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Faszikel IIa-04-1783-1784
 

Transkription und digitale Edition von Jean Pauls Exzerptheften

Vorgelegt von: Sabine Straub, Monika Vince und Michael Will, unter Mitarbeit von Christian Ammon, Kai Büch und Barbara Krieger. Universität Würzburg. Arbeitsstelle Jean-Paul-Edition (Leitung: Helmut Pfotenhauer)

Förderung: Fritz Thyssen Stiftung (11/1998-12/2000) und Deutsche Forschungsgemeinschaft (01/2001-12/2005)
Projektleitung: Michael Will
Gesamtleitung: Helmut Pfotenhauer

Transkriptionsgrundlage: Nachlass Jean Paul. Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz. Fasz. IIa, Reihe "Geschichte", Bd. 4

Bearbeitungsschritte:
06.07.2000 MIWI Beginn Transkription
30.07.2000 MIWI Abschluss der Transkription
00.09.2000 MIWI Autopsie Berlin
09.03.2003 MIWI Konvertierung von WORD in XML/TEIXLITE
08.12.2003 ST Fertigstellung der Anpassung von WORD in XML/TEIXLITE
09.02.2004 CA/ST Korrektur des angepassten Bandes
30.03.2004 MIWI Zweitautopsie Berlin
14.05.2004 MIWI Vorabveröffentlichung aufbereitet
27.09.2004 MIWI Korrektur griechische Zeichen, neue Absatz-Ids
01.11.2005 MIWI Revision und Vorbereitung Online-Update
21.04.2010 CMC Zweites Online-Update

 

[Titelblatt]

Geschichte.

Vierter Band.

1783.

 

[Manuskriptseite ohne Seitenzählung]

[IIa-04-1783-1784-0001]
Hausgottesdienst - Mondbrüche
Hausgottesdienst - Mondbrüche] Transkription der Seite "0" Berlin 19/09/00 - Gewehrfabrik - Leichenwache - Sat= und Brodkorn - das Troknen od. Pressen der Kräuter - Graduirter - der mathematische Stuhl des Sanktorius - Generalbas - Partitur - Bundeslade - Sezkunst - Missionsberichte - Vorläufer Iohannis - Revenüen - Pagenkorps - Laborante - Hüttenrauch od. Arsenik - Brechbecher - Mittelsalze - Spiritus apoplecticus virorum, - mulierum, Schlagwasser für Manspersonen, für Frauenspersonen - Filtrirhut =teller - fermentisch siegeln heist den Hals der Phiole zuschmelzen - aqua magnanimitatis - Couragewasser - Viktualien - Macherlohn, Dienstlohn - Blechhandschuhe - Armschienen, Beinschienen - Stazionsgeld - Seidenbau -Bienenbücher - Gedächtnisrede - das Buch mit und ohne Kupfer auf Schreib= und auf Drukpapier - Nazionalschulden - königliche Tafel= und Kammergüter - Annalen - Turnier - Leichenzeremonien - Elektrisirmaschine - Zukkermühle - Brieftaxe - reitende Boten - hole und volle Mondmonate - Sontagsbuchstabentafel - Wochenbuchstabe - Geburtsiahr Christi - erbliche und persönliche, Länder= Erbschafts= Gedächtnis= Amtswappen - Tinktur der heraldischen Figuren - lapidarische Styl - hängende Siegel - Drachenköpfe - Freitisch - Schulkasse =visitazion - ???????????? schreiben - Kalli= Tachy= Chryso= (mit goldnen Buchstaben) graphen - Begräbnislampen - Habsuchtsbinde - Patronatsrecht - Hellwigs Kriegsspiel - Dreifus - der Antikentempel zu Sanssouci - Siegelring - Öhl= und Wasserfarben - Streitwagen - Gynäzeen - Ruderbank - Koch= od. Dampfmaschine - Taschenformat - Balbiertag - Hausirgeld - Sturmleiter - Mauerbrecher - Augenbad - Tobaksklystiermaschine (die Schäfferische ist die beste) - trokne u. nasse Schröpfköpfe - Gurgelwasser - ein Tropfbad - Marschalsstab - Höllenstein - Wundpinsel -

 

[Manuskriptseite 1]

[IIa-04-1783-1784-0002]
Furleute kleiden sich wie Postknechte und mit einem Posthorn; um den Zol zu defraudiren; müssen dah. von einem gekauften Kleid eines Postillions die blauen Aufschläge, weisse Borten und die Klappe wo die Schnur des Posthorns hängt, abnemen.

 

[IIa-04-1783-1784-0003]
Die französischen Postillons haben eine Knalpeitsche stat eines Posthorns.

 

[IIa-04-1783-1784-0004]
Das Licht, das zum Nuzen leuchtet, entzündet, vernachlässigt, das Haus zum gross. Feuer.

 

[IIa-04-1783-1784-0005]
Wenn man die Bökke in einen engen Stal sperret, können sie nicht stossen.

 

[IIa-04-1783-1784-0006]
Langsam steigende und langsam sich senkende Gebürge versprechen Ausbeute. Geschwind - nicht.

 

[IIa-04-1783-1784-0007]
Der Fürst besizt in Rüksicht auf die Münzmetalle, besond. des Golds und Silbers das Vorkaufsrecht.

 

[IIa-04-1783-1784-0008]
Nur Gold und Silber wachsen gediegen d. h. in Körnern od. adernweise; die and. Metalle vererzen sich d. h. ihre Metalheit liegt in mineralischen fremden Materien verstekt und man nent sie Erze: auch unendle gediegen. Blumenbach

 

[IIa-04-1783-1784-0009]
Der Magnet zieht nur das strengflüssigste härteste Metal an, kein Gold.

 

[IIa-04-1783-1784-0010]
Ein gleichtönender Klang ist das Zeichen eines guten Schmelztiegels.

 

[IIa-04-1783-1784-0011]
Auf der Probier= od. Kornwage (beim Wardiren, Probiren der Metalle) wiegt ein Zentner soviel wie sonst ein Quentgen; demungeachtet hat man auch halbe Quentgen.

 

[IIa-04-1783-1784-0012]
Bliksilber ist am Rande am reichsten, in der Mitte am ärmsten.

 

[IIa-04-1783-1784-0013]
Die Goldschmiede samlen alles abgefeilte Silber und das Stubenauskericht täglich mit dem Besen zusammen.

 

[IIa-04-1783-1784-0014]
Der Brustschurz dient dem Goldarbeiter, die abgefeilten Goldspäne aufzufangen.

 

[IIa-04-1783-1784-0015]
Der Goldschmied bearbeitet meist Silber; der Goldiuwelier Gold.

 

[IIa-04-1783-1784-0016]
Der Goldschmid mus auf den Boden des Gefässes seinen Namen, des zu verhütenden Betrugs wegen, prägen und der Altmeister schneidet daneben mit dem Grabstichel eine Zikzaklinie (Schwiebelirstrich) als ein Vidimus ein und diesem fügt er noch das Stadwappen bei. Die ausgestochne Späne verwart ders. von iedem Goldschmiede besonders in einer Büchse, welche er alle Monate kapellirt.

 

[IIa-04-1783-1784-0017]
Das Gold, obschon das schwerste Metal, zu Goldblätgen geschlagen wird vom Atem aufgeweht.

 

[IIa-04-1783-1784-0018]
Die Härte des Eisens macht es, daß sich von ihm alle Metalle feilen, schm schmieden und ziehen lass. müssen.

 

[IIa-04-1783-1784-0019]
Bei Schmiedung gross. Stükke richten sich alle Schläge der schweren Hämmer nach dem Schlage des kleinen Hammers, mit dem der Meister die zuschmiedende Stelle anzeigt

 

[Manuskriptseite 2]

[IIa-04-1783-1784-0020]
Nach Chambert lassen die Sinesen Eulen, Wölfe und Tyger in den Wäldern erschallen und richten Galgen und Räder auf, um in den Gärten fürchterliche Szenen vorzustellen, abgeleg. Orte mit koloss. Figuren von Drachen und Furien. Raubvögel, Torturwerkzeug in Wäld., Tempel für die Gött. der Rache, steiner. Pfeil. mit Beschreibung schreklicher u. grausam. Begebenheiten.

 

[IIa-04-1783-1784-0021]
Die Engländer haben in ihren Gärten geschlängelte Gänge stat gerader Alleen.

 

[IIa-04-1783-1784-0022]
Man tadelt an den Engländern daß man aus einem prächtigen Landsize auf einmal in eine wilde Gegend trit.

 

[IIa-04-1783-1784-0023]
In d einem englischen Park trift man oft auf einmal ägyptische Obelisken, griechische Tempel, römische Monumente, gothische Türme, und sinesische Pavillons in geringer Entfernung an.

 

[IIa-04-1783-1784-0024]
Die Eremitage bei Bareuth hat um sich Wildnis; die Häusergen, wo sonst vorneme Hofleute wonten, sehen von auss. wie Klaftern Holz aus; trit man ab. in die Einsiedelei

 

[IIa-04-1783-1784-0025]
hinein so findet man im sinesischen Geschmakke möblirte Zimmer, Vergoldungen.

 

[IIa-04-1783-1784-0026]
Die meisten Schmetterlinge durchbrechen, wenn sie die Puppe verlassen, die harte Erde one et. von ihrer Schönheit zu verlieren.

 

[IIa-04-1783-1784-0027]
Die Stalaktitenpfeiler in der Tropfhöle bei Slains im nördlichen Schotland entstehen von Tropfen.

 

[IIa-04-1783-1784-0028]
In Iava kriechen die Leute oft auf die höchsten Bäume in der Hize, um eine gemässigtere Luft zu geniessen.

 

[IIa-04-1783-1784-0029]
Ein Baum vol Früchte und singender Vögel.

 

[IIa-04-1783-1784-0030]
In Klein's Klassifikazion stehen nebeneinander Kamel und Faultier, Maulwurf und Fledermaus; Vielfras und Affen.

 

[IIa-04-1783-1784-0031]
Die Nester der gröss. Raubvögel sind roh, von Stekken und Zweigen zusammengesezt; wenige bauen auf dem Boden.

 

[IIa-04-1783-1784-0032]
Der Weih und manche Falken durchschneiden die Lüfte, one die Flügel zu bewegen zu scheinen. - Die Elsterartigen Vögel fliegen schnel, mit häufiger Bewegung der Flügel.

 

[IIa-04-1783-1784-0033]
Nur 1 Pedal alzeit, ab. oft sind an die 5. Manuale in der Orgel da.

 

[IIa-04-1783-1784-0034]
Mit Einem Drukke 2 Klaviere auf einmal drükken, heist die Ver=Koppelung.

 

[IIa-04-1783-1784-0035]

Die Orgelpfeifen müss. sowol schönen Klang als schöne Gestalt haben.

 

[Manuskriptseite 3]

[IIa-04-1783-1784-0036]
Der Vogelgesang ist ein altes Register von 3 Pfeiffen, die in einem Wasserkasten stehen; sie werden von oben angeblasen und schreien im Wasser einen gurgelnden Ton aus, wie die Eulentöpfe der Kinder.

 

[IIa-04-1783-1784-0037]
Die Menschenstimme geht am angenemsten zugleich mit den schwachen Tremulanten gezogen.

 

[IIa-04-1783-1784-0038]
Von dem Buche wird erst das Werk, dan Register, Titel und Vorrede abgedrukt

 

[IIa-04-1783-1784-0039]
Die Feile verwandelt alle Metalle in Staub.

 

[IIa-04-1783-1784-0040]
Die Schermesser schleift man anfangs auf Stein, dan auf Leder; zum schärfsten Schleifen gehören nicht die härtesten die Mittel.

 

[IIa-04-1783-1784-0041]
Weiches Eisen ist gut zu schmieden und schlecht zu poliren.

 

[IIa-04-1783-1784-0042]
Ein Feuergewer stöst, wenn man es überladen.

 

[IIa-04-1783-1784-0043]
Han und Pfanne sind an der Windbüchse nur blind.

 

[IIa-04-1783-1784-0044]
Im Froste gehen die Uren des verkürzten Pendels wegen geschwinder; Wärme, verlängerten, träger.

 

[IIa-04-1783-1784-0045]
Die englischen Taschenuren haben 2 Futteralgehäuse, man zieht sie am Boden auf und die Stelscheibe ist an sich drehbar; die französischen zieht man am Zifferblatte auf, dadurch erspart man ein Gehäuse. Stelscheibe unbeweglich, Zeiger beweglich.

 

[IIa-04-1783-1784-0046]
Die Turmuren werden vom Wetter mer und früher geändert als Taschen.
Taschen.] Punkt auf der Seite 5!

 

[IIa-04-1783-1784-0047]
Wenn der Gang einer Ur bei allem Wechsel ihrer Lagen gleichförmig bleibt, so ist sie gut. Bald so tragen das Glas gegen den Leib, bald den Boden p.

 

[IIa-04-1783-1784-0048]
Die Pflaume verbirgt ihre Unzeitigkeit unter dem Reif.

 

[IIa-04-1783-1784-0049]
Scharfrichter in England verrichtet verlarvt sein Amt.

 

[IIa-04-1783-1784-0050]
Eine gegossene und ehedem vergoldete Sache, die man versilbern wil nimt eher kein Silber an als bis alles alte Gold weggeschaft worden.

 

[IIa-04-1783-1784-0051]
Man dreht Brustbilder von Prinzen in die zinnenen Dekkel der Bierkrüge ein.

 

[IIa-04-1783-1784-0052]
Das Silber macht den Lappen, der es blank macht, schwarz.

 

[IIa-04-1783-1784-0053]
Eine zudikke Glokke sumt blos; eine von durchgängig gleicher Weite und Dikke klingt nur dumpf. - Mit Flügeldekken kan man nicht fliegen.

 

[IIa-04-1783-1784-0054]
Büffon: die Vögel sehen besser als die vierfüssigen Tiere. Die Vögel, die schnel fliegen sehen besser als andre, die langsam fliegen. So auch bei den vierfüssigen Tieren: das Faultier bewegt sich langsam und hat ein schwaches Gesicht

 

[Manuskriptseite 4]

[IIa-04-1783-1784-0055]
Der Adler kan sich zur Zeit des Sturms üb. die Wolken hinausschwingen und heitre Luft geniessen. Die Eulen fress. Fledermäusse und Phalänen.

 

[IIa-04-1783-1784-0056]
Die gross. Wanderschaften sind unter den vierfüssigen Tieren seltner als unter den Vögeln. eb.

 

[IIa-04-1783-1784-0057]
Die grossen Vögel haben die schlechteste Stimme.

 

[IIa-04-1783-1784-0058]
Wenn zwo Personen, einer vom Turm, der a. unten auf der Strasse, mit einander reden wollen, so mus der erstere stärker schreien als der andre.

 

[IIa-04-1783-1784-0059]
Bei den Tieren, die man zam macht und einzusperren pflegt, verlieren sich die schönen Farben almälig. Büffon.

 

[IIa-04-1783-1784-0060]
Die Vögel können früher gehen als fliegen.

 

[IIa-04-1783-1784-0061]
Die * vierfüssigen Tiere fressen keine Insekten.

 

[IIa-04-1783-1784-0062]
Die Vögel verschlukken aus Mangel des Geschmaks, ihre Speise, one sie zu kosten - daher vergiften sie sich so leicht.

 

[IIa-04-1783-1784-0063]
Fritsch teilt die Vögel nach ihrer Narung ein.

 

[IIa-04-1783-1784-0064]
Die Zäne ersezt den Vögeln der Magen; durch die kleinen Kiesel, die sie mit den Körnern verschlukken, pflanzen sie gleichs. Zäne in den Magen. Büffon.

 

[IIa-04-1783-1784-0065]
Die iungen Enten können früher schwimmen als fliegen.

 

[IIa-04-1783-1784-0066]
Cherubine sind nicht wie man sonst glaubte, Engel, sond. Pferde. Exzerpt. 9. B. S. 75
Exzerpt. 9. B. S. 75] einer der ersten Exzerpt-internen Querverweise: JP exzerpiert hier erstmals seine eigenen Exzerpte - auch einige der nachfolgenden Einträge rekurrieren auf 1b09

 

[IIa-04-1783-1784-0067]
Die Bildsäule {Pandora} des Kondillak hatte anfangs nur den Sin des Geruchs.

 

[IIa-04-1783-1784-0068]
Ägyptische Zauberer waren nur Taschenspieler.

 

[IIa-04-1783-1784-0069]
Paulus hat seine Schriften nicht eigenhändig geschrieben

 

[IIa-04-1783-1784-0070]
Manche der ersten Christen wurden one Grund zu Märtyrern.

 

[IIa-04-1783-1784-0071]
Heist die Heroldskanzlei zu einer Entzifferungskanzlei machen.

 

[IIa-04-1783-1784-0072]
Die Teile des Gehirns der Vögel haben eine verkerte Lage.

 

[IIa-04-1783-1784-0073]
Dem Vogel im Bauer Schnabel und Krallen abkürzen, damit er stehen und fressen könne.

 

[IIa-04-1783-1784-0074]
Die Raubvögel haben alle einen krummen Schnabel.

 

[IIa-04-1783-1784-0075]
Sind nicht ser fruchtbar; sind nicht gesellig.

 

[IIa-04-1783-1784-0076]
Büffon: die Fruchtbarkeit der Tiere nimt mit ihrer Kleinheit zu.

 

[IIa-04-1783-1784-0077]
Der Löwe und der Adler verzeren ihr Wildpret nie ganz, lass. immer für and. Tiere etwas liegen.

 

[IIa-04-1783-1784-0078]
Ein Adler bauet für seine ganze Lebenszeit ein Nest.

 

[IIa-04-1783-1784-0079]
Bei den Adlern erstikt man den Parungstrieb, die iagen sollen, durch Purgirmittel.

 

[Manuskriptseite 5]

[IIa-04-1783-1784-0080]
Ein zur Iagd abgerichteter Adler fält gern kleinere Raubvögeln an, was er im freien Zustand nicht tut.

 

[IIa-04-1783-1784-0081]
Der Hasenadler läst grosse Steine aus der Luft in die Gebüsche fallen, um die Hasen aufzusprengen. - Den Rauch in der Speise schmekken.

 

[IIa-04-1783-1784-0082]
Eine Stükkugel, die nicht glat ist, geht nicht so weit.

 

[IIa-04-1783-1784-0083]
Bacchus war der Schuzgot des Drama und der Bouteille; der Schlaf wurde, um Eingebung, und um Erleichterung für einen Betrunknen angeruffen.

 

[IIa-04-1783-1784-0084]
Der Geieradler hat einen längern Schwanz und kürzere Flügel als der Adler.

 

[IIa-04-1783-1784-0085]
Alle Geier behalten wenn sie rufen, ihre Flügel ausgebreitet.

 

[IIa-04-1783-1784-0086]
Mer die vierfüssigen als gefiederten Raubtiere greifen den Menschen an.

 

[IIa-04-1783-1784-0087]
Im Fluge scheinen die Flügel des Hünergeiers unbeweglich zu sein; nur der Schwanz bewegt sich ser.

 

[IIa-04-1783-1784-0088]
In den finstersten Zeiten erfand man die nüzlichsten Dinge.

 

[IIa-04-1783-1784-0089]
Beim Begräbnisse eines gross. Pairs wirft man die zerbrochenen Stäbe und Erenzeichen ins Grab.

 

[IIa-04-1783-1784-0090]
Die Polizei hält eine Mumie in einem Sargänlichen Kasten für einen erdrosselten Menschen, bis sie ihr Besizer reklamirt. Chronolog. 11. B. S. 186 p.

 

[IIa-04-1783-1784-0091]
Blaue Geseze der Puritaner: am Sontag ist verboten spazieren zu gehen, auszufaren, S. 369 zu waschen, das Bette zu machen, sich zu kämmen, zu rasiren; kein Weib darf daran ihr Kind küssen od. bei ihrem Man schlafen S. 369. Eine Äre auf des Nachbars Gut zerdrükt ist Diebstal; S. man kan üb. keinen Flus sezen ausser in einem privilegirten Bot; wer den Wein liebt, erhält einen Vormund S. 370. Geistliche dürfen nicht schulhalten S. 371. Alle lustige Instrumente sind verboten, ausser Posaune und Harfe; die Obrigkeit willigt, stat der Eltern, in die Heurat des Kindes 372.

 

[IIa-04-1783-1784-0092]
Franklin: die eisernen Anker und Bänder, womit man das Holz und Mauerwerk befestigt, ziehen den Bliz an sich.

 

[IIa-04-1783-1784-0093]
Ein zu hohes Dach dekt der Sturmwind leicht ab; zu flache drükt und verzert der Schnee. - Dikke Saiten halten die Spannung am wenigsten aus.

 

[IIa-04-1783-1784-0094]
Gewönlich macht man die obern Stokwerke niedriger und die unteren höher.

 

[IIa-04-1783-1784-0095]
Zwischen 2. Fenstern Spiegel und Tisch.

 

[IIa-04-1783-1784-0096]
Von der mitlern Haustür müss. auf beiden Seiten gleich viel Fenster angebracht sein. Astlose Hölzer sind für Tischer am besten.

 

[IIa-04-1783-1784-0097]
Es unterhält die Nordseite an einem Tannenspane (als Steg) den Nachklang der Saiten im Resonanzboden länger als der von der Mittagssonne ausgetroknete Teil d*…* *…*.

 

[Manuskriptseite 6]

[IIa-04-1783-1784-0098]
Der Klaviermacher mus die ware Saitennummer auf iede Taste schreiben

 

[IIa-04-1783-1784-0099]
Bei warmer und trokner Witterung spielen die Klaviere gröber

 

[IIa-04-1783-1784-0100]
Im Herbst und Früling mus man sie herunterstimmen wenn sie nicht zerspringen sollen.

 

[IIa-04-1783-1784-0101]
Die Saiten mit Tuch durchflechten und dämpfen.

 

[IIa-04-1783-1784-0102]
Der Plaz unter den Tasten ist ler.

 

[IIa-04-1783-1784-0103]
Eine alte ausgespielte Geige, die unlakirt ist, sezt die Bebungen besser fort.

 

[IIa-04-1783-1784-0104]
Wenn man alle 7 od. 8. Löcher der Querflöte zudrükt, klingt sie am gröbsten.

 

[IIa-04-1783-1784-0105]
Ein Ris in einer Flöte macht sie der tiefen Töne o unfähig.

 

[IIa-04-1783-1784-0106]
Da die Universitätskirche zu Wittenberg neu gemalt und vergoldet wurde, lies man auch das alte Bildnis von Luther frisch aufmalen. Beschreibung einer Reise durch Deutschl. und die Schweiz im I. 1781. 1 B. S. 27.

 

[IIa-04-1783-1784-0107]
P. Labat erzält von einem gewiss. Kloster daß man zu die Frühmetten blos eingeläutet um die Nachbarschaft zu erbauen, nicht gehalten.

 

[IIa-04-1783-1784-0108]
Es kan kein neuer Altar geweihet werden, one daß in denselben Reliquien gelegt werden.

 

[IIa-04-1783-1784-0109]
In alten Städten gehen die Gassen krum wie englische Alleen

 

[IIa-04-1783-1784-0110]
Vor dem Altar der Lorenzkirche zu Nürnberg hängt vom Gewölbe ein schweres hölzernes Kunstwerk, in einem Sak, der Vergoldung wegen herunter. Nikolai S. 215.

 

[IIa-04-1783-1784-0111]
Die Fleischbänke riechen ekelhaft und sind unreinlich.

 

[IIa-04-1783-1784-0112]
In Nürnberg darf der Hochzeitgast kein Hochzeitgeschenk geben wenn er seine Zeche bezalt, heist Zalhochzeit. S. 235.

 

[IIa-04-1783-1784-0113]
Ein armer Man hatte in Nürnberg sein Kind selbst begraben; es muste wied. ausgegraben und nach der Form beerdigt werden. S. 237.

 

[IIa-04-1783-1784-0114]
Die gr Ratsherren in Reichsstädten haben sich den Bart abscheren lass. und den Kragen behalten, der doch nur f erfunden war, damit das Kleid vom Bart und Haupthar nicht beschmuzt würde. S. 246.

 

[IIa-04-1783-1784-0115]
Die Ratsherren zu Frankfurt am Main erschienen auf den einen Bal paré vom Prinzen Soubise 1757 eingeladen mit gross. Quarreeperüken und langen Talaren

 

[IIa-04-1783-1784-0116]
Wo man die Brillen noch schleift one die Gläser nas zu machen, kan man vor Glasstaub nicht bleiben.

 

[IIa-04-1783-1784-0117]
Die Ente Vaukansons bewegt die Flügel, schreiet, schlukt Körner hinunter und giebt sie durch den Hintern verdaut wieder von sich.

 

[Manuskriptseite 7]

[IIa-04-1783-1784-0118]
Der Flötenspieler des Vaukansons hat den Atem nur zum Blasen.

 

[IIa-04-1783-1784-0119]
Durch einen Blasebalg zieht die gedachte Ente die Körner in den Hals, die nicht in ihren Leib kommen. Im Hintern ist schon eine st än verdauten Speisen änliche Masse zurechtgemacht, die hinausgedrükt wird. Nikolai. 5. 284.

 

[IIa-04-1783-1784-0120]
In Nürnberg dürfen die Iuden nur mit einem alten Weib herumgehen.

 

[IIa-04-1783-1784-0121]
Nach einigen Kirchenvätern fängt die Verbrennung der Welt um Mitternacht an.

 

[IIa-04-1783-1784-0122]
Die Töne aller Seevögel sind unharmonisch und rauh.

 

[IIa-04-1783-1784-0123]
Aikin: Ob der Löwe gleich nie Europa recht bewont hat, hat er doch einen vorzüglichen Plaz in den europäischen Wappen; vielleicht hat ihn Homer so beliebt gemacht.

 

[IIa-04-1783-1784-0124]
Nach Zelsus und Kolumella machen die Bienen aus Morgentau den Honig.

 

[IIa-04-1783-1784-0125]
Älian: wenn den ägyptischen Fröschen eine Wasserschlange begegnet, nemen sie ein Stük Ror der Queere ins Maul; so kan sie die Schlange nicht verschlingen.

 

[IIa-04-1783-1784-0126]
Das grüne und schwarze Glas ist am dauerhaftesten und widersteht fressenden Dingen am meisten. - Der Saphier verliert im Feuer nichts als die Farbe.

 

[IIa-04-1783-1784-0127]
Nachtkugeln vol Queksilbers, die Nachts zum Besehen der Ur leuchten; gebogne und leuchtende Nachtschlangen mit Queksilber.

 

[IIa-04-1783-1784-0128]
Das beste Glas zu Sehgläsern bekomt man aus den Scherben der zerbrochnen venezianischen Spiegel, die schon geschliffen sind.

 

[IIa-04-1783-1784-0129]
Einen Holspiegel, der brent kan man auch aus Holz machen, das man übergoldet.

 

[IIa-04-1783-1784-0130]
Die kleinen Vergrösserungsgläser vergrössern am meisten.

 

[IIa-04-1783-1784-0131]
Ie mer man das Fernglas verlängert, desto mer vergrössert es die Sachen.

 

[IIa-04-1783-1784-0132]
Manche Edelgesteine ziehen Spreu an.

 

[IIa-04-1783-1784-0133]
Der Elektrisirer sch läst sich geduldig schlagen, um Versuche zu machen.

 

[IIa-04-1783-1784-0134]
Die Isländer nennen in der Fasten (aus Scherz) nicht einmal das Wort Fleisch. Olafsens und Povelsens Reise durch Island.

 

[IIa-04-1783-1784-0135]
Die Füchse hängen sich an die Wolle eines Hammel fest und lass. sich fortschleppen, bis sie {er} ermüdet; beiss. ihm dan ein Loch in die Kele und trinken das Blut mit zugemachten Augen. Ist der Hammel zu stark, so wird der Fuchs zu Tode geschleift und mannigmal hängen einem Hammel merere Fuchsgerippe in der Wolle. eb.

 

[IIa-04-1783-1784-0136]
Der Rabe lauert auf die Schafe, wenn sie gebären sollen, da er denn die Augen der neugebornen, sobald nur der Kopf ans Tageslicht gekommen, aushakt. eb. Giftige Farben

 

[IIa-04-1783-1784-0137]
Die Flamme eines Talglichts, die man durch ein Löthror umbiegt, brent scharf und schmelzt Glas: gekrümte Flammen also p.

 

[IIa-04-1783-1784-0138]
Die flachen Diamante {Köpfe} schleift man zu Herzen.

 

[Manuskriptseite 8]

[IIa-04-1783-1784-0139]
Die Radirnadel und der Grabstichel machen den Pinsel des Malers unsterblich.

 

[IIa-04-1783-1784-0140]
Bildhauer macht sich vorher sein Model aus weichem Wachs, eh' ers im harten Stein ausbildet.

 

[IIa-04-1783-1784-0141]
Der Münzstempel ist von Eisen; es giebt dem Golde Gepräg.

 

[IIa-04-1783-1784-0142]
Die Stükke des Shakespear's gefielen auch zu einer Zeit, wo gar keine Dekorazion war.

 

[IIa-04-1783-1784-0143]
Nicht alle Lumpen geben gleiches Papier; holländische Leinwand feines Postpapier; wolne Lumpen Löschpapier; Bauernhemde Konzeptpapier.

 

[IIa-04-1783-1784-0144]
Alle Karten müss. auf dem Rükken einander gleich sein.

 

[IIa-04-1783-1784-0145]
Den ersten Buchstaben sezt man in das weisse Feld eines Buchdrukkerstoks.

 

[IIa-04-1783-1784-0146]
Die Wurzeln wachsen in dem Verhältnisse an, als man die Äste wegschneidet.

 

[IIa-04-1783-1784-0147]
Man hat Trauer ab. keine Freudenkleider.

 

[IIa-04-1783-1784-0148]
Der Hund reist sich von der Kette los, schlept sie ab. noch nach.

 

[IIa-04-1783-1784-0149]
Eine weise Frau bedient man sich das Gestolne und die Gesundheit wieder zu erhalten.

 

[IIa-04-1783-1784-0150]
Sidrophel nam einen papiernen Hünergeier, mit einer papiernen Laterne mit Licht am Schwanz, für den Saturn. Hudibras 6. Gesang.

 

[IIa-04-1783-1784-0151]
Parazelsus verwart in seinem Degenknopf nach den Alchymisten den Stein der Weisen, nach dem Na Naudäus solches Laudanum, wovon er immer etliche Doses bei sich getragen.

 

[IIa-04-1783-1784-0152]
Anaxagoras hielt die Sonne für ein glühendes Eisen, so gros wie Griechenland.

 

[IIa-04-1783-1784-0153]
Empedokles: Der Himmel erhalte sich nur durch seine Umdrehung in der Höhe.

 

[IIa-04-1783-1784-0154]
Plato: Sonne und Mond stünden niedriger als andre Planeten.

 

[IIa-04-1783-1784-0155]
Bodinus sagt in Met. Hist. p. 325. von Kardanus: Putat Cardanus ab extrema cauda maioris ursae, omne magnum imperium pendere; darnach er den Schwanz gegen die Sonne auf= od. niederbewegt, so die Reiche auf und nieder.

 

[IIa-04-1783-1784-0156]
Wunden von hinten sind unrümlich.

 

[IIa-04-1783-1784-0157]
In den Zeiten der Unwissenheit wurden Angeklagte, die nicht lesen konten, gehangen; musten ab. noch vor der Hinrichtung einen Psalm singen, wenigstens singen hören.

 

[IIa-04-1783-1784-0158]
Die römischen Kerkermeister wurden, wenn sie schliefen, an ihre Gefangne angeschlossen.

 

[IIa-04-1783-1784-0159]
Bei den alten Kampfspielen schlugen sich die Adelichen mit Lanze und Degen, der Pöbel mit Säkken vol Erde od. Sand an Stökken festgemacht.

 

[Manuskriptseite 9]

[IIa-04-1783-1784-0160]
Die holländischen Frauen sollen Misgeburten zur Welt bringen, weil sie unter ihre Rökke immer Fuswärmer sezen.

 

[IIa-04-1783-1784-0161]
Iohan von Leiden wurde mit seinen Anhängern in Münster 1556, tod, an dem höchsten Turm, in eisernen Kefigen aufgehangen. Er, als König, höher als die anderen.

 

[IIa-04-1783-1784-0162]
Der Vorname Heilig ward Strassen, Kirchen, Kirchspielen und den Aposteln Christi benommen, als Pennington Lordmaire war, das dauerte bis 1660.

 

[IIa-04-1783-1784-0163]
Man bindet dem armen Sünder erst die Augen zu, eh' man ihn köpft od. von der Leiter stöst.

 

[IIa-04-1783-1784-0164]
Das Fest Exaltationis Papae feierte man sonst zu Rom durch folgendes Pferderennen: man befestigte hinten auf dem Kreuz der Pferde ein Stük Blech, welches unten mit Spizen versehen war, und das die geringste Bewegung des Pferds aufhob. Bereuter hielten das Blech und liess. es auf ein Zeichen niederfallen. Ie mer die Pferde, ranten, ie mer wurden sie gestochen. Am Ende der Renban hoben andre das Blech weg.

 

[IIa-04-1783-1784-0165]
Panurgus, beim Rabelais, sagt: er höre viel deutlicher, wenn er die Brillen aufhabe.

 

[IIa-04-1783-1784-0166]
Die Oren den Meineid der Zunge entgelten lassen.

 

[IIa-04-1783-1784-0167]
Wenn man einen Ritter degradirt, nimt man ihn die güldnen Sporen und zerbricht seinen Degen. - Biber entmannet sich, um nicht gefangen zu werden.

 

[IIa-04-1783-1784-0168]
Ehe bei den Alten die Leiche weggetragen wurde, rief man sie noch einmal mit Namen und sagte ihr das lezte Lebewol.

 

[IIa-04-1783-1784-0169]
In Tessalien fress. die Hexen den Toden, unter Tiergestalten die Gesichter ab; der, der sie bewacht, mus mit seinen eignen Gliedern dafürstehen. Goldne Esel des Apuleius.

 

[IIa-04-1783-1784-0170]
Iener im goldnen Esel wurde stat in einen Uhu in einen Esel verwandelt

 

[IIa-04-1783-1784-0171]
Die Kanzel mus in der Kirche gut erleuchtet sein. Die gemeinen Leute wollen dem Prediger gerne nahe sein und ihn sehen.

 

[IIa-04-1783-1784-0172]
Sonst liess. die Gross. in Rom zum Vergnügen kleine schöne Kinder nakt in ihren Zimmern spielen.

 

[IIa-04-1783-1784-0173]
Tänzern Masken üb. den ganzen Leib hängen wodurch sie in Zwerge verwandelt werden.

 

[IIa-04-1783-1784-0174]
In Frankreich gefält die Parodie oft mer als das Schauspiel.

 

[IIa-04-1783-1784-0175]
Man läst sich von berümten Gelerten eine Vorrede machen.

 

[IIa-04-1783-1784-0176]
Flaches Pflügen zerschneidet die Wurzeln des Unkrauts nicht.

 

[Manuskriptseite 10]

[IIa-04-1783-1784-0177]
Beim tiefen Pflügen verweht der Wind den Samen nicht, die iunge Sat legt sich nicht so leicht um. - Man schiert die Schafe beim warmen Wetter.

 

[IIa-04-1783-1784-0178]
Der Flegel zerquetscht viel Korn.

 

[IIa-04-1783-1784-0179]
Die faulen Pferde mus man wegen der Peitsche rechts spannen.

 

[IIa-04-1783-1784-0180]
Das Mos läst auf den Wiesen kein Gräsgen durch.

 

[IIa-04-1783-1784-0181]
Der Mittelzukker zukkert besser als der feine, weil er mer Syrup hat.

 

[IIa-04-1783-1784-0182]
Die Engländer treten die feine Wolle in Urin und Schweinskot, um ihr natürliches Fet wegzubringen.

 

[IIa-04-1783-1784-0183]
Gepfropfte weisse Maulberbäume geben die beste Seide; kurz vor dem Einspinnen giebt man den Seidenraupen schwarze Maulberbaumblätter.

 

[IIa-04-1783-1784-0184]
Man selt malt die Engel auch als Köpfe in den Wolken.

 

[IIa-04-1783-1784-0185]
Die Kinder erschrekt man mit Larven.

 

[IIa-04-1783-1784-0186]
Der Kot des Menschen stinkt nur, wenn er ihn von sich giebt.

 

[IIa-04-1783-1784-0187]
Die starken Gerüche der Tiere {Menschen} sind am Hintern {Kopfe}, gute und böse.

 

[IIa-04-1783-1784-0188]
Die getriebne Arbeit ist die äussere Umkleidung des Bechers des Zopyrus;, welcher herausgezogen und hineingesezt wird und genau ins Futteral past. Winkelmans Ges. d. K. Band II. S. 775.

 

[IIa-04-1783-1784-0189]
Die Griechen stelten die Statüen ihrer Helden nakt dar, die Römer bekleideten und bepanzerten sie.

 

[IIa-04-1783-1784-0190]
Ie schlechter die Münzen des 3. Iarhunderts an Gehalt und Gepräge sind, desto öfter findet sich die Göttin Moneta darauf. S. 863.

 

[IIa-04-1783-1784-0191]
Göttinnen erlangen die verlorne Iungferschaft im Brunnen Kanathus wieder; manche werden säugend vorgestelt.

 

[IIa-04-1783-1784-0192]
Die sonderbare Vorstellung der Satyren ist vielleicht aus der Bekleidung der rohen Menschen mit Tierhäuten entstanden. Ziegenfel z. B. Samlung antiquarischer Aufsäze von Heyne. 2. B. S. 58.

 

[IIa-04-1783-1784-0193]
Die Silenen waren nichts als alte Satyri, das, was wir nun Fauni nennen; die iungen Satyri sind dah. unsre iunge Faunen.

 

[IIa-04-1783-1784-0194]
Winkelman: die Athleten hatten geschwolne Oren.

 

[IIa-04-1783-1784-0195]
Ie mer die Winde blasen und stürmen, desto geschwinder färt das Schif.

 

[IIa-04-1783-1784-0196]
Eine glänzende Haut ist nicht selten die Dekke einer Krankheit.

 

[IIa-04-1783-1784-0197]
Die Frau sieht aus den Enden der Lichter, wenn das Gesinde sich niedergelegt.

 

[Manuskriptseite 11]

[IIa-04-1783-1784-0198]
Bei kaltem Essen kan das Geschir mit kaltem Wasser gewaschen werden.

 

[IIa-04-1783-1784-0199]
Als die Priesterin Sylvia Mutter ward haben die Bildsäulen der Vesta vor Scham ihre iungfräulichen Hände vor die Augen.

 

[IIa-04-1783-1784-0200]
Iezt wirds uns schwer, eine Bild Vestalin von einer Vesta selbst zu unterscheiden.

 

[IIa-04-1783-1784-0201]
Das Geweih, das dem Hirschen den Widerstand erleichtert, erschwert ihm das Fliehen. Der fliehende gebraucht die Waffen nicht nur nicht, wirft sie auch weg.

 

[IIa-04-1783-1784-0202]
Grosse Bäume am Haus ziehen Fliegen ins Zimmer.

 

[IIa-04-1783-1784-0203]
Stauden auf einer Anhöhe beschatten sich nicht so ser wie auf einer Ebne.

 

[IIa-04-1783-1784-0204]
Das Kolossalische ist in der Bildhauerei von gross., in der Malerei von keiner Wirkung.

 

[IIa-04-1783-1784-0205]
Episcopi Abbates et Abbatissae pauperes famelicos quatuor pro illa striccitate nutrire debent, usque ad tempora messium - Comites fortiores libram de argento aut valente donent in elcemosyna. Carol. M. LL. § 143.

 

[IIa-04-1783-1784-0206]
Die Armensachen solten an den Gerichtstagen zuerst vorgenommen und durch nichts aufgehalten werden. Carol. M. LL. §. 58.

 

[IIa-04-1783-1784-0207]
Ein General schreibt in Kriegszeiten den ankommenden Fremden die Route vor, welche sie gehen, wenn sie nicht als Spions gefangen werden wollen.

 

[IIa-04-1783-1784-0208]
Die Mitglieder der Akademien dünken sich zu gros, ihre Entscheidung mit Anfürung andrer Rechtsgelerten zu unterstüzen.

 

[IIa-04-1783-1784-0209]
In Spanien ist das Pflügen schimpflich. - Einquartierung der Soldaten.

 

[IIa-04-1783-1784-0210]
Ins Intelligenzblat sezen, daß man Kapitalien suche od. verleihe.

 

[IIa-04-1783-1784-0211]
In den amerikanischen Intelligenzblättern werden die Intelligenzartikel durch einen Holzscheit angezeigt. Mösers patriotische Ph. B. 1. S. 179.

 

[IIa-04-1783-1784-0212]
Die Leute müss. ihre Mistgrube vor der Haustüre mit Steinen zufüllen.

 

[IIa-04-1783-1784-0213]
Edelleute lass. eine gebratne Spekseite üb. den Weg schleifen zu früh, und iagen auf dieser Spur mit den Hunden, an deren Geläut sie sich ergözten.

 

[IIa-04-1783-1784-0214]
Im Schauspiel p. gefallen wed. ganz volkomne, noch böse Karaktere.

 

[IIa-04-1783-1784-0215]
Linne hat die meisten Pflanzen nach den Pf Blättern bestimt.

 

[IIa-04-1783-1784-0216]
Die harzigen Bäume vertragen das Beschneiden nicht gern, indem aus den Wunden zuviel Harz herausläuft.

 

[IIa-04-1783-1784-0217]
An den Pott= od. Kopfweiden, die alle 3. Iare geköpft werden, mus man, fals sie nicht verderben sollen, ke am alten Stam keine neue Stange stehen lassen. Münchhausen.

 

[IIa-04-1783-1784-0218]
Die Hare vom Rükken taugen zu den Hüten, wegen ihrer Dunkelheit am meisten.

 

[Manuskriptseite 12]

[IIa-04-1783-1784-0219]
An der Haut des Ochsen sind die Hörner. Von der Haut schabt man das Fet ab.

 

[IIa-04-1783-1784-0220]
Man schabt die enthäuteten Seiten des Hammels bunt mit dem Messer.

 

[IIa-04-1783-1784-0221]
Zu Zäumen und Sätteln nimt man das stärkste Leder.

 

[IIa-04-1783-1784-0222]
Die Fleischseite des Kalbspergaments dient dem Maler zur Miniatur, die Narbenseite, um mit Pastel darauf zu zeichnen.

 

[IIa-04-1783-1784-0223]
Das Licht verliert am Tag an Helle, nicht an Wärme.

 

[IIa-04-1783-1784-0224]
Das Kind wird dem änlich, wornach die Mutter gelüstet.

 

[IIa-04-1783-1784-0225]
Zoilus lies sich, nach Älian, den Kopf ganz glat abscheren und hatte einen Bart bis auf die Brust.

 

[IIa-04-1783-1784-0226]
Die Sünde konte die Tore der Hölle öfnen {Gegenteil der Faltür}, ab. nicht schliessen.

 

[IIa-04-1783-1784-0227]
Satan nam die Gestalt eines See Merraben an und sezte sich auf den Baum des Lebens.

 

[IIa-04-1783-1784-0228]
Uriel färt bei seiner Rükker in die und Ankunft aus der Sonne auf einem Sonnenstral herab.

 

[IIa-04-1783-1784-0229]
Das Tor des Himmels öfnet sich bei der Annäherung eines Engels von selbst.

 

[IIa-04-1783-1784-0230]
Beim lezten Aufzug komme des Trauerspiels kommen alle, die eine Rolle gehabt, vor auf ein mal.

 

[IIa-04-1783-1784-0231]
Sonst sprachen nur Ungelerte die Kriminalurteile.

 

[IIa-04-1783-1784-0232]
Im Reichsabschied von 1577 wird den Weibsbildern das Springen verboten.

 

[IIa-04-1783-1784-0233]
Die Polizei läst Spizbuben p. meist zu Nacht aufsuchen.

 

[IIa-04-1783-1784-0234]
Den Selbstmörder, den Närrischen ausgenommen, vom Kirchhof ausschliessen.

 

[IIa-04-1783-1784-0235]
Ein Gastmal von lauter Stammelnden, od. mit langem Kin, schielenden anstellen

 

[IIa-04-1783-1784-0236]
Die Flügel iener Engel im Hesekiel waren mit Augen gestikt.

 

[IIa-04-1783-1784-0237]
Die Kamera obskura bildet die Dinge in Bewegung ab.

 

[IIa-04-1783-1784-0238]
Misgeburten pflanzen sich nicht fort, werden meist tod geboren.

 

[IIa-04-1783-1784-0239]
In der Republik der Weiber im Zuschauer 434. St. schminkten sich die Weiber mit dem Blute ihrer Feinde, puzten mit den erbeuteten Iuwelen, Bändern p. ihre Pferde auf; keine konte eher heiraten als bis sie einen Man erlegt hatte; keine konte Statsrat werden, als die üb. die Zeit des Gebärens hinaus war.

 

[Manuskriptseite 13]

[IIa-04-1783-1784-0240]
Lorbern, Epheu, Stechpalmen sind auch im Winter grün.

 

[IIa-04-1783-1784-0241]
Die wolriechende Blume mit übelriechendem Mist düngen.

 

[IIa-04-1783-1784-0242]
Dionysius, der Tyran von Sizilien, hatte einen Kerker, Dionysius Or genant an dess. Gipfel ein Trichter war, wo er alle Reden der Statsgefangnen hören konte.

 

[IIa-04-1783-1784-0243]
Bako: unser Geschmak findet an keinen Dingen mer Vergnügen, als an denen die ihn erst ekelten.

 

[IIa-04-1783-1784-0244]
Der Mond heist auch Proserpina, weil er seinen Lauf indem er kriecht volendet und zwar die eine Hälfte der Zeit üb., und die a. unter der Erde, wie die Proserpina.

 

[IIa-04-1783-1784-0245]
Die Gotheiten durfte niemand nakt sehen.

 

[IIa-04-1783-1784-0246]
Der Priester durfte sein Haupt nicht entblössen. 3. B. Mos. 21, 10.

 

[IIa-04-1783-1784-0247]
Die Lichtstralen des Gesichts Mosis sahen wie Hörner aus. 2 B. M. 34, 3

 

[IIa-04-1783-1784-0248]
Gegen das Ende des vorigen Iarhunderts machte man magnetische Orlöffel und Zanstocher gegen Oren und Zanschmerzen.

 

[IIa-04-1783-1784-0249]
Das ganz farblose Glas, d. h. das sogenante Krystalglas ist am schäzbarsten und farbenloses war später als andres.

 

[IIa-04-1783-1784-0250]
Das dikste und beste Solenleder ist von den Hüften, weil der Ochs sich darauf legt. - Schwein, das in die Kirche läuft.

 

[IIa-04-1783-1784-0251]
Zu einer Perükke gehören ein par Köpfe.

 

[IIa-04-1783-1784-0252]
Lichter haben unten mer Talg als oben.

 

[IIa-04-1783-1784-0253]
Alte Lichter wiegen schwerer, und laufen (rinnen).

 

[IIa-04-1783-1784-0254]
Vom Ochsenhorn kocht der Kammacher die Blutgefässe ab; nüzt kein Kuhhorn.

 

[IIa-04-1783-1784-0255]
Mit einem zersplitterten Zane des Kams sich die Haut verlezen.

 

[IIa-04-1783-1784-0256]
Die Araber beteten den Bacchus an, dess. Säule aus einem schwarzen unpolirten Steine bestand und auf einem güldnen Fusgestel war.

 

[IIa-04-1783-1784-0257]
Die Altäre musten aus unpolirten Steinen gemacht werden. Deuter. XXVII.

 

[IIa-04-1783-1784-0258]
Die Rute des Aron blühte in Einer Nacht. Num. XVII.

 

[IIa-04-1783-1784-0259]
Die Sprache der Houyhnhnms änlicht der deutschen; Karl der 5., daß wenn er mit seinen Pferden reden müste, er solches deutsch tun wolte.

 

[IIa-04-1783-1784-0260]
Ein bewegtes Wasser wirft das Bild eines übelgestalten Leibs grösser und ungestalter zurük.

 

[IIa-04-1783-1784-0261]
Die Yahoos nemen gegen Überfüllung (ihre einzige Krankheit.) eine Mixtur von ihrem eignen Kot und Urin ein.

 

[Manuskriptseite 14]

[IIa-04-1783-1784-0262]
Lilliputer wolten den Gulliver auch darum nicht töden, weil er mit seinem Gestank das Land verpesten würde - er bringt bald beinah eine Hungersnot zu wege - Inventarium was in seinen Roktaschen war - begraben ihre Toden, den Kopf unten und die Füsse oben, weil die Erde am Tage der Auferstehung sich umwenden wird und sie sonach gleich aufrecht stehen -

 

[IIa-04-1783-1784-0263]
Rabbinen: Got schuf den Adam mit einem langen Schwanze und glaubte nachher one Schwanz würde er schöner sein; schnit den Schwanz ab und machte ein Weibgen daraus.

 

[IIa-04-1783-1784-0264]
Die Drusen zälen die Gelersamkeit unter die verächtlichen Dinge, die nur Weiber geziemen.

 

[IIa-04-1783-1784-0265]
Iason erlegte die Krieger, die aus den gesäeten Zänen nur halb hervorgekommen waren. Apoll. L. III.

 

[IIa-04-1783-1784-0266]
Zu Rom lies man alle Iare zusammengebundne Füchse mit Fakkeln an den Schwänzen im Zirkus herumlaufen.

 

[IIa-04-1783-1784-0267]
Herodot: eine Menge Mäuse zernagte die Waffen des gegen den Setho streitenden Sanherib, daß er fliehen müsse.

 

[IIa-04-1783-1784-0268]
Die Küchlein stekken die gelben Schnäbel aus den Flügeln der Henne vor.

 

[IIa-04-1783-1784-0269]
Die Nägel der Füsse weniger als der Hände beschneiden {waschen}.

 

[IIa-04-1783-1784-0270]
Man opferte die Tiere Got früher als man sie as.

 

[IIa-04-1783-1784-0271]
Die Menschen opferten den Göttern keine Tiere zu den Zeiten, als sie noch keine assen. Plato L. IX legum.

 

[IIa-04-1783-1784-0272]
Moses befal nur die Tiere, die man as, zu opfern; die Heiden auch unesbare.

 

[IIa-04-1783-1784-0273]
Bei den Brandopfern wurde alles vom Feuer verzert; bei den übrigen et. für die Priester od. die es brachten, aufgehoben.

 

[IIa-04-1783-1784-0274]
Die Iuden musten vom Osterlam, und die Heiden vom Opfer der Reise, das verbrennen, was sie nicht aufgegessen hatten.

 

[IIa-04-1783-1784-0275]
Den heidnischen Priestern war es verboten, einen toden Körper anzusehen.

 

[IIa-04-1783-1784-0276]
Die Heiden opferten nicht eher als bis sie sich gewaschen; der iüdische Priester wusch sich vorm Anlegen seines Schmuks.

 

[IIa-04-1783-1784-0277]
Die iüdischen und heidnischen Priester durften nur Iungfern ehlichen.

 

[IIa-04-1783-1784-0278]
Die heidnischen Priester verschleierten ihr Angesicht.

 

[IIa-04-1783-1784-0279]
Die Griechen und Römer teilten das Opfer in 2 gleiche Teile und giengen durch dasselbe hindurch. Plut. L. XXXIX. Quaest. Rom.

 

[IIa-04-1783-1784-0280]
Diodor: die Götter regierten zuerst in Ägypten. L. I. Sect.2.

 

[IIa-04-1783-1784-0281]
Ebendaselbst: der hohe Rat der Ägypter habe einen Schaupfennig, die Warheit vor

 

[Manuskriptseite 15]

stellend, an einer güldnen Kette an seinem Halse getragen.

 

[IIa-04-1783-1784-0282]
Die Teufel können die Teufel vertreiben und die Übel heben, die sie selbst verursacht, ab. keine Toden aufwekken. Irenäus de Haeres. L. I. c. 56.

 

[IIa-04-1783-1784-0283]
Haec est de illis (diabolis) medela, cum eorum cessat iniuria, S. Cyprianus.

 

[IIa-04-1783-1784-0284]
Der h. Iustinus glaubte (wie sein Schüler Tatianus erzält), die Teufel machten die Menschen zu Krüpeln, erschienen ihnen im Traum, befälen ihnen, öffentlich zu ihnen zu kommen; und heilten alsden.

 

[IIa-04-1783-1784-0285]
Wenn den Göttern das Opfer besonders angenem war, entzündete sich das Holz von selbst.

 

[IIa-04-1783-1784-0286]
Die heidnischen Altäre durften nur 3. Stuffen haben.

 

[IIa-04-1783-1784-0287]
Strabo sagt: daß die Perser behaupteten, Got verlange für sich nichts als die Sele des Opferviehs.

 

[IIa-04-1783-1784-0288]
Die Zirze verwandelte Ulysses Gefärten in Schweine und den Pikus, den sie liebte, in einen Vogel.

 

[IIa-04-1783-1784-0289]
Ein Proiektmacher in der Akademie zu Lagado suchte den Menschenkot wieder in sein erstes Wesen aufzulösen.

 

[IIa-04-1783-1784-0290]
Ein Arzt darin heilte kleine Krankheiten {Koliken}, indem er mit seinem Blasbalg die Luft aus den Därmern zog; heftige, indem soviele in dieselben hineinblies, daß sie alle heraus brach und die schädliche mit brachte.

 

[IIa-04-1783-1784-0291]
Einige Philosophen daselbst hielten das Reden für schädlich und brauchten die Dinge selbst stat ihrer Namen.

 

[IIa-04-1783-1784-0292]
Zum König von Luggnagg kriecht man hin, indem man den Staub des Bodens auflekt; wen er töden wil, läst er vergiftetes Pulver hinstreuen.

 

[IIa-04-1783-1784-0293]
In Griechenland verscheuchten die Feldhüter mit dem brüllenden Ton eines gewiss. Blasinstruments das Wild.

 

[IIa-04-1783-1784-0294]
Hörror ist älter als Sprachror. Beiträge zur Geschichte der Erfindungen von Bekman. 4. St. S. 461.

 

[IIa-04-1783-1784-0295]
Die ägyptischen Priester drükten auf die Hörner des Viehes das ein Siegel zum Zeichen, daß es geopfert werden dürfte. Herod. l. 2. c. 38.

 

[IIa-04-1783-1784-0296]
Kinder werfen einander nur mit unesbaren Früchten.

 

[IIa-04-1783-1784-0297]
Der zu starke Nachklang eines Instruments macht die Töne verworren.

 

[IIa-04-1783-1784-0298]
Der Instrumentmacher zu Regensburg, Franz Iakob Spath, macht Kla

 

[Manuskriptseite 16]

viere, wo die Dämpfung üb. den Saiten angebracht ist, die mit den Tasten zugleich steigt und fält. So lange nämlich die Taste in der Höhe gehalten wird, so lange bleibt auch die Dämpfung von den Saiten entfernt, auf welche sie wied. zurükfält, sobald der Finger den Ton verläst.

 

[IIa-04-1783-1784-0299]
Wir haben eine Kunst zu tauchen, keine noch, zu fliegen.

 

[IIa-04-1783-1784-0300]
In den alten Zeiten musten die Täucher die Waren, welche ein Schif zur Zeit der Not ausgeworfen, wiederheraufholen. Auch iezt versunkne Schiffe.

 

[IIa-04-1783-1784-0301]
Zukker ist Tauben und Enten ein Gift, Kanarienvögeln Arznei.

 

[IIa-04-1783-1784-0302]
Die meisten Papgaien, die nach Europa gebracht werden, sind Mängen, weil die Weibgen nicht so schöne sind Farben haben.

 

[IIa-04-1783-1784-0303]
Bei den Mysterien der guten Göttin bedekten die Römerinnen sogar Statuen und Gemälde von mänlichen Menschen und Tieren mit einem Schleier, im Haus des Oberpriesters.

 

[IIa-04-1783-1784-0304]
Der Hund bilt auf die am heftigsten die er nicht kent.

 

[IIa-04-1783-1784-0305]
Iener Man im Evangelium nam, da keine Gäste kamen, Blinde und Lame.

 

[IIa-04-1783-1784-0306]
Nach einem alten Masse sol eine Mönchszelle nicht geräumiger sein als die ausgespante Arme Christi.

 

[IIa-04-1783-1784-0307]
Das Blizfeuer bei einem Gewitter hat in Sulz bei Ruffach das Gold an einem Spiegel aufgelöst und dass. durch einen Zwischenraum von 6 bis 10 Schuhen auf 2. Fensterscheiben so aufgetragen, daß diese davon vergoldet worden.

 

[IIa-04-1783-1784-0308]
Einige haben die Sonne für ein flüssiges Gold gehalten.

 

[IIa-04-1783-1784-0309]
Schwedenburg:Got stürzt niemand in die Hölle; sond. die bösen Menschen wollen den unerträglichen Lichtstralen aus der himlischen Wonung ausweichen und ziehen sich so lange zurük, bis sie endlich in die Hölle stürzen.

 

[IIa-04-1783-1784-0310]
In den Mysterien des Iupiter Sabazius wurde dem Einzuweihenden eine goldne Schlange in den Busen gestekt und und man holte sie von unten wied. hervor. Arnobius L. c. adversus gentes.

 

[IIa-04-1783-1784-0311]
Die Mysterien wurden bei Nacht gefeiert.

 

[IIa-04-1783-1784-0312]
Die Christen haben ihre vornemsten Kirchen der Erwürdigkeit wegen durch gemalte Fensterscheiben zu verdunkeln gesucht. Zu Ardenburg in Flandern war eine Kirche ihrer gross. Dunkelheit wegen berümt. Barnes ad. Eurip. Bacch. V. 168

 

[Manuskriptseite 17]

[IIa-04-1783-1784-0313]
Bei der Einweihung in die Mysterien der Pheneaten wurde man gegeiselt.

 

[IIa-04-1783-1784-0314]
Die etruszischen Seeräuber banden ihre Gefangnen an Leichname und liess. sie so lebendig verwesen.

 

[IIa-04-1783-1784-0315]
Herodot: die Magier (bei den Persern) machen sich einen Verdienst daraus, wenn sie recht viele Ameisen, Mükken, kriechende Tiere, Schlangen getödet.

 

[IIa-04-1783-1784-0316]
Porphyr: die Eingeweihten in die Geheimnisse des Mythra wurden in allerlei Tiergestalten eingekleidet, um dadurch die Lere von der Selenwanderung vorzustellen. Auch habe man die Hände und Zungen derselben mit Honig bestrichen, um sie von aller Schuld zu reinigen.

 

[IIa-04-1783-1784-0317]
Zu Pogen ist ein steinernes Marienbild, welches die U. L. Frau schwanger vorstelt; durch den holen Bauch ist ein Loch und davor eine Fensterscheibe gemacht, wodurch man das Kind sieht. Nikolai 2. Teil. S. 436.

 

[IIa-04-1783-1784-0318]
In Linz ein Ballet: der iunge Werther. eb. S. 530. In Wien wurde ein Feuerwerk gegeben betitelt: Werthers Zusammenkunft mit Lotten in Elysium S. 532.

 

[IIa-04-1783-1784-0319]
Der Teufel wurde (nach Milton) durch die Verwandlung in das Tier bestraft, worin er verfürt hatte.

 

[IIa-04-1783-1784-0320]
Das Gehen ist ein blosses Fallen.

 

[IIa-04-1783-1784-0321]
Wenn die Kugel durch die Luft fliegt, pfeift sie blos, nachdem sie vorher geknalt.

 

[IIa-04-1783-1784-0322]
Mer gemeine Leute als vorneme kommen in die Hände des Henkers.

 

[IIa-04-1783-1784-0323]
Die kultivirteste Sprache hat die meisten abgeleiteten Wörter.

 

[IIa-04-1783-1784-0324]
Die dichterischsten Sprachen sind nach Gedike, die reichsten an Synonymen.

 

[IIa-04-1783-1784-0325]
Rauch und Hervorragung der Schorsteine lokt den Bliz.

 

[IIa-04-1783-1784-0326]
Gewisse Würmer von den Wassernymphen schieben sich nur dadurch im Wasser fort, daß sie das Wasser aus dem Hintern mit Gewalt aussprüzen p.

 

[IIa-04-1783-1784-0327]
Die Insekten fliegen mer hin und her als auf= und niederwärts; dah. ist das Gewebe der Spinne senkrecht.

 

[IIa-04-1783-1784-0328]
Reimarus: die mänliche Spinne macht ihr Gewebe in der Nachbarschaft des Weibgen.

 

[IIa-04-1783-1784-0329]
Ein gewisser Adler verschlukt den den geflügelten Fischen abgeiagten Fisch beim Kopf, damit die Fittige ihn nicht verlezen.

 

[IIa-04-1783-1784-0330]
Ie entfernter eine Welt von der Sonne, desto grösser und dunkler.

 

[IIa-04-1783-1784-0331]
Ein entblätterter Baum hält den heftigsten Frost aus. Exz. 8 B. S. 220

 

[IIa-04-1783-1784-0332]
Ein gewisser Wurm kriecht durch den Hintern in tode Fische und frist sie.

 

[Manuskriptseite 18]

[IIa-04-1783-1784-0333]
Der Rest von Merwasser, der nicht in Kochsalz verwandelt werden kan, giebt noch Purgirsalz.

 

[IIa-04-1783-1784-0334]
Raubvögel bewaren Kairo vor der Pest.

 

[IIa-04-1783-1784-0335]
Das Mos beschüzt die Wurzeln der Pflanzen gegen Kälte und Sonnenstralen.

 

[IIa-04-1783-1784-0336]
Die Frülingskälte hebt die Bäume empor.

 

[IIa-04-1783-1784-0337]
Bei den Tieren sind die harten Teile innerhalb, bei den Insekten ausserhalb der weichen angebracht.

 

[IIa-04-1783-1784-0338]
Die Blätter des Grases sind zäh, damit sie sich unter dem Fustrit der Tiere zwar niederbeugen, ab. nicht zerbrechen

 

[IIa-04-1783-1784-0339]
Wenn man nakt gienge, würde das Gesicht kaum angesehen werden.

 

[IIa-04-1783-1784-0340]
Die Feuerprobe war nur dem Adel und den Freigebornen; die Wasserprobe gemeinen Leuten und Leibeignen vorbehalten.

 

[IIa-04-1783-1784-0341]

Das Brod im Abendmal durften die Weiber im 6. Iarhundert nur mit Handschuhen angezogen berüren.

 

[IIa-04-1783-1784-0342]
In der Kirche des Minoritenklosters in Wien ist eine heilige Stiege, die niemand mit den Füssen betreten darf (weil unter ihr Reliquien) liegen) sond. mit den Knien hinaufrutschen mus. Nikolai 2 B. S. 611.

 

[IIa-04-1783-1784-0343]
Wenn die Zimmer einer Muhammedanerin in Brand gerieten, lies sie sich lieber verbrennen als öffentlich sehen.

 

[IIa-04-1783-1784-0344]
Als Pheron, Tronfolger des Sesostris des ersten, Königs von Ägypten, blind geworden war, sagte ihm das Orakel, er würde sehend werden, wenn er seine Augen mit dem Harn einer Weibsperson wüsche, die nur ihren Eheman erkant hätte. Mit seiner Frau war es nichts; endlich mit einer gemeinen.

 

[IIa-04-1783-1784-0345]
Nach Euler, braucht nicht der Schein des Lichts, sond. der Rauch den Talg zur Unterhaltung. - Damen schminken sich bei einer tiefen Trauer nicht.

 

[IIa-04-1783-1784-0346]
Die Bedienten spülen oft die Hefen nicht aus den ausgelerten Bouteillen.

 

[IIa-04-1783-1784-0347]
Die Kaffern auf dem Vorgebürg der guten Hofnung bepissen die, die sie gerne beeren wollen.

 

[IIa-04-1783-1784-0348]
Eine gewisse Gattung von Seegans fliegt hoch, wenn sie schlafen wil, legt den Kopf unter die Flügel und wenn sie endlich heruntersinkt, wekt sie die Berürung des Wassers wied. auf und zum neuen Auffliegen. Marolla Reise nach Afrika.

 

[Manuskriptseite 19]

[IIa-04-1783-1784-0349]
Iura stolä
Iura stolä] Gebühren an Pastor.bekomt der Pfarrer, wo der
Mensch stirbt, er mag da begraben werden od. nicht; der bekomt sie auch, wo er begraben wird.

 

[IIa-04-1783-1784-0350]
Durch einen fremden Ort die Leiche durchfaren.

 

[IIa-04-1783-1784-0351]
Der Kadaver eines Delinquenten, der sich selbst entleibte, komt unter den Galgen od. wo Tiere faulen.

 

[IIa-04-1783-1784-0352]
Wenn eine schwangere Frau stirbt, wird die Geburt ausgeschnitten; ab. der Pfarrer kan nicht zweimal jura stolä verlangen; das Kind wird, fals es nicht lebend ausgenommen worden, mit der Mutter in einen Sarg gelegt.

 

[IIa-04-1783-1784-0353]
Eine neue Leiche in das Grab einer verwesten legen.

 

[IIa-04-1783-1784-0354]
Der Wirt mus für die Sachen seines Gasts stehen.

 

[IIa-04-1783-1784-0355]
Wenn in einem gewissen afrikanischen Königreich ein Vornemer stirbt, wird er in gerader Linie zum Grab getragen. Marolla Reise nach Afrika.

 

[IIa-04-1783-1784-0356]
Sacrum encaustum war eine purpurrote Farbe, womit niemand als der (römische) Kaiser schrieb. Das Behältnis dav. hies sacer caniculus und war in der Kanzlei verschloss., wozu der Kaiser den Schlüssel hatte. Heutzutag hat man dafür das rote landesherliche Siegel, stat der Dinte.

 

[IIa-04-1783-1784-0357]
Die Stoiker hielten das ungeborne Kind für partem matris.

 

[IIa-04-1783-1784-0358]
Bei uns hat das ungeborne {nascitura} Kind iura hominum et civium, ist beim Augenblik der Konzepzion homo et civis - an ihm kan ein homicidium begangen werden - hat Erbrechte und bekomt einen Vormund - mus ab. wenn diese Rechte eintreten sollen, lebendig geboren werden.

 

[IIa-04-1783-1784-0359]
In Dubio wird alzeit in utero ein masculus angenommen.

 

[IIa-04-1783-1784-0360]
Der Kopf entscheidet ob das Kind eine Misgeburt ist; ein Kind mit 2 Köpfen wird 2mal getauft und bekomt 2 Erbschaften.

 

[IIa-04-1783-1784-0361]
Schauspieler spricht langsam, um dem Schau Soufleuer Zeit zum Einhelfen zu lassen.

 

[IIa-04-1783-1784-0362]
Die Grazien sind nakt, die Musen bekleidet.

 

[IIa-04-1783-1784-0363]
Kein Christ od. Iude darf den Alkoran berüren.

 

[IIa-04-1783-1784-0364]
Alkoran : ein Ochse hält die Erde, auf einem weiss. Stein stehend. Die Kerne der Äpfel eines gewiss. künftigen Paradieses wandeln sich in Iungfrauen, deren Speichel das Mer versüssen könte. Morery le grand dict. historique Alcoran.

 

[IIa-04-1783-1784-0365]
Bei gewiss. Afrikanern haben nur die Vornemsten das Recht, ein Tier zu töden.

 

[IIa-04-1783-1784-0366]
Ein Spanier mus seiner Geliebten bei iedem ihrem Aderlassen ein neues Kleid schenken; wenn die Spanierin in Wochen liegt, bekomt sie, was sie wil.

 

[IIa-04-1783-1784-0367]
In der Walachei nemen die Frauenzimmer keinem Geschöpfe das Leben.

 

[IIa-04-1783-1784-0368]
Nach dem Alkoran sehen die Frauenz. blos die Freuden des Paradieses, kommen ab. nicht hinein. Morery eb.

 

[Manuskriptseite 20]

[IIa-04-1783-1784-0369]
Ein nicht maiorenner Son darf kein bar Geld entlenen.

 

[IIa-04-1783-1784-0370]
De Thaide et Lecania. XLIIII. L. V.

 

[IIa-04-1783-1784-0371]
Thais habet nigros, nivies Lecania dentes

 

[IIa-04-1783-1784-0372]
Quae ratio est? emptos haec habet, illa suos.

 

[IIa-04-1783-1784-0373]
Wenn man in Kot geht, besprizt man mer den andern als sich.

 

[IIa-04-1783-1784-0374]
Die Wilden säen das Schiespulver aus, es zu ernten.

 

[IIa-04-1783-1784-0375]
Das Betelkauen reinigt das Zanfleisch, erhält und schwärzt die Zäne.

 

[IIa-04-1783-1784-0376]
Ein adoptirter Son bekomt zwar vom Vater die Erbschaft, ab. nicht Adel.

 

[IIa-04-1783-1784-0377]
Bei den Römern konten Kastraten nicht adoptiren; bei uns aber.

 

[IIa-04-1783-1784-0378]
Sonst konten blos Väter adoptiren, die ausser den Zeugungsiaren waren.

 

[IIa-04-1783-1784-0379]
Blos der Ort wo der Kopf des Toden, dessen Glieder (wegen der Schlacht) an and. Ort begraben waren, begraben lag, war bei den Römern religiosus.

 

[IIa-04-1783-1784-0380]
Die Ufer des Meres, und es selbst, in soweit es mit Kanonen beherscht werden kan, gehören den Staten, ab. übrigens ist es res nullius.

 

[IIa-04-1783-1784-0381]
In der sinesischen Tartarei machen einem Weiber papierne Häuser mit papiernen Schlössern und Schlüsseln, legen darinnen Papiergen in Form eines Beils, mit Gold od. Silberblätgen überzogen. Nach dem Tode einer ieden verbrennen die Hinterbliebnen alles dieses, damit die Verstorbne es im künftigen Leben ihr Haus p. habe; die Beile werden nach Masgabe des Metals in Gold od. Silber verwandelt sein.

 

[IIa-04-1783-1784-0382]
Der Wespenfalke närt seine Iungen mit Puppen, besonders von Wespen.

 

[IIa-04-1783-1784-0383]
Manche Vögel bedekken mit den Flügeln den Schwanz.

 

[IIa-04-1783-1784-0384]
Eine Zeremonienkutsche, die ler ist, bei einer Leiche.

 

[IIa-04-1783-1784-0385]
Garrik sol nur das im Shakespear geändert haben, was in der Vorstellung äussere Pracht verlangte - weil er geizig war.

 

[IIa-04-1783-1784-0386]
In London geht man beim 3. Akt um die Hälfte ins Schauspiel.

 

[IIa-04-1783-1784-0387]
Twiss: der Nachrichter allein darf in Spanien keine Mäntel tragen. Er hat auch auf dem Hut eine kleine metalne Leiter, anstat der Kokarde, durch die Hutschnur gezogen.

 

[IIa-04-1783-1784-0388]
In der Nacht kam eine Herschaft mit 2 Bedienten hinten; der eine zeigte dem Visitator, daß sie nichts akzisbares hätte; der andre war eine Figur aus Binsen geflochten, auswendig mit einer Livree, inwendig mit verbotner Ware gefült

 

[IIa-04-1783-1784-0389]
In Persien {Auch bei uns} gewönt man die zamen {Falken} Raubgel aus den Augenhölen der wilden Tiere zu fressen. Hierzu wird die Hirnschale des Tiers aufgehoben und die Haut ausgestopft, daß es lebend scheint.

 

[Manuskriptseite 21]

Man bewegt es fort welches den hungrigen Vogel zum Folgen nötigt. Nachher macht er's auf der Iagd mit lebenden Tieren auch so. Voyage autour du Monde par Gemelli- Careri Tom. II. p. 253.

 

[IIa-04-1783-1784-0390]
Chardin: der persische König bekömt von Moskau viele Geierfalken; stirbt einer unterwegs, so bringt der Abgeordnete ihm Kopf und Flügel und dan rechnet er den Vogel so hoch an als ob er noch lebte.

 

[IIa-04-1783-1784-0391]
Der Geierfalke baut seinen Horst in den Schnee, den er durch die Wärme seines Körpers oft einen Klafter tief bis auf den Erdboden wegschmelzt. Chardin.

 

[IIa-04-1783-1784-0392]
Man kan den Falken nur Ein Iar zum Baizen brauchen, weil er durch das Mausern seinen Verstand wiederbekomt. Getter

 

[IIa-04-1783-1784-0393]
Der Kirchenfalke speit die Felle der gefressenen Mäusse wied. aus

 

[IIa-04-1783-1784-0394]
Die im Morgenland schlafen weniger als wir. Schlaf mert sich mit der Kälte des Klima

 

[IIa-04-1783-1784-0395]
In warmen Ländern giebts mer Blinde als in kalten.

 

[IIa-04-1783-1784-0396]
Sonst sezte man die Titel der Bücher hinter die Bücher.

 

[IIa-04-1783-1784-0397]
Väter bekamen erst nach dem Tode Änlichkeit des Profils mit ihren Sönen.

 

[IIa-04-1783-1784-0398]
Tode sahen schöner alzeit aus. Lavater.

 

[IIa-04-1783-1784-0399]
Kanonisch bedeutet nicht inspirirte, sond. zum Vorlesen bestimte Bücher.

 

[IIa-04-1783-1784-0400]
Die Raupen benagen der Vögel wegen die Blätter mer von unten als oben.

 

[IIa-04-1783-1784-0401]
Das Eisen war sonst selbst Geld, iezt ists nur Stempel desselben.

 

[IIa-04-1783-1784-0402]
An die hölzernen Pferde der Kinder sind Räder gemacht, damit sie sich bewegen.

 

[IIa-04-1783-1784-0403]
Unter den römischen Kaisern waren, Titus ausgenommen, alle die, die es durch Erbfolge wurden, schlechte; die adoptirten, gute Fürsten. Machiavell Discorsi 2. l. c. 10.

 

[IIa-04-1783-1784-0404]
Im gross. Hospital zu Paris liegt oft in Einem Bette ein Toder, Sterbender, Kranker und Genesender.

 

[IIa-04-1783-1784-0405]
Gewisse Mädgen in Paris, Preteuses de tête, verleihen ihre Köpfe bei Friseurs, die ihre Lerlinge vom Morgen bis in den Abend, sich in ihren Haren üben lassen. Sie werden oft des Tags 30mal aufgesezt.

 

[IIa-04-1783-1784-0406]
Eulen können bei Dämmerung, nicht ab. zu Nachts, fals kein Mondschein ist, sehen.

 

[IIa-04-1783-1784-0407]
Die kleinen Vögel, welche die Eule am Tage nekten und verfolgten, fliehen sie in der Dämmerung.

 

[IIa-04-1783-1784-0408]
Die Wachteln wandern bei ihrer Zugzeit ihres Fets wegen nur zu Nachts.

 

[IIa-04-1783-1784-0409]
Die Eulen haben gross. Augen und sehen schlecht.

 

[Manuskriptseite 22]

[IIa-04-1783-1784-0410]
Die Unbeweglichkeit des Augapfels der Eule wird durch die Beweglichkeit des Kopfs ersezt.

 

[IIa-04-1783-1784-0411]
Die Eulen fliegen nur in der Dämmerung hoch. Der Flug der Eulen ist unhörbar und langsam.

 

[IIa-04-1783-1784-0412]
Die meisten Nachtvögel (Eulen) sind Gaukler, Tänzer, Possenreiss. und Schreier.

 

[IIa-04-1783-1784-0413]
Den Straus hindert Grösse am Fliegen.

 

[IIa-04-1783-1784-0414]
Aristoteles: die Federn des Strausses dienen ihm zur Bedekkung des Leibs mer als zum Fliegen.

 

[IIa-04-1783-1784-0415]
Skaliger: di schwerern, nicht fliegende Vögel haben einen kleinen Kopf; die leichten schnelfliegenden einen grossen.

 

[IIa-04-1783-1784-0416]
Gewisse Vögel verlassen ihre Eier und Iungen, wenn man sie berürt.

 

[IIa-04-1783-1784-0417]
Das Kupfer wird im Magen des Strausses zu Gift.

 

[IIa-04-1783-1784-0418]
Straus hat schlechte Flügel und einen guten Magen; kleinen Kopf; ist dum, geil, säuft niemals. Das Licht einer fremden Stube komt in meine.

 

[IIa-04-1783-1784-0419]
Heliogabalus as täglich nur einerlei Fleisch; dah. das Gehirn von 600 Straussen.

 

[IIa-04-1783-1784-0420]
Im Königreich Kongo mischt man Strauss. und Pfauenfedern unter einander, um Kriegsfanen daraus zu machen. Hist. gén. des Voyages. T. V.

 

[IIa-04-1783-1784-0421]
Der amerikanische Straus zerschlägt de zwei der Eier, die er nicht bebrütet, wozu hernach Fliegen und and. Insekten herkommen, womit er seine Iungen näret. Nieremberg Hist. nat. peregrina, p. 217.

 

[IIa-04-1783-1784-0422]
Der fliegende Sommer hängt sich an einen an. Der Wagen mus im Furwege, ab. nicht der Fusgänger in dem seinigen bleiben.

 

[IIa-04-1783-1784-0423]
Der Kasuar giebt die verschlukten Hünereier mit unverlezter Schale wied. von sich ; verdaut sie ab. beim zweiten Verschlukken. Clusii Exot. L. V. c. III. p. 99.

 

[IIa-04-1783-1784-0424]
Der Kasuar verbindet mit den Eingeweiden (Darmkanal) fleischfressender Tiere den Magen der körnerfressenden.

 

[IIa-04-1783-1784-0425]
Manche Tiere lass. ihren Mist aus Furcht fallen.

 

[IIa-04-1783-1784-0426]
Die Hüner haben selten Sporen; haben sie diese, krähen sie auch, ihr Kam erhebt wie der Schwanz sich eben so, wie beim Han.

 

[IIa-04-1783-1784-0427]
Aristoteles: Tiere mit weichen Haren sind feig; rauhen, tapfer; so mit den Vögeln; - Leute in nördlichen Gegenden sind herzhaft; westlichen furchtsam und weisern Hars.

 

[IIa-04-1783-1784-0428]
Eben derselbe: herzhafte Tiere lass. ihre Stimme one sonderliche Anstrengung erschallen, feige haben heftigere.

 

[IIa-04-1783-1784-0429]
Lavater findet Analogie zwischen Sprache, Gang und Handschrift des Menschen.

 

[Manuskriptseite 23]

[IIa-04-1783-1784-0430]
Plutarch gedenkt eines Gesezes, das ieden Han, der einen anderen trat, zum Tode verdamte.

 

[IIa-04-1783-1784-0431]
Kolumella: die besten Hüner werden aus der Vermischung eines fremden Hans mit gemeinen Hünern erzeugt. - Man geselte sogar gemeinen Hünern stat des gewönlichen Hans einen Fasan bei. Athenäus.

 

[IIa-04-1783-1784-0432]
Die Rhodischen Häne kämpften hiziger und bess., und waren nicht so hizig gegen die Hennen als andre; iene üb. 3 Hüner; diese üb 15, 20.

 

[IIa-04-1783-1784-0433]
Aristoteles: das breiteste Ende des Eies komt zuerst aus der Henne.

 

[IIa-04-1783-1784-0434]
Die Windeier, woraus nie ein Küchlein komt, legen nur fette Hennen.

 

[IIa-04-1783-1784-0435]
Bei iedem Mausern bekommen die Hüner Federn mit and. Farben als die alten hatten.

 

[IIa-04-1783-1784-0436]
Der Han ergreift unterm Treten die Henne bei Kam od. Federn.

 

[IIa-04-1783-1784-0437]
Die glatten Kieselsteine {Schmeichelei } gehen gleich {merket man nicht} aus dem Magen der Henne fort; die rauhen {Spot} bleiben.

 

[IIa-04-1783-1784-0438]
An die Stelle des abgeschnittenen Kams des Kapauns sezt man einen seiner Sporen.

 

[IIa-04-1783-1784-0439]
Iunge Hüner, sagt man, legen mer, alte brüten besser.

 

[IIa-04-1783-1784-0440]
Büffon: die ungschwänzten Hunde und Hüner sind unter allen Tieren die häuslichsten und zamsten.

 

[IIa-04-1783-1784-0441]
Büffon: zwischen den Farben der Eier und Vogelfedern herscht eine beständige Beziehung. - Faulen Eier schwimmen im Wasser oben.

 

[IIa-04-1783-1784-0442]
Verschiedne Hüner haben schon lebendige Küchlein zur Welt gebracht.

 

[IIa-04-1783-1784-0443]
Eine Henne, die wie ein Han krähet legt kleine dotterlose Eier.

 

[IIa-04-1783-1784-0444]
Wenn ein Ei unter den bebrüteten kalt ist, so ist es unfruchtbar od. das Küchlein tod.

 

[IIa-04-1783-1784-0445]
In den Misthaufen verschart man Gedärme von Fischen p., um alzeit Gewürme für die scharrenden Hüner darin zu haben.

 

[IIa-04-1783-1784-0446]
Die kegelförmige Karunkel auf dem Schnabel des Puters wird nach eben dem Masse seines Zorns, verlängert und schlaf; auch nach seinem Tode.

 

[IIa-04-1783-1784-0447]
Büffon: der kalekutische Han hat 2. Schwänze, einen obern und einen untern.

 

[IIa-04-1783-1784-0448]
Wenn der Truthan die Henne beim Brüten antrift, so zerbricht er ihre Eier.

 

[IIa-04-1783-1784-0449]
Die iungen Truthüner können oft die Schale ihres Eies nicht selbst durchpikken.

 

[IIa-04-1783-1784-0450]
Die kalekutischen Hüner sind in der Iugend äusserst zärtlich und können im Alter iede Witterung ertragen.

 

[IIa-04-1783-1784-0451]
Kleiner Magnet leitet, grosser (Magnetfelsen der maniolischen Inseln) zerstört die Schiffe.

 

[IIa-04-1783-1784-0452]
Der Regenbogen ist schönfärbicht von weitem, eine trübe Regenwolke in der Nähe.

 

[Manuskriptseite 24]

[IIa-04-1783-1784-0453]
Auf dem Teater sind kleine Verlezungen wirklich, grosse scheinbar und fremdes Blut fliest vom Verwundeten.

 

[IIa-04-1783-1784-0454]
Der von der Sonne beinahe am meisten entfernte, der dunkelste und gröste Planet hat die meisten Trabanten (Iupiter ist ja der größte)

 

[IIa-04-1783-1784-0455]
Die Blätter sind am Stengel so gestelt, daß keines das andre um den aufsteigenden Tau bringt.

 

[IIa-04-1783-1784-0456]
Die obere Fläche der Baumblätter ist glänzender, glätter als die untere.

 

[IIa-04-1783-1784-0457]
Auf den molukkischen Inseln sind die Gewürznelkenbäume, um die schlechte Luft da zu verbessern.

 

[IIa-04-1783-1784-0458]
Die Raupe närt sich von den Blättern, als Schmetterling vom Honig der Pflanzen.

 

[IIa-04-1783-1784-0459]
Faber: die Verfinsterung der Sonne bei dem Tode Christi wurde durch ein Erdbeben nicht den Mond verursacht.

 

[IIa-04-1783-1784-0460]
Man tut den iungen Puthen Schaden, wenn man sie oft angreift.

 

[IIa-04-1783-1784-0461]
Das Perlhun hat einen starken Schnabel und eine schwache Hirnschale.

 

[IIa-04-1783-1784-0462]
Die Erde hat auch eine eigentümliche, von der Sonne unabhängige Wärme.

 

[IIa-04-1783-1784-0463]
Die innere Wärme der Erde nimt zu, ie tiefer man steigt.

 

[IIa-04-1783-1784-0464]
Wenn der Mond die Sonne ganz bedekt hat, so leuchtet uns wenigstens ihr gross. Dunstkreis so helle wie der Mond.

 

[IIa-04-1783-1784-0465]
Büffon: da die Planeten noch nicht lange von der Sonne losgerissen und noch glühend waren, hatten sie ihr eignes Licht, das sich mit ihrer Flüssigkeit verminderte; ied. war also eine kleine Sonne.

 

[IIa-04-1783-1784-0466]
Büffon: Gold und Silber sind in den höchsten, Eisen und Kupfer in den mitlern; Blei und Zin in den niedrigsten Gebürgen.

 

[IIa-04-1783-1784-0467]
Die Abschreiber namen oft die Glosse für den Text.

 

[IIa-04-1783-1784-0468]
Büffon: Die Tiere waren die ersten Bewoner der Erde.

 

[IIa-04-1783-1784-0469]
Alle Vulkane sind in Gebürgen, und brennen desto heftiger ie höher diese Gebürge sind.

 

[IIa-04-1783-1784-0470]
Büffon: die nordlichen Länder waren zuerst von Tieren bewont.

 

[IIa-04-1783-1784-0471]
Ebenderselbe: alles was in der Statur gros und kolossal ist, entstand in den Nordländern; die Gegenden des Äquators brachten lauter kleine Tiere hervor.

 

[IIa-04-1783-1784-0472]
Büffon: der Mensch kan die Erde erwärmen, ab. nicht erkälten.

 

[IIa-04-1783-1784-0473]
Der Chirurg stielt dem Grabe den Leichnam, der Räuber das Sterbekleid.

 

[IIa-04-1783-1784-0474]
Der Schwanz des Pfauen funkelt nur dan am meisten, wenn er ihn erhebt.

 

[Manuskriptseite 25]

[IIa-04-1783-1784-0475]
In Lybien wurde der ser bestraft, der einen Pfauen verwundet od. getödet hatte.

 

[IIa-04-1783-1784-0476]
Manche, der Pfau befruchte sein Weibgen, indem er vor ihr ein Rad schlüge; also durch den Anblik.

 

[IIa-04-1783-1784-0477]
Die Pfauhennen lassen oft zu Nachts ihre Eier von der Hünerstange herunterfallen; daher man unten viel Stroh streuen mus. Columella de re rustica L. VIII. c. XI.

 

[IIa-04-1783-1784-0478]
Büffon: di Schwanzfedern des Pfauen sind im Grossen das, was die Federn seines Kopfpuzes im Kleinen sind. Der Federbusch fält nie, der Schwanz alle Iar aus.

 

[IIa-04-1783-1784-0479]
Die Pfauen verscharren ihren Kot aus Neid, nicht Reinlichkeit, weil er dem Menschen nüzlich wäre. Plin. H. N. L. XXIX. C. VI.

 

[IIa-04-1783-1784-0480]
In Indien, in den Gegenden von Kambaia, hält man den Pfauen auf den Bäumen Fanen vor, an denen 2 brennende Lichter sind, und einige abgemalte Pfauen. Er strekt den Hals hervor und in die Schlinge. Voyage de Tavernier. T. III. p. 57.

 

[IIa-04-1783-1784-0481]
Der Trokkenheit des Pfauenfleisches ist seine Eigenschaft, viele Iare von der Verderbnis frei zu bleiben, zuzuschreiben.

 

[IIa-04-1783-1784-0482]
Die Alten assen die Pfauen abgerupft; die Neuern essen die alten nicht, und brauchen sie blos, in Federn {eine wirkliche Speise}, zu Schaugerichten.

 

[IIa-04-1783-1784-0483]
Über einen so zubereiteten Pfau musten alle Ritter bei gross. Vorfällen ihr Gelübde, das man das Pfauengelübde nante, ablegen.

 

[IIa-04-1783-1784-0484]
Man machte aus Pfauenfedern auch Kränze für Dichter, die man in Provence Troubadours nante. Büffon.

 

[IIa-04-1783-1784-0485]
Die Auerhäne schiest und fängt man in Schlingen vorzüglich zur Zeit, wenn er sich begattet.

 

[IIa-04-1783-1784-0486]
Nach einigen kan man das Alter des Birkhans aus der Anzal seiner Flekken am Schwanze erraten.

 

[IIa-04-1783-1784-0487]
Aus dem Flügelknochen des Habichts macht man Lokpfeifen.

 

[IIa-04-1783-1784-0488]
Wenn die Birkhäne auf den Gipfeln der Bäume sizen, gutes Wetter; untersten Zweigen, schlechtes.

 

[IIa-04-1783-1784-0489]
Enzelius: die Haselhüner paren sich mit den Schnäbeln; nach eben diesem giebts wilde und zame Basiliken.

 

[IIa-04-1783-1784-0490]
Die Fassanen Federn glänzen, einzeln in die Hand genommen, nicht.

 

[IIa-04-1783-1784-0491]
Der Pfarrer liest die Predigt ab, stat sie herzusagen.

 

[IIa-04-1783-1784-0492]
Valentin, ein Chirurg, las der Akademie in Paris ein Memoire vor, in

 

[Manuskriptseite 26]

welchem er beweist, daß man sich durch blosses Waschen gegen alle anstekkende Krankheiten verwaren könne.

 

[IIa-04-1783-1784-0493]
Die Exiesuiten in Baiern schreiben Bücher gegen die Religion, um dawider predigen zu können. Schlözers Briefw. 9. Teil. Heft. XLIX.

 

[IIa-04-1783-1784-0494]
Der Kindermord betrift meistens unehlige.

 

[IIa-04-1783-1784-0495]
Kleiner Hund zieht die Aufmerksamkeit des Stiers (in Spanien beim Gefechte) auf sich, unterdessen grosse Hunde ihn von hinten beikommen.

 

[IIa-04-1783-1784-0496]
Da es mit Lanzen gegen Stiere zu fechten gefärlich ist, so nimt man dazu einen der Embolao ist, d. h. auf dessen iedes Hornes Spize eine Kugel von Kork befestigt ist, wordurch er nicht töden und verwunden kan.

 

[IIa-04-1783-1784-0497]
Ein Titan und Aurora zeugte die Winde.

 

[IIa-04-1783-1784-0498]
Der Schwanz der Note ist bald üb. bald unterm Kopf derselben.

 

[IIa-04-1783-1784-0499]
Die Haupttreppe und die Haustür sind gleich breit.

 

[IIa-04-1783-1784-0500]
Der Maler zeichnet erst den nakten Körper der Figur eh' er das Gewand überwirft.

 

[IIa-04-1783-1784-0501]
Die Hirnschale besteht bei alten Leuten aus 1. Stük, bei Kindern aus merern.

 

[IIa-04-1783-1784-0502]
Gewisse unangeneme Töne machen die Zäne stumpf.

 

[IIa-04-1783-1784-0503]
Man macht gewönlich aus dornigten Gesträuchen Hekken.

 

[IIa-04-1783-1784-0504]
Vor einigen Iaren zog ein Virtuos herum, der das Violoncell mit dem Ellenbogen spielte.

 

[IIa-04-1783-1784-0505]
Rechtshandel in Münster des H. Wirtenson mit dem H. Fries üb. den schwarzen Hintern des H. Widenbrük, der an den Pokken verstorben war.

 

[IIa-04-1783-1784-0506]
Der Schauspieler neigt sich gegen die Zuschauer nur beim Abgehen, nicht Ankommen.

 

[IIa-04-1783-1784-0507]
Bei den Sevaramben gehören bunte Zeuge allein für Sklaven und Fremdlinge.

 

[IIa-04-1783-1784-0508]
Die Neuern läugnen die {bösen} Teufel ab. nicht die {guten} Engel.

 

[IIa-04-1783-1784-0509]
Wenn die Priesterin des Orakels zu Patara in Lycien weissagen solte, muste sie vorher eine Nacht im Tempel geschlafen haben, wo Apollo sie begeisterte. Auf hohen Bergen knalt eine Pistole wenig.

 

[IIa-04-1783-1784-0510]
Sobald die Seidenraupe zum Schmetterling gereift ist, verdirbt sie ihr seidnes Werk.

 

[IIa-04-1783-1784-0511]
Die Ruinen zu Balbek (in Syrien) werden wegen ihrer gross. Steine und Vortreflichkeit von den Einwonern für ein Werk des Teufels gehalten.

 

[Manuskriptseite 27]

[IIa-04-1783-1784-0512]
Rabbi Bechai, R. Salomon und a., daß Noah ein par Teufel mit in die Arche genommen, damit sie nicht, da sie sterblich, durch die Sündflut umkämen.

 

[IIa-04-1783-1784-0513]
Die Sevaramben einbalsamiren vorneme und verdiente, und verbrennen die gemeinen Leichname.

 

[IIa-04-1783-1784-0514]
Bei den alten Deutschen giengen die Gerichte gewönlich mit Sonnenaufgang an und dauerten bis zu Mittag.

 

[IIa-04-1783-1784-0515]
Ieder Eid mus nüchtern und daher vormittags geschworen werden.

 

[IIa-04-1783-1784-0516]
Der Man darf wenigere Zeit als die Frau trauern.

 

[IIa-04-1783-1784-0517]
Die römischen Wirte waren nur schlechte Leute und bei * ihnen kerten auch nur schlechte ein.

 

[IIa-04-1783-1784-0518]
Die Balken eines Gebäudes in des and. Mauer legen; bei den Römern ab. war iedes Haus für sich allein.

 

[IIa-04-1783-1784-0519]
Die Römer halten seit Augusts Zeiten gewisse Geseze üb. die Höhe der Gebäude. Wenn man sich ab. mit seinem Nachbar verglich, konte man höher bauen; heut zu Tage kan man so hoch bauen als man wil, der Nachbar mag immer Dunkelheit bekommen.

 

[IIa-04-1783-1784-0520]
Servitus fumi - wenn ich den Rauch aus meinem Ofen in des anderen seine leiten darf - cloacae; wenn ich den Unrat aus meinen Schleussen in des and. seine leiten darf.

 

[IIa-04-1783-1784-0521]
Wo ich das Ius pascendi habe, darf ich wenn meine Schäferei ausgestorben das Heu nicht abhauen, was ich abhüten durfte.

 

[IIa-04-1783-1784-0522]
Der Mensch schläft wie das Vieh auf dem Stroh, ab. nur das leztere frist es auch.

 

[IIa-04-1783-1784-0523]
Weil die Türken ihr Brod niemals einsäuern, haben sie schlechtes und müss. alle Tage frisch bakken.

 

[IIa-04-1783-1784-0524]
Schwarze Trauben geben einen feurigen, weisse einen schwachen Wein.

 

[IIa-04-1783-1784-0525]
Das Wasser mus, eh' es springt, gefallen sein.

 

[IIa-04-1783-1784-0526]
Man schneidet von den Burgunder Trauben den Stengel wegen seiner Bitterkeit ser kurz ab.

 

[IIa-04-1783-1784-0527]
Das Scheidemesser löset ausser dem Golde, alle Metalle auf.

 

[IIa-04-1783-1784-0528]
Grüne Bäume dienten eher zu Häusern als dürre, stehende eher als gefälte.

 

[IIa-04-1783-1784-0529]
Tiere prägt man ganz, von Menschen nur den Kopf auf Münzen.

 

[IIa-04-1783-1784-0530]
Das Queksilber, welches Gegenstände abbildet, ist selbst unsichtbar.

 

[IIa-04-1783-1784-0531]
Kein Engel kan aus dem obern in den untern Himmel steigen und umgekert, nach Swedenborg.

 

[IIa-04-1783-1784-0532]
Ebenda: der ganze Himmel stelt einen Menschen vor; besser, die 3. Himmel.

 

[IIa-04-1783-1784-0533]
Ebenda: die Sonne im Himmel ist unbeweglich und geht nicht auf od. unter.

 

[IIa-04-1783-1784-0534]
Ebenda: bei ieder Wendung des Körpers haben die Engel den Aufgang vor Augen. -

 

[Manuskriptseite 28]

[IIa-04-1783-1784-0535]
Ebenda: Engel, die die gröste Erkentnis haben, tragen schimmernde Kleider; am wenigsten, von verschiednen Farben, und die Engel des innersten Himmels (die unschuldigsten) sind nakt. Die Teufel tragen zerrissene Kleider.

 

[IIa-04-1783-1784-0536]
Eb. Es darf kein Engel hinter dem Predigtstul in der himmlischen Kirche stehen, sonst wird der Prediger verwirt.

 

[IIa-04-1783-1784-0537]
Nur Teufel und keine Engel haben Menschen sichtbar bewont.

 

[IIa-04-1783-1784-0538]
Ein Weltman versicherte Lavatern, auf einer Maskerade allen seinen Freunden blos durch ein Nasenfutter unkentlich geworden zu sein. - Das heist, erst im Grabe sterben.

 

[IIa-04-1783-1784-0539]
Eine Mutter, die über ein verwestes Tier erschrak, gebar ein Kind mit lebenslanger Mundfäule.

 

[IIa-04-1783-1784-0540]
Eine sah einen Missetäter die Hand verlieren durch den Henker und sie gebar ein Kind one Hand, die nachkam.

 

[IIa-04-1783-1784-0541]
Man findet alte Riesen= ab. nicht Zwerggerippe.

 

[IIa-04-1783-1784-0542]
In Sina trägt man Wachteln in den Händen, um sich zu wärmen

 

[IIa-04-1783-1784-0543]
Die Rordommeln lass. eine starke Stimme hören, wenn sie ihren Schnabel in Morast gestekt.

 

[IIa-04-1783-1784-0544]
Hohen Taubenhäusern sind die Raubvögel gefärlicher als niedrigen.

 

[IIa-04-1783-1784-0545]
Der Kropf, den die Kropftaube immer aufgeblasen erhalten wil, zwingt sie, den Kopf zurükzubiegen und hindert sie, vorwärts zu sehen. Dah. wird sie oft unterm Aufblasen von Raubvögeln überfallen.

 

[IIa-04-1783-1784-0546]
Der breite, bunte Schwanz der Pfauentaube giebt sie dem Winde Preis, der sie mit fortfürt und zur Erde fallen läst.

 

[IIa-04-1783-1784-0547]
Ein gewisses Gözenbild der Assyrer war zugleich Venus und Mars. Die Manspersonen vererten es in weiblicher Kleidung; die Weibspersonen in mänlicher.

 

[IIa-04-1783-1784-0548]
Die babylonischen Priester kleideten sich in den Schmuk, den man für ihren Gözen brachte.

 

[IIa-04-1783-1784-0549]
Die, die von Vampyren (toden lebendige aussaugenden Menschen) umgebracht wurden, musten auch welche werden.

 

[IIa-04-1783-1784-0550]
Wenn iemand geschwind reich wird, schreiben es die gemeinen Leute dem Teufel zu.

 

[IIa-04-1783-1784-0551]
Der Unterschied zwischen der heidnischen Sciamantie und Nekromantie bestand, nach Bekker, darin daß diese Blut foderte und den toden Körper erscheinen machte, iene aber nur die Schatten zitirte.

 

[Manuskriptseite 29]

[IIa-04-1783-1784-0552]
Bei den Alten weissagte man aus den Rissen und Öfnungen der Erde durch Erdbeben.

 

[IIa-04-1783-1784-0553]
Wo viele Hare, viele Fettigkeit; daher hat sie der Kopf, und die Höle unt. den Achseln.

 

[IIa-04-1783-1784-0554]
Oft ist das Haupthar schwarz und die Augenbraunen weis.

 

[IIa-04-1783-1784-0555]
Swedenborg: im Himmel ehlichen einander die Engel, ab. zeugen nichts; in der Hölle Ehebruch. - Kinder im Haus taufen.

 

[IIa-04-1783-1784-0556]
Die Tore des Himmels und der Hölle sind nur denen sichtbar, die hineinzugehen bestimt sind.

 

[IIa-04-1783-1784-0557]
Wenn mir des andern Tier Schaden tut, mus er, wenn er den Schaden nicht ersezt, mir dafür das Tier lassen.

 

[IIa-04-1783-1784-0558]
Die Mutter allein adelt und entadelt nicht die Kinder.

 

[IIa-04-1783-1784-0559]
Ein adelicher Bastart fängt nicht selten eine besondre Geschlechtslinie an; daher die Benennung ein wilder Zweig od. Ast.

 

[IIa-04-1783-1784-0560]
Stirbt der lezte eines adelichen Geschlechts, so werden Schild und Helm der Familie zerbrochen und mit ihm begraben; od. auch mannigmal einige Insignien in der Kirche aufgehangen.

 

[IIa-04-1783-1784-0561]
In Altenburg bekomt der Pfarrer bei einer adelichen Leiche das schwarze Leichentuch, der Schulmeister das weisse.

 

[IIa-04-1783-1784-0562]
Den Hut abziehen, wenn man vom andern schon weg ist.

 

[IIa-04-1783-1784-0563]
Gulliver sezte seine Brillen auf, nicht um zu sehen, sond. um sich gegen die Pfeile der Lilliputer zu verteidigen.

 

[IIa-04-1783-1784-0564]
Sonnerat: die Ringeltaube verdaut von den Muskatnüssen nur die Schale und säen dah. die Nus durch den Stulgang aus.

 

[IIa-04-1783-1784-0565]
Der Hund kan mit seinen Zänen wol den Menschen, ab. nicht seine Flöhe beissen.

 

[IIa-04-1783-1784-0566]
Die von den Täubinnen gegen Mittag od. Nachmittag, nicht Morgends, gelegte Eier sind meistens unfruchtbar.

 

[IIa-04-1783-1784-0567]
Die Tauben legen sich bei kleinem Regen auf die Dächer, um die Tropfen mit ausgebreiteten Flügeln aufzufangen, der Reinlichkeit wegen.

 

[IIa-04-1783-1784-0568]
Sie kriechen rükwärts an den Rand ihres Nests, üb. dem sie ihren Unrat hinausfallen lassen.

 

[IIa-04-1783-1784-0569]
Die Tauben sollen in reinen Wassern sich darum gern aufhalten, um darin den Schatten der Raubvögel zu sehen und ihnen zu entfliehen.

 

[IIa-04-1783-1784-0570]
Nach dem Hern von Serres steht in Frankreich der Taubenmist mit der Gerste in Einem Preisse.

 

[IIa-04-1783-1784-0571]
Man heilt die Augen der Tauben und and. Tiere mit ihrem Mist.

 

[Manuskriptseite 30]

[IIa-04-1783-1784-0572]
Wenn die himlische Hize mit der höllischen zusammenkomt so entsteht eine heftige Kälte. Swedenborg.

 

[IIa-04-1783-1784-0573]
Die Steindohle stielt, aus Liebe zu glänzenden Dingen, brennende Stükken Holz vom Feuerherde und entflamt oft das Haus.

 

[IIa-04-1783-1784-0574]
Scheffer: bei den Lappen vermachen die Väter ihren Kindern ihre bösen Hausgeister im Testament, damit sie den bösen Geistern andrer Familien, die ihre Feinde sind, die Spize bieten können.

 

[IIa-04-1783-1784-0575]
Texeira von einem gewissen Volk in Asien, das es für eine Sünde hält, nach Sonnenuntergang zu essen.

 

[IIa-04-1783-1784-0576]
Vogel glaubt, der Teufel sei aus den christlichen Ländern in die heidnischen entwichen.

 

[IIa-04-1783-1784-0577]
In Guinea glaubt man, daß die Selen der Verstorbnen auf die Erde zurükkommen und was sie brauchen aus den Häusern nemen; felt also etwas, so glaubt man, daß sie es abgeholet

 

[IIa-04-1783-1784-0578]
Die Einwoner am grünen Vorgebürge glauben, daß sie nach ihrem Tode in weisse Menschen werden verwandelt und so wieder auf die Erde kommen werden.

 

[IIa-04-1783-1784-0579]
Die Peruaner, daß kein lebendiges Geschöpf auf Erden sei, wovon der Himmel nicht zu gleicher Zeit ein änliches zeige, das üb. ienes sorgt es ernärt und beherscht.

 

[IIa-04-1783-1784-0580]
Die Karaiben, sobald der Mond die Sonne sah, verbarg er sich aus Scham und läst sich iezt nur zu Nachts sehen; sie vereren ihn mer als die Sonne und berechnen nach Nächten, nicht nach Tägen. De la Borde.
De la Borde.] evtl. della Porta? MIWI

 

[IIa-04-1783-1784-0581]
Die graue Krähe sezt sich auf den Rükken der Esel und Schafe und die Elster auf den der Schweine, um die Insekten in ihren Haren zu fressen.

 

[IIa-04-1783-1784-0582]
Man ho sagt vom Karankro, dem brasilianischen Geier, daß er nach Bisam rieche, ob er gleich vom Luder lebt.

 

[IIa-04-1783-1784-0583]
Die iungen Raben bekommen von ihrer Mutter solange nichts zu fressen als bis sie die schwarzen Federn gewachsen sieht, die s iene zu ihren Kindern machen.

 

[IIa-04-1783-1784-0584]
Wenn man das Licht anzündet, mus man es am meisten puzen; vorher mus sein Tocht one Talg wegbrennen.

 

[IIa-04-1783-1784-0585]
Man hört den Einhelfer früher als den Schauspieler.

 

[IIa-04-1783-1784-0586]
Kinder bekommen ihre Muttermäler von der Mutter, nicht vom Vater.

 

[Manuskriptseite 31]

[IIa-04-1783-1784-0587]
Rabbinen: Lilith wurde anfänglich mit Adam aus der Erde erschaffen, so, daß sie und Adam bei ihren beiden Rükken an einander gewachsen waren. Got schied sie. Da sie eine Zauberin wurde, schied Adam sich von ihr und sie wurde ein Weib des Teufels. - Wärend der 130 iärigen Enthaltung von der Eva zeugte Adam nach dem Sündenfal mit Teufelinnen Teufel und Gespenster.

 

[IIa-04-1783-1784-0588]
Nach einigen Rabbinen sind die Teufel halb Engel und halb Menschen.

 

[IIa-04-1783-1784-0589]
Ie rostiger und älter das Schwerd ist, das gegen die Lilith von der Kindbetterin unter ihr Kopfküssen gelegt wird, desto lieber wirds dazu gebraucht.

 

[IIa-04-1783-1784-0590]
Rabbinen: der Name Gottes und des Teufels ist von gross. Kraft.

 

[IIa-04-1783-1784-0591]
Kardanus hält es für ein gewisses Zeichen des Todes, wenn die Augen des Kranken das Bild des Hineinsehenden nicht zurükspiegeln.

 

[IIa-04-1783-1784-0592]
Die Minerva kam nicht aus den Lenden, sond. dem Kopf des Iupiters.

 

[IIa-04-1783-1784-0593]
Die Ägypter enthirnten den Leichnam bevor sie ihn unverweslich und wolriechend machten.

 

[IIa-04-1783-1784-0594]
Der Kürze der Sommernächte wegen zündet man im Sommer keine Laternen an. - Wenn man die Stub**u*k*…* *…* *…*'s.

 

[IIa-04-1783-1784-0595]
Hartley hat ein Mittel ausgesonnen, die Feuersbrunst zu verhindern.

 

[IIa-04-1783-1784-0596]
Eine Vertiefung und Erhöhung auf dem Wege stossen den Farenden gleich ser.

 

[IIa-04-1783-1784-0597]
Wägen mit Eisen beschlagen nüzen sich und schaden dem Weg.

 

[IIa-04-1783-1784-0598]
Die Zolämter, wo man visitirt wird, sind in England an die Gränzörter des Reichs verlegt.

 

[IIa-04-1783-1784-0599]
Einen Rasenden legt man eben so gut als einen Missetäter in Ketten.

 

[IIa-04-1783-1784-0600]
Plutarch: bei den Lokreern, einem Volke in Achaia, waren die Fragen an Reisende, woher, wer sie sind, wohin sie p. bei Strafe verboten.

 

[IIa-04-1783-1784-0601]
Der Rükken des Pferds und der Hintere des Reuters ist wund.

 

[IIa-04-1783-1784-0602]
Nero lies Christen in Bärenhäute einnähen und so von Hunden hezen.

 

[IIa-04-1783-1784-0603]
Einer der ein hölzernes Bein hat, sezt es immer voraus, sich fest zu halten. - Flüssige brenbare Körper geben dem Feuer eine reinere Narung und schwache Hize

 

[IIa-04-1783-1784-0604]
Man sagt, grosse Maler erkenne man sogar in den Zügen, die sie mit dem Abwischen ihrer Pinsel machen.

 

[IIa-04-1783-1784-0605]
Bei den Zelten wurde die Ermordung eines Fremden mit Tod, eines Einheimischen mit Verbannung bestraft.

 

[IIa-04-1783-1784-0606]
Adam und seine ersten Nachkommen, sagen einige, haben sein das hohe Alter Elixiren durch die Alchymie erfunden zu danken gehabt.

 

[IIa-04-1783-1784-0607]
Das unedle Metal stat in Gold zu verwandeln mit Gold ersezen.

 

[Manuskriptseite 32]

[IIa-04-1783-1784-0608]
Shaw: Wenn ein Araber essen wil, ruft er vorher 3mal mit lauter Stimme alle seine Brüder herbei, mit ihm zu essen; ungeachtet auf 100 Meilen oft keine Sele da war.

 

[IIa-04-1783-1784-0609]
Im Zelt ist der Araber gastfrei und friedlich; auf der Strasse räuberisch.

 

[IIa-04-1783-1784-0610]
Diodor 13. Buch: daß Gellias, der reichste Agrigentiner, vor seiner Türe eine gewisse Anzal von Bedienten hielt, Freunde zu ihm einzuladen.

 

[IIa-04-1783-1784-0611]
Bei den Gothen wurde desienigen Haus verbrent, der einem Fremden die Gastfreundschaft 3mal abgeschlagen hatte.

 

[IIa-04-1783-1784-0612]
Lykurg verbat den Spartern zu reisen.

 

[IIa-04-1783-1784-0613]
Die Muhammedaner glauben, die zwei entgegengesezten Engel, die ihre entgegengesezten Taten aufschreiben, bleiben vor der Tür des Abtrits stehen und warten auf seine Zurükkunft.

 

[IIa-04-1783-1784-0614]
Origenes hält Christum auch für den Erlöser der Sterne wegen Hiob. 25, 5.

 

[IIa-04-1783-1784-0615]
Die Manichäer glauben (wie Augustin von ihnen berichtet) daß Christus selbst die Schlange, die Evam verfürt, gewesen; er wone iezt in der Sonne.

 

[IIa-04-1783-1784-0616]
Ebendieselben: die Sele fare nach dem Tode in solche Tierkörper, die sie am meisten geliebt od. gemishandelt habe.

 

[IIa-04-1783-1784-0617]
Zur Zeit des Viehsterbens fürchtet man beim unvorsichtigen Einscharren des toden Viehes, daß der Rabe die Seuche verbreiten möge.

 

[IIa-04-1783-1784-0618]
Mit einer RabenKrähe, die man auf die Erde befestigt, kan man andere Krähen fangen, denn indem sie hält die mit Geschrei hergelokte fest. Gesner de Avibus. p. 324.

 

[IIa-04-1783-1784-0619]
Man fült Papierdutten mit rohem Fleisch; wenn die Krähe den Kopf hineinstekt, den Köder auf den Grund zu bekommen, bleibt der mit Leim bestrichne Rand der Tute an dem Halse kleben und verhült den Kopf. Dan hebt sie sich senkrecht in die Luft so hoch, bis sie vom Flug entkräftet auf den Ort wieder herunterfält. Büffon.

 

[IIa-04-1783-1784-0620]
Die Krähenaugen (Arychnos nux vomica) schaden nur blindgebornen Tieren.

 

[IIa-04-1783-1784-0621]
Wenn die Studenten Licht weg! geschrien, werfen sie iedem die Fenster ein, der es nicht ausgelöscht.

 

[IIa-04-1783-1784-0622]
In Ienem Spiegel sah man sich alzeit nakt. Hungern, um sich zu puzen.

 

[IIa-04-1783-1784-0623]
Thiknesse macht die Anmerkung für Reisende, daß wenn vor dem Abendessen ein kleines Spiel angefangen wird, man nach dem Tisch ein grosses macht, um sie zu berupfen.

 

[IIa-04-1783-1784-0624]
Eb. wenn Personen von Stande in Frankreich einem Fremden schmeicheln,

 

[Manuskriptseite 33]

so richten sie das Kompliment nicht an den Gegenstand, sondern an einen ihrer Landsleute. - Die Franzosen klopfen nicht an, wenn sie in die Stube gehen.

 

[IIa-04-1783-1784-0625]
Die Katholiken halten die apokryphischen Bücher für kanonisch. Würmer in den Oblaten.

 

[IIa-04-1783-1784-0626]
Die Spur des Harzopfs auf dem Kleid. Schlechten {Saurer} Wein beim Abendmal.

 

[IIa-04-1783-1784-0627]
Uni animalium, homini oculi depravantur. Plin. H. N. L. XI. c. 37.

 

[IIa-04-1783-1784-0628]
Die Kleidung des Franzosen ist reinlich, sein Haus schmuzig; des Engländers umgekert. - In den gemalten Bibliotheken vor den Titelblättern sind einige Bücher umgefallen.

 

[IIa-04-1783-1784-0629]
Die Engländer reisen, um sich Geld zu ersparen.

 

[IIa-04-1783-1784-0630]
Kato, der Akker ist gut, bei dessen Aufakkerung die Satkrähen hinzufliegen

 

[IIa-04-1783-1784-0631]
Sie lesen nur die ausgeakkerten Larven der Maikäfer, nicht die Aussat auf.

 

[IIa-04-1783-1784-0632]
Die Maikäfer schaden in der Erde, bevor sie Flügel bekommen, den iungen Satpflanzen; nachher ab. dem Laube und der Blüte der Bäume.

 

[IIa-04-1783-1784-0633]
Die Krähen samlen die Knochen von der Gasse, fliegen damit auf die Bäume, fress. das Fleisch herunter und lass. sie zum Verdrus de Blumenliebhaber in die Gärten fallen.

 

[IIa-04-1783-1784-0634]
Manche Vögel fressen die Würmer im As lieber als das As selbst.

 

[IIa-04-1783-1784-0635]
Nach einigen macht die Elster immer 2 Nester, um die Raubvögel, die ihre Iungen suchen, zu hintergehen.

 

[IIa-04-1783-1784-0636]
Kaiser Wenzel bat einen Scharfrichter zu Gefatter.

 

[IIa-04-1783-1784-0637]
Durch die Fäulnis bekommen manche Dinge das Vemrögen, im Finstern zu leuchten.

 

[IIa-04-1783-1784-0638]
Die Schmelztiegel sind gewönlich nicht glasirt.

 

[IIa-04-1783-1784-0639]
Die Kügelgen, worein das Queksilber sich zerteilt, ziehen nur dan Schwänzgen nach, wenn es unrein ist.

 

[IIa-04-1783-1784-0640]
Manche heilende Gewächse verlieren in ofnen Gefässen gekocht, ihre Kraft; giftige, ihren Gift. Dem Harn zu schwarzer Farbe Wasser nemen.

 

[IIa-04-1783-1784-0641]
Wenn der Harn stille gestanden, wird er trüb.

 

[IIa-04-1783-1784-0642]
Gehen in die Komödie, weil die Illuminazion der Logen sie sichtbarer macht

 

[IIa-04-1783-1784-0643]
Die Galle der fleischfressenden Tiere ist schärfer als der grasfressenden.

 

[IIa-04-1783-1784-0644]
Man könte Sterne noch sehen, wenn sie verloschen.

 

[IIa-04-1783-1784-0645]
Oft keimen die Nüsse und Eicheln, welche der Heher verstekt und vielleicht vergessen hatte, aus der Erde hervor.

 

[IIa-04-1783-1784-0646]
Der Heher frisset die Vögel, die sich in der Schneide gefangen.

 

[IIa-04-1783-1784-0647]
Er zerreisset die Nelke, um den Samen davon zu geniessen.

 

[IIa-04-1783-1784-0648]
Der Paradiesvogel fliegt auch im Schlafen.

 

[IIa-04-1783-1784-0649]
Er hat im Unterleib stat des Magens und der Gedärme blos Fet. Aldrovandi ornithol. Tom. I.

 

[Manuskriptseite 34]

[IIa-04-1783-1784-0650]
Der Paradiesvogel berürt die Erde nur bei seinem Tode - Antäus.

 

[IIa-04-1783-1784-0651]
Die Indianer, sein Schnabel stekt alzeit in der Erde, wenn man ihn findet.

 

[IIa-04-1783-1784-0652]
Musivische Gemälde dauern länger als andre.

 

[IIa-04-1783-1784-0653]
Die musivischen Arbeiter kopiren das Gemälde mit ihrer Zusammensezung, one malen zu können. OS Sacrum

 

[IIa-04-1783-1784-0654]
Ein Kind kan lateinisch mit kleinen, ab. nicht mit gross. Buchstaben lesen.

 

[IIa-04-1783-1784-0655]
Der Stulgang und die Galle faulen unter allem am liebsten.

 

[IIa-04-1783-1784-0656]
Alle Gespenster sind kalt anzufülen.

 

[IIa-04-1783-1784-0657]
Eine Hexe ist der Zauberei überwiesen geachtet worden, wenn sie nicht weinen konte. Bekkers bezauberte Welt. 1. T. S. 205.

 

[IIa-04-1783-1784-0658]
Man schor von Mans und Weibspersonen alle Hare des Körpers ab, um die Male des Teufels zu entdekken S. 206.

 

[IIa-04-1783-1784-0659]
Auf der Stadwage zu Oudewater in der Provinz Holland wog man ab, ob einer ein Zauberer wäre od. nicht. S. 209.

 

[IIa-04-1783-1784-0660]
Mit den Äxten töden wir nur das Vieh; keine Streitäxte mer.

 

[IIa-04-1783-1784-0661]
Die Sineser konten sonst auf Porzelain Fische und a. Tiere malen, die ab. nur dan erschienen, wenn das Gefäs mit Wasser od. sonst et. angefült war. Lettres édifiantes et curieuses, douziéme recueil, p. 315.

 

[IIa-04-1783-1784-0662]
Die Schüler der alten Philosophen nanten sich nicht nach dem Lerer, sondern nach dem Auditorium z. B. Peripatetiker, Stoiker, Akademiker.

 

[IIa-04-1783-1784-0663]
Ob Petrus in Rom war? - Sonst wurden mer Erwachsene als Kinder getauft.

 

[IIa-04-1783-1784-0664]
Der Arzt heilt (tödet) nur Menschen; und anatomirt auch Tiere.

 

[IIa-04-1783-1784-0665]
Ob Iephta seine Tochter wirklich geopfert?

 

[IIa-04-1783-1784-0666]
Ein Prophet bedeutet nichts als ein Statsbedienter.

 

[IIa-04-1783-1784-0667]
Über das Gold machen wurde das Pulver entdekt.

 

[IIa-04-1783-1784-0668]
In Aachen geht eine ungeheure Puppe von Karl dem Gross., die Kopf und Augen bewegt, am Fronleichnamstage mit in der Prozession.

 

[IIa-04-1783-1784-0669]
Wenn von gewissen Wilden in Amerika einer um ein Mädgen wirbt, und sie giebt ihm zu essen, so nimt ers für einen Korb auf.

 

[IIa-04-1783-1784-0670]
Bei anderen Wilden schleicht der Liebhaber zu Nachts vor das Bett der Geliebten mit einem brennenden Lichte. Löscht sie es aus, ein Korb; so ist die Sache richtig; nicht, ein Korb.

 

[Manuskriptseite 35]

[IIa-04-1783-1784-0671]
In Florenz ist ein Gemälde, das Blumen und Vögel vorstelt und aus lauter Diamanten zusammengesezt ist.

 

[IIa-04-1783-1784-0672]
In der Gallerie von Florenz ist ein Glas, welches, wenn man es auf das Gemälde eines Mans legt, es sogleich eine Frau vorstellen macht. Richard Lassels Voyage d'Italie tom. I. p. 195.

 

[IIa-04-1783-1784-0673]
On voit dans la bibliothéque de MM. de l'oratoire à Paris, un tableau qui représente les douze apôtres: en les regardant au travers d'un verre à facettes, tous ces objets disparoissent et l'on apperçoit plus que la figure de Iésus Christ. Anecdotes des beaux-Arts. T. I. p. 69-70.

 

[IIa-04-1783-1784-0674]
In der Bibliothek de Sainte-Géneviève, zu Paris ist ein Gemälde, das einen Pabst, Kaiser, Kardinal, Bischopf und Krieger vorstelt; wenn man es durch ein verre à facettes betrachtet, sieht man nur einen Todenkopf. p. 70.

 

[IIa-04-1783-1784-0675]
Ein gewisses Gemälde, das die Stieftochter des Ludwig XIV vorstelt, besteht aus lauter kleinen Buchstaben, die ein italiänisches Lobgedicht auf sie ausmachen. p. 72.

 

[IIa-04-1783-1784-0676]
Ugun Carpi, Bon Boullongne, und Gierdano, malten nicht selten stat des Pinsels mit dem Finger.

 

[IIa-04-1783-1784-0677]
Die Sehendgewordnen können Gemälde von wirklichen Dingen nicht unterscheiden.

 

[IIa-04-1783-1784-0678]
Die Tugend der Reinlichkeit macht, daß das geflügelte Eichhörngen gefangen wird. Es steigt nämlich von seinem Baum herab auf die Erde, und läst unten an demselben seinen Unrat zurük.

 

[IIa-04-1783-1784-0679]
Wenn die Riesenschlange auf Raub lauert, hält sie den Kopf ser hoch empor; daher kan sie der Mensch leichter vermeiden.

 

[IIa-04-1783-1784-0680]
Die Ägypter erwiesen dem Maulwurfe götliche Ere, weil er keine Augen hat, und weil sie die Finsternis für älter als das Licht hielten. Plut. Quaest. Conuiv. 4. 5.

 

[IIa-04-1783-1784-0681]
Amor ist nach den Alten das Kind der Nacht und der Vater des Tags.

 

[IIa-04-1783-1784-0682]
Bis ins fünfte Iarhundert hatte man kein Bild von Iesu am Kreuz, weil dieses Enterende den schlechtbefestigten Christen geschadet hätte; man malte ihn vielmer mit einem Stralenglanz.

 

[IIa-04-1783-1784-0683]
Spanheim gegen Maimbourg: der Kaiser Leon l'Isaurien (717) stelte die Bilder an hohe Orte, damit sie dem sie anbetenden Volke weniger in die Augen fielen. - Üb. die Bilderstürmerei wäre die Malerei untergegan beinahe untergegangen.

 

[IIa-04-1783-1784-0684]
Der Kaiser Theophilus verfolgte ausser den Bildern auch die Maler, und verbot ihnen bei Lebensstrafe etwas zu malen.

 

[Manuskriptseite 36]

[IIa-04-1783-1784-0685]
In einer tabellarischen Disposizion sind griechische, lateinische, hebräische p. Buchstaben.

 

[IIa-04-1783-1784-0686]
Wenn vieles Unkraut im Akker ist, mus man nicht zu lange vor dem Säen düngen, damit nicht das Unkraut früher wachse als das Korn keimt.

 

[IIa-04-1783-1784-0687]
Manche wollen irrig durch öfteres Pflügen das Düngen ersezen.

 

[IIa-04-1783-1784-0688]
Wenn der Same zu tief liegt, geht er gar nicht od. spät auf; zu hoch, Vögel und Wind

 

[IIa-04-1783-1784-0689]
Die starke Erschütterung durch die Sense schlägt unterm Mähen Körner heraus.

 

[IIa-04-1783-1784-0690]
Ein Autor, der üb. die Verhinderung des Kindermords schrieb, gab dazu an, daß sich alle Frauenzimmer baden müsten, damit man sähe p.

 

[IIa-04-1783-1784-0691]
Die Untersuchung des schwangerseinsollenden Leibes mus zufruhe morgends geschehen, sonst wird sie unentscheidend.

 

[IIa-04-1783-1784-0692]
Moses hatte Infamienstrafe für Tode, ab. nicht für Lebendige. Michaelis.

 

[IIa-04-1783-1784-0693]
Bei den Iuden ein Verbrecher, wenn man einen fremden Got, und wenn man den waren unter einem Bilde anbetete.

 

[IIa-04-1783-1784-0694]
Die Iuden musten ihre Notdurft ausser dem Lager verrichten

 

[IIa-04-1783-1784-0695]
Die Abschreiber begiengen nach einem Schreibfeler in den nächsten Worten einen entgegengesezten, um es anzuzeigen.

 

[IIa-04-1783-1784-0696]
Man zieht aus der Einhaltung der Bibel einen Beweis ihrer Götlichkeit

 

[IIa-04-1783-1784-0697]
Zu Mosis Zeit und nachher wurde bei den Iuden das Silber nicht gemünzt und dargezält, sondern gewogen.

 

[IIa-04-1783-1784-0698]
Manche Reiche kaufen sich die Zäne der Armen. De Lüc.

 

[IIa-04-1783-1784-0699]
Im geistlichen Gericht wird wegen Unfruchtbarkeit nie, ab. wol wegen Unvermögens die Ehe geschieden. Can. 27. Caus. 32. qu. 1.

 

[IIa-04-1783-1784-0700]
Der Rabe nent ieden Spizbub und stielt selbst.

 

[IIa-04-1783-1784-0701]
Got schonte der Stad Ninive deswillen, weil viele Tiere darinnen sind.

 

[IIa-04-1783-1784-0702]
Die heiligen Väter auf den im I. 787 zu Calcuth in Northumberlande und zu Mercien gehaltnen Konzilien verboten in einem besondern Kanon, daß die Engländer ihren Pferden die Schwänze nicht abstuzen solten.

 

[IIa-04-1783-1784-0703]
Beim Lauffeuer lauft die Flamme nicht, sond. eine neue folgt nur immer auf die alte.

 

[IIa-04-1783-1784-0704]
Die Haut des Menschen wäre zur Bekleidung der Bücher besonders dienlich. Plappereien S. 251.

 

[IIa-04-1783-1784-0705]
Da man die Ausfur der Gemälde gross. Meister, aus Italien verboten, so entstellen die, die eines wegbringen wollen, es durch schlechte Malereien.

 

[Manuskriptseite 37]

[IIa-04-1783-1784-0706]
Die Ursache, warum Sonne und Mond sich um die Erde drehen, ist nach der nordischen Theologie, weil zwei Wölfe Skol Skol und Hate sie verfolgen; und am iüngsten Tag holen sie sie ein. Die Hörner des Altars ergreifen.

 

[IIa-04-1783-1784-0707]
Der Künstler des nordisch goldnen tunderischen Horns lässet die unerbaren Teile der Figuren ganz weg, stat daß sie andre verbergen. Plappereien S. 345.

 

[IIa-04-1783-1784-0708]
Strabo: die Weiber der Zimbrer weissagen aus den Eingeweiden der Gefangnen. - Des Mittags begiest man nicht.

 

[IIa-04-1783-1784-0709]
Merrettich beisset am meisten in die Augen, wenn er zerrieben wird.

 

[IIa-04-1783-1784-0710]
Die Ochsen beschneiden mit ihren dikken Lefzen die dikken grasreichen Wiesen; die Schafe beschädigen die hohen sandigen durch Ausreissen; die Pferde fress. die schattichten bis an die Wurzel ab; die Ziegen benagen die auf den steilsten Felsen wachsende Bäume, die Schweine wülen nach weichen, saftigen Wurzeln und die Gänse verderben alle durch ihren scharfen Schnabel und hizigen Mist.

 

[IIa-04-1783-1784-0711]
Einige Insekten verderben die Wurzeln, and. die Blätter der Gewächse.

 

[IIa-04-1783-1784-0712]
In einem zu fetten Boden vermodern saftige Wurzeln.

 

[IIa-04-1783-1784-0713]
Bei den Römern durfte niemand das Gras des Orts, wo iemand begraben lag, abmähen, es gehörte der abgeschiednen Sele.

 

[IIa-04-1783-1784-0714]
Wir tragen auf der Bare einen Toden so hinaus, daß er die Füsse vorwärts kert. Die Türken das Gegenteil, weil der Kopf zuerst in die Welt komme und dah. auch zuerst hinaus müsse.

 

[IIa-04-1783-1784-0715]
Die römischen Sklaven und arme Leute wurden nicht vebrent, sond. begraben.

 

[IIa-04-1783-1784-0716]
Otho, dess. Iuvenal gedenkt, fürte einen Spies, wo oben ein Spiegel war, in dem er seine Koeffüre besah.

 

[IIa-04-1783-1784-0717]
On a vu en Italie un tableau représentant dieu le père et le Christ qui couronnoient la vierge, auxquels on avoit coupé la moitié des bras afind de faire place à une vaste couronne de perles. Anecdotes p. T. I. p. 108.

 

[IIa-04-1783-1784-0718]
Der Wirt läst seine Gäste die Gläser gerne zerbrechen, weil sie sie doppelt ihm wieder zalen müssen. Nicht blos das Ess. auch die Gefässe bezalen.

 

[IIa-04-1783-1784-0719]
In einer gewiss. deutschen Residenz wird ein zugemauertes Tor bewacht.

 

[IIa-04-1783-1784-0720]
Das Feuer wird mit besserm Holz entzündet als genärt.

 

[Manuskriptseite 38]

[IIa-04-1783-1784-0721]
Die Schauspieler reiss. sich falsche Hare vor Schmerz aus.

 

[IIa-04-1783-1784-0722]
Einer Geselschaft Ingolstädter Studenten muste der Wirt einen Trog unter den Tisch machen lass., worin ied. sein Wasser lies. Reisender Franzose.
Reisendr Fr.] evtl. Kurzform von "Reisen eines Franzosen" von Joseph de Laporte (1768-1789); siehe bibliographische Angaben weiter unten.

 

[IIa-04-1783-1784-0723]
Wenn ein Russe ins Zimmer geht, redet er nicht eher was, als bis der das Bild des h. Nikolas gesehen, den er anredet.

 

[IIa-04-1783-1784-0724]
Die Türken behaupten, ein Mensch wärend seines Lebens abbilden ist seinen Tod beschleunigen; die Figuren, die der Pinsel schaft, werden am iüngsten Tag von dem, der sie malte, eine Sele verlangen. Anecdotes. T. 1. p. 159. Wein eher als Bier erfunden.

 

[IIa-04-1783-1784-0725]
Chardin: Die Perser glauben die Schönheit des Ali so gros, daß ihre Maler alzeit üb. sein Gesicht einen Schleier malen.

 

[IIa-04-1783-1784-0726]
Chardin: die persischen Maler malen allen Figuren nur Ein An Auge an; treffen sie auf Gemälde mit 2., krazen sie mit einem Federmess. das linke aus.

 

[IIa-04-1783-1784-0727]
Die Ägypter einbalsamirten den Körper, damit seine Sele in kein Tier fare.

 

[IIa-04-1783-1784-0728]
Rabbinen: der Engel Hasael (od. Hexael) teilte de zur Ersezung des Unrechts, das er dem Cham in Rüksicht seines Weibs Naamah getan, gross. Wissenschaft und die Magie mit. - Sich zugleich mit einem Hund abmalen lassen.

 

[IIa-04-1783-1784-0729]
In Salzburg kleidete ein Pfarrer seinen Schulmeister als einen Teufel an und verstekte ihn unter die Kanzel und lies ihn auf seinen Ruf mitten in der Predigt erscheinen, um der Gemeinde p. einzuiagen. Reisen eines Franzosen.

 

[IIa-04-1783-1784-0730]
Iener iunge Mensch in Paris lies sich ums Geld oft zur Ader, um einem angehenden Wundarzt zum Studium zu dienen und mit seinem Blute seiner Familie Brod zu verschaffen.

 

[IIa-04-1783-1784-0731]
Wenn ein römischer Advokat einen Prozes gewan, wurde ein Palmkranz an seine Türe gehangen.

 

[IIa-04-1783-1784-0732]
Vor 6 Iaren noch zogen die Winden alle 7. Iar nach Köln am Rhein, um einem Kruzifix den Bart abzuschneiden. Reis. eines Franz. 1. T.

 

[IIa-04-1783-1784-0733]
Iene Korhern sagten sie sängen auf dem Kor, um den Schleim von der Brust zu bringen.

 

[Manuskriptseite 39]

[IIa-04-1783-1784-0734]
In Athen sezte man den Ehebrechern einen gewissen Fisch in den Hintern, der die Gedärme durchwülte und tödete.

 

[IIa-04-1783-1784-0735]
In Rom waren Vorschneiderbuden (pergula) wo man im Trenschiren Unterricht gab und wo die Hosen, Hüner p. von Ulmenholz gemacht waren, so daß man mit einem stumpfen Messer an ihren Gliedern das Zerschneiden zeigen konte.

 

[IIa-04-1783-1784-0736]
Die, die in Rom Schifbruch gelitten hatten, liess. vom Sturm ein Gemälde verfertigen und giengen darauf betteln.

 

[IIa-04-1783-1784-0737]
In Rom sol man sonst Nachtstüle zur Untersuchung der Mänlichkeit der Päbste gebraucht haben. - Leuchtende Spize des Kirchturms.

 

[IIa-04-1783-1784-0738]
Plinius: wenn das Fleisch des Hirschen zur Arznei dienen sol, mus er nur mit Einer Wunde getödet sein.

 

[IIa-04-1783-1784-0739]
Bako: die Gewonheit der Irländer, ihre Hemden mit Safran zu färben, verlängert ihr Leben, und die der Engländer, ihn stark in ihre Speisen zu tun, ihre vermert ihre Lebhaftigkeit.

 

[IIa-04-1783-1784-0740]
Cölius Rhodiginus von einem Menschen, der den Beischlaf nicht volbringen konte, wenn er nicht vorher mit einer Peitsche ganz blutig gehieben war.

 

[IIa-04-1783-1784-0741]
Manche, die Liebe sei bei Tage schädlicher als zu Nachts.

 

[IIa-04-1783-1784-0742]
Der Tisch wankt wenn von seinen 4. Beinen einer ungleich ist.

 

[IIa-04-1783-1784-0743]
Bei wolkichtem Wetter ists oft ungewis, ob ein Flekken (am Mond) vom Schatten der Erde od. ihren Dünsten bedekt wird.

 

[IIa-04-1783-1784-0744]
Die übergüldeten Spizen auf dem Tempel zu Ierusalem solte hielten nicht blos (wie Iosephus sagt) die Vögel ab, sich darauf zu sezen und ihn zu verunreinigen, sondern auch, nach Michaelis, den Bliz. 3. Iargang. 5. St.

 

[IIa-04-1783-1784-0745]
Die Piquen einer römischen Legion haben bei einem Donnerwetter geleuchtet.

 

[IIa-04-1783-1784-0746]
Michaelis sezte Fragen für die auf, die zu den Morgenländern reisen.

 

[IIa-04-1783-1784-0747]
Metalne Dachrinnen leiten oft den Bliz so gut als den Regen ab.

 

[IIa-04-1783-1784-0748]
Lord Mahon rät, man sol die übergüldete, gröbere kupferne Spize der gemeinen Ableiter sich in eine äusserst spize goldne Nadel endigen lassen.

 

[IIa-04-1783-1784-0749]
Man schrieb das doppelte Feuer auf den Schiffen günstigen, das einfache ungünstigen Gotheiten zu.

 

[Manuskriptseite 40]

[IIa-04-1783-1784-0750]
In der Nikolaikirche zu Toulouse sind die Wangen der unverweslichen Körper durch das Vertroknen so zurükgezogen worden, daß sie zu lachen scheinen

 

[IIa-04-1783-1784-0751]
Wenn bei den alten nordischen Völkern das Los, ein Opfer zu sein, auf den König fiel, hielten sie das für et. vorzüglich glükliches.

 

[IIa-04-1783-1784-0752]
Die Ägypter suchten zu Opfern die schönsten und angesehendsten Leute aus.

 

[IIa-04-1783-1784-0753]
In vielen Provinzen Frankreichs schlug sonst die Frau den Man am 3. Osterfeiertage und am folgenden der Man die Frau. Recreations historiques, etc. critiques etc. par Mr. du Radier. T. I

 

[IIa-04-1783-1784-0754]
Wenn bei den Sifans das Haupt eines Kantons in lezten Zügen liegt, so arbeiten 12 Iünglinge und 12 Mädgen in seiner Hütte an der Erzeugung eines Kindes, damit die Sele des Sterbenden sogleich einen a. Leib finde. Essais historiques sur Paris T. V.

 

[IIa-04-1783-1784-0755]
Die Chirigans begraben ihre Kinder an die Herstrassen, damit ihre Selen desto leichter in die Leiber der schwangern Weiber faren können, die vorbeigehen. Iourn. Encyclop. Iuin 1762.

 

[IIa-04-1783-1784-0756]
In Choa entiungfert, durch Hülfe der Anverwandten, ein eiserner Göze das zu verheuratende Mädgen.

 

[IIa-04-1783-1784-0757]
Die Hauptzeremonie ist, wenn ein par Hottentotten sich verheuraten, daß ein Priester sie reichlich anpisset.

 

[IIa-04-1783-1784-0758]
In der sinesischen Provinz Chen=si stelt man die beiden Särge der Personen, die man verheuraten wolte, neben einander, feiert ein Hochzeitsfest und begräbt sie in Ein Grab. Die Verwandten behandeln denn sich als wenn iene wirklich p.

 

[IIa-04-1783-1784-0759]
Die neuen Maler Roms übertreffen die Alten.

 

[IIa-04-1783-1784-0760]
Der Maler Pietro Cosimo Cosimo hatte den grösten Abscheu vor dem Donner und sah nichts lieber als den Regen fallen.

 

[IIa-04-1783-1784-0761]
Die Indianer sahen anfangs die Kleider der Europ. für zu ihrem Leib gehörig an.

 

[IIa-04-1783-1784-0762]
Michel Angelo besuchte alle Tage gewisse alte Statüen; da er nicht mer sehen konte, befülte er sie.

 

[IIa-04-1783-1784-0763]
Die Kaffern schneiden ihren Feinden im Kriege viele mänliche Glieder ab und beschenken ihre Weiber damit, die sich daraus Halsbänder machen.

 

[IIa-04-1783-1784-0764]
Der Stachelschweinmensch in England muste alzeit mit der Zeugung bis auf den Herbst verschieben , wo seine Stacheln ausfielen.

 

[Manuskriptseite 41]

[IIa-04-1783-1784-0765]
Eine Deutsche hurte mit einem Neger und bekam ein Kind, das nur an der Rute nicht weis war. Bibliotheque de Medicine etc. Tom. XV.

 

[IIa-04-1783-1784-0766]
Die Bewoner der Inseln der Südsee glauben, daß zwar ihre Götter nichts essen, allein so wie man einen Fremdling eret, so sezen sie ihnen doch Eswaren vor, die sie auf dem Altar verwesen lassen.

 

[IIa-04-1783-1784-0767]
Die Türken zum H nemen zum Henker bei einer Exekuzion den ersten besten und meistens einen Iuden od. Christen; dah. sich diese nicht dan gern sehen lassen.

 

[IIa-04-1783-1784-0768]
Man hat in Rom Mauern, worauf grosse Meister et. gemalt hatten, um das Gemälde nicht zu zerstören durch Maschinen fortgeschaft.

 

[IIa-04-1783-1784-0769]
Ami Aspertini malte zu gleicher Zeit immer mit der einen Hand das Licht, mit der and. den Schatten. Der Vogel kan one Schwanz fliegen.

 

[IIa-04-1783-1784-0770]
Die weisse Frau kündig alzeit nur mänliche Todesfälle von Fürsten an.

 

[IIa-04-1783-1784-0771]
In den mittlern Zeiten trauerte eine Fürstin um ihren Gemal in weisser Tracht und ihr ganzes Leben durch.

 

[IIa-04-1783-1784-0772]
Auf der Insel Mykone halten es die Weiber für eine Zierde, grosse Füsse zu haben. Dah. ziehen sie oft 5. Par Strümpfe an.

 

[IIa-04-1783-1784-0773]
In der Landschaft Fetu bei Guinea liegen Braut und Bräutigam 7 Tage beieinander, one sich zu berüren, welches ein Mädgen von 7 Iaren durch dazwischenliegen verhindern mus.

 

[IIa-04-1783-1784-0774]
Seitdem er vom Baum des Erkentnisses gegessen, hat er die Herschaft üb. die Tiere verloren. Den Nachtstul nicht zum Fenster hinausgiess. nur den Nachttopf.

 

[IIa-04-1783-1784-0775]
Der Blizableiter tödet auch; der abgeletete Bliz auch.

 

[IIa-04-1783-1784-0776]
In den Handschuhen, (auf der Orgel) und im Winter spielen.

 

[IIa-04-1783-1784-0777]
Wolken sind Licht= und Ofenschirm zugleich.

 

[IIa-04-1783-1784-0778]
Eben die Wolken, die die Sonne Morgen und abends schminkt, verdunkeln sie am Mittage.

 

[IIa-04-1783-1784-0779]
Bei den stummen Fischen isset man die Augen.

 

[IIa-04-1783-1784-0780]
Die Mezzoranier (im Roman des Berkely, Gaudentio von Lucca) glauben, daß die Selen der Tiere nach Menschenkörpern geizten, und sich da hinein stälen, sobald der Mensch gegen seine Vernunft handle.

 

[IIa-04-1783-1784-0781]
Cartouche nam keinen in seine Bande auf, der nicht die Folter überstehen konte.

 

[IIa-04-1783-1784-0782]
Stat in England noch die Verbrecher, die die Woltat der Geistlichkeit (beneficium cleri) erhalten, mit einem heissen Eisen zu brandmarken, drükt man ihnen eine kalte Guinee in die Hand.

 

[Manuskriptseite 42]

[IIa-04-1783-1784-0783]
Die weisse Frau trägt zur Anzeige trauriger Vorfälle schwarze Handschuh in beiden Händen; frölicher geht sie ganz weis.

 

[IIa-04-1783-1784-0784]
Der Ring, der bei uns die Ehe bindet, hindert sie bei den morgenländ. Mönchen.

 

[IIa-04-1783-1784-0785]
Der Monddoktor in Berlin heilte durch Mondschein und Gebet. Berlinische Monatsschrift April 1783. S. 353.

 

[IIa-04-1783-1784-0786]
Ein sogenanter Ziegenprophet in Berlin heilte durch Gassenkot. Ebendaselbst. S. 355. - Sich in die Zunge *...* beissen.

 

[IIa-04-1783-1784-0787]
Ein Iüngling von Aten verliebte sich so in eine marmorne Statüe, daß er sie vom Senat verlangte; da dieser sie und ihre Annäherung ihm versagte, tödete er sich.

 

[IIa-04-1783-1784-0788]
Einige Weiber in Rom hatten den Schlüssel zu dem Ringe, um der Treue ihrer Liebhaber gewisser zu sein.

 

[IIa-04-1783-1784-0789]
Man giebt den Beifal üb. den, der im Parlament eine Rede hält, dadurch zu erkennen, daß man schreiet hear him. Ab. dieses Geschrei unterbricht oft die Redenden. Berlinische Monatsschrift. 3. St. 1783. S. 300.

 

[IIa-04-1783-1784-0790]
Die Hirten der Viehherden auf den Firsten od. hohen Berggipfeln im Münstertale, Melker genant p. Abends komt der Melker auf einer Leiter vor das Fenster seines Mädgens und unterhält sich mit ihr durch eine zerbrochne Fensterscheibe. Iedes Mädgen hat eine zerbrochne Fensterscheibe, wenn auch keinen Liebhaber. Die Lokken durch Papillotten ersezen.

 

[IIa-04-1783-1784-0791]
Der Türk nimt die Pantoffeln ab, wenn er zu einem Vornemen komt; wir den Hut.

 

[IIa-04-1783-1784-0792]
Die Türkinnen haben die Schleppen am Hemde.

 

[IIa-04-1783-1784-0793]
Die Brasilier essen nicht, wenn sie trinken und umgekert.

 

[IIa-04-1783-1784-0794]
Die Tatarn lieben Stutenmilch mer als Kuhmilch.

 

[IIa-04-1783-1784-0795]
Wenn die Zeugungsteile auf einer Pflanze, ab. auf verschiednen Blumen von einand. getrent sind, so stehen die weiblichen Blumen niedriger, damit der Samenstaub auf sie herabfallen könne.

 

[IIa-04-1783-1784-0796]
Wenn ein ausländisches Gewächs an einen Ort gebracht wird, wo es seines gleichen findet, so gedeihet es besser, als im Gegenteil.

 

[IIa-04-1783-1784-0797]
Einige Dorngeschlechter verlieren ihre Dornen durch Veredlung wie z. B. Steinobst= und Kernobstbäume.

 

[Manuskriptseite 43]

[IIa-04-1783-1784-0798]
Der Erdäpfel (Helianthus tuberosus L.) der Samen wird bei uns nicht reif, sond. sie werden nur durch die Knollen fortgepflanzt.

 

[IIa-04-1783-1784-0799]
Frischer Mist giebt dem Wein einen übeln Geschmak.

 

[IIa-04-1783-1784-0800]
Viele Tiere bringen Saugzäne mit, die ausfallen, wenn sie härtere Narung geniessen.

 

[IIa-04-1783-1784-0801]
Damit die Füllen den Kopf hoch tragen lernen, mus man ihnen die Krippe so wie sie wachsen immer erhöhen, damit sie beim Fressen zur Erhebung dess. genötigt sind.

 

[IIa-04-1783-1784-0802]
Die Schafe gedeihen nie im Finstern, Gänse umgekehrt

 

[IIa-04-1783-1784-0803]
Man stelt oft Lichter in den Bienenstand, damit sie die schädlichen Nachtfalter daran verbrennen.

 

[IIa-04-1783-1784-0804]
Die Seidenwürmer darf man mit keinen zerquetschten Blättern füttern.

 

[IIa-04-1783-1784-0805]
Die durchgebissenen Knäul werden nebst den Doppelspinnern und geflekten zur Floretseide geschlagen.

 

[IIa-04-1783-1784-0806]
Der Regen wäscht von den Bergen Fettigkeit herunter in die Täler, die dadurch fruchtbarer werden.

 

[IIa-04-1783-1784-0807]
Felsen ein par Schuh tief unter der Erde erhizen das Feld ebenfals und zeitigen ser.

 

[IIa-04-1783-1784-0808]
Wenn sich das Getraide lagert, so trägt es taube od. magere Ären.

 

[IIa-04-1783-1784-0809]
Man streuet für Spazen eine lange Reihe Körner hin, deren Schmäle sich in Breite verliert und schiest dan darüber hin.

 

[IIa-04-1783-1784-0810]
Die Frülings=Roggen=Raupe (Phalaena nictitans. L.) beiset in der Erde zu Nachts die Halme ab und geniest dav. nichts als den Saft, den sie aussaugt.

 

[IIa-04-1783-1784-0811]
Bei gross. Fluren ist der Anfang des Getraides kaum reif und wird überzeitig am Ende derselben.

 

[IIa-04-1783-1784-0812]
Viele Tische zu 1. Tafel zusammensezen.

 

[IIa-04-1783-1784-0813]
I. R. Forster: alles auf der See schwimmende Eis giebt, geschmolzen, frisches Wasser.

 

[IIa-04-1783-1784-0814]
Im Dorf wird gemeiniglich der Älteste, Ärmste zum Hirten gewält, damit ihn die Gemeinde nicht mit Almosen unterhalten dürfe.

 

[IIa-04-1783-1784-0815]
Manche Insekten stechen das Pferd blos, manche legen auch ihre Eier darauf.

 

[IIa-04-1783-1784-0816]
Wenn man das Pferd lang hungern lässet, nagt's an der Krippe und wird ein Krippenbeisser.

 

[Manuskriptseite 44]

[IIa-04-1783-1784-0817]
Zu gross. Sonnenschein macht Wachs und Honig flüssig, daß es herausläuft od. die Flügel der Bienen beschmuzt.

 

[IIa-04-1783-1784-0818]
Manche töden alle Bienen, um den Honig zu bekommen.

 

[IIa-04-1783-1784-0819]
Tiefe Wasser sichern die Fische vor der Kälte.

 

[IIa-04-1783-1784-0820]
Oft fallen die Gränzbäume vor Alter um, od. durch den Sturmwind; od. werden von Holzdieben gestolen.

 

[IIa-04-1783-1784-0821]
Die Gränzhügel müssen öfters wieder erhaben gemacht werden.

 

[IIa-04-1783-1784-0822]
Bei Ieder Gränzbeziehung od. begehung wonen ausser den alten, auch iunge Leute bei. Wundärzte sind Balbiers.

 

[IIa-04-1783-1784-0823]
Die irländischen Damen liessen aus Rache den Kopf des Twiß mit ofnem Munde und Augen auf den Boden ihrer Pistöpfe malen. Brittisches Museum für Deutsche. V. B. 282.

 

[IIa-04-1783-1784-0824]
Wenn der Barde eines wallisischen Königs von ihm eine Gnade verlangte muste er zur Strafe ein Gedicht absingen; von einem Edelman, drei; von einem Vasallen, must' er ihn in Schlaf singen. Leg. Wall. L. I. c. XIX. p. 35.

 

[IIa-04-1783-1784-0825]
Bei den nordischen Völkern, Persern, Arabern hatten die Schwerder Namen.

 

[IIa-04-1783-1784-0826]
Die Schwangerschaft für Wassersucht ausgeben.

 

[IIa-04-1783-1784-0827]
Die Ausdünstung des Stumpfes ist giftig und man sinkt in denselben.

 

[IIa-04-1783-1784-0828]
Die zu hohen Gebäude verweren der Luft den Zutrit und verschlimmern sie.

 

[IIa-04-1783-1784-0829]
Wenn man kupferne Gefässe nicht rein hält, sind giftige Wirkungen zu besorgen.

 

[IIa-04-1783-1784-0830]
Schnelle Flüsse sind zum Trinken gesünder als langsame.

 

[IIa-04-1783-1784-0831]
Die faulen Teile aus den benachbarten Abtritten und Schleussen machen die öffentlichen Brunnen süsser und ungesunder.

 

[IIa-04-1783-1784-0832]
Die durch Bleikalche verfälschte Weine werden schwarz, wenn man sie mit Operment in Kalchwasser gekocht auf die Probe sezt.

 

[IIa-04-1783-1784-0833]
Die Zierraten der Gebäude töd beschädigen vom Winde heruntergeworfen die Leute.

 

[IIa-04-1783-1784-0834]
Die Hebammen dürfen Gebärenden und Kindern keine Arzneien geben.

 

[IIa-04-1783-1784-0835]
Die Ärzte dürfen keine Arzneien selbst machen und ausgeben.

 

[IIa-04-1783-1784-0836]
Venerische Krankheit stekt nicht blos durch den Beischlaf sond. auch durch Betten und Kleider an.

 

[IIa-04-1783-1784-0837]
Mit den Schifswaren zugleich die Seuche bekommen; seine

 

[Manuskriptseite 45]

[IIa-04-1783-1784-0838]
Verdächtige Schifsleute müss. sich einige Zeit in den Krankenhäusern aufhalten, damit der Verdacht verschwinde.

 

[IIa-04-1783-1784-0839]
Manche Waren pflanzen die Pest nicht fort; angestekte werden verbrent, verdächtige durch Räuchern od. freien Luftzug gereinigt.

 

[IIa-04-1783-1784-0840]
In Pestzeiten mus man an öffentlichen Orten Feuer machen und Stükke wegen der Ausdünstung des Pulvers losschiessen.

 

[IIa-04-1783-1784-0841]
Den Selbstmörder öfnen, um auszumachen, ob er ein erliches od. unerliches Begräbnis bekommen müsse. Gottesakker in der Vorstad, nicht in der Stad.

 

[IIa-04-1783-1784-0842]
Sich gegen einen Vornemen aus Eitelkeit bükken, der uns nicht kent.

 

[IIa-04-1783-1784-0843]
Das hiesse den Baum erst zur Zeit seiner Blüte abraupen.

 

[IIa-04-1783-1784-0844]
Ein zu zeitig gebornes Kind schläft immer und weint ser.

 

[IIa-04-1783-1784-0845]
Kirchen zu Monumenten der Toden, nicht zu ihren Begräbnissen.

 

[IIa-04-1783-1784-0846]
Die Kupfer der ältesten Meister sind mit dem Grabstichel gearbeitet, weil das Äzen später als das Stechen aufkam.

 

[IIa-04-1783-1784-0847]
Der Arzt mus bei der Sektion die Todenflekke, die vom stokkenden Geblüt unter der Haut herrüren, nicht für Flekke halten, die von äusserer Gewalt herrüren.

 

[IIa-04-1783-1784-0848]
Eine durch ein schlafmachendes Mittel schwängern. - Ein Kind im Abtrit.

 

[IIa-04-1783-1784-0849]
Wenn der Magen mit Speisen und vorzüglich fettichten angefült ist, schaden ihm die heftigsten Gifte nichts und machen ho nur Erbrechen - so auch eine starke Verschleimmung desselben.

 

[IIa-04-1783-1784-0850]
Bei kranken Missetätern verschiebt man ihren Todestag auf ihre Genesung.

 

[IIa-04-1783-1784-0851]
Stinkender Atem rechtfertigt die Ehescheidung.

 

[IIa-04-1783-1784-0852]
Der Bacchus und der Schlaf wurden gemeinschaftlich angebetet. "Wie die Alten den Tod gebildet". S. 49.

 

[IIa-04-1783-1784-0853]
Die Edelgesteine findet man im losen Sand der Gebürge.

 

[IIa-04-1783-1784-0854]
Die Arbeiter in den Queksilbergruben haben wakkelnde und ausfallende Zäne.

 

[IIa-04-1783-1784-0855]
Einige Mineralogen hielten das Blei für ein unreifes Silber. Im al meisten Silb Blei ist et. Silber.

 

[IIa-04-1783-1784-0856]
Das Bier wird durch heftige Bewegung und Liegen verbessert; dah. fremde Biere vorzüglicher sind, und ie weiter sie gefaren, soviel besser werden sie.

 

[IIa-04-1783-1784-0857]
Ie fester man den Hopfen zusammenprest, desto besser hält er sich.

 

[Manuskriptseite 46]

[IIa-04-1783-1784-0858]
Ein Bürger lässet sich gern in einem reichen Anzug malen.

 

[IIa-04-1783-1784-0859]
1719 wurde zu Dresden ein Kind geboren, das stat der Nase einen Schwanz hatte, den man aufheben konte und in die Hirnschale sehen. Umständliche Beschreibung Dresd.

 

[IIa-04-1783-1784-0860]
In Siberien donnert es im Sommer nie, allein im Winter bei der grösten Kälte.

 

[IIa-04-1783-1784-0861]
Die Münsterkirche in Strasburg ist katolisch und ihr Turm protestantisch

 

[IIa-04-1783-1784-0862]
Die ägyptischen Bildhauer durchschnitten den Marmorblok und ieder bearbeitete alzeit die Hälfte der Figur.

 

[IIa-04-1783-1784-0863]
Priape fut de bois de figuier; Bacchus de bois de vigne; et l'on employoit celui d'olivier pour les Statues de Minerve.

 

[IIa-04-1783-1784-0864]
Im Anfange war an der hölzernen Statue oft nur der Mund von Marmor.

 

[IIa-04-1783-1784-0865]
Die ägyptischen Zauberer gaben ihren Iniziirten erst einen Zaubertrank eh' sie die Geister erscheinen liessen.

 

[IIa-04-1783-1784-0866]
Die Sternschnuppen sind, nach Parazelsus, wirkliche Exkremente der Sterne, wenn sie ihre astralische Speise verdauet haben.

 

[IIa-04-1783-1784-0867]
Die elektrisirte Person giebt und empfängt Schmerzen, sie mag anrüren od. angerüret werden.

 

[IIa-04-1783-1784-0868]
Die leydensche Flasche ladet, zu viel geladen, sich selbst aus.

 

[IIa-04-1783-1784-0869]
Winkelman gedenkt eines Merkurs, dem die Flügel nicht wie andern angewachsen sind (an den Füssen) sondern angeschnallet.

 

[IIa-04-1783-1784-0870]
Die Statüen der {Götter} Römer waren zu einer gewiss. Zeit von Holz, und die ihrer gross. Männer von Gold und Marmor.

 

[IIa-04-1783-1784-0871]
Die Siamer halten die Statuen für Menschen, denen Got das Leben genommen.

 

[IIa-04-1783-1784-0872]
Une Minerve antique qu'on voit à Turin a la tête et les chaies de marbre noir et les draperies en marbre blanc. Anecdot. II. p. 488.

 

[IIa-04-1783-1784-0873]
Einige verdammen, eine Statue aus verschiednen Marmorn zu machen.

 

[IIa-04-1783-1784-0874]
Pausanias, von einer Statue d'ambre, zu Eren des Augusts.

 

[IIa-04-1783-1784-0875]
Unzerknikte Eierschalen gewönen die Hüner auch an das Aufhakken ganzer Eier.

 

[IIa-04-1783-1784-0876]
Die anständigen Küsse der Weiber hatten den Bart und Mund des Herkules zu Agrigent abgenuzt.

 

[IIa-04-1783-1784-0877]
Herodot: nicht die Helene, sond. nur ihre Statue wurde nach Troia durch den Son des Priams gebracht; und dah. der Krieg

 

[Manuskriptseite 47]

[IIa-04-1783-1784-0878]
In einigen Griechischen Republiken verlor ieder zur Strafe das Glied, das er einer Statue abgebrochen hatte. Der brennende Vorhang im Schauspielhaus

 

[IIa-04-1783-1784-0879]
On remarque qu'un Préteur Romain faillit à perdre la vie pour avoir seulement porté sa main par mégarde en un lieu déshonnéte de son corps, tandis qu'il avoi avoit au doigt une bague sur laquelle étoit gravée l'image de l'Empereur.

 

[IIa-04-1783-1784-0880]
On montre dans la Cathédrale de Cordoue un crucifix, qu'un Espagnol, prisonnier parmi les Maures, a fait avec ses ongles. Voyageur Francois tom. XVI, p. 461. 1772. - Wenn der zu dünne Ableiter zerschmelzt.

 

[IIa-04-1783-1784-0881]
Engländer Symmer: wenn man einen schwarzen und weissen seidnen Strumpf übereinand. angezogen: so wird der weisse positiv und der schwarze negativ elektrisch. Zwei schwarze, od. zwei weisse geriebne Strümpfe stossen einand. fort, von ungleichen Farben ziehen sich an.

 

[IIa-04-1783-1784-0882]
Der Henker zeigt sein Schwerd p. nicht eher als bis ers braucht.

 

[IIa-04-1783-1784-0883]
Einen elektrischen Drachen gegen das Gewitter aufsteigen lassen

 

[IIa-04-1783-1784-0884]
Der Herzog Choiseul sezte den Voltaire als Wetterhan {zur Dachfane} auf sein Schlos.

 

[IIa-04-1783-1784-0885]
Den Brandtischen od. Kunkelischen Phosphor hält man unter Wasser, damit er nicht immerfort leuchte. Die Augen auf den Fülhörnern einziehen.

 

[IIa-04-1783-1784-0886]
In warmen Ländern isset man wenig.

 

[IIa-04-1783-1784-0887]
Eine Lampe zurichten, daß alle Anwesende eine Todenfarbe bekommen.

 

[IIa-04-1783-1784-0888]
Die Lichter, welche die Küster zu Nachts auf Kirchhöfen wollen leuchten sehen, sind ausgegrabnes faules Holz von Särgen, das leuchtet.

 

[IIa-04-1783-1784-0889]
Die Sineser machen aus der gewönlichen Perlenmutter falsche Perlen, ziehen sie auf Schnuren und legen sie in die im Früling hieraufkriechende und an der Sonne geöfnete Muschel, die wieder sinkt. Das andre Iar holen sie sie herauf und finden die falschen Perlen mit einer Perlenhaut überzogen, wodurch sie den ächten änlichen.

 

[IIa-04-1783-1784-0890]
Der Sporn auf dem Kam des Hans wächst als ein Horn weiter fort.

 

[IIa-04-1783-1784-0891]
In der Erde leuchtet noch Eine Sonne, die nicht auf und untergeht auf der die abschiednen Selen und der zu früh verstorbnen Kinder sind; und zu der zu der Öfnung geht man durch den Nordpol ein. Die beiden Sonnen wirken zusammen.
auf der bis wirken zusammen.] nachtr. mit Verweiszeichen a. u. R. ergänzt Mess. 1 Gesang.

 

[IIa-04-1783-1784-0892]
Hirschen zu iagen ist auf Isle de France streng verboten, ab. Menschen zu iagen ist erlaubt.

 

[IIa-04-1783-1784-0893]
Die Montgolfischen Kugeln an Strikken halten.

 

[Manuskriptseite 48]

[IIa-04-1783-1784-0894]
Die Ratten fressen Mäusse. - Fledermaus scharfen Geruch.

 

[IIa-04-1783-1784-0895]
Man glaubte sonst der Maulwurf frässe Wurzeln; allein er frist nur gerade eben die Regenwürmer, die sie fressen; werfen ab. oft in deren Nachiagung die iungen Pflanzen mit den Wurzeln heraus, die man ab. nur wieder eintreten darf; in ihre Gänge kommen oft Mäusse und Ratten, die die Wurzeln der Obstbäume abfressen.

 

[IIa-04-1783-1784-0896]
Das Rindvieh frist das Futter nicht, was einmal von seinem Atem durchdrungen und erwärmt ist.

 

[IIa-04-1783-1784-0897]
Der Straus hat eine harte Hornhaut auf dem Kopfe, weil er ihn unter seinem kleinen Flügel in den starktauenden Nächten der heiss. Länder nicht verstekken kan.

 

[IIa-04-1783-1784-0898]
Der Vielfras läst vom Baum Mos fallen, unter dessen Verzerung er dan das Rentier überfält.

 

[IIa-04-1783-1784-0899]
Das wilde Schwein streift den Luchs in Gebüschen ab.

 

[IIa-04-1783-1784-0900]
Trift der Löwe Menschen u. Tiere beisammen an, nimt er nur das Tier.

 

[IIa-04-1783-1784-0901]
Die Kinder des Peter des Grossen starben üb. die Angewonung an bloss. Seewasser.

 

[IIa-04-1783-1784-0902]
Die Matrosen des Christoph Kolon tauchten ihre Kleider in Seewasser. Durch die Haut schadete das nichts, was im Magen schädlich gewesen wäre.

 

[IIa-04-1783-1784-0903]
Der Sand nimt dem Wasser Unreinigkeiten.

 

[IIa-04-1783-1784-0904]
Hinter dem Schiffe bleibt eine feurige Strasse zurük im leuchtenden Mer.

 

[IIa-04-1783-1784-0905]
Das Mer sprüht Funken von sich wenn es an die Klippen od. Ruder des Schifs schlägt, auch beim Hineinwerfen der Steine; bringt keine Funken mer hervor, wenn man es ans Feuer sezt.

 

[IIa-04-1783-1784-0906]
Die russischen Bauern tragen Bärte, um die Glandeln des Halses vor der Kälte zu beschüzen.

 

[IIa-04-1783-1784-0907]
Die Riesen haben gewönlich einen schlechten Verstand; werden so wenig als die Zwerge alt.

 

[IIa-04-1783-1784-0908]
Das glänzende Auge der Kaze erleuchtet ihr auf ihren Diebstälen den Weg.

 

[IIa-04-1783-1784-0909]
Man darf nicht alle Wasserpflanzen ausrotten; weil davon die Fische ihre Eier herausreiben.

 

[Manuskriptseite 49]

[IIa-04-1783-1784-0910]
Man reizt den Fischen die Eier durch Kizeln ab.

 

[IIa-04-1783-1784-0911]
Der sogenante Heerwurm, den der Pöbel für eine lange Schlange hielt, ist nur eine Menge gemeinschaftlich beisammen wonender Raupen.

 

[IIa-04-1783-1784-0912]
In Amerika brät man die Raupen der Rüsselkäfer am Spies.

 

[IIa-04-1783-1784-0913]
Vom Kloster Maulbrunn, im Herzogtum Würtenberg, sagt man: die ersten Mönche hätten ihre Geldsäkke einem Esel aufgelegt, und wären ihm nachgefolgt; und wo der Esel stehen blieb, bauten sie das Kloster auf.

 

[IIa-04-1783-1784-0914]
Den Zisterzienser Mönchen zu Eberbach in Rheingau sol ein Eber den Bauplan zum Kloster mit dem Rüssel in die Erde gewület haben.

 

[IIa-04-1783-1784-0915]
Die ware Empfindung mischt sich in den Traum.

 

[IIa-04-1783-1784-0916]
Der Hanf macht manche Vögel (Lerchen, Gympel, Finken) fet, schwarz und zulezt erstikt er sie. Naturfors. 2 Stük. Seit. 2.

 

[IIa-04-1783-1784-0917]
Die Insekten fangen sich mit den Fülhörnern an dem frischbefirnisten Spalier.

 

[IIa-04-1783-1784-0918]
Indem die Bienen der Blume den Honig nemen, geben sie ihr Blumenstaub und befruchten sie.

 

[IIa-04-1783-1784-0919]
Bei den Stubenfliegen lässet das Weibgen das Geburtsglied ins Mängen hinein.

 

[IIa-04-1783-1784-0920]
Die Blatnerven zwingen die Manirwürmer immer zur Krümmung ihres Gangs.

 

[IIa-04-1783-1784-0921]
Sie können nicht umkeren; ihre Exkremente bleiben stets hinter ihnen.

 

[IIa-04-1783-1784-0922]
Heinrich der IIII von Frankr. ward im 30 Iar grau, one darauf seine Stärke zu verlieren. - Sonst waren Lagerhäuser und Krämerbuden bei der Kirche.

 

[IIa-04-1783-1784-0923]
In den uralten Zeiten lies man sich die Waffen mit ins Grab geben; nachher wurden sie nur bei den Leichenfeiern auf die Bare gelegt, od. dem Zuge nach dem Grabe vorgetragen. Schöpflin in seiner Geschichte, daß schon im 12. Iarh. Fähnlein an die Mauern bei den Gräbern der Ritter gestekt worden.

 

[IIa-04-1783-1784-0924]
Die Sterngen in den {auf dem Rok} alten Schilden und Wappen bedeuten Bastarte. Schöpflin.

 

[IIa-04-1783-1784-0925]
Die Stammelnden sprechen gut aus wenn sie singen.

 

[IIa-04-1783-1784-0926]
Alle Insekten, die aus ungeflügelten geflügelte werden, begatten sich nicht eher als bis sie Flügel bekommen.

 

[IIa-04-1783-1784-0927]
Hackesworth vermutete, obwol falsch, daß die Neuseländer aus Mangel an Narung Krieg anfiengen, um Gefangne zu verzeren.

 

[Manuskriptseite 50]

[IIa-04-1783-1784-0928]
Die Engländer wolten die Neuseeländer mit Ziegen und Schweinen bereichern, aber sie verzerten sie gleich, die ersten Pare.

 

[IIa-04-1783-1784-0929]
Der Mogol Aureng-Zeb nam von seinen Ärzten keine Arznei; sie hatten sie denn vorher selbst eingenommen. Damit er ihre Wirkung an ihnen sehen konte

 

[IIa-04-1783-1784-0930]
Der König von Siam lässet keinen Bewafneten in seinen Pallast; seine eigne Wache ist entwafnet. - Seine eigne Wache tödet ihn.

 

[IIa-04-1783-1784-0931]
Alle nach dem Licht fliegende Insekten sind Mängen.

 

[IIa-04-1783-1784-0932]
Die Insekten halten sich nicht gern an der Wetterseite der Gewächse auf.

 

[IIa-04-1783-1784-0933]
Die Seekuh ist so gefrässig, daß sie den Kopf immer unter dem Wasser hat, indess. der Rükken und die Seiten herausragen; dah. sie leicht zu fangen sind. Das Licht wird nicht leichter ausgelöscht als wenn man zur Tür hineingeht

 

[IIa-04-1783-1784-0934]
Der Tapir frist am Tage Gras, zu Nachts salzigen Schlam onomatologia V B. S. 56.

 

[IIa-04-1783-1784-0935]
Manche Insekten haben merere Flügel als die Vögel.

 

[IIa-04-1783-1784-0936]
Die Vögel werden am meisten im Streichen gefangen.

 

[IIa-04-1783-1784-0937]
Ein Zugvogel im Käfig und in Wärme wil doch zur Zeit des Zugs fort.

 

[IIa-04-1783-1784-0938]
Wer in den mitlern Zeiten die Reichskleinodien in seinem Besiz hatte, konte sich dadurch schon eines gross. Vorteils üb. andre Kronkandidaten versichert halten. Schmidts Geschichte der Deutsch. I. 260.

 

[IIa-04-1783-1784-0939]
Der Grosmogol Aureng-Zeb lies alle Fakirs seiner Staten zu einer prächtigen Bewirtung einladen; da sie gehen wolten, lies er ihnen noch neue Kleider für ihre alten Lumpen geben, worin ihr Gold und Edelsteine waren. Iean d'Oxington Voyage I. 200.

 

[IIa-04-1783-1784-0940]
Die zwei Flügel einer gewiss. Heuschrekke (Mantis ficifolia Linn.) sehen 2 Baumblättern gleich.

 

[IIa-04-1783-1784-0941]
Eine gewisse Mükke in Brasilien und a. amerikanisch. Inseln saugt sich so vol Blut, daß sie nicht wegfliegen kan.

 

[IIa-04-1783-1784-0942]
Ein Tier in seinem Winterschlaf fangen.

 

[IIa-04-1783-1784-0943]
Der Honig, welchen die Bienen auf den Winter sparen, ist immer im obersten Teil des Korbes.

 

[IIa-04-1783-1784-0944]
Manche Biene bietet mit ihrem Saugrüssel ihren Honig den mit anderen Dingen beschäftigten Bienen an.

 

[Manuskriptseite 51]

[IIa-04-1783-1784-0945]
Der winterschlafende Dachs stekt seine Schnauze in das Saugloch; nicht ab. wie die Iäger glauben, um damit sich von seinem Fet zu nären.

 

[IIa-04-1783-1784-0946]
Der Gestank der spanischen Fliegen hilft einem sie zu Troknen samlen und finden. Die abgefürte Grifspize des Huts.

 

[IIa-04-1783-1784-0947]
Die Gänse und Enten sieben den Morast, den sie im Wasser finden, durch den Schnabel.

 

[IIa-04-1783-1784-0948]
Die Hottentottinnen nemen oft die Schafsdärmer, womit sie sich umwunden, ab und essen sie.

 

[IIa-04-1783-1784-0949]
Manche Vögel bauen der Affen wegen ihre Nester auf die äussersten Zweige.

 

[IIa-04-1783-1784-0950]
Eine flekkichte Zunge od. Gaumen des Widders zeugt lauter bunte Lämmer.

 

[IIa-04-1783-1784-0951]
Die Raute fängt bei den Schafen gemeiniglich am Schwanze an.

 

[IIa-04-1783-1784-0952]
Die Schafe, in deren Lebern Würmer sind, erkent man daraus, daß sie in den Herden alzeit die hintersten sind.

 

[IIa-04-1783-1784-0953]
Die herumziehenden Schafe haben alle weisse Wolle; die Stalschafe bunt geschäkte.

 

[IIa-04-1783-1784-0954]
Nach 3. B. M. 22, 24. durften die Israeliten kein Vieh verschneiden.

 

[IIa-04-1783-1784-0955]
Die Spanier treiben, die Schafe, die sie am andern Tage schären wollen, abends in ein Schwizhaus, um die Wolle durchs Schwizen für das Schären geschmeidiger zu machen.

 

[IIa-04-1783-1784-0956]
In den Steinkolenbruch, wenn feuerfangende Luft darinnen ist, lässet man vorher einen Man mit einer langen Stange, an deren Ende ein Licht ist, auf dem Bauch hineinkriechen und die Luft anzünden.

 

[IIa-04-1783-1784-0957]
Die Fülhörner des Seekrabben sind wie Mastbäume und den Farzeugen gefärlich.

 

[IIa-04-1783-1784-0958]
Ein Raubvogel, der auf den Käfig herabschiest.

 

[IIa-04-1783-1784-0959]
Die durch die Mervielfüsse zerfressenen Muscheln haben die grösten und schönsten Perlen.

 

[IIa-04-1783-1784-0960]
Die erfischten Muscheln werden an die Sonne gelegt, daß das Fleisch verfaulet; öfnet man die Schale, so findet man die Perle blos da liegen.

 

[IIa-04-1783-1784-0961]
In den mitlern Zeiten lies ein Edelman aus Pralerei 30000 Sols auf einen gepflügten Akker säen.

 

[IIa-04-1783-1784-0962]
Ein andrer lies an dem Pferde, das er an einem öffentlichen Aufzug rit, die silbernen Beschläge so lose an machen, damit sie oft abfielen

 

[Manuskriptseite 52]

und er dafür neue aufschlagen lassen konte.

 

[IIa-04-1783-1784-0963]
Die Tagvögel halten wenn sie sich sezen die Flügel aufrecht {Nachtvögel lass. die ihrigen herunterhängen}.

 

[IIa-04-1783-1784-0964]
Keine Raupe aus dem Geschlechte der Tagvögel verwandelt sich unter der Erde; sie stehen dah. im Stande ihrer Verpuppung die gröste Kälte aus.

 

[IIa-04-1783-1784-0965]
Bei den Gasthöfen in Spanien geht man durch den Stal ins Haus. Montagu.

 

[IIa-04-1783-1784-0966]
Bei gross. Malzeiten werden in Spanien die Schüsseln bedekt und verschlossen aufgetragen, weil sie sonst zwischen der Küche und dem Speisezimmer von den hungrigen Bedienten beraubt würden.

 

[IIa-04-1783-1784-0967]
In Spanien ist die Gewonheit, bei den Leichen stille zu schweigen und zu sizen. Der elektrische Körper zieht leichte Sachen an.

 

[IIa-04-1783-1784-0968]
In Spanien geiseln sich in der Karwoche die Manspersonen auf der Gasse, besonders ab. vor ihrer Geliebten Fenster.

 

[IIa-04-1783-1784-0969]
Büne darf ler werden nicht. Straus ersezt die Sonne zu Nachts im Brüten.

 

[IIa-04-1783-1784-0970]
Das Vieh wiederkäuet meistens liegend.

 

[IIa-04-1783-1784-0971]
Bei Aix in Frankr. wurde 1583 ein versteinerter Menschenkörper gefunden, mit dess. Gehirn man Feuer schlagen konte. Onomat. 6. S. 274.

 

[IIa-04-1783-1784-0972]
Die Nachtvögel fliegen nicht am Tage herum, scheuen das Tagslicht und fliegen doch auf eines zu Nachts zu.

 

[IIa-04-1783-1784-0973]
Durch Brod aus Ton natürliches ankündigen.

 

[IIa-04-1783-1784-0974]
Die Indier glauben von einem gewissen Gözenbild, daß es immer mer wachse und grösser werde. Voyages de Pie** Pietro della Valle, tom. VI, p. 367. Amsterd. 1745.

 

[IIa-04-1783-1784-0975]
Die Figur des h. Bartholomäus, gehauen von Le Gros, hält ihre Haut, ungeachtet sie nicht geschunden dargestelt ist, dans un des pans de sa robe. Voyage d'un François en Italie tom. 8. p. 256. tom. III. p. 376.

 

[IIa-04-1783-1784-0976]
In dem Kopfe des Kolosses von Rhodus spielten oft Spielleute.

 

[IIa-04-1783-1784-0977]
Gewisse Schmetterlinge haben an ihren Flügeln Schwänze.

 

[IIa-04-1783-1784-0978]
Man entdekte zu Bourges 17 1670 einen steinernen Herkules, der so gros war, daß man ihn, weil es die Kasten nicht lonte, in der Erde lies. Traité des Statues p. 143-44

 

[IIa-04-1783-1784-0979]
Man glaubte sonst, wer eine Figur vom h. Kristoph. gesehen hätte, könte nicht plözlich sterben; dah. stelte man an alle Kirchtüren

 

[Manuskriptseite 53]

einen Kristoph von erstaunender Grösse, damit man ihn sehen müste. Moréri.

 

[IIa-04-1783-1784-0980]
Die Neubergerin machte so kleine Kruzifixe, daß sie durch ein Nadelör giengen.

 

[IIa-04-1783-1784-0981]
Nach dem Sallust Sueton verlangte Kaligula daß man ieden Tag seiner Statue die Kleider anlegte, die er trug.

 

[IIa-04-1783-1784-0982]
Die römischen Bildhauer stelten die Grazien anfangs verschleiert, und nur darauf erst nakt vor. Pausan. L. IX. L. IX

 

[IIa-04-1783-1784-0983]
Die Römer sezten auch Statuen zur Schande: sie waren one Basis und couchées par terre, damit die Vorübergehenden sie leichter beschimpfen konten. Memoires de l'Academ. des belles lett. tom. XIV p. 29.

 

[IIa-04-1783-1784-0984]
Le Sire de Laval wurde im Kor der Kirche von Vitré begraben; man sezte auf sein Grab seine Statue mit offenen Augen; (wie solches der Gebrauch bei denen war, die im Gefechte starben) - La duchesse Anné de Bretagne lies, aus Has, seiner Statue die Augen ausstechen. Anecdotes des beaux arts T. II. p. 581.

 

[IIa-04-1783-1784-0985]
Nicht der Kopf der Statue des Memnon sond. ihre Basis gab den Ton beim Aufgang der Sonne. Rech. phil. sur les Egyp. et les Ch. Part. II.

 

[IIa-04-1783-1784-0986]
Die Statue des Athleten Theagenes machte den heilte verschiedne Krankheiten und machte den ihren Piedestal Umarmenden reich.

 

[IIa-04-1783-1784-0987]
Wärend die spartischen Kinder vor der Bildsäule der Diane gegeiselt wurden, hielt sie eine Priesterin sie; wurden sie nun nicht recht gehieben, so schrie sie, daß die Statue so schwer würde, daß sie sie nimmer halten könte. Pausan.

 

[IIa-04-1783-1784-0988]
Die Statue eines Generals der Korinther stieg alle Nacht von ihrem Bilderstul herab und lief durch alle Strassen; sang auch mannichmal. Luzian.

 

[IIa-04-1783-1784-0989]
Eine hemorroit. Frau, die eine Statue von Christo im Glauben berürt hatte, wurde eben so geheilt, wie iene, den Saum des Kleides. Anecdotes etc. T. II. p. 637. - Volk zälen David vermindert.

 

[IIa-04-1783-1784-0990]
In Neapel ist ein Kruzifix, welches als 1439 Alphonsus von Aragonien die in der Stad belagert wurde, den Kopf neigte, um eine Kanonenkugel zu vermeiden, die ihm auch nur seine Dornenkrone nam. Voyage d'un François. tom. VI, p. 303.

 

[IIa-04-1783-1784-0991]
In Verceil, Stad v ville du Piémont ist eine marmorne Statue

 

[Manuskriptseite 54]

der h. Iungfrau, die, von einer Orfeige durch die Hand eines Iuden eine schwarze Wange bekommen. Voyages d. M. Silhouette. t. 1. p. 76.

 

[IIa-04-1783-1784-0992]
Von einem Kruzifix zu Burgos sagen fromme Spanier, daß ihm Bart, Hare und Nägel wachsen; dah. alle Monate abschneiden. Le Voyageur François tom. XVI. p. 344. 45 ed. 1772.

 

[IIa-04-1783-1784-0993]
Im Seehospital zu Greenwich wetten die Matrosen auf die Geschwindigkeit der Läuse.

 

[IIa-04-1783-1784-0994]
Das Blattereinimpfen ist bei den Walachen mit zur Mode gehörig. Mitten auf die Stirne und den obern Teil beider Hände impfet man dem Mädgen die Blatter ein, damit ieder die zurükgebliebne Narbe od. das Sterngen sehen könne. - Das Lärmen eines Baums vol Papageien.

 

[IIa-04-1783-1784-0995]
Der Spanier heischt mit Mantel und Degen nicht das Almosen, sondern bittet es als ein Darlehn.

 

[IIa-04-1783-1784-0996]
Die Kirchen in Wien hängen vol Männergen und Weiber aus Wachs, silberne Herzen, Weiberbrüste, Gebärmütter, ganze Bündel grindichter Hare, Harzöpfe, angefressene Zäne und werden dadurch entstelt. Berlinische 55. B. St. 1. S. 260.

 

[IIa-04-1783-1784-0997]
Die Papagaien geniessen gern die Muskatenüsse dieser Bäume, ihren Schatten und ihren Geruch.

 

[IIa-04-1783-1784-0998]
Flöhe sind bei dem weiblichen Geschlecht häufiger als bei dem mänlichen.

 

[IIa-04-1783-1784-0999]
Fourmont hält die Apokalypsis für keine Weissagung sondern für eine Abbildung der ganzen Bibel. Björnståhls Brief. 1. B. 1. Brief.

 

[IIa-04-1783-1784-1000]
Rajus und Klein teilen die vierfüssigen Tiere nach den Füssen; Linnäus und Brisson nach den Zänen ein.

 

[IIa-04-1783-1784-1001]
Die Wasserläufer (die Rallen) durchwaten einen Sumpf ser geschwind und durchfliegen ab. die Luft ser langsam.

 

[IIa-04-1783-1784-1002]
Man sieht die Sonne noch wenn sie untergegangen

 

[IIa-04-1783-1784-1003]
Beim Auf= und Untergang wird die Gestalt der Sonne grösser ab. ihr Licht schwächer.

 

[IIa-04-1783-1784-1004]
Mancher lässet auf dem Theater das erzälen, was er da vorgehen {sehen} lass. solte.

 

[Manuskriptseite 55]

[IIa-04-1783-1784-1005]
Grenadiere wezten ihre Degen am Grabsteine des Marschals von Sachsen.

 

[IIa-04-1783-1784-1006]
Die Spanier erlauben ihren Weibern die Brüste zu entblössen, ab. nicht daß man leur voie le talon et les surprenne par le bout des pieds

 

[IIa-04-1783-1784-1007]
Wenn der Trauermantel (Papilio Antiopa L.) bei schon verflossener Iarszeit keinen Gatten nach der Verwandlung findet, verbirgt er sich den Winter üb. in hole Bäume und komt den Früling wieder hervor; findet er ab. einen, so stirbt er bald nach der Begattung.

 

[IIa-04-1783-1784-1008]
In den von gew ler gelassenen Gespinsten gewisser Tagpapilions findet man oft Spinnen eingenistet.

 

[IIa-04-1783-1784-1009]
Das Pfauenauge (Papilio Io L.) hat auf seinen Flügeln die Pracht und Spiegel, die der Pfau auf seinem Schwanze hat.

 

[IIa-04-1783-1784-1010]
Man schnit den eingepakten Paradiesvögeln die Füsse ab, damit sie nicht mit den Krallen derselben ihre schönen Federn verlezten.

 

[IIa-04-1783-1784-1011]
Die Schwanzmaise wird bei Überflus an Hanfkörnern blind.

 

[IIa-04-1783-1784-1012]
Die Sperlinge reiss. den iungen Tauben die Kröpfe mit dem Schnabel auf, um ihnen die Körner daraus zu fressen.

 

[IIa-04-1783-1784-1013]
Auch nach dem Tode ist der Stich von dem Schwanzstachel der Giftroche noch giftig. Die auf dem Blat berürte Raupe rolt sich zusammen und fält.

 

[IIa-04-1783-1784-1014]
Nach Baster wird dieser Stachel iärlich abgeworfen und man findet dah. oft einen neuen und alten beisammen auf dem Schwanz.

 

[IIa-04-1783-1784-1015]
Die gemeinen Leute begraben die von Krautblättern abgenommenen Raupen in die Erde; m* worin sie sich doch verpuppen und onehin von selbst begraben hätten.

 

[IIa-04-1783-1784-1016]
Ein gewisser Nachtpapilion (Phalaena exsoleta L.) verbirgt im Sizen Füsse und Fülhörner unter die Flügel.

 

[IIa-04-1783-1784-1017]
Eine gewisse Spinne (Phalangium Opilio L.) strekt immer in Mauerrizen die langen Füsse heraus. Wenn man ihr etliche Füsse ausgerissen, läuft sie mit den übrigen doch noch eben so gut.

 

[IIa-04-1783-1784-1018]
Willougby bemerket, daß unt. zu Nachts die Stimme unter den Tagvögeln nur der Han, und den Nachtvögeln nur die Nachtigal hören lasse.

 

[Manuskriptseite 56]

[IIa-04-1783-1784-1019]
Die Indianer haben die richtige Regel, daß alle glatte und glänzende Schnekken (weil sie die Kele zuziehen) sich nicht zur Speise schikken, ab. wol rauhe und stachlichte Kriegsgeschrei ist von Schlachtgesang verschieden.

 

[IIa-04-1783-1784-1020]
Mit einem Brief vergiften.

 

[IIa-04-1783-1784-1021]
Das bald niedergebrante Licht verlezt die Hand des Halters.

 

[IIa-04-1783-1784-1022]
Eber bedeutet im Zeltischen ein Schwein; dah. essen die Hebräer kein Schweinfleisch aus Erfurcht gegen ihren Stamvater Eber. So sagt ein unbekanter Schriftsteller. Björnståhls Brief. 1. S. 63.

 

[IIa-04-1783-1784-1023]
Die Mademoiselle Biheron macht auch Embryone und Misgeburten.

 

[IIa-04-1783-1784-1024]
Die Akademisten in Paris bekommen bei ieder Sizung * ieder Einen Silberpfennig.

 

[IIa-04-1783-1784-1025]
Ein gedekter Tisch komt aus dem Boden auf einmal hervor. Von Loriot erfunden. Björnst. 1. S. 141.

 

[IIa-04-1783-1784-1026]
In Frankreich kommen von allen Büchern im Reiche 2 Bände umsonst in die königliche Bibliothek.

 

[IIa-04-1783-1784-1027]
Guillaume Antoine de Lüc hat ein grosses Schnekkenkabinet und eben so viel Versteinerungen derselben; wenn er eine Schublade mit Schnekken gezeigt, zeigt er die zu denselben gehörige Versteinerungen, die den Schnekken bis zur Täuschung änlich sind. Björnst. 1. S. 179.

 

[IIa-04-1783-1784-1028]
Es schneiet auf den Alpen alzeit, wenn es unten regnet.

 

[IIa-04-1783-1784-1029]
Herkulanum liegt unter Portici und Resina; man gräbt daher in ienem nicht weiter, weil es diese zerstören hies.

 

[IIa-04-1783-1784-1030]
Im königlichen Musäum zu Portici darf man nichts sich aufschreiben; keine Inschrift abschreiben p.

 

[IIa-04-1783-1784-1031]
Paolo Moccia schwimt im Wasser, one zu sinken und one das Schwimmen gelernt zu haben. Er hatte sonst alzeit eine Furcht vor dem Wasser. Björnst. 1. S. 343. Lola Pes** Pesce gieng vom Hof von Neapel aus bis auf die Insel Capri 30 italien. Meilen spazieren

 

[IIa-04-1783-1784-1032]
Wenn die Königin in Neapel einen Son zur Welt bringt, erhält sie Anteil an der Regierung; ab. nicht, wenn ein Mädgen.

 

[IIa-04-1783-1784-1033]
In Italien nennen sich alle nach irgend einem Heiligen, den sie insbesondre für ihren Beschüzer halten.

 

[IIa-04-1783-1784-1034]
Das Grab, das sonst Marzellus, Livia, Augusten und dess. Familie eingeschlossen, dient iezt um Kehricht und Unreinlichkeit darein zu samlen.

 

[Manuskriptseite 57]

[IIa-04-1783-1784-1035]
Die Satiren waren bei den Griechen oft hol; ehe öfnete man sie, fand man kleine Figuren von Grazien darinnen.

 

[IIa-04-1783-1784-1036]
Die Griechen malten die Grazien brunesisch. Gefrorne und gemalte Fensterscheiben sind dunkel.

 

[IIa-04-1783-1784-1037]
Die Landschaftsmaler ziehen den Herbst dem Früling vor. Tompson **

 

[IIa-04-1783-1784-1038]
Lysippus (Bildhauer): Kleine Köpfe haben mer Annemlichkeit als grosse.

 

[IIa-04-1783-1784-1039]
Bei gewiss. Völkern gehören Narben zur Schönheit; ein Mädgen liebt keinen unbenarbten. Manspersonen mit Manspers. tanzen.

 

[IIa-04-1783-1784-1040]
Der Wind entblöst ihre Reize.

 

[IIa-04-1783-1784-1041]
Unter der Exekuzion eines Diebs werden die Zuschauer bestolen.

 

[IIa-04-1783-1784-1042]
Man sagt von Garrik, daß er alzeit, wenn er selbst spielte, alle übrigen Rollen mit schlechten Personen besezt habe.

 

[IIa-04-1783-1784-1043]
Unserm Auge sind die meisten Fische entzogen; ab. die meisten sind auch häslich. 2 Tasten für eine Saite.

 

[IIa-04-1783-1784-1044]
Die brennenden Wachskerzen auf dem Altar.

 

[IIa-04-1783-1784-1045]
Aus Höflichkeit leise beten.

 

[IIa-04-1783-1784-1046]
Silberschlag lässet für die unentdekten Tiere in Kasten Noah Plaz übrig.

 

[IIa-04-1783-1784-1047]
Der Engel redet mit Christo im Schlafe.

 

[IIa-04-1783-1784-1048]
Die förmliche Absoluzion ist abzuschaffen.

 

[IIa-04-1783-1784-1049]
Ägis ist der Brustharnisch der Minerva und der Armschild des Iupiters.

 

[IIa-04-1783-1784-1050]
Die Art, wie die Alten aus den Bergwerken das Gold geholt und geläutert, hies bei ihnen manchmal Goldmachen.

 

[IIa-04-1783-1784-1051]
Die Apostel haben die Sprüche des A. T. aus dem Gedächtnis angefürt, wie schon Hieronymus bemerkt hat; daher sie vom Hebräischen und der Septuaginta abweichen. — Üb. den Wert des Buchstabirens.

 

[IIa-04-1783-1784-1052]
Asche mit Wasser vermischt löschet ser leicht das Feuer.

 

[IIa-04-1783-1784-1053]
Den Kindern mus man {nur} Auszüge aus der Bibel geben.

 

[IIa-04-1783-1784-1054]
Christus verhelte seine Wunder.

 

[IIa-04-1783-1784-1055]
Die Hernhuter erklären die Schamhaftigkeit für eine Eigenschaft die ein Christ loszuwerden suchen müsse.

 

[IIa-04-1783-1784-1056]
Eine Frau trug ein verhärtetes Kind 22 Iar lang im Leibe herum, wo man es nach ihrem Tod fand.

 

[IIa-04-1783-1784-1057]
Das Miserere wird am Karfreitag in der päbstlichen Kapelle seit 115 150 Iaren aufgefürt.

 

[Manuskriptseite 58]

[IIa-04-1783-1784-1058]
Man gab den schlechten durch den Weinkäfer verfälschten Wein des Abendmals für vergifteten aus. - Hirnschädel stat dem Becher brauchen.

 

[IIa-04-1783-1784-1059]
Man mus den Kindern das Lesen nicht an Religionsbüchern leren.

 

[IIa-04-1783-1784-1060]
Der römische Soldat muste sich seine Waffen für sein Geld anschaffen.

 

[IIa-04-1783-1784-1061]
Die lateinische Sprache sol bei uns mer zum Schreiben als Reden sein.

 

[IIa-04-1783-1784-1062]
Falsche Vorbilder auf Christum finden.

 

[IIa-04-1783-1784-1063]
Die Menschen haben von den Tieren viele Erfindungen gelernt; z. B. Schif.

 

[IIa-04-1783-1784-1064]
Die Knaben bekomen sonst gewönlich einen Becher zum Patengeschenk.

 

[IIa-04-1783-1784-1065]
Das erste Zeichen des Beifals, das die Fürsten Luthern auf dem Reichstag zu Worms gaben, war eine übersandte Kanne Einbekker Biers.

 

[IIa-04-1783-1784-1066]
Im Braunschweig=Lüneburgischen war der Kellermeister oft der oberste Richter. Geschichte der deutsch. Nazionalneigung zum Trunke S. 34.

 

[IIa-04-1783-1784-1067]
Die Statuten des hessischen Ordens Art. 9. 10. gebieten, die erlaubten Ordensbecher nicht auf 2, sond. 3. Trünke zu leren. S. 38.

 

[IIa-04-1783-1784-1068]
Der Erentrunk wurde nur stehend im Vorübergehen eingenommen S. 39.

 

[IIa-04-1783-1784-1069]
Der Leister durfte keinen Gast mitbringen; geschah es, so durfte der leztere zwar mit essen, ab. trinken den Wein nur durch das Rörgen eines Federkiels. S. 42-43.

 

[IIa-04-1783-1784-1070]
Wodan allein, der Götter Erster, trank Wein; die übrigen Götter nur Bier.

 

[IIa-04-1783-1784-1071]
Die Bojen hieben dem Leichnam des römischen Feldhern Postumus das Haupt ab, füttern den Schädel mit Gold und machen ein gottesdienstliches Gefäs daraus. Liv. L. L. 32. c. 24.

 

[IIa-04-1783-1784-1072]
Die Kirchenversamlungen zu Mainz und Tribur untersagten dem Bustuenden allen Honigbier, Met und Wein. S. 68.

 

[IIa-04-1783-1784-1073]
Bei den Deutschen war es sonst eine Unhöflichkeit, das Glas nicht völlig zu leren: denn da man gemeiniglich aus 1. Becher trank, so muste ia nachher einer des anderen Bartneige trinken.

 

[IIa-04-1783-1784-1074]
Der Chymist, Iohan Kunkel, gestorb. 1702, war einer der ersten, der die Kunst aus Asche Glas zu machen vervolkomnete. Er gebot seiner Erfindung zum Gedächtnis seinen Leichnam zu Asche zu brennen und einen Familienpokal daraus zu machen. S. 125.

 

[Manuskriptseite 59]

[IIa-04-1783-1784-1075]
Viktorin wurde durch eine Flinte vom Schlosse seiner Kristine veriagt. - sang ie höher ie wärmer es ward p. 180. - La Decouverte australe par un homme-volant, ou le Dédale Français. 1. Vol. 1781.

 

[IIa-04-1783-1784-1076]
Man nimt bei einer zweiköpfigen, nicht auf die gewönliche Art zu gebärenden Misgeburt den einen Kopf ab.

 

[IIa-04-1783-1784-1077]
Pet. Camper: die von Iugend auf schlechte Zäne gehabt, bekommen nie die Schwindsucht; sond. nur die ser gesunde und weisse haben.

 

[IIa-04-1783-1784-1078]
Braga war bei den Deutschen der Got der Dichtkunst und des Kriegs.

 

[IIa-04-1783-1784-1079]
Die Meta las zuerst et. von Klopstok auf einer Papilotte.

 

[IIa-04-1783-1784-1080]
Den Atem sieht man nur in der Kälte.

 

[IIa-04-1783-1784-1081]
Schon nach dem Ende der Predigt aus der Kirche gehen.

 

[IIa-04-1783-1784-1082]
Die Affen nach den Schwänzen klassifiziren.

 

[IIa-04-1783-1784-1083]
Der wilde Eber begattet sich manchmal mit zamen auf der Weide.

 

[IIa-04-1783-1784-1084]
Manche Vögel paren sich nur im Freien, nicht im Bauer; manche Schmetterlinge nicht in dem Schachtel Kasten, sond. in der Stube erst.

 

[IIa-04-1783-1784-1085]
Wenn der Sekretärvogel, der bei den Hottentotten Schlangenfresser heist, eine Schlange angreift, hält er die Spize des einen Flügels vor sich hin, ihrem Bisse auszuweichen.

 

[IIa-04-1783-1784-1086]
Wenn man in die vatikanische Bibliotek komt, sieht man kein Buch, sond. lauter Schildereien, Säulen und Figuren. Denn die Bücher stehen in bemalten Schränken.

 

[IIa-04-1783-1784-1087]
Alle Handschriften in der medicinischen Bibliotek sind mit eisernen und so langen Ketten befestigt, daß man die Bücher aufmachen und lesen kan. Björnstahls Br. II. B. S. 147

 

[IIa-04-1783-1784-1088]
Iohann Baptista Nelli hat bemerkt, daß Galiläus a Galiläis an dem Tage und der Stunde geboren worden, da Michel Angelo starb; und iener gestorben an dem Tag und der Stunde, als Newton geboren wurde. S. 18 158.

 

[IIa-04-1783-1784-1089]
Graf Krinen glaubt aus dem zu auf der Insel Nios gefundnen Grabmal des Homers, daß er ein Maler gewesen. S. 171.

 

[IIa-04-1783-1784-1090]
Das immerbrennende Feuer genant Fuoco del Ligno brent beim Schneien und Regnen stärker. S. 183.

 

[Manuskriptseite 60]

[IIa-04-1783-1784-1091]
Zechini, daß die Sele des weiblichen Geschlechts im utero wone leitet ihre Grillen daher. S. 196.

 

[IIa-04-1783-1784-1092]
Graf Carburi hat Papier erfunden, das nicht brent. S. 230.

 

[IIa-04-1783-1784-1093]
Die Kaiser musten sonst mit 3. Kronen gekrönt werden und auf 3. Stellen; mit der goldnen in Rom vom Pabst zum Könige der Römer; mit der silbernen in Achen zum Könige von Deutschland; mit der eisernen in Monza od. Pavia zum Könige von Italien. S. 264. Die eiserne Krone ist von Gold und hat nur innen einen eisernen Ring, der aus 1. von den Nägeln aus dem Kreuze Christi gemacht ist.

 

[IIa-04-1783-1784-1094]
Gefrorne Blumen weghauchen.

 

[IIa-04-1783-1784-1095]
In Italien hat man beständig ein Gefäs mit Skorpionöl in den geheimen Gemächern hängen, weil sie sich da am meisten aufhalten, damit man sogleich einen Gegengift habe.

 

[IIa-04-1783-1784-1096]
Nach Redi wird der Gift des Skorpions im Winter und in kalten Ländern vermindert.

 

[IIa-04-1783-1784-1097]
Der Vielfus leuchtet im Finstern so stark, daß die, die ihn essen, lauter Feuer im Maul zu haben scheinen.

 

[IIa-04-1783-1784-1098]
Die Weibgen der Affen hassen das Frauenzimmer, die Mängen nicht.

 

[IIa-04-1783-1784-1099]
Die Affen lass. Ameisen auf die Hände kriechen und lekken sie ab.

 

[IIa-04-1783-1784-1100]
Der Ourangoutang, kon den D. Tyson hernach zergliederte, konte die Affen, die mit ihm auf dem Schiffe waren, nicht leiden; und war gegen die Menschen ab. gefällig. Onomat. 7. B. S. 167. Götzens eiserne Hand.

 

[IIa-04-1783-1784-1101]
Die Bären besteigen Bäume leicht; keren ab. mühsam zurük; nämlich rükwärts; od. stürzen sich herunter.

 

[IIa-04-1783-1784-1102]
Herrera, die Vampyren suchen und finden unter 100 den am nächsten Abend wieder, dem sie schon einmal das Blut ausgesaugt hatten. Saugen dem Hünervieh so viel Blut aus dem Kam bis es stirbt.

 

[IIa-04-1783-1784-1103]
Der Fuchs legt sich auf den Rükken und drükt die rächenden Bienen tod.

 

[IIa-04-1783-1784-1104]
Hat man den Fuchs eingespert od. angekettelt und legt ihm ein Hun vor, so tut er ihm nichts; kaum ab. befreiet man ihn von Gefängnis od. Kette, so zerreisset ers.

 

[IIa-04-1783-1784-1105]
Die Pfirsichen bekommen auf der Sonnenseite eine rote Farbe; die andre in den Blättern verstekte behält eine weisliche.

 

[IIa-04-1783-1784-1106]
Viele Blumen sind schon in der Knospe mit den Farben bemalet, die sie nachher haben.

 

[Manuskriptseite 61]

[IIa-04-1783-1784-1107]
Das Kind giebt seiner Puppe die Leren, die ihm die Mutter gab.

 

[IIa-04-1783-1784-1108]
Die Schöne breitet die Blumen am Busen noch mer aus, dessen Entblössungen zu dekken. Die Sperlinge mischen sich unter die fressenden Hüner.

 

[IIa-04-1783-1784-1109]
Berger, die ersten Menschen redeten eine aus allen iezigen Sprachen zusammengesezte, die nachher bei dem Turmbaue in so viele einzelne ausgeartet.

 

[IIa-04-1783-1784-1110]
Berger, das Paradies ist iezt in der Sonne. Aus dem Kopf rechnen.

 

[IIa-04-1783-1784-1111]
Kinder, die man recht schreien lässet, lernen deutlicher und früher reden.

 

[IIa-04-1783-1784-1112]
Im Opernhause zu Paris entstand ein Gestank aus dünnen auf den Fusboden gestreuten Knoblauchsschalen. Ieder grif nach seinen Etuis; bald darauf ab. war es weg.

 

[IIa-04-1783-1784-1113]
Der König von Congo wält sich zum Spaziren stürmisches Wetter und sezt den Turban leicht auf ein Or. Fält er herunter, so legt er den Einwonern der Gegend, woher der Wind kam, eine gewisse Summe auf.

 

[IIa-04-1783-1784-1114]
Im Iar 1687. wechselten stat der 2 Edelleute, da iedes Duel verboten war, ihre Gemalinnen Kugeln.

 

[IIa-04-1783-1784-1115]
Da der Schauspieler Reibehand in der Rolle des Orosman sich erstach, rief eine Stimme Ancora. Reibehand erstach sich noch ein mal.

 

[IIa-04-1783-1784-1116]
Ein Küster ersezte die verlorne Schelle seines Klingelbeutels durch Pfeifen; iener die Narrenschelle.

 

[IIa-04-1783-1784-1117]
Pater Thomassin konte wegen seiner Furcht nicht predigen als bis man einen Vorhang zwischen ihm und seinen Zuhörern gezogen hatte.

 

[IIa-04-1783-1784-1118]
Spallanzani: die esbaren Schnekken erneuern sich leichter als die unesbaren und vielfarbigen; und das nur bei warmer Iarszeit.

 

[IIa-04-1783-1784-1119]
Die Pflanzen, die sich mit Sonnenuntergang schliessen und Aufgang öfnen, öfnen sich auch, wenn sie nicht scheint. od. Wolken dazwischen.

 

[IIa-04-1783-1784-1120]
Das Bebrüten der Strausseneier würde ihnen schädlich sein, da es die grössere Wärme der Sonne nicht ersezt. - Auf dem minder warmen Vorgebirge der guten Hofnung brütet der Straus Tag und Nacht.

 

[IIa-04-1783-1784-1121]
Die Fliegen legen ihre Eier in die Kolraupe; oft spint sich die leztere ein und dan kommen die Würmgen erst aus der Puppe derselben hervor. Vor Swammerdam hielt man diese Würmgen für die Iungen der Raupe.

 

[IIa-04-1783-1784-1122]
Die Insekten häuten sich nach ihrer Verwandlung immer; ab. die Eintagsfliege (ephemeris) wirft doch noch eine Haut ab, nachdem sie schon Flügel bekommen.

 

[IIa-04-1783-1784-1123]
Die ausgezogne Haut, die die Raupe auszieht, sieht ihr ganz änlich, hat Kopf, Augen, Füsse und alles.

 

[Manuskriptseite 62]

[IIa-04-1783-1784-1124]
Bonet, vielleicht trägt die Bestreichung der Wilden mit Fet od. Farben, in ihrem warmen Klima zu ihrer Gesundheit et. bei, indem es die Ausdünstung hindert.

 

[IIa-04-1783-1784-1125]
Einige Raupenarten brauchen ihre neuen Zäne am ersten dazu, daß sie ihre abgeworfne Haut fressen, andre Raupen fressen die Schalen ihrer verl Eier, und die solcher, worin noch Raupen liegen.

 

[IIa-04-1783-1784-1126]
Gegen Vallisnieri behauptete gegen Andry, daß ein langer Bandwurm nicht aus mererern Würmern bestünde; und hatte Recht.

 

[IIa-04-1783-1784-1127]
Die Bewegung des Safts in den Gewächsen geschieht am Tag vor=; zu Nachts rükwärts; dort aus den Wurzeln in die Blätter, hier umgekert.

 

[IIa-04-1783-1784-1128]
Ein Wespenstachel sticht noch, schon aus dem Leibe des Insekts gerissen.

 

[IIa-04-1783-1784-1129]
Die Schlangen kriechen in schöner Iarszeit gern einzeln. In der Kälte kriechen sie zusammen unter die Erde od. in hole Bäume.

 

[IIa-04-1783-1784-1130]
Der Walfisch treibt durch den Schlag seines Schwanzes die Heringe in seinen Rachen.

 

[IIa-04-1783-1784-1131]
Da der Hering glänzende Augen und Schuppen hat, so können ihn die Fischer zu Nachts am besten sehen; dah. der Fang zu Nachts angestelt.

 

[IIa-04-1783-1784-1132]
Die Hamster beissen in den Stok und lass. sich forttragen.

 

[IIa-04-1783-1784-1133]
Die Hummeln halten sich in holen Bäumen auf, weil sie das wurmstichige und verdorbne Holz derselben am leichtesten zernagen und herausschaffen können.

 

[IIa-04-1783-1784-1134]
Gewisse amerikanische Wespen (die in den Gegenden um Caienne) fassen ihr Nest mit einer Materie ein, die unserm besten Papier gleicht.

 

[IIa-04-1783-1784-1135]
Die Bienen samlen das Wachs zu früh, weil da die nassen Staubkörngen besser zusammenkleben; und den Honig zu Mittag, der erst in der Sonnenhize am meisten aus den Blumen schwizt.

 

[IIa-04-1783-1784-1136]
Nachdem eine gewisse Motte das Narhafteste aus den Lilienblättern ausgezogen und bei sich verwandelt hat, gebraucht sie den Rest zur Kleidung, welchen sie durch den Hintern auf den Hintern Rükken ausläst.

 

[IIa-04-1783-1784-1137]
Wenn gewisse Motten ihr Kleid zu ser mit Unrat gefült haben, machen sie sich ein neues.

 

[IIa-04-1783-1784-1138]
Die Aftermotte macht sich aus hingeworfnen Papierspänen einen Bau, eine Hülse; sie spint sie mit Fäden zusammen.

 

[Manuskriptseite 63]

[IIa-04-1783-1784-1139]
Schneidet man auch die Napf= od. Schüsselmuschel quer durch, so sizt sie doch noch so fest am Stein.

 

[IIa-04-1783-1784-1140]
Von den Nestern, die gewisse Vögel an die Bäume hängen, sagte man, daß sie selbst 2 besondre Zimmer fürs Mängen und Weibgen hätten; allein das eine Zimmer ist nur das voriärige Nest, an welches der Vogel ein anders lieber ansezen wolte als anders wohin ein ganz neues.

 

[IIa-04-1783-1784-1141]
Die Tapezierbiene tapezirt ihr Nest in der Erde mit Stükgen abgefressener Blumen in der Nähe aus; vorzüglich vom wilden Mon; nicht nur ihre Wonung, auch den Eingang derselben. Fülts nachher für ihr Iunges mit Honig, macht die Tapeten los und biegt sie um den Teig und verschüttet alles. Gesundheit unter Trompetenschal trinken.

 

[IIa-04-1783-1784-1142]
Der geiagte Hase verbirgt sich unters Weidevieh.

 

[IIa-04-1783-1784-1143]
Wenn ein König nur krank ist, sagt man ihn schon tod.

 

[IIa-04-1783-1784-1144]
Man mus schleunig aufs Lak des Sie Petschaft drükken; sich daran verbrennen; dav. et. auf den übrigen Brief fallen lassen.

 

[IIa-04-1783-1784-1145]
Man hält sich in Wien den Schreibmeister zulezt.

 

[IIa-04-1783-1784-1146]
Der Steinbok weidet im Aufsteigen und beisset die iungen Baumsprossen (Gipfel) ab, indem er die Höhe (den Gipfel) erreicht.

 

[IIa-04-1783-1784-1147]
Die Ägypter säeten in die Ufer des zurükgetretnen Nils und trieben die Schweine üb. die Sat, damit sie den Samen in den feuchten Leim träten. Die Toden einbalsamiren und in Pyramiden begraben.

 

[IIa-04-1783-1784-1148]
Der Anubis einen Hundskopf und Flügel an den Füssen.

 

[IIa-04-1783-1784-1149]
In Italien husten die Zuhörer alle mit einand. auf einmal, wärend der Prediger mit den Abteilungen einhält.

 

[IIa-04-1783-1784-1150]
Die Stad brent ab, weil man nur seine Sachen retten ab. nicht löschen wil.

 

[IIa-04-1783-1784-1151]
Weinessig ins Sekret gegossen nimt auf einmal seinen Gestank hinweg

 

[IIa-04-1783-1784-1152]
Der König v. Spanien hat an einem Galatag ein Kleid angehabt, war dessen ieder Knopf eine Un Ur mit einem Glokkenspiel hatte, die spielten, wenn er tanzte.

 

[IIa-04-1783-1784-1153]
Der Kurfürst von Sachsen verlangte 1559 von seinem Sekretair Nebel, die Mittel, die Sperlinge, üb. deren störendes Geschrei und Wollüstigkeit der Superint. Greysser in einer Predigt.

 

[Manuskriptseite 64]

geklagt hatte, an (er tat sie in den Ban) aus der Kirche zu vertreiben. Schlöz. StatsA. III B. 10 Heft. 252-253.

 

[IIa-04-1783-1784-1154]
Alle Iare um Weihnachten machen die Gevattern dem Kinde Geschenke, bis ins Zwölfte; das lezte ist ein mit Silber beschlagnes Gebetbuch. III. B. 12. H. S. 406.

 

[IIa-04-1783-1784-1155]
In einigen Häusern gehört die Asche den Mägden; dah. sie dem Hauswirt iärlich 10 Klafter mer verbrennen.

 

[IIa-04-1783-1784-1156]
Heist sein schlechtes Haus selbst anzünden, weil man aus von der Assekuranz ein besseres zu bekommen hoft.

 

[IIa-04-1783-1784-1157]
In Amtsgeschäften wird von iedem Bogen in mundo nur die erste Seite, oft auch die nur halb beschrieben, also 1/8 des Bogens; Konzepte werden auf gebrochne Bogen geschrieben.

 

[IIa-04-1783-1784-1158]
Im Nonnenkloster Welvern (Preuss. Westphalen) wird am Stiftungstag aus einer mit Kuhfladen dik beschmierten Schleifkanne vol Bier (Grif und Rand ausgenommen) getrunken pp. Stats=Anz. III. 11. Seit. 363-364.

 

[IIa-04-1783-1784-1159]
In der Soester Börde ist ein grosser Bauer dem Dominikanerkloster in Soest eigen. Seine iärliche Prästazion besteht darin, daß er 1. Ei auf einem ledigen Wagen mit 4 Pferden laden und nach dem Kloster faren mus. Er hätte gern ein Duzend in einem Korbe getragen, od. zum Ei was and. aufgeladen: darf nicht. Seit. 364.

 

[IIa-04-1783-1784-1160]
In und vor der prächtigen Peterskirche in Rom verfolgen nakte Betler den Reisenden.

 

[IIa-04-1783-1784-1161]
Im Kirchenstat steht die Exkommunikazion, wer auf den, chi porta... der Korn ausser Lands trägt. Ein Päbstlicher Bauer wurde in Toskana wohin er dergleichen gefürt hatte befragt:" Der Ban treffe nur seinen Esel, den eigentlichen Träger des Korns."

 

[IIa-04-1783-1784-1162]
Alle Leichen werden in Rom bei hellem Tage Nachmittags mit vielen Kerzen zu Grabe getragen. Der Pöbel läuft diesen Prozessionen nach mit papiernen Düten, worin er die von den Fakkeln herabträufelnden Tropfen auffängt, wie die Fledermaus

 

[IIa-04-1783-1784-1163]
In Ulm baut man ein prächtiges Komödienhaus, hat. ab. keine Komödianten und kein Zuchthaus. StatsAnz. III: 9. Seit. 125.

 

[Manuskriptseite 65]

[IIa-04-1783-1784-1164]
Da als ein Despot Ahasverus seinen Befel, die Iuden auszurotten, nicht wiederruffen konte, so wälte er den Weg und gab ihnen die Erlaubnis, sich zu weren.

 

[IIa-04-1783-1784-1165]
Die Deutschen b warsagten aus dem Wiehern weisser geheiligter Pferde. Schmidts Ges. der Deuts. 1. B.

 

[IIa-04-1783-1784-1166]
Bei Tage belt der Hund nur unbekante, zu Nachts ieden an.

 

[IIa-04-1783-1784-1167]
Vossius glaubt, alle musikalischen Instrumente wären von Barbaren erfunden, und von gesitteten Völkern nur verbessert worden.

 

[IIa-04-1783-1784-1168]
Eben die Münzen, worauf Deutschland als überwunden vorgestelt wurde, musten die Römer den Deutschen auszalen, sie in Ruhe zu erhalten. eb. S. 38.

 

[IIa-04-1783-1784-1169]
Da die Täucher gern Perlen verschlukken, hält man sie bis nach ihrem ersten Stulgang eingespert.

 

[IIa-04-1783-1784-1170]
Die Athener legten ihre Kinder gleich nach der Geburt in eine Wanne und liess. sie darin auf goldnen Schlangen schlafen; es brächte ihren Kindern Nuzen. Sich auf den Zähen wiegen.

 

[IIa-04-1783-1784-1171]
Die Indianer in Astrachan essen, (Selenwanderung wegen) kein Tier als nur Schafe. - Einem Empfehlungen auftragen.

 

[IIa-04-1783-1784-1172]
Die russischen Knaben darselbst stellen sich daher oft mit einer gefangnen Krähe an das Tor des indianischen Kaufhofes; und martern und machen schreien die Krähe so lange bis ihnen der Indianer Geld dafür giebt, und sie flügen lässet.

 

[IIa-04-1783-1784-1173]
Die Mumien werden zur Arznei und von den Malern zur braunen Farbe gebraucht. - Einen Unterbrochnen im Gespräch an die lezten Worte erinnern.

 

[IIa-04-1783-1784-1174]
Der Kapelmeister Vogler lerte einen Papagei das Singen.

 

[IIa-04-1783-1784-1175]
In Madagaskar bekomt ein Schwarzer schwerlich eine Frau, wenn er nicht beschnitten ist.

 

[IIa-04-1783-1784-1176]
Mit den Kindern in Deminutiven reden.

 

[IIa-04-1783-1784-1177]
Die Eitle sagt, sie empfinde vil Hize, um den Busen mer zu zeigen

 

[IIa-04-1783-1784-1178]
Die Abissinier legen ihren Eid auf dem Kopfe eines mit Butter bestrichnen Schafs ab.

 

[IIa-04-1783-1784-1179]
Wenn die Galaner die Gedärme lang als Halsbänder und Leibgürtel getragen haben, geben sie sie ihren Weibern zu essen.

 

[IIa-04-1783-1784-1180]
Stat der Tischtücher und Servietten bedekt man die Tafeln bei den

 

[Manuskriptseite 66]

Abissiniern mit einem Teig von Waizen od. mit Arten von ser dünnen und breiten Kuchen, die stat des Brods dienen und woran man sich die Hände abtroknet. Das Gesinde wil die Kinder der Strafe entziehen.

 

[IIa-04-1783-1784-1181]
Sie glauben es vornem, grosse Stükke und laut zu essen; nur die armen sagen sie, unterlass. das eine aus Notwendigkeit und die Diebe das andre aus Furcht. - Aus Geiz das Licht abends spät anzünden.

 

[IIa-04-1783-1784-1182]
Man trägt rohes Rindfleisch auf des Kaisers Tafel, das man nach der Zerschneidung mit Ochsengalle besprengt und mit Gewürzen bestreut.

 

[IIa-04-1783-1784-1183]
Man nimt sogar aus des Tiers Eingeweiden das noch unverdaute Gras, mengt es mit Senf und tut's ans Fleisch.

 

[IIa-04-1783-1784-1184]
In Abiss. trägt man ein Stükgen Salz im Gürtel, das man dem andern zu lekken giebt.

 

[IIa-04-1783-1784-1185]
Der König in Sennar lässet niemand als nur barfus vor sich. - Er lässet sich alzeit nur verschleiert sehen.

 

[IIa-04-1783-1784-1186]
Bei den Beduinen tragen die Weiber an Beinen und Haren Schellen, die die Manspersonen an ihre Ankunft und das Wegsehen erinnern.

 

[IIa-04-1783-1784-1187]
Gonze, die Eingeweidewürmer kommen nicht von aussen in das Tier sond. sind ihm angeboren. Das Atemholen unterbricht das Singen.

 

[IIa-04-1783-1784-1188]
Man exerzirt die Soldaten blos zu geschwindem, nicht gewissem Schiessen. Die Menge der Schüsse ersezt ihre Richtigkeit. Scharfschüzen helfen in der Schlacht nichts.

 

[IIa-04-1783-1784-1189]
Die Kinder buchstabiren das Wort leise eh' sie es lesen.

 

[IIa-04-1783-1784-1190]
Das Kind lernt desto schwerer lesen, ie besser es buchstabirt.

 

[IIa-04-1783-1784-1191]
Das Geld zum Begräbnis in einem besondern, versiegelten Beutelgen hinterlassen.

 

[IIa-04-1783-1784-1192]
Tiere in Brantewein od. ausgestopft aufbewaren.

 

[IIa-04-1783-1784-1193]
Manche Menschen kommen nicht zum Abendmal weil sie den Beichtgroschen nicht bezalen können.

 

[IIa-04-1783-1784-1194]
Francese Cetti behauptet, daß die Wut in Sardinien erst bei den Wölfen anfange und darauf durch diese zu den Hunden komme.

 

[IIa-04-1783-1784-1195]
Oppoccu, der König der Ossianten, lies sich von seinem Tronfolger versprechen, ihn in einem gläsernen Sarg und mit einem gläsernen Tron zu begraben. Römers Nachr. von Guinea. S. 190-96.

 

[Manuskriptseite 67]

[IIa-04-1783-1784-1196]
Bei den Zeylonern giest man sich das Wasser in den Mund one das Gefäs mit den Lippen zu berüren.

 

[IIa-04-1783-1784-1197]
Bei ihnen darf sich, sobald es kalt wird, ieder kleiden wie er wil, one den Vornemen Eintrag zu tun.

 

[IIa-04-1783-1784-1198]
In Sina wird kein Gastmal one Schauspiel {panem et circenses} gegeben.

 

[IIa-04-1783-1784-1199]
Ehe die römischen Soldaten zur Armee giengen, lies man sie einen Fechterkampf sehen. Hand nachmachen.

 

[IIa-04-1783-1784-1200]
E Der Bettelstolze wirft die Überbleibsel und Schalen guter Speisen auf die Gasse.

 

[IIa-04-1783-1784-1201]
Bei den Arabern wird der für unerlich gehalten, und dess. Geselschaft von iedem gemieden, der einen Wind faren lassen.

 

[IIa-04-1783-1784-1202]
Die Sineser kennen den Gebrauch des Glases, ab. ihre Spiegel sind noch immer von Metal und ihre Fenster von Austerschalen.

 

[IIa-04-1783-1784-1203]
Die Zigeuner ziehen das halbverbrante Vieh aus den Ruinen nach der Feuersbrunst. Stelen unterm Betteln.

 

[IIa-04-1783-1784-1204]
Sie rauchen nicht blos den Rauchtabak gern, sond. nagen und käuen auch zulezt das mit seinem Saft durchbeizte Tobaksrörgen von Holz.

 

[IIa-04-1783-1784-1205]
Ehe sie sich prügeln, ziehen sie vorher alle ihre Kleider aus, weil sie sonst beschädigt würden. Die Zigeuner. Ein historisch. Versuch von Grellman 1783. S. 50.

 

[IIa-04-1783-1784-1206]
Wenn sie ein Pferd zu Markte reiten, so prügeln sie es noch in der Nähe des Orts ser, damit es den Käufer munter hernach scheine.

 

[IIa-04-1783-1784-1207]
Einige blasen durch einen Riz in die Haut, das den sie mit einem Pflaster bekleben, das Pferd auf, damit es ein feistes Ansehen und Käufer bekomme. Einem Solchen Pferden tun andre, nach Franz, anguillam per anum inserere, ut inflati saliant et alacriores videantur. Seit. 55-66.

 

[IIa-04-1783-1784-1208]
Sie bestreichen die Zäne der Kühe auf der Weide mit Unschlit; damit man sie rufe, es zu heilen, durch Zauberei, (indem sie es wegwischen)

 

[IIa-04-1783-1784-1209]
Eine Zigeunerin, die eben aus dem Kindbet gekommen, stielt desto ärger: denn sie rechnet wegen ihres Kindes, wenn sie ertapt werden solte, mer auf Schonung od. hält gar das Kind den Schlägen entgegen.

 

[IIa-04-1783-1784-1210]
In Italien sind nicht selten Kirche und Turm getrent.

 

[Manuskriptseite 68]

[IIa-04-1783-1784-1211]
Wenn die Ägypterinnen einander besuchen, tun sie nichts als sich auf verschiedne Art ankleiden. Die gröste Ere die eine der and. erweisen kan, besteht darin, daß sie ihr eine Menge Kleider zur öfteren Verkleidung anbietet. Im Bergwerk Luft und Kompas.

 

[IIa-04-1783-1784-1212]
Die Esquimaux überlass. ihre Weiber Ausländern gern weil sie glauben, daß durch sie ihr Geschlecht veredelt wird und ein Schifskapitain einen Schifskapitain erzeugt.

 

[IIa-04-1783-1784-1213]
Ie näher man das Laubholz dem Stamme abhauet, desto mer treibt die Wurzel wieder heraus. Das Wasser faulet den gespaltnen Stok geschwinder. Eine Mine und eine Silberader sprengen.

 

[IIa-04-1783-1784-1214]
Die Kongoer, die auch auf den Bäumen wonen, brauchen gegen giftige Pfeile als ein Mittel ihren Urin.

 

[IIa-04-1783-1784-1215]
Die Kinder geschwind Sprüche aufschlagen leren.

 

[IIa-04-1783-1784-1216]
Den Kaufleuten in Guinea dienen die gross. Nägel stat eines Masses und Löffels, womit sie in das Goldpulver fassen.

 

[IIa-04-1783-1784-1217]
In Holland sind auf allen Tafeln blecherne Spukkästgen, um das Tafelwerk zu schonen und man sezt die Mietkutschen auf Schleifen, das Pflaster zu schonen. Schwalbe fängt Bienen im Flug, nicht im Bienenstok.

 

[IIa-04-1783-1784-1218]
Bei den Hottentotten bedekken sich die Weiber da, wo die Männer entblöst sind und entblössen die Glieder, die diese bedekken.

 

[IIa-04-1783-1784-1219]
Ein Grosser in Iapan mus seinem Pallast alzeit 2 Tore einbauen; das ordentliche und ein grösseres für den besuchenden Kaiser.

 

[IIa-04-1783-1784-1220]
Die Türken trinken den Kaffee und die Sines. und Iapaner den Thee one Zukker.

 

[IIa-04-1783-1784-1221]
Auf den Brief des Porto's wegen weniger Inhalt anzeigen; Kantor wiederholt die lezten gesungnen Worte und singt die ersten.

 

[IIa-04-1783-1784-1222]
Alles was von der Tafel des Königs von Loango komt, wird vergraben.

 

[IIa-04-1783-1784-1223]
Die Chikachas (eine Nazion von Louisiana) wissen das Geschrei eines Tiers so gut nachzuamen, daß sie nicht selten die Fremde hinlokken, wo sie ihr Ende finden.

 

[IIa-04-1783-1784-1224]
In Mexiko sind die Häuser der Erdbeben wegen niedrig.

 

[IIa-04-1783-1784-1225]
Da man die Weiber der Brasilianer bekleidete, namen sie das Hemd, aus Furcht, es zu beschmuzen, üb. die Achseln herauf.

 

[Manuskriptseite 69]

[IIa-04-1783-1784-1226]
Die Ägypter assen den Kopf von keinem Tiere, sond. verfluchten ihn und widmeten ihn bösen Gotheiten. Die gemeinen Leute schneuzen sich wenn sie weinen.

 

[IIa-04-1783-1784-1227]
Die Neger {Bienen} legen ihre Toden {Honig} in den abgezerten holen Kalapassenbaum.

 

[IIa-04-1783-1784-1228]
In Persien fängt man bei den öffentlichen Gastereien, die der Grosvezier giebt, mit dem Nachtische an und hört bei der Suppe auf.

 

[IIa-04-1783-1784-1229]
Man sagt von den portugiesischen Weibern im Sprichwort: sie kommen nur 3. mal in die Kirche; getauft, getraut, begraben.

 

[IIa-04-1783-1784-1230]
Der Stier nacht die Augen zu wenn er stöst; dah. im Gefecht ihm leicht auszuweichen.

 

[IIa-04-1783-1784-1231]
In Venedig dient nach Moore die Larve weniger zur Verbergung als zur Entschuldigung, daß man nicht in völliger Kleidung ist. Da mit man mit ih einer nur in Liebeshändeln geht, so tragen sie manche, um glauben zu machen, sie wären in welche verwikkelt.

 

[IIa-04-1783-1784-1232]
Bei den Engelländern ist das erste, bei den Venezianern das zweite Stokwerk das bessere. Moore.

 

[IIa-04-1783-1784-1233]
In den Beichtstülen der gross. Kirche zu Loretto berüren die Priester mit einem langen weissen Stekken die Busfertigen und absolviren sie dadurch.

 

[IIa-04-1783-1784-1234]
Die Fechter in Rom assen etliche Wochen vor ihren Kämpfen saftreiche Speisen, die das Blut ser vermerten; damit sie bei einer ieden Wunde stark bluten möchten.

 

[IIa-04-1783-1784-1235]
An den äussern Mauern einiger Klöster, unmittelbar über der Büchse, in die man das Geld für die Selenmessen zu stekken erinnert wird sieht man Abbildungen des Fegfeuers, brennende Menschen u. s. w. Moore.

 

[IIa-04-1783-1784-1236]
Die Bäume in der Stad haben wegen der Narung von mereren faulen Teilgen in der Luft ein stärkeres Grün als auf dem Lande.

 

[IIa-04-1783-1784-1237]
Olaus sagt, daß die verfaulten Stämme, Rinden und Schwämme darin in nördlichen Ländern leuchteten und dadurch oft in langen Nächten den Weg zeigten.

 

[IIa-04-1783-1784-1238]
Bei St. Amand ist ein Morast, in dem sich die Kranken baden.

 

[IIa-04-1783-1784-1239]
Man glaubte sonst fälschlich, daß alle Berge, in deren Eingeweiden Metallen liegen, kal, unfruchtbar sähen und wären.

 

[IIa-04-1783-1784-1240]
Man erkent den Löwen von weitem aus dem stinkenden Geruch seines Halses.

 

[Manuskriptseite 70]

[IIa-04-1783-1784-1241]
Bei den Römern wurden nur alten, ab. nicht iungen Frauen Leichenreden gehalten. Plut. I. Zäsar.

 

[IIa-04-1783-1784-1242]
Die sich um einen Triumph bewarben, musten sich ausser der Stad Rom aufhalten.

 

[IIa-04-1783-1784-1243]
Die Haut des Alexanders roch gut und dah. sogar seine Kleider. Plut. Alex.

 

[IIa-04-1783-1784-1244]
Raben waren Alexanders Wegweiser als er durch die Wüste zu Ammons Tempel zog. eb.

 

[IIa-04-1783-1784-1245]
Alexander hielt wärend der Anklage das eine Or zu, um es für den Beklagten aufzuheben. eb.

 

[IIa-04-1783-1784-1246]
Ein Löwe des Alexanders wurde von den Hinterbeinen eines zamen Esels todgeschlagen; und man hielt es für ein Anzeichen des Todes Alexanders. eb.

 

[IIa-04-1783-1784-1247]
Die Liktoren des Lukullus teilten von ihren frischen Lorberzweigen den Liktoren des Pompeius mit, die welke hatten. Plut. Pompeii.

 

[IIa-04-1783-1784-1248]
Die Parysatis zerschnit mit einem Messer, dess. 1. Seite vergiftet war, einen Vogel und gab der Statira die vergiftete Hälfte; sie as die reine. Artaxerxes.

 

[IIa-04-1783-1784-1249]
Der Sagobaum bewart seine Früchte mit Stacheln; nach seinem Untergange werden die Stacheln an Ästen auf die Hekken und Zäune gesezt, Hüner, Ratten nicht in den Garten eindringen zu lassen.

 

[IIa-04-1783-1784-1250]
In Arabien dient der Kamelemist von der vorigen Karavane der folgenden, durch die Sonne getroknet, zu Brenholz.

 

[IIa-04-1783-1784-1251]
Die Mose auf den Alpen nären sich von den Wolken auf den Bergen.

 

[IIa-04-1783-1784-1252]
Die pflanzenfress. Tiere suchen ihr Futter meist am Tage; Fleisch= zu Nachts.

 

[IIa-04-1783-1784-1253]
Einige wollen irrig das schnellere Gefrieren des Weins p. ** durch Überhäufung des We Gefässes mit Schnee, bewirken; gerade das Gegenteil.

 

[IIa-04-1783-1784-1254]
Das Schwein ist gern in der Pfüze den Sonnenstralen ausgesezt.

 

[IIa-04-1783-1784-1255]
Der Gestank angezündeter Ochsenklauen, Hörner p. vertreibt Insekten aus dem Garten.

 

[IIa-04-1783-1784-1256]
Die Shakalls reissen die Gräber auf, die nicht mit Dornen verwart sind.

 

[Manuskriptseite 71]

[IIa-04-1783-1784-1257]
Wenn die weissen Ameisen aus ihren unterirdischen Nestern zu Nachts herausgekommen und sie am Morgen von der Sonne beschienen werden: so brechen ihnen die Flügel ab und sie werden die Speise verschiedner Tiere.

 

[IIa-04-1783-1784-1258]
Älian, die Seefarenden meinten, der Ätna, Olymp, Parnas würden immer niedriger. Manche Frauenz. mögen keine Rosen auf Kirchhöfen, riechen und annemen

 

[IIa-04-1783-1784-1259]
Dem Pazienten, dem man den Star stechen wil, giebt man Opium zum Mute und hernach zu Unempfindlichkeit ein.

 

[IIa-04-1783-1784-1260]
Ein gewisser Krebs in Brasilien sucht und fasset mit der grossen rechten Schere seine Narung; mit der kleinen linken beweglichen nimt er sie ihr ab und bringt sie zum Munde.

 

[IIa-04-1783-1784-1261]
In der blinden Naide ist in den Pulsadern weisses, Blutadern rotes Blut. Die Tazen sind das stärkste und wolschmekkendste Glied der Bären.

 

[IIa-04-1783-1784-1262]
Die Araber streuen wolriechendes Pulver aufs Angesicht der Toden.

 

[IIa-04-1783-1784-1263]
Die Seraphine verbargen ihr Angesicht mit 2. Flügeln; ihre Füsse mit 2.; und flogen mit 2. Ies. 6, 1=4. Gold, Weihrauch und Myrten.

 

[IIa-04-1783-1784-1264]
In Basel gehen alle Uren um 1 Stunde zu früh.

 

[IIa-04-1783-1784-1265]
Der Pabst sagte, daß wer ein Kreuz, so er eingeweiht, habe, der habe Ablas in der Stunde des Todes, so lange das Kreuz nicht auf den Boden falle; wodurch es sonst alle Kraft verlöre.

 

[IIa-04-1783-1784-1266]
Aus Österreich: wenn anstat daß die Todenfürer, wenn die Leiche ins Grab versenkt war, mit leren Wagen wieder zurükfaren solten, beluden sie sie mit Tabak und a. Kontrebandwaren.

 

[IIa-04-1783-1784-1267]
Auch das Stürzen mit dem Pferde wird bei den Preussisch. Soldaten gestraft.

 

[IIa-04-1783-1784-1268]
Die zu Soldaten bestimten Kinder tragen eine rote Binde.

 

[IIa-04-1783-1784-1269]
Bei den Ägyptern wurden nur die Priester beschnitten.

 

[IIa-04-1783-1784-1270]
Vor die Fürsten Orients darf niemand one Geschenke kommen.

 

[IIa-04-1783-1784-1271]
Bei den Ägyptern wurden lebendige (alzeit nur schädliche, häsliche und unglükliche) Tiere dem bösen Got, Typhon; leblose und meistens Rauchgeschenke den guten Göttern geopfert.

 

[IIa-04-1783-1784-1272]
Das christliche Frauenz. opferte zu Isagua in Abbruzzo in der Kirche des h. Kosmo ihm, um fruchtbar zu werden, be wächserne Priapen, unter dem Vorwand der grossen Zehe des Schuzheiligen.

 

[Manuskriptseite 72]

[IIa-04-1783-1784-1273]
Landriani hat sich der Methode des Loriot Pastelmalerei, zu fixiren, bedient, Insekten und hauptsächlich Schmetterlinge zu überfirnissen und dadurch dauerhafter zu machen. Der Kampfergeruch hält auch feindliche Insekten von solchen befirnisten ab. Hat auch Blumen und lebendige Insekten befirnist.

 

[IIa-04-1783-1784-1274]
Le Roux hat eine Müze angegeben, wodurch man bei iedem Fal auf die Beine und angenem zu stehen komt; Gegentheil des Hollunders mit Blei

 

[IIa-04-1783-1784-1275]
Das Orakel befal den Kirrhäern alzeit Tag und Nacht Krieg zu füren. Plutarch.

 

[IIa-04-1783-1784-1276]
Antiphanes sagte im Scherze, in einer gewiss. Stad wär eine solche Kälte, daß die ausgesprochnen Worte sogleich gefrören und erst im Sommer wieder auftauten und verstanden würden. eb.

 

[IIa-04-1783-1784-1277]
Wenn man den Ägyptern vorwarf, warum sie Götter in den Himmel sezten, deren Gräber sie zeigten (als z. B. des Osiris) so sagten sie, die Körper dieser Ki Götter werden einbalsamirt und in Ägypten begraben worden, ihre Selen ab. wonten in den Gestirnen. Plut. de Isid. et Osirid.

 

[IIa-04-1783-1784-1278]
Bei den Alten trugen die Freunde des Bräutigams eine Fakkel von harzigem Holz; die Freundinnen der Braut eine Lampe.

 

[IIa-04-1783-1784-1279]
Man glaubte den Bacchus zu vereren, wenn man das Fleisch und vorzüglich das Eingeweide der Ziegen und anderen Opferviehs ungekocht und roh as.

 

[IIa-04-1783-1784-1280]
Mancher Gotheit wurden nur weisse, einer andern nur schwarze Opfertiere geopfert. Oft schwärzte man die weissen Hare bei den schwarzen und rieb bei den weissen Rindern mit Kreide die braunen Hare.

 

[IIa-04-1783-1784-1281]
In Amsterdam dient eine girouette zugleich zur Verhütung des Rauchs und zur Anzeige des Windes.

 

[IIa-04-1783-1784-1282]
Die Parsen giessen aus Erfurcht in die Feuersbrunst sogar noch Öl; hindern iedoch Löschende nicht.

 

[IIa-04-1783-1784-1283]
Domizian lies aus transparentes Spiegel Steinen die Mauern einer Gallerie ve errichten, worin er zu spazieren pflegte; damit er nicht nur die Handlung der zu von seiner Seite, sond. auch der hinter ihm sähe.

 

[IIa-04-1783-1784-1284]
In Paris geht man ins erste beste Haus, seine Notdurft zu verrichten.

 

[Manuskriptseite 73]

[IIa-04-1783-1784-1285]
Wenn die Gänse aus Zilizien üb. den Berg, der vol Adler ist, fliegen wollen nemen sie einen Stein in den Schnabel, um ihrer Stimme ein Schlos anzulegen und so zu Nachts stil hinüberzusezen. Plutarch.

 

[IIa-04-1783-1784-1286]
Die Priesterin des Apollo erteilte oft Orakel eh' die Frage getan war.

 

[IIa-04-1783-1784-1287]
Bei dem Tode und der Erzeugung des Romulus war eine Sonnenfinsternis. Plut. vom Glük der Römer.

 

[IIa-04-1783-1784-1288]
Eine Wölfin säugte den Remus und Romulus; und der dem Mars geheiligte Vogel (ein Specht) äzte sie. Plut. ebendaselbst.

 

[IIa-04-1783-1784-1289]
Wer üb. Hunger und Durst zu sich nimt: speiet sich und dan auch das heraus, was er aus H. und D. genommen hatte.

 

[IIa-04-1783-1784-1290]
Iener wolte den Prometheues, den Thessalier, töden und sties mit dem Degen auf ein Geschwür und heilte denselben davon. Plut.

 

[IIa-04-1783-1784-1291]
Gulliver muste sich in Lilliput auf den breitesten Landstrassen halten.

 

[IIa-04-1783-1784-1292]
Es giebt nur mänliche, nicht weibliche Satyren.

 

[IIa-04-1783-1784-1293]
Mit Mist die Pflanzen vor der Kälte bedekken.

 

[IIa-04-1783-1784-1294]
Manche Weinstökke tragen zu gleich rote und weisse Trauben; eine Traube hat rot und weisse Beren; eine Bere ist halb rot und halb weis.

 

[IIa-04-1783-1784-1295]
Die ersten Christen beteten am Sontage stehend; and. Tagen kniend.

 

[IIa-04-1783-1784-1296]
Rabbinen, wenn eine schwangere Heidin vermittelst der Taufe eine Proselytin geworden, so wäre das Kind nicht mer getauft worden, weil ihm dieTaufe der Mutter schon zuzurechnen.

 

[IIa-04-1783-1784-1297]
In den Pyramiden sind Fledermäusse und Könige.

 

[IIa-04-1783-1784-1298]
Arme Karthager ka verkauften ihre Kinder den Kinderlosen, welche den Göttern dergleichen opfern wolten.

 

[IIa-04-1783-1784-1299]
Hippokrates sagt (nach dem Plut.) die Krankheiten sind die gefärlichsten wo das Angesicht am meisten verstelt wird.

 

[IIa-04-1783-1784-1300]
Aristoteles: so oft Satyrus einen Handel vor dem Richter fürte, verstopften ihm seine Freunde die Oren mit Wachs, damit er nicht durch den Spot der Gegenpartei zum Zorn gereizt und in seinem Vortrag gehindert würde. Plut.

 

[IIa-04-1783-1784-1301]
Die Wärterinnen sagen zu den Kindern: schrei nur nicht, so solst du es haben.

 

[IIa-04-1783-1784-1302]
Aristoteles: man habe zu seiner Zeit die Sklaven, in * Etrurien bei dem Ton der Flöten gegeiselt. Plut.

 

[Manuskriptseite 74]

[IIa-04-1783-1784-1303]
Die Fabel erzält von der Lamia (einer Zauberin) sie sei blind wenn sie schlafe weil sie ihre Augen in einem Gefäsgen aufbeware; wenn sie ab. ausser Haus gehe, seze sie die Augen wieder ein und sehe. Plut. Betler und Damen umgekert.

 

[IIa-04-1783-1784-1304]
Die Alten baueten die Studierzimmer weit von der Stad; und hiessen die Nacht Euphrone (die Verständige) weil sie glaubten, daß Stille zur Erfindung der Warheit beitrage. Plut.

 

[IIa-04-1783-1784-1305]
Perikles lies den Schmuk der Göttin Minerva, der 40 Talente Golds wog, so anlegen, daß man ihn wegnemen konte und damit man das Gold im Fal der Not im Krieg brauchen und hernach ihr einen Schmuk von gleichem Wert wiederzustellen könte. Plut.

 

[IIa-04-1783-1784-1306]
Die Iuden behaupteten von ihrer Proselytentaufe, daß dem Getauften eine neue Sele gegeben würde.

 

[IIa-04-1783-1784-1307]
Ein abgefressener Baum wächst nicht weiter fort, wenn er nicht abgestuzt wird.

 

[IIa-04-1783-1784-1308]
Stromer rät, die Blätter vor der Zeit, da sie abfallen, selbst abzupflükken, um dem Baum den Frost zu ertragen zu erleichtern.

 

[IIa-04-1783-1784-1309]
Bäume die leicht erfrieren, darf man nicht vor dem Winter auspuzen und ihnen folglich die grossen Äste nemen.

 

[IIa-04-1783-1784-1310]
In magern Honigiaren bauen die Bienen auch wenig Wachs (als welches aus den Ringen ihres Unterleibs geschwizt wird) und wenn man einen Korb verschliest und ihm blos Honig vorsezt, so wird der doch anfangen Wachs zu bauen, ungeachtet er keine Materie von auss. dazu samlen kan.

 

[IIa-04-1783-1784-1311]
Die Arbeitsbienen verbeissen den unnötigen Dronen die Zungen, daß sie keinen Honig mer lekken können.

 

[IIa-04-1783-1784-1312]
Wenn der halbe Korb vol Raubbienen ist, macht man ihn zu und bringt ihn in eine andre Hütte; aus ihnen und den and. Bienen wird sogleich Ein Volk.

 

[IIa-04-1783-1784-1313]
Die Sybariten lass. das Frauenzimmer ein Iar vorher zu Gast bitten, damit s es Zeit hat, sich zu schmükken. Plut.

 

[IIa-04-1783-1784-1314]
Die Griechen glauben, die Götter hören Töne aus Bein und Holz lieber als menschlichen Stimmen. Plut. Gastmal der 7. Weisen.

 

[IIa-04-1783-1784-1315]
Gewisse Insekten fressen nur im Gipfel der Bäume, die davon verderben.

 

[Manuskriptseite 75]

[IIa-04-1783-1784-1316]
Bäume, die viel ins Holz wachsen und viele Äste treiben, tragen selten Früchte.

 

[IIa-04-1783-1784-1317]
Wenn man das Fet der Baumschlange mit Unschlit zu Lichtern vermengt, stelt es das Zimmer vol Schlangen dar. Fünfter Band d. Samlung aller Reisebeschreibungen.

 

[IIa-04-1783-1784-1318]
Ein gewisser Fisch aus Kamtschaka (Balaia Niba) arbeiten sich durch die schnelsten Fluten; dah. hängen schwächere Fische sich an seinen Schwanz; dah. hat er immer einen abgefressenen und angebissenen Schwanz.

 

[IIa-04-1783-1784-1319]
Man isset vom Biber nur den Schwanz, der ein Lekkerbissen.

 

[IIa-04-1783-1784-1320]
Die feisten Birnen haben oft schlechte Kerne, dahingegen die Holzbirnen meistens gute haben; weil nämlich dort alle Narung blos ins Fleisch geht.

 

[IIa-04-1783-1784-1321]
Das Blashun kan nicht nur unter dem Wasser schwimmen, sondern auch auf demselben laufen.

 

[IIa-04-1783-1784-1322]
Man treibt das Vieh auf die Getraideäkker, damit dieses nicht zu stark schiesse.

 

[IIa-04-1783-1784-1323]
Die Bäume erfrieren an den Gipfeln, nicht an den Wurzeln.

 

[IIa-04-1783-1784-1324]
Die Blätter der im freien Lande stehenden Bäume verlieren das buntfärbige eher als die in Scherbeln erzogne; die bunten Farben machen doch eine angeneme Krankheit derselben aus.

 

[IIa-04-1783-1784-1325]
Eine ungeflügelte Blatlaus bringt one alle Begattung eine grosse Menge geflügelter Blatläuse hervor. -

 

[IIa-04-1783-1784-1326]
Wenn man das Weibgen des Blutfinken lang im Käfig hält, wirds zulezt schwarz. Affen monatliche Reinigung.

 

[IIa-04-1783-1784-1327]
Der Blutigel saugt nur desto länger, wenn man ihn verwundet.

 

[IIa-04-1783-1784-1328]
Die stachlichten Reisern im Neste der Älster schüzen es vor grössern Raubvögeln.

 

[IIa-04-1783-1784-1329]
Die Affe Indianer stellen sich als ob sie vom starken Getränke tränken; der Affe amt sie nach, betrinkt sich und wird gefangen.

 

[IIa-04-1783-1784-1330]
Ie stärker im Winter die Kälte ist, desto mer Saft und desto süssern giebt der Zukkerahorn im kommenden Früling.

 

[IIa-04-1783-1784-1331]
Die Rinde kränkelnder Bäume ist vergleichungsweise dikker als der lebhaftern.

 

[IIa-04-1783-1784-1332]
Ein absterbender Baum hat am Gipfel nur gelbe Blätter, die im Herbst bald abfallen, od. gar nur die untern Äste haben welche.

 

[Manuskriptseite 76]

[IIa-04-1783-1784-1333]
Die Weide und der Pappelbaum werden, nicht gestuzt, gros und nicht hol; öfters gestuzte werden hol. Die Frau kan die Tabakspfeife nicht anbrennen.

 

[IIa-04-1783-1784-1334]
Die Sazstangen von den Weiden, treiben, ob sie gleich im Herbst von ihren Stämmen abgehauen werden, dan in der Erde Wurzeln, wenn sie erst das Frühiar darauf gestekt werden. Keule des Herkules und Gift in der Komödie.

 

[IIa-04-1783-1784-1335]
Mit einem Seil am Gipfel des Baumes einen Fal lenken.

 

[IIa-04-1783-1784-1336]
Die Barbaren, die am Eridanus wonen, tragen Trauerkleider üb. den Fal des Phaetons. Plut.

 

[IIa-04-1783-1784-1337]
Karneades: die reichen und vornemen Kinder bringen es nur im Reiten hoch: weil das Pferd allein ihnen nicht schmeichelt.

 

[IIa-04-1783-1784-1338]
Die Sybariten lassen das Frauenz. ein Iar vorher zu Gaste bitten, damit es zum Puzen Zeit habe. Plut.

 

[IIa-04-1783-1784-1339]
Die Hochzeitbette waren bei den Alten verschlossen. Die Freunde der Braut traten vor die Türe und sangen. Damit man das Geschrei der ermordeten Iungfer nicht nicht höre.

 

[IIa-04-1783-1784-1340]
Der Kaiser Klaudius wolte nach dem Sueton, ein Edikt herausgeben, wodurch iedem Gaste in ied. Geselschaft erlaubt sein solte, den Wind faren zu lassen. - Der Arzt untersucht die Milch der Amme.

 

[IIa-04-1783-1784-1341]
Die Alten liess. damit niemand auf ihre Gräber seine Notdurft verrichtete, Wache darüb. sezen; ärmere liess. einen Fluch darauf sezen.

 

[IIa-04-1783-1784-1342]
Die Tarantuln um den Golfo di Taranto sollen keinen Ausländer stechen. Schlöz. Briefwechs. Th. V. Heft XXVII. S. 191.

 

[IIa-04-1783-1784-1343]
Man giebt dem zu erschiessenden Soldaten gewönlich einen Blumenstraus, der hernach mit ihm begraben wird.

 

[IIa-04-1783-1784-1344]
Das Kind durch Wiegen dum und schielend machen.

 

[IIa-04-1783-1784-1345]
Erbsen und Pfeifenstiele auf die Treppen werfen; ins Bet Nadeln und Sand.

 

[IIa-04-1783-1784-1346]
Iene Iungen in Berlin erhiengen beim Soldatenspiel einen Deserteur wirklich.

 

[IIa-04-1783-1784-1347]
In Manilla hat man 4 bis 6 Zol lange Enden Tobak; diese zündet man am En Einen Ende an und raucht sie one Pfeife am andern. Da ieder raucht, kan man mit Frauenz. sich verabreden, indem man seine Pfeife anzuzünden scheint.

 

[IIa-04-1783-1784-1348]
Die Missetäter in Manilla, die nicht das Abendmal nemen wollen, werden one ein weisses Kleid hingerichtet.

 

[Manuskriptseite 77]

[IIa-04-1783-1784-1349]
Die Wilden auf Long=Island bei Neu York schreiben kein Gesez auf; sondern wenn ein neues gegeben wird, so werden aus ieder Familie Gewisse auserlesen, die ab. im Gericht nichts reden dürfen. Er bedarf dem anvertrauten Saz bei Lebensstrafe nicht vergessen. {wie a. übertreten} Th. V. Heft. XXV. Seit. 31. Briefwechsel.

 

[IIa-04-1783-1784-1350]
Bei diesen mus alzeit einer aus einer Familie, die sich betrinkt, nüchtern bleiben; und Aufseher sein. Er mus für die Ausschweifungen stehen. S. 32.

 

[IIa-04-1783-1784-1351]
Die künftigen und ungedrukten Teile der Bücher wurden verboten. Th. V. Heft XXV. Seit. 61. Einen Regenschirm üb. die Sonnenur.

 

[IIa-04-1783-1784-1352]
Die Thibetaner legen ihre Toden auf die Gipfel der Berge und überlass. ihre Zerstörung dem Ungefär. Ein alter Man und Weib hält sich da auf, empfängt und lozirt die Leichen und trägt die zerstreuten Knochen zusammen.

 

[IIa-04-1783-1784-1353]
Der General Winterfeld blieb im Dorf Moyß, nicht weit von Görliz. Wärend man ihn in der Stad balsamirte, lag sein Herz auf dem Miste. T. V. H. XXX. S. 35. Wenn ein König auf den Tron steigt, Generalpardon.

 

[IIa-04-1783-1784-1354]
In Herrnhuth ist iedes Grab plat.

 

[IIa-04-1783-1784-1355]
Die Kyntenser
Kyntenser] evtl. Kyetenser? essen kein Schweinefleisch; aus Vererung, weil, da Iupiter auf dem Berg Dikta in Kreta geboren wurde, ihn ein Schwein gesäugt und durch sein Grunzen verursacht habe daß man ihn nicht schreien hören können. Athenäus. IX.

 

[IIa-04-1783-1784-1356]
Die Zeres wurde vorzüglich die Gesezgeberin genant. (Legifera)

 

[IIa-04-1783-1784-1357]
Dans le douzième, le treizième, le quatorzième et le quinzième siecle on portoit une soutane qui descendoit jusqu'aux pieds. Les nobles imaginèrent qu'en y faisant faire une longue queue ils auroient le prétexte d'avoir un homme pour la porte et que l'avilissement de cet homme donneroit un air de distinction au maitre.

 

[IIa-04-1783-1784-1358]
In Spanien bittet, wenn das Stük zu Ende ist, ein Schauspieler nach dem anderen um Verzeihung der Feler, die er gemacht hat. Il y a même des ariettes qui sont terminées par ces excuses en musique.

 

[IIa-04-1783-1784-1359]
Die Wilden in Nordamerika sagen niemals als bis sie gegessen haben, wo sie herkommen, wer sie sind. p. Le Beau.

 

[IIa-04-1783-1784-1360]
Als gewisse alte Völker in Spanien einige Hauptleute des römischen Hers spazieren gehen sahen, boten sie sich an, sie ins Lager zurükzufüren, weil sie glaubten, sie hätten den Verstand verloren. Strabo.

 

[IIa-04-1783-1784-1361]
Der Tanz der Wilden besteht in Verdrehungen des Leibs und ein guter Tänzer weicht oft nicht von seinem Plaz. Le Beau.

 

[Manuskriptseite 78]

[IIa-04-1783-1784-1362]
Die in den Krieg ziehenden Wilden schminken sich rot od. schwarz, damit ihre Feinde sie nicht erblassen sehen. Le Beau.

 

[IIa-04-1783-1784-1363]
Der Wilde stelt sich als hätte ihm die Bekommung einer Sache geträumt, um sie zu bekommen. eb.

 

[IIa-04-1783-1784-1364]
Die Wilden beschmieren das Gesicht des Gefangnen vor dem Tage seiner Hinrichtung mit verschiednen Farben; es ist das das Todesurteil. eb.

 

[IIa-04-1783-1784-1365]
Der Pater Brebeuf: die Wilden legten sonst den Körper des Todten auf Stangen in die Luft und der Mörder muste sich darunter aufhalten und essen. Der Eiter fiel dan herunter auf ihn und die Schüssel.

 

[IIa-04-1783-1784-1366]
Wenn die Wilden trauern, essen sie nur kalte Speisen; nähern sich keinem Feuer, auch im Winter nicht und gehen nur des Nachts aus, ihre Notdurft zu verrichten, Le Beau

 

[IIa-04-1783-1784-1367]
Domizian achtete den römischen Rat so wenig, daß er ihn einst zusammenrufen lies, ihn zu fragen, in was für ein Gefäs ein grosser Halbfisch den er geschenkt bekommen, gekocht werden solte.

 

[IIa-04-1783-1784-1368]
Die Elisabeth gieng einen Tag französisch, den a. italiänisch, den dritten englisch gekleidet.

 

[IIa-04-1783-1784-1369]
In der lutherischen Kirche zu Amsterdam werden sobald das Evangelium verlesen, die gross. Vorhänge an den Fenstern nahe bei der Kanzel zugezogen, damit der Prediger nicht sehen und seine Predigt herlesen könne. Nach der Predigt wirds wieder helle gemacht. Bernoulli's Samlung kurzer Reisebeschreibungen. Erster Band. S. 143.

 

[IIa-04-1783-1784-1370]
In Holland sind sogar die Bäume vor dem Hause angestrichen und gemalt.

 

[IIa-04-1783-1784-1371]
Man braucht da 2 Servietten, eine feine zum Staat und die and. gröbere zum Abwischen.

 

[IIa-04-1783-1784-1372]
Als der Viktor Amadeus König und Pabst in Sizilien zu Palermo das Tabernakel von Lapislazuli sah (aus sizilianischem Marmor) sah, schmis er eine Tabaksdose von gleichem Stein aus Verachtung weg

 

[IIa-04-1783-1784-1373]
Das Langobardische Gesez schäzte eine Maulschelle zweimal so hoch als einen Faustschlag. (Lib. I. tit. VIII. 17.) - Nach dem Burgundischen Gesez wurde eine Wunde im Gesicht dreifach, eine die man mit den Kleidern bedekte einfach bezalt.

 

[Manuskriptseite 79]

[IIa-04-1783-1784-1374]
Es kam auch bei den Deutschen in Betrachtung, ob man iemand mit einer oder beiden Händen bei den Haren ergriffen.

 

[IIa-04-1783-1784-1375]
Die alten Deutschen bauten der Feuersgefar wegen ihre Häuser nicht nahe an einander.

 

[IIa-04-1783-1784-1376]
Man mus den Mädgen keine Puppen geben, die Kleider tragen, welche üb. iener Stand sind.

 

[IIa-04-1783-1784-1377]
Wäscherinnen verschmieren ihre Hände zu schonen viel Seife.

 

[IIa-04-1783-1784-1378]
Die Mägde singen beim Spinnen um sich des Schlafs zu erweren.

 

[IIa-04-1783-1784-1379]
Klopstok kan die Potpurris nicht leiden.

 

[IIa-04-1783-1784-1380]
Die Mumien stehen alzeit aufrecht.

 

[IIa-04-1783-1784-1381]
Die Ägypter blasamirten auch den Vogel Ibis ein, in Urnen. Shaw. - Kinder mishandeln das Gesinde.

 

[IIa-04-1783-1784-1382]
Manche Herschaften glauben sich bei dem platdeutschen Gesinde Achtung zu verschaffen, wenn sie mit ihm Hochdeutsch sprechen.

 

[IIa-04-1783-1784-1383]
Die Gitter vor dem Fenster bewachen den Bewachten.

 

[IIa-04-1783-1784-1384]
Der Leib einer schwangergewordnen Frau scheint in den ersten Monaten eingefalner und dünner als er vorher kam war.

 

[IIa-04-1783-1784-1385]
Was ein Mondkalb am ersten vermuten läst, ist der schnelle Wachstum des Leibs; der schon in den ersten Monaten ser ausgedent wird.

 

[IIa-04-1783-1784-1386]
Die Misfälle sind unter den Vornemeren häufiger als den Bauerinnen.

 

[IIa-04-1783-1784-1387]
Die Schwangern müssen sich des Urins und Stulgangs vorher entledigen, um den Durchgang des Kindes nicht zu verengern; dah. einige gar zu Klystieren raten.

 

[IIa-04-1783-1784-1388]
An manchen Orten nimt der Man die Frau wärend dem Gebären auf den Schos; ist schädlich.

 

[IIa-04-1783-1784-1389]
Die Mutter mus das Kind so anlegen, daß seine Nasenlöcher zum Atemholen frei bleiben. - Die Kinder= und Bauernhandschuh sind one Finger.

 

[IIa-04-1783-1784-1390]
Man tadelte am Schauspieler Baron, daß er dem Parterre manchmal den Rükken zukerte. Wenn er vornemen Personen eine Ere erweisen wolte, sah er sie bei der Hersagung der schönsten Stükke an.

 

[IIa-04-1783-1784-1391]
P. Bouhours erzält vom h. Ignazius, als er in die Schule gieng sei sein Geist gen Himmel geflogen; und dah. hab' er nichts gelernt.

 

[IIa-04-1783-1784-1392]
Da Kaligula auf dem Schädel keine Hare hatte, so war es ein Verbrechen ihn von der Höhe herab anzusehen.

 

[Manuskriptseite 80]

[IIa-04-1783-1784-1393]
Als einmal keine Missetäter mer da waren, sie den wilden Tieren entgegenzustellen, lies Kaligula dazu die ersten besten aus den Zuschauern nemen.

 

[IIa-04-1783-1784-1394]
Der Kardinal und Kanzler von Frankr. Anton Düprat as iunges Eselsfleisch gern; und nur nach dem Tode dieses Ministers hörte es auf eine niedliche Speise am Hofe zu sein.

 

[IIa-04-1783-1784-1395]
Ein mänlicher Palmenbaum kan 4 bis 500 weibliche befruchten. = ein Mensch.

 

[IIa-04-1783-1784-1396]
Der Afrikaner schneidet die Krone des Palmenbaums ab; hölt den obern Teil wie eine Schüssel aus; dahin samlet sich der Saft desselben od. Honig. Nach 3. Monaten ist er verdort. Shaw.

 

[IIa-04-1783-1784-1397]
Die Araber ge verkaufen od. halten gar Kunstwerke für versteinerte Menschen; einen Amor für ein versteinertes Kind. Shaw.

 

[IIa-04-1783-1784-1398]
In der Barbarei verlieren die Kühe Kälber und Milch auf einmal.

 

[IIa-04-1783-1784-1399]
Wenn die Araber eine Hyäne gefangen, begraben sie den Kopf sorgfältig, weil er zu Hexereien gebraucht werden kan.

 

[IIa-04-1783-1784-1400]
Wenn die Fischer zu Nachts die penna marina od. Seefeder in ihrem Neze herausziehen, so leuchtet sie so ser, daß man die mitgefangnen Fische erkennen kan.

 

[IIa-04-1783-1784-1401]
In der Barbarei verkauft einer 2. od. 3. Blattern dem a. für eben soviel Nüsse od. Konfituren zum Einpropfen; man glaubt da, daß auch blos die Verkaufung one Einpfropfung schon anstekke. Shaw.

 

[IIa-04-1783-1784-1402]
Da ein englischer Arzt einen türkischen Hern zu Algier gegen das Kopfweh ein Klystier verordnete, lärmte der ser; weil ein so edler Teil nicht im geringsten durch einen ser so unedlen und weitentlegenen Teil als der Hintern nicht könne geheilt werden.

 

[IIa-04-1783-1784-1403]
Man versicherte dem Shaw, daß die Blumen des Wutkrauts und des Beifus abfielen, wenn man die Mizmoune spielt, ein musikalisches Instrument der Moren.

 

[IIa-04-1783-1784-1404]
In einigen Arten der Barbarei müssen Braut und Bräutigam an ihrem Hochzeittage Hemden tragen; ab. sie dürfen sie nicht ablegen noch waschen als ein Stük am andern ist. Shaw.

 

[IIa-04-1783-1784-1405]
Moore, es ist zu bedauern, daß aus Griechenland und Rom uns soviel Statuen der Götter, und so wenig ihrer gross. Mitbürger übrig geblieben.

 

[Manuskriptseite 81]

[IIa-04-1783-1784-1406]
Damit die ersten Christen die Bildsäulen der Götter und Alten nicht alle zertrümmerten musten sie unter die Erde begraben werden.

 

[IIa-04-1783-1784-1407]
In Sina tanzen nur Bären und Affen; ab. keine Menschen.

 

[IIa-04-1783-1784-1408]
Ein toller Hund, der seinen Hern und Woltäter tol macht.

 

[IIa-04-1783-1784-1409]
Der Magnet zieht nur volkomnes (od. gediegnes) Eisen an, aber keine Eisenerde. Die Mumien, nicht die Einbalsamierungskunst kam auf uns.

 

[IIa-04-1783-1784-1410]
Der fliegende Sommer fliegt nur bei heitern Tagen und meistens bei Ostwind; bei trüben ist kein Faden mer zu sehen.

 

[IIa-04-1783-1784-1411]
Die Sineser stekken den Körper und Schwanz einer ser giftigen Schlange in ein mit dem besten Wein gefültes Glas Gefäs, so daß durch ein Loch am Dekkel der Kopf hervorragt. Das Gefäs wird üb. ein Feuer gestelt und die Schlange speiet und dampft alles Gift aus dem Maul heraus. Der Kopf wird abgeschnitten und das übrige gedört, das ein vortrefliches Mittel bei Md Unsinnigen u. a. Kranken abgiebt.

 

[IIa-04-1783-1784-1412]
Die Mängen verschiedner Arten (des Wolfs mit dem Hunde, Hundes mit Fuchses) waren wol geneigt zur Begattung; ab. nicht die Weibgen. Büffon.

 

[IIa-04-1783-1784-1413]
Anfangs machte Büffon den Bauerhund, ab. * nachher den spizschnauzigen Schäferhund zum Stamvater aller Hunde.

 

[IIa-04-1783-1784-1414]
Büffon glaubt, die Hunde hätten das Bellen und Schreien nur unter den gesitteten Menschen gelernt.

 

[IIa-04-1783-1784-1415]
Er lässet Pferd, Esel, Zebra und Czingithay blosse Abänderungen sein, die vom Esel entstanden wären.

 

[IIa-04-1783-1784-1416]
Nach ihm haben Wolf, Fuchs, Isatis, Iakal und Hund den Fuchs zum Stamvater. Die afrikanischen und wildgewordnen Hunde heulen und winseln, bellen ab. nicht.

 

[IIa-04-1783-1784-1417]
Der Maulesel hat vom Eselsvater und das Iunge der Haushenne vom Fasanenhan den Kopf und den Schwanz.

 

[IIa-04-1783-1784-1418]
Oft werden von einer Hündin deierlei gebildete grosse und kleine Hunde geboren.

 

[IIa-04-1783-1784-1419]
Die Hirtenhunde haben nur ein kurzes und seltnes Bellen.

 

[IIa-04-1783-1784-1420]
Gonze hat am Swammerdammischen Pulex arborescens (davon Mängen zwei mänliche und das Weibgen 2 weibliche Geschlechtsglieder hat) 2 Mängen auf einmal mit 1. Weibgen sich begatten sehen. Naturf. 7. B. Seit. 102.

 

[IIa-04-1783-1784-1421]
Muschelgold darf nicht zum Grunde genommen werden.

 

[IIa-04-1783-1784-1422]
Gewönlich ist die Lebhaftigkeit der Farben und der Perlenmutterglanz nur den Sees

 

[Manuskriptseite 82]

Seeschnekken eigen; die Landschnekken nicht; von ienen haben die meisten eine dikkere, von diesen eine dünnere Schale.

 

[IIa-04-1783-1784-1423]
Die iungen Klopstoks hiengen sich an den Schwanz eines Stiers, Kramer erzählt es von sich. reizten ihn mit einem Stachelstabe, sich mit ihnen im Kreise herumzudrehen. 1. Bnd. Klopstok: Er und über ihn S. 22. Der Schwanz der Schneefusstapfen.

 

[IIa-04-1783-1784-1424]
In der ersten Ausgabe der Messiade blühen für unter dem schlafenden Messias Blumen auf.

 

[IIa-04-1783-1784-1425]
Der aus lokerem Stoffe vereinte Gefärte unsers Mondes verfinstert nicht.

 

[IIa-04-1783-1784-1426]
Der Tag unsrer Erde erleuchtet die Nacht des Mondes.

 

[IIa-04-1783-1784-1427]
Die Gänse auf dem Kapitol entdekken die Feinde, weil sie aus Mangel an Proviant wegen der Besazung wenig zu fressen bekommen hatten. Plut.

 

[IIa-04-1783-1784-1428]
Alle Bildnisse des Perikles sind mit einem Helm umgeben, seinen langen Kopf zu verbergen. Plut.

 

[IIa-04-1783-1784-1429]
Bei dem Feste der Göttin Ino fürten die Römer eine Magd in das Innerste des Tempels und gaben ihr Orfeigen und trieben wieder heraus; sie tragen die Kinder ihrer Brüder stat ihrer eignen in ihren Armen. Plut.

 

[IIa-04-1783-1784-1430]
In der Peterskirche ist eine Tür, die die heilige heist. Sie ist allemal vermauret, ausser im Iubeliare. Moore.

 

[IIa-04-1783-1784-1431]
Bei den Italienern heist eine neue Oper oft nur eine neue Musik zu einem Drama z. B. des Metastasios. eb.

 

[IIa-04-1783-1784-1432]
In Neapel stehen auf den platten Häusern Blumentöpfe und Fruchtbäume in Kästen mit Erde.

 

[IIa-04-1783-1784-1433]
In nordlichen Ländern erhizt sich der gemeine Man mit Brandtwein; in warmen, Italien, kület er sich mit Eiswasser und Limonade. Moore.

 

[IIa-04-1783-1784-1434]
Heftige Bewegung ist im Früling gefärlicher als in a. Iarszeiten; auf hohen Bergen gefärlicher für Nichtdawoner als in den Tälern. - Die K Tokagna im 2 Tl. des Moore S. 151.

 

[IIa-04-1783-1784-1435]
In Neapel trägt man den toden Körper aufs prächtigste angekleidet - den Schmerz mist man nach dem Puz - eine Messe wird da gelesen und die Leiche wieder ins Haus zurükgebracht, wo man sie wieder entkleidet und so begräbt. eb.

 

[IIa-04-1783-1784-1436]
Das Blut des h. Ianuarius wird fliessend wenn es an seinen Kopf gebracht wird; sein Kopf wird in einer silbernen mit Edelstein geschmükten Büste eingeschlossen. eb.

 

[Manuskriptseite 83]

[IIa-04-1783-1784-1437]
Die Italienischen Tänzer weteifern, nicht wer am schönsten, sondern am höchsten spr und geschwindesten springt. eb.

 

[IIa-04-1783-1784-1438]
In Italien darf eine Frau mit ihrem Manne nicht gesehen werden; noch one einen fremden.

 

[IIa-04-1783-1784-1439]
Moore bemerkt, daß kein Armer prächtige Begräbnisse beneidet und wünscht.

 

[IIa-04-1783-1784-1440]
Die Kapelle von St. Lorenz, der Begräbnisplaz für das Haus Medicis, ist so lang gebauet worden, daß das medizeische Haus vor ihrer Volendung ausstarb. Plutarch: die vordersten Glieder der Zimberer hatten sich in der Schlacht gegen den Marius mit gross. eisernen Ketten an einander geschlossen.

 

[IIa-04-1783-1784-1441]
Die alten Deutschen gaben den Toden manchmal Geld mit, auf die Reise. Weil dass. hern nachher aber m öfters bei den Kolen des Leichenbrandes gefunden worden, glaubte man, daß wo Kolen in der Erde wären, auch Schäze sein müsten, ia sogar, daß Kolen bezaubertes Gold und Silber wären.

 

[IIa-04-1783-1784-1442]
Die Deutschen verabscheuten den Diebstal mer als den Mord; nach den sächsischen Gesezen wurde der Dieb eines Pferdes mit dem Tode, der Mörder auch eines Adelichen mit Geld gestraft.

 

[IIa-04-1783-1784-1443]
Bei den Alemanniern wurde für eine dopp ermordete Weibsperson doppelt soviel als für eine Mansperson bezalt. Wehrgeld; weil sie nicht wehrhaft und dah. unsichrer war.

 

[IIa-04-1783-1784-1444]
Sonst wurden die Kinder auf einmal, nämlich zu Ostern und Pfingsten getauft. - Die linksgewundnen Schnekken sind selten.

 

[IIa-04-1783-1784-1445]
Unter dem Karl dem Grossen und seinem Son Ludwig musten die anredenden Grossen seine Füsse küssen; doch die Vornemsten nur das Knie, wie auch die Königinnen. Schmidts Geschichte der Deuts. I. T. Seite 529.

 

[IIa-04-1783-1784-1446]
Karl der Grosse entdekte den Meineid: daß die 2 beschuldigenden Parteien die Hände kreuzweis in die Höhe halten musten; wer sie zu erst sinken lies, war überwunden. S.548.

 

[IIa-04-1783-1784-1447]
Home sieht den Kindermord als ein Zeichen der zunemenden Keuschheit unter einem Volke an; weil ein Weib es blos tut, um ihre Schwachheit zu verbergen.

 

[Manuskriptseite 84]

[IIa-04-1783-1784-1448]
Die Matrosen zapfen oft aus den Tonnen, in denen ausländische Meertiere verschikt werden, den Brantewein heraus.

 

[IIa-04-1783-1784-1449]
Die Kazen haben nach der falschen Meinung, nur die ro weisse, schwarze, gelbe Farbe; und nur die Kater sind anders und merfärbiger.

 

[IIa-04-1783-1784-1450]
Bei dem Rattenweibgen ist zwischen dem Geburtsgliede und dem After eine besondre Öfnung zum Urin.

 

[IIa-04-1783-1784-1451]
Man kan die Stein= od. Kircheule zur Ausbrütung der Hünereier angewönen, deren Küchlein sie aber auffrist, sobald sie merkt, daß es nicht ihre rechten Kinder sind. Ein Insekt in einer Blüte.

 

[IIa-04-1783-1784-1452]
Sowol der Käfer als die Larve der Ptinen od. Bohrkäfer boren Löcher ins Holz.

 

[IIa-04-1783-1784-1453]
Gewisse Käfer (d Byrrhus oder Wolkäfer) sind mit Federstaub od. Federgen bedekt, die sie nicht zum Fliegen sond. nur z. Schmuk brauchen.

 

[IIa-04-1783-1784-1454]
Die Flügel mancher Käfer sind an den Enden umgeschlagen, werden überhaupt nicht, oder doch nur dan nicht bedekt von den Flügeldekken, wenn sie erst geflogen sind.

 

[IIa-04-1783-1784-1455]
Das Mängen des Borkäfers hat Flügeldekken mit Florflügel; sein Weibgen one.

 

[IIa-04-1783-1784-1456]
In den Buchläden sezt man allenthalben Schüsselgen mit Wasser hin, damit die Mäuse abgehalten werden, für Durst das feuchte Papier anzufressen. Die Spize der Stacheln des siberischen Igels sind ist goldglänzend und spiegelnd.

 

[IIa-04-1783-1784-1457]
Einige Raupen fressen stärker und wachsen schneller, wenn sie der Naturforscher zuweilen von der Sonne bescheinen läst.

 

[IIa-04-1783-1784-1458]
Die äussersten Enden der Federn haben alzeit die schönsten Farben.

 

[IIa-04-1783-1784-1459]
Der schwarze Maulwurf hat oft unter 5 schwarzen Iungen ein * weisses.

 

[IIa-04-1783-1784-1460]
Von Auerhan und Birkhan ist das Mängen schwarz, das Weibgen bun und hel gemalt.

 

[IIa-04-1783-1784-1461]
Der Tom Thomfisch hat nur in der Augenhöle Fet.

 

[IIa-04-1783-1784-1462]
Die Schifsiungen werden oft bei der Stille des Meres gepeitscht, um Wind herbeizulokken.

 

[IIa-04-1783-1784-1463]
Alle Krähen sizen sizen iederzeit mit dem Kopf dem Wind entgegen.

 

[IIa-04-1783-1784-1464]
Ie länger Vorboten vor dem Schlage vorhergegangen sind, desto gefärlicher ist er.

 

[Manuskriptseite 85]

[IIa-04-1783-1784-1465]
Der Nachtwandler erinnert sich beim Erwachen keiner seiner Handlungen; man gewönt es ihm durch Bestrafungen wärend seines Anfals ab.

 

[IIa-04-1783-1784-1466]
Bei der Fulgora europaea leuchtet zu Nachts das Horn an der Stirne.

 

[IIa-04-1783-1784-1467]
Zimmetblüte riecht wie Menschenkot; und so auch das eben {aber nicht überhaupt} verarbeitete Zimmetholz; umgekert riecht die Blüte des Ebenholzes wie Nelken, das Holz und die Rinde wie Menschenkot.

 

[IIa-04-1783-1784-1468]
Ie kleiner die Fische, desto weniger gefärlich.

 

[IIa-04-1783-1784-1469]
Nach dem Aristoteles machte Dädalus zweierlei Statuen; unbewegliche; und solche, die davon flohen, band man sie nicht an.

 

[IIa-04-1783-1784-1470]
Attalus od. Perdix erfand die Säge, durch den Kinbakken einer Schlange dazu geleitet.

 

[IIa-04-1783-1784-1471]
Bupalus machte in Chio eine Diane auf einem hohen Orte, deren Gesicht dem Angenahten traurig, dem Entfernten ab. angenem schien. Plin. l. 36. c. 5.

 

[IIa-04-1783-1784-1472]
Im ehernen Ochsen des Tyrannen Phalaris machte die Stimme des verbrennenden Menschen das Brüllen eines Ochsen nach.

 

[IIa-04-1783-1784-1473]
Alle Figuren des Polykletes standen auf 1. Beine.

 

[IIa-04-1783-1784-1474]
Les Eléens, pour faire honneur à la mémoire de Phidias créerent, en faveur de ses déscendans une thorge distinguée, dont toute la fonction consistait à nettoyer son Iupiter et à le tenir toujours propre.

 

[IIa-04-1783-1784-1475]
Im Musäum zu Florenz ist ein Amor, dessen Gesicht, das mit einer Binde üb. den Augen traurig und g wild aussieht, schön aussieht, wenn man die Binde nicht mer darüber hält.

 

[IIa-04-1783-1784-1476]
Lysippus wandte den Feler des Alexanders, den Kopf hinterrüks sinken zu lass., in seiner Statue dazu an, ihn gen Himmel mit stolzem Blikke sehen zu lassen.

 

[IIa-04-1783-1784-1477]
Michel Angelo bekam üb. das beständige Anatomiren der Tierkörper zulezt einen Ekel vor den Speisen.

 

[IIa-04-1783-1784-1478]
Daniel de Volterra, der Angelo's zu nakte Figuren des iüngsten Gerichts übermalen muste, bekam den Zunamen culottier.

 

[IIa-04-1783-1784-1479]
Peter von Medicis dachte so klein, den Angelo einen ganzen Winter durch blose Statuen aus Schnee verfertigen zu lassen.

 

[IIa-04-1783-1784-1480]
Bernini lies die Personen, deren Portrait er machen muste, herumgehen, sprechen p., um ihr natürlicheres Air ins Portrait bringen zu können.

 

[Manuskriptseite 86]

[IIa-04-1783-1784-1481]
Alle die unsterblichen Architekten in Rom waren zugleich Bildhauer und Maler: Raphael, Bernini.

 

[IIa-04-1783-1784-1482]
Die Gebäude die das Labyrinth ausmachen, sind in der Erde wiederholt.

 

[IIa-04-1783-1784-1483]
Da man die Städte noch nicht pflasterte, musten die Höflinge de l'Electeur de Brandebourg en échasses nach Pozdam, wo der Hof, gehen, wegen des Kotes in den Gassen. Memoires pour servir à l'hist. de la maison de Brand.

 

[IIa-04-1783-1784-1484]
Wenn in Iapan der Her ein Haus bauet, bitten die Sklaven, sich unter den Grund desselben legen zu dürfen; weil sie dadurch das Gebäude fester zu machen glauben.

 

[IIa-04-1783-1784-1485]
Dom François Pica, prêtre du royaume de Naples, vient de fabriquer à Rome une porte harmonique, qui lorsqu'on l'ouvre, fait entendre um un morceau executé par quatre instruments; et lorsqu'on la ferme un autre air à sourdine. Mercure de France, année 1776, Avril. T. II. p. 188.

 

[IIa-04-1783-1784-1486]
Ie härter die Flügeldekken des Käfers sind, desto stärker sein Summen im Fluge, das von ihrer plastischen Hölung entsteht. Naturf. 11. Seit. 92.

 

[IIa-04-1783-1784-1487]
Die Flügeldekken schüzen sowol die Flügeln als den * ser verlezbaren Rükken, die sonst beide in der Erde und and. Orten ihres Aufhalts beschädigt würden

 

[IIa-04-1783-1784-1488]
Vielleicht haben manche Käfer keine Flügel bekommen, damit sie sich minder vermerten: denn der gefl geflügelten sind wenigstens merere als der ungeflügelten. Seit. 54.

 

[IIa-04-1783-1784-1489]
Die Orwürmer haben Flügel und Flügeldekken, die man ab. schwer sieht.

 

[IIa-04-1783-1784-1490]
Die Springkäfer schnellen sich, auf den Rükken gelegt, mit den Flügeldekken wieder auf.

 

[IIa-04-1783-1784-1491]
Manche Cikaden haben ausser den Flügeln auch Springfüsse.

 

[IIa-04-1783-1784-1492]
Die Leiche ist alzeit in Gärung, wenn sie ins Gewölbe komt. Der Sargdekkel mag noch so fest verschroben sein, die Verwesung sprengt ihn.

 

[IIa-04-1783-1784-1493]
Daher werden nur die von den Würmern gefressen, die in Erbbegräbnissen in Gewölben begraben werden; die nicht, die in die Erde. Kein Wurme dauerte in der Erde.

 

[IIa-04-1783-1784-1494]
Der sogenante Mordwurm (vorzüglich in Lapland) wird ungeflügelt von der Luft herumgefüret, fält auch mitten im Winter aus der Luft herab und verursacht anfangs nur einen roten Flek p.

 

[IIa-04-1783-1784-1495]
Der Kardinal Pamphilo machte ein Gedicht unter dem Titel Il trionfo del tempo, worin Händel mit dem Orpheus verglichen und ser gelobt wird. Dieser sezte das Gedicht in Musik.

 

[Manuskriptseite 87]

[IIa-04-1783-1784-1496]
Harduin glaubte, die alten Schriften, die man dem Homer, Aristoteles, Plato p. zuschreibt, wären mit Ausname einiger von Mönchen im 13 Iarhundert geschmiedet worden. In den hizigen Ländern reifen die Früchte 1. Baums nicht auf einmal.

 

[IIa-04-1783-1784-1497]
Der griechische Philosoph Lazydes hatte sich eine Gans aufgezogen und gewönt, daß sie ihn überal und alzeit gl begleitete.

 

[IIa-04-1783-1784-1498]
Alexander Lainez, ein französischer Dichter lies sich aufs freie Feld hinaus tragen, und starb da, um die Sonne noch einmal aufgehen zu sehen.

 

[IIa-04-1783-1784-1499]
Der Herzog von Antin lies kleine Steine zwischen die Bildsäulen und ihre Fusgestelle legen, damit wenn Ludwig XIV vorbeigienge, er behaupten könte sie stünden nicht gerade. Er endigte seinen Widerspruch mit Bewunderung.

 

[IIa-04-1783-1784-1500]
Lulli fieng nicht eher an zu spielen, bis ein andrer auf einer Violine krazte. Er nam sie ihm dan aus der Hand und hörte dan gar nicht auf.

 

[IIa-04-1783-1784-1501]
Er stelte sich einmal nakt auf das Postament im Garten zu Versailles, worauf eben vorher das vorb** vorbei gehende Fräulein von Montpensier die Statue vermist hatte.

 

[IIa-04-1783-1784-1502]
Die Faustina, die Gemalin des Markus Aurelius, nam darum gern Fechter zu ihren Liebhabern, weil sie diese vorher nakt sehen konte.

 

[IIa-04-1783-1784-1503]
Die Ägypter liebten die Kolonnen ser, die abwechseln aus weissem und schwarzem Marmor bestanden. Rech. phil. sur les Eg. et les Ch. T. II.

 

[IIa-04-1783-1784-1504]
Die Perser repariren ihre Häuser niemals aus Furcht, den Himmel durch Verlängerung der Gränzen zu beleidigen, die er dies der Dauer derselben sezte.

 

[IIa-04-1783-1784-1505]
Die Altäre der Erdgötter waren gerade auf der Erde; der Himmels= viel höher; der unterirdischen, in einer tiefen Grube bei den Alten.

 

[IIa-04-1783-1784-1506]
Wenn ein Iude ein Haus bauet, mus er einen Teil unvolendet lass. zum Gedächtnis der Zerstörung Ierusalems, wenigst. ein Stük ungeweist. Bastholm.

 

[IIa-04-1783-1784-1507]
In den Tempel des Herkules zu Kadix durften weder Weiber noch Schweine.

 

[IIa-04-1783-1784-1508]
In Kadix ist ein Tempel, der der Armut geweiht ist; und in diesem ein andrer, der den Künsten und Wissenschaften.

 

[IIa-04-1783-1784-1509]
Weil die Griechen und Römer die Türe gegen die Gasse öfneten, klopften sie, um keinen Vorbeigehenden zu beleidigen, vorher innen erst eh' sie öfneten.

 

[IIa-04-1783-1784-1510]
In der église paroissiale de Saint Iéan à Schaffouse en Suisse

 

[Manuskriptseite 88]

steigt man einige Stufen hinunter in die Kanzel.

 

[IIa-04-1783-1784-1511]
Lorsqu'un prêtre ou Papas de la Colchide trouve la porte de l'église fermée, il ne prend pas le tems de la faire ouvrir, il dit sa messe sous le proche porche; il la dit même souvent dans des maisons particulières.

 

[IIa-04-1783-1784-1512]
Bei den Fenstern aus Eis in Siberien ist es die Stube alzeit desto dunkler, wenn die Sonne scheint.

 

[IIa-04-1783-1784-1513]
Der Tempel von Andera in Ägypten hat soviel Fenster als Tage im Iar; sie entsprachen allen degrés de l'écliptique so, daß die Sonne semblait venir chaque jour rendre hommage à la divinité qu'on y adorait.

 

[IIa-04-1783-1784-1514]
In verschiednen Gebäuden hört man an dem entgegengesezten Winkel die Unterredung, die man in der Mitte nicht hört.

 

[IIa-04-1783-1784-1515]
In einiger Entfernung von der Abtei zu von St. George, bei Rouen, ist ein Landhaus von einem solchen Echo: die singende Person hört nur ihre eigne Stimme, die Zuhörer nur die Wiederholung des Echos. Anekdotes de Beaux etc. T. III. p. 589.

 

[IIa-04-1783-1784-1516]
Obstbäume mit weichen Früchten sind nicht ser hoch, weil diese sonst durchs Fallen zerstükt würden; mit harten sind dah. hoch.

 

[IIa-04-1783-1784-1517]
Die Hausgrille wirft oft, an einer Nacht auf den Tisch gestekt, die Beine ein, zwei Zol weit von sich ab. Bekman's physik. ökon. Bibl. 3. B. S. 49.

 

[IIa-04-1783-1784-1518]
Man ersäuft alzeit die meisten Kater, weil sie nicht in ihres Woltäters Hause bleiben noch und Mäuse fangen, sond. immer herumlaufen; weil sie zur Balzzeit ihr Urin ser stinkt.

 

[IIa-04-1783-1784-1519]
Sonst bedekten in Italien die Damen das Gesicht der Erhaltung der Schönheit wegen zu Nachts mit Masken.

 

[IIa-04-1783-1784-1520]
Katholiken: daß die Bibel undeutlich, zweifelhaft sei.

 

[IIa-04-1783-1784-1521]
Nach den alten Schotten erschienen die guten Geister nur am Tage, die bösen nur zu Nachts; darein sezten sie ihren ganzen Unterschied.

 

[Manuskriptseite 89]

[IIa-04-1783-1784-1522]
Visitenzimmer - geschwänzte Flügel - Bildergallerie - Einkleidung der Nonnen - Flugsand - versteinerte Blumen, Früchte - Opfertafeln - Panzerhemd - Todesengel {Tauf} - Flugbretter - Freihaven - Mittagsschlaf - Erkennung auf dem Theater - Lichtpuzer - Dedikazion - Sekundant - Dekkelglas - Namen= und Sachenregister - das collegium de propaganda fide - die Bibliothek ist offen - Ausstattung armer Mädgen - ein erliches und ein unerliches Begräbnis - Assoziazion der Ideen - Institut für Stumme und Taube - Hexenprozesse - Missionen - Mosis Kosmogenie - Nachricht an das Publ. vor falschen Luis dor p. - Wolke und Feuersäule - Diätengelder - Österreichische Nazionalschulplan: Normal= Haupt= oder Stad= und Trivialschule - Schreibgebüren - Immatrikulazionsgebüren - ein botanischer {englischer} Garten - Stirnmesser - cursorie lesen - Visitenbillet - Konduktgesang bei den Leichen - Leichenschleier des Toden - Riechflasche - Riechsack - Zalwoche - Perenlaischen Luftgen - Anemo - (Wind) - Helio (Samen) - Sono (Klang= besser Ton=) mess meter - Fustapete - der den Gnostikern fälschlich vorgeworfne Dualismus (Vererung zweier Götter) - Giftblase, Honig= Wachsmagen - Mädgenschulmeister - Kriegssteuer - Paradewiege - Weggeld - Lonlakai - Eintrit in die Finsternis, Austrit - Sommerwäsche - bunter Streuzukker - Wiegengeld - Sauger - Wiegenzeug - Tauf= müzen= kleid= dekke= küssen - Scheiden der Fülhörner und Flügel - Abend= Morgenopfer - Dek= {Federn} und Wollenhare {Pflaum} - chronische Geschwüre und Ausschläge - die ersten Wege - Harseile - doppelte Handlungsbücher - Fakkeltanz an fürstlichen Vermälungen - Bilderbibel - Tragsessel - Letternholz - Nimbus patrum et infantum - Die Anbetung der Hostie od. des Venerabile - Latria (Got); Dulie (den Heiligen); Hyperdulie (der erlichen Natur Christi und der Maria) - Küchenstük - Seitenlogen - Weiselgefängnis - Kriegstanz - Anreden der Priester an Schwörende - Wachsbleiche - Sterngen im Buch - leges XII tabularum - Pandekten, Instituzionen, Novellen - die Interpretazion entw. gesezlich od. doktrinalis; iene ent. authentisch od. usual; diese ent. grammatisch od. logisch -

 

[Manuskriptseite 90]

[IIa-04-1783-1784-1523]
Kalch zum Tünchen und Mauern, zur Schönheit und Festigkeit.

 

[IIa-04-1783-1784-1524]
Vorm schlechten

 

[IIa-04-1783-1784-1525]
Wetter riechen Blumen und Sekrete stärker.

 

[IIa-04-1783-1784-1526]
Das elektrische Glokkenspiel {Kolophonium} blizt und tönt. Memnos Säule.

 

[IIa-04-1783-1784-1527]
Schweis und Urin leuchten.

 

[IIa-04-1783-1784-1528]
Das Mängen äzt das Weibgen, dan die Iungen.

 

[IIa-04-1783-1784-1529]
Steigbügel zum Aufsteigen und Festsizen.

 

[IIa-04-1783-1784-1530]
Nicht blos das Rindvieh, sond. auch das Heu, nicht blos unsre sond. auch seine Speise einsalzen.

 

[IIa-04-1783-1784-1531]
Salamander erträgt und löscht das Feuer.

 

[IIa-04-1783-1784-1532]
Plutus Got der Toden und des Reichtums (der Hölle)

 

[IIa-04-1783-1784-1533]
Vogeldeuter aus Flug, Gesang, Fress. der Vögel und Eingeweide der Tiere

 

[IIa-04-1783-1784-1534]
Die höchsten Berge und tiefsten Keller haben einerlei Kälte.

 

[IIa-04-1783-1784-1535]
Die Augen der Eulen sind gros und unbeweglich.

 

[IIa-04-1783-1784-1536]
Die Toden schänden und einbalsamiren.

 

[IIa-04-1783-1784-1537]
Die Spinnen auf den Teufelsinseln sind gros und ungiftig.

 

[IIa-04-1783-1784-1538]
Die Krüke und der Fus sind hölzern

 

[IIa-04-1783-1784-1539]
Den Zaum zum zäumen und sich anhalten.

 

[IIa-04-1783-1784-1540]
Die Nordischen Völkern brauchen die Hörner zum Blasen und Trinken.

 

[IIa-04-1783-1784-1541]
Manche Bäume lassen sich beschneiden, nicht verpflanzen.

 

[IIa-04-1783-1784-1542]
Der Wächter des Serails mus nicht blos entmant, sond. auch häslich sein.

 

[IIa-04-1783-1784-1543]
Der Saft und die Bewegung des Magens lösen die Speisen auf.

 

[IIa-04-1783-1784-1544]
Derselbe Fels kan Klippe und Ufer zugleich sein.

 

[IIa-04-1783-1784-1545]
Die Engländer nemen ihren Pferden Schwanz und Mäne.

 

[IIa-04-1783-1784-1546]
Bär Kopf und Schwanz schwach.

 

[IIa-04-1783-1784-1547]
Die Tiere durch Zergliederung, Vergrösserung und Einsprüzung untersuchen

 

[IIa-04-1783-1784-1548]
Die Fledermaus petit das Fet und den Schein des Talglichts.

 

[IIa-04-1783-1784-1549]
Bleierner Kam färbt und ordnet die Hare.

 

[IIa-04-1783-1784-1550]
Zugleich beschneiden und nachprägen.

 

[IIa-04-1783-1784-1551]
Es war bei den Griechen gleich viel Verdienst, eine Statue machen und erlangen.

 

[IIa-04-1783-1784-1552]
Thiere wie Äsop die Sklaven und Lehrer der Menschen.

 

[IIa-04-1783-1784-1553]
Apollo, Medizin, Musik, Orakel, Erleuchten, Divinazion.

 

[Manuskriptseite 91]

[IIa-04-1783-1784-1554]
Brandassekuranzgesellschaft - Familienschauspiele - Die 7 Worte am Kreuz - Inkuben und Sukkuben - Peintre en ramequin - Schmuztitel - Betschirm - Hundeküssen - Stehpult - Tobaksaschenbüchse - Pudermesser - Iagdur - Pulverhorn und Schrotbeutel - Trauerfächer und schnallen - Frauenurhaken - Gesang der 3. Männer im Feuer - Gespräche im Reiche der Toden - ein Titularbuch - Vexirbilder und Urglas - herbarium vivum - Haubenkopf und Büste und Perükkenkopf - ein Fenstertrit - Halskreuz - Weinfässerbürsten - Reiszeug - Spielmarken - Ofenschirm - buntes Gesundheitsglas - Einmachgläser - Stern auf einem Haus - Kleid Infibulazion - Gassenbreit gehen - Kaprifikazion - Seidenwurmsamen - Taufzeug - Rappenmüle - Pudermantel - Nachthosen - Halbärmel mit Manschetten - Zukkerschachtel - Lichtkugel - eine Puppenwiege - Toilettenleuchter - Einlegmesser - Türbänder - Spuknapf - Suppenteller, Konfektteller - Lerchenrost - Unterziehhosen - Stiefelknecht {Schuh} - ein Falhut - Chronik - Uringlas - Streich= Strek= und Besezteiche - Gränz= od. Loch= od. Kreuzbäume - Gränzhügel od. *…*rkhaufen - Grund= od. Lagerbuch - Sat und Ärnteregister können bei=*…* sein - Bodenregister - Bau= und Brenholz - hoher Kinderstul - *…*rzieher {*…*} - Steinschneider - Hiatus in manuscripto - *…*vitus fumi in, cloaci - Taufstein - Emporkirche - Todenflekke - *…*bestrank - Daumenstökke - Wasserkopf - Abzugsgeld - Ge*…*tterbrief - Strassenbau - das Anschlagen der Mittagsglokke - Bet*…*nde - Brükkenzol - Witwenkasse - Schallöcher - Brodbank - *…*chparade - Kunstkammer - Reitban - Mietzins - Torgeld - blin*…*r Torweg - Ableitungskette - Knalpulver - Wehrwolf {ä} - *…* leuchtende Regen - elektrische Spinne - Rostral - Galanterie*…*ktur - leuchtende Pomade {Hare} - Iungferschafts=Essig (Vinaigre *…* Virginité) Parenthese - mit Einschlus - Geiselgewölbe - Einmauerung - Ius primae noctis od. luxandae corae - Blumenmel - *…*latminirer - Ober= und Unterflügel - Eierstok - Sauge= und *…*stachel - Milch= od. Brustpumpe - fortlaufende Signat*…* - *…* und Schwanzfäden - Zukkerschlagen - kalte und *…* *…*n - Chapeaub*…*

 

[Manuskriptseite 92]

[IIa-04-1783-1784-1555]
Lu

 

[IIa-04-1783-1784-1556]
1793 August

 

[IIa-04-1783-1784-1557]
1800 April

 

[IIa-04-1783-1784-1558]
Solitude

 

[IIa-04-1783-1784-1559]
amerement

 

[IIa-04-1783-1784-1560]
amere

 

[IIa-04-1783-1784-1561]
amerement

 

[IIa-04-1783-1784-1562]
car qu'on

 

[IIa-04-1783-1784-1563]
amerement

 

[IIa-04-1783-1784-1564]
amerement
amerement] nachfolgend einige exzerptunabhängige Federproben, darunter einige Zahlenangaben mit Bleistift