükken, und an ihre Finger riechen, welches sie ausserordentlich vergnügt.

 

[IIa-01-1782-1783-0236]
Alles Säurliche treibt den Urin, und am meisten mit Öl vermischt.

 

[IIa-01-1782-1783-0237]
Sanktorius, daß Freude den Körper leichter mache (wegen der vermerten Ausdünstung.)

 

[IIa-01-1782-1783-0238]
Kräzigen Leuten, die Mittags viel Fet und Schweinfleisch gegessen, ist die Kräze Abends iukkender und hiziger.

 

[IIa-01-1782-1783-0239]
Leute in Onmacht und Sterbende schwizen ser.

 

[IIa-01-1782-1783-0240]
Die durch Hize verdorbne Galle scheint die Ursache der Tolheit zu sein.

 

[IIa-01-1782-1783-0241]
Ein Mensch bis sich vor Zorn in seinen Finger und wurde tol; Hunde im Sommer von faulem Fleisch.

 

[IIa-01-1782-1783-0242]
Apollo wolte Kassandren durch vergifteten Speichel die Warsagungssage nemen, allein es glaubte ihr niemand, und sie weissagte doch. -

 

[IIa-01-1782-1783-0243]
Ein Licht brent in einer guten Luft kürzer, als in einer unreinen.

 

[IIa-01-1782-1783-0244]
Mit Honig mus man das von einer Biene gestochne Glied reiben.

 

[IIa-01-1782-1783-0245]
Als Karneades wider den Chrysippus schreiben wollte, nam er, nach dem Val. Max. eine Dosin Nieswurz, um besser zu schreiben.

 

[IIa-01-1782-1783-0246]
Der Verlust des Hares am Barte und Haupte ist bei den Morgenländern ein Zeichen der Knechtschaft, und das Gegenteil der Freiheit.

 

[IIa-01-1782-1783-0247]
Man öfnet selten alte Gräber, worin man nicht unverserte Hare finden solte.

 

[IIa-01-1782-1783-0248]
Ein Pabst wollte die Werke eines Heiligen nicht annemen, weil das Bildnis dess. bartlos.

 

[IIa-01-1782-1783-0249]
Die Kanäle des ser grossen Rores bei Quito in Amerika sind im Volmonde vol Wasser, im Neumonde ler, und richtet sich nach der Zu= und Abname dess.

 

[IIa-01-1782-1783-0250]
Bagliv hat die stärksten Erdbeben seiner Zeit dan beobachtet, wenn die Planeten grosse Zusammenkünfte hatten. -

 

[Manuskriptseite 22]

[IIa-01-1782-1783-0251]
In Indien Kaufleute, die die Güte des Goldes und Silbers durch Geruch entscheiden.

 

[IIa-01-1782-1783-0252]
Die Leute schlafen fest, die auf dem Heu schlafen (der Dunst dess. bewirkt Schlafsucht.)

 

[IIa-01-1782-1783-0253]
Wider die Gifte, die durch den Geruch krank machen, ist der Geruch des Essigs am besten.

 

[IIa-01-1782-1783-0254]
Der Dampf stinkender Sachen erwekt Frauenzimmer, die angenemer Geruch in Onmacht gebracht; wolriechende vermeren, übelriech. vermindern die fallende Sucht.

 

[IIa-01-1782-1783-0255]
Viele Schiffer sind am Geruche der Gewürze gestorben.

 

[IIa-01-1782-1783-0256]
Die Schriften der kaiserlichen Akademie der Naturforscher, daß eine Frau den Geruch weisser Rosen ertragen und von dem der roten in Onmacht gefallen.

 

[IIa-01-1782-1783-0257]
Simon Pauli: daß ein durch den Geruch einer Apoteke in Onmacht gefalner Bauer nur durch den Geruch des Kuhmistes erwekt worden.

 

[IIa-01-1782-1783-0258]
Bonetus Bonetus] noch checken ob tatsächlich Bonnet gemeint bzw. ob es nicht doch einen Bonetus gibt. MIWI: daß ein Prediger vom Geruch warmer Krebse stum geworden, bis sie kalt geworden, wo sie seine liebste Speise waren.

 

[IIa-01-1782-1783-0259]
Skaliger behauptet, daß Wachskerzen mit vergiftetem Dampfe den Nahen töden können .

 

[IIa-01-1782-1783-0260]
Man nante alles, was Arzneikräfte besas, ein Gift, ????????, venenum.

 

[IIa-01-1782-1783-0261]
Fallopius, daß einen Gewissen der Geruch gewisser Pillen purgirte; auch niedergeschlukter Tobaksrauch

 

[IIa-01-1782-1783-0262]
Das Tobaksöl ist das stärkste Gift.

 

[IIa-01-1782-1783-0263]
Moses der Bacchus der Alten, nach Agrikola - und Noah der Saturn, nach Bochart, welcher leztere nach dem Plutarch die Weinrebe entdekt.

 

[IIa-01-1782-1783-0264]
In den nördlichen Ländern sind die Weine weniger geistreich und mer angenem als in warmen.

 

[IIa-01-1782-1783-0265]
Unsere Heidukken und Statshusaren sind Lakaien wie andre, wenn sie den Knebelbart und die Kleider abtun. -

 

[IIa-01-1782-1783-0266]
Leute von seltner Länge sind schwindsüchtig selten gesund od. stark. Boerhave, daß die Iünglinge, welche kaum zu wachsen geschienen, am dauerhaftesten gewesen.

 

[IIa-01-1782-1783-0267]
Ie schwächlicher einer, desto ofner sein Leib.

 

[IIa-01-1782-1783-0268]
Die Iuden bei der Zerstörung Ierusalems schnit man lebendig auf, um zu sehen, ob sie kein Gold im Magen hätten.

 

[IIa-01-1782-1783-0269]
Maupertuis, man solte die Ärzte nicht bezalen, wenn ihre Patienten stürben. -

 

[IIa-01-1782-1783-0270]
Die Ägypter hielten den Wein für die Galle und das Blut des Typhus. Die Wein verabscheuten, assen dennoch Trauben; Parazelsus nent ihn das Blut der Erde.

 

[IIa-01-1782-1783-0271]
Guienne, daß in den Iaren die meisten Krankheiten, worin der Wein am schlechtesten geraten

 

[IIa-01-1782-1783-0272]
In den Londner Bettelherbergen {In einem Haus in St. Giles, wo Diebe } sind Gabel und Messer an den Tisch gekettelt, damit p. u. das Tischtuch auf den Tisch genagelt. Archenholz

 

[IIa-01-1782-1783-0273]
An Festtagen halten, nach Groste, (ein Engländer) Schmäusse, wo Menschen zerplazen, und wo deren grössere Anzal die Pracht des Festes macht. -

 

[IIa-01-1782-1783-0274]
Man giebt den Hünern, die Windeier legen, Eierschalen zu fressen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0275]
Pechlin, daß einer welcher 20 Gran von den Hundszungen= Pillenmasse eingenommen, alle Pillen purgirend haltend, von dies. verstopfenden Arznei purgiert haben.

 

[Manuskriptseite 23]

[IIa-01-1782-1783-0276]
Sprichwörter.

 

[IIa-01-1782-1783-0277]
A Pound of Care will not pay an Once of Debt.

 

[IIa-01-1782-1783-0278]
A ragged Colt may make a good Horse. (Ein schäbigt Füllen wird ein gutes Pferd)

 

[IIa-01-1782-1783-0279]
The more you stirr, the worse it stinks.

 

[IIa-01-1782-1783-0280]
A good Surgeon must have an Eagle's Eye, a Lady's Hand, and a Lion's Heart.

 

[IIa-01-1782-1783-0281]
As great Pity to see a Woman weep, as a Goose go barefoot.

 

[IIa-01-1782-1783-0282]
Death Keeps no calendar. | Love and Cough (Husten) cannot be hid.

 

[IIa-01-1782-1783-0283]
Qui aime le maître, aime son chien.

 

[IIa-01-1782-1783-0284]
Le moine respond comme l'Abbé chante.

 

[IIa-01-1782-1783-0285]
Ce qui vient par la Flute, s'en va par le tambourin.

 

[IIa-01-1782-1783-0286]
Il vaut autant être mordu d'un chien que d'une chienne.

 

[IIa-01-1782-1783-0287]
Il tondroit un oeuf.

 

[IIa-01-1782-1783-0288]
Il veut faire d'une fille deux gendres.

 

[IIa-01-1782-1783-0289]
Narrenhände p. - Das Übel komt geritten und geht zu Fus wieder weg. - Stille Wasser p.. - Auf beiden Schultern tragen - Zwischen zwei Stülen p. - Wer sich zum Schaf macht, frist der Wolf. - Viele Köche verderben den Brei - Hunger ist der beste Koch - Den Gelerten ist gut predigen. - Eine Krähe hakt p. - Wenn der Fuchs predigt, nim die Gänse in Acht - Wer einen Finger, die ganze Hand - Viel Geschrei und wenig Wolle - Ein güldner Schlüssel spert alle Schlösser - Wenn es Geld regnet, so bin ich unter dem Dache - Mancher geht nach Wolle und kömt geschoren wieder. Not lernt beten. - Der vorderste Hund fängt den Hasen.

 

[IIa-01-1782-1783-0290]
Illa mihi patria est, ubi pascor, non ubi nascor. Post nubila Phoebus.

 

[IIa-01-1782-1783-0291]
Nil iuvat amisso plaudere saepta grege.

 

[IIa-01-1782-1783-0292]
Nulla dies sine linea. Urit mature, quod vult urtica manere

 

[IIa-01-1782-1783-0293]
Flectere si nequeo superos, acheronta movebo.

 

[IIa-01-1782-1783-0294]
Pulvis et umbra sumus, Horat. Saepe stilum vertas Hor.

 

[IIa-01-1782-1783-0295]
Id. In verba magistri iurare. Virtus post nummos. Quidquid delirant reges, pelectuntur Achivi. - Ridetur, chorda qui semper oberrat eadem.

 

[IIa-01-1782-1783-0296]
Man mus den Beichtvater, den Advokaten und Medikus nichts verschweigen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0297]
Ex puris negativis nil sequitur.

 

[IIa-01-1782-1783-0298]
Viel Kinder Viel Kinder] ganzer Absatz in Berlin gegengelesen - 31/07/00 , viel Vaterunser, viel V, viel Segen. - Was vom Himmel fält schadet keinem. Wer nicht beten kan, werd' ein Schifman. Güldne Kirchen, hölzerne Herzen. Ie heiliger Zeit, ie heftiger Streit. Ein guter Han wird selten fet. Der Wiedehopf ist des Kukuks Küster. Ie fetter Floh, ie magrer Hund. Zwei Hunde an Einem p. Fet schwimt oben. Kalbfleisch, Halbfleisch. Alte Furleute hören gern klatschen. Wenn das Land reich ist, ist das Wasser arm; Hat die Gerste einen guten Aufgang, wird sie selten lang. Wetterschaden macht keine Teurung. Wenn der Kol gut gerät, verdirbt das Heu. Märzstaub p. Viel Schnee, viel Heu; aber wenig Korn und Fasern. Früher Donner, später Hunger. Grüne Weihnachten p. Ie länger der Tag, ie kürzer der Faden.

 

[Manuskriptseite 24]

[IIa-01-1782-1783-0299]
Die Frau kan mer mit der Schurzen aus dem Hause tragen, als der Man mit Ärntewagen hineingefaren.

 

[IIa-01-1782-1783-0300]
Man mus den Hafer nicht von der Gans kaufen.

 

[IIa-01-1782-1783-0301]
Bako sagt: nihil magis ad sanitatem tribuit quam crebrae et domesticae purgationes.

 

[IIa-01-1782-1783-0302]
Der Kanzler der venedischen Republik Persisches Sprichwort: Hütet euch vor dem Vorderteil eines Frauenzimmers, dem Hinterteil eines Esels, und auf allen Seiten eines vor einem Molla. -

 

[IIa-01-1782-1783-0303]
Oderint dum metuant. Si tacuisses philosophus mansuisses.

 

[IIa-01-1782-1783-0304]
Der alte Kato: quot servi, tot inimici.

 

[IIa-01-1782-1783-0305]
Sprichwort der Iuden: Die Frau steigt mit ihrem Manne hinauf, aber nicht mit ihm hinunter.

 

[IIa-01-1782-1783-0306]
Der Poet liebt am meisten seine Werke, wie Aristoteles bemerkt.

 

[IIa-01-1782-1783-0307]
Alexander sagte von den vielen Nazionen in der Armee des Darius: Darius:] prüfen, ob noch ein jüngerer als der in der Datenbank enthaltene existiert - MIWI nomina verius quam auxilia.

 

[IIa-01-1782-1783-0308]
Nach Plinius Bericht nanten die alten Dichter den Strand Siziliens den Kuhstal der Sonne.

 

[IIa-01-1782-1783-0309]
Qui ebrium iudificat, laedit absentem, Publius Syrus.

 

[IIa-01-1782-1783-0310]
Es ist ein Sprüchwort unter den Malabaren, der müsse ein guter Arzt sein, der nur erst wenigstens 10 Kranke begraben lassen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0311]
Brantome sagt, von den Erben geiziger Ältern: Bienheureux est le fils, de qui l'ame du Pere est damnée.

 

[IIa-01-1782-1783-0312]
Longin, daß Homer öfters seine Menschen zu Göttern, und seine Götter zu Menschen mache. -

 

[IIa-01-1782-1783-0313]
Die alten römischen Ärzte redeten griechisch, minus credunt, eum intelligunt.

 

[IIa-01-1782-1783-0314]
Et ne foudroyés pas s'il suffit de tonner.

 

[IIa-01-1782-1783-0315]
- - Viel besser, geherscht in der Hölle, Als im Himmel gedient! - - - Milton

 

[IIa-01-1782-1783-0316]
Nur ein einziger Hauch, verschiedene Reihen von Pfeifen

 

[IIa-01-1782-1783-0317]
Schnel harmonisch bewegt. - -

 

[IIa-01-1782-1783-0318]
Zäsar fürchtete sich vor nicht fetten, nicht vor hagern Leuten.

 

[IIa-01-1782-1783-0319]
C'est sçavoir arrêter le tems

 

[IIa-01-1782-1783-0320]
Que d'être toujours belle. Mlle. de Saintonge.

 

[IIa-01-1782-1783-0321]
Furem signata sollicitant - - Aperta effractarius praeterit. Seneca.

 

[Manuskriptseite 25]

[IIa-01-1782-1783-0322]
Kirchengebet für Kranke - Kirchengebet für Kranke -] Rest der Manuskriptseite unbeschrieben

 

[Manuskriptseite 26]

[IIa-01-1782-1783-0323]

Bruchbänder und Brüche – Die güldne Ader ist am Mastdarme - Drukfeler hinten am Buche - Rote und schwarze Buchstaben auf den Titelblättern - Winde kommen von unverdauten Speisen - die das Wasser nicht halten können - der gemeine Man glaubt durch Schwizen alle Krankheiten zu kuriren - Schwein unrein und fet - das säugende Kind mit gemachten Dutten stillen - Abgezogner Brandewein, wenn er im Säufer brennend wird - Das angebrante an der Pfanne - Honig zu Klystiren - Buchstaben zu Zalen und Schreiben - Die Ärmel am Mantel hinunterhängen lassen - nach dem einen System läuft die Erde um die Sonne, nach dem anderen diese um iene - Der Mond, der uns die Sonne verdunkelt, verdunkelt sich die Erde - im Mond findet man nach dem Ariost, was man auf der Erde verloren - Die Sonne zur Hölle, zum Himmel - der Schwanz des Kometen wird mit der Annäherung an die Sonne grösser - Kometen Schwanz oder Bart - die Weintrauben des Malers, und die Iungen, die sie trugen - Gimon lies die gefangnen Persianer nakt auf der einen Seite, und auf der anderen ihre Kleider zum Verkauf ausstellen - Anfänger schreiben krum - die hebräischen Vokale stehen unter den Konsonanten; one Vokalen lesen - Ein Wald vol Stökke od. Wurzeln. - Stoppeln düngens Feld; über die Wurzeln fallen - Kleider unterbreiten - Wurzeln breiten sich weiter als die Äste aus - Buch mit breiten Rändern - mit dem Maul saugt die Biene Honig und sticht mit dem hinteren - mit wächsernen Zänen kan man nicht kauen - der Kutscher haut den den er färt - die Weiber kürzer trauern als die Männer; ienen in Rom ein Iar vorgeschrieben, diesen gar nichts - Betrug mit Einhorn - Kelleresel Millepedes - die Affen auf die Weiber - die Kleider der Henkersknech Missetäter sind den Henkern - man verwüstet oft sein eignes Land, um dem Feinde den Nuzen der Verwüstung zu rauben. - Moliere las seine Komedien seiner Wartefrau vor - Das Fleisch englisch kochen - Das Hergeräte der Wissenschaften - gewixste Stiefel. Der Man hurt mit der Magd; und nimt sie, nach der Frau Tod zur Frau - Delila die Gotgeweihten Hare - in den Darm, wo Kot, Blut - bei Kindern das Blat am meisten beschmuzt, das sie lernen - mit roter Dinte korrigiren - Wärmflasche, Kolen - Das Betwärmen - merere Uren in Einem Hause - Venus aus 10 Mädgen od. Einer Hure zusammengemalt - an toden lebendige heilen leren und zerschneiden, eh man Beinbrüche heilt - Schnee am festesten, wenn er schmelzt - an manchen Orten das Trinkgefäs mit bezalen - Lavater, daß man an einer, von dem Schermesser ihres Bartwuchses befreiten Bienenkönigin die Königslinie finden könne - die zuerst gegebne Porzion and. aufdringen - Streit über die Existenz des Hymens - an den Fäsergen der Lippen nagen - Das Register zu einem fremden Buch machen - Der süsschmekkende Honig hat eine widrige Farbe - Trauben nicht alt; ab. der Wein - Proserpina übers Blumenpflükken - die Amme käut dem Kinde vor - man komme selbst im Himmel, einen Kezer ermorden - Rettiche Wind - in Frankreich besondre Westen= und Hosenmacher - Grosse Herren Köche für die Suppe, andere für die Braten p. - es ist gut, das Wasser oft abschlagen, damit die Unreinigkeiten, die den Blasenstein erzeugen, nicht zu Boden fallen -

 

[Manuskriptseite 27]

[IIa-01-1782-1783-0324]
Pennants Reise durch Schotland.

 

[IIa-01-1782-1783-0325]
Die nordische Rotgans ist der einzige Vogel, der die kleinern Vögel seiner Art so lange verfolgt, bis sie aus Furcht zu misten anfangen, da er denn den Mist in der Luft auffängt.

 

[IIa-01-1782-1783-0326]
In Sch. giebt's eine Art kleine Hasen, die den Sturm verkündigen, wenn sie ihren eignen Kot fressen. - Die im Sommer grauen Schnehüner werden im Winter weis.

 

[IIa-01-1782-1783-0327]
Wo ein Toder liegt, darf kein Feuer brennen; ein Hund od. eine Kaze, die über den Leichnam springt, wird sogleich getödet. - Seine Freunde legen ihm einen hölzernen Teller auf die Brust, auf welchem ein Häufgen Salz und einufgen Erde ist, eines Symbol der Sele, das and. des Körpers. -

 

[IIa-01-1782-1783-0328]
Ich sah ein Instrument, womit Lästerzungen vor Gericht gebändigt werden. Es bestehet aus einem Kopfstük, das sich öfnet, und den Kopf des Verbrechers einschliest. Zu gleicher Zeit dringt eine eiserne Stange, die so scharf als ein Meisel ist, in den Mund, und drükt die Zunge nieder.-

 

[IIa-01-1782-1783-0329]
Auf der Insel Arran schwört man bei den Namen seiner Oberhäupter. -

 

[IIa-01-1782-1783-0330]
Die Adler sezen sich den alten Hirschen zwischen die Hörner, und machen sie so lange scheu, bis sie sich in einen Abgrund hinabstürzen und ihr Raub werden. -

 

[IIa-01-1782-1783-0331]
Die Eggen werden den Pferden an die Schwänze gebunden. -

 

[IIa-01-1782-1783-0332]
Als die Schwärmer 1437 das Dominikanerkloster zu Perth zerstörten, und den König Iakob I. umbrachten, lief Katharina Douglas, eine Hofdame der Königin, beim ersten Lerm der Türe zu, und da sie den Riegel nicht finden konnte: so stekte sie ihren Arm vor, der durch das Eindrängen der Mörder zerquetscht wurde. -

 

[IIa-01-1782-1783-0333]
Sitten u. Meinungen der Wilden in Amerika.

 

[IIa-01-1782-1783-0334]
An einigen ist folgendes Kinderspiel: Iungen und Mädgen binden sich an einem Arm zusammen und legen eine glühende Kole zwischen sich, um zu sehen, wer am ersten zukken würde. - Die alten Peruaner beteten reissende Tiere an, und warfen sich vor ihnen nieder, anstat die zu fliehen, und beteten sie an, anstat sie anzugreifen.

 

[IIa-01-1782-1783-0335]
-In ieder Provinz erwies man denienigen Fische, wovon sie am meisten fiengen, götliche Ere.

 

[IIa-01-1782-1783-0336]
Wenn sie warnamen, daß der Opfermensch bei seiner Zerfleischung nicht standhaft war, so zermalten sie, nach gefressenem Fleisch, seine Knochen und warfen sie auf den Schindanger: - war's das Gegenteil so trokneten sie Senen und Knochen, stelten das Skelet auf einen hohen Berg, beopferten und beteten es an. -

 

[IIa-01-1782-1783-0337]
Sie frassen die besten Freunde nach ihrem Tode, und begruben dan ihre gesamleten Gebeine mit dem grösten Leidwesen. -

 

[Manuskriptseite 28]

[IIa-01-1782-1783-0338]
Ihre abgeschnittenen Nägel u. ausgekämten Hare verstekten sie in die Rizen der Mauern, um sie bei der Auferstehung gleich finden zu können. -

 

[IIa-01-1782-1783-0339]
Die Venus hielten sie für den Edelknaben der Sonne, die übrigen Sterne für die Diener des Mondes. -

 

[IIa-01-1782-1783-0340]
Beim Anblik des Regenbogens hielten sie sich den Mund mit der Hand zu, weil ihnen sonst die Zäne verfaulten.-

 

[IIa-01-1782-1783-0341]
Die Spanier namen bei der Eroberung des Lands, alles Gold und alle Kostbarkeiten aus dem Sonnentempel hinweg und bauten aus seinen Ruinen ein - Dominikanerkloster. -

 

[IIa-01-1782-1783-0342]
Sie opferten der Sonne die feinsten Kleider. - Sie bliessen ein Har aus den Augenbraunen, zum Zeichen eines Opfers, vor dem Sonnenbilde in die Luft. -

 

[IIa-01-1782-1783-0343]
Sie zogen bei ihren Opfern die schwarze Farbe vor, und glaubten, daß sie etwas götliches an sich habe. Ihre Könige kleideten sich in diese Farbe. -

 

[IIa-01-1782-1783-0344]
Sie zündeten das zu Verbrennende mit den konzentrirten Stralen der Sonne an.

 

[IIa-01-1782-1783-0345]
Die Säulen, die am Mittag den kleinsten Schatten warfen, vererten sie am meisten, weil dies der Sonne der angenemste Siz wäre, wo sie sich schnurgerad darauf sezen könte.

 

[IIa-01-1782-1783-0346]
Bei der Mondsverfinsterung reizten sie die Hunde durch Schläge zum Heulen, weil der Mond, aus besondrer Neigung gegen dies. Tiere, Mitleiden mit ihrem Geheule haben und aus seiner Betäubung erwachen möchte, die dies. Krankheit verursacht hätte.

 

[IIa-01-1782-1783-0347]
Die Flekken des Mondes waren ihnen Wirkungen der verliebten Küsse und Umarmungen desselben vom Fuchse.

 

[IIa-01-1782-1783-0348]
Die Bewegungen der obern Augenlieder bedeuten Gutes; der untern, böses.

 

[IIa-01-1782-1783-0349]
Sie musten den Vorstehern der Provinzen in Peru eine bestimte Anzal Becher als Tribut mit Ungeziefer bringen, um dad. die Unterth. von ihnen zu befreien. Garzilasso de la Vega

 

[IIa-01-1782-1783-0350]
Iünglinge {neue Per*...*} und Weiber berauschen sich nicht in Chika; aber die Hausväter haben das Recht dazu.

 

[IIa-01-1782-1783-0351]
Die Weiber lieben die Hüner ser.

 

[IIa-01-1782-1783-0352]
Die Weiber der Lutter in der Gegend von Chako, säugen mit ihrer überflüssigen Milch nie ein fremdes Kind, aber wol, von ihren Müttern verlassene, Hunde. -

 

[IIa-01-1782-1783-0353]
Die Guayruer lassen bei dem begrabnen Körper einen Plaz für den Geist ler. -

 

[IIa-01-1782-1783-0354]
Einige Völker sollen die Körper ihrer verstorbnen Kriegsmänner zerfleischen und verzeren, und die Gerippe im Kriege als Fanen gebrauchen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0355]
Die Brasilianer geben den Angrif zur Schlacht mit einem Horn, kleinen Pfeifen, die sie aus den Knochen der lezten Gefangnen gemacht haben. -

 

[IIa-01-1782-1783-0356]
Die Weiber der Floridianer streuen ihre Hare auf die Gräber der getödeten Männer; mit dem Anwachs ihrer Hare nimt ihre Trauer ab, und endigt mit der vorigen Grösse derselben. -

 

[Manuskriptseite 29]

[IIa-01-1782-1783-0357]
Fortsezung "Home."

 

[IIa-01-1782-1783-0358]
Bei den Römern wurde eine im Ehebruch ergriffene Frau allen Vorbeigehenden in einer kleinen Zelle auf öffentlicher Strasse ausgesezt, und die ganze Zeit wurden verschiedene Glokken geläutet; Teodos schafte es ab. Socrates Hist. eccles. L. I. c. 18 B. Sainte-Cyre.

 

[IIa-01-1782-1783-0359]
Im 13 Iarhundert wolten verschiedene Geistliche das Abendmal nur für Bezalung, austeilen.

 

[IIa-01-1782-1783-0360]
In Rom brachte ieder Gast seine eigne Serviette zu einem Gastmale; ein Sklav trug sie mit dem Übriggebliebenen der Malzeit gefült nach Hause.

 

[IIa-01-1782-1783-0361]
Ehmals durften in Frankreich, Italien und England keine Weibspersonen auf der Büne erscheinen; zu eben der Zeit in Spanien blos diese.

 

[IIa-01-1782-1783-0362]
(Valer. Max. sagt, daß die Gallier oft Geld ausliehen, daß welches in den unterirdischen Gegenden wieder bezalt solte werden. -) Die Druiden borgten Gold, und versprachens in der andern Welt wieder zu bezalen.

 

[IIa-01-1782-1783-0363]
Verschiedne skandinavische Weiber trieben Seräuberei. -

 

[IIa-01-1782-1783-0364]
Der Erzbischof von York stelte bei seiner Einweihung unter der Regierung des Eduards IIII folgende Gastrei an: 300 Viertel Waizen, 300 Tonnen Bier, 100 T. Wein, 1000 Schafe, 104 Ochs. 364 Kälber, 304 Schweine, 2000 Gänse, 1000 Kapaune, 2000 Ferkel, 400 Schwäne, 104 Pfauen, 1500 warme Wildpretpasteten, 4000 kalte und 5000 kalte und warme Milchpasteten.

 

[IIa-01-1782-1783-0365]
Ein, Sutteitie genanter Nachtisch wurde aufgetragen, in Ge eine Pastete in Gestalt der Tiere geformt. Am Tage eines Heiligen wurden Engel, Propheten, Patriarchen auf den Tisch *…*

 

[IIa-01-1782-1783-0366]
Aus den Schalen der Kokosnüsse macht man Trinkgefässe, aus der Rinde des Baums Strikke.

 

[IIa-01-1782-1783-0367]
Auf Palmenblätter schrieb man. Die Milch in der Kokosnus wird durch die Zeit hart, wie die Schalen selbst und Kokoskern genant - Aus Quetschen macht brent man Brantewein.

 

[IIa-01-1782-1783-0368]
Die Kälte macht die Schlehen mürbe und esbar. - Die Schlehenblüte riecht süs und schmekt bitter.

 

[IIa-01-1782-1783-0369]
Muskatnüsse legt man vor ihrer Verschikkung in Kalkwasser, damit sie auf dem Mere nicht feucht werden.

 

[IIa-01-1782-1783-0370]
Die Gewürznäglein sind nicht die Frucht, sondern die Blüte des gleichnamigen Baumes; eh' sie sich öfnet, pflükt man sie, sonst erhält man blos eine nicht so schmakhafte Frucht (Mutternäglein)

 

[IIa-01-1782-1783-0371]
In Arabien, Neapel, Sizilien schwizt die Esche, nach den Stichen des Insekts Cikade, ein fast honigsüsser, durch die Sonne verdikter und zu Körnern gebildeter Saft heraus, od. das Manna.

 

[IIa-01-1782-1783-0372]
Die Bern des Wachholders werden erst im Herbst des folgenden Iars reif. -

 

[IIa-01-1782-1783-0373]
Der Eschen Ebenbaum hat schwarzes Holz; das Mahagoniholz ist rot.

 

[IIa-01-1782-1783-0374]
Den Hünern sind die Hollunderberen ein Gift. -

 

[IIa-01-1782-1783-0375]
Man macht aus Himberen Essig und Brantewein. -

 

[IIa-01-1782-1783-0376]
In einigen Gegenden Deuts. nent man die Stachelberen Läuse. -

 

[IIa-01-1782-1783-0377]
Das Ungarische Wasser wird aus Rosmarinblättern gemacht. -

 

[IIa-01-1782-1783-0378]
Das Schierlingskraut und sein Samen ist Menschen, Pferden, Hunden schädlich; den Ziegen nicht. -

 

[Manuskriptseite 30]

[IIa-01-1782-1783-0379]
Nur die unreifen Gurken taugen zum Essen; sonst sind sie zu hart.

 

[IIa-01-1782-1783-0380]
Die weissen Lilien legt man zerquetscht (auch ihre Zwiebel) auf entzündete Beulen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0381]
Aus Brennesseln machte man sonst das Nesseltuch.

 

[IIa-01-1782-1783-0382]
Die Regenwürmer machen die Erde lokker zum Durchdringen des Regens. -

 

[IIa-01-1782-1783-0383]
Die Schnekke kriecht aus ihrem Hause heraus, wenn man in dasselbe ein Loch schlägt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0384]
Der Wurm in der Perlenmuschel stirbt oft an der Menge der Perlen.

 

[IIa-01-1782-1783-0385]
Die See= oder Mersterne bewegen sich mit 1500 und 20 Füssen, so langsam wie Schnekken; ie mer er Stralen hat, desto teurer.

 

[IIa-01-1782-1783-0386]
Die Insekten haben die meisten Augen; und wenig Geruch und Gehör. Einige Papillons haben kein Maul.

 

[IIa-01-1782-1783-0387]
Das Vesikatorium wird aus der spanischen Fliege, einem runden, grünen, und goldglänzenden Käfer gemacht.

 

[IIa-01-1782-1783-0388]
Die Bienen fressen die sich so ser vermerenden Blatläuse gern.

 

[IIa-01-1782-1783-0389]
Die Spinnen und Seidenw Wespen sind Feinde der Seidenwürmer. -

 

[IIa-01-1782-1783-0390]
Die Vogelspinne, die gröste, tödet den Kolibri.

 

[IIa-01-1782-1783-0391]
Einige Krebse brüten ihre Eier am Schwanz aus. - Sie drükken ihre eignen Füsse mit ihren Scheren wund, weil sie sie für einen Feind halten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0392]
Stükke Al springen oft vom Rost am Feuer weg. -

 

[IIa-01-1782-1783-0393]
Der Seitenschwimmer, Butte oder Scholle hat seine beiden Augen auf Einer Seite des Kopfs.

 

[IIa-01-1782-1783-0394]
Ie weiter der Hering schwimt, desto magerer; daher gehen ihm die Schiffe entgegen.

 

[IIa-01-1782-1783-0395]
Die Neunaugen oder Prikken macht man mit Essig und Lorberblätter ein. -

 

[IIa-01-1782-1783-0396]
Die Schlangen ziehen alle Iare ihre Haut ab, und wachsen bis an ihr Ende.

 

[IIa-01-1782-1783-0397]
Die mit dem Blik tödenden Basiliken entanden aus den Eiern alter Häne. -

 

[IIa-01-1782-1783-0398]
Die Schildkröte gefangen, wenn man sie mit einer Stange umwendet. -

 

[IIa-01-1782-1783-0399]
Ie grösser ein Vogel ist, desto länger mus er brüten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0400]
Der Fras der Geier wird in ihrem Magen faulend.

 

[IIa-01-1782-1783-0401]
Der Kukuk legt 4 Eier; aber in iedes fremde Nest nur eines.

 

[IIa-01-1782-1783-0402]
Der Vampir weht mit seinem Flügel unter dem Blutsaugen ein küles Lüftgen zu.

 

[IIa-01-1782-1783-0403]
Die Ratten verwikkeln sich mit den Schwänzen unter einander.

 

[IIa-01-1782-1783-0404]
Der Stein= oder Hausmarder beist allen Tauben die Köpfe ab und saugt das Blut.

 

[IIa-01-1782-1783-0405]
Der Luchs frist blos das Gehirn der grossen Tiere, Hirsche, Schweine, und das Fleisch kleinerer.

 

[IIa-01-1782-1783-0406]
Wolfzäne hängt man, in Silber eingefast an den Hals der zanenden Kinder, deren Zäne durch das Reiben des Zanfleisches damit leichter hervorkommen.

 

[IIa-01-1782-1783-0407]
In England macht man aus Ochsenleder Tobaksdosen.

 

[IIa-01-1782-1783-0408]
Aus Ochsenhörnern macht man Rosenkränze. - Und mit seinen Klauen düngt man an einigen Orten die Weinberge. -

 

[Manuskriptseite 31]

[IIa-01-1782-1783-0409]
Der Lappe gebraucht die Blase des Rentiers zur Branteweinflasche.

 

[IIa-01-1782-1783-0410]
Die Füsgen des Zwerghirschgens werden in Silber gefast und zu Tabaksstopfern gebraucht.

 

[IIa-01-1782-1783-0411]
Der Igel wälzt sich über die Äpfel und Birnen, bis sie in seinen Stacheln stekken bleiben, und er sie nach hause bringt.

 

[IIa-01-1782-1783-0412]
Aus dem mit Wachs vermischten Gehirn (od. Sperma Zeti, Walrat) des Potfisches macht man Lichter.

 

[IIa-01-1782-1783-0413]
Der Zinnober entstand in der Erde aus der Vermischung des Queksilbers und des Schwefels.

 

[IIa-01-1782-1783-0414]
Der Demant macht, one zu zerspringen, Grübgen im Hammer und Ambos. -

 

[IIa-01-1782-1783-0415]
Sitten u. Meinungen p. II. Teil.

 

[IIa-01-1782-1783-0416]
Dem Sineser gefallen lange Nägel, dem Araber ein Knebelbart, dem Karaibe die Glätte des Gesichts. -

 

[IIa-01-1782-1783-0417]
Die Karaiben glauben, ieder Mensch habe so viele Selen im Leibe als er Pulsschläge empfindet

 

[IIa-01-1782-1783-0418]
Ein Priester reizte sich, auf Domingo nach dem Gesang, im Tempel vor dem Maboya zum Brechen: denn man müste ein gereinigtes Herz und solches auf der Zunge haben. -

 

[IIa-01-1782-1783-0419]
Sie fanden das Fleisch der Franzosen delikat; das der Spanier hart.

 

[IIa-01-1782-1783-0420]
Ie mer sie einen Feind hasten, desto besser schmekte ihnen sein Fleisch. -

 

[IIa-01-1782-1783-0421]
Sie hielten die Briefe der Spanier für redende Boten. Beim Diebstale einiger Melonen stekte ein K. einen dabeiliegenden Brief unter einen Stein, damit er den Diebstal nicht sehen könne. -

 

[IIa-01-1782-1783-0422]
Die Neger machen kleine an beiden Enden angebrante Hölzgen zu ihren Fetissen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0423]
Einige Negern sollen von ihrem Got verlangt haben, ihre Schulden zu bezalen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0424]
Bei einer Nazion feiert ieder Schwarzer iärlich den Tag, an welchem er zuerst Menschenblut vergossen hat. -

 

[IIa-01-1782-1783-0425]
Die Mexikaner vererten Flöhe und Läuse, damit sie des Nachts nicht von ihnen gestochen würden.

 

[IIa-01-1782-1783-0426]
Die zerbrochnen Stükke eines schadhaften Gözenbilds wurden unter die Vornemsten als Heiligtümer ausgeteilt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0427]
Einem mit einer Menschenhaut bekleideten Priester durfte man auf sein Singen, die Gabe nicht abschlagen, wenn man nicht von ihnen mit einem Stük derselben ins Gesicht geschlagen sein wollte. -

 

[IIa-01-1782-1783-0428]
In iedem Haupttempel wurde alle Iare ein Leibeigner gefüttert, götlich verert u. am Ende geopfert. -

 

[IIa-01-1782-1783-0429]
Ein mexikanischer Kaiser muste schwören, daß er die Flüsse nicht aus ihren Ufern treten lassen p., daß er die Felder vor Unfruchtbarkeit und den Menschen von den Einflüssen der Sonne und Luft sichern wolle.

 

[IIa-01-1782-1783-0430]
Am Hofe desselben waren der Belustigungen wegen, Krüpel, Blinde, Buklichte, Zwerge; mancher machte daher sein Kind d* zum Krüpel. -

 

[IIa-01-1782-1783-0431]
Verfiel er in eine Krankheit, so wurden alle Götter mit Larven bis an seinen Tod oder seine Genesung bedekt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0432]
Derienige Hofbediente wurde zuerst geopfert, der die Sorge für die Lampen und das Räucherwerk im Pallast gehabt hatte, damit der Kaiser auf seiner Reise sehen und gut riechen könne. - Ein Hund, damit er durch sein Gebelle überal die Ankunft dess. bekant mache.

 

[IIa-01-1782-1783-0433]
Der Priester nähte den Mantel des Bräutigams und den Schleier der Braut an einem Ende, zum Vereinigungszeichen, zusammen. -

 

[Manuskriptseite 32]

[IIa-01-1782-1783-0434]
Eine kleine Stirn schien den Mexikanerinnen vorzüglich schön.

 

[IIa-01-1782-1783-0435]
Bei einem Balspiel, Tlachtli, gehörten dem Sieger die Rökke der Zuschauer. -

 

[IIa-01-1782-1783-0436]
Zur Zierde bedekten einige ihr Haupt mit einem Adler= oder Tigerkopf. - S. s. *.

 

[IIa-01-1782-1783-0437]
In Iapan wurden die Hunde götlich verert, weil sie der Kaiser, der unter dem Gestirn des Hunds beg geboren war, ser schäzte. -

 

[IIa-01-1782-1783-0438]
Die Iapaner betrachten den Kranich als einen Glükvogel und einige nennen ihn gnädiger Her. - Razen und Mäuse zieht man auf und unterrichtet sie in Kunststükken. Die hohe Schule d. Mäuse ist zu Osaka. -

 

[IIa-01-1782-1783-0439]
Mit pulverisirten Schafsknochen kan man Flekken von Fet oder Öl aus den Kupfern bringen - durch Reiben. -

 

[IIa-01-1782-1783-0440]
Der Schal der Trompete lokt die Hausen oder grossen Störe an den Strand und ins Nez. - Ihr Rükken schmekt wie Kalbfleisch, ihr Bauch wie Schweinefleisch. -

 

[IIa-01-1782-1783-0441]
Die Klauen des Kasuar sind auswärts schwarz, innen weis. -

 

[IIa-01-1782-1783-0442]
Die schwersten Vögel laufen geschwinder als die leichtesten Landtiere. -

 

[IIa-01-1782-1783-0443]
S. l. S. l.] Kürzel sine locum? - MIWI Sie assen und verkauften die Schlangen one Kopf und Schwanz. -

 

[IIa-01-1782-1783-0444]
Sie glaubten, alle 51 Sonneniare erneure sich die Sonne, sie endige mit dem alten Zeitlaufe und eine neue entstehe mit dem neuen. - Beim Eintrit dies. schlug man alle Gefässe entzwei und löschte alles Feuer aus. -

 

[IIa-01-1782-1783-0445]
Sie lebten bis an den Tag ihrer Verheiratung, mit allen Weibspersonen; alsdan aber taten sie wegen aller aller und besonders dies. Sünden Busse. -

 

[IIa-01-1782-1783-0446]
Wer eines unnatürlichen Todes starb, wurde in einem seine Todesart vorstellenden Gewande begraben - im Ehebruch, als Got der Wollust bekleidet; im Wasser, Wassergot; im Trunke, Weingot. -

 

[IIa-01-1782-1783-0447]
Der Name der Huren in Persien zeigt allemal ihren Wert an. Sie heissen nicht die Zaide, Fatime, sondern die 12 Tomans (einer macht 11 Reichstaler), die 20 Tomans. -

 

[IIa-01-1782-1783-0448]
Der Hamster verteidigt sich gegen alles, den Hund, den Menschen, das Pferd. Wenn er in den Finger oder die Hand eines Menschen einbeist, so läst er nicht nach, bis er todgeschlagen ist. Er läst sich an einem Stük Tuch oder Holz wegtragen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0449]
Schildkröten mit wie Ochsenhörner gestalteten, und unbiegsamen Schwanzspizen. - Die Sch. hat die meiste Kraft in den Kinbakken. - Mit ienem Horn verteidigt sie sich.

 

[IIa-01-1782-1783-0450]
Das Gehirn in der Meerschildkröten der antillischen Inseln, deren Kopf so gros als ein Kalbskopf ist, ist so gros wie eine Bone. Von der Leber der grünen Schildkröte können sich 100 Menschen sat essen.

 

[IIa-01-1782-1783-0451]
Die Figur des Ochsen stelte bei den Ägyptern, Galliern und Franken die Sonne vor; daher der Apis der Franken das Zeichen der Sonne auf seiner Stirne fürte. -

 

[IIa-01-1782-1783-0452]
Die besten Austern sind, deren Schalen dem untersten Teil eines Pferdehufs gleichen. -

 

[Manuskriptseite 33]

[IIa-01-1782-1783-0453]
Gewisse kleine rötliche Würmer, sind, nach Löwenhök und Hartsöker, die Geburtshelfer der Austern.

 

[IIa-01-1782-1783-0454]
Die Sineser säen auf künstlich gewässerte Wiesen Austern one Schalen, davon sie eine reichliche Ernte kleiner erwarten. - Auf den antillischen Inseln brechen oft die vielen Austern die Bäume, welche erst durch das Mer hergefürt worden.

 

[IIa-01-1782-1783-0455]
Die Zunge des Elephanten ist so klein, daß sie mit den übrigen Teilen in gar keinem Verhältnis steht. -

 

[IIa-01-1782-1783-0456]
Ehe die Elephanten trinken, trüben sie mit ihren Füssen das Wasser. - Mit seinem Schweif iagt man Fliegen weg. Die Hare daran sind wie ein Binsenhalm dik und glänzend schwarz. Ein einziges dies. Hare kostet 2 bis 3 Sklaven. Man kan es nicht mit den Händen zerbrechen. Die Negers rauben ihm dies. mit Lebensgefar. -

 

[IIa-01-1782-1783-0457]
Dapper sagt, daß in einigen Elephantenköpfen sich eine Art von purpurfärbigen und heilsamen Bezoar befinde - und nach dem Merolla distilliren die Negers an der Sonne aus seinen Beinen ein gegen Engbrüstigkeit, Lendengift und Flüsse dienendes Wasser.

 

[IIa-01-1782-1783-0458]
Die Tahitier glauben, die Sterne wären von Sonne und Mond gezeugt, und es geschähe zur Zeit der Finsternisse. -

 

[IIa-01-1782-1783-0459]
Die Araber unterscheiden 3 Arten von Pferden: die edlen, die sich eines alten Herkommens rümen können; die durch Vermischung mit unedlen Stuten ihre Anen enterten; und den Pöbel der Pferde. Eine Stute von erstem Range wird nie one Gegenwart glaubwürdiger Zeugen belegt, die vor dem Sekretair vom Emir ein Zeugnis ausstellen vom Namen der Stute und des Hengsts, und ihr beidseitiges Anenregister. Bei der Geburt des Füllen werden Zeugen wegen der Beschreibung desselben und des Tags seiner Geburt, herbeigerufen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0460]
Bleskenius sagt, daß sich in Irland ein See sei, der alles in Stein und das den Boden berürende in Eisen verwandelt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0461]
Wenn die indianischen Iäger die Schildverken oder Tatus ihren nicht aus ihrer Höle herausbringen können, so küzeln sie sie; worauf sie die gegen die Wände ihres Baues angedrükte Schuppen sinken und sich greifen lassen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0462]
Die nach Osten gekerte Seite der Wurzel des Eselsgallenbaums oder Kherzehrch giebt Gift; nach Westen, den besten Gegengift. -

 

[IIa-01-1782-1783-0463]
Die iungen Leute in Zirkassien tanzen und singen beim Donner, auf dem Felde Der vom Bliz Erschlagene ist ein Heiliger, und die Familie eines Hauses, in welches das Gewitter geschlagen, wird 1 Iar auf öffentliche Kosten erhalten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0464]
Die Talaponis (die Prediger in Siam,) predigen gegen die Freunde der Hanenkämpfe und drohen ihn ihnen, daß sie sich in ienem Leben mit eisernen Stangen herumschmeissen werden. -

 

[IIa-01-1782-1783-0465]
Ein President wolte sich nicht die Ader lassen, weil der Chirurg ihn fragte: "Mein Her, auf welchem Arm sol ich lassen?" Volt. XV des titres. P. 29.

 

[Manuskriptseite 34]

[IIa-01-1782-1783-0466]
Her Langeais wurde von seiner Frau vor dem Parlement zu Paris der Unvermögenheit, und von einem Mädgen vor dem zu Rennes beschuldigt, daß er ihr ein Kind gemacht. Er verlor beide Prozesse. Volt.

 

[IIa-01-1782-1783-0467]
Wenn die Fakirs in Indien, das himlische Licht sehen wollen, so drehen sie ihre Augen gegen die Ende Nasenspize.

 

[IIa-01-1782-1783-0468]
Die Sineser inokuliren die Blattern nicht durch einen Einschnit in die Haut, sondern sie nemen sie wie Tabak in die Nase.

 

[IIa-01-1782-1783-0469]
Ein Curé predigte in England gegen die Einfürung der Blatterinok. und sagte, daß Hiob vom Teufel wäre inokulirt worden. -

 

[IIa-01-1782-1783-0470]
Weil Newton eine and neue Art von Teleskopen erfand, so hielt ihn ein deutscher Iesuit für einen Handwerker und Brillenmacher. Artifex quidam nomine Newton sagte er in einem kleinen Buche. Voltaire.

 

[IIa-01-1782-1783-0471]
Der Vater Pater Souciet und H. Freret schrieben gegen die Kronologie des Newtons eh' sie gedrukt war. V.

 

[IIa-01-1782-1783-0472]
Der Honig vom Hymettus ist berümt, die Fliegen summen um ihn her, und sezen sich nicht darauf, welches seinem Tymiansgeruch zugeschrieben wird.

 

[IIa-01-1782-1783-0473]
Forts. Home.

 

[IIa-01-1782-1783-0474]
Hollinsched sagt, daß die englischen Kaufleute bei ihren Gastmalen das gemeine Fleisch für ihre Tafeln zu gering hielten und durch Gallerte von allen Farben und Figuren, Blumen, Bäume, vierfüssige Tiere, Fische, Vögel und Früchte vorstelten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0475]
Ie delikater die Leute im Essen werden, desto mer kommen grosse Stükke aus der Mode.

 

[IIa-01-1782-1783-0476]
Bei den Angelsachsen wurde oft ein ganzer Ochse gebraten und in Sina werden die Schüsseln blos mit klein geschnittenem Fleische angefült. -

 

[IIa-01-1782-1783-0477]
Philip der Schöne verbot den Frauenzimmern, auf den leimbedekten Strassen zu Paris mit einem Karn zu faren. -

 

[IIa-01-1782-1783-0478]
Eine Geselschaft von Hochländern, welche die Nacht überfiel, hülten sich in ihre Mäntel und legten sich auf den Schnee zum Schlafen nieder. Ein iunger Her machte einen gross. Schnebal und brauchte ihn zum Kopfküssen. Sein Vater (Sir Evan Kameron) sties den Bal mit dem Fusse weg sagend "wie, willst du weibisch werden?" S. 384.

 

[IIa-01-1782-1783-0479]
Einige Damen in London brauchen einen Menschen, der ihnen ihre Nägel abschneidet und andre eine Magd mit weichen Händen, um morgens sanft aus dem Bette gehoben zu werden. -

 

[IIa-01-1782-1783-0480]
Leonatus lies aus Ägypten Puder Kommen, den er brauchte, womit verschiedne Kamele beladen wurden (ein Offizier aus Alexanders Armee)

 

[IIa-01-1782-1783-0481]
Wenn eine Krähe das Nest einer anderen um ein Stükgen Holz beraubt, so wird an dem ihrigen das Vergeltungsrecht geübt. -

 

[Manuskriptseite 35]

[IIa-01-1782-1783-0482]
Nach einer Statsveränderung in dem sarazenischen Reiche im Iar 750 wo die Ommiyanische Familie von den Abassianern vertrieben wurde, lies Abdolah, das Oberhaupt der leztern, endlich eine Akte der Amnestie gegen die erstern mit der Bedingung bekant machen, wenn sie ihm den Eid der Treue schwüren. Die Ommiyaner wurden im Begriffsein des Eides niedergemacht und die am Leben gebliebnen Fürsten wurden zusammengelegt und mit Brettern bedekt, worauf Abd. seine Offiziers bewirtete, "damit wir uns, sagt' er, am sterbenden Ächzen der Omm. erfreuen können." -

 

[IIa-01-1782-1783-0483]
Im leztern Kriege zwischen der Königin von Ungarn und dem König in Preussen teilten sich die Bürger von Ravenna in Parteien. Nach der Schlacht bei Rosbach lies sich der Anfürer der einen 1 Monat nicht sehen.

 

[IIa-01-1782-1783-0484]
H. Sander über d. Grosse u. Schöne in der Natur. 2tes St.

 

[IIa-01-1782-1783-0485]
Der Schal der Glokken der Maulesel kan den Sturz der Massen von Schne auf den Schweizergebürgen verursachen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0486]
Wenn in Amerika der Flus Plata vom geschmolzenen Schnee anschwilt, so reist er ganze Stükken von den Felsen, in welchen öfters Goldkörner stekken, los. -

 

[IIa-01-1782-1783-0487]
In Coulange, einem Städgen bei Auxerre, muste man einmal eine Feuersbrunst mit Wein löschen; denn man hat dort fast mer Wein, als Wasser.

 

[IIa-01-1782-1783-0488]
Die Wasserfliege (musca aquatilis L.) entdekt durch öfteres Auf= und Niederfliegen das in der Tiefe verborgne Wasser, welchem sie ihre Eier übergeben mus. -

 

[IIa-01-1782-1783-0489]
Die afrikanische Mandeln verlieren durch wiederholtes Kochen und Troknen die Bitterkeit. -

 

[IIa-01-1782-1783-0490]
Auf dem Landgute bei Arnheim tödete man alle Maulwürfe; allein der Anwachs einer alles verwüstenden Art Würmer erzwang sogar die lebendige Auffangung ihrer Feinde, der Maulwürfe. -

 

[IIa-01-1782-1783-0491]
Man schneidet den kirgisischen Schafmüttern das ungeborne Lam heraus, weil man aus vielen Schaffellen kostbare Pelze zusammensezt, indem sie mit der Feuchtigkeit, (liquor amnii) in der sie in Mutterleib gelegen, übersprizt u. so glänzend werden.

 

[IIa-01-1782-1783-0492]
Der Fuchs hat an seinem Schweif einen dunkeln, immer feuchten, und nelkenartig riechenden Flekken, an den er bei seinem Übelsein, mit gutem Erfolg riecht. -

 

[IIa-01-1782-1783-0493]
Die Halbkaninchen (Cavia) gleichen den Ratten und an Maul und Zänen den Stachelschweinen.

 

[IIa-01-1782-1783-0494]
Das Frettier (Hyrax Hermanni) hat an seinen Hinterfüssen einen ungewönlich gebauten Nagel zum Herabkrazen der Unreinigkeiten der Insekten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0495]
Der Honigsucher (viverra mellivora) ist gegen den Stich der Bienen durch ein zottiges Fel gewafnet. Am Mittage, bei der Rükker der Bienen, hält es eine Pfote vors Auge und beobachtet den Flug der Bienen und den Weg nach der Niederlage ihrer Arbeit. - -

 

[IIa-01-1782-1783-0496]
Durchs Anbeissen der Bäume mit Bienen, entdekt er dem Menschen die ihm unerreichbare Beute. -

 

[Manuskriptseite 36]

[IIa-01-1782-1783-0497]
Spert man das Weibgen der Braunellen, einer Art brauner Bachstelzen (Motacilla Modularis L.) in ein Zimmer, so nimts zur Brutzeit alle Hare p. zu einem Neste hinweg, sezt sich darauf, ungeachtet es kein Mängen hat. -

 

[IIa-01-1782-1783-0498]
In Karolina macht eine Schwalbe ihr Nest am Kamine hin aus kleinen in einander geschlungenen Stäbgen, zusammengeklebt durch Leim: daher sind die Schwanzfedern, damit sie da, wo sie aufrecht sein müssen, sich schwebend erhaltennnen, steif, spizig und one Pflaum.

 

[IIa-01-1782-1783-0499]
Die Kraniche haben zum Aufsuchen ihrer Narung auf dem Grunde des Schlams nervichte Fülspizen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0500]
Die Gedärme (einiger) Papageien sind für die Kazen ein tödliches Gift. -

 

[IIa-01-1782-1783-0501]
Eine in Gujana am Flus Berbice in Südmaerika lebende Schlange hat hinten am Schwanze eine Blase, in der 2 kleine platrunde Beingen liegen, die durch ihr Geräusch die Gefahr ihres Beissens verkündigen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0502]
Alle Schlangen haben ein zähes Leben, aber der Körper selbst reist bald entzwei.

 

[IIa-01-1782-1783-0503]
Die Fische lassen ihre Eier nicht unmittelbar aus dem warmen Leib ins kalte Wasser fallen; sondern behalten sie, bis zu gelinderen Winden und Sonnenschein, bei sich.

 

[IIa-01-1782-1783-0504]
Das Weibgen der Prozessionsraupen (Phalaena processionaea L.) überzieht den Ort ihrer Eier mit Leim aus dem After gedrükt. Es streut die Hälfte seines Federbuschs darauf zum Unterbet für die Eier und bedekt sie mit den Federn aus seinem Hinterleibe. -

 

[IIa-01-1782-1783-0505]
Der Mond wird oft bei einer Totalfinsternis rot, wie glühend Eisen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0506]
Die Drosseln nären sich im Winter von denen Beren der Mistelpflanzen, die zu einem Leim gekocht, iene Vögel fangen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0507]
Der Wiesenfuchsschwanz (Alopecurus pratensis L.) bleibt in troknen Gegenden klein, und in nassen wird er gros. -

 

[IIa-01-1782-1783-0508]
Der ägyptische Schotendorn, das Staudengewächs, welches das arabische Gummi giebt, (Mimosa Senegal L.) hat Wurzeln, die stinken; Blumen; die wie Violen riechen, und Holz (des Baums) one Geruch und Geschmak. -

 

[IIa-01-1782-1783-0509]
Der mänliche Teil der grünen Schildkröte als Pulver in Wein oder Bier eingenommen gegen den Gries in den Nieren. -

 

[IIa-01-1782-1783-0510]
Ein Patriarch in Konstantinopel verbot den Genus der Schildkröte, weil so ein plumpes und ungebildetes Tier die Wonung eines bösen Geistes sein müste. -

 

[IIa-01-1782-1783-0511]
Die Urinblase derselben ist wegen der verhinderten Ausdünstung, gros, und hält oft 12 Pf. Wasser. -

 

[IIa-01-1782-1783-0512]
Im Königreich Siam braucht man den körperlangen, stachlichten Schweif der Rochen (raja L.) zur Peitsche. -

 

[IIa-01-1782-1783-0513]
In Holland räuchert man mit der äussern Schale ihrer Eier den Kranken an der güldnen Ader, - so wie mit iedem angezündeten Horn, mit Erfolg. In Konstantinopel zündet man sie im Wechselfieber an. -

 

[IIa-01-1782-1783-0514]
Der Krampf= oder Zitterfisch (Raja torpedo L.) verliert mit dem Leben seine betäubende

 

[Manuskriptseite 37]

und zurükschlagende Kraft, die in den Muskeln befindlich ist, welche die Hälfte des untern Körpers ausmachen und ein unschmakhafter Schleim sind. One Schaden kan man ihn beim Schwanz anrüren. Am Kopf stark der Schlag, an der Kele am stärksten. - Greift man ihn am Schwanz an, so kan man ihn am ganzen Körper ohne Schaden berüren - so beim Anhalten des Odems.

 

[IIa-01-1782-1783-0515]
Eine eigne Art Feuerrochen im Königr. Siam verursacht dem sie berürenden Beulen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0516]
Der Pfeil=Rochen oder Pfeilschwanz (Raja Pastinaca L.) hat auf seinem Schwanze einen langen, zugespizten, an beiden Seiten mit rükwärts stehenden Zänen bewafneten Stachel zur Verteidigung und zum Anfal, welchem oft ein iunger zu gleicher Zeit nach wächst. -

 

[IIa-01-1782-1783-0517]
Der Hay bringt seinen Magen aus dem Bauch heraus, nimt ihn ins Maul und wäscht ihn im Merwasser; und verschlukt ihn dan wieder.

 

[IIa-01-1782-1783-0518]
Ein moskovitischer Mönch schlug eine Bürste von Pferdeharen zum Auspuzen des Magens vor, die an einem langen eisernen, mit Seide überzognen Stiel stekte. -

 

[IIa-01-1782-1783-0519]
Weil der Oberkiefer des Hays um einen Schuh länger ist als der untre, so kan er seinen Raub nur rüklings, und umgekert erschnappen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0520]
Andre Setiere nisten in der leren Blase (oder Ei), die vom Hundshay (Squalus Canicula L.) verlassen worden. Allein d er närt sich von einer Blase, mit dem Rest der gelben Feuchtigkeit der vorigen Häute gefült, bis zum Anfange seiner Räubereien.

 

[IIa-01-1782-1783-0521]
In Norwegen ist das Leberöl der Hayen das Hausmittel für alle Wunden. -

 

[IIa-01-1782-1783-0522]
Desto mer Zäne sizen an der Säge des Sägefisches (Squalus Pristis L.), ie kleiner sie ist. -

 

[IIa-01-1782-1783-0523]
Der Pfeildrache (Chimaera monstruosa L.) heilt die durch die Zakken (Zäne) seines Stachels verursachte Verwundung durch eine aus seinen geöfneten Augen geflossene Feuchtigkeit. -

 

[IIa-01-1782-1783-0524]
Die Seeteufel scheinen fast nichts als Kopf u. Schwanz zu sein. -

 

[IIa-01-1782-1783-0525]
Der Fischerfrosch (Lophinus piscatorius L.) hat seinen Rachen beständig weit offen -

 

[IIa-01-1782-1783-0526]
Er verbirgt sich im Sand, trüben Wasser od. grossen Steinen im Mer mit aufgespertem Rachen, und breitet die biegsamen Hörner, die zween langen zottichten Fasern über der Nase, im Wasser, zur Täuschung der kleinen Fische mit dem Anschein einer Speise, aus, und nach dem Berüren seiner Fäden erschnapt er sie. -

 

[IIa-01-1782-1783-0527]
Das Berüren der Sefledermaus (Lophius vespertillo L.) verursacht Entzündung.

 

[IIa-01-1782-1783-0528]
Die Dratwürmer (Gordii) hängen aus dem Leibe der Heuschrekken und andrer Insekten heraus. -

 

[IIa-01-1782-1783-0529]
Der Bahamische Einhornfisch (Balistes Monoceros L.) kan seine lange knochenartige Gräte hinter seinem Kopfe, vor= und rükwärts richten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0530]
Der gehörnte Beinfisch (Ostracion cornutus L.) sieht wie eine Reiseküste. -

 

[IIa-01-1782-1783-0531]
Der Blaser, eine Art Stachelbäuche, (Tetrodon Lagocephalus L.) hat eine stachlichte Bauchhaut, die wie eine Blase durch die Luft aufgetrieben werden kan. Sie ist an den Enden des Körpers angewachsen. Bei der Berürung oder einer nahen Gefahr erfült er sie mit Luft, und pralt gegen den Boden geworfen, wie ein Bal zurük. Mit Knarren entledigt er sich derselben. -

 

[Manuskriptseite 38]

[IIa-01-1782-1783-0532]
Die Muräne (Muraena Helena L.) wont gern in den Rizen u. Löchern. Wil man sie fangen, so schikt man Krebse hinter sie, die sie beissen. - Ehemals mästete man sie mit Menschenblut. -

 

[IIa-01-1782-1783-0533]
Der Final (Gymnotus L.) scheint nur ein langer Schwanz zu sein. -

 

[IIa-01-1782-1783-0534]
Der unbärtige Schlangenfisch (Ophidium imberbe L.) dringt in die geöfneten Schalen der Auster, die dan verschlossen wird. Er frist sie dan in Bequemlichkeit auf. -

 

[IIa-01-1782-1783-0535]
Der Schwerdfisch stirbt von einem starken Schlage auf sein Schwerd. -

 

[IIa-01-1782-1783-0536]
Die Nachtigal sucht sich zum Singen Örter aus, wo ein Wiederhal ist. - Wenn der sonst weisse Kot der Stubennachtigal mit grossen blutigen Flekken vermischt ist, so ists ein Anzeichen des baldigen Singens. . Im März giebt man ihr ein par Spinnen zur Frülingskur. - Ihre fallende Sucht wird geheilt, wenn man mit der Schere die hintre Kralle nach dem Fleische abschneidet, bis einige Tropfen Bluts darnach kommen, und die Füsse hierauf in weissem Wein badet.

 

[IIa-01-1782-1783-0537]
Die Bauern zu des Dorfs zu Laxou musten in der ersten Hochzeitsnacht ihres Fürsten das Wasser des nahen Morasts von dem Schlosse peitschen, um das Quakken der Frösche zu verhindern. - So die Einwoner von Montureux dem Abt von Luxeuil. -

 

[IIa-01-1782-1783-0538]
Als 1775 bei der Wiedereinsezung des Parlaments die ganze Stad Toulouse ihre Weib Freude wieder zu erkennen gab, wolten die Schuhpuzer, meistens arme Savoyarden, sie dadurch an den Tag legen, 1) alle, dies. Abend nach dem Einzug nicht erleuchtete Fenster einzuschmeissen - 2) allen Bürgern heute gratis die Schuhe zu puzen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0539]
Rousseau muste sich einmal seinen Lebensunterhalt mit Schnürbändermachen erwerben. -

 

[IIa-01-1782-1783-0540]
Im 12 Iarhundert hielte sich ein Mensch namens Eon wegen der Änlichkeit seines Namens mit dem Worte Eum, im Schlusse der Exorzismusformel, per Eum qui venturus est judicaturus viv. et mort., für den Son Gottes. -

 

[IIa-01-1782-1783-0541]
Viele tartarische Oberhäupter sollen den Kot des Delai Lama in goldnen Dosen aufbewaren, um ihre Ragouts damit zu würzen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0542]
In Thibet hat man eine ausserordentliche Ererbietung für Kühe mit gewissen Schwänzen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0543]
Herodot sagt, daß bei den Persern die Kinder vor dem 5. Iar nicht vor ihren Vätern erscheinen musten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0544]
Bei den Parsen mus ein Mädgen, das bis ins 18 Iar Iungfer ist, bis zur bis zur Auferstehung in der Hölle bleiben. -

 

[IIa-01-1782-1783-0545]
Durch die Kinder gelangt man bei ihnen in den Himmel, und ihre guten Werke sind die Verdienste, welche die Eltern über die Brükke Tsihinerad lassen.

 

[IIa-01-1782-1783-0546]
Eine im Gebären begriffene Frau wird auf ein Bet von Eisen gelegt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0547]
Kamoens erhielt von König Sebastian 15000. Neis (25 Reichstaler) iarlich - Sein treuer Sklave Iohan muste abends für ihn betteln; am Tage zeigte er sich bei Hofe. -

 

[Manuskriptseite 39]

[IIa-01-1782-1783-0548]
Sander Fort. I T.

 

[IIa-01-1782-1783-0549]
Die Kamtschadalen strafen einen Mörder der Bachstelze, der Ankünderin des Frülings.

 

[IIa-01-1782-1783-0550]
Die Tibetaner schikken Kuhschwänze in ganz Indien herum. Man fäst sie in silberne Handgriffe ein, und trägt sie als Fliegenwedel, wenn man ausgeht, in der Hand. -

 

[IIa-01-1782-1783-0551]
Die meisten Fische laichen an den seichtesten Orten, wegen der leichtern Erwärmung der Eier p.

 

[IIa-01-1782-1783-0552]
Der Kot der Wasservögel macht die Felsen in den schottischen Seen weis und nach und nach urbar. -

 

[IIa-01-1782-1783-0553]
Der Dampf von Safran, Lilien, Veilgenblumen verursacht Schmerzen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0554]
Die Schweine verzeren die giftigsten Schwämme one Schaden.

 

[IIa-01-1782-1783-0555]
Die weisse harzige Substanz des Kampherbaums tödet die meisten Insekten, durch den Geruch die Kleidermotten und Mükken, Schafe, Kazen, Hüner, Mäuse; aber etliche Dosen Kampher beruhigen Rasende. -

 

[IIa-01-1782-1783-0556]
Die Turteltaube in Karolina närt sich von einer giftigen Pflanze (Blitum virginianum) aber sie ist gut zu essen. - Die Bienen tragen oft giftigen Honig ein. - Die bittern Mandeln nüzen dem Menschen, und töden Wölfe, Füchse, Hunde.

 

[IIa-01-1782-1783-0557]
Ein Hun kan 8 Pfefferkörner one Schaden fressen; ein Schwein stirbt an einem einzigen.

 

[IIa-01-1782-1783-0558]
Aloe purgirt; aber tödet Hunde, Kazen, Füchse.

 

[IIa-01-1782-1783-0559]
Wenn der Zukker im Magazin 36 Iar alt geworden ist, so wird er für den Menschen giftartig.

 

[IIa-01-1782-1783-0560]
Der Kanarienvogel, Papagei und das Pferd fressen den Zukker heilsam und gern; eine Taube stirbt an 7 Quentgen Z. in 4, eine Ente an 5. in 7. Stunden.

 

[IIa-01-1782-1783-0561]
Die Blätter der Tolberen, oder Wolfskirschen (Atropa belladonna L.) schaden vor das Auge gehalten, demselben ser; die Schafe und Hirsche fressen sie gern - diese Blätter heilen die Geschwüre der Weiberbrust, und auch die Melancholie. -

 

[IIa-01-1782-1783-0562]
Die Igel fressen spanische Fliegen; Hunde und Kazen sterben daran; - Aus diesem schönglänzenden Insekt (Cantharides.) hat man mit Königswassertinktur etwas Gold herausgezogen. - glänzt, stinkt, schmerzt.

 

[IIa-01-1782-1783-0563]
Die weisse Nieswurz (veratrum album L.) ist für Pferde, Lämmer, Federvieh Gift; aber mit dem aus ihrer Wurzel verfertigten Pulver bestreut man die Geschwüre von den Bremsen beim Rindvieh. -

 

[IIa-01-1782-1783-0564]
Iunge Küchlein sterben an wenigen Kaffekernen; auch daran die Papageien, wie an der Petersilie. -

 

[IIa-01-1782-1783-0565]
Das Tiergen Soure, oder der kleine Blutegel auf den Alpen ist, mit dem Wasser verschlukt, für Mensch und T. tödlich. An den nahe dabei wachs. Lerchenbäumen ist ein Schwam, der getroknet, mit Pfeffer, oft mit Milch und Öl versezt, eingegeben, und für das beste Mittel dagegen gehalten wird.

 

[Manuskriptseite 40]

[IIa-01-1782-1783-0566]
Der Kaiman, od. das westindische Krokodil, täuscht durch das Stilleliegen, und einer Änlichkeit mit einem alten, faulen Stük Holz Fische, Vögel, Schildkröten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0567]
Ein Rotkelgen in Amerika, kaum eine Unze schwer, entwischt durch seinen Flug dem Falken. Es hat grosse Flügel. -

 

[IIa-01-1782-1783-0568]
Im atlantischen Mer närt sich ein kleiner Barb n* vom Schlam des Kiels des Schifs.

 

[IIa-01-1782-1783-0569]
Der Katfisch kan einen andern eben so grossen Katfisch verschlingen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0570]
Der Einsiedler= und Soldatenkrebs s wird von seiner steinharten Schale nur halb bedekt, der hintere Teil des Körpers ist blos mit einer harten Haut überzogen. Daher sucht er nach seinem Auskriechen des Eies eine Schnekke, und befestigt sich an der innern Fläche der Schnekkenschale mit 2 kurzen Nägeln am Ende des Schwanzes. -

 

[IIa-01-1782-1783-0571]
Es ist ungesund unter dem Schatten der Tamarinde zu schlafen, und kein Gras wächst darunter. -

 

[IIa-01-1782-1783-0572]
Die Quekken vermeren sich immer mer, ie mer sie zerstükt werden. -

 

[IIa-01-1782-1783-0573]
Aus einer Mistelwurzel kommen in der Mitte vertiefte Blätter heraus, die das Regenwasser auffassen, in die Wurzel leiten und sie dad. ernären. Dan schliest er den Stengel auf, (nach Befestigung der Wurzel) und entfaltet seine Blüte. -

 

[IIa-01-1782-1783-0574]
Lang verschlossenes Wasser kan Feuer fangen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0575]
Ulloa sagt, daß in einer Gegend vom mittäglichen Amerika die Krebse allemal fleisch= fleischichter sind im Volmond, und schlechter in den Mondsvierteln. -

 

[IIa-01-1782-1783-0576]
Man fieng einmal soviel Lachse in Hamburg, daß sie die Bedienten alle Tage essen musten, bis durch der lezt. Klagen ein Stadgesez veranlast wurde, ein Dienst= sei in der Woche nur 2mal Lachse zu echs. essen schuldig. -

 

[IIa-01-1782-1783-0577]
Die Bauren am Strande von Liefland und Estland troknen den Rogen der Hechte und essen ihn stat des Brods. -

 

[IIa-01-1782-1783-0578]
Die Merlerchen in Amerika keren, ser geschikt, die am Ufer liegenden Steine mit dem Oberschnabel um, und ziehen die Würmer u. Insekten darunter vor.

 

[IIa-01-1782-1783-0579]
Man sagte vom Phidias, daß er besser Götter als Menschen vorstellen könte. Man klagte ihn an, daß er etwas Elfenbein im Bilde der Minerva untergeschlagen, indem er mer für die Schuppen der Schlange angesezt, als verbraucht worden. Er floh nach Elis und ward vom Volk erschlagen, um ihren Iupiter vor einem Nebenbuler zu sichern.

 

[IIa-01-1782-1783-0580]
Sinis, Pityokamptes, band alle Unglükliche an zusammengebeugte Fichten, wo sie durch deren elastische Gewalt zerrissen wurden. -

 

[IIa-01-1782-1783-0581]
Der Sciron zwang Fremde, bei einem Abgrund Chelone genant, seine Füsse zu waschen und sties sie dan herab. -

 

[Manuskriptseite 41]

[IIa-01-1782-1783-0582]
Die Stelle der vetriebenen Philosophen und Redner Atens namen Honigfaktoren vom Berg Hymettus ein. -

 

[IIa-01-1782-1783-0583]
Ein zerquetschter Skorpion heilt die Wunde, die er selbst gemacht hat. -

 

[IIa-01-1782-1783-0584]
Gegen Aten zu ????????????? die Rebhüner und ienseits des Gebirgs ?????????????. Chandler S. 248.

 

[IIa-01-1782-1783-0585]
Ein Stein, sagt Pausanias, wo einstmals Apol seine Harfe hingelegt, lies einen musikalischen Ton hören, wenn man mit einem Kiesel daran schlug. -

 

[IIa-01-1782-1783-0586]
Den Libs oder SüdWest zu Methana, der nach dem Saronischen Merbusen herüberweht und die Augen der Weinstökke ausdort, suchte man so abzuwenden. Ein Par Männer teilten bei seinem Wehen einen weissen Han in 2 Stükke, ieder lief mit Einem um den Weinberg entgegengesezt, herum. Bei der Begegnung am Ausgangsplaz begruben sie ihn. -

 

[IIa-01-1782-1783-0587]
Ein Gesträuch, Kokkus, bei Ambryssus, trug Scharlarfarbe, die im Blute eines kleinen Insekts in seinen Beren, bestand. Diese lezteren wurden vor ihrer Reife abgepflükt, weil ienes sonst Flügel bekam und zu einer Art von Mükken wurde. -

 

[IIa-01-1782-1783-0588]
Das Kauen der Lorberblätter mag den Wansin der Priesterin Pythia verursacht h.

 

[IIa-01-1782-1783-0589]
Chrysippus, der stoische Philosoph, hat 705 Bücher geschrieben; Epikur 300 Bände, worin nicht ein fremdes, aus anderen Büchern angefürtes Wort war und Leibniz 115 151 Broschüren, one seine posthumische Werke. -

 

[IIa-01-1782-1783-0590]
Der Kardinal Richelieu, der alzeit nach der Malzeit in dem langen Gange seines Pallasts allerhand Sprünge machte, wurde vom alten Marschal Grammont ertapt. Dieser machte sogleich auch etliche Luftspringe, sagend, daß er, seines Alters ungeachtet, eben so hoch springen könte als Ihre Eminenz. -

 

[IIa-01-1782-1783-0591]
Einer war alle Morgen in der Vorkammer des Kardinals Mazarin. Der Kardinal rief ihn einmal zu sich, und versicherte ihn seiner Dienstfertigkeit. Dieser aber sagte, daß er um nichts bitte, als alzeit um einige Worte, wie iezt. Dieses brachte Geschenke *…*

 

[IIa-01-1782-1783-0592]
Zu Nauplia war ein steinerner Esel aufgerichtet, weil ein Esel durch das Benagen der Weinstökke Gelegenheit zur Beschneidung derselben gab. -

 

[IIa-01-1782-1783-0593]
Des Bahram, Königs in Persien, gröste Lust war, wilde Esel zu iagen und zu essen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0594]
Die Abname der matematischen Wissenschaften in England wird dem Newton zugeschrieben.

 

[IIa-01-1782-1783-0595]
Die Schüler zu Eaton (England) werden auf die Landstrasse zum Berauben der Reisenden geschikt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0596]
Hennepin sagt, daß die Indianer von einer gewissen Art Hornvieh nichts als die Zunge nemen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0597]
Die Peruaner hielten die Milchstrasse für eine, ein Lam säugende, Schafmutter.

 

[IIa-01-1782-1783-0598]
Niemand durfte sonst mit Geld in Rusland spielen, mit dem Gepräge des gegenwärtigen Monarchen gestempelt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0599]
So beschreibt Haradian die Leichenbegängnisse eines römischen Kaisers: Nach

 

[Manuskriptseite 42]

der Verbrennung seines Körpers, wird sein wächsernes Bild auf ein Paradebette gelegt, umgeben alle Tage von schwarzen Senatoren, und weissen Matronen. Wärend der 7 tägigen Dauer dies. Zeremonie bezeugen die dem Bette sich nähernden Ärzte die Verschlimmerung des. und endlich den Tod. Adeliche tragen zum Klagen das Bette aufs alte Forum, und dan wird's auf dem Kampus Marz. verbrent. Bei dem Steigen der Flammen in die Höhe, wird ein Adler losgelassen, welcher die Sele des Kaisers in den Himmel füren sol. - -

 

[IIa-01-1782-1783-0600]
Die Franzosen brauchten einige Iarhunderte ein rund ausgeschnittenes Stük Brod stat eines Tellers. -

 

[IIa-01-1782-1783-0601]
Bei der Vermälung Anna's von Bretagne stelten die Stadoffiziere von Paris, aus Ererbietung für das schöne Geschlecht des Gefolgs, von Ort zu Ort einen Trup Leute hin, welche Harntöpfe in Bereitschaft hielten. Der Marquis von Paulmy. -

 

[IIa-01-1782-1783-0602]
Die Kröte nimt bei bevorstehender Gefahr ihre Iungen in den Leib, und läst sie wieder heraus. -

 

[IIa-01-1782-1783-0603]
Auf den Bäumen in Georgien und Süd=Karolina, wächst ein (langfädichtes) Mos, welches am Baum und im Troknen grün bleibt, auf der nassen Erde aber die Gestalt der Roshare bekomt. Man brauchts zum Ausstopfen der ... p. -

 

[IIa-01-1782-1783-0604]
Die Tobaksblätter werden desto besser, ie länger sie hängen, und troknen -

 

[IIa-01-1782-1783-0605]
Der Essig wird von spanischem Pfeffer gut. -

 

[IIa-01-1782-1783-0606]
Die kleinen Körner in den stachlichten Kapseln der gelben Distel (Argemona Mexicana) laxiren, und der warme Trank von ihren gekochten Blättern stopft. -

 

[IIa-01-1782-1783-0607]
Der Wachstum des Kalbaschbaumes (Crescentia Cujete) wird durch grosse Steine zwischen seinen Hauptästen, und durch Nägel in seinem Stam befördert - lezters auch bei dem Kokos und andern Bäumen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0608]
Der Baumwollenbaum treibt mer Äste und mer Früchte, nach Abschneidung seines Gipfels. -

 

[IIa-01-1782-1783-0609]
Das parisische Frauenzimmer vergösserte abwechselnd die Höhe ihres Kopfpuzes und ihrer Absäze. -

 

[IIa-01-1782-1783-0610]
Ämylian sagt dem Augustin nach, Pferde und Geier schwängerte der Wind - daher alle Geier Weibgen, und die Höhe ihres Nests. -

 

[IIa-01-1782-1783-0611]
Die Mäuse riechen sogar die troknen Roshare im Harbeutel und die dürre, die Steknadelküssen füllende Kleie. -

 

[IIa-01-1782-1783-0612]
Der Hund hat die stärksten organa chymificationis. - Der untre Kinbakken ist der härteste unter allen Knochen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0613]
Beim Ausschlüpfen der Feldhüner mus man zur Verhinderung ihrer Flucht da sein.

 

[IIa-01-1782-1783-0614]
Bauernregel: Das Blühen der Bäume zum 2ten Mal im Spi Herbst drohet kalten Winter.

 

[IIa-01-1782-1783-0615]
Die innern Häutgen der Laxir= oder Spiznüsse, (der Frucht eines kleinen Baumes Iatropha Curcas) töden durch übermässiges Laxiren und Brechen; aber ihr Kern darin ist wolschmekkend und unschädlich. -

 

[Manuskriptseite 43]

[IIa-01-1782-1783-0616]
Das Stinkholz (Piocidia Erythrina) stinkt am häslichsten, angezündet. -

 

[IIa-01-1782-1783-0617]
Der Same der wilden Ananas wird durch den Auswurf gewisser Vögel auf die Zweige verdorter oder lebendiger Bäume, wo er sich närt, gebracht. -

 

[IIa-01-1782-1783-0618]
Der Mangelbaum (Rizophora Mangle) treibt aus seinen untern Ästen Wurzeln gegen die Erde aus. -

 

[IIa-01-1782-1783-0619]
Bei den alten Deutschen war eine an die Dekke gemalte Rose das Zeichen der geselschaftlichen Verschwiegenheit. -

 

[IIa-01-1782-1783-0620]
Bei der Prikkelbere (Cactus opuntia) wächst ein Blat aus dem andern. -

 

[IIa-01-1782-1783-0621]
Auf dem Sandbüchsenbaum (Otura crepitans) wachsen die westindischen Streusandbüchsen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0622]
Die prächtige Blume, Aloe (Agave vivipara) wächst meistens auf steinichtem Boden und kalen Felsen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0623]
Scheuchzer zeichnet das sogenante Einhorn wie ein Pferd mit einem Eselsschwanz und Einem Horn auf der Stirne. -

 

[IIa-01-1782-1783-0624]
Die weisse Farbe ist bei den Tieren immer ein Zeichen der Schwäche. -

 

[IIa-01-1782-1783-0625]
Alle zwischen Steinen stehenden Gewächse wachsen und fruchten besser. -

 

[IIa-01-1782-1783-0626]
Im Anfange der Buchdrukkerei drukte man mit hölzernen Typen nur auf die Eine Seite.

 

[IIa-01-1782-1783-0627]
Kallot, aus dem 16 Iarhundert, malte z. B. unter den Versuchungen des h. Antonius alle Bilder von Teufeln mit Hörnern, Klauen, Drachenflügeln p. -

 

[IIa-01-1782-1783-0628]
Der Alexander der Grosse brachte dem grösten Säufer in der Welt, dem Proteas, eine Gesundheit aus seinem Herkulesbecher zu, den 2 Männer tragen musten , und der 60 Pf. Flüssiges enthielt. Mit der Onmacht daher, fieng sich seine tödliche Krankheit an.

 

[IIa-01-1782-1783-0629]
Der Rheinwein besizt eine harntreibende Kraft, und heilt in solchen Krankheiten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0630]
In Rom werden die grösten Übeltaten in 2 Monaten der grösten Hize geübt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0631]
Zum Gedächtnis der Flucht Maria nach Ägypten feierte man sonst das Eselsfest. Das schönste Mädgen wurde, angepuzt und mit einem Knäbgen auf dem Arm, auf einen kostbar aufgeschirten Esel gesezt. Diese beide, nebst der Klerisei und der Wolke, giengen in die Hauptkirche und an dem hohen Altar. - Bei Lesung der Messe wurde iedes Stük derselben - der Eingang, Kyrie, Gloria, Kredo - mit Hinham p. geendigt und die Untermischung des Esels selbst volendete die Freude. - Anstat des Segens, der Priester ein Eselgeschrei, und so das Volk anstat Amen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0632]
Unter der hohen Messe am Pfingsttag, warf man, zur Vorstellung der Ausgiessung des h. Geists, von der Kirchendekke Blumen und angezündetes Werg auf d. Leute - auch andre Vögel und Tauben flatterten in der Kirche herum. - -

 

[IIa-01-1782-1783-0633]
Das bunte Wasserhun hat an beid. Flügeln 2 Sporen, die einwärts gekert stehen und ihre Spizen gegen einander keren. -

 

[IIa-01-1782-1783-0634]
Die Fische geben durch ihre Oren das mit dem Munde eingeschlukte Wasser von sich.

 

[IIa-01-1782-1783-0635]
Die Eier des Herings wiegen oft so viel als der ganze Fisch. - Die Holländer fangen in Einem Iare 40800 Millionen Heringe. -

 

[Manuskriptseite 44]

[IIa-01-1782-1783-0636]
Durch die Ringe an den Rükgradswirbeln des Herings, sol sich, nach Hederström, sein Alter so bestimmen lassen, wie das der Bäume durch die Saftringe. -

 

[IIa-01-1782-1783-0637]
Eiternde Ausschläge und ofne Geschwüre bewaren vor dem Durchfal. -

 

[IIa-01-1782-1783-0638]
Die Obrigkeit zu Mainz lies im lezten Kriege das Obst, der Rur wegen, vor die Stad werfen, mit Füssen treten, und verbot die Einfur des Krauts. -

 

[IIa-01-1782-1783-0639]
Zur grösten Erleuchtung einer horizontalen Fläche mus das Licht gleiche Entfernung und Höhe haben.

 

[IIa-01-1782-1783-0640]
Der Greif hat einen Löwenkörper, Adlersflügel und Kopf, und 4 Beine. Er baut seine Nester aus lauter Gold. -

 

[IIa-01-1782-1783-0641]
Das Weibgen des Pelikans tödet seine Iungen durch öfteres Reiben mit dem Schnabel. -

 

[IIa-01-1782-1783-0642]
(Der Rordommel stekt seinen Schnabel in die Erde, und macht ein grosses Geschrei.) -

 

[IIa-01-1782-1783-0643]
Ovid füttert den Phönix mit Weirauch und Gewürze; Klaudian und Laktanz mit Tau. -

 

[IIa-01-1782-1783-0644]
Er sol in einem Neste, das er sich aus Weirauch und a. Spezereien, baut, sterben. Aus seinem faulenden Fleische entsteht ein Wurm, der sich von dem Leibe dess. närt, und nach und nach mit Federn bedekt wird. Endlich nimt er das Nest und die Gebeine des ... und legt's in Heliopolis auf den Altar der Sonne. -

 

[IIa-01-1782-1783-0645]
Der fabelhafte Zimtvogel baut sein Nest aus kleinen Zweigen des Zimtbaums, auf die höchsten Bäume und Felsen. Der Araber legt, zur Bemächtigung dieser Gewürze, zerhakte Stükke von verrekten Ochsen oder Eseln bei den Nestern und entfernen sich. Nach vergeblicher Bemühung des Vogels, Diese schwere Speisen trägt er ins Nest, das zu tragen davon fält er damit zur Erde und ist ergriffen der Zimt zugleich H*...* Herod. L. III. c. III.

 

[IIa-01-1782-1783-0646]
Der Sirenen obere Teil als ein Frauenzimmer, der untere als ein Fisch; andre, der obere wie ein Sperling, der untere wie ein Frauenzimmer. -

 

[IIa-01-1782-1783-0647]
In Guiana giebt's eine Art von Bäumen, deren ieder aus einem einzigen Blatte besteht. Ein solches Blat ist 20 bis 30 Fus lang, und 2, 3, Fus breit. -

 

[IIa-01-1782-1783-0648]
Die Wurzeln des Mahagonybaums spalten die Felsen . -

 

[IIa-01-1782-1783-0649]
Der Sand kan Leichname austroknen und unverweslich machen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0650]
Der Fang des gefärlichen Hammerfisches ist desto leichter, ie grösser er ist - wegen der schwerfälligen Bewegung dessen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0651]
In den sinesischen Kalendern wird die Zeit bestimt, wenn man Reisen antreten, den Kaiser um eine Gnade bitten, der Gotheit opfern, gute Freunde bewirten sol.

 

[IIa-01-1782-1783-0652]
Die Wirkung der giftigen indian. Pfeile äusserte sich an kranken, abgezerten Tieren weit langsamer als an gesunden und lebhaften. - Die Indianer essen die Tiere von solchen Pfeilen getödet. -

 

[IIa-01-1782-1783-0653]
Das Olivenöl gegessen od. auf den Leib geschmiert, ist unschädlich; in die Blutgefässe gesprüzt, tödlich. So das Gift der Woorara. -

 

[IIa-01-1782-1783-0654]
Durchs Bakken verliert das Mal der Kassawastaude seine giftige Eigenschaft, und giebt Brod. -

 

[IIa-01-1782-1783-0655]
Die durch die Inquisizion zu verbrennenden Hexen und Warsager haben eine 1 1/2 Fus hohe, papierne Müze auf dem Kopfe, mit Flammen und Teufeln bemalt. -

 

[Manuskriptseite 45]

[IIa-01-1782-1783-0656]
Zwischen dem Kamäleon und dem Raben eine Antipatie - dieser verschlukt, aus Besorgnis der Vergiftung, vor und nach dem Zweikampf mit ienem, ein Lorberreis. -

 

[IIa-01-1782-1783-0657]
Der prächtige Fliegenvogel hast den Raben, und kriecht, bei dem Anblikke und der Erreichung dess., ihm unter einen Flügel, und sticht ihn mit seinem Stachel, daß er tod herabstürzt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0658]
Der gemeine Man braucht die Wespennester zur Arznei des Viehes, und zum Blutstillen, der Krebs hat sein Maul unter seiner Brust. -

 

[IIa-01-1782-1783-0659]
Das Reiben der Zäne mit dem dikken Kaffeesaze (auch gebrantem Brod) macht sie rein und glänzend.

 

[IIa-01-1782-1783-0660]
Der beste Mastix komt von den mänlichen Bäumen, und ist schwer, troken, durchsichtig und leicht zu brechen; der von weiblichen das Gegenteil. -

 

[IIa-01-1782-1783-0661]
Der Italiener sagt, Eine Olive ist Gold, 2 Silber, 3 Gift. -

 

[IIa-01-1782-1783-0662]
Die linke Brust, vornämlich ihre Warze, ist vor and. Teilen des Körpers, empfindlich. -

 

[IIa-01-1782-1783-0663]
Der beste Arak ist der aus den eingeschnittenen Kokosbäumen geflossene Saft; der schlechte von Reis. -

 

[IIa-01-1782-1783-0664]
Einen Erfrornen erwärmt man durch Schnee oder kaltes Wasser. -

 

[IIa-01-1782-1783-0665]
Die roten Ameisen (Formica rufa L.) nagen dem Vieh die Augen aus. -

 

[IIa-01-1782-1783-0666]
Mit den Federn des Schwanzes der Pfauen schmükt man Helme. -

 

[IIa-01-1782-1783-0667]
Die Pfauhenne verläst aus Eitelkeit über die schönen ausgebrüteten Pfauen , die übrigen Eier. - Das Mängen beleidigt die Iungen, bis ihnen der Kam wächst. Die Kiele der Federn dess. auf des Busches auf dem Kopfe, sind weis, die Spizen grün und goldfarbig.

 

[IIa-01-1782-1783-0668]
Der Laokoon wurde von Polydors, Athenodors, Agesander, dreien Meistern von Rhodus, gemeinschaftlich ausgearbeitet. -

 

[IIa-01-1782-1783-0669]
Der Wasserfloh, mit dem Eulenschnabel, von Göze entdekt, hat seine beide Augen auf dem Schnabel, als einem Teil der Schale. - Mannigf. IIII. 563.

 

[IIa-01-1782-1783-0670]
Aus der Forderpfote des Ochsen kan man das Gewicht des ganzen O. berechnen. So viele Pund dies., soviele 100 Pfunde er. -

 

[IIa-01-1782-1783-0671]
Die norwegischen Bergmäusse nemen von ihren im Marsche gebornen Iungen eins ins Maul, und eins auf den Rükken, und die übrigen zurüklassen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0672]
Der B amerikanische Birkhan hat 2 am Genikke sizende Merkursflügel. -

 

[IIa-01-1782-1783-0673]
Der prächtigste Kopfpuz der Kamtschadalinnen besteht in einer Perükke. -

 

[IIa-01-1782-1783-0674]
In den amerikanischen und afrikanischen Wüsten sind die schönsten, in Europa die wolsingendsten Vögel. -

 

[IIa-01-1782-1783-0675]
Bei den Raubvögeln sind die Mängen einen Dritteil kleiner und schwächer als die Weibgen.

 

[IIa-01-1782-1783-0676]
Man wog die Tuplenzwiebeln als Gold und verkaufte sie nach Assen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0677]
Der Ameisenbär hängt sich mit dem Schwanze an die Äste der Bäume. - Der grosse A. bedekt mit seinem Schwanze den ganzen Leib vor Regen und Sonnenhize. -

 

[IIa-01-1782-1783-0678]
Die Weiber haben öfter Zanschmerzen als die Männer. -

 

[IIa-01-1782-1783-0679]
Die indische Kresse blizt am Abend. -

 

[Manuskriptseite 46]

[IIa-01-1782-1783-0680]
Der Dachs wirft sich, bei seiner Verteidigung, auf den Rükken. -

 

[IIa-01-1782-1783-0681]
Bei den meisten Tieren ist der Bauch von lichterer Farbe, als der Rükken. -

 

[IIa-01-1782-1783-0682]
Die Betler auf der Insel Ceylon könen 9 Bälle nach einander in die Luft werfen und einen nach dem andern fangen, so daß allemal 7 in der Luft sind. -

 

[IIa-01-1782-1783-0683]
Wenn die Einwoner daselbst beim Damenbrette nichts mer zu verlieren haben, so wetten sie um ihre Gliedmassen - d. h. abzuhauende Fingerspizen.

 

[IIa-01-1782-1783-0684]
Die Weber das. treiben auch Sterndeuterkunst. -

 

[IIa-01-1782-1783-0685]
Der fliegende Drache, welcher dem Könige von Siam gehört, bleibt 2 Monate nach einander die ganze Nacht in der Luft, und abwechselnde Mandarins müssen den Faden halten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0686]
Die Schauspieler das. haben an den Fingern ser lange Nägel von Messing. -

 

[IIa-01-1782-1783-0687]
Im Königreiche Aya und Pegu ist ein Fest, an welchem ieder überal mit Wasser begossen wird. -

 

[IIa-01-1782-1783-0688]
In Sina feiert man auf dem Lande ein Fest, an welchem eine grosse irdene Kuh auf den Feldern herumgefürt wird, hinter welche von einem hinterhergehenden, halb beschuhten und halb barfus. Kinde, mit einer Spiesrute geschlagen und getrieben wird. -

 

[IIa-01-1782-1783-0689]
Die Nger Neger stürzen sich lieber ins Wasser, als daß sie sich dem Regen blos stellen, von dessen Tropfwasser sie Schaden befürchten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0690]
An dem Laternenfest in Sina sucht sich ied. durch grosse, schöne p. Laternen hervorzutun.

 

[IIa-01-1782-1783-0691]
Sonst: ein Vogel könnte durch die Aussprache des Ave Maria Geier und Stosvögel abhalten, ia durch diese Worte in Stükke zerspalten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0692]
Der Aberglaube hält die Schlangenförmigen Krümmungen auf den Baumblättern von den Blatminirern für Anzeichen künftiger Schlangen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0693]
Die gemeinen Leute zittern vor dem Todenkopfvogel, der die Pest auf dem Rükken herumtragen sol, und der Naturforscher freut sich über seine Schönheit. -

 

[IIa-01-1782-1783-0694]
In Karolinien legt eine Art Flöhen, mit gabelförmigen Schwanze, den Leuten Eier in die Füsse; welches oft Krebs und Tod verursacht. -

 

[IIa-01-1782-1783-0695]
Der Fliegenfänger (naque mouche) ist auf den Palmen grün, und gelb auf den Orangenbäumen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0696]
Das leuchtende Feuer des Feuerkäfers sizt unter den lezten Abschnitten von seinem Bauche.

 

[IIa-01-1782-1783-0697]
Das Weibgen der Bücherlaus lädt durch sein Schlagen im Wurmloche das Mängen zur Begattung ein. Der Aberglaube meint, es liesse sich der Tod hören. -

 

[IIa-01-1782-1783-0698]
Die Larve einer kleinen Heuschrekke närt sich von ihrem Schaumneze, welches ihr kleine Würmgen fängt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0699]
Den Tag nach Weinachten kommen alle russische Wehmütter der Stad Krasnorgarsk und der umliegenden Gegenden zusammen in einer besonderen Kirche, und machen sich nachher lustig, weil (in der Zeit der Geburt Christi) die Wehmütter damals die wichtigste Handlung ihrer Kunst verrichtet. -

 

[Manuskriptseite 47]

[IIa-01-1782-1783-0700]
Der Straus sol sich mit dem spizigen Auswuchs am Gelenke des gross. Flügels, zum Laufen bei seiner Verfolgung, nach Jonston anspornen, und dadurch neue Kräfte bekommen. {nach Albertus bedient er sich dies. Stacheln als Waffen.} - Im Grunde entladet er sich nach Shaw mit dems. seines zu häufigen Geblüts, - weshalb Er füttert die ausgebrüteten Iungen mit den noch unausgebrüteten Eiern. - Er frist seinen eignen Kot ser gerne, und verschlukt ihn gleich nach der .... desselben. - Er zischt im starken Streite; gakkelt wie eine Henne, beim kleinern Feinde; brült wie ein Löwe, in der Nacht; und oft wie ein Ochse. - Shaw.

 

[IIa-01-1782-1783-0701]
Die Fregatten erwarten die abends von ihrer Fischerei rükkerenden Dölpel (Wassergänse), und nötigen sie, durch einen Überfal, um Hülfe zu schreien, wobei sie allemal einige Fische, für Iungen, aus dem Schnabel fallen lassen, welche man nimt. - Rab lies den Käs fallen, um zu singen.

 

[IIa-01-1782-1783-0702]
In den Zeiten der Ritterschaft bediente man sich nur der Hengste; eine Stute würde einen Edelman entert haben. Die Geistlichen nicht. -

 

[IIa-01-1782-1783-0703]
Heinrich der achte in England befal, daß ieder bemittelte Untertan nach Verhältnis eine Anzal Pferde halten sollte - ein Erzbischof 7 Reitpferde - ein Geistlicher mit einer Pfründe von 100 Pfund Sterlinge, und ein Eigentümer, dessen Frau ein französisches Kopfzeug trug, od. eine samtne Müze, einen Hengst zum Reiten .

 

[IIa-01-1782-1783-0704]
Die Ostiaken, eine Nazion in Siberien, schwören, indem sie ihrem Gözen ein Stük Nase abschneiden, und einen Meineide eben so bestraft haben wollen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0705]
Gewisse Maden befördern die Reifung der Früchte des Feigenbaums und die Fruchtbarkeit dess. - (Auf der Insel Maltha tut man's)

 

[IIa-01-1782-1783-0706]
Die Affen sind im Mondabnemen äusserst traurig; Zunemen, lustig. -

 

[IIa-01-1782-1783-0707]
Gewisse Affen werfen nach dem Menschen mit ihren Exkrementen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0708]
Die grossen Affen bekomt nur noch als Iungen, indem sie sich an den Leib ihrer getödeten Mutter anhängen. - "Die grossen" bis "anhängen". -] Sinn unklar

 

[IIa-01-1782-1783-0709]
Die Iakuten machen sich Mörser von Kuhmist; diese härtet der Frost so, daß sie trokne Fische, Wurzeln, Beren, in Pfeffer und Salz darin stampfen können. -

 

[IIa-01-1782-1783-0710]
Aus der Frucht des Talgbaums prest man Öl in die Lampen; die fetten Blätter dess. füttern die Kühe und Schafe. - Einige Thiere stechen mit dem Munde, a. mit dem Flügel, a. mit dem Hintern.

 

[IIa-01-1782-1783-0711]
Bei der Blatlaus werden durch iede Begattung 2, 3. bis 5 Geschlechter geschwängert. -

 

[IIa-01-1782-1783-0712]
Der Bär steht wegen seines Schwanzes in Furchten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0713]
Der grüne Schildkäfer und der Blatkäfer entziehen sich durch eine Bedekkung mit ihrem eigenen Kote den Augen der Vögel.

 

[IIa-01-1782-1783-0714]
Das wandelnde Blat der Indianer, davon die Alten glaubten, in Indien kröchen die Blätter gewisser Bäume wie Tiere: Allein Tiere wandeln mit herausgestrekten Füssen unter dies. Bedekkung

 

[IIa-01-1782-1783-0715]
Der Maiwurm läst bei der Berürung aus allen Gelenken einen fetten Saft fliessen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0716]
Die kleinen Siren (dirones) kriechen unter uns. Haut und wandeln zwischen ihr und dem Fleische vom Kopf bis zu den Füssen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0717]
Die Armeen der Könige von Siam und Pegu fangen ihren Streit mit übereinander geschossenen Kanonen an - schiessen die Pfeile in die Luft, und fliehen bei der Bemerkung ihrer Rükker - schiessen Feuergewer mit weggewandten Augen los. -

 

[Manuskriptseite 48]

[IIa-01-1782-1783-0718]
Der Iltis reist allem Federvieh den Kopf ab; kan ers nicht durch die enge Öfnung bringen, so frist ers Gehirn und nimt den Kopf mit. - Er kan den Geruch seines eignen Unrats nicht ertragen. - Das Wezen der Messer auf Steinen kan er nicht ertragen, wird erbittert und hervorgelokt. - Seine Hare zu Malerpinseln - das pulverisirte Blut schweistreibend - Fet, Nierenweh; Steinschmerzen und Gicht - ihr sein Fleisch äusserlich als ein zerteilendes Mittel gebraucht.

 

[IIa-01-1782-1783-0719]
Die Hörner des Bacchus waren ein Stirnschmuk, den er aufsezen und ablegen konte. -

 

[IIa-01-1782-1783-0720]
Der Biber beist sich in einem gefärlichen Sturm die Geilen zur Rettung des Lebens ab. -

 

[IIa-01-1782-1783-0721]
Dr. Kunastrokius kämte in müssigen Stunden Eselsschwänze klar und rupfte die tauben Hare mit den Zänen aus, ungeachtet er beständig die Harzangen bei sich in der Tasche trug. S. Tristram Sch. 1 Teil. 7 Kap.

 

[IIa-01-1782-1783-0722]
Der Koase (Stinkfuchs) läst seinen stinkenden Harn nur, wenn er beleidigt worden. -

 

[IIa-01-1782-1783-0723]
Der Chinche (das amerikanische Stinktier mit weissem Rükken) läst seinen Harn am zottichten Schwanze hinstreichen, und sprengt ihn damit desto weiter. - (Mit den Hintern verteidigt es sich also)

 

[IIa-01-1782-1783-0724]
Der Kreuzvogel oder Krumschnabel brütet seine Iungen im Winter aus. -

 

[IIa-01-1782-1783-0725]
Ein gewönliches Licht verzert in Zeit von einer Minute 4 Pariser Pinten von Luft.

 

[IIa-01-1782-1783-0726]
Die meisten Konchyliensamler haben blos Schalengehäuse one Bewoner. -

 

[IIa-01-1782-1783-0727]
Bei den Insekten, den Iungfern, sizt dem Mängen das Zeugungsglied nicht weit vom Kopf; beim Weibgen an dem gewönlichen Ort.

 

[IIa-01-1782-1783-0728]
Bei der mänlichen Spinne befindet sich das Zeugungsglied in den Fülhörnern. -

 

[IIa-01-1782-1783-0729]
Das Weibgen der Schmetterlinge trägt das zeugende Mängen auf seinen Flügeln fort. -

 

[IIa-01-1782-1783-0730]
Die Erdschnekken fordern sich durch einen Pfeil von einer hornartig. Materie mit 4 Spizen zur Begattung auf, hierauf die Begattung, sind Zwitter. - Sie gatten sich nach der Bildung ihrer Gehäuse, die für die Liebespfeile keine Materie übrig lassen. - Sie atmen durch ihre Auswurföfnung. -

 

[IIa-01-1782-1783-0731]
Der Schlam ist der beste Ort zum Winterschlafe für Frösche und eine gewisse Art Schwalbe.

 

[IIa-01-1782-1783-0732]
Im 16. Iarhundert hies alles Geld von starkem Zusaz von Kupfer, schwarz Geld; mit wenigem, weis Geld. -

 

[IIa-01-1782-1783-0733]
Nach Antonius Ullou Berichte, sol der Genus eines gewiss., gekochten Wurms dem Frauenzimmer Milch verschaffen. - Neue Mannig. 2 Iahrg. 2 Viertel.

 

[IIa-01-1782-1783-0734]
Die besten Muscheln sind die kränklichsten und zerbrechlichsten. - |

 

[IIa-01-1782-1783-0735]
Taucher oder Perlenfischer ermorden einander unter dem Wasser. | -

 

[IIa-01-1782-1783-0736]
Beim Tode der Muschel, öfnet sich ihre Schale. - |

 

[IIa-01-1782-1783-0737]
Vor 5. 6. Iarhunderten wurden Rebellen vom Kaiser zu dem Hundetragen verdamt.

 

[IIa-01-1782-1783-0738]
Die Schlupfwespen legen ihre Eier in Raupenbälge, Als auskommenden Maden sehen sehen sie den Kindern dieser Raupe änlich. | -

 

[IIa-01-1782-1783-0739]
Ein Bandwurm ist oft 300 Ellen lang. Bonnet Göze |.

 

[IIa-01-1782-1783-0740]
Die Läuse auf den Nelken sterben, mit Tobaksrauch angeblasen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0741]
Es giebt selten d* einen Menschen, der mit beiden Augen gleich stark sieht. - Das linke ist stärker. - |

 

[Manuskriptseite 49]

[IIa-01-1782-1783-0742]
das ist. das ist] unvollständige Notiz am oberen Seitenrand

 

[IIa-01-1782-1783-0743]
Bei den Irokoer ist das Nehmen des Beils Kriegsankündigung; Vergraben, Friedens.

 

[IIa-01-1782-1783-0744]
Nach einigen ist die Sonne eine elektrische Kugel p. also selbst kalt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0745]
Der Sellerie wird in troknen Örtern süsse; in sumpfigen scharf und giftig. - |

 

[IIa-01-1782-1783-0746]
In einigen berlinischen Sandfeldern wird der Merrettig zukkersüsse. - |

 

[IIa-01-1782-1783-0747]
Durch fette und ölichte Gegenmittel umwikkelt und stumpfet man die Gifte. - |

 

[IIa-01-1782-1783-0748]
Wenn in Essig geweichte Sch Pilze weich werden, so esbar; lederzähe, so giftig. . -

 

[IIa-01-1782-1783-0749]
Saturns Ring - der Merkur wegen seiner Sonnennähe weniger bekant. -

 

[IIa-01-1782-1783-0750]
Das Weibgen gewisser Insekten leidet keine Verwandlung; aber wol das Mängen. Das Mängen der Leuchtwürmern ist ein Käfer; Weibgen ein kriechendes, sechsfüssiges Insekt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0751]
Eine Art Merigel hat 2100 Füsse, und 1300 Hörner. - Reaumür

 

[IIa-01-1782-1783-0752]
Die Amsel nistet gern in dichten Dornenbüschen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0753]
Wenn der Huron im Gefechte einen Bekanten antrift, so redet er erst mit ihm, erkundigt sich nach seinem Befinden und gegenseits; dan geht erst ihr Streit los. -

 

[IIa-01-1782-1783-0754]
Die Schmeisfliegen, die gewönlich ihre Eier auf faules Fleisch legen, werden durch den faulen Fleischgeruch einer afrikanischen Blume, der Fritillaria, dahingezogen; wodurch ihre Brut umkomt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0755]
Omai nent den Bedienten am Schenktisch, einen König der Bouteillen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0756]
Sixtus V. hatte sich als Kardinal von Montalte einfältig, kraftlos und unvermögend angestelt; aber nachher warf er seine Krükke weg p.

 

[IIa-01-1782-1783-0757]
Heilungsmittel der Wassersucht ist das Reiben des Unterleibs mit Baumöl. Iourn. enc. Août 1774. p. 52.

 

[IIa-01-1782-1783-0758]
Einige Wasser=Insekten atmen durch die Schwanzspize. -

 

[IIa-01-1782-1783-0759]
Die Schokolade, die sich auflöst und kein dikkes auf dem Boden läst, ist gut; wo nicht, verfälscht od. schlecht zubereitet. -

 

[IIa-01-1782-1783-0760]
Das Weibgen einer Phaläne ist häslich, seine Puppe schön; die Puppe einer gewissen Schildraupe ist häslich, und der Papillon schön. -

 

[IIa-01-1782-1783-0761]
Die Iungen gewisser Insekten sind bei ihrer Geburt so gros als ihre Mutter -

 

[IIa-01-1782-1783-0762]
Der Nelkenstok wächst geschwinder mit Seifenwasser begossen. Iournal e. 1774.

 

[IIa-01-1782-1783-0763]
Gewisse Insekten können im süssen und salzigten Wasser leben. -

 

[IIa-01-1782-1783-0764]
Bei den Bedouinen, einer Nazion im wüsten Arabien, befindet sich blos der Vater der Braut nicht bei der Hochzeit.

 

[IIa-01-1782-1783-0765]
Der Paradiesvogel, glaubt man, hat keine Füsse, wone in der freien Luft, immer fliegend, und würde nur tod auf der Erde gesehen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0766]
Auf der Insel Zeylon bezalt man für dasienige nichts, was ein Lasttier weiblichen Geschlechts trägt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0767]
Auf den molukkischen Inseln ermuntert zu früh eine Trommel alle Eheleute zu ihrer Begattung. -

 

[IIa-01-1782-1783-0768]
In Iapan ist ein Orden von Blinden. - Seine Glieder legen sich besonders auf die Musik. -

 

[Manuskriptseite 50]

[IIa-01-1782-1783-0769]
Die giftige Müzenschlange in Siam (Coluber Naja L.) tödet man nicht, weil man ein Unglük befürchtet; und wenn sie ihre Wonung in einem Hause nimt, wirds für eine gute Vorbedeutung angesehen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0770]
In Neapel bemerkte man, daß die aus Afrika zurükkerenden Wachteln weg. kurz vorher gefress. gift. Kräut. giftig sind, und erst 8 Tage mit Getraide gefüttert werden müssen p. - Ferber

 

[IIa-01-1782-1783-0771]
Die Gestalten der Schneeflokken in Grönland und Spizbergen richten sich nach den verschiedenen Winden bei ihrem Herunterfallen. - Beim Nordost lauter Rösgen; anderen, Sterngen; Spiesse; Kügelgen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0772]
In der Mitte von einander geschnittene Hummeln saugen noch den Honig, ungeachtet er so gleich hinten wieder herausgehet. -

 

[IIa-01-1782-1783-0773]
Eine Herde Schafe fürt ein Leithämmel, und diesen wieder der Schäfer oder sein Hund. -

 

[IIa-01-1782-1783-0774]
Weisse Schafe gelten mer als bunte und schwarze. -

 

[IIa-01-1782-1783-0775]
Das Alter des Widders läst sich aus den Ringen seiner Hörner bestimmen; und Ochsens

 

[IIa-01-1782-1783-0776]
Magere Schafe sind sicherer zur Zeugung, als fette. und** Sie werden wärend ihres Trächtigseins fet. - Man weidet sie lieber auf Anhöhen und Hügeln, als an niedrigen Orten.

 

[IIa-01-1782-1783-0777]
Die Hämmel werden durch vieles Saufan am fettesten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0778]
Her Gachet von Beaufort will in der Leber von Hämmeln Schmetterlinge gefunden. Hämmel mit krauser Wolle sind nicht so gesund, als die mit glatter. -

 

[IIa-01-1782-1783-0779]
Von einem weissen Schafe und Widder fallen oft schwarze Lämmer. -

 

[IIa-01-1782-1783-0780]
Der Geruch des Boks rürt nicht von seinem Fleische, sondern seinem Felle her. -

 

[IIa-01-1782-1783-0781]
Schlangen und gewisse Vögel saugen des Nachts aus den Strichen der Kuh und Ziege die Milch aus. -

 

[IIa-01-1782-1783-0782]
Man saget, die Anzal der Warzen an jedem Tiere sol sich nach der Anzal seiner zu säugenden Iungen richten. - Iedes hat noch einmal soviel Warzen als Iunge.

 

[IIa-01-1782-1783-0783]
Mäuse nisten oft im spekkichten Rükken der Schweine. -

 

[IIa-01-1782-1783-0784]
Die Schweine suchen die Würmer in der Erde ser.

 

[IIa-01-1782-1783-0785]
Die Hunde verlieren in heissen Himmelsstrichen alle ihre gute Eigenschaften; aber dafür ist man sie.

 

[IIa-01-1782-1783-0786]
Die Eingeweide werden nach dem Hintern zu immer grösser, und der Mastdarm ist weiter als der Grimdarm. -

 

[IIa-01-1782-1783-0787]
Die Kazen, welche ihre Iungen so sorgfältig im Maule herumtragen und verbergen, fressen sie oft. - Sie sind nicht ganz zu den Haustieren zu rechnen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0788]
Alle freie und wilde Tiere haben aufgerichtete Oren; zame, herunterhängende - Schweine, Hunde, Kazen.

 

[IIa-01-1782-1783-0789]
Wenn der Iäger bei trokner Sommerwitterung aus der Spur des Hirschs seine Beschaffenheit nicht erkennen kan; folgt er ders. rükwärts bis zu seiner Lohsung, um daraus zu urteilen.

 

[IIa-01-1782-1783-0790]
Der Hirsch, der blos fast vom und im Holz lebt, trägt eine Art Holz auf seinem Kopfe; der Biber, von Fischen sich närend, hat einen Schwanz mit Fischschuppen bedekt; das Fleisch

 

[Manuskriptseite 51]

der Fischottern und Wasservögel ist eine Fastenspeise, eine Art von Fischfleisch - -

 

[IIa-01-1782-1783-0791]
Das Hirschgeweihe wächst mit seinem obern Ende; das Ochsenhorn, wie Nägel, Federn, Hare, mit seinem untern. -

 

[IIa-01-1782-1783-0792]
Die Hasen schlafen mit ofnen Augen; sie gebrauchen ihre langen Löffel (Oren) stat eines Steuerruders, im Laufen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0793]
Ein Spanier sagte, Christus würde dem Teufel bei der Anbietung und dem Anblik Spaniens nicht widerstanden haben. -

 

[IIa-01-1782-1783-0794]
Eine kleine Nazion mit langen Haren, am schönen Strom im nordwestlichen Amerika hält alle Völker mit kurzen Haren für Sklaven. -

 

[IIa-01-1782-1783-0795]
Die Mymidonen glaubten von Ameisen hergekommen zu sein. -

 

[IIa-01-1782-1783-0796]
In Madure giebt man dem Esel beim Regen einen Schirm, aber nicht seinem Fürer, ausgenommen wenn er nicht auch davon herstamt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0797]
Muhammed machte die Schultern von gebratenen Kälbern reden. -

 

[IIa-01-1782-1783-0798]
Dem Dairy, Pabst von Iapan, benimt man nur im Schlafe seiner Hare, Nägel, Barts, wegen seiner Heiligkeit und weil es gestolen und erlaubt ist. -

 

[IIa-01-1782-1783-0799]
Beim Zutrit zu einem Könige von Abyssinien wird man, zum Beweis einer nazionalen Tapferkeit, mit Prügeln bewilkomt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0800]
Die Sineser erdichten in and. Ländern ein Königreich, Chuensin que, dessen Einwoner sich mit einem Prügel, durch das Loch in der Brust gestekt, von einem Ort zum and. tragen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0801]
Mancher sinesischer Gelerter stirbt, eh' er lesen kan. -

 

[IIa-01-1782-1783-0802]
Die Sineser bieten durch Niederknien vor einander, ihren Morgen oder Abendgrus. -

 

[IIa-01-1782-1783-0803]
Sie nemen sich bei Begräbnissen vor d. Näherung eines tod. Menschen einem tod Weibe, in Acht.

 

[IIa-01-1782-1783-0804]
Bei ihren Ärzten bedeutet eine Änlichkeit des Pulses mit dem Schnabelhakken eines Vogels, den morgendlichen Tod des Kranken zwisch. 10 und 11 Ur.

 

[IIa-01-1782-1783-0805]
Sie schreiben eines ieden Vorzüge seiner glüklichen Wal eines bequemen Begräbnisortes seiner Voreltern zu. -

 

[IIa-01-1782-1783-0806]
Die Goten beratschlagten sich über Statssachen 2mal; einmal nüchtern, das 2temal trunken. -

 

[IIa-01-1782-1783-0807]
Bei einigen Insekten wächst der Kopf bei ruhendem Körper, und dieser wächst bei ienes Ruhe. -

 

[IIa-01-1782-1783-0808]
Die Paradiesvögel (Manuques) hängen sich an die Zweige der Bäume mit ihren 2 Hakenförmigen starken Federn. -

 

[IIa-01-1782-1783-0809]
Die Stubenfliegen reinigen ihre Augen mit ihren Füssen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0810]
Gewisse Insekten haben, nach Lesser und Reaumür, als Würmer die Füsse auf den Rükken, und als fliegende Tiere unter dem Bauche. -

 

[IIa-01-1782-1783-0811]
Im vorigen Iarhundert strit man in Folianten über ein Kind mit einem goldnen Zan, bis zulezt die Entdekkung des Betrugs den Streit endigte. -

 

[IIa-01-1782-1783-0812]
Reaumür sagt: daß die Pulsader in der Raupe den Saft vom Schwanze nach dem Kopfe treibe, aber in der Puppe von diesem zn nach ienem. -

 

[Manuskriptseite 52]

[IIa-01-1782-1783-0813]
Keine Fliege komt in ein Haus, wo ein Wolfskopf od. Schwanz aufgehangen ist. -

 

[IIa-01-1782-1783-0814]
Die Grillen sollen den Kukuk töden und die Spinne die Kröte. -

 

[IIa-01-1782-1783-0815]
Eine Menge Mäuse zeigt eine reichliche Ernte an, und ein warmes troknes Iar. -

 

[IIa-01-1782-1783-0816]
Neunzig Spinnenfäden gehören zu Einem seidnen und 18000, zu einem seidnen Faden. - Neunzig bis Faden. -] Sinn unklar

 

[IIa-01-1782-1783-0817]
Die Weibgen der Spinnen spinnen allein Gewebe. -

 

[IIa-01-1782-1783-0818]
Ein Erdklümpgen an der grossen nakten Waldschnekken Schwanze bedeutet Regen; ein Grasehälmgen, gutes Wetter. -

 

[IIa-01-1782-1783-0819]
Man läst einen abgezognen Maulwurf von einem Ameisenhaufen skeletiren. -

 

[IIa-01-1782-1783-0820]
Ein lebendiger Regenwurm heilt einen Brand, aufgelegt.

 

[IIa-01-1782-1783-0821]
Die Gartenschnekken sollen den Stein auflösen - Krankheit. -

 

[IIa-01-1782-1783-0822]
Kreuzspinnen an den Hals in eine Haselnus gehangen, heilen das abwechselnde Fieber.

 

[IIa-01-1782-1783-0823]
Gepülverte Raupen stillen das Nasenbluten, geschnupft. -

 

[IIa-01-1782-1783-0824]
Das Felsgras ist die fetteste Weide; z. B. für Hammel.

 

[IIa-01-1782-1783-0825]
Der isländische Hirt streut seinen durch die Sonne erblindeten Schafen Salz in die Oren und bindet sie zu. Wenn's schmilzt, werden sie wieder sehend. -

 

[IIa-01-1782-1783-0826]
Der Fuchs nagt das durch das Fuchseisen gefangne und zerquetschte Bein (od. Schwanz) entzwei und entflieht. -

 

[IIa-01-1782-1783-0827]
Die Mäuse in Island schiffen ihren Wintervorrat, ihre Bere, durch ein Schif von getroknetem Kuhmist, über den Strom, mit dem Schwanze rudernd, hinüber.

 

[IIa-01-1782-1783-0828]
Aristoteles sagt von einem Honig auf dem Buchsbaum gesammelt, daß er Kluge U unsinnig, und unsinnige klug mache. -

 

[IIa-01-1782-1783-0829]
Die Vögel endigen ihre Gesänge mit ihrer Brut. -

 

[IIa-01-1782-1783-0830]
Ein Tier wird desto älter, ie länger es aus wächst - siebenmal. -

 

[IIa-01-1782-1783-0831]
Einige Affen waschen sich Hände und Gesicht mit ihrem Speichel. -

 

[IIa-01-1782-1783-0832]
Einige A. brauchen ihren Schwanz stat der Hand, speisen, fischen damit. -

 

[IIa-01-1782-1783-0833]
Das Nashorn kan bei seiner unbiegsamen Haut, sich nur ihrer Falten wegen, bewegen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0834]
Es stalt und begattet sich rükwärts. -

 

[IIa-01-1782-1783-0835]
Das Fleisch der Weibgen der Seebären schmekt angenem, der Mängen ekelhaft. -

 

[IIa-01-1782-1783-0836]
Gewisse Tiere verfegen mit ihrem Schwanz die Fusstapfen auf dem Wege.

 

[IIa-01-1782-1783-0837]
Der scharfsehende Luchs sol dem übelsehenden Löwen den Raub zeigen.

 

[IIa-01-1782-1783-0838]
Sein Harn riecht unausstehlich. - Blutrote Zunge des Tigers. -

 

[IIa-01-1782-1783-0839]
Der Kot des Nasehorns sol dem Tieger stat eines abfürenden und külenden Mittels dienen.

 

[IIa-01-1782-1783-0840]
Tiger Schweis sol ein Gift sein. -

 

[IIa-01-1782-1783-0841]
Das Fleisch reissender Tiere mit rötlichen und gelben Flekken, wird dem Kalbfleisch gleichgeachtet.

 

[IIa-01-1782-1783-0842]
Dem Bacchus waren alle wilde Tiere mit geflekter Haut heilig. -

 

[Manuskriptseite 53]

[IIa-01-1782-1783-0843]
Die Alten glaubten, aus dem Harn des Luchses würde ein fester Körper, ein Edelgestein.

 

[IIa-01-1782-1783-0844]
Des Krokodils Auswurf kert aus den Gedärmen wieder in den Magen und von da in den Rachen und Mund zurük. -

 

[IIa-01-1782-1783-0845]
Die Krebse haben die Zäne im Magen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0846]
Der Achtpunkt unter den Blutigeln legt Eier, aus denen merere Iungen herauskriechen.

 

[IIa-01-1782-1783-0847]
Die Spize unsers Herzens steht auf dem Zwergfel; seine Basis nach dem Kopf; die Fische umgekert. -

 

[IIa-01-1782-1783-0848]
Die Sehunde lieben Donner und Bliz und gehen bei Gewittern ans Land. -

 

[IIa-01-1782-1783-0849]
Bei Veränderung des Wetters erregt sich der Hund durch Fressen des Grases, Brechen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0850]
Er stinkt bei verändertem Wetter. -

 

[IIa-01-1782-1783-0851]
Alle Tiere verabscheuen Wolfsfleisch; sie selbst nicht. -

 

[IIa-01-1782-1783-0852]
Die Wölfe schaden den Schafen nicht, deren Hals, Rükken, Seiten mit Wolfskot bestrichen sind.

 

[IIa-01-1782-1783-0853]
Der Genus des Gehirns der Hyäne sol rasend machen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0854]
Die Iungen der Schwanzraze, od. des surinamischen Äneas, halten sich auf ders. Rükken mit ihren Schwänzen an iener Schwanz.

 

[IIa-01-1782-1783-0855]
Der Maulwurf hört in der Erde besser als über ihr. -

 

[IIa-01-1782-1783-0856]
In der Höle des Igels sind 2 Löcher, gegen Mittag, und Mitternacht; welche er nach dem Winde verstopft. -

 

[IIa-01-1782-1783-0857]
Das verlarrte Stachelschwein macht sich ein Nest unter den Wurzeln grosser Bäume. Säuft das ihm abscheuliche Wasser, und frist an dess. stat im Winter Schnee.

 

[IIa-01-1782-1783-0858]
Die Biber halten in ihren Hütten beständig den Schwanz und den Hinterleib im Wasser.

 

[IIa-01-1782-1783-0859]
Das fliegende Eichhorn (Sciurus volans L.) kan nie aufwärts, nur schief herunterwärts fliegen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0860]
Der Lama, od. die Kamelziege, tränkt sich mit ihrem eignen Speichel. -

 

[IIa-01-1782-1783-0861]
Der getroknete und gestäubte Mist des Dromedars dient ihm zur Streu; aus seinem Harn wird Salmiak gemacht. -

 

[IIa-01-1782-1783-0862]
Im Psalter der Bezoar Antilope (capra gazella L.) wird der orientalische Bezoar erzeugt. - Im Manuskript nur von "Im Psalter" bis "Antilope" durchstrichen, doch ergibt diese Streichung nur Sinn, wenn sie auf den gesamten Eintrag bezogen wird.

 

[IIa-01-1782-1783-0863]
Die Sineser machen aus den Hörnern der wilden Steppenziege (capra tartarica L.) ihre Leuchter. -

 

[IIa-01-1782-1783-0864]
Das Salz (sol) die Düngungskraft des Mists des Viehs befördern.

 

[IIa-01-1782-1783-0865]
In Island haben die Ochsen, keine Hörner, die aus Weidemangel mit einem Teige von sauren Fischen gefüttert werden. -

 

[IIa-01-1782-1783-0866]
In England zieht man vom Mistdarm der Ochsen ein Häutgen ab und verfertigt daraus die Formen, worin Gold und Silber zu dünnen Blättergen geschlagen p. -

 

[IIa-01-1782-1783-0867]
Von den Rörenbeinen des Zwergbüffels (bos pr*dicus) sol der Schlangenstein pp gemacht werden, von den Indianern. -

 

[IIa-01-1782-1783-0868]
Die Hörner einer gewiss. Art von Affen sind schweistreibend. -

 

[Manuskriptseite 54]

[IIa-01-1782-1783-0869]
Lord Klive wollte ein weibliches Zebra an einem mänlichen Esel gatten. Aber ienes lies dies nicht zu, als bis er ihm die Farbe des mänlichen Ese Zebra angemalt war. -

 

[IIa-01-1782-1783-0870]
Aus der Eselshaut macht man Siebe, Trommeln, Pergament, Schreibtafeln. -

 

[IIa-01-1782-1783-0871]
Die Indianer fangen den Greifgeier, indem sie ihn das Lokbild eines Knaben von Ton vor Augen stellen. Er schlägt seine Klauen hinein, zu ser, und ist p -

 

[IIa-01-1782-1783-0872]
Der Papagai steht wärend seinem Fressen auf Einem Fusse. -

 

[IIa-01-1782-1783-0873]
Der Ochsenhakker (Buphaga africana L.) schlägt auf dem Rükken des Rindviehs so lange mit dem Schnabel, bis Blut komt. Dan zieht er die Larven der Ochsenbremen unter der Haut hervor. -

 

[IIa-01-1782-1783-0874]
Der Pallast eines zum Pabst erwälten Kardinals gehört dem Volk zur Beute.

 

[IIa-01-1782-1783-0875]
Dem Minister Walpole bot ein Schriftsteller seine schriftstellerische Hand zur Unterdrükkung seiner Feinde dar. Da iener es ausschlug, sagte er: Sie werden mir also vergeben, wenn ich meine Dienste dem H. Pultney, ihrem Widers., antrage. Da auch dieser es ausschlug, schrieb er Montags wider W. und Mitwochs wider P.

 

[IIa-01-1782-1783-0876]
Iupiter, Neptun und Merkur machten dem Hyrieus Kinder, indem sie auf eine (frisch abgezogne) Haut des Kalbes pisten, das sie gegessen. Sie wurde 9 Monate vorher in der Erde begraben. -

 

[IIa-01-1782-1783-0877]
Dea humilia, die Göttin der Brüste; Dea Pertunda, der Zeugung; Deus Stercutius, des Kotes; Deus Crepitus, der Winde. -

 

[IIa-01-1782-1783-0878]
Parazelsus extrahirte durch die Chemie aus Menschenkot ein wolriechendes Extractum, und gab ihm die Benennung Zibeta occidentalis. -

 

[IIa-01-1782-1783-0879]
Das Reich der Lilliputer teilte sich in 2 Parteien; der Trameksan, der hochgeschuhten; der Slameksan, mit niedrigen Absäzen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0880]
Lilliput und Blefusku fürten Kriege, entzwei ob man die Eier an der spizen, oder breiten Seite aufmachen sollte. -

 

[IIa-01-1782-1783-0881]
Gulliver rettete den brennenden kaiserlichen Pallast durch sein Pissen. - Er stand einmal auf der kaiserlichen Tafel in Brobd. in einem Markknochen. - Er ritte einmal auf der Brustwarze e*...*s Mädgen von 16 Iaren. - Er machte sich aus dem Hünerauge eines Statsfräuleins, (an der Zehe,) eine Trinkschale. -

 

[IIa-01-1782-1783-0882]
Der König der Agriophagen hatte nur ein Auge über der Nase. - hat nur ein kleines Loch unt. der Nase, kleine Körn. ess. sie hinein Mela l. 3. c. 9.

 

[IIa-01-1782-1783-0883]
Ein andres Volk schlürpfte ihr seine Suppe durch Strohhalmen in seinen kleinen Mund.

 

[IIa-01-1782-1783-0884]
Eines an der Quelle des Ganges lebt blos vom Geruche wilder Äpfel. -

 

[IIa-01-1782-1783-0885]
In Spanien verliert ein an einen Bürgerlichen verheiratetes adeliches Frauenzimmer ihren Rang durch Überlebung desselben. Aber nicht, wenn sie auf ihren Schultern einen Paksattel bis an ihres Mannes Grab trägt, ihn da niederwirft, darauf schlägt, mit den Worten: Schandkerl nim deine Schande zurük, ich bleibe bei meinem Adel. -

 

[IIa-01-1782-1783-0886]
Man glaubte sonst, im Kopf der Kröte befinde sich ein heilsamer und schäzbarer Stein. -

 

[IIa-01-1782-1783-0887]
Die Magindaner haben ganze Paradiesvögel auf ihren Helmen.

 

[IIa-01-1782-1783-0888]
Die spanisch. Geistlichen verordnen das Essen der Spanferkel, an gewissen Festen, zur Reinigung vom Iudaism. -

 

[Manuskriptseite 55]

[IIa-01-1782-1783-0889]
Home 2ter Teil.

 

[IIa-01-1782-1783-0890]
Die Einwoner der karaibischen Inseln enthalten sich des Schweinfleisches, um keine kleinen Augen zu bekommen; und die Brasilianer das der Enten, wegen ihrer langsamen Bewegung. -

 

[IIa-01-1782-1783-0891]
Kokzeius bekam den Namen des Grossen, weil er 3 Folianten über die Geseze geschrieben. Er gründete das Recht der Sukzession bei den Landgütern, auf das Dasein der grösten Menge des Bluts des Vorgängers p. -

 

[IIa-01-1782-1783-0892]
Die Hostie wurde bei Verwaltung des Abendmals, mit einer reinen Leinwand zugedekt, weil Christi Leichnam mit einer begraben worden. -

 

[IIa-01-1782-1783-0893]
Franziskus I. in Frankreich, bat den Karl V. um einen iüdischen Arzt. Da der übersande sich zur christlichen Religion gewand hatte, wollte ihn iener nicht annemen p. -

 

[IIa-01-1782-1783-0894]
Der Tau ist nach der Edda, d. h. Buch der Skandinavier, der Schaum, der vom Gebis des Pferdes der Nacht, herabtropft; - die glänz. Mähne des Pferds des Tages erleuchtet die Erde

 

[IIa-01-1782-1783-0895]
Nach eben dieser schlürfen gute Poeten himlischen reinen Trank ein, und schlechte die Exkremente eines Gottes. -

 

[IIa-01-1782-1783-0896]
Die Wirbel des Äters bewegen die Planeten, sagt Deskartes.

 

[IIa-01-1782-1783-0897]
Büffon macht die Erde aus einem Stük Sonne, durch einen Kometen abgeschlagen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0898]
Die alten Geschichtschreiber melden das Dasein eines Gesezes in Rom, welches den Körper eines Banquerot. in Stükken zu zerschneiden und sie unter seine Gläubiger auszuteilen befal. -

 

[IIa-01-1782-1783-0899]
Der von Promet. geschafne Mensch holte sich vom Himmel die Iugend auf einem Esel.

 

[IIa-01-1782-1783-0900]
Iupiter empfieng durch das Essen seiner schwangern Frau Metis selbst und gebar dan die Pallas.

 

[IIa-01-1782-1783-0901]
Die heidnischen Priester klagten den Aristarch, lerend die Bewegung der Erde um die Sonne, an, daß er die Ruhe ihrer Hausgötter störe. -

 

[IIa-01-1782-1783-0902]
Die Yameos, ein Stam am Amazonenflus drükken ihre lezte Zal 3 durch das Wort pocatarraroincouroac aus . Kondamine

 

[IIa-01-1782-1783-0903]
Die Kamtschadalen halten den Regen für das Pissen eines Gottes, und den Wind für sein Schütteln des Hars. -

 

[IIa-01-1782-1783-0904]
In Lissabon schmiert man die Achsen der knarrenden Karnräder nicht, weil der Teufel durch dieses Geräusch von der Beschädigung der Ochsen abgeschrekt werde.

 

[IIa-01-1782-1783-0905]
Man machte sonst von einem Feinde ein Bild in Wachs, und lies, um ienen zu quälen, dieses an einem langsamen Feuer braten und stach es mit Nadeln. -

 

[IIa-01-1782-1783-0906]
In dem römischen Missal steht: wenn einige, im Munde klebende Überbleibsel von Speise mit der Hostie verschlukt werden, so verhindern sie die Kommunion nicht, wenn sie nur nicht als Speise, sondern Speichel verschlukt werden. -

 

[IIa-01-1782-1783-0907]
Kaiser Karl V. feierte lebendig sein Leichenbegängnis. -

 

[IIa-01-1782-1783-0908]
Die Syrier und Sparter kettelten ihren Got Herkules, damit er nicht zu den Feinden gienge. -

 

[Manuskriptseite 56]

[IIa-01-1782-1783-0909]
Der Handel der Katoliken mit dem Kreuz Christi und der Milch der Maria.

 

[IIa-01-1782-1783-0910]
Die Leute von Benin in Afrika halten den Schatten eines Menschen für ein wirkliches Wesen, welches nach dem Tode für od. wider ihn zeugt, und glüklich od. nicht ist. -

 

[IIa-01-1782-1783-0911]
Die Franziskaner haben über die Form ihrer Kappe den Tod erlitten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0912]
Man stelte zu Konstantinop. Konzilien über die Beschaffenheit des Lichts auf dem Berge Tabos.

 

[IIa-01-1782-1783-0913]
Die Iungfrauen in Zypern brachten zu einer gewiss. Zeit der Venus mit ihrer Iungferschaft ein Opfer, um das übrige Leben durch keusch zu sein. Iustin. lib. 18. c. 5.

 

[IIa-01-1782-1783-0914]
Eine Sekte in Rusland unterscheidet sich von der griechischen Kirche unter andern dadurch, daß sie beim Gottesdienst das Halleluia nur 2mal, nicht 3mal wiederholt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0915]
Die Indianer hassen die Muhammedaner wegen der Krähen Fleisch; diese iene, Schweinefleisch p. -

 

[IIa-01-1782-1783-0916]
Da Philip II. in Spanien die Schlacht bei St. Quintin, am Feste des h. Laurenz, gewan, so bauete er für dies. ein Kloster, eine Kirche und einen Pallast für sich, unter einem Dach, und wie ein Rost, auf dem dies. Heilige starb. -

 

[IIa-01-1782-1783-0917]
Das Bier wird sauer, weil man die Tonnen nicht von einem gewiss. sauren Schleim reinigt.

 

[IIa-01-1782-1783-0918]
Kinder sind oft durch gemalte hölzerne Trompete vergiftet worden.

 

[IIa-01-1782-1783-0919]
Das Rebhun tödet die Iungen and. R. - Das Fasanhun, die seinigen leichter verlassend, nimt alle mutterlose auf. -

 

[IIa-01-1782-1783-0920]
Bei den Malabaren haben die Gäste der Hochzeit die ersten Rechte an der Braut. -

 

[IIa-01-1782-1783-0921]
Die Sparter gaben ihren Kindern wenig zu essen, damit ihr Körper gros würde. -

 

[IIa-01-1782-1783-0922]
Wetterprophezeiung: Wenn des Winters die Brunnen viel Wasser halten, so komt ein nasser Sommer.

 

[IIa-01-1782-1783-0923]
Die Hunde lekken ihre Wunden und Schwären. - Der Vogel Ibis sprizt sich mit seinem langen Schnabel salziges Sewasser in den lezten Darm. - Der Elephant rizt sich bei einer Krankheit die Adern auf.

 

[IIa-01-1782-1783-0924]
Indianer halten oft bei den spanischen Stiergefechten einen Stier am Schwanze in seinem Laufe auf.

 

[IIa-01-1782-1783-0925]
Durch Süssigkeiten die Würmer in den lezten Darm lokken, durch die forttreibende Bewegung der Därmer - auch bittere Sachen - mit Ochsengalle. -

 

[IIa-01-1782-1783-0926]
Die Gemsen erhiengen sich sonst mit den Hörnern. -

 

[IIa-01-1782-1783-0927]
Der Kardinal von Balue wendete viel Nachdenken auf die Erfindung eines eisernen Gefängnisses. Erfunden, bewonte ers 14 Iare lang, zur Belonung.

 

[IIa-01-1782-1783-0928]
Die Löwinnen gebären blos tode Iungen, die der Löwe durch Brüllen lebendig macht.

 

[IIa-01-1782-1783-0929]
Einer gewönte seinem Hunde das Schafwürgen ab, indem er ihn in einen Sak stekte, und die ganze Herde darüber vor den Eingang des Schafstals, gehen liesen. Mannigf. 1 B. 662.

 

[Manuskriptseite 57]

[IIa-01-1782-1783-0930]
Wenn man den Nelkensamen in Son= Mondfinsternissen säet, so sollen dunkle und wunderliche Farben fallen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0931]
Die Neger in Surinam, die den Zitteral oft berürt, bekommen einen Ausschlag, den nur das Essen dieses Fisches heilt. Berl. Saml. II. B. p. 366.

 

[IIa-01-1782-1783-0932]
Mit gestosnen Lorbern, in Wasser gesoden, die Pferde bestreichen, sichert vor den Fliegen.

 

[IIa-01-1782-1783-0933]
Ein Vogel, Merops, sol mit dem Schwanze voraus, den Kopf gegen die Erde gekert, fliegen. Ein bis fliegen.] cf. JP, Vorschule; Formulierung so fast wörtlich in Lessing-Fabel

 

[IIa-01-1782-1783-0934]
Der Kakaobaum und andre sol hat seine Früchte, ihrer Schwere wegen, unmittelbar am Stamme, und am stärkeren Teil der Zweige. -

 

[IIa-01-1782-1783-0935]
Als ein Mor aus Afrika, in Europa, schneien gesah; hielt er den Schnee für Baumwolle, die vom Himmel herabgeregnet war. Neueste Mannigf. des 2 Iarg. 4. Quart. 735.

 

[IIa-01-1782-1783-0936]
Goeze fand in den Gedärmen der Waldschnepfen unzälige Bandwürmer. -

 

[IIa-01-1782-1783-0937]
Nach dem Talmud ist das Krazen der wilden Tiere mit den Klauen, dem Menschen tödlich - bei Manspersonen ist eine glatte Haut das Zeichen des Unvermögens. - Wider die kleinen Würmer im Mastdarm Lorberblätter in Wein gekocht getrunken. - Sonst wurde den Missetätern Weirauch gegeben, zur Betäubung. - Leichte gestosne Wunden mit Honig einreiben - Bei starken Blähungen blinde Schröpfköpfe auf den Bauch sezen, und bei übermässigem Brechen auf den Magen - Ein zu grosser Hunger benimt das Gesicht. - Vor den 40 Iaren ißt, nach denselben trinkt der Mensch mer. - Ein brustloses Weib ist ein unfruchtbares. Kein Kind zu beschneiden, das zu rot od. zu gelb ist. -

 

[IIa-01-1782-1783-0938]
Im Oberschilde der Schildkröte brät man ihr Fleisch, in Bengalen.

 

[IIa-01-1782-1783-0939]
(In Marokko) hält man den Bukkel des Kamels für einen Lekkerbissen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0940]
Von einem wilden Strausse verfolgt, halte man ihn an einem Hals recht fest, so vergeht ihm aller Mut - nach Höst.

 

[IIa-01-1782-1783-0941]
D. Salchow hat bemerkt, daß die Kinder, aus deren Nabelschnur das Blut rein ausgedrükt worden, keine Pokken bekämen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0942]
Die Zunge des Kamäleons ist so lang, wie sein Leib. -

 

[IIa-01-1782-1783-0943]
Die Marokkanischen Weiber essen um {macht fet nur von Luft lebend} fet zu werden, *...* Kamäleons, od. geben gedörte und pulverisirte den Kindern übelverdauend die Milch.

 

[IIa-01-1782-1783-0944]
In Ostind. giebts Schlangen, die ihren Gift mit ihrem gifti spizigen Schwanze mitteilen.

 

[IIa-01-1782-1783-0945]
Die blaue Fliege (zum Geschlechte der Schlupfwespen gehörig) tödet den Kakerlak, einen Käfer, begräbt ihn, und legt ihre Eier hinein. -

 

[IIa-01-1782-1783-0946]
Manche schnupfen nicht, sondern riechen blos in den Tobak z. B. Pariser. -

 

[IIa-01-1782-1783-0947]
Der Wiedehopf und der Birkheher (Coracias Garrula) wält im Winter einen kältern, im Sommer einen wärmern Aufenthalt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0948]
Die grosse Merschlange (auch Sewurm) taucht sogleich unter berürt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0949]
Alle Raubtiere schonen ein Tier, das sich nicht bewegt: die Schlangen fangen nur die forthüpfenden Frösche. -

 

[Manuskriptseite 58]

[IIa-01-1782-1783-0950]
Die Klapperschlange fieng eine Wasserraze beim Schwanze zu fressen an. Allerneueste Mannigf. I. 1 Quart. S. 80.

 

[IIa-01-1782-1783-0951]
Im Elsassischen, in Kolmar tut man um 4 Ur Morgens soviel Schläge an die Glokke, als am Tage Ratshern im Rate sizen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0952]
Oppian sagt, der Fisch Skarus könne wie das Hornvieh wiederkäuen. - das Weibgen der Fische befruchte sich durch Verschlukkung des mänlichen Samens -

 

[IIa-01-1782-1783-0953]
Die Wasservögel flögen langsamer wegen ihrer vielen Federn, die Landvögel geschwinder wegen weniger. -

 

[IIa-01-1782-1783-0954]
Das Weibgen der Fische reibt den Bauch am Sand, um seine Eier leichter zu gebären. -

 

[IIa-01-1782-1783-0955]
Der Mensch ist des Abends kleiner als des Morgens - beinahe einen Zol. -

 

[IIa-01-1782-1783-0956]
Die Tiere werden durch die Ruhe fet. -

 

[IIa-01-1782-1783-0957]
Wenn man den Wein gefrieren läst, so sammelt sich der edlere Teil desselben. -

 

[IIa-01-1782-1783-0958]
Nur die Männer, nicht die Weiber werden kal. -

 

[IIa-01-1782-1783-0959]
Die Schuppen der Fische sind aus einer Materie formirt, deren Quelle im Magen dess. zu finden ist. -

 

[IIa-01-1782-1783-0960]
Ein alter Fisch hat harte Schuppen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0961]
Einige Fischeier haben etwas Giftiges, purgiren wenigstens z. B. Hecht, Barbe.

 

[IIa-01-1782-1783-0962]
Wo man den Fisch gegen das Eis heraufsteigen sieht, Luft zu atmen, schlägt man mit der Keule darauf, wodurch der F. betäubt od. getödet wird. -

 

[IIa-01-1782-1783-0963]
Aus den Knochen der Ochsen dreht man Nadelbüchsgen. Knöpfe, Leuchter u. s. w.

 

[IIa-01-1782-1783-0964]
Die Brüste der säugenden Zigeunerinnen sind grösser als das Kind selbst. Hierin fanden die Ägypter viele Schönheit. -

 

[IIa-01-1782-1783-0965]
Die Ägypter assen Schlangen gegen (die Kräze) Hautausschläge. -

 

[IIa-01-1782-1783-0966]
Die Äg. brüteten die Hünereier mit Pferdemist aus. -

 

[IIa-01-1782-1783-0967]
An den Weinstökken bricht man im August das Laub ab, damit sie in der Sonne desto besser reifen sollen. - Neue Erziehung.

 

[IIa-01-1782-1783-0968]
Älian: Die Hyäne ist ein Iar ums andre, Mängen und Weibgen - Mäuse in den Kessel gefallen, helfen einander an den Schwänzen heraus - Wespen fliegen aus dem Markte eines faulenden Pferds empor - ertrunkne Fliegen werden unter der Asche wieder lebendig. -

 

[IIa-01-1782-1783-0969]
Die Huren zu Venedig verschleiern das Bild der h. Iungfrau, das ein Stük des Puzes ihrer Boudoirs ausmacht, bei der Ausübung ihres Gewerbs.

 

[IIa-01-1782-1783-0970]
Die Herzogin von Alba, Gesandtin am französischen Hof, lies ihrem kranken Sone gepulverte Reliquien in Kränzen und Klistieren beibringen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0971]
Sonst taufte man Glokken - man zog ihr ein weisses Hemd an und sie wurde so an den Ort ihrer Bestimmung gezogen - zuweilen 300 Gevattern, und weil sie nicht alle die Glokke berüren konten, fasten sie ein Seil an dies. an.

 

[Manuskriptseite 59]

[IIa-01-1782-1783-0972]
Iede Nachtigal fängt ihren Gesang desto später an, und sezt ihn desto länger fort, ie älter sie im Vogelhause geworden. -

 

[IIa-01-1782-1783-0973]
Hängt man einer ein wenig in Baumwolle gewikkelten Balsam in den Käfig, so singt sie frühzeitiger. - Hat sie das Podagra, ihre Füsse mit Butter salben. -

 

[IIa-01-1782-1783-0974]
Wenn sich die Rotkelgen in Löchern auf der Erde verkriechen, so hat man Regen zu gewarten. -

 

[IIa-01-1782-1783-0975]
Die Benennung "Puppe" entstand von der Frau des Nero, Poppea, welche zuerst ihre Schönheit mit Masken gegen die Anfälle der Witterung verwarte. -

 

[IIa-01-1782-1783-0976]
Unter dem Franz II. in Frankreich, wurden unter den Manspersonen die grossen falschen Bäuche Mode. -

 

[IIa-01-1782-1783-0977]
In England gehen lungensüchtige Personen hinter dem Pfluge, und ausgezert werdende Kinder legt man in die Furche. -

 

[IIa-01-1782-1783-0978]
Die Ausdünstung ist noch wirksamer als die Teile selbst; so stekt z. B. der Pokken bei der Inokulazion. -

 

[IIa-01-1782-1783-0979]
Das Rosenkreuzerische Astralpulver, welches alle Krankheiten heilt, wird aus sogenanten Sternschnuppen verfertigt.

 

[IIa-01-1782-1783-0980]
Eine mit Rindsblut besprizte Asche der Krebse, giebt Krebse; Annulus Platonis. 1781. Tage 1781.

 

[IIa-01-1782-1783-0981]
Ein Kind lange säugen, hindert die Fruchtbarkeit. -

 

[IIa-01-1782-1783-0982]
Die Onmachten auf Verblutungen hindern heilsamerweise diese. -

 

[IIa-01-1782-1783-0983]
Das Schwimmen der Lunge auf dem Wasser ist ein Zeichen, daß das Kind nach der Geburt gelebt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0984]
Linguet schildert das Brod als das schlimste Gift. -

 

[IIa-01-1782-1783-0985]
Die Flügel frischgetödeter Vögel, wie auch die Schmetterlingflügel sind elektrisch.

 

[IIa-01-1782-1783-0986]
Mancher Wassersüchtige hat viel Durst. Er steigt, wie sich das Wasser häuft, und fält mit diesem. -

 

[IIa-01-1782-1783-0987]
Die bekommen eine schiefe Nase, die sich nur mit einer Hand schneuzen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0988]
Der Kukuk sol um seines Magens willen nicht brüten können. -

 

[IIa-01-1782-1783-0989]
Einer traf einen Schweizer in Paris, von einem Ofen auf und abspringend an. Was machst du? Ich mache mich lebhaft, sagt iener. -

 

[IIa-01-1782-1783-0990]
Iupiter lies bei der Alkmene die Nacht doppelt lang dauern. -

 

[IIa-01-1782-1783-0991]
Die lärneische Schlange tödete einen Menschen durch das Anhauchen seiner Fusstapfen. - In ihrem Blute vergiftete Herk. seine Pfeile. -

 

[IIa-01-1782-1783-0992]
Eine gewisse Art Adler, der Beinbrecher, zerbricht die Gebeine der gefangnen Tiere -

 

[IIa-01-1782-1783-0993]
Nach dem Plin hat der Bär den schwächsten Kopf. -

 

[IIa-01-1782-1783-0994]
In Spanien trägt man desto grössere Brillen, ie grössers Glük man hat - man schäzt aus diesen die Hoheit des Trägers. -

 

[IIa-01-1782-1783-0995]
In London unter dem Karl II wurden die Gräber geöfnet, um durch den Gestank die Ausbreitung der Pest zu verhindern. -

 

[IIa-01-1782-1783-0996]
In Pestzeiten sind die Gegenden am gesündesten, wo die Kloake hingeleitet worden. -

 

[Manuskriptseite 60]

[IIa-01-1782-1783-0997]
Die Ägypter haben durch den Tanz den Umlauf der Gestirne nachgeamt. -

 

[IIa-01-1782-1783-0998]
In Ulm müssen die Ehebrecher, mit einander Haferbrei, zur Strafe essen. -

 

[IIa-01-1782-1783-0999]
Auch bei den Persern ist die Meinung, die Nachtigal sänge mit der Brust gegen einen Dorn gekert. -

 

[IIa-01-1782-1783-1000]
De la Porte. 2 Teil.

 

[IIa-01-1782-1783-1001]
Wenn Fremde Minister müssen nach geendigter Audienz beim Groshern, rüklings zurükkeren, um dies. nicht den Rükken zu weisen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1002]
Ein türkischer Liebesbrief besteht aus einem Beutel, in welchen eine Perl, ein Stein p. nach der Ordnung gelegt, einen Sin enthalten. -

 

[IIa-01-1782-1783-1003]
Der neue Sultan auf dem Tron ermordet seine mänlichen Anverwanden. -

 

[IIa-01-1782-1783-1004]
Muhammed lerte: Got schuf den Körper des ersten Menschen, wie eine unbewegliche Bildsäule und befal der vorhergeschafnen Sele ihn zu bewonen. Da sie nicht wolte, lies er den Engel Gabriel auf der Flöte spielen. Die Sele sprang um den Körper herum, und drang endlich durch die Füsse hinein, die sich zuerst bewegten. -

 

[IIa-01-1782-1783-1005]
Die Georgier glauben, wo der Erbauer einer Kirche sei von den grösten Lastern gereinigt. -

 

[IIa-01-1782-1783-1006]
Der Muselman darf sich nach dem muhammedanischen Gesezen einer Hure nicht bedienen; aber er darf sie heuraten auf 1. Monat, Woche, Tag, Nacht, und Stunde. -

 

[IIa-01-1782-1783-1007]
In Ispahan ist ein Turm, der von den Köpfen der Ziegen aufgefürt ist, deren Hörner alle heraus stehen. In Ermangelung des Kopfs auf dem Gipfel, wurde der Kopf der Baumeister dazu genommen. S. 246-247.

 

[IIa-01-1782-1783-1008]
Muhammed schnit mit der Bewegung seiner Finger den Mond entzwei, und stekte ein Stük in seinen linken Ermel. -

 

[IIa-01-1782-1783-1009]
Ein persisches Sprichwort: wenn die Henne krähen wil, wie der Han, mus man ihr die Kele abschneiden. -

 

[IIa-01-1782-1783-1010]
Der persische König läst seinen mänlichen Anverwanden, beim Anfang der Regierung, die Augen ausstechen {der. Augen man in einer Schüssel zum Kön. bringt. Thevenot} - weil keine Blinde den Thron besteigen dürfen.

 

[IIa-01-1782-1783-1011]
Die Guebern schwören über dem Feuer; die Indianer auf den Leib einer Kuh.

 

[IIa-01-1782-1783-1012]
Ieder Pilgrim mus sich Zeit seines Aufenthalts in Mekka verheiraten. Die Weiber daselbst haben also alle Iare einen andern Man. -

 

[IIa-01-1782-1783-1013]
Die arabischen Pferde lieben den Tobaksrauch ser.

 

[IIa-01-1782-1783-1014]

 

[IIa-01-1782-1783-1015]
Das in der Medicin gebräuchliche Regnum Animale, oder Tier=Buch p. von Kräuterman. Arnstadt und Leipzig. In Verlegung Ernst Ludwig Niedtens, 1728.

 

[IIa-01-1782-1783-1016]
Hirnschale des Menschen wider die schwere Not -

 

[IIa-01-1782-1783-1017]
Für eben dieses, und das Nasenbluten, das Mos auf den Hirnschädel, und Missetäter.

 

[Manuskriptseite 61]

[IIa-01-1782-1783-1018]
Speichel eines nüchternen Menschen wider giftige Wunden, Geschwüre und Schäden. -

 

[IIa-01-1782-1783-1019]
Menschenkot gegen Wechselfieber. - Ein Löwenzan an den Hals gehängt wider Zanweh. -

 

[IIa-01-1782-1783-1020]
Sein Mist wider die Flekken im Gesicht. -

 

[IIa-01-1782-1783-1021]
Die Mängen der Elephanten haben krumme, die Weibgen gerade Zäne. -

 

[IIa-01-1782-1783-1022]
Mit den Runzeln ihrer Haut töden sie die Mükken. -

 

[IIa-01-1782-1783-1023]
Die Bärengalle äusserlich macht helle Augen - sein rechtes Auge an den linken Arm gebunden, wider das 4tägige Fieber. -

 

[IIa-01-1782-1783-1024]
Das Pantertier Menschenkot gegen den Gift. - In Phrygien bewegen die Rinder ihre Hörner wie die Oren.

 

[IIa-01-1782-1783-1025]
Ieder Esel ein schwarzes Kreuz auf dem Rükken. - Sein Mark gegen das Podagra. -

 

[IIa-01-1782-1783-1026]
Gewisse Tiere (Maulesel) gehen nicht übers Wasser, one hinein zu harnen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1027]
Das Blut der Eselsoren gegen die Tolheit und das Fieber. - Sonst badete man sich in seiner Milch.

 

[IIa-01-1782-1783-1028]
De la Porte. 3 T.

 

[IIa-01-1782-1783-1029]
Ein Soldat, der seine Kugeln verschossen hatte, ris seine Zäne aus und lud damit sein Gewer S. 20.

 

[IIa-01-1782-1783-1030]
In Surate ist ein Krankenhaus für die alten und kranken Tiere. Ferner eines für die Flöhe, Wanzen Läuse p., welche sich von Menschenblut nären. Ein armer dafür bezalter Mensch schläft eine Nacht darin, und damit sie ungehindert, unbeschädigt essen möchten, wird er angebunden. - Ivington, S. 37

 

[IIa-01-1782-1783-1031]
Die Kropfgans verschlingt die Muschel ganz, welche dan die Wärme ihres Magens öfnet; alsdan giebt sie sie von sich, und verzert das Fleisch. 54.

 

[IIa-01-1782-1783-1032]
Die Baj Banjanen tauchen sich wärend einer Finsternis in Wasser. -

 

[IIa-01-1782-1783-1033]
Ieder Münze, die in den Schaz des Gros=Mogols komt, boret man ein Loch. Manche haben 7 p. Löcher; dies zeigt, daß sie siebenmal darin waren. -

 

[IIa-01-1782-1783-1034]
Im Reiche des Gros Mogols, in der Landschaft Nagrakut ist ein Gözenbild, welchem einige mit kleinen Stükgen ihrer Zunge opfern. -

 

[IIa-01-1782-1783-1035]
Die Bengalen, durch die Grausamkeit der Portugiesen gereizt, gelobten, die schönsten dies., die ihnen begegneten, ihren Gözen zu opfern. - 219.

 

[IIa-01-1782-1783-1036]
Neun Tänzerinnen od. Huren in Golkonda trugen den König das. in Gestalt eines Elephanten. 4 machten die Füsse, 4 den Leib, und 1 den Rüssel. S. 265. *. *.] davor gestr. *., beides unsicher oder Gamma?- MIWI+Kai© Ich habe keine Ahnung, aber ein Gamma... was hätte es da zu suchen? Vielleicht doch p., vielleicht für "folgende Seite"?? Kai

 

[IIa-01-1782-1783-1037]
Auf der Küste von Koromandel, zu Bezoar, mus der, welcher die Gotheit um die Befreiung irgend eines Gebrechens bittet, ein goldnes, silbernes, od. kupfernes Bild vom kranken Glied opfern. - Die häslichsten Gözenbilder werden am meisten verert, und bekommen die meisten Geschenke. -

 

[IIa-01-1782-1783-1038]
Der Reis wächst nur unter dem Wasser auf. -

 

[IIa-01-1782-1783-1039]
Der Talipot wächst in 30 Iaren 60 Fus hoch, one zu blühen. Dan komt aus seinem Gipfel ein neuer Stam, der Früchte trägt. - 385.

 

[IIa-01-1782-1783-1040]
Die Elephanten Mängen sind oft rasend, welches herabfliessendes Öl von ihren Bakken ankündigt. -

 

[IIa-01-1782-1783-1041]
Eine gewisse Art Ameisen in Zeylon fliegen, sobald sie Flügel bekommen, so lange bis sie tod herunterfallen. 393-394.

 

[Manuskriptseite 62]

[IIa-01-1782-1783-1042]
Wenn auf der malabarischen Küste ein Gläubiger einen Kreis um seinen Schuldner zieht, so darf er nicht eher heraus, als bis iener bezalt ist.

 

[IIa-01-1782-1783-1043]
Eben da, im Königreiche Kananor wächst eine Pflanze, Kardamomen, die man nicht säet noch noch] Text bricht ab - Man brent nur das zur Regenzeit wachsende Gras weg, dessen Asche die Erde zur Hervorbringung dies. geschikt macht. 442-443.

 

[IIa-01-1782-1783-1044]
Die von der Inquisizion zum Feuer verdamten, haben Flammen und Teufel auf ihren Kleid. gemalt, die nicht, umgekerte Flammen. S. 462.

 

[IIa-01-1782-1783-1045]
Die Indianer tünchen ihre Wände mit Kuhmist. -

 

[IIa-01-1782-1783-1046]
In Goa ist ein Baum, der traurige B. genant, der nur zu Nachts blüht. 529. Es fält am Morgen die Blüte ab, die alle Abend hervorgekommen.

 

[IIa-01-1782-1783-1047]
Iupiter wil, im Homer, eine Kette vom Olymp herabgelassen haben, an welche die andern Götter sich hängen und ihn herunterziehen sollen. - Die Nacht wird die mächtigste Gotheit genant, die Iupiter selbst verert - Die Götter schwören beim Styx. -

 

[IIa-01-1782-1783-1048]
Nach dem Talmud sollen die Gelerten nur alle 2, 3. Iar die ehlige Pflicht verrichten. -

 

[IIa-01-1782-1783-1049]
Die römischen Kaiser legten Abgaben auf den Urin, Staub, die Gerüche, Rauch, Luft und Schatten.

 

[IIa-01-1782-1783-1050]
Artemisia trank die Asche ihres Mannes. - Iupiter's Amme war eine Ziege. -

 

[IIa-01-1782-1783-1051]
Die kumäische Sibylle schrieb ihre Weissagungen auf einzelne Blätter, die der Wind zerstreuen konte. -

 

[IIa-01-1782-1783-1052]
Regnum Anim. Der Fuchskot mit Essig vermischt gegen räudige Haut. -

 

[IIa-01-1782-1783-1053]
Der Hase lauft den Berg nicht gerade, sondern seitwärts herunter, nicht zu fallen.

 

[IIa-01-1782-1783-1054]
Wolfs und Schafsaiten sollen nicht zusammen stimmen.

 

[IIa-01-1782-1783-1055]
Skl Skaliger: daß die Gemse mit der Spize ihrer Hörner den Rükken kraze; aber ihn oft zu weit ins Fleisch bringe p.

 

[IIa-01-1782-1783-1056]
Eichhörngen in der Iugend schwarz, hernach rot; - halten den Schwanz über den Kopf und beschatten sich damit. - Hunde können den Mond nicht leiden -

 

[IIa-01-1782-1783-1057]
Reboks Galle für die Augen und Zäne - Wiedehopf macht sein Nest aus Menschenkot. -

 

[IIa-01-1782-1783-1058]
De la Porte 6 Teil.

 

[IIa-01-1782-1783-1059]
Die Sintoisten in Iapan kennen keine andern Teufel, als die Selen der Füchse.

 

[IIa-01-1782-1783-1060]
Die Pilgrimme bekommen in Isin eine Schachtel, die die Erlassung ihrer Sünden enthält. -

 

[IIa-01-1782-1783-1061]
Eine Geselschaft von Blinden ist das Archiv des Reichs. Ihre Kentnis wird als eine ungezweifelte historische Aussage angesehen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1062]
Die Bonzen haben einen erstaunlichen Abgang von papiernen Kleidern, in welche sich ieder auf dem Todenbette kleiden wil. -

 

[IIa-01-1782-1783-1063]
Der Dairi berürt vor Heiligkeit die Erde nicht; das Geschir nach dem Essen wird zerbrochen, damit es nicht in die Hände der Laien komt. - Niemand darf seine Kleider tragen.

 

[Manuskriptseite 63]

[IIa-01-1782-1783-1064]
Wenn ein Übeltäter im Gefängnisse stribt, wird doch an seinem Körper die Strafe volzogen.

 

[IIa-01-1782-1783-1065]
Die Iapaner legen gewisse Zeremonienkleider zu Hause an, und ziehen sie beim Ausgehen aus. -

 

[IIa-01-1782-1783-1066]
Sie grüssen mit dem Fusse. -

 

[IIa-01-1782-1783-1067]
Man sezt kein Geflügel auf, dessen Schnäbel und Beine nicht vergoldet wären. -

 

[IIa-01-1782-1783-1068]
Im Traueriar des Kaisers ist verboten, ein Tier zu töden oder zu Markte zu bringen.

 

[IIa-01-1782-1783-1069]
One Einwilligung der sämtlichen Bewoner einer Gasse kan man kein Haus kaufen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1070]
Sie wikkeln die Blatterkranken zur Heilung in ein rotes Tuch. -

 

[IIa-01-1782-1783-1071]
Niemand darf einen Baum fällen, one einen iungen an dessen Stelle zu pflanzen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1072]
Die Koräken berauschen sich sich in einem Tranke aus Schwämmen. Die Armen stellen sich an die Hütten der Reichen, und fangen den Urin in einer hölzernen Schale auf und trinken ihn geschwind. -

 

[IIa-01-1782-1783-1073]
Die Menge der Westen eines iapanischen Frauenzimmers bezeichnet ihren Rang; oft 30.

 

[IIa-01-1782-1783-1074]
Korea. Wo der König durchkömt, in diesen Gassen müssen alle Türen und Fenster verschlossen sein. -

 

[IIa-01-1782-1783-1075]
Die Todten begräbt man im Frühiar od. Herbst. -

 

[IIa-01-1782-1783-1076]
Der grosse Khan der Tatarn läst nach seinem Essen durch einen Herold ausruffen, alle Fürsten in der Welt könten nun auch essen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1077]
Die Tatarn schlagen die Pferdemilch so lange, bis die groben Teile zu Boden fallen, und die feinsten wie Honig sehen; um Butter zu machen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1078]
In Tibet heiraten die Weiber merere Männer. -

 

[IIa-01-1782-1783-1079]
Die Bucharen glauben, wenn der Priester das Messer um die Bakken eines Kranken schwenke, so werde dadurch die Wurzel der Krankheit zerschnitten. -

 

[IIa-01-1782-1783-1080]
Ludwig XI. von Frankreich trug in seinem Hut ein bleiernes Marienbild; wenn er bei dies. schwur, so hielt er Wort. -

 

[IIa-01-1782-1783-1081]
Diodorus Sikulus: daß die Einwoner gewisser mittägiger Inseln gespaltene Zungen haben, wodurch sie 2 verschiedene Sprachen zugleich reden und mit 2 Personen sich unterhalten konten.

 

[IIa-01-1782-1783-1082]
Pytagoras kam durch den Klang der Hämmer in einer Schmiede auf den Magister Mateseos.

 

[IIa-01-1782-1783-1083]
Muhammed überredete die Leute die Inspirazion von einer Taube, die er aus seinem Ore Samenkörner zu fressen gewönte. -

 

[IIa-01-1782-1783-1084]
In der Türkei bindet man den Tauben, als Briefträgern, die Briefe unter den Schwanz.

 

[IIa-01-1782-1783-1085]
Pyrrhus heilte einen Hofiunker d mit einem Stos seines Fusses (in der Zähe des rechten Fusses lag die Kraft,) von der Milzsucht; - man konte diese Zähe mit nicht mit dem übrigen Körper verbrennen, sie wurde dah. im Tempel aufbewart.

 

[IIa-01-1782-1783-1086]
Wenn die römischen Kaiser sich öffentlich sehen liessen, so trug man ihnen bei hellem Tag brennende Fakkeln {Feuer} vor; so die Sparter und Perser ihren Königen.

 

[IIa-01-1782-1783-1087]
Bartholinus glaubte, man könne die Epilepsie durch Reime heilen. -

 

[Manuskriptseite 64]

[IIa-01-1782-1783-1088]
Die Alten hielten die Kräuter der Krankheit oder dem Teil des Körpers nüzlich, mit dem sie einige Änlichkeit hatten. -

 

[IIa-01-1782-1783-1089]
De la Porte. 8. Teil.

 

[IIa-01-1782-1783-1090]
Die Lappen trauern dan eigentlich, wenn der Brandewein des Schmauses g** nicht mer vorhanden ist. -

 

[IIa-01-1782-1783-1091]
Ein Hund wiegt oft das Kind. -

 

[IIa-01-1782-1783-1092]
Der Son bekomt mus sich bei einigen Völkern sein Mittagsessen mit Pfeilen erschiessen.

 

[IIa-01-1782-1783-1093]
Der Lappe bringt zu seiner Schönen gewisse wolriechende Erdschwämmen.

 

[IIa-01-1782-1783-1094]
Sie legen in die eine Hand des Toden Geld für den Türhüter des Paradieses; und in die andre ein Zeugnis an den heil. Petrus, vom Pfarrer unterschrieben.

 

[IIa-01-1782-1783-1095]
Sie berüren einander mit der Nase, welches ein Grus ist. -

 

[IIa-01-1782-1783-1096]
Wenn in Island die heiss siedenden Naturquellen einen dikken Rauch von sich geben, so Regen: einen leichten Dampf, so troken Wetter. -

 

[IIa-01-1782-1783-1097]
Das Schachspiel der Isländer hat stat der Läufer Bischöfe. -

 

[IIa-01-1782-1783-1098]
Wenn ein Isländ. einem Bären begegnet, wirft er ihm einen Handschuh hin. Unter der Betrachtung dieses entflieht er. -

 

[IIa-01-1782-1783-1099]
Zum Walfischfange ziehen die Grönländer ihre besten Kleider an.

 

[IIa-01-1782-1783-1100]
Der Grönländer wäscht sich mit seinem Speichel.

 

[IIa-01-1782-1783-1101]
Die Esquimaux belekken ihr Gekauftes eh' sie's in ihre Käne bringen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1102]
Sie glauben, ie mer sie wilde Tiere erlegen, ie häufiger sie sich vermeren. -

 

[IIa-01-1782-1783-1103]
Ie schwärzer die Biber sind, desto weniger Hare haben sie. -

 

[IIa-01-1782-1783-1104]
Ehe die Indianer in Neuschotland od. Akadien eine Schlacht liefern, liefern sie eine gegen ihre Weiber. Werden sie überwunden, gutes Zeichen; geflohen, schlechtes. -

 

[IIa-01-1782-1783-1105]
Als ein Blindgeborner den Mond nach seiner Heilung von der Strasse sah, kletterte er zum Dachfenster hinaus, um ihn in der Nähe zu betrachten. -

 

[IIa-01-1782-1783-1106]
Unter der Regierung des Karls I. wälten die Independenten lauter biblische und a. T. Namen zu ihren Vornamen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1107]
Einer hies: Wäre Christus nicht für mich gestorben, so wär' ich verdamt Barebone. Man kürzte dies gewönlich und er hies Damned Barebone.

 

[IIa-01-1782-1783-1108]
Die Frösche sind anfangs geschwänzt. -

 

[IIa-01-1782-1783-1109]
Bei den Sinesern macht derienige Kaufmann dem anderen wegehenden die meisten und schönsten Komplimente, der ihn betrogen.

 

[IIa-01-1782-1783-1110]
Die Indianer am Strom Oronoko lassen die Leichname ihrer Regenten faulen, und wenn das Fleisch verweset ist, zieren sie das Skelet mit Edelsteinen Gold und Federn und hängen es in einer Hütte auf. -

 

[Manuskriptseite 65]

[IIa-01-1782-1783-1111]
Älian: die Kolchier näheten ihre Toden in rohe Ochsenhäute und hiengen sie an Ketten auf.

 

[IIa-01-1782-1783-1112]
Die Bewoner von Chili zwingen ihre Toden in die Lagen eines Kindes in Mutterleib.

 

[IIa-01-1782-1783-1113]
Die Vererer des Dalai Lama begraben ihn, od. Vornehme anders nach der Stunde des Tages, wo er gestorben - sie traktiren z. B. eine Menge Hunde damit, werfen die Knochen ins Wasser und geben den Kopf den Anverwandten.

 

[IIa-01-1782-1783-1114]
Die Samoieden stürzen den Leichnam unter einen Kessel, damit die Sele nicht erdrükt werde, wenn's Grab zusammenfält. -

 

[IIa-01-1782-1783-1115]
Die Otahiter ge verwechseln als Verliebte ihre Namen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1116]
In Loango dürfen Prinzessinnen heiraten wen sie wollen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1117]
Paul Eber, (der unter dem Namen Aulus Apronius eine Reise durch eine Provinz von Europa geschrieben) hat im I. 1679 auf der Börse in London einen Man mit Zänen von Diamanten gesehen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1118]
Die Spanischen Damen stekken bei ihren Dämmerungspromenaden stat den Brillanten Iohanniswürmgen in die Hare.

 

[IIa-01-1782-1783-1119]
Nach der falschen Meinung ziehen die Gewitter dem Winde entgegen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1120]
Der harte Demant verbrent im Feuer, und die weiche Schmiedekole nicht -

 

[IIa-01-1782-1783-1121]
In grossen Städten sterben mer als in kleinen -

 

[IIa-01-1782-1783-1122]
H. Achard in Berlin hat vermittelst der Elektrizität Eier ausgebrütet.

 

[IIa-01-1782-1783-1123]
H. Gründler entdekt, daß gerüttelte Eidechseneier im Dunkeln leuchten. -

 

[IIa-01-1782-1783-1124]
Der Pater Minasi zu Neapel glaubt die Spinnen versüssen das Blut und ist sie alle.

 

[IIa-01-1782-1783-1125]
Es giebt keine Kaze mit 3. Farben.

 

[IIa-01-1782-1783-1126]
Gutes Wetter: wenn Abends die Fledermäuse häufig hervorflattern - die Mistkäfer auf den Farwegen herumfliegen; und die Mükken nach der Sonnenuntergang spielen -

 

[IIa-01-1782-1783-1127]
Wenn die Raben sich haufenweis im Feld versamlen und die Holztaube im Wald stark singt.

 

[IIa-01-1782-1783-1128]
Wenn die Lerchen und Schwalben hoch fliegen -

 

[IIa-01-1782-1783-1129]
Wenn die Vögel häufig mit dem Schnabel nach den Fetdrüsen am Ende des Rükkens faren; da Öl auspressen und die Federn einsalben, um sich gegen die Nässe zu schüzen -

 

[IIa-01-1782-1783-1130]
Wenn die grünen Wasserfrösche Abends in den Teichen viel quakken -

 

[IIa-01-1782-1783-1131]
Wenn die Wetterfische das Wasser hel lassen - und die Laubfrösche im Glas oben, ausser dem Wasser sizen -

 

[IIa-01-1782-1783-1132]
Regenwetter. Wenn das Hausvieh unruhig wird: die Pferde und Esel sich reiben; die Köpfe schütteln, in die Höhe schnuffern; zu mal wenn die Esel viel schreien und springen, wenn das Rindvieh ser schart und trit. Wenn die Schafe one Hunger gierig fressen, und die Schweine viel wülen, - die Kazen sich puzen -

 

[IIa-01-1782-1783-1133]
Wenn die Hunde bei heissem Wetter Gras fressen, Gewitter -

 

[IIa-01-1782-1783-1134]
Wenn die Maulwürfe emsig graben - die Hüner ausser der Zeit oft krähen und danach ins Hünerhaus kriechen -

 

[IIa-01-1782-1783-1135]
Wenn die Tauben zeitig vom Feld in den Kobel zurükkeren -

 

[IIa-01-1782-1783-1136]
Wenn die Vögel, Hüner und Tauben sich gierig im Sand baden -

 

[IIa-01-1782-1783-1137]
Wenn die Schwalben niedrig, die Kraniche hoch fliegen, die Raben klar schreien und sich an die Bäume hängen -

 

[Manuskriptseite 66]

[IIa-01-1782-1783-1138]
Wenn die Dolen mit den Flügeln schlagen, und mit dem Schnabel zwischen den Federn wülen.

 

[IIa-01-1782-1783-1139]
Wenn die Waldvögel zu ihren Nestern eilen; und die Wasservögel viel tauchen , sich baden p.

 

[IIa-01-1782-1783-1140]
Wenn die Pfauen (ausser der Brunstzeit) des Nachts oft rufen - die Störche und Kraniche den Schnabel unter die Flügel legen und die Brust behakken -

 

[IIa-01-1782-1783-1141]
Wenn die Kröten häufig hervorkommen, die Stechfliegen in die Häuser kommen und sich einem an die Beine sezen.

 

[IIa-01-1782-1783-1142]
Wenn die Ameisen emsig arbeiten, die Bienen zeitig heimeilen, nicht weit wegfliegen -

 

[IIa-01-1782-1783-1143]
Wenn die Flöhe viel stechen, die Regenwürmer hervorkriechen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1144]
Der Rauch darf die zu brennenden Tobaks Pfeifen nicht berüren. - Damit sie sich im Kasten von Ton, nicht werfen, so wechseln darin die Pfeifen Lagen mit Lagen von gröblich zerstosnen Pfeifenstükken ab. -

 

[IIa-01-1782-1783-1145]
Ie zerlumpter ein armenischer Kaufman in Konstantinopel öffentlich erscheint, ie reicher ist er insgeheim.

 

[IIa-01-1782-1783-1146]
Das Korsikanische Wappen ist ein Morenkopf mit einer weissen Binde vor den Augen.

 

[IIa-01-1782-1783-1147]
Die Schlangen sind ser furchtsam; sie werden dadurch gebändigt, daß man ihnen wenig zu fressen giebt.

 

[IIa-01-1782-1783-1148]
In den Wappen deutet man Gold, wenn man keine Farben gebraucht, durch Punkte, Silber durch weis gelassenen Raum an. -

 

[IIa-01-1782-1783-1149]
Hollands Wappen ist ein Löwe, der 7 Pfeile in der einen, und ein Schwerd in der anderen Patte hält. -

 

[IIa-01-1782-1783-1150]
Helveziens - 13 nebeneinander gestelte Schilde unter Einem Hute.

 

[IIa-01-1782-1783-1151]
Die Türken haben 99 Namen von den Eigenschaften Gottes, die sie an einer Schnur von 99 Knöpfen herzälen.

 

[IIa-01-1782-1783-1152]
Die Pilgrimme küssen in Mekka einen vom Himmel gefalnen Stein, der anfangs weis, nun durch die Berürung von so vielen unreinen Lippen schwarz geworden. -

 

[IIa-01-1782-1783-1153]
In Rusland schäzt man das Pelzwerk nach der dunklen Farbe. -

 

[IIa-01-1782-1783-1154]
In der Gegend Ladikia in Syrien sind Schafe mit 4 Hörnern; davon 2 aufwärts und 2 niederwärts gehen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1155]
Die Iapaner heilen die Kolik so: sie durchstechen den Bauch mit einer goldnen oder silbernen Nadel und lassen nach ihrem Begrif die schädliche Materie aus einer gewissen Anzal Löcher herauslaufen.

 

[IIa-01-1782-1783-1156]
Aus den Steinen der Oliven machen in Palästina die katolischen Mönche Paternoster, die dem Gebete grosse Kraft geben sollen; weil nach ihrer Meinung Zachäus auf einen wilden Ölbaum gestiegen, um Iesum zu sehen.

 

[IIa-01-1782-1783-1157]
Die Sodomsäpfel sind eine Frucht, deren innere Substanz in einen schwarzen Staub durch den Stich der Schlupfwespe verwandelt ist, so daß die schön gefärbte Rinde ganz geblieben. -

 

[IIa-01-1782-1783-1158]
Der Saksak oder Trochilus reinigt das Maul des Krokodils von den angebrachten Unreinigkeiten.

 

[IIa-01-1782-1783-1159]
Die koptischen Christen beschneiden ihre Kinder vor der Taufe und feiren den Sonnabend zugleich nebst dem Sontag. -

 

[IIa-01-1782-1783-1160]
Die Azanaghier über Kabo Blanko bedekken den Mund mit einem Tuche und lassen ihn nur essend sehen, weil er was häsliches ist. -

 

[IIa-01-1782-1783-1161]
In Oberguinea giebts grosse unschädliche Schlangen, die die schädlichen fressen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1162]
Am Tafelsberge (mons tabularis) zeigt sich eine Wolke, die Ursache der stürmischen Winde. Wenn sie noch klein ist, heist sie Ochsenauge. -

 

[IIa-01-1782-1783-1163]
Die Gotheit der Völker auf der Insel Madagaskar heist Oly, ist eine Gattung von Grille, welche sich ein ieder in seinem Hause selbst macht und in einem Korbe füttert. -

 

[Manuskriptseite 67]

[IIa-01-1782-1783-1164]
Am Zepter des Ordens vom Bade p. blüht eine Rose und eine Distel. S. Pfennigs Erdbeschreibung S. 378.

 

[IIa-01-1782-1783-1165]
Eine Paste stelt den Iupiter Apomyos oder Muskarius vor. Man sieht darauf seinen Kopf in Gestalt einer Fliege: die Flügel ders. machen seinen Bart, der Körper sein Gesicht, und den obern Teil der Stirne, der Fliegenkopf. -

 

[IIa-01-1782-1783-1166]
Kapitän Thomas Forrest's Reise nach Neuguinea und den molukkischen Inseln.

 

[IIa-01-1782-1783-1167]
Die Malayen reisen als Muhammedaner selten, one den Koran mit zunemen, den sie im besten und sichersten Zimmer aufbewaren. -

 

[IIa-01-1782-1783-1168]
Die Vogelnester werden von einer den Schwalben änlichen Gattung von Vögeln, aus dem Weisse der Eier andr. Vögel gemacht. -

 

[IIa-01-1782-1783-1169]
In Tomoguy läst man so Ader: man legt die rauhe Seite eines gewissen Blattes, handgros, auf den Ort. Darauf lekt man mit der Zunge die obere Seite des Blats, wodurch die untere blutig wird. -

 

[IIa-01-1782-1783-1170]
Die Papuaer stopfen die Eingeweide der Schildkröten mit ihren Eierdottern aus und braten sie so. -

 

[IIa-01-1782-1783-1171]
Die Indianer schneiden allen Paradiesvögeln die Beine ab. -

 

[IIa-01-1782-1783-1172]
Der kleine Paradiesvogel von Papua, schwach vor Alter, sol gerade gegen die Sonne fliegen, bis er ermüdet, tod herunter fält. -

 

[IIa-01-1782-1783-1173]
Bei den Einwonern von der Insel Magindano, hat bei Zeremonienschmäussen ieder Gast seine eigene Tafel. -

 

[IIa-01-1782-1783-1174]
Gewisse Indier glauben von einem gewissen Berge, sobald er nicht Feuer und Schwefels auswirft, daß der Got daselbst zürne. -

 

[IIa-01-1782-1783-1175]
De la Porte zehnter Teil.

 

[IIa-01-1782-1783-1176]
Das Sinbild der Louisianer ist ist ein Eichhorn. -

 

[IIa-01-1782-1783-1177]
Den Vornemen in Louisiana begrüsset man durch Heulen - Heulen heist komplimentiren. auch Beifal. -

 

[IIa-01-1782-1783-1178]
Ein Italiener hielt einen Spiegel an seine Brust, hielt und bewies dad. den Irokoern, daß er sie in seinem Herzen trüge. -

 

[IIa-01-1782-1783-1179]
Die Chaktas bestrafen ein ehebrecherisches Weib, indem sie sie der Lust aller Leute übergeben. -

 

[IIa-01-1782-1783-1180]
In Vera-Krux, einer Stad in Mexicko, treibt man morgends Herden Vieh durch alle Gassen, welche die schädlichen Dünste aus der Erde wegnemen sollen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1181]
Die Mexik. hatten einen Gözen, der aus allen zur Speise dienenden Sämereien gemacht war, welche gemalen, und mit Kinder und Iungfrauenblute geknetet wurden. -

 

[IIa-01-1782-1783-1182]
Mex Die Priester machten auch Gözen, die man essen konte, und die stükweise verteilt wurden. -

 

[IIa-01-1782-1783-1183]
Sie bauten eine Art von Amphiteater, aus Kalch und Todenköpfen, woran die Zäne p. herausstunden.

 

[IIa-01-1782-1783-1184]
Der Kakaobaum macht eine Krone, deren er etliche treibt, die der ersten schaden -

 

[IIa-01-1782-1783-1185]
Wenn man von den geschossenen wilden Schweinen den Nabel, den sie auf dem Rükgrade haben, wegschneidet, vedirbt es noch dens. Tag. -

 

[IIa-01-1782-1783-1186]
Sie machen aus den Federn der Vögel Gemälde. -

 

[IIa-01-1782-1783-1187]
Es giebt ein giftigs Kraut, welches in 6 Monaten zu vergiften, vor 6 Monaten, in mereren, vor merern gesamlet sein mus. -

 

[IIa-01-1782-1783-1188]
Wenn sie ein hartes Ei essen wollen, schneiden sie es mit einem ausgerissenen Hare in etliche Stükke

 

[IIa-01-1782-1783-1189]
Die Weiber bekamen für iede Lüge einen Schnit in die Lippe. -

 

[Manuskriptseite 68]

[IIa-01-1782-1783-1190]
Eine des Ehebruchs überwiesene Frau getödet, und von Richter, Zeugen, und Manne gegessen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1191]
Zu Weinachten bei der Mitternachts=Messe tanzt Mönch und Laie. Die Mönche verkleiden sich in Teufel, die Laien in Engel. -

 

[IIa-01-1782-1783-1192]
Die verwittibten Weiber des Mosquiten musten ihre begrabenen Männer ein Iarlang mit Speisen versehen, und sie dan ihre Gebeine dan eben solang auf ihrem Rükken tragen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1193]
Wenn die Oren eines Pferdes sich immer auf entgegenstehende Seiten bewegen, so ist es scheu. -

 

[IIa-01-1782-1783-1194]
Ein Pferd ist nicht stark, dessen Schweifrübe sich leicht auf und nieder ziehen läst. -

 

[IIa-01-1782-1783-1195]
Ein ** weisser Ochs taugt nicht so zum Arbeiten als ein schwarzer oder roter. -

 

[IIa-01-1782-1783-1196]
Durch das Tor von Horn furen die waren, von Helfenbein die falschen Träume aus dem Tartaruns herauf. -

 

[IIa-01-1782-1783-1197]
Äskulaps knotichter Stok ist mit einer Schlange umwunden. - Dionysius lies der Bildsäule desselben den goldnen Bart abnemen, weil ihm der nicht stünde, als einem Son, da sein Vater Apollo keinen hätte. -

 

[IIa-01-1782-1783-1198]
Die Nachricht von eines Mannes Tode war in Griechenland die Vorbedeutung desselben. -

 

[IIa-01-1782-1783-1199]
Der Kegelspieler windet seinen Körper, die fellaufende Kugel in ihre Ban zu bringen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1200]
Im Anfange seiner Regierung stach Domizian Fliegen tod. -

 

[IIa-01-1782-1783-1201]
Delaporte. 11. Teil.

 

[IIa-01-1782-1783-1202]
Die Wilden zünden oft die 4 Ekken einer Wiese an, Brand worauf sie die Wiese vol gebratnen Wildprets fanden. -

 

[IIa-01-1782-1783-1203]
Kolumb entdekte Amerika, und Vespuzius gab ihm seinen Namen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1204]
Kolumb befal daß man die ihm unbillig angelegten Ketten mit ins Grab geben solte. -

 

[IIa-01-1782-1783-1205]
Die Karaiben sehen nur auf die Anzal, nicht den Wert des Geldes; ein Luisd'or nicht 2 geprägte Münzen.

 

[IIa-01-1782-1783-1206]
Bei ihnen sind Leute Ärzte und Priester zugleich. -

 

[IIa-01-1782-1783-1207]
Von einem König in Persien wurde der Tabak bei Strafe der Nase verboten. - Papst Urban VIII, tat laut einer Bulle die in Ban, die ihn in die Kirche namen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1208]
Die Kastilianer hiengen allemal 12 Wilde in Guiana zu Eren der heil. Apostel auf. -

 

[IIa-01-1782-1783-1209]
Daselbst giebts 2 Arten von Mükken; der Moustiquen und der Maringouins; leztere sumsen, one Stechen, erstere umgekert. -

 

[IIa-01-1782-1783-1210]
Bei gewissen indischen Nazionen tragen nur die Huren Kleider. -

 

[IIa-01-1782-1783-1211]
Bei gewissen Völkern am Oronoko Flus dürt man die Braut vor der Hochzeit durch Fasten zu einem Gerippe; - bei eben diesen geht sie mit 2 alten Weibern begleitet, eine lachend, andre weinend. -

 

[IIa-01-1782-1783-1212]
Bei einigen heiraten die iungen Manspersonen die ältesten Weiber, und die Mädgen Greise.

 

[IIa-01-1782-1783-1213]
Einige rechnen sich die Geburt von 2 Kindern zur Schande, das eine hält der Man für sein eigenes, das andre nicht. -

 

[IIa-01-1782-1783-1214]
Das Oberhaupt mus bei anstekkenden Krankheiten ieden Einwoner durch sein Blut bestreichen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1215]
Die Nazion der Kaverren macht das gröste Gift; Salz im Munde ist sein Gegengift. -

 

[IIa-01-1782-1783-1216]
Die Völker am Oronoko solches Gift: man nimt giftige Ameisen, läst ihre unterste abgeschnittene Hälfte ins Wasser fallen, man kochts, und kalt samlet sich ein geronnenes Fet. -

 

[IIa-01-1782-1783-1217]
Eine gewisse Schlange bekomt im Alter einen Busch zarter Hare, deren einziges tödet. -

 

[IIa-01-1782-1783-1218]
Gewisse Ameisen am Oronoko machen mit ihrem eigenen Leib eine Brükke, indem sich eine an die and. eine an die and.] Text bricht ab

 

[Manuskriptseite 69]

[IIa-01-1782-1783-1219]

Den ersten Christen warf man die Verachtung wolriechender Blumen vor. -

 

[IIa-01-1782-1783-1220]
Die theleutischen Tartarn machen Brandewein aus gesäuerter Pferdemilch. -

 

[IIa-01-1782-1783-1221]
Ein Türk im Begrif sich zu berauschen schrie seiner Sele zu, sie möchte wo nicht ganz weichen, sich wenigstens an 1 Orte des Körpers verbergen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1222]
Die Ophiten im 2ten Iarhundert liessen das Brod im Abendmal vorher von einer Schlange belekken. -

 

[IIa-01-1782-1783-1223]
Die Woguliski, ersten siberischen Tatarn, schlachten iärlich in einem Walde Tiere, hängen die Haut an die Bäume, beten sie an und essen das Fleisch mit einander. -

 

[IIa-01-1782-1783-1224]
Die Maler tödeten einen ans Kreuz geschlagnen, gedungenen Armen, das Kruzifix besser zu malen.

 

[IIa-01-1782-1783-1225]
Parrharsius marterte einen alten Man so lange, bis er das Gemälde des Prometheus volendete.

 

[IIa-01-1782-1783-1226]
Nero lies die Christen in brenbare Zeuge einmachen, pfälen und bei den Abendschmäusen stat der Fakkeln in seinen Lustgärten anzünden. -

 

[IIa-01-1782-1783-1227]
In der gotischen Malerei kündigt ein aus dem Munde ieder Figur heraushängender beschriebener Zettel sie an. -

 

[IIa-01-1782-1783-1228]
Philomele, welcher Tereus, der Gemal der Progne, Gewalt angetan und die Zunge abgeschnitten hatte, ward in eine Nachtigal verwandelt. -

 

[IIa-01-1782-1783-1229]
Nach Del Fontana leidet ein Tier desto mer vom Viperngift, ie kleiner es war.

 

[IIa-01-1782-1783-1230]
Der Speichel einer ergrimten Viper wirkt nicht, aber das Gift dadurch stärker.

 

[IIa-01-1782-1783-1231]
Das Viperngift tut Augen nichts, nur Taubenaugen entzünden sich davon. -

 

[IIa-01-1782-1783-1232]
Gewisse Reisende, die bei einer strengen Kälte sangen und pfiffen, hörten einander nicht; aber da die gefrorne Musik wiederauftaute, so hörte ieder p. -

 

[IIa-01-1782-1783-1233]
Wenn man in einem Hause, wo ein Toder, Nesseln streut, verliert sich der Geruch. -

 

[IIa-01-1782-1783-1234]
Delaporte 12 Teil.

 

[IIa-01-1782-1783-1235]
Ein Heiliger sezte drei Eseln von verschiedner Farbe die abgeschnittenen Eselsköpfe auf. -

 

[IIa-01-1782-1783-1236]
Die Einwonerinnen von Terra firma rächten {imperfectum} sich an ihren Männern durch Vernichtung der Leibesfrucht.

 

[IIa-01-1782-1783-1237]
Aussäzige sind wollüstig. -

 

[IIa-01-1782-1783-1238]
Die Weiber daselbst bedekken badend nur das Gesicht. -

 

[IIa-01-1782-1783-1239]
- ist ein Tier, der flüchtige Peter, das durch sein häsliches Geschrei den Feind abtreibt. S. 60.

 

[IIa-01-1782-1783-1240]
- eine Art wilder Schweine, deren Nabel auf dem Rükken ist, und den man nach seinem Tod wegschneiden mus, wenn es nicht verderben sol.

 

[IIa-01-1782-1783-1241]
- die Weiber hängen den Kolibri in ihre Oren.

 

[IIa-01-1782-1783-1242]
- Schlangen an iedem Ende einen Kopf habend, beide vergiftend. S. 74.

 

[IIa-01-1782-1783-1243]
Purpurschnekken, deren Fade Farbe dem Gefärbten ein Gewicht giebt, nach den Stunden verschieden.

 

[IIa-01-1782-1783-1244]
Kapillana begünstigte den Einnemer Perus Pizarro, ein Mädgen Kolumbus auf den Antillen, Marina Kortez zu Mexikos p. -

 

[IIa-01-1782-1783-1245]
Die Peruaner sehend die spanischen Pferde das Gebis kauen, glaubten sie frässen Metal.

 

[IIa-01-1782-1783-1246]
- die Männer nur des Vergnügens wegen in die Kirche, die Glokken zu läuten, Weiber, zu singen.

 

[IIa-01-1782-1783-1247]
Die Mönche überredeten die Kreolen daß ie näher sie den Altar begraben würden, desto mer Teil hätten sie an den Geistlichen Gebeten.

 

[IIa-01-1782-1783-1248]
In einer gewiss. peruvich. Provinz giebts Esel, die die Pferde tod beissen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1249]
- halten es alte Weiber für ein Kompliment, Hure geheissen zu werden.

 

[Manuskriptseite 70]

[IIa-01-1782-1783-1250]
Einer von ihm durch Spot beleidigt, brachte einen Blinden mit einer Sakpfeife an die Kirche, daß er die vornehmen Gäste an die Beine piste ein Gaskonisch Edelman Vasconis equitis.

 

[IIa-01-1782-1783-1251]
Skaliger dichtet dem einem gewissen Regulo Vaskoni an, daß er beim Hören einer Sakpfeife das Wasser lies. - exercit. p. 344 CCCXLIV. de subtil. ad Candan. 6.

 

[IIa-01-1782-1783-1252]
Prometeus erwekte durch in einer Flasche gesammelte Lichtstralen bei seiner Statue das Niesen, das erste Zeichen ihres Lebens.

 

[IIa-01-1782-1783-1253]
Die Rabbinen sagen daß alle Menschen bis auf den Iakob am ersten Niesen gestorben. -

 

[IIa-01-1782-1783-1254]
Die schwärzesten Hare werden im Alter achatweis.

 

[IIa-01-1782-1783-1255]
Ein neuerfundner Stof in Frankreich dessen iede Seite eine andre Farbe spielt.

 

[IIa-01-1782-1783-1256]
Pater Adamus Gerstel schreibt, daß die Spanier mit grossen Brillen auf der Gasse herumgehen, und sie beim Lesen abnemen. S. Olla P. 1782 4. Stük. S. 64.

 

[IIa-01-1782-1783-1257]
Ladislaus König von Polen verabscheute Äpfel, Erasmus Fische, Tycho de Brache Hasen und Füchse, Bako Mondfinsternisse, La Motte le Vayer musikalische Instrumente, und freute sich über den Donner

 

[IIa-01-1782-1783-1258]
Der Kaiser schikt einen Kalender an seine Vasallen, die ihn annemen müssen.

 

[IIa-01-1782-1783-1259]
Vernet freute sich bei einem heftigen Sturme über das brausende Mer und das geschleuderte Farzeug.

 

[IIa-01-1782-1783-1260]
Der Zimtbaum wird auch durch Krähen wie der Muskatbaum fortgepflanzt; sie schlukken den Kern der Zimtfrucht mit ein, und streuen dies. unverdaut durch Exkremente aus; Wolfs Reise nach Zeilon.

 

[IIa-01-1782-1783-1261]
Durch die Nase den Faden nas machen. Die Kühe durch angestekte Felle, Fleisch, Fet, Blut, geimpft, starben, von Petrum Kamper. Das Gehirn geöfneten verpesteten Viehs war meistens gesund, nicht der Magen.

 

[IIa-01-1782-1783-1262]
Bei einem gewissen Feste, das dem Papste zu Eren gefeiert wird, sind hinter ihm weisse Pfauenschwänze ausgebreitet, um sein Ansehen zu verschönern. – Wenn er segnet fält alles auf die Kniee. Kirchenbote 1782 Drittes Stük. Mai und Jun. S. 245.

 

[IIa-01-1782-1783-1263]
Ein Landschulmeister in Bündten, der Geistliche des Orts, lert die Mädgen nicht schreiben, weil sie dadurch nur Liebesbriefe schreiben und bulen lernen. S. 250-251.

 

[IIa-01-1782-1783-1264]
"Der Kaiser hat am 27 April 1781 das Kloster der Serpiten (Bettelmönche) aufgehoben und in ein Findelhaus verwandelt." S. 259.

 

[IIa-01-1782-1783-1265]
Die Bewoner der Freundschaftsinseln glauben die Sonne von einem Wesen beherscht, welches die Erdbeben hervorbringt. - Sie glauben die Sele des Leichnams in den hölzernen Bildern fortdauernd und wonhaft, die sie um die Grabstätten her aufrichten. S. 273. Zu den woltätigen Göttern beten sie nur mit bewegten Lippen one Worte, zu den schädlichen mit Murmeln. S. 273-274.

 

[IIa-01-1782-1783-1266]
"Wenn ein Huron den andern umbringt, nimt man an, daß er betrunken gewesen." S. 280.

 

[IIa-01-1782-1783-1267]
"Die Virginier erbauen so oft ihnen was glükliches begegnet, einen Altar an dem Orte, wo die Sache sich zugetragen." S. 283.

 

[IIa-01-1782-1783-1268]
Bei den Hottentotten töden die Richter den überwiesenen Verbrecher. S. 285.

 

[Manuskriptseite 71]

[IIa-01-1782-1783-1269]
Die Kinder der Neger, die mit einander (im 14, 15 Iare beschnitten werden, halten sich für Brüder. Kein Weib darf bei der Handlung sein. * S. 287.

 

[IIa-01-1782-1783-1270]
Fo sol nach seiner Geburt sogleich gestanden haben, bei den Sinesern. S. 294.

 

[IIa-01-1782-1783-1271]
Die vornemen iapanischen Verbrecher dürfen ihre eigne Henker werden. S. 299.

 

[IIa-01-1782-1783-1272]
Ihr Dairi muste sonst alle Morgen ein par Stunden unbeweglich auf dem Tron sizen, die Krone auf dem Haupte. Dies galt für ein Zeichen der Ruhe des Stats. Blikte er auf die Seite, so bedeutete es Krieg, Hungersnot p. Iezt sezt man blos die Kaiserkrone auf den Tron, die unbeweglicher ist. S. 298.

 

[IIa-01-1782-1783-1273]
360 Bilder {Götzenbilder} stehen in seinem Pallaste und bewachen sein Schlafzimmer. S. 300.

 

[IIa-01-1782-1783-1274]
Wer einen Bramin umbringt, mus 12 Iar lang walfarten, von Almosen leben und aus der Hirnschale des Ermordeten essen und trinken. S. 302.

 

[IIa-01-1782-1783-1275]
Wenn die Kleider od. Wäsche des Königs von Zeilan vorbeigetragen wird, so steht man davor auf. - Ein nicht bezalender Schuldner mus einen schweren Stein tragen, dessen Gewicht immer vergössert wird, bis er stirbt od. bezalt. 304-305.

 

[IIa-01-1782-1783-1276]
Die Syrier brechen das Brod, nicht schneiden. Sie nemen die Speise mit 5 nicht 2 Fingern, weil der Teufel so esse. S. 307.

 

[IIa-01-1782-1783-1277]
Die Türken halten die Sternschnuppen für Feuerbrände, welche die Engel auf die Teufel werfen, die den Himmel ersteigen wollen. S. 308.

 

[IIa-01-1782-1783-1278]
Aberglaube in gewissen Gegenden der Pfalz, namentlich dem Odenwald: eine Frau war untröstlich über ihren Genus der Morgenmilch von einer nachmittags von einem tollen Hund gebisnen Ziege. - Die Mütter re legen Epheu und Wintergrün von Zeit zu Zeit in das Hünernest, die Hüner legen fleissiger. - Die Schalen der auf Ostern gegesnen Eier werden auf auf der Kornsat ausgebreitet, das Korn besser. S. 359 - Auf dem Christtag ist der Odenwälder keine Haselnüsse, damit er das folgende Iar kein Gs irdenes Geschir zerbreche. - In den 6 lezten und ersten Tagen des Iars wird nicht Gs gewaschen; so weit der Schal des Waschschlags geht, giebts kein Obst. - Des Christmorgens traktiren viele Bauern ihr Vieh (dem Hern Christus zu Eren, der in einem Viehstal geboren) mit einem Schluk Brantewein. S. 360. - Wenn iemand stirbt müssen im Sterbhause die Bienenkörbe gerükt werden, damit die Bienen nicht abstehen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1279]
"Ein Dominikaner rechnete in Konstanz vor einem Iar in einer Predigt am Rosenkranzfest den Rosenkranz zu den 7 Sakramenten und macht 8." Viertels Stük Iul. und August. S. 458.

 

[IIa-01-1782-1783-1280]
"Sabellikus erzält, in den ersten Zeiten der Republik sei zu Venedig der Gebrauch gewesen, die manbaren Mädgen an die meistbietenden zur Ehe zu verkaufen, und mit dem Gelde davon die garstigen auszusteuren, damit auch diese verehlicht würden. Merkur. Oktob. 1782 S. 33.

 

[IIa-01-1782-1783-1281]
Heliogabalus sezte seinen Gästen zuerst einfache Speisen vor, aber dan immer feinere p.

[Manuskriptseite 73]

[IIa-01-1782-1783-1282]
Blumen werden in Zimmern schädlich, wenn sie vom Stok abgeschnitten absterben. Gassenkot verdirbt die Luft, nach White in London. Magazin des Buch= und Kunsthandels p. Achtes Stük 1781. S. 564.

 

[IIa-01-1782-1783-1283]
Delaporte 15. Teil. Auf der Helfenbeinküste sol eine rote Frucht, Assayaya, sein, die unschmakhaft, wenn man sie gekäuet, die sauersten Zitronen und Essig süsse schmekken macht. S. 24-25.

 

[IIa-01-1782-1783-1284]
Auf der Küste von Malaguette sollen die Advokaten, wenn sie Klage füren, eine Maske vor dem Gesichte, Klappern in den Händen und Schellen an den Beinen, und ein Wams mit Federn verziert haben. S. 46.

 

[IIa-01-1782-1783-1285]
In Senegal geht ein Schwarzer zum König und schenkt ihm das Haus seines Nachbars mit Recht. S. 59.

 

[IIa-01-1782-1783-1286]
- Leute von Ansehen ert man indem man die Kleider bei ihnen meistens ablegt. S. 146

 

[IIa-01-1782-1783-1287]
- Sie ziehen ein kleines volles Gefäs einem ganzen Fasse vor, wo nur ein Zol am Masse felt. S. 167.

 

[IIa-01-1782-1783-1288]
- die muhammedanischen Schwarzen lassen ihre Mädgen stat der Beschneidung von gewiss. Ameisen benagen p. S. 176.

 

[IIa-01-1782-1783-1289]
Das Kupfer verwandelt sich im seinem Magen des Straussens in Gift S. 189.

 

[IIa-01-1782-1783-1290]
Frauenzimmer sind weniger als Manspersonen, und kurzsichtige weniger als scharfsichtige sekrank. Und die welche auf der See am kränksten gewesen, sind auf dem Lande gesünder als die, welche auf dem Schiffe stark geschienen. - S. 200.

 

[IIa-01-1782-1783-1291]
Die fliegenden Fische können nur so lang fliegen, als die Flügel nas sind. -

 

[IIa-01-1782-1783-1292]
In Portugal giebt es eine Pflanze, deren Blüte ganz einer Fliege gleicht. S. 453.

 

[IIa-01-1782-1783-1293]
In einer dem Erdbeben unterworfenen persischen Provinz grub man nüzlich Zuglöcher. S. 491.

 

[IIa-01-1782-1783-1294]
Tiresias wurde zum Weib, als er von umarmenden Schlangen das Man Weibgen tödete; zum Man, als das Mängen. p. -

 

[IIa-01-1782-1783-1295]
Die Klytemnestra sol ihren Gemal den Agamemnon nach einigen so ermordet haben: er wolte ein weisses Hemde anziehen, dessen Öfnungen am Halse und an den Ermeln sie vorher fest zugenähet hatte. Er warf sich es über den Kopf und wurde dadurch werlos gegen seine Mörderin.

 

[IIa-01-1782-1783-1296]
Die Aloe steht 40 Iar im Treibhaus; und plazt dan ihr verschlosner Kern auf einmal auf.

 

[IIa-01-1782-1783-1297]
Der Barbier frug den König Georg Bodiebrad, in wessen Händen iezt das Königreich Bömen sei?

 

[IIa-01-1782-1783-1298]
Zu Dublin im Königreiche Irland haben ein Silberschmid und ein Buchhändler oder ein und ein Satler und eine Puzhändlerin in Einem Laden feil.

 

[IIa-01-1782-1783-1299]
Dr. Ailhaud hat sich durch seine Purgirmittel zum conseiller du Roi und Besizer verschiedner Baronien purgirt.

 

[IIa-01-1782-1783-1300]
Der Intendant von Gaskognen gab wegen der Geburt eines Herzogs von Burgund unter anderen Festivitäten auch dem Adel der Provinz ein Mittagsessen mit einem Dessert. Das leztere beschlos er mit einer Vorstellung durch Wachsfiguren von Urwerk getrieben, von allen Geburtswehen der Dauphine und der glüklichen Geburt eines Erben ihres Monarchen. Adam Fiz=Adam. Sechstes Stük 1 Band. S. 54.

 

[Manuskriptseite 74]

[IIa-01-1782-1783-1301]
Dionysius wurde aus einem Monarchen von Sizilien ein Schulmeister zu Korint. -

 

[IIa-01-1782-1783-1302]
Her von Bülze (erdichtet) hat in seiner Bücherschrank Bibliotek lauter Duodezbände weil wie er sagte, der Schreiner alle Fächer des Repos. von einerlei Weite machte. Fiz=Adam. 1 B. 15 St.

 

[IIa-01-1782-1783-1303]
Die welche beim Wetrennen die meisten und besten Pferde mitgebracht haben, reiten auf den schlechtesten. Fiz=Adam. 1 B. 17 St.

 

[IIa-01-1782-1783-1304]
Der Buzephalus kniete, den Alexander aufsizen zu lassen.

 

[IIa-01-1782-1783-1305]
Der Kaiser von Marokko hat ein Pferd, dessen Schweif ein Christensklave trägt, mit einem Topf und einer Handquehle in der Hand, die Äpfel aufzufangen und den Fruchtkorb rein zu halten.

 

[IIa-01-1782-1783-1306]
Popea, Nero's Gemalin, verdankte ihre schöne Haut warmen Bädern von Eselsmilch; sie wusch sich des Tags 700 und fürte auf ihren Reisen 500 Eselinnen bei sich. -

 

[IIa-01-1782-1783-1307]
Die gemeinen Leute in Irland zanken den verstorbnen Nachbar od. Freund aus, daß er gestorben, da er ein Eheweib, Milchkuh, 7 Kinder und Kartoffeln gehabt; eh' sie ihn beheulen.

 

[IIa-01-1782-1783-1308]
Einige Stükke von Apelles seinem waren blos aus 4 Farben gemalt.

 

[IIa-01-1782-1783-1309]
Der Abbé de Gedoyn genos mit der Ninon l'Enklos in ihrem 81 Iare des höchsten Vergnügens.

 

[IIa-01-1782-1783-1310]
Nach dem h. Augustin gabs über die Frage: was ist Glükseligkeit? 286 besondre Sekten.

 

[IIa-01-1782-1783-1311]
In Polen halten sich einige Familien ein Par Hunde, um die Teller zur 2, 3 * Schüssel stehendes Fusses rein lekken zu lassen.

 

[IIa-01-1782-1783-1312]
Vom Namen Zäsar Augustus an einem öffentlichen einem Denkmal zu Rom schlug der Stral den ersten Buchstaben aus und Äsar heist auf gallisch Got, d. i. daß er dazu durch den Tod werden würde. Cam. operae subcisivae. c. XIV Cent. III.

 

[IIa-01-1782-1783-1313]
C.G. Berger gedenkt zu behaupten: daß die Menschen im Paradiese fliegen konten - die Tiere vor ihrem Sündenfalle reden - bei der Got ein Geschlechtsunterschied - die Arzneiwissenschaft nach dem System der Dreieinigkeit abhandeln - Feuer ist keine positive Ursache der Wärme, aber wol eine positive der Finsternis - der Mond ist ein grosser Holspiegel von Eis - Um alle Planeten, Sonnen p. ein Eisgewölbe - die Sterne sind noch kleiner als wir sie sehen, Punkte -

 

[IIa-01-1782-1783-1314]
de Iside die Thebaner bildeten die Gerechtigkeit ohne Hände und Augen ab.

 

[IIa-01-1782-1783-1315]
Plutarch erzält, man habe ehmals zu Theben die Bildsäulen obrigkeitlicher Personen one Hände aufgestelt.

 

[IIa-01-1782-1783-1316]
Pancton glaubt in den Pyramiden alle Wissenschaften zu finden, - und Goodridge hält den Vogel Phönix für den grossen Kometen, der die Sündflut verursacht und das Ende der Welt. - Dieser glaubt auch, daß erst nach dem Sündenfal Adams die Erde sich um ihre Achse zu drehen angefangen. Chronologen 9. B. Nro II.

 

[IIa-01-1782-1783-1317]
Die Muhammedaner, Sarazener und Moren in Afrika bringen keinen Kriegs Gefangnen um, der wärend seiner Gefangenschaft Brod oder Wasser genossen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1318]
Die menschlichen Keime, sagt Lukrez, wuchsen mit ihren Wurzeln an die Erde geheftet.

 

[Manuskriptseite 75]

[IIa-01-1782-1783-1319]
Am französischen Hofe sagte man einmal dik stat gros.

 

[IIa-01-1782-1783-1320]
Mit der alexandrinischen Bibliotek wurden 6 Monate die Bäder geheizt.

 

[IIa-01-1782-1783-1321]
In Holland sol einem Niemand umsonst die Ur od. den Weg sagen.

 

[IIa-01-1782-1783-1322]
Ie grösser ein arabischer Gelerter sein wil, desto grösser ist sein Turban. Niebuhr.

 

[IIa-01-1782-1783-1323]
Der Nervenwurm (vena Medinensis) ist in Iemen, Indien und Persien ser gemein. Dün wie ein Zwirnfaden, 2 bis 3 Fus lang. Man windet ihn um ein dünnes Stük Holz p. Enzyklop. Iournal 1774. 1774 S. 24-25.

 

[IIa-01-1782-1783-1324]
Wenn in der Gegend von Basra eine Büffelkuhe gemelkt wird, so stekt ihr einandrer die Hand bis an den Elbogen in das Geschlechtsglied, weil sie dan mer Milch geben sol. Niebuhr.

 

[IIa-01-1782-1783-1325]
Die schwarze, unfruchtbare Lava wird zulezt der fruchtbarste Boden. -

 

[IIa-01-1782-1783-1326]
Die alten Detschen legten ihre Kinder, nach Nanzianzen, Klaudian, Iulian in einem Kästgen, od. Schild auf den Rhein. Ihr Ersaufen oder Erretten bewies ihre Ächtheit p. Daher der Name des Rheins.

 

[IIa-01-1782-1783-1327]
Die Neger sind nach ihrer Geburt weis. Der Körper urtrunkner, und einige Tage im Wasser gelegnen Neger wird weis. -

 

[IIa-01-1782-1783-1328]
Paw sagt, die Enthaltung der Amerikaner von der Umarmung der schwangern Weiber verursache die geraden Kinder p.

 

[IIa-01-1782-1783-1329]
Her Horain Lerer der Pharmazie zu Chartres fand den Zitronensaft als ein Gegengift des Schierlings. Enzykl. Iourn. 1774 S. 609-610.

 

[IIa-01-1782-1783-1330]
Ein ausgelöschtes Licht durch 1) Blasen oder 2) den Rauch anzünden.

 

[IIa-01-1782-1783-1331]
Wasser löscht brennend Öl und Fet nicht.

 

[IIa-01-1782-1783-1332]
In einen brennenden Schorstein hineinschiessen - od. eine lebendige Gans von oben herabfallen lassen, od. auf dem Heerde Schwefel oder Stroh anzünden, od. ein Haus durch Pulver in die Luft gesprengt, od. ein Wetterstral von einem andern. -

 

[IIa-01-1782-1783-1333]
Wo morgends und abends viel Nebel, da ein Brunnen.

 

[IIa-01-1782-1783-1334]
Ein Sturmwind der in der Nacht anfängt, nicht so heftig und langwierig als der bei Tage.

 

[IIa-01-1782-1783-1335]
Morgenröte schlechtes, Abendröte gutes Wetter.

 

[IIa-01-1782-1783-1336]
Der Regen ist anhaltender ie langsamer er anfängt.

 

[IIa-01-1782-1783-1337]
Nebensonnen zeigen schlechtes Wetter an.

 

[IIa-01-1782-1783-1338]
Wenn die Hände ser trokken und glat werden, so Regen.

 

[IIa-01-1782-1783-1339]
Wenn in Herbst und Winter starke Winde, so künftiges Iar fruchtbare Bäume.

 

[IIa-01-1782-1783-1340]
Wenn im Frühiar überschwemmung, so im Sommer Hize und Ungeziefer.

 

[IIa-01-1782-1783-1341]
Wenn im Früh. bereits ein Gewitter gewesen, so kein Reif und Nachfröste mer.

 

[IIa-01-1782-1783-1342]
Schiffe gehen im Salzwasser seichter als im Fluswasser.

 

[IIa-01-1782-1783-1343]
Der Schweif des Kometen ist alzeit von der Sonne abgekert.

 

[Manuskriptseite 76]

[IIa-01-1782-1783-1344]
Heinrich IV schikte seine Liebesbriefe den Frauen durch seinen Hünermäster (poulailler) unter dem Vorwande als schikte er ihnen ein iunges Hun. Daher d* Liebesbrief poulet.

 

[IIa-01-1782-1783-1345]
Die lang herunterhangenden Perükken wurden für den Herzog von Burgund zu Verbergung seines Bukkels erfunden.

 

[IIa-01-1782-1783-1346]
Von den Römern

 

[IIa-01-1782-1783-1347]
Die römische Weiber bezeichneten ihre Hauptnamen durch umgekerte Buchstaben, die das Geschlecht andeuteten. Ein umgekertes M, Marcia.

 

[IIa-01-1782-1783-1348]
Die r. Sklaven wurden anfänglich nach den Namen ihrer Herren benent.

 

[IIa-01-1782-1783-1349]
Wenn einer einen an Kindes stat annemen wolte, muste er selbst keine Kinder haben.

 

[IIa-01-1782-1783-1350]
Der Nagel von Erz, welcher vor Alters alle Iare den 13 Sept. in die Mauer des auf dem Kapitol befindlichen Tempels des Iupiters geschlagen wurde, half der Unwissenheit des Volks in Rüksicht der Iarszal ab - nachher wurde es in eine heil. Handlung, algemeines Unglük abzuwenden, verwandelt. Tit. Liv L. 7. Dec.Ima.

 

[IIa-01-1782-1783-1351]
Mit dem obersten Teil des Griffels konte man wieder ausstreichen. M. Porsenna verbot die eisernen Griffel, man möchte sie zu Dolchen gebrauchen; und daher wurden goldene gebraucht.

 

[IIa-01-1782-1783-1352]
Morgends ave, Abends salve.

 

[IIa-01-1782-1783-1353]
Die nächsten Vettern küsten ihre Verwandtinnen, zu erfaren, ob sie Wein getrunken. A. Gell. l. 10. c. 23.

 

[IIa-01-1782-1783-1354]
Den manbaren R. schnit man die Hare ab, den einen Teil warf man dem Apol zu Eren ins Feuer, den anderen dem Neptun ins Wasser, weil die Hare von Feuchtigkeit und Wärme entstünden.

 

[IIa-01-1782-1783-1355]
Die manbaren Mädgen opferten der Venus ihre Spielpuppen.

 

[IIa-01-1782-1783-1356]
Zulezt wechselte man mit den Ringen nach den Iarszeiten ab. Für den Sommer leichte, den Winter schwere mit grossen Steinen besezte.

 

[IIa-01-1782-1783-1357]
Die Leichname derer, die man ungestraft töden konte, wurden einem gewissen Got, und besonders den unterirdischen Göttern gewidmet. -

 

[IIa-01-1782-1783-1358]
Man gab anfänglich den Gästen ein genaues Verzeichnis aller Gerichte des Gastmals. Gastmals] ls übereinander

 

[IIa-01-1782-1783-1359]
Man gab den Gästen Kränze von Blumen od. Epheu, die durch Külung den Wei*…* unwirk*...*.

 

[IIa-01-1782-1783-1360]
So oft neue Speisen aufgetragen wurden wusch man die Hände. - Ieder Gast konte einen Freund mitbringen, der umbra genant w., ungebetne musae .

 

[IIa-01-1782-1783-1361]
Man trug ganze wilde Schweine (troianische genant) auf, in welchen wieder andre ganze Stükke stekken, bis zulezt eine Nachtigal. -

 

[IIa-01-1782-1783-1362]
Die Zeit der Weinlese durfte der, der solche hielte, die vorübergehenden schimpfen.

 

[IIa-01-1782-1783-1363]
Sie tranken das Wasser alzeit nur lau.

 

[IIa-01-1782-1783-1364]
Beim Lukul ieder Sal seinen besondern Aufwand.

 

[IIa-01-1782-1783-1365]
Anfänglich duldeten sie die Ärzte nur zu Pestzeiten.

 

[IIa-01-1782-1783-1366]
Man beurteilte den Reichtum und die Ere nach der Menge der Sklaven.

 

[IIa-01-1782-1783-1367]

Die zu verkaufenden Sklaven trugen einen Blumenkranz, zum Zeichen, daß sie verkaufbar. A. Gell. L. 7. c. 4.

[Manuskriptseite 76bis]

[IIa-01-1782-1783-1368]
Man wurde der Sklave des Gläubigers, eine Zeitlang galt dieses Gesez.

 

[IIa-01-1782-1783-1369]
Sie liessen in ihrem Testamente viele Sklaven los, desto prächtiger begraben zu werden.

 

[IIa-01-1782-1783-1370]
Plutarch, daß man keine Iungfern, aber wol Witwen an öffentlichen Festen verheiratet.

 

[IIa-01-1782-1783-1371]
In den alten Zeiten legte man den Verlobten bei den Lateinern ein Ioch auf, daher coniugium.

 

[IIa-01-1782-1783-1372]
Wenn eine Witwe heiratete, nam man aus dem Schlafgemach das Bette und alle Sachen weg, deren sich der erste Man bedienet; ia oft auch die Türe.

 

[IIa-01-1782-1783-1373]
Man lies in der ersten Nacht kein Licht in der Brautkammer brennen.

 

[IIa-01-1782-1783-1374]
Die Liktoren trugen auf ihren Schultern mit ledernen Riemen zusammengebundne Bündel Ruten, aus deren iedem ein Beil hervorragte, zu binden, peitschen, enthaupten.

 

[IIa-01-1782-1783-1375]
Wenn hohe obrigkeitliche Personen die Bilder ihrer Vorfaren vor sich hertragen liessen, so dies. ein Zeugnis ihres Adels; ihre eigne, novi homines .

 

[IIa-01-1782-1783-1376]
Der Römer 6ter König, Servius Tullius, lies zuerst runde Stükke Kupfer von einerlei Wert und Gewicht mit dem Bildnis eines Ochsen schlagen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1377]
Bei einer vornemen auf dem Paradebet liegenden Person musten iunge Knaben die Fliegen wegiagen. - Nahe bei dem Bette gieng ein Archimimus, welcher alle Stellungen und Geberden des Verstorbenen nachamte. Pers. Sat. 3. - Man stekte dem Körper beim Verbrennen einen obulus in den Mund, dem Charon die Überfahrt zu bezalen.

 

[IIa-01-1782-1783-1378]
Zu den Zeiten der Republik musten die Triumphirer einen eisernen Ring wie die Sklaven, an den Händen zur Uterdrükkung des Stolzes tragen.

 

[IIa-01-1782-1783-1379]
V B. der Reisebeschreibungensamlung. V B. der Reisebeschreibungensamlung.] Zwischenüberschrift!

 

[IIa-01-1782-1783-1380]
Die Kamtschalen glauben, daß der Tode, der von Hunden gefressen wird, im andern Leben mit schönern faren werde.

 

[IIa-01-1782-1783-1381]
Die Tschuwaschen nemen Schnupftobak, welchen sie zwischen den Lippen kauen. Gmelin.

 

[IIa-01-1782-1783-1382]
Die Tscheremissen halten die Häute des grossen Viehes für heilig. Die Männer müssen auch für die weiblichen Sünden mit büssen. id.

 

[IIa-01-1782-1783-1383]
In Siberien sagen gewisse Tatarn dieses Gebet her zu ihrem Got: Schlag mich nicht tod. id.

 

[IIa-01-1782-1783-1384]
Bei den Kalmüken isset der Wirt ein Stük Fleisch, dan der folgende: so mit einem Löffel den Reisbrei, nicht mit dem Tobakrauchen. id.

 

[IIa-01-1782-1783-1385]
Der Kalmuke nimt nichts (von seinem Chan) wenn sein Haupt unbedekt ist. id.

 

[IIa-01-1782-1783-1386]
Der Erzbischof Philophei lies die Tatarn, die sich nicht taufen lassen wolten, in den Flus iagen und dan waren sies. Samlung. von Reisebes. III V. S. 127.

 

[IIa-01-1782-1783-1387]
Die Iakuten beschmieren bei grosser Kälte alle ihre Glieder mit Kuhmist od. Leimen. id.

 

[IIa-01-1782-1783-1388]
Bei den Iak. weis ein Schaman, ie älter er ist, desto merere Namen von Teufeln und Gözen. id.

 

[Manuskriptseite 77]

[IIa-01-1782-1783-1389]
Der Vater eines jakutischen Kindes eignet sich die Nachgeburt und besonders den Mutterkuchen als einen Lekkerbissen zu. id.

 

[IIa-01-1782-1783-1390]
Wenn die roten Füchse in Sib. schwarze Bäuche haben, so gelten sie viel. id.

 

[IIa-01-1782-1783-1391]
Wenn die Seewasserraben, nach der dortigen Meinung, ein Nest auf einem Baum ein Nest machen, so verdort er. id.

 

[IIa-01-1782-1783-1392]
Die Perser verbergen die Gräber ihrer Könige, und lassen oft 12 Särge machen, um p. Chardin.

 

[IIa-01-1782-1783-1393]
Die Perser halten das Almosen für das am rechtmässigst. erworbne Gut; eine Frau ist unfruchtbar, die sich von unrechtem Gute närt; daher betteln die unfruchtbaren an einem gewiss. Feste. * Chardin.

 

[IIa-01-1782-1783-1394]
Zu Ispahan stehen in einem Stal des Königs 2 gesattelte Pferde, eines für Iesum, und das andre für Muhammed Mehdi, beim iüngsten Gerichte. id.

 

[IIa-01-1782-1783-1395]
Die Perser sehen's als ein Zeichen einer waren Grösse an, wenn grosse Reiche durch wüste Örter von einander getrent werden, wie ihres. id.

 

[IIa-01-1782-1783-1396]
Die meisten Perser, die geringen ausgenommen, essen keine Eingeweide, Füsse, und nicht den Kopf der Tiere. id.

 

[IIa-01-1782-1783-1397]
Ein gewiss. delikater Wein in Sizilien heist Lakryma Christi. -

 

[IIa-01-1782-1783-1398]
Der Doktor Maior in Kiel zog die Trommel allen Instrumenten vor, und fand in ihr den Grund der ganzen Musik. Wernike. S. 100.

 

[IIa-01-1782-1783-1399]
Chardin. Chardin.] Zwischenüberschrift

 

[IIa-01-1782-1783-1400]
Die Perser halten es für böse, Papier zu verderben, weil der Name Gottes p. darauf geschrieben sein oder werden könte.

 

[IIa-01-1782-1783-1401]
Singen und Tanzen ist bei ihnen schändlich. Die Manspersonen tanzen gar nicht.

 

[IIa-01-1782-1783-1402]
Der Astrolog und der Arzt he* streiten mit einander, wem die Schuld p. beizumessen. Ein solcher Astr. sagte: wir haben mit den Ärzten ein verschiednes Schiksal in Ausübung unsrer Profession. Unsere Feler dekt der Himmel z auf, die der Ärzte die Erde zu. -

 

[IIa-01-1782-1783-1403]
Muhammedaner sagen, daß Got den Propheten die Gaben alzeit geschenkt, mit denen sie die geschäztesten Dinge ihres Zeitalters tun konten; z. B. Moses Magie.

 

[IIa-01-1782-1783-1404]
Wenn einer grausam verfärt: er spielt den König: od. seid ihr denn der König? -

 

[IIa-01-1782-1783-1405]
Die Grossen sind hier wie überal bl der Wirkung des königlichen Zorns ausgesezt, nicht das Volk.

 

[IIa-01-1782-1783-1406]
Borri von Kochinchina Borri von Kochinchina] Zwischenüberschrift!

 

[IIa-01-1782-1783-1407]
Die Durione eine vortrefliche Frucht; die unerträglich riecht, wenn man ihre Rinde öfnet.

 

[IIa-01-1782-1783-1408]
Die Weiber 5, 6. Rökke verschiedenfärbig, einer kürzer als der andre. -

 

[IIa-01-1782-1783-1409]
Ein Dieb zum Erstenmale, den Finger, 2, den anderen, 3. Or, 4, Kopf. -

 

[IIa-01-1782-1783-1410]
Rund um den Hals der Gözen hängen Schnuren mit Gebeten. -

 

[IIa-01-1782-1783-1411]
Ihre Gözen sind gros, nach dem Grade der Heiligkeit, und einige enthalten Gold und Silber geopfertes.

 

[Manuskriptseite 78]

[IIa-01-1782-1783-1412]
Sie legen Narungsmittel zu den Gräbern ihrer Freunde, die Geister zu nären, die sich von deren Geruch schon sättigen.

 

[IIa-01-1782-1783-1413]
Der hohe Altar ist ledig und hat einen dunkeln Raum hinter sich. -

 

[IIa-01-1782-1783-1414]
Die Alten sagten, das Trokne, Feuchte, Warme und Kalte bestimmen den Karakter - Andre, Schwefel, Merkurius, Salz, Erde. Andre, bei dems Blut die Oberhand hat, sanguinisch; bei dem die Galle flüchtig, cholerisch; schwarz und schwer, melancholisch; wer vol Wasser ist, phlegmatisch. -

 

[IIa-01-1782-1783-1415]
Papst Leo X sah beim Iagen, in der Ferne gut; beim Studiren, in der Nähe nicht.

 

[IIa-01-1782-1783-1416]
Thomasius glaubte daß die Welt aus einem Lichtgeiste und Luftgeiste bestehe, wovon der lezte des erstern Frau ist.

 

[IIa-01-1782-1783-1417]
Bei niedrigem Wasser wonen die Biber im untern Stokwerke, und begeben sich mit dem steigenden Wasser in die höhern.

 

[IIa-01-1782-1783-1418]
Eine Holländerin bat einen grossen Kaiser ihr nicht ins Zimmer zu speien. Thales: die Welt aus Wasser; Heraklit: Feuer.

 

[IIa-01-1782-1783-1419]
Homer hält die Sele von feuriger Natur, und darum den Tod im Wasser für den grausamsten. Anaximenes die Luft Got Cic. de natura deorum c. 1. I. I.

 

[IIa-01-1782-1783-1420]
Der Kaiser Kaligula befal einem im Schlafe, (in einer Aukzion) nikkenden Römer alle bei iedem Nikken die Ware zuzuschlagen, welches das Zeichen des Behaltens.

 

[IIa-01-1782-1783-1421]
Szipio Kapeze behauptet, daß die Luft der Ursprung aller Dinge, und Diogenes von Apollonia, daß sie die Materie aller Wesen.

 

[IIa-01-1782-1783-1422]
Die Brachmanen leben von Früchten und Zugemüssen, die nicht unter, sondern über der Erde gewachsen; alles zu Essende mus die Sonne beschienen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1423]
Schaw, daß Löwen nach einer starken Malzeit allen ihren Mut verlieren.

 

[IIa-01-1782-1783-1424]
Unzer, daß ein ied. Koch ein Doktor sein möchte.

 

[IIa-01-1782-1783-1425]
Harpagons Koch im Moliere war auch Kutscher.

 

[IIa-01-1782-1783-1426]
Spek und Kol nur mit einander ,nicht gesund.

 

[IIa-01-1782-1783-1427]
Ein gewisser Neugieriger beim Athenäus as nie eine Speise, bis er erfur, wie lange sie ihren Namen gefürt hatte.

 

[IIa-01-1782-1783-1428]
Rousseau, daß Insulaner den Bewonern des festen Landes Rede und Geselschaft gelert.

 

[IIa-01-1782-1783-1429]
Rousseau: die Fleischfressenden Tiere und Vögel alzeit viele Iungen; die gewächsefressende T. und V. nur 2. -

 

[Manuskriptseite 79]

[IIa-01-1782-1783-1430]
Aurelius Kornelius Celsus, daß die Witterung die schädlichste, die die veränderlichste.

 

[IIa-01-1782-1783-1431]
Die Zäne iükken den Kindern eh' sie durchbrechen - die fetsten sind dabei am meisten krank.

 

[IIa-01-1782-1783-1432]
Iünglinge am meisten das hizige Fieber.

 

[IIa-01-1782-1783-1433]
In der ersten Iugend leidet der Kopf von Krankheit am meisten; im mittelern Alter der Hals; im Flore des Alters die Brust; im hohen Alter der Unterleib. Unzer.

 

[IIa-01-1782-1783-1434]
Am See Mäolis wonten sonst die Alanen, die Menschenhäute zu Pferdedekken brauchten.

 

[IIa-01-1782-1783-1435]
Thomas Murner lerte die Dialektik mit Karten, und gab dies. Geheimnis 1509 heraus; nachher erfand man Spiele für Iurisprudenz, Medizin, Sittenlere, Teologie.

 

[IIa-01-1782-1783-1436]
Asklepiades und Menedemus arbeiteten zu Nachts, um bei Tag die Philos. zu hören.

 

[IIa-01-1782-1783-1437]
Puffendorf starb an einem Leichdorne.

 

[IIa-01-1782-1783-1438]
Ein Kolerikus solte sich der Pferde=, Sanguineus der Ziegen=, Melanch. der Kuh= und Phlegmat. der Eselsmilch bedienen.

 

[IIa-01-1782-1783-1439]
Dem Stahl ist Volblütigkeit die Ursache aller Krankheiten.

 

[IIa-01-1782-1783-1440]
In Frankreich trinken Leute zu früh, nach Krüger, l'eau de milles fleurs.

 

[IIa-01-1782-1783-1441]
Von ieder Krankheit, sagt Boerhave, wird die Ausdünstung ganz od. z. Teil unterbrochen.

 

[IIa-01-1782-1783-1442]
Die Ausfürung steht mit der Ausdünstung in umgekertem Verhältnisse.

 

[IIa-01-1782-1783-1443]
Tycho de Brah. starb an der zersprungnen Harnblase.

 

[IIa-01-1782-1783-1444]
Die Iuden haben ein eignes Gebet, wenn die Notdurft verrichtet ist.

 

[IIa-01-1782-1783-1445]
Die Ausfürung ist desto stärker, ie unverdaulicher die Speisen, od. unverdauender die Verdauungskräfte sind.

 

[IIa-01-1782-1783-1446]
Die Pferde sind stark, die unter Trab f-r-z-n.

 

[IIa-01-1782-1783-1447]
Die gemeinen Leute sind weniger als vorneme mit Winden geplagt.

 

[IIa-01-1782-1783-1448]
Es war eine Gewonheit in Rom, daß die Fischer den Triumvirs die grossen Köpfe der Störe und Umbrinen (zum Tribut) bringen musten.

 

[IIa-01-1782-1783-1449]
Die Römer namen nach dem Überessen Brechmittel ein.

 

[IIa-01-1782-1783-1450]
In Spanien ists gröste Beschimpfung "Trunkenbold" darüber kan ein Bedienter seinen Hern verklagen.

 

[IIa-01-1782-1783-1451]
Die Ägypter leiteten, nach Herodot, alle Krankheiten von Speisen her.

 

[IIa-01-1782-1783-1452]
In Spanien Leute, die am Karfreitag geboren, die durch die Erde die Leichen sehen können, die Zahuris.; und alles, was nicht mit einem blauen Tuche bedekt ist.

 

[IIa-01-1782-1783-1453]
Vespasian war der erste, der eine Abgabe auf den Urin legte.

 

[IIa-01-1782-1783-1454]
Nach dem Perseus konte man ein Dichter werden, wenn man eine Nacht auf dem Parnas geschlafen.

 

[IIa-01-1782-1783-1455]
Rhonsis gedenkt einer Pest, wo alle Iäger frei geblieben.

 

[IIa-01-1782-1783-1456]
Lappen, Samoieden und Grönländ. fast vor Kälte schwarz.

 

[Manuskriptseite 80]

[IIa-01-1782-1783-1457]
Um das Iar 1375 trugen die Französinnen Spiegel vor den Bäuchen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1458]
Neugebornen Kindern giebt man gleich Arznei ein, des Schleims wegen.

 

[IIa-01-1782-1783-1459]
Wenn man einen in einen Keller vol Wein fürt pp. so wird er berauscht.

 

[IIa-01-1782-1783-1460]
Wer sich leicht nach dem Rausch erbricht, dem ists nicht ser schädlich.

 

[IIa-01-1782-1783-1461]
In warmen Ländern säuerliche Früchte. -

 

[IIa-01-1782-1783-1462]
Die Gymsophisten haben es, nach Strabo, für schändlich gehalten krank zu sein, und haben sich lieber verbrant.

 

[IIa-01-1782-1783-1463]
Diogenes hieng sich im 90 Iare auf.

 

[IIa-01-1782-1783-1464]
Die Leute, die am ältesten geworden, sind gemeine Leute.

 

[IIa-01-1782-1783-1465]
Plutarch rät den Schmaus Erwartenden ein par Tage vorher wenig zu essen.

 

[IIa-01-1782-1783-1466]
Die Moräste stinken vor den Gewittern; auch Leute merken es an den Narben ihrer alten Wunden od. *...* bekommen einen Durchfal.

 

[IIa-01-1782-1783-1467]
Die vom Donner Erschlagenen sollen die Alten nicht begraben haben, weil sie unverweslich.

 

[IIa-01-1782-1783-1468]
Plotin, aus 3 Iarhund., wolte sich aus Verachtung gegen die Materie nicht malen lassen; verläugnete darum Eltern und Geburtsort.

 

[IIa-01-1782-1783-1469]
Iener Bote, der im Sommer das Eis in einem Sak auf dem Rükken p.

 

[IIa-01-1782-1783-1470]
Bei der Feier der Luperkalien peischten mit Öl bestrichne Männer die Weiber fruchtbar.

 

[IIa-01-1782-1783-1471]
Der Löw Chinabaum steht nie in Ebnen.

 

[IIa-01-1782-1783-1472]
Der Löwe ist dem Wechselfieber.

 

[IIa-01-1782-1783-1473]
Kleombrotus ersäufte sich, weil er immer glüklich war.

 

[IIa-01-1782-1783-1474]
Essig wider Gift - gegen verschlukte Nähnadeln, die Spize stumpfend.; und in der Pest.

 

[IIa-01-1782-1783-1475]
Die Schlange Dipsas od. Prester vergiftet den Schlund, und macht Durst.

 

[IIa-01-1782-1783-1476]
Das Blut der gesundsten ist mer als venerischer p. der Fäulnis unterworfen.

 

[IIa-01-1782-1783-1477]
Die Alten den Phöbus den Bändiger der Gifte

 

[IIa-01-1782-1783-1478]
Die giftigsten Dünste schweben immer oben in der Luft.

 

[IIa-01-1782-1783-1479]
Diemerbroek Rauchtabak gegen Anstekkung der Pest.

 

[IIa-01-1782-1783-1480]
Fliegen auf verpestetem Leichnam, kan p.

 

[IIa-01-1782-1783-1481]
Boerhave, Wäscherinnen und die mit Seife umgehen, werden leicht angestekt.

 

[IIa-01-1782-1783-1482]
In Frankreich erfand ein Färber ein Färber einen medizinis. Gürtel, aus Queksilb. Schwefel a. Mittel. gegen Pest.

 

[IIa-01-1782-1783-1483]
Makenzie, die Pestile*. Krankheit von Würmern in der Haut.

 

[IIa-01-1782-1783-1484]
Insekten one Gehirn und viel Augen.

 

[Manuskriptseite 81]

[IIa-01-1782-1783-1485]
Das Unschlit von gesunden ist weniger schädlich zu brennen als das von kranken; der Schade richtet sich nach der Krankheit des Tiers.

 

[IIa-01-1782-1783-1486]
Man pakt kraftlosen Tee in sr frisches Heu, damit er wie guter Tee rieche. -

 

[IIa-01-1782-1783-1487]
Auf dem Berg Ätna war dem Vulkan ein Tempel geheiligt, der von die Keuschheit riechenden Hunden bewacht wurde.

 

[IIa-01-1782-1783-1488]
Empedokles sezte den Siz der Sele in das Blut, Strabo zwischen die Augenbrauen.

 

[IIa-01-1782-1783-1489]
Ein Zergliederer überhäuft den Missetäter, dessen Leichnam er erben sol, mit narhaften Speisen, zum fet werden. -

 

[IIa-01-1782-1783-1490]
Den zu mästenden Hünern mischt man Trespensamen unters Futter, damit sie desto mer schlafen und also fetter werden - Die Karpen hült man eben darum in Mos ein. -

 

[IIa-01-1782-1783-1491]
Schwächlicher Körper und küles Blut sind Anlagen zum Fette; daher man erst im 40, 50 Iare fet wird.

 

[IIa-01-1782-1783-1492]
Leute denen man ein Glied nahm, werden fet, z.B. den Kopf z.B. den Kopf] mit Bleistift ergänzt

 

[IIa-01-1782-1783-1493]
Fette Leuten sterben meistens eines plözlichen Todes und sind ser schlafsüchtig, und haben wenig Blut; durch Blutlassen wird man fet; eben dadurch die Kälber in England, nach Lister.

 

[IIa-01-1782-1783-1494]
Swift war so lange mager, als er in Sorgen und Zorn war; da er kindisch wurde, so wurde er fet.

 

[IIa-01-1782-1783-1495]
Ein Seidenwurm hat als Raupe Geschmak und Gefül, kein Gesicht; als Puppe nur Gefül und keinen Geschmak; als Schmetterling bekomt ers Gesicht und verliert den Geschmak.

 

[IIa-01-1782-1783-1496]
Bienen stechen Unkeusche.

 

[IIa-01-1782-1783-1497]
Bontekoe hält den Kaffee für eine Universalarznei; ihm wurde seine Lobrede auf den Thee von der ostindischen Kompag. bezalt.

 

[IIa-01-1782-1783-1498]
Die Wilden blasen den Tobaksrauch durch die Nase, wenn sie den Schnupfen haben; auch gut dafür, die Füsse zu wärmen; od. wenn man die Hare vom Kopf abschneidet und ihn abbürstet.

 

[IIa-01-1782-1783-1499]
Boerhave hat an Menschen, Ochsen und Pferden bemerkt, d der erste helle Schein des Lichts, der in ihr Auge fält, ein Niesen verursache.

 

[IIa-01-1782-1783-1500]
Ie dikker die Perükke, desto röter die Nase; ie dikker das Bauchküssen, desto bellender die Husten; ie dichter die Pelze, desto wütender das Reissen.

 

[IIa-01-1782-1783-1501]
Hildanus und Haller daß manche von heftigem Niesen blind geworden.

 

[IIa-01-1782-1783-1502]
Das Feuer brent am besten im Froste und das Licht der Sonne kan ein Feuer auslöschen, und ein kleines brent, nach Hales, nicht neben einem grossen.

 

[IIa-01-1782-1783-1503]
Schwindsüchtige sterben oft an einem heissen Tage.

 

[IIa-01-1782-1783-1504]
Kaspar a Reies, daß bei Eröfnung der Kornböden iäliche Todesfälle erfolgen (wegen der mit Dünsten überhäuften Luft).

 

[IIa-01-1782-1783-1505]
In alten Städten sind bei den Pumpen Tröge angelegt, worin das Wasser erst eine Zeitlang vor seinem Gebrauche steht.

 

[IIa-01-1782-1783-1506]
Fallopius sagt, daß in Syren ein Gewölbe mit wolriechenden Dingen, welches erst nach einer langen Zeit geöfnet worden, das Land verspestet habe.

 

[IIa-01-1782-1783-1507]
Ein gewisser Gottesakker auf der Insel Island sol weder Razen noch Mäuse leiden können.

 

[IIa-01-1782-1783-1508]
Die Blutadern sind mer mit Blut überhäuft bei Volblütigen als die Pulsadern; daher iene zu öfnen; bei gefärlichen, in diesen.

[Manuskriptseite 80 bis]

[IIa-01-1782-1783-1509]
Das Pulver versagt, oft gehts spät darnach erst los - den leren Bogen der Briefe nemen - Sontag und Feiertag Exiesuit. - Gerber - Schiferdekker - Zugluft - Pelzwerk nicht gesund, auch Fel nicht - heisse Kuchen - mit heissen Suppen die Zäne verderben - die Finger dürfen das Essen nicht berüren - Gräten auf den Rand des Tellers legen - Wassertropfen zerfliessen nicht auf polirtem Metal - Kugel durch die Luft geschossen wird warm - eine bleierne Kugel in Papier eingewikkelt schmelzt - Das troianische Pferd - Fledermaus - die Israeliten das Land nicht an den Enden herum abschneiden beim Ernten und die abgefalnen Beren im Weinberg nicht auflesen - "Du solt dem Tauben nicht fluchen" 3 Mos. 19, 14. Das Feld nicht mit mancherlei Samen besäen. Nach den Hasen schiessen und sich selbst mit einem Kolbenstos erlegen. - Die Bäume zu Tieren beschneiden. Rom auf 7 Bergen. Schlangenlinie, die Schönheitslinie - Übler Atem singt gut - aus dem Schminken entstehen gelbe Flekken - Hieroglyphenschrift früher als die ordentliche - man geht auf die Anatomie der Wollust wegen - bergunter gallopiren - latro, hostis - der wachende Soldat strikt - Hände aus dem Grab herauswachsen - Wer den Teufel läugnet, läugnet Gott - mit dem Hasenfus Flederwisch abkeren - Den Bedienten mus man in England das Essen bezalen - eine Kette one Ur - Orgelpfeifen durch Kneipen stimmen - one zu Reiten Sporen tragen - im Vogelhause wachset Gras - Kranke oft den Plaz wechselnd sterben bald - gefrorne Hände spielen kein Allegro - Schäfer und Schinder - viele Gevattern bitten. - erwärmtes od. erkältes Glas zerspringt - Glas aus Sand und Potasche - der Wind pfeift durch enge Löcher gehend - Sprachror - der Streit über spize und runde Ableiter - Staubregen, Plazregen - helscheinende Sterne in Winternächten Kälte - beschädigte, erfrorene Gliedmass. kündigen durch Iukken, Stechen, Wetterveränderungen - Toga und Sagum, Prätexta - der Pabst ist grösser als die Kardinäle, so ihn erwälen - die Ochsen durch eben das anbinden, womit sie sie streiten - Im Ringe Bild und Siegel - Donnerkeile - wo der Regenbogen, da eine güldne Schüssel - in orientalischen Ländern bei Tage heis, Nachts kalt - Die Blätter der Eiche für das Verdienst, ihre Frucht für die Schweine - Taube meistens stum - Fingerhut - die gewisse Affen hält man für die Satirs der alten - die Affen lassen das Feuer auslöschen - Wie Puz=Kinderstube - die Tobakspfeife ausklopfen - Coffée à la Sultane - Tablettes de Jus de viande - die Felder am Wege werden bezwakt - Im Winter Licht zu früh und abend. - Die eherne Schlange Mosis - Nicht die Mutter mit den Iungen nemen, sond. nur die leztern - nicht mit einem Ochsen und Esel zugleich akkern - Eine Frau in Manskleidern - Im Weinberge sich sat von Trauben essen, aber nichts in ein Gefäs tun - wir essen Ochsen, nicht Esel - die Harpfenspieler lange Nägel - Der Hund bekomt das Podagra durch das Lekken podagr. Füsse - manche lassen sich aus Schamhaft. nicht klystiren, od. leiden keinen Geburtshelfer - Von Blattern blind und narbig - Der Teufel der Fliegengot - Zäne schmerzen, die hol werden. -

[Manuskriptseite 81 bis]

[IIa-01-1782-1783-1510]
Das Auge mit Wasser stärken. Grosser Muf. Licht bedeutet Schaz. Das Wasser herauspressen. Rosinen Notzüchtigen und dan umbringen. Erst nach erstiegnem Walle ist zu plündern. Die Marter der Negersklaven üb. den Zukker. Bei denen die die Kinder in keine Windel wikkeln, giebts keine Krüpel. Feuer= und Wasserprobe. Die Israliten nichts mit {kein} Blut essen. Trauernde zerreissen die Kleider. Wenn ein As in ein Gefäs gefallen, es zerbrechen. Was auf der Erde schleicht, unrein. Auge um Auge, Wunde um Wunde. Wenn einer seinem Knecht, Magd, ein Aug' Zan ausschlägt, so ist er freigelassen. Kein Fleisch essen, das auf dem Felde von den Tieren zerrissen ist, sondern es den Hunden geben. Vor den mit Blut bestrichnen Häusern gieng der Würgengel vorüber. "Die Erstgeburt vom Esel solt du lösen mit einem Schaf; wo nicht, brich ihm das Genik." Wolken= und Feuersäule. Das Manna nicht über den anderen Tag aufheben. Dieweil Moses seine Hände emporhielte, siegte Israel, sinken lies, Amalek. - Kains Opfer Früchte, Abels Erstlinge der Herde. Sara und Hagar - Salzsäule. Stat Isaaksopfer einen Widder. Esau und Iakob stritten im Mutterleibe, und dies. hielt ienes Fersen. Die Stimme wie Iakob, Hände rauh wie Esaus, - Lea fruchtbar, Rahel nicht. Flekkigte Schafe, die List Iakobs - Iosephs Rok in Ziegenbokkblut getunkt - Serah rekte die Hand aus dem Leibe der Thamar heraus, aber Pereus kam eher - Der Bekker wurde gehenkt, der Schenke nicht, drei Körbe auf dem Kopf, woraus die Vögel frassen - Das Geld oben in Säkken - Ioseph weissagte aus seinem Becher - Ägypter Söne töden, Töchter nicht - die Schlange wurde wieder zum Stok beim Schwanz erhascht - Das Stroh zum Zieglen erst samlen - Die äffenden Zauberer, Wasser in Blut, Läuse - (auf die Pest des Viehs folgt der M.) das güldne Kalb aus Orenringen gemacht - die zerbrochnen Tafeln. Dekke des glänzenden Angesichts Mose. Das Parforceiagen. Eselsoren oder Papier im Buche. Bei einer Feuersbrunst reist man die nächsten Häuser nieder. Wess. Armut kein Schaf, Turteltauben sol der opfern - die Gefässe wurden zerbrochen, in welchen das Sündopfer gekocht. Mit dem umgekerten Ende der Feder schreiben - die Schalen der Eier - die Schale klebt dem Tier noch an - Salz löscht Durst. Grummet und Heu. - Was wiederkäuet und die Klauen spaltet, esbar. - Kleider anstekkend, beim Aussaz auch Häuser infizirt Sattel, Steigbügel - Häslich durch felende Zäne - Müller braucht Esel - bei der Zerstörung Lissobons wurde geraubt - - Petschaft in die Schmerzen drükken - Fliegendekke, Schabarakke - Husten, Stekflus - Te deum - Zwei unter einem Regenschirm. - Das Lillabullero des Oncle Toby. - Par le moyen d'une petite canulle. Gerinnen. - Weiber nicht von Malern, nur Männer entblöst - verlorne Schildwache - Der Magnetberg, der die Nägel der Schiffe auf sich zufliegen macht. Robinson. - Iener verkaufte ein blindes Pferd, und bekam einen falschen Wechsel zur Bezalung. Der kalte Schnee leuchtet auch - Ie schwerer die Dekbette, desto schw wärmer. - Federmesser mit zwo Klingen oben und unten. - Einer Henne Enteneier unterlegen - Auf das *...* *...* *...* darf man wol *...* *...* lassen, *...* die Vögel *...* *...*, *...*

 

[Manuskriptseite 82]

[IIa-01-1782-1783-1511]
Die betauten Spinnenfäden glänzen in der Sonne - abends verlängern sich die Schatten - er krazt sich one dem Ungeziefer zu schaden Hunde beissen sich in die Haut - nach dem Essen schlafen - die Oren bewegen - reiner Brandewein brent auf - one Zifferblat taugt die Sakur nichts, zeigen und schlagen - ie höher das Repositorium , ie enger der Fächer - die ihre Zalzettel auf dem Hute tragen - Der Paradiesvogel hat im Schwanze die längsten Federn - die Malayen lassen sich keinen Bart wachsen - der Kern mit einer doppelten Hülle - Öl mit Papier mit Öl, durchsichtig - Schmetterlingsflügeln formiren Bilder - balbiren - Stok umsonst tragen - in der Finsternis vergrössert sich der Stern im Auge - Kanonen lösen bei Einfart in Hafen - den Namen einer Geliebten in einen Baum einschneiden - Windbüchsen - Sprossen im Bauer - Treppen steigt man geschwinde - Galop angenemer als Trab - kleine Hunde haben es am besten - was helfen dem Pferde silberne Sporne. - gefrornes Wasser zersprengt die Gefässe - Muf aus umgekertem Pelze der Tiere - In Iatalien tragen verschnittene Priester bei ihrer heiligst. Handlung das Geschlechtsglied in der Tasche - durch Beten komt das Irlicht näher, durch Fluchen nicht - Nebukadnezars Bild, goldner Kopf, erzene Brust, tonerne Füsse. die Nusknakker - den Takt mit den Füssen schlagen - Beim Frisiren Pud. und Pomade, auf den Rok - Ringe mit Brillanten, Flötenuren - Kinder bezalen weniger als grosse Personen - durchnäster Regenschirm - gekämte Hare leuchten im Finstern - Feurige Drachen ziehen in die Rauchfänge - Kazen und Eulen maussen - Zweige und Blätter sind die Wurzeln in der Luft - Winde befördern bei den Pflanzen Zirkulazion und Ausdünstung - Tau ist fruchtbarer als Regen - Käuen ist die erste Verdauung - Wasser im hizigen Fieber gut - Brenglas nicht wird warm - seichtes Wasser warm - Zin und Blei und Kalk one Schwefel - mit Pulver Felsen sprengen - Die Bienen durch Klingeln zurüklokken - man addirt hinterwärts - Die Galle beim Ausnemen der Gedärme l*…* - Die Fliege benezt die harte Speise - Schnuptuch aus der Tasche heraushängen lassen - Scharfrichter sind Ärzte - was die Zäne nicht kauen, bleibt im Z*…* liegen - gezogne Federkiele - Man brents Har mit dem Eisen und verwirt eh' man frisirt - Toden Zitronen - Knopflöcher trauern - Spuk und Blut - kurze Saiten klar - Iude zu schachern - unterm Hut noch eine Kappe - Salz auf die Verwüstung streuen - zerbrechliches Glas mit Gold bordiren - man wäscht die Schafe eh' man sie schiert - deutsche Briefe nach Frankreich schreibt man mit französ. Lettern - die ausgefalnen Gänsespulen schreiben besser als die ausgezognen; die des linken Flügels besser als die des rechten; Rabenfedern klein, Truthüner nicht - Der Streusand bleibt kleben, fält entgegen, wie Löschpapier und Streusand. - Die Könige haben in ihrer Residenzstad oft die schlechteste Residenz wie in London - Wies Läuten schlägt - ein Kleid wird oft umgearbeitet - Zunder v weicher Krebs - räuchern das Fleisch - wer die Blattern gehabt, kan nicht inokulirt werden, an der Inokulaz. sterben weniger als an den Blattern - wenn die Blätter nicht abfallen ein übles Iar - Queksilber in der venerischen Krankheit - selten wird ein Kind rasend geboren - Nordlicht nur im Winter - man brent die Wunde vom wütigen Hund mit Eisen oder Pulver weg - Schürze hinten wie die Bergleute - Klingelbeutel - Kazen zu den Löwen - Varianten - die niedrigsten Früchte des Baums - wenn die Scharfrichter falsch exekutirt, bleibt die Person am Leben - Sterne im Brunnen sehen - die vornemen essen was gemeinen ekelt - gefrorner Schaum des Pferdes - der lange Mantel des König der Franken war unten mit Schellen besezt - die Iuden essen das Hinterteil vom Viehe nicht - zweierlei Gewitter

 

[Manuskriptseite 83]

[IIa-01-1782-1783-1512]
1.

 

[IIa-01-1782-1783-1513]
Ein alter Maler, der bei der Aufopferung der Iphigenia, die Traurigkeit der Zuschauer darüber, mit aller seiner Kunst hatte auszudrükken gesucht, malte den Vater iener Unglüklichen mit verdektem Gesichte: um zeigen, daß die Traurigkeit bei ienem grösser sei als seine Kunst. Herodot. L. III. p. 188.

 

[IIa-01-1782-1783-1514]
2.

 

[IIa-01-1782-1783-1515]
Diodorus Kronus ein Dialekter starb wegen seiner ungefären Ungeschiklichkeit in der Auswiklung eines Schlusses von Stilpio vor Scham. Plin. Hist. Nat. L. VII. c. 53.

 

[IIa-01-1782-1783-1516]
3.

 

[IIa-01-1782-1783-1517]
Betrand du Glesquin blieb in der Belagerung des Schlosses Rankon nahe bei du Puy in Auvergne: und die besiegten Belagerten musten die Schlüssel des Orts auf den Leichnam des Verstorbnen legen. Memoires de Brantome. T. II. p. 220.

 

[IIa-01-1782-1783-1518]
4.

 

[IIa-01-1782-1783-1519]
Ziska befal, daß man nach seinem Tode seine Haut über eine Trommel spannen solte.

 

[IIa-01-1782-1783-1520]
5.

 

[IIa-01-1782-1783-1521]
Der Wein verändert sich in den Kellern, wie der Weinstok nach den verschiednen Jahrszeiten - das eingesalzne Wildpret ändert seinen Zustand und seinen Geschmak, wie das lebendige Fleisch. Montaigne L. I. Ch. III. p. 14.

 

[IIa-01-1782-1783-1522]
6.

 

[IIa-01-1782-1783-1523]
Äschylus wird von einer, einem Adler in der Luft entfalnen, Schildkrötenschale getödet. Val. Maximus. L. IX. c. 12. in Externis §2.

 

[IIa-01-1782-1783-1524]
7.

 

[IIa-01-1782-1783-1525]
Ämil Lepidus starb vom Rizzen eines Harkams. Plin. Hist. nat. L. VII. c. 53.

 

[IIa-01-1782-1783-1526]
8.

 

[IIa-01-1782-1783-1527]
Die Ägypter liessen einbalsamirten Menschenkörper in ihre frölichsten Geselschaften bringen. -

 

[Manuskriptseite 84]

[IIa-01-1782-1783-1528]
9.

 

[IIa-01-1782-1783-1529]
Zipus bekam zu Nachts da er ausgieng durch die Stärke der Einbildung Hörner, (weil er den Tag über mit grosser Lust ein Stiergefechte angesehen hatte. Val. Max. L. V. c. 6.) Als man ihm sagte, er würde König werden, wenn er in die Stadt zurükgienge, wolte er lieb. sich freiwillig exiliren.

 

[IIa-01-1782-1783-1530]
10.

 

[IIa-01-1782-1783-1531]
Bei einigen Völkern hält dieienige Hofdame, die der König am meisten liebt, die Hand hin, wenn er ausspeit. - Bei andern giebt's Bordelle von Manspersonen, und eben sowol ehliche Verbindungen derselben. - Gewisse Völker in Trazien beweinen die Geburt eines Menschen, und freuen sich bei seinem Tode. -

 

[IIa-01-1782-1783-1532]
Bei andern stechen sich die Priester zur Erlangung des Götterumgangs und der Göttersprüche, die Augen aus. - In andern Ländern wält ieder ke seinen Got nach Belieben; der Jäger den Löwen oder Fu*hs Fuchs, der Fischer einen gewissen Fisch. In etlichen schikt der König den Prinzen, den Vasallen, Feuer zum Neuiarsgeschenke: hierauf löscht ieder sein altes Feuer aus und holt sich neues von diesem, wenn er sich nicht der beleidigten Maiestät schuldig machen wil. - In einigen wird der Soldat, der dem Könige aus einer oder etlichen Schlachten 7 feindliche Köpfe gebracht hat, geadelt. - In einigen geniest der König die Iungfrauschaft aller seiner weiblichen Untertanen. - Anderswo leihen die beiarten Ehemänner ihre Weiber iungen Leuten zum Gebrauch. - In einem gewissen Lande tragen die Weiber zum Zeichen der Ere soviel schöne Franzenquasten an den Säumen an den ihrer Rökke, als sie Manspersonen zu Geliebten gehabt haben. - Montaigne L. I. Chap. XXII.

 

[IIa-01-1782-1783-1533]
11.

 

[IIa-01-1782-1783-1534]
Wenn eine Kuh schlägt, so schlägt man sie, aus Aberglauben, mit einem Bettelmans Stab, oder dem Seil, womit eine Lei

 

[Manuskriptseite 85]

che in's Grab gelassen wurde. - Man sichert durch gepülvertes Wolfsfleisch iedes Vieh gegen den Wolf. - Ein um die Augen bleiches und schwärzliches Schaf ist ungesund, eins mit roten Augen und Augenliedern gesund. - Man sichert die Hüner vor den Füchsen, Kazzen und Iltissen, wenn man dieser lezteren Galle in iener Speise tut. - Ein aufgehängter Wolfskopf ve im Taubenhaus veriagt den Iltis von den Tauben.

 

[IIa-01-1782-1783-1535]
12.

 

[IIa-01-1782-1783-1536]
Charondas, ein Turischer Gesezgeber, verordnete, daß ieder Neuerer in Rüksicht der Gesezze mit einem Strikke um den Hals das Urteil des Volks über seine Vorschläge erwarten solle. Diod. Sicul. L. XII. c. 4.

 

[IIa-01-1782-1783-1537]
13.

 

[IIa-01-1782-1783-1538]
Ephorus, Emerpes v* schneidet aus Liebe zum Alten die 2 Saiten entzwei, womit Phrynis die Musik vermeren wolte. Plutarch Anophth. Lacon.

 

[IIa-01-1782-1783-1539]
14.

 

[IIa-01-1782-1783-1540]
Ein spartischer Abgesander gab dem Perikles, der ihn von der Veränderung einer gewissen Verordnung durch den Vorwand, es war man dürfte keine mit einem Gesezze beschriebne Tafel wegnemen, abbringen wolte, den Rat, diese Tafel umzukeren, welches doch nicht verboten wäre. Plutarch in Vita Lysand. c. 4.

 

[IIa-01-1782-1783-1541]
15.

 

[IIa-01-1782-1783-1542]
Alexander's Haushofmeister schwizte im Schatten, und zitterte in der Sonne. Sext. Empir. Pyrrh. Hypot. L. I. c. 14 Diog. Laert. LIX. L. XI. n. IX

 

[IIa-01-1782-1783-1543]
16.

 

[IIa-01-1782-1783-1544]
Als man dem Menander in den Oren lag, weil sich der Tag näherte, auf welchem er ein Lustspiel versprochen, hatte und doch noch keine Hand angelegt hatte; so sagte er: Es ist gemacht und fertig, nur die Feler Verse felen noch daran. Plutarch.

 

[Manuskriptseite 86]

[IIa-01-1782-1783-1545]
17.

 

[IIa-01-1782-1783-1546]
Quand les vignes gêlent en mon village, mon prestre en argument l'ire de Dieu sur la race humaine, et iuge que la pepie en tienne desia les cannibales. Montaigne L. I. Ch. XXV.

 

[IIa-01-1782-1783-1547]
18.

 

[IIa-01-1782-1783-1548]
Et il disoit le Sauoyard, que si ce sot de Roy de France eust sceu bien conduire sa fortune, il estoit homme pour deuenir Maistre d'hostel de son Duc. Mont. L. I. Ch. XXV.

 

[IIa-01-1782-1783-1549]
19.

 

[IIa-01-1782-1783-1550]
Die Könige von Persien schikten ihre Gemalinnen, die bei ihren Gastmalen waren, bei der durch den Wein verursachten Anreizung zu unerlaubten Wollüsten wieder in ihre Zimmer, und liessen an ihrer Stat weniger achtungswürdige Weibs Personen kommen. Plutarch Coniug. praecept.

 

[IIa-01-1782-1783-1551]
20.

 

[IIa-01-1782-1783-1552]
Die Skyten legten ihre falschweissagenden Warsager mit gebundnen Händen und Füssen auf kleine mit Heidekraut angefülte Wagen, worauf sie sie verbranten. Herod. L. IIII.

 

[IIa-01-1782-1783-1553]
21.

 

[IIa-01-1782-1783-1554]
Gewisse Völker in Amerika bringen anstat der Siegeszeichen die Köpfe der besiegten Feinde nach Hause und befestigen sie an ihren Haustüren. Montaigne. I. Ch. XXX.

 

[IIa-01-1782-1783-1555]
22.

 

[IIa-01-1782-1783-1556]
Als der Maler Protogenes seinem nach allen Teilen ausgemalten müden Hunde nur den Schaum auf dem Gesicht nicht gar anmalen konte: so warf er vor Verdrus dem, von verschiednen Farben benetzen Schwam auf seine Arbeit und übertraf durch den ungefären Wurf de* alle vorherige Versuche des Pinsels. Plin. Nat. Hist. L. XXXV. c. 10.

 

[IIa-01-1782-1783-1557]
23.

 

[IIa-01-1782-1783-1558]
Beim Kaiser Geta trug man die Speisen nach dem Alphabete auf, z. B. anses, aprugna, anas. Montag. L. I. Ch. XXXXVI.

 

[Manuskriptseite 87]

[IIa-01-1782-1783-1559]
24).

 

[IIa-01-1782-1783-1560]
En Medoc, le long de la mer, mon frere Sieur d'Arhac, void une sienne terre, enseueliée sous les sables, que la mer vomit deuát elle... les sables sont ces fourriers. Et voyons de grandes mót-joyes d'arenes mouuantes, qui, marchent une demie lieuë deuant elle, et gaignent pays. Mont. X. Ch. XXX. ch

 

[IIa-01-1782-1783-1561]
25.

 

[IIa-01-1782-1783-1562]
Ie ne scay qui demandoit à un de nos gueux, qu'il voyoit en chemise en plein hyuer, aussi scarbillat que tel qui se tient ammitonné dans les martes jusques aux oreilles, comme il pouuoit auoir patience? Et vous. Mons.,* respondit-il, vous avez bien la face descouuerte: or moy j ie suis tout face. Mont. L. I. Ch. XXXV.

 

[IIa-01-1782-1783-1563]
26.

 

[IIa-01-1782-1783-1564]
Qui n'a cuy parler à Paris de celle (femme) qui se fit escorcher pour seulement en acquerir le teint plus frais d'une nouvelle peau; Il y en a qui se sont fait arracher des dents viues er saines, pour en former la voix plus molle, et plus grasse, ou pour les ranger en meilleur ordre. Mont. L. I. Ch. XXXX.

 

[IIa-01-1782-1783-1565]
27.

 

[IIa-01-1782-1783-1566]
On dit que la fondation de nostre Dame la grande à Poitiers, prit origine de ce qu'un ieune homme desbauché logé en cét endroit, ayant recouvré une garce, et luy ayant d'arriuée demandé son nom, qui estoit Marie, se sentit si vivement espris de religion et de respect de ce nom sacrosaint de la Vierge, mere de nostre sauueur, que non seulement il la chassa soudain, mais en amenda tant le reste de sa vie et, que en considération de ce miracle, il fut basty en place, ou estoit la maison de ce ieune homme, une chappelle au nom de nostre dame, et depuis l'eglise que nous y voyons. Mont. L. I. Ch. XXXXVI.

 

[Manuskriptseite 88]

[IIa-01-1782-1783-1567]
28.

 

[IIa-01-1782-1783-1568]
Sire, c'est un tiltre qui se donne à plus eslenée personne de nostre estat, qui est le Roy: et se donne aussi au vulgaire, comme aux marchands, et ne touche point ceux d'entredeux. Les femmes de qualité, on les nomme dames, les moyennes damoiselles, et dames encore celles de la plus basse marche. Les dais qu'on estend sur les tables, ne sont permis qu'aux maisons des Princes, et aux tauernes. Montaig. L. I Ch. LIII.

 

[IIa-01-1782-1783-1569]
29.

 

[IIa-01-1782-1783-1570]
Die Trazier wolten durch Pfeile Got vom Donnern und Blizzen abhalten. Herod. - IIII. c. 289.

 

[IIa-01-1782-1783-1571]
30.

 

[IIa-01-1782-1783-1572]
Senecio Grandio liebte blos das Grosse; er hatte grosse Sklaven, grosse Gefässe, grosse Schuhe, und eine grosse Beischläferin. M. Sen. Suasor. L. I. suas. II.

 

[IIa-01-1782-1783-1573]
31.

 

[IIa-01-1782-1783-1574]
Capita aperire M adspectu Magistratum, non venerationis caussa, sed (ut Varro auctor est) valetudinis jussere , quoniam firmiora consuetudine ea fierent. Plin. H. N. L. XXVIII. c. 6.

 

[IIa-01-1782-1783-1575]
32

 

[IIa-01-1782-1783-1576]
Merkwürdigkeiten aus dem Naturreich.

 

[IIa-01-1782-1783-1577]
Der Zitronenbaum hat fast immer zu gleicher Zeit Blüte, und halb und ganz reife Früchte. Ein Teil fält reift, fält ab, oder wächst nach.

 

[IIa-01-1782-1783-1578]
Die Feigen wachsen auf Bäumen, deren Milch oder Saft giftig ist.

 

[IIa-01-1782-1783-1579]
Der Same des Korianders wird erst mit der Zeit wolriechend; und frisch und auf der Pflanze selbst ist er übelriechend.

 

[IIa-01-1782-1783-1580]
Mos verursacht auf den Bäumen und Stauden Fäulnis.

 

[IIa-01-1782-1783-1581]
Aus einem in Stükken zerschnittenen Wurm entstehen merere Würmer.

 

[Manuskriptseite 89]

[IIa-01-1782-1783-1582]
Die Perlen kommen aus dem Magen und Kopfe des Wurmes in der Perlenmuschel - es ist eine Krankheit desselben so wie bei uns der Stein. - Sie sind auch ein weisser Schleim, mit denen sie die durch den Wasserwurm verursachten Öfnungen in ihrer Muschel stopfen.

 

[IIa-01-1782-1783-1583]
Die Kalifornier in Amerika essen alles Gewürm.

 

[IIa-01-1782-1783-1584]
Die meisten Insekten trinken nicht; aber die Grille t. viel.

 

[IIa-01-1782-1783-1585]
Der Spekkäfer stelt sich nach der kleinsten Berürung tod und bei allen Martern giebt er kein Zeichen einer Bewegung von sich.

 

[IIa-01-1782-1783-1586]
Der Stokfisch kan seine Gedärme und seinen Magen zum Maul herausstrekken und ausleren, und sich sodan auf's neue wieder dik fressen.

 

[IIa-01-1782-1783-1587]
Die Sägefische fressen die aus lauter Spek bestehende Zunge des von ihnen ermordeten Walfischs und die weissen Bären fressen das Fleisch desselben.

 

[IIa-01-1782-1783-1588]
Die Esel lieben die Reinigkeit.

 

[IIa-01-1782-1783-1589]
Die arabischen und afrikanischen Schafe haben Schwänze von 20 bis 30 Pf., die sie auf einen Rolwagen mit zwei Rädern mit hinter sich her ziehen.

 

[IIa-01-1782-1783-1590]
Der Steinbok wird in der Wärme blind.

 

[IIa-01-1782-1783-1591]
Das Llakma oder Guanako (Kamelziege) sprizt gegen seinen Feind aus seiner gespaltnen Oberlippe einen übelriechenden, beissenden Speichel 5 Ellen weit fort.

 

[IIa-01-1782-1783-1592]
Der Schwanz der formosanischen Teufelgens (Phatagins) ist gröss länger als der Körper desselben.

 

[IIa-01-1782-1783-1593]
Der Elephant weicht den Mäussen aus und kan sie nicht leiden.

 

[IIa-01-1782-1783-1594]
In dem Rachen des Walfisches kan man mit dem Kan herumfaren; und doch ist seine Kele kaum 4 bis 5 Finger dik. Er frist daher gewisse Gewürme, das Walfischas und kleine Heringe.

 

[Manuskriptseite 90]

[IIa-01-1782-1783-1595]
Die Schlangen verschlingen alles ganz, sogar den Hirschen, dessen Kopf sie solang zum Maul heraushängen lassen, bis er abfault.

 

[IIa-01-1782-1783-1596]
Ie heisser ein Land ist, desto giftigere Tiere hat es.

 

[IIa-01-1782-1783-1597]
Das Schlangengift schadet nur in den Wunden, nicht im Magen. Man kan giftige Schlangen one Schaden essen, und das Wasser trinken, worein sie ihren Gift haben fliessen lassen.

 

[IIa-01-1782-1783-1598]
Den Eidexen wächst ihr abgeschnittener Schwanz wieder.

 

[IIa-01-1782-1783-1599]
Der Chamäleon gukt mit dem einen Auge vor sich, und dem andern hinter sich.

 

[IIa-01-1782-1783-1600]
Der Salamander hat auf dem Rükken zwo Reihen Warzen, aus denen er eine weisse Feuchtigkeit heraus schwizt, die das Feuer auslöscht.

 

[IIa-01-1782-1783-1601]
Das Ichneumon saugt die Eier des Krokodils aus.

 

[IIa-01-1782-1783-1602]
Die Frösche gefrieren steinhart one Schaden.

 

[IIa-01-1782-1783-1603]
Die Vögel hängen sich zu Nachts an den Füssen auf, damit sie von der Nachteule für tod gehalten und nicht gefressen werden.

 

[IIa-01-1782-1783-1604]
Finden die Vögel keine weiche Federn zu ihrem Neste, so rupfen sie ihre eignen aus.

 

[IIa-01-1782-1783-1605]
Die Adler bringen ihren Iungen lauter kleine Tiergen lebendig in's Nest, um sie zum Würgen zu gewönen. Die Zunge der Adler und Geier und der untere Teil ihres Schnabels, sind wie eine Rinne bequem ausgehölt, um das Blut der Tiere verschlukken zu können. Kein Raubvogel trinkt Wasser; alle Blut.

 

[IIa-01-1782-1783-1606]
Der Adler lebt in seinem Alter von Schlangen und Eidexen anstat der Lämmer und Hasen; Spött*...*

 

[Manuskriptseite 91]

[IIa-01-1782-1783-1607]
Die R grossen Raubvögel fressen ihren Raub mit Federn, Haut und Haren; die kleinern nicht. Bei den erstern samlen sich die verschlungnen Federn p. in ihrem Kropfe; und werden in Klumpen ausgespien.

 

[IIa-01-1782-1783-1608]
Die Falken müssen auf Befel ihres Hern den Kaninchen, Schweinen, Wölfen die Augen aushakken, damit sie die Iäger leichter erhaschen können.

 

[IIa-01-1782-1783-1609]
Der As oder Erd Geier frist das stinkende As am liebsten.

 

[IIa-01-1782-1783-1610]
2 bis 3 Geier ermorden und verzeren einen Ochsen; sie sind gern auf hohen Bergen und Bäumen.

 

[IIa-01-1782-1783-1611]
Die Hunde wie die Geier sind in Kairo heilige Tiere, weil sie das As auf den Strassen weggefressen. Alle Tage wird das Fleisch von etlichen geschlachteten Ochsen auf den Richtplaz geworfen, wo sich Hunde und Geier einfinden; ieder reicher ägyptischer Inwoner bestimt nach seinen Tod eine gewisse Porzion Geld zur Unterhaltung derselben.

 

[IIa-01-1782-1783-1612]
Die Neuntöder spiessen Käfer und andre Insekten, in Menge, an Dornen, und fressen sie dan alle auf einmal.

 

[IIa-01-1782-1783-1613]
Der Kolibri hat grüne, gelbe, rote und blaue Federn; er lebt vom Honigsaft der Blumen, den er mit einem langen rorförmigen Schnabel aussaugt. Die amerikanischen Damen stekken ihn ganz zur Zierde auf den Kopf.

 

[IIa-01-1782-1783-1614]
Die Isländer holen das Nest und die Eier der Eidergans zu drei wiederholten Malen weg.

 

[IIa-01-1782-1783-1615]
Der Pelekan, od (oder die Kropfgans) fült seinen Sak mit Wasser, Fischen und Gewürm an. Er schüttet ihn dan aus und frist die Fische. Er schreit wie Esel.

 

[IIa-01-1782-1783-1616]
Die Hausteufel, Streit oder Kampfhäne, eine Art von Kibizze sizzen die Nacht ruhig und streiten mit einander am Tage.

 

[IIa-01-1782-1783-1617]
Der Straus frist oft Steine, Leder, Eisen, Blei, Glas, sogar glühende Kolen.

 

[Manuskriptseite 92]

[IIa-01-1782-1783-1618]
Brennesselblätter schaden dem Pfau. Er spielt auf dem Hünerhof den Hern und verträgt sich mit keinem Vogel, als der Taube.

 

[IIa-01-1782-1783-1619]
Das Schneehun verstekt sich vor seinem Feind in den Schnee.

 

[IIa-01-1782-1783-1620]
Die Kolmeisen töden ihre schwachen und kränklichen Kameraden, und fressen ihr Hirn.

 

[IIa-01-1782-1783-1621]
Das Nest der sinesischen Schwalbe, das aus kleinerm Gewürm besteht, kan man essen.

 

[IIa-01-1782-1783-1622]
Die Vampiren lekken mit ihrer stachlichten Zunge den Arm p., bis Blut aus einer Ader läuft, welches sie saugen.

 

[IIa-01-1782-1783-1623]
Die norwegischen Bergmäusse (Leming) steigen über das hinweg, was sie in ihrem Zug antreffen, und weichen nicht aus.

 

[IIa-01-1782-1783-1624]
Wenn das Weibchen des Merschweingen schläft, so wacht das Mängen dabei; und wenn dieses, ienes.

 

[IIa-01-1782-1783-1625]
Der Löwe läst sich am Schwanze nicht berüren, und kan Schlangen und Feuer nicht sehen.

 

[IIa-01-1782-1783-1626]
Der Wolf fürchtet das Feuer und geht mit dem Löwen auf den Raub aus S. Adanson's Senegal. Reise, S. 174.

 

[IIa-01-1782-1783-1627]
In Frankreich macht man gute Saiten; in Rom besser; in Neapel die besten.

 

[IIa-01-1782-1783-1628]
Das Gehirn des Potfisches beträgt 10 und mer Tonnen. Sein Hirnschädel ist vol von einer weissen ölichten Materie, die bei'm Herausnehmen zusammenrint. Es ist das einzige Nuzbare an ihm.

 

[IIa-01-1782-1783-1629]
Das Seeeinhorn, Narwal läst sich nur in Geselschaft schiessen, wenn sie einander die Hörner auf den Rükken legen und also nicht untertauchen können.

 

[IIa-01-1782-1783-1630]
Das Giftmel ist der Rauch oder Rus, der sich in den Schmelhütten an den Wänden der Öfen und Rauchfänge absezt, und der stärkste Gift.

 

[IIa-01-1782-1783-1631]
Die Römer wikkelten ihre Kaiser p. in Asbestleinwand ein, um die Asche der Verstorbnen rein zu bekommen. -

 

[Manuskriptseite 93]

[IIa-01-1782-1783-1632]
33

 

[IIa-01-1782-1783-1633]
Die Blizze treffen den Lorber nicht. -

 

[IIa-01-1782-1783-1634]
34

 

[IIa-01-1782-1783-1635]
Die Holländer sezten dem Wilhelm Bukkelst Beukelszoon von Bierfliet eine Statue, der sie die Heringe einsalzen lerte; übrigens haben sie noch keine einem grossen Manne gesezt.

 

[IIa-01-1782-1783-1636]
35

 

[IIa-01-1782-1783-1637]
Die lezten französischen Könige aus der ersten Geschichte bereisten das Land mit einem von 4 Ochsen gezognen Wagen. - Antonius hatte einen Löwen vor seinem Wagen. - Heliogabalus Tyger - zuweilen Hirsche, auch Hunde. - Kaiser Firmus einen Strausse.

 

[IIa-01-1782-1783-1638]
36.

 

[IIa-01-1782-1783-1639]
Die Pferde der Könige von Peru waren mit Gold beschlagen.

 

[IIa-01-1782-1783-1640]
37

 

[IIa-01-1782-1783-1641]
Ieder von Alexanders Gefolge hieng, wie er, den Kopf auf die Seite, und die Schmeichler des Dionys stolperten, um den Schein seines kurzen Gesichts zu haben. -

 

[IIa-01-1782-1783-1642]
38.

 

[IIa-01-1782-1783-1643]
Dionys verdamte den ihn in der Poesie übertreffenden Piloxen in die Steinbrüche, und den Plato, wegen seines Vorzugs im Disputiren, zum Leibeignen der in der Insel Ägina. Plutarch.

 

[IIa-01-1782-1783-1644]
39.

 

[IIa-01-1782-1783-1645]
Ich habe einen Edelman gesehen, der sein Leben nur durch die Wirkungen seines Bauchs kund machte. Man sahe bei ihm alzeit eine Reihe Bekken, von 7 bis 8 Tagen her, zur Schau aufgestelt. Alle seine Gespräche waren desselben Inhalts. Mont. L. III. c. VIIII.

 

[IIa-01-1782-1783-1646]
40.

 

[IIa-01-1782-1783-1647]
Die Arropagiten gaben bei ieder schweren Sache den Parteien den Bescheid, daß sie in 100 Iaren wiederkommen solten.

 

[IIa-01-1782-1783-1648]
41.

 

[IIa-01-1782-1783-1649]
Ein Apfelbaum stand mitten in dem Lager eines römischen Krieghers. Sein Besizzer fand nach desselben Abzug alle Äpfel wieder. Front. Strateg. L. IIII. c. 3. n. 13.

 

[Manuskriptseite 94]

[IIa-01-1782-1783-1650]
42.

 

[IIa-01-1782-1783-1651]
Die Bienen sol entstanden nach einem alten Glauben, aus dem Fleische eines toden Ochsen.

 

[IIa-01-1782-1783-1652]
43.

 

[IIa-01-1782-1783-1653]
Antigonus fand einen Soldaten, der, bei einer innerlichen Krankheit, immer ser tapfer war, nach Heilung derselben feig. Der Soldat sagte zu ihm auf die Frage nach der Ursache dieser Feigheit: Du selbst, da du mich von den Übeln befreitest, warum ich mein Leben verachtete. - Plutarch im Leben des Pelopidas l. I.

 

[IIa-01-1782-1783-1654]
L Ein Soldat des Lukuls verrichtete eine tapfere Tat um seine Plünderung zu rächen. Dieser gab dem Lukul, der ihn, le nach dem Ersaz seines Verlustes, durch Versprechungen zu einer andern künern Tat auffrischen wolte, zur Antwort: Brauche dazu einen ausgeplünderten Soldaten.

 

[IIa-01-1782-1783-1655]
44.

 

[IIa-01-1782-1783-1656]
Die Perser beratschlagen sich nach dem Trunke über die wichtigsten Sachen. Die Griechen tranken zu Ende der Malzeit aus grössern Gläsern, als zu Anfangs desselben.

 

[IIa-01-1782-1783-1657]
Ikkus, Krisso, Astyl, u. s. w. enthielten sich des Beischlafs, um ihre Leiber zu den oly Kämpfen in den olympischen Spielen tüchtig zu machen.

 

[IIa-01-1782-1783-1658]
46.

 

[IIa-01-1782-1783-1659]
Artaxerxes lies dieienigen Herren, welche in ihrer Bedienung was versahen, nicht nach dem alten persischen Gesezze peitschen, sondern ihre Kleider; er lies ihnen nicht wie ehedem, die Hare ausraufen, sondern nur ihren hohen Hut (Tiara) abnemen. Plutarch. Anophthegm. regum.

 

[IIa-01-1782-1783-1660]
Montaigne sah einstens in Rom den Katena, einen Strassenräuber, one Bewegung der Umstehenden, hinrichten; aber bei seiner Vierteilung empfand das Mitleiden der Zuschauer ieden Streich. Mont. L. II. C. XI.

 

[IIa-01-1782-1783-1661]
Die Armen unter den Ägyptern opferten ihren Göttern, anstat der Schweine, die Bilder derselben. Herod. L. II. p. 122.

 

[IIa-01-1782-1783-1662]
47.

 

[IIa-01-1782-1783-1663]
Die Türken stiften Almosen und Spitäler für die Tiere. | Die Athener verordneten, daß die Maulesel und eselinnen, welche bei der Erbauung des Tem

 

[Manuskriptseite 95]

pels Hekatompedon gebraucht p., frei sein und überal ungehindert weiden solten. Plutarch in Katons Leben.

 

[IIa-01-1782-1783-1664]
Die Ägypter beerdigten die Wölfe, die Bären, Krokodillen, Hund und Kazzen an heiligen Orten, balsamirten sie ein und legten Trauerkleider an. - Herod. L. II.

 

[IIa-01-1782-1783-1665]
Zimon lies die Pferde, mit welchen er dreimal den Renpreis in den olympis. Spielen gewonnen, erlich begraben. Herod. L. VI.

 

[IIa-01-1782-1783-1666]
48.

 

[IIa-01-1782-1783-1667]
Comme on remarque singulierement au service du Roy de Thumes, qui de nostre aage print terre à Naples , pour s'aboucher avec l'Empereur Charles. On faroissoit ses viandes de drogues odoriferantes en telle somptuosité qu'un Paon et deux Faisans, se trouuerent sur ses parties reuenir à cent ducats, pour les apprester selon leur maniere. Et quand on les despeçoit, non la * salle seulement, mais toutes les chambres de son palais, et les rues d'autour estoient remplies d'une très-souësue vapeur, qui ne s'esuanouissoit pas soudain. Mont. L. I. c. LV.

 

[IIa-01-1782-1783-1668]
49.

 

[IIa-01-1782-1783-1669]
Le Pape Boniface VIII. entra, dit-on, en sa charge comme un renard et s'y porta comme un lion, er mourut comme un chien. Ch. L.II. c. 1.

 

[IIa-01-1782-1783-1670]
50.

 

[IIa-01-1782-1783-1671]
A Thoulouse une femme passée par les mains de quelques soldats: Dieu soit loué, disoit elle, qu'au moins une fois en ma vie, ie m'en suis soulée sans peché. M. L. II. c. III.

 

[IIa-01-1782-1783-1672]
51.

 

[IIa-01-1782-1783-1673]
En nostre Marseille il se gardoit au temps passé du venin preparé à tout de la cigne , aux despens publics pour ceux qui vourdroient haster leurs jours, ayant premièrement approuué aux six cens, qui estoit leur senat, les raisons de leurs entreprises et n'estoit loisible autrement que par congé du magistrat, et par occasions legitimes, de mettre la main sur soy. Mont. L. II. c. 3 Valerius Max. L. II. c. 6. de externis institutis. 51

 

[IIa-01-1782-1783-1674]
Nous craignons les vins au bas : en Portugal ceste fumée est en delices, et est le breuuage des princes. M. L. III. c. 13.

 

[Manuskriptseite 96]

[IIa-01-1782-1783-1675]
52

 

[IIa-01-1782-1783-1676]
Die Römer begruben unter dem App Klaudius einen Raben mit allem Pomp.

 

[IIa-01-1782-1783-1677]
Der Spanier trägt eine Brille, um zu zeigen, er habe seine Augen durch die Gelersamkeit verdorben.

 

[IIa-01-1782-1783-1678]
Homer bettelte; Ossian starb auf einem Felsen und wurde von den Füchsen gefressen; Kamoens wurde mit einer Franziskanersuppe zu Tode gefüttert; Dante starb im Elende.

 

[IIa-01-1782-1783-1679]
Themistokles und Appius ha Klaudius hatten ein grosses Gedächtnis.

 

[IIa-01-1782-1783-1680]
Domizian wolte seinen Lieblingsgaul zum römischen Bürgermeister machen.

 

[IIa-01-1782-1783-1681]
Maupertuis p. brachten 2 Lapländerinnen mit. Ihr Vater fieng einen Prozes an.

 

[IIa-01-1782-1783-1682]
Hardouin Feind des Paskals, Malebranche und Arnauds; er machte sie zu Ateisten.

 

[IIa-01-1782-1783-1683]
Deskartes aus Batav gebant. Ramus umgebracht von den Studenten zu Paris, des Aristots wegen.

 

[IIa-01-1782-1783-1684]
Trosyllus verlies Aten, und wonte am Hafen. Deesen Schiffe er für die seinigen hielte: in seiner Gesundheit beklagte er den Verlust seines Irtums.

 

[IIa-01-1782-1783-1685]
Apelles malte blos das Haupt und einen Teil der Brust der Venus; das üblige blieb unvolendet.

 

[IIa-01-1782-1783-1686]
Argyropytus, ein Grieche, sprach dem Zizero die Kentnis der Philosophie und des Griechis. ab - Laskaris, daß Virgil kein Dichter, und Burman, daß Erasmus bei uns nur ein Landschulmeister werden könte.

 

[IIa-01-1782-1783-1687]
Hermolaus Barbarus sagte, daß er dem Teufel durch die Frag von Aristot's ????????? in Verlegenheit gesezt... - perfectibalia

 

[IIa-01-1782-1783-1688]
Iulius Skaliger, wenn die Kupferstecher die verschiedenen Grazien des Masinissa, Penophon und Plato vereinigten, nur ein schwaches Bild des seinigen.

 

[IIa-01-1782-1783-1689]
Lykaon, König von Arkadien, in einen Wolf; Kalliste, seine Tochter, in einen Bären, Isis eine Kuh - Daphne einen Lorberbaum - Aktäon Hirsch - Azis Flus - Äskulap Schlange - Argus in den Schweif eines Paues - Kadmus Drachen - Zyprus Bewoner in Ochsen - Hyazint Blume - Nais Fisch - Nessus Blut in Gift - die Begleiter des Ulysses in Schweine -

 

[IIa-01-1782-1783-1690]
Iunonische Augen - Göttin des Puzzes, der Pfau und der Siegl ihr - auch Göttin des Ehestands, daher ihr die iungen Eheleute ein Opfer one Galle, ihr geweiht Pfau, Sperber, die Gänse, Gukuk.

 

[IIa-01-1782-1783-1691]
Aus dem Schlam der Überschwemmung zu Deukalions Zeit erhob sich eine Schlange, Python,

 

[Manuskriptseite 97]

die Apollo mit seinem Pfeile tödete. - Er weidete die Herde des Admets. Merkur stal, und gab war der Got der Träume. Äolus gab dem Ulysses einen ledernen Sak vol Wind; den die Neugierde öfnete und wordurch der Ul. wied. zu Äol. zurükkam.

 

[IIa-01-1782-1783-1692]
Orheus brachte die Syrenen zum Stilschweigen - Man glaubte, daß der Anblik der weiblichen Gotheiten, der Nymphen, in einen Wansin, Nympholepsie, versezte.

 

[IIa-01-1782-1783-1693]
Hera verwandelte aus Eifersucht über den Zeurs, die Kalliste in den kleinen Bär, der iezt am Nordpol schimmert und sich nicht in's Mer untertauchen darf. Hamadryaden wachsen und sterben mit den Dryaden Bäumen.

 

[IIa-01-1782-1783-1694]
Die drei Naiaden Eunika, Malis, und Nychea fassen den Liebling des Herkules, wasserschöpfend bei der Hand und ziehen ihn ins Wasser.

 

[IIa-01-1782-1783-1695]
Parzen, alte häsliche Iungfrauen mit lebenden Gliedern, runzlichen Gesichtern, gebeugten Rükken und einem strengen Blik.

 

[IIa-01-1782-1783-1696]
Aus Deukalions nach der Sündflut geworfenen Steinen wurden Männer, aus Pyrrha's, Weiber.

 

[IIa-01-1782-1783-1697]
Die Chimära hat den Kopf eines Löwen, Schwanz eines Drachen, Leib einer Ziege.

 

[IIa-01-1782-1783-1698]
Pegasus entstand aus dem Blute der vom Perseus enthaupteten Medusa.

 

[IIa-01-1782-1783-1699]
Schlözzer hält den Herkules für einen Kaufman.

 

[IIa-01-1782-1783-1700]
Iason säete Drachenzäne, wurden Krieger, einander selbst tödend.

 

[IIa-01-1782-1783-1701]
Medea hinderte die Geschwindigkeit ihres sie verfolgenden Vaters durch die an verschiedenen Orten aufgestekten Glieder ihres Bruders.

 

[IIa-01-1782-1783-1702]
Die Sphinx hatte das Gesicht und die Stimme einer Iungfrau, Flugel und Klauen eines Greifs.

 

[IIa-01-1782-1783-1703]
Lotophagen lemen durch die Pflanze Lotos dem Fremdling die Vaterlandsbegierde.

 

[IIa-01-1782-1783-1704]
Klytie in eine Sonnenblume aus Liebe zum Apollo.

 

[IIa-01-1782-1783-1705]
Aus der Asche der Stad Ardea flog ein Adler auf.

 

[IIa-01-1782-1783-1706]
Tages, ein Prophet, wurde aus einem Erdenklos, und aus dem Spiesse des Romulus wuchs ein Baum.

 

[IIa-01-1782-1783-1707]
Einem römischen Bürger, der Hörner bekam, weissagte ein etruszischer Zeichendeuter, er würde König werden, wenn er umkerte. Er schlugs aus.

 

[IIa-01-1782-1783-1708]
Kalif Omar verbrante die ptolomäische Bibliotek.

 

[IIa-01-1782-1783-1709]
Die Könige von Madura glaubten von Eseln abzustammen, und gaben dem Esel einen Schirm gegen den Regen.

 

[IIa-01-1782-1783-1710]
Ein florentinischer Edelman Feigen Pfund, und seidne Bänder Ellenweis.

 

[Manuskriptseite 98]

[IIa-01-1782-1783-1711]
Nach dem Talmud sol ieder seinen hörbaren Grus eines Christen mit einer innerlichen Verwünschung begleiten.

 

[IIa-01-1782-1783-1712]
Die Perser feiern alle Iar ihrem Propheten zu Eren ein Fest; man läst Ochsen kommen; den stärksten nent man Ali, den schwächsten Osman; weil der Ali immer der Überwinder ist, so ist ihr Glaube bewiesen.

 

[IIa-01-1782-1783-1713]
Die Türken glauben, die Perser seien die Esel, worauf die Iuden am iüngsten Gericht zur Hölle reiten.

 

[IIa-01-1782-1783-1714]
Die Anwoner des Bergs Bata glauben, daß der ein Heiliger, der vor seinem Tode einen gebratenen Gukuk verzert; der Indianer, den, welchem die am Schwanz gehaltene Kuh ins Gesicht pist.

 

[IIa-01-1782-1783-1715]
Bei den Braminen ist der Neubekerte 6 Monate Kuhmist. - Die Fakirs halten ihn für etwas heiliges, den Kuhmist.

 

[IIa-01-1782-1783-1716]
Die sinesischen Akademien lernen, *...* wie man Ter nemen, Büklinge machen müsse.

 

[IIa-01-1782-1783-1717]
Marsyas verlor im Wetstreit mit dem Apollo seine Haut.

 

[IIa-01-1782-1783-1718]
Der Zypressenbaum leidet keine Würmer: man machte daher Särge aus ihm.

 

[IIa-01-1782-1783-1719]
Luther befeindete den Lemnius unrecht, wegen Epigrammen.

 

[IIa-01-1782-1783-1720]
Newton hat sein Glük nicht blos seinen Gaben, sondern seiner Niece Konduit zu danken; der Schazmeister Halifax war in sie verliebt. Volt. T. XV. V. 109. Mélang. II. New.

 

[IIa-01-1782-1783-1721]
Ein Gesez verordnete, daß ieder Grossultan sich einer Kunst, oder Leibesübung befleissigen solte, damit einer nicht blos mit dem Stranguliren der Bassen sich abgäbe. alle orient. Fürst. schnizen blos aus alt. Gebrauch an einem Stok od. p. ab. keine Handwerker. Pauw .

 

[IIa-01-1782-1783-1722]
Die Einwoner von Mallikolo sind äusserst redlich und häslich.

 

[IIa-01-1782-1783-1723]
Quin tat vom Schauspieler Maklin in London, den Ausspruch: wenn dieser kein Schelm ist, so schreibt Got keine leserliche Hand. Und eben dieser leztere erhielt von Lord Mansfield vor einer gew grossen Versamlung in Kings Bench das öffentliche Lob, daß er seinen neidischen und boshaften Feinden die Genugtuung für Bosheiten erlies. Lichtenberg.

 

[Manuskriptseite 99]

[IIa-01-1782-1783-1724]
Demokritus behauptete auf das Zeugnis des Plinius, daß aus der Vermischung des Bluts gewisser Vögel eine Schlange entstehe, deren Genus zum Verstehen der Tiersprachen fähig macht.

 

[IIa-01-1782-1783-1725]
Anubis ein ägyptischer Gözze, wird mit einem Hundskopf vorgestelt.

 

[IIa-01-1782-1783-1726]
Die Malabaren und die Einwoner der Insel Zeilon vererten einen Affenzan. Als dieser 1554 den Portugiesen in die Hände fiel, verbranten sie ihn, obschon die Zeilonen 100000 Dukaten dafür boten. Le Blank's Reisen.

 

[IIa-01-1782-1783-1727]
Die Hunnen kochten ihr Fleisch, indem sie es etliche Zeit zu einem Sattel brauchten. Amminanus Marzellinus.

 

[IIa-01-1782-1783-1728]
Einen Spanier beim Spa Bart zupfen, ist die gröste Beleidigung.

 

[IIa-01-1782-1783-1729]
Die Alten tranken soviel mal auf die Gesundheit ihrer Maitressen, als viel Buchstaben ihre Namen enthielten.

 

[IIa-01-1782-1783-1730]
Die Lacryma batavica od. ditrea od. Glastropfen od. Springglas entsteht, wenn man etwas von zerschmolzenem Glase, an die Spizze eines eisernen Stabes nimt, und es in ein Geschir mit frischem Wasser herunter fallen läst. Man kan mit einem Hammer darauf schlagen, one daß sie zerspringt. Bricht man aber die Spizze, so zerknalt sie, und geht in viel tausend Stükke, die aussehen wie grober Sand.

 

[IIa-01-1782-1783-1731]
Ovatio war bei den Römern eine Art von kleinem Triumph: der Sieger gieng zu Fus, oder Pferde, mit Myrten gekränzt, und opferte ein Schaf. Der hingegen, der den grossen Triumph erlangte, fur auf einem Wagen, mit Lorberen bekränzt, und opferte einen Ochsen.

 

[IIa-01-1782-1783-1732]
An den Hexen appilzirte man die Wasserprobe; sanken sie unter, so keine, sanken sie nicht, so wurden sie verdamt.

 

[IIa-01-1782-1783-1733]
Die Warsager in Indien warsagen sogleich, wenn sie nur vorher in ein in der Erde gemachtes Loch, gepisset haben.

 

[IIa-01-1782-1783-1734]
Kaligula rief den Mond in seine Umarmung.

 

[IIa-01-1782-1783-1735]
Die Amazonen litten keine Männer in ihrem State; sondern wonten alle Iare den nachbarlichen bei. Ihre Knäblein lämten oder tödeten sie; die Mädgen zogen sie zum Krieg auf, branten ihnen, wegen der besseren Behandlung des Bogens und der Pfeile, die Eine Brust weg.

 

[Manuskriptseite 100]

[IIa-01-1782-1783-1736]
Plato fürt in seiner Republik. die Gemeinschaft der Weiber ein.

 

[IIa-01-1782-1783-1737]
Diebe und Strassenräuber sind gemeiniglich in England bei ihren Handlungen maskirt wie ihre Henker.

 

[IIa-01-1782-1783-1738]
Linneus zälte iedes Tier zur Hundefamilie, das den Schwanz nach der linken Seite trug.

 

[IIa-01-1782-1783-1739]
Raphael lieh die Züge seiner Mätresse allen Madonnen, die er malte.

 

[IIa-01-1782-1783-1740]
Ein Savoier rümte sich, durch seinen Gukkasen die ware Natur vorzustellen. Die Zuschauer drängten sich hin zur Beschauung dieser Seltenheit, die er alle nach ins vors Augenglas treten und hinein schauen lies. Alle sahen im Grunde nichts: denn es war inwendig stokdunkel. Da man sich darüber wunderte, sagte der Sav. das sei ein Stük der ägyptischen Finsternis in natura, was er zeige und weiter enthalte sein Gukkasten nichts, als eine ewige Nacht.

 

[IIa-01-1782-1783-1741]
Achilles ward von seiner Mutter Tetis in den Styx getaucht; wovon er am ganzen Leibe unverlezlich geworden, nur die {Ferse} Knöchel ausgenommen, woran sie ihn hielt.

 

[IIa-01-1782-1783-1742]
Paris traf ihn mit einem Pfeile an diesen Ort, wovon er starb. -

 

[IIa-01-1782-1783-1743]
Die Spanier suchen sich in die Gunst des Frauenzimmers durch ihre Tapferkeit in ihren Stiergefechten zu sezzen.

 

[IIa-01-1782-1783-1744]
In Sina legen sich die Männer anstat ihrer geborenhabenden Frauen, in das Bette.

 

[IIa-01-1782-1783-1745]
Die persischen Magi musten aus dem Beischlafe einer Mutter mit ihrem Sone erzeugt werden.

 

[IIa-01-1782-1783-1746]
Alberto Fortis glaubt, daß die Gäläpfel vermittelst des milchigten Safts des Feigenbaums, der in den Gefässen des Insekts ausgearbeitet wird, täglich im Wachstum zunemen; denn wenn durch irgend einen äussern Zufal ein Teil beschädigt wird, so ersezt er sich bald wieder. -

 

[IIa-01-1782-1783-1747]
Bei dem Dorf Ostrovizza in Dalmazien liegt ein Sumpf, dessen Torfgrund vor ei

 

[Manuskriptseite 101]

nigen Iaren vom Stral angezündet worden, und der lange Zeit fortbrante on' einige Zeichen der Entzündung von sich zu geben, als zu Nachts. Sobald das unterirdische Feuer erloschen, blieb der Boden ganz schwarz und unfruchtbar. - Die Mädgen der Morlakken lassen sich gern entfüren, um ihrer übrigen Freier los zu werden. So lang sie ledig sind, tragen sie einige Sorge für den Puz; aber als Weiber sind sie unreinlich. Daher sagt ein Morlakke, wenn er von seiner Frau spricht, niemals anders "als: mit Respekt zu sagen, meine Frau. Fortis Reisen.

 

[IIa-01-1782-1783-1748]
Bei dem ersten Bleichen der Leinwand mus fleissiger begossen werden als beim leztern; anfangs ist die Leinwand dichter und öligter, macht folglich dem Wasser den Eingang schwerer, vielleicht behält auch die Farbe einen grösseren Grad Hizze. Franz Home.

 

[IIa-01-1782-1783-1749]
Zweifalter giebt's auf den grösten Höhen, wo es Blumen giebt.

 

[IIa-01-1782-1783-1750]
In Bossiglina, der Halbinsel Hyllis, sind die Einwoner so arm, daß sie sich oft von Asphodilwurzeln nären und ein kraftloses Brod daraus bereiten müssen. - Aus Mangel einer mänlichen Pflanze zur Befruchtung trägt der Palmbaum von Bua Früchte one Kern; anstat desselben enthalten sie eine Höle, deren Wände etwas fester sind, als der übrige Rest des Fleisches. Fortis R.

 

[IIa-01-1782-1783-1751]
Der iezzige König der Insel Yolo verlies seinen Tron, um regieren zu lernen. Er brachte die ersten Iare seiner Regierung auf Reisen zu. Er begab sich nach Batavia, wo er seinen Stand verbarg. Er lernte unter den Matrosen die Steuermanskunst und unter den Zimmerleuten ihr Handwerk. Er kaufte die dazu nötigen Werkzeuge, und brachte diese Schäzze mit vielen Akkergerätschaften, deren Gebrauch er kante und lerte, nach seinem Vaterlande. Wie er den dringenden Bedürfnissen seiner Untertanen abgeholfen hatte, so gieng er nach Mekka, und lies sich im Arabischen und in der muhammedanis. Religion unterrichten. Bei seiner Zurükkunft machte er erst Buchstaben und Zalenzeichen bekant, und fürte den Gebrauch der Scheidemünze ein, der auf allen philippinischen Inseln unbekant ist. Sonnerat's Reise nach Neuguinea.

 

[IIa-01-1782-1783-1752]
Bögner, ein Weinschenke in Frankfurt, samlete für sich selbst die vortreflichsten Gemälde, welche er niemand, selbst seiner Familie nicht, sehen lies. Merkur 1778 *. 2 V.

 

[Manuskriptseite 102]

[IIa-01-1782-1783-1753]
Der Absprung iunger Zweige von den Tannen, der sich gewönlich in den Monaten Oktob., Nov., Dez., bis in den Februar ereignet, ist gewönlich der Vorbote der Fruchtbarkeit fürs künftige Iar; Gledisch leugnet es.

 

[IIa-01-1782-1783-1754]
Styx est fons ad Nonacrim Arcadiae, qui ferrum et aes erodit wegen seiner Kälte und Schärfe; nec vasis, nisi sola Eselsklaue ontineri potest, quum ista magna frigoris vi dissipare et infringere solet. Plut. im Leben des Alexand.

 

[IIa-01-1782-1783-1755]
Heinrich der IIII. verliebte sich wärend der bürgerlichen Kriege in Gabrielle d'Estréens. Er verkleidete sich einstens sogar in einen Landman, gieng vor den feindlichen ..... (gardes) vorbei, nicht one Gefar der Ergreifung.

 

[IIa-01-1782-1783-1756]
Da Heinrich IIII. Paris belagerte; gab ein spanischer Gesande den Rat, der Hungersnot dieser Stad durch Brod aus Todengebeinen gebakken abzuhelfen. - Die Belagerten scheuten sich das Fleisch, aber nicht die Gebeine ihrer Mitbürger zu essen.

 

[IIa-01-1782-1783-1757]
Die Parther fochten rükwärts. -

 

[IIa-01-1782-1783-1758]
Die Spielkarten waren Vorgänger der Buchdrukkerkunst.

 

[IIa-01-1782-1783-1759]
Die Semiramis lies zuerst Manspersonen kastriren. Ammianus Marzell.

 

[IIa-01-1782-1783-1760]
Boyle sagte: er hätte nichts in folio geschrieben, wenn er blos für sich, und nicht für seinen Buchhändler geschrieben hätte.

 

[IIa-01-1782-1783-1761]
Der Kardinal Richelieu machte mit dem Chapelain, Desmaret, Koletet, Faret schlechte Schauspiele.

 

[IIa-01-1782-1783-1762]
Es gab Schulen, die die Lere von den angeborenen Ideen verdamten, da sie Deskartes aufbrachte; und die eben de wieder den Lokke verdamten, da er sie abbrachte.

 

[IIa-01-1782-1783-1763]
Milton sah in seiner Iugend, auf seiner Reise durch Italien, zu Milan eine Komödie vorstellen, betitelt Adam, oder die Erbsünde, und verfertigt von Andreino, welche ihm die erste Idee zu seinem verlorenen Paradies gab. Er wolte anfangs nur eine Tragödie daraus machen. Die 7 Sünden tanzen in iener Komödie mit dem Teufel.

 

[IIa-01-1782-1783-1764]
Tazitus von Deutschland. K. 7. Non casus, nec fortuita conglobatio turmam aut cuneum facit; sed familiae et propinquitates. et in proximo pignora; unde feminarum ululatus audiri, unde vagitus infantium. hi cui

 

[Manuskriptseite 103]

que sanctissimi testes; hi maximi laudatores. ad matres, ad coniuges vulnera ferunt: nec illae numerare aut exugere plagas pavent. - C. 9 quaedam acies inclinatae a foeminis, constantia precum et obiectu pectorum, restitutae. Nec aut consilia earum aspernantur, aut responsa negligunt.

 

[IIa-01-1782-1783-1765]
c. 11. Nec dierum numerum, ut nos, sed noctium computant. - Sin placuit sententia (principis) frameas concutiunt.

 

[IIa-01-1782-1783-1766]
c. 18. Dotem non uxor marito, sed uxori maritus offert. intersunt parentes et propinqui, ac munera probant. munera non ad delicias muliebres quaesita, nec quibus nova nupta comatur; sed boves, et frenatum equum, et scutum, cum framea gladioque... atque ipsa armorum aliquid viro affert.

 

[IIa-01-1782-1783-1767]
c. 24. Aleam (quod mirere) sobrii inter seria exercent, tanta lucrandi perdendive temeritate, ut cum omnia defercerint, extremo ac novissimo iactu de libertate et de corpore contendant.

 

[IIa-01-1782-1783-1768]
c. 27. Funerum nulla ambitio. id solum observatur, ut corpora clarorum virorum certis lignis crementur. Struem rogi nec vestibus, nec odoribus cumulant. sua cuique arma, quorundam igni et equus adiicitur.... Lamenta ac lacrimas cito, dolorem et tristitiam tarde ponunt.

 

[IIa-01-1782-1783-1769]
c. 31. Fortissimus quisque ferreum insuper annulum (ignominiosum id genti) velut vinculum gestat, donec se caede hostis absolvat.

 

[IIa-01-1782-1783-1770]
c. 39. Est et alia luco reverentia {ein gewiss. h. Wald im Lande der Semnonen od. Sueven} nemo nisi vinculo ligatus ingreditur, ut minor et potestatem numinis prae e se ferens. si forte prolapsus est, attolli et insurgere haud licitum. per humum evolvuntur: eoque omnis superstitio respicit, tanquam inde initia gentis.

 

[IIa-01-1782-1783-1771]
Herzog Friedrich von Österreich lies auf sein Schlos zu Inspruk, nach anderen auf die Erker desselben, ein goldnes Dach sezzen.

 

[IIa-01-1782-1783-1772]
Man stilt das aufgebrachte Mer durch eine Tonne Öl.

 

[IIa-01-1782-1783-1773]
Ein Wiener Puzhändler überzog die Sonnenfächer mit Milchflor, um der Schamhaftigkeit des Frauenz. den Anblik eines nakten Moren des tripolitanischen Gesanden nichts kosten zu lassen

 

[Manuskriptseite 104]

[IIa-01-1782-1783-1774]
Iohan Hevels Erbe lies dess des ersteren, mit sonderbarem Fleis geäzte, astronomische Platten zu Küchengeschir ge umarbeiten; ein schönes Kaffeebret wird noch in Danzig gezeigt.

 

[IIa-01-1782-1783-1775]
Die Erbsen, welche man im Nordwind säet, bleiben im Kochen immer hart.

 

[IIa-01-1782-1783-1776]
König Andreas in Ungarn schikte sein Fräulein ihrem Brautig., dem türinger Ludwig, in einer silbernen Wiege zu.

 

[IIa-01-1782-1783-1777]
53.

 

[IIa-01-1782-1783-1778]
Von den Kamtschadalen, aus Meiner's philos. Sch. 1 Teil V Abh.

 

[IIa-01-1782-1783-1779]
Die Kamtschadalen Die Kamtschadalen] neben diesem Ansatz a. R. die Rubrik "Got derselb." machen ihrem höchsten Got Kukka Vorwürfe über die elende Einrichtung des von ihnen bewonten Erdflekkens; über die feuerspeienden Berge, unersteiglichen Klippen u. s. w. Sie tun's bei ieder zu übernemenden Beschwerlichkeit. Kukka wurde von den Mäusen mishandelt. Völlerei und Gefrässigkeit waren die schwachen Seiten, woran die Mäuse den Kukka angriffen, einwiegten und spötlich machten. - Er sol sich einmal in seinen eigenen gefrornen Unrat, als in ein schönes in seinen Schuz sich begebendes Weib, verliebt haben; diesen Irtum hob blos die Auftauung dessel. Seine Frau verwandelte einmal aus Eifersucht ihr weibliches Glied in eine Ente, welche leztere Kukka lobrednete und küste. Unter diesem Küssen erfur er durch die Umwandlung den Geist seiner Zärtlichkeit. -

 

[IIa-01-1782-1783-1780]
Sie opfern ihrem unter der Gestalt eines mit Lumpen umwundnen Pfals vererten Got, meistenteils die verdorbnen Köpfe und Schwänze von Fischen, die sie selbst nicht geniessen können.

 

[IIa-01-1782-1783-1781]
Eine iede Familie hat ihren Hausgözzen, den sie in der Gestalt eines in die Erde getriebnen Pfloks verert.

 

[IIa-01-1782-1783-1782]
Ihr Himmel Ihr Himmel] neben diesem Ansatz a. R. die Rubrik "Himmel" ist ein besseres, von Kosakken und Russen, feuerspeienden Bergen, Strömen p. befreites Kamtschatka. Der Unterschied des Zustandes in dies. ist ihnen unbekant, ausgenommen, daß sie armen, wenige oder magere Hunde habenden Kamtschadalen, viele und fette versprechen, und den reichen umgekert. Zu dis. Himmel eilen sie durch Selbstmord. Tod oder lebendig eine Speise der Hunde sein, bringt grössere Glükseligkeit.

 

[IIa-01-1782-1783-1783]
Die Menge Die Menge] neben diesem Ansatz a. R. die Rubrik Heiraten der Liebhaber empfielt ein Mädgen; ihr künftiger Eheman liebt sie darum mer. Der Bräutigam schilt seine

 

[Manuskriptseite 105]

Schwiegermutter wegen des nb ihm aufbehaltnen Genusses der Iungfrauschaft seiner Frau.

 

[IIa-01-1782-1783-1784]
Sie lassen sich, aus Abscheu vor dem Gebären, die Kinder ungestraft abtreiben.

 

[IIa-01-1782-1783-1785]
Sie sind so kün, ihren Got zu schelten, und so feig, das Abschaben des Schnees mit dem Messer ausserhalb der Hütte, oder das Gehen mit unbedektem Fusse ausser der Wonung, für Sünde zu halten, die durch heftige Stürmwinde bestraft wird. Das Glük in der Iagd und Fischfang verlieren sie, wenn sie den zuerst gefangnen Sebiber nicht gleich den Kopf abschnitten, oder Land= und Seetiere einmal in einem Gefässe zusammen kochten.

 

[IIa-01-1782-1783-1786]
Sie werfen die, wärend eines Sturms zur Welt gekomnen Kinder als unglüklich geborne weg; sie helfen einen ertrinken wollenden nicht, und nach der Rettung desselben fliehen sie seine Verbindung, glaubend, er sei einmal zum Tode bestimt gewesen und hätte also billig sterben sollen.

 

[IIa-01-1782-1783-1787]
Wenn ein iunger Mensch sich in Mädgen verliebt hat: so geht, one Wissen seiner Eltern, in die Wonung der Familie, wohin seine Geliebte ist gehört; verrichtet eifrig Arbeiten und entdekt den Eltern seine Absichten. Sind sie zufrieden, so geben sie ihm Freiheit und Aufmunterung zur Bemächtigung des Mädgens. Diese vermeidet entweder aus Scham oder Has ihren Bräutigam, verpanzert sich mit alten Lumpen und Nezwerk, und bleibt in der Nähe ihrer Bekantinnen, um sie im Fal eines Angrifs zu Hülfe zu ruffen. Der Bräutigam fält, bei Erlangung lang erlauerter, günstiger Umstände, mit Gewalt über seine Braut, und nach Wegschneidung ihrer Bedekkungen, geniest er sie. Aber oft bringt auch ihr Ringen und Geschrei ihre Freundinnen herbei, die auf den Bräutigam losstürmen und seinen unglüklichen Versuch mit Schlägen bestrafen.

 

[IIa-01-1782-1783-1788]
So wurden sie sonst Freunde: der eine lädet den um Freundschaft bittenden in seine Hütte ein. Bei dessen Ankunft sucht der Wirt seiner Iurta einen unerträglichen Grad von Hizze zu geben, die durch beständiges Aufgiessen mit kaltem Wasser auf glühende Steine unterhalten wird; und versieht seinen Gast mit vielen Speisen, die dieser alle, wie sie ihm vorgelegt werden, verzeren mus. Der Wirt schöpft immer freie Luft und dieser, in einer erstikkenden Hizze dampfend, giebt er alles vor Ekkel und Überladung von sich. Er frist noch immer fort, bis er nicht

 

[Manuskriptseite 106]

mer kan. Er erkauft alsdan seine Erlösung mit allen geforderten Geschenken. Nicht lange darauf mus der Wirt von seinem Gaste eben das erfaren, und da das zuvielgenommene ersezzen. Dadurch wird ihre Freundschaft so besiegelt, daß einer vom andern alles Nötige nemen kan.

 

[IIa-01-1782-1783-1789]
54.

 

[IIa-01-1782-1783-1790]
Über den Tierdienst der Ägypter, aus Meiners philos. U. 12. VII. Abh.

 

[IIa-01-1782-1783-1791]
Die Perser heiligten, als ehemalige Nomaden, das Pferd; die Indianer die Kuh; andre morgenländische Nazionen den Elephanten. -

 

[IIa-01-1782-1783-1792]
Die Ägyter betrauerten ihre Tiere, die sie doch für Götter hielten.

 

[IIa-01-1782-1783-1793]
Petronius sagt vom Italien seiner Zeit, daß es mer Götter als Menschen näre; eben so bei den alten Ägyptern. -

 

[IIa-01-1782-1783-1794]
Sie verabscheuten die Esel wegen ihrer roten, dem Typhon änlichen Farbe.

 

[IIa-01-1782-1783-1795]
An den Festen des Osiris musten die Geweihten schwören, ihnen kein Futter zu reichen; man stürzte sie sogar an gewissen Tagen von Anhöhen herunter. -

 

[IIa-01-1782-1783-1796]
Ongeachtet des Abscheues von den Schweinen, gab es ser viele in Ägypten, und viele Hirten derselben, die man verabscheute. Man schlachtete und opferte dies Vieh gleichfals, aber nicht allen Göttern, sondern nur dem Osiris und der Isis, und zwar am Tage des Volmondes. An dem Feste der Isis as man sogar von ihrem Fleische, nachdem man vorher den Schwanz und die Niere, mit dem aus dem Tiere herausgezognen Fet umwikkelt, verbrant hatte. An den Festen des Osiris schlachtete man gleichfals bei den feierlichen Malzeiten Schweine, die man aber ungegessen dem Schweinhirten, von dem man sie gekauft, zurükgab. Das Schwein wird im heissen Erdgürtel am häufigsten wild gefunden, am meisten gegessen, und am gesundesten. -

 

[IIa-01-1782-1783-1797]
Die Zynopoliten und Oxyrinchiten kriegten miteinander, weil iene den von diesen für Got G* erkanten Fisch Oxyrinchus assen, und diese den, ienen heiligen, Hund schlachteten. - Plut. de Isid. | A. W.

 

[IIa-01-1782-1783-1798]
Ongeachtet ihrer Furcht vor den Römern, tödete der Pöbel einen römischen Soldaten, der one Vorsaz eine Kazze getödet hatte. -

 

[Manuskriptseite 107]

[IIa-01-1782-1783-1799]
Die Kühe waren so heilig, daß man sie nicht einmal opferte; und doch schlachtete man die Mitbrüder und Verwanden des Gottes Apis und die Ehemänner der weiblichen Heiligen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1800]
Die alten Kazzen waren die heiligsten Tiere, und doch ersäufte und erwürgte man ihre iunge Brut one Umstände; oder verhinderte ihre Vermerung, durch Einsperren der Alten zur Brunstzeit. -

 

[IIa-01-1782-1783-1801]
Beim Tode einer Kazze schoren sie die Augenbraunen ab, und eines Hundes den ganzen Körper. -

 

[IIa-01-1782-1783-1802]
Alle Kazzen wurden nach Bubastis; die Störche nach Hermopolis; die Geier nach Buto begraben. Die reisenden Ägypter brachten aus anderen Ländern tode Kazzen, zur Beerdigung, mit. - Balsamirten die Tiere ein und schloss. sie in Krüge ein.

 

[IIa-01-1782-1783-1803]
Die Kühe stürzten sie nach ihrem Tode in den Flus. Hingegen die nicht heiligen, überal geschlachteten und geopferten Ochsen begrub man in gewissen Städen s und so, daß beide Hörner, oder doch w eines aus der Erde hervorragten. Hier verweseten sie so lange, bis die iärlich aus Katarbechis, einer Stad auf einer Insel im Delta, durch ganz Ägypten ausgehende Schoffe ankamen, und die überbliebnen Knochen dies. Tiere in ihrer Vaterstad begruben. -

 

[IIa-01-1782-1783-1804]
Die Ombiten und Tentyriten hasten einander, weil iene den Krokodil anbeteten, den diese verabscheuten. An einem Tag brach ihr Has aus; die Ombiten wurden geschlagen, und einer von ihnen ergriffen, und stükweise gefressen. Die ihn nicht mit verzert hatten, lekten sein Blut auf.

 

[IIa-01-1782-1783-1805]
Die ägyptischen Göttertiere wonten in prächtigen Tempeln, und wurden von Priestern, Priesterinnen, und den edelsten Männern bedient.

 

[IIa-01-1782-1783-1806]
Bei der Übergebung eines Kindes in den Schuz der Tiergotheit, wurde ihm im Heiligtum des Gottes alles, oder die Hälfte und der dritte Teil Haupthar abgeschnitten, und in eine Wagschale gelegt. So viel das Haupthar an Gewicht hielt, so viel Silber wurde dargegeben.

 

[IIa-01-1782-1783-1807]
Die Ägypter brachten ihren Göttern die zartesten in Milch abgekochten Kräuter, die wolschmekkendsten, mit Honig zubereiteten Kuchen, und gehaktes Gänsefleisch. Den nur rohes Fleisch fressenden Tieren schikte man auf der Iagd erbeutete Vögel zu. Manche zerschneiden Fleisch in kleine Stükke, und lokken die heiligen Geier so lange bis sie sich

 

[Manuskriptseite 108]

zur Malzeit herablassen: den Kazzen und dem Ichnevmon giebt man unter den sanftesten Schmeicheleien geriebnes in Milch gekochtes Brod, oder zur Abwechselung zerhakte Nilfische. Die Ägypter selbst kauten am Papyrus, assen wolfeile Kräuter oder gedörte Fische. - Die Tiere hatten köstliche Tapeten und weiche Dekken; die süssesten Düfte; wollüstige Bäder; kizzelnde Salbungen; einen Harem und kostbare Geschmeide. -

 

[IIa-01-1782-1783-1808]
Die Bewoner des tebanischen Gebiets und der Ufer der Mörissee hielten die Krokodille für heilig, und wälten einen zum Got, den die Priester zam machten, dessen Kopf sie mit goldnen, oder aus geschmolznen Steinen gearbeiteten Schmuk, dessen Vorderfüsse sie mit kleinen Ketgen auszierten. -

 

[IIa-01-1782-1783-1809]
Als unter dem ersten Ptolemäer der Apis in Memphis starb; kostete die Beerdigung desselben nicht nur den heiligen Schaz, sondern 50 vom Ptolomäus geliehene Talente. Zu Diodor's Zeiten verwendete man noch auf die Leichenbegängnisse einiger heiligen Tiere mer als eine Tonne Goldes.

 

[IIa-01-1782-1783-1810]
Sie sagen p., die Götter hätten zu ihrer Verwarung gegen die Wut der Menschen, Tiergestalten angenommen, und nach ihrem Sieg diese den Menschen zur Anbetung empfolen. Man betete z. B. den Apis an, weil die Sele des Osiris in ihm wonte. - Sie sagen, die Kazze empfange durch das Or und gebäre durchs Maul, wodurch sie der Vernunft änliche. -

 

[IIa-01-1782-1783-1811]
In Kreta hatte die Statue des Iupiters keine Oren, weil sie ihm als Alwisser unnötig sind. -

 

[IIa-01-1782-1783-1812]
Phidias gab der Bildsäule der Minerva eine Schlange, der der Venus eine Schildkröte zur Seite, als symbolische Ausdrükke der Maxime, daß verheiratete We Iungfrauen gehütet werden, und Weiber zu Hause bleiben müsten. -

 

[IIa-01-1782-1783-1813]
Die Ägypter und Phönizier, sagt Plutarch, würden eher Menschenfleisch als Kuhfleisch essen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1814]
Sie stelten alle ihre Götter unter der Gestalt von Tieren dar: und versamleten oft in einer götlichen Bildsäule Teile und Gliedmassen aus merern Tierarten und den Menschen selbst, zum Zeichen der Verwandschaft aller dieser der Gotheit, Menschen und Thiere.

 

[Manuskriptseite 109]

[IIa-01-1782-1783-1815]
Man erkor den Apis wegen der abwechselnden weissen und schwarzen Farbe u nd gewisser gehörnter Flekgen zum Gotte {Herod. l. 3. Plin l. 8 c. 46}, und verabscheute das Schwein wegen seiner Unverschämtheit in der Liebe am Neumonde.

 

[IIa-01-1782-1783-1816]
Die Persea war deswegen zu Plutarchs Zeiten heilig, weil ihre Frucht dem Herzen, ihr Blat der Zunge glich. Sie heiligten den Vogel Phönix, der nirgends existirte und nur im Gemälde da war. -

 

[IIa-01-1782-1783-1817]
Alte Lüge, in Bäozien giebt es zwei Brunnen; einen, der das Gedächtnis giebt, ein andrer, der es nimt.

 

[IIa-01-1782-1783-1818]
Die Griechinnen färbten ihre Hare mit einem glänzenden Rot.

 

[IIa-01-1782-1783-1819]
In Aten errichtete man berümten Huren Statüen - Pindar und Euripides, zwei Weiberhasser.

 

[IIa-01-1782-1783-1820]
Plato schikt die gefalnen menschlichen Selen zur Strafe in weibliche Körper und dan in Tiere.

 

[IIa-01-1782-1783-1821]
Gastmal des Plato's. Aristophanes: Die Menschen waren sonst in drei Geschlechter geteilt, in Männer, Weiber und eine beide Geschlechter vereinigende Mittelgattung. Ein iedes Individuum hat 4 Beine und Arme, und 2 durch 1 Hals vereinigte Gesichter, 4 Oren, und doppelte Zeugungsglieder. Die vom mänlichen Geschlechte waren Abkömlinge der Sonne: die vom Weiblichen, Kinder der Erde, und die Zwitter hatten ihr Dasein dem Monde zu danken. Sie bekriegten die Götter. Zur Minderung ihres Muts teilte sie Iupiter in 2 Hälften, mit dem Vorsaz, einen neuen Aufstand mit einer neuen Teilung zu bestrafen. Apollo heilte ihre Verwundung. Iede Person sucht die Vereinigung mit ihrer Hälfte. Die mänlichen Hälften des gespaltnen Zwittergeschlechts sind gierige Weiberfreunde und die weiblichen Ehebrecherinnen und Huren. Die Hälften des sonst ungeteilten mänlichen Geschlechts suchen die verlorne Hälfte unter dem mänlichen Geschlechte auf; diese sind gros, weis, tugendhaft. Also sonst: 1) Männer aus Männern, 2) aus * Weibern, und 3 Weib. aus Weibern Also sonst: 1) Männer aus Männern, 2) aus Weibern, und 3 Weib. aus Weibern.] nachtr., 1) ... 2) ... 3 mit Bleistift erg.

 

[IIa-01-1782-1783-1822]
Am Geburtstage der Venus berauschte sich der Got des Überflusses

 

[Manuskriptseite 110]

im himlischen Nektar, und legte sich im Garten Iupiters zum Ausruhen nieder. Die Göttin der Armut, die vor der Tür des Gasthauses geblieben war, schlich zu ihm, und empfing von ihm den Amor. Weil er am Geburtstag der Venus empfangen, ist er ihr Begleiter * - Von seiner Mutter seine Armut. Er ist nicht schön, sondern rauh, schmuzig, one Bedekkung und Wonung, schläft unter freiem Himmel an den Türen und auf öffentlichen Wegen. Von seinem Vater, seine Künheit, List; er philosophirt; er gaukelt, scheint dem Ende nah, und erholt sich geschwind. -

 

[IIa-01-1782-1783-1823]
Durch die Zuflüsse von Schönheit belebt, suchen die Spizzen der Flügel, nach Plato, an allen Seiten der Sele durchzubrechen. Wärend dies. leidet die Sele ein schmerzhaftes Kizzeln. Dies ist die Erklärung der vermischten Gefüle bei der Liebe. -

 

[IIa-01-1782-1783-1824]
Die Bewoner kleiner Inseln sind immer rauher und wilder, als die von grösseren Eilanden, oder einem weitläuftigen Teil eines festen Landes.

 

[IIa-01-1782-1783-1825]
Die Vermietung der Weiber und Töchter an fremde ist bei allen so eifersüchtigen Völkern in Pegu, Siam Kochinchina, Kambodia, Tunquin, und den asiatischen Inseln üblich; die sonst noch so einfältigen Hottentoten vermieten den Holländern um eine kleine Porzion Tabaks ihre Frauen, und prügeln sie wegen der Vermischung mit ihren eignen Landsleuten.

 

[IIa-01-1782-1783-1826]
Die Marianen lassen sich von ihren Weibern beherschen. Die Eheweiber dürfen sie Ehe brechen; der Man darf nur den Ehebrecher bestrafen. Eine Frau hingegen straft den Ehebruch ihres Mannes durch Zusammenschwörung mit den andern Frauen, durch das Zerstören seiner Güter und körperlichen Züchtigungen.

 

[IIa-01-1782-1783-1827]
In Achim auf Sumatra herscht stets eine alte Iungfer, unter welcher aber 12 Oronkeis, oder angesehene Männer eigentlich regieren.

 

[IIa-01-1782-1783-1828]
Der Kurfürst von der Pfalz darf ieden Betler zu seinem Leibeignen machen.

 

[IIa-01-1782-1783-1829]
Die Neuholländer puzzen sich, ungeachtet sie nakt gehen.

 

[Manuskriptseite 111]

[IIa-01-1782-1783-1830]
In O=Taheiti opfert man auch Menschen. Man erschlägt einen nichtstaugenden Menschen unversehends. Der Priester nimt ein Aug aus dem Kopf und opfert es, der übrige Leichnam wird begraben.

 

[IIa-01-1782-1783-1831]
A. G. Richter bemerkt, daß die meisten Verhärtungen und Brustkrebse nach lang anhaltender Betrübnis entstünden. -

 

[IIa-01-1782-1783-1832]
Ebenderselbe, daß bei mer vielen rhevmat rhevmatischen Personen, nach der Stechung des Stars, Tränen aus den Augen fliessen.

 

[IIa-01-1782-1783-1833]
Der Talmud sagt, daß die Rabbinen durch die Kraft des Schem Hamphorasch, dem Teufel ein Auge ausgestochen; - und daß man mit dem Gestank der Walfischleber den iüdischen Dämon vertreiben konnte.

 

[IIa-01-1782-1783-1834]
Hr. Inspektor Westhof lies, da seit der Streitigkeit wegen des anstössigen Proklama, eine der seiner Gemeinde gehörigen Glokke, umgegossen werden müssen, auf derselben einen Seite seinen Namen u. seine Dignitäten in extenso, und auf der andern die Worte: Bim! Bum! Vivat Lutertum giessen. - A. D. Bibl. 496. 1 St. S. 67.

 

[IIa-01-1782-1783-1835]
Nachricht von dem Faulfieber in Biliz, v. Riegler. Wer alte Geschwüre hatte, bekam es nicht. - Starke u. blutvolle Leute lagen härter als schwache. - Dieienigen lagen härter, die gar nicht irre waren. Wenn die Kranken iäling zur Vernunft kamen, so war ihr Tod vor der Tür. - Die, welche sterben solten, rochen schon 8 bis 10 Tage vorher ashaft. -

 

[IIa-01-1782-1783-1836]
Die Mädgen, die an einer Säure krank sind, wollen Kalch, Kreide p. essen.

 

[IIa-01-1782-1783-1837]
Ein überladner Magen schmerzt selten selbst, sondern meistens der Kopf.

 

[IIa-01-1782-1783-1838]
Die besondere Mitleidenschaft ist, die des Kopfs mit dem Magen, mit dem Darmkanal, vorzüglich dem Mastdarm, mit den Zeugungswerkzeugen, mit den Fussolen; die Nase steht in Mitleidenheit mit dem Zwergfel, dem Magen, den Gedärmen; der Rachen mit dem Magen; das Herz mit ieder Schlagader, mit der holen Hand und den Fussolen; die Lungen mit den Nieren, den Hoden, den Gliedern, der Haut und * mit den Schien=

 

[Manuskriptseite 112]

beinen; der Magen mit allen Eingeweiden des Unterleibes und mit der Gebärmutter; die Gedärme mit den Fussolen; der Mastdarm mit der Harnblase und der Gebärmutter; diese mit den Augen, Fussolen und Brüsten. - -

 

[IIa-01-1782-1783-1839]
Ein Durchfal scheidet die Krankheiten des Kopfs, und die Krankheiten der Lunge werden durch den Harn geschieden. (Krankheitsmaterien auswerfen)

 

[IIa-01-1782-1783-1840]
Die härtesten Edelgesteine und das Gold findet sich am häufigsten näher nach dem Äquator zu, das Eisen am häufigsten in nördlichen Ländern.

 

[IIa-01-1782-1783-1841]
Unsre Erde ist, nach Büffons Hypotese, ein Teil der geschmolznen grossen Glasmasse der Sonne: aus dieser wurde iene zugleich mit unsern übrigen Planeten durch einen einzigen Stos eines Kometen herausgeworfen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1842]
Dalai Lama erteilt nur Landesfürsten und Chanen den Segen mit der blossen Hand, andern Laien mit einer Art von Szepter. -

 

[IIa-01-1782-1783-1843]
Eine Tulpenzwiebel, die Semper Augustus hies, und 250 As wog, ward im vorigen Iarhunderte für 4600 Guld. und eine Kutsche mit 2 Apfelgrauen Schimmeln verkauft. Ein andrer verschrieb 12 Morgen Landes für eine Zwiebel. -

 

[IIa-01-1782-1783-1844]
Die Margarite d'Aubrai in Paris bediente Kranken im Hotel de Dieu, und gab ihnen Arzneien, um an ihnen *h die Stärke ihrer Gifte unbemerkt versuchen zu können. Bekman's Beiträge zur Geschichte der Erfindungen. 2 Band. 6 Abhandl. -

 

[IIa-01-1782-1783-1845]
In Chatam haben die Nachtwächter eine Glokke auf dem Kopf, womit sie nach der Reihe die Stunden u. Viertelst. anzeigen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1846]
Der Richard Steele bestach die Einwoner von Stokbridge in Hampshire auf folgende Art, um von ihnen als Repräsentant in Parlament gewält zu werden. Er bewirtete die Wälenden nebst ihren Weibern, und lies zum Nachtisch einen Apfel auftragen, darin 300 Guineen stekten. Diesen Apfel solte die am ersten niederkommende Frau haben, 9 Monate von diesem Tag an gerechnet. Die Weiber interessirten sich nun für ihn; und er wurde gewält.

 

[IIa-01-1782-1783-1847]
In Italien sind auf 14 Millionen Menschen, nur 344,451 Geistliche aller Art. - In Florenz sind 6000 Spionen. D. Merk. Jul. 1775 Jul.] deutlich ausgeführtes "J"! - MIWI

 

[Manuskriptseite 113]

[IIa-01-1782-1783-1848]
Die Italiäner rollten, anstat daß die Römer einen metalnen Diskus warfen, einen harten Käse fort. -

 

[IIa-01-1782-1783-1849]
Die Folen werden in Einem Iare so gros im Stalle, als andre 2 Iar auf der Weide.

 

[IIa-01-1782-1783-1850]
Der persische Poet Hafiz, der immer von Liebe und Wein sang, war bei seinem Leben öfters in Gefar als ein Kezzer verflucht zu werden. Nach seinen Tod sollten die Muhammedanischen Rechtgelerten sich die Zweifel über sein Begräbnis, durch seine Gedichte haben beantworten lassen. Man traf durch den Stich der Nadel in dieselben, gerade ein vorteilhaftes Distichon. Seine Freunde stopften seinen Feinden durch eine geistliche Auslegung seiner Lieder, das Maul. -

 

[IIa-01-1782-1783-1851]
55.

 

[IIa-01-1782-1783-1852]
Maundrell's Reise von Aleppo nach Ierusalem.

 

[IIa-01-1782-1783-1853]
Kefteen ist so vol Tauben, daß man mer Taubenhölen, als Wonhäuser zält.

 

[IIa-01-1782-1783-1854]
Die Muselmänner müssen alzeit, wenn sie beten, ihr Gesicht gegen Mekka zu keren.

 

[IIa-01-1782-1783-1855]
Man vererte den Herkules nur in freier Luft.

 

[IIa-01-1782-1783-1856]
Es ist eine alte morgenländische Gewonheit, beim Besuche eines vornemen Mannes ein Geschenk zum Zeichen der Ererbietung mitzubringen. Ia das gemeine Volk bringt einander eine Blume, oder Pomeranze zum Geschenk. -

 

[IIa-01-1782-1783-1857]
Die Türken haben einen besondern Abscheu vor den Glokken. - Sie machen ihren Besuchern die Bärte wolriechend. -

 

[IIa-01-1782-1783-1858]
Abergläubige behaupten, daß der Brunnen, wo Christus mit dem Weib von Samaria sich unterredete, sei das ganze Iar hindurch one Wasser, und blos an dem Tage, da ienes geschehen sei, lauf er über.

 

[IIa-01-1782-1783-1859]
Die Pläzze, wo die Dinge, die Christum angehen, geschehen sind, stehen alle nach dem Vorgeben d. Mönche, in der Kirche neben dem heil. Grabe; ein ieder ist mit einem besondern Altar von den übrigen unterschieden und geziert. -

 

[IIa-01-1782-1783-1860]
Die Weiber nemen die Erde dieser Grotte (wo die Maria sich mit ihrem Kinde vor ihrer Abreise nach Ägypten verstekte) als eine Arznei zur Vermerung ihrer Milch; denn sie glauben, die weisse (kreidenartige)

 

[Manuskriptseite 114]

Farbe rüre von einigen Tropfen Milch her, die beim Trinken des Kindes aus der Brust der Maria gefallen wären. -

 

[IIa-01-1782-1783-1861]
Im heil. Land sind alle dieienigen Pläzze Grotten, auf welchen die von den Evangelisten erzälten Geschichten vorgegangen sein sollen. Die Maria, Elisabet, p. * in einer Grotten entbunden; Christus in einer Grott. mit dem Tode gerungen; Apostel Glaubensbekentnis gemacht. -

 

[IIa-01-1782-1783-1862]
56.

 

[IIa-01-1782-1783-1863]
A. Russels Beschreibung der Stad Aleppo.

 

[IIa-01-1782-1783-1864]
In Aleppo sind alle Türen mit Eisen überzogen, und doch sind ihre Schlösser hölzern. -

 

[IIa-01-1782-1783-1865]
Samiel pers. Badisamour, ein warmer Wind, der im wärenden Sommer von Mosul bis Sourat wehet, tödet den Menschen; er wird schwarz, das Fleisch geht von ihm. Zu Bassora sind im Iul. 1665, 4000 Menschen daran gestorben. Man mus, sein Geräusch hörend, seinen Mantel od. dergleichen Sachen geschwind anfeuchten, und den Kopf wol zudekken, und mit dem Gesicht auf der Erde gestrekt liegen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1866]
(Die Hyäne plündert die Gräber. -)

 

[IIa-01-1782-1783-1867]
Ein den Habichten von der grossen Art, änlicher Falke kan, obwol in Grösse einer Taube, den grösten Adler herunter bringen; indem er entweder ihn unter dem Flügel fäst, oder sich auf seinem Rükken zwischen den 2 Flügeln fest sezt, und also mit ihm herunter fält. Der Falkner mus sogleich da sein p. -

 

[IIa-01-1782-1783-1868]
Ein schlanker Leib wird unter den Damen dieser Gegend für etwas Häsliches angesehen. Daher wenden sie alle Mittel an zum plump und dik werden.

 

[IIa-01-1782-1783-1869]
Die Türken müssen sich vor dem Gebete waschen. Dieses geschieht alle 24 Stunden 4 mal. Hierbei verrichten sie iedesmal ihre Notdurft.

 

[IIa-01-1782-1783-1870]
Maronitenhochzeit: nach der Hochzeit werden der Braut von allen sie kennenden Weibspersonen Blumen zugesand. In diesem Lande achtet man es nicht für eine Frau anständig, einen Monat lang nach ihrer Hochzeit mit iemand, und kaum dem Manne, zu reden. -

 

[Manuskriptseite 115]

[IIa-01-1782-1783-1871]
Bei den Iuden in Aleppo werden die Augenlieder der Braut mit Harz zusammengeklebt, und der Bräutigam macht sie zur gesezten Zeit wieder auf. -

 

[IIa-01-1782-1783-1872]
57.

 

[IIa-01-1782-1783-1873]
Die Reisen des Thom. Shaw's.

 

[IIa-01-1782-1783-1874]
Die Leute, die an dem Flus Zoore (bei Algier) wonen, halten sich in Hölen auf. Sie versamlen sich in grosser Anzal bei Anblik eines Schifs, an das Ufer, und bitten den Himmel um seinen Untergang. -

 

[IIa-01-1782-1783-1875]
Die Araber haben ein Sprichwort von der Nacht: sie hat keine Augen.

 

[IIa-01-1782-1783-1876]
Die Gewonheit der alten Nasamonen, einander Treue zu versichern, daß einer aus des andern Müzze trank trank, wird noch beim Heiraten unter den Algierern beibehalten.

 

[IIa-01-1782-1783-1877]
Es giebt Weiber, die bei Leichenbegängnissen sich zum Klagen ums Lon verdingen.

 

[IIa-01-1782-1783-1878]
Die Araber u. Muhammedaner hängen ihren Kindern das Bild einer ofnen Hand an den Hals, als einen Schuz wider die Misgunst. Eben das malen die Turken und Moren, wider Zaubereien, an ihre Schiffe u. Häuser.

 

[IIa-01-1782-1783-1879]
In Gros Kairo wird der römische Kodex nebst den Pandekten, nach der arabischen Übersezzung erklärt.

 

[IIa-01-1782-1783-1880]
Ein Man, der die gewönliche Münze des Lands verfälscht, wird nach der alten ägyptischen Strafe verurteilt seine Hand zu verlieren (in Algier).

 

[IIa-01-1782-1783-1881]
58.

 

[IIa-01-1782-1783-1882]
Rich. Pokokkes Reisen.

 

[IIa-01-1782-1783-1883]
Die Iuden bedekken ihre Leichname mit Steinen, weil sie keine Erde darauf bringen dürfen.

 

[IIa-01-1782-1783-1884]
So erhält man in Alexandrien vom Patriarchen die Erlaubnis, zur Fastenzeit Eier zu essen: man hebt ihn auf einen Stul, und fragt ihn darum. Schlägt er's ab, so verlangt man zu wissen, ob er herunter geworfen sein wil. Nach drei, viermaliger Wiederholung dieser Fragen erhält man sie. -

 

[IIa-01-1782-1783-1885]
Bei der Taufe tauchen sie das Kind dreimal ins Wasser, alsdenn geben sie ihm die Firmelung und das Abendmal; d. ist, der Priester taucht die Spizze seines Fingers in d. Kelch, der vol Wein ist, und giebt sie dem Kinde in den Mund. -

 

[IIa-01-1782-1783-1886]
Die Ägypter glauben, daß die Fremden im Stande sind und darum kommen, die Schäzze durch die schwarze Kunst aus dem Eingeweide der Erde her

 

[Manuskriptseite 116]

auszuziehen, wenn sie sie nicht auf eine leichte Art finden können. Sie begreifen nicht, daß man aus Sehbegierde der alten Gebäude so lange Reise unternemen solte. -

 

[IIa-01-1782-1783-1887]
Unter den Muhammedanern in Ägypten giebt es eine Art von Derwischen, die betteln oder vielmer iederman zwingen, ihnen Almosen zu geben. Wenn sie in ihr Horn blasen, darf man ihnen es nicht verweigern.

 

[IIa-01-1782-1783-1888]
Wenn man eines von den Kindern der Ägyptern lobt, one es zu segnen, so glauben diese, man meine es nicht gut. Alsdenn nemen sie abergläubische Dinge zur Verhinderung der Wirkungen eines übelgesinten Augs vor. Sie werfen z. B. Salz ins Feuer.

 

[IIa-01-1782-1783-1889]
Bei den Arabern hebt ein Besuch alle Feindschaft auf, und so wie das Essen.

 

[IIa-01-1782-1783-1890]
Die morgenländischen Völker haben einen doppelten Stab in ihren Händen, das Kamel durch Berürung seines Kopfs zu lenken, und das Tier durch Schlagen zum Laufen zu zwingen.

 

[IIa-01-1782-1783-1891]
Dieienigen Türken, die oft nach Mekka reisen, sind die schlimmsten. Iede Reise dahin verschlimmert sie.

 

[IIa-01-1782-1783-1892]
In Kairo reiten die Weiber auf Eseln, deren Gebrauch für die Männer eine Schande ist. Wegen der Weissagung, daß Kairo von einer Weibsperson zu Pferde eingenommen werden sol, dürfen sie nicht nicht auf Pferden reiten. -

 

[IIa-01-1782-1783-1893]
In Ägypten giebt es Ottern mit hornharten Hörnern.

 

[IIa-01-1782-1783-1894]
Sie haben eine Art eines grossen braunen zamen Habichts, der meistens auf den Dächern, also bei den Tauben sizt.

 

[IIa-01-1782-1783-1895]
Wenn in Ägypten ein vornemer Man starb, so beschmierten sich, nach dem Herodot, alle Weibspersonen von der Familie, die Hände u. Gesichter mit Kot... dan laufen sie mit nakter Brust in der Stadt herum Sie zogen aus dem Kopfe des Toden mit das Gehirn mit einem krummen Eisen durch die Nase heraus, und gossen stat desselben Spezereien hinein.

 

[IIa-01-1782-1783-1896]
In Ägypten bestreichen zur Entgehung der Ergreifung, sich die Diebe

 

[Manuskriptseite 117]

den nakten Leib mit Öl oder Fet, bei ihren nächtlichen Verrichtungen. Thevenot

 

[IIa-01-1782-1783-1897]
Die Bildsäule Memnons gab, wenn die Sonnenstralen auf sie scheinen, gewisse vernemliche Töne von sich. (Beim Aufgang der Sonne).

 

[IIa-01-1782-1783-1898]
Die Araber sind die gesittetsten Leute, so lange sie zu leben haben; aber dan auch die räuberischtesten.

 

[IIa-01-1782-1783-1899]
59.

 

[IIa-01-1782-1783-1900]
Alex. Drummond's Reisen.

 

[IIa-01-1782-1783-1901]
Die Moren in Zypern tragen Stiefel mit Schellen zum Verscheuchen der Taranteln, der Nattern u. a. Gewürm.

 

[IIa-01-1782-1783-1902]
Wer in Zypern Geld hat, wird leicht von einem Verbrechen glosgesprochen. Eine Mordtat macht ihn vielleicht zu einer iärlichen Steuer von etlichen Piastern verbindlich. -

 

[IIa-01-1782-1783-1903]
Durch den Bis einer Otter wird eine weisse Haut des Menschen schwarz, oder dunkelbraun.

 

[IIa-01-1782-1783-1904]
Die Luft um Larnika ist so ser mit Salz beschwängert, daß man b nach einer Erhizzung, bei der Abkülung, eine dünne Rinde vom Gesichte abziehen kan, Selbst den Zukker trift dies.

 

[IIa-01-1782-1783-1905]
Beim Chameleon färbt die geborgte Farbe dieienige Seite am meisten, die vom Gegenstande, dessen Farbe es annam, am weitesten entfernt war. Die nächste behielt ihre natürliche Farbe. -

 

[IIa-01-1782-1783-1906]
Da der Körper des heil. Iohannes (welcher im 7 Iarhundert Patriarch von Ägypten war) auf den Kirchhof getragen wurde, so verlies ein frommer Bischof ein prächtiges Grab, worinnen er eine Zeitlang ruhig gelegen, um dies. heil. Gebeinen Plaz zu machen.

 

[IIa-01-1782-1783-1907]
Die Priester des Tempels der Venus, in Paphos, waren alzeit aus königlichem Blute Stamme. Die Altäre sind niemals mit Blut beflekt worden, weil die Opfer aus lauter Feuer bestanden. Ob es gleich in freier Luft, und zu allen Zeiten dargebracht wurde, so hat es niemals ein Regen ausgelöscht, oder ist dem Heiligtum zu nahe gekommen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1908]
Aphrodite, in Paphos, eine der unzüchtigsten Königinnen. Alle ihre weibliche Untertanen amten sie nach. Ihr Pallast zu einem Tempel gemacht, und sie als Göttin verert, nach ihrem Tode.

 

[Manuskriptseite 118]

[IIa-01-1782-1783-1909]
Auf der Abendseite von Basso sind einige Bergwerke, wo durchsichtige Steine gefunden werden; man hies sie daher Demantberge. Dadurch betrogen, lies ein gewisser Muhassel mit Aufwendung vieles Gelds darin arbeiten, und eben so bei Poli di Chrisofou, wo er gediegnes Eisen zu finden glaubte. Zornig über das Mislingen zwang er die Christen, diese vermeinten Schäzze für einen iärlichen Zins von 800 Reichstaler zu verpachten, den sie bezalen musten. So dan auch seine Nachfolger. -

 

[IIa-01-1782-1783-1910]
Auf dem Vorgebürge Akamas fliest eine Quelle der Liebe, die die Kräfte vermeren sol. -

 

[IIa-01-1782-1783-1911]
Der zu Aleppo sich aufhaltende Prophet Zacharias wurde von Fürsten wegen seiner Misbilligung der Heirat des Fürsten noch beweibten Fürsten mit einer schönen Tänzerin, enthauptet. Er legte seinen Kopf in einen steinernen Todenkopf. -

 

[IIa-01-1782-1783-1912]
In Moskau ist eine Glokke, die ungefär 443972 Pfund wiegt. -

 

[IIa-01-1782-1783-1913]
Die Kalmuktartern werfen ihre Leichen den Hunden vor. Fressen mer als 6 Hunde daran: so für die Anverwanden eine grosse Ere; weniger: so Schande.

 

[IIa-01-1782-1783-1914]
Die Affen sind nach Leder begierig. -

 

[IIa-01-1782-1783-1915]
Le Duc de Mazarin, mari d' Hortense Mancini, faisait tous les ans une loterie de plusieurs emplois de sa maison. Son devint postillon devint une fois un secrétaire , son cocher, homme d'affaire, un docteur Hibernois, son aumonier, fut cuisinier. Voltaire. Epitre à un ministre d'état, sur l'encouragement des arts. T. XVIII. P. 257-258.

 

[IIa-01-1782-1783-1916]
Un jour un Gentil-homme ruiné demanda pour toute grace au cardinal de Richelieu de lui frapper sur l'épaule en public et de l'honorer d'un air de protection. Ce que ce Ministre n'ayant pû lui refuser, plusieurs traitans témoins de cette faveur, esperent de trouver par lui accès auprès du Ministre, le mirent d'une part dans leurs traités, et bientôt ses affaires furent en meilleur état. Rochefoucauld. Pensée 158 remarque. P. 114.

 

[IIa-01-1782-1783-1917]
Milton verkaufte sein verlornes Paradies dem Thomson für 30 Pistolen.

 

[Manuskriptseite 119]

[IIa-01-1782-1783-1918]
Die Quadrige von vergoldetem Erze wurde durch die Unwissenheit der Werkmeister im Herkulan zertrümmert. Man sezte dennoch aus diesen zerbrochnen Stükken ein einziges und schönes Pferd, vermöge einiger neuen Güsse, zusammen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1919]
Die Brüste der Grönländerinnen sind so weich und so lange, daß diese ihre Kinder über den Schultern saugen lassen.

 

[IIa-01-1782-1783-1920]
Die dänischen Lappen haben eine grosse schwarze Kazze, welcher sie alle ihre Geheimnisse anvertrauen und von der sie sich die wichtigen Fragen auflösen lassen, ob sie heute auf die Iagd oder Fischerei ausgehen dürfen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1921]
Bei den schwedischen Lappen ist in iedem Hause eine Trommel, mittelst welcher sie sich beim Teufel Rats erholen.

 

[IIa-01-1782-1783-1922]
Das Brod der russischen Lappen ist blos Mel von kleingestossenen Fischgräten, mit der zarten Rinde von Fichten oder Birkenbäumen vermischt. -

 

[IIa-01-1782-1783-1923]
Diese baden sich nach einem heissen Bad, sogleich in einem kalten Flus aufs neue.

 

[IIa-01-1782-1783-1924]
Wenn ein Mädgen in Sina über drei Iar alt ist, so bricht man ihm den Fus entzwei, so, daß die Zehen unter die Fussolen gebogen werden; man läst das Fleisch durch ein hizziges Wasser verzeren, und wikkelt den Fus so lange in verschiedne Bandwerke, bis derselbe die Krümme völlig angenommen hat. Andre leugnen das Brechen der Füsse. Für den Fus eines artigen sinesischen Frauenzimmers ist der Pantoffel eines 6iarigen Kindes zu gros. -

 

[IIa-01-1782-1783-1925]
Die Iapaner (oder Iapaneser) singen mit zitternder Stimme.

 

[IIa-01-1782-1783-1926]
Die Siamer schäzzen die langen Oren ser; so die meisten morgenländischen Völker.

 

[IIa-01-1782-1783-1927]
Die Mädgen der Völker in Achem bedekken ihre Schamglieder mit einem silbernen Bleche.

 

[IIa-01-1782-1783-1928]
Auf der Insel Iava sind die Chakrelas, welche blos in der Nacht gut sehen; des Tages aber mit fast zugeschlossenen Augen gehen.

 

[IIa-01-1782-1783-1929]
Einige Mogolische Weiber lassen sich Blumen in das Fleisch schneiden, fast auf eine Art, wie man Schröpfköpfe sezt. Diese Blumen bemalen sie mit verschiedenen Farben von dem Safte gewisser Wurzeln, so, daß ihre Haut wie er geblümtes Zeuch aussieht.

 

[Manuskriptseite 120]

[IIa-01-1782-1783-1930]
Die Weiber der Maldivier verdekken ihren Busen mit grosser Sorgfalt, ob sie gleich ungemein unzüchtig sind.

 

[IIa-01-1782-1783-1931]
Die arabischen Weiber haben einen grossen Ring in dem durchborten Nasenloch. Durch diesen Ring auf den Mund küssen, ist art bei ihnen artig.

 

[IIa-01-1782-1783-1932]
Die persischen Weiber glauben ihre Unfruchtbarkeit zu heilen, daß sie unter den toden Körpern der am Galgen aufgehangnen Missetäter durchgehen - sie glauben, der Leichnam eines Mannes könne schon von ferne die Kraft, Kinder zu gebären, erschaffen. Oder sie gehen verschiedene male durch das Wasser, was aus den, mit vielen Manspersonen besezten Bädern fliest. Oder sie verschlukken die Vorhaut.

 

[IIa-01-1782-1783-1933]
Ein Perser kan 12 Pfund Melonen essen; und manche wol 3, 4 mal soviel; und viele sterben auch daran.

 

[IIa-01-1782-1783-1934]
In den ägyptischen Gasthäusern sind für die Reisenden unentgeldlich Mädgen zur Lust bestimt. Die Reichen sehen es auf ihrem Todenbette für etwas Gotseliges an, solche Häuser zu stiften u. mit Mädgen zu versehen.

 

[IIa-01-1782-1783-1935]
Der Nilwasser sol die ägyptischen Weiber fruchtbar machen, durch trinken oder baden, werd. im Monat des Aug. (wo die Überschwemmung ist) schwang. Diodor. Sicul. l. I.

 

[IIa-01-1782-1783-1936]
Die Mingrelier suchen Rum in Diebstälen, in Meuchelmord und Lügen. Hurerei, doppelte Ehe und Blutschande ist etwas Tugendhaftes. Der Man läst sich bei der Ertappung der Untreue seiner Frau, von ihrem Liebhaber ein Schwein zalen, welches sie alle 3. verzeren.

 

[IIa-01-1782-1783-1937]
In der Insel Samos bekommen die Iünglinge keine Weiber, als bis sie sich wenigstens 10 Klaftern unter das Wasser tauchen können.

 

[IIa-01-1782-1783-1938]
In Nikarien ists Gewonheit, nur von ferne mit dem andern zu sprechen; diese Insulaner haben eine solche starke Stimme, daß sie in der Weite einer Viertel und öfters einer ganzen Meile mit einander sprechen.

 

[IIa-01-1782-1783-1939]
Die Äthiopier haben kein Salz, und wiegen es im Einkaufe mit Golde auf.

 

[IIa-01-1782-1783-1940]
Die ialosischen Mohrinnen nemen, um sich zum wenigessen und reden, zu gewönen, des Morgends Wasser in den Mund, sie behalten es wärend ihrer Geschäfte, und speien es nur bei der gewönlichen Stunde ihrer ersten Malzeit, aus.

 

[Manuskriptseite 121]

[IIa-01-1782-1783-1941]
Die Moren auf der Insel Gorea u. der Küste des grünen Vorgebirgs essen selten Fleisch, und vergleichen die Europäer, die Kraut essen, mit den Pferden.

 

[IIa-01-1782-1783-1942]
Bei den Moren in Guinea ist dass Mädgen selten, welches sich der Zeit des Verlustes ihrer Iungfrauschaft erinnern kan.

 

[IIa-01-1782-1783-1943]
Das erste Gericht bei den Moren auf der Küste Iuda u. Arada ist in ihren Gastmalen ein gebratner Hund.

 

[IIa-01-1782-1783-1944]
In Kongo - in der Landschaft Malimba adelt die Frau den Man. -

 

[IIa-01-1782-1783-1945]
--] Strich von doppelter Bindestrichlänge: Geviert - MIWI in Lowango stellen sie den Leichnam eines Verstorbnen auf ein gewisses 6 Schuhe erhabnes Amphiteater in der Gestalt eines sizzenden und sich mit den Händen auf die Knie stüzzenden Menschen. Sie bekleiden ihn mit dem schönsten Zeuge, und zünden vor und hinter dem toden Körper Feuer an. So wie derselbe almälig austroknet, und die Feuchtigkeiten, davon in den Zeug, worin er eingehült ist, einziehen, so bedekken sie ihn mit andern Zeugen, bis er ganz ausgetroknet ist, und hernach bestätigen sie ihn mit Pracht zu Erde.

 

[IIa-01-1782-1783-1946]
Wenn die Moren in Kongo Schmerzen irgendwo empfinden, so mo saugen sie vermittelst eines kleinen durchborten Horns, aus einer gemachten Öfnung an dem schmerzhaften Ort, das Blut so lange, bis der Schmerz aufhört.

 

[IIa-01-1782-1783-1947]
Arme Leute sind häslicher als andre; die Landbewoner häslicher als die Städter. -

 

[IIa-01-1782-1783-1948]
Die Farbe bei den Haustieren ist mannigfaltiger, als bei den wilden Tieren von ders. Gattung; mannigfaltiger bei Pferde als beim Esel. -

 

[IIa-01-1782-1783-1949]
Der Fus eines Pferdes, besteht, nach Daubenton's Anmerkung, aus denselben Knochen als die Hand des Menschen, und am Ende unsrer Finger haben wir Knöchelgen wie Hufeisen gestaltet, mit welchen sich der Fus des Tiers endigt. -

 

[IIa-01-1782-1783-1950]
Der Esel fürchtet sich vor dem Schatten seiner Oren; darum stekt er seine Nase nicht ganz ins Wasser, beim Saufen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1951]
Alle furchtsame Tiere haben ein feines Gehör und lange Oren. -

 

[IIa-01-1782-1783-1952]
Die Eselin würde nach einem Bespringen wegen ihrer Geilheit niemals fruchtbar werden, wenn man ihr nicht gleich darauf Prügel gäbe und die Fortsezzung der angenemen Bewegungen hinderte. -

 

[IIa-01-1782-1783-1953]
Ie älter der Hengstesel ist, desto hizziger scheint er zu sein. -

 

[Manuskriptseite 122, im folgenden Zählfehler]

[Manuskriptseite 125]

[IIa-01-1782-1783-1954]
Einer gewissen Art Esel in Persien schlizt man die Nasenlöcher auf, um ihnen mer Atem zu geben. -

 

[IIa-01-1782-1783-1955]
Eine der ansehnlichsten Zünfte der Indianer verert die Esel besonders, weil sie glauben, daß alle Selen von adelichem Geschlecht in die Körper der Esel übergiengen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1956]
Knochen des Esels sind härter als die Knochen andrer Tiere; daher die Alten Flöten davon machten, die sie tönender als von allen andern Knochen fanden. -

 

[IIa-01-1782-1783-1957]
Der Ochse nacht eine Weide wieder gut; u. das Pferd zert sie aus: denn iener frist wegen seines Mauls die obersten Spizzen des Grases, dieses alles das feinste.

 

[IIa-01-1782-1783-1958]
Man giest den Stuten, an nach ihrer Belegung, Wasser auf das Kreuz. -

 

[IIa-01-1782-1783-1959]
Schwarze Kühe geben die beste, weisse die meiste Milch. -

 

[IIa-01-1782-1783-1960]
Die Kuhe u. Ochsen lieben den Wein, Weinessig und das Salz, und fressen einen eingemachten Salat mit grosser Begierde. In Spanien und and. Ländern legt man in die Krippe des Kalbes einen Salzstein (salegres), welchen es in der Abwesenheit seiner Mutter lekt, und dadurch eine grosse Lüsternheit nach der Milch bekomt. -

 

[IIa-01-1782-1783-1961]
Das Rindvieh abpuzen sich immer ab, wodurch es seine Hare in den Leib hineinbekomt und also seine Verdauung hindert. Zur Verhinderung s reibt man es mit seinem eignen Miste. -

 

[IIa-01-1782-1783-1962]
Das Ochsenhorn war das erste Trinkgefäs; die erste durchsichtige Materie, die man anstat des Glases und zu Laternen noch in Sina gebrauchte; das erste Instrument, darein man geblasen, um den Laut zu vermeren. -

 

[IIa-01-1782-1783-1963]
Der Pater Akosta und Garcilasso de la Vega sagen, daß sie in Peru Leichname von etlichen Inkas und Mamas in volkomnem Zustande gesehen; sie hätten ihre Haupthare und Augenbraunen noch gehabt, doch wären ihnen güldene Augen eingesezt gewesen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1964]
Manche Mumien waren vergoldet. - Unter der Zunge der meisten wird ein Stük Gold von 2 Pistolen oder 10 Reichsreichstaler gefunden: und dieses Stüks wegen verderben die Araber alle Mumien, die sie nur finden. -

 

[Manuskriptseite 125]

[IIa-01-1782-1783-1965]
Die Früchte erfrieren nicht auf den Gipfeln der Bäume, die sich bewegen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1966]
Der W kälteste Wind im Winter ist der heisseste im Sommer, und der gelindeste im Winter ist der küleste im Sommer und nicht der Nordwind. -

 

[IIa-01-1782-1783-1967]
In Bömen sol ein See sein, woraus oft Stürme entspringen.

 

[IIa-01-1782-1783-1968]
Wir haben niemals Stürme aus Osten.

 

[IIa-01-1782-1783-1969]
Zu Martinique sol bei dem Orkan 1780 der Wind fast aus allen Punkten des Kompasses gewehet haben. -

 

[IIa-01-1782-1783-1970]
Der Südpol ist kälter als der Nordpol. -

 

[IIa-01-1782-1783-1971]
Im Sanenland, in der Schweiz, war vor Einfürung des Käsehandels, das Aufbewaren der Käse das Merkmal eines bemittelten Hauses. -

 

[IIa-01-1782-1783-1972]
Die alten Ägypter, wie iezt die Sinesen, liessen die Bienen den Strom hinauf zum Genusse immer frischer Weiden wandern. -

 

[IIa-01-1782-1783-1973]
Die Franzosen verlangen in v allen Tragödien Liebe - Voltaire muste von seinem Ödipe einen Teil der Köre wegnemen, und dem Philoktet wenigest. die Erinnerung einer vorigen Liebe geben.

 

[IIa-01-1782-1783-1974]
Il m'est tombé entre les mains l'annonce imprimée d'un marchand, de ce qu'on peut envoyer de Paris en province pour servir sur la table. Il commence par un éloge magnifique de l'agriculture et du commerce; il pèse dans ses balances d'épicier, le merite du duc de Sulli, et du grand ministre Colbert, et ne pensés pas qu'il s'abaisse à citer le nom du duc de Sulli: il l'appelle l'ami d'Henri IV, et il s'agit de vendre des saucissons et des harengs frais. Volt. T. XVIII. Réponse à une lettre de M. l'abbé d'Olivet. P. 449.

 

[IIa-01-1782-1783-1975]
Ein Lq Lq Laquais tanzte auf dem Schaffot, worauf er solte gerädert werden. Rochefoucauld. Reflex. 504.

 

[IIa-01-1782-1783-1976]
Ein Schauspieler spielte in der Klytemnestra die Szene mit der Urne des Orestes so vortreflich, weil er die Asche seines eigenen Kindes der Elektra überreichte. -

 

[IIa-01-1782-1783-1977]
Der Frosch ist ganz vol andrer Tiere; seine Lunge beherbergt * Würmer, seine Gedärme Spulwürmer, seine Leber ganze Nester von Egelschnekkeneiern, und der weisse Schleim seiner Gedärme die kleinsten Tiere. -

 

[IIa-01-1782-1783-1978]
Hinter den Hörnern der Gemse sind 2, zum Atemholen beim Graben in der Erde, nötige Luft Öfnungen. -

 

[Manuskriptseite 126]

[IIa-01-1782-1783-1979]
Die Hamster und verschiedne Arten von Affen haben im Maul am untern Kinbakken eine Tasche, worin sie ihre Speise verwaren und nach Hause tragen.

 

[IIa-01-1782-1783-1980]
Die Siebbiene hat am Vorderbeine eine durchlöcherte Scheibe, wie ein Sieb, wodurch sie den Blumenstaub sichtet.

 

[IIa-01-1782-1783-1981]
In kalten Ländern haben die Schafe Wolle; in wärmern Hare.

 

[IIa-01-1782-1783-1982]
Das Frettier frist die wurzenanfressenden Regenwürmer.

 

[IIa-01-1782-1783-1983]
Die Stacheln des Palmbaums schüzzen ihn gegen die Lüsternheit der Tiere.

 

[IIa-01-1782-1783-1984]
Die Raupen der Insekten fressen in 24 Stunden 3 bis 4 mal soviel als sie schwer sind.

 

[IIa-01-1782-1783-1985]
Die Hunde u. Kazzen tragen ihre Auslerungen wegen ihrer Schärfe an abgesonderte Örter.

 

[IIa-01-1782-1783-1986]
Die Todengräbern begraben den Maulwurf, um ihn zum Neste ihrer Iungen, zu ihrer Wonung und Speise zu machen.

 

[IIa-01-1782-1783-1987]
Der Mund und das Zanfleisch des Kamels ist wegen seiner stachlichten Speisen mit Knorpel überzogen. -

 

[IIa-01-1782-1783-1988]
Es giebt mer ware Metalle als Halbmetalle.

 

[IIa-01-1782-1783-1989]
Der Spüzfisch stürzt mit aus seinem rörenförmigen Schnabel geworfnen Wassertropfen die Insekten von den Wasserpflanzen herab. -

 

[IIa-01-1782-1783-1990]
Die Wasserschnekken fangen mit ihren 2 klebrichten Fülhornern, wie mit Leimruten, Würmgen.

 

[IIa-01-1782-1783-1991]
Der Flohkrebs hüpft, und schwimt auf dem Rükken.

 

[IIa-01-1782-1783-1992]
Ein gewisses Tier hängt sich mit dem Rükken an das Mergras. VIII. S. 442.

 

[IIa-01-1782-1783-1993]
Aus der Haut des Nashorns schneidet man Spazier Stökke und Spiesruten.

 

[IIa-01-1782-1783-1994]
Die Krebse bekommen beim Mausen eine neue Magenhaut, und fressen die alte und auch die verlassene Schale. -

 

[IIa-01-1782-1783-1995]
Die säugenden Tiere werden one Zäne geboren - one Klauen und Hörner.

 

[IIa-01-1782-1783-1996]
Die verschiednen Farben der Gewächse und Menschen entstehen vom Eisen im Blute. -

 

[IIa-01-1782-1783-1997]
Der Sieger e*...* eignete sich die Götter des Besiegten zu, und geselte sie zu den seinigen.

 

[IIa-01-1782-1783-1998]
Kein Insekt bringt den Schal mit dem Maul hervor: viele mit elastischen

 

[Manuskriptseite 127]

Flügeln; die Brumfliege durch das Herumtreiben des Kopfs auf der Brust; die Zikaden mit besondern Schildgen unterm Bauch; die Heuschrekte durch eine Trommel im Bauche und andre durch eine auf dem Rükken. -

 

[IIa-01-1782-1783-1999]
Das süsse Wasser verdirbt; aber es kan in 3 Monaten 3mal wieder trinkbar werden. Iedesmal eine andre Art Würmer. -

 

[IIa-01-1782-1783-2000]
An den Schiffen wächset Wassermos, gegen den Skorbut. -

 

[IIa-01-1782-1783-2001]
Die Alpengewächse blühen und reifen schnel.

 

[IIa-01-1782-1783-2002]
Die Tillandsie bildet in den ödesten Wüsteneien, mit ihren Blättern einen den Regen für Durstende aufbehaltenden Krug. -

 

[IIa-01-1782-1783-2003]
Die Schubuteule nistet auf den steilsten Bergen, an den heissesten gegen die Sonne gekerten Orten, damit das As für die Iungen zu Brei zerfliesse. -

 

[IIa-01-1782-1783-2004]
Die Hörner des Holzkäfers sind etliche mal länger als das ganze Tier. -

 

[IIa-01-1782-1783-2005]
Der Kiefenfus schwimt mit seinen g fingerartigen Hörnern.

 

[IIa-01-1782-1783-2006]
Die Schnakke sticht mit ihrer Zunge, wie eine Nadel, und saugt wie mit einer Pumpe -

 

[IIa-01-1782-1783-2007]
Die spanische Fliege verbirgt ihre Flügel in zierliche Scheiden, und der Orwurm faltet die seinigen niedlich. -

 

[IIa-01-1782-1783-2008]
Wilton in Chelsea schreibt mit den Füssen, seit der Zeit, da ihm die Arme abgesch abgeschossen worden sind. -

 

[IIa-01-1782-1783-2009]
Es giebt in Paris artistes en fait de Iuppes à baleine und artistes perruqiers. Die Akademie ernent Kommissäre, um einen neuen Lokkenbau zu prüfen.

 

[IIa-01-1782-1783-2010]
In Franz des Ersten Zeiten lies sich ieder erbare Man barbieren, und nur die Stuzzer trugen Bärte.

 

[IIa-01-1782-1783-2011]
Eine Tobakspfeife gehörte damals unter die nippes eines zierlichen Hern. -

 

[IIa-01-1782-1783-2012]
Als Mad. de Motteville den Hof der Infantin u. künftigen Gemalin Luwigs des XIIII sah, war es Mode bei den spanischen Damen, die Brust zu * bedekken, und den Rükken zu entblössen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2013]
Ein Neuer wil für iede Krankheit einen besondern Arzt haben, bei Ägyptern

 

[IIa-01-1782-1783-2014]
Heinrich der IIII wurde von seinem Grosvater hart erzogen; er bekam grobes Brod und gieng im Sommer u. Winter barfus mit blossem Kopfe. - Merkur. 1776. 4.

 

[IIa-01-1782-1783-2015]
Büffon glaubt, die Menschen Stimme werde im Ausatmen, die Tiers Stimme im Einatmen gebildet

 

[Manuskriptseite 128]

[IIa-01-1782-1783-2016]
Zu Ivoi in Sologne durchstach der mit dem Teufel streitende heil. Michael einen Räuber, der ienen durch das Hineindringen in die Türe der Sakristei umwarf. - Merkur. 4. 1778.

 

[IIa-01-1782-1783-2017]
Bis zu dem 16 Iarhundert durfte kein iunger Katolik bei seiner Braut schlafen, als bis das Ehebet eingesegnet war. Diese Einsegnung wurde bezalt. -

 

[IIa-01-1782-1783-2018]
Man versagte dem, der in seinem Testament der Kirche nichts vermachte, das Begräbnis. Ein Official, oder ein Curé legirte dan in des Toden Namen das der Kirche, was er ihr hätte vermachen sollen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2019]
In der sinesischen Kaiserfamilie ist's eine alte Tradizion, daß der Kaiser von einer durch den Einflus des Himmels geschwängerten Iungfer herkomme, die vorher von einer roten Frucht gegessen hat. -

 

[IIa-01-1782-1783-2020]
Im Paterre (zu Paris) giebt es 2 Parteien: eine, die das Schauspiel ausklopft, und eine andre, die's beklatscht. Sie stellen sich auf 2 verschiedne Seiten. Beim Eingang der Türe wird iedem sein Plaz angewiesen. Voltaire. T. XX. Les cabales. Notes par Mr. de Morza. P. 91.

 

[IIa-01-1782-1783-2021]
An. 1500. Die Sakuren, die man anfangs in Europa Nürnberger Eier nante. -

 

[IIa-01-1782-1783-2022]
Die Indianer nennen das Pulver sinesisches Salz, und sinesischen Schnee.

 

[IIa-01-1782-1783-2023]
Auf einer Kiste von Zedernholz, in dem Tempel der Iuno zu Elis, ruhten der Tod und der Schlaf als Knaben in den Armen der Nacht, der weisse nach Herde der Schlaf, schwarze die Nacht.

 

[IIa-01-1782-1783-2024]
Weil der Tod unerbitlich war und keine Geschenke ansieht, so hatte er in Gr. keine Altäre, und keine Päane. -

 

[IIa-01-1782-1783-2025]
Alle Leichen wurden bei Griechen und Römern bekränzt; mit Kränzen ward die Leiche von den hinterlassenen Freunden beworfen; bekränzt wurden Scheiterhaufe, Urne und Grabmal. - Alle bekamen auch eine Flasche. - Der Tod hat Flügel.

 

[IIa-01-1782-1783-2026]
Das besondre Abzeichen des Schafs war das Horn. -

 

[IIa-01-1782-1783-2027]
60.

 

[IIa-01-1782-1783-2028]
Kranz Geschichte von Grönland.

 

[IIa-01-1782-1783-2029]
Der Strom des Mers bringt den Grönländern mit dem Eise all das Holz, welches ihnen ihr steinigtes Land versagt hat. -

 

[IIa-01-1782-1783-2030]
Die Steine springen vor Kälte da, und die Se raucht wie ein Ofen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2031]
Der Winter in Grönland ist dem in Europa gerade entgegengesezt; ist er hier gelinde, so dort hart, und umgekert. -

 

[Manuskriptseite 129]

[IIa-01-1782-1783-2032]
Im Frühiar bekommen die Rentiere neue, kurze Hare; das Tier ist dan mager, das Fel dün und wenig wert: im Herbst werden sie dikhäutig u. mager und vol Blut, und haben 2 bis 3 Finger dikken Talg zwischen Fel u. Fleisch. Dieser Wechsel hilft ihnen die Wärme des Sommers u. die Kälte des Winters ertragen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2033]
Der Leib des Dintenfisches sieht wie ein ofner Geldbeutel aus, in den er seinen Kopf hineinziehen und verbergen kan. -

 

[IIa-01-1782-1783-2034]
Die Leber des Hayfisches fült oft 2 Tonnen an. -

 

[IIa-01-1782-1783-2035]
Das Fleisch der Walfische, die Zäne haben u. also Fleisch fressen, ist unesbar; hingegen nicht das der one Zäne. -

 

[IIa-01-1782-1783-2036]
Am Kaffigiak, (eine Art von Sehunden) werden seine Flekken mit dem Alter grösser. -

 

[IIa-01-1782-1783-2037]
Die Stirn des Neitsersoak, (sonst Klapmüz, eine andre Art v. S.) hat ein dikkes runzliches Fel, welches das Tier wie eine Müzze, zur Verwarung gegen die spizzigen Steine und den Sand, über die Augen zieht. -

 

[IIa-01-1782-1783-2038]
Das Walros gebraucht seine Zäne od. Hauer zum Suchen der Speise, zum Gehen, zum Verteidigen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2039]
Die Sehunde beissen noch um sich, indem man ihnen die Haut abzieht. -

 

[IIa-01-1782-1783-2040]
Gegen die Pole zu werden Menschen, Tiere, Gewächse immer kleiner. -

 

[IIa-01-1782-1783-2041]
Die Vogelpelze sind gleichsam ihre Hemde, die Federn einwärts gekert. -

 

[IIa-01-1782-1783-2042]
Wenn die grönländischen Weiber schön sein wollen: so müssen sie am Kin, an Bakken, Händen u. Füssen mit einem von Rus geschwärzten Faden durchnäht sein, davon, nach Abziehung des Fadens, die Haut durch ihre Schwärze einem Barte änlicht. -

 

[IIa-01-1782-1783-2043]
Wenn der Grönländer auf seinem Kaiak umkommen mus: so fält oder bindet er sich daran fest, damit man ihn zum Begraben finden möge. -

 

[IIa-01-1782-1783-2044]
Beim Tode der Frau eines Gr. mus seine Nebenfrau heulen und den Zug anfüren.

 

[IIa-01-1782-1783-2045]
Sie liebkoset iener Kinder mer als ihre eignen, mit dem Bedauren ihrer bisherigen Verabsäumung. -

 

[IIa-01-1782-1783-2046]
Sie gebären alle 2 bis 3 Iar einmal, und vergleichen andre Nazionen wegen ihrer Fruchtbarkeit mit ihren Hunden.

 

[IIa-01-1782-1783-2047]
Sie zanken selten, u. haben in ihrer Sprache kein Schelt= oder Fluchwort. -

 

[IIa-01-1782-1783-2048]
Sie bewilkommen ihre ansenlichen u. angenemen Gäste mit Singen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2049]
Wenn man ihnen von Europa erzält, so nennen sie das Brod, Gras; die Ochsen, Rentiere, u. die Pferde, grosse Hunde. - Weil es keine Sehunde da giebt, so mögen sie nicht da wonen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2050]
Der Tobak, den sie zum Schnupfen brauchen, ist bei ihnen wie Scheidemünze. Für ieden kleinen Dienst erwarten sie welchen; ihre Schuster= und Schneider

 

[Manuskriptseite 130]

130] Kopie der Seiten 130/131 fehlt. STarbeit wird damit bezalt; dafür verkauft man Kleider, und leidet mit seinen Kindern Not, und komt eben, wie in and. Länd. durch Getränk, in Armut.

 

[IIa-01-1782-1783-2051]
Wer die possirlichsten Verdrehungen der Glieder machen kan, passirt für einen Meistersänger. -

 

[IIa-01-1782-1783-2052]
Sie machen ihre Streitigkeiten tanzend u. singend ab. Ein Beleidigter macht auf den Beleidiger einen satyrischen Gesang, den er durch Wiederholung seinen Hauleuten und Frauen einprägt. Nach Bekantmachung, daß er auf seinen Gegenpart singen wil, findet sich der lezte an dem bestimten Orte ein, wo die Zuschauer auf seine Unkosten lachen. Er verteidigt sich auf dieselbe Art - und wer das lezte Wort behält, hat den Prozes gewonnen. Die Menge der Zuschauer dezidirt es. Sie sind nachher wieder Freunde. - Die berümtesten Satyriker und Sittenlerer haben daher die schlechteste Auffürung.

 

[IIa-01-1782-1783-2053]
Wenn einige zugleich ein Rentier schiessen, so gehört es dem, dessen zu Pfeil zunächst am Herzen getroffen; die anderen bekommen etwas vom Fleisch. -

 

[IIa-01-1782-1783-2054]
Einige gr. Materialisten behaupten 2 Selen, den Schatten u. den Atem des Menschen. Die Angekoks bessern eine beschädigte aus, und verwechseln eine kranke mit einer gesunden von einem Hasen, Rentier, iungen Kinde.

 

[IIa-01-1782-1783-2055]
Ihr Himmel ist unter dem Mer, die tiefen Löcher in den Felsen seine Eingänge. Beständiger Sommer u. keine Nacht - Gutes Wasser, Überflus an Sehunden und Rentieren, die one Mühe gefangt werden, oder gar in einem grossen Kessel lebendig kochen. Ihn erlangt, wer viele Walfische u. Sehunde gefangen, viel ausgestanden, im Mer ertrunken, über der Geburt gestorben ist. Vor ihrem Eingang in den Himmel, mus die Sele 5 Tage an einem rauhen, blutigten Felsen herunterrutschen. Geschieht diese Reise im kalten Winter od. bei stürmischem Wetter, so kan die Sele leicht den andern (vernichtenden) Tod leiden. -

 

[IIa-01-1782-1783-2056]
Aus Aus dem Daumen des Kallak, des ersten Menschen, entstand die erste Frau. - Die Fische aus Spänen, die ein Gr. durch seine Beine gezogen, ins Mer warf.

 

[IIa-01-1782-1783-2057]
Die Angekoks binden dem Kranken einen Riemen um den Kopf und stekken einen Stekken durch. Ist der Kopf leicht, so wird der Mensch gesund; schwer, tod. -

 

[IIa-01-1782-1783-2058]
Wenn sie iemand lesen hören, so glauben sie, er müsse aus dem Buche eine Stimme hören. -

 

[IIa-01-1782-1783-2059]
Die himlischen Körper waren, nach ihrer M., ehdem Grönländer oder Tiere, die Widerwärtigkeiten wegen hinauf gefaren, und nach Beschaffenheit ihrer Speise Niere blas oder Leber rot glänzen. Die schiessenden Sterne halten sie für Selen, die aus dem Himmel in die Hölle zum Besuche reisen. - Die sich begegnenden Planeten sind 2 Weiber, die einander besuchen oder sich zanken. - Bei einer Sonnenfinsternis kneifen die Wei

 

[Manuskriptseite 131]

ber die Hunde in die Oren. Schreien sie, so ist das Ende der Natur noch nicht da. Schreien sie nicht, so wär's ein Zeichen des Gegenteils. Die Hunde wissen das Zukünftige, weil sie eher als die Menschen. - Der Nordschein ist die im Himmel Bal spielende und tanzende Sele des Verstorbnen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2060]
Sie biegen dem Sterbenden seine Füsse unter die Lenden, um ihm das Grab kürzer zu machen. Die Leiche tragen sie zum Fenster hinaus. - Die kondolirernden Gäste verzeren alle übergebliebnen Eswaren des Verstorbnen.

 

[IIa-01-1782-1783-2061]
Hallur Geit hat aus Grönland eine Reise zu Fus nach Norwegen getan, mit einer Geis, von deren Milch er lebte.

 

[IIa-01-1782-1783-2062]
Die Kamtschadalen bringen von ihren Zwillingen sie eins um. -

 

[IIa-01-1782-1783-2063]
Die Ober=Banjosen (von Nagasakki) suchen nach Kontrebande, in den Betten, in den B Buttertöpfen u. Büchsen mit allerhand Eingemachten, in den Käsen, und in den Eiern, wenn iemand etwas vom Schiffe an's Land oder umgekert bringt. -

 

[IIa-01-1782-1783-2064]
Die Iapaneser tragen die Schneide des Säbels oberwärts. Die Statsbediente tragen zwei, von ungleicher Länge. -

 

[IIa-01-1782-1783-2065]
Die Araber rügen Ehebruch durch Geldbusen, aber die Verfürung eines ledigen Mädgens durch eine viel härtere Strafe.

 

[IIa-01-1782-1783-2066]
Ieder Proselyt bei den Musulmännern wird 3 Tage auf einem Esel durch die Stad gefürt, um das Almosen der Gläubigen zu empfangen.

 

[IIa-01-1782-1783-2067]
Die Stärke des Krokodils ist im Schwanze; er ist das erste Werkzeug seiner Verwüstung.

 

[IIa-01-1782-1783-2068]
Alle Gattungen von Tygern leiden einen brennenden Durst. -

 

[IIa-01-1782-1783-2069]
Man braucht das zamgemachte Krokodil oft stat eines Pferds; allein es frist oft seinen Reiter. - Sein Fleisch taugt nicht zum Essen, aber wol seine Eier. -

 

[IIa-01-1782-1783-2070]
Unsre Vorfaren lernten das Schachspiel in den Kreuzzügen. Die Königin hies bei den Morgenländern Minister. Er konte sich nur, wie ein Bauer, von Feld zu Feld, entfernen gehn, und sich nicht über 2 vom Könige entfernen. Die ritterliche Galanterie des Zeitalters machte aus diesem Minister eine Dame, und sie, zur Vermeidung des änlichen Zustands der asiatischen Frauen, zum wichtigsten Stein. -

 

[IIa-01-1782-1783-2071]
Viele Iare diente dem Karavagio die Leinwand eines Porträts zum Tischtuch.

 

[IIa-01-1782-1783-2072]
Die grossen eisernen Hüte, die man im Krieg trug, gaben zum Gebrauch der Hüte von Kastor u. Filz in der Stad, Gelegenheit. - Von den Federbüschen der Helme der Ritter. deren Erfinder die Deutschen waren, kamen die Federn auf die Hüte, und blieben, laut ihres Ursprungs, ein Vorzugszeichen des Adels. -

 

[IIa-01-1782-1783-2073]
Den Mantel trug man sonst nur im Hause, und es wäre schlechte Lebensart gewesen, in die Stad mit ihnen zu gehen. Dafür Tuniken. (Kormantel). -

 

[Manuskriptseite 132]

[IIa-01-1782-1783-2074]
Eine Königin von England lies 2 Hermelin-Mäntel vor sich her tragen, um anzuzeigen, daß sie Monarchin von 2 Königreichen, Engl. und Frankr. sei. -

 

[IIa-01-1782-1783-2075]
Die Kreuzfarer liessen, vor dem Antreten des Kreuzzuges, ihren Gurt und Beutel in den Kirchen weihen. Wenn man seines Vermögens, wegen Schulden, entsagte, so löste man seinen Gürtel in Gegenwart der Richter p. *...* Die Witwen in Frankreich, die auf die Erbschaft ihrer Männer Verzicht taten, deponirten ihren Gürtel auf seinem Grabe. -

 

[IIa-01-1782-1783-2076]
In den ältern Zeiten schlief man one Hemde. Als Lanzelot vom See, aus Ermangelung eines Bettes, bei einer in ihn verliebten Dame schlafen muste, so tat er's "im Hemde", um die Treue gegen die Dame seines Herzens nicht zu verlezzen. - und dieses Ankleiden war soviel als ein Korb.

 

[IIa-01-1782-1783-2077]
Die Fürsten u. grossen Hern pflegten zu Ostern und sonderlich zu Weinachten, ihre Bediente und ihr Hofgesinde mit Kleidern p. zu beschenken. - Bei einer dieser Lieferungen war's, wo der heil. Ludwig rote Kreuze auf die Geschenke nähen und sie unter seinen Hof bei Nachtzeit austeilen lies. Bei anbrechenden Tag fand sich ieder mit einem Kreuz bezeichnet, und also zum vorgeschlagnen Kreuzzuge verbunden. -

 

[IIa-01-1782-1783-2078]
Die Mönchsklöster erhielten Iagdgerechtigkeiten, um Fleisch zur Speise, Leder zu den Sandalen und zum Büchereinbinden zu bekommen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2079]
Die ersten seidnen Strümpfe wurden in England verfertigt. König Heinrich II. trug die ersten in Frankreich, an der Hochzeit seiner Schwester Margarete.

 

[IIa-01-1782-1783-2080]
Die festliche Kleidung des bemittelsten Bürgers war schwarz und ists an v. O. noch.

 

[IIa-01-1782-1783-2081]
Die Arbeiter, welche das Bleiweis an die Absäzze der Damenschuhe streichen, verkürzen sich dadurch das Leben.

 

[IIa-01-1782-1783-2082]
Hr. Elie de Beaumont zu Paris schikte dem Pfarer seines Kirchspiels 8 Rebhüner, um sie unter 20000 Unglükliche zu verteilen. Der Pf. as sie sebst, u. gab den Armen dafür - 8 Reichstaler.

 

[IIa-01-1782-1783-2083]
Vor 60, 70 Iaren verschrieb man an vielen Orten in Deutschland den Kaffee aus der Apoteke. -

 

[IIa-01-1782-1783-2084]
Der Morlakke zieht bei'm Regen seine neue Müzze ab, um sie nicht zu verderben - oder wenn er auf eine Pfüzze stöst, so zieht er die Schuhe aus, wenn sie noch etwas gut sind. -

 

[IIa-01-1782-1783-2085]
Bei den Morlakken wird das Band der Freundschaft am Fusse der Altäre geknüpft durch den Bischof, die beiden Freunde, oder Freundinnen werden feierlich eingesegnet. - Sitt. der Morlakk. aus dem Ital. Bern1775.

 

[Manuskriptseite 133]

[IIa-01-1782-1783-2086]
Das Gehör ist der lezte von unsern Sinnen, der stirbt. -

 

[IIa-01-1782-1783-2087]
Eine parisische Hezze ist so: Einem alten ausgemergelten Stier stossen die M. Pfeile mit Feuerwerken in den Leib u. umringen ihn mit Petarden u. anderem Kunstfeuer. Hierauf zerreissen ihn ein Duzzend Hunde Stük für Stük. -

 

[IIa-01-1782-1783-2088]
Ein gewisser Düvaudire zu Paris war auf sein rotes Ordensband so stolz, daß er darin gestorben. Er legte es nie von sich; er trugs im Bette, auf der Iagd und im Bade. Er hatte zu dem leztern Gebrauche sich eins auf Blech machen lassen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2089]
Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz hatte Zwistigkeiten mit dem Herzoge von Lotringen; beider Völker rükten aus, und der erstere wurde bei dem Dorfe Genzingen 1668 geschlagen. Die Wirtsfrau zum Bok zu Weinheim sagte, sie wolle der Kur=Pfalz eine Anzal Gäns halten, damit mer mit den Federn als p. Krieg füre. Ihr wurde dan befolen, daß sie die Kur=Pf. Kanzlei iärlich mit Schreibfedern versehen und sie zu Martini einliefern solle. -

 

[IIa-01-1782-1783-2090]
61.

 

[IIa-01-1782-1783-2091]
Troil's Reise durch Island.

 

[IIa-01-1782-1783-2092]
Bei Geyser (in Island) sieht man einen der grösten Springbrunnen, den die Isländer für eine Öfnung der Hölle halten und daher nie, one solchem oder wie sie sagen, dem Teufel ins Maul zu spukken, vorbeigehen.

 

[IIa-01-1782-1783-2093]
In Island ist das meiste Hornvieh one Hörner. -

 

[IIa-01-1782-1783-2094]
Aus den Morästen gräbt man ein Holz, der sogenante Suturbrand , welches, so bald es an die Luft komt, gleich aus einander fält, so lang' es aber im Nassen liegt, sich erhält u. nie verfault. -

 

[IIa-01-1782-1783-2095]
Die Schafe fressen sich oft aus Hunger, oft aus Krankheit, einander d. Wolle ab.

 

[IIa-01-1782-1783-2096]
In England werden die Pferde, die im Wetrennen, und die Häne, die in vielen Hanengefechten gesiegt, in Kupfer gestochen u. in Versen besungen.

 

[IIa-01-1782-1783-2097]
Die Liebe zum Geburtsort wächst mit seiner Schlechtheit. Ein Franzos, ein schonischer Bauer ist gleichgültiger gegen s. Vaterland als der Schweizer und ein Bauer, der in Elfredahl u. Särna geboren.

 

[IIa-01-1782-1783-2098]
Die Weiber, welche die meisten Kinder gehabt haben, werden da am ältesten.

 

[IIa-01-1782-1783-2099]
In Ermanglung des Futters bekomt das Vieh Steinbitr , einen Fisch, der nebst den Köpfen u. Gräten der Dörsche kleingeklopft und mit einem Viertel kleingeschnittenem Heu vermischt wird. -

 

[Manuskriptseite 134]

[IIa-01-1782-1783-2100]
Die Eidervögel legen im Regenwetter die meisten Eier.- Die Dunen von toden Eidervögeln taugen nicht viel. - Zwei Weibgen legen oft in ein Nest, und vertragen sich gut. - Wenn das Weibgen keine Eier Federn (Dunen) mer herzugeben hat, so tut es das Mängen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2101]
In England bestimt die Parlementsakte zur Erhaltung der Landstrassen die Breite der Felgen oder der Räder nach der verschiednen Schwere des Wagens oder der Last.

 

[IIa-01-1782-1783-2102]
Ie fetter, glänzender, schwärzer, weicher oder zerbrechlicher der Schiefer ist, so viel alaunreicher ist er. -

 

[IIa-01-1782-1783-2103]
Der Schwarzspecht, picus major, hakt das Holz mit dem Schnabel, um die darin verborgnen Holzwürmer zu erkennen, und mit der langen wurmförmigen Zunge herauszuziehen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2104]
Wenn man von den Bäumen (wenigstens Fichten u. Tannen) die Rinde abschält, so verdort der Stam.

 

[IIa-01-1782-1783-2105]
In Norwegen haben sie an einigen Orten,insonderheit auf Röraas, sogenante Käsekasten, in welchen der Käse vorzüglich gut wird. Diese erhalten durchs Alter ihren Wert: denn ie älter sie werden, u. ie angefülter mit alten Käsebrokken, da sie nie rein gemacht werden, so viel vorzüglicher sind sie und die darein gesezten Käse. - S. Fabrizius Reise durch Norwegen.

 

[IIa-01-1782-1783-2106]
Die Indianer u. Sineser halten den verfinsterten Mond oder d. v. Sonne von einem Drachen bekämpft, den sie mit dem Lärm von vielerlei Instrumenten vertreiben wollen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2107]
Die arbor sensitiva bringt Früchte, die sich unter der berürenden Hand aufschwellen.

 

[IIa-01-1782-1783-2108]
Die Skyten beteten ein Schwerd an. -

 

[IIa-01-1782-1783-2109]
Das alte Parlement zu Paris verbot unter der Strafe der Galeren, wider den Aristot zu schreiben. -

 

[IIa-01-1782-1783-2110]
Ein französ. Philosoph behauptete, daß wir one Hintern auferstehen würden. Voltaire T. XX. Fragmens sur l'inde. II Partie. IIII Article. P. 487.

 

[IIa-01-1782-1783-2111]
In den einigen alten Tempeln der Brachmanen d bildete man die 4 Eigenschaften Gottes ab durch vier Köpfe unter einer Krone. -

 

[IIa-01-1782-1783-2112]
Die Leda gebar, von einem Schwan geschwängert, zwei Eier. -

 

[Manuskriptseite 135]

[IIa-01-1782-1783-2113]
Bartholini hielt die Kometen für Geschwüre des Himmels und schrieb daher eine Diät vor, wodurch man sich vor ihrem schädlichen Einflusse verwaren. -

 

[IIa-01-1782-1783-2114]
Die Neger opfern bei traurigen Gelegenheiten schwarze, bei freudigen weisse Schafe. -

 

[IIa-01-1782-1783-2115]
Die Neger in Loango finden blattergrübiche Gesichter schön. -

 

[IIa-01-1782-1783-2116]
Bei den Giaghern, einem wilden Volk in Afrika, müssen sich die Weiber, den Männern zu gefallen, 4 Vorderzäne, 2 unten und 2 oben ausbrechen lassen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2117]
Kaligula lies von den Meisterstükken Griechenlands die Köpfe abschlagen, und den seinigen darauf sezzen.

 

[IIa-01-1782-1783-2118]
Ammianus Marzell. sagt, daß zu seiner Zeit ein Aufseher über die Denkmäler der Kunst gesezt p., der centurio nitentium rerum hies.

 

[IIa-01-1782-1783-2119]
In den mittlern Zeiten war's Mode, besondre Türme in den Städen aufzufüren, die zum Teil hängen, wie die zu Pisa und zu Bologna. -

 

[IIa-01-1782-1783-2120]
Die Engländer tragen steife Zöpfe, aus Has gegen die französischen Harbeutel. -

 

[IIa-01-1782-1783-2121]
Man wendete in den alten Zeiten viel auf Vergoldungen, auf schöne Anfangsbuchstaben. Manche liebten die grossen Folianten, wo man 2 bis 3 Stüle zum Aufschlagen nötig hatte. -

 

[IIa-01-1782-1783-2122]
Der Pabst Zacharias verbot durch eine Bulle eine zweite von vernünftigen Geschöpfen bewonte Halbkugel zu glauben; der Pabst Alex. VI. verschenkte sie, durch den Kolumb entdekt, in einer Bulle förmlich an den König von Spanien. -

 

[IIa-01-1782-1783-2123]
Anakreon starb an einem Weinberkern. -

 

[IIa-01-1782-1783-2124]
Eine Art Bokkäfer und eine kleine Biene riechen nach Bisam.

 

[IIa-01-1782-1783-2125]
Die brütenden Vögel sollen die Ausdünstung selbst für die Spürhunde verlieren.

 

[IIa-01-1782-1783-2126]
Die Morgenländer, wenn sie heil. Worte, und die Iuden, wenn sie den Namen Iehova auf ihre Haut geschrieben, krazzen die geschriebnen Buchstaben nicht ab, sondern waschen sie ab. -

 

[IIa-01-1782-1783-2127]
Die Wiener begiessen mit dem Weihwasser die Gräber der Abgestorbnen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2128]
Sie verrichten mit Vergnügen alle Iar eine Walfart nach einem Gnadenbild; einige Frauen lassen die Erlaubnis zu einer Reise nach Mariazelen in ihren Heiratskontrakt sezzen.

 

[IIa-01-1782-1783-2129]
Im Iun. 1781 starb in Wien ein H. v. G. der in seinem Testament seine beträchtliche Samlung von Kupferstichen demienigen vermachte, der für seine Sele die meisten Messen würde lesen lassen. Berl. B. 48 * 1 St. Seit. 275.

 

[Manuskriptseite 136]

[IIa-01-1782-1783-2130]
Die lapländischen Weiber stekken des Wolgeruchs wegen den Kopf bis über die Oren in Urinfässer. -

 

[IIa-01-1782-1783-2131]
Die engländischen Dorfiungen und Mädgen suchen das Almosen durch Burzelbäume zu erhalten. -

 

[IIa-01-1782-1783-2132]
Der Taufname wird von den Italienern ser geliebt; sie benennen ihre Freunde und berümte Leute damit. -

 

[IIa-01-1782-1783-2133]
Zu Venedig spukt man von den Logen auf das Paterre Parterre.

 

[IIa-01-1782-1783-2134]
Der Zizisbeo ist in Italien der Mensch, der viele Privilegien eines Ehemannes und alle Tugenden eines Verschnittenen besizt: Die Dame wält eine Woche nach ihrer Hochzeit. Sie erscheint nie mit ihrem Manne, und one diesen öffentlich. Er bringt die Schokolade vor ihrem Aufstehen - die Pantoffeln - Er ist nicht mit ihr an der Tafel. Bei ihrer Rede mit andern, begiebt er sich mit dem Schoshunde in einen Winkel des Zimmers. Er sucht ihr die Karten aus. Der Man wird nicht eifersüchtig darüber. -

 

[IIa-01-1782-1783-2135]
Zu Buenos ayres, (in Sardinien) einem Kloster am Mere, 1/4 1/4] Bruchformatierung Stunde von Cagliari, wird alle Iar im Frülinge das Fest des h. Antiogo so begangen. Weil er als ein Arzt, der Schuzheilige gegen die Pest ist, so nemen auch die Ochsen an seiner Vererung Anteil. Sie werden von ihren Aufwärtern an Horn, Ioch u. Schwanz mit Blumensträussern, u. Quasten von allerlei seidnen Bändern geziert. Beim Anfange der Prozession gehen sie zuerst mit langsamen Schritten voraus - dan die Klostermönche, dan der marschblassende Spielman, dan der Heilige u. das Volk. Nach geendigtem Zuge lassen die vor der Kirche gerangirten Ochsen den Heiligen neben sich hinein und ein Segen beschliest die Andacht. -

 

[IIa-01-1782-1783-2136]
An Maria Himmelfart wird die Madonna auf einem Sterbebette tod herumgetragen. Sie hat einen Chapeaubas gehenden Zizisbeo zur Seite. Der vordere geht auf Chap: der hintere nicht. -

 

[IIa-01-1782-1783-2137]
Den Samstag vor Ostern machen sich die Statüen des Heilands und die Madonna auf öffentlicher Strasse, zum Ausdruk des Vergnügens ihres nunmerigen Beisammenseins, Reverenzen u. Verbeugungen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2138]
Der Pater Bonfacio Finetti, ein Dominikaner, wolte ein Werk über alle Sprachen, alte u. neue schreiben. -

 

[IIa-01-1782-1783-2139]
Martorelli hat über ein antikes Dintenfas 2 grosse Bände in 4. geschrieben. -

 

[IIa-01-1782-1783-2140]
Kein Pazient in einem Orte in der Provinz bezalt den Arzt, da ihm die Gemeinde iärliches Gehalt giebt. Doch schikken ihm alle Familien an hohen Festen, ein Lam, oder Schinken, Kapaunen, Wein, Getraide p. Der ärmste Bauer ein par Hüner wenigstens. -

 

[Manuskriptseite 137]

[IIa-01-1782-1783-2141]
Die Italiener verachten ihre Sänger. - Kaffarelli ist nebst Farinelli der 2te, der sich durch sein Singen ein Herzogtum erworben. -

 

[IIa-01-1782-1783-2142]
Simeon Stylites wonte viele Iare auf einer Säule. -

 

[IIa-01-1782-1783-2143]
Franziskus von Assisio umarmte seine aus Schnee gebalte Bilder. -

 

[IIa-01-1782-1783-2144]
Roger Bakon sagt in seinem opus maius, daß der Kopf des Menschen abhange vom Einflusse des himlischen Widders; sein Hals, des Stiers; seine Arme, der Zwillinge. -

 

[IIa-01-1782-1783-2145]
Die Nonnen haben auch im Kloster noch Vergnügen an der Eitelkeit des Puzzes, und an der Schönheit. - Sie verlieben sich oft in einander. -

 

[IIa-01-1782-1783-2146]
M. le Camus Eveque de Bellay prechant un jour à Notre Dame dit avant que de commencer son sermon: Messieurs, on recommande à vos charités une jeune Demoiselle, qui n'a pas assés de bien pour faire voeu de Pauvreté. -

 

[IIa-01-1782-1783-2147]
Die Mönche suchen eine grosse Menge Heiligen in ihren Orden zu haben. Die reichen hierin verachten die armen darinnen. Sie bewerkstelligen ienes durch Kanonisazion. -

 

[IIa-01-1782-1783-2148]
Die Franziskaner rüren nie Geld mit der Fingerspizze an; aber sie haben, bei ieder Schenkung, einen Frommen oder eine Fr. bei der Hand, die es aufhebt. -

 

[IIa-01-1782-1783-2149]
Den Venezianischen Edelleuten ist aller Umgang mit fremden Ministern verboten, und auch ihren Bedienten und Zugehörigen. - Ein einen Bal gebender Kaufman scheucht durch eine Person in der Livree eines fremden Minesters, vor der Türe, alle eindringende Edelleute und die Domestiken weg. -

 

[IIa-01-1782-1783-2150]
Die Einwoner von Ferrara, sogar die Schneider u. Schuster dürfen Degen tragen; wogegen sie aber die ganze umliegenden Städe und Provinzen mit geschikten Waffenschmieden versehen müssen.

 

[IIa-01-1782-1783-2151]
Die Laura Bassi wurde Doktor im 18 Iar, und darauf Professor der Naturgeschichte und Matematik; welche sie vor zalreichen Auditoren las, indem sie ihre Unterröke unter den langen Professormantel verstekte. -

 

[IIa-01-1782-1783-2152]
Die Toskaner haben die Gewonheit, zu improvisiren, d. h. zu einem Saiteninstrumente Verse aus dem Stegreife zu singen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2153]
In Italien ist die Erenstelle bei Tisch derienige Plaz, der von der Tür am weitsten entfernt, wodurch das Essen hereingetragen wird. -

 

[IIa-01-1782-1783-2154]
In It. giebt's verschiedne kleine Völkerschaften, die einen grossen Teil des Iars hindurch nur Nüsse essen, von denen sie sogar Brod bakken. -

 

[IIa-01-1782-1783-2155]
Ein Mangel an Eis in irgend einem Ort It. würde eben soviel als eine Hungersnot sein.

 

[IIa-01-1782-1783-2156]
Es giebt Örter in Italien, wo das Frauenzimmer einen schwarzen Rok über die andern Rökke zieht, um den Reichtum und die Schönheit ihrer Kleidung zu verbergen. -

 

[Manuskriptseite 138]

[IIa-01-1782-1783-2157]
In Scandino, im Gebiet des Herzogs von Modena, schält man einen hohen Pappelbaum rein ab, und behaut ihm alle seine Äste, so daß der Stam eben wird. Sein Gipfel reizt durch Eswaren, Schinken p. die Bauernkerle zum Hinaufklettern. Das abwechselnde Herunterfallen ders. ergözt die Zuschauer und das Ersteigen des Gipfels erwirbt ihm den Preis, und die Liebe aller Landnymphen. - Wetru*

 

[IIa-01-1782-1783-2158]
Sie hängen Herze von Silber u. Glieder von Holz an die Altäre der Einwoner des Himmels, die ihnen geholfen zu haben scheinen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2159]
In ganz Italien wird die Leiche unbedekt zum Begräbnisplaz getragen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2160]
Um den Pallast des Doge zu Venedig stehen viele, steinerne Löwenköpfe, deren Rachen sonst die Briefe von Angebern aufnam. -

 

[IIa-01-1782-1783-2161]
Ein Franzos schwor einst, daß er den Engländern gram wäre, parce qu'ils versent du beurre fondu sur leur veau rôti. -

 

[IIa-01-1782-1783-2162]
62.

 

[IIa-01-1782-1783-2163]
E. Pontoppidan's Norwegische Naturgeschichte.

 

[IIa-01-1782-1783-2164]
Die N. Kühe fressen gerne die Beine von ihrem eignen Geschlecht, und nagen, wie Hunde, mit den Zänen daran. Dieses Beinfutter ist für den Beinbruch derselben ein Heilungsmittel. -

 

[IIa-01-1782-1783-2165]
Die Ziegen widersezzen sich den Schlangen; einen Bis von ihnen, der mit ihrer eignen ge gewärmten Milch gewaschen und geheilt wird, rächen sie durch Verschlukkung derselben. -

 

[IIa-01-1782-1783-2166]
Getroknetes Ziegenblut in kochendem Öle aufgelöst, ist den Bauern ein Mittel wider das Lendenweh. -

 

[IIa-01-1782-1783-2167]
Die Hasen verändern ihre graue oder braune Farbe in der Kälte in eine schneweisse.

 

[IIa-01-1782-1783-2168]
Das Elendtier heilt seine fallende Sucht durch das Krazen des Ores mit dem rechten Hinterfus. Daher sollen die Ringe von dies. Huf gegen die Krankheit dienen.

 

[IIa-01-1782-1783-2169]
Die neuen Hörner des Rentiers sind anfangs weich, und werden von dem Iäger roh gegessen.

 

[IIa-01-1782-1783-2170]
Über seinen Augenliedern hat es eine Haut wegen des Schneegestöbers, durch die es sieht. -

 

[IIa-01-1782-1783-2171]
Der Bär liest unter einer Herde Kühe die heraus. welche die Glokke um den Hals hat u. durch ihr Laufen insgemein die Gefar andeutet. Auf diese Glokke ist er ser erbittert, und schlägt sie ganz breit. -

 

[IIa-01-1782-1783-2172]
Im Frülinge kan der Bär mit seinen wunden Pfoten nicht gut auftreten, weil er daran gesaugt hat. - Seinen kranken Magen schnurt er dan durch einen ganzen Ameisenhaufen aus, . Der Überwinder desselben stekt seinen Kopf, als ein Siegszeichen auf sein Haus. -

 

[Manuskriptseite 139]

[IIa-01-1782-1783-2173]
Das Tier Goupe oder Lossen frist von einem Schafe oder einer Ziege nur den Kopf oder das Eiter. Er frist bei zunemendem Monde wenig, bei abnemendem viel. -

 

[IIa-01-1782-1783-2174]
Der Ermin, in Norw. die Roesekazze genent, tödet einen Bären, indem er ihm beim Schlaf in die Oren kriecht, und mit seinen scharfen Zänen so einbeist, daß er nicht abfallen kan. Der Bär lauft, und brült sich müde und tod. - Er sol lieber durchs Feuer als durch den Kot gehen und seine weissen Hare beschmuzen. Er stinkt häslich.

 

[IIa-01-1782-1783-2175]
Der Immeren oder der grosse nordische Taucher hat unter seinen Flügeln im Leibe 2 Löcher, fausttief, in deres iedes er ein Ei verbirgt und ausbrütet.

 

[IIa-01-1782-1783-2176]
Wenn die Kazen die Bäume krazen, so bedeutet es einen Sturm. -

 

[IIa-01-1782-1783-2177]
Die Zunge und der Schwanz des Walfisches sind wolschmekkend.

 

[IIa-01-1782-1783-2178]
Der Fuchs, der seine Zunge od. Pfote in die geöfnete Schale der Auster stekt, wird von derselben so fest gehalten, daß er von der kommenden Flut ersäuft wird. -

 

[IIa-01-1782-1783-2179]
Plinius sagt, daß die Krebse, wie Widder, mit einander fechten u. mit kleinen spizigen Hörnern, die sie an den Köpfen haben, aufeinander losstossen.

 

[IIa-01-1782-1783-2180]
Die Schalen, worinnen man Perlen findet, haben an ihrer Gestalt einige Flekken. Ie grösser die Perle, desto sichtbarer der Flekken. -

 

[IIa-01-1782-1783-2181]
Der Bibergeil sol im Wasser einen schwer und sinkend machen.

 

[IIa-01-1782-1783-2182]
Der Kraken, (Krabben, Sekrebs) sol einige Monate beständig fressen, und einige blos sich seines Unrats entledigen. Dieser Unrat reizt den Geschmak und Geruch der Fische, die sich versamlen um ihn, bis er, aufsteigend, mit seinen Hörnern sie ergreift und verschlingt und sie in eine Lokspeise künftiger Fische verwandelt. -

 

[IIa-01-1782-1783-2183]
An manchen Orten in Lardal in dem Kirchenbezirk von Bergen fält ieder, der ins Zimmer komt, wo die Leiche ist, bei dem Sarge auf die Knie und bittet den Verstorbnen um Vergebung etwanniger Feler. -

 

[IIa-01-1782-1783-2184]
Der norw. Bauer stekt am Christabend, am Scheuntore eine ungedroschne Garbe auf eine Stange für das Vergnügen der Vögel.

 

[IIa-01-1782-1783-2185]
Die Luft stöst hohfallenden Menschen mit solcher Gewalt entgegen, daß sie davon erstikken und eher sterben als sie zerschmettert werden. Der Leib berstet und die Eingeweide fallen one Verzug heraus. -

 

[IIa-01-1782-1783-2186]
63.

 

[IIa-01-1782-1783-2187]
Hanway's Reisen durch Rusland, Persien pp.

 

[IIa-01-1782-1783-2188]
Die Perser verabscheuen schon zugerichtes Brod oder Fleisch zu zerschneiden. Ienes ist schon dün zum Zerbrechen gebakken und dieses so eingerihlt, daß man es mit den Fingern kleinen kan.

 

[Manuskriptseite 140]

[IIa-01-1782-1783-2189]
In der Ebne von Kasbin (in Pers.) bestimt die Menge des fallenden Schnees die Güte der Erndte. -

 

[IIa-01-1782-1783-2190]
Bei minder gefärlichen Unternemungen sind in den persianischen Lägern gemeiniglich noch einmal soviel Weibs= als Manspersonen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2191]
Manche P. lassen an den Ästen der Bäume in einer wegen Krankheit bekanten Landschaft, ihre Kleider. Mit denselben glauben sie die Krankheit zu lassen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2192]
In P. glaubt man, daß ieder über eine Brükke reitende Stadhalter oder Befelshaber, in kurzen um sein Amt, oder Leben komt.

 

[IIa-01-1782-1783-2193]
Pyramiden mit Vertiefungen, welche mit Menschenköpfen besezt sind. Auf der Spize ein einzelner Kopf.

 

[IIa-01-1782-1783-2194]
Wenn der Mullah zum Gebet geht, so steigt er auf einen hiezu errichteten Turm, der über die Häuser hinausragt.

 

[IIa-01-1782-1783-2195]
In Bremen läst man den Dom nie reinigen, aus Furcht, er möchte dadurch seine Kraft verlieren. Samlung. T. 2. S. 92.

 

[IIa-01-1782-1783-2196]
In Amsterdam dürfen nur die Reformirten Glokken haben.

 

[IIa-01-1782-1783-2197]
Bei Leyden bedekt man den Leib der Kühe mit Tüchern, weil durch diese, der natürlichen zugesezte Wärme die Menge und Beschaffenheit der Milch besser werde; * sogar im Sommer werden sie in Holland bekleidet. Marschall.

 

[IIa-01-1782-1783-2198]
Die Tahitier stekken eine wolriechende Blume in's Or. - Sie töden iedes schwächliche Kind. Sie lassen den Leichnam an freier Luft verwesen, eh' er beerdigt wird.

 

[IIa-01-1782-1783-2199]
K. v. Uffenbach's Reisen durch Niedersachsen, Holland u. England.

 

[IIa-01-1782-1783-2200]
In Braunschweig zeigt man ein rostiges Richtschwerd, welches alle Freitage sich sol bewegt u. Bluttropfen haben fallen lassen - (in der Ägidienkirche.)

 

[IIa-01-1782-1783-2201]
In Lüneburg im alten Rathaus im sogenanten grünen Zimmer hängt oben an der Dekke eine grosse runde Leuchte mit krystalnen Gläsern, in welche ein Fus oder Schinken von der schwarzen Sau hängt, welche die hiesigen Salzquelle entdekt. Die übrigen 3 4tel sind in die andern Teile der Stad verteilt. -

 

[IIa-01-1782-1783-2202]
In Hamburg sind alle Buchläden in den Kirchen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2203]
Die morischen Weiber in London tragen sich europäisch, und haben weisse tuchne Hauben auf dem Kopf, und ihre schwarzen Brüste blos. -

 

[IIa-01-1782-1783-2204]
Das irländische Eichenholz sol keinen Wurm u. keine Spinne leiden. -

 

[Manuskriptseite 141]

[IIa-01-1782-1783-2205]
Reisen des Marko Polo

 

[IIa-01-1782-1783-2206]
Im Königreiche Tangut, Stad Sachion werden auf der Grabstätte des Verstorbnen allerlei auf Papier gemalte Vorstellungen von Kamelen, Häusern, Bäumen, Geld und Aufwartung verbrent, weil man dadurch diesen Dingen Wirklichkeit für ihn giebt. -

 

[IIa-01-1782-1783-2207]
—] langer Gedankenstrich - MIWI in der Provinz Succir sol an den Bergen ein Kraut wachsen, welchen den es essenden Tieren den Huf abfallen macht. -

 

[IIa-01-1782-1783-2208]
Wenn der grosse Chan stirbt, wird sein Leichnam zu nach den atlaischen Bergen zur Beerdigung abgefürt, und seine Begleiter töden alle ihnen begegnende Leute, damit die Sele ihres Hern im and. Leben Aufwärter habe.

 

[IIa-01-1782-1783-2209]
In Shantu Shantu in der Provinz Kerchen, essen die Priester das Fleisch der Missetäter; aber nicht die Körper der natürlich verstorbnen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2210]
Die Tartarn nehen Missetäter in den warmen Leib eines Büffels ein. Die Haut schrumpft ein, ie mer sie trokken wird und sie sterben eines elenden Todes. -

 

[IIa-01-1782-1783-2211]
Die Malabaren halten ihr Trinkgeschir von den Lippen entfernt, damit es sie nicht berüre und giessen den Trank in den Mund. - Ihre Weintrinker können keine Zeugen sein.

 

[IIa-01-1782-1783-2212]
Im Königreiche Monsul oder Murfili findet man so Diamanten. Sie liegen mit grobem Sand vermischt in tiefen Tälern und Klüften ser hoher Berge, wo sich zugleich viele giftige Schlangen aufhalten. Die Diamantensucher werfen grosse Stükke von rohen Speisen in dies. Abgründe, welche mit samt den Steinen, Sand u. Kot von weissen, den Schlangen hier nachstellenden, Adlern verschlungen werden. Wenn die Adler ihre Nester verlassen, so nimt man daraus den Mist und die sich darin befindlichen Steine. - III. Band. Seit. 255-256.

 

[IIa-01-1782-1783-2213]
—] langer Gedankenstrich - MIWI Sie legen ihre Speisen auf die Blätter des Paradiesapfels; denn sie bedienen sich keiner Näpfe. Sie verrichten ihre Notdurft im Sande, und zerstreuen ihre Exkremente, damit sich nicht Würmer darin erzeugen, die nachher sterben (die Braminen).

 

[IIa-01-1782-1783-2214]
Kommentator.

 

[IIa-01-1782-1783-2215]
Eine andre Sekte, Tangui, trägt vorn an der Stirn das Bild einer Kuh in Erz, besalbt sich mit der aus den Knochen eines Ochsen gebranten Asche, und betet dies. an. -

 

[IIa-01-1782-1783-2216]
Thebe Thevenot's Reisen in Europa, Asien p.

 

[IIa-01-1782-1783-2217]
Die Türken scheren ihren Kopf, weil sie glauben, daß sich der Teufel ins Haupthar einniste. - Die linke Seite ist die Erenseite. - Sie lassen sich im Bade die Glieder ausdenen. - Die Verdamten trinken in der Hölle siedendes Wasser, und essen von der Frucht eines das wachsenden Baums, dessen Äste wie Teufelsköpfe aussehen. - Sie heben iedes zerrissene, auf der Erde liegende Papier sorgfältig auf und stekken es in die Löcher der Mauern. - Sie verabscheuen Figuren, glaubend, Got blos, der Allem Lebendigen eine Sele giebt, könne solche machen, und der Mensch dürfe ihn nicht nachamen. Sie schneiden daher allen gefundnen Figuren die Nasen ab.

 

[Manuskriptseite 142]

[IIa-01-1782-1783-2218]
Sie erzälen, Muhammend hätte, da er einmal zum Gebet hätte gehen wollen und eine Kazze auf dem Ermel seines Roks schlafend gefunden, lieber den Ermel abgeschnitten als die Kaze aus dem Schlafe zu wekken. -

 

[IIa-01-1782-1783-2219]
Es giebt unter ihnen eigne Weiber, welche den Toden, an die Stelle dere, die nicht weinen können, und es nicht brauchen, vor Geld beweinen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2220]
Durch einen Abfal kan da ein Christ der Strafe iedes Verbrechens entgehen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2221]
Auf der Insel Chio haben die Frauenzimmer das reizendste und weisseste Gesicht; aber ihr Busen ist schwarz u. von der Sonne verbrant. -

 

[IIa-01-1782-1783-2222]
In Persien schwellen alle Körper der Menschen und Tiere eine Stunde nach ihrem Tode auf. -

 

[IIa-01-1782-1783-2223]
Die Persier löschen das Feuer eines angebranten Hauses nicht, sondern lassen's ausbrennen, und suchen nur das möglichste zu retten, bis andre Leute, nicht von ihrer Religion, es auslöschen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2224]
Die Guebers in Pers. unterstüzen einem an einen mit einer Mauer vermachten Ort gestelten Toden, das Kin mit einer Stange, so lange, bis ihm die Krähen die Augen aushakken; iener Anfang beim rechten Auge glükliches Zeichen, und sie legen den Tod. in eine weisse Grube; beim linken, böses, in eine schwarze. -

 

[IIa-01-1782-1783-2225]
Der Tary ist in ganz Indien der gewönlichste Trank; der frische Saft aus aufgerizten Kokosbäumen gesamlet, bei der Nacht, so schmekt er süslich und angenem herbe; beim Tage, säuerlich, scharf und verdirbt leicht. -

 

[IIa-01-1782-1783-2226]
Wenn die Elephanten trupweise gehen, schaden sie niemandem; aber einzeln, fallen sie Menschen an.

 

[IIa-01-1782-1783-2227]
Die Indianer bedienen sich des Feuers wider den Bis der Skorpionen. Sie halten eine glühende Kole an die Wunde, die den Gift herauszieht. -

 

[IIa-01-1782-1783-2228]
In der Stad Multan haben die Iud. einen Gözen, der ein schwarzes Gesicht, einen Überzug von rotem Leder, und in beiden Augenhölen 2 Perlen hat. -

 

[IIa-01-1782-1783-2229]
Die Braminen brennen kein Feuer oder Licht, weil sie besorgen, daß eine Mükke od. andres Insekt, dessen Sele vordem in einem Menschenkörper gewesen, sich verlezen könne. -

 

[IIa-01-1782-1783-2230]
Am Ufer des Flusses Rio Largo, steht eine Pagode, die die Pagode des Eides heist. In Bei dem nahen Wasserbehältnisse daselbst musten die Heiden ehdem die gerichtlichen Eide auf dem Rükken eines Krokodils ablegen, welche den rechtmässig Schwörenden von einem Ende des Behält. zum anderen fürte, den falschen aber in's Wasser warf. -

 

[IIa-01-1782-1783-2231]
In Goa machen sich die Hausväter das Essen allein, welches in 3 Teile geteilt wird, wovon den einen Teil die Armen, den andern die Kuh des Hauses, und den dritten die Hausfamilie bekömt. -

 

[Manuskriptseite 143]

[IIa-01-1782-1783-2232]
Des Hern von Arvieux merkwürdige Nachrichten von seiner Reise nach Konstantinopel, Asien, Syrien.

 

[IIa-01-1782-1783-2233]
Die Türken verstümmeln deswegen alle Bildsäulen, weil die Teufel in diese Körper ziehen u. sich ders. zur Beunruhigung der Menschen bedienen, iezt aber solche wegen ihres häslichen Ansehens nicht wälten. - Binde An 73/17

 

[IIa-01-1782-1783-2234]
In der Nachbarschaft von Smyrna ist eine gewisse Gegend, Kourdillat, wo man eine Art Hunde, die eine glatte Haut one Hare haben, aufs wärmste ankleidet. -

 

[IIa-01-1782-1783-2235]
Bei einer Mondfinsternis machen die Türken ein grosses Geräusche. Sie glauben Sonne * und Mond, Man u. Frau, zürnten und schlügen sich herum. -

 

[IIa-01-1782-1783-2236]
Die Türken halten alle Unsinnige und die fallende Sucht habende für Heilige. -

 

[IIa-01-1782-1783-2237]
Sie müssen alle in der Nacht vom Donnerstag auf den Freitag bei ihren Weibern schlafen. Für die Verabsäumung dieses müssen sie in iener Welt ein Kamel bezalen.

 

[IIa-01-1782-1783-2238]
Ein Türk, der sich von seiner Frau hat scheiden lassen, kan sie nur wiederbekommen, wenn sie vorher von einem anderen ist beschlafen worden. -

 

[IIa-01-1782-1783-2239]
Moliere starb an seinem eingebildeten Kranken (le malade imaginaire) da er ihn unerachtet seines vorgängigen Übelseins, doch spielte. -

 

[IIa-01-1782-1783-2240]
Die Legende erzält, daß ein Esel die Teufel von Senlis iagte, indem er mit seinem Huf (sabot) über den Sand ein Kreuz machte auf Befel des St. Rieule.

 

[IIa-01-1782-1783-2241]
Egede's Beschreibung von Grönland.

 

[IIa-01-1782-1783-2242]
Die Springbrunnen richten sich richten sich nach der Ebbe u. Flut des Mers. -

 

[IIa-01-1782-1783-2243]
Die Frauenspersonen waschen sich mit ihrem Urin, um ihre Hare wachsen zu machen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2244]
Wenn's Kind ein Iar alt ist, lekt es die Mutter vom Kopf bis zu den Füssen, damit es stark u. gesund werde.

 

[IIa-01-1782-1783-2245]
Einen Toden, den man zu ser beweinet, friert. -

 

[IIa-01-1782-1783-2246]
Sie legen neben das Grab eines Kindes einen Hundskopf, der diesem verstandlosen Kinde mit seiner Klugheit den Weg zum Land der abgeschiednen Selen suche und zeige. -

 

[IIa-01-1782-1783-2247]
Eine unfruchtbare Frau nimt an sich Stükke Solen von alten europäisch. Schuhen als Mittel gegen ihre Unfruchtbarkeit. -

 

[IIa-01-1782-1783-2248]
Die Mädgen, die den Mond lang ansehen, werden von ihm schwanger.

 

[IIa-01-1782-1783-2249]
Bei einer Sonnenfinsternis bleiben aus Furcht die Männer, bei einer Mondsfinsternis die Weiber zu Hausse.

 

[IIa-01-1782-1783-2250]
Die Ostindier glauben, daß ein Zauberer die Sonne zu einer gewissen Zeit hinunterschlukke und hernach wieder ausspeie, bei Sonnenfinsternis nämlich -

 

[IIa-01-1782-1783-2251]
Ptolomäus glaubte seinen Astronomen die vorgegebne Verwandlung des Hars seiner Berenize in einem Sternbild. -

 

[Manuskriptseite 144]

[IIa-01-1782-1783-2252]
Die Moren auf der Küste von Senegal geniessen nichts von einem Fische, als bis er in die Fäulnis gegangen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2253]
In einer Stad Deutschlands nent man die Senatoren Ew. Herlichkeit. Ein Fremder wolte sich an dies. Titel durchs Vater Unser erinnern, und nante seinen Gönner Ew. Ewigkeit. -

 

[IIa-01-1782-1783-2254]
Ein starker Man wurde in Spanien öffentlich verbrant, weil er nur 6 Pf. wog; man bediente sich aber hiezu einer Schnelwage.

 

[IIa-01-1782-1783-2255]
Ein Lappen vom Kleide des Verurteilten in Bier gehangen, verschaft einem Wirt mer Narung, als das beste Bier. - Ein Man, dem die Nase am Tage seines Abendmalempfanges blutet, glaubt, Christi Blut gehe von ihm. Eine geerbte Flachshechel unters Bet gelegt, hebt einen Krampf im Fusse. -

 

[IIa-01-1782-1783-2256]
Ein neubekerter polnischer König lies dem Teufel ein Licht mer anstekken, als den Heiligen Gottes, weil ihm iener schaden könte, diese es nicht wollen di.

 

[IIa-01-1782-1783-2257]
Die Götter Griechenlands bekamen ihre Opfer mit verguldeten Hörnern. -

 

[IIa-01-1782-1783-2258]
In Rom ist eine Fontaine, wo drei Bienen Wasser auswerfen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2259]
Die Abbildung des Saturns ist ein Greis, der sich auf den Sturz eines Baums lent, den eine Schlange umwindet. - Seine Bildsäule trägt Ketten. - Man opferte ihm in ältern Zeiten Menschen, aber nachher nur Kindergestalten aus gebaknem Teige geformt. -

 

[IIa-01-1782-1783-2260]
Die Giganten haben 100 Hände und 50 Köpfe. -

 

[IIa-01-1782-1783-2261]
Iupiters Bildsäule von Phidias hatte einen Szepter, dessen Spize einen Adler trug. -

 

[IIa-01-1782-1783-2262]
Man opferte der Iuno (Hera) eine Hekatombe von weissen Rindern. Als einmal die weissen, die Priesterin nach dem Tempel farenden Rinder nicht da waren, so zogen sie ihre Söne Kleophis und Bitias selbst. -

 

[IIa-01-1782-1783-2263]
Die Pytia kaute vor dem Orakelgeben Lorberblätter. -

 

[IIa-01-1782-1783-2264]
Ein Tropfen Panazee vom Har des Apols geflossen heilt den Kranken. -

 

[IIa-01-1782-1783-2265]
Er verwandelte den weissen, ihm die Untreue seiner Koronis entdekkenden, Raben in einen schwarzen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2266]
Der Tempel zu Ephesus stand auf zerstosnen Kolen, die mit Schafsfelle vol Wolle, überdekt waren. Die Szyten brachten der Diane zum Opfer die Fremden dar, die das Unglük an ihre Küsten verschlug.

 

[IIa-01-1782-1783-2267]
Beim Opfer des Neptuns wurden die Eingeweide der Opfertiere ins Wasser geworfen, und Wein in die Wellen gegossen.

 

[IIa-01-1782-1783-2268]
Er schlug mit seinem Dreizak das erste Pferd aus einem Felsen heraus. -

 

[IIa-01-1782-1783-2269]
Die Minerva erfand die Flöte und blies sie nicht, weil das Aussblasen des Mundes einem Frauenz. nicht anstünde. - Das klägliche Zischen der Schlangen an den Häuptern der Gorgonen beim Tode ihrer Schwester, der Meduse, sol die Minerva auf die Erfindung der Flöte gebracht haben. -

 

[Manuskriptseite 145]

[IIa-01-1782-1783-2270]
Da Tiresias die Minerva blen nakt sahe, machte sie ihn blind. -

 

[IIa-01-1782-1783-2271]
Alle Iar wurde ihr Bild zu Argos, im Flus Inachus abgewaschen. Dieses geschah im fliessenden Wasser, und von keuschen Iungfrauen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2272]
Wenn ein Mörder die Statüe eines Gottes mit der rechten Hand berürte, so war er beschüzt.

 

[IIa-01-1782-1783-2273]
Der grossen Schlange, die das Bild der P. pp., opferte man Kuchen mit Honig -

 

[IIa-01-1782-1783-2274]
Die Aloiden, Otus und Ephialtes, namen den Mars gefangen, und warfen ihn in einen ehernen Tiegel. Er wurde zuerst vor das Areopag zu Aten, gefordert. -

 

[IIa-01-1782-1783-2275]
Die Venus bestrafte den Mörder ihres Adonis, das wilde Schwein, mit dem Verlust der Zäne. -

 

[IIa-01-1782-1783-2276]
Das Bild der Aphrodite Pandemos in Erz gegossen, reitend auf einem Bokke, von Skopas. -

 

[IIa-01-1782-1783-2277]
Vulkan wuste aus der Zusammenschmelzung von Gold, Silber, Kupfer, Zin die Farbe iedes abzubildende Obiekt vorzustellen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2278]
Beim Fest der Zeres suchte man sich durch grössere Fakkeln auszuzeichnen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2279]
Der Erysichthon haute ungeachtet aller Vorstellungen der Zeres, in ihrem Haine einen schwarzen Pappelbaum um, weil er Holz zum Speisesal brauchte. Die Göttin erwekte ihm einen solchen Hunger, daß er alles und zulezt sich selbst aufzerte. -

 

[IIa-01-1782-1783-2280]
Die Bildsäulen der Götter waren oft mit roter Farbe angestrichen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2281]
Als die Einwoner zu Zyzikus der Proserpine in Ermangelung eines schwarzen Stiers einen gebaknen opfern wolten, so kam gerade zu Opferzeit einer übers Mer ans Land geschwommen u. stelte sich an den Altar. -

 

[IIa-01-1782-1783-2282]
Den Opfertieren schnit man die Hare an der ab an der Stirne ab und warf sie ins Feuer. -

 

[IIa-01-1782-1783-2283]
Weil die Sterbenden als ein Opfer des Orkus angesehen wurden, so waren die Hare derselben den Göttern der Unterwelt geweiht. -

 

[IIa-01-1782-1783-2284]
Dem Pluton opferte man Schafe von schwarzer Farbe, deren Blut in eine Grube gelassen wurde. -

 

[IIa-01-1782-1783-2285]
Der Bacchus wurde bald wie ein Iüngling, bald wie ein Stier mit Hörnern vorgestelt.

 

[IIa-01-1782-1783-2286]
Zur Pestzeit gos man Wein auf die Gasse. -

 

[IIa-01-1782-1783-2287]
Latona irte weit und breit herum, um ihre Kinder zu gebären. -

 

[IIa-01-1782-1783-2288]
Merkur vertrieb die Pest von den Einwonern zu Tanagra in Böozien, daß der einen Widder um ihre Mauern trug. -

 

[IIa-01-1782-1783-2289]
Die Bildsäulen, die den Merkur vorstellen solten, waren nichts als vierekigte Steine, auf die Köpfe gesezt wurden. -

 

[IIa-01-1782-1783-2290]
14 Tage lang gab die Einfürung eines Ballets von Noverre, in London Anlas zum Blutvergiessen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2291]
Im Herbst sollen sich die meisten Menschen ums Leben bringen in England.

 

[IIa-01-1782-1783-2292]
Ein Man hatte ein Bein gebrochen; aus Liebe zur Gleichförmigkeit zerschlug er das andre auch. - Er wurde gelobt. -

 

[Manuskriptseite 146]

[IIa-01-1782-1783-2293]
Der Erbher auf Bardolt darf für des eben gekrönten Königs Mund eine Schüssel vol Grüze zurichten lassen, die er persönlich auf die Tafel Sr. Majest. sezt. -

 

[IIa-01-1782-1783-2294]
Der Erbher auf Scoullon (sonst Bourdelies) ist selbigen Tag Küchenmeister; und aller nach der Malzeit übriger Spek gehört ihm. - ist Oberspekverwahrer. Das Übrig. Sieh. S. 137. B. X.

 

[IIa-01-1782-1783-2295]
Unter Wilhelm II. wurde eingefürt, daß ieder Dieb, Mörder one Vorsaz p., sein Leben erretten könte, wenn er eine Seite der Bibel lesen könte. Und iezt noch.

 

[IIa-01-1782-1783-2296]
Man foltert einen Verbrecher, indem man ihm auf den Leib eine eiserne Platte legt, und sie so lang mit Gewichten beschwert, bis er redet oder stirbt. -

 

[IIa-01-1782-1783-2297]
Der Körper der Mörder, die weit von London sterben, werden gerade an dem Wege, wo das Verbrechen begangen wurde, mit eisernen Ketten an den Galgen aufgehängt.

 

[IIa-01-1782-1783-2298]
Vor einem zum ersten mal aufzufürenden Lustspiele, spielt das Orchester die eben gewönlichen Gassenlieder. Da's Parterre zur Rechten ein andres, und das zur Linken ein andres verlangt, so werden beide zu gleicher Zeit gespielt. -

 

[IIa-01-1782-1783-2299]
Domizian lies Weiber in der Nacht kämpfen.

 

[IIa-01-1782-1783-2300]
In London war einmal eine Zeche, die aus Lamen Mitgliedern bestand, und die vornemsten hinkten am meisten. -

 

[IIa-01-1782-1783-2301]
Das in den Steinkolenbergwerken entstehende Meteorenfeuer verbrent nur das was aus dem Tierreiche komt. -

 

[IIa-01-1782-1783-2302]
Kamoens, Verf. der Lusiade, lit Schifbruch an den sinesischen Küsten, schwam mit der Rechten und hielt mit der linken die Epopee.

 

[IIa-01-1782-1783-2303]
Die Indianerinnen haben Ringe an den Fingern und Fuszehen.

 

[IIa-01-1782-1783-2304]
Der schnelle Flug der Kolibri verhindert ihre Austilgung.

 

[IIa-01-1782-1783-2305]
Die Merschwalbe sieht wegen der Länge der Flügel und des Schwanzes im Fluge grösser als im Ruhen.

 

[IIa-01-1782-1783-2306]
Die Lappen kaufen sich ihre Weiber um 5 bis 9 Reichstaler; doch zalt er nicht mer, als ihm ihr Heiratsgut einbringt.

 

[IIa-01-1782-1783-2307]
Sie glauben, wenn 2 lebende Wesen in einer Familie einerlei Namen füren, so müsse eins dav. sterben.

 

[IIa-01-1782-1783-2308]
Sie taufen ihre Hunde, wie ihre Kinder, beim Namengeben.

 

[IIa-01-1782-1783-2309]
Antäos, der Riese bekam grössere Kräfte, wenn er die Erde berürte. Daher erdrükte ihn Herkules in der Luft. -

 

[IIa-01-1782-1783-2310]
Die Medea veriüngte den Vater des Iasons, den Aeson, indem sie sein altes Blut abzapfte, und neues eingos. -

 

[IIa-01-1782-1783-2311]
Der am Hofe des Königs Lykomendas in weibliche Kleider verhülte Achil verriet sich, da in sein Zimmer der Ulys ausser den Galanteriewaren auch eine Waffenrüstung bracht, welche ienen sogleich erfreute, indes die anderen Frauen mit einer Kleinigkeit spielten.

 

[Manuskriptseite 147]

[IIa-01-1782-1783-2312]
Die Gefärten des Ulys lösten den vom Äol mit Winden angefülten Schlauch, in der Meinung, er wär mit Gold gefült; nun brausten alle Winde heraus und erregten schrekliche Stürme. -

 

[IIa-01-1782-1783-2313]
Der Leichnam der Sphinx wurde auf einem Esel gelegt.

 

[IIa-01-1782-1783-2314]
Die Iuno gab** versezte die 100 Augen ihre des von Merkur getödeten Argus, in den Schweif des Pfauen. - Die Krähe war vor ihrer Schwazhaftigkeit der Lieblingsvogel der Minerva.

 

[IIa-01-1782-1783-2315]
Der Pegasus schlug auf dem Parnas mit seinem Hufe eine neue Quelle. -

 

[IIa-01-1782-1783-2316]
Der Flus Paktolus ist goldreich, weil Midas durch ein Bad darin ihm all sein Gold gegeben.

 

[IIa-01-1782-1783-2317]
Die Asche des Memnons Holzstosses, worauf der Aurora Son Memnon verbrant wurde, verwandelte sich in Vögel, die alle Iare sein Leichenbegängnis durch Abteilung in 2 Parteien und Treffenlieferung an seinem Grab, feiern. -

 

[IIa-01-1782-1783-2318]
Die Sabiner hatten grossen Ochsen. Die Priester prophezeiten, daß das ihm opfernde Volk die Oberherschaft erhalten würde. Ein Römer erlistete und opferte ihn.

 

[IIa-01-1782-1783-2319]
Aus dem Fressen der Hüner wurde geweissagt (derer auf dem Kapitol.)

 

[IIa-01-1782-1783-2320]
Die Römer wiederholten ihre Opfer oft 30mal aus Furcht vor einem Versehen.

 

[IIa-01-1782-1783-2321]
Sie sezten den Diktator Minuzius nebst dem K. Flaminius, den iener zu seinem General über die Reuterei erwält hatte, ab, weil eben wärend. Erwälung eine Spizmaus geschrieen hatte. -

 

[IIa-01-1782-1783-2322]
Die Römer gaben der Venus die Aufsicht über die Leichen, und hatten bei ihrem Tempel alle leichenerforderlichen Dinge feil. -

 

[IIa-01-1782-1783-2323]
Gallien sagt, daß Zoil die Statuen des Homers mit Ruten gepeischt haben sol.

 

[IIa-01-1782-1783-2324]
Der griechische Kaiser Basilius lies den hinrichten, der ihm auf der Iagd das Leben gerettet hatte, weil er dabei in seiner Gegenwart das Schwerd entblöst habe. -

 

[IIa-01-1782-1783-2325]
Ein König von Mandoa lies dem Sklaven die Hände abhauen, der ihn, da er eben ertrinken wolte, bei den Haren aus dem Wasser zog; weil er die Hand an das Haupt seines Hern legte.

 

[IIa-01-1782-1783-2326]
Wenn ein Mönch in ienen finstern Zeiten einen heidnischen Schriftsteller verlangte aus seinem Kloster, sad so krazte er, nach dem gegebnen Zeichen des Verlangens eines Buchs, sich die Oren mit den Fingern, wie ein Hund sich zu krazen pflegt, wenn es ihm iukt, "weil (sagt die Vorschrift) ein Ungläubiger nicht one Grund mit dies. Tier verglichen wird."

 

[IIa-01-1782-1783-2327]
Da Ludwig der XII und XIIII ihren Tron in einem unbärtigen Alter bestiegen, so liessen sich gleich alle Hofleute rasiren.

 

[IIa-01-1782-1783-2328]
Die Schuhe waren ser spizig und aufwärts gebogen. Die Grösse des Schnabels wurde Zeichen des Standsunterschieds. Bei gemeinen Leuten lang 1/2 Fus; bei reichen Bürgern 1 Fus; bei Vornemen 2 Fus. Dieser Schnabel wurde überdies mit einem Par langen Hörnern, ungeheueren Krallen, Nägeln, od. anderen seltsamen Figuren aufgepuzt. - Dies. Art Schuhe nante man à la Poulaine.

 

[Manuskriptseite 148]

[IIa-01-1782-1783-2329]
H. Home's Geschichte des Menschen. I. T.

 

[IIa-01-1782-1783-2330]
Das gemeine Volk um Smyrna legt die Eier einer Henne in ein Storchsnest. Sobald der Storch die iungen Hüner sieht, so ruft er alle nahe Störche zusammen, die die Sie des Storchs umbringen, da er kläglich indess. schreit. -

 

[IIa-01-1782-1783-2331]
Die Giagas begraben ihre neugebornen Kinder, und erziehen nur die im Kriege genommenen.

 

[IIa-01-1782-1783-2332]
Der Iapaneser rächt sich am andern, indem er seinen eigenen Bauch aufreist. -

 

[IIa-01-1782-1783-2333]
Howel Dha, der Prinz von Wallis, bestraft mit 12 Kühen einen Mädgenraub, und 18 K. einen Matronenraub. Für die Verhelung des bewiesnen Verbrechens zalt der Schuldige so viele Schillinge als zur Belegung des Hintern von der Frauenspers. erfordert werden. -

 

[IIa-01-1782-1783-2334]
Einige Iroquoisen bewunderten unter allen Schönheiten von Paris am meisten die Strasse de la Houchette, wo man einen beständigen Vorrat von Eswaren fand. -

 

[IIa-01-1782-1783-2335]
Der Kardinal Kolonna brachte eine schöne Büste vom Kaiser Kaligula nach Spanien. Allein im spanischen Sukzessionskriege nach dem Tode Königs Karls II fand Lord Gallway nach einer mühsamen Nachfrage, daß man diese Büste als ein Gewicht an einer Kirchur brauchte. -

 

[IIa-01-1782-1783-2336]
Im 16. Iarhundert hatte man einen algemeinen Wolgefallen an Zwergen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2337]
Die unterdrükten und verfalenen Griechen machten Verse in Gestalt einer Achse, eines Eies, der Flügel p. -

 

[IIa-01-1782-1783-2338]
In Timor, einer ostindischen Insel, verkaufen die Männer ihre Weib Kinder, um mer Weiber zu kaufen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2339]
Eine Amerikanerin trägt zum Puze, der Hize ungeachtet, 20 oder 30 Pf. von Schalen; und der Man doppelt.

 

[IIa-01-1782-1783-2340]
Die hottentotischen Weiber tun sich durch den Anpuz des Beutels, worin ihre Pfeife und Tabak ist, hervor. -

 

[IIa-01-1782-1783-2341]
Die Einwoner von Sierra Leona, einem Negerlande, haben in allen Städten gemeinschaftliche Schulen, wo die iungen Frauenzimmer ein Iar lang unter der Aufsicht eines alten Mannes erzogen werden. Sie werden in eine öffentliche Versamlung gefürt, die man einen Heiratsjarmarkt nennen kan, weil die versamleten Männer sich ihre Weiber da kaufen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2342]
Die Ägypter schnitten dem Ehebrecher die Nase ab. -

 

[IIa-01-1782-1783-2343]
Nach dem Gesez der Visigoten in Spanien durfte eine freie Frau nur in Gegenwart ihres Mannes oder Anverwandten Aderlassen.

 

[IIa-01-1782-1783-2344]
Wärend der bürgerlichen Kriege in Frankreich band Mons. de Chatillon, da er eben ins Treffen gehen wolte, ein Strumpfband von der Mademoiselle de Guerchi, seiner Geliebten, an seinen Arm. -

 

[IIa-01-1782-1783-2345]
Um seine Iungen nicht zu verraten, hüpft das Rebhun vom Neste weg und läst einen Flügel hängen, als ob der er zerbrochen wäre: es wartet bis sich iemand nähert, und hüpft immer wieder fort. -

 

[IIa-01-1782-1783-2346]
Die Wilden berauben ihre Kinder um einen Zan oder Finger, des Puzes wegen.

 

[Manuskriptseite 149]

[IIa-01-1782-1783-2347]

In Korea trauern die Leute 3 Iare um ihre Ältern; und wärend dieser Zeit waschen sie sich niemals. -

 

[IIa-01-1782-1783-2348]
Da in Madrit verboten wurde, den Kot in der Nacht zum Fenster hinaus auf die Gassen zu werfen, so machten die Ärzte vorstellig, daß dies schädlich seie, weil der menschliche Körper die faulen Teilgen der Luft, welche iezt der Kot an sich zöge, hernach einziehen würde. -

 

[IIa-01-1782-1783-2349]
Da der römische Pabst seinen Bart abschor, so wurde es von der griechischen Kirche für einen Abfal gehalten, weil ia griechische und römische Maler Moses und Christum mit Bärten gemalt hätten. -

 

[IIa-01-1782-1783-2350]
Unter dem Franz I. schnitten die Stuzer ihre Bärte in verschiedne Gestalten, und kräuselten ihre Schnurbärte. -

 

[IIa-01-1782-1783-2351]
Fulvia, Antonius Gemalin, schlug den Kopf des enthaupteten Zizero, legte ihn zwischen ihre Knie, zog die Zunge heraus, und durchstach sie mit einer Harnadel.

 

[IIa-01-1782-1783-2352]
Die dritte Tat des Stelens aus den Bergwerken in Derby wurde nach einem Geseze Eduards I. so bestraft: man nagelte Eine Hand des Verbrechers auf einen Tisch, und in diesem Zustande wurd' er one Speise und Trank gelassen, so daß er kein ander Mittel zur Freiheit hatte, als die eine Hand mit der anderen abzuschneiden. -

 

[IIa-01-1782-1783-2353]
Der Hochverrat wurde sonsten so in Engelland bestraft: man schnitt den Verbrecher lebendig auf, ris sein Herz heraus, schlug's ihm um die Oren und warfs in die Flammen. Aber iezt wird dasselbe nur nach dem Erdrosseln dess. herausgerissen . -

 

[IIa-01-1782-1783-2354]
Ein banquerotirter Kaufman in Schotland wurde sonst verurteilt, ein buntfärbiges Kleid zu tragen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2355]
Bei den inneren Einwonern auf der Insel Amboyna ist derienige der geerteste, der die gröste Anzal hollndischer Köpfe zeigen kan. -

 

[IIa-01-1782-1783-2356]
Wenn man einen römischen Bürger in seinem Haus ermordet fand, und der Mörder nicht entdekt werden konte, so wurden alle seine Haussklaven umgebracht, oft 200, 300.

 

[IIa-01-1782-1783-2357]
Die Leute von Kongo glauben, die Welt sei das Werk der Engel; ausgenommen ihr eigen Land, welches sie für das Werk des höchsten Baumeisters halten. -

 

[IIa-01-1782-1783-2358]
In den Chartularien d*s Karls des Grossen ist den Richtern geboten, nur des Morgens mit lerem Magen Gericht zu halten. Man schämte sich nicht, in Gerichtsstuben betrunken zu sein. Unt. dies. Bedingung hatte Balduin das Lehen vom König Hemigston von England

 

[IIa-01-1782-1783-2359]
Struv erwänt einer Feudalherschaft, welche den Untertan verband, am Geburtstage seines Hern v zu tanzen und vor ihm zu f-z-n. - anpiss. bei den Kamtschadalen - Flöges Hofnarren

 

[Manuskriptseite 150]

[IIa-01-1782-1783-2360]
Ratskeller - Seiten aus Schafdärmern - Federbetten schüzzen vor Kanonen - Die Moren, welche auf die Schlitten geschnizt sind - Der Bankeroutirer und sein Richter werden reich - Zuviel Opium schläfert ein, zu wenig munter - Die Amerikaner wolten die Taxe auf den Tee nicht bezalen - Die *…* Arme welche den Weg zeigen - Nasses Heu erhizt sich - Wärme der mit Schnee geriebnen Hände - Eselsmilch wider die Auszerung - Paraplus - D. Bediente teilt den Grus mit dem Herren. - - Präparirt Hirschhorn. - Die Hasen spielen im Monde. - Die Lichter stinken nach dem Auslöschen - In das As eines toden Löwen samleten sich Bienen B. d. Richter c. 14, 8. Das Feuer verlöscht im luftleren Raum. Die Ziegen nagen gern an iungen Baumzweigen. Der Teufel hat Hörner und Pferdefüsse. Ein Fischschwanz hat den Umlauf des Geblüts entdekt. - Sonst exkommunizirte man Raupen, Hamster; dies. hatten Advokaten. Der Bär, welcher einer Fliege auf der Nase seines Freunds tod werfen wolte pp. — —] langer Strich - MIWI

 

[IIa-01-1782-1783-2361]
Das Wasser am in den Mund genommen zur Nase herausgehen lassen. - Beim Tage fasten und zu Nachts schmaussen - Die Spinne bezeichnet ihren gegangnen Weg mit Fäden - Die Kazen geben Funken beim Streichen - Die Nachtigallen werden mit Rinderherzen gefüttert - Der Abergläubige ist 12 Tage nach Weinachten keine Grüze. Das kalte Fieber heilen; die abgeschnittenen Nägel einem Krebs auf den Rükken binden und ihn hinter sich in fliessendes Wasser werfen - Alle Gifte purgiren von oben und unten - Der Hundeschwanz des Alzibiades - Sommer= und Winterkleider - Im Orient geben einige Könige schlafend Audienz - Das Vermögen zur Kinderzeugung kündigt sich durch Barthare an - Die Spinnen brauchen ihrer Gewebe zu 5 Dingen; zur Verstrikkung des Raubes - zum Furwerk im Herbst - zur Aufbewarung ihrer Eier, die sie in einem seidnen Säkgen mit sich tragen - - Bei den Zibetkazen der Hintere das wolriechendste, der Zibet ist ein verdikter Schweis in einer Öfnung unter ihrem Schwanze - Schwanz Furwerk der Murmeltiere. - Die Fetdrüse der Vögel, bei deren Verstopfung die Darre entsteht - Romulus Vater ein Got, seine Mutter eine -, seine Amme eine Wölfin - - In den zinnernen Gefässen der Apoteke stehen die Areneienthaltenden Gläser. - Queksilber den Namen Merkurs - - Die Apoteker kaufen Sachen von Materialisten ein, und sezen an die Stelle kostbarer Arzneien wolfeile - Vorzeiten samelte man die Hirnschalen von Menschen, gewaltsamen Todes in die Apoteken -

 

[IIa-01-1782-1783-2362]
Wolfszäne zum poliren - Fuchslunge wieder die Schwindsucht - In der Gallenblase des Malakkischen Igels erzeugt sich eine Krankheit der Schweinstein (Pedro del porco - Lapis porcinus f. ligitricis ). - Man probirt den guten Bisam, wenn er auf ein glühendes Eisen gelegt, verfliegt. -

 

[Manuskriptseite 151]

[IIa-01-1782-1783-2363]
Die Elendsklauen unterscheiden sich von den Ochsenklauen durch den minder unangenehmen Geruch beim Raspeln - Das flüssige Gehirn des Polfisches gerint in Schneeflokken. Die Maiwürmer werden in Honig eingemacht aufbehalten -

 

[IIa-01-1782-1783-2364]
Die blasenziehenden Käfer, (spanische Fliegen) werden durch Essigdampf getödet.

 

[IIa-01-1782-1783-2365]
Nach Europa kommen iärlich 800,000 Pfund Kochenille; und zu iedem Pf. 70,000 Insekten.

 

[IIa-01-1782-1783-2366]
Das Wachs verliert durch öfters Schmelzen und Ausstellen der Sonnenstralen od. Bleichen, die gelbe in weisse Farbe. -

 

[IIa-01-1782-1783-2367]
Bei den Gurken und Kürbissen sieht man 2lei Blüten; davon die mänlichen keine Früchte ansezen.

 

[IIa-01-1782-1783-2368]
Der in Gärten erzogene Hopfen ist weiblich, trägt Früchte; der wildwachsende mänlich, keine. -

 

[IIa-01-1782-1783-2369]
Der Kern des Korianders ist eben so hart, als seine Schale. -

 

[IIa-01-1782-1783-2370]
Unreife Früchte sind am leichtesten zu troknen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2371]
Das Gold ist das zäheste, geschmeidigste, schwerste Metal. -

 

[IIa-01-1782-1783-2372]
Das Knirschen des Zins in den Zänen gebogen, ist ein Zeichen von wenigem, keinem Blei.

 

[IIa-01-1782-1783-2373]
Das Zuhalten der Löcher der Flöte -

 

[IIa-01-1782-1783-2374]
Die Heftigkeit des Hungers durch die Einzwängung des Bauchs zu hindern. -

 

[IIa-01-1782-1783-2375]
Die Perser, Assyrer, Sparter überzogen ihre Toden mit Wachs und Honig. -

 

[IIa-01-1782-1783-2376]
Die Ägypter liessen ihre Kopfhare in der Trauer wachsen; sonst weder sie noch Bart.

 

[IIa-01-1782-1783-2377]
An einigen Mumien sind Hände, od. Nägel vergoldet. - Die Matrosen wollen sie nicht auf d. Schiffe dulden. - Man brauchte sie zu * Arzneien. -

 

[IIa-01-1782-1783-2378]
Das Öl schwimt oben; die Lampen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2379]
Donnerschläge sollen dem Seidenwurm nachteilig sein. - Drohung

 

[IIa-01-1782-1783-2380]
In d. Unmacht, angezündete Federn. - Mit dem Diamant schneiden. - Himmelszeichen

 

[IIa-01-1782-1783-2381]
Beim Kranken den Speichel nicht einschlukken. - Pausiren.

 

[IIa-01-1782-1783-2382]
Durch den Finger in der Kele, Brechen machen. - Einen dum wiegen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2383]
Die Kinder bekommen durch das Einwikkeln Lamheit, Bukkel.

 

[IIa-01-1782-1783-2384]
Neugetünchte Wände schädlich - Der raubende Wolf geht gegen den Wind, die Witterung

 

[IIa-01-1782-1783-2385]
Der Hase läuft immer auf gebauten Wegen, weil die Berürung der Gebüsche den Hunden lebhafte Witterung hinterläst. -

 

[IIa-01-1782-1783-2386]
Hannibal zersprengt mit Essig die erhizten Felsen. - Bomben.

 

[IIa-01-1782-1783-2387]
Lukrez: daß der Löwe vor einem Hane erschräke: ein Tier schliefe, wenn von den 3 Teilen der Sele, der eine auswärts, der andre im Inneren, der 3. in die Glieder zerstreut ist.

 

[IIa-01-1782-1783-2388]
Virgil: daß Hafer und Lein die Erde brenten; - daß in einem grossen Winde Sterne vom Himmel fielen - Der Zephyr schwängere Stuten. -

 

[IIa-01-1782-1783-2389]
Die Augen leuchten selbst, z. B. Kazen, Eulen. -

 

[IIa-01-1782-1783-2390]
Schnepfendrek auf gerösteten Semmelscheiben. -

 

[Manuskriptseite 152]

[IIa-01-1782-1783-2391]
Manche Früchte wachsen besser ie öfter sie abgeschnitten worden -

 

[IIa-01-1782-1783-2392]
Manche Pferde schwizen im Anfange des Wegs stark, und dan nicht mer.

 

[IIa-01-1782-1783-2393]
Tobakrauchen - Urenbänder von Frauenhar. - Der Ring im Bauer des Papagays.

 

[IIa-01-1782-1783-2394]
Alle lange Fische krümmen sich, wenn sie schwimmen wollen. Der an Gift stirbt, schwilt auf.

 

[IIa-01-1782-1783-2395]
- Der Ochs verscheucht die Bremsen mit dem Schwanze. - Manche behaupten, daß die Pferde das Abstumpfen ihrer Schwänze stärke. - Übler Atem komt von schlechten Zänen. Tode Körper stekken an. - Drei Rosschweife von den Paschen vorgetragen - glatte Marmor - Tarantel - die Tiere spizen ihre Oren, besser zu hören. - Manche verschlukken gestolne und od. zu verbergende Edelgesteine. - Mondsüchtige - Die Henne wendet ihre Eier um, um sie ganz auszubrüten - Fernglas - Kegelschieben. Den Kazen den Schwanz abhauen, oder mit etwas beschweren - Die Leiter, worauf er an den Galgen gestiegen, wegziehen. - auf die Dose klopfen, das Parterre klopft - in effigie hängen. - Die Konsistorien - schachern mit den Iuden - iunge Hunde sind sanftmütig. Stok von Silber schwärzt die Hand ie schwärzer die andre, ie weisser selbst. – Auf Münzen nur der Kopf des Fürsten. - anklopfen an der Tür, die Hunde aber scharren - der Fuchs sol mit dem Schwanze fischen - den Blumenstok mit Schafmist anfüllen - Ziegen lieben mer Hekken und Dornen als andere Weide. Die Feder ausstielen ins Dintenfas; abschaben eh' man sie schneidet. - Die Butter im Sommer gelb, Wint. weis - Mit dem Rükken des Federmessers abschaben, mit der Schneide schneiden - Queksilber macht Blei flüssig - Manspersonen haben Brüste - mit Schneeballen werfen - Friseur weissen Hut - dem Pferd das Futter ans Maul binden. in der Mitte des Lichtes schwarz - Vogel abschiessen - Tiere geniessen, die Schlechtes geniessen - wer das lezte vom Vogel trift, ist König - die Bücher haben den Titel auf dem Rükken - Friseurs sind am schlechtesten frisirt - der Furman färt sich selbst - kein Har ist gerade - feines Papier schlägt am leichtesten durch - Briefe im Spiegel lesen - neugebaknes Brod ist nicht gesund - Kreuze machen, ehe man das Brod anschneidet - Ober und Untertasse - Drosseln fängt man in Haren. Stambuch - Mit der Messerspize paust man ab - doppelte Zalen gelten mer als doppelte - wenn der Mond scheint, zündet man keine Laternen an - auf den ersten Blättern ist am wenigsten gedrukt - die Orgel früher als Singen - die Hunde bellen schon beim Anklopfen, und bellen ihn den Gegenstand ihrer Freude an - kommuniziren vor ihrem Ende - am Stengel bindet man Blumen zusammen - eine Nulle gilt vor den Ziffern nichts, nach viel. In Kirchen Tode begraben - Zugpferde nicht zum Reiten - Kazen im Winter in den Ofen - die Blattergruben - mit dem Spiegel blenden. Ur nicht one Kette, Schlüssel - Knöpfe one Knopflöcher, od. mit vernehten - An der Dekke, nicht auf dem Boden Gemälde - Leute, die den sie anreden angreifen - Einer klaren Saite sieht man ihre Schwingung nicht an - der Brandewein ist gut, der perlet, und in dem ausgepreste Öle zu Boden sinken -

 

[Manuskriptseite 153]

[IIa-01-1782-1783-2396]
Die Pflanzen enthalten wenig Öl im Sommer mit viel Wasser, und umgekert. - Dachrinnen wie Drachenköpfe - Wer Tabak raucht, mus ausspeien - nicht geschmierte Räder fangen an zu brennen - Nur gelöschter Kalch zum Bauen - mit Silber schreiben - ie kleiner eine Sache abgerieben wird, desto glänzender -

 

[IIa-01-1782-1783-2397]
Iupiter vergütete dem Teresias den Verlust seiner Augen mit der Warsagungsgabe.

 

[IIa-01-1782-1783-2398]
In der Hize zu trinken ist nicht gesund.

 

[IIa-01-1782-1783-2399]
Äsop's grosser Korb. - Anschuhen. - Das Gesicht eher als die Hände waschen. Bänder stat Schuhschnallen. Abtroknen nach dem man sich gewaschen hat. -

 

[IIa-01-1782-1783-2400]
Tischtuch - Serviet - Zanstöcher - Brod - Musik vor dem Schauspiel Postzug Der Furman färt mit 6 Pferden, der gemeine Edelman nicht - Wilddiebe auf Hirsche schmieden - Sparter, den Fuchsdieb - Soufleur - geschmolzenes Blei zerfärt im Wass. in tausend Zikzak - Insekten fallen die Blüte der Bäume mer als ihre Früchte -

 

[IIa-01-1782-1783-2401]
Die Körper malen sich im Auge umgekert ab - Wenn man die Wagschalen einer Wage verwechselt, kan man wissen ob sie falsch od. nicht. - Eine Fakel sieht in der Weite grösser als in der Nähe, v weiter rund, in der Nähe spiz - Wenn man färt, scheinen * die Dinge entgegenzukommen -

 

[IIa-01-1782-1783-2402]
Pulver aus Salpeter, Schwefel und Kolen. - Das gekörnte Pulver hat mer Stärke als das zerriebne; das kleinkörnichte entzündet sich und wirkt schneller {stärker} als groskörnichte. - Wenn das Pulver auf dem Papier nichts zurük läst, gut. - In der Baukunst sind die Verhätnisse die besten, die one grosse Zalen ausgesprochen werden können - Holz das im Gebäude erst troknet bekomt Rize.

 

[IIa-01-1782-1783-2403]
Wenn die Ziegel hel klingen, so sind sie ausgebrant. -

 

[IIa-01-1782-1783-2404]
Hohe Zimmer sind nicht gut zu heizen - Der Schornstein ist über das Haus. Pferde weit vorspannen - Papier aus Lumpen - Henne Enteneier unterlegen - Wo es lange nicht regnet, giebt's Staub - Es schlägt Viertel eh' es ausschlägt - Glokken der Kühe - Heu riecht gut - der Degen trauert - schlecht spazieren gehen mit Mutter und Tochter - Wiz wird nur zur Satyre und Schmeichelei verbraucht - Krebse stekken in den Löchern am Ufer - Wälder blau - mit sich selbst reden - der Mond geht gros auf - einen grossen Hut sezt man leichter krum als einen kleinen, und den lezteren weniger weit abziehen als den grossen - den Mantel zusammenfassen - der Kutschersiz ist erhaben - ein Viertelsweiser, und ein Stund., der eine geschwinder als der andre - der Sänfte mus man ausweichen - der Extrapost nicht ausweichen, ab. der andern - Tressen nur am Saum des Kleids - Torschlus im Winter und Sommer - Messer, Gabel, Löffel -

[Manuskriptseite 154]

[IIa-01-1782-1783-2405]
Ein entfernter Baum dünkt uns ein Mensch - grosse Schulden erhalten bei Kredit, kleine schwächen ihn - die Zukkererbsen mus man erweichen, eh' man sie stekt - Zukkerbekker fragt wenig nach Zukkergebaknem - im Kam bleiben Hare - man ist, eh' man trinkt erhizt - Advokaten schreiben weitläuftig - durchgeschwizte Kleider sind nicht gesund - Pferde stampfen Funken - den Geistlichen nicht beim Weltlichen verklagen, keinen Wechselbrief ausstellen - den Hund in die Zeitung sezen - mit Löschpapier troknen - {ied id} auf das Pulver den {deinen} Gebrauch schreiben - Henne und Siz - weisse und schwarze Stein beim Spiel {deine deines} - das Forte Piano mit dem Fustrit verändern - die oftgestrichnen Noten {nd} am geschwindesten - Im Allegro spiel' ich das Achtel geschwinder als im Adagio - {meine *d meine} der Ofen raucht eh' er warm macht - die Kälte wirkt stärker, wenn man in die Hize komt - den Atem {deine} vor dem Bären zurükhalten - die Adern liegen haussen - die Arme im Gehen herumschlagen und entgegengesezt dem Fus. in der Sonne macht man ein verdrüsliches man frisirt erst eh man pudert - Bei der Niederkunft einer Königin {meine} sind Ministers - die Sonne schwärzt das Gesicht - obere und untere Tasse - die obern Tasten des Klaviers sind von andr. Farbe als die untern - Venus und Vulkan {mein} - Betler krank sich machend - übler Atem komt von verfaultem Fleisch in den Zänen - die Knochen erheben sich, wenn die Wangen einfallen - wer heftig lacht, weint mit - man streicht den Fiedelbogen mit Kolophonum. Kegel aufstellen - Spalte der Feder - Wenn ein Betrunkner in die freie Luft komt, taumelt er am meisten - Bienenkappe das weisse verbrente Holz wird Kolen - Strumpfbänder - Gripfspize des Huts - Sewasser - die Stechfliegen stechen leichter durch einen seidenen als wollenen Strumpf - mit 2 Augen sieht man alles einfach - die meisten Saiten zerspringen unter dem Stimmen - auf dem Kopfe krazen - das Felerhafte grob drukken lassen - zu ser ungepuztes Licht brent trüb - Post, hinter die Kästen - die Schlossen zerschmelzen gleich - der Wiz der gemeinen Leute geht auf Liebe - von Tod und Leben macht man die meisten Antitesen - auf einem Blat blasen - man reibt sich die Hände frierend - der Feler der Mutter erbt aufs Kind - Schuh und Hutschnallen - der Kaze Nusschalen an die Füsse kleben - dikke Dinte schlägt schwer durch - Zum Noten dikkes Papier - in der Kälte prasseln die Nägel - im Winter Schnee - im Sommer Schlossen - wenn man durch ein Perspektiv gukt drükt man ein Aug zu - in Holwegen klatscht man, damit der Kommende stil stehe - die Zündpfanne eh' losgebrant als das übrige Pulver - ie fester die Kugel im Lauf, desto weiter - das Eisen kan man warm klopfen - wer keine Kaze hat, eine Mäusefalle - durch Ferngläs. schwächt man sich die Augen . - Die französ. Buchhändl. haben alle Bücher gebunden - die Spinne ihr Geweb und der Hund seinen Harn im Winkel - der Hund beriechts, und beharnts - der Hund im Gleichnis - der Schwanz des Krebses - Felsenkeller die besten, im Sommer warm kalt, im Winter warm - die Gasthöfe grosse Tore - alle Ratshäuser alt gebaut - Beim Tode eines Soldaten schiest man - Predigt nach der Sandur - von Dächern der meiste Regen - Schüssel halb im Loch, halb in der Hand - Messer zum Schneiden, Gabel z. Spiessen - den Hunden das ihrige tragen *…* durch die Sonnenstralen sieht man die Atomen - mit dem Maul pfeifen und den Fingern auf dem Tisch trommeln - auch Fliegen machen kotig Papier. -