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Faszikel IIa-02-1783
 

Transkription und digitale Edition von Jean Pauls Exzerptheften

Vorgelegt von: Sabine Straub, Monika Vince und Michael Will, unter Mitarbeit von Christian Ammon, Kai Büch und Barbara Krieger. Universität Würzburg. Arbeitsstelle Jean-Paul-Edition (Leitung: Helmut Pfotenhauer)

Förderung: Fritz Thyssen Stiftung (11/1998-12/2000) und Deutsche Forschungsgemeinschaft (01/2001-12/2005)
Projektleitung: Michael Will
Gesamtleitung: Helmut Pfotenhauer

Transkriptionsgrundlage: Nachlass Jean Paul. Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz. Fasz. IIa, Reihe "Geschichte", Bd. 2

Bearbeitungsschritte:
18.04.2000 MIWI Beginn Transkription
20.05.2000 MIWI Ende der Transkription
00.08.2000 MIWI Autopsie Berlin 2001 KB Griechische Zeichen
07.03.2003 MIWI Konvertierung von WORD in XML/TEIXLITE
16.12.2003 ST Fertigstellung Konvertierung von WORD in XML/TEIXLITE
24.03.2004 CA/ST Erstkorrektur abgeschlossen
29.03.2004 MIWI Zweitautopsie Berlin
14.05.2004 MIWI Durchgesehen und Vorabveröffentlichung aufbereitet
27.09.2004 MIWI Korrektur griechische Zeichen, neue Absatz-Ids
01.11.2005 MIWI Revision und Vorbereitung Online-Update
17.04.2010 CMC Zweites Online-Update und Korrekturen

 

Geschichte.

Zweiter Band.

1783.

 

[Manuskriptseite 1]

[IIa-02-1783-0001]
Im Tempel zu Zerynea fand Pausanias Statüen der Furien von Holz; allein die Bildsäulen ihrer Priesterinnen, in der Halle des Tempels, waren von Stein und schöner Arbeit. Pausanias Achaic. cap. XXV.

 

[IIa-02-1783-0002]
In Delos war der Apollo in seinem Tempel in Gold vorgestelt, von den besten Künstlern - aber Latona, seine Mutter in hölzernen Bildern. -

 

[IIa-02-1783-0003]
Die Tirinthier waren nie ernsthaft; dagegen das Orakel, wenn sie e. Ochsen dem Neptun one Lachen opferten. Es taten lauter Greise und Geplagte das Opfer - allein der Einfal eines Kindes brachte sie alle zum Lachen. -

 

[IIa-02-1783-0004]
Apizius fur nach Afrika eines gewissen Fisches wegen, der dort fetter sein solte: er kerte gleich zurük, da es nicht so war. -

 

[IIa-02-1783-0005]
Man grub in Rom alte Statuen aus. Angelo machte eine, vergrub sie, und brach ihr einen Finger ab. Raphael hielt sie für antik, bis iener's mit dem Finger widerlegte

 

[IIa-02-1783-0006]
Eine gewisse Nazion in Afrika machte einen Hund zum König. Plin. Hist. Nat. L. VI. C. 30.

 

[IIa-02-1783-0007]
Der Ichnevmon sol vorm Angrif des Krokodils, seinen Leib mit zähen Schlam verpanzern.

 

[IIa-02-1783-0008]
Bei Amphipolis in Trazien teilen die Iäger und ihre wilden Falken das Wildpret gerad halb mit einander. Plin. Hist. N. L. X C.X.

 

[IIa-02-1783-0009]
Man schleift den Diamant in seinem eignen Staub. -

 

[IIa-02-1783-0010]
Regnum: Die Ameisen sargen ihre Toden in die ausgehölten Hülsen der Früchte ein. S. 459.

 

[IIa-02-1783-0011]
Kartheuser, daß in Indien an vielen Orten der Zukker stat des Salzes gebraucht werde; er bewart vor der Fäulnis. Die Armen in den Sanenthälern zum Kaffee stat Zukker Salz. Briefe üb. ein schweizerisches Hirtenland. 1782 Seit. 97.

 

[IIa-02-1783-0012]
Die Musen auf einem Gebirge von Bäozien, Aonien; dessen Bewoner so dum. -

 

[IIa-02-1783-0013]
In Frankreich Zanärzte, die Zäne ausnemen, sie ausbessern und wieder einsezen; füllen die holen mit Blei; diese schmerzen nimmer. Arzt. 160 St. B. 7.

 

[IIa-02-1783-0014]
Zukker und Honig geben durch die Wärme den schärfsten Essig.

 

[IIa-02-1783-0015]
Milton: Sünde aus dem Haupt des Satans geboren – eine Brükke über das Chaos zur Erde.

 

[IIa-02-1783-0016]
De la Hontan in seiner Reisebeschreibung: die Kanadier geniessen, krank, nur Brühen.

 

[IIa-02-1783-0017]
Einhörner gefangen, wenn man, hinter einem Baum sie reizt, in denselben zu stossen, bis das Horn stekt - Bären, indem sie so lang in den Spiegel gukken, bis der Iäger gezielt.

 

[IIa-02-1783-0018]
Ein gewisser szytischer General sol das Wiehern der Pferde der schönsten Musik vorgezogen.

 

[IIa-02-1783-0019]
Der Areopagus sprach zu Nachts Recht. -

 

[IIa-02-1783-0020]
In Mexiko gab's Länder, wo die Unterthanen zu ihren Fürsten in den schlechtesten Kleidern kommen; den Pallast tretend, einen zerrissenen Rok über den guten anlegten. Antonio Solis Histoire de la Conquête du Mexique.

 

[IIa-02-1783-0021]
Kleobis und Biton baten ihre Göttin um die Belonung ihrer Frömmigkeit; und erhielten den Tod. Herod. L. I.

 

[IIa-02-1783-0022]
Hastius bediente sich zu seiner Wollust vergrössernde Spiegel. Senec. Nat. Quaest. L. I, 16

 

[IIa-02-1783-0023]
Heliogabal lies zu einem schönen Tode sich einen prächtigen Turm bauen, dessen Fusboden mit Gold und Edelgesteinen belegt war, sich herabzustürzen - Strikke von Golde und karmesinroter Seide - einen goldnen Degen - Gift in Gefässen von Smaragd und Topas. Ael. Lamprid. p. 112. 113. Hist. Augustae.

 

[Manuskriptseite 2]

[IIa-02-1783-0024]
Im Iar 843 kurirte ein arabischer Arzt die Wassersucht des Kalifen Wathek Billah durch Schwizen. -

 

[IIa-02-1783-0025]
Man giebt den Kindern viel zu essen, damit sie sich speien, weil Speikinder gut gedeihen sollen. -

 

[IIa-02-1783-0026]
Der Mithridat bestand nach Zelsus Beschreibung aus 38 Mitteln; zu Nero's Zeiten nam man 5, und gab 20; Andromachus nam 6, und gab 26, so daß er nun aus 75 Ingredienzen bestand.

 

[IIa-02-1783-0027]
Würmer im Magen lämen die Zunge; ein schwacher Magen schwächt das Gedächtnis.

 

[IIa-02-1783-0028]
W Leute die den Urin nicht lassen können fallen davon in Wachsamkeit verfallen, so Vorbote der Raserei und Tod. 185.

 

[IIa-02-1783-0029]
Schlaflose haben keinen Appetit, einen schwachen Magen; man träumt nach gross. Überladung von Speise.

 

[IIa-02-1783-0030]
Zu Teben war eine Familie die gleich vom Mutterleibe an das Zeichen einer eisernen Lanze am Leibe hatte. Plutarch de sera Numinis vindict.

 

[IIa-02-1783-0031]
Aristoteles, daß bei einer gewissen Nazion, die die Weiber gemein, die Kinder den Vätern der Änlichkeit nach zugeschrieben würden. -

 

[IIa-02-1783-0032]
Kato erhielt seine Familie durch Hasenfleisch gesund, Plutarch, im Leb. Kato des Zensors K. 12. - Die Arkader heilten alle Krankheit. mit Kuhmilch, Plin. Hist. Nat. L. XXV. C. 8.

 

[IIa-02-1783-0033]
Die Babylonier trugen ihre Kranken auf einen öffentlichen Plaz; wer vorüber gieng muste sich nach den Zustand des Kr. erkundigen. Herod. L. I.

 

[IIa-02-1783-0034]
Galen erzält, ein Geizhals hab' aus einem Gefäs, in welches ungefär ein Otter gekommen, Wein getrunken, und sei davon gesund geworden.

 

[IIa-02-1783-0035]
Als man Seians Tochter, weil sie noch eine Iungfer war, vermöge eines gewissen Rechts zu Rom, nicht am Leben bestrafen konte: so muste sie der Henker schänden, eh' er sie erdrosselte. -

 

[IIa-02-1783-0036]
Witold, Fürst von Litauen, sol eingefürt haben, daß die Missetäter sich mit eigner Pers Hand umbringen solten. Cromer de neog Polon. L. XVI, p. 384.

 

[IIa-02-1783-0037]
Agesilaus wälte auf seinen Reisen die Tempeln zu Herbergen, um seine Handlungen Gött. und Menschen zu zeigen. Plut. im Leben des Agesilaus. K. 5.

 

[IIa-02-1783-0038]
Auf dem Grabe des Paris bekamen die da betenden Verzukkungen. -

 

[IIa-02-1783-0039]
Die Töchter der Brachmanen gehen, wenn sie anders keinen Man bekommen können, unter das versamelte Volk und weisen ihre Zeugungsglieder. -

 

[IIa-02-1783-0040]
Nach Anton von Guevara hurte Flora nur mit Diktatoren, Konsuln, u. Zensoren.

 

[IIa-02-1783-0041]
Französ. Sprichwort: es geht sich gut zu Fusse wenn man sein Pferd beim Zaum fürt.

 

[IIa-02-1783-0042]
Die Zerstreuung der feindlichen Armee bediente sich der Perikles im pelopones. Kriege, und a., um den Feind auf ihrem Lande zu bringen.

 

[IIa-02-1783-0043]
Atlante tat der Freier los zu sein den Vorschlag, daß der sie be

 

[Manuskriptseite 3]

kommen solte, der mit ihr gleichlaufen würde; im Gegenteil ab. sterben solte. Hippomenes erhielt von der angerufnen Venus 3 goldne Äpfel, durch deren Fallen er das Mädgen im Laufen zerstreute. -

 

[IIa-02-1783-0044]
Der Rok Zäsars machte das Volk aufrürerisch.

 

[IIa-02-1783-0045]
Excogitaverat (Tiberius) inter genera cruciatus, etiam ut larga meri potione per fallaciam oneratos repente veretris deligatis, fidicularum simul urinaeque tormento distenderet. Suet. in Vit. Tib. c. 62.

 

[IIa-02-1783-0046]
Ein gewisser Priester, Namens Martin, verrichtete, Messe lesend, Priesters u. Küsters Dienste zugleich. -

 

[IIa-02-1783-0047]
Kambyses träumte, sein Bruder würde persischer König werden; er lies ihn umbringen, dem er immer traute und liebte. Herod. L. III.

 

[IIa-02-1783-0048]
Ariston sagt: die Menschen fürchteten sich am meisten {Winde seien die beschwerlichsten} vor solchen Winden, die sie entblösten. {die Kleider aufdekten} Plut. de curiosit. c. 3.

 

[IIa-02-1783-0049]
Bei einer gewiss. Nazion hielt man Mädgen in den Tempeln, um vor der Andacht p. - vor dem Gottesdienste gieng dies. Handlung vorher.

 

[IIa-02-1783-0050]
Das mänliche Zeugungsglied trugen die Ägypterinnen am Baiahusfeste, am Hals, von Holz; es war am Got bald so gros als der Leib. Herod. L. II.

 

[IIa-02-1783-0051]
Die Gemalin des Hierons roch den stinkenden Atem ihres Mans nicht, weil sie alle Männer damit behaftet glaubte. Plutarch.

 

[IIa-02-1783-0052]
Die Römer meldeten (verreist) die Ankunft ihren Weibern durch Abgeordnete, um sie nicht zu überraschen. Plut. in quaest. Rom. c. 9.

 

[IIa-02-1783-0053]
Messaline, die Gemalin des Kaisers Klaudius, trieb den Mnester einen Komödiant, und Traulus Montanus einen römischen Ritter zu sich mit der Peitsche ins Bet. Tac. Ann. L. XI. c. 36.

 

[IIa-02-1783-0054]
Iener Maler hatte schlechte Häne gemalt; er verbot daher seinen Gesellen, natürliche in seine Bude zu lassen. Montaigne L. II, ch. 5.

 

[IIa-02-1783-0055]
Als die Atener die Insel Delos reinigen, und, den Apol zu besänftigen, keine dieser beiden Handlungen der and. vorziehen solten verboten sie darauf Zeugung und Beerdigung.

 

[IIa-02-1783-0056]
Ein gewisser Alter wünschte sich eine längere Kele zu grösserer Wollust. Atheus. L. I. c. 6.

 

[IIa-02-1783-0057]
Iener Ägypter verliebte sich in den Leichnam, den er einbalsamiren muste; daher das Gesez, daß die Leichname schöner Weibspersonen 3 Tage zu Hause bleiben solten, eh' sie p. Herod. L. II.

 

[IIa-02-1783-0058]
Bei den Sauromatern darf kein Mädgen einen Man beschlafen, wenn es nicht mit seinen Händen einen andern im Kriege erlegt. Herod. L. IV, c. 117.

 

[IIa-02-1783-0059]
Thalestris die Königin der Amazonen kam dem Alexander mit dem Bette entgegen, bei ihr zu schlafen, damit aus 2 so tapfern Leuten etwas Grosses erzeugt p. Diod. Sic. L. XVII. c. 16.

 

[Manuskriptseite 4]

[IIa-02-1783-0060]
Plato brachte es auf, daß sich verehlichende Iünglinge ganz, und Mädgen bis an den Gürtel nakt den Richtern zeigen musten. de legibus. L. XI.

 

[IIa-02-1783-0061]
Die Schleimhaut, die die Nase umkleidet wurde nach dem Entdekker Schneider, die schneiderische Haut genant.

 

[IIa-02-1783-0062]
Die Witterung hat auf Rasende einen stärkern Einflus als p.

 

[IIa-02-1783-0063]
Salz die gute Verdauung; und nach Geoffroy bei Verstopfung.

 

[IIa-02-1783-0064]
Die vornemen Römer wonten meistens auf den Bergen der Stad Rom.

 

[IIa-02-1783-0065]
Vor einer Tür sind drei Götter; bei den Bretern, der Angel, und der Türschwelle - ein Kind 4, das Wikkeln, Trinken, Essen und Säugen

 

[IIa-02-1783-0066]
Galen, ied. Teil des Körpers hat seine Sele.

 

[IIa-02-1783-0067]
Chrysip, die Sele sei darum ums Herz herum, weil wir, wenn wir etwas versichern wolten, die Hand auf den Magen legen; u. wenn wir ? ? ? sprechen, den Unterkinbakken gegen den Magen zu beugen. Apud Galenum, L. II. de placitis Hippocr. c. 2

 

[IIa-02-1783-0068]
Montaigne riet in Italien einem, dem das Italiänische schwer wurde, daß er, wenn er sich nur verständlich machen wolte, die ersten Wörter, die ihm in den Mund kämen, lateinisch, Französisch, Spanisch od. Gaskonisch sein, nemen und mit einer italiänischen Endung versehen solte, so würde er allemal eine übliche Mundart, toskanische, römische, venezianische, piemontische, neapolitanische treffen. L. II. c. 12.

 

[IIa-02-1783-0069]
Gobrias, der einen Perser angepakt, schrie dem Darius mit dem Degen in der Hand, der aus Furcht für ienen, nicht zustossen wolte, zu, er solte frisch zustossen, solt' er sie auch beide durchboren. Herod. L. III.

 

[IIa-02-1783-0070]
Lykurg, daß Eheleute nur verstolens bei einand. schlafen solten.

 

[IIa-02-1783-0071]
Flora sagte, daß sie nie mit Pompeius geschlafen {verlassen}, one Merkmale ihrer Bisse an ihm {Bisse zurükzulassen: Vorliebe}. Plut. in Pompeius Leben.

 

[IIa-02-1783-0072]
Die Einwoner der Mark Ankona tun ihre Gelübde lieber dem H. Iakobus (zu Kompostel in Gallizien) und die in Gallizien dem H Marin (in Mark Ank.) Montaigne II, 15.

 

[IIa-02-1783-0073]
Die Sparter opferten den Musen, wenn sie ins Treffen giengen, damit ihre Taten schön beschrieben würden. Plut. Apophthegm. Lacon.

 

[IIa-02-1783-0074]
Messala beklagte die Schwächung der Beredsamkeit wegen gewiss. enger Kleider und besondrer Rednerstüle. De causis corruptae eloquentiae.

 

[IIa-02-1783-0075]
Die Affen steigen den Baum hinan bis zum Gipfel und zeigen dan den Hintern.

 

[IIa-02-1783-0076]
Einige westindische Völker opferten ihren Göttern nur das Menschenblut, das sie für Versönung gehörter od. gesagter Lügen aus den Oren od. der Zunge gelassen.

 

[IIa-02-1783-0077]
Die Sparter bestraften zu grosse Fettigkeit.

 

[Manuskriptseite 5]

[IIa-02-1783-0078]
Pollex qui nomen ab eo quod Pollet accepit, nec in sinistra cessat, nec minus quam tota manus semper in officio est: unde apud Graecos ???????? inquit vocatur quasi manus altera. Macrob. Saturn. L. VII. c. 13.

 

[IIa-02-1783-0079]
Die Römer entliessen die, deren Daumen verwundet worden, der Kriegsdienste, unfähig Waffen zu halten.

 

[IIa-02-1783-0080]
In Lazedämon strafte der Hausher seine Kinder, indem er sie in den Daumen bis. Plut. im Leben des Lykurgs K.15.

 

[IIa-02-1783-0081]
Der Stul der Götter (Solium) ist ein Sessel one Lene, der Tron mit einer Lene (Thronus.)

 

[IIa-02-1783-0082]
Eine unbeschlagne Lanze (hasta pura), das älteste Zeichen der Herschaft.

 

[IIa-02-1783-0083]
Syrier und Ägypter, daß man das Wort Gott auf eine Art aussprechen konte, die r. a. tödete.

 

[IIa-02-1783-0084]
Ein falsches Nordlicht von Helle und Pracht ward durchs Aufsteigen der kleinen schwarzen Hügelameisen verursacht, die ihre Flügel erhalten hatten.

 

[IIa-02-1783-0085]
Ein Fürst sol seinen Minister, der an Fet zu sterben fürchtete, dadurch gerettet, daß er ihm seine Ungnade und eine Reise ins Elend ankündigen lassen.

 

[IIa-02-1783-0086]
Es ist eine englische Gewonheit, daß die Missetäter vor ihrer Hinrichtung einen Psalm singen.

 

[IIa-02-1783-0087]
Chomel, daß die Bienen immer in der Luft, und nur dan an ihren Türen und in ihren Stökken misten, wenn sie den Durchfal haben.

 

[IIa-02-1783-0088]
Wenn die Gemseniäger in der Schweiz sich in unersteigbare Abgründe verstiegen, so lassen sie Blut heraus, dess. Leim ihnen zu einer Leiter dient.

 

[IIa-02-1783-0089]
Der römische Bräutigam warf beim Eingange der Braut, den Kindern Nüsse vor.

 

[IIa-02-1783-0090]
Nach Vitruv haben sich die Baumeister bei Angebung der Säulenordnung nach dem menschlichen Körper gerichtet. Die standhafte dorische Säule sol eine Manspers. vorstellen; die dünnern Schäfte von der ionischen und korintischen Ordnung sind vom weiblichen Körp. nachgeamt; der ionische Frau, korintische Iungfer.

 

[IIa-02-1783-0091]
Lykurg verdarb das Eisen für Münze, zu ied. and. Gebrauch durchs Feuer.

 

[IIa-02-1783-0092]
Ein römischer Bürger konte getödet, nicht gegeisselt werden.

 

[IIa-02-1783-0093]
Samo Sanko war der Got der Alliancen und der Treue, dem man einen Ochs. opferte, auf dess. Haut man die Traktaten schrieb.

 

[IIa-02-1783-0094]
Ehe die Negerin gebiert, so fürt ein Haufen Kinder sie an das Ufer und bewirft sie mit allerlei Gerüchen auf dem Wege, worauf sie sich wäscht - one dies. glaubt man, daß Kind und Mutter in dem Gebären sterben.

 

[IIa-02-1783-0095]
Zum Todesurteil in England noch, daß der Kadaver anatomirt werde; Rolfinken

 

[IIa-02-1783-0096]
Im Kriege in I. 1429 eine Wagenburg von Fischkarren gemacht.

 

[IIa-02-1783-0097]
Die Römer hiengen den aufzuhebenden Wein, in lederne Schläuchen, in ihre Räucherkammern, wo er sich durch die Kraft des Rauchs zu einem zähen Saft verdikte, den man hernach ausschneiden und durch Wasser verdünnen muste.

 

[Manuskriptseite 6]

[IIa-02-1783-0098]
Die Weiber der Karaiben reden eine andre Sprache als ihre Männer.

 

[IIa-02-1783-0099]
Die nordamerikanischen Völker glauben, ihr Got habe den Menschen aus Tieräsern gebildet. sie beten den Got Malkomek nur im Winter an. - Sie erfüllen ied. ihren Traum.

 

[IIa-02-1783-0100]
Die griechischen Gesezgeber bestraften den, der seinen Schild, nicht den, der seinen Degen oder Lanze wegwarf.

 

[IIa-02-1783-0101]
Alexander der Grosse lies beim Tode des Hephästions nicht allein die Pferde und Maulesel bescheren, sondern auch die Spizen der Stadmauren abnemen.

 

[IIa-02-1783-0102]
In Sparta opfert der sein Amt niederlegende Feldher, wenn er den Krieg durch List od. Beredsamk. geendigt, einen Ochsen; - mit den Waffen, einen Han. Plut. Marzellus.

 

[IIa-02-1783-0103]
Das Orakel des Amphiaraus wurde so erteilt, die Fragenden musten auf der Haut ihres geopfert. Widders im Tempel schlafen, und was geträumt, war die Antwort.

 

[IIa-02-1783-0104]
Die Tanne (Abies alba) stirbt, wenn der Gipfel abgehauen; lebt fort, wenn der ganze Stam.

 

[IIa-02-1783-0105]
Der 4. und unterste Magen bei den wiederkäuend. Tieren ist bei säugenden grösser als den entwönten (Abomasus.)

 

[IIa-02-1783-0106]
Linnée in seiner Flora Lapponica daß das blaue Eisenhütgen (Aconitum, od. napellus) seinen grösten Gift in der Wurzel, als den Blättern habe. -

 

[IIa-02-1783-0107]
Nach dem Aristoteles haben die meisten Tiere und Insekten, die hinten einen Stachel, keine Zäne.

 

[IIa-02-1783-0108]
Gemsenkugeln entstehen in Gemsen von den vielen vielen gelekten und verschlukten Haren; Scheuchzer, daß die Iäger ihr Dasein in Gems. wissen, wenn diese geschossen nicht gleich fallen, u. ein härteres Leben haben; und wenn sie mager sind.

 

[IIa-02-1783-0109]
Ieder Spiritus, iedes Salz, ied. Öl löst das Kupfer auf, daher: meretrix metallorum.

 

[IIa-02-1783-0110]
Arme und Sklaven durften keine römischen Soldaten werden.

 

[IIa-02-1783-0111]
Man glaubte sonst ans szytische Lam od. Fruchttier, d in dess. Nabel sich seine Wurzel anschliest; es lebt von den Kräutern um sich herum; wohin es sich dreht, verdorret das Gras

 

[IIa-02-1783-0112]
Das langsame Faultier scheint eine Begierde zu haben, auf Pfäle und Bäume zu klettern, auf deren höchsten Zweigen man es gemeiniglich antrift. - Es entblättert den Baum seinen Aufenthalt - und fet von einem, wirds mager bis es zum and. komt. - Es hält ein Tier so lange fest, bis es Hunger sterben mus.

 

[IIa-02-1783-0113]
Bei einigen ver nordamerikanischen Völkern nimt man einige Namen des verstorbnen Oberhaupts nicht an; sie annemen, heist bei ihnen, einen von den Toden auferwekken.

 

[IIa-02-1783-0114]
Ein Wilder giebt dem a. ein Kalumet (eine Tobakspfeife) und dies ist ein Eid.

 

[IIa-02-1783-0115]
Chardin, daß die indischen Kaufleute niemand. bei den Händen fassen, um zu handeln; stum.

 

[Manuskriptseite 7]

[IIa-02-1783-0116]
Die Lerchen fliegen gerne hoch, wenn sie sich gatten wollen, Heidelerche weitere Kreis. als die Feldlerche

 

[IIa-02-1783-0117]
Das Elendtier geht wegen der Grösse seiner Oberlippe, unterm Fressen rükwärts.

 

[IIa-02-1783-0118]
Linnäus, daß die Nordländer die aus der weissen Erde verfertigten Gefässe lieben, weil die Milch mer Ram in dens. zeuge als in andern.

 

[IIa-02-1783-0119]
Die Holländer hängen in verschiednen ihrer Strassen ein Schild, Maulaffe, aus, d. h. ein Narrenkopf mit Kappe und Schellen und einem weitaufgesperten Maule. -

 

[IIa-02-1783-0120]
Iede Nazion benent die Possenreisser mit dem Namen der Speise, die sie am liebsten geniessen. Holland, Pikkelhäringe; Frankr., Jean Potages; Italien, Macaronis; England, Iak Puddings; Deutschland, Hanswürste. Zuschauer 47. St.

 

[IIa-02-1783-0121]
Die grosse, weisse Eule (Schlicheule Aluco albus) sol sich von Blutigeln nären.

 

[IIa-02-1783-0122]
Die Goldarbeiter bedienen sich des Alauns zur Reinigung des Goldes; die Färber stossen ihre Wolle und Tücher in Alaunwasser, damit sie die Farben besser annemen und behalten. Andre machen falsche Perlen daraus; die Buchbinder tauchen das Papier in eine schwache Alaunauflössung, damit es nicht fliesse.

 

[IIa-02-1783-0123]
Die Sineser halten das für die beste Ambra, die in heisses Wasser geschabt, dün zerfliest.

 

[IIa-02-1783-0124]
Der Amiant (Bergflachs) wird immer weisser im Feuer; wenn man das Papier aus demselben gemacht, beschrieben ins Feuer wirft, erscheint unbeschrieben wieder; zu einem Lichterdocht.

 

[IIa-02-1783-0125]
Die Amphisbäna, od. Ringelschlange hat 200 bunte Ringe um den Leib, und 90 um den Schwanz.

 

[IIa-02-1783-0126]
Der Merwolf (Anarhichas) beist in den Anker mit Knirschen, Spuren hinterlassend.

 

[IIa-02-1783-0127]
Das die Rinde der Andafrucht einbeizende Wasser schläfert alle Fische zum Fangen ein.

 

[IIa-02-1783-0128]
Alle Hermaphroditen sind zulezt weiblichen Geschlechts befunden worden.

 

[IIa-02-1783-0129]
Einige Geschichtschreiber melden nach dem Plut. daß die Massilienser mit den Knochen der Barbaren in iener Schlacht mit dem C. Marius gefallen, umzäunt, und daß der Erdboden von den verfaulten Körpern fet und fruchtbar geworden. Man behauptet, daß nach grossen Schlachten häufige Regen erfolgen. Plut. Kaius Marius.

 

[IIa-02-1783-0130]
Ein gewisser Tryphiodorus machte eine Odyssee an in 24 Büchern, in deren iedem ein Buchstabe des Alphabets felte; das erste hies er Alpha p.

 

[IIa-02-1783-0131]
Als Zäsar einer von den römischen Münzmeistern war, sezt' er einen Elephanten auf der Rükseite des öffentlichen Geldes; weil das Wort Zäsar in punischer Sprache einen Eleph. bedeutete. Es war eine künstliche Erfindung von ihm, weil kein Privatman sein Bildnis aufs Geld des States prägen durfte.

 

[IIa-02-1783-0132]
Zizero welcher vom Stamvater seiner Familie, der mit einer Warze gleich einer Wikke cicer auf der Nase gezeichnet, lies stat Marcus Tull. Cicero nur die Marc. Tp. mit der Figur einer Wikke am Ende derselben auf ein öffentliches Monument sezen.

 

[Manuskriptseite 8]

[IIa-02-1783-0133]
Die griechischen Baumeister durften nach den Gesezen ihre Namen nicht auf ihre Werke sezen; daher war ein gewisses berümtes Gebäude an verschiednen Orten mit der Figur eines Frosches od. Eidexe bezeichnet, ihren Namen im Griechischen.

 

[IIa-02-1783-0134]
Ein alter Mönch hat die halbe Äneide in lateinische Reime verwandelt. - Ich hab' auch einen Hymnus in Hexametern auf die Iungfrau Maria gesehen, der ein ganzes Buch anfülte, und nur in diesen Worten bestand: Int, tibi, sunt, Virgo, dotes, quot, sidera, coelo. Addison. 60. St.

 

[IIa-02-1783-0135]
Ein Verliebter machte ein Anagram auf ein Frauenzimmer, Wilhelmine Boon; verwandelte Wilhelminen in Minchen, und erfur, daß der Familienname Bohun. Add. 60. St.

 

[IIa-02-1783-0136]
Ein kleines Epigram, das Hexengebet genant, das sich vornen und hinten reimte, und das einemal segnete, das andremal fluchte. 61. St.

 

[IIa-02-1783-0137]
Musäus träumte, daß der Adler 3 Eier lege, 2 ausbrüte und 1 Iunges erziehe. Plut.

 

[IIa-02-1783-0138]
In den ältesten Zeiten gebrauchte man eiserne, eherne Bratspiesse stat der Münze. Plut.

 

[IIa-02-1783-0139]
Oft ists erste od. einzige Kompliment der Wilden gegen einen Fremden, der in die Kabane komt, daß man seine Anverwandten beweint.

 

[IIa-02-1783-0140]
Die Völker im mitternächtlichen Amerika halten von Zeit zu Zeit, ein Todenfest, an welchem die Toden aus ihren Gräbern gegraben, und in eine gemeinschaftliche Grube begraben werden.

 

[IIa-02-1783-0141]
Einige Wilden vertauschen, wenn sie in den Krieg ziehen, ihre Kleider beim Abschiede gegen die der Zurükbleibenden.

 

[IIa-02-1783-0142]
Bei einigen isset der nichts, der den Schmaus giebt.

 

[IIa-02-1783-0143]
Der beste Wurf in den Wurfspielen bei den Römern hies Venus, der schlechteste Canis.

 

[IIa-02-1783-0144]
Zäsar log in seinem Antikato, daß Kato die Asche seines Bruders durch ein Sieb geschüttelt, um das geschmolzene Gold herauszusuchen. Plut.

 

[IIa-02-1783-0145]
Die molukkischen Könige glauben sich durch die Feder des Paradiesvogels unverwundbar im Treffen.

 

[IIa-02-1783-0146]
Paladin sagt, daß die Frauenzimmer im 14. Iarhundert Kopfpuze von 1 Ellen hoch wie Kirchtürme gespizt getragen, an deren Gipfeln lange flatternde Stükke Flor befestigt gewesen, die aufs künstlichste gekräuselt worden. - Der Mönch Thomas Konnekte zog herum, den Puz niederzupredigen.

 

[IIa-02-1783-0147]
Wenn man bei den Römern eine Stad bauen wolte, wurde der Umfang derselben mit einem Pflug umzogen.

 

[IIa-02-1783-0148]
Da Kodrus mit den Herakliten strit, erklärte das Orakel, daß dieienigen siegen würden, deren König im Gefecht bliebe - Kodrus verkleidete sich als Bauer p. -

 

[Manuskriptseite 9]

[IIa-02-1783-0149]
Boyle glaubt die Augen des Maulwurfs so gebildet, daß sie durch die schmerzhafte Empfindung des Lichts ihn an die Gefar erinnern, ausser seinem Element zu sein.

 

[IIa-02-1783-0150]
Alexander der Grosse lies auf seinem indischen Feldzuge grosse Waffenrüstungen vergraben, um damit der Nachwelt weis zu machen, er habe Riesen kommandirt.

 

[IIa-02-1783-0151]
Die Römer beschlossen od. bestätigten bei einem gehörten Donner nichts.

 

[IIa-02-1783-0152]
Kato der Iüngere, gab stat der kostbaren Geschenke den griechischen Schauspielern Kol, Rettiche und Obst, Sallat; den römischen, Schweinefleisch, Holzbündel, Kürbisse, Feigen. Pl.

 

[IIa-02-1783-0153]
Die Ephoren pflegten nach Verlauf von 9 Iaren unter den freien Himmel sich niederzusezen und den Horizont zu beobachten. Wenn sich ein Stern schneuzte, so zogen sie die Könige vor Gericht und sezten sie ab bis sie ein Orakel aus Delphos od. Olympia wied. befreite. Plut. Agis.

 

[IIa-02-1783-0154]
Der Ephorus Agesilaus schaltete, mererer Steuern wegen, den 13 Monat dem Iare ein. Plut. Agis.

 

[IIa-02-1783-0155]
Wenn die Ephoren in Sparta ihr Amt antraten, so liessen sie den Mitbürgern durch einen Herold befehlen, "ihren Bart zu scheren und den Gesezen zu gehorchen." Plut. Kleomenes.

 

[IIa-02-1783-0156]
Antigonus sol, da er Sparta erobert, vor Freude immer geschrieen haben o schöner Tag! p. und sich dadurch einen tödlichen Blutsturz zugezogen haben. Plut. Kleomenes.

 

[IIa-02-1783-0157]
Aus verfaulten Ochsen Bienen; aus verfaulten Pferden Wespen; aus verfaulten Eseln Käfer; aus verfaulten Menschen Schlangen.

 

[IIa-02-1783-0158]
Zwischen den Kastor und Pollux nimt man den Unterschied zwischen Kämpfer und Läufer war.

 

[IIa-02-1783-0159]
Ein öffentlicher Ausruf versprach dem Überbringer des Kopfes des Kaius Gracchus soviel Gold als er schwer war. Septimulejus gos in dens. stat des Gehirns Blei und er wog 17 1/2 1/2] Bruchformatierung Pf. Plut. Kaius Gracchus.

 

[IIa-02-1783-0160]
Laomedon aus Orchomen muste wegen Milzbeschwerden auf Anraten der Ärzte viel laufen; daß er endlich der beste Wetläufer wurde. Pl. Demosthenes.

 

[IIa-02-1783-0161]
Bei einigen Wilden werden die kleinen Kinder mit der Mutter begraben.

 

[IIa-02-1783-0162]
Personen die nachdem sie fet gewesen mager geworden; die fette wässerige Speisen essen; Weibspersonen die oft geboren, bekommen leicht Brüche. Richter's Abhandlung von Brüchen.

 

[IIa-02-1783-0163]
Die Zeres as eine Schulter vom aufgetragnen Pelops, Son des Tantalus; und ersezte sie durch eine helfenbeinerne.

 

[IIa-02-1783-0164]
Die Asche des verbranten goldnen Kalbs, welche die Israliten in Wasser tranken, blieb denen auf den Bärten, die es angebetet; am vergoldeten Barte erkante man die Gözendiener.

 

[Manuskriptseite 10]

[IIa-02-1783-0165]
Rabin Salomo glaubt, daß das Kalb welches angebetet wurde, belebt gewesen, und daß ihm Aron, da er's lebend sah, einen Altar gebauet.

 

[IIa-02-1783-0166]
Der Sargstein (Afnis, od. Sarcophagus lapis) sol gegen das Podagra, wenn man die Füsse in ein daraus gehauenes Gefäs sezt.

 

[IIa-02-1783-0167]
Die surinamischen Priester durften sonst nur Kolibris essen.

 

[IIa-02-1783-0168]
Solon befal zum Unterscheidungszeichen den Huren geblümte Kleider zu tragen.

 

[IIa-02-1783-0169]
Levina bis sich die Zunge ab um dem Hippias nichts zu entdekken; daher ihr eine Statüe, eine Löwin one Zunge.

 

[IIa-02-1783-0170]
Die Päbste verwandelten die heidnischen Tempel in Kirchen und die Bildsäulen in Heilige. In den spätern Zeiten die Bildsäule des Apollo und der Pallas in David und Iudit; die Leier zur Harfe und der gorgonische Kopf in Holofernes Kopf. -

 

[IIa-02-1783-0171]
In Tibbalds Possenspiele von der Proserpine wurde ein Kornfeld in Brand gestekt. Worauf das andre Komödienhaus zum Vergnügen der Zuschauer ein Kornhaus niederbrennen lies. Sie weteiferten, wer im D. Faust den Brand der Hölle am besten vorstellen könne. Dunziade. Anm. zum 3. Buche.

 

[IIa-02-1783-0172]
Auf dem Vordergiebel des Tempels der Pallas, zu Aten, Parthenon genant, sah' man ihre Geburt, und auf dem hintern ihren Streit mit dem Poseidon wegen Attika. Pausan.

 

[IIa-02-1783-0173]
In Erythrä in Achaien wurde sie als Polias in einem hölzernen Bilde {Eitel} vorgestelt, den gestirnten Himmel auf dem Haupte, und einen Spinrokken in beid. Händen. Paus.

 

[IIa-02-1783-0174]
Der Priester der Pallas Kranäa in Elatea, in Pozis, durfte nicht mündig sein, und muste, es seiend, sein Amt niederlegen. Paus.

 

[IIa-02-1783-0175]
Vulkan machte wandelnde, auf goldnen Rädern stehende Dreifüsse, die iedem Got sich zum Tisch hinstelten; auch Orengehänge, Armbänder - weil er auf beiden Füssen hinkte, machte er sich 2 Sklavinnen, aus Gold.

 

[IIa-02-1783-0176]
Nachdem man lange gewält, welchen schönsten Got die Venus, gab man sie dem häslichsten.

 

[IIa-02-1783-0177]
Zevs verspricht der Zeres die Rükgabe ihrer Tochter, der Proserpina, aus dem Orkus, wenn sie noch nichts gegessen; ab. sie hatte schon 7 Körner von einem Granatapfel. -

 

[IIa-02-1783-0178]
Pluto heist der unterirdische Zevs.

 

[IIa-02-1783-0179]
Die Semele hatte den Bacchus von Iupiter 8 Monate getragen; seine Donnerkeile verbranten sie und er trug dens. noch 1 Monat in seinen Hüften.

 

[IIa-02-1783-0180]
Bacchus versezte die Krone seiner Frau, der Ariadne, unter die Gestirne.

 

[IIa-02-1783-0181]
Die Zeres teilt ihre Tempel mit dem Bacchus.

 

[Manuskriptseite 11]

[IIa-02-1783-0182]
Vesta, die das Bauen und den Gebrauch des Feuers lerte, wurde anfangs nur mit Gras und Wolgerüchen, den Libazionen, und endlich Kühen und Schafen beopfert. Der Esel war eines ihrer Lieblingstiere.

 

[IIa-02-1783-0183]
Merkur mit Flügeln an Kopf und Füssen - morgends geboren, erfand zum Mittag die Zither und stal abends dem Apollo die Herde - ihm war die Zunge geweiht; sein Bild auf den Scheidwegen zum Wegweiser errichtet.

 

[IIa-02-1783-0184]
Die Flöte des Merkurs schläfert den Argus ein.

 

[IIa-02-1783-0185]
Pan erfand die Hirtenflöte und Kriegstrommete.

 

[IIa-02-1783-0186]
Morpheus hat von den Künstlern ein weisses Gewand über dem schwarzen, weil er sowol zu Nachts als am anbrechenden Tag Träume schaft, die leztern wurden, wie Maschus lert, für warer gehalten.

 

[IIa-02-1783-0187]
Äolus wird abgebildet mit einer Muschel, stat der Trompete, am Munde, und einem Blasebalg unter den Füssen.

 

[IIa-02-1783-0188]
Uranos verbarg alzeit seine gebornen Kinder im Innersten der Erde.

 

[IIa-02-1783-0189]
Von der Harppy Podarge läst Homer die 2 unsterblichen Pferde des Achils entspringen. Ilias 16, V. 150.

 

[IIa-02-1783-0190]
Das Zeichen der tragischen Muse ist eine tragische Larve od. 1 Buch.

 

[IIa-02-1783-0191]
Die Künstler schildern die Parzen schön; die Dichter häslich; Phidias hat sie auf das Haupt des olympischen Iupiters gesezt; sie wonen nach Homer in einem Tale des Parnas.

 

[IIa-02-1783-0192]
Die Aurora färt, nach einigen Dichtern, mit dem Pegasus allein an dem Horizont vor dem Phöbus her.

 

[IIa-02-1783-0193]
Die Aurora erbat vom Iupiter für den Tithon Unsterblichkeit; er wurde vor dem Alter kraftlos und behielt nur noch die Stimme; bat um den Tod, wurde ab. in eine Heuschrekke gewandelt.

 

[IIa-02-1783-0194]
Die Alten pflegten ihre Toden Morgens vor Sonnenaufgang zu begraben. Allegoria Homer. qua raptus Aurorae explicatur, Museum Crit. Vol. I. Fascit. III. p. 293. daher nanten sie die Leiche des Iünglings einen Raub der Aurora. p. 291.

 

[IIa-02-1783-0195]
Den Alten Göttern die Tiere geopfert, die sie hasten und die ihnen schädlich.

 

[IIa-02-1783-0196]
Pallas verwandelte die schönen Hare der Medusa in Schlangen.

 

[IIa-02-1783-0197]
Minos Fürst in Kreta lies die Bürger in Waffenrüstung tanzen.

 

[IIa-02-1783-0198]
Herkules diente dem Alpheus, und leitete ihn in die Ställe des Augias.

 

[IIa-02-1783-0199]
Er konte den Antäus nur in der Höhe töden.

 

[IIa-02-1783-0200]
Die Sphinx stürzte sich nach aufgelöstem Räzel vom Felsen herab.

 

[Manuskriptseite 12]

[IIa-02-1783-0201]
Ulys borte mit dem Ölbaum, der dem Polyphem ein Stab, das Auge aus; und hängte sich an den Bauch eines Schafs p.

 

[IIa-02-1783-0202]
Die 70000 Engel des Muhammeds; ied. 70000 Köpfe; ied. Kopf 20000 Zungen; iede lobt Gott 70000 mal in 1 Minute.

 

[IIa-02-1783-0203]
Der Tempel des Mars, der Bellona, Vulkan war ausser der Stat gebauet; die Tempel der obern Götter waren one Dach und Fenster.

 

[IIa-02-1783-0204]
Bei Opfern und feierlichen Handlungen Favete linguis, wurde dem Volke zugeruffen.

 

[IIa-02-1783-0205]
Das Pantheon war allen möglichen Gotheiten gewidmet; die Römer verbargen den Namen ihres Schuzgottes, damit er nicht evozirt werden könne.

 

[IIa-02-1783-0206]
An den Saturnalien machten sich nicht blos die Sklaven, auch die Herren lustig. Makrob. Saturnal. B. 1. K. 2 und folg.

 

[IIa-02-1783-0207]
Iupiter hatte einen Donnerkeil von Gold, 40 Pfund schwer, den die Kartager geschenkt.

 

[IIa-02-1783-0208]
Die Römer schrieben der Minerva anfangs nichts zu als die Erfindung der Kunst zu zälen. Liv. 5, 3.

 

[IIa-02-1783-0209]
Der Tempel des Ianus hatte 2 Türen; offen im Kriege.

 

[IIa-02-1783-0210]
Die Priester des Faunus waren die Luperzen; nakt in seinem Dienste, weil er die Kleider nicht leiden konte, da weibliche Kleider ihn den Herkules für die Omphale ansehen machten.

 

[IIa-02-1783-0211]
Die römischen Sklaven schwuren 6 Genius ihres Hern.

 

[IIa-02-1783-0212]
In der Gegend des Tempels des Vertumnus, des Gots der Baumfrüchte und der Kaufleute, wurden die Bücher verkauft.

 

[IIa-02-1783-0213]
Numa gab den Römern eine eigne Muse Musa tacita.

 

[IIa-02-1783-0214]
Man gieng durch den Tempel der Virtus in den des Honor.

 

[IIa-02-1783-0215]
Der beste Lein verliert, immer auf demselb. Boden gesäet, seine Güte.

 

[IIa-02-1783-0216]
Das griechische Fusvolk bestand aus Schwer=, welche grosse Schilde, Spiesse und Degen, und Leichtbewafneten, die Wurfspiesse, Bogen und Schleudern. Diese wurden an die Spize der Schlachtordnung od. an die Flügel gestelt; und zogen sich durch die Zwischenräume hinter die Glieder zurük, um gelegentlich den Feind beim Rükzuge anzufallen.

 

[IIa-02-1783-0217]
Das Vaterland des Künstlers der Statue des Markus Aurelius sucht man in dem Harschopfe auf dem Kopfe des Pferdes; weil es Änlichkeit mit einer Eule.

 

[IIa-02-1783-0218]
Bernini hielt den Pasquin für die schönste der alten Statuen.

 

[IIa-02-1783-0219]
In Italien, auch bei den Vornemsten, begnügt man sich mit wenigen Namen.

 

[Manuskriptseite 13]

[IIa-02-1783-0220]
Die ersten Bildungen schienen mit Figuren der Gotheiten angefangen haben.

 

[IIa-02-1783-0221]
In den ersten Zeiten Griechenlands wurden selbst die Liebe und die Grazien durch Steine vorgestelt.

 

[IIa-02-1783-0222]
Man hat an Obelisken einen Roskäfer als ein Bild der Sonne eingehauen. Euseb. Praep. Evang. L. 3. p. 58. l. 9.

 

[IIa-02-1783-0223]
Pampho, einer der ältesten griechischen Dichter, hült seinen Iupiter in Pferdemist ein.

 

[IIa-02-1783-0224]
Sonst wurde die Arbeit des Töpfers und des Bildhauers mit dems. Worte bezeichnet. Winkelm. Geschichte der Kunst. T. 1. Kap. 1. Abschnit. 2.

 

[IIa-02-1783-0225]
Diagoras kochte sich selbst Essen bei einer Figur des Herkules, da es ihm an a. Holze felte. S. 25. In Zälung des Glokkenschlags gehindert werden, zumal beim lezten.

 

[IIa-02-1783-0226]
Die Zäne and. Tiere kalziniren sich in der Erde, nur die Wolfzäne nicht. S. 27.

 

[IIa-02-1783-0227]
Immer Blätter eines zulesenden Buchs aufschneiden müssen.

 

[IIa-02-1783-0228]
Pudern sich, die grauen Hare zu verbergen.

 

[IIa-02-1783-0229]
Die Astrologie ist zum Akkerbau notwendig; und wenn die Sterne nichts bedeuten, warum sind sie denn am Himmel. Iacobi Milichii Oratio de dignitate Astrologiae 1535 habita. Melancht. declam. select. l. c. I. L. p. 325.

 

[IIa-02-1783-0230]
Die Mönche schrieben die Kalender hinter die Mesbücher und Breviarien od. hinter die Psalter; die Gerichtspersonen hefteten sie hinter die Statuten der Städte. Vor der Drukkereierfindung musten die Lerlinge die Kalender in den Schulen auswendig lernen.

 

[IIa-02-1783-0231]
Hieronymus Kardanus hat durch Hülfe der Astronomie entdekt, daß alle Gebete erhört würden und der Teufel vertrieben, am 1 April Morgend 8 Uhr zu Marie geschikt.

 

[IIa-02-1783-0232]
Ein V. einer Preisschrift über die Sprache sagt, daß wir für die Sprache nicht so viel von dem Fliegelwerke als den 4füssigen Tieren geborgt. Von dem Geschrei des Bären sollen die Deutschen viel genommen haben; welche Ausdrükke zum Kriege und zur Tapferkeit gehören.

 

[IIa-02-1783-0233]
In Italien werden wegen des warmen Klima die meisten Kinder mit schönen krausen Haren geboren; in kältern Ländern ists Haupthar wie die Bärte steif, straubicht und zugespizt. Winkelman.

 

[IIa-02-1783-0234]
Ie dünner die Luft, desto besser die Köpfe - ie trokner der Boden - und wärmer der Himmel, desto stärker der Geruch der Blumen.

 

[IIa-02-1783-0235]
Die Blattern sind in kalten Ländern gefärlicher als in warmen.

 

[IIa-02-1783-0236]
Die Tessalier waren, nach dem Polyb, gute Krieger, wo sie mit kleinen Haufen angreifen konten, oder schlechte in einer förmlichen Schlachtordnung; die Äolier das Gegenteil.

 

[Manuskriptseite 14]

[IIa-02-1783-0237]
Zu Kaisers Hadrians Zeiten entstand in Alexandrien eine Aufrur, weil sich kein Ochse fand, der den Gott Apis vorstellen konte.

 

[IIa-02-1783-0238]
Bei den Ägyptern wars nach Diodor ein Mord, nur 1 Schnit in einen toten Körper zu tun; daher muste der Paraschistes, od. der, der die Körper zum Einbalsamiren durch 1 Schnit in die Seite öfnete, geschwind davon vor den Verwanden, laufen p. -

 

[IIa-02-1783-0239]
Bei den ägyptischen Statüen hängen die Arme meistens herunter.

 

[IIa-02-1783-0240]
An den ägypt. Figuren stehen die Oren ser hoch; an einer nach Winkelman, ist das Orläpgen in gleicher Linie mit den Augen.

 

[IIa-02-1783-0241]
Die Ägypter gaben verschiednen Gotheiten Tierköpfe.

 

[IIa-02-1783-0242]
Solon bestrafte die, die keine Partei in öffentlichen Streitigkeiten ergriffen.

 

[IIa-02-1783-0243]
Man nent in der Baukunst sowol das Plumpe, Schwere und Ungezierte als das reichverzierte Gothisch.

 

[IIa-02-1783-0244]
In Deutschland fieng man sich einmal an in Säulen zu verlieben. Man brachte sogar an Hausrate an. Man hatte Betten, Stüle, und Leuchter, Löffel als Säulen gestaltet; ia man unterschied sie sogar nach dem Namen der Ordnung, und sagte, ein dorischer, korintischer od. römischer Leuchter und Löffel. Litteraturbriefe. 3, S. 46.

 

[IIa-02-1783-0245]
Magister Stiefel, Prediger zu Holzdorf und Lochau bei Wittenberg weissagte das Ende der Welt aufs Iar 155 1533 Morgens 8 Ur p. - Der Probst Iakob Kolerus zu Berlin prophezeihete aus 1 1588 in Norwegen gefangnen Hering, auf dessen Bauch unbekante Buchstaben gesehen worden, das Ende der Welt; und der märkische Generalsuperintendent Muskulus aus der Erscheinung der grossen Pluderhosen.

 

[IIa-02-1783-0246]
Meistens alte Weiber Hexen.

 

[IIa-02-1783-0247]
Man untersuchte, wie der Teufel mit dem Menschen Kinder zeuge; ob sie Pferde= Ziegen= od. Menschenfüsse hätten; ob man sie ersäufen könne.

 

[IIa-02-1783-0248]
Wünschelrute. Der Baum giebt Schatten in der Hize {guten Witterung} und Bedekkung im Regen {schlechten}.

 

[IIa-02-1783-0249]
Der Lachs liebe die Ströme am meisten, in denen ihm schnelfliessendes Wasser entgegenströmt.

 

[IIa-02-1783-0250]
Die Früchte die tief wachsen brauchen einen lokkern Boden.

 

[IIa-02-1783-0251]
In der Sonnenhize trägt man die Kleider auf der Achsel.

 

[IIa-02-1783-0252]
Eine Tanne und Fichte wird kein starker Stam, wenn die Äste abgehauen werden.

 

[IIa-02-1783-0253]
Aus Lein und Hanfsamen Öl; aus ienen Strikke, Dochte, der Same Öl, Ausgewachs. Docht.

 

[IIa-02-1783-0254]
Die meisten Würmer sind nakt; und haben aus. feinem Gefül, keine Sinne.

 

[IIa-02-1783-0255]
Die sogenanten Herzblätter schüzen den Keim gegen Frost und Hize, und fallen dan ab.

 

[IIa-02-1783-0256]
Salz vermengt Wasser und Öl.

 

[IIa-02-1783-0257]
Ie mer Mist und Harn riecht, desto fetter d. h. desto mer Salz und Öl hat er.

 

[Manuskriptseite 15]

[IIa-02-1783-0258]
Konstantin baute Konstantinopel für die Türken.

 

[IIa-02-1783-0259]
Der Grossultan verbirgt seine Weiber und sein Serail.

 

[IIa-02-1783-0260]
Die Holländer ersäufen ihren Feind.

 

[IIa-02-1783-0261]
Am Ofen Wintergemälde, die seine Erhizung nur sichtbar macht. (Bilder durch die Wärme des Weins.)

 

[IIa-02-1783-0262]
Den Rok verbrennen, indem man sich wärmt.

 

[IIa-02-1783-0263]
Dieselbe Staude, die Nüsse trägt, dient zum Bakel. Die Früchte mit ihrem Stamme braten.

 

[IIa-02-1783-0264]
In der Schule essen. Der Leim fängt den Vogel bei'n Federn.

 

[IIa-02-1783-0265]
An der Wurzel des Baums ist ein wildes Schwein, oben das Nest eines Sängers.

 

[IIa-02-1783-0266]
Die Federn, die dem iungen Vogel mangeln, sind in seinem Neste.

 

[IIa-02-1783-0267]
Dieselbe Dinte, die schreibt, streicht aus - mit der Feder die Dinte umrüren - der Streusand fält entgegen, od. bleibt kleben.

 

[IIa-02-1783-0268]
Der Regen, der fruchtbar macht, macht koticht und wäscht und macht den Kot.

 

[IIa-02-1783-0269]
Der Staub schadet den Augen, den die Füsse erregt; verdekt den Verursacher desselben.

 

[IIa-02-1783-0270]
Das Holz, welches die Augen mit Licht erleuchtet, beleidigt sie mit Rauch: das Gefül und Gesicht

 

[IIa-02-1783-0271]
Auch die Augen haben Gefül. Seinen Koffer mit haben.

 

[IIa-02-1783-0272]
Nur auf dem Rükken des Buchs goldne Buchstaben; in einer Bibl. sieht man nur die Rükken

 

[IIa-02-1783-0273]
Aus der Loge heraussehen, um gesehen zu werden.

 

[IIa-02-1783-0274]
Lichterpuzer auf Teater; man macht Musik, wärend die Szene verändert wird.

 

[IIa-02-1783-0275]
Man sieht den Soufleur nicht, und hört ihn - man verbietet das Pochen, um's zu vermeren.

 

[IIa-02-1783-0276]
Aus dem Schüler ein Renomist

 

[IIa-02-1783-0277]
Schüler nemen nur aus dem Lateinischen das, was mit ihrer Sprache am wenigsten überk*…*

 

[IIa-02-1783-0278]
Die Ausnamen des Geschlechts in der Grammatik.

 

[IIa-02-1783-0279]
Das Ehebet das Kindbet - das Krankenbet und Todenbet.

 

[IIa-02-1783-0280]
Der katolische Priester giebt Weiber und hat keine. - Tisch und Bet geschieden.

 

[IIa-02-1783-0281]
Wenn man sich scheidet, gehört das Ehepfand denen, die scheiden.

 

[IIa-02-1783-0282]
Er pfeift, wenn er den Tauben Futter giebt.

 

[IIa-02-1783-0283]
Der Kanarienvogel hakt nach der Hand, die ihn füttert.

 

[IIa-02-1783-0284]
Die Fliege bes—st den Zukker, den sie frist.

 

[IIa-02-1783-0285]
Wovon man am wenigsten redet, kent man am besten; Schamglieder.

 

[IIa-02-1783-0286]
Wenn sichs Pferd aufbäumet, fält es und der Reiter.

 

[IIa-02-1783-0287]
An der Wurzel hängt Erde.

 

[IIa-02-1783-0288]
Ie enger die Hosen, desto grössere Anreizung zur Wollust.

 

[IIa-02-1783-0289]
Ie mer man die Wörter unter einander wirft, desto schöner latein.

 

[IIa-02-1783-0290]
Der Busen nicht so schön, wenn Milch darinnen.

 

[IIa-02-1783-0291]
In der Nacht hört man besser.

 

[IIa-02-1783-0292]
Am Sontag verkauft man nichts.

 

[IIa-02-1783-0293]
Gegen das Tanzen eifern.

 

[Manuskriptseite 16]

[IIa-02-1783-0294]
Das erste Exemplar eines Buchs Makulatur - eines mit Papier durchschiessen.

 

[IIa-02-1783-0295]
Auf fettes Papier läst sich nicht schreiben.

 

[IIa-02-1783-0296]
Ein Esel mit einem Ore ist ein widriger Anblik.

 

[IIa-02-1783-0297]
Der unerbarste Ort der fetste.

 

[IIa-02-1783-0298]
Es schmerzt das Ausreissen der Hare, deren Beschneidung nicht schmerzt.

 

[IIa-02-1783-0299]
Die Nadel ein Or und eine Spize.

 

[IIa-02-1783-0300]
Der Durchgang der Venus durch die Sonne.

 

[IIa-02-1783-0301]
Man liebt Schauspiele, und hast Schauspieler.

 

[IIa-02-1783-0302]
Feuer, wenn man beim Licht eingeschlafen.

 

[IIa-02-1783-0303]
Der Mensch trinkt die Milch andrer Tiere, selten seine.

 

[IIa-02-1783-0304]
Die glaubt mit einem Got zu h—, und nur mit seinen Priestern.

 

[IIa-02-1783-0305]
Venus den Daumen, Merkur den kleinen Finger.

 

[IIa-02-1783-0306]
Wenn man dem Schaf die Wolle nimt, auch die Insekten; man schneidets auch.

 

[IIa-02-1783-0307]
Bauer im Schachspiel Königin.

 

[IIa-02-1783-0308]
Unterm Bette der Nachttopf.

 

[IIa-02-1783-0309]
Sich aus Mustern Kleider machen lassen.

 

[IIa-02-1783-0310]
Die Nase an dem Ärmel wischen.

 

[IIa-02-1783-0311]
Statüen meistens nakt. - Deutsche Wörter mit lateinischen Lettern.

 

[IIa-02-1783-0312]
Minerva ein Medusenhaupt im Schilde.

 

[IIa-02-1783-0313]
Bildsäule und ihre Unterlage aus einer Materie.

 

[IIa-02-1783-0314]
Das längste Wort im Lateinisch. zulezt.

 

[IIa-02-1783-0315]
Die Tobaks des Postillons.

 

[IIa-02-1783-0316]
Man geht aus der Kutsche, zu gehen; od. leicht. faren zu machen.

 

[IIa-02-1783-0317]
Einem Badenden die Kleider nemen um rein sich zu waschen mit der Zweideutigkeit.

 

[IIa-02-1783-0318]
Schuster näht Ochsenhaut mit Schweinshar.

 

[IIa-02-1783-0319]
Schmetterling Achilles. - Äpfel in der Gans.

 

[IIa-02-1783-0320]
Geld durch die Brille sehen. - Die Karten mischen.

 

[IIa-02-1783-0321]
22 Robinsone one die 2 neuen und eine Robinsonin.

 

[IIa-02-1783-0322]
Die Schifsschnäbel, an dem rostris.

 

[IIa-02-1783-0323]
Idioten, Einsamen und Unwissenden.

 

[IIa-02-1783-0324]
Manche Tiere blind geboren.

 

[IIa-02-1783-0325]
Ob der Biber zur Wildban od. Fischerei gehöre p.

 

[IIa-02-1783-0326]
Aus seinen langen Haren Kastor Strümpfe und Handschuhe, kurzen Hüte.

 

[IIa-02-1783-0327]
Für ied. Wild aparte Hunde.

 

[IIa-02-1783-0328]
Was die Zäne weis erhält, erhält sie auch gesund.

 

[IIa-02-1783-0329]
Die Hummeln im Stokke sind stachellos und grösser als die Bienen.

 

[IIa-02-1783-0330]
Honig Blumensaft; Wachs Blumenstaub.

 

[IIa-02-1783-0331]
Auf den Mund Platos als Kind sezte sich ein Bienenschwarm.

 

[IIa-02-1783-0332]
Bienenstökke verfüren.

 

[Manuskriptseite 17]

[IIa-02-1783-0333]
Ie kälter, desto weniger darf man den Bienen zu essen geben.

 

[IIa-02-1783-0334]
Den Ast mit den Bienen abhauen.

 

[IIa-02-1783-0335]
Die Köpfe Neugeborner drükken.

 

[IIa-02-1783-0336]
Die erste Milch der Mutter ist purgirend.

 

[IIa-02-1783-0337]
Bienen u. a. Insekten tragen den Fruchtstaub von einem Gewächs zum anderen.

 

[IIa-02-1783-0338]
Der erste Schus geht nicht so weit als der andre p.

 

[IIa-02-1783-0339]
Das Kenzeichen gefärlicher Nebel ist ein Geschmak und Geruch.

 

[IIa-02-1783-0340]
Zitronen ins Wasser.

 

[IIa-02-1783-0341]
Aus Gerste Brod und Bier.

 

[IIa-02-1783-0342]
In der Komödie Geräusch des Regens one Regen.

 

[IIa-02-1783-0343]
Ein Gewitter verderbt ein Feuerwerk.

 

[IIa-02-1783-0344]
Die Milch, nicht das Fleisch des Esels.

 

[IIa-02-1783-0345]
Klatschen mer des Pralens als Antreibens willen.

 

[IIa-02-1783-0346]
Schlechte Hare unter eigne stekken.

 

[IIa-02-1783-0347]
Wenn ein verschlagener Schwarm Bienen hoch in der Luft fliegt, daß er das Getöse nicht hören kan, so wirft man Staub in die Luft, damit sie heruntergebracht werden.

 

[IIa-02-1783-0348]
Die Bienen ersaufen in ihrem Honig.

 

[IIa-02-1783-0349]
Die Mäusse hekken und zeren nur im Winter im Bienenstokke.

 

[IIa-02-1783-0350]
Wenn man eine Wolfsklaue in einem Stalle aufhängt, verdorren die Schafe.

 

[IIa-02-1783-0351]
Butter aus Ochs. fet; die Schuhe schmieren.

 

[IIa-02-1783-0352]
Bienen mit Läusen od. Schaben aus ihrem Unflate gezeugt, mit Granatäpfeln oder Feigen Reisern räuchern.

 

[IIa-02-1783-0353]
Schmetterlinge töden die Bienen.

 

[IIa-02-1783-0354]
In den Zellen, wo Brut war, Honig

 

[IIa-02-1783-0355]
Der Ochs und die Biene auf einer Wiese; Blume; der eine frist die ganze Blume, die and. saugt nur.

 

[IIa-02-1783-0356]
Der Storch Kröten und Schlangen, und Bienen. Bienenkönig kein Stachel.

 

[IIa-02-1783-0357]
Man zerschneidet beim Honigschneiden die Bienen.

 

[IIa-02-1783-0358]
Gegen sie Handschuh von Tuch, nicht von Leder.

 

[IIa-02-1783-0359]
Ie bittrer ein braunes Bier ist, desto wärmer dasselbe.; desto dauernder.

 

[IIa-02-1783-0360]
Wenn das Bier sauer, wieder versüssen. - Lagerbier.

 

[IIa-02-1783-0361]
In warmen Ländern wird kein gutes Bier gebraut.

 

[IIa-02-1783-0362]
In allen Teilen des Körpers können Steine wachsen, Zunge, Gaumen, Lunge, Magen, Gehirn, Gelenken der Händ' und Füsse; und Krüger in den Schweislöchern.

 

[IIa-02-1783-0363]
Oft erzeugt die eine Niere Steine und die andere keine.

 

[IIa-02-1783-0364]
Durch Säuren {Kalkwasser} die Blasensteine in Sand verwandeln.

 

[IIa-02-1783-0365]
Esel sonst nur in Apoteken - kleiner Hufen gegen die fallende Sucht.

 

[IIa-02-1783-0366]
Aus der Ochsenhaut das Ochsenioch.

 

[IIa-02-1783-0367]
Das Pferd mit einem Zaum aus Ochsenleder.

 

[Manuskriptseite 18]

[IIa-02-1783-0368]
Schnarchen. - Die Könige von Orient nennen sich Vettern der Sonne.

 

[IIa-02-1783-0369]
Sie musten den Traum nicht auslegen, sond. erraten, bei Nebukadnezar.

 

[IIa-02-1783-0370]
Iul. Zäsar reformirte den Kalender; diktirte 4 Brief' auf einmal.

 

[IIa-02-1783-0371]
Die Insekten sind nach Zukker begierig.

 

[IIa-02-1783-0372]
Wein giebt schärfern Essig als Eier.

 

[IIa-02-1783-0373]
Aus der Vergleichung der nordamerikanischen Völker, nämlich ihrer Sprachen ihren Ursprung.

 

[IIa-02-1783-0374]
Schwarze und weisse Sklaven.

 

[IIa-02-1783-0375]
Ausartung, Todesfälle vom Heiraten in nahen Graden.

 

[IIa-02-1783-0376]
Addreskalender vol Titel u. Namen.

 

[IIa-02-1783-0377]
Schäfershund mit stachtlichem Halsband.

 

[IIa-02-1783-0378]
Iunge Gänse mit Nesseln. - Trübere.

 

[IIa-02-1783-0379]
Fürsten od. Missetäter anatomirt.

 

[IIa-02-1783-0380]
Eine belagerte Stad besäet die Strassen. Plut. III. S. 487

 

[IIa-02-1783-0381]
Die Zimmerleute bekränzen das geendigte Haus, trinken, singen.

 

[IIa-02-1783-0382]
Bierhan behält nichts als Schleim.

 

[IIa-02-1783-0383]
Schatten mancher Bäume schädlich.

 

[IIa-02-1783-0384]
Die harichte Wolle der Raupen z. B. Tannenraupen den Händen schädlich.

 

[IIa-02-1783-0385]
Kleine Würmer geben dem Regen und Flüssen eine Blutfarbe.

 

[IIa-02-1783-0386]
Die Flosfedern gewisser Fische sind stachlicht.

 

[IIa-02-1783-0387]
Flügeldekken schöner als die Flügel.

 

[IIa-02-1783-0388]
Schaflaus meistens auf flekkigten Schafen.

 

[IIa-02-1783-0389]
Die Adler können endlich vorm gekrümten Schnabel nicht mer fressen.

 

[IIa-02-1783-0390]
Raubtiere ein grosses Herz, kleines Milz und einen stinkenden Atem; Aristoteles u. Plinius, daß sie das Herz der Tiere nicht fressen.

 

[IIa-02-1783-0391]
Habichte halten eine ganze Nacht einen Vogel in Klauen, den sie im Finstern erwischen.

 

[IIa-02-1783-0392]
Plinius, daß die Bruteier von der Stimme des Habichts Not leiden.

 

[IIa-02-1783-0393]
Die Kunst malt

 

[IIa-02-1783-0394]
Mancher zum Gesundbrunnen der Lust wegen.

 

[IIa-02-1783-0395]
Einige träumten, daß das Blei dem Demant seine Schärfe neme.

 

[IIa-02-1783-0396]
Der beste Diamant ist, wenn er one Farbe durchsichtig wie's helste Wasser ist

 

[IIa-02-1783-0397]
Man sticht mit Diamanten in andre Edelgesteine.

 

[IIa-02-1783-0398]
Alle Edelgesteine leuchten zu Nachts, wenn sie am Tage an der Sonne gelegen.

 

[IIa-02-1783-0399]
Der sich einen Diamant anschaft, um ihn zu zerschlagen.

 

[IIa-02-1783-0400]
Ein Diamant ist der reinste, der den schwarzen Mastiven an sich zieht.

 

[IIa-02-1783-0401]
Das Wasser von zerflossenem Hagel taugt am besten, Unreinigkeit auszu*…*

 

[IIa-02-1783-0402]
Am Ufer am ersten zugefrieren. Wer friert, zittert.

 

[IIa-02-1783-0403]
Der Streit mit dem flach od. tief akkern.

 

[Manuskriptseite 19]

[IIa-02-1783-0404]
Der Prozes dauert länger als die ihn füren.

 

[IIa-02-1783-0405]
Den Namen ein Us anhängen.

 

[IIa-02-1783-0406]
Es springen zuviele vom Schif in das sinkende Bot.

 

[IIa-02-1783-0407]
Unterm Ungewitter fluchen; wenn sie nicht mer fluchen, so nicht gut.

 

[IIa-02-1783-0408]
Durch Pumpen das Wasser am Sinken verhindern; gut ausser, schlecht im Schiffe.

 

[IIa-02-1783-0409]
Die Messer und Gabeln nicht kreuzweis legen.

 

[IIa-02-1783-0410]
Die Schwere des Kürbis macht daß er auf der Erde liegt.

 

[IIa-02-1783-0411]
Der Sallat taugt nichts, wenn er schon Samen hat.

 

[IIa-02-1783-0412]
Der gelbe Pfifferling mus mit Gewürz wol zugerichtet sein, wenn er nicht Bauchgrimmen und Durchfal erregen sol.

 

[IIa-02-1783-0413]
Ein Teller, worauf oft gegessen wird, hat viele Schnitte.

 

[IIa-02-1783-0414]
Er ist ein Korrekturbogen.

 

[IIa-02-1783-0415]
Ein grosser Schwam (Hut) auf einem dünnen Stiel.

 

[IIa-02-1783-0416]
Der Same befliegelt. - Die Schwämme am niedrigst. und den grösten Gipfel.

 

[IIa-02-1783-0417]
Die Blätter fallen später ab als die Früchte.

 

[IIa-02-1783-0418]
Die Milch mancher Blumen, Schwämme ist scharf, bitter.

 

[IIa-02-1783-0419]
Am meisten Tauben p. wenn man gesäet.

 

[IIa-02-1783-0420]
Ein Unter= und Oberhemd zugleich; das leztere ein Küchenzettel.

 

[IIa-02-1783-0421]
Binden sich arg, um lebhaft zu sehen.

 

[IIa-02-1783-0422]
Man kan an einem schlüpfrigen und har gefrornen Orte fallen.

 

[IIa-02-1783-0423]
Gitter vors Fenster machen.

 

[IIa-02-1783-0424]
Nachtwächter meistens Krüpel.

 

[IIa-02-1783-0425]
Ein schwarzer Zan besser als eine Zanlükke. Das Har vorm Frisiren einwirren; mit der Harnadel krazen, bleibt im Kopfe stekken.

 

[IIa-02-1783-0426]
Nach der Ur sehen, um sie zu zeigen.

 

[IIa-02-1783-0427]
Mit dems. Messer essen und schnizen.

 

[IIa-02-1783-0428]
Nur wenn man krank, bekomt man Lekkerbissen.

 

[IIa-02-1783-0429]
Schreien die Armeen, eh' sie fechten.

 

[IIa-02-1783-0430]
Kinder können lateinisch mit kleinen, nicht mit gross. Buchstaben.

 

[IIa-02-1783-0431]
Aus Furcht vorm Märgen rükken die Kinder näher zusammen.

 

[IIa-02-1783-0432]
Die Raubvögel schweben immer über den Vögeln, können ihnen nicht von der Seite beikommen.

 

[IIa-02-1783-0433]
Nicht blos Ruder, auch Segel.

 

[IIa-02-1783-0434]
Die Vögel 2erlei Federn, Regier= rectrices und Schwingfedern remiges.

 

[IIa-02-1783-0435]
Das Nest der Lerche auf der Erde, ihr Flug im Himmel.

 

[IIa-02-1783-0436]
Die Fane schwenken.

 

[IIa-02-1783-0437]
Im Winter Krähen in der Stad.

 

[IIa-02-1783-0438]
Manche bekommen in den Schlachten der Heldendicht. schöne Namen zum Tod**er*…*

 

[Manuskriptseite 20]

[IIa-02-1783-0439]
Mitten im Kauen auf einen Stein stossen.

 

[IIa-02-1783-0440]
An Bustagen keine Orgel.

 

[IIa-02-1783-0441]
Der eine giebt, der andre modifizirt den Wind; Bälgetreter und Organist.

 

[IIa-02-1783-0442]
Manche Tiere verschlukken zur Dauung Steine; der Bauer Kirschenkerne.

 

[IIa-02-1783-0443]
Der Alpenschmetterling (Alpicola Papilio hexapus.)

 

[IIa-02-1783-0444]
Der teatralische Dichter giebt den Helden einen Federbusch, stat eines gross. Karakters.

 

[IIa-02-1783-0445]
Auf dem französisch. Teater darf kein Mord auf -, sond. hinter der Büne geschehen.

 

[IIa-02-1783-0446]
Im Bette Besuch annemen.

 

[IIa-02-1783-0447]
Mit der stumpfen, nicht der Schneide des Beils zuschlagen; tödet den Ochsen mit der einen, anatomirt ihn mit

 

[IIa-02-1783-0448]
Auf die Teller und Schüssel Verse schreiben.

 

[IIa-02-1783-0449]
Das Amarellenkraut heist wegen seiner Heilung des hizigen Fiebers bei den Geistlichen Surge et ambula.

 

[IIa-02-1783-0450]
Ie schlechter der Ambram, desto mer läst er, verbrant, Kole und Asche zurük.

 

[IIa-02-1783-0451]
Krystallen sind nur weichere Edelsteine, und diese härtere Krystallen.

 

[IIa-02-1783-0452]
Kazengold und Kazensilber.

 

[IIa-02-1783-0453]
Was das Gesicht und die Hände nicht sagen, sagen die Füsse unterm Tische.

 

[IIa-02-1783-0454]
Den wiederkäuenden Tieren felt gemeiniglich die obere Reihe der Beiszäne.

 

[IIa-02-1783-0455]
Kole besser als Asche.

 

[IIa-02-1783-0456]
Kazen schreien am meisten sich begattend.

 

[IIa-02-1783-0457]
Der Teufel nur von allen Engeln hat einen Schwanz. - Die Engel ab. nicht die Teufel wie Knäbgen malen ; sie kleiner

 

[IIa-02-1783-0458]
Es giebt Hermaphroditen = Mängen und Weibgen.

 

[IIa-02-1783-0459]
Alle Schlangen scheinen keine Füsse zu haben

 

[IIa-02-1783-0460]
Die Grie Atener und die Sparter sind Griechen.

 

[IIa-02-1783-0461]
Kaiserschnit. - Bratenwender.

 

[IIa-02-1783-0462]
Im Lexikon folgen die Buchstaben Wörter nach dem Alph., nicht nach dem Sin.

 

[IIa-02-1783-0463]
Besizer der ersten Auflage verlieren bei der zweiten.

 

[IIa-02-1783-0464]
Milch und Zukker zum Kaffee.

 

[IIa-02-1783-0465]
Die Nymphe Echo wurde nach dem Ovid in eine blosse Stimme verwandelt.

 

[IIa-02-1783-0466]
Lipogrammatist - Akrostichon - Chronogram - Bouts Rimés.

 

[IIa-02-1783-0467]
Wir haben die grossen Wälder nicht mer, aber fremde Obstbäume.

 

[IIa-02-1783-0468]
Ein Biber verteidigt sich mit Zänen und Schwanz.

 

[IIa-02-1783-0469]
Die Wilden hölen die Bäume durch Feuer aus.

 

[IIa-02-1783-0470]
Bei den Wilden ist die Schweiskur auch ein Gebrauch der Höflichkeit.

 

[IIa-02-1783-0471]
Skalpiren. - Punctum saliens

 

[IIa-02-1783-0472]
Tobak nur gebükt schnupfen.

 

[IIa-02-1783-0473]
Der Geruch von Kaffeebrennerein; ihn erst brennen.

 

[Manuskriptseite 21]

[IIa-02-1783-0474]
Nomenklatoren bei den Römern. - Die Eule das Bild der Weisheit und der Verkünderin des Todes.

 

[IIa-02-1783-0475]
Ein ausgebranter feuerspeiender Berg raucht nur noch. Man verschneidet die Tiere zum Fetwerden. -

 

[IIa-02-1783-0476]
Der Ochs schmekt übel, der lange viele Kühe besprungen.

 

[IIa-02-1783-0477]
Schweine kuriren sich mit Epheu.

 

[IIa-02-1783-0478]
Ein gewisses Salz schwizen unterirdische Hölen und Gewölber aus.

 

[IIa-02-1783-0479]
Frülingstau ist Herbstreif.

 

[IIa-02-1783-0480]
Schnee ists leichteste Wasser und faulet nicht leicht. - Holer Hagel, kernvoller, die Stralen des Schnees; wievielstralichter - das Schnee{Hagel}wasser gut zum Bleichen, zum Bierbrauen.

 

[IIa-02-1783-0481]
Kochendes Quellenwasser das eiskalt - der Polterborn in Westphalen.

 

[IIa-02-1783-0482]
Wasser und Seife zum Waschen; verdirbt sich die Augen.

 

[IIa-02-1783-0483]
Das Fluswasser, das am geschwindesten fliest, das beste, fault schwerer und wäscht weisser. - Das dikke W., modernde taugt am besten zum Färben, ie mer es fremde Sachen enthält. -

 

[IIa-02-1783-0484]
Die Fische werden krank, wenn die See grünet.

 

[IIa-02-1783-0485]
Das Eis fliest auf dem Wasser u. so fließt r*…*her Wasser auf dem Eis; ie dichter und härter das Eis, desto reiner sein Wasser.

 

[IIa-02-1783-0486]
In Rusland baute man Häuser aus Eis

 

[IIa-02-1783-0487]
Kontrakzion der Vokalen. - Man schlägt den Ochsen nur den Kopf , eh' man ihm Blut nimt.

 

[IIa-02-1783-0488]
Beim Ursprung Griechenlands lauter Heroen und Helden, Riesen.

 

[IIa-02-1783-0489]
Man sieht nach der Ur, um den andern an den Abschied zu erinnern.

 

[IIa-02-1783-0490]
Der Bediente trägt das geschenkte Kleid des Hern.

 

[IIa-02-1783-0491]
Geier sind an dem Tore der Edelleute angeschlagen.

 

[IIa-02-1783-0492]
Der Vogel äzt die Iungen, angebunden, im Käfich, länger als frei.

 

[IIa-02-1783-0493]
Pumphosen. - Aussenlinien - Zirkumvallazionslinien.

 

[IIa-02-1783-0494]
Man läst den Teufel durch Hexenmeister verbannen, vor denen man sich selbst fürchtet.

 

[IIa-02-1783-0495]
Iedes Iar die Liste der Verstorbnen, vom Küster.

 

[IIa-02-1783-0496]
Ein Blinder fürchtet sich zu Nachts nicht.

 

[IIa-02-1783-0497]
Ausdruk des Iuwelirs: die Krystalle haben ein schönes, helles, weisses Wasser.

 

[IIa-02-1783-0498]
Die Seefische sterben od. erkranken in süssem Wasser.

 

[IIa-02-1783-0499]
1) Mer= 2) Flus 3) Teichfische; Grad der Gesundheit.

 

[IIa-02-1783-0500]
Grössere Fische legen ihre Eier in Felsen, od. den Morast, kleinere in die Wurzeln der Wassergewächse.

 

[IIa-02-1783-0501]
Alte Fischgehäuse und Neze scheuen die Fische mer als neue.

 

[IIa-02-1783-0502]
Die Knochen des Adlers sind stark und fast one Mark.

 

[IIa-02-1783-0503]
Im Alter werden die Federn desselben vor Hunger weis.

 

[Manuskriptseite 22]

[IIa-02-1783-0504]
Adler fallen selten eine Eule an.

 

[IIa-02-1783-0505]
Sezt sich auf einen hohen Felsen, den Raub auszuspähen.

 

[IIa-02-1783-0506]
Das Fleisch der fleischfressenden Tiere am wenigsten esbar.

 

[IIa-02-1783-0507]
Die Adler werfen die Fische so, daß sie sie mit dem Kopf verschlukken können.

 

[IIa-02-1783-0508]
Wenn sie geiagt od. geschlagen wurden, od. hungern musten, so schrieen sie ser fein klein.

 

[IIa-02-1783-0509]
Aquila heteropos Gesneri hat den linken Fus blau, den rechten bräunlicht weis. -

 

[IIa-02-1783-0510]
Der szytische Adler sol nach Aristoteles und Plinius, seine Eier in ein Hasen= od. Fuchsfel einmachen und so auf einen Baum legen, stat sie zu bebrüten.

 

[IIa-02-1783-0511]
Die Blasgelbe Gartenspinne verbirgt sich in die Blumenkelche der Pflanzen und fängt die Mükken.

 

[IIa-02-1783-0512]
Eine gewisse Art von Spinnen hält auf Brennesseln auf.

 

[IIa-02-1783-0513]
Gänshaut von der Kälte.

 

[IIa-02-1783-0514]
Die Früchte und der Schatten (durch Blätter) des Baums külen.

 

[IIa-02-1783-0515]
Nicht alle Gebäude lassen sich mit Schiefern dekken.

 

[IIa-02-1783-0516]
Historie bbb.

 

[IIa-02-1783-0517]
Den 1 Band einem Frauenz., d. 2. dem Kurfürsten dediziren.

 

[IIa-02-1783-0518]
Sich mit eignem Urin beschmuzen.

 

[IIa-02-1783-0519]
Manche zerbrechen die Gläser, aus denen sie getrunken.

 

[IIa-02-1783-0520]
Tiere auf dem Stokknopf.

 

[IIa-02-1783-0521]
Der Mensch auf 4, 2, 3. Füssen.

 

[IIa-02-1783-0522]
Der Sand in den Sanduren läuft bei feuchtem Wetter langsam; troknem geschwind.

 

[IIa-02-1783-0523]
Auf dem Rükken des Messers kan man Mess. schleifen.

 

[IIa-02-1783-0524]
Ie spröder das Glaserzt (zum Silberglas) ist, desto weniger hält es Silber.

 

[IIa-02-1783-0525]
Der eine beist den Zukker zum Kaffee, p.

 

[IIa-02-1783-0526]
Silber mit Blei versezt giebt keinen gross. und angenemen Klang mer von sich.

 

[IIa-02-1783-0527]
Einige Chemisten nennen das Queksilber: aqua non madefaciens manus.

 

[IIa-02-1783-0528]
Wenn man zuvie eintunkt, Klekse.

 

[IIa-02-1783-0529]
Queksilber verbindet sich am liebsten mit dem Golde.

 

[IIa-02-1783-0530]
Einige halten dasselbe für den Grund aller Metalle.

 

[IIa-02-1783-0531]
Fliegt im Feuer davon eh' es glühend wird.

 

[IIa-02-1783-0532]
Das schmuzige Queksilber wäscht man mit Brantewein rein; das staubvolle drükt man durch ein Leder.

 

[IIa-02-1783-0533]
Queksilber rein: wenn es übers Papier laufend keine Unreinigkeit zurükläst; keine Haut über sich hat, und in einem eisernen Löffel übers Feuer nicht knistert.

 

[IIa-02-1783-0534]
Der Kalch düngt und tüncht.

 

[IIa-02-1783-0535]
Arsenik läst sich mit allen Metallen verbinden und verdirbt alle.

 

[IIa-02-1783-0536]
Man vergiftet den Wein durch Versüssen; indem man ihm das Sauere nemen wil.

 

[IIa-02-1783-0537]
9

 

[Manuskriptseite 23]

[IIa-02-1783-0538]
Was mit man mit sympatetischer Dinte geschrieben, wird nur dan sichtbar, wenn man das Papier, unter Fliespapier liegend, mit Silberglätessig überfärt.

 

[IIa-02-1783-0539]
Hanf sol schon als Same erstikken.

 

[IIa-02-1783-0540]
Winde können die Wassersucht verursachen, gegen die die Asa Foetida auch als Same obwol schwächer.

 

[IIa-02-1783-0541]
Die Wärme zeugt und fault Tiere.

 

[IIa-02-1783-0542]
Die Flöhe plagen mer bei Nacht als Tag.

 

[IIa-02-1783-0543]
Einiges Gewürm hat einen blossen Leib one Gliedmassen.

 

[IIa-02-1783-0544]
Wenn einem die Nase küzelt, hat er Würmer.

 

[IIa-02-1783-0545]
Wir bekommen den Stokfisch meistens one Kopf.

 

[IIa-02-1783-0546]
Vom Stiche der Stechfliegen, Flöhe rote Flekke; grösser als sie; die Stechfliegen aussen, Flöhe innen.

 

[IIa-02-1783-0547]
Eine gewisse Art von Stechfliegen hält sich auf den Nesseln auf.

 

[IIa-02-1783-0548]
Die meisten Chemiker abergläubig.

 

[IIa-02-1783-0549]
Einer as mit dem Anatomirmesser.

 

[IIa-02-1783-0550]
Wenn einem Missetäter eine Vestalin begegnete; die wegen Hurerei lebendig begraben.

 

[IIa-02-1783-0551]
Demosthenes übte sich unter der Erde in der Deklamazion und Akzion; er nam sein Stamlen zu verbessern Steine in den Mund.

 

[IIa-02-1783-0552]
Nach der Legende haben 2 Tiger das Grab des h. Pauls gegraben.

 

[IIa-02-1783-0553]
Einen römischen Sklaven konte man nicht zum Zeugen gegen seinen Hern brauchen.

 

[IIa-02-1783-0554]
Der Schwanz des Kometen verlängert sich mit der Sonnennäherung.

 

[IIa-02-1783-0555]
Aus Eicheln Kaffee.

 

[IIa-02-1783-0556]
Glauben, das Blut vom Zanfleisch komme aus der Lunge. Schwarze (häsliche) Zäne, kranke.

 

[IIa-02-1783-0557]
Der Schwanz des Esels hat nur zu äusserst Borsten, aber Pferd, überal.

 

[IIa-02-1783-0558]
Alle furchtsamen Tiere haben ein grosses Herz.

 

[IIa-02-1783-0559]
Eselsmilch ist fliessender als and. Tiere.

 

[IIa-02-1783-0560]
Windbüchse knalt nicht.

 

[IIa-02-1783-0561]
Der Schachspieler des Hern von Kempeln.

 

[IIa-02-1783-0562]
One Zäne nicht gut reden.

 

[IIa-02-1783-0563]
Die Stinkfliege glänzt und stinkt.

 

[IIa-02-1783-0564]
Man glaubte, der Paradiesvogel habe keine Füsse, da man sie abgeschnitten.

 

[IIa-02-1783-0565]
Saiten aus Messing und Därmern.

 

[IIa-02-1783-0566]
Den Hut nach dem Strich keren.

 

[IIa-02-1783-0567]
Die Raupe keine Blumen, der Schmetterling kein Kraut.

 

[IIa-02-1783-0568]
Ring des Gyges. - 2 Tonnen in Iupiters Vorsal.

 

[IIa-02-1783-0569]
Eine Ursache der treflichen Hornviehzucht in der Wallachey, ist daß man kein Kalbfleisch isset .

 

[IIa-02-1783-0570]
Ein Floh im Or.

 

[IIa-02-1783-0571]
Wenn Künstler ihre Diamanten im vorteilhaftesten Licht zeigen wollen so sie in kleinen Gehäusen von schwarzem Samt.

 

[Manuskriptseite 24]

[IIa-02-1783-0572]
Gold das klingt ist unreines. Dukaten Ros und Reiter. - Es rostet nicht.

 

[IIa-02-1783-0573]
Solon kein Gesez wider den Vatermord.

 

[IIa-02-1783-0574]
Pisistratus verwundete sich, um von den Atenern eine Wache bekommen.

 

[IIa-02-1783-0575]
In der Scham krampfen sich die Füsse; die Hände werden von Nägeln, Zunge von Zänen verwundet. -

 

[IIa-02-1783-0576]
Der Vorhang des Parrhasius Vor ists Gemälde selbst.

 

[IIa-02-1783-0577]
Der Gelerte und der Soldat einen Degen. - Phalanx.

 

[IIa-02-1783-0578]
Bei den Gelerten eine Ere kein Gedächtnis zu haben.

 

[IIa-02-1783-0579]
Landkarten an den Wänden.

 

[IIa-02-1783-0580]
Der Engel, der's Taufbekken hält.

 

[IIa-02-1783-0581]
Gemeine Leute erwälen sich den Leichentext und Sterbelieder.

 

[IIa-02-1783-0582]
Schuhe schiklicher als Stiefel.

 

[IIa-02-1783-0583]
Die Pferde müssen bergunter anhalten.

 

[IIa-02-1783-0584]
Auf den Spizen der Schuhe gehen um sich nicht zu besudeln.

 

[IIa-02-1783-0585]
Geht zum berümten Man, ihn sich in seinen Stambaum zu schreiben zu lassen.

 

[IIa-02-1783-0586]
Das Blei schmelzt unter allen Metallen am leichtesten.

 

[IIa-02-1783-0587]
Weil die Amphisbone 2 Köpfe, weis man nicht welches der Schwanz.

 

[IIa-02-1783-0588]
An die Türe eine Klingel machen.

 

[IIa-02-1783-0589]
Iliade; Batrachomyomachie.

 

[IIa-02-1783-0590]
Der Streit zwischen Leeuwenhoek, Hartsoeker, und Büffon über das Dasein des Schwänzgen der Samentiergen; welches zum Rükgrad nachher wird.

 

[IIa-02-1783-0591]
Ob pullus in ovo - ob die Weiber Samen; die Schwänzgen der Schildkröten, hinter sich.

 

[IIa-02-1783-0592]
Der Schmarozer spricht an der Türe in schlechtem Wetter, wegen des Einladens.

 

[IIa-02-1783-0593]
Wenn man die Zunge der getödeten Gemse rauh findet; so Bezoar.

 

[IIa-02-1783-0594]
Sich in die Zunge beissen.

 

[IIa-02-1783-0595]
Die Persianer glauben, der Bezoar besser, der aus Tieren, die sich von giftigen Pflanzen hoher Gebirge nären, als blosse geruchlose Feldkräuter.

 

[IIa-02-1783-0596]
Magere Tiere haben ihn, nach einigen.

 

[IIa-02-1783-0597]
Lichter in der Stube vol - auspuzen, der Wollust wegen.

 

[IIa-02-1783-0598]
Nikellist lies seinem Pferde die Hufeisen verkert aufschlagen.

 

[IIa-02-1783-0599]
Der Iude läst sich taufen dem Gevatter wegen.

 

[IIa-02-1783-0600]
Büffel für 5 Gulden töden.

 

[IIa-02-1783-0601]
Wenn anatomirt wird, stinkts.

 

[IIa-02-1783-0602]
Den bedeutet das Todesanzeichen nicht, der es hört.

 

[Manuskriptseite 25]

[IIa-02-1783-0603]
Der Geköpfte geht mit dem Kopf unter dem Arm herum.

 

[IIa-02-1783-0604]
Apomagdalia, die Brosamen woran die Alten die Finger wischten, und sie hernach den Hunden vorwarfen.

 

[IIa-02-1783-0605]
Man leitet grossen Reichtum von einem gefundnen Schaze her.

 

[IIa-02-1783-0606]
Iener Maler malte den Betrüger mit Kolen.

 

[IIa-02-1783-0607]
Markpastete.

 

[IIa-02-1783-0608]
Einen den Wert des Gekauften erraten heissen.

 

[IIa-02-1783-0609]
In einem Lande, das Gebürge hat, sind Esel eher als Pferde zu gebrauchen.

 

[IIa-02-1783-0610]
Leute die durch den Magen reden.

 

[IIa-02-1783-0611]
Der Chaldäer betete hauptsächlich die Gestirne an; der Ägypter das Krokodil; Atener, die Pallas; Römer, den Mars.

 

[IIa-02-1783-0612]
Zeres mit den Augenwimpern.

 

[IIa-02-1783-0613]
Iupiter war der Iuno 300 Iar treu. Kallim. Frag. XX.

 

[IIa-02-1783-0614]
Der Friseur fragt welche Art von Frisur man wolle.

 

[IIa-02-1783-0615]
Die Diane leuc iagt am Tag und leuchtet in der Nacht als Selene.

 

[IIa-02-1783-0616]
Der Tempel der Diane zu Ephesus stand auf einem sumpfigen Grund.

 

[IIa-02-1783-0617]
Der ephesische Tempel ist verbrant, weil die Diane der Mutter Alexanders Geburts geleistet.

 

[IIa-02-1783-0618]
Sie war ewig Iungfer, und doch Geburtshelferin.

 

[IIa-02-1783-0619]
Die heidnischen Tempel nur vom Eingange Licht.

 

[IIa-02-1783-0620]
Pallas die Göttin der Gelersamkeit und der Waffen; so Braga.

 

[IIa-02-1783-0621]
Phidias und Michel Angelo waren zusammen Maler, Bildhauer und Baumeister.

 

[IIa-02-1783-0622]
Dem falle Troia zu , wer's Palladium bekommen.

 

[IIa-02-1783-0623]
Eine iungfräuliche Hand muste das Peplum für die keusche Pallas weben.

 

[IIa-02-1783-0624]
Der Pallas geweiht Drache, Han, Eule; der erste beschüzte das Bild der Pallas Polias p.

 

[IIa-02-1783-0625]
Die Wirkung des Gürtels der Venus.

 

[IIa-02-1783-0626]
Venus hatte einige Herschaft übers Meer; Schiffer vor Knid od. Eryx opferten ihr.

 

[IIa-02-1783-0627]
Anfangs konte man nur in Gold, Silber, Kupfer arbeiten; nachher erst ist das Schmieden des Eisens erfunden worden.

 

[IIa-02-1783-0628]
Der Berg Ätna war die Schmideässe des Vulkans.

 

[IIa-02-1783-0629]
Der Vulkan schmidete dem Zevs Donnerkeile und den Liebesgöttern Pfeile.

 

[IIa-02-1783-0630]
Er machte seiner Mutter, der Hera, (Iuno) weil sie ihn häslich fand, einen Tron von Gold mit unsichtbaren Ketten, wo sie hilflos angefesselt war, bis er selbst p.

 

[IIa-02-1783-0631]
Der Zepter, den er dem Zevs verfertigte, wurde nachher von den Griechen verert und beopfert.

 

[Manuskriptseite 26]

[IIa-02-1783-0632]
Der Pferdemist düngt schlechter als andr., weil das Pferd mer schwizt. -

 

[IIa-02-1783-0633]
Der Dünger mus die unter die Erde.

 

[IIa-02-1783-0634]
Der beste Ort zum Misthaufen ist, wo die Mittagssonne nicht hinscheint.

 

[IIa-02-1783-0635]
Ein Landman mus mer Wiesen als Äkker haben.

 

[IIa-02-1783-0636]
Man akkert auch, das Unkrat auszurotten. -

 

[IIa-02-1783-0637]
Die Amme bekomt bessere Speisen und daher schlechtere Milch.

 

[IIa-02-1783-0638]
Mel zum Pudern.

 

[IIa-02-1783-0639]
Aus Erdäpfeln und Weizen Stärke; bei ienen zerreist die Wäsche eher.

 

[IIa-02-1783-0640]
Die Bekker mischen Potasche od. Kalk unter die Semmel, sie lokrer zu machen.

 

[IIa-02-1783-0641]
Horn wird in heissem Brod weich; weiches Brod macht lokre Zäne und weiches Zanfleisch.

 

[IIa-02-1783-0642]
Zuviel Dünger bringt viel Gras hervor, treibt stark ins Stroh, giebt taube und magere Körner und macht den Samen bei vielem Regen faulen.

 

[IIa-02-1783-0643]
Ein Same sol ausarten aufs Feld, wo er genommen worden, gesäet.

 

[IIa-02-1783-0644]
Man säet die Erbsen lieber auf fris alten Mist, weil die auf frischen viel Stroh und wenige und kleine Schoten bringen.

 

[IIa-02-1783-0645]
Die Schafe düngen, wenn sie zu Nachts in Hürden stehen.

 

[IIa-02-1783-0646]
Die vielen Hügel auf den Wiesen hindern das Graswachsen und mähen.

 

[IIa-02-1783-0647]
Der Dünger der Ochsen ist besser als der der Pferde.

 

[IIa-02-1783-0648]
Salz schärft die Zäne der Kälber für andres Futter.

 

[IIa-02-1783-0649]
Porphyrius lert aus dem ler Numenius, daß die ägyptischen Gotheiten nicht auf festem Boden stehen, sondern auf einem Schiffe, und daß nicht allein die Sonne, sondern alle Selen, nach der Lere der Ägypter, auf dem flüssigen Elemente schwimmen. Winkelm. Geschichte der Kunst. I. Teil. K. 2.

 

[IIa-02-1783-0650]
Die Sphinxe der Ägypter sind zweierlei beiderlei Geschlecht; sie sind vorne weiblich und haben einen weiblichen Kopf, und hinten mänlich, wo sich die Hoden zeigen. - Die Sphinxe an den 4 Seiten der Spize des Obelisks der Sonne haben Menschenhände mit spizigen Nägeln reissender Tiere. Ebend. S. 77.

 

[IIa-02-1783-0651]
Die Härte ägyptischer Schädel und Weichheit persischer; nach Herodot.

 

[IIa-02-1783-0652]
Aus dem Kopf einer Figur läst sich der vornemste Beweis des Stils ziehen.

 

[IIa-02-1783-0653]
Es sind keine Statuen aus dem Altertume mer zertrümmert, als die ägyptischen und zwar von schwarzen Steinen. - Dasienige, was durch die Zeit unzerstörbar geschienen, ist zertrümmert worden, ab. nicht die Gebrechlicheren. Wink. Geschichte der Kunst. S. 132-133.

 

[IIa-02-1783-0654]
Demetrius Phalernus wurde von seinen schönen Augenliedern ??????????????.

 

[Manuskriptseite 27]

[IIa-02-1783-0655]
An dem Feste des philesischen Apollo war auf den gelertesten Kus unter iungen Leuten ein Preis gesezt. Lutat. ad. Stat. Theb. L. 8. V. 198.

 

[IIa-02-1783-0656]
Die spartischen Weiber stelten einen Nireus, Narzis, Hyazint od. einen Kastor und Pollux in ihren Schlafzimmern auf, um schöne Kinder zu haben.

 

[IIa-02-1783-0657]
Ein gewisser Peron, der wolriechende Salben verfertigte - und von Plato Thearion ein Bekker und den Sarambus einen Gastwirt.

 

[IIa-02-1783-0658]
Die Bildhauerei war bei den Griechen früher volkommen als die Malerei.

 

[IIa-02-1783-0659]
Man glaubte, die ältesten Bilder der Gotheit, und deren Künstler unbekant waren, seien vom Himmel gefallen.

 

[IIa-02-1783-0660]
Ein nakter Körper scheint grösser zu sein als -

 

[IIa-02-1783-0661]
Der Baum bewart das Haus vor Feuer.

 

[IIa-02-1783-0662]
Wenn das Getraide nicht gerät, geräts Obst. = Gelehrsamkeit, Poesie; Gedächtnis, Phantasie = Gelehrsamkeit, Poesie; Gedächtnis, Phantasie] nachträglich mit anderer Tinte hinzugefügt

 

[IIa-02-1783-0663]
Die Raupennester zerstören.

 

[IIa-02-1783-0664]
Man mus den Samen desto tiefer in die Erde bringen, ie lokrer und trokner sie ist.

 

[IIa-02-1783-0665]
In frisch gedüngtem Akker wachsen die Kartoffeln zu stark über sich und ins Kraut, und zu wenig unter sich.

 

[IIa-02-1783-0666]
Man zerschneidet die Kartoffeln beim Stekken - man bedekt ihr Kraut, wenn es eine Spanne hoch gewachsen, mit Erde bis fast an die Spize - man schneidet es an einigen Orten auf die Hälfte ab - wenn man es niedertrit, daß es welkt, so treten die Narungssäfte nach unten in die Kartoffeln.

 

[IIa-02-1783-0667]
Die Erdflöhe benagen die Wurzeln der Gewächse, die Raupen ihre Gipfel.

 

[IIa-02-1783-0668]
Wider die Erdflöhe sowol als das Erfrieren der Gartengewächse mus man trokne Pferdeäpfel klein zerreiben, aussieben und die aufgegangnen Pflanzen od. ihr Beet besäen.

 

[IIa-02-1783-0669]
Wenn auf den Meltau ein starker Regen folgt, so wird er dadurch abgewaschen.

 

[IIa-02-1783-0670]
Der Man akkert, die Frau säet.

 

[IIa-02-1783-0671]
Geistliche sehen am Sontage den Müssiggang lieber als das Arbeiten.

 

[IIa-02-1783-0672]
Den Schorstein reinigen lassen, wegen Feuersgefar.

 

[IIa-02-1783-0673]
Beim Bakken behält man etwas Sauerteig zurük.

 

[IIa-02-1783-0674]
Wenn man die Schweine mästet fängt man mit schlechten Futter an, und dan bessers.

 

[IIa-02-1783-0675]
Die Esgeschirre reinigen.

 

[IIa-02-1783-0676]
Schweinfleisch braucht zum Einpökeln mer Salz als Rindfleisch.

 

[IIa-02-1783-0677]
Wenn man das Rindfleisch mit einem hölzernen Hammer vorher schlägt, so nimt's Salz besser an, und hält sich länger.

 

[Manuskriptseite 28]

[IIa-02-1783-0678]
Auf den Winter, nicht den Sommer schlachtet man. - Butter und Buttermilch.

 

[IIa-02-1783-0679]
Die Kälber erwürgen sich am zu kurzen Strik; od. können sich nicht legen.

 

[IIa-02-1783-0680]
In iedes Nest legt man ein Ei od. ein rundes Stük Kreide, um der Henne Lust zum Eierlegen dahin p.

 

[IIa-02-1783-0681]
Kapaunen lassen sich nicht blos zum Füren sond. auch zum Ausbrüten der Küchlein gebrauchen, daher ihnen einige die Federn unterm Bauch auspflükken und da mit Brennesseln reiben.

 

[IIa-02-1783-0682]
Die Milch wirft in der Kälte keine Sane auf.

 

[IIa-02-1783-0683]
Eine bräunliche Haut färbt sich in der Sonne eher als eine weisse; die Haut der Moren ist sanfter anzufülen, als die unsrige. Die bräunliche Farbe in schönen Knaben war den Griechen eine Deutung auf ihre Tapferkeit, die von weisser Farbe hiessen Kinder der Götter. Winkelman 1 T. S. 258.

 

[IIa-02-1783-0684]
Huren waren oft das Model griechischer Göttinnen; jetzt umgekehrt.

 

[IIa-02-1783-0685]
Auf einem alten Gemälde im Pallaste Barberini, welches eine Venus in Lebensgrösse vorstellen sol, sind Warzen auf ihren Brüsten und aus darum könt' es keine Venus sein. Winkelm. G. d. K. T. 1. S. 274.

 

[IIa-02-1783-0686]
Bei Menschen, und den Pferden am meisten, ist der Son dem Grosvater änlich.

 

[IIa-02-1783-0687]
Eine langsame Bewegung war bei den Griechen eine Eigenschaft gross. Selen; geschwinde gehen, wider den Wolstand.

 

[IIa-02-1783-0688]
Die Nase ist nach den alten Dichtern der Siz des Zorns.

 

[IIa-02-1783-0689]
Bei den Pytagoräern war's unanständig den rechten Schenkel üb. den linken im Sizen zu legen.

 

[IIa-02-1783-0690]
Die ersten Schneeflokken schmelzen, eh' die and. p.

 

[IIa-02-1783-0691]
Auf dem Teater nicht viele Personen reden.

 

[IIa-02-1783-0692]
Eine hohe Stirn war bei den Alten häslich. Winkl. G. d. K. T. 1 S. 346.; ie niedriger dieselbe, desto kürzer sind die Hare auf derselben.

 

[IIa-02-1783-0693]
Die vorwärts gebognen kurzen Hare auf der Stirn sind ein Kenzeichen des Herkules. S. 348.

 

[IIa-02-1783-0694]
Augenbraunen sind häslich, die nicht von einander abgesondert.

 

[IIa-02-1783-0695]
Die untere Lippe mus völliger als die obere sein.

 

[IIa-02-1783-0696]
Farbenklavier, Geschmakklavier.

 

[IIa-02-1783-0697]
Kinder sterben nicht vor Freude.

 

[IIa-02-1783-0698]
Pausanias und Artabazus tödeten alle Boten, die sie zu ihrem Briefwechs. brauchten.

 

[IIa-02-1783-0699]
Die Spizmorcheln wachsen auf den Kolenplatten in den Wäldern.

 

[IIa-02-1783-0700]
Seidenwurm, ein Schmetterling aus der Klasse der Nachtvögel; seine Raupe hat einen Schwanz; verdirbt die Seide sich durchbeissend

 

[Manuskriptseite 29]

[IIa-02-1783-0701]
Ein Glas Brantewein auf fette Sachen.

 

[IIa-02-1783-0702]
La Mettrie starb an einer Wildpastete.

 

[IIa-02-1783-0703]
Manche essen den Teig der Pastete lieber als ihren Inhalt.

 

[IIa-02-1783-0704]
Grüne und unreife Stachelberen kocht man mit iungen Tauben; od. durch Zukker zum Sallat. Man erkent die Reife der Wassermelonen aus dem Klange.

 

[IIa-02-1783-0705]
Kein Teil des Haupts alter Köpfe wurde so ausgearbeitet als das Or; ist ein Unterscheidungszeichen p. Winkelman G. d. K. S. 364.

 

[IIa-02-1783-0706]
Die Könige in Syrien bauten nach dem Plinius, die Schiffe aus Zedern, aus Mangel an Tannen. -

 

[IIa-02-1783-0707]
Den Brei glat gemacht aufsezen.

 

[IIa-02-1783-0708]
Den Kalbsbraten wol, ab. nicht den Schöpfenbraten mit den holen Ribben oberwärts gekert, auftragen.

 

[IIa-02-1783-0709]
Bei der Malzeit eine mit Zukker gefülte Streubüchse herumgehen lassen.

 

[IIa-02-1783-0710]
Um den Rand des Gemüses legt man zerschnittene geräucherte Ochsen= Schöpfenzungen; od. man legt eine lange Bratwurst darauf.

 

[IIa-02-1783-0711]
Schön, wenn man die Artischokken in ihrer grünen Farbe auf den Tisch bringt.

 

[IIa-02-1783-0712]
Man bestreut den Sallat mit Zukker; auch wol den Schüsselrand; bei Kuchen allemal.

 

[IIa-02-1783-0713]
Das aufgetragene Gefül Geflügel hat den Magen und die Leber zwischen den Flügeln.

 

[IIa-02-1783-0714]
Die Seite vom aufgetragnem Fleisch, wo die meisten Knochen, mus verborgen sein.

 

[IIa-02-1783-0715]
Der Schweinskopf kömt meistens gespalten, Kalbskopf ganz auf den Tisch.

 

[IIa-02-1783-0716]
Kleine Fische haben die Köpfe auf dem Rand; und keiner darf dem a. den Rükken zu keren.

 

[IIa-02-1783-0717]
Eine Schüssel vol Krebse mit Scheren auf dem Rande.

 

[IIa-02-1783-0718]
Den Kuchen mit Blumen und Zweigen bestekken.

 

[IIa-02-1783-0719]
Mit kleinen den grossen Kuchen garnirt; keinen angeschnitten auf den Tisch bringen.

 

[IIa-02-1783-0720]
Alte Personen müssen sich vor dem Fallen in Acht nemen.

 

[IIa-02-1783-0721]
Man schlägt zum Gebaknen mit Ruten die Eier dün und zum Schaum.

 

[IIa-02-1783-0722]
Guter Blätterteig ist ein Stük einer Meisterhand.

 

[IIa-02-1783-0723]
Wenn man Heringe bäkt, schneidet man ihnen Flosfedern, Gräten, und die Milch aus.

 

[IIa-02-1783-0724]
Eine Torte von Ochsenmark. Hufeisen. Pastete von Rindszungen. Eine von Schafs= Kälber= Schweinezungen.

 

[IIa-02-1783-0725]
Einige Vögel bringt man unausgenommen auf den Tisch.

 

[IIa-02-1783-0726]
Eine Naide, deren Kopf und Vorderleib beständig im Schlamme stekt, ist one Augen. Müller.

 

[IIa-02-1783-0727]
Die griechischen Bildhauer endigten ihre Modelle mit den Nägeln; der Feinheit wegen.

 

[IIa-02-1783-0728]
Ein Künstler hatte eine Statue zu giessen, und befolen den Ofen des geschmolznen Erzts zum Gus zu öfnen, da er zu Mittage as. Die Arbeiter, daß sich der Gus verhalte. Er warf Schüssel und Teller von Zin ins Erzt und macht es flüssig. Winkelm. G. der K. 1 T. 528-529.

 

[Manuskriptseite 30]

[IIa-02-1783-0729]
Einige Steine leuchten zu Nachts nur, wenn sie in Scheidwasser aufgelöst sind.

 

[IIa-02-1783-0730]
Die Edelgesteine mit untergelegten Goldblätgen, von den Alten.

 

[IIa-02-1783-0731]
Schimmel ein Wäldgen.

 

[IIa-02-1783-0732]
Aus Klauen und Hörnern der Büffelochsen macht man Ringe, die an dem Finger wider Gicht und Krampf helfen sollen.

 

[IIa-02-1783-0733]
Namens= und Geburtstag.

 

[IIa-02-1783-0734]
Die Römer befeligten bei wichtigen Statsangelegenheiten die Hüner, bei geringern die Krähen.

 

[IIa-02-1783-0735]
Man glaubte, daß die Krokodille ihre Eier dahinlegten, wo die Überschwemmung des Nils nicht hin kan.

 

[IIa-02-1783-0736]
Wenn die isischen Schlangen sichs Opfer wolschmekken liessen und langsam um den Altar herumkrochen, so war's ein gutes Zeichen.

 

[IIa-02-1783-0737]
Das Tode Meer hält einen Untertauchenden aufrecht.

 

[IIa-02-1783-0738]
Ambrosius verglich Christum mit einem Käfer.

 

[IIa-02-1783-0739]
In Spanien ziert man die Altäre mit Heuschrekken aus, die man in kleine Käfige einspert, und mit Kanarienvögel, die unter der Messe singen. Baretti, Briefe von Spanien.

 

[IIa-02-1783-0740]
Plutarch sagt, daß man den Ochsen Apis, sobald er 25 Iar alt geworden, ersäuft; und aus eben soviel Buchstaben sol das ägyptische Alphabet bestanden haben - weil er aus Abname seines Appetits und seiner Munterkeit nur böse Anzeichen zu geben vermochte. - Die Ägypter namen auch aus der Stimme der bei der Prozession des Ochsen Apis, od. vor der Türe seines Stalles singenden und spielenden Kinder, Vorbedeutung.

 

[IIa-02-1783-0741]
Die Ägypter hielten Tiere von rötlicher Farbe zu einer Krankheit geneigt.

 

[IIa-02-1783-0742]
Einerlei Tier wurde alzeit in 2 verschiednen Städten verert.

 

[IIa-02-1783-0743]
Älian, daß die Einwoner von Lykopolis eine gewisse Gattung Giftkraut, gelbe Wo**s Wolfswurz (Aconitum lycoctonum) ausgerottet, damit sie ihre vergötterten Wölfe nicht vernichte.

 

[IIa-02-1783-0744]
Für die Käfer waren eigne Tempel in Ägypt. erbaut. Arnobius adversus Gent. L. I, p. 15.

 

[IIa-02-1783-0745]
Die ägyptischen Priester musten alle Opfer für eigne Kosten verrichten.

 

[IIa-02-1783-0746]
Die ägyptischen Priester und Könige hatten einen Szepter in Gestalt eines Pflugs. Diod. dicul. L. IIII. P. Kircher macht ein A daraus.

 

[IIa-02-1783-0747]
Die Ägypter hielten den Wind, die bewegte Luft für mänlich; die neblichte stille, für weiblich - das Seewasser mänlich, alles andre weiblich - die Flamme {**eid*sch[*]te} mänlich, das Licht {Wiz} weiblich. Seneca natur. quaest. Lib. III, Cap. 14.

 

[IIa-02-1783-0748]
Das Unendliche in der Matematik darf nicht in die Philosophie übergetragen werden; ist nur zu Erleichterung erdichtet, ein Unendliches ist gegens andre nichts.

 

[IIa-02-1783-0749]
In der Stad Diu, meldet ein Ungenanter in seiner ostindischen Reisebeschr., giebts kleine Ochsen mit ser grossen Hörnern. Onomatologia Historiae naturalis completa. II Teil, S. 250.

 

[Manuskriptseite 31]

[IIa-02-1783-0750]
Nicolaus de Comitibus erzält in seiner Reisebesch., in einer gewissen Provinz von Indien seien die wilden Ochsen langharicht, haben lange Mänen wie die Pferde, welche ihnen bis an die Füsse hinuntergehen, ihre Hörner aber reichen vom Hinterteil des Kopfs an so lang durchs Rükgrad hinunter, daß das Tier, wenn's den Kopf in die Höhe hebt, mit den Hörnern seinen Schwanz erreicht. idem S. 283.

 

[IIa-02-1783-0751]
Älian, in Lybien sind Ochsen, die ihr Futter rükwärts suchen und fressen; weil sie die Hörner nicht recht vorn Augen haben und das, was vorn Füssen, nicht sehen können; daher sie den Kopf im Gehen immer gegen den Schwanz drehen und so fressen.

 

[IIa-02-1783-0752]
Den Ochsen wachsen dünne, gewundne, lange Hörner; den Stieren dikke, grade, kurze, und diese haben eine breitere Stirn als iene.

 

[IIa-02-1783-0753]
Auf dem Kamanduanischen Akker der Tataren sind die Ochsen, nach Paullus Venetus, und Skaliger, gros mit kurzen, stumpfen Hörnern.

 

[IIa-02-1783-0754]
Ionston, in einer Provinz von Schotland giebts Ochsen, deren Fet immer flüssig bleibt.

 

[IIa-02-1783-0755]
Der Uhu, (grosse Eule) hat, nach dem Plinius, einen so grossen Kopf, daß die Schwänze der Iungen vorher aus dem Ei kommen. - Sie sollen sich zu Nachts in die Kirchen schleichen und das Öl aus den Lampen trinken. Wenn sie sich bei Tage sehen lassen, rupfen ihnen die Vögel die Federn aus; daher sie die Vogelsteller neben die Neze legen.

 

[IIa-02-1783-0756]
Das Fleisch der Rinkhörner (Ruccina) stilt, das davon ablaufende Wasser erregt den Durchfal. Onomatologia p. S. 312.

 

[IIa-02-1783-0757]
Den Speichel vom Blasen, aus der Trompete samlen.

 

[IIa-02-1783-0758]
Das Fet des Schinken bestreuen mit Gewürz, die Haut künstlich zusammenrollen.

 

[IIa-02-1783-0759]
Die Kröte hat keine Zäne, und beist doch mit den Lippen gefärlich.

 

[IIa-02-1783-0760]
Sie hüpft nicht wie der Frosch, stirbt wenn man sie auf Küchensalz sezt; die Gärtner vertreiben sie aus den Gärten durchs Verbrennen alten Leders.

 

[IIa-02-1783-0761]
Die amerikanische Kröte bringt ihre Iungen auf dem Rükken und in ihrer eignen Haut hervor. id. S. 337

 

[IIa-02-1783-0762]
Die Krötensteine sollen schwizen, wenn ihnen ein Gift sich nähert. Man fäst sie ihres geringen Werts ungeachtet in Gold und Ringe.

 

[IIa-02-1783-0763]
Etliche Schwarze sezen sich in einen Kan und ziehen den Ochsen vermittelst der Strikke an Hörnern und Schwanz hinte mit sich, mitlerweile einer ihrer Marbus sich auf den Ochsen sezt, und eine Art von Krokodil Bumbos durch Geschrei und Beten vergnügt. idem Seit. 351.

 

[IIa-02-1783-0764]
Das Rindvieh stirbt von einem gefressenen Stinkkäfer.

 

[Manuskriptseite 32]

[IIa-02-1783-0765]
Sonst brauchten die Wilden die Kakaobonen stat Geldes.

 

[IIa-02-1783-0766]
Ein Engländer, Stubbeo, daß in 1 Unze Kakaobone mer Narungssaft als in einem ganzen Pfund Ochsenfleisch.

 

[IIa-02-1783-0767]
Einige geben die Perlen, um sie von der dunkelgelben Farbe zu reinigen, den Tauben zu verschlukken, od. reiben sie mit Salz. Ihre Flekken aber tilgen sie durch Maientau. - Orientalische und okzidentalische.

 

[IIa-02-1783-0768]
Der Krebs lebt 27 Tage von nichts als seinem alten Magen und den sich auflösenden Krebsaugen

 

[IIa-02-1783-0769]
Die Leute glauben, daß der Teufel ihnen stat ihrer, Wechselkinder bringe, die grosse Köpfe haben.

 

[IIa-02-1783-0770]
Zu Nachts weiden die Kamele der Karavanen; zu am Tage wiederkäuen sie das, was sie zu Nachts gefressen. Alle die müssen fet sein, die zum Reis. gebraucht. I Man peift und musizirt, es hurtig laufen zu machen. - bei den Zugvögeln nicht.

 

[IIa-02-1783-0771]
Leo Afrikanus, wie man das iunge Kamel nach dem Trommelschlag tanzen lere. Man fürt sie an einen Ort, wo das Pflaster heisgemacht wird; wodurch es immer ein Bein ums andre, beim Trommelschlage, aufzuheben gezwungen wird. - Daher heben bei ied. Anhörung der Trommel einen Fus um d. andern auf, d. h. sie tanzen. Onomatol. S. 472.

 

[IIa-02-1783-0772]
Aristoteles und Plinius und a. alte Naturforscher, das Kamel habe einen doppelten Magen, weil es Dorn und Distel fresse.

 

[IIa-02-1783-0773]
Die Reisenden schlachten sie, wenn sie Durst leiden. nicht Hunger.

 

[IIa-02-1783-0774]
Die Rute des Dromedars braucht man zu Armbrustsaiten; und des Ochs. zu Peitschen.

 

[IIa-02-1783-0775]
Eine gewisse Art von Kamelen, die Skaliger Å?????????? nent und Gesner beschreibt, gleicht mit dem Kopf dem Maulesel, und mit dem Schwanz dem Pferd.

 

[IIa-02-1783-0776]
Taucherglokke.

 

[IIa-02-1783-0777]
Wenn man vor Sonnenaufgang am Kampferbaum auf der Insel Borneo ein Geräusch od. Krachen hört, so ist er vol Kampfer und wird umgehauen. S. 485.

 

[IIa-02-1783-0778]
Den Zukker giebt man dem Kanarienvogel zur Öfnung.

 

[IIa-02-1783-0779]
Man schäzt den Kanarienvogel der, der einen kleinen Leib mit einem langen Schwanze hat.

 

[IIa-02-1783-0780]
Der Einsiedlerkrebs wechselt mit seinen Schnekkenhäusgen nach der Grösse seines Schwanzes.

 

[IIa-02-1783-0781]
Mit Wachs siegeln; biegsam und doch ein Siegel.

 

[IIa-02-1783-0782]
Die Israeliten musten vor Sonnenuntergang die Missetäter abnemen; sie musten ihre Altäre aus Steinen bauen, die mit keinem Eisen behauen waren.

 

[IIa-02-1783-0783]
Die Gibeoniter gaben sich durch alte Kleider, alte Säkke auf den Eseln, verschimmeltes Brod bei den Israeliten das Ansehen, aus entfernten Ländern gekommen zu sein.

 

[Manuskriptseite 33]

[IIa-02-1783-0784]
Die Griechen hängten kleine Schnür Figuren an Schnüre und schwengten sie in der Luft hin und her; welches die Stelle des verbotnen Leichenbegängnisses und Begräbnisses der Gehenkten vertrat, damit sie leichter über den Styx kommen möchten.

 

[IIa-02-1783-0785]
Das Buch Schu-king behauptet 5 Elemente, iedes von besonderm Geschmak; alles was brent ist bitter; alles was gesäet und geerntet wird, süs.

 

[IIa-02-1783-0786]
Die Blinden warsagen und betteln in Sina.

 

[IIa-02-1783-0787]
Brod und Schauspiele verlangte das römische Volk.

 

[IIa-02-1783-0788]
Krösus findet Änlichkeit zwischen den biblischen Personen und den homerischen Helden, und hält den Ulysses bei der Nymphe Kalypso für den Lot bei seinen Töchtern.

 

[IIa-02-1783-0789]
Die Lapländer verzerten das Fleisch der Opfer und brachten die Knochen den Göttern dar.

 

[IIa-02-1783-0790]
Die Iäger glauben, die Hirsche haben die Galle unter dem Schwanz.

 

[IIa-02-1783-0791]
Die Eichelmast gerät, wenn das Obst nicht gerät.

 

[IIa-02-1783-0792]
Krebse leuchten.

 

[IIa-02-1783-0793]
Linnäus unterscheidet den Hund vom Fuchs und Wolf (welche beide er zu ienen rechnet) dadurch, daß iener einen über sich zurükgekrümten Schwanz, dies. einen langen geraden hat. in Bononien daher Brantwein zu Zwerghunden. Haller.

 

[IIa-02-1783-0794]
Man erhält das Schoshündgen so klein, wenn man es, iung, über das Rükgrad hin mit Brantewein od. einem scharfen Öl schmiert, auch es aushungert.

 

[IIa-02-1783-0795]
Ie grösser die englische Dogge und kleiner das Schoshündgen, desto besser.

 

[IIa-02-1783-0796]
Der Hundskot verdirbt alle Pflanzen; darum legt er ihn an unfruchtbare steinichte Örter.

 

[IIa-02-1783-0797]
Der Hund beharnt den Ort, den a. beharnt.

 

[IIa-02-1783-0798]
Er gänt, wenn er aufwacht; ist schlafend wachsamer als wachend.

 

[IIa-02-1783-0799]
Die Iäger erkennen den besten iungen Hund daraus, wenn ihn die Hündin unter den übrigen Weggenommenen auswält und wegträgt; so mit dem Maler im Alzibiades.

 

[IIa-02-1783-0800]
Der Hund heult wenn er Musik hört.

 

[IIa-02-1783-0801]
Die Trüffelhunde zeigen durch Krazen auf der Erde an, wo Trüffeln sind.

 

[IIa-02-1783-0802]
Die Apoteker brauchen das album graecum zu Öfnung der Geschwulst. p. -

 

[IIa-02-1783-0803]
Hundshar auf die Wunde, von dem Hunde, der uns gebissen.

 

[IIa-02-1783-0804]
Den Kamelmist braucht man in Ägypten zur Feuerung.

 

[IIa-02-1783-0805]
Die Trüffel unter der Erde hat nicht Wurzel, Stiel, Laub.

 

[IIa-02-1783-0806]
Die Affen bekommen in Indien auch die Blattern vom Menschen

 

[IIa-02-1783-0807]
Wegen der Menge der Schafe braucht man in Rusland nur den Talg, nicht das Fleisch davon.

 

[IIa-02-1783-0808]
Vögel, die das unverdaute Haberkorn im Pferdeauswurf aufsuchen.

 

[IIa-02-1783-0809]
Bei vielen Würmern entwikkelt sich das lezte Gelenk in ein Iunges.

 

[IIa-02-1783-0810]
Die Sonne brütet die Eier der Schlangen und Eidechsen aus und der Phönix.

 

[IIa-02-1783-0811]
Bandwürmer im Gehirn der Schafe, Ochsen p. Gerade in dummen Thieren.

 

[Manuskriptseite 34]

[IIa-02-1783-0812]
In warmen Ländern sind die Esel hurtiger, schöner p.

 

[IIa-02-1783-0813]
Die kleinsten Tiere bevölkern im Winter das Wasser mer als im Sommer.

 

[IIa-02-1783-0814]
Die Pillenkäfer machen {drehen sich} aus kleinen Unreinigkeiten Pillen {eine Welt}, in die sie Eier legen.

 

[IIa-02-1783-0815]
Der Fisch treibt Schleim heraus und entschlüpft der Hand.

 

[IIa-02-1783-0816]
Das Fet des Skorpions gegen seinen Stich mit dem Stachel am Schwanze.

 

[IIa-02-1783-0817]
Das Laub der Kartoffeln ist nicht ganz frei von Gift; ab. ihre Knollen sind p.

 

[IIa-02-1783-0818]
Das weisse Rindvieh wird eher von der Hornviehseuche angestekt als das rote.

 

[IIa-02-1783-0819]
Die schwarzen Ochsen haben eine schwächere Haut und werden von Insekten mer gestochen.

 

[IIa-02-1783-0820]
Einfärbige Schafe sind besser, als geflekte.

 

[IIa-02-1783-0821]
Sie verfolgten keinen fliehenden Feind, die Sparter. (10 Minen, 120 cf. Wagen mit 2 Ochs.); Krieg war ihnen angenemer als Frieden, im Lager mer Vergnügen als in der Stad.

 

[IIa-02-1783-0822]
Die Belagerung in eine Blokade verwandeln.

 

[IIa-02-1783-0823]
Man kan auf eine Wiese, wo vorher Kühe geweidet, hernach Pferde, und dan noch Schafe hintreiben.

 

[IIa-02-1783-0824]
Nach Weintrauben sind die Ochsen, Füchse, Bären ser lüstern.

 

[IIa-02-1783-0825]
Die Fleischfressenden Tiere saufen weniger als die pflanzenfressenden.

 

[IIa-02-1783-0826]
Die Tiere die sich am hizigsten begatten, sorgen am zärtlichsten für ihre Iungen; Rebhüner

 

[IIa-02-1783-0827]
Die Ochsen, Ziegen und Schafe haben hole Hörner; die Hirschen nicht.

 

[IIa-02-1783-0828]
Der Ochs legt sich im Schlafen immer auf die linke Seite; daher ist die linke Niere dikker und fetter als die rechte.

 

[IIa-02-1783-0829]
Der Ton einer Kuh ist gröber als der eines Ochsen.

 

[IIa-02-1783-0830]
Die Seidenraupe macht ihr Grab an der einen Seite dünner, an der andern dikker; der Kopf des künftigen Schmetterlings liegt allemal am lokkeren Teil.

 

[IIa-02-1783-0831]
Der Kopf eines guten Pferdes mus nicht fleischicht, nicht fet und nicht lang sein. -

 

[IIa-02-1783-0832]
Es mus an den Oren empfindlich sein und sich nicht hineingreifen lassen; mus daran keine Narben haben.

 

[IIa-02-1783-0833]
Es runzelt die Haut, sich von Insekten und Staub zu reinigen.

 

[IIa-02-1783-0834]
Die Ziegenbökke fressen den Pferden den Schwanz ab.

 

[IIa-02-1783-0835]
Wenn es keinen Schwanz hat, legen die Bremsen ihre Eier in den Mastdarm.

 

[IIa-02-1783-0836]
Wenn die Pferdhare in Stülen und Polstern hart geworden, darf man sie nur in Wasser etlichemal aufsieden lassen, so werden sie weich.

 

[IIa-02-1783-0837]
Die Hare der Pferde werden glänzend und der Leib fleischicht, wenn man wie in Dännemark, den Samen der stechenden Nesseln samlet, an der Sonne troknet, und gepulvert, eine Handvol in den Hafer mischt.

 

[Manuskriptseite 35]

[IIa-02-1783-0838]
Wenn der Huf des Pferdes mer als eine Farbe hat, so schlecht. Ie schwärzer, ie dauerhafter; verdirbt, im eignen Urin stehend. Der Schmied brent den Huf beim Beschlagen, vergeblich. Die Nägel beim Aufschlagen des Eisens nicht zu tief hineintreiben

 

[IIa-02-1783-0839]
Bei einigen königlichen preussischen Regimentern ist der Befel, die Pferde zu puzen, so strenge gegeben, daß die Reuter den Pferdestaub vorzeigen müssen.

 

[IIa-02-1783-0840]
Es ist besser, das Pferd vor dem Stal als in dems. zu striegeln und zu bürsten.

 

[IIa-02-1783-0841]
Es darf nicht auf Pflastersteinen, sondern auf Brettern stehen; mus etwas höher stehen, damit sein Urin abfliest.

 

[IIa-02-1783-0842]
Der Stal der Gänse und Schweine mus entfernt vom Pferdestal stehen.

 

[IIa-02-1783-0843]
Eine hölzerne Krippe ist für dass. nicht so gesund, als eine steinerne, od. mit verzintem Blech ausgeschlagne.

 

[IIa-02-1783-0844]
Das Krippenbeissen gewönt man ihm ab, wenn man ihm auch noch zu Nachts Heu in die Raufe stekt. -

 

[IIa-02-1783-0845]
Man kan dem hungrigsten das Fressen verweren, wenn man seine Zäne mit Talg, Seife p. bestreicht; worauf sie mit Salz abzureiben.

 

[IIa-02-1783-0846]
Die Senen unten am Fus haut man feindlichen Pferden ab, od. verkauft die der toden an Orgelbauer, zur in die Höhe Ziehung des Blasebalgs.

 

[IIa-02-1783-0847]
Man schlägt dem Pferde gewisse Zäne aus dem Maul, um es für iung zu verkaufen.

 

[IIa-02-1783-0848]
Ie änlicher Hengst und Stute, desto stärker das Folen.

 

[IIa-02-1783-0849]
Die Araber verschneiden die Pferde nicht.

 

[IIa-02-1783-0850]
In heissen Ländern ist der Ochs klein, und sein Fleisch schmekt nicht so gut.

 

[IIa-02-1783-0851]
Das Kalbfleisch, ab. nicht das Rindfleisch wird man überdrüssig.

 

[IIa-02-1783-0852]
Von der Mastung mit Heu und Stroh werden die Lichter weis, Kürbiss. und Rüben gelb.

 

[IIa-02-1783-0853]
Französische Wundärzte legen diese sogenante englische Haut (die von dem Mastdarm der Ochsen zubereitet wird und auf der man Dukatengold zu Flittergold schlägt) bei auf Wunden und gelassene Adern.

 

[IIa-02-1783-0854]
Das Städgen Geislingen im Gebiet der Stad Ulm kauft alle Knochen der Ochsen, die in Strasburg, München p. geschlachtet, besonders die Knochen der Vorderfüsse und Hinterfüsse. Man nimts Fet heraus und wenn sie weis geworden, macht man Spielsachen für die Kinder p. daraus, und mit den abfallenden Spänen düngt man noch die Felder. -

 

[IIa-02-1783-0855]
Auch die Allerkleinsten Knochen von iungen Kälbern und Schmalvieh, die zum Drehen zu weich und zu brüchig sind, samlet man in England und Holland, bis man ganze Gewölber damit angefült, und brent sie in eignen Baköfen auf den Dörfern, die weisse, zerreibliche Beinasche daraus. Die Goldarbeiter nuzen sie, und in den Bergwerken macht man gewisse Gefässe daraus, in denen man die edelst. Metalle probirt.

 

[IIa-02-1783-0856]
In England stekt man die Ochsenhörner in die von Erde aufgeworfnen Wälle

 

[Manuskriptseite 36]

od. Dämme, die man in die Gärten giest, damit sie desto fester stehen sollen. -

 

[IIa-02-1783-0857]
Das alte verfaulte Ochsenblut wird in Fässern aufbewart, und in den Zukkersiedereien zur Reinigung und Abschälung des kochenden Zukkers gebraucht.

 

[IIa-02-1783-0858]
In Madagaskar isset man den Ochsen mit samt der Haut.

 

[IIa-02-1783-0859]
Kalbsleder besser, feiner als Ochsenleder; aus dem lezten nur Iuchten; aus dem ersten auch Sättel, Beinkleider, Kutschen.

 

[IIa-02-1783-0860]
Welche Tiere Hörner haben, haben er in der obern Kinlade keine Zäne. Siehe S. 77

 

[IIa-02-1783-0861]
Ie schwärzer die Zäne, desto älter das Tier.

 

[IIa-02-1783-0862]
Die Ochsen werden krank wenn sie bei starken Winden arbeiten.

 

[IIa-02-1783-0863]
Stalfütterung ist bess. als die Weide.

 

[IIa-02-1783-0864]
Die Iungen melken die Kühe auf der Weide aus.

 

[IIa-02-1783-0865]
Im Sommer wonen manche Leute in Holland, in den reinlichen Kuhställen.

 

[IIa-02-1783-0866]
Das Rindvieh frist das nicht, was einmal von seinem Atem durchdrungen und erwärmt ist.

 

[IIa-02-1783-0867]
Die hizigen Kühe springen auf a. Kühe.

 

[IIa-02-1783-0868]
In Graubündten bindet man der Kuh im Stal den Schwanz mit einem Bindfaden in die Höhe, damit sie ihn nicht beschmuzt.

 

[IIa-02-1783-0869]
Es ist bess. den Ochsen an der Brust als den Hörnern einzuspannen.

 

[IIa-02-1783-0870]
Durch den Auswurf der Pferde kommen unverdaute, fremde Kerne od. Unkraut Samen auf den Akker.

 

[IIa-02-1783-0871]
Eine hochbeinichte Kuh giebt wenig Milch; aus allen 4 Strichen Milch -

 

[IIa-02-1783-0872]
Eine Milchkuh mus wie die Ammen, viel Wasser bekommen.

 

[IIa-02-1783-0873]
In Holland giebt man ihr der Milch wegen Nesseln; ie öfter man melkt, desto mer Milch; das Melken kizelt sie.

 

[IIa-02-1783-0874]
Das Schaf hat da, wo es wild ist, keine Wolle, nur ein kurzes, straubichtes Har.

 

[IIa-02-1783-0875]
Fliespapier aus Wolle. Wurm Seide, Schaf Wolle.

 

[IIa-02-1783-0876]
Die Raufwolle, d. h. die von selbst ausfält,ist die schlechteste.

 

[IIa-02-1783-0877]
Ein gemelktes Schaf giebt schlechtere Lämmer und Wolle.

 

[IIa-02-1783-0878]
Aus vermengtem Ochsen= und Schöpfentalg Lichter.

 

[IIa-02-1783-0879]
Man kert die Ge Därme, besonders die von Lämmern, um und dreht merere zusammen wenn man Saiten daraus macht.

 

[IIa-02-1783-0880]
Ie feiner die Wolle, desto besser halten sie die Kälte aus. Ein Zeichen von iener sind rote Augen und eine rote Haut.

 

[IIa-02-1783-0881]
Die Schafe erst austreiben, wenn die Sonne den Tau aufgetroknet.

 

[IIa-02-1783-0882]
Der Staub des Heues der vom Boden in dem Schafstal auf die Schafe fält, verdirbt die Wolle.

 

[IIa-02-1783-0883]
Das Zeichnen der Schafe verdirbt viel Wolle; weil man dies. wegen der Farbe nicht mer brauchen kan.

 

[IIa-02-1783-0884]
Die Schäfer machen ein Loch in die Haut des lebendigen Schafs und drehen mit einem kleinen Holz das Fet aus dem Leibe.

 

[Manuskriptseite 37]

[IIa-02-1783-0885]
Wenn die Fleischseite des Felles rote Adern hat, so ist es geschlachtet worden; wenn es weis aussieht, gestorben.

 

[IIa-02-1783-0886]
Die wilden Schweine haben wegen der merern Übung einen grössern Rüssel als zame.

 

[IIa-02-1783-0887]
In Spanien haben die wilden Schweine seidnes, feines, krauses Har; ihre Borsten kan kein Schuhmacher brauchen.

 

[IIa-02-1783-0888]
Schweinszäne braucht der Goldarbeiter zum Glätten.

 

[IIa-02-1783-0889]
Der Esel wird nicht so ser von Insekten geplagt als das Pferd.

 

[IIa-02-1783-0890]
Die Kazen vom Schwanz nach dem Kopf zu streichen.

 

[IIa-02-1783-0891]
Ein Iagdgesez in Deutschland, daß man den Kazen die Oren verstuzen od. aufschlizzen sol, damit sie nicht - fangen; weil ihnen dan die Nässe des Grases in die Oren fält und sie empfindlich kizelt.

 

[IIa-02-1783-0892]
Die Lederarbeiter samlen den Hundskot in Tonnen, und beizen damit das Har auf der Fleischseite der Felle weg.

 

[IIa-02-1783-0893]
Der Hund schläft leise, wenn er gleich laut schnarcht.

 

[IIa-02-1783-0894]
Man stampft in die Mäuslöcher zerbrochnes Glas, Scherben p.

 

[IIa-02-1783-0895]
Ehemals as man iunge Mäuse und machte Pasteten davon.

 

[IIa-02-1783-0896]
Gegen die Feldmäusse, in den Scheuren unter das Geträide Wacholdersträuche tun; auch hinter die Tapeten.

 

[IIa-02-1783-0897]
Die Ratten {Mäusse} hängen den Schwanz in die Weinfässer {enghälsigte Ölgläser}, und lekken ihn an den Haren herab.

 

[IIa-02-1783-0898]
Um die Wonung des Marders findet man lere Eierschalen.

 

[IIa-02-1783-0899]
Das erste mal geht er nicht in die Falle, er legt nur seinen Kot dazu; findet er ihn den andern Tag wieder, so wird er dreister.

 

[IIa-02-1783-0900]
Man mus den Igel ins Wasser werfen, wenn er sich aus einand. winden sol.

 

[IIa-02-1783-0901]
Zum Aufwerfen der Erde ist die Vorderpfote des Maulwurfs wie eine Menschenhand; und damit ihm dabei die Erde nicht ins Maul falle, so ist die Oberlippe doppelt.

 

[IIa-02-1783-0902]
Die Erde, die er aufwirft, ist die lokkerste und beste; in Blumentöpfe.

 

[IIa-02-1783-0903]
In ihre Löcher stekt man spizige Hagedornen, daran sie sich die Nase verlezen und sterben.

 

[IIa-02-1783-0904]
Nachtschmetterlinge werden von Fledermäuss. gefressen.

 

[IIa-02-1783-0905]
Man hängt an eine Stange, mit Mel gepuderte Klet Kletten auf; in der Meinung, daß es Nachtschmetterlinge, gehen die Fledermäusse darauf los, und bleiben mit den Flügeln an den Häkgen der Kletten hängen.

 

[IIa-02-1783-0906]
Konfuzius sol den Sinesern kleine Bildsäulen in die Gräber mit zu verschliessen verboten haben.

 

[IIa-02-1783-0907]
Sie legten den Toden Perlen in den Mund.

 

[IIa-02-1783-0908]
Herodot, daß ein gewisser König in Ägypten, der durchs Orakel von Buto in Delta benachrichtigt worden, daß er noch 6. Iar zu leben, alle Nächte die Zimmer an seinem Hof erleuchten lies zum längern Genus des Lichts. -

 

[Manuskriptseite 38]

[IIa-02-1783-0909]
Die Sineser kaufen und verkaufen Leibesstrafen.

 

[IIa-02-1783-0910]
Die Araber legen einige Steine mitten auf ein Feld, zum Zeichen, daß der Erste, der es zu bearbeiten wagte, umgebracht würde - Scopelismus hies man es.

 

[IIa-02-1783-0911]
Mittelmässige Laibe erheben sich, zu kleine grosse bleiben niedrig.

 

[IIa-02-1783-0912]
Fette Leute können leichter schwimmen.

 

[IIa-02-1783-0913]
In Sina kan man für seinen Auswurf Essen und Trinken bekommen (wegen des Mangels an Düng.)

 

[IIa-02-1783-0914]
Den Ersofnen auf den Kopf stellen.

 

[IIa-02-1783-0915]
Die Verlezung des Rükkenmarks ist unheilbar; ein Ochs mit zwen Wirbel desselben, durchstochen, fält tod nieder.

 

[IIa-02-1783-0916]
Abgerisne Hare wachsen auch ins Wasser gesezt.

 

[IIa-02-1783-0917]
Man wird taub, wenn Hammer, Ambos und Steigbügel zusammenwachsen.

 

[IIa-02-1783-0918]
Krumme Füsse häufiger als krumme Arme.

 

[IIa-02-1783-0919]
Das Ungeziefer verläst den Menschen, wenn er stirbt.

 

[IIa-02-1783-0920]
Die Ägypter glaubten keine Hölle, nur ein Fegefeuer.

 

[IIa-02-1783-0921]
Der ägyptische Vater muste seinen Son, den er gemordet, 3 Tage zur Strafe öffentlich in seinen Armen halten. Ein Vatermörder gepeinigt, getödtet.

 

[IIa-02-1783-0922]
Die Griechen, Römer u. Sineser halten den Mord des Kindes erlaubt, das noch nicht gesogne.

 

[IIa-02-1783-0923]
In Ägypten lies der Gläubiger den Schuldner nicht eher begraben, als bis seine Angehörigen bezalt hatten.

 

[IIa-02-1783-0924]
Paw bemerkt, daß die meisten alten Könige Bücher geschrieben, die verloren gegangen.

 

[IIa-02-1783-0925]
Der Käfer war eins der ersten Zeichen der ägyptischen Minerva.

 

[IIa-02-1783-0926]
Gewissen Missetätern wird in Sina die Nase abgeschnitten, daher man künstliche machen gelernt.

 

[IIa-02-1783-0927]
In Sina ist man des Nachts vor den Räubern sichrer als am Tage.

 

[IIa-02-1783-0928]
Die Drachen auf den szytischen Fanen haben vielleicht Gelegenheit gegeben, dieienigen, die sowol zu Pferde als zu Fus dienen, Dragoner zu nennen, und es sol Alexander diese Benennung von den Persern entlent. Paw üb. Ägypten p. 424

 

[IIa-02-1783-0929]
Die Tatarn schneiden, wenn sie eine Schlacht gewinnen, den Toden die Oren ab, und füllen 9. Säkke damit, wie sie in Bömen, im I. 1242 taten nachdem sie den Herzog Heinrich von Liegniz überwunden hatten.

 

[IIa-02-1783-0930]
Auch der Kaiser von Sina, als er im I. 1696. einige Korps Eluten und Kalmükken geschlagen hatte, befal, ihnen ihre lange Harzöpfe abzuschneiden womit ebenfals 9. Säkke angefült wurden.

 

[IIa-02-1783-0931]
Harmonia praestabilita.

 

[IIa-02-1783-0932]
Die Knaben ziehen von manchen Stauden, die im Früling vol Wasser, die Rinde ab und machen Pfeifen daraus.

 

[Manuskriptseite 39]

[IIa-02-1783-0933]
Die Adern mit Spiritus aussprüzen.

 

[IIa-02-1783-0934]
Die Schreiner verderben den Hobel an den in Holz eingewachsenen Sandkörnern.

 

[IIa-02-1783-0935]
In Bömen, Mähren und Ungarn, haben in Gegenden, die ser reich an Erzt sind, die Blätter die Farbe des untenliegenden Erztes. Reines Queksilber steigt oft in kleinen Kügelgen aus dem Boden in die Wurzel einiger Pflanzen, und teilt sich ihrem Safte mit.

 

[IIa-02-1783-0936]
Die Luft verursacht im brennenden Holz das Knistern.

 

[IIa-02-1783-0937]
Die Gewächse drehen sich nach der Sonne - einige wachs. sogar zun Fenstern des Gewächshauses hinaus.

 

[IIa-02-1783-0938]
Die Gärtner machen den Sallat weich und weis, indem sie ihn 8 Tage vor dem Ausziehen mit Erde überhäufen.

 

[IIa-02-1783-0939]
Der Schnee drükt die Äste nieder.

 

[IIa-02-1783-0940]
Die Schwämme, womit man kleine Kinder wäscht, kommen aus dem Mere und sind Tiere, aus der Klasse der Würmer.

 

[IIa-02-1783-0941]
Auf den Schweizeralpen eine Pflanze, deren Wurzeln schon in der Ferne lieblich riechen. - Bettelvögte.

 

[IIa-02-1783-0942]
Schöne Blumen der beissenden Zwiebel (der Wurzel).

 

[IIa-02-1783-0943]
Ein holländischer hat das Gerippe von der Wurzel einer Wasserpflanze, das einem gestrikten Geldbeutel gleicht. Sanders ökonomische Naturges. III. T. S. 21.

 

[IIa-02-1783-0944]
Die Gewächse sind meistens mit Stacheln versehen, deren Früchte länger spät zeitigen.

 

[IIa-02-1783-0945]
Die Wurzel aller Bäume ist wasserreicher als das Stamholz.

 

[IIa-02-1783-0946]
Der Betler stekt das Haus an, wo er kein Almosen bekommen.

 

[IIa-02-1783-0947]
Am Tage betteln, zu Nachts prassen.

 

[IIa-02-1783-0948]
In einem Dorfe die meisten Knaben Schneider, da einer da war; Bekker; Mezger. Mayer's ökonomischer Briefwechs. 1. Lieferung. S. 26.

 

[IIa-02-1783-0949]
Das Wildpret schadet dem Bauern.

 

[IIa-02-1783-0950]
Der Bienenbau gerät in Einöden (wie sonst in Deutschland) mer als in kultivirten Ländern.

 

[IIa-02-1783-0951]
Konvexe und konkave Gläser.

 

[IIa-02-1783-0952]
Das Vieh, das von zu vielem nassen Klee aufgetrieben worden, pflegt man in einer Ebne herumzutreiben - was fält, sogar durch den Zufal, stirbt.

 

[IIa-02-1783-0953]
Grosse Bauernhöfe sind einem Lande schädlich; kleine nüzlich

 

[IIa-02-1783-0954]
Oder man sticht das Rindvieh in den aufgetriebnen Wanst.

 

[IIa-02-1783-0955]
Das Holz ist desto härter, ie langsamer es gewachsen; ie dikker dasselbe, desto stärker.

 

[Manuskriptseite 40]

[IIa-02-1783-0956]
In Olympicis ex Oleastro, in Isthmiis ex pinu, in Nemeis ex apio corona {Epheu} connexa, ut in Pythiis mala deo {Lorber} consecrata victoribus erant proposita. Lucian. dialog. de Gymna*…*

 

[IIa-02-1783-0957]
Daphne ist eine Tochter des Flusses Peneus.

 

[IIa-02-1783-0958]
Der Lorber gedeiht am besten in schattichten Örtern - die den Apol fliehende Daphne.

 

[IIa-02-1783-0959]
Hesiod glaubt den Amor aus dem Chaos und der Erd' entsprungen; Simonides aus dem Mars, Himmel und der Venus; Sappho aus der Venus und dem Himmel; Seneka aus der Venus und dem Vulkan.

 

[IIa-02-1783-0960]
Der russische Holzbok (der Baumeister, Cerambyx nebulosus L.) hält sich beständig auf dem abgeschelten Holz zum Bauen, auf.

 

[IIa-02-1783-0961]
Das Karannagummi schmekt bitter, und riecht angezündet herlich.

 

[IIa-02-1783-0962]
Das Karfunkeltier in Afrika (Carbunculus) bedekt bei dem kleinsten Geräusch den zu Nachts glänzenden Teil seines Kopfs mit einer Haut.

 

[IIa-02-1783-0963]
Man mus Wiesen in Tiefen, Äkker in hohen Ebnen anlegen.

 

[IIa-02-1783-0964]
Mos in den Wiesen; wächst bei der Kälte; darum an den Seiten der Bäume gegen Norden gekert. - Trinkgeld.

 

[IIa-02-1783-0965]
Der Grund einer durchnästen Ebne liegt in nahen od. entf. Gebirgen.

 

[IIa-02-1783-0966]
Das schlechteste Feld {Wiese} wird gut, wenn man es umpflügt und der Witterung aufdekt.

 

[IIa-02-1783-0967]
Der Soldat exerzirt einige Wochen und geht dan wieder zum Pflug.

 

[IIa-02-1783-0968]
Mitten im Hofe des kaiserlichen Pallastes ist ein von grossen Steinen gepflasterter Weg, auf welchem der Kaiser (in Sina) geht, wenn er öffentlich erscheint. Wer über diesen Weg geht, mus geschwinde laufen. Denn dieses ist das Merkmal der Ererbietung gegen höhere Personen. Dü Halde.

 

[IIa-02-1783-0969]
Die gelbe Farbe ist die kaiserliche; kein andrer darf sie tragen. eb.

 

[IIa-02-1783-0970]
Das Kleid des Kaisers ist mit Drachen gestikt. Dieses ist sein Sinbild, und kein andrer darf es mit 5. Klauen tragen. eb.

 

[IIa-02-1783-0971]
Der Kaiser mus erst iedes Todesurteil bestätigen. eb.

 

[IIa-02-1783-0972]
Das Siegel des Kaisers ist ein Iaspis; der Prinzen von Golde; der Vizekönige, Mandarins und Magisträte, von Silber; geringerer obrigkeitlicher Personen von Kupfer. - Diese Siegel sind in einem vergoldeten Kasten verwart, der von 2 Personen vor dem Wagen des kaiserlichen besuchabstattenden Bedienten hergetragen wird. Im Ort des Besuchs ist ein Tisch mit einer Tapete behangen, darauf man den Kasten sezt. eb.

 

[IIa-02-1783-0973]
Die Kriegsmandarins od. Offizirs müssen erst Kriegsbakkalaurei, hernach Kriegslizenziaten und dan Kriegsdoktores werden. eb.

 

[IIa-02-1783-0974]
Wenn Rost an den Waffen, bekomt der Sineser den Stok, der Tatar die Geissel.

 

[Manuskriptseite 41]

[IIa-02-1783-0975]
Der Pfarrer, nicht der Schulmeister hat studirt. - Bunter Streusand.

 

[IIa-02-1783-0976]
Vier Pferde auf einmal zur Tränke reiten. - sticht mit dem Federmesser tod, anatomirt damit.

 

[IIa-02-1783-0977]
Ossian blind. Der blinde Saunderson liebte mit Gehör, Geruch, Gefül.

 

[IIa-02-1783-0978]
Tschirnhausen kam erst dan ins Denken, wenn er Funken und Stralen um sich sah.

 

[IIa-02-1783-0979]
Die Sonne ins Meer. - Er schmeichelt der Nase mit Wolgeruch und beiss. Schnupftabak; nur ungewonte Nasen niesen darüber.

 

[IIa-02-1783-0980]
Der Pferdeknecht schläft im Stal.

 

[IIa-02-1783-0981]
Ein niedriger Stal nüzt dem Vieh im Winter (der Wärme wegen), ein hoher im Sommer. - Melkstul.

 

[IIa-02-1783-0982]
Die Ketten des Viehes sind in den Löchern des Trogs, woraus es frist.

 

[IIa-02-1783-0983]
Das Kind giebt in Abwesenheit der Dienstboten dem stössigen Viehe zu fressen.

 

[IIa-02-1783-0984]
Das Heurupfen; das Stroh zum Futter schneiden; das durcheinanderschütteln des Strohes und Heues.

 

[IIa-02-1783-0985]
Wenn Vieh verkauft wird, bekomt die Magd Schwanzgeld; Kuh 30 Kreuzer, Schwein 15, 2 Ochsen 1 Gulden.

 

[IIa-02-1783-0986]
Das grosse Vieh an Ketten, die Kälber an Strikken; Ochsen und mänliche Rinder an die Hörner, iunges und altes Kühvieh an den Hals.

 

[IIa-02-1783-0987]
In manchen Ländern bindet man die Kälber nicht an, sondern spert sie wie Schafe in einem Kälberstal zusammen.

 

[IIa-02-1783-0988]
Die Viehmagd erzält den nächtlichen Lärm der Gespenster im Stal; und es war ein Ochse der sich losgerissen.

 

[IIa-02-1783-0989]
Man wäscht zu Zeiten die langen Hare des Rindviehschwanzes aus.

 

[IIa-02-1783-0990]
Man reinigt den Stal und das Vieh, wenn man es füttert.

 

[IIa-02-1783-0991]
Im Sommer ists Ausmisten nötiger als im Winter; weil der Abfal von der dürren Winterfütterung nicht so leicht besudelt als der von grüner Sommerfütterung; weil auch der Abfal dem Stalle Wärme giebt.

 

[IIa-02-1783-0992]
Man mus unter den Hinterleib des Viehes mer als den Vorderleib unterstreuen.

 

[IIa-02-1783-0993]
Dürre Fütterungen übertreffen grüne.

 

[IIa-02-1783-0994]
Das Wasser welches am Feuer keinen Schaum giebt, ist gutes.

 

[IIa-02-1783-0995]
Salz erregt beim Vieh den Hunger nach Futter, macht den Magenschleim flüssig. Das magere und iunge braucht nicht soviel davon als das fette.

 

[IIa-02-1783-0996]
Hirsche, Rehe, Hasen p. versagen dem Iungen ihre Milch, sobald sie trächtig geworden.

 

[IIa-02-1783-0997]
Die Sprossen in den Raufen müssen enge sein, damit das Vieh langsam, und nicht zuviel Futter herausziehe.

 

[IIa-02-1783-0998]
Wenn man demselben harte körnichte Fütterung vor der Tränke giebt, so geht sie unverdaut fort; weil es nicht mer wiederkäuet pp.

 

[IIa-02-1783-0999]
Im faulen Wasser eines zugemachten Gefässes findet man keine Tiergen.

 

[Manuskriptseite 42]

[IIa-02-1783-1000]
Der Sineser düngt an einigen Orten die Reisfelder mit Schweinsborsten und Menschenharen. Du Halde

 

[IIa-02-1783-1001]
Ieder läst sich lang vor seinem Tode einen Sarg machen und hält ihn für sein kostbarstes Hausgeräte. eb.

 

[IIa-02-1783-1002]
Einige Sineserinnen schmükken ihr Haupt mit einem Vogel von Kupfer od. von vergoldetem Zinnober. Vorneme tragen merere zur Kroneinander geflochtene. Die iungen meistens eine Krone von Chartenpapier mit Seide überzogen. eb.

 

[IIa-02-1783-1003]
Keiner erscheint auf der Strasse one Stiefeln und Sonnenfächer. eb.

 

[IIa-02-1783-1004]
Wenn man das zylindrische Stük einer Rinde in das Wasser stekt, so treibt das obere Ende Blätter.

 

[IIa-02-1783-1005]
Man bekomt oft Skelete von Blättern, wenn lezterer Mark one die Gefässe von Insekten gefressen wird.

 

[IIa-02-1783-1006]
Die Blätter nur des Buchs, Lorberbaums und Ölbaums brennen grün.

 

[IIa-02-1783-1007]
An der Kornelkirsche und dem Ulmenbaum kommen die Blätter später als die Blüte. - Hirsch frist im Winter die grünen Bäume.

 

[IIa-02-1783-1008]
Die Zwergbirke wird auf den kalten Alpen in Lapland kaum 1. Fus hoch und treibt kleine Blätter; ausser den Alpen 3 Ellen lang, und nocheinmal so grosse Blätter; in gutem Gartenland ein kleines Bäumgen mit grossen Blättern.

 

[IIa-02-1783-1009]
In heissen Ländern haben die Bäume grössere Blätter als in Europa.

 

[IIa-02-1783-1010]
Bäume die ser viel Wasser haben bekommen und verlieren ihre Blätter bald. - Der Baum beschattet seine eignen Früchte und Blüten.

 

[IIa-02-1783-1011]
Um im Herbst Rosen zu haben, versezt man die Rosenstökke im Frühiar, eh' sie treiben, aus ihrem Standort.

 

[IIa-02-1783-1012]
An den Zweigen mancher B. bleibt das verwelkte Laub den ganzen Winter hängen vielleicht zum Schuz der Knospen.

 

[IIa-02-1783-1013]
Die Kälte spaltet Bäume von oben bis unten aus; dieses an Bäumen wärmern Klimas, die also wässerichter, dies zu verhüten, mus man das Laub abpflükken.

 

[IIa-02-1783-1014]
Die Bäume, die im Winter grün bleiben, scheinen weniger Wasser in sich zu verschliessen. - Hangende Gärten.

 

[IIa-02-1783-1015]
Die Blätter, die am weitesten von der Wurzel entfernt sind, fallen bei vielen am ersten ab. An den Pfersichen, Mandeln p. verdorren die untern Blätter zuerst.

 

[IIa-02-1783-1016]
In Kalifornien ein Baum, der one Blätter herliche Früchte hat.

 

[IIa-02-1783-1017]
Manches Gewächs bekomt mer Wasser und Narung durch die Blätter als die Wurzel.

 

[IIa-02-1783-1018]
Hauslaub u. a. Grasarten wachsen immer auf Ziegeldächern.

 

[IIa-02-1783-1019]
In Schweden und a. nordlichen Ländern besezt man die Dächer mit grünem Rasen, worauf endlich die Ziegen weiden.

 

[IIa-02-1783-1020]
Man konte bei den Iuden auf den platten Häusern über die ganze Stad

 

[Manuskriptseite 43]

[IIa-02-1783-1021]
Die Bitte um die Erlaubnis, die Toden zu begraben, war bei den Alten das Geständnis der Niederlage.

 

[IIa-02-1783-1022]
Die Warsager warsagten mit Lorbern gekrönt.

 

[IIa-02-1783-1023]
Sobald man den schwarzen Schildkäfer (cassida nigra L.) berürt, verbirgt er den Kopf unter einem Schild und zieht die Füsse ein; er läst sich durch keine Marter zur Bewegung bringen - nur die Sonnenstralen kan er nicht leiden.

 

[IIa-02-1783-1024]
Wenn ein Unkeuscher den Smaragd berürt, zerspringt er in Stükken.

 

[IIa-02-1783-1025]
Oppian von dem Vogel lataracta, daß die Mängen die mänlichen Eier, und die Weibgen die weiblichen so lange hin und hertragen, daß sie durch die Erhizung ausgebrütet. Die Iungen kriechen mit gebildeten Flügeln aus. Die Alten sollen, im Alter blind, sich stat den Raub, auf Felsen herabstürzen.

 

[IIa-02-1783-1026]
Plinius, daß darum Afrika so fruchtbar an neuen Tieren, weil wegen der grossen Dürre in den Wüsten die wilde Tiere sich gemeinschaftlich an Wasserorte versamleten und dan mit verschiednen Gattungen paren.

 

[IIa-02-1783-1027]
Gewissen unbehülflichen Tieren (Elephant) entgeht man, wenn man sich auf die Seite wendet.

 

[IIa-02-1783-1028]
Wer einen Donnerkeil bei sich trägt, wird vom Donner nicht getroffen.

 

[IIa-02-1783-1029]
Der kanadische Hirsch, der in dikken Wäldern, hat kurze Hörner; in lichtern, längere. Onomatologia II. T. S. 791.

 

[IIa-02-1783-1030]
Karl VI. in Frankreich fieng einen Hirschen mit einem vergoldeten Halsband mit der Umschrift: Caesar hoc me donavit.

 

[IIa-02-1783-1031]
Nur giftige Schlangen haben bewegliche Zäne.

 

[IIa-02-1783-1032]
Die Armee des Alexanders glaubte den Feind zu sehen, da sie am Morgen unendlich viele Affen Schwadronenweise, wie ein Kriegsher, hingestelt sah.

 

[IIa-02-1783-1033]
Wenn nur am Tage od. in der Nacht unmittelbar vor der Weinlese ein starker Regen gefallen, so bekomt man mer, ab. auch geringern.

 

[IIa-02-1783-1034]
Einige Gattungen von Weinstökken werfen das Laub von sich einige Tage vorher eh' ihre Trauben ganz reif sind; dadurch kan man iede ihrer Beren entdekken.

 

[IIa-02-1783-1035]
Auf der untern Seite der Blätter sind mer Öfnungen zum Einziehen der Feuchtigkeiten als auf der obern; bleiben lange grün ins Wasser gelegt.

 

[IIa-02-1783-1036]
Die Iungen streifen aus Spas das Laub im Vorbeigehen ab.

 

[IIa-02-1783-1037]
Öltragende Pflanzen z. B. Hanf, Mon p. machen den Boden darum so mager, weil sie ihre Narung wegen der kleinen Blätter, nur durch die Wurzel aus der Erde bekommen.

 

[IIa-02-1783-1038]
Sign. - weggehen, am Tor gieng ein Weg herab. (1 Samuel IX, 25) Man trieb oft Abgötterei auf den Dächern, weil man die Gestirne besser sehen konte. (Zephan. I, 5.) Die grösten Feste wurden darauf gefeiert. (Nehem. VIII, 16.17)

 

[IIa-02-1783-1039]
Die Gewächse an der Landstrasse gedeihen wegen der Bedekkung mit Staub, nicht.

 

[IIa-02-1783-1040]
Man kület das Zimmer, indem man einige Zweige von saftigen Bäumen (Birken, Linden, Weiden p.) abschneidet, und diese Zweige in kaltes Wasser sezt.

 

[Manuskriptseite 44]

[IIa-02-1783-1041]
Die Eichenrinde wird zu Pulver gestossen und dient dem Lohgerber, dem Leder Festigkeit und Biegsamkeit, mit seinem ihrem Salz Unfäulung und Fähigkeit zu geben, die Farben besser anzunemen.

 

[IIa-02-1783-1042]
Grosse Winde machen das Frühiar eher kommen, wegen der Bewegung der Bäume.

 

[IIa-02-1783-1043]
Der Zimtbaum hatte 3 Rinden; die mittelste ist die beste.

 

[IIa-02-1783-1044]
Der falsche Zimt macht gekäut einen süslichten Schleim, und löst der sich in dem Speichel auflöst; der ächte hat einen brennenden Geschmak, und bittre Trokkenheit.

 

[IIa-02-1783-1045]
Wenn man nicht Mos dazwischen legt, verdirbt wegen des Reibens der an Stangen angebundne Baum.

 

[IIa-02-1783-1046]
Die Insekten nisten in den Gefässen des Baums; man bestreicht ihn unten mit Theer, so bleiben die Insekten darinnen hängen und sterben.

 

[IIa-02-1783-1047]
Der Zimmerman haut ausser der mürben und wässerigen Späne (od. dem Splint) auch gutes Holz ab, damit seine Frau und Kinder desto mer Späne nach Hause tragen können.

 

[IIa-02-1783-1048]
In Rusland tragen die Bauern an einigen Gegenden Schuhe von Bast oder Splint iunger Lindenstäme; in 1 Iare 50 Par Schuhe, zu 1 Par 2 Linden.

 

[IIa-02-1783-1049]
Das Holz mus troknen, eh' man baut.

 

[IIa-02-1783-1050]
In nördlichen Ländern sind die meisten Bäume harzichter, leichter; ab. nicht von so festem Kern und so schönen Farben als in warmen.

 

[IIa-02-1783-1051]
Einige Hölzer bekommen, wenn sie lang' im Wasser liegen, eine grüne Farbe.

 

[IIa-02-1783-1052]
Die Schreiner in grossen Städten samlen den Staub von gefeilten ausländischen Holzarten ihrer Werke, und verkaufen ihn zum Räuchern.

 

[IIa-02-1783-1053]
Schreiner, Drechsler nemen stat harten Holz wurmstichige Stükke, weil die leichter zu verarbeiten, und bälder neu gemacht werden müssen.

 

[IIa-02-1783-1054]
Die Ägypter legten die Mumien in Kästen vom wilden Feigenbaum, der fast unverweslich ist.

 

[IIa-02-1783-1055]
Ein Stük unten aus dem Stamme des Baums trägt mer und widersteht besser als eines aus dem Gipfel desselbigen B. - Grünes Holz tut mer Widerstand und bricht seltner als dürres.

 

[IIa-02-1783-1056]
In Amerika zerspringt die Axt an dem harten Eisenholz, das doch der Luft und dem Regen wenig, und dem Wasser gar nicht widersteht.

 

[IIa-02-1783-1057]
Der Grönländer heizt mit Knochen der Walfische und Seehunde ein.

 

[IIa-02-1783-1058]
Fast Alle Staudengewächse haben verhältnismässig mer Mark als die höchsten Bäume.

 

[IIa-02-1783-1059]
Es scheint, daß das Mark sich mer von der Rinde als der Wurzel ernäre.

 

[IIa-02-1783-1060]
In Frankreich behauptete man fälschlich, daß ein Baum des Marks beraubt, Früchte one Kern und Kirschen one Steine tragen würde.

 

[IIa-02-1783-1061]
Diebe, die unterm Anatormirmesser lebendig geworden.

 

[Manuskriptseite 45]

[IIa-02-1783-1062]
Appian, daß nur der triumphiren können, der 10000 getödet.

 

[IIa-02-1783-1063]
Vor den Häusern der römischen Imperatoren stand eine Eiche zwischen 2. Lorberbäumen.

 

[IIa-02-1783-1064]
Die Hunde bleiben klein, wenn man ihnen Brantewein zu saufen giebt.

 

[IIa-02-1783-1065]
Die Kinder werden kränklich, wenn sie bei alten, p. Personen schlafen.

 

[IIa-02-1783-1066]
Parisische Koketten sehen krank und bleich aus, um schön zu sehen.

 

[IIa-02-1783-1067]
Gegen die Runzeln von Erschlappung der Haut wird der gewürzhafte Rauch der Myrrhe empfolen.

 

[IIa-02-1783-1068]
Eine glatte Haut, wenn man sich mit Rebensaft wäscht.

 

[IIa-02-1783-1069]
Im 30. Iare sieht eine Schminkerin häslich, braun, spröde, flekicht; die von der Schminke aus Zinober bekommen triefende Augen; vom Queksilberschminken werden die Zäne bleifärbig und brandig.

 

[IIa-02-1783-1070]
Rotharichte und ser weisse Personen haben meistens Sommersprossen.

 

[IIa-02-1783-1071]
Nero zälte die gelben Hare seiner Poppäa, benante iedes und kämte sie. Die ausgefalnen lies er in Gold fassen und weihte sie der Iuno.

 

[IIa-02-1783-1072]
Manche haben 2 Augenbräune über 1. Auge.

 

[IIa-02-1783-1073]
Ie öfter die Hare abgeschnitten werden, desto leichter bekommen sie eine andre Farbe.

 

[IIa-02-1783-1074]
Graue Hare kämt man mit einem bleiernen Kamme schwarz; ein Rotharichter riecht übel.

 

[IIa-02-1783-1075]
Kächinnen, Wäscherinnen bekommen spröde, rote, triefende Augen.

 

[IIa-02-1783-1076]
Die Kinder, die im Alter gute Augen gehabt, sind am Tage geboren; die in der Nacht, sind durch Lichter p. verdorben worden, sagt Akkerman. Baldinger's Magazin für Ärzte. 2 Bandes 6tes Stük. 1780.

 

[IIa-02-1783-1077]
Man mus die Kinder nicht immer an Eine Brust legen.

 

[IIa-02-1783-1078]
Man bekomt eine grosse Nase durch öfteres Schneuzen und Tobakschnupfen.

 

[IIa-02-1783-1079]
Durch Schminken kan man einen üblen Atem bekommen.

 

[IIa-02-1783-1080]
Das Hündgen frist seine Flöhe. - Die Zukkerbäkker haben schwarze verdorbne Zäne; Köchinnen verlieren ihre Zäne bald (wegen des heissen Essens.) Mägden reissen beim Nähen den Faden mit den Zänen ab.

 

[IIa-02-1783-1081]
Bei ausgefalnen Bakkenzänen fallen die Wangen ein.

 

[IIa-02-1783-1082]
Gewönlich sind 32 Zäne im Mund. 4 vordersten heissen Schneidzäne, die 2 folgenden Hundszäne, und die 10 hintersten Bakkenzäne. Keiner mus zu lang sein; ab. zu kurz.

 

[IIa-02-1783-1083]
Gewisse Schmetterlinge weiblichen Geschlechts haben grosse Flügel wie die Mängen und {aber} kriechen immer und nicht einmal weit. Reimarus.

 

[IIa-02-1783-1084]
Einige onfüssige Tiere sind Springer.

 

[IIa-02-1783-1085]
Alle alte Schauspieler erschienen in komischen Larven.

 

[IIa-02-1783-1086]
Iener Statsminister unterschrieb den Friedensschlus mit Spanien auf dem geheimsten Teil seiner Geliebten.

 

[IIa-02-1783-1087]
In Frankreich erwälte man am iärlichen Narrenfeste einen Bischof od. Erzbischof, od. auch einen Papst der Narren. Dict. Encycl. Fêtes des foux.

 

[Manuskriptseite 46]

[IIa-02-1783-1088]
Die Mistelpfanzen findet man mer auf alten als iungen Bäumen (wegen der runzlichten Rinde, in der der Same leichter hängen bleibt)

 

[IIa-02-1783-1089]
Man teilt die Pflanzen nach Staubfäden ein.

 

[IIa-02-1783-1090]
Die Leute halten die im zusammengelaufnen Wasser schwimmende gelbe Materie für einen Schwefelregen, da sie nichts als Blumenstaub ist.

 

[IIa-02-1783-1091]
Staubfäden und Staubwege in dens. Blumen oft. - Porzellainturm in Nanking.

 

[IIa-02-1783-1092]
Man darf nicht in den Weinbergen zur Blütezeit spazierengehen (des Samenstaubs wegen)

 

[IIa-02-1783-1093]
Einige Pflanzen begatten sich durch Hülfe der Insekten.

 

[IIa-02-1783-1094]
In Peking ist ein eignes Tribunal für die Aufrechthaltung der Zeremonien {bei uns mit der Kritik} Dü Halde.

 

[IIa-02-1783-1095]
Sie geben unter den Fremden dem die Erenstelle, der am ältesten oder am wachesten her ist. eb.

 

[IIa-02-1783-1096]
Sie troknen die Hirsch**r*en und kochen sie nachher in Hirschfleischbrühe ab p. eb.

 

[IIa-02-1783-1097]
Sie haben darum 3 Traueriare um ihre Eltern, weil sie sich der 3. ersten Iare ihrer Kindheit erinnern sollen. eb.

 

[IIa-02-1783-1098]
Die Vögel, die reden lernen, singen nicht am schönsten.

 

[IIa-02-1783-1099]
Unter den Hausschweinen giebts viele, unter den wilden keine Misgeburten; die Haustiere zeugen mer Misgeburten als p.

 

[IIa-02-1783-1100]
Läuse nicht auf der Stirne; nur in den Haren; Flöhe am ganzen Körper, nicht am Kopf.

 

[IIa-02-1783-1101]
Die Frauenzimmer verstekken sich hinter dem Fächer wenn sie beten od. erröten.

 

[IIa-02-1783-1102]
Der Tode wird lebendig, den man bestelen wollen, Duelliren auf Pistolen, Degen.

 

[IIa-02-1783-1103]
Man hört zu Nachts alle Gefässe umwerfen, und am Tage ist alles in Ordnung.

 

[IIa-02-1783-1104]
Ochsenkopf isset man nicht, ab. Kalbskopf; bei ienem nurs Maul.

 

[IIa-02-1783-1105]
Viele ungeborne Tiere werden durch den Nabel ernärt.

 

[IIa-02-1783-1106]
Die kaltblütigen Tiere besizen eine besondre Reprodukzions Kraft, ihre Teile wieder zu ersezen.

 

[IIa-02-1783-1107]
Manche Infusionsthiergen und Blumenpolypen pflanzen sich durch Teilung fort.

 

[IIa-02-1783-1108]
Perl. Muscheln im Grunde des Mers; Lichter in der Wärme schmelzend.

 

[IIa-02-1783-1109]
Die Blatläuse und Federbuschpolypen legen Eier und gebären auch lebendige Iunge.

 

[IIa-02-1783-1110]
Die kaltblütigen Tiere können länger als die warmblütigen hungern.

 

[IIa-02-1783-1111]
Manche Schlangen vermischen äzendes Gift (stat des Speichels) mit harten Speisen.

 

[IIa-02-1783-1112]
Manche Vögel verschlukken die Körner ganz, die eh' sie in den Magen kommen, einige Zeit in einem besondern Behälter aufbewart werden.

 

[IIa-02-1783-1113]
Alle weisblütige Tiere sind kaltblütig; alle rote warmblütig.

 

[IIa-02-1783-1114]
Der Mensch hat kaum fünftehalb hundert Muskeln; eine Weidenraupe 4000; ein Mistkäfer läuft mit einem Stükgen Blei so gros als er s. auf dem Rükken fort, und ein Floh schlept ein Ketgen 80mal soviel als er selbst wiegend.

 

[Manuskriptseite 47]

[IIa-02-1783-1115]
Kinder und Greise brauchen viel Schlaf.

 

[IIa-02-1783-1116]
Die Puppen vieler Insekten (die meistens im Winter verwandelt werden) sind oft so durchfroren, daß sie niedergeworfen wie Glas od. Eiszapfen klingen.

 

[IIa-02-1783-1117]
Manche Tieren erwachen aus ihrem Winterschlafe bei warmen auf einige Zeit; und die Stubenfliegen, die in den Fenstern herumliegen, erwachen beim Einheizen und sind wied. bei der Kälte tod.

 

[IIa-02-1783-1118]
Das Stachelschwein gegen die Macht des Löwen.

 

[IIa-02-1783-1119]
Die Hamster zerbrechen auch toden Vögeln zuerst die Flügel eh' sie weiter anbeisen und die Meisen hakken toden Tieren zuerst nach den Augen.

 

[IIa-02-1783-1120]
Bei Nacht den Nachttopf ausgiessen, nicht bei Tage.

 

[IIa-02-1783-1121]
Bei den Fledermäussen sind die Zehen an den Vorderfüssen ser lang und dünne und zwischen ihnen ist eine floränliche Haut ausgespant zum Fliegen dienend.

 

[IIa-02-1783-1122]
Die Füsse des Walfisches änlichen den Flosfedern der Tiere Fische; doch liegen die Hinterfüsse nicht wie ein Fischschwanz vertikal, sond. horizontal.

 

[IIa-02-1783-1123]
Die meisten Säugtiere gehen auf den Zehen, nicht der ganzen Fussole.

 

[IIa-02-1783-1124]
Fleischfressende Tiere haben zakkichte und scharfe Zäne; grasfressende breite und eingefurchte.

 

[IIa-02-1783-1125]
Die meisten Hörner (des Tieres) entstehen zur Zeit der Manbarkeit.

 

[IIa-02-1783-1126]
Der Schwanz bedekt den Hintern.

 

[IIa-02-1783-1127]
Der Orangutang, das Rentier p. haben einen Beutel am Halse, der sich in die Kele öfnet und zur Verstärkung der Stimme dient.

 

[IIa-02-1783-1128]
Aristoteles teilt die Säugetiere nach den verschiednen Zehen und Klauen ein; Linné nach den Zänen, wodurch der Elephant mit den Panzertieren und den formosanischen Teufelgen; der Igel und der Maulwurf mit dem Löwen und Tiger in dieselbe Ordnung komt.

 

[IIa-02-1783-1129]
Die grossen Säugtiere haben wenige Hare und dikke Haut z. B. Elephant, Nilpferd, Nashorn.

 

[IIa-02-1783-1130]
Bei andern Tieren auss. den Menschen sind keine Zeichen der Iungferschaft.

 

[IIa-02-1783-1131]
Wärend der Minderiärigkeit des Ludwigs XIV. schlug man vor, einen Impost auf die Messen zu legen.

 

[IIa-02-1783-1132]
Aus der Samenhaut die Kleien; sie komt unters Mel, wenn die Müle zu hurtig, wenn die Mülsteine zu scharf auf einander passen, daß sie also zu klein wird und durch den Beutel mit dem Mel fält.

 

[IIa-02-1783-1133]
Alter Samen taugt nicht zum Säen.

 

[IIa-02-1783-1134]
Ieder Bekker in Strasburg mus zur Unterscheidung eine von der Obrigkeit bestimte Zal aufs Brod drükken.

 

[IIa-02-1783-1135]
Man teilt die Landschaftsstükke ein: Natur in Ruhe und Bewegung.

 

[Manuskriptseite 48]

[IIa-02-1783-1136]
Wir geben den Planeten Namen aus der Mytologie; der neue Planet Uranus

 

[IIa-02-1783-1137]
Eh Zizero den Verres anklagt, gegen den Q. Cäcilius.

 

[IIa-02-1783-1138]
Alexander wolte nur mit Königen wetlaufen; betrübte sich üb. die Siege seines Vaters, der ihm nichts mer zu Erobern übrig lassen würde.

 

[IIa-02-1783-1139]
Iener alte persische Monarch gab unter einem goldnen Weinstok Audienz, dessen Trauben von Smaragden, Karfunkeln, Rubinen und a. Edelgesteinen zusammengesezt.

 

[IIa-02-1783-1140]
Leonidas Alexanders Lerer, durchsuchte oft dessen Reisekoffer, um zu sehen ob seine Mutter Olympias unter den Betten und Kleidern nichts Üppiges verstekt hätte.

 

[IIa-02-1783-1141]
Alexander tat den Homer in das von Darius eroberte Kästen goldne Kästgen mit Edelgesteinen, worinnen dies. wolriechende Essenzen hatte; er legte sie mit seinem Degen unter sein Kopfküssen; ärgerte sich mitten in seinen Eroberungen, daß Alexander metaphysische Abhandlungen herausgegeben, und ihm nicht allein gegeben; wil die Retorik allein haben.

 

[IIa-02-1783-1142]
Alexander belonte einen Mazedonier, der Erbsen durch ein Nadelör warf, mit einem Scheffel Erbsen. -

 

[IIa-02-1783-1143]
Die Kriegswägen mit Sicheln (Falcatae quadrigae) zerschnitten die Soldaten in Hälften.

 

[IIa-02-1783-1144]
Die Affen finden sich blos in der alten Welt.

 

[IIa-02-1783-1145]
Der kleine Tamandua kan mit den grossen hakenförmigen Klauen der Vorderfüsse einen Hund tod krazen. (Ian Iac.) Hartsinck Beschrg. v. Indiana. Tl. I. S. 93. - kan mit seinen Füssen besser klettern la als laufen.

 

[IIa-02-1783-1146]
Mit dem Conhicame spielen die Kinder in Peru; Fleisch ist esbar, wenn es vorher über Nacht in Salz und Zitronensaft gelegen, und ihm der Bisamgeschmak benommen.

 

[IIa-02-1783-1147]
Im Zorne rasselt das Stachelschwein mit seinen Stacheln, schiest sie aber nicht nie von sich.

 

[IIa-02-1783-1148]
Die Säugtiere, deren Vorderfüsse Flügel bilden (Chiroptera, V. Ord. nach Blunb.) haben Finger an den Vorderfüssen, die, den Daumen ausgenommen, länger als der ganze Körper.

 

[IIa-02-1783-1149]
Der Vampyr sezt sich bei den schlafenden Menschen vorzüglich an die Fuszehen.

 

[IIa-02-1783-1150]
Die gemeine Fledermaus hält sich am Tage gern in Rauchkammern bei Spek auf, da sie sich mit den Klauen der Daumen eingeschlagen und frist. Des Abends fängt sie die Nachtfalter weg; wird oft aber den Eulen zu Teil. Zu ihrem Winterschlafe hängen sie sich in Hölen klumpweise bei den Hinterfüssen auf.

 

[IIa-02-1783-1151]
Die meisten Rapen gehen immer in Galop.

 

[IIa-02-1783-1152]
Die immer dunstenden feuchten Fussolen des Eichhörngens helfen ihm zum festern Trit. Im Sommer lebts von Haselnüssen; in späten Wintermonaten von Pilzen und Tannenzapfen. - Es schiest auf ein Stük Baumrinde übers Wasser und rudert mit dem Schwanze.

 

[IIa-02-1783-1153]
In der Tatarei nisten die Murmeltiere unter dem Rhabarber und sollen dadurch dessen Fortkommen befördern. Bell's * Travels I, p. 311.

 

[Manuskriptseite 49]

[IIa-02-1783-1154]
Die ungrischen Bauern streifen den Erdzeiselgen (Suslik) das ganze Fel ab und brauchens zum Geldbeutel.

 

[IIa-02-1783-1155]
Die Ratten ziehen den Menschen überal nach, sogar den Bergleuten in die tiefsten Schachte.

 

[IIa-02-1783-1156]
Sie verlassen die ankommenden Schiffe, wenn sie ausgeladen werden und schwimmen ans Land; und beziehen sie sobald sie von neuem befrachtet werden. Sie dienen bei der Hungersnot in Schiffen zur Erhaltung.

 

[IIa-02-1783-1157]
David von den Philistern 200 Vorhäute.

 

[IIa-02-1783-1158]
Die Bäkker machen an Son= und Feiertägen das Brod zu leicht, weil da die Polizeimeister selten herumgehen.

 

[IIa-02-1783-1159]
Eine Pflanze hat desto mer Samen, ie kleiner er ist, od. feiner.

 

[IIa-02-1783-1160]
Das Korn gerät in kalten Ländern besser als in warmen.

 

[IIa-02-1783-1161]
An manchen Orten mus man dik säen, weil die Vögel soviel wegnemen.

 

[IIa-02-1783-1162]
Die römischen Stadhalter in den Provinzen schikten doppelte Kornären als einen Beweis des fruchtbaren Landes nach Rom.

 

[IIa-02-1783-1163]
Der Same einer Bone ist 300 mal grösser als der Tabaksamen; aber die Blätter der Bonen sind viel kleiner als die Blätter der Tabakstaude.

 

[IIa-02-1783-1164]
Ein gewisser Garnhändler konte es ied. Garn ansehen, welche Familie es gesponnen.

 

[IIa-02-1783-1165]
Die Äpfel, in welchen die Kerne sich losgerissen, und mit Geräusch im Gehäuse herumfaren, sind reifer, als nicht p. Auch die schwarze Farbe des Kerns.

 

[IIa-02-1783-1166]
Man prest aus der Gurke den Saft eh' man sie isset.

 

[IIa-02-1783-1167]
In einer Hülse sizen die Samenkerne nur an 1 Nat, in einer Schote auf beiden Seiten an 2 Näten an.

 

[IIa-02-1783-1168]
Auf der Erdbere sizt der Same nicht inwendig, sondern aussen.

 

[IIa-02-1783-1169]
Bei den Feigen essen wir das Blumenbehältnis mit dem Samen.

 

[IIa-02-1783-1170]
Die Feigen schmekken besser, wenn sie nicht im Herbst abgenommen, sond. den Winter erfaren.

 

[IIa-02-1783-1171]
Das Kind bläst die Butterblume an, und ihr Same verfliegt auf ein mal, von seinen Federn getragen.

 

[IIa-02-1783-1172]
Vor dem Moliere war in allen Komödien ein Hofnar. Volt.

 

[IIa-02-1783-1173]
In Rom war einmal eine Pest, in der man, um die Götter zu besänftigen, Kömedien spielen lies; sie hörte auf.

 

[IIa-02-1783-1174]
Den Leichenzug (bei den Sinesern) eröfnen dieienigen, die verschiedne Statuen von Pappe od. Kartenblättern tragen, die Sklaven, Pferde, Löwen, Tyger p. vorstellen. Halde.

 

[IIa-02-1783-1175]
Iede Familie hat einen Sal der Vorfaren, wohin sie sich iärlich einmal versamlet, und wo das Alter, nicht der Stand den Vorzug giebt. Dü Halde Gemeine Leute begnügen sich nur, die Namen ihrer Vorältern an die vornemsten Örter ihres Hauses zu schreiben. Dü Halde.

 

[Manuskriptseite 50]

[IIa-02-1783-1176]
Der ägyptische Got Serapis, der nur Zeit= und Masforschung bedeutete, trug ein Gef Wassergefäs auf dem Kopf; solche Wassergefässe und Wassergefässetragen war bei allen Prozessionen.

 

[IIa-02-1783-1177]
Solche beiarte Razen, die von ihren Iungen genärt werden und nun der Ruhe pflegen, verwikkeln sich zuweilen zu 6, 8 und merern, mit den Schwänzen in einander, und das sind die Razenkönige.

 

[IIa-02-1783-1178]
Der Maulwurf klettert bei Überschwemmung auf Bäume.

 

[IIa-02-1783-1179]
Die Iungen der Beutelratte sind Abortus; bleiben solange im Beutel, bis sie ausgebildet und nun gleichs. von neuem geboren sind; retten sich auch noch dahin.

 

[IIa-02-1783-1180]
Man hat nicht selten Hasen mit kleinen Geweihen gefunden.

 

[IIa-02-1783-1181]
Das Wiesel frist von allen Gewächsen nur die Pilze.

 

[IIa-02-1783-1182]
Der Dachs stekt in seinem Winterschlafe seine Schnauze in seinen Fetbeutel.

 

[IIa-02-1783-1183]
Der Bärt närt sich in seiner Iugend blos von Früchten; er bleibt im Winter one Narung und dennoch säugt die Mutter ihre Iungen dabei.

 

[IIa-02-1783-1184]
Die neugebornen und die ganz alten Wölfe sind grau.

 

[IIa-02-1783-1185]
Die Löwin wirft 3, 4. Iungen; sterben an den Zanen alle meist bis auf 1.

 

[IIa-02-1783-1186]
Die wilde Kaze ist grösser als die zame.

 

[IIa-02-1783-1187]
Das Pferd wurde sonst mit seinem Hern verbrant und seine Asche mit der seinigen begraben.

 

[IIa-02-1783-1188]
Zwei Renpferde, Namens Sterling und Childres, sind verewigt, davon ienes beim ersten Ansaz 82 1/2 Fus in einer Sekunde zurüklegte also 1 englische Meile in 1 Minute; dies. aber nur 46 F. und 6 Zol in gleicher Zeit machte, sich ab. immer gleich blieb, und nie ermüdete.

 

[IIa-02-1783-1189]
Sonst hatte Ägypten die besten Esel. Casiri bibl. Escurial. T. I. p. 208; in Spanien ist die Ausfur der Zuchtesel bei Lebensstrafe verboten.

 

[IIa-02-1783-1190]
Das Kamel mit 2 Bukkeln.

 

[IIa-02-1783-1191]
Die Kamelziege legt sich, wenn sie zu ser beladen od. fortgetrieben wird, nieder, steht nicht wied. auf, und mus geschlachtet werden.

 

[IIa-02-1783-1192]
Die Gemsen, die blos auf den Klippen wonen, sind kleiner und von dunklerer Farbe, als die, so auch ins Gebüsch gehen.

 

[IIa-02-1783-1193]
Der Ochse kan nicht gut tragen; das Pferd arbeitet beim Ziehen mer mit der Brust, der Ochse mit Stirne und Nakken.

 

[IIa-02-1783-1194]
Das Fleisch der Büffel ist schlechter, ihre Milch besser als beides vom Hornvieh.

 

[IIa-02-1783-1195]
Die Lapländer machen sich aus der Harnblase des Rentiers Beutel und Flaschen.

 

[IIa-02-1783-1196]
Die Rentierbutter ist unschmakhaft, der Käse ab. desto delikater.

 

[IIa-02-1783-1197]
Die Hirsche verwirren sich mit ihren Geweihen üb. den einer Geliebten, daß sie verhungern müssen.

 

[Manuskriptseite 51]

[IIa-02-1783-1198]
Mit den Samenkernen der Baumwollenstaude mästet man Schweine; die Wolle ab. p. die die Kerne umgiebt p.; wir tragen von ders. nur Strümpfe und Müzen, Hemder die Asiater. sie wird nicht wie die Schafwolle von Motten angegriffen.

 

[IIa-02-1783-1199]
Weil die Baumwolle gern Feuchtigkeiten in sich schlukt, so prest man sie ser zusammen; ein Ballen von 3 Zentner wird ein 3 Schuh langes, 1 1/2 Schuh breites und ein 1/2 Sch. hohes Paket.

 

[IIa-02-1783-1200]
Über keine Wunde Baumwolle.

 

[IIa-02-1783-1201]
Der Hopfen braucht zuviel Holz, weil er lange Stangen nötig hat.

 

[IIa-02-1783-1202]
Im I. 1616 as kamen noch auf die königliche Tafel in Frankreich Kartoffeln; seit 80 Iaren am Berge Kaukasus in Kleinasien; Italiäner und Holländ. hiessen sie erst Tortuffeln. In Sachsen und in den preussischen Ländern muste die Obrigkeit die Bauern zu ihrer Anname zwingen. Die Menschen sollen sich da am meisten fortpflanzen, wo sie am häufigsten gegessen werden, nämlich in den Tal= Wald= und Bergorten. - Durch sie der Pacht der Mülen gefallen.

 

[IIa-02-1783-1203]
Der Wind arbeitet an der Fortpflanzung hochstämmiger Bäume insbesondre.

 

[IIa-02-1783-1204]
Die Samenkapseln des Sandbüchsenbaums in Westindien zerplazen mit einem starken Knal reif, und werfen den feinen Samen herum; daher wenn man den Samen wil, mus man sie unreif abschneiden. - Manche Samen Häkgen.

 

[IIa-02-1783-1205]
Die Rouellia wirft ihren Samen nur bei Regenwetter von sich.

 

[IIa-02-1783-1206]
Die Gänse und Eulen geben den Fischlaich unverdaut von sich.

 

[IIa-02-1783-1207]
Der Kot in den Vogelgedärmen, worinnen die verschlukten Samenkerne eingeweicht werden, begünstigt die Entwiklung des Samens und sein Aufgehen.

 

[IIa-02-1783-1208]
Wenn die Kernbeisser an den Tanzapfen nagen, fallen immer einige Kerne aufs Mos; oder die gesammelten Nüsse, Eicheln des getödeten Holzhehers gehen auf, oder Eicheln

 

[IIa-02-1783-1209]
Die Affen reissen die Früchte von den Bäumen und werfen sie in dem Wald herum; aber dadurch faults Obst schneller und die Samenkerne können aufgehen.

 

[IIa-02-1783-1210]
In die von Regenwürmen verursachten Öfnungen fallen Samen und wachsen; od. der Regen schwemt sie in solche Öfnungen.

 

[IIa-02-1783-1211]
In Lapland wachsen an den Ufern Alpenpflanzen, die von Flüssen von den Alpen dahin kommen.

 

[IIa-02-1783-1212]
In Norwegen sind schon Kokosnüsse aus Ostindien ans Ufer getrieben worden.

 

[IIa-02-1783-1213]
Die Sineser begeben sich iärlich einmal zu den Gräbern ihrer Voreltern und rupfen das Gras um die Gräber herum aus darauf, und legen Wein und Fleisch darauf. Dü Halde.

 

[IIa-02-1783-1214]
Manche ernären sich indem sie auf der Erde * das Silber aufsuchen, das bei der Zerschneidung dess. im Kauf p. verloren wird. eb.

 

[IIa-02-1783-1215]
Nicht das Silber, nur das Kupfer hat ein Gepräge. eb.

 

[IIa-02-1783-1216]
Es wäre verkleinerlich, wenn das Bild des sinesischen Kaisers auf Münzen geprägt, die in die Hände des Pöbels kommen. eb.

 

[Manuskriptseite 52]

[IIa-02-1783-1217]
Das Salz war Typhons Schaum und das Eisen sein Gebeine.

 

[IIa-02-1783-1218]
Die Ägypter messen nach dem Luzian, die Monate nach dem Mond, das Iar nach der Sonne.

 

[IIa-02-1783-1219]
Darius lies bei seinem Zuge gegen den Alexander silberne Altäre vortragen, auf welchen das heilige und ewige Feuer brante.

 

[IIa-02-1783-1220]
Das wilde Schwein hat keinen Spek.

 

[IIa-02-1783-1221]
Das Mängen der Schweine macht den Spröden.

 

[IIa-02-1783-1222]
Die Haut des Elephanten auf ist fast Daumens dik, und doch gegen Insektenstiche empfindlich.

 

[IIa-02-1783-1223]
Die Indianer glauben einen weissen Elephanten von ihren verstorbnen Königen beselt. In Arakan, Pegu und Siam entstanden Kriege über den Titel des Königs vom weissen Elephanten; ein Elephant frist blos Vegetabilien; begattet sich nur in der Freiheit; seine 2 gross. Ekzäne werden ie älter ie gebogner; fängt sie durch zame Weibgen; plump und gelerig; die Römer lerten sie auf dem Seile gehen, sich von 4 andern in der Sänfte tragen zu lassen. In Zeilon brent man ihren getrokneten Mist stat Kolen und die Töpfer mengen ihn unter den Ton.

 

[IIa-02-1783-1224]
Das Horn des Nashorns sizt nicht am Knochen, sondern an der Haut.

 

[IIa-02-1783-1225]
Im untern Stokwerke hat der Biber seine Speisen.

 

[IIa-02-1783-1226]
Die Fischotter ihren Raub im Wasser fängt und auf dem Troknen verzert.

 

[IIa-02-1783-1227]
Wenn das Walros landen wil, haut er seine Ekzäne mit vorgestrektem Kopfe ins Ufer und schlept den plumpen Körper nach.

 

[IIa-02-1783-1228]
Der Kopf des Walfisches, der welcher leztere 100000 Pfund schwer ist, macht fast die Hälfte des Tieres; sein Fel ist oft mit Pflanzen, Korallen und Muscheln besezt; der beste Fischtran (der aus seinem Spek gezogen) ist der von selbst ausläuft; der schlechtere, der ausgekocht wird. Die beiden Knochen der Unterkinlade werden in Grönland und Holland p. zu Torwegen aufgerichtet, od. zu Bänken und Kirchstülen gebraucht. Im Mai und Iunius macht die Menge der aus den Nasenlöchern Fontainen blasenden Walfischen den Schein einer gross. Stad mit rauchenden Schorsteinen.

 

[IIa-02-1783-1229]
Das Fleisch des Finfisches ist schmakhafter und der Spek schlechter als beim Walfisch

 

[IIa-02-1783-1230]
Das Gehirn des Potfisches verhärtet in der Luft.

 

[IIa-02-1783-1231]
Der Nordkaper od. Puzkopf (Orca) treibt die Heringe durch einen Schwung mit seinem Schwanz in einen Wirbel zusammen und verschlingt sie Tonnenweise.

 

[IIa-02-1783-1232]
Die Federn unten hol (Kiel) und oben (Fane) dicht.

 

[IIa-02-1783-1233]
Die Federn sind mit Fet durchzogen und werden dadurch leichter und der Nässe widerstehend.

 

[Manuskriptseite 53]

[IIa-02-1783-1234]
Lange Sporen - braune Schminke in England für Männer - Brautfürer.

 

[IIa-02-1783-1235]
Die Dinte ist glänzend und klebrig, schwer troknend. - An der Wand das Kleid weis machen.

 

[IIa-02-1783-1236]
Vespasian starb auf dem Nachstul: Ut puto deus fio.

 

[IIa-02-1783-1237]
Die alten griechis. Gedichten waren Katechismi.

 

[IIa-02-1783-1238]
In Frankreich sind die Mädgen eingezogen und die Weiber frei.

 

[IIa-02-1783-1239]
Der Asgeier verzert die Amphibien und Äser, die die Überschwemung des Nils hiterläst.

 

[IIa-02-1783-1240]
Die Moren haben schwarze Läuse. -

 

[IIa-02-1783-1241]
Im ganzen Körper des Vogels sind Luftbehälter zerstreut, davon die meisten mit den Lungen, andre ab. blos mit dem Maule in Verbindung stehen, und die der Vogel n mit Luft laden od. ausleren kan, ie nachdem er sich leichter od. schwerer machen wil. Zu diesen Luftbehältern gehören vorzüglich grosse lokkere Zellen, die teils im Unterleibe, teils unter den Achseln und sonst unter der Haut noch verbreitet sind, und durchs Einatmen in die Luft Lungen vol Luft gepumpt werden können. Ausserdem dienen den Vögeln gewisse marklere Sole Knochen, wie die Schulterknochen im Flügel, auch das Rükgrad, das Brustbein und manchen auch die Hirnschale zu gleichen Zwekken. Die ungeheuren Schnäbel der Pfefferfrasse, Nashornvögel, Papagaien pp. die manche für Werkzeuge des Geruchs gehalten, sind nach Blumenbachs Erfarung auch solche Luftbehälter; und selbst die Federspulen stehen mit dem gedachten lokkern Zelgewebe in Verbindung und können mittelst des weichen knorplichten Kanals in der Spule (Sele) mit Luft gefült od. ausgelert werden.

 

[IIa-02-1783-1242]
Ein Falke entflog dem Heinrich dem * 2. von Frankreich und wurde am folgenden Tage auf Malta wieder gefangen; ein andrer flog in 16 Stunden von Andalusien nach der Insel Teneriffa und also an die 200 deutsche Meilen.

 

[IIa-02-1783-1243]
Kein einziger Vogel lebt unter der Erde; keiner hat Zäne.

 

[IIa-02-1783-1244]
Die Zugvögel verlassen am Winter ihren Wonort gegen eine wärmere Zone, aber sie nisten, begatten sich nicht daselbst z. B. in Ägypten, auf Guinea. p.

 

[IIa-02-1783-1245]
Bei den Vögeln, die den Samen ganz verschlukken, komt er nicht gleich in den Magen, sondern vorher zum Einweichen, in den Kropf.

 

[IIa-02-1783-1246]
Der Harn der Vögel wird wie bei den kaltblütigen Tieren in den Mastdarm ergossen.

 

[IIa-02-1783-1247]
Der Schnabel der Vögel hat die meiste Änlichkeit mit den Ochsenhörnern und Ziegenhörnern.

 

[IIa-02-1783-1248]
Ihr Gefieder dient ihnen oft zum Panzer; haben keine äusseren Oren.

 

[IIa-02-1783-1249]
Die Vögel lassen sich durch lautes Reden, andres Geräusch und Instrumentalmusik zum Gesange ermuntern.

 

[IIa-02-1783-1250]
Die Sangvögel lassen sich sogar zum Akkompagnement abrichten und mit Dohmpfaffen hat man schon kleine Konzerte gegeben.

 

[IIa-02-1783-1251]
Sie haben nicht blos wie andre Tiere, am obern Ende der Luftröre, sondern auch unten, wo sie sich in die Lunge verteilt, einen zweiten Kehlkopf.

 

[IIa-02-1783-1252]
Der Bis der vor Wut unbefriedigter Liebe tollen Entriche gilt dem Bis eines tollen Hundes gleich.

 

[Manuskriptseite 54]

[IIa-02-1783-1253]
Michael Angelo studirte eine alte Statüe one Kopf, Arme und Beine.

 

[IIa-02-1783-1254]
Dem Selbstmord unter dem weiblichen Geschlechte werte man durch die Drohung, daß die Toden nakt durch die Stad geschleift werden solten p.

 

[IIa-02-1783-1255]
Man mag das bebrütete Ei an einer ieden wilkürlichen Stelle von der Seite öfnen, so zeigt sich doch immer das Embryo des Hüngens auf der Oberfläche: daher das Umwenden der Eier unnötig.

 

[IIa-02-1783-1256]
Der Straus bebrütet seine Eier nur des Nachts in kältern Stunden.

 

[IIa-02-1783-1257]
Selbst Kapaunen, Hunde, Menschen haben Vogeleier ausgebrütet.

 

[IIa-02-1783-1258]
Einige Vögel äzen das Weibgen unter dem Brüten.

 

[IIa-02-1783-1259]
Das Küchelgen durchbricht das stumpfe Ende des Eies.

 

[IIa-02-1783-1260]
Mit den Federn schreiben und den kleinen die Betten füllen; auch zum verkielen musikalischer Instrumente, zu Mussen.

 

[IIa-02-1783-1261]
Möhring klassizirte die Vögel nach der Bedekkung der Füsse.

 

[IIa-02-1783-1262]
Linné sezt den Papagei, Kolibrit und Krähe in 1. Klasse.

 

[IIa-02-1783-1263]
Die Vögel der heissesten Erdstriche sind mit kurzen Füssen, mit grossen ab. holen und daher leichten Schnäbeln versehen.

 

[IIa-02-1783-1264]
Die Sumpfvögel haben lange Füsse und lange Schnäbel und meist langen Hals.

 

[IIa-02-1783-1265]
Linné geselt die Tauben zu den Sangvögeln.

 

[IIa-02-1783-1266]
Weil der Steinadler seine Iungen mit dem besten Wildpret närt, bestielt man im südlichen Frankreich sein Nest; und bindet sogar an dasselbe die erwachsnen Iungen, damit p.

 

[IIa-02-1783-1267]
Die Weihe (Milvus) giebt ihre st dumpfe Stimme nur bei annahendem Regenwetter von sich, und fliegt b. Sonnenschein, stil aber hoch.

 

[IIa-02-1783-1268]
Die Krähen berupfen die Eule besonders; lebendige od. ausgestopfte Eulen braucht man zum Vogelfang (indem sie sie berupfen wollen.)

 

[IIa-02-1783-1269]
Die Papagaien haben Änlichkeit mit den Affen; bedienen sich ihrer Füsse wie Hände, bringen damit Speise in den Mund; mit ihrem Schnabel klettern sie, und anhalten sich, wie mit einem 3. Fus; haben eine dikke fleischichte Zunge; iänen; treten, wie Menschen und Affen mit der ganzen Ferse, nicht wie andre Tiere mit den blossen Krallen auf.

 

[IIa-02-1783-1270]
Der Kakdu schlägt in Ruhe seinen Federbusch auf zurük, im Zorne auf.

 

[IIa-02-1783-1271]
Die Eulen brechen nach der Malzeit die Mäuseknochen von sich.

 

[IIa-02-1783-1272]
Der Wiedehopf liest die Insekten aus dem Miste and. der Tiere auf.

 

[IIa-02-1783-1273]
Der Mauerspecht sucht sich zuweilen einen Schedel von Menschen od. Tieren, und macht da sein Nest hinein.

 

[IIa-02-1783-1274]
Die Kolibri werden durch Besprüzung mit Wasser gefangen, da der feinste Schrot p.

 

[IIa-02-1783-1275]
Gänse p. können mit ihren Schwimfüssen gut rudern, und schlecht gehen.

 

[IIa-02-1783-1276]
Unter den zamen Gänsen sind schneeweisse Ganserte häufig, und ganz weisse weibliche Gänse selten.

 

[IIa-02-1783-1277]
Gewisse Vögel (Penguine) haben ein glänzendes Gefieder, und nakte stumpfe kleine Flügel.

 

[Manuskriptseite 55]

[IIa-02-1783-1278]
Unter der Regierung der Königin Maria sol der Preis des Holzes in England wegen der vielen Exekuzionen in Smithfield merklich gestiegen sein. - Sineser ein kaiserliches Postferd.

 

[IIa-02-1783-1279]
Die sinesische Sprache hat soviel Karaktere und Bilder als Worte.

 

[IIa-02-1783-1280]
Die sinesische Dinte wird aus Kienrus gemacht, und mit etwas Wolriechendem vermischt. Schreiben mit nicht mit einer Feder, sondern einem Pinsel aus Kaninchenharen. Dü Halde.

 

[IIa-02-1783-1281]
Die musikalischen Instrumente haben Saiten von Seide, selten von Därmern. Dü Halde.

 

[IIa-02-1783-1282]
Das astronomische Tribunal hängt vom Zeremonientribunal ab. eb.

 

[IIa-02-1783-1283]
Die Mitternachtsstunde ist ihnen die glüklichste, weil in ders. die Welt erschaffen. eb.

 

[IIa-02-1783-1284]
Kochen und wärmen sich in dem Ofen.

 

[IIa-02-1783-1285]
Der Sturm= od. Ungewittervogel wird von den Einwonern von Feroer p. wegen des vielen Fets stat einer Lampe gebraucht, indem sie blos einen Tocht durch den Körper ziehen und anbrennen.

 

[IIa-02-1783-1286]
Blumenbach gedenkt einer Möve, die spannenlange Knochen auf einmal verschlang. Der Magen war klein; iene musten also am einen Ende im Magen zermalmt werden, indes das andre in die Speiseröre hinausragte.

 

[IIa-02-1783-1287]
Der Kranich steht immer auf einem Bein; aber fabelhaft, daß er im and. einen Stein halte. - Sprechender Rabe.

 

[IIa-02-1783-1288]
Die Rordommel nistet in sumpfichten Boden.

 

[IIa-02-1783-1289]
Der Straus ist der gröste Vogel, kan wegen seiner kleinen Flügel nicht fliegen, läuft aber am schnelsten. - Die Schwalben fliegen od. sizen, und gehen nicht.

 

[IIa-02-1783-1290]
Sobald der Auerhan angeschossen wird, verschlukt er seine Zunge in den Schlund.

 

[IIa-02-1783-1291]
Die Paradiesvögel haben einen ser kleinen Kopf, und grosse Füsse.

 

[IIa-02-1783-1292]
Der wilde Knoblauch macht das Fleisch der Feldlerchen schmakhaft, den sie gern fressen. Baden sich im Sand.

 

[IIa-02-1783-1293]
Die Bruchdrossel (Arundinaceus) singt unaufhörlich, solang das Weibgen brütet.

 

[IIa-02-1783-1294]
Der Hänfling (Cannabina) amt die Nachtigal nach.

 

[IIa-02-1783-1295]
Der Zaunkönig singt im Froste auch; und sucht im Winter an den Zäunen Raupennester.

 

[IIa-02-1783-1296]
An den Kirchen die meisten Schwalbennester.

 

[IIa-02-1783-1297]
Im Darmkanal sind oft aus verschluktem Laich p. Eidexen, Frösche ausgehekt worden.

 

[IIa-02-1783-1298]
Einige Amphibien begatten sich nicht, und befruchten die weiblichen Eier, wenn sie schon aus dem Leibe der Mutter getreten sind.

 

[IIa-02-1783-1299]
Die Natter vergräbt ihre Eier in Misthaufen.

 

[IIa-02-1783-1300]
Der Schwanz des Frosches verschwindet in dem Masse, in welchem sich seine Füsse entwikkeln.

 

[IIa-02-1783-1301]
Vielleicht sind Kröten ein wichtiges Mittel gegen den Krebs.

 

[IIa-02-1783-1302]
Das Mängen der Pipa (Tedo) streicht den Laich, den das Weibgen auf die gewönliche Weise von sich gegeben, demselben auf den Rükken, wälzt sich noch rüklings darüber her, drükt die Eiergen in besondre Grübgen, die in der Haut des Weibgen sind, und befruchtet sie mit seinem Samen.

 

[IIa-02-1783-1303]
Mitten in grossen Bäumen, Steinen, Marmorblökken, hat man Kröten angetroffen.

 

[Manuskriptseite 56]

[IIa-02-1783-1304]
Die Megz Mezger sind dik. - Spiegel nur zur Zierde, nicht zum Beschauen.

 

[IIa-02-1783-1305]
Die Glokken wurden wegen der Ausdenung ihres Gebrauchs auf Gemeinden, immer freier und höher aufgehenkt, erst auf Kirchendächer, dan auf Türme.

 

[IIa-02-1783-1306]
Fürstinnen sollen oft ihr Silbergeräte zu den Glokken hergegeben haben.

 

[IIa-02-1783-1307]
Die Kirchtürme werden schwankend, wenn man die Glokke bewegt für den Klöppel; an manchen Orten bewegt man iezt nur den Klöppel.

 

[IIa-02-1783-1308]
Die gröste Glokke in Deutschland, auf dem St. Stephans Turm zu Wien, lies der Kaiser Ioseph I. 1711 von dem Stükgiesser Aichamer, aus allerlei von den Türken eroberten Kanonen giessen. - Schwarz= und Rotwildpret.

 

[IIa-02-1783-1309]
Ein kleiner Negerkönig, der König von Aquambo auf der Goldküste kauft iärlich für seine Bedürfnisse für 2000 Sklaven Brantewein, und weil dieses Getränk nur von Grossen getrunken werden kan, so hält der Neger sein Tooda, Branteweinstrinker, Trunkenbold für den grösten Erentitel.

 

[IIa-02-1783-1310]
An dem Tage, wenn sich der König von Benin seinen Untertanen zeigt, welches alle Iare einmal geschieht, werden ihm zu Eren 10, bis 12 Sklaven geschlachtet.

 

[IIa-02-1783-1311]
Komt in eben diesem Königreich eine Negerin mit Zwillingen nieder, so werden Mutter und Kinder getödet. Hat der Man die Frau die lieb, so mus eine Sklavin mit den Kindern sterben. Ein Pferdeschwanz gilt dort 2 Sklaven, ein Elephantenschwanz wol 3. Zu Lopez Zeiten gaben die Einwoner von Kongo 22 Sklaven für 1 Hund.

 

[IIa-02-1783-1312]
Nur eine zerspringende Flinte verwundet den Schüzen.

 

[IIa-02-1783-1313]
In Paris soviel Hündgen, mit N den heidnischen Götternamen.

 

[IIa-02-1783-1314]
Zu Paris (1782) tragen die Stuzer Stökke, woran nicht etwa, wie an unsern sogenanten Dornstökken, nur Knötgen, sondern ganze Dornen sizen.

 

[IIa-02-1783-1315]
In Frankreich werden iärlich auf 2 Millionen Töpfgen Schminke verbraucht, nach der Rechnung des Ritters d'Elbée, der anrät, den Offizier=Witwen in Frankreich einen Unterhalt durch eine Auflage auf die Schminke zu verschaffen.

 

[IIa-02-1783-1316]
Aus den Flekken der Sonne ih die Zeit ihrer Umdrehung; Herr Messier hat den dunkeln Streifen auf dem Saturn gesehen, der eben dazu dienen wird.

 

[IIa-02-1783-1317]
H. Herschel hat einen Kometen (1781) entdekt one Bart und Schwanz.

 

[IIa-02-1783-1318]
Die ersten Nachrichten von den Kartoffeln haben wir einem englischen Sklavenhändler Iohn Hawkins zu danken, der sie im Iar 1565 als Schifsprovision von den Einwonern von St. Fé in Neu Spanien erhielt; endlich durch Walter Raleigh . - Sie wurden noch 1597 den iungen Eheleuten empfolen, weil wie Gerard anmerkt, they nourish and strenghthen the body, procure bodily lust and that with greediness.

 

[IIa-02-1783-1319]
P Ein gewisser P. Morguns {Franzisk. aus Marseille} verfertigt Wekker, die wekken, ein Licht anstekken, das Feuer im Kamin machen, die Betvorhänge aufziehen, und die Fenstervorhänge und die Fensterläden, -

 

[IIa-02-1783-1320]
Hr. Hautrey hat eine Art von Damenhut erfunden, dem man vermittelst angebrachter Federn alle Formen geben kan, die die Mode od. Frisur erfordert;

 

[Manuskriptseite 57]

Auch läst sich ein Sonnenschirm daraus machen; daher er chapeau Parasol heist.

 

[IIa-02-1783-1321]
Zu Ende des vorigen Iarhunderts fiel ein Bär einen Bauer im Schwarzwalde an, da dieser eben am Rande eines steilen Berges Holz hieb. Er warf die Axt weg, und kam durchs Balgen mit ihm an den Rand und rolten hinunter mit einander. Der Bär gieng brummend fort.

 

[IIa-02-1783-1322]
Konrad Gesner erzält, daß in einer Nacht ein Fuchs, Wolf, und altes Weib in 1 Grube fielen, die am Morgen unversert alle herausgezogen wurden.

 

[IIa-02-1783-1323]
In Ost= und Westindien schneidet ein Iäger einen Kürbis so aus, daß er ihm auf den Kopf past und er durchsehen kan, und schwimt od. watet nach den Enten zu, die ihn für einen Kürbis halten. Er k zieht sie, mitten unter ihnen, hinunter, dreht ihnen den Hals ab und befült sogar, welche die fettesten. -

 

[IIa-02-1783-1324]
Sonst nante man den Pfeffer Paradieskörner.

 

[IIa-02-1783-1325]
Die Kaufleute in einigen Städten Italiens haben in ihren Buden das Bild ihres Schuzheiligen aufgestelt, vor dem täglich einige Wachskerzen brennen. Diese Illuminazion mist sich nach dem Gewin des Tags ab; bei Mangel des leztern droht man ihm mit Rutenstreichen.

 

[IIa-02-1783-1326]
Der Duca d'Alba lies Messen lesen, zur Wiederschaffung der entsprungnen Maitresse. - Harmonica, aus Glas.

 

[IIa-02-1783-1327]
Auf dem fürstlichen Lustschlosse, Esterhaz in Ungarn ist eine Ur mit einem ausgestopften Kanarienvogel, der nachdem die Ur die Stunde geschlagen, wie ein lebendiger Vogel eine Arie singt und eben so den Schnabel und ganzen Körper bewegt - ein Musikspiel ist in einem Armsessel angebracht, der, wenn man sich darauf sezt, verschiedne Stükke zu schlagen anfängt. Litteratur= und Teaterzeitung , 1782. S. 50-51.

 

[IIa-02-1783-1328]
Die Inquisizionsgefangnen dürfen nicht beten.

 

[IIa-02-1783-1329]
Die Erfrischungen nach der Malzeit kosten in Spanien viel mer als die mässige Malzeit. Nouveau Mercure de France. No. Quatrieme. 1775. P. 27.

 

[IIa-02-1783-1330]
In Piemont pflanzt ein Hausvater bei der Geburt eines Mädgens 1000 Pappelbäume, und sobald es 16 Iar alt ist, so hat es, da eine Papp. von dems. Iare 16 Livres gilt, eine Mitgabe 16000 Livres. Abbé Coyer Reisen.

 

[IIa-02-1783-1331]
In einer Genealogie, (in einer Sakristei) iene Mönche: Apostoli erant primi canonici regulares Lateranenses, sub abbate Christo. eb.

 

[IIa-02-1783-1332]
In Venedig stat der Gassen Kanäle, stat der Karossen Gondeln. eb.

 

[IIa-02-1783-1333]
Die Kinder, Brüder, Enkel des Doge sind bei seinen Lebzeiten von grossen Posten ausgeschlossen. Die inquisiteurs haben zu ieder Zeit (Tag und Nacht) Zutrit in seinen Pallast,

 

[IIa-02-1783-1334]
Der Sal, wo der Doge die ersten hommages am Tage seiner Krönung erhält, ist derselbe, wo er nach seinem Tode zur Schau ausgestelt wird

 

[IIa-02-1783-1335]
Gewönlich glaubt man, daß es auf dem Mer kein Echo giebt.

 

[Manuskriptseite 58]

[IIa-02-1783-1336]
Die Frösche vertrieben einmal die Abderiten.

 

[IIa-02-1783-1337]
Der Laubfrosch bläst schreiend die Kele zu einer grossen Kugel auf, st* fast so gros als sein Leib. - Die Schweine fressen die Klapperschlangen one Schaden.

 

[IIa-02-1783-1338]
Der Tabak sol dem Krokodil tödlich sein.

 

[IIa-02-1783-1339]
Die Zunge des Chamäleons lang und klebricht, seine Lungen füllen den grösten Teil des Leibs aus; verändert die Farbe one Beziehung auf die benachbarten Gegenstände, und am meisten wenn es bös gemacht wird.

 

[IIa-02-1783-1340]
Die Schlangen legen meistens an einander gekettete Eier.

 

[IIa-02-1783-1341]
Das Seepferdgen (die Seeraupe, hippocampus) hat seinen Namen, weil der Vorderteil einem Pferdekopf und Hals, der hintere einer Raupe änelt. Krümt sich tod zum S, und änelt dem Springer im Schach.

 

[IIa-02-1783-1342]
Die meisten Fische werden gefangen, indem sie an der Küste laichen wollen.

 

[IIa-02-1783-1343]
Die Schuppen des Weisfisches zu Glasperlen, Fischgalle zum Tuschen.

 

[IIa-02-1783-1344]
Insekten mer Füsse als andre Türe.

 

[IIa-02-1783-1345]
Die Schmetterlinge bekommen grosse komponirte teleskopische Augen, da sie als Raupen nur Myopische kleine hatten.

 

[IIa-02-1783-1346]
Der Tod ist bei den Insekten eine Folge der ersten Begattung; man verzögert mit dies. ienen.

 

[IIa-02-1783-1347]
Das Porträt seiner Geliebten in od. auf seinem Schnuptabaksdosendekkel.

 

[IIa-02-1783-1348]
Die Iuno zürnte auf den Iupiter, daß er die Pallas one sie geboren; sie erbat endlich von den Göttern, daß sie auch one den Iupiter gebäre, den Typhon, der einen flammenden Mund, einen Gürtel von Schlangen, eiserne Hände, Adlersklauen und befederten Körper hatte: Iupit. das regellose Genie; Iuno der regellose Nachahmer

 

[IIa-02-1783-1349]
Iupiter sties anfänglich die Zyklopen ihrer Wildheit wegen in den Tartarus; ab. der Tellus überredete ihn, sie zu Donnerkeilenschmieden zu gebrauchen.

 

[IIa-02-1783-1350]
Die Nymphe Echo verliebte sich in den Narzis, der nachher als Blume den unterirdischen Göttern geheiligt war.

 

[IIa-02-1783-1351]
Der den Klingelbeutel herum trägt, hört wenig von der Predigt.

 

[IIa-02-1783-1352]
Da Herkules gegen die lernäische Schlange strit, so bis {ergrif} ihm ein Krebs in den Fus.

 

[IIa-02-1783-1353]
Neben dem Tempel des Iupiter Ammon entsprang die Quelle der Sonne, die zu früh lau, zu Mittag kalt, abends wärmer, um Mitternacht siedend heis war. - Maikäfer gegen den Hundsbis.

 

[IIa-02-1783-1354]
Manche Insekten bringen, wenn sie aus der Larve kriechen, keinen Mund mit zur Welt, fressen und wachsen nicht mer; und sind nur, um sich zu begatten.

 

[IIa-02-1783-1355]
Die Larven vieler kleiner Käfer sind den Naturaliensamlungen schädlich.

 

[IIa-02-1783-1356]
Mancher Käfer formt aus Kuhmist hole Kugeln, verschart sie einzeln in der Erde, befestigt sie an Graswurzeln und legt in iede ein 1 Ei.

 

[Manuskriptseite 59]

[IIa-02-1783-1357]
Der Maikäfer lebt als Engerling unter der Erde 5. Iar, und Miswachs oft verursachend, wie im Iar 1479, da die Engerlinge in einem weitläuftigen Monitorio vors geistliche Recht gen Lausanne zitirt wurden, das ihnen zwar einen Advokaten von Freiburg zugestand, sie selbst aber nach Abhörung beider Parteien in den Ban tat. S. Mich. Stettler's Schweizer Chronik S. 278. Werden endlich Maikäfer und schaden dem Laub der Obstbäume

 

[IIa-02-1783-1358]
Der Spekkäfer ist meistens auf anatomischen Teatern p. zu finden. An eingesprizten troknen anatomischen Präparaten frist er oft das Fleisch und die Häute so rein ab, daß die blosse Wachsmasse in Form der Gefässe übrigbleibt.

 

[IIa-02-1783-1359]
Die ungeflügelten Weibgen der Iohanniswürmgen leuchten stärker als die Mängen, besonders um die Begattungszeit, da ihr Licht vielleicht dem Mängen das Finden erleichtert. Nach gelegten Eiern, die auch leuchten, verliert sich der Schein bei den 2. Geschlechtern.

 

[IIa-02-1783-1360]
Die Grillen kommen mit dem Getraide in die Häuser, zirpen die Nacht durch, sind aber mit hellem Licht zum Schweigen zu bringen.

 

[IIa-02-1783-1361]
Der Todenkopf bringt mit seinem Saugrüssel einen iammernden Laut hervor.

 

[IIa-02-1783-1362]
Die Eier gewisser Insekten (der Galwespe) wachsen, wenn sie schon gelegt worden.

 

[IIa-02-1783-1363]
Die mänlichen Bienen od. Thronen od. Holmbienen (etwa 1500 im Stok) tun nichts als sich mit der einzigen Königin begatten.

 

[IIa-02-1783-1364]
Die Bienen haben als kaltblütige Tiere keine Wärme und erwärmen doch den Stok zur Wärme des menschlichen Körpers.

 

[IIa-02-1783-1365]
Die Ameisen tragen des Morgens ihre Eier an die Sonne, des Abends nach Hause.

 

[IIa-02-1783-1366]
Das Weibgen der Pferdebremse past die Zeit ab, wenn das Pferd sich seines Unrats entledigt und legt ihm seine Eier ans Ende des Mastdarms. Die iungen Larven kriechen dan durch die *8 84 Fus langen Gedärme des Pf. in dessen Magen; zuweilen durchboren sie den Magen und verursachen den Brand. Meistens kriechen sie, bei Annäherung der Zeit ihrer Verwandlung, dens. Weg wieder zurük, stürzen sich aus dem Hintern des Pf. heraus, durchboren die Erde und verpuppen sich.

 

[IIa-02-1783-1367]
Die Stechfliege sezt sich meist nur an die Beine des Menschen, und Füsse des Viehes.

 

[IIa-02-1783-1368]
Die Wolle der Schafe wird von der Schaflaus grün.

 

[IIa-02-1783-1369]
Die Käsemilbe wird nur mit 3 par Füssen geboren, das 4.te wächst nachher dazu.

 

[IIa-02-1783-1370]
Aus dem Schwanzstachel des molukkischen Krebs macht man Tabaksrören.

 

[IIa-02-1783-1371]
Der Körper der Armpolypen ist hol, one Eingeweide; man kan sie wie einen Handschuh umkeren.

 

[IIa-02-1783-1372]
Der Pan fürte einen Stab bei sich, der oben krum und gebogen war.

 

[IIa-02-1783-1373]
Perseus zur Besiegung der Medusa abgeschikt, bekam von Merkur die Flügel, von Pluto den Helm, von der Pallas den Schild und Spiegel; und von den Grään den Zan und das Auge.

 

[IIa-02-1783-1374]
Die Schwestern der Gorgonen (Graeae) waren von ihrer Geburt an graues Hars, hatten alle nur 1. Auge und 1. Zan, in den sie dess. abwechselndem Gebrauch sie sich teilten. -

 

[Manuskriptseite 60]

[IIa-02-1783-1375]
Perseus tödete die Medusa, die er als die Sterbliche aus den 2 a. aber unsterblichen Schwestern auswälte, indem er seinen Streich nach dem Bilde im Spiegel der Pallas lenkte.

 

[IIa-02-1783-1376]
Die Fama ist eine Schwester der Giganten und eine Tochter der Terra.

 

[IIa-02-1783-1377]
Pentheus wurde wegen seiner Neugierde nach den geheimen Opfern des Bacchus mit dem Abel bestraft, alles doppelt zu sehen.

 

[IIa-02-1783-1378]
Der Himmel war der älteste Got; sein Son Saturn schnit ihm mit einer Sichel die Geschlechtsglieder ab. Saturn zeugte viele Kinder, fras sie aber alle. Der einzige Iupiter entfloh, und schnit ihm mit derselben Sichel penem ab, aus dem ins Meer geworfen die Venus entstand.

 

[IIa-02-1783-1379]
Proteus wuste nicht nur das Zukünftige, sondern auch das Gegenwärtige und Zu Vergangne; zälte zu Mittag, eh' er einschlief, seine Herde; wer seiner Hülfe benötigte, muste ihn binden.

 

[IIa-02-1783-1380]
Dädalus machte das Labyrinth, dem Ikarus Flügel, und der Pasiphae Werkzeuge der Wollust.

 

[IIa-02-1783-1381]
Ein Rädertier kan wol 25 Iarelang im Troknen für tod gelegen haben, und lebt doch in iedem Tropfen Wasser wied. auf.

 

[IIa-02-1783-1382]
Beim Kugeltier (eine Art von Würmer) kan man die Nachkommenschaft schon im Leibe der durchsichtigen Mutterbis ins 4te Glied erkennen.

 

[IIa-02-1783-1383]
Die kleinen Würzelgen des Epheus können Ephe Mauern sprengen.

 

[IIa-02-1783-1384]
Man kan beim Spaziergehen die Stunde aus der noch ofnen od. geschlossenen Blüte der meisten Gewächse wissen.

 

[IIa-02-1783-1385]
Die Blätgen der Venus=Fliegenfalle (Dionaca muscipula) klappen, wenn sich eine Mükke daraufsezt, zusammen und zerdrükken sie.

 

[IIa-02-1783-1386]
Ahorn, Esche u. a. Gewächse haben zugleich mänliche, weibliche und Zwitterblüten.

 

[IIa-02-1783-1387]
Die Misgeburten sind zalreicher unter den Gewächsen als den Tieren.

 

[IIa-02-1783-1388]
Der Monte nuovo bei Pozzuolo wurde im Septemb. 1538 binnen 48 Stunden zu einer Höhe von 2400 F. emporgetrieben. Hamilton's Campi phlegraei.

 

[IIa-02-1783-1389]
Terra adamica, reine unvermischte Asche Verstorbner.

 

[IIa-02-1783-1390]
Die sogenanten Lichtmagnete, (aus dem kalzinirten bononischen Stein) saugen Son= Tags= und Küchenfeuerlicht, aber nicht vom Mondschein, ein und geben es in der Dunkelheit wieder von sich, mit denselben Farben.

 

[IIa-02-1783-1391]
Gröbere Sorten Schiefer zum Dachdekken, feinere zu Schreibtafeln.

 

[IIa-02-1783-1392]
Der eine Pol des Aschenziehers (Turmalinus, ein Edelgestein) zieht die Asche p. an, der andre stöst sie weg.

 

[IIa-02-1783-1393]
Ein Edelgestein, das sogenante Weltauge erlangt nur im Wasser Durchsichtigkeit, Wiederschein und teils Feuerglanz p.

 

[Manuskriptseite 61]

[IIa-02-1783-1394]
Die Ägypter beizten ihre Leichname einen Monat in Salz ein, eh' sie sie zu Mumien zubereiteten.

 

[IIa-02-1783-1395]
Die Erdharze lösen sich nicht in Wasser, aber wenn sie rein sind, in Öl auf.

 

[IIa-02-1783-1396]
In Newcastle hat man die Kolenminen unter den Boden des Meres hingetrieben.

 

[IIa-02-1783-1397]
Der Zin schmelzt wie das Blei, eher als es glüht.

 

[IIa-02-1783-1398]
Die Knochen und das Blut des Menschen enthalten mer Eisen als das Blut eines a. Tiers.

 

[IIa-02-1783-1399]
Von Vögeln giebts keine Versteinerungen.

 

[IIa-02-1783-1400]
Man lert die Schlangen tanzen; bei den Indiern tanzen nur die Huren.

 

[IIa-02-1783-1401]

Hilaris da Kosta, ein Mönch, gab 2 Quarntanten, ieden von 800 Seiten, heraus in welchen 170 Weiber gelobt werden, und Paul Riv de Rivera ein gross. Buch unter dem Titel Triumphe und Heldentaten von 800 Frauen.

 

[IIa-02-1783-1402]
In Paris sol oft ein Galan seine Geliebte bis zum Heiligtum der Göttin Kloarina begleiten, an der Türe Schildwache halten und sie mit bons mots und Liebserklärungen unterhalten.

 

[IIa-02-1783-1403]
Die Kolibri hört man eher fliegen als man sieht - trachten bei ihrem Feind nach den Augen.

 

[IIa-02-1783-1404]
Die Taube bebrütet die ausgekrochnen Iungen noch 3 Tage.

 

[IIa-02-1783-1405]
Plinius, daß das Fleisch der Hauskrähe in langwierigen Krankheiten gut, und sein Nest das Leben verlängere.

 

[IIa-02-1783-1406]
Die Personen, die selten in die freie Luft kommen, haben eine feine weisse Haut; sie auf dem Kopf und unter den Fussolen am diksten.

 

[IIa-02-1783-1407]
Der Esel der die ewige Iugend trug gab sie der quelbewachenden Schlange, für die Löschung seines Dursts. - Unten in der Büchse der Pandora ist die Hofnung. - Zu Nachts wuchs die gefressene Leber des Prometheus wieder. Ihm zu Eren Spiele, wo die Läufer Fakkeln trugen und der siegte, der eine angezündet zuerst bis an das Ziel brachte.

 

[IIa-02-1783-1408]
Weil der Mensch der Mikrokosmus; so suchten Chymisten alles Mineralische p. in ihm

 

[IIa-02-1783-1409]
Herkules durchschifte in einem Becher von der Sonne den Ozean.

 

[IIa-02-1783-1410]
Ixion begattete sich stat der Iuno mit einer Wolke; woraus {her} die Zentauren und die Chimära entsprungen. - Stek= und Nähnadel.

 

[IIa-02-1783-1411]
Als sich Skaramouche, der erste berümte italienische Komödiant, zu Paris und in Mangel aufhielt, schlich er beständig vor der Tür eines Parfümeurs herum, und bat sich von iedem, der mit gekauftem Schnupftobak herausgekommen, eine Prise zur Probe aus; so oft er nun so eine Quantität von allerlei verschiednen Sorten zusammen gebracht, verkaufte er sie wieder wolfeiler an denselben Parfümeur, der ihn Tabac de mille fleurs nante.

 

[IIa-02-1783-1412]
Rabelais war auf seiner Reise von Paris noch weit entfernt und one Geld. Er wikkelte eine Quantität Ziegelstaub in 3 Papiere; auf Gift für den König, den Bruder des Königs und den Dauphin. Sein Wirt. So kam er nach Paris, wo man darüber lachte. -

 

[Manuskriptseite 62]

[IIa-02-1783-1413]
Mit dem Federmesser die Nägel abschneiden. - Timons Baum zum Henken.

 

[IIa-02-1783-1414]
Sonst hieng man einen Lord mit einem seidnen Strik.

 

[IIa-02-1783-1415]
Henri Corneille Agrippa, ein Magikus; da zu Mez einer seiner Schüler vom Teufel erdrosselt wurde, zwang er diesen den Körper zu beleben, durch die ganze Stad zu spazieren, damit ihn Alle sähen. Er * verlies ihn, d. h. er starb an einer Apoplexie. - In den Herbergen gab er eine Münze des Landes; die so lange dafür galt, bis er weit entfernt war, wo es endlich nur Papier, od. eine andre schlechte Materie war.

 

[IIa-02-1783-1416]
Beim Schiffer mer die Richtung als die Stärke des Winds.

 

[IIa-02-1783-1417]
Der Regen stilt den Wind und dies. zerstreut ienen.

 

[IIa-02-1783-1418]
Das Wasser zum Durchwaden mus seicht, zum Durchschiffen tief sein.

 

[IIa-02-1783-1419]
An manchen Orten felt, wie Bako bemerkt, Regen; an keinem Wind.

 

[IIa-02-1783-1420]
Die nakt gehen, machen ihre Haut zum buntfärbigen Kleid. -

 

[IIa-02-1783-1421]
Die Liebe zu den Nachkommen ist bei Weibgen gröss. als dem Mängen.

 

[IIa-02-1783-1422]
Tiere aufbewaren in Brantewein und. ausgetroknet

 

[IIa-02-1783-1423]
Zeugungsteile und Auswurfsteile sind nahe.

 

[IIa-02-1783-1424]
Das Faultier hat ein zähes Leben und wird mit Nägeln und Haren geboren.

 

[IIa-02-1783-1425]
Der Ameisenbär hat eine lange und schleimichte Zunge, keine Zäne und Sprache. Das amerikanische Stachelschwein verliert im Winter seine Stacheln; nur der Rükken von diesem und der Igel sind mit Stacheln besezt, nicht Bauch, Kopf, Füsse, daher rolt es sich zusammen. - Fuchs krebst mit dem Schwanze.

 

[IIa-02-1783-1426]
Nur am Schwanz hat der Elephant Hare; hält sich an sumpfigen Örtern auf, frist Sumpfkräuter, Laub und Reis; hat ein kleines Gehirn - Die Zäne, die von selbst ausfallen, sollen von weisserer Farbe sein, als die man absägt.

 

[IIa-02-1783-1427]
Die wilden Tiere rauben meistens zu Nachts.

 

[IIa-02-1783-1428]
Wird ein Wolf verwundet, so verfolgen ihn andre Wölfe, um ihn zu fressen.

 

[IIa-02-1783-1429]
Leopard schön geflekt, ab. grausam; das Weibgen kleiner und schöner.

 

[IIa-02-1783-1430]
Nicht blos der Affe, auch der Bär kan auf den Hinterpfoten tanzen. (geht mer darauf als er tanzt) - Vielfras gefrässig und stinkend.

 

[IIa-02-1783-1431]
Der Hase ist wegen seiner grau braunen Farbe nicht gut in Brachfeldern zu erkennen; wird sehend geboren; sein Fel dem Hutmacher; gehörnte Hasen selten.

 

[IIa-02-1783-1432]
Die Merschweinchen saufen wenig und harnen doch alle Augenblikke.

 

[IIa-02-1783-1433]
Der Schwanz der Beutelratte ist lang, bis in die Mitte behart, am Ende kal.

 

[IIa-02-1783-1434]
Im Gotaischen sezt man einen Preis auf die Pfoten des Eichhörngens.

 

[IIa-02-1783-1435]
Wenn wo viel Ungeziefer glaubt man, es regne vom Himmel herab.

 

[Manuskriptseite 63]

[IIa-02-1783-1436]
Im Gotaischen steht ein Preis aufs Fel des Mur Hamsters, der das Korn u. a. stielt und dessen Pelz zum Kleiderfüttern taugt.

 

[IIa-02-1783-1437]
Mit dem Schnupftuch Schweis und Tränen; den Speichel.

 

[IIa-02-1783-1438]
Sonst nam man zu den Saiten stat der Därmer, nur Fäden und Schnüre.

 

[IIa-02-1783-1439]
Der Druiden Weiber (die alten Britten) stachen den Kriegsgefangnen ihre Messer in die Brust, und weissagten aus der Art, wie das Blut flos. -

 

[IIa-02-1783-1440]
Das erste was ein wildes Volk seinen gesitteten Nachbarn abzulernen pflegt, ist die Kriegskunst. - Ein Volk von Iägern mus alzeit kleiner als eines von Hirten sein.

 

[IIa-02-1783-1441]
Die Katalonier laufen am 1. Novemb., dem Tag vor aller Selen, von Haus zu Haus, um Kastanien zu essen, glaubend mit ied. gegessenen Kastanie eine Sele aus dem Fegefeuer zu retten. Swinburne's Travels through Spain.

 

[IIa-02-1783-1442]
Die Proserpina 6. Monate bei der Mutter Zeres, und 6. beim Man Pluto.

 

[IIa-02-1783-1443]
Die Sirenen waren anfangs geflügelt; verloren ab. ihre Flügel im Streite mit den Musen, die damit daraus sich Kronen machten aus den herausgerissenen Federn. - Die Inseln, wo die Sirenen, erschienen von ferne weis wegen der Todengebeine. - Nicht die Kele, sond. die Därmer des Schafs sind wolklingend.

 

[IIa-02-1783-1444]
Die Waldratten wälen im Winter gegen das Feld die Scheuern, woraus sie die Mäuse vertreiben; nur die alten Mängen bleiben ziehen nicht in die Scheuern.

 

[IIa-02-1783-1445]
Die Fledermaus färt nach allem begierig zu, was sich in der Luft bewegt.

 

[IIa-02-1783-1446]
Die Kazen tun die Spizmäusse zwar verfolgen, ab. nicht fressen.

 

[IIa-02-1783-1447]
Der Zibethkaze ist ihr Zibeth ser beschwerlich.

 

[IIa-02-1783-1448]
Das Fleisch des Stinktiers ist esbar; doch mus man vorher beim Ausbalgen die Harnblase herausnemen. - Die Gedärme des Seehunds in Grönland zu Fensterscheiben.

 

[IIa-02-1783-1449]
Das Lao Loati (Lotor) spült alles, was es fressen wil, mit Wasser ab; man gebraucht seinen Schwanz zum Verwarungsmittel gegen die Kälte um den Hals.

 

[IIa-02-1783-1450]
Die Kazen verscharren ihren Unrat.

 

[IIa-02-1783-1451]
Das Dachsfel zu Iagdtaschen. - Der Iäger bekomt nur's Schiesgeld.

 

[IIa-02-1783-1452]
Das Kamel säuft zwar vil viel, ab. auch desto länger Durst leiden.

 

[IIa-02-1783-1453]
Man bedient sich des Bisams des Muskusboks zum Parfümiren und zur Arznei.

 

[IIa-02-1783-1454]
Das noch weiche Geweih des Rehes schmekt wie Kalbsfüsgen.

 

[IIa-02-1783-1455]
Wallache schlafen länger als Hengste.

 

[IIa-02-1783-1456]
Der Esel hat einen sanftern und sichern Gang als das Pferd; komt in südlichen Ländern besser als in nördlichen fort; werden in Italien zu Sänfteträgern gebraucht.

 

[IIa-02-1783-1457]
Wenn der Vater ein Esel und die Mutter eine Stute ist, so ein Maultier (Mulus). Im umgekerten Falle Maulesel. (Hinni) Iene sind grösser wegen der grössern Mutter als diese, die des Vatersstimme haben.

 

[IIa-02-1783-1458]
Einige Naturforscher, daß die Fischotter am intestino recto ein Säkgen habe, in dem eine stinkende Feuchtigkeit, die anfangs wie alter Käse und in drei Monaten wie Bisam riechen sol.

 

[Manuskriptseite 64]

[IIa-02-1783-1459]
Die Sonne stand um dem Morde eines Fliehenden zu leuchten.

 

[IIa-02-1783-1460]
Der Mond giebt mer Schein als alle Fixsterne, Sonnen - weil er näher.

 

[IIa-02-1783-1461]
Nur 2 Tiere haben gesprochen, ein Esel und eine Schlange.

 

[IIa-02-1783-1462]
Von der Schlange Curururyyva, die sich in den brasilianischen Flüss. aufhält, erzälen die Wilden, daß sie, wenn sie mit Speise recht angefült wäre, auf der Erde faule, mit dem Bauche in der Höhe, so daß die Raben und and. fleischfressende Vögel kommen und nur das Skelet übrig lassen: dan wachse ihr das Fleisch wieder nach, sie bekomme eine neue Gestalt und ihre vorige Grösse, weil sich nämlich ihr Lebensgeist in ihrem Kopf befinde, welcher sich lange Zeit im Kot aufhalte, wohin die Wilden, ihn zu schiessen, sich begeben. Onomatologia. 3. Band S. 538.

 

[IIa-02-1783-1463]
Die Haut ist fein am untern Bauch, und an den Zeugungsteilen am feinsten.

 

[IIa-02-1783-1464]
Dasselbe Blut, das die Schöne zur Sünde angestiftet, errötet darüber auf der durchsichtigen Wange. Bleiche Haut bess. als eine runzlichte, schlappe.

 

[IIa-02-1783-1465]
Wir verhindern den Wachstum der Hare am übrigen Leib durch die Kleider

 

[IIa-02-1783-1466]
Die Galäpfel (die zur Dinte) von entstehen aus der Knospe der Eiche, in die eine gewisse Blatwespe ihre Eier gelegt.

 

[IIa-02-1783-1467]
Der Makako (eine Art Affen in Afrika und Ägypten simia cynamolgos) sieht von hinten grausamer als von vornen. - Eine Mükke besiegt Spinnen, frist sie.

 

[IIa-02-1783-1468]
Die Farbe des sinesischen Goldfischgens verbleicht zu bei seinem Tode, wird oft dan weis; ist in der Iugend mer schwärzlicht.

 

[IIa-02-1783-1469]
Danta, ein amerikanisches Tier mit Mauleselsoren und Kalbslippen, hat 2. Mägen, im 1. die Speise, im 2. verfaultes Holz. Onomat. etc. S. 586.

 

[IIa-02-1783-1470]
Der kleine Spekkäfer zernagt ausgestopfte Vögel und Tiere, aus denen oft seine, wegen der Festigkeit immer abgehende Exkremente herausgehen und ihn verraten; fragt nach allen Spirituss. nichts, stirbt im Schnupftabak. eb. S. 604.

 

[IIa-02-1783-1471]
Ein gewisses Insekt Dermestes typographus, Lin. Syst. macht in den Fichtenbäumen wunderliche Gänge und Karaktere, und ein gewiss. Mel.

 

[IIa-02-1783-1472]
Die Dipsasschlange heist wegen ihrem schwarzen Schwanz ??????????, weil sie auf dem Sand geht, ?????????, und ???????, weil v ihre Stiche wie Flammen brennen. Plinius gegen den Durst den Trank von abgekocht. Lorberblättern.

 

[IIa-02-1783-1473]
Die Schulmeister entziehen dem Schüler das Lernen durch aufgetragne Arbeiten.

 

[IIa-02-1783-1474]
Als Skanderbeig, der Fürst von Epirus, tod war, glaubten die oft von ihm geschlagnen Türken durch Tragung eines Stükgen von seinen Knochen auf ihrem Herzen Mut zu bekommen.

 

[IIa-02-1783-1475]
Iener Possenspieler, der vor dem August spielte, eignete sich das Händeklatschen zu, mit dem man den Kaiser beerte.

 

[Manuskriptseite 65]

[IIa-02-1783-1476]
Die Sachsen bekamen ihren Namen von ihren grossen Messern od. Dolchen (Sahs) im Kriege.

 

[IIa-02-1783-1477]
Die Dissonanz 2.er Pfeifen wird desto beschwerlicher, ie näher sie dem Unisonus kommen p.

 

[IIa-02-1783-1478]
Es ist am besten, nahe beim Kamin zu sizen, wenn das Zimmer vol Rauch ist.

 

[IIa-02-1783-1479]
Frage in den finstern Zeiten über die Empfängnis der h. Iungfrau, über die Verdauung der geweihten Hostie, und ob man sie wied. von sich gäbe.

 

[IIa-02-1783-1480]
Die Kapaunen mausern sich nicht, wie die meisten Vögel im Herbst.

 

[IIa-02-1783-1481]
Die Vögel bedienen sich ihres Schwanzes, besonders, wenn sie sich niederlassen wollen.

 

[IIa-02-1783-1482]
Das Nest des Storchs wird durch die iärliche Ausbesserung mit Holz p. dem Dachstul zu schwer. - Die abgeschälten Birnen laufen an und werden schwärzlich.

 

[IIa-02-1783-1483]
Die Nester gewisser Maisen braucht man als Sokken unterm Fus, od. als Kräutersäkke zur Verteilung der Geschwulst im Gesicht p.

 

[IIa-02-1783-1484]
Die iungen Elstern sollen blind aus den Eiern kommen.

 

[IIa-02-1783-1485]
Das Kind spielt anfangs mit dem Osterei, und isset es dan. Das Osterei ist eb. wie andre Eier.

 

[IIa-02-1783-1486]
Eier mit 2. Dottern solten auch 2. Vögel geben, aber sie wachs. beim Ausbrüten meistens an einander und kommen tod zur Welt. Die Hennen, die 2dotterichte Eier legen, nuzen wenig.

 

[IIa-02-1783-1487]
Die Vögel fangen die Bebrütung der Eier nicht eher an, als bis sie alle gelegt worden.

 

[IIa-02-1783-1488]
Wenn man die Eier lang aufbewaren wil, mus man sie mit Fet überziehen.

 

[IIa-02-1783-1489]
Die Reisen der Heuschrekken p. sind den Völkern schädlich, die der Vögel und Fische nüzlich.

 

[IIa-02-1783-1490]
Vorneme Leute später als andre essen.

 

[IIa-02-1783-1491]
Man macht Früchte in Zukker und auch in Essig ein, die Alten meist in Honig.

 

[IIa-02-1783-1492]
Beim Einmachen mus der Zukker so schwer sein als das Einzumachende; der Konditor schleudert, um die Zu Dikkigkeit des Zukkers zum Einm. zu probiren, diesen an dem eingetauchten Spängen hängend herum, ob er sich in Spinnefäden zieht.

 

[IIa-02-1783-1493]
Wenn man in den kochenden, und schäumenden Zukker Butter wirft, so ist er gleich stille.

 

[IIa-02-1783-1494]
Wenn die Gläser mit Konfituren in der Sonne stehen, wird der Zukker gärend und sauer.

 

[IIa-02-1783-1495]
Ie älter der Honig in den Stökken geworden, desto schmekbarer ist der ihm eigne Honiggeschmak und Geruch.

 

[IIa-02-1783-1496]
Iungfernhonig ist nicht nur der, der von sogenanten Iungferschwärmen genommen wird, sond. auch der von iungen Bienen und der noch keinen Winter überstanden. Der im Gegenteil ist dunkler Farbe und strengen Geschmaks. Der weisse am besten.

 

[IIa-02-1783-1497]
Der beste Most ist der Vorlauf, d. h. der Traubensaft, der beim ersten Druk der Presse komt; der lezte Most hat von den Hülsen Herbigkeit.

 

[IIa-02-1783-1498]
Mit dem Safte der Früchte (z. B. Birnen) selbst kan man Früchte einmachen.

 

[IIa-02-1783-1499]
Einzumachende Äpfel müssen vor ihrer Reife abgenommen werden.

 

[IIa-02-1783-1500]
Die Kinder essen die Schalen des versagten Äpfels.

 

[Manuskriptseite 66]

[IIa-02-1783-1501]
Philostratus sagt, daß die Drachen, die auf den Gebirgen sind, einen mit dem Alter wachsenden Busch od. Hanenkam auf dem Kopf haben, und die, die in Morästen, keinen haben.

 

[IIa-02-1783-1502]
Manche, daß der Drache aus der Parung eines Adlers mit einer Wölfin, weil er die Flügel und den Schnabel vom ersten und den Schwanz von der leztern habe.

 

[IIa-02-1783-1503]
Nach Äatius und Ponzello sagt Ruysch, daß der abgeschnittene von seiner Haut entblöste, auf die Wunde gelegte Kopf des Drachen ein besond. Präservativ vor dem Tode sei. - Der plumpe Elephant tut keinen Feltrit; schwimt gut.

 

[IIa-02-1783-1504]
Die Moren essen das Fleisch der Drachen, weil es grün ist und kület.

 

[IIa-02-1783-1505]
Hillostratus, daß die in der Gegend des Gangusflusses seiende Drachen Augen so glänzend wie Edelgesteine haben.

 

[IIa-02-1783-1506]
Die Drachen auf dem Berge Atlas töden durch Berüren; haben einen so dünnen Kopf und Schwanz, und so gross. Bauch, daß sie kaum kriechen können. Onomat. p. 644.

 

[IIa-02-1783-1507]
Eine gewisse Art von Drachen hat eine gezähnte und stachlichte Kele.

 

[IIa-02-1783-1508]
Älian sagt vom Seedrachen, daß er sich ser were, wenn man ihn mit der rechten Hand fangen wolle, sich aber leicht ergäbe der linken.

 

[IIa-02-1783-1509]
Der sinesische Kaiser sol das Handgelenk seiner Konkubine mit einer Salbe aus dem Fleische des Maurendrachen (eine besond. Gattung einer sinesischen Eidexe) schmieren, welche Salbe so lange als ihre Treue dauert. eb. S. 658.

 

[IIa-02-1783-1510]
Einige halten den Agt= od. Bernstein für Elefantensamen, a. für ein Exkrement der Vögel; für ein mit Honig geschwängertes Wachs; Solin für Luchsurin; Nicias für leiblich gewordne Sonnenstralen; od. Auswurf des schäumenden Seesterns.

 

[IIa-02-1783-1511]
Sendel, daß man in Preussen Bernsteinstükke haben, worinnen Spinnen in der Parung begriffen; man kan aus Bernstein zu Mikroskopen, Brennspiegel p. brauchen {machen}.

 

[IIa-02-1783-1512]
Der Elephant hat keine Fethaut; kan die Kälte nicht ausstehen.

 

[IIa-02-1783-1513]
Wenn man unter den schwarzen Haren des Elephantenschwanzes weisse antrift, so macht man in Siam ein Wesen daraus; die Indianer legen die lezt. gegen die Taubheit ins Or.

 

[IIa-02-1783-1514]
Der Elephant tut auf dem Felde mer Schaden durch das, was er niedertrit, als frist; fressen aus Hunger oft Steine und Erde.

 

[IIa-02-1783-1515]
Die Affen reissen den Reis erst aus und besichtigen ihn dan, und werfen ihn weg od p.

 

[IIa-02-1783-1516]
Der Elephantenkot taugt nicht zum Düngen; die Hottentotten rauchen ihn stat des Tobaks. - Die Ere die einem weissen (keinem schwarzen) in Siam wiederfärt

 

[IIa-02-1783-1517]
Auf den kanarischen Inseln darf keiner, noch so hungrig, zu Essen verlangen aus Höflichkeit - bei der Essenszeit bis um 3. Ur Nachmittag sind alle Türen nach der Strasse geschlossen - sobald das Tischtuch weggenommen worden, trinkt man keinen Wein mer - Bei allen Traktamenten Vornemer ist ein Mönch, der Beichtvater des Hauses.

 

[Manuskriptseite 67]

[IIa-02-1783-1518]
In Sina müssen die Gäste allemal durch 3. Billets geladen werden; wenn sie den Wein getrunken, wenden sie die Gläser zum Beweis der Lerheit um. -

 

[IIa-02-1783-1519]
Die Zanärzte sind mit ausgerissenen Zänen behängt. - Die Iungfer Europa.

 

[IIa-02-1783-1520]
Die Zeit wird vornen mit Haren und hinten kal abgebildet.

 

[IIa-02-1783-1521]
Der Pfarrer tauft sein eignes Kind nicht. - Die Schreibkiele nicht vom Schwanz, sond. von Flügeln.

 

[IIa-02-1783-1522]
Amor geflügelt bewafnet und nakt, blind. - Die Feder probiren, ob sie schreibt.

 

[IIa-02-1783-1523]
Mit der rechten Hand den Bas, mit der linken den Diskant spielen.

 

[IIa-02-1783-1524]
An manchen Orten komt der Bierschank an ied. Nachbar nach der Reihe

 

[IIa-02-1783-1525]
Manche Handwerker samlen die Strafgelder von vielen Monaten und vertrinken sie dan auf einmal, mit in Geselschaft der Bestraften.

 

[IIa-02-1783-1526]
Ein Büschel Späne ist an manchen Orten (in Leipzig) beim Wirtshaus das Kofentzeichen - Die Bierzeichen nicht nur daß, sond. auch was für Bier geschenkt.

 

[IIa-02-1783-1527]
An manchen zwingt der Edelman seine Untertanen, ihr Bier an einem bestimten Orte zu nemen. Der Gansert längere Beine als das Gansweibgen.

 

[IIa-02-1783-1528]
Olearius fand in Persien Weber, die auf Seidenzeug Buchstaben so schön wirkten, daß kein Schreiber sie besser schreiben könnte.

 

[IIa-02-1783-1529]
Zu Weihnachten die meisten Puppen verkauft.

 

[IIa-02-1783-1530]
Die Hüner suchen auf dem frischherausgezognen Dünger Sammenkörner und zerstreuen ienen im Hofe, schädlicherweise.

 

[IIa-02-1783-1531]
Wenn ein Kapaun nicht brüten wil, rupft man ihm unterm Bauche Federn aus und peischt das Entblöste mit Nesseln; dan wil er die innere Hize auf den kalten Eiern lindern. - Bücher erst vom Buchbinder gekommen, stinken.

 

[IIa-02-1783-1532]
Die Hüner machen ihre Nester gern in die Gegend der Küche (der Wärme wegen)

 

[IIa-02-1783-1533]
Sie verunreinigen das Heu durch Kot und Federn.

 

[IIa-02-1783-1534]
Graue Enten sind dauerhafter als weisse, die vom Weihen leicht dav. gefürt werden.

 

[IIa-02-1783-1535]
Dem iungen Federvieh gehakte Eier; und komm. doch eben daraus

 

[IIa-02-1783-1536]
Die iungen Gänse werden mat, wenn im Sommer die grossen Federkiele aus dem Körper heraustreiben; sterben daran.

 

[IIa-02-1783-1537]
Man rupft den Gänsen vor dem Mästen die Federn aus.

 

[IIa-02-1783-1538]
Man rupft die Kiele von den Federn herab, die in die Betten kommen; zum Gänsehalten ist eine Nachbarschaft von Sümpfen gut.

 

[IIa-02-1783-1539]
Zur Satzeit müssen die Tauben eingeschlossen werden; od. man giebt Fluggeld.

 

[IIa-02-1783-1540]
Man sagt von den Tauben, daß sie in der Ernte nur die ausgefalnen Körner fressen; sie schaden auch den Dächern.

 

[IIa-02-1783-1541]
Die Eulen fliegen an trüben und neblichten Tagen aus; sizen im langen hohen Gras und blinzeln nach Feldmäussen.

 

[IIa-02-1783-1542]
Die Dolen und Heher fressen im Sommer Käfer und Frösche, gegen den Herbst aber samlen sie einen Vorrat von Früchten.

 

[Manuskriptseite 68]

[IIa-02-1783-1543]
Die Königin Isabelle, Gemalin Karls VI von Frankreich, fur am ersten in einer Kutsche, worinnen anfänglich nur Frauenzimmer furen; daher der Name Chariots Damerets.

 

[IIa-02-1783-1544]
Ihren Standort hatte damals die Mietkutsche in Paris im Gasthofe zum heiligen Fiacre, und von diesem Heiligen erhielten die Mietkutschen den Namen Fiacre, den sie noch füren. Eingemachte Früchten kommen selten one Gebaknes auf den Nachtisch.

 

[IIa-02-1783-1545]
Ein gewisser Papilion hat auf den Flügeln Augen, die denen des Pfauenschwanzes gleichen. Salz= und Essiggurken.

 

[IIa-02-1783-1546]
Die Vögel verabscheuen meistens harichte Raupen; fressen Schmetterling und Raupe.

 

[IIa-02-1783-1547]
Nach Mylius spinnen sich die Raupen aus Schmerz von der Menge des gesammelten klebrichten Safts ein. - Die Bärenraupe webt ihre Hare mit in ihr Gespinst hinein.

 

[IIa-02-1783-1548]
Vom Äpfel oben die Blume od. das Auge und innen das Kernhaus wegnemen.

 

[IIa-02-1783-1549]
Reife Stachelberen werden nur roh, unreife eingemacht gegessen

 

[IIa-02-1783-1550]
Ie dikker man den Saft von Preusselberen einkochen läst, desto länger hält er sich.

 

[IIa-02-1783-1551]
Man macht nicht blos die Pomeranzen, sond. auch ihre Blüte ein.

 

[IIa-02-1783-1552]
Die weissen Iohannisberen schmekken süsser als die roten.

 

[IIa-02-1783-1553]
Die grösten Melonen sind meist mehlicht od. wässericht. Die Kandeluppemelonen sind die besten, ob sie gleich mit Warzen und Beulen besezt sind - Die Nezmelonen sind nichts als schön. - Eine Melone ist gut, deren Stiel dik, kurz, fet und fleischicht ist. - Bei einer guten mus das Mark nur den geringsten Teil einnemen und nicht wässericht sein. - Wie sie riecht, so schmekt sie. Die Nus mit der Schale zerknirschen.

 

[IIa-02-1783-1554]
Die Kirschen schmekken desto besser, ie küler sie sind; ie früher am Morgen man sie gepflükt, desto angenemer.

 

[IIa-02-1783-1555]
Erdberen können nicht als Konfekt auf dem Nachtisch erscheinen, wenn man eine Malzeit von einer Erdberkaltschale angefangen. - Ie härter und weisser der Zukker, desto besser.

 

[IIa-02-1783-1556]
Die Maulbern werden am Baume nicht auf einmal reif; werden nach und nach, wie sie abfallen, in untergebreitetes Stroh aufgefangen.

 

[IIa-02-1783-1557]
Die Borsdorferäpfeln, die Warzen haben, dauern am längsten.

 

[IIa-02-1783-1558]
Man verfälscht den Honig mit Hirsen und Erbsenmel. Wenn er über dem Feuer nicht schmelzt ud in Flus gebracht werden kan; ist er falsch.

 

[IIa-02-1783-1559]
Die Landleute kochen beim Honigseimen die mit toden Bienen angefülten Honigtafeln oft so stark, daß der Honig einen schlechten Geschmak dav. bekomt.

 

[IIa-02-1783-1560]
Ie dünner die Schalen der Zitronen, und ie schwerer dies., desto besser.

 

[IIa-02-1783-1561]
Die Leute verfälschen oft die Butter mit Rinds= oder Schöpfenfet.

 

[Manuskriptseite 69]

[IIa-02-1783-1562]
In grossen Häusern dinirt man mit dem Degen an der Seite. Mercier Tableau de Paris.

 

[IIa-02-1783-1563]
Oft trinkt der Her vom Haus, mitten in der lekkersten Tafel, Milch. eb.

 

[IIa-02-1783-1564]
Wenige Häuser können Mittags und Abends zu essen geben: Der Magistrat dinirt, der Finanzman soupirt. eb.

 

[IIa-02-1783-1565]
Man untersucht ob die Beschädigung mit dem Vorder= od. Hinterrad geschehen ist; im lezten Fal ist der Kutscher von aller Verantwortung frei. eb.

 

[IIa-02-1783-1566]
Die Gazette ecclésiastique wurde unter einem Holzstos gedrukt; die Drukker und Sezer waren als Holzspälter und Ablader verkleidet. eb.

 

[IIa-02-1783-1567]
Wenn man sich bei den Fiacren einen Arm beschädigt od. die Nase, beim Zerreissen des Riemen, Zerbrechen des Rads, darf man den Weg nicht bezalen. eb.

 

[IIa-02-1783-1568]
Es giebt Hof= Stadt= Bette= Gassen= Mädgen= Schöngeister=Spione. eb.

 

[IIa-02-1783-1569]
Den Heiratskontrakt Ludwigs XIII. fand man bei einem Apoteker, der ihn eben zerschneiden und damit eine Büchse zubinden wolte. eb.

 

[IIa-02-1783-1570]
Ein Lakei von gutem Ton nimt den Namen seines Hern an, wenn er unter andern Lakaien ist; seine Geberden; hat 2 goldne Uren, wenn sie der Her hat. eb.

 

[IIa-02-1783-1571]
Im Fächer der Dame befindet sich eine kleine Öfnung mit einem Glas, wodurch man alles sieht, one selbst gesehen zu werden. eb.

 

[IIa-02-1783-1572]
An der Tür des Schauspielhauses befindet sich ein Ausrufer (aboye*) aboyeur) der Bediente und Kutscher ruft; trinkt Brantewein zum Brüllen; zu tod. eb.

 

[IIa-02-1783-1573]
Seneka, schon im Leibe seiner Mutter hats Kind die Spur eines Barts, der aus grauen Haren besteht. Aristoteles, die Verschnittenen bekämen selten graue Hare; aber wol die Menschen, die der Wollust ergeben wären.

 

[IIa-02-1783-1574]
Das erste Barthar komt unter der Nase hervor.

 

[IIa-02-1783-1575]
Die ienigen Hare, deren Rören weit genug sind, vil Blut einzusaugen, werden schwarz; das Gegenteil blonde. In mitternächtlichen Ländern meist blonde, in mittägigen schwarze; daher Kinder wegen unerweiterter und Greise wegen eingeschrumpfter Rören weisse Hare. - Wer viel Galle, rote; viel Schleim, weisse Hare. Gerade einen angenemen, krause einen zornigen Karakter; Hare am Arm einen trozigen Geist.

 

[IIa-02-1783-1576]
Um das Gesicht zu erhalten, sol man sich oft die Hare abschneiden.

 

[IIa-02-1783-1577]
Männer, welche im Leben schwarze Bärte gehabt, sollen im Grabe rote bekommen.

 

[IIa-02-1783-1578]
Wenn die Aussäzigen rein geworden, opferten sie ihre Hare.

 

[IIa-02-1783-1579]
Sokrates Bart berümt und schön.

 

[IIa-02-1783-1580]
Die christlichen Maroniten auf dem Berge Libanon lass. ihre Bärte wachsen und scheren ihre Köpfe Bärte. - Die Türken lassen ihre wachsen wenn sie geheuratet und ein Kind haben.

 

[IIa-02-1783-1581]
Die Morgenländer kämmen ihren Bart mit den Fingern.

 

[IIa-02-1783-1582]
In Braunau, (eine Stad im östlichen Teil von Baiern) ist die Figur eines Bürgermeisters, der da er einmal zur Treppe herab gehend seinen Bart nicht in die Höhe nam, darauf trat und den Hals brach.

 

[Manuskriptseite 70]

[IIa-02-1783-1583]
Man hält die Gänse von den Äkkern durch einen darum gezognen Bindfaden ab; denn sie schreiten nie über einen. - Ein hundertäugiger Argus eine Kuh bewacht.

 

[IIa-02-1783-1584]
Die Einwoner zu Megalopolis in Griechenland vererten den Nordwind unter allen Göttern am meisten. Paus. L. VIII.

 

[IIa-02-1783-1585]
Die Iuden glauben am Sabbat nicht fechten und weit marschiren zu dürfen.

 

[IIa-02-1783-1586]
Alte Helden trugen zum Zeichen des Siegs Bärte aus goldnen Fäden.

 

[IIa-02-1783-1587]
Vor einigen Iarhunderten trug man falsche Bärte wie iezt Parükken; man trug sie da auch an Masken. - Iupiter hatte als der gröste Got den grösten Bart.

 

[IIa-02-1783-1588]
Wenn bei den Arabern einer, der einen schönen Bart hatte, schlecht handelt, sagen sie: schade daß er so einen schönen Bart hat! - Ein Araber verliert lieber den Kopf als den Bart.

 

[IIa-02-1783-1589]
Wenn die Türken ihren kämmen, legen sie ein Schnupftuch unter, heben sie die gesammelten Hare auf und verscharren sie in der Erde. Zuvor reissen sie sie von einander, weil sie glauben, in iedem Hare stekke ein Engel. Wer auf einen fremden Bart speiet, ist ein Bösewicht und Engelverächter; finden im untern Teile des Barts vorzüglich viele Heiligkeit. - Die Römer hatten eine Venus mit einem Bart, die sie ser vererten.

 

[IIa-02-1783-1590]
Um den geschlossenen Trakten mer Ansehen zu geben, siegelte man sonst Hare aus dem Bart mit an. Man verpfändete ihn oft.

 

[IIa-02-1783-1591]
Fabel Voltaire's: es ist der Gebrauch der Schöppen von Hardenburg, einer kleinen Stad im Herzogtum Berg in Westphalen, daß wenn sie einen Konsul wälen, sie sich alle um eine runde Tafel herumsezen, daß das Ende ihres Barts auf dieselbe reicht. Nun thun sie darauf eine Laus, die man den Electeur nent. In welchen Bart die Laus kriecht, der wird Konsul. Homm. obs. DXLVI.

 

[IIa-02-1783-1592]
Wenn die Römer sich zum erstenmal balbiren liessen, stelten sie Festtage an.

 

[IIa-02-1783-1593]
So lange man im Kloster rasirte gemeinschaftlich, wurden Psalmen gesungen - die Schermesser verwarte eine Ordensperson.

 

[IIa-02-1783-1594]
Den Neuseländern erben die Waffen vom Vater auf den Son; die in der Schlacht gewonnenen sind ihren Kindern. Morgenschweis im Bett der beste.

 

[IIa-02-1783-1595]
Es giebt meistens an den Ausflüssen der Ströme Austern; ihre Eier hängen und werden in ihrem Bart ausgebrütet. Die Römer fiengen ihre Gastmale mit Austern an und endigten sie damit; oft nichts als Austern. Sind roh am gesundesten. Die Austerschalen erquikken alte kränkliche Obstbäume.

 

[IIa-02-1783-1596]
Das beste Salz ist das weisseste; trokkenste; leichteste; festeste; durchsichtigste; kleine Körner, nicht bitter, ab. scharf; mus sich leicht auflösen und nichts ungeschmolznes übrigbleiben; wenig Schaum;

 

[Manuskriptseite 71]

mus über dem Feuer ser knistern. In den Sestädten Lüneburgisches Salz auf den Tafeln, und Mersalz zum Einsalzen. Man läst da das Merwasser zu gewissen Zeiten in Kanäle od. Behälter laufen, wo's durch Sonnenhize und Ausdünstung zu Salz anschiest; salzt die Heringe damit ein. Schwarzer und weisser Pfeffer; dies. dauernd.

 

[IIa-02-1783-1597]
Einige glauben fälschlich die Muskatennüsse schlecht, die oben ein Löchlein haben.

 

[IIa-02-1783-1598]
Die sogenanten Königsnelken (cariophylli regii) sind die ersten Abbildungen der Blume und in im Wachstum unterdrükte Früchte, die aus lauter Schuppen bestehen.

 

[IIa-02-1783-1599]
Die Gewürznelken sind die besten, die leicht zerbrechen, und zerrieben den Finger beissen. Gegen den übelriechenden Atem sie kauen.

 

[IIa-02-1783-1600]
An dem Zimtbaum wird die erste Rinde weggeworfen; nur die 2. Zimt.

 

[IIa-02-1783-1601]
Die Krämer verfälschen den Pfeffer mit gestosnen Lorbern.

 

[IIa-02-1783-1602]
Langer Pfeffer ist unreif schärfer als reif. Im tod. Mer viel Salz, keine lebend. Fische.

 

[IIa-02-1783-1603]
Gestosner Pf. erhizt mer als ganzer. Gemeine Leute nemen ihn einige {7. 8} Körner in Brantewein ein gegen das Wechselfieber.

 

[IIa-02-1783-1604]
Die Speisen werden mit Lorberblättern garnirt, die nicht so hizig als die Lorbern sind; man kan die erstern als Trank zum Klystiren gebrauchen.

 

[IIa-02-1783-1605]
Man verfälscht den Safran durch kleingeschabtes geräuchertes Fleisch; übermässig bringt er wie's Opium Lachen, Schlaf, angeneme Träume und dan Tod.

 

[IIa-02-1783-1606]
Unter dem Storchsnest sind viele Spazennester angebauet.

 

[IIa-02-1783-1607]
Der Sperling sezt sich auf die Strohmänner, Stangen p. die ihn vertreiben solten.

 

[IIa-02-1783-1608]
Die Schwalbennester ziehen Wanzen und a. Insekten ins Haus herbei.

 

[IIa-02-1783-1609]
Bei einigen Fröschen sizt die Zunge verkert im Maul, ist vorne klebricht, geteilt und wenn er Insekten fangen wil, schlägt er sie heraus und spiest sie damit.

 

[IIa-02-1783-1610]
In heissen Länder sind die Frösche grösser und stärkrer Stimme.

 

[IIa-02-1783-1611]
Man tödet die Salamander im Wasser töden, wenn man Salz hineinwirft.

 

[IIa-02-1783-1612]
An Dornbüschen findet man oft den abgestreiften Balg der Schlange vom Auge bis zum Schwanz. - In heissen Ländern schönre, grössere, dikkere Schlangen.

 

[IIa-02-1783-1613]
Der Gift ders. fliest, so oft sie beissen, durch 2. hole und bewegliche Zäne in der obern Kinlade, in die Wunde. Aderlasblut in fliessende Ströme giessen.

 

[IIa-02-1783-1614]
Die gemeinen Leute glauben im Kopfe des Hechts alle die Knochen zu finden, die den Werkzeugen bei der Kreuzigung Christi änlichen.

 

[IIa-02-1783-1615]
Manche Fische im Mer haben keine Blase, und müssen also in der Tiefe bleiben

 

[IIa-02-1783-1616]
Die Fische schwimmen alzeit gegen den Strom, um die Insekten, die der Strom mit sich fürt, aufzufangen.

 

[IIa-02-1783-1617]
Die Späne von den Schneidemülen fallen oft zum Schaden der Fischerei ins Wasser.

 

[Manuskriptseite 72]

[IIa-02-1783-1618]
Die Schalen der Mandeln, Steine, Staub vermeren ihr Gewicht; die besten sind glat, hart und süs. Besten grossen Rosinen hart und saftig. Bunter Staub Federn.

 

[IIa-02-1783-1619]
Durch grosse Rosinen wandelt man saure Weine in süsse, Landweine in fremde.

 

[IIa-02-1783-1620]
Zum Einkauf wält man die kleinen Rosinen (Korinthen), die klein und in gross. Klumpen sind.

 

[IIa-02-1783-1621]
Kleinkörnichter Reis schmekt gemeiniglich bitter. - Aus Mohnsamen Öl.

 

[IIa-02-1783-1622]
Stärke od. Kraftmel zu feinem Bakwerk, und zu feiner Wäsche.

 

[IIa-02-1783-1623]
Viele giessen in dem gemachten obnen Einschnit des holländischen Käses weissen Wein, faren zur Stärkung dess. etliche mal fort.

 

[IIa-02-1783-1624]
Man erspart viel Gewürz, wenn man es nicht mit kochen läst, sondern vorm Anrichten der Speise anschüttet. - Öl zum Essen und Brennen. - Seife wolriechend und reinigend.

 

[IIa-02-1783-1625]
Die glatten Saflorstökke (eine Art Disteln) nent man Nonnen, stachlichte Mönche.

 

[IIa-02-1783-1626]
Wenn das Brenöl in der Lampe beim Brennen keinen Rauch machen sol, benezt man den Tocht mit scharfen Weinessig, der hernach wied. getroknet wird. Man kan auch distillirten Zwiebelsaft in die Lampe tun, und das Öl oben darauf.

 

[IIa-02-1783-1627]
Das reine Rinds= und Schöpsenfet od. Unschlit zu Lichtern, unreines zu Seife.

 

[IIa-02-1783-1628]
Das Fas der verfarnen Fische darf nicht zuvol, damit sie nicht oben anschlagen; noch ein spiziger Zapfen. - Alle Raupen können spinnen.

 

[IIa-02-1783-1629]
In Seestädten glänzt zu Nachts der Fischmarkt von den abgefalnen Fischschuppen.

 

[IIa-02-1783-1630]
Wenn die Puppen der Insekten Ekken und Spizen haben; so wird ein Tagschmetterling daraus; rund, eben, ein Nachtvogel, wohin die Seidenraupe gehört.

 

[IIa-02-1783-1631]
Insekten haben viele Augen, weil sie unbeweglich sind.

 

[IIa-02-1783-1632]
Entzweigeschnittene Hummeln saugen noch den hinten wieder ausfliessenden Honig.

 

[IIa-02-1783-1633]
Die Tausendfüsse (Insekten) bekommen so oft sie sich häuten etliche Füsse mer

 

[IIa-02-1783-1634]
Die Bienenmängen die Iunge machen sind stachellos. - Bienenstachel hol.

 

[IIa-02-1783-1635]
Einige Raupen leuchten zu Nachts.

 

[IIa-02-1783-1636]
Ums Nest gewisser kleiner Eulen liegen die zu harten Fliegeldekken der Maienkäfer.

 

[IIa-02-1783-1637]
In 1 Lot Weizen= und a. Mel sind oft 700,000 kleine Milben; man mus es sieben weil sie wegen der steifen Hare nicht durchs Sieb gehen.

 

[IIa-02-1783-1638]
Der Rüsselkäfer hat Flügeldekken und keine Flügel.

 

[IIa-02-1783-1639]
Gesner, daß man in England den Bauch der Hechte 2 Finger tief öfne, um seine Dikke zu zeigen, und ihn zugenäht, in Ermanglung des Käufers, in den Fischteich tue.

 

[IIa-02-1783-1640]
Man vertreibt die Kolraupen durch vergrabne stinkende Krebse.

 

[IIa-02-1783-1641]
Die Kornraupen fallen meist in dunkeln Winkeln die Früchte an und legen ihre Eier; daher lichte Fruchtkammern.

 

[Manuskriptseite 73]

[IIa-02-1783-1642]
Volblütige schwindelt beim Niederbükken. Diebe nurs Leben nemen, wenn man's Geld nicht giebt.

 

[IIa-02-1783-1643]
Es giebt keine Hexen mer, seitdem man sie nicht mer verbrent.

 

[IIa-02-1783-1644]
Aristoteles giebt zur Ursache, warum die Federn {plumae} der Vögel schöner als die Hare der Tiere sind, an, weil iene öfter in der Sonne sind. Verissima caussa est, quod humor excrementitius animantium, qui aeque constituit plumas in avibus ac pilos in bestiis, in avibus tenuiori et delicatiori colatura transmittatur, quam in bestiis, plumae enim transeunt pennas, pili vero cutem. Bacon. Sylva Sylvarum Cent. I. 5. Kinder die Nägel nicht abschneiden, um sich krazen zu können.

 

[IIa-02-1783-1645]
Das Klavier verstumt, wenn man die Saiten berürt.

 

[IIa-02-1783-1646]
Die Franzosen sollen daraus entstanden sein, daß Kaufleute in der neapolitanischen Belagerung Menschenfleisch für Merfischfleisch verkauften. id. 26.

 

[IIa-02-1783-1647]
Die Hüften durch Poschen vergössern, den Leib durch Schnürbrüste verengen.

 

[IIa-02-1783-1648]
In die Viehställe schlägt der Bliz am häufigsten.

 

[IIa-02-1783-1649]
In Arrakan (in Ostindien) wält der König seine Weiber nach dem Geruch des Schweises seiner We wenn sie * ihrer Kleider. Degen in Stökken.

 

[IIa-02-1783-1650]
Das Faultier ist langsam, schreiend, furchtlos. Spizige Federn klar schreibend und wenig Dinte faren lassend. Den Hut abwerfen, damit er den Beutel stelen kan. -

 

[IIa-02-1783-1651]
Das was wir für den Stachel der Bienen halten, ist nur seine Scheide, die auch sticht.

 

[IIa-02-1783-1652]
Man vertreibt die Kornwürmer, wenn man den Kornhaufen einen freien Durchzug der Luft verstattet. - Die meisten Insekten sterben im Öl.

 

[IIa-02-1783-1653]
Der Weinsticher (zum Rüsselkäfergeschlecht) sticht im Frühiar seine Eier in die Augen od. Blütenknospen des Weinstoks.

 

[IIa-02-1783-1654]
Ein hungrig über den Tisch laufender Orwurm kerte, da man ihn halb durchschnit, hurtig um und fras seine Eingeweide auf.

 

[IIa-02-1783-1655]
Die Orenwürmer von den Nelken durch die Asche von Tobak in Pfeifenköpfen; gegen sie ist auch das Wasser gut, worin man zum erstenmal Kol, Kolrabi p. abgekocht.

 

[IIa-02-1783-1656]
Der Seidenraupe schmekt das Laub des weissen Maulberbaums besser als des schwarzen; die von Nesseln od. Feigen ernärten geben schlechte Fäden. Die Seide der Raupen von wilden Maulberebäumen ernärt ist besser als von gepfropften. Bekommen durch nasses Laub den gewönlichen Durchfal. Die, deren Körper we* durchsichtig und glänzend wird und hie und da herumlaufen, spinnen sich bald ein. Ie länger und ie mer die Raupen fressen, desto mer Seide spinnen sie. Wenn die Eier der Seidenschmetterlinge im Weine untersinken, so gut; oben schwimmen, schlecht. Man wirft die Puppen od. Kokkons ins kochende Wasser {od. durch Dampf u. s. w.}. Die auskriechenden verderben die Seidenfäden zwar nicht ganz, ab. schneiden sie doch in kleine Stükgen. - War die Raupe gesund und ausgewachsen, so reist unter der Abwindung des Kokkons, nicht ein einzigsmal die Seide ab.

 

[IIa-02-1783-1657]
Die Eier (Raupen) der Bremsen zerlöchern die Haut des Ochs., daß der Gerber wenig dafür zalt.

 

[Manuskriptseite 74]

[IIa-02-1783-1658]
Man stekt in die Erde zwischen Blumen kleine Stäbgen; oben auf hole Ochsenklauen, od. Schnekkenhäusgen, worein zu Nachts die Orwürmer vor der Kälte flüchten. Früh tod zu machen. Schwalbe fliegt niedrig, um Bienen p. zu fangen.

 

[IIa-02-1783-1659]
Die Schabe oder Motte baut sich aufs Tuch aus Fäden eine hinten und fornen ofne Wonung

 

[IIa-02-1783-1660]
Die Wanzen auf Bäumen und Feldern stinken nicht wie die Betwanzen, und fressen diese.

 

[IIa-02-1783-1661]
Einge waschen und reinigen bei zunemendem Monde nichts, um sie nicht zu bekommen.

 

[IIa-02-1783-1662]
Auf den Bäumen an den Landstrassen und in den Alleen sind die meisten Raupen.

 

[IIa-02-1783-1663]
Die Bienen verschmieren einen gläsernen Korb. Bienenableger.

 

[IIa-02-1783-1664]
Die Bienen überziehen das zu grosse As, das sie nicht hinaustragen können, damit es nicht stinke, mit Wachs;

 

[IIa-02-1783-1665]
Ein Engländer, Wildman, {Iupiters Bart durch eine Fliege} gewönte seine Bienen, daß sie an seinem Kin einen lebendigen Bart machten.

 

[IIa-02-1783-1666]
Damit sie nicht schwärmen, kert man den Korb um, stopft das Flugloch hinten zu, und schneidet vorne ein neues, so bauen sie den Raum an, den sie nicht achteten; auch beim Honigschneiden

 

[IIa-02-1783-1667]
Einige behaupten, daß aus Weiseleiern bei schlechter Narung Arbeitsbienen werden.

 

[IIa-02-1783-1668]
Bovist (Schwam) zerplazt wenn er zeitig ist. Spinne frist die Biene.

 

[IIa-02-1783-1669]
Es ist nicht gut, wenn man die Bienenkörbe zu oft herabnimt, um ihr Gewicht zu wissen.

 

[IIa-02-1783-1670]
Manche stellen sie im Winter an {begraben in der Erde deshalb} kalte Örter, damit sie nichts fressen und winterschlafen sollen. - Die Raubbienen nemen erst das, was verschmiert worden, dan p.

 

[IIa-02-1783-1671]
Vor der Reformazion mer Bienenbau - weniger Wachs in Kirchen.

 

[IIa-02-1783-1672]
Schlechter Meth ist dik, süs, trübe, berau steigt in Kopf.

 

[IIa-02-1783-1673]
Man stekt gegen die Raubbienen vors Flugloch eine enge Röre, damit nur 1. durchkan.

 

[IIa-02-1783-1674]
Der neidische Nachbar bestreicht den Weg von seinem Bienenhaus bis zum andern mit Honig, so fallen sie den Stok an, wo der Honig aufhört.

 

[IIa-02-1783-1675]
Keine Biene in einen Stok, worin ein Kazenhar.

 

[IIa-02-1783-1676]
Die sogenanten Ameiseneier sind ihre Puppen, od. Larven.

 

[IIa-02-1783-1677]
Die Ameisen beissen (wie man sonst fabelte) an den Getraidekörnern das Keimgen ab, damit es nicht ausschlage im Winter.

 

[IIa-02-1783-1678]
Wenn man die Wonung der grossen roten Ameise aufwült, steigt ein lieblicher saurer Geruch auf; zum Räuchern ihr Harz von Wacholbüschen; Aufrürung des Kots

 

[IIa-02-1783-1679]
Wenn die Hirten weiden, strikken sie Strümpfe.

 

[IIa-02-1783-1680]
Die Schafsbremse legt ihre Eier in die Nasenlöcher des Schafs, die ausgekrochnen Raupen kriechen sie in die Hölung des Stirnknochens, wo sie Schleim zur Narung finden.

 

[IIa-02-1783-1681]
Die Iungen aller Fliegen (nämlich als Raupen) sind one Füsse.

 

[IIa-02-1783-1682]
Die Stubenfliegen verschmuzen Spiegel p. nicht nur durch ihren Exkremente, sondern auch durch das zurükgebliebne Öl von d. Ballen an den Füssen.

 

[Manuskriptseite 75]

[IIa-02-1783-1683]
In Kolonien nimt man meistens den schlechtesten Pöbel.

 

[IIa-02-1783-1684]
Bako: alle Purganzen enthalten Wind in sich. Die innerlichen Teile eines Tieres nären besser als seine äusserlichen. Sylva Sylvarum Cent. I. 45.

 

[IIa-02-1783-1685]
Das Gehirn närt am wenigsten. Wasser verdunstet geschwinder als Öl.

 

[IIa-02-1783-1686]
Aristoteles: die Pflanzen leben darum länger als die Tiere, weil sie immer wachsen und neue Zweige p. treiben.

 

[IIa-02-1783-1687]
Gutgekämte Pferde werden fet und schön. Queksilber rostet nicht.

 

[IIa-02-1783-1688]
Nix aqua frigidor est, quia phiribus constat spiritibus. Sic quoque evidens, quod sal glaciei appositus (ut in artificiosa glaciei productione) operationem frigidi adaugeat. Sic insecta quaedam avum habentia spiritum, ut angues, bombyces, frigida tactui apparent. Sic Mercurius inter metalla grigidissimum est, quod spiritibus apparent abundet. 73.

 

[IIa-02-1783-1689]
Die Bäume, die Nüsse und andre harte Früchte tragen und werden älter, als die, die andre Früchte tragen; die su saure älter als die süsse Früchte tragen; und wilde Bäume mer als kultivirte. Baconis Historia Vitae et M.

 

[IIa-02-1783-1690]
Beschnittene Bäume und Gesträuche werden älter als entgegengesezte.

 

[IIa-02-1783-1691]
Die Wilden wissen aus den Fusstapfen die Nazion zu erkennen.

 

[IIa-02-1783-1692]
Eine gewisse Art von Feldhünern (in Kanada) sizen zu 20, 30 auf einem Baum. Sie sehen alle den Hund darunter an, unterdessen man von oben den obersten Vogel nach den and. herabschiest. Schlözer's Briefwechsel Teil. IV. Heft XXIII. 49.

 

[IIa-02-1783-1693]
Die Krebse in Nesseln aufbewaren. Läuse nicht über die Linie.

 

[IIa-02-1783-1694]
Richtige Bauernregel: das Iar wird ein Gutes, wo man viele Wespen sieht.

 

[IIa-02-1783-1695]
So lange die Fensterläden und Spalierramen mit Farben überstrichen sind, so schneiden auch die Wespen nichts davon heraus. Nicht 2. Spinnen in 1. Gewebe.

 

[IIa-02-1783-1696]
Man wird allemal nur von weiblichen Mükken, und Viehbremen gestochen.

 

[IIa-02-1783-1697]
Kinder werden mer von Läusen als Erwachsene geplagt.

 

[IIa-02-1783-1698]
Der Floh macht mit seinem umgebognen Rüssel eine krumme Wunde. Gegen ihn Schnupftabak.

 

[IIa-02-1783-1699]
Die Kamtschadalinnen essen Spinnen, um fruchtbar zu werden.

 

[IIa-02-1783-1700]
Die Spinnenfäden der flüchtigen Materie werden, sobald sie in die Luft kommen, gleich hart, und lassen sich nimmer schmelzen, od. weichkochen. Das Gewebe brent auch, in Ermanglung andrer Unreinigkeiten, nicht. Die äussern Fäden am Gewebe sind dikker, als die innern. Braucht zu ihrem Gewebe Füsse und Hintern.

 

[IIa-02-1783-1701]
Die Spinnen erhalten ihre bunten und dunkeln Farben erst wenn sie sich 2 mal gehäutet haben. - Ihr Gewebe zum Blutstillen.

 

[IIa-02-1783-1702]
Im Alter können sie nicht mer so geschikt über glatte Körper wegen Erschöpfung des Öls in den Ballen ihrer Füsse, weglaufen. Alte Spinnen nicht mer.

 

[IIa-02-1783-1703]
Alle können lange hungern, sie schrumpfen endlich zusammen und werden fest.

 

[IIa-02-1783-1704]
Man fütterte die Spinnen für die Seide, mit Fliegen und den blutigen Enden ausgerissener Vogelfedern. - Kinder öfter Würmer als Erwachsene.

 

[Manuskriptseite 76]

[IIa-02-1783-1705]
Wenn man die Kinder mit Ameiseneiern reibt, sollen sie die ersten Barthare verlieren, sagt Dale nach Schröder. - Der blühende Mon giebt der Biene viel Narung.

 

[IIa-02-1783-1706]
Zur Seife schart man alles Fet, Spekschwarten p. zusammen.

 

[IIa-02-1783-1707]
Es ist den Augen schädlich, wenn das Licht bald hel bald dunkel brent.

 

[IIa-02-1783-1708]
Ie dünner die Dochte, desto dunkler und daher sparsamer brents Licht; auch wenn der Docht durch Einstreichen mit Wachs zu feste wird, brents s. u. d.

 

[IIa-02-1783-1709]
Wenn man Lichterziehen, ist unten im Gefässe heisses Wasser, damit der Talch oben nicht gerint. Man schneidet unten an den Lichtern die wärend des Ziehens entstandnen Spizen ab. In warmem Wetter ist nicht geschwind Lichterziehen.

 

[IIa-02-1783-1710]
Rinder mit grünem Futter gefüttert, geben gelben Talg; troknem, weissen.

 

[IIa-02-1783-1711]
Die alten Ochsen geben (mit dem leztern gefüttert) den härtesten Talg; den weichsten solche, die mit Branteweinstranke gemästet.

 

[IIa-02-1783-1712]
Rindslichte riechen übler als Schöpfenlichte. Monköpfe zur Glut im Kachelofen.

 

[IIa-02-1783-1713]
Man macht den Talg durch Leim, Urin und Essig härter.

 

[IIa-02-1783-1714]
Wenn man ein wenig Curcuma in Kornbrantewein mischt, und das Licht überstreicht, erhält es die Farbe eines gelben Wachslichts. Reprodukzionskraft der Amphibien.

 

[IIa-02-1783-1715]
Ochsen und Bienen geben Licht; diese teureres. Öl wolfeiler als Talglicht.

 

[IIa-02-1783-1716]
Den Sal durch Lichter mer zieren als erleuchten.

 

[IIa-02-1783-1717]
Derienige Flek der Dekke der Studierstube, unter dem die Lampe brent, ist schwarz geräuchert.

 

[IIa-02-1783-1718]
Ein ungepuztes Licht brent wegen grosser Flamme geschwinder weg.

 

[IIa-02-1783-1719]
Die Flamme vom Monöl dauert länger als vom Baumöl: denn seine Teile sind dichter und schwerer, daher derselben wenige hinaufsteigen; sie ist auch kürzer

 

[IIa-02-1783-1720]
Eh' man das Zeug wäscht, flikt man es. - Das Tischtuch zerschneiden.

 

[IIa-02-1783-1721]
Bediente wischen die Messer mit der Schärfe gegen die Servietten ab.

 

[IIa-02-1783-1722]
Ein Funke vom zum Erwärmen der kalten Speisen herumgegebnen kleinen Kolbekken brent ins Tischtuch. - Das Licht ungeschikt auspuzen.

 

[IIa-02-1783-1723]
Man hat Würmer schon bei Kindern angetroffen, die noch nichts von der Erde als Muttermilch zu sich genommen - Blutigel und Aderlaseisen.

 

[IIa-02-1783-1724]
Wenn der Blutigel zusaugen aufhören sol, streuet man Salz über ihn.

 

[IIa-02-1783-1725]
Er saugt nicht blos, zeigt auch das Wetter an. - Langer Hunger der Insekten.

 

[IIa-02-1783-1726]
Die Schnekken (die dem Getraide schaden) halten sich meist vor Sonnenschein und Luft hinter grossen Erdschollen auf; daher das Feld zu ebnen.

 

[Manuskriptseite 77]

[IIa-02-1783-1727]
Ie säurer die Buttermilch, desto besser tilgt sie die Gelbheit der langgelegnen Wäsche.

 

[IIa-02-1783-1728]
Man weicht das Zeug ein eh' man es wäscht. Auf dem Wirtstische Zeitungen.

 

[IIa-02-1783-1729]
Aus Servietten {unverdaute} Windeln {verdaute Speisen} machen. - Das Gesinde wäscht mit der Herschaft.

 

[IIa-02-1783-1730]
Das Troknen der Wäsche in freier Luft macht weisser als auf dem Boden p.

 

[IIa-02-1783-1731]
Man wäscht nur feines Zeug nicht blos, sond. stärkt es auch (durch Kleister glänzend)

 

[IIa-02-1783-1732]
Das bunte oder gefärbte Zeug wäscht man nicht in Geselschaft des weissen.

 

[IIa-02-1783-1733]
Weiber sind verdrüslich, wenn sie waschen lassen; lassen es Gästen entgelten.

 

[IIa-02-1783-1734]
Wenn gelbe Blumen verwelken, werden sie weis.

 

[IIa-02-1783-1735]
Ein glühendes Eisen klingt schwächer als ein kaltes.

 

[IIa-02-1783-1736]
Bako, daß auf einigen Bergen die Leichname weniger geschwind verfaulen.

 

[IIa-02-1783-1737]
Man glaubt, daß Körper in Feuchtigkeiten ihrer Art besser erhalten werden, z. B. Trauben in Wein, Oliven in Öl. Queksilber bewart manche Sachen länger auf. Tenor angenemer als Bas und Diskant.

 

[IIa-02-1783-1738]
Sobald ein vornemer Man krank ist, streuet man Mist vor seine Türe, um das Gerassel der Wagen zu dämpfen. Mez Mercier.

 

[IIa-02-1783-1739]
Vorneme Leute tun alles bei Lichte; spielen bei Lichte p. eb.

 

[IIa-02-1783-1740]
Ie betrunkner die Kutscher sind, desto mer peitschen sie ihre Pferde. eb.

 

[IIa-02-1783-1741]
Gebogne p. Blasinstrumente geben einen zitternden Ton; gerade aber einen liquidum. Wenn die Flöte nas geworden, ist der Ton schärfer, zischender. Sylva Syl. Cent. II. 170. Für eine dürre alte Nus wird die Schale zu klein gros.

 

[IIa-02-1783-1742]
Metalle glänzen am meisten, wenn sie schmelzen.

 

[IIa-02-1783-1743]
Am Kopfe sind die meisten harten Teile, unter denen allen nur die Zäne empfinden.

 

[IIa-02-1783-1744]
Die Fäulung und Welkung der Pflanzen fängt meist an den Teilen an, durch die sie sich sonst am meisten närten. - Papiergeld

 

[IIa-02-1783-1745]
Er brent ins Gefängnis seinen Namen ein. Lüderliche wonen in Bierhäusern.

 

[IIa-02-1783-1746]
Nicht blos die Maske auf der Redoute, sond. auch gegen die Kälte.

 

[IIa-02-1783-1747]
Die Kinder vor den Gästen überhören. Dem Nachbar in den Hof schiessen.

 

[IIa-02-1783-1748]
Aus Blödigkeit sich eher die Hände verbrennen, als den Schokolatebecher wegsezen.

 

[IIa-02-1783-1749]
Das Vaterunser in allen Sprachen kennen. Gassenbreit gehen.

 

[IIa-02-1783-1750]
Stuzer klagt über die Grösse seiner Schuhe; erzwingt Küsse zum Lösegeld seines Diebstals; komt spät, um Erwartung zu erregen. - Die Hüner befülen, ob sie legen werden.

 

[IIa-02-1783-1751]
Er legt das Löffelgen auf die Schale, hat aber noch nicht genug; dringt einem anderen seine Porzion auf und stöst etwas um p. - Durch den Kot gallopiren; nicht nur schwer, auch beschmuzend

 

[IIa-02-1783-1752]
Bedeutet Tod, wenn die Leiche vor eines Hause ruht.

 

[IIa-02-1783-1753]
Den Kindern mitbringen, wenn man die Eltern besucht. Wenn man sich auf den Hund sezt...

 

[IIa-02-1783-1754]
Er *** fordert seinen Gegner vor dem Hause der Polizeidiener heraus.

 

[Manuskriptseite 78]

[IIa-02-1783-1755]
Ie weisser, und ie länger perlend der Brantewein, desto besser.

 

[IIa-02-1783-1756]
Wenn man die Schweine durch Schwemme vom Kot reinigt, werden sie auch fetter.

 

[IIa-02-1783-1757]
Manche werden Brennerknechte, um mer Brantewein saufen zu können.

 

[IIa-02-1783-1758]
Ein Pedant hält vor ein seidnes Schnupftuch das vor, das die Dienste verrichtet; man darf ihm keinen Flügel vorlegen; wird keine Perioden in Briefen mit Ich anfangen

 

[IIa-02-1783-1759]
Ein Veilgenstraus mitten im Winter gilt 2. Luisdor; das Mäsgen von den ersten grünen Erbsen oft 100 Reichstaler Mercier.

 

[IIa-02-1783-1760]
Die Bedienten essen das Meiste und Beste der Tafel.

 

[IIa-02-1783-1761]
Was stükweise verkauft wird, trägt dem Kaufman mer ein, als was im Ganzen. - Ganze und halbe Trauer.

 

[IIa-02-1783-1762]
Ie dürftiger der Man, desto teuerer komt ihm seine Malzeit. Mercier.

 

[IIa-02-1783-1763]
Die Hoftrauer erspart den Parisern viel Geld. eb.

 

[IIa-02-1783-1764]
Mitten unter diesem Beinhaufen, dem Überbleibsel von 30 Generazionen, kauft sich hier ein Mädgen Bänder, dort diktirt eine andre einen Liebesbrief (einem Schreiber vom Innozentenkirchhofe.) eb. Man glaubte, die Sonne gienge.

 

[IIa-02-1783-1765]
Ein Iarhundert gelangt früher zur Volkommenheit der Palläste als der Gärten. Baco, de hortis Sermones fideles. - Bleiche Dinte wird schwärzer.

 

[IIa-02-1783-1766]
Ie länger man mit d. klaren Feder schreibt, desto gröber wird sie. -

 

[IIa-02-1783-1767]
Kalender solten nur die Zeit, nicht ihre Begebenheiten vorhersagen. -

 

[IIa-02-1783-1768]
Kalendermacher kan sagen, wenn die Sonne vom Mond {Erde}, ab. nicht wenn sie von den Wolken verdunkelt id.

 

[IIa-02-1783-1769]
Der Schorstein zündet das Haus an; nicht blos russicht, auch gefärlich.

 

[IIa-02-1783-1770]
Geschwäzige Vögel stelen nur.

 

[IIa-02-1783-1771]
Queksilber zu Spiegeln und Termometern; Merkur heilt die Venus.

 

[IIa-02-1783-1772]
Iphis erhieng sich von der Anaxorete in Zypern verachtet, die, da sie aus Übermut aus dem Fenster auf die vorbeigetragne Leiche sahe, in eine Bildsäule verwandelt wurde.

 

[IIa-02-1783-1773]
Die Ehen der Iuden sind gültig {Kinder gesezmässig}, aber nicht der Protestanten ihre {ied. Kind Bastart}. Mercier.

 

[IIa-02-1783-1774]
Ein deutscher Iude, Besizer der Herschaft Peqvigny, ernent auf seinen Dörfern Pfarrer und kreirt Kanonizi an der bischöflichen Kirche zu Amiens. eb.

 

[IIa-02-1783-1775]
Ein solcher Man (Rentist) liest nichts anders als die Interessenzalungen auf dem Pariser Rathause, um zu wissen, bei welchem Buchstaben die Zalung steht. Man bezalt nämlich die Zinsen nach der alphabetischen Ordnung der Kapitalisten. Wünscht Aaron od. doch Abraham zu heissen. eb.

 

[IIa-02-1783-1776]
Antiquare nicht nur, die alle Bücher kennen, sond. auch verkaufen.

 

[Manuskriptseite 79]

[IIa-02-1783-1777]
Die Wunderwerke der Baukunst sind im Innern der Häuser in Paris. eb.

 

[IIa-02-1783-1778]
Man hat Tabaksdosen für iede Iarszeit; ia für ieden Tag. eb.

 

[IIa-02-1783-1779]
Zeiger von Gold, Rad von Messing.

 

[IIa-02-1783-1780]
Zu grosse Röte in der Iugend verspricht weniger langes Leben, als Bleichheit; Harte Haut mer als weiche; eine mit Runzeln gefurchte Stirn mer als eine glänzende und glatte. Bac. Historia M. et. V. Vorzeitige Grauheit der Hare one Kalheit langes Leben, mit derselben kurzes. - Viele Hare an den obern Teilen kurzes; an den untern, langes. - Diu et sensim grandescere, signum vitae longae; si ad staturam magnam, magnum signum; si ad minorem, signum tamen; At contra velociter grandescere ad staturam magnam, signum malum est, sin ad staturam brevem, minus malum. - Ein Zeichen des langen Lebens, wenn im grössern Alter noch neue Zäne erscheinen.

 

[IIa-02-1783-1781]
Curatio Morborum temporariis eget medicinis; at longaevitas vitae expectanda est a diaetis. Bac. H. N. et M. Canon. XXX.

 

[IIa-02-1783-1782]
Die Sineser sollen stat des Goldes, Silber zu machen suchen.

 

[IIa-02-1783-1783]
Horrea subterranea frumentum diutius conservant quam superterranea. Baco.

 

[IIa-02-1783-1784]
Distillirte Wasser dauern länger als neh rohe.

 

[IIa-02-1783-1785]
Chamäleon sol oben in den Häusern verbrant Ungewitter erregen, weil es sich von Luft närt p. - Skaliger Wollust für den 6. Sin.

 

[IIa-02-1783-1786]
Man fabelt, Edelsteine bekämen unter der Erde ihre Farbe wieder.

 

[IIa-02-1783-1787]
Stammelnde stammeln mer im Anfange als Fortgang der Rede.

 

[IIa-02-1783-1788]
In den Blumen derienigen Pflanzen ist der beste Geruch, deren Zweige geruchlos sind, z. B. Rose; das Gegenteil Rosmarin. Bako.

 

[IIa-02-1783-1789]
Landleute harichter als Stadleute.

 

[IIa-02-1783-1790]
Bei der Geburt ist kein Teil des Körpers als der Kopf behart.

 

[IIa-02-1783-1791]
Bako: daß weil die Vögel keinen Urin lassen er zu ihren Federn verbraucht werde. - Ein Stokfisch 9. Millionen Eier; so stum und fruchtbar.

 

[IIa-02-1783-1792]
Die Fische, die mit Schuppen bedekt sind, gehen gemeiniglich in Haufen; die übrigen nicht. - Der Schatten ist an seinen äussern Enden zitternd.

 

[IIa-02-1783-1793]
Flekkichte Pferde werden im Alter weis.

 

[IIa-02-1783-1794]
Saure Früchte werden mit der Zeit süs; mit Likören ists umgekert.

 

[IIa-02-1783-1795]
Mit umgekerten Pfluge nach Hause faren.

 

[IIa-02-1783-1796]
Noch fort singen, wenn die Gemeinde aufgehört.

 

[IIa-02-1783-1797]
Die Käufer mit Auspakken, Vorfüren und Vorreiten ermüden.

 

[IIa-02-1783-1798]
Er dreht unter dem Reden die Knöpfe ab.

 

[IIa-02-1783-1799]
Bartscherer läst auch Ader.

 

[IIa-02-1783-1800]
Er gelüstet nach dem Obst des verpachteten Gartens seines Guts.

 

[IIa-02-1783-1801]
Der Wind verstreut nicht nur die Wolgerüche, auch den Samen der Blumen.

 

[Manuskriptseite 80]

[IIa-02-1783-1802]
Bei schönem Wetter die Stad gegens Land vertauschen. - Kühhare in der Milch.

 

[IIa-02-1783-1803]
Aus Hefen Brantewein. Der Pöbel gebraucht bei schweren Geburten hizige Sachen.

 

[IIa-02-1783-1804]
Die Gefässe, in denen schon scharfer Essig war, taugen vorzüglich, darinnen einen guten zu m. p.

 

[IIa-02-1783-1805]
Bitteres Bier giebt (wegen der anhängenden Bitterkeit) keinen guten Essig.

 

[IIa-02-1783-1806]
Unreife Früchte geben guten Essig, aber keinen guten Wein.

 

[IIa-02-1783-1807]
Bei vielen Frauen müssen schläfrige Mägde unterm Melken Lieder singen.

 

[IIa-02-1783-1808]
Die Töpfe sind von innen glasirt und aussen schwarz.

 

[IIa-02-1783-1809]
Manche können die Butter nur geschmolzen essen.

 

[IIa-02-1783-1810]
Der Nesselkäse wird in England auf und unter Nesseln getroknet.

 

[IIa-02-1783-1811]
Die Würmer, obwol durch Zerschneidung fortlebend, perpetuiren sich auch durch Eier. - Eidexen fressen die Feldgrillen.

 

[IIa-02-1783-1812]
Der vierfüssige Maulwurf ist der gröste Feind des geflügelten, (den Pferdemist anlokt und Schweinsmist vertreibt, wie Skopuli sagt.)

 

[IIa-02-1783-1813]
Den Schwimmenden ist der Zitteral gefärlich.

 

[IIa-02-1783-1814]
Der Taumelkäfer (Gyrinus natator Lin. Syst. nat.) p. fliegt schnel immer fort herum, stinkt und glänzt.

 

[IIa-02-1783-1815]
Wenn das Nilpferd seine Zäne wezt, färt Feuer heraus.

 

[IIa-02-1783-1816]
Blutigel hat keinen After; man darf ihn nicht von der Wunde abreissen, verursacht sonst mit den zurükgelassenen Zänen Eiterung; man hungert sie vorher aus, eh' man sich ihrer bedient; sind oft ins Intestinum re* rectum, od. auch in den Mund geglitscht. - Die Blutigel auf der Insel Zeilon saugen sich an die nakten Füsse der Reisenden.

 

[IIa-02-1783-1817]
Vierfüssigen Tieren fallen gestorben gemeiniglich die Hare ab; dem Menschen nicht.

 

[IIa-02-1783-1818]
Die Schwalbe verklebt den Sperling in das geraubte Nest.

 

[IIa-02-1783-1819]
Die Kaldäer vererten und beobachteten die Sterne.

 

[IIa-02-1783-1820]
Noskati schreibt unserm Gehen auf 2. Füssen die meisten Krankheiten zu; auf 4. würden wir unermüdlicher gehen können.

 

[IIa-02-1783-1821]
Die Knochen des Vorderhaupts werden am spätsten hart und am frühsten kal.

 

[IIa-02-1783-1822]
Die Brennzangen verderben und troknen die Hare aus.

 

[IIa-02-1783-1823]
Die Ouran Outangs sollen die geraubten Kinder unbeschädigt lassen unter wenn diese ihnen nur nicht steif ins Gesicht sähen.

 

[IIa-02-1783-1824]
Das Gesinde mus die Lekkerheit des Hern büssen.

 

[IIa-02-1783-1825]
Wir schüzen den edelsten Teil des Körpers nicht vor der Kälte.

 

[IIa-02-1783-1826]
Wenn gleich auf dem Turm eine Ur, hat man doch auch eine im Hause.

 

[IIa-02-1783-1827]
Laus unerlicher als ein Floh.

 

[Manuskriptseite 81]

[IIa-02-1783-1828]
An manchen Orten säet man den Lein nur dan, wenn die Eichen auszuschlagen anfangen. - Alter Leinsamen ist bess. zum Aussäen als neuer.

 

[IIa-02-1783-1829]
Der Holländische Säman nimt eine grosse Handvol Lein; ie mer und geschwinder nun aus der gedrükten Hand Lein herausspringt, desto besser.

 

[IIa-02-1783-1830]
Dünne Aussat giebt langen Flachs; dikke feinern.

 

[IIa-02-1783-1831]
Die Baköfen müssen nach der Vorschrift der Polizei in einer gewissen Entfernung von allen Dorfgebäuden stehen.

 

[IIa-02-1783-1832]
Ie feiner der Flachs werden sol, durch desto merere Hecheln mus man ihn ziehen, durch die 5. mit engern und feinern Zänen.

 

[IIa-02-1783-1833]
Ie feiner die Spinnerin spint, desto mer Garn aus dem Flachs; aus gr feinem Flachs kan eine schlechte Sp. grobes Garn spinnen.

 

[IIa-02-1783-1834]
Der Faden zerreist oft beim Spinnen; grosse Knoten schaden dem Garne und machen dem Weber viele Mühe. Wenn sie in der Leinwand hinweggeschnitten werden, so entsteht ein Löchlein p. Weberknoten ist der festeste und kleinste.

 

[IIa-02-1783-1835]
Die vom Leinweber erhaltene Leinwand mus soviel als das gegebne Garn wiegen.

 

[IIa-02-1783-1836]
Priestersweiber spinnen wol, aber weben selten, weil dieses p.; dieses ist vorteilhafter als ienes.

 

[IIa-02-1783-1837]
Durch das Reiben mit einem Flintenstein od. Krystal macht man die Glanzleinwand. - Auf den Tisch ein Tischtuch.

 

[IIa-02-1783-1838]
Auch den Kindern giebt man grosse Servietten.

 

[IIa-02-1783-1839]
Die Leinwand liegt besser zum Bleichen auf dürrem Sand als feuchtem Gras.

 

[IIa-02-1783-1840]
Les Syriens révéraient la figure de ce que, nous appéllons Priape, el les prêtres se dépouillaient de leur virilité. - Herzbeutel.

 

[IIa-02-1783-1841]
Im Gehirn der Kurzhälsichten häuft sich das Geblüt am leichtesten an.

 

[IIa-02-1783-1842]
Aristoteles: daß hervorliegende Augen nicht so weit sehen als tiefe, und schwarze im Dunkeln nicht so gut als andre. Löwin one Mäne.

 

[IIa-02-1783-1843]
Kinder haben Favorittassen p. Man kan die getrokneten Löwenknochen als Feuersteine brauchen.

 

[IIa-02-1783-1844]
Der Hase kan wegen seiner längern Hinterläufe bergauf schneller als bergab laufen. - Regenwurm schlüpfrig; und zur Arznei tauglich.

 

[IIa-02-1783-1845]
Sonst glaubte man, die Hasen wären alle Zwitter.

 

[IIa-02-1783-1846]
Der Hase frist seine Iungen, der doch sonst nur Gewächse frist.

 

[IIa-02-1783-1847]
Die Goldschmiede glätten mit dem Hinterlaufe das Silber.

 

[IIa-02-1783-1848]
Die Ernte nimt manchen Tieren nicht blos den Unterhalt, auch den Schuz.

 

[IIa-02-1783-1849]

Zweierlei Nachtigallen, 1. für den Tag, 2. für die Nacht; man verfinstert ihre Wonung am Tage, und sezt ein Licht zum Käfig, sie singen zu machen; sind neugierig; beim Mängen ist 1. Aug' grösser als das andre.

 

[Manuskriptseite 82]

[IIa-02-1783-1850]
Aristoteles, wenn die Mutter wärend der Schwangerschaft viel Salz zu sich genommen, so komt das Kind one Nägel auf die Welt.

 

[IIa-02-1783-1851]
Der Kopf ist beim Kinde, und noch mer beim Fötus, grösser verhältnismässig als der Körper. Die Kinder die spät anfangen zu reden, reden nie so leicht wie andre.

 

[IIa-02-1783-1852]
Ie röter die Haut des Neugebornen Kindes, desto weisser wird sie.

 

[IIa-02-1783-1853]
Ie kleiner das Tier, desto geschwinder seine Pulsschläge.

 

[IIa-02-1783-1854]
Mädgen werden eher manbar als die Knaben.

 

[IIa-02-1783-1855]
Bei den Ägyptern war die Verschneidung die Strafe für den Ehebruch.

 

[IIa-02-1783-1856]
Die Hottentoten nemen ihren Kindern die linke Hode, um sie zum Laufen geschwinder zu machen. - Nordliche Völker die fruchtbarsten.

 

[IIa-02-1783-1857]
Ie fürchterlicher die schwarzen Verschnittenen aus Ätiopien sind, desto teurer werden sie bezalt.

 

[IIa-02-1783-1858]
Kein Verschnittener kan den Buchstaben R. aussprechen.

 

[IIa-02-1783-1859]
Man hält Weiber mit einer starken Stimme für verliebt.

 

[IIa-02-1783-1860]
Auf dem Lande werden mer Knaben als Mädgen geboren; in der Stad umgekert.

 

[IIa-02-1783-1861]
Wenn die Siamer ihre Zäne schwärzen, essen sie einige Tage nichts, damit der Firnis fest werde. - Die indischen Weiber lieben die europäischen Männer ser.

 

[IIa-02-1783-1862]
Auf der Insel Zeilan entiungfert allemal der Vater seine Tochter.

 

[IIa-02-1783-1863]
In Afrika sind die Bewoner der Gebürge weis; der Seküsten und Ebnen schwarz.

 

[IIa-02-1783-1864]
Die Georgier dürfen ihre Mädgen nur nach Persien verhandeln.

 

[IIa-02-1783-1865]
Die vornemsten Leute in Georgien sind Scharfrichter.

 

[IIa-02-1783-1866]
Die Türken sollen nirgends als am Kopfe Hare leiden.

 

[IIa-02-1783-1867]
Der übergefressene Vielfras zwängt sich durch 2. Bäume p.

 

[IIa-02-1783-1868]
Das obenschwimmende Korkholz giebt durch Stösse zu erkennen, daß Fische gefangen

 

[IIa-02-1783-1869]
Wenn der Karpfen das Nez merkt, stekt er den Kopf in den Schlam und läst das Nez über den gekrümten Schlam hinwegschlüpfen.

 

[IIa-02-1783-1870]
Keine Ale im Mer, nur in Seen, Flüssen.

 

[IIa-02-1783-1871]
In England schliest man die Hechte in hölzerne Kästen ein und läst sie so auf dem Wasser one Schaden der and. herumschwimmen.

 

[IIa-02-1783-1872]
Der Hecht flieht nur, wenn er seinen Feind hört, ab. nicht, wenn er ihn fült.

 

[IIa-02-1783-1873]
Die Galle der Barbe wider verschiedne Augenkrankheiten.

 

[IIa-02-1783-1874]
Man fängt die Grundeln, wenn man einen Ochsenkopf ins Wasser wirft, um den sie sich gleich versamlen. Durch nachgemachte Insekten die Fische berükken.

 

[IIa-02-1783-1875]
Die Alruppe riecht wie Veilgen, schmekt gut, und zeigt abgeschupt Regenbogenfarben.

 

[Manuskriptseite 83]

[IIa-02-1783-1876]
Der Her überläst dem Bedienten das Hutabziehen.

 

[IIa-02-1783-1877]
Er sieht dem Bär p. aus dem Dachfenster seines Hauses zu.

 

[IIa-02-1783-1878]
Unter die Musikanten geraten, über den Bas fallen. Auf den Ast am Fenster spükken. Den Hund in Verdacht des Windes haben.

 

[IIa-02-1783-1879]
Iakare, ein schädliches Krokodil in Bengalen, riecht von weitem nach Bisam.

 

[IIa-02-1783-1880]
Man lokt den Steinbok in die Ebne, wo er leicht einzuholen.

 

[IIa-02-1783-1881]
Ibijara, eine Gattung brasilianischer Schlangen, die mit Kopf und Schwanz zugleich vergiftet; daher man ihr 2. Köpfe angedichtet.

 

[IIa-02-1783-1882]
Der Ichnevmon (Pharaons Maus) erwert sich durch Tanzen der Kälte; kriecht dem schlafenden Krokodil in den Leib und frist seine Leber.

 

[IIa-02-1783-1883]
In den Fleischgaläpfeln des Rindviehes entsteht kein Eiter, weil der Wurm iede Feuchtigkeit zu seiner Narung nimt.

 

[IIa-02-1783-1884]
An einer brasilischen Merschlange (Iek, Ierepemonga) sol alles, was ihre Haut berürt, hängen bleiben, und wenn man mit der einen Hand der and. helfen wil p.

 

[IIa-02-1783-1885]
Lesser teilt die Insekten nach Füssen und Flügeln ein.

 

[IIa-02-1783-1886]
Bei einigen Insekten sind die Flügel der Mängen geflekt, Weibgen einfärbig.

 

[IIa-02-1783-1887]
Ein gewisses Insekt in Surinam heist als eine grüne Mükke der Leierspieler; nach seiner Verwandlung der Laternenträger, da es am Kopfe eine am Tage durchsichtige und zu Nachts leuchtende Blase bekömt.

 

[IIa-02-1783-1888]
Pfauenschwanz am schönsten in der Sonne; wird im Zorne mit Rauschen ausgebreitet.

 

[IIa-02-1783-1889]
Der Specht zerbeist harte, und lekt weiche Speisen.

 

[IIa-02-1783-1890]
Ein indianischer Fuchs (Izquepolt) frist nur die Köpfe von Käfern und Würmern; sein Harn stinkt abscheulich.

 

[IIa-02-1783-1891]
Die Auerhenne legt ihre Eier unter verdorte Bäume.

 

[IIa-02-1783-1892]
Eine gewisse Art von Magnet, der schimmernde eisenfarbne, zieht kaum gefeiltes Eis. an.

 

[IIa-02-1783-1893]
Wenn die norwegischen Mäuse nach den mitternächtlichen Provinzen von Schweden zuziehen, so werden die Einwoner für die kleine Verwüstung durch den Fang von Bären, Fischen, Hermelinen p. entschädigt, die ihnen zum Rauben nachziehen.

 

[IIa-02-1783-1894]
Insekten als Lak zum Siegellak, als Firnis.

 

[IIa-02-1783-1895]
Bunte Flekgen im Buche. - Er singt zum Balgtreten; Kantor singt und spielt.

 

[IIa-02-1783-1896]
Den Feuersegen an die Tür' ankleben.

 

[IIa-02-1783-1897]
Man fängt die Löwen in Gruben mit einem Lam; sein beständiges Zittern komt von der Fäulung aus seinem Fleischfressen.

 

[IIa-02-1783-1898]
Der Kirschenfink (Kernbeisser) sucht sich die reifsten Kirschen aus, zerspält die Steine und läst das Fleisch liegen.

 

[Manuskriptseite 84]

[IIa-02-1783-1899]
Wölfe begatten sich oft mit den Hunden; tödet erst alle Schafe, eh' er 1. mit fort nimt.

 

[IIa-02-1783-1900]
Iunge Wölfe spielen am innigsten mit den geraubten Tieren, endlich fressen sie sie.

 

[IIa-02-1783-1901]
An Menschenfleisch gewönte Wölfe greifen eher den Schäfer als die Schafe an; und hauptsächlich schwangere Weiber p. Löwe schont sie.

 

[IIa-02-1783-1902]
Das Fel der Wölfe dienet den Inwonern der nordlichen Länder zu Pelzen; und die Flöhe sollen den Geruch davon nicht ausstehen können.

 

[IIa-02-1783-1903]
Der Buchbinder bedient sich des Wolfszans zum Glätten.

 

[IIa-02-1783-1904]
H. Bomare hatte einen ausgestopften Wolf unter andern ausgestopften vierfüssigen Tieren in seinem Naturalienkabinet 9. Iar gehabt, wärend alle von den Insekt. gefressen wurden, blieb iener unbeschädigt.

 

[IIa-02-1783-1905]
Sowol das Nachdenken als die Schminke macht Runzeln.

 

[IIa-02-1783-1906]
In den Zimmern der Wirtshäuser Armenbüchsen. - Der Küster den Wein des Abendmals.

 

[IIa-02-1783-1907]
Die Bötticher, welche grosse Fässer binden n*ss nennen sich Schwarzbinder, zum Unterschied von denen, die nur kleine und aus weiss. weichem Holz machen und Weissbinder heissen und auch von denen, die Weinkufen machen und Rotbinder heissen.

 

[IIa-02-1783-1908]
Nach Appian und Älianus verschlukt der Wels (Amia) die Angel und abbeist die Schnur

 

[IIa-02-1783-1909]
Galenus, daß sich die Marktschreier seiner Zeit von Ottern beissen liessen, wenn sie vorher die Gänge in den Zänen, woraus das Gift komt, mit Wachs verstopft.

 

[IIa-02-1783-1910]
Gesalzene Heringe fordern einen starken Magen; geräucherte d. h. Piklinge einen stärkeren.

 

[IIa-02-1783-1911]
Die Römer machten von der im eignen Salz aufgelösten Mergrundel (Apua) eine Brühe, die sie Garum nanten und womit sie andre Fische würzten.

 

[IIa-02-1783-1912]
Der Kalmar (auch ein Dintenfisch, loligo) verdunkelt mit seinem Saft das Mer, und fliegt üb. dasselbe heraus.

 

[IIa-02-1783-1913]
Man wirft einen verdorbnen Hasen ins Wasser und dan zieht man mit ihm viele fressende Krebse heraus.

 

[IIa-02-1783-1914]
Die Goldforelle ist ser gefrässig und verfolgt die fliegenden Fische.

 

[IIa-02-1783-1915]
Eine gewisse Merbrächse (bargus) wird von den Fischern gefangen, die sich mit einer noch mit Hörnern versehnen Ziegenhaut bedekken und an den Angeln eine Lokspeise von Mel und Ziegenkot hineinlassen.

 

[IIa-02-1783-1916]
Die Murane hat die gröste Stärke in der Spize des Schwanzes, weil ihre grosse Gräte umgekert ist.

 

[IIa-02-1783-1917]
Aus der Vermischung verschiedner übelriechender Gummen kan ein angenemer Geruch erhalten werden.

 

[IIa-02-1783-1918]
Kleine Fische gehen allemal vor der Seeschlange od. Hydra voraus und saugen an der Lokspeise und der Angel. Wenn dies. nun nichts übels begegnet, so erkünt sich auch iene

 

[IIa-02-1783-1919]
Die Zäne des Ha grausamen Harufisches werden von den Goldschmiden in Silber und Kinderklappern beim Zanen daraus gemacht.

 

[Manuskriptseite 85]

[IIa-02-1783-1920]
Einige Naturforscher, z. B. Anderson, teilen die Walfische ein in W. mit glatten und W. mit rauhen Rükken. - Walfischlaus. - Walrad auch zur Schminke.

 

[IIa-02-1783-1921]
Der Hay=seng ist ein häslicher Fisch in Sina; hat weder Bein= noch Gräte, ist ser zart mit seinem Leben. Nicht blos spiziger, auch giftiger Pfeil.

 

[IIa-02-1783-1922]
Die fliegenden Fische haben die meisten Feinde.

 

[IIa-02-1783-1923]
Im I. 1680 sol ein iunger Kraken in die Bucht Ub* Ulwangen gekommen, und mit seinen langen Zakken in den Spalten der Klippen hängend, verfault sein; sein Sinken ist eben so gefärlich als das Heraufsteigen; Morast auf ihnen.

 

[IIa-02-1783-1924]
In Amerika sind giftige Tiere und die Insekten äusserst gros; ab. Bären, Löwen, Tiger klein und mutlos. Paw Untersuch. üb. die Amerik.

 

[IIa-02-1783-1925]
In Amerika tun die Bäume ihre Wurzeln, stat sie in die Erde tiefer zu schlagen, wegen der Kälte des Innern üb. die Oberfläche ausbreiten.

 

[IIa-02-1783-1926]
Eine Art von häslichen Eidexen (Maboya von den Wilden genant) auf den Amerikanischen Inseln sieht, wenn der Schwanz weggehauen, wie eine Kröte aus.

 

[IIa-02-1783-1927]
Wenn der Wilde die seltne Manima (eine Wasserschlange in Brasilien) einmal sieht, weissagt er sich daraus langes Leben. Ihre bunten Farben sollen zur Malerei ihres Leibes veranlast haben.

 

[IIa-02-1783-1928]
Schwedenborg: Die Palläste, wo die Engel wonen, glänzen oben wie Gold, unten wie Edelgestein. Die Geister, die noch nicht mit der Hölle in Verbindung stehen, lieben bei dem Menschen das Stinkende und Unverdaute. - Alle Engel und Teufel waren ehmals Menschen. - Kinder wachs. nach ihrem Tod zu volkomnen Engeln auf; was ihre Gemüter närt, närt ihre Leiber. - englische Eheleut gelten im Himmel nur für 1. Engel. - Wortgelerte lieben nach ihrem Tode sandigte Gegenden. - Die Heiligen auf dem Iupiter sehen im Gesicht feurig aus, und sind doch kalt; um sich warm zu machen, spalten sie Holz. -

 

[IIa-02-1783-1929]
Lavater: Die Augen des Poeten liegen selten ser tief; und die Knochen darum sind selten scharf und hervorstehend. - Die Vorgewölbtheit der Zäne zeigt gewis nicht herkulische Kraft, vielleicht wizige Geschwäzigkeit. - Melancholiker haben selten ordentliche und net gereifete und reinlich weisse Zäne. - Die meisten Bildhauer haben fette Köpfe, weiche fleischichte Kinne. -

 

[IIa-02-1783-1930]
Die Salzigkeit des Sewassers stärker, ie näher an der Linie.

 

[IIa-02-1783-1931]
Der im Früling gesammelte Honig besser als im Sommer; dieser besser als der im Herbst.

 

[IIa-02-1783-1932]
Ie härter od. dichter die Metalle, desto stärker ihr Glanz, wenn sie polirt worden. Daher Stal am glänzendsten. -

 

[IIa-02-1783-1933]
Eine Schlange, Minia, sol eh' sie einen Hirschen p. verschlukt, sich umsehen, ob keine Ameise da sei, welche sich mit der Beute in ihren Leib schleichen könte und ih ihr Eingeweide anfress. Denn unter der Verdauung eines solch. Tiers ist sie unbeweglich.

 

[Manuskriptseite 86]

[IIa-02-1783-1934]
In Amerika mangelt den meisten Tieren der Schwanz. Paw.

 

[IIa-02-1783-1935]
Von Fröschen isset man meistens nur die HinterBeine.

 

[IIa-02-1783-1936]
Die Europäer {alte Welt} gaben den Amerik. die Blattern und bekamen die Franzosen.

 

[IIa-02-1783-1937]
Im I. 1496 befal das Parlament zu Paris allen Venerischen, unter der Strafe des Hängens, nicht in den Gassen zu erscheinen und die Ausländ. die Stad zu räumen.

 

[IIa-02-1783-1938]
Die alten Deutschen glaubten, daß die Gotheit von Zeit zu Zeit sich in die Körper einiger ihrer Weiber begäbe.

 

[IIa-02-1783-1939]
Da ein Pabst Lust hatte, in Amerika évêchés anzulegen: deklarirte er durch eine Bulle, daß die Amerik. keine Affen sond. Menschen wären.

 

[IIa-02-1783-1940]
Die Amerik. Männer haben meistens Milch in ihren Brüsten; und sind wenig zur Zeugung fähig. - Rauch des Tobaks berauscht.

 

[IIa-02-1783-1941]
Alle neugeborne Knaben haben Milch in ihrer Brust; sie entsteht nach Paw weil sich die Galle noch nicht genug ergossen, um den Chylus zu Blut zu machen.

 

[IIa-02-1783-1942]
In Amerika säugt man noch Kinder von 12 Iaren und manche Weiber sind Ammen der Kinder ihrer Kinder.

 

[IIa-02-1783-1943]
Maupertuis: das Gehirn der Patagonen zerschneiden zur Kentnis der Sele.

 

[IIa-02-1783-1944]
Die italienischen Nonnen lassen sich von den besuchenden Manspersonen durchs Gitter die Brust berüren. Pater Benzi erwies die Erlaubtheit davon in 1 dikken Buche

 

[IIa-02-1783-1945]
Auf den Kirchhöfen sieht man oft häufig Irlichter.

 

[IIa-02-1783-1946]
Ie grösser der Diamant ist, desto länger mus er dem Lichte, wenn er im Dunkeln leuchten sol, ausgesezt sein.

 

[IIa-02-1783-1947]
Die Tiere deren Kopf gros ist wie Esel, Ochs p. haben sind faul, dum; Tiere mit kleinen wie Pferde sind gelenk. - Hirschgeweihe an der Wand.

 

[IIa-02-1783-1948]
Menschen 24 Stunden nach ihrem Tode schöner. L.

 

[IIa-02-1783-1949]
Bei der kleinen Armee des Pizarres formirten Hunde die erste Linie, die Spanien endlich wegen ihrer Dienste wie Soldaten besoldete. Die Dogge Bericillo bekam wegen ihrer Tapferkeit des Monats 2. Realen.

 

[IIa-02-1783-1950]
Aus den Schattenrissen vom Hinterkopf urteilen.

 

[IIa-02-1783-1951]
L. untermischt Tiergestalten unter andre.

 

[IIa-02-1783-1952]
Familien mit 6. Fingern.

 

[IIa-02-1783-1953]
Der Zaunkönig erhebt seinen Schwanz, wenn er erschrikt.

 

[IIa-02-1783-1954]
Man kan die Muräne nicht umbringen, wenn man den Schwanz nicht abgehauen, wenigstens zerquetscht.

 

[Manuskriptseite 87]

[IIa-02-1783-1955]
Die meisten Nomaden lieben die Räuberei.

 

[IIa-02-1783-1956]
Anfangs lies Ormuz den 1. Baum werden, der dür war.

 

[IIa-02-1783-1957]
Aus dem Schwanze des zuerst geschafnen, und dan gestorbnen Stiers giengen 50 gesund machende Pflanzen. - Der Vater aller andern Tiere. Zend=Avesta. I. T. S. 21.

 

[IIa-02-1783-1958]
Iupiter wurde an manchen Orten mit 3. Augen abgebildet, nämlich dem 3. auf der Stirne, weil er Himmel, Erde, Mer regiert. Pausan. 2, 24.

 

[IIa-02-1783-1959]
Dem Iupiter waren alle Gipfel der Berge, der Iuno alle Wiesen geheiligt.

 

[IIa-02-1783-1960]
Die Iris bezeichnet oft die Fama. - Schlange ein Sinbild der Arzneiwissenschaft.

 

[IIa-02-1783-1961]
Rinder der Sonne heist in der Odyssee schönes fettes Weidvieh, das Tag und Nacht one Hirten auf die Weide gieng.

 

[IIa-02-1783-1962]
Der griechische Name Apollon bedeutet einen Verderbenden: denn die Erregung pestilenzialischer Seuchen und ein schneller Tod der Manspersonen wurden der Sonne zugeschrieben

 

[IIa-02-1783-1963]
Apollo hat in der einen Hand eine Harfe, in der andern einen silbernen Bogen.

 

[IIa-02-1783-1964]
In den troianischen Gegenden hatte sich vor Alters eine Kolonie aus der Insel Kreta niedergelassen; die wurde von Feldmäussen geplagt; er tödete sie. Daher der Beiname Smintheus; hatte in der troianisch. Stad Chrysa einen Tempel, alwo seine Statue mit einem Fusse auf eine Maus trat.

 

[IIa-02-1783-1965]
Apollo den weissen Schwan und schwarzen Raben.

 

[IIa-02-1783-1966]
Der Iäger iagt am Tage, das Wild zu Nachts.

 

[IIa-02-1783-1967]
Das Mark ist am härtesten das an den Enden der Knochen ist.

 

[IIa-02-1783-1968]
Schwindsüchtige Personen {Ausgezerte} bekommen meist vor ihrem Tode geschwolne Füsse; so auch schwangere Weiber in den lezten Monaten.

 

[IIa-02-1783-1969]
Queksilber mit einer Salbe in die Hand eingerieben erregt im Mund einen Speichelflus.

 

[IIa-02-1783-1970]
Schminkende sterben oft an der Schwindsucht.

 

[IIa-02-1783-1971]
Wer (bei den Parsen) mit dem Munde ausbläst ein Feuer, der ist todeswürdig.

 

[IIa-02-1783-1972]
Die Tataren von Dagestan heiraten nie, one 100 Fruchtbäume gepflazt zu haben

 

[IIa-02-1783-1973]
Nur wenn die Frau unfruchtbar war, durfte der Man noch 5 bei ihren Lebzeiten nemen.

 

[IIa-02-1783-1974]
"Wenn iemand einen entselten Leichnam allein trägt, so ergreift Darudj Nesosch (der den Toden besizt) den Träger bei der Nase, Augen, Zunge, natürlichen Teilen - überal tut er seinem Körper Gewalt an." Versündigt sich; der Tode selbst erhebt sich gegen ihn. - Vater unser nicht unser Vater.

 

[IIa-02-1783-1975]
Ein Feld, das eines Hundes od. Menschen Leichnam getragen, mus 1 Iar ungebaut liegen

 

[IIa-02-1783-1976]
Die Zauberinnen machen meist ihre Sache zu Nachts

 

[IIa-02-1783-1977]
Die Nachtgespenster (Larvae) standen unter der Hekate d. h. des Mond**

 

[Manuskriptseite 88]

[IIa-02-1783-1978]
Taliakotius {Professor der Anatomie in Bologna Tagliacozzi} reparirte nach Butlers Bericht baufällige Nasen mit Hintern, mit deren Tod iene abfielen.

 

[IIa-02-1783-1979]
Man bildete Larven oft in fürchterlicher Weibsgestalt und mit einem Eselsfus od. Bein.

 

[IIa-02-1783-1980]
Die Diana hies auch Triformis, wurde oft mit 1 Kopf von 3 Gesichtern abgebildet.

 

[IIa-02-1783-1981]
Wenn die Poeten sagen wollen, eine Frauensperson sei unvermutet gestorben, so sagen sie, Diane habe sie mit ihren Pfeilen getödet. - Die Mondsucht heist iracunda Dianae.

 

[IIa-02-1783-1982]
Das Bildnis der Diana in ihrem Tempel zu Ephesus hatte viele erhabne Brüste, auf dem Kopfe eine Art von Turm und auf ihrem langen Kleide vielerlei Tiere.

 

[IIa-02-1783-1983]
Zu Kolon tanzten die der Diana geweihten Körbe an Festtägen von selbst

 

[IIa-02-1783-1984]
Die Mutter des Apollo und der Diane ist die Latona (die Nacht).

 

[IIa-02-1783-1985]
Die Insel Delus wurde aus einer schwimmenden Insel bei der Ankunft der schwangern Latona eine feste stehende.

 

[IIa-02-1783-1986]
Diane komt zuerst auf die Welt und half ihrer Mutter sogleich in der Gebärung des Zwillingsbruders.

 

[IIa-02-1783-1987]
Die Pferde am Wagen der Aurora sind geflügelt, des Apollo nicht.

 

[IIa-02-1783-1988]
Der Zephyr sol der gesündeste aller Winde sein.

 

[IIa-02-1783-1989]
Der hinkende Vulkan war die Hebamme (Akkoucheur) der Minerva, die keine Mutter hatte

 

[IIa-02-1783-1990]
Die ältesten Bildnisse der Minerva pflegten sizend vorgestelt zu werden; hatte auf dem Helme oft stat des Busches Drachenfiguren.

 

[IIa-02-1783-1991]
Zu Pedasa in Kleinasien bekam die Oberpriesterin der Minerva einen Bart, so oft der Stad ein Unglük bevorstand. Hat sich 3 mal zugetragen.

 

[IIa-02-1783-1992]
Die Minerva wird gewafnet abgebildet. Homer, daß sich unter dem Helm der Minerva viel die Köpfe vieler tausend Krieger bergen könten.

 

[IIa-02-1783-1993]
Da sie geboren wurde regnete es auf die Insel Rhodus Gold; ist immer Iungfer geblieben

 

[IIa-02-1783-1994]
Wenn eine schöne Frau in einem Flus ersof, hies es, der Got dess. habe sie geheuratet.

 

[IIa-02-1783-1995]
Barbier - kein Bart, ist unmänlich; ein langer zu ser; ein abgeschnittener recht; sich in den Bart schneiden.

 

[IIa-02-1783-1996]
Die Tellus, die Mater Deorum od. Magna Mater genant, hatte in Phrygien verschnittene Priester. - Zeres einen gross. vollen Busen.

 

[IIa-02-1783-1997]
Weil dem Saturn geweissagt worden, daß ihn seine Söne enttronen würden, so fras er ied. gebornen; aber Rhea rettete den Iupiter, indem sie ihm stat desselben einen eingebundnen langen Stein zu fress. gab.

 

[IIa-02-1783-1998]
Zeres verwandelte durch Besprengen mit den lezten Tropfen in eine gesprengelte Eidexe einen Knaben, der ihres gierigen Trinkens spottete.

 

[IIa-02-1783-1999]
Bacchus hies von seiner doppelten Geburt Dithyrambus, aus 2 Türen herausgegangen; *...* *...*

 

[Manuskriptseite 89]

[IIa-02-1783-2000]
In Die Nord. Geschichte teilt man in 2 grosse Epochen: Brena-Old {Brenne-Alderes Feueralter,} d. h. die Zeit, da man die Toden verbrante; Hauga-Old {Hog-Alderes Hügelalter}, begrub. Paw. Die Bewegung einer Schlange.

 

[IIa-02-1783-2001]
Der amerik. Wilde macht sich eine Ere daraus, einen Närrischen in seinem Hause zu haben und gut zu nären. - Sonst kamen die Moden aus Spanien.

 

[IIa-02-1783-2002]
Bomare einen kröpfichten Schweizer, der wiederkäute; Peyere 2. Kropf Wiederkäuen.

 

[IIa-02-1783-2003]
Garcilasso erzählt, daß der regierende Inkas einmal die rebellischen Bewoner *...*r Provinz dadurch bestraft mit den Zeichen ihres Ungehorsams, daß er ihnen 2 Zäne ausreissen lies. Aus Hartnäkkigkeit machten die Väter ihre Kinder sich gleich; und so perpetuirte sich die Mode zu entzänen bis zur Ankunft der Spanier.

 

[IIa-02-1783-2004]
Die Negers glaubten lange Zeit, daß die Europäer kauften sie, um sie zu essen.

 

[IIa-02-1783-2005]
Charlesvoix lüget von grossen Schlangen in Amerika, die nichts tun als Mädgen schänden.

 

[IIa-02-1783-2006]
Leute, die sich wenig bewegen, und die Sezer, die immer stehen, bekommen leicht geschwolne Füsse. - Fäsergen in der Dinte machen übel schreiben.

 

[IIa-02-1783-2007]
Das Unterbinden der Puls= und Blutadern, verschiedne Wirkung .

 

[IIa-02-1783-2008]
In Rusland und a. nordlichen Ländern sol es soviel und so gross. Stükke Steinsalz geben, daß die Einwoner sich Häuser davon bauen sollen.

 

[IIa-02-1783-2009]
Zu Williczka, 5. Meilen von Warschau sind die Steinsalzbergwerke, worinnen 80 Pferde; eine Kirche; ied. Arbeiter seine Hütte; Kinder geboren und erzogen; der und ein süsser frischer Bach. Der Schein der Fakeln macht alles glänzend.

 

[IIa-02-1783-2010]
Die Salzgrube in Oberungarn bei Eperies giebt auch gelb und blau gefärbtes Salz, aus dem man falsche Iuwelen macht.

 

[IIa-02-1783-2011]
Dem Pan wird ein plözlicher Schrekken zugeschrieben.

 

[IIa-02-1783-2012]
Nur der Barbier des Midas bekam seine Oren zu sehen. Aus Drang der Unverschwiegenheit grub er in einer sumpfigen Gegend ein Loch und schrie das Geheimnis hinein, schüttete es zu; worauf iedoch nachher ein Schilfgebüsche wuchs, das bei ied. starken Winde eben dasselbe rauschte. Dam's Einleitung in die Göttergeschichte. 4. Ausg. S. 59.

 

[IIa-02-1783-2013]
Die Mutter des Romulus muste obwol vom Mars als Vestalin geschwängert doch sterben. - Neben der Venus wird oft ein fliegend. Schmetterling abgebildet.

 

[IIa-02-1783-2014]
Der hinkende Vulkan hatte einäugige Riesen, die Zyklopen zu Schmiedgesellen.

 

[IIa-02-1783-2015]
Man bildet die Psyche, die Sele als eine nakte weisse Iungfrau mit doppelt. dünnen Schmetterlingsflügeln ab.

 

[IIa-02-1783-2016]
Der Schmetterling war gemeiniglich das Abzeichen der himlischen Venus; Apfel, der irdischen.

 

[IIa-02-1783-2017]
Mnemosyne Mutter der Musen; bei den Neueren Stiefmutter.

 

[IIa-02-1783-2018]
Merkurs Flügel nur an Helme und Halbstiefeln und d*…* *…* *…* *…* ansehenden Schlangen umwund*…*

 

[Manuskriptseite 90]

[IIa-02-1783-2019]
Die Nemesis wird abgebildet mit Flügeln, mit dem Zaume in der einen, und dem Me*stabe in der and. Hand; mit einem Fusse auf einem Rade.

 

[IIa-02-1783-2020]
Gold Sol; Silber Luna; Eisen unter Mars verstanden.

 

[IIa-02-1783-2021]
Es wurden merere änliche Schilde gemacht, damit der vom Himmel gefalne nicht gerau*…* würde, auf desselben Besiz das imperium orbis beruhte - diese bewegt und den heil. Spies des Mars bewegte ein ins Feld gehender General sagend: Mars vigila.

 

[IIa-02-1783-2022]
Dem Ianus waren die Türen geheiligt.

 

[IIa-02-1783-2023]
In Sizilien dürfen alle Delinquenten des Nachts bei ihren Weibern schlafen Bernoulli's Samlung kurz. Reisebeschreibungen. I B.

 

[IIa-02-1783-2024]
In Waldkirch, einer österreichischen Stad, werden die Granten auf beiden Seiten von den Mädg Vätern an= von den Mädgen durchgebort. VI. B.

 

[IIa-02-1783-2025]
In Krain düngt man Felder mit Haft, einem Insekt, Ephemera.

 

[IIa-02-1783-2026]
Einige Teologen, die Neger stiegen von Kain ab, dem Got die Nase gequetscht und die Haut zum Zeichen seines Mords gequetscht.

 

[IIa-02-1783-2027]
Die Penates wurden auf dem Feuerherde verert.

 

[IIa-02-1783-2028]
Pindar stelt in Iupit. Vorsal 3. Fässer vor, in deren zweien Übels.

 

[IIa-02-1783-2029]
Pluton ist der König der Verstorbnen, Her der unterirdischen Schäze und blind.

 

[IIa-02-1783-2030]
Um die unterirdischen Flüsse der Hölle Bäume, die keine Früchte tragen z. B. Pappelweiden.

 

[IIa-02-1783-2031]
Furien sind immerwärende Iungfern.

 

[IIa-02-1783-2032]
Der Schlaf eine Grazie zur Gemalin, Pasithea. - Dii plebeji; selecti.

 

[IIa-02-1783-2033]
Die Söne des Äskulaps, Machaon konte bess. äussere Übel heilen, Pad*rios innere.

 

[IIa-02-1783-2034]
Priapus war ein hölzernes od. steinernes Mansbild, das man in die Gärten sezte, auf dem Kopf mit einem hohen Rorgebüsche, zur Verscheuchung der Vögel, und in der Hand mit einem krummen gross. Gärtner Messer. Wo gute Ziegen= und Schafweide, und Honigbau war, wurd' er verert. Paus. 9 31.

 

[IIa-02-1783-2035]
Die Mephitis hies eine Göttin wider den ungesunden Geruch.

 

[IIa-02-1783-2036]
Man pflegte die Mutter des iungen Apis in einem Stalle neben seinem.

 

[IIa-02-1783-2037]
Nur selten opferte man die Tiere ganz; einigen Göttern nur trächtige and. noch nie getragen habende.